16.02.2024
The same procedure than (nearly) every year.

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Seit 20 Jahren gehe ich für eine Woche zum Fastenwandern. Für mich gibt es ehrlich gesagt keinen erholsameren Urlaub, als nichts zu Essen (heute ist mein 11. Tag ohne feste Nahrung) und viel zu wandern. Je nach Zusammensetzung der Gruppe wird auch mal gesungen oder etwas gespielt, vor allem aber viele Rezepte ausgetauscht

Jedes Mal überlege ich vorher, ob ich nicht einfach mal eine Woche aussetze und keine Ausgehtipps verschicke, damit ich mich voll und ganz auf die Erholung konzentrieren kann. Und jedes Mal nehme ich den Rechner dann doch mit, weil ich ja weiß, dass ihr Euch darüber freut, wenn unsere Tipps freitags eintrudeln. So habe ich schon an ganz unterschiedlichen Orten geschrieben und jedes Mal ist es eine Challenge. Dieses Mal ist sie besonders groß. Wir sind im Naturfreundehaus Rahnenhof untergebracht. Das liegt wirklich traumhaft schön, direkt am Wald, ABER es gibt nur in einem einzigen Raum Wlan und das ist grottenschlecht. Hinzu kommt, dass es gar kein Telefonnetz gibt. (Auf den Zimmern gibt es Festnetztelefone, mit denen kann man aber nicht raustelefonieren...Anruf nur über die Hausvermittlung) Die Herbergseltern meinen, da wäre vor 3 Jahren (!!!) eine Firma da gewesen, die ihnen ein Glasfaserkabel bis ins Büro gelegt hätte, aber danach sei niemand mehr vorbeigekommen. Sie wüssten auch nicht, wie es weiter geht …

Nach unserer heutigen anstrengenden Wanderung bin ich daher nicht wie die anderen in die Sauna gegangen oder habe mich mit einem Leberwickel ins Bett gelegt und geschlafen, nein, ich habe jetzt 5 Stunden gebraucht um 4 Artikel in den Newsletter hochzuladen. Eigentlich hatte ich vor, parallel das Eintracht Spiel schauen, aber als auch das nicht ging, habe ich mir ein alkoholfreies Hefeweizen geholt. Obwohl der Fastenleiter das bei den letzten Fastenwanderungen immer gestattet hatte, wurde mir heute mitgeteilt, dass das nicht mehr gerne gesehen wird…

Ich habe mich dann mit dem rauchenden und Klampfe spielenden Willy Brandt ausgetauscht, der mir im Rücken hängt, und ich meine zu hören wie er sagte: „Mach mal ruhig“.

Da wir morgen um 09:00 Uhr zum Wandern aufbrechen hoffe ich sehr, dass ich die Tipps noch vor dem Tee versenden kann und ich nicht auf stärkere Mittel als alkoholfreies Hefeweizen zurückgreifen muss. (Eine Teilnehmerin flüsterte mir vorhin bei der Abendbrühe zu, sie wolle sich morgen einen Espresso gönnen … ganz verwegen)

Übermorgen ist der Spaß vorbei. Dann geht’s zurück. Ich komme leider nicht rechtzeitig heim, um zur Gedenkveranstaltungen nach Hanau zu radeln (Der Radentscheid Frankfurt, Massif Central, Koala Kollektiv und andere organisieren eine Radtour. Start 11:45 Uhr am Römerberg oder 12:30 Uhr Flohmarktparkplatz Offenbach. Mehr Infos hier)

Auch wenn ich nicht auf der Demo sein kann, sind meine Gedanken bei den Überlebenden des rassistischen Attentats von Hanau am 19.2.2020 und den Angehörigen von Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Lebt wild und erhebt Eure Stimme für unsere Demokratie,

Daniela (und Willy meint das auch)

P.S. Vielen Dank an das ganze Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 18 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
oder per paypal: daniela@cappelluti.net

AUSZIEHEN - WohnungsGESUCHE und ANGEBOTE

(Bitte habt Verständnis, dass wir in dieser Rubrik nur Wohnungsgesuche von jungen Menschen aufnehmen, die zu Hause ausziehen wollen, oder im Rahmen eines Job- oder Studienwechsels eine neue Bleibe suchen. Wohnungs- und Zimmerangebote sind natürlich FÜR ALLE willkommen)
Illustration von Carlotta Hick

Aaron sucht eine Wohnung in Frankfurt
Hallo Ihr Lieben! Ich heiße Aaron, bin Student, musik- und kunstinteressiert und
suche nach kurzen Auslandsaufenthalt in den USA wieder eine Wohnung im
schönen Bornheim, Nordend oder Ostend. Am liebsten ein bis zwei Zimmer,
gerne auch etwas zum renovieren. Kann bis 750 € warm zahlen.
Ich würde mich freuen von Euch zu hören aaronpoellet@gmail.com, 0176 40522165

SUCHE / BIETE

Interessantes, ungewöhnliches Jobangebot für (junge) Erwachsene, die gerne im päd. Bereich mit Heranwachsenden arbeiten wollen … Wir, das Lehrer*innenteam des 8. Jahrgangs der IGS Herder, suchen für den 03.06.-11.06.202 Leute, die als Companions Kleingruppen bei Herausforderungsprojekten begleiten. Fortbildung dazu läuft am 24.04.-26.04.2024 in Frankfurt. Am Ende gibt es ein Zertifikat für das geleistete Ehrenamt und die absolvierte Ausbildung basierend auf dem Harvard-Konzept für Empathie Führung …. Interesse? Meldet euch! Ansprechperson: Mira Wirth (mira.wirth@schule.hessen.de)

ZU GEWINNEN (Daniela)

Rückmeldung bitte an: daniela@cappelluti.net

1 x 2 Tickets für Musik und Film „Der Heilige Berg“ am 22. Februar im hr-Sendesaal. Gewinnfrage: Wie heißt der ehemalige Chefdirigent und aktuelle Composer-in-Residence der hr-Bigband, der aam 24.2. in der Centralstation dirigiert?

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten bitte an daniela@cappelluti.net)

3 x 2 Karten Gästelistenplätze für Soulfood
am 2.3. Gewinnfrage: Welcher Fußballer zeigte sich nach dem Sieg des Afrika Cups so emotional wie Thomas Müller nach der Niederlage gegen Leverkusen?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea).

2 x 2 Karten für das Konzert von Shantel am Sonntag,3. März, in der Holy hall of fame Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Zu welchem Film spielen The Animals, Patti Smith und natürlich Lou Reed den Soundtrack bei?

2 x 2 Karten für das Konzert der "Kapelle Petra" am 7. März in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wieviel Jahre Beatlemania feiert Volker Rebell?

Freitag, 16. Februar: FFM/Jüdisches Leben in Offenbach

(Andrea)

Ein spannendes Miteinander gibt es heute im Mousonturm, es geht um Spurensuche und Erinnerungskultur. Wäre ich nicht im Hessischen Hof bei "Frankfurt kocht" mit Petra Roth (auf die ich mich sehr freue), würde ich in die Waldschmidtstraße radeln: "Das Capitol Theater, der jüdische Mäzen der Buch- und Schriftkunst Siegfried Guggenheim, die Backsteinwand in der Hintergasse, Regina Jonas, die hier als erste Frau zur Rabbinerin ordinierte - dies sind nur einige Stichworte zum vielfältigen jüdischen Leben in Offenbach. Das "Mapping Offenbach Lab" am Freitag, 16. Februar, im Frankfurter Künstler*innenhaus Mousonturm schaut genauer hin, gemeinsam mit Kunstschaffenden und Expertinnen und Experten geht es auf Spurensuche: Können experimentelle digitale Räume und Projekte erinnerungspolitische Beiträge leisten?

"Bei uns dreht sich meistens alles um Frankfurt, aber: auch die jüdische Geschichte von Offenbach reicht weit zurück und ist von Bedeutung für die Stadt und ihre Entwicklung. Juden haben bereits seit dem Mittelalter in Offenbach gelebt, obwohl ihre genaue Präsenz nicht immer klar dokumentiert ist. Im 17. Jahrhundert erlebte die jüdische Bevölkerung Offenbachs einen bedeutenden Zuwachs. Diese Zuwanderung trug zur wirtschaftlichen Entwicklung Offenbachs bei, da viele Juden als Handwerker, Kaufleute und Händler tätig waren. Im 19. Jahrhundert wuchs die jüdische Gemeinschaft weiter und Offenbach entwickelte sich zu einem Zentrum jüdischen Lebens in Deutschland. Im Rahmen des „Mapping Offenbach Lab“ unseres Kooperationsprojekts METAhub schauen wir am Freitag, 16. Februar um 19 Uhr, über die Grenzen Frankfurts hinaus und ziehen Verbindungslinien zur Region. Gemeinsam mit Digitalkünstler:innen, Creative Coder:innen und Expert:innen für digitale Erinnerungskultur erkunden wir die Stadt Offenbach und ihre jüdische Geschichte. Was ist heutzutage noch von den Orten zu erkennen, die einst architektonische Zeichen der Teilhabe von Jüdinnen und Juden an der Offenbacher Stadtgesellschaft waren? Können experimentelle digitale Räume und Projekte erinnerungspolitische Beiträge leisten? Wo? Im Künstler*innenhaus Mousonturm, Atelier 1, 5. Stock & Atelier 2, 5. Stock. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen gerne unter: metahub@stadt-frankfurt.de

Foto: "Wisse vor wem Du stehst", Stele an der ehemaligen Synagoge in der Hintergasse, Offenbach

Mousonturm, Waldschmidtstraße, Frankfurt

Freitag, 16. - Sonntag, 18. Februar: Kindercomicfestival

(Petra)

YIPPIE! das preisgekröntes Kindercomicfestival geht in die sechste Runde. Klar ist: Kinder mögen gerne Comics. Sie lesen sie, sie zeichnen Comics, sie hören und sehen gerne zu, wenn andere ihre Comics vorstellen, sie machen gerne mit, wenn jemand eine schöne Comic-Idee hat. Und: Comiczeichner*innen sind nette Leute und sie haben gute Ideen. Comiczeichner*innen sitzen oft hinter ihrem Schreibtisch und konzentrieren sich. Dann sind sie manchmal froh, wenn sie rauskommen, andere Zeichner*innen treffen und vor allem ihr Publikum. Sie zeichnen auch gerne in ihre eigenen Bücher. Yippie! bringt das alles zusammen. Kinder, die Comics mögen und Künstler*innen, die ihre Comics gerne zeigen. Einmal im Jahr in Frankfurt am Main. Mit Lesungen in Schulen, Workshops mit Comic-Künstler*innen im Jungen Museum (im Historischen Museum) und Comic-Auftritte für alle.

Yippie! Kindercomicfestival 2024, Eröffnung am 16. Februar im Literaturhaus Frankfurt, Uhrzeit: 16:30 Uhr, Eintritt: 5 Euro, ansonsten: Erwachsene 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei, das komplette Programm und weitere Infos findet Ihr hier

Freitag 16. - Sonntag 25. Februar: Fadenspiele - Biennale für aktuelle Musik

(Daniela)

Wir alle kennen sie aus unserer Kindheit: Fadenspiele. Es sind die ältesten Spiele der Menschheit. Die mit Fäden und Händen gestalteten mythischen, fantasievollen Muster dienten dazu, Himmelsfiguren und Sternenkonstellationen nachzubilden. Sie waren kommunikative Hilfsmittel zwischen Völkern, fragile Kunstwerke und kosmologische Performances. Unter dem Motto FADENSPIELE greift das Festival cresc… vom 16. bis 25. Februar 2024 diese verbindende Praxis auf.
An zwei Wochenenden mit großer Orchesterliteratur, Uraufführungen, Jazz, Tanz und Installationen widmen sich Ensemble Modern, hr-Sinfonieorchester, hr-Bigband, IEMA-Ensemble und internationale Gästen diesem Thema und schaffen neue künstlerische Verknüpfungen.
Am 16. Februar eröffnen Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester das Festival mit Gérard Griseys monumentalem Werk „Les Espaces Acoustiques“ um 20 Uhr im hr-Sendesaal.

Programm und Tickets unter: www.cresc-biennale.de

Foto: Ensemble Modern von Wonge Bergmann

Freitag 16. Februar: Eröffnungskonzert von CRESC

(Daniela)

Mit den monumentalen ›Les Espaces Acoustiques‹ schuf der französische Komponist Gérard Grisey in elf Jahren Arbeit (1974–1985) ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts, bei dem jeder Teil des Werks den akustischen Radius des vorangegangenen erweitert. Dabei leitete er mit naturwissenschaftlicher Sorgfalt aus der Struktur der kleinsten Teile die Gesetzmäßigkeiten der großen Form ab: Haben die Zuhörenden anfangs eine kleine Kammer betreten, stehen sie am Ende in einer gigantischen Kathedrale der Klänge. Ein eindrucksvolles Erlebnis, bei dem die Zuhörenden in das Entstehen eines sich allmählich aufbauenden, riesigen Netzwerks eintauchen. Wie bei einem Fadenspiel, bei dem eine mit den Fingern erstellte Figur von Mitspielenden abgenommen und verändert wird, geht es in diesem Zusammenspiel von Solostimme, unterschiedlich besetzten Ensembles, Kammerorchester bis hin zum großen Sinfonieorchester um das Weiterreichen eines ersten Klangfadens.

Ensemble Modern, hr-Sinfonieorchester, Megumi Kasakawa | Viola, Sylvain Cambreling | Dirigent

Dauer: 120 min | Pause

Tickets: 30,- € | erm. 16,- € www.hr-ticketcenter.de, Im 3er-Wahlabo mit 25 % Ersparnis buchbar Kulturpassinhaber*innen bezahlen bei diesem Konzert 1,00 Euro Eintritt. Tickets sind ausschließlich an der Abendkasse am Konzerttag erhältlich. Die Verfügbarkeit von Tickets vorausgesetzt.

Foto: Wonge Bergmann

Freitag 16. Februar: Vintage Soundsystem #6 mit DJ Maya

(Daniela)

Nach einer kurzen Pause ist das VINTAGE SOUNDSYSTEM wieder am Start. Was bisher geschah: Schon der erste Abend war ein Knaller: volles Haus, großartiges jamaikanisches Essen, fabelhafte Gäste, die im zweiten Teil des Abends die Tische wegräumten und eine Tanzfläche schufen. Beim zweiten Abend erzählte uns Günter Gretz, wie am Anfang der Achtziger afrikanische Popmusik nach Deutschland kam, danach spielte der 81-jährige (!) ein DJ-Set. Und beim dritten Abend tanzten die Gäste nach einem Vortrag über die Swing-Kids im Frankfurt der Nazi-Zeit zu Schellackplatten, die ganz original auf dem Grammophon abgespielt wurden.

Vintage Soundsystem #6
mit DJ Maya
Freitag 16.2.2024 ab 19h
Pastel, Lindleystr. 15, Frankfurt, barrierefrei
Eintritt frei

„Was ist denn das für Musik, die du da spielst?” wurde DJ Maya in den Neunzigern häufig gefragt, denn die Klänge, die sie mixte, schienen nicht direkt den Dancefloor zu adressieren, sondern eher das Wohlbefinden der Gäste. So wurde sie zu einer der Pionierinnen des Ambient Sounds in Frankfurt. Forscht man nach dem Ursprung, könnte man in den 20er Jahren bei Eric Satie und seiner „Musik als Möbel“ (Musique d'ameublement, furniture music) landen oder 50 Jahre später bei Brian Enos “Ambient 1 - Music for Airports”. Oder bei den blubbernden Sounds und Echos des Dub Reggae. Zeitgenössische Ambient-Musik, wie wir sie aus den Chillout Rooms von Techno Clubs und der Rave Kultur kennen, setzt sich aus vielen Elementen und diversen Subgenres zusammen: Space, Ethno, Drone, Trip Hop, Electro, Dub, Natursounds. Der Sound zeichnet sich durch seine entspannende, atmosphärische Qualität aus. Es geht um die Schaffung einer bestimmten Stimmung. „Das Ziel ist immer eine weiche Landung“ ist Mayas Credo!
Antje-Maya Hirsch ist DJ, Film- und Fotokünstlerin. Ihre musikalischen Wurzeln liegen irgendwo zwischen Disco und Punk. Ihre musikalische Sozialisation begann in den 70er Jahren im Plattenladen ihres Vaters. Seit 1996 ist sie Sendungsmacherin bei Radio X und dort auch Bookerin für die X-Fade-DJ-Night. Mehr Bio auf ihrer Seite: http://antjemayahirsch.de/

Freitag, 16. Februar: Reinhold Beckmann liest Aenne und ihre Brüder – Die Geschichte meiner Mutter

(Martin)

Wider das Schweigen über den Krieg - Reinhold Beckmann erzählt die Geschichte seiner Familie. Das Leben von Reinhold Beckmanns Mutter Aenne war von Verlusten gezeichnet. Bereits mit fünf Jahren war sie Vollwaise. Vier Brüder hatte sie, alle sind im Krieg gefallen. Und doch war es ein gelungenes Leben. Anders als viele ihrer Generation hat sie über ihre Trauer und Ängste nie geschwiegen. Aennes Brüder und Eltern blieben immer gegenwärtig, in Gesprächen, Fotos, Gedenktagen und Erinnerungen. 

In diesem Buch erzählt Reinhold Beckmann die Geschichte seiner Mutter und von Franz, Hans, Alfons und Willi, zwischen hartem Alltag auf dem Dorf, katholischer Tradition und beginnender Diktatur. Im Krieg werden alle Brüder eingezogen. Ihre Briefe hat Beckmann von seiner Mutter bekommen. Keiner von ihnen wird das Ende des Krieges erleben. Als letzter wird der erst siebzehnjährige Willi von den Feldjägern aus dem Kohlenkeller gezogen, in dem er sich verstecken wollte, in eine Uniform gesteckt und an die Front geschickt. Er stirbt wenige Tage vor Kriegsende.

Ihr Leben lang hat das Schicksal ihrer Brüder Aenne nicht losgelassen - und es hat auch das Leben von Reinhold Beckmann geprägt: Gegen Krieg und Gewalt Haltung zu zeigen, war beiden selbstverständlich. Reinhold Beckmann liest aus diesem tief berührenden Buch, in einer Zeit, in der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.buergerhaeuser-dreieich.de/programm/lesungen/reinhold-beckmann-lesung-2024

Freitag, 16. Februar um 20.00h
Bürgerhaus Dreieich, Fichtestraße 50, 63303 Dreieich
Foto: © Steven Haberland

Freitag, 16. Februar: Of/ Enkel für Fortgeschrittene

(Andrea)

Update: Ausverkauft. Aber guckt doch mal im März, da zeigt Daniel !Anatomie eines Falls" und vielleicht sehen wir uns dort - wir gehen nämlich hin.  „Enkel für Fortgeschrittene“ ist für Daniel Brettschneider der beste Beweis, dass es sie doch immer noch gibt – die großen Rollen für ältere Schauspielerinnen und Schauspieler! Es ist eine Freude mitanzuschauen, wie Barbara Sukowa, Heiner Lauterbach und Maren Kroymann (eine Offenbarung!) erneut in „Enkel für Fortgeschrittene“ als Ensemble interagieren, sich bedingen, verstärken, gemeinsam herausragend brillieren. Mit ihrer Souveränität, ihrem Gefühl für Timing, dem Humor und einer wunderbaren Selbstironie tragen sie diese Ausnahme-Komödie in jeder Einstellung. Ihre teils ungelenken Annäherungen an die Lebenswelten junger Teenager, deren Sorgen und Bedürfnisse, sind geprägt von herrlicher Situationskomik und das Ergebnis großer Schauspielkunst. Da es hier zwischen dem Zustellen der Zeitung und einer aufreibenden Schülernachhilfe um ein zunächst recht angespanntes Verhältnis zwischen türkischen und deutschen Lehrmethoden geht, möchten wir das heute eben auch atmosphärisch-kulinarisch abbilden und entsprechend schmackhaft zelebrieren. So servieren wir diesmal ein traditionelles Gericht der türkischen Küche, das zerlassene Butter, Tomatenmark, Joghurt, Auberginen, Paprika und Köfte (längliche Hackfleisch-Frikadellen) zu einem Gaumenfest vereint. Für die Vegetarier wird es statt der Köfte ganz viel Schafskäse und frische Kräuter geben. Und „Omas Käsekuchen“ wird in Anlehnung an die Seniorinnen-Power im Film als passendes Dessert gereicht! Allein der Trailer ist schon ein kleines Ereignis: www.youtube.com/watch?v=7uLX_Ll0Lg0.

Alte Schlosserei auf dem Gelände der EVO, Goethering, Offenbach

Freitag, 16. Februar: Of/ Lola

(Andrea)

Der Film klingt spannend und Filmklubb wäre heute auch was: "Neues, wildes und junges Kino, das gegenwärtiger nicht sein könnte. Andrew Legges selbstironisches Spiel mit Zeit und Wahrheit führt das Publikum genüsslich auf wackelige Fährten und wirft verliebte Blicke in den Abgrund der Geschichte. Ein stilbewusster und hochgradig romantischer Thriller, der die Nerven kunstvoll kitzelt. 1941 in London. Die Schwestern Thom und Mars haben die Maschine LOLA konstruiert, die Radio und Fernseh-Schnipsel aus der Zukunft empfangen kann. Sie hören Kultmusik, bevor sie geschrieben wird, platzieren todsichere Wetten und leben ihren inneren Punk aus, bevor die Bewegung dazu überhaupt erfunden wird. Als der Zweite Weltkrieg eskaliert, beschließen die Schwestern, LOLA für einen guten Zweck zu nutzen und fangen militärische Informationen aus der Zukunft ab. Ihre Zeit-Maschine ist ein großer Erfolg im britischen Kampf gegen die Nazis, verändert den Verlauf des Krieges und letztlich auch die Geschichte. Thom lässt sich zunehmend von LOLAs Macht verführen. Doch LOLA ist nicht unfehlbar. Die Zukünfte, die sie zeigt, sind nicht notwendigerweise auch Wahrheiten. Mars versteht die fatalen Konsequenzen ihres Spiels mit der Zeit erst als es zu spät ist: nicht Zukunft war es, die LOLA ihnen gezeigt hat, sondern eine Fiktion, die sich nun ihrerseits in die Zeit einschreiben und eine ganz andere Welt begründen wird." Einlass 18.30 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

GEROLLTES über gute Interviews nach guten und schlechten Spielen

(Uwe)

Am Wochenende siegte der ungeschlagene Tabellenführer Bayer Leverkusen zuhause klar gegen den mehrmaligen Titelverteidiger Bayern München deutlich und baute den Vorsprung auf den „härtesten“ Verfolger (eben die Bayern) auf fünf Punkte Vorsprung aus. So hart scheinen die Bayern die Leverkusener wiederum garnicht zu verfolgen, gaben sie die Punkte im Rheinland relativ freiwillig ab. Das störte insbesondere Thomas Müller, der stets emotionale "Pressesprecher" der Bayern, der im Gegensatz zu seinen vielen Bla-Bla-Mannschaftskameraden wirklich immer hörenswert ist. Sofern er mal aufhören sollte, wird dem Fußball wirklich etwas fehlen. Seit 2008 gehört er dem Kader der Bayern an, nach 2010 wurde er seit 2013 jedes Jahr Meister (dazu Weltmeister, Pokalsieger und Gewinner der Champions League) und trotzdem brennt er noch.

Im Finale des Afrika-Cups erzielte der ehemalige Frankfurter Sebastian Haller kurz vor dem Ende gegen Nigeria den Siegtreffer. Bereits im Halbfinale gegen DR Kongo erzielte er das entscheidende Tor. Wie Müller zeigte er sich vor dem Mikrophon nach dem Finale emotional. Sein wichtigster Sieg seiner Karriere hatte er außerhalb des Stadions erkämpft, er besiegte den Krebs. Danach kam er bei Borussia Dortmund sportlich noch nicht auf die Füße. Nun konnte der ivorisch-französische Fußballer den Afrika-Cup an die Elfenbeinküste holen, für deren Nationalmannschaft er seit 2010. Zuvor durchlief er alle Jugendnationalmannschaften Frankreichs, dem Land, in dem er geboren wurde.

Samstag, 17. Februar (Premiere): Tür zu! Schauspiel

(Martin)

Tür zu! handelt von sechs Menschen, deren Wege sich treffen und wieder auseinandergehen. Jeder von ihnen hat eine ähnliche und doch andere Sehnsucht nach Freiheit und Geborgenheit. Ihre unterschiedlichen Bedürfnisse führen zu tiefen Freundschaften, schweren Verlusten, Einsamkeit, aber auch Zuversicht auf neue Begegnungen. Alle sechs sind mit gesellschaftlichen Umbrüchen konfrontiert und gehen auf ihre Weise mit ihnen um. Wir beobachten sie auf ihrer lyrischen und musikalischen Suche nach einem Kompromiss zwischen Abgrenzung und Nähe und nach geöffneten Türen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.theaterperipherie.de/tickets-preise-anfahrt/

Samstag, 17. Februar (Premiere) um 19.30h
weitere Vorstellungen am Sonntag, 25. Februar um 17.00h,
Freitag, 1. März und Freitag, 26. April um jeweils 19.30h
Theaterperipherie im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moe Salamat

Samstag, 17. Februar: Of/ Surf-Nacht

(Andrea)

Für den WAGGON wäre es gerade ohnehin zu ungemütlich und dass sie im KJK ein Exil gefunden haben, ist wirklich eine glückliche Fügung. Denn der Raum ist klasse und machte bisher überwiegend mit 60+ Konzerten auf sich aufmerksam. Nach dem ersten Testlauf neulich kommt heute der zweite Abend, eine SURF-NACHT voller instrumentaler Rock’n’Roll-Surf-Instros mit den „Contemporary Oberhessian Instrosounds “ des SURFKOMMANDO OBERHESSEN aus Marburg und unseren Offenbacher Lokalhelden ALOHA IN HELL, die dieses Jahr ihr dreissigjähriges Jubiläum feiern!! Zudem ist es uns gelungen, DJ Lupo als versierten Plattenaufleger zu gewinnen, der vor und nach dem Konzert Vinyl-Schallplatten aus seinem reichhaltigen Fundus auflegen wird, geschmacksicher ausgesuchte Perlen aus der Musikgeschichte der 1950er und 1960er Jahre! Das alles wieder zu den im Waggon üblichen Bedingungen: Eintritt frei – aber bitte kleine Spende für DJ & Bands, wenn euch Musik & unser Konzept gefallen! SURFKOMMANDO OBERHESSEN (Marburg) ALOHA IN HELL (Offenbach) plus DJ LUPO (Offenbach) Eintrittspreis kostenlos

KJK Sandgasse 26, Offenbach

Samstag, 17. Februar: Hanau/ Gedenkveranstaltung

(Andrea)

Am 19. Februar jährt sich die gemeine Attacke auf Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkovnbsp zum vierten Mal. In Hanau, aber auch Offenbach, war die Tat ein echter Schock, schließlich hatte man recht lange in der Illusion gelebt, dass das friedliche und einvernehmliche Zusammenleben der Kulturen gut funktioniert. Dass es da in etlichen Köpfen brodelt und Deutschland rassistischer und antisemitischer ist, als in unseren kleinen Blasen gedacht, naja, wenn man die Vielzahl der Ereignisse zusammennimmt, ist das Bild leider gar nicht mehr so gemütlich. NSU, rassistische E-Mails der Polizei, die sogenannten Protestwähler im Dunstkreis der AfD usw. In Hanau selbst ist seitdem einiges in Bewegung gekommen und #saytheirnames hält das Gedenken lebendig.
4 Jahre nach dem rassistischen Anschlag vom 19. Februar 2020 gibt es heute eine Gedenkveranstaltung um 14 Uhr, auf dem Kurt-Schumacher-Platz in Hanau.

https://19feb-hanau.org/2024/01/07/jahrestag-2024/

Samstag 17. Februar: MELLI REDET MIT – Ein Abend mit Gästen

(Daniela)

Während es draußen schneit, lädt Melina Hepp auch im neuen Jahr wieder zum lauschigen Talk aufs Sofa mit Gästen aus der regionalen Kulturszene, für die sich ihre Zuschauer*innen garantiert erwärmen werden.

Da ist zum einen Sarah Wissner, die mit Figuren spielt und es fertig bringt, dass sie gleichzeitig mit ihren wunderbaren Puppen und sich selbst sprechen kann, so dass man den Unterschied zwischen Mensch und Puppe völlig vergisst. Vor allem wird die studierte Figurenspielerin, Schauspielerin, bildende Künstlerin und Regisseurin mit Melli darüber sprechen, ob Sprache überhaupt immer so nötig ist auf der Bühne, und dass Geschichten in skurrilen Bildern und ausdrucksstarken Momenten ohne Worte genauso viel erzählen.

 Und zum anderen kommt da Björn Berndt. Der Chefredakteur des Frankfurter queeren Stadtmagazins GAB will mit Melli über das reden, was sie auch gerne macht: nämlich immer wieder kulturelle Nischen finden, in denen man sich ausprobieren kann. Und darüber, ob es besser ist die Leidenschaft zum Hobby zu machen, einerseits um die Freude an dem zu behalten, was man am liebsten macht und andererseits, um weicher zu fallen, wenn die Dinge scheitern. Aber vor allem darüber, es niemals bleiben zu lassen.

Außerdem selbstverständlich mit Mellis (M)ein-Mann-Band Martin Grieben, der diesmal Konkurrenz durch die neun-köpfige Jung-Jazzcombo LAJILA bekommt, die Melli endlich das Magazin Royale Gefühl beschert.

MELLI REDET MIT – Ein Abend mit Gästen
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez

Samstag, 17.02.2024
Einlass 19.00h, Beginn 20.00h
KVFM – Kunstverein Familie Montez e.V., Honsellstraße 7 (barrierefrei), 60314 Frankfurt am Main

Tickets auf Eventim unter und an der Abendkasse: regulär 20,- €; Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,- €
Foto: Salar_Baygan

Samstag, 17. Februar – Montag, 19. Februar: The Kids are alright

(Martin) 

Simone Dede Ayivi & Kompliz*innen

„Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“, haben unsere Eltern gesagt.

„Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“, sagen wir.

„The Kids Are Alright“ widmet sich den Familienerzählungen, Generationenkonflikten, politischen Kämpfen und Zukunftsvisionen in Familien mit Migrationsgeschichte. Kinder der zweiten und dritten Einwanderer*innen-Generation leben oft mit dem Narrativ, ihre Eltern wären nach Deutschland gekommen, damit sie hier „etwas für ihre Kinder aufbauen können“. 

Doch was möchten wir und unsere Kinder eigentlich aufgebaut bekommen – im wörtlichen wie übertragenen Sinne? Simone Dede Ayivi und Kompliz*innen haben Gespräche mit Großeltern, Eltern und Kindern aus verschiedenen Communities geführt und bringen in einer performativen Installation die divergierenden Vorstellungen eines „besseren Lebens“ auf die Bühne.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/the-kids-are-alright/

Samstag, 17. Februar und Sonntag, 18. Februar um jeweils 18.00 und 19.30h; Montag, 19. Februar um 9.00 und 10.30h: The Kids are alright
Mousonturm
Foto: © Mayra Wallraff

Samstag, 17. und Sonntag, 18. Februar: Mozart und der flötende Weltenbummler

(Martin)

Orchester Hautnah
Oper Frankfurt / Neue Kaiser


Der erst 21 Jahre alte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart reist 1777 nach Mannheim und wird sich dort 177 Tage lang aufhalten. Eigentlich ist er auf der Suche nach einer Festanstellung und müsste arbeiten. Doch immer wieder trifft er interessante Menschen, die ihn ablenken: Einer ist Ferdinand Dejean. Der ältere Herr ist Arzt, spielt für sein Leben gern Flöte und hat schon die halbe Welt gesehen. Viele Jahre hat er in Indonesien gelebt und gearbeitet. Als er Wolfgang Amadeus Mozart trifft, ist er von dessen Musik begeistert. Ferdinand stellt viel Geld in Aussicht und gibt zwei Flöten- Konzerte und einfache Quartette in Auftrag. Es entspinnt sich ein spannender Wettlauf mit der Zeit, denn Mozart kommt nicht immer zum Arbeiten …

FLÖTE Paul Dahme, VIOLINE Donata Wilken, VIOLA Ludwig Hampe, VIOLONCELLO Philipp Bosbach & MODERATION Deborah Einspieler

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/orchester-hautnah_neue_kaiser/?id_datum=3842#date

Samstag, 17. und Sonntag, 18. Februar um jeweils 15.00h
Oper Frankfurt / Neue Kaiser, Kaiserstraße 30
Foto: © Homepage Oper Frankfurt

Nur noch bis 18. Februar: Lyonel Feininger. Retrospektive

(Martin)

Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat, muss sich jetzt beeilen! 

„Feininger - das ist doch der, der immer die gleiche Kirche malt und Landschaften aus geometrischen Formen? Von wegen. In der Frankfurter Schirn sind so viele verschiedene Werke dieses Vertreters der klassischen Moderne zu sehen wie noch nie zuvor.“ – das schreibt die Hessenschau. 

Der Deutsch-Amerikaner Lyonel Feininger (1871-1956) war eine schillernde Persönlichkeit: Die Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee und Franz Marc zählten zu seinen Freuden. Walter Gropius machte ihn zum ersten Meister an der Bauhaus-Kunstschule und seine Karikaturen begeisterten Leser in Deutschland, Frankreich und den USA. Nach ihm wurde ein Asteroid benannt, eine Sonderbriefmarke mit einem Bild von ihm gedruckt und sogar zwei Radwege tragen seinen Namen.

In einer Retrospektive der Frankfurter Kunsthalle Schirn werden jetzt bis Februar erstmals 160 Werke des Künstlers gezeigt, die noch nie zusammen ausgestellt wurden. (…) Lyonel Feininger ist weit über 80 Jahre alt geworden und gezeichnet hat er eigentlich immer. Die Schirn-Ausstellung schafft es, Werke aus der kompletten Schaffensperiode zu zeigen.

‚Das hat es noch nie gegeben‘, betont die Kuratorin der Ausstellung, Ingrid Pfeiffer. Dafür wurden mit enormen Aufwand Feininger-Werke unter anderem aus zehn verschiedenen amerikanischen Museen geliehen. 160 Werke sind so zusammengekommen. Und zwar nicht nur Bilder, sondern auch Skizzen, selbst kreiertes Spielzeug und vor allem auch Fotografien, die der Künstler selbst gemacht hat.

Er hat 20.000 Fotos hinterlassen, von denen lange niemand wusste. Gesehen hat die bisher fast niemand, bis auf eine Handvoll Experten‘, betont die Kuratorin und ist stolz, dass einige davon zum ersten Mal ausgestellt werden.“ (Yvonne Koch/Hessenschau). 

Nur noch bis 18. Februar: Lyonel Feininger. Retrospektive
Schirn - Kunsthalle
Foto: © Norbert Miguletz

Sonntag, 18. Februar: Peter Schröder liest Die Verwandlung

(Martin)

Zum 100. Todesjahr von Franz Kafka

»Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.« Mit diesem weltberühmten Satz wird die Erzählung um den Handelsreisenden Gregor Samsa eröffnet, der auf einen Schlag sich selbst und seiner Familie fremd geworden ist. 

Die als Psychogramm einer Gemeinschaft lesbare Erzählung beschreibt die wesenhafte Verwandlung eines Menschen zu einem Tier. Scharfsinnig-klar bewegt sich der Text zwischen Realismus und Traum. Kafka selbst sagte: »Der Traum enthüllt die Wirklichkeit, hinter der die Vorstellung zurückbleibt. Das ist das Schreckliche des Lebens – das Erschütternde der Kunst.«

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/peter-schroeder-liest-die-verwandlung/1790/

Sonntag, 18. Februar um 20.00h
Schauspiel Frankfurt/Kammerspiel
Foto: © picture alliance/akg/Archiv K. Wagenbach

Sonntag, 18. Februar: IM WESTEN NICHTS NEUES (Konzert/Lesung)

(Martin)

von Erich Maria Remarque
Für eine Generation im Krieg
„Wir hatten zu lange den Tod als Genossen…“
Theater Willy Praml // Haus am Dom

„Wir sind nicht verlogen, nicht ängstlich, nicht bürgerlich, wir sehen mit beiden Augen hin und schließen sie nicht. 

Wir entschuldigen nichts mit Notwendigkeit, mit Ideen, mit Staatsgründen, – wir haben Menschen bekämpft und getötet, die wir nicht kannten, die uns nichts taten; – was wird geschehen, wenn wir zurückkommen in frühere Verhältnisse und Menschen gegenüberstehen, die uns hemmen, hindern und stürzen wollen? … 

Nur die Erinnerung und meine Urlaubstage haben mich schon überzeugt, daß die halbe geflickte, künstliche Ordnung, die man Gesellschaft nennt, uns nicht beschwichtigen und umgreifen kann. 

Wir werden isoliert bleiben und aufwachsen, wir werden uns Mühe geben, manche werden still werden und manche die Waffen nicht weglegen wollen…“

Esther Frankenberger, Alt
Jacob Bussmann, Klavier
Lisa Straßberger, Lesung

Musik von Robert Schumann, Gustav Mahler, Alma Mahler, Richard Wagner, Alexander von Zemlinsky und Hanns Eisler

Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/konzertlesung-im-westen-nichts-neues-von-erich-maria-remarque/
Sonntag, 18. Februar um 11.00 Uhr
Konzert-Lesung im Theater Willy Praml / Naxos-Halle
Foto: © Theater Willy Praml

Montag, 19. Februar: Of/ Pubertät

(Andrea)

Das ist genau meine Veranstaltung - Dein Kind, das unbekannte Wesen....klingt jetzt schlimmer als es ist, aber den Ausnahmezustand im Kopf Heranwachsender finde ich schons ehr anstrengend. "Der Eltern-Dialog ist ein neues Angebot in der Volkshochschule Offenbach. Es ist ein Gesprächskreis für Eltern zu Erziehungsfragen und bringt Mütter und Väter in den Austausch. Am 19. Februar startet die Reihe mit dem Thema „Pubertät“. Inhaltlich geht es um Themen, die Frauen und Männer als Eltern in der Erziehung ihrer Kinder berühren. Die Beteiligten können offen über ihre Erfahrungen, über Fragen, Ängste und Probleme sprechen, mit denen sie häufig alleine bleiben. Fachlich angeleitet werden die Mütter und Väter von Cornelia Fritz, Sozialpädagogin und systemische Familienberaterin. 19 Uhr, Teilnahme 7 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich unter den Rufnummern 069 8065 – 3152 oder -3822, per E-Mail an vhs@offenbach.de. Foto: Shutterstock.de

vhs, Berliner Straße 77, Offenbach

Dienstag, 20. Februar: Liederabend

(Martin)

Adriana González (Sopran) & Iñaki Encina Oyón (Klavier)
Liederabend der Oper Frankfurt

Adriana González kommt aus einem Land, in dem es keine Opernhäuser gibt. Doch die guatemaltekische Sängerin begeistert mit ihrer lyrischen Stimme und ihrem warmen Sopran regelmäßig die internationale Opernwelt – zuletzt auch das Frankfurter Publikum als Micaëla in Bizets Carmen und als Gräfin in Mozarts Le nozze di Figaro. Die junge Sopranistin, die 2019 als Gewinnerin des Ersten Preises und des Zarzuela-Preises aus dem Operalia-Wettbewerb hervorging, wird für ihre herausragende Musikalität gefeiert.

Als Mitglied des Atelier Lyrique der Pariser Oper und des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich hat sie sich bereits ein breites Repertoire mit dem Schwerpunkt auf Mozart, Rossini und Puccini erarbeitet, das ihrem hochflexiblen Sopranstil entspricht. Große Erfolge feierte sie vor allem als Micaëla (Carmen) an der Genfer Oper, als Liù (Turandot) an der Oper in Toulon, als Contessa (Le nozze di Figaro) am Opernhaus in Nancy und als Corinna (Il viaggio a Reims) am Gran Teatro del Liceu in Barcelona

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/adriana-gonzalez-sopran-inaki-encina-oyon-klavier/?id_datum=3519

Dienstag, 20. Februar um 19.30h
Liederabend in der Oper Frankfurt
Foto: © Marine Cessat Bégler

Klarkommen (Buchtipp - Lesung am 09. April in der Brotfabrik)

(Uwe)

Bereits zweimal schrieb ich hier über Ilona Hartmann. Einmal, weil Sie Co-Host bei dem wunderbaren Podcast „Und was machst Du am Wochenende“ war und einmal, weil sie das Buch „Land in Sicht“ schrieb, dass ich großartig fand. „Land in Sicht“ war ihr Debütroman, wegen ihrem zweiten Buch „Klarkommen“ schied sie als Gastgeberin des erwähnten Zeit-Podcasts aus (sie wurde sehr gut ersetzt durch Ubin Eoh).

Die Konzentration auf „Klarkommen“ hat sich absolut gelohnt. Der neue Roman ist noch ein Stück besser als das erste und mehr als lesenswert. Eine junge Frau wächst in der Provinz auf und zieht einer Freundin und einem Freund nach dem Abitur in eine große Stadt. Wie Hartmann die Eindrücke aus Stadt- und Landleben, das Abnabeln und Ankommen beschreibt, ist wunderschön. Teilweise besteht ein Kapitel nur aus einem Satz, nie ziehen sich die Beschreibungen lange. Das Buch ist schnell gelesen, viel zu schnell. Man sollte es dosieren, eine Seite pro Tag, weil es so wertvoll ist. Tut man aber nicht, weil es einen Sog entwickelt. Weniger die Handlung, mehr die Worte und diese unglaublich schönen und wahren Sätze.

Bei „Und was machst Du am Wochenende“ war Ilona Hartmann zuletzt selbst Gast. Es wurde ein tolles Gespräch.

20. Februar - 04. März: „Starke Stücke“ – 30. Internationales Theaterfestival für junges Publikum in Rhein-Main

(Daniela)

Das Internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ bringt vom 20. Februar bis 4. März 2024 bereits zum 30. Mal starke Theatererlebnisse für ein junges Publikum auf die Bühnen der Rhein-Main-Region. Künstler*innen aus acht Ländern sind bei der Jubiläumsausgabe mit dabei. Das Programm reicht von Erzähl- und Objekttheater, über Akrobatik und Tanz bis hin zu Installationen und interaktiven Hörspielen.

Über 130 Vorstellungen an 36 Spielorten sind in der Rhein-Main-Region unter dem Logo des sympathischen Nashorns im Festivalzeitraum geplant.

Alle Spieltermine, Orte und Informationen zu Inszenierungen und Kartenvorverkauf sind ab sofort auf www.starke-stuecke.net veröffentlicht.

„Starke Stücke“ ist ein Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH, der Starke Stücke GbR und von Kulturveranstalter*innen der Region.

Orte: Verschiedene Bühnen und Kulturveranstalter*innen in Rhein

Eintrittskarten: Eintrittskarten sind direkt bei einzelnen Veranstalter*innen zu erwerben. Die Links zu den jeweiligen Ticketportalen finden Sie auf den Stückseiten auf www.starke-stuecke.net. Die Preise sind familienfreundlich (z.T. gegen Spende, ansonsten bei 5 € bis 15 €).

Informationen + Kontakte Kartenverkauf: www.starke-stuecke.net

Dienstag, 20. Februar: OF/ Der perfekte Poller?

(Andrea)

Der heutige Abend verspricht eine Horizonterweiterung, dass es eine Evolution des Pollers, also jener meist rot-weißen Absperrungen geben sollte, darum wird es im Rathaus-Pavillon geben. Unter dem Titel "Der perfekte Poller?! Zwischen verkehrsrechtlichen Anforderungen und integrierendem Design - Präsentation und Diskussion des Prototyps „Popcycle“ laden das VeloLAB, eine digitale und analoge Innovationsplattform, und das Offenbach Institut für Mobilitätsdesign ein: Poller schützen Radfahrende und leiten Verkehrsströme, ihre Gestaltung ist jedoch im Spannungsfeld von Vorschriften, Funktionen, Ästhetik und Akzeptanz selten gut gelöst. Doch wie kann das Design unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen effektiv genutzt werden, um dauerhafte Schutz- und Leitelemente zu schaffen, die gut in das Stadtbild eingebunden sind und für eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen? Im Zentrum der Veranstaltung steht das Pollermodell „Popcycle“, das in mehreren Workshops in Zusammenarbeit mit kommunalen Vertreter*innen aus den Bereichen Planung, Stadtraumgestaltung und der Straßenverkehrsbehörde 2022 und 2023 vom Offenbach Institut für Mobilitätsdesign entworfen wurde. Wir freuen uns auf Ihr Feedback zum Prototyp und möchten am konkreten Modell mit Ihnen kommunale Bedarfe, verschiedene Einsatzszenarien sowie die unterschiedlichen Funktionen von Pollern diskutieren. 16.00 - 19.00 Uhr mit get-together

stadtraum im Rathauspavillon Offenbach, Am Stadthof 16-17, Offenbach am Main
Um Anmeldung bis zum 12. Februar wird gebeten: https://bit.ly/3uhBXop  

Mittwoch 21. Februar: „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ Lesung und Gespräch

(Daniela)

An Hanau denken und schreiben: „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“
Lesung und Gespräch mit Çetin Gültekin und Mutlu Koçak

Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen. Çetin Gültekin erzählt in seinem gerade erschienenen Buch „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ nicht nur die Geschichte seines Bruders, sondern rekonstruiert detailliert den Anschlag von Hanau und seine Folgen. Gemeinsam mit seinem Co-Autor Mutlu Koçak stellt er die Tragik und Reichweite der Tat von Hanau vor Augen und macht deutlich, welche Versäumnisse es gab und wie viele Fragen bis heute ungeklärt sind. Darüber wird Evein Obulor mit beiden ausführlich sprechen.  

Mittwoch, 21.02.2024, 19:30 Uhr
Crespo Studio (im Haus des Buches), Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt
Eintritt frei

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter info@wortmeldungen.org zur Veranstaltung an. 

Mittwoch, 21. Februar: OF/ Piratenabenteuer

(Andrea)

Dass Antje jetzt einige Gastspiele im Rathaus-Pavillon gibt, freut mich sehr. Denn seit Jahren tourt die Schauspielerin, Sängerin und Impro-Künstlerin mit ihrem Figurentheater durch das Rhein-Main-Gebiet, ihre Figuren und Geschichten entstehen in ihrem Atelier in der Ludwigstraße. Nur in Offenbach ist sie kaum präsent, was sich jetzt hoffentlich schlagartig ändert. Mit drei Produktionen ist die Offenbacherin im Frühjahr im Rathaus-Pavillon zu Gast, neben „Piratenabenteuer“ (21. Februar),„Von Rittern und Fräulein“ (14. März) hat sie „1000 und eine Nacht“ (24. April) dabei. Die Vorstellungen finden zwischen 10 und 11 Uhr statt, dauern jeweils circa 45 Minuten und sind geeignet für Kinder ab 4 Jahren. Das Tolle ist: Antje spielt nicht einfach eine Geschichte, sondern das Publikum gestaltet mit. Auf Zuruf ändert sich alles und sie muss blitzschnell reagieren. Das macht die Aufführungen immer lebendig und natürlich auch lustig. Die Teilnahme kostet 6 Euro. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten ist eine Reservierung per E-Mail an info@figurentheater-kania.de erforderlich.

Außerdem bietet Antje Kania ab Dienstag, 27. Februar, einmal im Monat einen Improvisationstheater-Workshop für Erwachsene an, die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Informationen und Anmeldung erfolgen auch hier über die E-Mail-Adresse info@antja-kania.de

Rathaus-Pavillon, Stadthof15, Offenbach

Mittwoch, 21. Februar: Of/ Buchstabenwerkstatt „Demokratie und Freiheit"

(Andrea)

Dummerweise steht schon eine Verabredung im Kalender, aber vielleicht lässt sich da noch was drehen. Ich möchte nämlich gerne ins Zweitlofft zu Bobbel, sie hat heute Johann Kneißl von allemunde.de und ganz viele andere tolle Menschen zu Gast. "Johann, geboren und aufgewachsen in Hartberg im Südosten der Steiermark, nicht weit der ungarischen Grenze, ist das Gemisch von Sprachen und Dialekten vertraut. Aber auch eine Mentalität des aufeinander Zugehens und der Bodenständigkeit. Nach vielfältigen beruflichen Stationen landete er 1985 in Offenbach – eine Stadt mit Bürgern aus 160 Nationen. Ein Mekka für Liebhaber der sprachlichen Vielstimmigkeit. 2014 gründete er seine Agentur für Kommunikation und Sprachvermittlung alleMunde. In seiner Buchstabenwerkstatt HER | AN | ZU | KUNFT ist eine musikalische Lesung persönlicher Geschichten von geflüchteten und zugewanderten Menschen entstanden. Dieses im Rahmen des Frankfurter Paulskirchenfestes entstandene Format könnt ihr bei uns am 21. Februar um 19 Uhr hören. Die lesenden Autor:innen werden von Pit Uferstein auf der Gitarre begleitet. Von der Frankfurter Buchstabenwerkstatt lesen Kurzgeschichten Juanita Hernandez Bonilla (Kolumbien) „Ein Kind von Los Patios“, Maria Kilchenstein (Brasilien/Deutschland) „Vaterland und Mutterland“, Michela Limardi (Italien) „Demokratie ist eine Emotion“, Shahnaz Mahdipour (Iran) „Die tapfere Hand der Schülerin) und Jasemin Ünlü (Türkei) „Zurück“. Ehsan Mottahed Kank (Iran) wird sein Gedicht Freiheit vortragen. Dabei sind außerdem Yenny Schüttler-Ruge aus Kolumbien, eine Teilnehmerin der Offenbacher Buchstabenwerkstatt, die ihre Kurzgeschichte „Erzähle Gott deine Pläne und er wird darüber lachen“ lesen wird. Von der ersten Hanauer Buchstabenwerkstatt wird Marjan Vaizee (Iran) ihren Text „Eine wunderschöne Reise nach Heidelberg“ vorstellen. Kosten entstehen für euch wie immer lediglich für euren Verzehr. Mehr zu Johann und sein Tun erfahrt ihr hier: https://www.allemunde.de/ 19 Uhr

Zweitlofft, Bernardstraße 13, Offenbach

Bis 26. Mai: AUSGESCHLOSSEN

(Martin)

Archäologie der NS-Zwangslager

Archäologie ist auch ein Thema der Neuzeit, was die Ausstellung beweist! Kämme, Löffel, Essnäpfe und Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben in den nationalsozialistischen Zwangslagern. 

Seit den 1990er Jahren werden an ehemaligen Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg archäologische Grabungen durchgeführt und massenweise Funde geborgen. Die Ausstellung „Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager“ zeigt viele dieser Dinge zum ersten Mal. Über 300 Objekte in sieben Kapiteln geben einen Einblick in das komplexe System der Zwangslager, in ihre archäologische Überlieferung sowie die Arbeit der zeithistorischen Archäologie.

Lager, in denen Menschen inhaftiert oder gegen ihren Willen untergebracht wurden, waren ein wichtiges Herrschaftsinstrument des NS-Regimes. Zu den Zwangslagern sind Konzentrationslager, KZ-Außenlager, Kriegsgefangenenlager und Zwangsarbeiterlager zu zählen.

Bis 26. Mai: AUSGESCHLOSSEN - Archäologie der NS-Zwangslager
Archäologisches Museum Frankfurt, Karmelitergasse 1
Foto: Holzpantinen, Frauen-KZ Ravensbrück; © F. Hoffmann

Donnerstag 22. Februar: Buchpräsentation: »AUS BEAT WIRD BUCH«

(Daniela)

Ich bin im Stadion, sonder wäre ich bei Klaus Mai bei »AUS BEAT WIRD BUCH«

Buchpräsentation mit Sabine Kochendörfer, Brandbook und Klaus Mai, Designbureau KM7

Remixe gibt es nicht nur in der Musik, sondern auch im Grafikdesign.

Klaus Mai gestaltete ein Designbuch mit 4 CDs zum 30-jährigen Jubiläum eines der bahnbrechensten Albenwerke der elektronischen Musik.

Im April 1993 veröffentlichten Jam & Spoon eine LP, die exemplarisch für ein neues Subgenre wurde.

„Tripomatic Fairytales 2001“ erwies sich als sofortiger Erfolg und trug maßgeblich zum Aufkommen des Trance-Phänomens bei.

22. Februar 2024, 19:00 Uhr

HISTORISCHE VILLA METZLER, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt/Main

Limitierte Plätze! Bitte Anmeldung unter: info@kgv-frankfurt.de

Moderation: Dr. Eva Linhart, Leiterin der Abteilung Buchkunst und Grafik, Museum Angewandte Kunst

Donnerstag, 22. Februar: Musik und Film „Der Heilige Berg“

(Daniela)

Musik und Film „Der Heilige Berg“, hr-Sendesaal
Arnold Fancks berühmter Stummfilm-Klassiker von 1926 mit der neu orchestrierten und synchronisierten originalen Begleitmusik von Edmund Meisel gespielt vom hr-Sinfonieorchester

Der dramatische Bergfilm über die Freundschaft zweier Bergsteiger, die sich in die gleiche Frau verlieben, besticht durch einzigartige Bilder. In den Hauptrollen Leni Riefenstahl, Ernst Petersen und Luis Trenker, wurde er von Bergfilm-Pionier Arnold Fanck mit modernster Kameratechnik inmitten von Eis und Schnee gedreht. Die Außenaufnahmen entstanden in den Schweizer Alpen. Vier Wochen benötigte Filmarchitekt Leopold Blonder allein, um den 16 Meter hohen zentralen »Eispalast« zu errichten. Als sich die Dreharbeiten verzögerten und die Temperaturen stiegen, drohte er zu schmelzen und musste letztlich neu errichtet werden. Mit seinen stimmungsvollen Gegenlichtaufnahmen, seiner eigenwilligen Montage und seinen akrobatischen Darbietungen der Schauspieler und Sportler bedient der Streifen das Bedürfnis des Kinopublikums nach Unterhaltung wie Lust am Schauen und Schaudern. Der Film ist in diesem Konzert erstmals wieder mit seiner einst als avantgardistisch eingestuften, eindrucksvollen Begleitmusik Edmund Meisels zu erleben – in der von dem Mainzer Komponisten Bernd Thewes im Auftrag von ZDF/ARTE neu orchestrierten und synchronisierten Fassung, die vom hr-Sinfonieorchester in diesem Rahmen auch eingespielt wird.

Konzertdauer: ca. 115 Minuten – keine Pause!
Im Anschluss »Meet & Greet« an der Bar mit Akteuren des Projekts

In Kooperation mit ZDF/ARTE und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Beginn 19:00 Uhr,
(c) Murnau Stiftung

Donnerstag, 22. Februar: CMAT

(Uwe)

Die Brotfabrik schreibt über sie kurz:Konzert: Folk, Pop“ und weiter „Globaler Popstar. Lebt mit ihren Großeltern in Dublin. Erholt sich derzeit von einer AlixExpress-Sucht“ … „Debüt-LP „If My Wife New I’d Be Dead“ jetzt erhältlich. Enthält die Singles „I Wanna Be A Cowboy, Baby!“, „Lonely“, „No More Virgos“ und „Every Bottle (Is My Boyfriend)“.

Was AlixExpress-Sucht bedeutet, habe ich nicht richtig herausfinden können, AliExpress ist wohl eine chinesische Einzelhandelsplattform, also scheint das ein Witz zu sein. Mittlerweile hat sie neben der oben genannten Platte eine weitere veröffentlicht, „Crazymad for me“ heißt sie, gerade höre ich „Such A Miranda“, schön, danach „Rent“, auch schön, danach „Where Are Your Kids Tonight“ (mit John Grant), erst recht schön.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabik

V O R S C H A U nächste Woche
Freitag, 23. Februar: Of/ Beatlemania

(Andrea)

Die Rebelll´sche Studiobühne entwickelt sich immer mehr zu einem Beatles-Hotspot. Nach drei ausverkauften Jubiläumskonzerten „60 Jahre With The Beatles“ geht es heute weiter mit „60 Jahre Beatlemania in USA – Die Beatles erobern Amerika (und die ganze Welt). Die legendären Ed Sullivan-Shows in New York und Miami vom Februar 1964" – Das Jubiläumskonzert mit allen Beatles-Songs der Ed Sullivan-Shows, plus den Songs der ersten USA-Konzerte in Washington und New York, gespielt von der Lonely Hearts Club Band, kommentiert von Volker Rebell. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert. Wir freuen uns einmal mehr auf den großen Offenbacher Beatles-Chor. (Bereits vor Bekanntmachung dieser Konzertankündigung war schon ein Drittel der verfügbaren Plätze weg. Die magische Anziehungskraft der Beatles ist nach wie vor ungebrochen) Mehr … https://radio-rebell.de/termin/die-beatlemania-erfasst-die-usa-und-kanada/

Rebell´sche Studiobühne, Bieberer Straße, Offenbach

Freitag, 23. Februar: Of/ Hoboken Division

(Andrea)

Keine Lust auf Beatles? Dann empfehle ich Hoboken Division. Die spielen nicht nur Blues, nie nur Rock und schon gar nicht nur Indie-Rock: Die Band aus Nancy hat es geschafft, einen eigenen Sound zu kreieren. Hoboken Division spielen mit Mumm, gehen weiter und fliegen über ihre stärksten Einflüsse hinweg, um einen rohen, hypnotischen und authentischen Sound zu liefern. Die Band gehört zu einer Bewegung, die sich auf keine Ressourcen verlassen kann, sondern sich selbst kümmert, um Dinge möglich zu machen. 2011 fanden diese Do-it-yourself-Aktivist*innenen zusammen. um ihre gemeinsame Bewunderung für Labels wie „bomp!“, Sympathy for the record“, „Fat Possum“ und die ihre Liebe zu Bands wie „Burnside“, „The Jon Spencer Blues Explosion“, „Mississippi McDowell“ und „Neu!“ in die Welt zu tragen. Hörprobe gefälligst? Legion https://youtu.be/ssoSPc8dlVQ?si=RAlCqs22GMZA8viP 20 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Samstag, 24. Februar, 20 Uhr: „New Figures and Songs“

(Daniela)

Samstag, 24. Februar, 20 Uhr: „New Figures and Songs“ - hr-Bigband spielt neue Werke von Jim McNeely, Hendrika Entzian, John Hollenbeck u.a., in der Centralstation Darmstadt
Dieser Konzertabend im Rahmen der cresc...Biennale für aktuelle Musik 2024 steht im Zeichen von Neukompositionen für die hr-Bigband. Das Festivalthema des Fadenspiels wird hierfür sechs Komponist*innen als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle dienen. Es entsteht ein gänzlich neues Programm – direkt zugeschnitten auf die Musiker der Band und eine der letzten Gelegenheiten den ehemaligen Chefdirigenten und aktuellen Composer-in-Residence der hr-Bigband live zu erleben. Der mehrfach für den Grammy nominierte Jim McNeely wird im Sommer sein Engagement für die Bigband des Hessischen Rundfunks beenden.

Mehr Infos: https://www.hr-bigband.de/konzerte/konzerte-2023-24/cresc-new-figures-songs,cresc-fadenspiele100.html

Foto: Ben Knabe

Samstag, 24. Februar: 2 Jahre Ukrainekrieg/ 20 Tage in Mariupol

(Andrea)

731 Tage ist es heute her, dass Russland die Invasion der Ukraine begann. Seit 2 Jahren wird dort gekämpft und über die ersten 20 Tage gibt es eine sehr eindruckvolle und berührende Doku in der ARD - man muss schon ein Stein sein, wenn einen das, was dort passiert, kalt lässt (ebensowenig wie der Krieg in Gaza, andere Architektur, aber dasselbe Elend). Es ist in einem Wort furchtbar und man fragt sich, wie das jemals wieder werden soll. Zumal wir alle wissen oder zumindest ahnen, dass Putin weiter machen wird, so, und mit seinen Trollfabriken und Allianzen mit den Spaltern in der AfD. Die Filme wie diesen natürlich für ein Produkt der Lügenpresse halten. Wir können nach 90 Minuten den Fernseher ausschalten, an den Kühlschrank gehen, uns ins Bett kuscheln, unser Leben leben.

ARD Mediathek "20 Tage in Mariupol"

Samstag, 24. Februar: 10 Jahre Sprengung. Erinnerung an den AfE-Turm

(Martin)

Deutsches Architekturmuseum / Kockel & Bamberger / #SOSBrutalism
DAM Ostend

Das Deutsche Architekturmuseum lädt ein! Mit Beiträgen von Holger Wüst (Fotograf und Künstler), Oliver Elser (DAM, Kurator der Ausstellung „SOS Brutalismus“), Jessica Lütgens (Mitherausgeberin der Publikation „Turmgeschichten: Raumerfahrung und -aneignung im AfE-Turm“), Tim Schuster (Offenes Haus der Kulturen) u.v.m.

Live Release von Kockel & Bamberger / Beton-Multiples zum Jubiläum der Sprengung / Drinks und Musik

„1972 wird für die Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften der Goethe Universität auf dem Campus Bockenheim ein Hochhaus fertiggestellt. Für kurze Zeit ist der sogenannte AfE-Turm („Abteilung für Erziehungswissenschaft“) das höchste Gebäude Frankfurts. Er wird zur geliebt-gehassten Lernstätte für Generationen von Studierenden und gilt als Symbolort der kritischen Wissenschaften – inklusive Piratensender und selbstverwaltetem Turm-Café „TuCa“. Doch die Studienbedingungen in der dysfunktionalen Brutalismus-Ikone sind schlecht. Auch deshalb wird das Gebäude immer wieder zum Schauplatz von Protesten und macht sich den Ruf als das „am häufigsten besetzte Uni-Gebäude in Deutschland“ (TAZ).

Am 2. Februar 2014 wird der AfE-Turm nach nur 41 Jahren Nutzungsdauer spektakulär gesprengt. Es ist das Ende einer Ära in der Geschichte der Goethe Universität. Frankfurt steht still; 30.000 Schaulustige verfolgen das geschichtsträchtige Ereignis aus direkter Nähe. Niemals zuvor wurde in Europa ein derartig hohes Gebäude gesprengt.

Das 10-jährige Abrissjubiläum des AfE-Turms nehmen wir zum Anlass für einen bunten Abend mit vielfältigen Beiträgen: Architekt*innen, Künstler*innen, ehemalige Studierende, Lehrende, Nachbar*innen und Soziolog*innen schwelgen in Erinnerungen und spannen einen Bogen von brutalistischer Architektur und der Geschichte der Frankfurter Universität bis zum aktuell heiß diskutierten Kulturcampus. Das Offenbacher Künstlerduo Kockel & Bamberger releast frisch gegossene Beton-Multiples.“

DAM Ostend, Henschelstraße 18
19 Uhr
Foto: © Homepage DAM

Samstag, 24. Februar: Maisie Peters (leider ausverkauft)

(Uwe)

Eigentlich nehmen wir ausverkaufte Veranstaltungen nicht in die Ausgetipps auf. Hier will ich einmal eine Ausnahme, weil ich die Musik von Maisie Peters super finde und ich sie nur deshalb für mich entdeckte, weil ich eben das Programm von Zoom nach möglichen Tipps abgesucht hatte. Weil auf der Homepage gerne mit Texten zu Acts gespart wird, höre ich über Spotify in die Musik rein. Bereits der erste Song der britischen Singer-Songwriterin aus Brighton, den ich hörte, riss mich mit, erinnerte mich an die von mir geliebte Band Chvrches: Tolle Stimme, schöne Kompositionen und schwungvolle Umsetzung. Die erste Single von ihr hieß "John Hughes Movies", („cause this ain´t no John Hughes Movie, where the Girls gets the Guy“). Peters wurde 2000 geboren, da waren Hughes´ bekannteste Film Breakfast Club und Ferris macht blau (Drehbuch & Regie) oder die Kevin-Filme (Drehbuch) schon lange gedreht. Ach ja „Outdoor Pool“ ist auch ein super Song und es gibt viele andere (obwohl erst zwei Platten erschienen sind).  

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
Bild: Homepage Zoom

Samstag, 24. Februar: Momi Maiga (Afro Beat, Weltmusik)

(Uwe)

Im Rahmen des 30. Africa Alive Film- und Kulturfestival spielt Momi Maiga in der Brotfabrik. Dessen letztes Album heißt „Nio“und das bedeutet wiederum Seele auf Mandinka, der Muttersprache des jungen senegalesischen Musikers, Sängers und Komponisten. Kora (Wikipedia: „mit beiden Händen gezupfte westafrikanische Stegharfe“) und Stimme sind sein Mittel, um Reflexionen über menschliche Werte zu vermitteln. Zusammen mit einem katalanischen Perkussionisten, einem Cellisten und einem Geiger wird „Nio“ zu einem Zauber für alle Sinne. Ein dynamischer und ständiger Dialog zwischen den Kulturen.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Brotfabrik, Homepage

Sonntag, 25. Februar: Wiesbaden/ KULTURTAGE UKRAINE: UKRAINISCHE MUSIK & POESIE

(Andrea)

Heute, ich schreibe am 2. Februar, ist der 709. Tag des Ukrainekriegs. Seit 709 Tagen sind die Menschen dort Bombenterror, Zerstörung, Kälte, Hunger ausgesetzt, kämpfen junge Männer einen verzweifelten Kampf, werden verletzt, getötet, verkrüppelt, sind getrennt von ihren Freundinnen, Frauen und Kindern, von denen viele in Deutschland eine sichere Zuflucht gefunden haben. Wir haben uns schon an die Nachrichten gewöhnt, Präsident Zelenskiy wird nicht müde, durch die Welt zu reisen und um Hilfe und unterstützung zu bitten, ansonsten business as usual. Und ja, auch wir sind gefordert, schließlich ist auch hier einges aus dem Lot geraten und drehen leider etliche Landsleute frei. In all dem Irrsinn ist es trotzdem gut, dass die "Kulturtage Ukraine" in Wiesbaden, die an verschiedenen Orten statt finden, die Möglichkeit bieten, die Kultur und die Menschen der Ukraine näher kennenzulernen, während wir gleichzeitig die Bedeutung des Friedens und der kulturellen Vielfalt in unserer globalisierten Welt unterstreichen. Sie werden eine breite Palette kultureller Aktivitäten und Veranstaltungen umfassen, darunter Theateraufführungen, Musikveranstaltungen, Lesungen und Diskussionen über aktuelle Themen. Wir sind überzeugt, dass die “Kulturtage Ukraine” einen positiven Beitrag zur Förderung der Kultur und des internationalen Austausches in unserer Stadt leisten werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Der Erlös aus den Tickets wird für die Integration und das “MITEINANDER” in Wiesbaden eingesetzt. Teil eins des heutigen Abends: Musik / 17:00 -18:45 Uhr „Überlebensmelodie: Künstlerische Unbeugsamkeit in Zeiten der Unsicherheit“ Die beeindruckende Kombination eines klassischen Geigertrios ( Samuel und Daniel Allen- Allan-Shchapkovsky & Nocolaus Chroneas) und eines Klezmersängers Juri Vedenyapin, die das Konzept des Überlebens in herausfordernden Zeiten musikalisch betonen. Geht es dabei nur um die physische Existenz oder reicht das nicht aus? Die Künstler präsentieren inspirierende Beispiele von Komponisten, die trotz tragischer Umstände ihre künstlerische Integrität bewahrt haben. Poetische Einlagen: Alena Maksakova und Anna Germanova. Teil 2 des heutigen Abends: Poesie / 19:00-22:00 Ukrainische Dichter*innen im Exil Irina Yevsa, Irina Ivanchenko, Mikhail Judovsky rezitieren ihre Kriegsgedichte, die von den Wirren, Emotionen und der Menschlichkeit in schweren Zeiten erzählen. Begleitet von musikalischen Einlagen( Dombristin Mariia Korchak). Gedichte werden auch in Übersetzungen vorgetragen. Wir rezitieren auch Gedichte von Maxim Krivtsov, dem ukrainischen Dichter und Soldat, der vor kurzem an der Front verstorben ist. Er wurde 33 Jahre alt. 

Montag, 26. Februar: Solidaritätskonzert Ukrainische und Deutsche Musiker Eine internationale Veranstaltung, bei der sich die Gruppe Absinto Orkestra mit einer ukrainischen Dombristin Mariia Korchak und Klezmermusikern Juri Vedenyapin aus Polen auf der Bühne abwechseln wird.

https://www.kulturtage-ukraine.de/home

Schlachthof Wiesbaden

Sonntag, 25. Februar: Truckfighters

(Uwe)

"Die beste Band, die es je gab", fand Josh Homme schon 2011 in der "Truckfighters Fuzzomentary". Homme ist Frontman der Queens of the Stone Age, einer der am meisten von Kritik und Fans gefeierten Bands überhaupt. Eine Aussage zu einer Band, über die in der Presseinfo am Anfang steht „Ihr interessiert Euch für groovigen, Stoner-beeinflussten, progressiven und melodischen Hardrock? ...dann kennt ihr die Truckfighters mit Sicherheit schon“ und weiter „Die Truckfighters haben sich zu einer festen Größe im Stoner-Rock/Metal-Subgenre entwickelt, und Fans auf der ganzen Welt feiern die verrückten Live-Shows und den ”fuzzy” Sound.."

Zoom
F., Carl-Benz.Str. 21
20:00 Uhr
Foto: Zoom, Homepage

Donnerstag, 29. Februar – Samstag, 2. März: Land aller Kinder

(Martin)

Die Berliner Theatergruppe andcompany&Co. vereint humorvoll Pop und politischen Aktivismus. Mit „Land aller Kinder“ inszeniert sie ein „Erwachsenenstück für Kinder“ ab zehn Jahren, das alle Generationen gleichermaßen anspricht – inspiriert von dem Roman „Kind aller Länder“ (1938) der Autorin Irmgard Keun, die zu ihrer Zeit vor den Nazis flüchten musste. 

Die Geschichte der elfjährigen Romanfigur Kully wird verquickt mit den persönlichen Erzählungen der Mitspieler*innen: Luna Ali zum Beispiel, die als Kind mit ihrer Familie aus Syrien geflohen ist, oder Damon Taleghani, dessen Eltern aus dem Iran nach Deutschland kamen. Erzählungen und persönliche sowie zeithistorische Perspektiven verhandeln die drängenden Fragen nach Flucht, Emigration und Menschenrechten: 

Wer bürgt für diejenigen, für die niemand bürgen kann? 

Was bedeutet es, ein Kind aller Länder und damit keines Landes zu sein? 

Während immer mehr abstrakte Ideen wie etwa Grenzen von den Kindern hinterfragt werden, gehen den Erwachsenen auf der Bühne die Puste und die Erklärungen aus. Ist das jetzt schon das „Land aller Kinder“ oder doch nur ein Zwischenstopp?

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/land-aller-kinder/

Donnerstag, 29. Februar um 10.00h
Freitag, 1. März um 9.00h, und
Samstag, 2. März um 16.30h: Land aller Kinder
Mousonturm
Foto: © Alexandra Polina

MÄRZ 2024
Freitag, 1. März: Wo ich nie gewesen bin

(Martin)

Isaak Dentler präsentiert Thomas Brasch / Lesung und Musik

„‘Was ich habe, will ich nicht verlieren, aber wo ich bin, will ich nicht bleiben …‘. In dieser Zeile aus einem seiner bekanntesten Gedichte brachte Thomas Brasch seine innere Zerrissenheit auf den Punkt. Zwei Jahre alt, als seine jüdischen Eltern 1947 aus dem englischen Exil nach Ostberlin zurückkehrten, konnte und wollte er sich mit der DDR-Diktatur nie arrangieren. Rebellisch, witzig und sprachbewusst provozierte er nicht nur den Staat, der mit Inszenierungs- und Publikationsverboten und Inhaftierung reagierte. Thomas Brasch geriet durch seine regimekritische Haltung auch in Konflikt mit seinem Vater, dem stellvertretenden Kulturminister der DDR. 1977 reiste er mit seiner Familie schließlich nach West-Berlin aus, wo er preisgekrönte Filme und Hörspiele produzierte. Seine Zerrissenheit, sein Kampf gegen Demütigungen und den Verrat durch den eigenen Vater wird der 2021 verstorbene Dichter und Dramatiker zeitlebens nicht los.“ (faustkultur.de)

Isaak Dentler liest Texte von Thomas Brasch, Tim Roth (Kontrabass) und Max Mahlert (Schlagzeug) liefern die Musik. Der Abend wird moderiert von Leon Joskowitz. 

Vorverkauf: reservix.de
Freitag, 1. März um 19.00h (Einlass 18.30h)
Stadthalle Hofheim am Taunus, Chinonplatz 4, 65719 Hofheim
Foto: © Homepage faustkultur.de

Freitag, 1. März: FFM/ Rogers

(Andrea)

Die Toten Hosen und die Sex Pistols sind Legende und haben viele junge Menschen mindestens mal inspiriert. So wie die vier Jungs aus Düsseldorf, die mit geradlinigem Punkrock aus, voller Wucht und immer auf die Zwölf von sich Reden machen. 2017 begleiten die Rogers Jennifer Rostock auf ihrer Deutschland Tournee und begeistern mit ihren Songs auch große Publikumsmengen - sie können in der ersten Genreliga mitspielen. Inhaltlich positionieren sich die Punkrocker ganz klar links und singen an gegen die Sachen, die zurzeit falsch laufen in der Welt: der Krieg im Nahen Osten, der Rechtsruck in unserer Gesellschaft, die "Ich bin kein Nazi, aber"-Rhetorik ... die Liste ist lang. Im Vergleich dazu kommt "Rambazamba & Randale", mit der sie nun unterwegs sind eher vergnüglich daher. Einlass 18 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Samstag 2. März: Soulfood

(Daniela)

Bitte neuen Ort beachten!

DJs: Soulfood Residents Mr. Brown und DJ Sportwagen

Soulfood ist die bekannteste Funk’n’Soul Discoparty in Frankfurt am Main. Sie findet monatlich in Kooperation mit unserem Gastropartner dem James the Bar im Englischen Theater statt. Da im Englischen Theater wegen Renovierungsarbeiten für ca. 2 Jahre keine Partys mehr stattfinden können, wird Soulfood mit neuen Gastropartnern kooperieren. Aktuell ist das die Tanzschule Monika Bauer im Bahnhofsviertel. Neben den Resident-DJs Stephan Feder aka DJ Sportwagen und DJ-Legende Mr. Brown präsentiert Soulfood immer wieder auch Gast-DJs und begleitende Live Acts. Von Zeit zu Zeit werden auch komplette Konzerte organisiert. Zu Gast waren unter anderem schon Osaka Monaurail (Tokyo), The Sweet Vandals (Madrid) oder Myles Sanko (London).

Soulfood - Feinster Funk, Soul, Disco
Samstag 02. März
Monika Bauer, Kaiserstraße 42, 60329 Frankfurt
Einlass: 21.30 Uhr

Bis Samstag, 02. März Kleist. Prinz von Homburg / Schlacht bei Fehrbellin

(Martin)

"Erst das Lazarett zeigt, was der Krieg ist“, dieser Satz aus ‚Im Westen nichts Neues‘ von Erich Maria Remarque ist Leitstern und Kompass für die außergewöhnliche und absolut gelungene Inszenierung von Kleists Prinz von Homburg im Theater Willy Praml in der Naxos Halle. Der Prinz von Homburg, Kleists letztes Drama, dessen Uraufführung er selbst nicht mehr erlebte, weil er sich und seine Geliebte Henriette Vogel zuvor am Berliner Wannsee suizidierte, spielt im Krieg, spielt auf dem Schlachtfeld, zeigt den Adel, spielt zwischen Traum, Leben, Liebe und Tod…

Michael Weber als Regisseur hat eine konsequent-mutige Draufsicht auf das militärische (Er)Leben gewagt, verlegt die Front von Fehrbellin in einen Lazarettsaal (womit er auch Remarque ernst nimmt) und macht uns zu Besuchern von Kriegsversehrten und durch Traumatisierung gezeichneten Menschen. Weber und die Schauspieler*innen zeigen Krieg und seine Folgen schlüssig in den Auswirkungen auf den einzelnen Menschen - und: Regisseur und Ensemble ‚siegen‘! 

Wurde der Prinz von Homburg schon einmal mit einem derart gradlinigen Blick auf die Schrecken des Schlachtens und Metzelns und befreit von allem militärischem Tschingderassabum gezeigt? 2006 inszenierte Armin Petras im Schauspiel Frankfurt den ‚Prinz‘ als biertrinkenden Proll im Dauerregen, zehn Jahre später machte Michael Talheimer einen verträumten Nachthemdträger aus ihm. 

Und Michael Weber und das Ensemble im Theater Willy Praml in der Naxos Halle? Wir betreten den Raum und sehen schwarz. Da liegen sie, der Prinz (Anna Staab), Natalie (Hannah Bröder), der Kurfürst (Birgit Heuser), Obrist Kottwitz (Reinhold Behling), Kurfürstin (Jakob Gail), Graf Hohenzollern (Muawia Harb) in einer trauerfarbenen Bettwäsche in hochgesteller Rückenlage, sie befinden sich im Zwischenreich von Traum, Leben, Liebe und Tod – es sind hier keine Kriegshelden, sondern Opfer, versehrt, zitternd, traumatisiert, beatmet, vor sich hin brabbelnd, zu bemitleiden. 

Es geht kaum anders - vom ersten Moment ist man als Zuschauer in Interaktionen mit dem, was schon geschehen scheint und gar nicht erst groß erzählt werden müsste (wird es zum Glück aber und auch gesprochen in der vollen Schönheit der Kleistschen Sprache) und mit dem, was wir in konzentrierten zwei Stunden miterleben werden. 

Der Zugang zum Stück ist dabei konsequent und trägt: die Beteiligten stellen ihr Widerfahren als Erinnerungen zur Verfügung und wir als Publikum sind ganz dabei, nehmen Anteil, erinnern uns mit und es stellt sich eine Melange an Gefühlen ein, die alle kennen, die Menschen, die im Krieg waren, schon einmal zugehört haben. Dass wir als Publikum dabei sprachlose Beteiligte sind, ist vielleicht durchaus eine Weiterführung und gibt uns als stumme Zeugen eine authentisch adäquate Rolle.

Gezeigt wird der Prinz von Homburg im Theater Willy Praml auf ‚kleiner Bühne‘, das ist eine kluge Entscheidung – zumal in der stattfindenden Schlacht von Fehrbellin die Naxos Halle dann doch zeigt, was sie ist und was sie kann. Gespielt wird von den Schauspieler*innen sensationell. Anna Staab zeigt den Prinzen in seiner Gebrochenheit zwischen Träumer und Soldat, was er beides ist. Wenn sie als Prinz entrückt Bohemian Rhapsody anstimmt und man zu Hause den Liedtext in der Übersetzung liest, erschließt sich, warum Freddie Mercury hier treffsicher passt. 

Brillant das stimmliche Erzeugen von Kriegsatmosphäre insbesondere durch Hannah Bröder. Großartig: Alle! Michael Weber und das Ensemble nehmen in diesem Prinz von Homburg den literarischen Text verdammt ernst und unterfüttern Kleist mit einer zusätzlichen und zuvor so noch nicht gesehenen Perspektive. Der Blick richtet sich nicht auf den historisch kriegerisch-strategisch planenden Adel, sondern fokussiert Krieg in seiner Auswirkung grundsätzlich mit dem Schrecken für das bürgerliche Kanonenfutter. Das ist ein echter Mehrwert und eine literarische Perspektiverweiterung! 

Da die Handlung durchaus komplex ist, hier als Einführung ‚Prinz Friedrich von Homburg to go (Kleist in 10,5 Minuten): https://youtu.be/I0LzvWvW8hE

Hier geht’s zum Reservieren der Karten: https://theaterwillypraml.de
Unbedingt ansehen, unbedingt hingehen! 

Im Februar: Freitag, 9., Samstag, 10, Freitag, 16., Samstag, 17., Donnerstag, 22. und Samstag, 24.
Im März: Freitag, 1. und Samstag 2.
um jeweils 19.30h
Theater Willy Praml/Naxos Halle
Foto: © Rebekka Waitz

Bis Sonntag, 03. März 2024: Ausstellung „Bending the Curve“ Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Der Frankfurter Kunstverein zeigt immer wieder faszinierende Ausstellungen zwischen Kunst und Natur. Dieses Mal kooperiert er interdisziplinär mit einer ganzen Menge herausragender Institutionen, unter anderem mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt. Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Wie kann der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden? Und wie können positive Erzählungen entstehen? Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler*innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.

Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität, Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung bis Sonntag, 03.03.2024, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Markt 44, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 10 (6) Euro

Sonntag, 3. März: FFM/ Shantel

(Andrea)

Zu Shantel aka Stefan Hantel muss man nicht viel sagen, immerhin ist der Frankfurter seit mindestens drei Dekaden eine feste Größe in der Stadt und hat musikalisch den Weg bereitet, zumindest meinen. Und begleitet. Ich erinnere mich gerne an durchtanzte Nächste im Lissania im Kaisersack, zu dem, was dann als Bukovina sein Erfolgsrezept wurde. Später stand er im Unity an den Decks, hatte irgendwann eine Band um sich geschart und spätestens mit Disko Partizani den internationalen Durchbruch. Wenn es so etwas wie den Weltbürger gibt, dann ist er einer. "Er war der Erste, der aufgrund seiner vielschichtigen familiären Wurzeln der aktuellen Popkultur einen kosmopolitischen Sound verpasste. Bei Shantel ist Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, Griechenland und dem Nahen Osten erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext." Ab 20 uhr wird getanzt und es wird wieder ein großer Spaß.

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Montag, 03. März: Cardinal Black

(Uwe)

Die walisische Soul/Jazz/Blues-Formation Cardinal Black spielte im November ihr erstes, exklusives Konzert in Deutschland (Hamburg, headCRASH) an und kommt nun für ihre erste DeutschlandTournee für 2024 – mit gleich sieben Shows. Ihr aktuelles Debüt-Album „January Came Close“. Von kraftvollen Gitarrenriffs bis hin zu gefühlvollen Balladen – die Musik von Cardinal Black lässt niemanden kalt. Die walisische Band bringt den Soul zurück in die Rockmusik.
Referenz, gute Acts aus Wales: Catatonia, Stereophonics, Duffy, Tiger Jones, ….

Das Bett
Schmidtsr. 12
Einlass: 19:00 Uhr / Beginn: 20:00 Uhr
Vorverkauf: 20,00€

 

 

Dienstag, 5. März: Spotlight in der Alten Oper

(Daniela)

Grossartiges Format: „Spotlight“
Alain Altinoglu beleuchtet und präsentiert: „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgskij/Ravel

Moderation: Tobi Kämmerer (hr3 Morningshow)

Als Klavierfassung sind sie ein Klassik-Hit und haben ihren Schöpfer weltberühmt gemacht. Doch nicht in ihrem Original, sondern erst in der Orchesterfassung Maurice Ravels haben Modest Mussorgskijs »Bilder einer Ausstellung« ihren Siegeszug angetreten. Chefdirigent Alain Altinoglu stellt Mussorgskijs berühmten Bilder-Zyklus im »Spotlight«-Gesprächskonzert zusammen mit dem hr-Sinfonieorchester vor – in der kongenialen Orchesterversion Ravels und mit vielen faszinierenden Hintergründen und Details – unterhaltsam moderiert von Tobi Kämmerer!

Mehr Infos: https://www.hr-sinfonieorchester.de/konzerte/konzerte-23-24/bilder-einer-ausstellung,spotlight-bilder-einer-ausstellung-100.html

Dienstag, Beginn 19:00 Uhr, Alte Oper Frankfurt

Konzertdauer 80 Minuten ohne pause

Dienstag, 5. März: Of/ GuteNachtGeschichten für Erwachsene.

(Andrea)

Heute startet gibt eine neue Veranstaltungsreihe im Stadtraum: GuteNachtGeschichten für Erwachsene. Mit Björn Wolf, Karin Nedela, Kalle Ohnemus, Renate Vogl, Lena Mittelbach und Rosita Nenno werden lesen, eigene Texte und auch von anderen. Sie lesen 12 Minuten einen Text den sie mögen, oder selbst verfasst haben. Es geht vor allem darum, einen angenehmen Abend in der Innenstadt zu haben. Mit Menschen, die sich gegenseitig vorlesen und miteinander ins Gespräch kommen wollen. Wer kann mitmachen? Interessierte Lesende können sich gerne bei den Veranstaltenden melden. Wir finden bestimmt einen Termin. Wir werden für Getränke und Nahrung sorgen. Es sollen ja angenehme Abende werden. Fehlt nur noch das Lagerfeuer. Einlass 19.00, Beginn 20.00 Uhr

stadtraum im Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Mittwoch, 6. März: FFM/ Welcome to the Night Vale

(Andrea)

...A PLACE WHERE A LOVE OF THE BIZARRE MEETS A LOVE OF LANGUAGE", schreibt der britische Guardian. Die Rede ist vom einem englischsprachigen Podcast, der sich weltweit schon eine große Fangemeinde erspielt hat und heute live zu erleben ist: "Da ist es wieder, dieses seltsame Völkchen, das das Städtchen Night Vale bevölkert. Es lädt alle ein, die seltsam aussehende Tür zu öffnen, die gerade in diesem einen Haus aufgetaucht ist, und den Dachboden, von dem niemand eine Ahnung hatte, dass es ihn gibt, zu betreten: „The Attic“ ist die brandneue Live-Show des erfolgreichen Podcast „Welcome to Night Vale“. Da oben entdeckt Cecil Dias von einem alten Familienausflug, die zunächst lustig und fröhlich erscheinen, sich aber in etwas Seltsames und Gefährliches zu verwandeln beginnen. Die Show erzählt eine Geschichte von Kindheitserinnerungen, die sich durch die Linse einer verfluchten Diaprojektion, einer sich wandelnden, gruseligen Puppe und natürlich den „normalen“ Sendungen des lokalen Radiosenders von Night Vale verzerren. Mit Cecil Baldwin, Symphony Sanders und Überraschungsgästen, die die Lieblingscharaktere der Fans spielen, bietet die Live-Show „Welcome to Night Vale“ eine gruselige Diavorführung mit Originalkunst von Jessica Hayworth, einen besonderen musikalischen Gast als „The Weather“ und natürlich Live-Musik mit Disparition. „The Attic“ beschäftigt sich mit Themen wie Nostalgie, Erinnerung und Perfektion. Sowohl Fans der Show als auch Neueinsteiger werden diese eigenständige Aufführung genießen können. Auch wer den Podcast noch nicht kennt (aber wer tut das eigentlich nicht?), wird den leichten Grusel, gepaart mit etwas Gesellschaftskritik, Brisanz und den großen Spaß dieser Stand-alone-Folge aus der bizarrsten und verrücktesten kleinen Stadt der USA genießen und auf überraschende und aufregende Weise in die Geschichte eintauchen." 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Donnerstag, 7. März: FFM/ Storm Seeker

(Andrea)

Ahoi und alle Mann an Bord! Ölzeug und Mütze könnt ihr getrost zuhause lassen, aber etwas zum Festbinden solltet ihr unbedingt heute mit ins Nachtleben nehmen: Storm Seeker machen mehr als nur heiße Luft, die Folk Metal Band aus dem hanseatischen Neuss sticht in See und präsentiert mit „Nautic Force“ ihr drittes und bisher mitreißendstes Studioalbum, das neben der gewohnten steifen Brise aus Rock und Metal auch einiges an romantischen Abenteuergeschichten bereithält. Nun wird es Zeit, die „Nautic Force“ auf ihre erste große Kaperfahrt zu schicken. Allman an Deck und Leinen los! Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt. Nicht barrierfrei

Donnerstag, 7. März: FFM/ Kapelle Petra

(Andrea)

"Nicht mainstream, nicht erfolgreich, und trotzdem haben wir so schöne Ideen" lautet eine Zeile des Songs "Nicht Mainstream". Davon ist die Kapelle Petra wirklich meilenweit entfernt, die Band veröffentlichte bereits sieben Studio-Alben, feierte 2018 auf großer Jubiläumstour ihr 21- jähriges Bestehen und blickt dabei auf zahlreiche Erfolge (aktuelles Album „Nackt“ knackte die Top50 der Album Charts), Kuriositäten (das Video zu „Geburtstag“ wurde weit über 4 Millionen Mal auf Youtube angeschaut) und große Auftritte (Festivals wie „Open Flair“, „Taubertal“ und „Rock am Ring“ oder TV-Auftritte bei diversen Joko&Klaas-Shows oder Pufpaffs „Happy Hour“) zurück. Auch Streaming können sie: So schmückten sie bereits Playlistcover (u.a. Spotify „Klare Kante“) und ihre Songs wurden knapp 15 Millionen Mal gestreamt.

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Freitag, 8. März: Of/ Beatlemania

(Andrea)

Noch 14 Tickets gibt es für das ZWEITE ZUSATZKONZERT nein natürlich nicht der Beatles, aber fast: „60 Jahre Beatlemania in USA – Die Beatles erobern Amerika (und die ganze Welt). Die legendären Ed Sullivan-Shows in New York und Miami vom Februar 1964″ – Jubiläumskonzert mit allen Beatles-Songs der Ed Sullivan-Shows, plus den Songs der ersten USA-Konzerte in Washington und New York, gespielt von der Lonely Hearts Club Band, kommentiert von Volker Rebell im Stile einer Radio-Livesendung. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert." Konzertbeginn: 19 Uhr

Rebell(i)sche Studiobühne, Bieberer Str. 145A, Hinterhaus, Offenbach

Samstag, 9. März: Of/ Das Nonnenrennen

(Andrea)

Um sich für das Ladenkino zu qualifizieren, muss es mindestens eine Fahrradszene geben. Beim "Das Nonnenrennen" kommen Zweiradenthusiasten sicher auf ihre Kosten, zumal das Kino ja auch im schönen, neuen Fahrradladen der Bamberger/Blümels artefakt stattfindet. Letztes Jahr haben sie ihren alten Standort im Starkenburgring verlassen und sind nun im ehemaligen ToysRUs zuhause (das Gebäude hat sicher irgendeinen euen Projektnamen, den ich aber nicht kenne). Der heutige Film spielt iIn einem kleinen Benediktiner-Kloster in der tiefsten Provinz Frankreichs, in dem es sich die Nonnen zur heiligen Mission gemacht haben, ein marodes Altersheim zu sanieren. Doch die einzig ersichtliche Geldquelle ist das Preisgeld des örtlichen Radrennens. Das Problem: Keine der frommen Damen sitzt fest im Sattel. Aber sie wissen sich zu helfen – und das nicht nur mit christlichen Mitteln. Die Rennstrecke scheint frei für ihren Sieg, bis ein neues Team auftaucht … 
Und ja, hier mussten wir ausnahmsweise nicht nach Fahrradszenen suchen. Die Drahtesel spielen ohne jeden Zweifel die Hauptrolle. So sollte es öfter sein! Das Nonnenrennen, Regie: Laurent Tirard, Frankreich 2022, 87 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, Deutsche Fassung. Vorverkauf nur im LADEN artefakt. Zuschläge werden keine erhoben. Ermäßigungen gelten für Schüler*innen, Studierende und Offenbacher*innen mit wenig Geld. Einlass 17.30 Uhr, Beginn 18 Uhr

artefakt/Ladenkino, Berliner Straße 43-4, Offenbach

Sonntag 10. März - 1. Juli: "Und Du bist raus"- Jugendperformanceprojekt

(Daniela)

Und Du bist raus

Jugendperformanceprojekt ab 14 Jahren, Im Rahmen des Stadtlabors „Demokratie: Vom Versprechen der Gleichheit“

„Ich hasse es, wie unsichtbar ich mich manchmal fühle“ – so eine Stimme aus dem Ensemble des Jungen Schauspiels Frankfurt. In der aktuellen Stadtlabor-Ausstellung „Demokratie: Vom Versprechen der Gleichheit“ fanden sie Inspiration und Motivation, sich mit eigenen politischen Teilhabemöglichkeiten und Gestaltungswünschen auseinanderzusetzen.

Ergebnisse dieser Reflexion präsentieren sie in der Performance „Und du bist raus“. Dabei treten sie direkt im Ausstellungsraum mit den Installationen in Aktion und balancieren zwischen der Lust auf individuelle Freiheit und gesellschaftlicher Verbundenheit; so ergründen sie ihre eigenen Widersprüche und Partizipationsmöglichkeiten, und die Zuschauer*innen entscheiden selbst, inwieweit sie die Performance aktiv mitgestalten oder sich zurücknehmen und unsichtbar bleiben.

Der Andrang ist groß, die Tickets zur Premiere am Samstag, den 17.2., um 19 Uhr sind bereits ausverkauft.

Weitere Aufführungstermine:
SO, 10.3.2024, 19 Uhr, MI, 13.3.2024, 10 Uhr, DI, 16.4.2024, 19 Uhr, FR, 19.4.2024, 19 Uhr, DO, 25.4.2024, 11 Uhr, FR, 21.6.2024, 19 Uhr, DI, 25.6.2024, 19 Uhr, MO, 1.7.2024, 11 Uhr

Konzept und Regie: Martina Droste
Weitere Informationen und Ticketkauf über das Schauspiel Frankfurt: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/und-du-bist-raus-/1759/

Ort: Stadtlabor im Historischen Museum, 3. OG
Foto: Jessica Schäfer

Sonntag, 10. März Dead vs. Alive (Poetry Slam)

(Martin)

Poetry is dead. Oder nicht?

In einem modernen Dichter:innenwettstreit der Extraklasse treten drei lebende und zwei tote Dichter:innen gegeneinander an. 

Wer wird als Sieger:in hervorgehen?
Altes oder Neues?
Klassiker oder junge Wilde?
Tiefgang oder Lachfeuerwerk? 

Das entscheidet am Ende das Publikum! Für jeden ist etwas dabei bei diesem einmaligen Event der Gegensätze, bei dem Bekanntes neu kennengelernt und Neues entdeckt werden kann. Die beiden Hessenmeister:innen und Spoken Word Spezialist:innen Aileen Schneider und Jan Cönig moderieren diese Lyrikschlacht mit Humor und Furore. Mit dabei sind Stars der aktuellen Poetry Slam-Szene und zwei Schauspieler:innen mit Überraschungsfiguren bereits verblichener Wortkünstler:innen.

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2024-03/dead-vs-alive-poetry-slam/1793/

Sonntag, 10. März um 18.00h
Poetry Slam im Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: © Christoph Seubert

Dienstag, 12. März: FFM/ Musik und Diskurs

(Andrea)

Die Ankündigung liest sich toll und ich möchte mir das unbedingt live ansehen. Außerdem war ich ohnehin schon ewig nicht im Mousonturm. Dort trete heute der Musiker und Komponist Andi Otto und die südindische Sängerin MD Pallavi auf. Jean beschreibt die Performance als Dialog auf verschiedenen Ebenen: zwischen Mann und Frau, dem Süden (Bangalore) und dem Norden (Hamburg), akustischen (Cello, Stimme) und elektronischen Instrumenten (Keys & Sampler), Spiritualität und Technologie (Andi Otto hat einen sehr speziellen Cellobogen entwickelt, den Fello, mit dem er auch die Luft streichen kann). Kurzum: Ein Zeichen der Hoffnung in unseren dystopischen Zeiten. Andi Otto ist Musiker und Komponist, war schon öfters mit Tanztheater-Produktionen im Mousonturm, zuletzt war er beim Theater der Welt im lab zu Gast. Sein neuestes Projekt mit der südindischen Sängerin MD Pallavi entstand mit Förderung des Goethe Instituts Bangalore. Sie werden nur ganz wenige Konzerte mit ihrem neuen Album (Songs for Broken Ships) spielen. MD Pallavi ist eine angesehene Schauspielerin in Indien und hat auch sonst viel zu tun. Ihre Musik hat auch das Ohr von Dennis Scheck verzaubert, sie bekommen ein Live-Feature in der Februar-Ausgabe von "Druckfrisch". VVK: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/45943220 Uhr

Mousonturm, Waldschmidtstraße, Frankfurt

Montag, 18. März: Massive Wagons

(Uwe)

Wenn man den Wiki-Eintrag über den Ort der Gründung von Massive Wagons, Carnfort, liest, klingt das recht beschaulich („5.000 Einwohner“ … „Ort in Lancashire“ … „Bis zur Stilllegung des Bahnhofes als Haltepunkt an der West Coast Main Line in den 1960er Jahren war Carnforth als Treffpunkt von Eisenbahnlinien ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. …“).

Möglicherweise inspirierte diese Gegebenheit die Gründungsmitglieder Adam Thistlethwaite und Barry Mills zum Bandnamen, musikalisch inspiriert wurden die Musiker laut eigener Aussage durch Airbourne, eine Hard Rock Band aus Australien. Seit 2009 sind sie unterwegs, ihr letztes, sehr erfolgreiches Album erschien 2022 („Triggered!“), über das sagte Sänger Barry Mills "I think this album is a lot more British sounding. I think we’ve managed to bring our sound more up-to-date, it sounds fresh and exciting. It has much more of a punk vibe about it, but, that being said, it’s still full of everything we love about guitar music."

Das Bett
Schmidtsr. 12
Einlass: 19:00 Uhr Uhr
Beginn: 20:00 Uhr Uhr
Vorverkauf: 23 Euro zzgl. Geb.

Mittwoch 20. - 22. März: Ausstellung in der Kombinatrotweiss Gallery

(Daniela)

Kombinatrotweiss Gallery präsentiert mit „Eine Reise durch die Sphären des Geistes“ die erste Solo-Ausstellung von Dominik Schubert.
Der Wiener Künstler Dominik Schubert lässt Fotografie und Zeichnung verschmelzen, um einen Einblick in seine persönliche Fantasiewelt und alltägliches Erleben zu gewähren. Er ist fest davon überzeugt, dass Kunst unsere Wahrnehmung der Welt transformiert und tiefere Schichten der Realität offenbart.
Schubert hat sein Skizzenheft immer dabei, um unterwegs berührende und aufrührende Momente festzuhalten. Die Werke in dieser Ausstellung sind unter anderem eine Hommage an Japan: Eine Reise durch die Heimat von Pikachu und Godzilla hat Schubert herausgefordert und inspiriert. Er lässt uns in eine Welt eintauchen, in der die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen; eine Welt des Staunens, die die Unbegreiflichkeit des Lebens zelebriert.
Vom 21.03. bis 22.03.2024 werden die Arbeiten zu „Eine Reise durch die Sphären des Geistes“ in unserer Galerie in der Kleinen Rittergasse ausgestellt. Neben großformatigen Originalen sind auch kleinformatige Drucke in Sonderedition und Publikationen des Künstlers zu erwerben.

Vernissage: 20.03.2024, 18:30-20:30 Uhr
Location: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Alt-Sachsenhausen
Der Künstler ist zur Eröffnung anwesend und es gibt eine Live-Performance!
Öffnungszeiten: 21.–22.03.2024, Donnerstag & Freitag, 16-18 Uhr
Adresse: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Kleine Rittergasse 11, 60594 Frankfurt
Illustration: Dominik Schubert

Noch bis Freitag, 22. März: Ausstellung Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO

(Petra)

Als Neujahrsausstellung zeigt die Galerie noch bis Ende März die Ausstellung „Sii MISTERIOSO“, eine sorgfältig ausgewählte Werkschau aus 25 Jahren der Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Künstler Johannes-Nandu Kriesche. Tiefgründige Bildwelten aus Paraffin, Öl, oder Acryl treffen auf spannende, zum Teil leuchtende Objekte zum Thema Zeit: Kunstwerke, dessen roter Faden die Transparenz versus Vielschichtigkeit und das Geheimnis des Lichts verbindet. Kriesche gehört zu den ersten Künstlern, welche der Galerist Leander Rubrecht bei seiner Gründung 1998 aufgenommen hatte. Ein Zeugnis der Kontinuität in einer schnelllebigen Zeit mit einhergehenden Nominierungen und Kunstpreisen.

Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO, Ausstellung, Ort: Galerie Rubrecht Contemporary, Adresse: Büdingenstr. 4 - 6, 65183 Wiesbaden, Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags 14 – 18 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 22. März: Of/ Anatomie eines Falls

(Andrea)

Ich habe gerade mit Daniel telefoniert und daher rate ich Euch, lauft geschwind ins Internet und kauft Euch Tickets! Das essen, der Film, die unglaubliche Sandra Hüller! Die, keine Überraschung, für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert ist. Wer sich jetzt noch fragt, Sandra -wer? sollte schleunigst Toni Erdmann ansehen. Immerhin gilt sie eit Jahren als die bedeutendste und wandlungsfähigste deutsche Schauspielerin (ich zitiere Daniel Brettschneider) und hat nun die Chance auf einen Oskar. Am 10. März heißt es also: Daumen drücken! Heute sehen wir sie in dem durchaus an Hitchcock erinnernde, ungemein spannende Gerichtsdrama „Anatomie eines Falls“ – insgesamt für fünf Oscars nominiert sowie amtierender Preisträger der Goldenen Palme von Cannes – ist zweifelsohne der bisherige Höhepunkt in Hüllers Schauspielkarriere. Sie spielt eine des Mordes an ihrem Mann beschuldigte Frau, die in aller Ambivalenz zwischen Zuversicht, Stur- aber auch Klarheit auf dem Zenit ihres Schaffens agiert. Eine eisige Naturgewalt! Diese Leistung gilt es bei Kino Kulinarisch entsprechend zu zelebrieren. Da der Film nicht nur im Gerichtssaal, sondern auch größtenteils auf einer Berghütte spielt und das Panorama der französischen Alpen regelrecht erlebbar werden lässt, versuchen wir das Essen natürlich wieder atmosphärisch präzise anzupassen. Anatomie einer Rösti: Die beschriebene Kulisse der Alpen hat uns kulinarisch zu Rösti-Varianten und Marillenknödel mit Vanillesoße animiert, wobei die Rösti einmal vegetarisch mit Spinat und Bergkäse und einmal klassisch mit Speck und Bergkäse serviert werden – jeweils mit Wildkräutersalat und Schnittlauch-Schmand versteht sich! Ab 18.30 Uhr. Hier gehts zum VVK: http://kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei, Goethering, Offenbach

Donnerstag, 28. März – Montag, 1. April: DANCE2NARRATION

(Martin)

Dresden Frankfurt Dance Company

Dieser Doppelabend stellt zwei Stücke nebeneinander, die Tanz mit Narration in Verbindung bringen und damit experimentieren, was daraus entstehen kann. Anstatt eines starren Verhältnisses, in dem alles nahtlos zusammenpasst wie Puzzleteile, entwickelt sich ein Gefüge, das dem Publikum die Möglichkeit gibt, selbst Verbindungen zu entdecken.

BIS.N.S. (AS USUAL) Im Jahr 1976 gab die berühmte US-amerikanische Pianistin, Sängerin und Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone ein unvergessenes Konzert beim Jazz Festival in Montreux (Schweiz). In der Zugabe (französisch „bis“) unterbricht sie ihr Programm immer wieder. Im Gespräch mit dem Publikum entstehen sehr intime Momente, in denen sich ihre Persönlichkeit zeigt.

Das Stück „Bis.N.S.“ spielt mit der inneren und äußeren Welt von Künstler*innen und lotet dabei die fragile Grenze zwischen Bühne und dem Bereich hinter den Kulissen aus. So erleben die Zuschauer*innen ein Tanzstück in Aufführung und gleichzeitig durch immer wieder neue Verschiebungen, wie sich die Tänzer*innen auf ihren Auftritt vorbereiten. Sie proben ihre Bewegungen, wiederholen und korrigieren sich, als ob niemand ihnen dabei zuschaute. Kleine und große, private und künstlerische Momente reihen sich aneinander: normaler Tanzbetrieb – business as usual.

LISA Scheinbar endlose emotionale Variationen und tänzerische Interpretationen erzeugen eine atmosphärische Spannung. Ein Vorhang verdeckt den hinteren Bereich der Bühne. Die Tänzer*innen können durch ihn unvermittelt auftauchen oder verschwinden und so zwischen den beiden Räumen wechseln.

Das Publikum sieht die Darsteller*innen nur auf einem Teil der Bühne, während sich gleichzeitig hinter dem Vorhang, vor den direkten Blicken verborgen, eine weitere Geschichte entfaltet. Beide Realitäten verfolgt das Publikum in Echtzeit durch das bewegliche Bühnenbild.

In „Lisa“ wird der Raum genutzt, um die entgegengesetzten Stimmungen, die sich vor und hinter dem Vorhang entwickeln, zu kontrastieren. Der Choreograf möchte die Idee des Geschichtenerzählens im zeitgenössischen Tanz herausfordern, bei dem häufig abstrakte Bewegung und Dramaturgie im Vordergrund stehen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/premieren/bisns-as-usual-lisa/

Donnerstag, 28. März + Samstag, 30 März um jeweils 19.30h; Sonntag, 31. März + Montag, 1. April um jeweils 18.00h Schauspiel FrankfurtFoto: © Eike Walkenhorst 

Bis März 2024 verlängert: Rüsselsheim/ Frida Kahlo

(Andrea)

Frida Kahlo begleitet mich schon lange, lange und seit ich ihre Arbeiten erstmals sah, bewundere ich ihre schonungslose Offenheit. Ich habe mich also unlängst auf den Weg nach Rüsselsheim gemacht, bin am Opel-Werk vorbei auf dem Maindamm zu den Opelvillen spaziert und eingetaucht. Dass Frida Kahlo über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung besaß, die ihr als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente, hatte ich vorher nicht gewusst und die Ausstellung war eine schöne Annäherung. "Die mexikanische Künstlerin wurde durch ihre besondere Malerei zwischen Naiver Kunst, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit weltbekannt, nicht zuletzt durch ihre autobiografischen Themen und die Verarbeitung ihres bewegten Lebens – ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehe mit Diego Rivera. Erst fünfzig Jahre nach Kahlos Tod kam ihr immenses privates Fotoarchiv ans Licht mit Bildern der Familie, des politischen Kampfes des Paares und ihres versehrten Körpers. Sowohl Frida Kahlos Vater als auch ihr Großvater waren professionelle Fotografen, und sie selbst machte sich die Fotografie auf unterschiedliche Weise zunutze. Sie sammelte unter anderem Daguerreotypien und Postkarten aus dem 19. Jahrhundert und bewahrte Fotografien auf, denen sie ihren persönlichen Stempel aufdrückte, indem sie Dinge aus ihnen ausschnitt, Widmungen auf sie schrieb und sie personalisierte. Sie schenkte sie ihren Freunden, sie waren Erinnerungen an ihre verstorbenen Angehörigen und sie wurden zu einer wichtigen Inspirationsquelle für ihre Gemälde. Darüber hinaus dienten sie ihrer Selbstdarstellung. Frida Kahlo war sich bewusst, dass die Fotografie ein wirkungsvolles Medium war, um das Bild von sich zu vermitteln, das sie anderen zeigen wollte. Durch ihre Fotos, anonyme private Bilder und Porträts ihres Vaters sowie durch die von ihr gesammelten Aufnahmen renommierter Fotografinnen und Fotografen entsteht ein eindringliches Dokument der Zeit und ein intimer Einblick in das Leben einer der bemerkenswertesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Foto: Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust Opelvillen
Die Ausstellung wurde jetzt bis Anfang März verlängert und der Ausflug lohnt sich.

Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim

Samstag, 30. März: COLOURS OF DEMOCRACY

(Daniela)

Die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche war nur ein Wimpernschlag in der langen Geschichte der Demokratiebewegungen in aller Welt. Der Abend Colours of Democracy beleuchtet die Demokratiegeschichte sowie den aktuellen Zustand der Demokratie und legt dabei den Schwerpunkt auf acht Länder (Deutschland, Griechenland, Iran, Kolumbien, Russland, Syrien, Senegal, Türkei).

Acht Musiker:innen des Bridges-Kammerorchester aus diesen Ländern haben den
Abend konzeptionell mitentwickelt und gestalten ihn sowohl musikalisch als auch
szenisch. Gedichte, Auszüge aus Theaterstücken, Aufrufe und persönliche Texte werden mit ausgewählten Musikstücken verschiedener Epochen und Stilrichtungen verflochten. Durch die Besetzung mit Instrumenten aus dem arabischen, europäischen, persischen, südamerikanischen und westafrikanischen Kulturraum (Flöte, Gaita, Violine, Kamanche, Violoncello, Kanun, Gitarre, Tiple,
Ngoni, Tambin (Peul Flute), Perkussion, Gesang) weist das Ensemble eine große Bandbreite an Klangfarben auf. In diesem demokratischen Prozess der Stückentwicklung stehen die Musiker:innen für eine Gemeinschaft, die Vielfalt als Stärke versteht und den Wert von Demokratie auf verschiedenen Ebenen verhandelt.

Mit Vladislav Belopoukhov, Ayşe Deniz Birdal, Johanna-Leonore Dahlhoff, Youssef Laktina, Alireza Meghrazi Soloukloo, Eleanna Pitsikaki, Andrés Rosales, Khadim Seck
Regie Matthias Faltz
Musikalische Leitung Johanna-Leonore Dahlhoff
Dramaturgie Antigone Akgün, Susanne Hemmerling

Vorstellungtermine: Sa., 30.03.24 um 19:30 / Mi., 24.04.24 um 19:30

Volksbühne am Grossen Hirschgraben

APRIL 2024
Bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder

(Daniela)

Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.

Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €

Mehr Informationen stehen hier.

Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968

Bis 7. April: Was wir sammeln

(Martin)

Von banalen Alltagsgegenständen wie bunten Spülschwämmen, über Bananenaufkleber aus der ganzen Welt, Einwegbesteck und Fahrrädern bis hin zu Leuchtreklamen von bekannten Marken: Mit der Ausstellung Was wir sammeln fragt das Museum Gestalter:innen aus dem Großraum Frankfurt am Main, was und warum sie privat sammeln. 

Neben den gezeigten Objektsammlungen können Besucher:innen in der Ausstellung die Erzählungen der einzelnen Gestalter:innen nachlesen, die darin auf verschiedene Weise über das Zustandekommen ihrer privaten Sammlungen berichten. Die Objekte haben für die Sammler:innen unterschiedliche Bedeutungen: Sie können Zeitkapseln, Lebensbegleiter, Erinnerungsträger oder einfach nur eine spontane Entdeckung sein. Sammeln stellt somit nicht nur die Frage nach dem Umgang mit Dingen, sondern ist vielmehr ein Kommunikationssystem, ein Zeichensystem, eine gesellschaftliche Sprache.

Die Ausstellung fragt nach Zusammenhängen von Gestaltung und Sammeltätigkeit. Was sammeln Gestalter:innen, die innerhalb ihrer Profession Objekte im Hinblick auf Form, Material, Funktion, Verarbeitung und auf gesellschaftliche oder historische Kontexte untersuchen? Mit dem „Wir“ im Ausstellungstitel wird die Verbindung zwischen Gestalter:innen und Museum verdeutlicht. So sollen Zusammenhänge, Hintergründe und Motivationen des Sammelns thematisiert und Kontextualisierungen über das Museum hinaus ermöglicht werden. Die Ausstellung fragt nach den verschiedenen Aspekten des Sammelns vom privaten Bereich bis hin zur kulturellen Praxis: Was lässt sich über das Sammeln herausfinden? Was lässt sich miteinander teilen?

Bis 7. April: Was wir sammeln - Gestalter:innen, Frankfurt am Main
Museum für Angewandte Kunst, Museumsufer
Foto: © Homepage Museum für Angewandte Kunst

Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.

"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)

Dienstag, 9. April: Riot Days / Pussy Riot (Moskau)

(Martin)

Performance/Konzert - Nacholtermin

„We have a voice. We have a choice” (Maria Alyokhina).

Nach der ausverkauften Deutschlandpremiere 2017 kommt die russische Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot mit ihrer rebellischen Bühnenshow „Riot Days“ ins Künstler*innenhaus Mousonturm. Das Performanceprojekt beruht auf Maria Alyokhinas gleichnamigem Buch, in dem sie ihre persönliche Geschichte als Teil von Pussy Riot erzählt, von den Anfängen der rebellischen Gruppe 2011, über ihre legendären Auftritte, ihre Verhaftung, den Prozess und ihren Aufenthalt in einem sibirischen Gefängnislager bis zur Entlassung 2013. Ein feministisches Punk-Manifesto, ein kraftvoll-anarchistisches Plädoyer für den Widerstand in einer rechts-populistischen, nationalistischen Welt. Es ist eine Geschichte über Widerstand, Unterdrückung und Revolution in Form einer anarchischen Mischung aus Konzert, Kundgebung, Theater und politischem Happening.

Rechtzeitig Karten sichern – und die gibt’s hier: https://www.mousonturm.de/events/riot-days-2024/

Dienstag, 9. April um 21.00 Uhr
Mousonturm
Foto: © Denis Sinyakov

Freitag, 26. April: Of/ Perfect Days

(Andrea)

Wenn ihr die Ausgehtipps bis hier gelesen habt, gibt es eine reele Chance auf Tickets für Euch. Ja, ich werde nicht müde daraufhinzuweisen, dass Kino kulinarisch immer ausverkauft ist. Und das wird bei dem Film und der Kulinarik auch wieder so sein, die Vorschau war toll, Wenders hin oder her. Will ich sehen! Daniel schreibt: "Oh, it's such a Perfect Film! Ganz reduziert – und phänomenal: Wim Wenders’ entführt uns nach Japan und begleitet den Alltag Hyrayamas, der mit unerschütterlicher Ruhe, Akribie und Gelassenheit öffentliche Toiletten in Tokio reinigt. Er scheint mit seinem einfachen, zurückgezogenen Leben zufrieden zu sein und widmet sich abseits seines äußerst strukturierten Alltags seiner Leidenschaft für Musik, die er von Audiokassetten hört, und für Literatur, die er allabendlich in gebrauchten Taschenbüchern liest. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen kommt nach und nach eine Vergangenheit ans Licht, die er längst hinter sich gelassen hat. Wenders’ Oscar-Anwärter „Perfect Days“ ist eine tief berührende und poetische Betrachtung über die Schönheit der alltäglichen Welt – in jeder Sekunde herausragend verkörpert von Kōji Yakusho, der für die Rolle in Cannes den Darstellerpreis erhielt. Dazu ist diese Meditation in Langsamkeit auch eine filmische Verbeugung vor Musikern wie The Animals, Patti Smith und natürlich Lou Reed. Der Soundtrack eines ganzen Lebens. Kulinarisch servieren wir eine japanische Nudelpfanne mit Shiitake-Pilzen, Edamame und in Pflaumensud marinierten, ausgelösten Hühnerkeulen. Für die Vegetarier tauschen wir die Keulen gegen marinierten Tofu. Und der Überraschungs-Nachtisch huldigt dem Film beinahe eins zu eins!" 18.30 Uhr http://kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei der EVO, Goethering, Offenbach

MAI 2024
Samstag, 11. und Sonntag, 12. Mai: In the Solitude of Cotton Fields

(Martin)

Bernard-Marie Koltès
Flow Projects

Das Programm der Maifestspiele in Wiesbaden 2024 wurde mittlerweile veröffentlich und der Vorverkauf hat am Mittwoch, 14. Februar begonnen. Für mich das Highlight: In the Solitude of Cotton Fields (In der Einsamkeit der Baumwollfelder) von Bernard-Marie Koltès anschauen. 

Megastar John Malkovich spielt in Echt, Live und in Farbe auf der Bühne in Wiesbaden! In Hamburg waren die wenigen Vorstellungen binnen kürzester Zeit ausverkauft – bei den Maifestspielen wird’s vermutlich nicht anders sein, deshalb schnell handeln und Tickets kaufen! 

„Eigentlich braucht man über »Cotton Fields« nur eine einzige Information: Der Megasuperstar John Malkovich wird für drei Vorstellungen auf der Bühne des Hessischen Staatstheaters stehen. Darüber hinaus ist seine Spielpartnerin die preisgekrönte litauische Schauspielerin Ingeborga Dapkūnaitė, und gemeinsam veräußern sich die beiden Weltklasse-Schauspieler in Bernard-Marie Koltès’ berühmtem (aber selten gespieltem) Stück »In der Einsamkeit der Baumwollfelder« (»Dans la solitude des champs de coton«) von 1985. Für die Inszenierung des atmosphärischen Zweipersonenstücks zeichnet der junge russische Regisseur Timofey Kulyabin verantwortlich, dessen Arbeiten national und international bereits großes Aufsehen erregten.

Ein Händler und ein Kunde treffen sich an einem abstrakten Nichtort (den Baumwollfeldern) und handeln dort die Bedingungen eines Warenaustauschs aus. Gegenseitig tasten sie sich verbal ab, schätzen ein, sondieren, überprüfen das Gegenüber und den Wert der nicht näher genannten Ware. Ob es am Ende zur Transaktion kommt, bleibt offen.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/2024-05/in-solitude-of-cotton-fields-imf-2024/10349/

Und hier geht’s zum Programm der Maifestspiele: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/2024-05/

Samstag, 11. Mai um 19.30h und
Sonntag, 12. Mai um 16.00h und 20.00h
Maifestspiele 2024 Wiesbaden
Foto: © Gio Kardava

Bis 26. Mai: „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“

(Daniela)

Mit der Ausstellung „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“ setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main das Programm zum 75. Jubiläum ihrer Wiederbegründung nach der Schoa fort. Bis zum 26. Mai 2024 wird die multimedial aufbereitete Geschichte der Frankfurter Jüdinnen und Juden nach 1945 im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum zu erleben sein. Damit setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt das größte Ausstellungsprojekt in eigener Regie seit ihrem Bestehen um.

Der Ausstellungstitel „Auf Leben“ lehnt sich an den verbreiteten Trinkspruch „L’Chaim“ (hebräisch für „Auf das Leben“) an. In seiner modifizierten Form eröffnet er vielfältige Bedeutungsräume: Widerstand und Selbstbehauptung, Trotz und Mut lassen sich ebenso assoziieren das Aufblühen des jüdischen Gemeindelebens nach 1945.

Die Ausstellung umfasst acht chronologisch angelegte Kapitel im Erdgeschoss und vier thematische Kapitel im Obergeschoss des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums. Das Grundkonzept wurde von Fritz Backhaus (Deutsches Historisches Museum) und Manfred Levy (Jüdisches Museum Frankfurt) entwickelt. Das Kuratorenteam Fedor Besseler und Laura Schilling hat sich für eine exemplarische Auswahl von besonders erzählens- und erinnernswerten Ereignissen, Akteuren und zeitgeschichtlichen Strömungen aus der Gemeindegeschichte entschieden. Erstmals öffentlich gezeigte Exponate und Fotografien aus Privatarchiven unserer Gemeindemitglieder werden persönliche und überraschende Einblicke eröffnen.  

Ein Interviewprojekt mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Gemeindegeschichte ergänzt die Präsentation. In der Video-Installation des Regisseurs Adrian Oeser kommen Kurt de Jong, Leo Inowlocki, Esther Ellrodt-Freimann, Diana Schnabel, Alla Spanz, Dalia Wissgott-Moneta und Alexa Brum zu Wort. Sie sprechen über ihre eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Perspektiven auf die Gemeindegeschichte.

Die Ausstellung umfasst zudem eine Topographie, die eine umfangreiche Übersicht über jüdisch geprägte Orte der Stadt – in den Nachkriegsjahrzehnten und heute – bietet. Sie wurde, ebenso wie die gesamte Ausstellungsarchitektur und -grafik, von Kai Linke und Sandra Doeller gestaltet.

Die Ausstellungstexte sind in deutscher, englischer und russischer Sprache verfügbar. Begleitend zur Ausstellung bieten wir unterschiedliche Veranstaltungen sowie öffentliche Führungen an. 2024 wird zudem eine umfangreiche Publikation erscheinen. Das Begleitprogramm und weitere Informationen zur Ausstellung sind unter https://75jahre.jg-ffm.de/ zu finden.

Bis Sonntag, 12. Mai 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)

Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.

Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 12.05.2024, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei

Bis Sonntag, 01. September 2024: Ausstellung „Klangquellen. Everything ist Music!“

(Petra)

Klänge bestimmen unser alltägliches Leben und sind auch im vermeintlich stillsten Moment um uns herum zu hören. Jeder Ort hat seine eigene Soundscape oder Klanglandschaft, geprägt von der lokalen Umgebung, von Tieren und Menschen, ihren Tätigkeiten und Interaktionen. Welchen Einfluss hat unsere Umgebung auf unsere Hörwahrnehmung? In welchem Verhältnis stehen Umwelt, Klang, Mensch und Musik? In der Ausstellung "Klangquellen" werden diese Fragen beleuchtet und damit auch der westliche Musikbegriff hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen Klänge, ihre kulturelle Verwendung, Interpretation und Bedeutungen. Neben Instrumenten werden in der Ausstellung daher auch einige Exponate zu sehen sein, die man nicht zwangsläufig in einer Musikausstellung erwartet. Ausgehend von der eigenen Sammlung und im Dialog mit zeitgenössischer Musik regt die Ausstellung zum Nachdenken über die Bedeutung der Klänge in der eigenen Lebenswelt an.

Klangquellen – Everything is Music! Ausstellung, mit: Nursalim Yadi Anugerah, Bunau, Conserve the Sound (Daniel Chun & Jan Derksen), Gerhard Müller-Hornbach, Lasse-Marc Riek, die Teilnehmer*innen des Seminars „Klangquellen. Everything is music! Musikethnologie und Ausstellungspraxis" sowie weitere namentlich nicht bekannte Beitragenden, Kuratorin und Co-Kurator: Vanessa von Gliszczynski (Kustodin Südostasien), Matthias Claudius Hofmann (Kustos Ozeanien)

Ort: Weltkulturen Museum, Adresse: Schaumainkai 29, Öffnungszeiten: mittwochs 11 - 20 Uhr, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 7 (3,50) Euro, jeden letzten Samstag im Moant ist der Eintritt frei

Dienstag, 04. Juni: Extreme

(Uwe)

Wer über die bereits 1985 in Boston gegründete Band Extreme schreibt, kommt am großen Hit der Band, More Than Word“ natürlich nicht vorbei. Alleine Auf Spotify wurde er Stand heute (Anfang Februar) bereits 620.860.002 mal gespielt. Das werden sie sicher auch bei ihrem Konzert in der Batschkapp spielen und darüber hinaus bringen sie weitere Songs aus ihrer langen Karriere und vom neuen Album „Thicker Than Blood“, dem ersten seit zehn Jahren. Ein talentierter Mitarbeiter der Plattenfirma schrieb darüber: „…  Heimstudio in Los Angeles produziert, wo die Mitglieder zusammenkamen, um ihren elektrisierenden Eklektizismus zu kanalisieren, der ihren bahnbrechenden Output definiert hat – jedoch mit einem Twist des 21. Jahrhunderts. Mit einem Mix aus Hardrock-Attacken und einfühlsamen Balladen schafft Six eine einzigartige Klanglandschaft, die die Fans in Erstaunen versetzen wird“

Beginn: 20:00 | Einlass: 19:00

Batschkapp, Gwinnerstrasse 5, 60388 Frankfurt


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