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Fassenacht ist auch Kultur :-)

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen
Wir haben ja viele Zugezogene im Verteiler der Ausgehtipps und vielleicht fragen die sich an diesem Wochenende, ob es denn in Frankfurt irgendwelche Fassenachts-Aktivitäten gibt. Da die anderen Mitschreiber:innen der Ausgehtipps das Thema nie aufgreifen (ich vermute sie können damit nichts anfangen), kommen hier ein paar Tipps von mir, denn ich gebe zu: Ich kann mich für Karneval/Fasching/Fassenacht sehr begeistern. Aufgewachsen im Taunus war ich als Kind auf den Umzügen die bei uns stattfanden. Meine Eltern waren jahrelang auch selbst aktiv und sind mit ihrem italienischen Verein immer als Pizzabäcker durch die Straßen gelaufen. Der Niederhöchstädter Faschingsumzug startet am Samstag um 13:11 Uhr.
Die fetteste Faschings-Party im Taunus gab es und gibt es noch immer im Gambrinus, die damals unsere Hausdisco war. Auch dieses Jahr findet dort eine Party statt, aber die ist schon seit Wochen ausverkauft.
Mit Anfang 20 war ich in Brasilien und war dort beim Karneval in Salvador de Bahia. Natürlich war das der allerbeste Karneval, den ich je erlebt habe.
Mit Anfang 3o war ich dann zweimal hintereinander mit Freundinnen zum Karneval in Düsseldorf. Das war auch super, aber natürlich nicht vergleichbar mit Salvador, daher bin ich mit Mitte 30 nochmal hin und auch wenn der Karneval dort sehr wild ist und ich ja jetzt schon Mitte 50 bin, will ich da auf jeden Fall nochmal hin (kommt jemand mit?)
Mit meinem Sohn war ich natürlich bei den klassischen Umzügen, d.h. auf dem Umzug vom Grossen Rat, der auch diesen Sonntag ab 11:11 Uhr durch die Frankfurter Innenstadt zieht und das Motto hat: „Im Herzen Europas, in Frankfurt am Main, feiern wir Fassenacht wie kann`s anners sein“
Wer sich den Zug lieber im TV ansehen will: Der hr überträgt, mein Bruder moderiert.
Und selbstredend waren wir auch einige Male in „Klaa Paris“. Das ist der kleinere, aber wie ich finde, schönere Umzug, der immer am Faschingsdienstag ab 14:31 Uhr durch Heddernheim zieht. Es lohnt sich rechtzeitig da zu sein, da die Straßen sehr eng sind.
Und ihr fragt Euch bestimmt, ob es denn nicht auch Partys gibt: Die Apfelweingaststätte „Zur Germania“ lässt es eigentlich durchgehend krachen. (Fr, Sa, Mo 16:00-00:00, So, Di 12:00-00:00). Ich war zweimal nach dem Umzug da und kann bestätigen, dass da eine sehr gute Stimmung, vor allem wenn der Mond aufgeht (Youtube Link). Die andere Möglichkeit wäre am Sonntag in meine Lieblingsapfelweingaststätte „Zum Gemalten Haus“ zu gehen. Da war schon an Weiberfassenacht die Hölle los. Am Sonntag ab 16:00 Uhr wird wieder wild gefeiert.
Ich halte mich dieses Jahr vom Karneval fern, denn ich habe schon am Montag mit dem Fasten begonnen. Ich mache zwar Buchinger Fasten, d.h. ich nehme nur Flüssigkeit auf, aber nur mit 0%. Da das Fasten im Alltag nicht so leicht ist, geht’s am Sonntag zum Fastenwandern in die Pfalz.
Was auch immer ihr macht, lebt wild und trinkt den ein oder anderen Äppler für mich mit.
Daniela
P.S. Vielen Dank an das ganze Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel.
Foto entstand nicht beim Karneval, sondern beim Harry Styles Konzert :-)
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 18 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net
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SUCHE / BIETE
Meine Freundin Simone hat sich zur Coacherin ausbilden lassen und bitte um Eure Hilfe bei einer Umfrage Hallo, zu meinem Abschluss als zertifizierter Coach im Mai diesen Jahres gehört die Abgabe einer Abschlussarbeit. In dieser Arbeit befasse ich mich damit, wie ein Coaching-Angebot aussehen kann, das jungen Menschen (17 - 25) hilft, durch das Erkennen der eigenen Talente Orientierung für ihren Karriereweg zu erhalten. Hierzu erhältst du einen Fragebogen von mir, mit der Bitte, diesen auszufüllen und damit meine Arbeit mit Daten zu ergänzen. Der Fragebogen darf sehr, sehr gerne weitergeleitet werden! Das wäre hilfreich. Ganz herzlichen Dank für deine Teilnahme! Liebe Grüße Simone https://www.survio.com/survey/d/R5Q7T6S4N8P1P4T9U
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ZU GEWINNEN (Daniela)
Rückmeldung bitte an: daniela@cappelluti.net
2 Karten für das Kinderstück "Dinge dingen" im Rahmen des Internationalen Theaterfestival für junges Publikum in Rhein-Main „Starke Stücke“. Am 29. Februar um 15:00 Uhr im Gallustheater. Gewinnfrage: Wie viele Kommunen beteiligen sich an dem Festival?
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ZU GEWINNEN (Daniela)
(Antworten bitte an daniela@cappelluti.net)
2 x 2 Karten für das Erföffnungskonzert Espaces Acoustiques im Rahmen der Biennale für aktuelle Musik am 16.02. im hr Sendesaal. Gewinnfrage: Was verbirgt sich hinter dem Programmpunkt HAUCH#2 am 18.02.
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ZU GEWINNEN (Petra)
1 x 2 Tickets für Madita Oeming: Porno. Eine unverschämte Analyse am Mittwoch, 14. Februar, um 19:30 Uhr im Literaturhaus Frankfurt Frage: In welchem Land hat der Valentinstag seit dem 15. Jahrhundert Tradition?
Eure Antwort im Betreff und Euren vollständigen Namen per E-Mail an Petra
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ZU GEWINNEN (Andrea)
Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea).
2 x 2 Karten für das Konzert von Roger am Samstag,1. März, in der Holy hall of fame Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Nonnen auf dem Fahrrad? Wo läuft denn das?
2 x 2 Karten für das Konzert der "Storm Seekers" am 7. März im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Am 24. Februar jährt sich der Ukraine Krieg zum zweiten Mal, seit wieviel Tagen wird dort gekämpf?
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Freitag 09. - Sonntag 11. Februar: Städelrundgang

(Daniela)
Heute startet der dreitägige Städelrundgang!
Freitag, 09. bis Sonntag, 11.02.2024, täglich 10.00 – 20.00 Uhr Städelschule, Dürerstraße 10, 60596 und Daimlerstraße 32, 60314 Frankfurt am Main, Portikus, Alte Brücke 2 / Maininsel, 60594 Frankfurt am Main
Eröfnung und Preisverleihungszeremonie: Freitag, 09.02.2024, 19.00 – 20.00 Uhr Mit Rektorin Prof. Yasmil Raymond, Professorin Haegue Yang und den Jurymitgliedern Stefan Kalmár (Unabhängiger Kurator), Lutz Berendt, Vertreter des Städelschule Portikus e. V., Preisstifern, Studierenden sowie Preisträger*innen und Gästen (Mensa, Dürerstraße 10).
Drei Tage lang können die Besucher*innen die Präsentationen der Studierenden der Kunstprofessor*innen Monika Baer, Gerard Byrne, Benjamin Foerster-Baldenius, Judith Hopf, Hassan Khan, Tobias Rehberger, Willem de Rooij und Haegue Yang sowie der Kunsttheorie-Professor*innen Daniel Birnbaum, Isabelle Graw und Philippe Pirotte, der Gastprofessor*innen Loretta Fahrenholz, Niklas Maak, ImaAbasi Okon, die QuiS-Forschungsstipendiatin Barbara Casavecchia und der Gastkünstlerin Helena Uambembe erleben. An den beiden Standorten Dürerstraße 10 und Daimlerstaße 32 stellen die Studierenden aktuelle Arbeiten aus, im Kino des DFF-Deutsches Filminstitut & Filmmuseum fnden Filmvorführungen statt sowie ein begleitendes PerformanceProgramm. Darüber hinaus veranstalten Studierende des Studiengangs Curatorial Studies- Theorie - Geschichte - Kritik, ein Kooperationsstudiengang mit der GoetheUniversität, die Water Cooler Talks. Eine Auswahl aktueller Publikationen und Editionen der Städelschule und des Portikus können in der Bibliothek erworben werden. Im Portikus haben die Besucher*innen eine letzte Gelegenheit, die Ausstellung Let us Believe in the Beginning of the Cold Season zu besuchen, die am Sonntag, den 11. Februar, endet.
Ein kostenloser Shuttlebus verkehrt täglich alle ein bis zwei Stunden zwischen Dürer- und Daimlerstraße. Öffentliche Führungen (Dauer ca. eine Stunde) von Studierenden des Studiengangs Curatorial Studies: Freitag 09.02., 16.00 Uhr Samstag 10.02., 13.00 Uhr Sonntag 11.02., 12.00 Uhr (Dürerstraße 10) Begrenzte Kapazitäten! Bei Interesse bitte anmelden unter fuehrungen@staedelschule.de
Das detaillierte Programm unter: Kalender - Städelschule (staedelschule.de)
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Freitag, 9. Februar: PETERLICHT: Ja ok aber

(Martin)
Lesung mit Musik
Ein Mann mittleren Alters mietet sich in einem Co-Working-Space ein. Er will endlich vorankommen. Womit ist noch unklar, doch er spürt, es geht ums Ganze.So scheint es hier allen zu gehen: Flexible Selbstoptimierer:innen, erfahrene Förderantragsschreibis, sprachlose Call-Center-Agenten, wortgewandte Prokrastinierer und andere frei flottierende Büroexistenzen – sie alle haben viel vor und stehen doch die meiste Zeit im Pausenraum und trinken Kaffee. Denn es gilt: kein Kapitalismus ohne Kaffee.
PeterLicht erzählt in seinem Roman-Debüt, wie weit es mit der Selbstbestimmtheit in Zeiten der Digitalisierung her ist. Begleitet wird die Lesung von dem Multi-Instrumentalisten Bene Filleböck. PeterLicht singt Lieder aus seinem einzigartigen und reichhaltigen Repertoire, vom »Sonnendeck« bis zum »Ende des Kapitalismus«
Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/peterlicht-ja-ok-aber/1782/
Freitag, 9. Februar um 19.30h Lesung mit Musik im Schauspiel Frankfurt/Großes Haus Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt
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Freitag, 9. Februar: Of/ Anatomie eines Falls

(Andrea)
Weil ich "Anatomie eines Falls" noch immer nicht gessehen habe, gehe ich heute ins Hafenkino: "Sandra, eine deutsche Schriftstellerin, ihr französischer Ehemann Samuel und ihr Sohn Daniel leben in einem kleinen Ort in den französischen Alpen. An einem strahlenden Tag wird Samuel am Fuße ihres Chalets tot im Schnee gefunden. War es Mord? Selbstmord? Oder doch nur ein tragischer Unfall? Der Polizei erscheint Samuels plötzlicher Tod verdächtig, und Sandra wird zur Hauptverdächtigen. Es folgt ein aufreibender Indizienprozess, der nach und nach nicht nur die Umstände von Samuels Tod, sondern auch Sandras und Samuels lebhafte Beziehung im Detail seziert. Beim diesjährigen Festival von Cannes wurde Justin Triet – als dritte Frau in der Geschichte des Festivals – für Anatomie eines Falls mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Im Ringen um die Frage, was wirklich geschah, entspinnt Triet auf raffinierte Weise ein packendes Beziehungsdrama, das die Widersprüche im Privaten der harten Realität des Justizsystems gegenüberstellt. Sandra Hüller glänzt erneut mit ihrem außergewöhnlichen und höchst nuancierten Spiel und wurde in Cannes von der deutschen und internationalen Presse gefeiert." 20 Uhr
Hafenkino, Nordring, Offenbach
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Freitag, 9. Februar: Of/ Buchbar mit Lena Anlauf
(Andrea)
Freitags ist Buchbartag im Klingspor Museum. Man zahlt Eintritt nach Wahl und hört spannende Vorträge, zum Beispiel. Heute ist Lena Anlauf da, sie ist Programmleiterin beim Kunstanstifter Verlag. 2023 erschien ihr erstes Kinderbuch Geniale Nasen, das sie zusammen mit dem Illustrator Vitali Konstantinov entwickelte. In ihrem Vortrag spricht sie über Illustrationsaufträge für Verlage aus einem spannenden Blickwinkel: als Autorin eines Kinderbuches und gleichzeitig auch Lektorin eines renommierten Verlags. Das Buch "Geniale Nasen" ist in der aktuellen Kinderbuchausstellung zu sehen. Eintritt nach Wahl Am Veranstaltungsabend ist die Buchbar im Klingspor Museum geöffnet.
Klingspor Museum, Herrnstraße, Offenbach
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Freitag, 9. Februar (Premiere/Uraufführung): Der Fleck - Eine Aussprache unter Freunden

(Martin)
Philipp Mosetter - Eine bitterböse Komödie Volksbühne im Großen Hirschgraben
Diese Premiere ist auch eine Uraufführung – also ein Stück, das noch nie gezeigt wurde… Zwei befreundete Paare treffen sich zu einer Aussprache. Die Volksbühne, an einem spielfreien Tag, scheint ein guter und neutraler Ort dafür. Nun ist aber doch – irrtümlicherweise – Publikum anwesend. So gerät das Stück zu einem Stück Theater im Theater: Ein wilder Ritt durch die Konflikte dieser Vierer-Konstellation beginnt – bis geschossen wird!
Philipp Mosetter, seit vielen Jahren gemeinsam mit Michael Quast in Sachen Goethe, Schiller und Grimm auf der Bühne, hat eine bitterböse Komödie geschrieben.
Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/philipp-mosetter-der-fleck
Freitag, 9. Februar (Premiere/Uraufführung) um 19.30h Weitere Vorstellungen am Sonntag, 11. Februar um 17.00h und am Samstag, 17. Februar um 19.30h, am Samstag, 2., Freitag, 8. und Samstag, 23. März um jeweils 19.30h Volksbühne im Großen Hirschgraben Foto: © Probenfoto von Michael Quast
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Freitag, 9. – Sonntag, 11. Februar: B-Ebene – Underground Stories. Porträt einer Stadt

(Martin)
Hannes Seidel / Musiktheater
Die B-Ebene der Hauptwache Frankfurt ist eine großartige Bühne. Gerahmt von grün gekachelten Säulen und Wänden, beleuchtet von gelblichem Licht wirkt dieser Ort wie ein Konzentrat der Vielstimmigkeit der Stadt. Hier wirkt jeder Gang wie ein Auftritt, jedes (Selbst-)Gespräch wie eine kleine Szene, und wartende Personen, Verkäufer*innen, die Obst und Getränke anbieten, oder herumlungernde Jugendliche werden zu lebenden Tableaus.
Aus Beobachtungen und Aufzeichnungen dieses Ortes, aus Interviews mit Menschen, die dort jeden Tag verbringen, haben acht Musiker*innen des Ensemble MAM:manufaktur für aktuelle musik gemeinsam mit Schüler*innen der IGS Süd und der Komponist und Musiktheatermacher Hannes Seidl ein Stück für den Saal des Mousonturms entwickelt, das die Vielstimmigkeit feiert.
In einer von der Szenografin Natalia Orendain geschaffenen Theaterlandschaft entsteht das Porträt einer Stadt aus verschiedensten Perspektiven: wie sie sein könnte, wie sie vielleicht einmal war, wie sie sich selbst sieht. Eingehüllt in das Grundrauschen von Schritten, Lüftungen und U-Bahnen entstehen wie beiläufig kleinere und größere Gruppen, die gemeinsam musizieren, Ball spielen, einfach abhängen oder Geschichten erzählen. In das wie selbstverständlich wirkende Zusammenspiel blitzen vereinzelt Momente des Unwahrscheinlichen, Fantastischen ein, um Teil der polyphonen Mehrchörigkeit zu werden.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/b-ebene-underground-stories-portraet-einer-stadt/
Freitag, 9. und Samstag, 10. Februar um jeweils 20.00h Sonntag, 11. Februar um 18.00h Mousonturm Solidarisches Preissystem Foto: © formfellows
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Freitag, 9. – Sonntag, 11. Februar: Der thermale Widerstand

(Martin)
Der thermale Widerstand: Eine süffisante Kapitalismuskritik, platziert in einem Umfeld, welches die „heile Welt“ nicht besser symbolisieren könnte: Revolution im Kurbad! Mit viel Wortwitz und sprachlicher Schärfe zeichnet der österreichische Autor und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz ein Bild unserer Gesellschaft, die sprichwörtlich im Überfluss badet, und in der dennoch alles und jeder auf Verbesserung, Optimierung und Leistung ausgerichtet ist. Nur der Verlust des eigenen Status Quo muss dabei in jedem Fall verhindert werden – notfalls mit Gewalt!
Ferdinand Schmalz zählt derzeit zu den gefragtesten und meistgespielten Autoren auf deutschsprachigen Bühnen. Mit „Mein Lieblingstier heißt Winter“ stand er 2021 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis, die gleichnamige Stückbearbeitung ist aktuell am Schauspiel Frankfurt zu sehen.
Hier geht’s zum Reservieren: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php
Freitag, 9. – Sonntag, 11. Februar und Donnerstag, 21. – Sonntag, 14. März um jeweils 20.00 Uhr Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294 Foto: © Homepage Landungsbrücken
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GEROLLTES über den Asien Cup (Finale am Samstag)

(Uwe)
Nachdem wir uns in der letzten Woche mit dem Afrika Cup beschäftigt hatten, gehen wir nun auf den Asien Cup ein. Der läuft zeitgleich zur afrikanischen Kontinentalmeisterschaft. Richtig abgegrenzt sind die Kontinente im Weltfußball bekanntlich nicht, so spielt bei der Asienmeisterschaft Israel aus Gründen nicht mit (wäre die Welt eine bessere, wäre das nicht notwendig, so ist der nationale Verband zugeordnet zur UEFA, also dem europäischen Fußballverband), dafür sind seit 2006 aber die Australier dabei. Die wollten eigentlich bereits direkt nach eigener Gründung in den asiatischen Dachverband, das wurde aber verboten. Nach einigen Jahren in der kleinen „Oceania Football Confederation“ (mit Neuseeland, Tonga etc.) gründete sich der australische Verband neu und schloss sich dann doch dem asiatischen Verband an. Die Qualität des Fußballs ist in diesem höher und die Chance, sich für eine WM zu qualifizieren, ebenfalls. Hongkong spielte mit und spielte in einer Gruppe mit Palästina. Die mit Abstand bevölkerungsreichsten Länder der Erde, China und Indien, waren qualifiziert, überstanden die Gruppenphase aber nicht.
Zurück zu Australien In diesem Jahr waren die Australier bis zum Viertelfinale dabei, dann schieden sie gegen Südkorea aus. Und wer ist da Trainer? Richtig, Jürgen Klinsmann. Der hat mit Son (Tottenham) und Kim (Bayern) zwei der aktuell besten asiatischen Spieler in seinen Reihen. Gespielt wird, wie schon bei der WM 2022, in Katar, die letzte Meisterschaft fand statt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (2019) und die nächste wird gespielt in Saudi-Arabien (2027). Gastgeber und Titelverteidiger Katar zog durch einen Sieg nach Elfmeterschießen gegen Usbekistan ins Halbfinale ein. Dort vertreten waren die bereits erwähnten Südkoreaner, Jordanien und der Iran, der spät gegen Japan gewann. Die Südkoreaner (Platz 23 in der FIFA-Weltrangliste (zur Info: Deutschland liegt gerade auf Platz 16) verloren tatsächlich gegen Jordanien. (Platz 87 von 211 nationalen Verbänden, liegen sogar hinter Luxembourg), was man durchaus als Sensation einordnen kann.
Das morgige Finale wird gespielt im Lusail Iconic Stadium, in dem Lionel Messi und seine Argentinier das WM-Finale gegen Frankreich gewannen. Es treffen dann aufeinander: Jordanien und Katar, die Gastgeber warfen den Iran im Halbfinale raus.
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Bis Samstag, 10. Februar: Ausstellung saasfee*pavillon
(Petra)
Das Visual sieht sehr poetisch aus, da werde ich gerne vorbeischauen: Erinnerungen formen Gesellschaften. Künstler*innen nutzen vielfältige Formen, um sie zu gestalten. Wie beeinflusst diese künstlerische Repräsentation kollektive Erinnerungen? Welche Rolle spielen unterschiedliche Perspektiven bei der Bildung eines kollektiven Gedächtnisses? Wie verhält es sich zum individuellen Erinnern? In welcher Form können wir uns überhaupt erinnern und wie können wir uns schließlich darüber verständigen? Inwieweit kann Kunst das Erinnern transformieren?
may_fly___be_ing, Installation mit künstlerischem Führungsprogramm, Kollektiv May-fly__: Alexandra Kerstin Weiss-Gonzalez, Barnabas Vollmar, Fan-Yu Pu, Ekaterina Sacharova, Jenny Sofie Kasper, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 64 - 66 HH, Eröffnung: 19 - 22 Uhr, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: 14 - 18 Uhr, finissage special: 10.02. 16 – 17 Uhr, Künstlergespräch 17 - 18 Uhr
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Samstag, 10. Februar: My Ugly Clementine

(Uwe)
Die in meinem absoluten Lieblingsfilm „Vergiss mein nicht“ von Kate Winslet gespielte Figur heißt Clementine. Sie wird geliebt von dem von Jim Carey dargestellten Joel Barish. Bei einem der ersten Treffen im Film erklärt er ihr etwas unbeholfen den Ursprung ihres Namens (mild, sanft, großmütig), den sie natürlich kennt. Das sanfte von Clementine wird im Bandnamen durch den Zusatz „ugly“ etwas neutralisiert. My Ugly Clementine sind drei durch in der Heimat verliehene Awards hoch dekorierte Österreicherinnen, die Indie-Rock spielen. „Das Trio setzt sich thematisch stark mit den Themen Feminismus, Empowerment und Gleichberechtigung auseinander. Durch die Besetzung mit großteils in Wiener Musikkreisen weithin bekannten Persönlichkeiten wurde die Band von lokalen Medien schon früh vielfach als „Supergroup“ bezeichnet“ (Wikipedia).Zwei Platten und diverse Singles haben sie zwischenzeitlich veröffentlicht, unter anderem Never Be Yours, The Good The Bad The Ugly, I'm Boring und zuletzt Are You In sowie Feet Up
Zoom Carl-Benz-Str. 21 Einlass: 18:00H Foto Homepage Zoom
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Samstag, 10. Februar: Of/ Open Dance
(Andrea)
Musik für alle und das kostenlos! "Mit dem Open Dance im Rathaus Pavillon schafft das Dexterous Music Collective aus Offenbach eine Initiative, elektronische Clubmusic für jeden zugänglich zu machen. Einmal im Monat stellen junge DJs bei abwechslungsreichen Sets ihr Können unter Beweis. Am Samstag, den 10. Februar haben wir das Kollektiv Linie36 aus Frankfurt zu Gast - Dawit Asfaha, Colomba, LeMac und Mikel versorgen euch mit frischen Sounds. Kommt wie ihr wollt und tanzt solang ihr könnt!"
Rathaus-Pavillon, Stadthof 15, Offenbach
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Samstag, 10. Februar: Of/ Funky Family
(Andrea)
Boah, im Wiener Hof war ich schon ewig nicht. Dabei ist das wirklich ein prima Ort, nur muss man sich eben über den Bieberer Berg kämpfen, vielleicht liegt es daran. Heute ist auf jeden Fall der pappnasenfreie Faschingssamstag, Party und Tanzen sind angesagt: Die mit viel Freude und Witz teilweise neu arrangierten Funk-, Soul- und Disco-Dance-Klassiker der 70er, 80er und aktuelle Interpretationen lassen garantiert keine Tanzfläche leer. Musikalische Leckerbissen von Chic, Sister Sledge, Kool & the Gang bis hin zu Mother’s Finest sorgen für einen abwechslungsreichen Abend – beste Stimmung garantiert! Die 9 Musiker der Funky Family aus dem Raum Frankfurt, Darmstadt und Aschaffenburg blicken auf langjährige Erfahrungen in verschieden Rock-, Pop- und Funkformationen zurück.
Wiener Hof, Langener Straße 23. Offenbach
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Musikjahr 2024, insdesondere über Kettcar

(Uwe)
Das letzte Musikjahr brachte einige herausragende neue Platten (von The National, Blur oder Slow Show), wunderbare Songs (The Narcisst, One Upon The Poolside oder What was i made for …) und gute Konzerte und Konzertreisen (Springsteen in Hamburg, The National in Berlin oder Slow Show in Köln).
Mal sehen, ob 2024 da mithalten kann, im gerade abgelaufenen ersten Monat ist für mich noch nichts so prickelndes passiert. Ich sah weder ein Konzert, noch hat mich ein in diesem Jahr neu veröffentlichtes Lied umgehauen. Kommt Zeit, kommt Rat: für April hat Kettcar ein neues Album angekündigt. Das erste seitdem wirklich guten „Ich vs. Wir“ in 2017. Ist das jetzt wirklich schon sieben Jahre her? Scheinbar!
Wird Zeit für eine neue Platte der Band, von der ich ein Fan der ersten Stunde bin, vom kostenfreien Konzert an der alten Uni in Bockenheim bis zum Wiesbadener Schlachthof, ich war immer dabei. Im April kommen sie wieder in den Schlachthof, selbstverständlich habe ich wieder ein Ticket. Ich gehe mit Oli und Guido hin, zwei langjährige sehr gute Freunde und musikalische Begleiter. Mit Oli war ich einst in unserem Lieblingsplattenladen in Köln und da kaufte ich die erste Platte von Kettcar „Du und wieviel von Deinen Freunden“, die immer noch frisch ist und Druck hat. Danach besuchte ich nach der Arbeit das genannte Konzert auf dem alten Campus und dort spielten sie neben den Songs der Platte einen Punkrocksong von Abwärts nach (den habe ich bis heute nicht gefunden) und ein bis dahin unveröffentlichtes Lied („Nacht“). Ich musste zwei Jahre darauf warten, bis das endlich veröffentlicht wurde (auf der zweiten Platte „von Tauben und Spatzen, Häusern und Dächern“).
Neben Kettcar freue ich mich auf einen Besuch bei Gaslight Anthem (auch in Wiesbaden) und Bruce Springsteen in Mailand. Ich glaube ja, dass der Bruce, der seine letzte Tour in 2023 aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, nicht wirklich kommt. Er und die wichtigsten Mitglieder seiner Band sind mittlerweile deutlich über 70 und da ist eine Mammuttour eigentlich keine gute Idee. Mal sehen, wie es kommt.
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Bis Sonntag 11. Februar: Winterwerft „Losing Ground“

(Daniela)
Viele kennen protagon von der Sommerwerft am Frankfurter Mainufer. Mit der Winterwerft setzen sie „Kultur für alle“ auch im Winter um. Die Winterwerft ist das Festival für wildes, organisches Theater, für Theater, das wagt, unerschrocken, neugierig und fragend in die Abgründe dieser Zeit zu blicken.
Vom 26.01.-11.02. öffnen wir Türen und Tore und laden Euch zur Winterwerft ein: jeweils von Freitag bis Sonntag erwartet Euch auf dem Kulturgelände ein gut gefülltes Programm: Wir haben regionale und internationale Künstler*innen aus Theater, Musik und Bildender Kunst eingeladen, ihre Arbeiten rund um Klimakrise, Artensterben, kulturelle und soziale Kämpfe zu zeigen. Jedes Wochenende teilen wir im Rahmen des Festivalprogramms auch die Ergebnisse aus unserem dreiwöchigen Theaterlabor und wollen dazu mit euch in den Austausch kommen.
Auf dem Winterwerft Gelände finden wir dafür einen magischen Rahmen. Tagsüber gibt es für alle zugängliche Workshops aus Theater, Tanz und mehr. Ab 18:30 Uhr öffnet dann das Gelände und unsere Ausstellung. Die Jurte, das Babushka Café und das Foyer laden mit Konzertklängen, Gesprächsformaten, warmen Getränken und Leckereien zum Verweilen und Austausch ein. In der Halle finden Theater und Performances statt, und wenn wir es brauchen, ist dort auch Platz zum Tanzen. Und Sonntags haben wir am Nachmittag ein Programm für die Kleineren: Fantasievolle Workshops in der gemütlichen Jurte und Theater für kleine und große Menschen.
Mit dem Thema „Losing Ground“ gehen wir einmal mehr auf die Suche. Stolpernd, zärtlich, wild und wütend wollen wir versuchen, dem und denen Stimme und Gestalt zu verleihen, die sonst oft ungehört bleiben. Und wir wollen ihn wiederfinden: den Boden der Tatsachen.
Auf dem Protagon Kulturgelände findet die Winterwerft dafür den richtigen Rahmen. Workshops zu Theater, Tanz und weiteren Themen sind tagsüber für alle zugänglich. Ab 18:30 Uhr öffnet dann das Gelände, inkl. der Ausstellung. Die Jurte, das Babushka Café und das Foyer laden mit Konzerten, Gesprächsformaten, warmen Getränken und Leckereien zum Verweilen und Austausch ein. Die Halle ist Bühne für Theater und Performances, und auch Platz zum Tanzen. Sonntags haben wir nachmittags ein Programm für die Kleineren: Fantasievolle Workshops in der Jurte und auch Theater für unsere Kids.
Mehr Informationen und Anmeldung für unserer Workshops auf der Website: www.winterwerft.de
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Sonntag, 11. Februar: Bilder deiner großen Liebe

(Martin)
Nach Wolfgang Herrndorf
Das ist ein feiner und kleiner Abend im Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt. Und weil Judith von Sternburg in der Frankfurter Rundschau den Abend so perfekt beschrieben hat, hier die Kritik, die es auf den Punkt bringt:
„Obwohl im Prinzip jeder Mensch darüber Bescheid weiß, zeigt sich der Tod in seiner Unzumutbarkeit immer besonders dann, wenn einer nicht da ist, der unbedingt da sein müsste. In diesem Fall: Wolfgang Herrndorf, wenn es um seine Bücher geht, und um die geht es doch ständig. Alte Leute lesen sie, junge Leute lesen sie, und bald werden die ersten zu ‚Tschick‘ greifen, die auf die Welt kamen, als Wolfgang Herrndorf bereits tot war. Im kommenden Juni wäre er 58 geworden, im August vor zehn Jahren nahm er sich angesichts eines tödlichen Hirntumors das Leben.
Der letzte Roman, Teil eines bewunderungswürdigen Anschreibens gegen den Tod, wurde nicht mehr fertig, es wollte ihn auch kein anderer fertig schreiben und dies zu Recht. Das Fragment von „Bilder deiner großen Liebe“ war gut, wie es war. Zum Erfolg trug gewiss bei, dass das Mädchen Isa schon aus ‚Tschick‘ bekannt war, der Eindruck, dass längst nicht alles über sie gesagt war, war da schon aufgekommen. Jetzt erlebt man sie wiederum in prekärer, aber darüber unbesorgter Lage, wie sie nach dem Ausreißen aus einer Anstalt zu Fuß durchs Land zieht. Das Fragmentarische, nämlich Sprunghafte entspricht Isa zu hundert Prozent.
Auf der Bühne (in einer Fassung von Robert Koall) ist das Fragment nun weiter fragmentiert, ein Hauch bloß der Geschichte, aber dafür ohne Gehetze. Der Augenblick zählt, was sonst. Einer der Typen, denen Isa begegnet, schildert zum Beispiel vom perfekten Banküberfall, und auch hier liegt die Perfektion in der Ruhe, nämlich in der Ruhe danach. Isa ist eine, der man Sachen erzählen kann. Sie wird weggehen, aber jetzt ist sie da.
‚Bilder deiner großen Liebe‘ ist als szenische Lesung angekündigt, die geht unter der Regie von Susanne Frieling aber relativ weit. Zwar stehen für Tanja Merlin Graf und Wolfgang Vogler Lesetischchen bereit, dahinter aber tut sich Devin Rebecca McDonoughs schräge Bühnenfläche auf, ein Spielfeld zum Lagern, Herumhuschen und Zuhören.
Graf ist gewissermaßen Isa, die aber auch aus dem Off mitredet, mit der Stimme von Luzie Josefina Spira, Jahrgang 2008. Dass Isa 14 ist, verliert man sonst tatsächlich leicht aus den Augen. Vogler ist zum Beispiel der, der von dem Banküberfall erzählt. Er macht aber auch kein Hehl daraus, dass er Wolfgang heißt wie der Autor. 60 Minuten lang verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Realität (na ja, ‚Realität‘), zwischen Theater und Roman, zwischen ironischer Distanz und der für eine Schauspielerin, einen Schauspieler in Sekundenschnelle möglichen Hingabe an eine Rolle.
Das ist womöglich das Erstaunliche an dem kleinen Abend. Die Zärtlichkeit, mit der sich das sympathische Duo dem Text zuwendet, überhaupt die Zärtlichkeit der Veranstaltung. Es ist gar nicht die Regel, dass Theater so in jeder Minute mit einem Text ist, nichts auf- und gegenbürstet und doch nicht lahm wirkt.“
Hier die komplette Kritik aus der FR: https://www.fr.de/kultur/theater/wolfgang-herrndorfs-bilder-deiner-grossen-liebe-die-zaertliche-seite-des-theaters-92229881.html
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/bilder-deiner-grossen-liebe/1751/
Sonntag, 11. Februar um 18.00h Schauspiel Frankfurt/Kammerspiel Foto: © Jessica Schäfer
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Sonntag, 11. Februar: Giant Rooks
(Uwe)
Hitsingles wie „Morning Blue“ und „Bedroom Exile“, millionenfache Streams und der Special Guest Auftritt bei dem Kings of Leon Open Air in der Waldbühne, dafür steht Giant Rooks. Auch das Jahr 2024 beginnt verheißungsvoll für die Band aus dem beschaulichen Hamm in Westfalen, eine neue Platte erscheint im Februar („How Have You Been?“). Aus dem internationalen Musikkosmos sind sie auch schon davor nicht mehr wegzudenken, Goldene / Platine Schallplatten in Brasilien, Kanada, USA oder Polen und Auftritte auf internationalen Festivals in Leeds, Reading oder auch beim Lollapalooza Chicago sind dafür Beleg. Fehlt noch ein Verweis auf das Genre: Art-Pop, Art-Rock, Indie.
Jahrhunderthalle (Kuppelsaal) F. (Höchst), Pfaffenwiese 20 Uhr Foto: Timothy Schaumburg
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Sonntag, 11. Februar: RE:CORD / 70. Naxos Hallenkonzert
(Martin)
Miria Sailer – Violine & Marie Erndl – Blockflöte / Birgit Heuser – Rezitation
Das Duo re:cord betrachtet im Tandem mit der Schauspielerin Birgit Heuser die nichtlinearen Bezüge zwischen Mittelalter, Renaissance, Barock und Gegenwart. Es geht dabei um die Balance zwischen Verlangsamung und Beschleunigung, die Verbindung zum Planeten Erde und, ausgehend vom Motiv der Schildkröte – um die Themen Gelassenheit, Beharrlichkeit, Langlebigkeit.
Werke u.a. von Hildegard von Bingen, Guillaume de Machaut, Tarquinio Merula, Georg Philipp Telemann, Luciano Berio, Wolfram Schurig, Chikage Imai.
Sonntag, 11. Februar um 18.00h: RE:CORD 70. Naxos Hallenkonzert Naxos Halle Foto: © Maria Schmitz
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Bis 7. April: Was wir sammeln

(Martin)
Von banalen Alltagsgegenständen wie bunten Spülschwämmen, über Bananenaufkleber aus der ganzen Welt, Einwegbesteck und Fahrrädern bis hin zu Leuchtreklamen von bekannten Marken: Mit der Ausstellung Was wir sammeln fragt das Museum Gestalter:innen aus dem Großraum Frankfurt am Main, was und warum sie privat sammeln.
Neben den gezeigten Objektsammlungen können Besucher:innen in der Ausstellung die Erzählungen der einzelnen Gestalter:innen nachlesen, die darin auf verschiedene Weise über das Zustandekommen ihrer privaten Sammlungen berichten. Die Objekte haben für die Sammler:innen unterschiedliche Bedeutungen: Sie können Zeitkapseln, Lebensbegleiter, Erinnerungsträger oder einfach nur eine spontane Entdeckung sein. Sammeln stellt somit nicht nur die Frage nach dem Umgang mit Dingen, sondern ist vielmehr ein Kommunikationssystem, ein Zeichensystem, eine gesellschaftliche Sprache.
Die Ausstellung fragt nach Zusammenhängen von Gestaltung und Sammeltätigkeit. Was sammeln Gestalter:innen, die innerhalb ihrer Profession Objekte im Hinblick auf Form, Material, Funktion, Verarbeitung und auf gesellschaftliche oder historische Kontexte untersuchen? Mit dem „Wir“ im Ausstellungstitel wird die Verbindung zwischen Gestalter:innen und Museum verdeutlicht. So sollen Zusammenhänge, Hintergründe und Motivationen des Sammelns thematisiert und Kontextualisierungen über das Museum hinaus ermöglicht werden. Die Ausstellung fragt nach den verschiedenen Aspekten des Sammelns vom privaten Bereich bis hin zur kulturellen Praxis: Was lässt sich über das Sammeln herausfinden? Was lässt sich miteinander teilen?
Bis 7. April: Was wir sammeln - Gestalter:innen, Frankfurt am Main Museum für Angewandte Kunst, Museumsufer Foto: © Homepage Museum für Angewandte Kunst
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Mittwoch 14. Februar: Valentinstag mit „Porno“ im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)
Zum Tag der Liebe nicht nur für Verliebte heute ein eher unerwartetes Thema im Literaturhaus Frankfurt: Was machen Pornos mit uns? Was machen wir mit Pornos? Seit es Internet gibt, ist der Zugang zum inszenierten Sex nahezu barrierefrei. Deutschlands beste Pornowissenschaftlerin Madita Oeming hat mit „Porno“ ein Vademecum geschrieben. Oeming forscht, lehrt, referiert, diskutiert und publiziert aus kulturwissenschaftlicher Perspektive über Medienmache, Masturbationspanik, MILFs, sogenannte Frauenpornos oder die Männerkrankheit Pornosucht. Als sexpositive Feministin und Lustaktivistin versteht sie sich als Brückenbauerin zwischen Academia, Pornoindustrie und der breiten Öffentlichkeit. Hier stellt sich eine unerschrockene Wissenschaftskommunikation vor. Wissen statt Stigma, sagt Madita Oeming. Das Gespräch moderiert der Literaturwissenschaftler, -kritiker und Autor Jan Wilm.
Madita Oeming: Porno. Eine unverschämte Analyse, Moderation: Jan Wilm, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 12 (8) Euro, Streamingticket 5 Euro, Streaming-Abo 50 Euro (18 Veranstaltungen), Tickets hier (https://literaturhaus-frankfurt.reservix.de/p/reservix/event/2204243
Foto: Madita Oeming©Anna Peschke
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Mittwoch, 14. Februar: Of/ Transsib
(Andrea)
Seit ich mal irgendwann einen Reisebericht über die Transib gelesen habe, und das war definitiv vor Wende, träume ich davon, in Berlin ein- und in Wladiwostok umzusteigen, man kann nämlich dann nach Bangkok fahren. Warum ich das bisher nicht gemacht habe? Kein Geld, keine Traute, dauernd war was anderes und aktuell verbietet sich ohnehin jede Reise nach Russland. Julia Finkernagel hat die Reise schon gemacht und hat einiges zu berichten. Vielleicht ist der heutige Abend der kick, den es braucht...19 Uhr
Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
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Bis Samstag, 02. März Kleist. Prinz von Homburg / Schlacht bei Fehrbellin

(Martin)
"Erst das Lazarett zeigt, was der Krieg ist“, dieser Satz aus ‚Im Westen nichts Neues‘ von Erich Maria Remarque ist Leitstern und Kompass für die außergewöhnliche und absolut gelungene Inszenierung von Kleists Prinz von Homburg im Theater Willy Praml in der Naxos Halle. Der Prinz von Homburg, Kleists letztes Drama, dessen Uraufführung er selbst nicht mehr erlebte, weil er sich und seine Geliebte Henriette Vogel zuvor am Berliner Wannsee suizidierte, spielt im Krieg, spielt auf dem Schlachtfeld, zeigt den Adel, spielt zwischen Traum, Leben, Liebe und Tod…
Michael Weber als Regisseur hat eine konsequent-mutige Draufsicht auf das militärische (Er)Leben gewagt, verlegt die Front von Fehrbellin in einen Lazarettsaal (womit er auch Remarque ernst nimmt) und macht uns zu Besuchern von Kriegsversehrten und durch Traumatisierung gezeichneten Menschen. Weber und die Schauspieler*innen zeigen Krieg und seine Folgen schlüssig in den Auswirkungen auf den einzelnen Menschen - und: Regisseur und Ensemble ‚siegen‘!
Wurde der Prinz von Homburg schon einmal mit einem derart gradlinigen Blick auf die Schrecken des Schlachtens und Metzelns und befreit von allem militärischem Tschingderassabum gezeigt? 2006 inszenierte Armin Petras im Schauspiel Frankfurt den ‚Prinz‘ als biertrinkenden Proll im Dauerregen, zehn Jahre später machte Michael Talheimer einen verträumten Nachthemdträger aus ihm.
Und Michael Weber und das Ensemble im Theater Willy Praml in der Naxos Halle? Wir betreten den Raum und sehen schwarz. Da liegen sie, der Prinz (Anna Staab), Natalie (Hannah Bröder), der Kurfürst (Birgit Heuser), Obrist Kottwitz (Reinhold Behling), Kurfürstin (Jakob Gail), Graf Hohenzollern (Muawia Harb) in einer trauerfarbenen Bettwäsche in hochgesteller Rückenlage, sie befinden sich im Zwischenreich von Traum, Leben, Liebe und Tod – es sind hier keine Kriegshelden, sondern Opfer, versehrt, zitternd, traumatisiert, beatmet, vor sich hin brabbelnd, zu bemitleiden.
Es geht kaum anders - vom ersten Moment ist man als Zuschauer in Interaktionen mit dem, was schon geschehen scheint und gar nicht erst groß erzählt werden müsste (wird es zum Glück aber und auch gesprochen in der vollen Schönheit der Kleistschen Sprache) und mit dem, was wir in konzentrierten zwei Stunden miterleben werden.
Der Zugang zum Stück ist dabei konsequent und trägt: die Beteiligten stellen ihr Widerfahren als Erinnerungen zur Verfügung und wir als Publikum sind ganz dabei, nehmen Anteil, erinnern uns mit und es stellt sich eine Melange an Gefühlen ein, die alle kennen, die Menschen, die im Krieg waren, schon einmal zugehört haben. Dass wir als Publikum dabei sprachlose Beteiligte sind, ist vielleicht durchaus eine Weiterführung und gibt uns als stumme Zeugen eine authentisch adäquate Rolle.
Gezeigt wird der Prinz von Homburg im Theater Willy Praml auf ‚kleiner Bühne‘, das ist eine kluge Entscheidung – zumal in der stattfindenden Schlacht von Fehrbellin die Naxos Halle dann doch zeigt, was sie ist und was sie kann. Gespielt wird von den Schauspieler*innen sensationell. Anna Staab zeigt den Prinzen in seiner Gebrochenheit zwischen Träumer und Soldat, was er beides ist. Wenn sie als Prinz entrückt Bohemian Rhapsody anstimmt und man zu Hause den Liedtext in der Übersetzung liest, erschließt sich, warum Freddie Mercury hier treffsicher passt.
Brillant das stimmliche Erzeugen von Kriegsatmosphäre insbesondere durch Hannah Bröder. Großartig: Alle! Michael Weber und das Ensemble nehmen in diesem Prinz von Homburg den literarischen Text verdammt ernst und unterfüttern Kleist mit einer zusätzlichen und zuvor so noch nicht gesehenen Perspektive. Der Blick richtet sich nicht auf den historisch kriegerisch-strategisch planenden Adel, sondern fokussiert Krieg in seiner Auswirkung grundsätzlich mit dem Schrecken für das bürgerliche Kanonenfutter. Das ist ein echter Mehrwert und eine literarische Perspektiverweiterung!
Da die Handlung durchaus komplex ist, hier als Einführung ‚Prinz Friedrich von Homburg to go (Kleist in 10,5 Minuten): https://youtu.be/I0LzvWvW8hE
Hier geht’s zum Reservieren der Karten: https://theaterwillypraml.de Unbedingt ansehen, unbedingt hingehen!
Im Februar: Freitag, 9., Samstag, 10, Freitag, 16., Samstag, 17., Donnerstag, 22. und Samstag, 24. Im März: Freitag, 1. und Samstag 2. um jeweils 19.30h Theater Willy Praml/Naxos Halle Foto: © Rebekka Waitz
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Donnerstag, 15. Februar: Kunst und Brötchen im biokaiser
(Petra)
In der Berger Straße ist die schon zweite Filiale des Biobäckers in Frankfurt, die der Künstler Daniel Hartlaub wunderbar gestaltet hat (die erste befindet sich am Riedberg): Und zwar mit wandgroßen und kleinformatigen Zeichnungen, die in den letzten Monaten dort entstanden sind. Jetzt sind sie seit kurzem nicht nur bei alltäglichen Brötchenkauf zu bestaunen, sondern auch in der heutigen Eröffnungsfeier. Dabei ist natürlich auch der Künstler selbst, der gerne sein Konzept und Werk erklärt. Das Motto für diesen Laden lautet: „Berger Straße gestern – heute – morgen“. Zudem sollen in der biobäcker-Filiale auch Veranstaltungen für interessierte Kundinnen und Kunden zu gesellschaftlich relevanten Themen angeboten werden, um den notwendigen demokratischen Diskurs unter den Bürgern zu fördern.
Biobäcker – mit Wandgestaltung von Daniel Hartlaub, Adresse: Berger Straße 47, Uhrzeit: ab 18 Uhr, Eintritt: frei
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Donnerstag 15. Februar: Bändi und Uusikuu in der Alten Seilerei

(Daniela)
Ich habe Bändi leider erst einmal gesehen, sie sind super!
BÄNDI, das preisgekrönte finnisch Tango Ensemble, startet eine neue Musikreihe in Frankfurt in Zusammenarbeit mit FABRIK außer HAUS: BÄNDI meets... . Dabei geht es um musikalische Begegnungen mit anderen Musikern und Musik-Stilen, denn nach zwei Sets mündet das Konzert in ein noch nie gehörtes, einmaliges Zusammenspiel sämtlicher Musiker. Als ersten Act treffen BÄNDI am 15. Februar 2024 im Netzwerk Seilerei auf die bekannte Tango, Humppa, Waltzi Band Uusikuu mit ihrem Vintage Sound of Finland mit der Sängerin Laura Ryhänen.
Über Bändi schreibt "Tangodanza – das Magazin für Tango" folgendes: „Mit neuen eigenwilligen Arrangements, Instrumentierung und Sounds kapert "Bändi" die alten Volksschätze und blasen den Staub aus den Partituren. Erhalten bleiben Melancholie und flehende Sehnsucht als nahezu omnipräsente Grundstimmung, die die Band allerdings immer wieder mit vergnüglicher Verschrobenheit und Humor bricht.“
Über Uusikuu: Im Jahr 2006 gründete die finnische Sängerin Laura Ryhänen mit ihren damaligen Kollegen das Weltmusik-Ensemble Uusikuu (Neumond). Das ehrgeizige Ziel: Den traditionellen Finntango mit neuem Leben zu füllen! Uusikuu verbeugen sich bewundernd vor der traditionellen nordischen Unterhaltungsmusik der 1930er bis 1960er Jahre. Die Band nennt ihren Stil „Vintage Sounds of Finland". Das Kleinorchester tourt durch Europa, und zusammen zeigen sie, dass die Finnen nicht nur den Tango erfunden haben, sondern auch den wilden Humppa beherrschen; dass sie den zärtlich-verträumten Walzer ebenso lieben wie vornehmen Swing. Weltmusikelemente, mehrstimmiges Singen, und Laura Ryhänens heiter-ironischen Geschichten machen den Abend zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle.
Netzwerk Seilerei Do 15.02.2024 BÄNDI MEETS UUSIKUU 20:00 | finnischer Tango Tickets: https://www.die-fabrik-frankfurt.de/tickets Foto: Bernadette Fink
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Donnerstag 15. Februar: Lightville Konzert

(Daniela)
Das Frankfurter Living Hotel in Sachsenhausen macht ziemlich viele Kulturveranstaltungen, die wohl auch immer sehr gut besucht sind. Das Klarinetten/Klavier-Duo der Jungstars Shuteen Erdenebaatar und Nils Kugelmann
Zum Neustart von Jazz? We Can! nach der langen Pandemie-Pause geben sich keine Geringeren als die beiden aktuellen Shooting Stars der deutschen, ja europäischen Jazzszene die Ehre. Beide haben, für sich wie vereint, im Eiltempo einige der wichtigsten Nachwuchs-Preise eingeheimst, bis hin zum BMW Young Artist Jazz Award. Beide haben 2023 ihre Debütalben bei renommierten Labels vorgelegt, für das es herausragende Kritiken von den großen Zeitungen bis zur amerikanischen Jazz-Bibel „Downbeat“ hagelte. Da ist einmal die Pianistin Shuteen Erdenebaatar, die vor gerade erst fünf Jahren aus der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator zum Studium nach München kam. Seitdem hat sie die Jazzszene im Sauseschritt erobert und gerade ihr erstes internationales Album „Rising Sun“ beim renommierten New Yorker Label Motema veröffentlicht.
Auf der Bühne wie im Leben steht ihr Nils Kugelmann zur Seite. Auch er hat sich in kürzester Zeit in die erste Reihe der Bassisten gespielt, bei aufstrebenden jungen Bands wie dem Luca Zambito Quartett oder Renner, vor allem aber mit seinem eigenen Trio, mit dem er seit kurzem ACT-Artist ist, seit er bei diesem zusammen mit ECM wohl wichtigsten Independent Jazz-Label sein Debütalbum „Stormy Beauty“ herausgebracht hat. Der Multitalentierte spielt freilich nicht nur Bass, sondern bei Lightville Kontraaltklarinette, wobei er mit dem Klischee bricht, dass dieses äußerst rare Instrument nur die Basstöne in der Klarinettengruppe beisteuert. Hier lässt er sie auch und gerade als Soloinstrument glänzen.
In Lightville begegnen sich Erdenebaatar und Kugelmann als Performer und Komponisten zugleich. Sie spielen mit Hoffnung und Spannung, Kraft und Sensibilität, Leidenschaft und Stille. Die Balance aus komponierter Musik und lebendiger Improvisation führt zu unvergesslichen Momenten, die sich nicht wiederholen lassen. Schon 2022 wurde das Duo mit dem Biberacher Jazzpreis ausgezeichnet. Einlass ab 19:00 Uhr – Veranstaltungsbeginn 20:00 Uhr Living Hotel, Mailänderstraße 8 / 60598 Frankfurt Mehr Infos und Tickets: www.living-hotels.com/jazz
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Donnerstag, 15. Februar: Of/ Die Eiche - mein Zuhause

(Andrea)
Es war einmal eine alte Eiche… Die Jahreszeiten ändern sich, aber die Bewohner bleiben die gleichen: das flinke Eichhörnchen, die farbigen Rüsselkäfer, die lauten Eichelhäher, die unermüdlichen Ameisen und viele andere Lebewesen. Sie alle finden Zuflucht, Unterschlupf und ein Zuhause in diesem majestätischen Baum. Die Eiche wirkt wie ein Mietshaus der Natur, in der die Nachbarn miteinander zanken und feiern. Es gibt tierische Konzerte, dramatische Naturkatastrophen und action-geladene Verfolgungsjagden. DIE EICHE – MEIN ZUHAUSE ist eine sinnliche Reise in eine wunderbar vibrierende Welt. Die preisgekrönten Regisseure Laurent Charbonnier (bekannt für seine Bildgestaltung von Nomaden der Lüfte, Unsere Ozeane) und Michel Seydoux (Produzent u.a.v. Cyrano von Bergerac, Birnenkuchen mit Lavendel) haben einen Naturfilm produziert, der die Großartigkeit dieses Baumes feiert und dabei ohne jeglichen Begleitkommentar auskommt. DIE EICHE – MEIN ZUHAUSE feierte im Rahmen der 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2022 Weltpremiere in der Sektion Berlinale Special.EINTRITT FREI!
Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
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V O R S C H A U nächste Woche
Freitag, 16. - Sonntag, 18. Februar: Kindercomicfestival

(Petra)
YIPPIE! das preisgekröntes Kindercomicfestival geht in die sechste Runde. Klar ist: Kinder mögen gerne Comics. Sie lesen sie, sie zeichnen Comics, sie hören und sehen gerne zu, wenn andere ihre Comics vorstellen, sie machen gerne mit, wenn jemand eine schöne Comic-Idee hat. Und: Comiczeichner*innen sind nette Leute und sie haben gute Ideen. Comiczeichner*innen sitzen oft hinter ihrem Schreibtisch und konzentrieren sich. Dann sind sie manchmal froh, wenn sie rauskommen, andere Zeichner*innen treffen und vor allem ihr Publikum. Sie zeichnen auch gerne in ihre eigenen Bücher. Yippie! bringt das alles zusammen. Kinder, die Comics mögen und Künstler*innen, die ihre Comics gerne zeigen. Einmal im Jahr in Frankfurt am Main. Mit Lesungen in Schulen, Workshops mit Comic-Künstler*innen im Jungen Museum (im Historischen Museum) und Comic-Auftritte für alle.
Yippie! Kindercomicfestival 2024, Eröffnung am 16. Februar im Literaturhaus Frankfurt, Uhrzeit: 16:30 Uhr, Eintritt: 5 Euro, ansonsten: Erwachsene 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei, das komplette Programm und weitere Infos findet Ihr hier
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Freitag 16. - Sonntag 25. Februar: Fadenspiele - Biennale für aktuelle Musik
(Daniela)
Wir alle kennen sie aus unserer Kindheit: Fadenspiele. Es sind die ältesten Spiele der Menschheit. Die mit Fäden und Händen gestalteten mythischen, fantasievollen Muster dienten dazu, Himmelsfiguren und Sternenkonstellationen nachzubilden. Sie waren kommunikative Hilfsmittel zwischen Völkern, fragile Kunstwerke und kosmologische Performances. Unter dem Motto FADENSPIELE greift das Festival cresc… vom 16. bis 25. Februar 2024 diese verbindende Praxis auf. An zwei Wochenenden mit großer Orchesterliteratur, Uraufführungen, Jazz, Tanz und Installationen widmen sich Ensemble Modern, hr-Sinfonieorchester, hr-Bigband, IEMA-Ensemble und internationale Gästen diesem Thema und schaffen neue künstlerische Verknüpfungen. Am 16. Februar eröffnen Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester das Festival mit Gérard Griseys monumentalem Werk „Les Espaces Acoustiques“ um 20 Uhr im hr-Sendesaal.
Programm und Tickets unter: www.cresc-biennale.de
Foto: Ensemble Modern von Wonge Bergmann
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Freitag 16. Februar: Eröffnungskonzert von CRESC

(Daniela)
Mit den monumentalen ›Les Espaces Acoustiques‹ schuf der französische Komponist Gérard Grisey in elf Jahren Arbeit (1974–1985) ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts, bei dem jeder Teil des Werks den akustischen Radius des vorangegangenen erweitert. Dabei leitete er mit naturwissenschaftlicher Sorgfalt aus der Struktur der kleinsten Teile die Gesetzmäßigkeiten der großen Form ab: Haben die Zuhörenden anfangs eine kleine Kammer betreten, stehen sie am Ende in einer gigantischen Kathedrale der Klänge. Ein eindrucksvolles Erlebnis, bei dem die Zuhörenden in das Entstehen eines sich allmählich aufbauenden, riesigen Netzwerks eintauchen. Wie bei einem Fadenspiel, bei dem eine mit den Fingern erstellte Figur von Mitspielenden abgenommen und verändert wird, geht es in diesem Zusammenspiel von Solostimme, unterschiedlich besetzten Ensembles, Kammerorchester bis hin zum großen Sinfonieorchester um das Weiterreichen eines ersten Klangfadens.
Ensemble Modern, hr-Sinfonieorchester, Megumi Kasakawa | Viola, Sylvain Cambreling | Dirigent
Dauer: 120 min | Pause
Tickets: 30,- € | erm. 16,- € www.hr-ticketcenter.de, Im 3er-Wahlabo mit 25 % Ersparnis buchbar Kulturpassinhaber*innen bezahlen bei diesem Konzert 1,00 Euro Eintritt. Tickets sind ausschließlich an der Abendkasse am Konzerttag erhältlich. Die Verfügbarkeit von Tickets vorausgesetzt.
Foto: Wonge Bergmann
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Freitag 16. Februar: Vintage Soundsystem #6 mit DJ Maya

(Daniela)
Nach einer kurzen Pause ist das VINTAGE SOUNDSYSTEM wieder am Start. Was bisher geschah: Schon der erste Abend war ein Knaller: volles Haus, großartiges jamaikanisches Essen, fabelhafte Gäste, die im zweiten Teil des Abends die Tische wegräumten und eine Tanzfläche schufen. Beim zweiten Abend erzählte uns Günter Gretz, wie am Anfang der Achtziger afrikanische Popmusik nach Deutschland kam, danach spielte der 81-jährige (!) ein DJ-Set. Und beim dritten Abend tanzten die Gäste nach einem Vortrag über die Swing-Kids im Frankfurt der Nazi-Zeit zu Schellackplatten, die ganz original auf dem Grammophon abgespielt wurden.
Vintage Soundsystem #6 mit DJ Maya Freitag 16.2.2024 ab 19h Pastel, Lindleystr. 15, Frankfurt, barrierefrei Eintritt frei
„Was ist denn das für Musik, die du da spielst?” wurde DJ Maya in den Neunzigern häufig gefragt, denn die Klänge, die sie mixte, schienen nicht direkt den Dancefloor zu adressieren, sondern eher das Wohlbefinden der Gäste. So wurde sie zu einer der Pionierinnen des Ambient Sounds in Frankfurt. Forscht man nach dem Ursprung, könnte man in den 20er Jahren bei Eric Satie und seiner „Musik als Möbel“ (Musique d'ameublement, furniture music) landen oder 50 Jahre später bei Brian Enos “Ambient 1 - Music for Airports”. Oder bei den blubbernden Sounds und Echos des Dub Reggae. Zeitgenössische Ambient-Musik, wie wir sie aus den Chillout Rooms von Techno Clubs und der Rave Kultur kennen, setzt sich aus vielen Elementen und diversen Subgenres zusammen: Space, Ethno, Drone, Trip Hop, Electro, Dub, Natursounds. Der Sound zeichnet sich durch seine entspannende, atmosphärische Qualität aus. Es geht um die Schaffung einer bestimmten Stimmung. „Das Ziel ist immer eine weiche Landung“ ist Mayas Credo! Antje-Maya Hirsch ist DJ, Film- und Fotokünstlerin. Ihre musikalischen Wurzeln liegen irgendwo zwischen Disco und Punk. Ihre musikalische Sozialisation begann in den 70er Jahren im Plattenladen ihres Vaters. Seit 1996 ist sie Sendungsmacherin bei Radio X und dort auch Bookerin für die X-Fade-DJ-Night. Mehr Bio auf ihrer Seite: http://antjemayahirsch.de/
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Freitag, 16. Februar: Reinhold Beckmann liest Aenne und ihre Brüder – Die Geschichte meiner Mutter

(Martin)
Wider das Schweigen über den Krieg - Reinhold Beckmann erzählt die Geschichte seiner Familie. Das Leben von Reinhold Beckmanns Mutter Aenne war von Verlusten gezeichnet. Bereits mit fünf Jahren war sie Vollwaise. Vier Brüder hatte sie, alle sind im Krieg gefallen. Und doch war es ein gelungenes Leben. Anders als viele ihrer Generation hat sie über ihre Trauer und Ängste nie geschwiegen. Aennes Brüder und Eltern blieben immer gegenwärtig, in Gesprächen, Fotos, Gedenktagen und Erinnerungen.
In diesem Buch erzählt Reinhold Beckmann die Geschichte seiner Mutter und von Franz, Hans, Alfons und Willi, zwischen hartem Alltag auf dem Dorf, katholischer Tradition und beginnender Diktatur. Im Krieg werden alle Brüder eingezogen. Ihre Briefe hat Beckmann von seiner Mutter bekommen. Keiner von ihnen wird das Ende des Krieges erleben. Als letzter wird der erst siebzehnjährige Willi von den Feldjägern aus dem Kohlenkeller gezogen, in dem er sich verstecken wollte, in eine Uniform gesteckt und an die Front geschickt. Er stirbt wenige Tage vor Kriegsende. Ihr Leben lang hat das Schicksal ihrer Brüder Aenne nicht losgelassen - und es hat auch das Leben von Reinhold Beckmann geprägt: Gegen Krieg und Gewalt Haltung zu zeigen, war beiden selbstverständlich. Reinhold Beckmann liest aus diesem tief berührenden Buch, in einer Zeit, in der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.buergerhaeuser-dreieich.de/programm/lesungen/reinhold-beckmann-lesung-2024
Freitag, 16. Februar um 20.00h Bürgerhaus Dreieich, Fichtestraße 50, 63303 Dreieich Foto: © Steven Haberland
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Freitag, 16. Februar: Of/ Enkel für Fortgeschrittene

(Andrea)
Mit etwas Glück erwischt ihr noch Tickets für „Enkel für Fortgeschrittene“, ihr solltet Euch sputen. Denn: Für Daniel Brettschneider der beste Beweis, dass es sie doch immer noch gibt – die großen Rollen für ältere Schauspielerinnen und Schauspieler! Es ist eine Freude mitanzuschauen, wie Barbara Sukowa, Heiner Lauterbach und Maren Kroymann (eine Offenbarung!) erneut in „Enkel für Fortgeschrittene“ als Ensemble interagieren, sich bedingen, verstärken, gemeinsam herausragend brillieren. Mit ihrer Souveränität, ihrem Gefühl für Timing, dem Humor und einer wunderbaren Selbstironie tragen sie diese Ausnahme-Komödie in jeder Einstellung. Ihre teils ungelenken Annäherungen an die Lebenswelten junger Teenager, deren Sorgen und Bedürfnisse, sind geprägt von herrlicher Situationskomik und das Ergebnis großer Schauspielkunst. Da es hier zwischen dem Zustellen der Zeitung und einer aufreibenden Schülernachhilfe um ein zunächst recht angespanntes Verhältnis zwischen türkischen und deutschen Lehrmethoden geht, möchten wir das heute eben auch atmosphärisch-kulinarisch abbilden und entsprechend schmackhaft zelebrieren. So servieren wir diesmal ein traditionelles Gericht der türkischen Küche, das zerlassene Butter, Tomatenmark, Joghurt, Auberginen, Paprika und Köfte (längliche Hackfleisch-Frikadellen) zu einem Gaumenfest vereint. Für die Vegetarier wird es statt der Köfte ganz viel Schafskäse und frische Kräuter geben. Und „Omas Käsekuchen“ wird in Anlehnung an die Seniorinnen-Power im Film als passendes Dessert gereicht! Allein der Trailer ist schon ein kleines Ereignis: www.youtube.com/watch?v=7uLX_Ll0Lg0.
Alte Schlosserei auf dem Gelände der EVO, Goethering, Offenbach
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Samstag, 17. Februar (Premiere): Tür zu! Schauspiel
(Martin)
Tür zu! handelt von sechs Menschen, deren Wege sich treffen und wieder auseinandergehen. Jeder von ihnen hat eine ähnliche und doch andere Sehnsucht nach Freiheit und Geborgenheit. Ihre unterschiedlichen Bedürfnisse führen zu tiefen Freundschaften, schweren Verlusten, Einsamkeit, aber auch Zuversicht auf neue Begegnungen. Alle sechs sind mit gesellschaftlichen Umbrüchen konfrontiert und gehen auf ihre Weise mit ihnen um. Wir beobachten sie auf ihrer lyrischen und musikalischen Suche nach einem Kompromiss zwischen Abgrenzung und Nähe und nach geöffneten Türen.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.theaterperipherie.de/tickets-preise-anfahrt/
Samstag, 17. Februar (Premiere) um 19.30h weitere Vorstellungen am Sonntag, 25. Februar um 17.00h, Freitag, 1. März und Freitag, 26. April um jeweils 19.30h Theaterperipherie im Titania, Basaltstraße 23 Foto: © Moe Salamat
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Samstag, 17. Februar: Of/ Surf-Nacht

(Andrea)
Für den WAGGON wäre es gerade ohnehin zu ungemütlich und dass sie im KJK ein Exil gefunden haben, ist wirklich eine glückliche Fügung. Denn der Raum ist klasse und machte bisher überwiegend mit 60+ Konzerten auf sich aufmerksam. Nach dem ersten Testlauf neulich kommt heute der zweite Abend, eine SURF-NACHT voller instrumentaler Rock’n’Roll-Surf-Instros mit den „Contemporary Oberhessian Instrosounds “ des SURFKOMMANDO OBERHESSEN aus Marburg und unseren Offenbacher Lokalhelden ALOHA IN HELL, die dieses Jahr ihr dreissigjähriges Jubiläum feiern!! Zudem ist es uns gelungen, DJ Lupo als versierten Plattenaufleger zu gewinnen, der vor und nach dem Konzert Vinyl-Schallplatten aus seinem reichhaltigen Fundus auflegen wird, geschmacksicher ausgesuchte Perlen aus der Musikgeschichte der 1950er und 1960er Jahre! Das alles wieder zu den im Waggon üblichen Bedingungen: Eintritt frei – aber bitte kleine Spende für DJ & Bands, wenn euch Musik & unser Konzept gefallen! SURFKOMMANDO OBERHESSEN (Marburg) ALOHA IN HELL (Offenbach) plus DJ LUPO (Offenbach) Eintrittspreis kostenlos
KJK Sandgasse 26, Offenbach
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Samstag, 17. Februar: Hanau/ Gedenkveranstaltung

(Andrea)
Am 19. Februar jährt sich die gemeine Attacke auf Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkovnbsp zum vierten Mal. In Hanau, aber auch Offenbach, war die Tat ein echter Schock, schließlich hatte man recht lange in der Illusion gelebt, dass das friedliche und einvernehmliche Zusammenleben der Kulturen gut funktioniert. Dass es da in etlichen Köpfen brodelt und Deutschland rassistischer und antisemitischer ist, als in unseren kleinen Blasen gedacht, naja, wenn man die Vielzahl der Ereignisse zusammennimmt, ist das Bild leider gar nicht mehr so gemütlich. NSU, rassistische E-Mails der Polizei, die sogenannten Protestwähler im Dunstkreis der AfD usw. In Hanau selbst ist seitdem einiges in Bewegung gekommen und #saytheirnames hält das Gedenken lebendig. 4 Jahre nach dem rassistischen Anschlag vom 19. Februar 2020 gibt es heute eine Gedenkveranstaltung um 14 Uhr, auf dem Kurt-Schumacher-Platz in Hanau.
https://19feb-hanau.org/2024/01/07/jahrestag-2024/
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Samstag 17. Februar: MELLI REDET MIT – Ein Abend mit Gästen (Kopie 1)

(Daniela)
Während es draußen schneit, lädt Melina Hepp auch im neuen Jahr wieder zum lauschigen Talk aufs Sofa mit Gästen aus der regionalen Kulturszene, für die sich ihre Zuschauer*innen garantiert erwärmen werden.
Da ist zum einen Sarah Wissner, die mit Figuren spielt und es fertig bringt, dass sie gleichzeitig mit ihren wunderbaren Puppen und sich selbst sprechen kann, so dass man den Unterschied zwischen Mensch und Puppe völlig vergisst. Vor allem wird die studierte Figurenspielerin, Schauspielerin, bildende Künstlerin und Regisseurin mit Melli darüber sprechen, ob Sprache überhaupt immer so nötig ist auf der Bühne, und dass Geschichten in skurrilen Bildern und ausdrucksstarken Momenten ohne Worte genauso viel erzählen.
Und zum anderen kommt da Björn Berndt. Der Chefredakteur des Frankfurter queeren Stadtmagazins GAB will mit Melli über das reden, was sie auch gerne macht: nämlich immer wieder kulturelle Nischen finden, in denen man sich ausprobieren kann. Und darüber, ob es besser ist die Leidenschaft zum Hobby zu machen, einerseits um die Freude an dem zu behalten, was man am liebsten macht und andererseits, um weicher zu fallen, wenn die Dinge scheitern. Aber vor allem darüber, es niemals bleiben zu lassen.
Außerdem selbstverständlich mit Mellis (M)ein-Mann-Band Martin Grieben, der diesmal Konkurrenz durch die neun-köpfige Jung-Jazzcombo LAJILA bekommt, die Melli endlich das Magazin Royale Gefühl beschert.
MELLI REDET MIT – Ein Abend mit Gästen live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez
Samstag, 17.02.2024 Einlass 19.00h, Beginn 20.00h KVFM – Kunstverein Familie Montez e.V., Honsellstraße 7 (barrierefrei), 60314 Frankfurt am Main
Tickets auf Eventim unter und an der Abendkasse: regulär 20,- €; Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,- € Foto: Salar_Baygan
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Samstag, 17. Februar – Montag, 19. Februar: The Kids are alright

(Martin)
Simone Dede Ayivi & Kompliz*innen
„Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“, haben unsere Eltern gesagt.
„Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“, sagen wir.
„The Kids Are Alright“ widmet sich den Familienerzählungen, Generationenkonflikten, politischen Kämpfen und Zukunftsvisionen in Familien mit Migrationsgeschichte. Kinder der zweiten und dritten Einwanderer*innen-Generation leben oft mit dem Narrativ, ihre Eltern wären nach Deutschland gekommen, damit sie hier „etwas für ihre Kinder aufbauen können“.
Doch was möchten wir und unsere Kinder eigentlich aufgebaut bekommen – im wörtlichen wie übertragenen Sinne? Simone Dede Ayivi und Kompliz*innen haben Gespräche mit Großeltern, Eltern und Kindern aus verschiedenen Communities geführt und bringen in einer performativen Installation die divergierenden Vorstellungen eines „besseren Lebens“ auf die Bühne.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/the-kids-are-alright/
Samstag, 17. Februar und Sonntag, 18. Februar um jeweils 18.00 und 19.30h; Montag, 19. Februar um 9.00 und 10.30h: The Kids are alright Mousonturm Foto: © Mayra Wallraff
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Samstag, 17. und Sonntag, 18. Februar: Mozart und der flötende Weltenbummler

(Martin)
Orchester Hautnah Oper Frankfurt / Neue Kaiser Der erst 21 Jahre alte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart reist 1777 nach Mannheim und wird sich dort 177 Tage lang aufhalten. Eigentlich ist er auf der Suche nach einer Festanstellung und müsste arbeiten. Doch immer wieder trifft er interessante Menschen, die ihn ablenken: Einer ist Ferdinand Dejean. Der ältere Herr ist Arzt, spielt für sein Leben gern Flöte und hat schon die halbe Welt gesehen. Viele Jahre hat er in Indonesien gelebt und gearbeitet. Als er Wolfgang Amadeus Mozart trifft, ist er von dessen Musik begeistert. Ferdinand stellt viel Geld in Aussicht und gibt zwei Flöten- Konzerte und einfache Quartette in Auftrag. Es entspinnt sich ein spannender Wettlauf mit der Zeit, denn Mozart kommt nicht immer zum Arbeiten … FLÖTE Paul Dahme, VIOLINE Donata Wilken, VIOLA Ludwig Hampe, VIOLONCELLO Philipp Bosbach & MODERATION Deborah Einspieler
Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/orchester-hautnah_neue_kaiser/?id_datum=3842#date
Samstag, 17. und Sonntag, 18. Februar um jeweils 15.00h Oper Frankfurt / Neue Kaiser, Kaiserstraße 30 Foto: © Homepage Oper Frankfurt
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Nur noch bis 18. Februar: Lyonel Feininger. Retrospektive

(Martin)
Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat, muss sich jetzt beeilen!
„Feininger - das ist doch der, der immer die gleiche Kirche malt und Landschaften aus geometrischen Formen? Von wegen. In der Frankfurter Schirn sind so viele verschiedene Werke dieses Vertreters der klassischen Moderne zu sehen wie noch nie zuvor.“ – das schreibt die Hessenschau.
„Der Deutsch-Amerikaner Lyonel Feininger (1871-1956) war eine schillernde Persönlichkeit: Die Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee und Franz Marc zählten zu seinen Freuden. Walter Gropius machte ihn zum ersten Meister an der Bauhaus-Kunstschule und seine Karikaturen begeisterten Leser in Deutschland, Frankreich und den USA. Nach ihm wurde ein Asteroid benannt, eine Sonderbriefmarke mit einem Bild von ihm gedruckt und sogar zwei Radwege tragen seinen Namen.
In einer Retrospektive der Frankfurter Kunsthalle Schirn werden jetzt bis Februar erstmals 160 Werke des Künstlers gezeigt, die noch nie zusammen ausgestellt wurden. (…) Lyonel Feininger ist weit über 80 Jahre alt geworden und gezeichnet hat er eigentlich immer. Die Schirn-Ausstellung schafft es, Werke aus der kompletten Schaffensperiode zu zeigen.
‚Das hat es noch nie gegeben‘, betont die Kuratorin der Ausstellung, Ingrid Pfeiffer. Dafür wurden mit enormen Aufwand Feininger-Werke unter anderem aus zehn verschiedenen amerikanischen Museen geliehen. 160 Werke sind so zusammengekommen. Und zwar nicht nur Bilder, sondern auch Skizzen, selbst kreiertes Spielzeug und vor allem auch Fotografien, die der Künstler selbst gemacht hat.
‚Er hat 20.000 Fotos hinterlassen, von denen lange niemand wusste. Gesehen hat die bisher fast niemand, bis auf eine Handvoll Experten‘, betont die Kuratorin und ist stolz, dass einige davon zum ersten Mal ausgestellt werden.“ (Yvonne Koch/Hessenschau).
Nur noch bis 18. Februar: Lyonel Feininger. Retrospektive Schirn - Kunsthalle Foto: © Norbert Miguletz
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Sonntag, 18. Februar: Peter Schröder liest Die Verwandlung
(Martin)
Zum 100. Todesjahr von Franz Kafka
»Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.« Mit diesem weltberühmten Satz wird die Erzählung um den Handelsreisenden Gregor Samsa eröffnet, der auf einen Schlag sich selbst und seiner Familie fremd geworden ist.
Die als Psychogramm einer Gemeinschaft lesbare Erzählung beschreibt die wesenhafte Verwandlung eines Menschen zu einem Tier. Scharfsinnig-klar bewegt sich der Text zwischen Realismus und Traum. Kafka selbst sagte: »Der Traum enthüllt die Wirklichkeit, hinter der die Vorstellung zurückbleibt. Das ist das Schreckliche des Lebens – das Erschütternde der Kunst.«
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/peter-schroeder-liest-die-verwandlung/1790/
Sonntag, 18. Februar um 20.00h Schauspiel Frankfurt/Kammerspiel Foto: © picture alliance/akg/Archiv K. Wagenbach
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Dienstag, 20. Februar: Liederabend

(Martin)
Adriana González (Sopran) & Iñaki Encina Oyón (Klavier) Liederabend der Oper Frankfurt
Adriana González kommt aus einem Land, in dem es keine Opernhäuser gibt. Doch die guatemaltekische Sängerin begeistert mit ihrer lyrischen Stimme und ihrem warmen Sopran regelmäßig die internationale Opernwelt – zuletzt auch das Frankfurter Publikum als Micaëla in Bizets Carmen und als Gräfin in Mozarts Le nozze di Figaro. Die junge Sopranistin, die 2019 als Gewinnerin des Ersten Preises und des Zarzuela-Preises aus dem Operalia-Wettbewerb hervorging, wird für ihre herausragende Musikalität gefeiert.
Als Mitglied des Atelier Lyrique der Pariser Oper und des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich hat sie sich bereits ein breites Repertoire mit dem Schwerpunkt auf Mozart, Rossini und Puccini erarbeitet, das ihrem hochflexiblen Sopranstil entspricht. Große Erfolge feierte sie vor allem als Micaëla (Carmen) an der Genfer Oper, als Liù (Turandot) an der Oper in Toulon, als Contessa (Le nozze di Figaro) am Opernhaus in Nancy und als Corinna (Il viaggio a Reims) am Gran Teatro del Liceu in Barcelona.
Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/adriana-gonzalez-sopran-inaki-encina-oyon-klavier/?id_datum=3519
Dienstag, 20. Februar um 19.30h Liederabend in der Oper Frankfurt Foto: © Marine Cessat Bégler
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Klarkommen (Buchtipp - Lesung am 09. April in der Brotfabrik)

(Uwe)
Bereits zweimal schrieb ich hier über Ilona Hartmann. Einmal, weil Sie Co-Host bei dem wunderbaren Podcast „Und was machst Du am Wochenende“ war und einmal, weil sie das Buch „Land in Sicht“ schrieb, dass ich großartig fand. „Land in Sicht“ war ihr Debütroman, wegen ihrem zweiten Buch „Klarkommen“ schied sie als Gastgeberin des erwähnten Zeit-Podcasts aus (sie wurde sehr gut ersetzt durch Ubin Eoh).
Die Konzentration auf „Klarkommen“ hat sich absolut gelohnt. Der neue Roman ist noch ein Stück besser als das erste und mehr als lesenswert. Eine junge Frau wächst in der Provinz auf und zieht einer Freundin und einem Freund nach dem Abitur in eine große Stadt. Wie Hartmann die Eindrücke aus Stadt- und Landleben, das Abnabeln und Ankommen beschreibt, ist wunderschön. Teilweise besteht ein Kapitel nur aus einem Satz, nie ziehen sich die Beschreibungen lange. Das Buch ist schnell gelesen, viel zu schnell. Man sollte es dosieren, eine Seite pro Tag, weil es so wertvoll ist. Tut man aber nicht, weil es einen Sog entwickelt. Weniger die Handlung, mehr die Worte und diese unglaublich schönen und wahren Sätze.
Bei „Und was machst Du am Wochenende“ war Ilona Hartmann zuletzt selbst Gast. Es wurde ein tolles Gespräch.
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20. Februar - 04. März: „Starke Stücke“ – 30. Internationales Theaterfestival für junges Publikum in Rhein-Main

(Daniela)
Das Internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ bringt vom 20. Februar bis 4. März 2024 bereits zum 30. Mal starke Theatererlebnisse für ein junges Publikum auf die Bühnen der Rhein-Main-Region. Künstler*innen aus acht Ländern sind bei der Jubiläumsausgabe mit dabei. Das Programm reicht von Erzähl- und Objekttheater, über Akrobatik und Tanz bis hin zu Installationen und interaktiven Hörspielen.
Über 130 Vorstellungen an 36 Spielorten sind in der Rhein-Main-Region unter dem Logo des sympathischen Nashorns im Festivalzeitraum geplant.
Alle Spieltermine, Orte und Informationen zu Inszenierungen und Kartenvorverkauf sind ab sofort auf www.starke-stuecke.net veröffentlicht.
„Starke Stücke“ ist ein Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH, der Starke Stücke GbR und von Kulturveranstalter*innen der Region.
Orte: Verschiedene Bühnen und Kulturveranstalter*innen in Rhein
Eintrittskarten: Eintrittskarten sind direkt bei einzelnen Veranstalter*innen zu erwerben. Die Links zu den jeweiligen Ticketportalen finden Sie auf den Stückseiten auf www.starke-stuecke.net. Die Preise sind familienfreundlich (z.T. gegen Spende, ansonsten bei 5 € bis 15 €).
Informationen + Kontakte Kartenverkauf: www.starke-stuecke.net
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Dienstag, 20. Februar: OF/ Der perfekte Poller?

(Andrea)
Der heutige Abend verspricht eine Horizonterweiterung, dass es eine Evolution des Pollers, also jener meist rot-weißen Absperrungen geben sollte, darum wird es im Rathaus-Pavillon geben. Unter dem Titel "Der perfekte Poller?! Zwischen verkehrsrechtlichen Anforderungen und integrierendem Design - Präsentation und Diskussion des Prototyps „Popcycle“ laden das VeloLAB, eine digitale und analoge Innovationsplattform, und das Offenbach Institut für Mobilitätsdesign ein: Poller schützen Radfahrende und leiten Verkehrsströme, ihre Gestaltung ist jedoch im Spannungsfeld von Vorschriften, Funktionen, Ästhetik und Akzeptanz selten gut gelöst. Doch wie kann das Design unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen effektiv genutzt werden, um dauerhafte Schutz- und Leitelemente zu schaffen, die gut in das Stadtbild eingebunden sind und für eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen? Im Zentrum der Veranstaltung steht das Pollermodell „Popcycle“, das in mehreren Workshops in Zusammenarbeit mit kommunalen Vertreter*innen aus den Bereichen Planung, Stadtraumgestaltung und der Straßenverkehrsbehörde 2022 und 2023 vom Offenbach Institut für Mobilitätsdesign entworfen wurde. Wir freuen uns auf Ihr Feedback zum Prototyp und möchten am konkreten Modell mit Ihnen kommunale Bedarfe, verschiedene Einsatzszenarien sowie die unterschiedlichen Funktionen von Pollern diskutieren. 16.00 - 19.00 Uhr mit get-together
stadtraum im Rathauspavillon Offenbach, Am Stadthof 16-17, Offenbach am Main Um Anmeldung bis zum 12. Februar wird gebeten: https://bit.ly/3uhBXop
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Mittwoch 21. Februar: „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ Lesung und Gespräch
(Daniela)
An Hanau denken und schreiben: „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ Lesung und Gespräch mit Çetin Gültekin und Mutlu Koçak
Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen. Çetin Gültekin erzählt in seinem gerade erschienenen Buch „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ nicht nur die Geschichte seines Bruders, sondern rekonstruiert detailliert den Anschlag von Hanau und seine Folgen. Gemeinsam mit seinem Co-Autor Mutlu Koçak stellt er die Tragik und Reichweite der Tat von Hanau vor Augen und macht deutlich, welche Versäumnisse es gab und wie viele Fragen bis heute ungeklärt sind. Darüber wird Evein Obulor mit beiden ausführlich sprechen.
Mittwoch, 21.02.2024, 19:30 Uhr Crespo Studio (im Haus des Buches), Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt Eintritt frei
Bitte melden Sie sich bei Interesse unter info@wortmeldungen.org zur Veranstaltung an.
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Mittwoch, 21. Februar: OF/ Piratenabenteuer

(Andrea)
Dass Antje jetzt einige Gastspiele im Rathaus-Pavillon gibt, freut mich sehr. Denn seit Jahren tourt die Schauspielerin, Sängerin und Impro-Künstlerin mit ihrem Figurentheater durch das Rhein-Main-Gebiet, ihre Figuren und Geschichten entstehen in ihrem Atelier in der Ludwigstraße. Nur in Offenbach ist sie kaum präsent, was sich jetzt hoffentlich schlagartig ändert. Mit drei Produktionen ist die Offenbacherin im Frühjahr im Rathaus-Pavillon zu Gast, neben „Piratenabenteuer“ (21. Februar),„Von Rittern und Fräulein“ (14. März) hat sie „1000 und eine Nacht“ (24. April) dabei. Die Vorstellungen finden zwischen 10 und 11 Uhr statt, dauern jeweils circa 45 Minuten und sind geeignet für Kinder ab 4 Jahren. Das Tolle ist: Antje spielt nicht einfach eine Geschichte, sondern das Publikum gestaltet mit. Auf Zuruf ändert sich alles und sie muss blitzschnell reagieren. Das macht die Aufführungen immer lebendig und natürlich auch lustig. Die Teilnahme kostet 6 Euro. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten ist eine Reservierung per E-Mail an info@figurentheater-kania.de erforderlich.
Außerdem bietet Antje Kania ab Dienstag, 27. Februar, einmal im Monat einen Improvisationstheater-Workshop für Erwachsene an, die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Informationen und Anmeldung erfolgen auch hier über die E-Mail-Adresse info@antja-kania.de
Rathaus-Pavillon, Stadthof15, Offenbach
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Bis 26. Mai: AUSGESCHLOSSEN

(Martin)
Archäologie der NS-Zwangslager
Archäologie ist auch ein Thema der Neuzeit, was die Ausstellung beweist! Kämme, Löffel, Essnäpfe und Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben in den nationalsozialistischen Zwangslagern.
Seit den 1990er Jahren werden an ehemaligen Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg archäologische Grabungen durchgeführt und massenweise Funde geborgen. Die Ausstellung „Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager“ zeigt viele dieser Dinge zum ersten Mal. Über 300 Objekte in sieben Kapiteln geben einen Einblick in das komplexe System der Zwangslager, in ihre archäologische Überlieferung sowie die Arbeit der zeithistorischen Archäologie.
Lager, in denen Menschen inhaftiert oder gegen ihren Willen untergebracht wurden, waren ein wichtiges Herrschaftsinstrument des NS-Regimes. Zu den Zwangslagern sind Konzentrationslager, KZ-Außenlager, Kriegsgefangenenlager und Zwangsarbeiterlager zu zählen.
Bis 26. Mai: AUSGESCHLOSSEN - Archäologie der NS-Zwangslager Archäologisches Museum Frankfurt, Karmelitergasse 1 Foto: Holzpantinen, Frauen-KZ Ravensbrück; © F. Hoffmann
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Donnerstag 22. Februar: »AUS BEAT WIRD BUCH«
(Daniela)
»AUS BEAT WIRD BUCH« Buchpräsentation mit Sabine Kochendörfer, Brandbook und Klaus Mai, Designbureau KM7
Remixe gibt es nicht nur in der Musik, sondern auch im Grafikdesign.
Klaus Mai gestaltete ein Designbuch mit 4 CDs zum 30-jährigen Jubiläum eines der bahnbrechensten Albenwerke der elektronischen Musik.
Im April 1993 veröffentlichten Jam & Spoon eine LP, die exemplarisch für ein neues Subgenre wurde.
„Tripomatic Fairytales 2001“ erwies sich als sofortiger Erfolg und trug maßgeblich zum Aufkommen des Trance-Phänomens bei.
Moderation: Dr. Eva Linhart, Leiterin der Abteilung Buchkunst und Grafik, Museum Angewandte Kunst
22. Februar 2024, 19:00 Uhr HISTORISCHE VILLA METZLER, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt/Main
Limitierte Plätze! Bitte Anmeldung unter: info@kgv-frankfurt.de
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Donnerstag, 22. Februar: CMAT
(Uwe)
Die Brotfabrik schreibt über sie kurz: „Konzert: Folk, Pop“ und weiter „Globaler Popstar. Lebt mit ihren Großeltern in Dublin. Erholt sich derzeit von einer AlixExpress-Sucht“ … „Debüt-LP „If My Wife New I’d Be Dead“ jetzt erhältlich. Enthält die Singles „I Wanna Be A Cowboy, Baby!“, „Lonely“, „No More Virgos“ und „Every Bottle (Is My Boyfriend)“.
Was AlixExpress-Sucht bedeutet, habe ich nicht richtig herausfinden können, AliExpress ist wohl eine chinesische Einzelhandelsplattform, also scheint das ein Witz zu sein. Mittlerweile hat sie neben der oben genannten Platte eine weitere veröffentlicht, „Crazymad for me“ heißt sie, gerade höre ich „Such A Miranda“, schön, danach „Rent“, auch schön, danach „Where Are Your Kids Tonight“ (mit John Grant), erst recht schön.
Brotfabrik F., Bachmannstr. 2 20 Uhr Foto: Homepage Brotfabik
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Freitag, 23. Februar: Of/ Beatlemania
(Andrea)
Die Rebelll´sche Studiobühne entwickelt sich immer mehr zu einem Beatles-Hotspot. Nach drei ausverkauften Jubiläumskonzerten „60 Jahre With The Beatles“ geht es heute weiter mit „60 Jahre Beatlemania in USA – Die Beatles erobern Amerika (und die ganze Welt). Die legendären Ed Sullivan-Shows in New York und Miami vom Februar 1964" – Das Jubiläumskonzert mit allen Beatles-Songs der Ed Sullivan-Shows, plus den Songs der ersten USA-Konzerte in Washington und New York, gespielt von der Lonely Hearts Club Band, kommentiert von Volker Rebell. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert. Wir freuen uns einmal mehr auf den großen Offenbacher Beatles-Chor. (Bereits vor Bekanntmachung dieser Konzertankündigung war schon ein Drittel der verfügbaren Plätze weg. Die magische Anziehungskraft der Beatles ist nach wie vor ungebrochen) Mehr … https://radio-rebell.de/termin/die-beatlemania-erfasst-die-usa-und-kanada/
Rebell´sche Studiobühne, Bieberer Straße, Offenbach
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Samstag, 24. Februar: 10 Jahre Sprengung. Erinnerung an den AfE-Turm

(Martin)
Deutsches Architekturmuseum / Kockel & Bamberger / #SOSBrutalism DAM Ostend
Das Deutsche Architekturmuseum lädt ein! Mit Beiträgen von Holger Wüst (Fotograf und Künstler), Oliver Elser (DAM, Kurator der Ausstellung „SOS Brutalismus“), Jessica Lütgens (Mitherausgeberin der Publikation „Turmgeschichten: Raumerfahrung und -aneignung im AfE-Turm“), Tim Schuster (Offenes Haus der Kulturen) u.v.m.
Live Release von Kockel & Bamberger / Beton-Multiples zum Jubiläum der Sprengung / Drinks und Musik
„1972 wird für die Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften der Goethe Universität auf dem Campus Bockenheim ein Hochhaus fertiggestellt. Für kurze Zeit ist der sogenannte AfE-Turm („Abteilung für Erziehungswissenschaft“) das höchste Gebäude Frankfurts. Er wird zur geliebt-gehassten Lernstätte für Generationen von Studierenden und gilt als Symbolort der kritischen Wissenschaften – inklusive Piratensender und selbstverwaltetem Turm-Café „TuCa“. Doch die Studienbedingungen in der dysfunktionalen Brutalismus-Ikone sind schlecht. Auch deshalb wird das Gebäude immer wieder zum Schauplatz von Protesten und macht sich den Ruf als das „am häufigsten besetzte Uni-Gebäude in Deutschland“ (TAZ).
Am 2. Februar 2014 wird der AfE-Turm nach nur 41 Jahren Nutzungsdauer spektakulär gesprengt. Es ist das Ende einer Ära in der Geschichte der Goethe Universität. Frankfurt steht still; 30.000 Schaulustige verfolgen das geschichtsträchtige Ereignis aus direkter Nähe. Niemals zuvor wurde in Europa ein derartig hohes Gebäude gesprengt.
Das 10-jährige Abrissjubiläum des AfE-Turms nehmen wir zum Anlass für einen bunten Abend mit vielfältigen Beiträgen: Architekt*innen, Künstler*innen, ehemalige Studierende, Lehrende, Nachbar*innen und Soziolog*innen schwelgen in Erinnerungen und spannen einen Bogen von brutalistischer Architektur und der Geschichte der Frankfurter Universität bis zum aktuell heiß diskutierten Kulturcampus. Das Offenbacher Künstlerduo Kockel & Bamberger releast frisch gegossene Beton-Multiples.“
DAM Ostend, Henschelstraße 18 19 Uhr Foto: © Homepage DAM
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Samstag, 24. Februar: Maisie Peters (leider ausverkauft)

(Uwe)
Eigentlich nehmen wir ausverkaufte Veranstaltungen nicht in die Ausgetipps auf. Hier will ich einmal eine Ausnahme, weil ich die Musik von Maisie Peters super finde und ich sie nur deshalb für mich entdeckte, weil ich eben das Programm von Zoom nach möglichen Tipps abgesucht hatte. Weil auf der Homepage gerne mit Texten zu Acts gespart wird, höre ich über Spotify in die Musik rein. Bereits der erste Song der britischen Singer-Songwriterin aus Brighton, den ich hörte, riss mich mit, erinnerte mich an die von mir geliebte Band Chvrches: Tolle Stimme, schöne Kompositionen und schwungvolle Umsetzung. Die erste Single von ihr hieß "John Hughes Movies", („cause this ain´t no John Hughes Movie, where the Girls gets the Guy“). Peters wurde 2000 geboren, da waren Hughes´ bekannteste Film Breakfast Club und Ferris macht blau (Drehbuch & Regie) oder die Kevin-Filme (Drehbuch) schon lange gedreht. Ach ja „Outdoor Pool“ ist auch ein super Song und es gibt viele andere (obwohl erst zwei Platten erschienen sind).
Zoom Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21 Bild: Homepage Zoom
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Samstag, 24. Februar: Momi Maiga (Afro Beat, Weltmusik)
(Uwe)
Im Rahmen des 30. Africa Alive Film- und Kulturfestival spielt Momi Maiga in der Brotfabrik. Dessen letztes Album heißt „Nio“und das bedeutet wiederum Seele auf Mandinka, der Muttersprache des jungen senegalesischen Musikers, Sängers und Komponisten. Kora (Wikipedia: „mit beiden Händen gezupfte westafrikanische Stegharfe“) und Stimme sind sein Mittel, um Reflexionen über menschliche Werte zu vermitteln. Zusammen mit einem katalanischen Perkussionisten, einem Cellisten und einem Geiger wird „Nio“ zu einem Zauber für alle Sinne. Ein dynamischer und ständiger Dialog zwischen den Kulturen.
Brotfabrik F., Bachmannstr. 2 20 Uhr Foto: Brotfabrik, Homepage
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Sonntag, 25. Februar: Wiesbaden/ KULTURTAGE UKRAINE: UKRAINISCHE MUSIK & POESIE

(Andrea)
Heute, ich schreibe am 2. Februar, ist der 709. Tag des Ukrainekriegs. Seit 709 Tagen sind die Menschen dort Bombenterror, Zerstörung, Kälte, Hunger ausgesetzt, kämpfen junge Männer einen verzweifelten Kampf, werden verletzt, getötet, verkrüppelt, sind getrennt von ihren Freundinnen, Frauen und Kindern, von denen viele in Deutschland eine sichere Zuflucht gefunden haben. Wir haben uns schon an die Nachrichten gewöhnt, Präsident Zelenskiy wird nicht müde, durch die Welt zu reisen und um Hilfe und unterstützung zu bitten, ansonsten business as usual. Und ja, auch wir sind gefordert, schließlich ist auch hier einges aus dem Lot geraten und drehen leider etliche Landsleute frei. In all dem Irrsinn ist es trotzdem gut, dass die "Kulturtage Ukraine" in Wiesbaden, die an verschiedenen Orten statt finden, die Möglichkeit bieten, die Kultur und die Menschen der Ukraine näher kennenzulernen, während wir gleichzeitig die Bedeutung des Friedens und der kulturellen Vielfalt in unserer globalisierten Welt unterstreichen. Sie werden eine breite Palette kultureller Aktivitäten und Veranstaltungen umfassen, darunter Theateraufführungen, Musikveranstaltungen, Lesungen und Diskussionen über aktuelle Themen. Wir sind überzeugt, dass die “Kulturtage Ukraine” einen positiven Beitrag zur Förderung der Kultur und des internationalen Austausches in unserer Stadt leisten werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Der Erlös aus den Tickets wird für die Integration und das “MITEINANDER” in Wiesbaden eingesetzt. Teil eins des heutigen Abends: Musik / 17:00 -18:45 Uhr „Überlebensmelodie: Künstlerische Unbeugsamkeit in Zeiten der Unsicherheit“ Die beeindruckende Kombination eines klassischen Geigertrios ( Samuel und Daniel Allen- Allan-Shchapkovsky & Nocolaus Chroneas) und eines Klezmersängers Juri Vedenyapin, die das Konzept des Überlebens in herausfordernden Zeiten musikalisch betonen. Geht es dabei nur um die physische Existenz oder reicht das nicht aus? Die Künstler präsentieren inspirierende Beispiele von Komponisten, die trotz tragischer Umstände ihre künstlerische Integrität bewahrt haben. Poetische Einlagen: Alena Maksakova und Anna Germanova. Teil 2 des heutigen Abends: Poesie / 19:00-22:00 Ukrainische Dichter*innen im Exil Irina Yevsa, Irina Ivanchenko, Mikhail Judovsky rezitieren ihre Kriegsgedichte, die von den Wirren, Emotionen und der Menschlichkeit in schweren Zeiten erzählen. Begleitet von musikalischen Einlagen( Dombristin Mariia Korchak). Gedichte werden auch in Übersetzungen vorgetragen. Wir rezitieren auch Gedichte von Maxim Krivtsov, dem ukrainischen Dichter und Soldat, der vor kurzem an der Front verstorben ist. Er wurde 33 Jahre alt.
Montag, 26. Februar: Solidaritätskonzert Ukrainische und Deutsche Musiker Eine internationale Veranstaltung, bei der sich die Gruppe Absinto Orkestra mit einer ukrainischen Dombristin Mariia Korchak und Klezmermusikern Juri Vedenyapin aus Polen auf der Bühne abwechseln wird.
https://www.kulturtage-ukraine.de/home
Schlachthof Wiesbaden
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Sonntag, 25. Februar: Truckfighters
(Uwe)
"Die beste Band, die es je gab", fand Josh Homme schon 2011 in der "Truckfighters Fuzzomentary". Homme ist Frontman der Queens of the Stone Age, einer der am meisten von Kritik und Fans gefeierten Bands überhaupt. Eine Aussage zu einer Band, über die in der Presseinfo am Anfang steht „Ihr interessiert Euch für groovigen, Stoner-beeinflussten, progressiven und melodischen Hardrock? ...dann kennt ihr die Truckfighters mit Sicherheit schon“ und weiter „Die Truckfighters haben sich zu einer festen Größe im Stoner-Rock/Metal-Subgenre entwickelt, und Fans auf der ganzen Welt feiern die verrückten Live-Shows und den ”fuzzy” Sound.."
Zoom F., Carl-Benz.Str. 21 20:00 Uhr Foto: Zoom, Homepage
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Donnerstag, 29. Februar – Samstag, 2. März: Land aller Kinder

(Martin)
Die Berliner Theatergruppe andcompany&Co. vereint humorvoll Pop und politischen Aktivismus. Mit „Land aller Kinder“ inszeniert sie ein „Erwachsenenstück für Kinder“ ab zehn Jahren, das alle Generationen gleichermaßen anspricht – inspiriert von dem Roman „Kind aller Länder“ (1938) der Autorin Irmgard Keun, die zu ihrer Zeit vor den Nazis flüchten musste.
Die Geschichte der elfjährigen Romanfigur Kully wird verquickt mit den persönlichen Erzählungen der Mitspieler*innen: Luna Ali zum Beispiel, die als Kind mit ihrer Familie aus Syrien geflohen ist, oder Damon Taleghani, dessen Eltern aus dem Iran nach Deutschland kamen. Erzählungen und persönliche sowie zeithistorische Perspektiven verhandeln die drängenden Fragen nach Flucht, Emigration und Menschenrechten:
Wer bürgt für diejenigen, für die niemand bürgen kann?
Was bedeutet es, ein Kind aller Länder und damit keines Landes zu sein?
Während immer mehr abstrakte Ideen wie etwa Grenzen von den Kindern hinterfragt werden, gehen den Erwachsenen auf der Bühne die Puste und die Erklärungen aus. Ist das jetzt schon das „Land aller Kinder“ oder doch nur ein Zwischenstopp?
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/land-aller-kinder/
Donnerstag, 29. Februar um 10.00h Freitag, 1. März um 9.00h, und Samstag, 2. März um 16.30h: Land aller Kinder Mousonturm Foto: © Alexandra Polina
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MÄRZ 2024
Freitag, 1. März: Wo ich nie gewesen bin

(Martin)
Isaak Dentler präsentiert Thomas Brasch / Lesung und Musik
„‘Was ich habe, will ich nicht verlieren, aber wo ich bin, will ich nicht bleiben …‘. In dieser Zeile aus einem seiner bekanntesten Gedichte brachte Thomas Brasch seine innere Zerrissenheit auf den Punkt. Zwei Jahre alt, als seine jüdischen Eltern 1947 aus dem englischen Exil nach Ostberlin zurückkehrten, konnte und wollte er sich mit der DDR-Diktatur nie arrangieren. Rebellisch, witzig und sprachbewusst provozierte er nicht nur den Staat, der mit Inszenierungs- und Publikationsverboten und Inhaftierung reagierte. Thomas Brasch geriet durch seine regimekritische Haltung auch in Konflikt mit seinem Vater, dem stellvertretenden Kulturminister der DDR. 1977 reiste er mit seiner Familie schließlich nach West-Berlin aus, wo er preisgekrönte Filme und Hörspiele produzierte. Seine Zerrissenheit, sein Kampf gegen Demütigungen und den Verrat durch den eigenen Vater wird der 2021 verstorbene Dichter und Dramatiker zeitlebens nicht los.“ (faustkultur.de)
Isaak Dentler liest Texte von Thomas Brasch, Tim Roth (Kontrabass) und Max Mahlert (Schlagzeug) liefern die Musik. Der Abend wird moderiert von Leon Joskowitz.
Vorverkauf: reservix.de Freitag, 1. März um 19.00h (Einlass 18.30h) Stadthalle Hofheim am Taunus, Chinonplatz 4, 65719 Hofheim Foto: © Homepage faustkultur.de
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Freitag, 1. März: FFM/ Rogers
(Andrea)
Die Toten Hosen und die Sex Pistols sind Legende und haben viele junge Menschen mindestens mal inspiriert. So wie die vier Jungs aus Düsseldorf, die mit geradlinigem Punkrock aus, voller Wucht und immer auf die Zwölf von sich Reden machen. 2017 begleiten die Rogers Jennifer Rostock auf ihrer Deutschland Tournee und begeistern mit ihren Songs auch große Publikumsmengen - sie können in der ersten Genreliga mitspielen. Inhaltlich positionieren sich die Punkrocker ganz klar links und singen an gegen die Sachen, die zurzeit falsch laufen in der Welt: der Krieg im Nahen Osten, der Rechtsruck in unserer Gesellschaft, die "Ich bin kein Nazi, aber"-Rhetorik ... die Liste ist lang. Im Vergleich dazu kommt "Rambazamba & Randale", mit der sie nun unterwegs sind eher vergnüglich daher. Einlass 18 Uhr
Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt
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Bis Sonntag, 03. März 2024: Ausstellung „Bending the Curve“ Frankfurter Kunstverein

(Petra)
Der Frankfurter Kunstverein zeigt immer wieder faszinierende Ausstellungen zwischen Kunst und Natur. Dieses Mal kooperiert er interdisziplinär mit einer ganzen Menge herausragender Institutionen, unter anderem mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt. Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Wie kann der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden? Und wie können positive Erzählungen entstehen? Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler*innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.
Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität, Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung bis Sonntag, 03.03.2024, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Markt 44, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 10 (6) Euro
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Montag, 03. März: Cardinal Black
(Uwe)
Die walisische Soul/Jazz/Blues-Formation Cardinal Black spielte im November ihr erstes, exklusives Konzert in Deutschland (Hamburg, headCRASH) an und kommt nun für ihre erste DeutschlandTournee für 2024 – mit gleich sieben Shows. Ihr aktuelles Debüt-Album „January Came Close“. Von kraftvollen Gitarrenriffs bis hin zu gefühlvollen Balladen – die Musik von Cardinal Black lässt niemanden kalt. Die walisische Band bringt den Soul zurück in die Rockmusik. Referenz, gute Acts aus Wales: Catatonia, Stereophonics, Duffy, Tiger Jones, ….
Das Bett Schmidtsr. 12 Einlass: 19:00 Uhr / Beginn: 20:00 Uhr Vorverkauf: 20,00€
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Donnerstag, 7. März: FFM/ Storm Seeker
(Andrea)
Ahoi und alle Mann an Bord! Ölzeug und Mütze könnt ihr getrost zuhause lassen, aber etwas zum Festbinden solltet ihr unbedingt heute mit ins Nachtleben nehmen: Storm Seeker machen mehr als nur heiße Luft, die Folk Metal Band aus dem hanseatischen Neuss sticht in See und präsentiert mit „Nautic Force“ ihr drittes und bisher mitreißendstes Studioalbum, das neben der gewohnten steifen Brise aus Rock und Metal auch einiges an romantischen Abenteuergeschichten bereithält. Nun wird es Zeit, die „Nautic Force“ auf ihre erste große Kaperfahrt zu schicken. Allman an Deck und Leinen los! Einlass 19 Uhr
Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt. Nicht barrierfrei
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Samstag, 9. März: Of/ Das Nonnenrennen

(Andrea)
Um sich für das Ladenkino zu qualifizieren, muss es mindestens eine Fahrradszene geben. Beim "Das Nonnenrennen" kommen Zweiradenthusiasten sicher auf ihre Kosten, zumal das Kino ja auch im schönen, neuen Fahrradladen der Bamberger/Blümels artefakt stattfindet. Letztes Jahr haben sie ihren alten Standort im Starkenburgring verlassen und sind nun im ehemaligen ToysRUs zuhause (das Gebäude hat sicher irgendeinen euen Projektnamen, den ich aber nicht kenne). Der heutige Film spielt iIn einem kleinen Benediktiner-Kloster in der tiefsten Provinz Frankreichs, in dem es sich die Nonnen zur heiligen Mission gemacht haben, ein marodes Altersheim zu sanieren. Doch die einzig ersichtliche Geldquelle ist das Preisgeld des örtlichen Radrennens. Das Problem: Keine der frommen Damen sitzt fest im Sattel. Aber sie wissen sich zu helfen – und das nicht nur mit christlichen Mitteln. Die Rennstrecke scheint frei für ihren Sieg, bis ein neues Team auftaucht …
Und ja, hier mussten wir ausnahmsweise nicht nach Fahrradszenen suchen. Die Drahtesel spielen ohne jeden Zweifel die Hauptrolle. So sollte es öfter sein! Das Nonnenrennen, Regie: Laurent Tirard, Frankreich 2022, 87 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, Deutsche Fassung. Vorverkauf nur im LADEN artefakt. Zuschläge werden keine erhoben. Ermäßigungen gelten für Schüler*innen, Studierende und Offenbacher*innen mit wenig Geld. Einlass 17.30 Uhr, Beginn 18 Uhr
artefakt/Ladenkino, Berliner Straße 43-4, Offenbach
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Sonntag, 10. März Dead vs. Alive (Poetry Slam)
(Martin)
Poetry is dead. Oder nicht?
In einem modernen Dichter:innenwettstreit der Extraklasse treten drei lebende und zwei tote Dichter:innen gegeneinander an.
Wer wird als Sieger:in hervorgehen? Altes oder Neues? Klassiker oder junge Wilde? Tiefgang oder Lachfeuerwerk?
Das entscheidet am Ende das Publikum! Für jeden ist etwas dabei bei diesem einmaligen Event der Gegensätze, bei dem Bekanntes neu kennengelernt und Neues entdeckt werden kann. Die beiden Hessenmeister:innen und Spoken Word Spezialist:innen Aileen Schneider und Jan Cönig moderieren diese Lyrikschlacht mit Humor und Furore. Mit dabei sind Stars der aktuellen Poetry Slam-Szene und zwei Schauspieler:innen mit Überraschungsfiguren bereits verblichener Wortkünstler:innen.
Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2024-03/dead-vs-alive-poetry-slam/1793/
Sonntag, 10. März um 18.00h Poetry Slam im Schauspiel Frankfurt – Großes Haus Foto: © Christoph Seubert
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Montag, 18. März: Massive Wagons

(Uwe)
Wenn man den Wiki-Eintrag über den Ort der Gründung von Massive Wagons, Carnfort, liest, klingt das recht beschaulich („5.000 Einwohner“ … „Ort in Lancashire“ … „Bis zur Stilllegung des Bahnhofes als Haltepunkt an der West Coast Main Line in den 1960er Jahren war Carnforth als Treffpunkt von Eisenbahnlinien ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. …“).
Möglicherweise inspirierte diese Gegebenheit die Gründungsmitglieder Adam Thistlethwaite und Barry Mills zum Bandnamen, musikalisch inspiriert wurden die Musiker laut eigener Aussage durch Airbourne, eine Hard Rock Band aus Australien. Seit 2009 sind sie unterwegs, ihr letztes, sehr erfolgreiches Album erschien 2022 („Triggered!“), über das sagte Sänger Barry Mills "I think this album is a lot more British sounding. I think we’ve managed to bring our sound more up-to-date, it sounds fresh and exciting. It has much more of a punk vibe about it, but, that being said, it’s still full of everything we love about guitar music."
Das Bett Schmidtsr. 12 Einlass: 19:00 Uhr Uhr Beginn: 20:00 Uhr Uhr Vorverkauf: 23 Euro zzgl. Geb.
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Mittwoch 20. - 22. März: Ausstellung in der Kombinatrotweiss Gallery

(Daniela)
Kombinatrotweiss Gallery präsentiert mit „Eine Reise durch die Sphären des Geistes“ die erste Solo-Ausstellung von Dominik Schubert. Der Wiener Künstler Dominik Schubert lässt Fotografie und Zeichnung verschmelzen, um einen Einblick in seine persönliche Fantasiewelt und alltägliches Erleben zu gewähren. Er ist fest davon überzeugt, dass Kunst unsere Wahrnehmung der Welt transformiert und tiefere Schichten der Realität offenbart. Schubert hat sein Skizzenheft immer dabei, um unterwegs berührende und aufrührende Momente festzuhalten. Die Werke in dieser Ausstellung sind unter anderem eine Hommage an Japan: Eine Reise durch die Heimat von Pikachu und Godzilla hat Schubert herausgefordert und inspiriert. Er lässt uns in eine Welt eintauchen, in der die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen; eine Welt des Staunens, die die Unbegreiflichkeit des Lebens zelebriert. Vom 21.03. bis 22.03.2024 werden die Arbeiten zu „Eine Reise durch die Sphären des Geistes“ in unserer Galerie in der Kleinen Rittergasse ausgestellt. Neben großformatigen Originalen sind auch kleinformatige Drucke in Sonderedition und Publikationen des Künstlers zu erwerben.
Vernissage: 20.03.2024, 18:30-20:30 Uhr Location: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Alt-Sachsenhausen Der Künstler ist zur Eröffnung anwesend und es gibt eine Live-Performance! Öffnungszeiten: 21.–22.03.2024, Donnerstag & Freitag, 16-18 Uhr Adresse: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Kleine Rittergasse 11, 60594 Frankfurt Illustration: Dominik Schubert
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Noch bis Freitag, 22. März: Ausstellung Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO
(Petra)
Als Neujahrsausstellung zeigt die Galerie noch bis Ende März die Ausstellung „Sii MISTERIOSO“, eine sorgfältig ausgewählte Werkschau aus 25 Jahren der Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Künstler Johannes-Nandu Kriesche. Tiefgründige Bildwelten aus Paraffin, Öl, oder Acryl treffen auf spannende, zum Teil leuchtende Objekte zum Thema Zeit: Kunstwerke, dessen roter Faden die Transparenz versus Vielschichtigkeit und das Geheimnis des Lichts verbindet. Kriesche gehört zu den ersten Künstlern, welche der Galerist Leander Rubrecht bei seiner Gründung 1998 aufgenommen hatte. Ein Zeugnis der Kontinuität in einer schnelllebigen Zeit mit einhergehenden Nominierungen und Kunstpreisen.
Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO, Ausstellung, Ort: Galerie Rubrecht Contemporary, Adresse: Büdingenstr. 4 - 6, 65183 Wiesbaden, Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags 14 – 18 Uhr, Eintritt: frei
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Freitag, 22. März: Of/ Anatomie eines Falls

(Andrea)
Ich habe gerade mit Daniel telefoniert und daher rate ich Euch, lauft geschwind ins Internet und kauft Euch Tickets! Das essen, der Film, die unglaubliche Sandra Hüller! Die, keine Überraschung, für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert ist. Wer sich jetzt noch fragt, Sandra -wer? sollte schleunigst Toni Erdmann ansehen. Immerhin gilt sie eit Jahren als die bedeutendste und wandlungsfähigste deutsche Schauspielerin (ich zitiere Daniel Brettschneider) und hat nun die Chance auf einen Oskar. Am 10. März heißt es also: Daumen drücken! Heute sehen wir sie in dem durchaus an Hitchcock erinnernde, ungemein spannende Gerichtsdrama „Anatomie eines Falls“ – insgesamt für fünf Oscars nominiert sowie amtierender Preisträger der Goldenen Palme von Cannes – ist zweifelsohne der bisherige Höhepunkt in Hüllers Schauspielkarriere. Sie spielt eine des Mordes an ihrem Mann beschuldigte Frau, die in aller Ambivalenz zwischen Zuversicht, Stur- aber auch Klarheit auf dem Zenit ihres Schaffens agiert. Eine eisige Naturgewalt! Diese Leistung gilt es bei Kino Kulinarisch entsprechend zu zelebrieren. Da der Film nicht nur im Gerichtssaal, sondern auch größtenteils auf einer Berghütte spielt und das Panorama der französischen Alpen regelrecht erlebbar werden lässt, versuchen wir das Essen natürlich wieder atmosphärisch präzise anzupassen. Anatomie einer Rösti: Die beschriebene Kulisse der Alpen hat uns kulinarisch zu Rösti-Varianten und Marillenknödel mit Vanillesoße animiert, wobei die Rösti einmal vegetarisch mit Spinat und Bergkäse und einmal klassisch mit Speck und Bergkäse serviert werden – jeweils mit Wildkräutersalat und Schnittlauch-Schmand versteht sich! Ab 18.30 Uhr. Hier gehts zum VVK: http://kinokulinarisch.de
Alte Schlosserei, Goethering, Offenbach
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Bis März 2024 verlängert: Rüsselsheim/ Frida Kahlo

(Andrea)
Frida Kahlo begleitet mich schon lange, lange und seit ich ihre Arbeiten erstmals sah, bewundere ich ihre schonungslose Offenheit. Ich habe mich also unlängst auf den Weg nach Rüsselsheim gemacht, bin am Opel-Werk vorbei auf dem Maindamm zu den Opelvillen spaziert und eingetaucht. Dass Frida Kahlo über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung besaß, die ihr als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente, hatte ich vorher nicht gewusst und die Ausstellung war eine schöne Annäherung. "Die mexikanische Künstlerin wurde durch ihre besondere Malerei zwischen Naiver Kunst, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit weltbekannt, nicht zuletzt durch ihre autobiografischen Themen und die Verarbeitung ihres bewegten Lebens – ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehe mit Diego Rivera. Erst fünfzig Jahre nach Kahlos Tod kam ihr immenses privates Fotoarchiv ans Licht mit Bildern der Familie, des politischen Kampfes des Paares und ihres versehrten Körpers. Sowohl Frida Kahlos Vater als auch ihr Großvater waren professionelle Fotografen, und sie selbst machte sich die Fotografie auf unterschiedliche Weise zunutze. Sie sammelte unter anderem Daguerreotypien und Postkarten aus dem 19. Jahrhundert und bewahrte Fotografien auf, denen sie ihren persönlichen Stempel aufdrückte, indem sie Dinge aus ihnen ausschnitt, Widmungen auf sie schrieb und sie personalisierte. Sie schenkte sie ihren Freunden, sie waren Erinnerungen an ihre verstorbenen Angehörigen und sie wurden zu einer wichtigen Inspirationsquelle für ihre Gemälde. Darüber hinaus dienten sie ihrer Selbstdarstellung. Frida Kahlo war sich bewusst, dass die Fotografie ein wirkungsvolles Medium war, um das Bild von sich zu vermitteln, das sie anderen zeigen wollte. Durch ihre Fotos, anonyme private Bilder und Porträts ihres Vaters sowie durch die von ihr gesammelten Aufnahmen renommierter Fotografinnen und Fotografen entsteht ein eindringliches Dokument der Zeit und ein intimer Einblick in das Leben einer der bemerkenswertesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Foto: Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust Opelvillen Die Ausstellung wurde jetzt bis Anfang März verlängert und der Ausflug lohnt sich.
Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim
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Samstag, 30. März: COLOURS OF DEMOCRACY

(Daniela)
Die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche war nur ein Wimpernschlag in der langen Geschichte der Demokratiebewegungen in aller Welt. Der Abend Colours of Democracy beleuchtet die Demokratiegeschichte sowie den aktuellen Zustand der Demokratie und legt dabei den Schwerpunkt auf acht Länder (Deutschland, Griechenland, Iran, Kolumbien, Russland, Syrien, Senegal, Türkei).
Acht Musiker:innen des Bridges-Kammerorchester aus diesen Ländern haben den Abend konzeptionell mitentwickelt und gestalten ihn sowohl musikalisch als auch szenisch. Gedichte, Auszüge aus Theaterstücken, Aufrufe und persönliche Texte werden mit ausgewählten Musikstücken verschiedener Epochen und Stilrichtungen verflochten. Durch die Besetzung mit Instrumenten aus dem arabischen, europäischen, persischen, südamerikanischen und westafrikanischen Kulturraum (Flöte, Gaita, Violine, Kamanche, Violoncello, Kanun, Gitarre, Tiple, Ngoni, Tambin (Peul Flute), Perkussion, Gesang) weist das Ensemble eine große Bandbreite an Klangfarben auf. In diesem demokratischen Prozess der Stückentwicklung stehen die Musiker:innen für eine Gemeinschaft, die Vielfalt als Stärke versteht und den Wert von Demokratie auf verschiedenen Ebenen verhandelt.
Mit Vladislav Belopoukhov, Ayşe Deniz Birdal, Johanna-Leonore Dahlhoff, Youssef Laktina, Alireza Meghrazi Soloukloo, Eleanna Pitsikaki, Andrés Rosales, Khadim Seck Regie Matthias Faltz Musikalische Leitung Johanna-Leonore Dahlhoff Dramaturgie Antigone Akgün, Susanne Hemmerling
Vorstellungtermine: Sa., 30.03.24 um 19:30 / Mi., 24.04.24 um 19:30
Volksbühne am Grossen Hirschgraben
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APRIL 2024
Bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder
(Daniela)
Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.
Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €
Mehr Informationen stehen hier.
Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968
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Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)
Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.
"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)
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Dienstag, 9. April: Riot Days / Pussy Riot (Moskau)

(Martin)
Performance/Konzert - Nacholtermin
„We have a voice. We have a choice” (Maria Alyokhina).
Nach der ausverkauften Deutschlandpremiere 2017 kommt die russische Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot mit ihrer rebellischen Bühnenshow „Riot Days“ ins Künstler*innenhaus Mousonturm. Das Performanceprojekt beruht auf Maria Alyokhinas gleichnamigem Buch, in dem sie ihre persönliche Geschichte als Teil von Pussy Riot erzählt, von den Anfängen der rebellischen Gruppe 2011, über ihre legendären Auftritte, ihre Verhaftung, den Prozess und ihren Aufenthalt in einem sibirischen Gefängnislager bis zur Entlassung 2013. Ein feministisches Punk-Manifesto, ein kraftvoll-anarchistisches Plädoyer für den Widerstand in einer rechts-populistischen, nationalistischen Welt. Es ist eine Geschichte über Widerstand, Unterdrückung und Revolution in Form einer anarchischen Mischung aus Konzert, Kundgebung, Theater und politischem Happening.
Rechtzeitig Karten sichern – und die gibt’s hier: https://www.mousonturm.de/events/riot-days-2024/
Dienstag, 9. April um 21.00 Uhr Mousonturm Foto: © Denis Sinyakov
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MAI 2024
Bis 26. Mai: „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“

(Daniela)
Mit der Ausstellung „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“ setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main das Programm zum 75. Jubiläum ihrer Wiederbegründung nach der Schoa fort. Bis zum 26. Mai 2024 wird die multimedial aufbereitete Geschichte der Frankfurter Jüdinnen und Juden nach 1945 im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum zu erleben sein. Damit setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt das größte Ausstellungsprojekt in eigener Regie seit ihrem Bestehen um.
Der Ausstellungstitel „Auf Leben“ lehnt sich an den verbreiteten Trinkspruch „L’Chaim“ (hebräisch für „Auf das Leben“) an. In seiner modifizierten Form eröffnet er vielfältige Bedeutungsräume: Widerstand und Selbstbehauptung, Trotz und Mut lassen sich ebenso assoziieren das Aufblühen des jüdischen Gemeindelebens nach 1945.
Die Ausstellung umfasst acht chronologisch angelegte Kapitel im Erdgeschoss und vier thematische Kapitel im Obergeschoss des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums. Das Grundkonzept wurde von Fritz Backhaus (Deutsches Historisches Museum) und Manfred Levy (Jüdisches Museum Frankfurt) entwickelt. Das Kuratorenteam Fedor Besseler und Laura Schilling hat sich für eine exemplarische Auswahl von besonders erzählens- und erinnernswerten Ereignissen, Akteuren und zeitgeschichtlichen Strömungen aus der Gemeindegeschichte entschieden. Erstmals öffentlich gezeigte Exponate und Fotografien aus Privatarchiven unserer Gemeindemitglieder werden persönliche und überraschende Einblicke eröffnen.
Ein Interviewprojekt mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Gemeindegeschichte ergänzt die Präsentation. In der Video-Installation des Regisseurs Adrian Oeser kommen Kurt de Jong, Leo Inowlocki, Esther Ellrodt-Freimann, Diana Schnabel, Alla Spanz, Dalia Wissgott-Moneta und Alexa Brum zu Wort. Sie sprechen über ihre eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Perspektiven auf die Gemeindegeschichte.
Die Ausstellung umfasst zudem eine Topographie, die eine umfangreiche Übersicht über jüdisch geprägte Orte der Stadt – in den Nachkriegsjahrzehnten und heute – bietet. Sie wurde, ebenso wie die gesamte Ausstellungsarchitektur und -grafik, von Kai Linke und Sandra Doeller gestaltet.
Die Ausstellungstexte sind in deutscher, englischer und russischer Sprache verfügbar. Begleitend zur Ausstellung bieten wir unterschiedliche Veranstaltungen sowie öffentliche Führungen an. 2024 wird zudem eine umfangreiche Publikation erscheinen. Das Begleitprogramm und weitere Informationen zur Ausstellung sind unter https://75jahre.jg-ffm.de/ zu finden.
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Bis Sonntag, 12. Mai 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)
Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.
Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 12.05.2024, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei
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Bis Sonntag, 01. September 2024: Ausstellung „Klangquellen. Everything ist Music!“

(Petra)
Klänge bestimmen unser alltägliches Leben und sind auch im vermeintlich stillsten Moment um uns herum zu hören. Jeder Ort hat seine eigene Soundscape oder Klanglandschaft, geprägt von der lokalen Umgebung, von Tieren und Menschen, ihren Tätigkeiten und Interaktionen. Welchen Einfluss hat unsere Umgebung auf unsere Hörwahrnehmung? In welchem Verhältnis stehen Umwelt, Klang, Mensch und Musik? In der Ausstellung "Klangquellen" werden diese Fragen beleuchtet und damit auch der westliche Musikbegriff hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen Klänge, ihre kulturelle Verwendung, Interpretation und Bedeutungen. Neben Instrumenten werden in der Ausstellung daher auch einige Exponate zu sehen sein, die man nicht zwangsläufig in einer Musikausstellung erwartet. Ausgehend von der eigenen Sammlung und im Dialog mit zeitgenössischer Musik regt die Ausstellung zum Nachdenken über die Bedeutung der Klänge in der eigenen Lebenswelt an.
Klangquellen – Everything is Music! Ausstellung, mit: Nursalim Yadi Anugerah, Bunau, Conserve the Sound (Daniel Chun & Jan Derksen), Gerhard Müller-Hornbach, Lasse-Marc Riek, die Teilnehmer*innen des Seminars „Klangquellen. Everything is music! Musikethnologie und Ausstellungspraxis" sowie weitere namentlich nicht bekannte Beitragenden, Kuratorin und Co-Kurator: Vanessa von Gliszczynski (Kustodin Südostasien), Matthias Claudius Hofmann (Kustos Ozeanien)
Ort: Weltkulturen Museum, Adresse: Schaumainkai 29, Öffnungszeiten: mittwochs 11 - 20 Uhr, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 7 (3,50) Euro, jeden letzten Samstag im Moant ist der Eintritt frei
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Dienstag, 04. Juni: Extreme
(Uwe)
Wer über die bereits 1985 in Boston gegründete Band Extreme schreibt, kommt am großen Hit der Band, More Than Word“ natürlich nicht vorbei. Alleine Auf Spotify wurde er Stand heute (Anfang Februar) bereits 620.860.002 mal gespielt. Das werden sie sicher auch bei ihrem Konzert in der Batschkapp spielen und darüber hinaus bringen sie weitere Songs aus ihrer langen Karriere und vom neuen Album „Thicker Than Blood“, dem ersten seit zehn Jahren. Ein talentierter Mitarbeiter der Plattenfirma schrieb darüber: „… Heimstudio in Los Angeles produziert, wo die Mitglieder zusammenkamen, um ihren elektrisierenden Eklektizismus zu kanalisieren, der ihren bahnbrechenden Output definiert hat – jedoch mit einem Twist des 21. Jahrhunderts. Mit einem Mix aus Hardrock-Attacken und einfühlsamen Balladen schafft Six eine einzigartige Klanglandschaft, die die Fans in Erstaunen versetzen wird“
Beginn: 20:00 | Einlass: 19:00
Batschkapp, Gwinnerstrasse 5, 60388 Frankfurt
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