02.02.2024
Weihnachtsfeier in Offenbach

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Für letzte Woche hatte ich die anderen aus dem Redaktionsteam zu unserer Weihnachtsfeier eingeladen. Da wir im letzten Jahr keinen gemeinsamen Termin fanden, wurde es eben der 26.1.
Nachdem wir die letzten Jahre immer „nur“ in Frankfurt Essen waren, hatte ich mir diesmal ein kleines Programm überlegt.

Die anderen wussten nicht, was auf sie zukam. Die Ansage war lediglich: wir treffen uns um 17:30 Uhr mit den Rädern am Main.

Was für ein Glück, dass der der Regen aufgehört hatte und so radelten wir bei bestem Wetter nach Offenbach. Dort trafen wir am Marktplatz Daniel Brettschneider und Ida Todisco, zwei sehr engagierte Kulturschaffende aus Offenbach, die ich gebeten hatte, uns ihre Stadt zu zeigen.

Wir starteten im artefakt und hatten dort ein super nettes Gespräch mit den beiden Ladeninhaber:innen, die uns mit ihrer sympathischen Haltung sehr begeisterten. Das artefakt ist nicht nur ein Fahrradgeschäft, sondern auch ein Bürger:innentreff und das artefakt nutzen die beiden mit Daniel seit vielen Jahren auch als „Ladenkino“ (wir kündigen Veranstaltungen dort immer an). Mit dem Aufzug fuhren wir dann in das darunter und nebenan gelegene neue Parkhaus. Heiner Blum, Professor der HfG hat hier diversen internationalen Künstler:innen große Wände des entstehenden Fahrradparkhauses zur Verfügung gestellt. Heraus gekommen ist eine besondere Galerie, die WALLSHOW !, durch die uns Ida führte. Weiter gings zum „Il Pasticciono“, einem kleinen italienischen Café/Bar. Hier gab es auf Einladung von Ida einen schnellen Espresso und das ein oder andere Dolci. Ich habe mich sehr gefreut, weil ich erfahren habe, dass sie die Colomba (italienischer Osterkuchen) und Panettone (italienischer Weihnachtskuchen) selber backen… ich werde also wiederkommen!

Und dann radelten wir zur Mainstraße. Dort steht das ehemalige Badehaus der ehemaligen Teerfarbenwerks Oehler im späteren Industriepark Clariant. Das Gebäude ist nur sehr selten für die Öffentlichkeit geöffnet umso mehr haben wir uns natürlich gefreut, dass uns der Zugang in das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ermöglicht wurde! Direkt neben dem Badehaus befinden sich die Parksidestudios in deren Hof Daniel in diesem Sommer wieder Open Air Kino anbieten wird! (Wir werden rechtzeitig informieren).

Etwas durchgefroren endete unser Abend bei einem der besten italienischen Restaurants der Rhein-Main Region, im Trattodino. Hier gab es ein fantastisches Essen und natürlich auch Weihnachtsgeschenke: Das Redaktionsteam bekam jeweils eine Jahreskarte für die Frankfurter Museen, damit wir in Zukunft, wie von einigen Leser:innen erwünscht, noch mehr Museumstipps geben können. Und Daniel hat uns alle zu seiner Veranstaltung Kino Kulinarisch am 22.3. nach Offenbach eingeladen. (Andrea hat es in der Vorschau).

Genug für heute, ich muss mich sputen heute ist endlich wieder Chor

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

P.S. Vielen Dank an das ganze Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 18 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
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SUCHE / BIETE

Freelancer / Unternehmer:innen für kurze Umfrage gesucht.
Meine (Daniela) ehemalige Arbeitskollegin und Texterin Manuela sucht für ihre kurze Umfrage Freelancer/Unternehmer:innen, die ihre Texte für Social Media Posts, Newsletter, Website & Co. selbst schreiben. Wenn du bis Montag, 05. Februar antwortest, kannst du ein 1:1 Text-Coaching (1 Stunde) mit ihr gewinnen – bei dem schaut ihr euch gemeinsam deine Texte an und sie gibt erste wertvolle Tipps rund ums Schreiben. Deine Antworten sieht nur sie, und das bleibt natürlich auch so. Hier geht’s zur Umfrage: go.coaching.manuelagross.com/text2024

ZU GEWINNEN (Daniela)

Rückmeldung bitte an: daniela@cappelluti.net

2 Karten für das Kinderstück "Dinge dingen" im Rahmen des Internationalen Theaterfestival für junges Publikum in Rhein-Main „Starke Stücke“. Am 29. Februar um 15:00 Uhr im Gallustheater. Gewinnfrage: Wie viele Kommunen beteiligen sich an dem Festival?

ZU GEWINNEN (Daniela)

2 x 2 Tickets für das Konzert von Massive Wagons am 18.3. im Bett Club. Gewinnfrage: Welches Lied singt Anna Staab im Prinz von Homburg?

ZU GEWINNEN (Daniela)

2 x 2 Tickets für das Konzert von Extreme am 4.6. in der Batschkapp. Gewinnfrage: Wie heißt die Protagonistin in dem Buch "22 Bahnen"?

ZU GEWINNEN (Daniela)

2 x 2 Tickets für das Konzert von Cardinal Black am 4.3. im Bett Club.
Gewinnfrage: Über welchen Fußballspieler der Elfenbeinküste schreibt Uwe im Gerollten?

GEDRUCKTES

(Petra)

Erwachsenwerden, Kleinstadt, Freundschaft, erste Liebe…und eine Familiengeschichte, die nichts einfacher zu machen scheint. Caroline Wahl hat mit ihrem Romandebüt "22 Bahnen" eine tröstlich-schöne, souverän und eingängig geschriebene Geschichte geschrieben über Tilda, und natürlich auch über Ida, ihre kleine Schwester. Ein eigensinniges, starkes Mädchen, das tolle Bilder malt, aber wenig spricht. Die Mutter ist Alkoholikerin, die Väter sind abwesend – und alles hängt an Tilda.

Die titelgebenden zweiundzwanzig Bahnen im Schwimmbad sind da eine gute Taktung und Raum für sie, der ein wenig Freiheit nach der Uni, dem Job an der Supermarktkasse undsoweiterundsofort verspricht. Sympathisch, weil auch ich das Schwimmen als kurzen Ausbruch aus dem Alltagskorsett und eine Besinnung aufs tiefe Atmen und das leichte Gleiten sehr liebe. Auch Viktor ist plötzlich im Bad, zieht seine Bahnen wie Tilda. Und nicht nur das.

Es ist kompliziert und voller Dramen des Heute und Gestern, dabei ist der Sound aber leicht und lebensfroh. Tildas Lieblingsprofessor an der Uni empfiehlt ihr eine Bewerbung für eine Promotionsstelle in Berlin – Schwerpunkt Wahrscheinlichkeitstheorie, ja: Mathe! – nach ihrem Masterabschluss. Und plötzlich glitzert eine Zukunft auf, in der es um sie selbst geht, um Perspektiven über die Verantwortung für andere hinaus, die die Enge des kleinstädtischen Zuhauses überwindet. Die Schulfreunde sind doch schon alle fort. So einfach macht sie es sich nicht. Doch die glitzernde Zukunft kommt mit Herzklopfen näher, und ich freue mich mit ihr. Und möchte noch mal Zwanzig sein und verliebt.  

Ausgezeichnet: Filmklubb

(Andrea)

Gemeinsam mit ihrem bereits verstorbenen Lebensgefährten José Da Noiva hat Nicole Werth vor einigen Jahren aus einer Industriehalle einen gemütlichen Kinosaal mit liebevoll kuratiertem Programm gemacht. Der Filmklubb ist auch Teil unserer verlängerten Wohnung, wir flätzen uns gerne in die gemütliche Couch und schauen besondere Filme. Natürlich ist der Filmklubb auch ein toller Treffpunkt, irgendjemanden trifft man immer und dann sitzt man, eben fast wie im eigenen Wohnzimmer, gemütlich beisammen und taucht in cineastische Welten ein. Dass das nicht Gewöhnlich ist, hat man auch bei der Stadt bemerkt und nun mit dem Kulturpreis geadelt, der sich nun zum Hessischen Kinopreis gesellt. Die wunderbare Anja Hantelmann hat den Preis gestaltet, der wurde am Mittwoch überreicht und gekrönt noch durch die Ankunft von Enkel vier kurz vor dem großen Moment, dem kleinen "Kult-" Uri und Nic alles Gute und eine glänzende Zukunft! Mindestens zwei Veranstaltungen locken bald (alle aktuellen sind ausverkauft!) Julia Finkernagel ist immer spannend und toll, die Eiche, mein Zuhause und natürlich Lola und... Foto: Stadt Offenbach, georg-foto.de, auf dem Bild neben ihr Laudator Severin Groebner.

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach

Freitag 02. Februar: Jam & Party im mousonturm

(Daniela)

Heute kann man den ganzen Abend im mousonturm verbringen! Im Rahmen der Tanzplattform Rhein Main findet zuerst ein Jam und dann eine Party statt.

Ab 18:00 Uhr: House Roots Jam
House Jam, was ist das?
Eine House Jam ist eine offene informelle Veranstaltung in der House-Tanz-Szene, bei der Tänzer*innen zusammenkommen, um ihre Fähigkeiten zu präsentieren, sich auszutauschen und einzeln und gemeinsam zu tanzen. Im Vordergrund stehen Improvisationen der Tänzer*innen. Dabei bietet die Jam eine Plattform für die Vernetzung der House-Community und feiert die Vielfalt individueller Stile. Diese Events fördern die Gemeinschaft, entdecken neue Talente und stärken die kulturelle Bedeutung des House Dance.

Kann ich auch kommen?
Ja. Zwar richtet sich die Jam an die House-Tanz-Community, was jedoch nicht bedeutet, dass Interessierte ausgeschlossen sind.

 

Ab 21:00 Uhr EP-Release „We Speak Fluently“ + Party mit Kosmik Kat

Eintritt frei, everybody welcome

Freitag, 02. Februar - Samstag, 10. Februar: Ausstellung saasfee*pavillon

(Petra)

Das Visual sieht sehr poetisch aus, da werde ich gerne vorbeischauen: Erinnerungen formen Gesellschaften. Künstler*innen nutzen vielfältige Formen, um sie zu gestalten. Wie beeinflusst diese künstlerische Repräsentation kollektive Erinnerungen? Welche Rolle spielen unterschiedliche Perspektiven bei der Bildung eines kollektiven Gedächtnisses? Wie verhält es sich zum individuellen Erinnern? In welcher Form können wir uns überhaupt erinnern und wie können wir uns schließlich darüber verständigen? Inwieweit kann Kunst das Erinnern transformieren?

may_fly___be_ing, Installation mit künstlerischem Führungsprogramm, Kollektiv May-fly__: Alexandra Kerstin Weiss-Gonzalez, Barnabas Vollmar, Fan-Yu Pu, Ekaterina Sacharova, Jenny Sofie Kasper, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 64 - 66 HH, Eröffnung: 19 - 22 Uhr, Eintritt: freri, Öffnungszeiten:  14 - 18 Uhr (samstags und sonntags nur nach Vereinbarung), special happenings: 03. + 04.02. 16 - 17 Uhr, finissage special: 10.02. 16 – 17 Uhr, Künstlergespräch 17 - 18 Uhr

Freitag, 02. Februar – Samstag, 02. März Kleist. Prinz von Homburg / Schlacht bei Fehrbellin

(Martin)

"Erst das Lazarett zeigt, was der Krieg ist“, dieser Satz aus ‚Im Westen nichts Neues‘ von Erich Maria Remarque ist Leitstern und Kompass für die außergewöhnliche und absolut gelungene Inszenierung von Kleists Prinz von Homburg im Theater Willy Praml in der Naxos Halle. Der Prinz von Homburg, Kleists letztes Drama, dessen Uraufführung er selbst nicht mehr erlebte, weil er sich und seine Geliebte Henriette Vogel zuvor am Berliner Wannsee suizidierte, spielt im Krieg, spielt auf dem Schlachtfeld, zeigt den Adel, spielt zwischen Traum, Leben, Liebe und Tod…

Michael Weber als Regisseur hat eine konsequent-mutige Draufsicht auf das militärische (Er)Leben gewagt, verlegt die Front von Fehrbellin in einen Lazarettsaal (womit er auch Remarque ernst nimmt) und macht uns zu Besuchern von Kriegsversehrten und durch Traumatisierung gezeichneten Menschen. Weber und die Schauspieler*innen zeigen Krieg und seine Folgen schlüssig in den Auswirkungen auf den einzelnen Menschen - und: Regisseur und Ensemble ‚siegen‘! 

Wurde der Prinz von Homburg schon einmal mit einem derart gradlinigen Blick auf die Schrecken des Schlachtens und Metzelns und befreit von allem militärischem Tschingderassabum gezeigt? 2006 inszenierte Armin Petras im Schauspiel Frankfurt den ‚Prinz‘ als biertrinkenden Proll im Dauerregen, zehn Jahre später machte Michael Talheimer einen verträumten Nachthemdträger aus ihm. 

Und Michael Weber und das Ensemble im Theater Willy Praml in der Naxos Halle? Wir betreten den Raum und sehen schwarz. Da liegen sie, der Prinz (Anna Staab), Natalie (Hannah Bröder), der Kurfürst (Birgit Heuser), Obrist Kottwitz (Reinhold Behling), Kurfürstin (Jakob Gail), Graf Hohenzollern (Muawia Harb) in einer trauerfarbenen Bettwäsche in hochgesteller Rückenlage, sie befinden sich im Zwischenreich von Traum, Leben, Liebe und Tod – es sind hier keine Kriegshelden, sondern Opfer, versehrt, zitternd, traumatisiert, beatmet, vor sich hin brabbelnd, zu bemitleiden. 

Es geht kaum anders - vom ersten Moment ist man als Zuschauer in Interaktionen mit dem, was schon geschehen scheint und gar nicht erst groß erzählt werden müsste (wird es zum Glück aber und auch gesprochen in der vollen Schönheit der Kleistschen Sprache) und mit dem, was wir in konzentrierten zwei Stunden miterleben werden. 

Der Zugang zum Stück ist dabei konsequent und trägt: die Beteiligten stellen ihr Widerfahren als Erinnerungen zur Verfügung und wir als Publikum sind ganz dabei, nehmen Anteil, erinnern uns mit und es stellt sich eine Melange an Gefühlen ein, die alle kennen, die Menschen, die im Krieg waren, schon einmal zugehört haben. Dass wir als Publikum dabei sprachlose Beteiligte sind, ist vielleicht durchaus eine Weiterführung und gibt uns als stumme Zeugen eine authentisch adäquate Rolle.

Gezeigt wird der Prinz von Homburg im Theater Willy Praml auf ‚kleiner Bühne‘, das ist eine kluge Entscheidung – zumal in der stattfindenden Schlacht von Fehrbellin die Naxos Halle dann doch zeigt, was sie ist und was sie kann. Gespielt wird von den Schauspieler*innen sensationell. Anna Staab zeigt den Prinzen in seiner Gebrochenheit zwischen Träumer und Soldat, was er beides ist. Wenn sie als Prinz entrückt Bohemian Rhapsody anstimmt und man zu Hause den Liedtext in der Übersetzung liest, erschließt sich, warum Freddie Mercury hier treffsicher passt. 

Brillant das stimmliche Erzeugen von Kriegsatmosphäre insbesondere durch Hannah Bröder. Großartig: Alle! Michael Weber und das Ensemble nehmen in diesem Prinz von Homburg den literarischen Text verdammt ernst und unterfüttern Kleist mit einer zusätzlichen und zuvor so noch nicht gesehenen Perspektive. Der Blick richtet sich nicht auf den historisch kriegerisch-strategisch planenden Adel, sondern fokussiert Krieg in seiner Auswirkung grundsätzlich mit dem Schrecken für das bürgerliche Kanonenfutter. Das ist ein echter Mehrwert und eine literarische Perspektiverweiterung! 

Da die Handlung durchaus komplex ist, hier als Einführung ‚Prinz Friedrich von Homburg to go (Kleist in 10,5 Minuten): https://youtu.be/I0LzvWvW8hE

Hier geht’s zum Reservieren der Karten: https://theaterwillypraml.de
Unbedingt ansehen, unbedingt hingehen! 

Im Februar: Freitag, 2., Samstag, 3., Freitag, 9., Samstag, 10, Freitag, 16., Samstag, 17., Donnerstag, 22. und Samstag, 24.
Im März: Freitag, 1. und Samstag 2.
um jeweils 19.30h
Theater Willy Praml/Naxos Halle
Foto: © Rebekka Waitz

Freitag, 02. Februar + Samstag, 3. Februar: Of/ Nächstes Jahr, gleiche Zeit

(Andrea) 

Premierenwochenende im t-raum! Unter der Regie von Sarah C. Baumann spielen Elena Hahn und Frank Geisler, ebenso gefühlvoll wie unterhaltsam, in der romantischen Komödie „Nächstes Jahr, gleiche Zeit“ aus der Feder von Bernard Slade: George hat sich weit entfernt von zuhause in einem Hotel eingemietet, um einem alten Freund, der dort eine Weingroßhandlung hat, die Jahresbilanz zu machen. Doris hingegen ist unterwegs, um in einem nahe gelegenen Kloster so wie jedes Jahr ihre Exerzitien als gute Katholikin zu absolvieren. Als sie sich jedoch zufällig abends in einem Restaurant begegnen funkt es und sie verbringen eine heiße Liebesnacht miteinander. Allerdings haben beide Familie, von der sie nicht lassen wollen und so verabreden sie sich jedes Jahr zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Aus einem Seitensprung wird eine besondere Liebe. Bernard Slade erzählt diese Liebesgeschichte in sechs Szenen und Fünfjahressprüngen über 25 Jahre hinweg. Doris und George haben Sex miteinander, gehen Essen und lassen den anderen teilnehmen an familiären Freuden und Problemen. Sie tauschen sich aus über berufliche Veränderungen und teilen ihre Ansichten und Einsichten. Das Leben passiert, die Themen ändern sich. Bilder der Enkelkinder werden gezeigt, Potenzprobleme diskutiert und die Erkenntnisse des fortgeschrittenen Alters reflektiert. Trotz Höhen und Tiefen hält die außergewöhnliche Beziehung der beiden. Aber dann kommt das verflixte 25. Jahr. 20 Uhr

t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Freitag, 02. Februar: Of/ Buchbar

(Andrea)

Erwähnte ich es schon? Das Klingspor Museum ist leider ein ziemlich unterschätztes Haus und führt in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein. Typographie und Letter klingen jetzt erstmal nicht für Jeden sexy, aber es kommt eben darauf an, was man daraus macht. Und das machen die Mädels dort (witzigerweise besteht das Team dort wirklich nur aus Frauen, zumindest fällt mir seit der Pensionierung des sehr geschätzten ehemaligen Leiters Stefan Soltek kein Mann ein), freitags zum Beispiel mit der Buchbar. Die wird heute sehr gesellig und falls ich mein Pubertier überredet bekomme, gehen wir hin: Teekesselchen, Anagramme und Teilworte, Grafikdesignerin Agnes Meyer-Wilmes hat eine ganze Reihe Tischwortspiele gestaltet und alle sind eingeladen mitzuspielen. Die Buchbar bietet wie immer Getränke und geselliges Beisammensein. Eintritt nach Wahl. Ab 18 Uhr

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Samstag 03. Februar: JUKEBOX GALOPPI

(Daniela)

Matthias Weller hat nicht nur den schönsten Platten- & Kunstladen der Stadt, er betreibt auch die kleinste Konzertlocation! Mein Glück, ich bin in sechs Gehminuten bei ihm. Auch in 2024 geht's weiter. Matthias schreibt:

"Auch im neuen Jahr geht es weiter mit kleinen Veranstaltungen im HOPPIGALOPPI und so freue ich mich heute schon mal auf den ersten Samstag im Februar hinzuweisen, wenn FLORIAN KELLER zu Gast sein wird.

Florian Keller hat seine Liebe zu Funk Singles Mitte der 80er entdeckt. Seitdem hat der Münchner alle relevanten Clubs in London, San Francisco, St. Petersburg, Beirut, Stockholm, Madrid, Barcelona, Minsk, Dubai, Porto, Zagreb, Timoswara, Helsinki oder Kiev bespielt.

Und das alles an der Seite so illustrer Leute wie Jurassic 5's Cut Chemist, Gilles Peterson, Deep Funk DJ Keb Darge, Ian Wright, Rob Swift, Kruder & Dorfmeister, Q-Bert, The Roots Drummer Questlove, Quantic, James Lavelle & DJ Shadow und vielen, vielen mehr.

Nun kommt er mit einer prall gefüllten 7" Tasche mit den allerfeinsten Singles und "Munich’s Smallest Soundsystem" ins HOPPIGALOPPI - einem von ihm selbst gebauten Soundsystem, mit dem er seit Anfang 2023 regelmäßig im Englischen Garten in München Sessions veranstaltet. Ich durfte letztes Jahr als Gast auch mal dabei sein und war hellauf begeistert von Florians "Munich’s Smallest Soundsystem" Set Up: Es klingt hervorragend!

Für Getränke ist gesorgt, die Tanzschuhe müsst Ihr mitbringen. Den Hut für Euren Support bringe ich mit.

JUKEBOX GALOPPI - Munich’s Smallest Soundsystem - mit FLORIAN KELLER

Sa, 03.02.24; 17-21 Uhr; HOPPIGALOPPI; Berger Str. 56 | Merianplatz

Samstag 03. Februar: SOULFOOD

(Daniela)

Wie wohl die meisten wissen, muss das English Theatre wegen Sanierung/Renovierung umziehen. Das betriftft auch die beliebte Partyreihe SOULFOOD. Die Veranstalter waren aber sehr umtriebig und verkünden:

"Wir haben einige Locations gecheckt und sind sehr glücklich, dass wir in den sehr schönen und grosszügigen Räumen der Tanzschule Monika Bauer die nächste Party ausrichten können. Das heisst, ihr müsst euch Anfang Februar kaum umgewöhnen, denn die Räumlichkeiten sind nur hundert Meter um die Ecke vom Theater. Kaiserstrasse 42. Ob das eine Dauerlösung wird, oder ob wir öfter mal wandern, können wir aktuell noch nicht sagen. Lasst euch überaschen. Auf jeden Fall wird Soulfood weiterhin monatlich stattfinden.
Wir freuen uns sehr auf eine weitere, heitere Dance Night mit euch. Da wir nicht auf das Ende eines Theaterstückes warten müssen, können wir auch etwas früher starten.

Soulfood - Feinster Funk, Soul, Disco Samstag 03. Februar 2024Tanzschule Monika Bauer, Kaiserstraße 42, 60329 Frankfurt Einlass: 21.30 Uhr

DJs: Soulfood Residents Mr. Brown und DJ Sportwagen
Live: Pino Gambioli (Saxophon)
facebook.com/Soulfoodfrankfurt

Kommende Termine: stehen aktuell noch nicht fest. Wir streben an, immer auf den ersten Samstag des Monats zu gehen.

Samstag, 3. und Sonntag, 4. Februar: Queen Blood

(Martin)

Ousmane Sy, auch bekannt als Babson, war eine Sensation der Tanzwelt. Ursprünglich aus dem Fußball und Straßentanz kommend, eroberte er mit seiner Choreografie „Queen Blood“ die internationalen Bühnen der Hochkultur. Präsentiert von seinem Ensemble, der international geprägten Paradox-Sal-Kompanie, vereint das Stück House- und Afro-Tanzelemente zu einer kraftvollen Darbietung weiblicher Selbstbestimmung. Es erforscht die beeindruckende Vielfalt von sieben Tänzerinnen und verschmilzt ihre individuellen Geschichten zu einer leidenschaftlichen kollektiven Erzählung. 

Die einzigartige Bewegungssprache von Babson, durchdrungen von Einflüssen aus House, Hip Hop und Afro-House, verleiht dem Stück eine mitreißende Dynamik. „Queen Blood“ ist zeitgenössisch, gegenwärtig und schafft einen Raum, in dem sich Kenner*innen des zeitgenössischen und subkulturellen Tanzes gleichermaßen verlieren können.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/queen-blood/
Samstag, 3. Februar um 19.30h und
Sonntag, 4. Februar um 18.00h
Tanzplattform Rhein-Main im Mousonturm
Solidarisches Preissystem
Foto: © Timothée Lejolivet

GEROLLTES über den Africa Cup (Viertelfinale bis Finale steht noch aus)

(Uwe)

Am heutigen Freitag und morgigen Samstag wird das Viertelfinale des Afrika Cups ausgespielt. Die gute Nachricht für alle Eintrachtfans ist die, dass die Nationen aller Frankfurter Spieler bereits ausgeschieden sind: Algerien (Chaibi) und Tunesien (Skhiri) früh, im Achtelfinale am Sonntag Ägypten mit Omar Marmoush, der seinen Elfmeter im Elfmeterschießen gegen die Demokratische Republik Kongo verwandelte, andere aber verschossen. Sein Landsmann, der Weltstar Mo Salah vom Liverpooler FC, spielte verletzungsbedingt nicht mit. Mit den drei genannten Nationen mit Eintrachtbeteiligung plus Kamerun, GhanaSenegal und zuletzt Marokko scheiterten einige Teams, die in den letzten Jahrzehnten ihren Kontinent bei Weltmeisterschaften teilweise sehr würdig vertraten, früh aus. Neben Salah ist nun auch sein ehemaliger Liverpooler Sturmpartner, der Senegalese Sadio Mane, ausgeschieden. Beim letzten Africa-Cup, ausgespielt 2022 im Kamerun, standen sich beide Länder noch im Finale gegenüber (Senegal gewann gegen Ägypten).

Senegal scheiterte im Achtelfinale an Gastgeber Elfenbeinküste, dessen größter Spieler (und einer der besten Spieler Afrikas aller Zeiten), Didier Drogba ist. Geboren wurde in Abidjan, 50 Jahre (bis 1983), die Hauptstadt des Landes. Er spielte während seiner aktiven Laufbahn überwiegend bei Chelsea FC und versaute mit einem späten Kopfballtor und einem verwandelten Elfmeter unter anderem den Bayern das Champions League-Endspiel im eigenen Stadion. Nicht nur als Fußballer hatte er einen besonderen Wert für sein Land, er leistete darüber hinaus einen erheblichen Beitrag zur Versöhnung zweier verfeindeter Volksgruppen (siehe die Dokumentation „Rebellen am Ball“). Im Kader der Elfenbeinküste stehen auch die ehemaligen Frankfurter Ndicka (mittlerweile AS Rom) und Haller (mittlerweile Dortmund) und darüber hinaus einige bekannte Kicker aus europäischen Ligen. Der ein oder andere aus dem Team verdient sein Geld im besten Fußballeralter mittlerweile in Saudi-Arabien, darunter Franck Kessie (u.a. AC Mailand, FC Barcelona) oder Seko Fofana.

Gespielt wird im Winter 2024, normalerweise wird der Wettbewerb alle zwei Jahre zu ungeraden Jahreszahlen durchgeführt, um nicht mit einer EM zu konkurrieren. Klimabedingt wurde nicht im Sommer 2023 gespielt, sondern im Januar / Februar 2024. Das ist nicht im Sinne der europäischen Clubs, weil deren Wettbewerbe dann weiterlaufen, aber es muss sich ja nicht alles um das Wohl und Wehe von Manchester City, Bayern München oder eben dem der Eintracht hängen.

Samstag, 3. Februar: Of/ PSYCHEDELIC SPACEROCK NACHT,

(Andrea)

Der Maindamm muss saniert werden und vor etwas über einem Jahr haben die Arbeiten in Rumpenheim begonnen. Seitdem arbeitet sich die Karawane voran und sollte im Sommer 2024 die Innenstadt erreicht haben. Sollte, weil aktuell sind die wohl noch in Bürgel. Mir graut schon ein wenig, wenn das in der Innenstadt losgeht, denn von dem schönen alten Damm mit Baumbestand wird wohl nicht mehr viel bleiben, zumindest mir fehlt da die Vision. Zudem verstehe ich die Maßnahme nicht, da direkt gegenüber im Fechenheimer Bogen Überflutungsflächen entstanden sind..Aber ich bin weder Hochwasserspezialist noch Stadtplaner..) Nun, direkt betroffen ist natürlich der Waggon und die haben sich jetzt ausquartiert und gehen ins Exil. Schön, dass Georg & Torsten u.a. mit dem KJK Sandgasse eine Lösung gefunden haben, die zugleich mehr Zuschauer gut vertragen kann - die beiden heutigen Acts vertragen mehr Besucher als im Waggon Platz wäre, die PSYCHEDELIC SPACEROCK NACHT ist nämlich hochkarätig besetzt mit THE IMPERIAL MUSTARD aus Frankfurt und THE SUN OR THE MOON aus Mainz. Und das zu den im Waggon üblichen Bedingungen: Eintritt frei - aber bitte Spende für die Bands, wenn euch Musik & unser Konzept gefallen! ------------------------------------
THE IMPERIAL MUSTARD Die Musik von The Imperial Mustard basiert auf kollektiven Improvisationen mit krautrockigen, repetitiven Strukturen, die auch mal funky oder wavig werden können, immer groovend und eingebettet in psychedelisches Ambiente. So entstehen aus den Jams immer wieder stringente Arrangements, quasi aus dem Nichts. Das ist das Konzept geworden. Der Name ist hier Schall und Rauch, halbsüß und extra-scharf zugleich. "It's happening right now!" - ist das Motto, wenn The Imperial Mustard zusammenkommen, um Musik zu machen. The Imperial Mustard sind Gene Deja (Gitarre), Carsten Eckermann (Bass), Suse Michel (Gesang), Stefan Myschor (Schlagzeug) und Hank Wagner (Gitarre). Gemeinsam teilen sie die Liebe zu Bands wie Velvet Underground, Neu, Captain Beefheart, Patti Smith Group, Old Neil & Crazy Horse, PJ Harvey und anderen. Seit den 80er Jahren sind Carsten, Suse, Stefan und Hank in der Frankfurter Musikszene immer wieder in verschiedenen Bandprojekten unterwegs, teilweise auch gemeinsam. Und mit Gene Deja bekommt das Ganze frisches Blut und neuen Gitarrenspace.  THE SUN OR THE MOON The Sun Or The Moon wurde im Sommer 2019 im Großraum Mainz gegründet. Auf ihren beiden auf Tonzonen Records erschienenen Alben „Cosmic“ und „Andromeda“ gelingt der Band eine originelle und vielseitige Neuinterpretation des 1970er Psych- und Prog-Genres, angereichert mit krautig-repetitiven Elementen und zuweilen auch träumerischen Momenten von floydianischer Schönheit. Die vier Musiker Frank Incense (Gesang, Bass, Elektronik), Susanne Schneider (Keyboards), Markus Weber (Gitarre) und Marcus Pukropski (Schlagzeug) unterstreichen mit ihrem Songs, dass Krautrock schon lange keine despektierliche Gattungsbezeichnung mehr ist, sondern ein Qualitätsmerkmal. Die Musiker nutzen eine Vielzahl von Inspirationsquellen, die sie in ihre halluzinogenen Klangperlen einfließen lassen: Psychedelische Bands der 60er und 70er Jahre, Art- und Prog-Rock (Pink Floyd, Porcupine Tree), Krautrock (CAN, Amon Düül), Elektro-Pioniere (Kraftwerk, Tangerine Dream), Trip-Hop (Massive Attack, Portishead) sowie Weltmusik, Jazz, New Wave, Post-Punk und Musique Concrete. Das Besondere an The Sun Or The Moon ist, dass es der Band gelingt, ihre vielfältig Einflüsse auf höchst entspannte Weise zu einem homogenen Ganzen zu verschmelzen.

Einlass: 19:30 Uhr Beginn: 20 Uhr KJK Sandgasse, Sandgasse 26. Offenbach

Samstag, 3. Februar: Of/ the quite girl

(Andrea)

Herrje, ich war schon beim Trailer tief berührt, das ist sicher ein sehr besonderer Film, der heute im Hafenkino zu sehen ist: "Am Ende des Frühjahrs 1981 wird die neunjährige Cáit zu entfernten Verwandten aufs Land gebracht. Das schweigsame Mädchen soll hier den Sommer verbringen, ohne ihrem Elternhaus zur Last zu fallen. Nur mit den Kleidern, die sie auf dem Leib trägt, zieht sie in das gepflegte Landhaus ein, zu dem eine Allee mit üppig-grünen Bäumen führt. Wann und ob sie wieder nach Hause zurückkehren wird, weiß sie nicht. Die Kinsellas sind hart arbeitende Farmer, die es zu bescheidendem Wohlstand gebracht haben. Eibhlín kümmert sich behutsam und liebevoll um Cáit, gibt ihr Geborgenheit und Nähe. Zu Seán, dem Mann im Haus, ist das Verhältnis distanziert, bis auch er sich von dem Mädchen bei der Arbeit mit den Tieren helfen lässt und sich dem ruhigen Kind langsam öffnet. In der Obhut der Kinsellas blüht Cáit langsam auf und entdeckt ein ganz neues Leben. Doch auch in diesem Haus, wo es so etwas wie Liebe für sie geben könnte, herrscht eine Stille, die sich vom leisen, aber dauernden Schmerz seiner Bewohner ernährt. Inmitten dieser kargen, schönen irischen Landschaft liegt ein Geheimnis verborgen, auf dessen Spuren sich Cáit mit neu gewonnenem Mut und Vertrauen begibt. The Quiet Girl ist eine stille Sensation im Kinojahr. Der erste irisch-sprachige Film, der für einen Oscar nominiert wurde, ist eine sanfte und zutiefst hoffnungsvolle Erzählung über Menschen, die versuchen, Schmerz und Einsamkeit hinter sich zu lassen. In großen Kinobildern, die von leuchtenden Farben gesättigt sind, erzählt The Quiet Girl davon, wie Liebe und Geborgenheit einen gemeinsamen Raum der Sprachlosigkeit entstehen lassen. Ein starker und intensiver Film der Bilder über eine Menschlichkeit, die sich jenseits von Worten entfaltet. 20 Uhr

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Sonntag, 04. Februar: Che Sudaka celebrates 21 years

(Uwe)

„Che Sudaka ist eine Musikband aus Barcelona, deren Gruppenmitglieder ursprünglich aus Argentinien und Kolumbien stammen. Sie bezieht ihren Stil hauptsächlich aus Reggae-, Punk-, Ska-, Hip-Hop-, Latin- und Alternative-Rock“, steht in Wikipedia. In der Presseinfo steht darüber hinaus: „For two decades, the band's live performance has been one of the most powerful in Europe according to the audience and music industry professionals. The group's 10 albums are a true celebration of styles, cultures, and languages, dancing to the rhythm of the most incendiary urban cumbia, merengue ska, modern Latin American folklore, and the ever-present punk attitude, more irreverent but with increasingly sincere and conscious lyrics. Time and the love of people have turned Che Sudaka into a living legend. Without a doubt, it's a cult band“.

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F., Carl-Benz-Straße
20:00 H
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Sonntag, 4. Februar: Zur Nacht

(Martin)

Bernhard kann nicht schlafen. 
Viviane hat jede Nacht denselben Traum, der ein Alptraum ist, weil er sich nicht von der Realität unterscheidet. 
Jeremias kann nur im Dunkeln essen. 
Lena wurde mittags in einem sonnendurchtränkten Zimmer geboren. 
Bernhard und Viviane sind die Eltern von Lena.
Lena verschwindet und taucht wieder auf. 
Bernhard und Viviane haben Jeremias adoptiert.
Jeremias ist der Gärtner von Bernhard und Viviane. 
Lena und Jeremias sind ein Paar. 
Lena arbeitet an ihrem Untergang. 
Jeremias ist Veteran. 
Lena und Jeremias suchen ein Opfer. 
Bernhard fährt nachts an den Hafen, vor ihm auf der Straße ein Unfallauto, das aussieht wie ein großes Tier. 
Viviane sieht durch das Fenster die Landschaft brennen. 

In Evelyne de la Chenelières Stück „Zur Nacht“ verweben sich unterschiedliche Perspektiven zum Porträt einer Wohlstandsfamilie. 

Die Tochter Lena fühlt sich von der Fürsorglichkeit ihrer Eltern, die ihr alles geben wollen, erdrückt und will ausbrechen. In ihrem Versuch, ihre bürgerliche Herkunft abzustreifen, greift sie zu immer drastischeren Mitteln, aber die Eltern versuchen, die Fassade zu wahren, weiterzumachen, als wäre alles in Ordnung. Hauptsache, das Boeuf Bourgignon schmeckt. Und dazwischen: Jeremias, der nicht ins Bild passt, dem eine schwierige Vergangenheit nachgesagt wird, der aber selbst kaum zu Wort kommt. Gemeinsam mit ihm will Lena „die Unschuld wiederherstellen“, wie sie sagen. – Mit jeder Szene wird deutlicher, dass das einen schrecklichen Ausgang haben kann.

Ein Thriller voll bitterer Komik, der von Generationenkonflikten und Klassengegensätzen handelt. Und ein poetisches Stück über die Nacht, dunkle Fantasien und die Kraft der Sprache.

Hier geht’s zur Reservierung: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php?prg=ZUR%20NACHT&dt=01.%20Februar%2024

Sonntag, 4. Februar um jeweils 20.00h
Zur Nacht - Deutschsprachige Erstaufführung
im Theater Landungsbrücken
Foto: © Christian Schuller

Sonntag, 4. Februar: Of/ Kalle Kosmonaut

(Andrea)

Wie schön, dass sich langsam auch die Parksidestudios aus dem Winterschlaf zurückmelden. Frank zeigt heute mit dem Film "Kalle Kosmonaut" eine spannende Coming-of-Age-Geschichte aus dem Herzen der Republik: "Der 16-jährige Kalle streift durch eine Brachlandschaft in Berlin. Er bereut eine folgenschwere Tat, die sein Leben verändern wird. „Ich weiß nicht, wie’s angefangen hat, die ganze Geschichte mit mir”. Kalle mit 10. Nachts allein im Kiez. Die erste Liebe. Jugendweihe. Mutproben auf den Fernwärme-Rohren der Stadt. Freundschaften und Hochzeiten. Verhandlung, Verurteilung, Knast. Die Welt draußen dreht sich weiter. Opa wünscht sich die DDR zurück. Oma besiegt die Sucht. Mama schickt zum 18. Geburtstag Raketen in die Nacht. Die Polizistin wacht über ihr Revier. Für Kalle beginnt nach dem Gefängnis eine atemlose Odyssee zurück zu sich." Tageskasse: Eintritt 8,00 Euro, Einlass: ab 14:30 Uhr

Parkside Studios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Montag 05. Februar: Frankfurt steht auf für Demokratie

(Daniela)

Frankfurt steht auf für Demokratie

Die Basis unseres Zusammenlebens – das Grundgesetz – wird dieses Jahr 75 Jahre alt. Es ist das rechtliche Fundament der Bundesrepublik Deutschland. Die Würde des Menschen ist unantastbar – das ist die Grundlage unseres politischen und gesellschaftlichen Handelns.

Dieses gesellschaftliche Fundament wird von menschen- und demokratiefeindlichen Parteien und Gruppierungen angegriffen.

Die AfD tritt das Grundgesetz mit Füßen. Auf dem Potsdamer Treffen wurde die Vertreibung von Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürgern diskutiert. Gleichzeitig werden Demokratie und Rechtsstaat auch durch Verächtlichmachung demokratischer Institutionen von innen heraus infrage gestellt. Solche Angriffe auf unser Grundgesetz dürfen nicht unbeantwortet bleiben. 

Seit Tagen demonstrieren im ganzen Land hunderttausende Menschen für unsere Demokratie und Menschenrechte. Das zeigt, dass die Gesellschaft bereit ist, Angriffen auf die Demokratie wirkungsvoll entgegenzutreten. 

Für Demokratinnen und Demokraten ist klar: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Alle Menschen sollen frei und selbstbestimmt leben können.

Wir wissen, dass es wichtig ist, gemeinsam ein Zeichen zu setzen - für unsere liberale, gerechte, offene und soziale Gesellschaft. Wir halten zusammen und verteidigen unsere Werte.
Es ist an der Zeit, diesen Worten auch Taten folgen zu lassen.
Es ist an der Zeit, Präsenz zu zeigen. Aufzustehen. Rauszugehen.

Montag, den 5. Februar 2024 um 17:00 Uhr auf dem Römerberg.

Gemeinsam wollen wir das verteidigen, was uns allen eigentlich als viel zu selbstverständlich erscheint: Unsere Demokratie.

Für unsere internationale Sport- und Kulturszene.
Für unseren starken Wirtschaftsstandort.
Für unsere weltoffene und vielfältige Stadt.
Für Frankfurt.

Mittwoch 07. Februar: DIE KLIMA-KUH. VON DER UMWELTSÜNDERIN ZUR WELTENRETTERIN

(Daniela)

Raus aus dem Stall und zurück auf die Weide! „Die Milch macht’s“ hieß es früher in der Werbung und ganz ähnliche Slogans warben auch für Fleisch. Heute undenkbar. Wir wissen schließlich, wie schädlich Milch und Fleisch sind – für uns und für das Klima. Wir wissen doch, dass die Kuh mit ihrem Methanausstoß das Weltklima zerrülpst. Aber wissen wir das wirklich? Sind diese Narrative über unsere Landwirtschaft und Ernährung von Fakten gestützt und wissenschaftlich nachweisbar? Nein, das sind sie nicht, sagt Florian Schwinn. Im Gegenteil: Die viel geschmähte Kuh kann unsere Retterin sein. Über zehntausend Jahre nachdem wir unsere Kultur auf dem Rücken der Rinder aufgebaut haben, können wir mit ihrer Hilfe eben diese Kultur und damit unsere Welt retten. Wir müssen dafür allerdings aufhören, sie in Ställe zu sperren und zu Hochleistungsmaschinen zu machen. Wir müssen sie wieder rauslassen und ihnen den Freiraum zurückgeben, den sie einst mit und für uns gestaltet haben. Wir müssen dafür die ganze Landwirtschaft vom industriellen Wasserkopf auf die bäuerlichen Füße stellen. Und das geht nur mit Kühen! Warum und wie, das zeigt das Buch Die Klima-Kuh (Westend Verlag).

Florian Schwinn (Jahrgang 1954) ist Journalist im Bereich Politik und Wissenschaft. Er hat für Print und Hörfunk gearbeitet, Radiofeature produziert und moderierte beim Hessischen Rundfunk die mehrfach ausgezeichnete Radiosendung "Der Tag". Seit vielen Jahren bearbeitet er Umweltthemen und kümmert sich um die Ausbeutung und den Schutz der natürlichen Ressourcen und unser zwiespältiges Verhältnis zu den "anderen" Tieren. 2017 erhielt er den Deutschen Umwelt-Medienpreis und 2018 den Eduard-Bernhard-Preis des BUND Hessen.

Moderation: Malina Kunze, Koala Kollektiv (Frankfurter Aktivist*innengruppe für mehr Klimagerechtigkeit)

Mehr Infos & Tickets: Florian Schwinn | Die Klima-Kuh. Von der Umweltsünderin zur Weltenretterin - Romanfabrik

Romanfabrik, Hanauer Landstrasse 186

Foto: (c) Sebastian Reimold

Nur noch bis 18. Februar: Lyonel Feininger. Retrospektive

(Martin)

Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat, muss sich jetzt beeilen! 

„Feininger - das ist doch der, der immer die gleiche Kirche malt und Landschaften aus geometrischen Formen? Von wegen. In der Frankfurter Schirn sind so viele verschiedene Werke dieses Vertreters der klassischen Moderne zu sehen wie noch nie zuvor.“ – das schreibt die Hessenschau. 

Der Deutsch-Amerikaner Lyonel Feininger (1871-1956) war eine schillernde Persönlichkeit: Die Maler Wassily Kandinsky, Paul Klee und Franz Marc zählten zu seinen Freuden. Walter Gropius machte ihn zum ersten Meister an der Bauhaus-Kunstschule und seine Karikaturen begeisterten Leser in Deutschland, Frankreich und den USA. Nach ihm wurde ein Asteroid benannt, eine Sonderbriefmarke mit einem Bild von ihm gedruckt und sogar zwei Radwege tragen seinen Namen.

In einer Retrospektive der Frankfurter Kunsthalle Schirn werden jetzt bis Februar erstmals 160 Werke des Künstlers gezeigt, die noch nie zusammen ausgestellt wurden. (…) Lyonel Feininger ist weit über 80 Jahre alt geworden und gezeichnet hat er eigentlich immer. Die Schirn-Ausstellung schafft es, Werke aus der kompletten Schaffensperiode zu zeigen.

‚Das hat es noch nie gegeben‘, betont die Kuratorin der Ausstellung, Ingrid Pfeiffer. Dafür wurden mit enormen Aufwand Feininger-Werke unter anderem aus zehn verschiedenen amerikanischen Museen geliehen. 160 Werke sind so zusammengekommen. Und zwar nicht nur Bilder, sondern auch Skizzen, selbst kreiertes Spielzeug und vor allem auch Fotografien, die der Künstler selbst gemacht hat.

Er hat 20.000 Fotos hinterlassen, von denen lange niemand wusste. Gesehen hat die bisher fast niemand, bis auf eine Handvoll Experten‘, betont die Kuratorin und ist stolz, dass einige davon zum ersten Mal ausgestellt werden.“ (Yvonne Koch/Hessenschau). 

Nur noch bis 18. Februar: Lyonel Feininger. Retrospektive
Schirn - Kunsthalle
Foto: © Norbert Miguletz

Bis Sonntag 11. Februar: Winterwerft „Losing Ground“

(Daniela)

Viele kennen protagon von der Sommerwerft am Frankfurter Mainufer. Mit der Winterwerft setzen sie „Kultur für alle“ auch im Winter um. Die Winterwerft ist das Festival für wildes, organisches Theater, für Theater, das wagt, unerschrocken, neugierig und fragend in die Abgründe dieser Zeit zu blicken.

Vom 26.01.-11.02. öffnen wir Türen und Tore und laden Euch zur Winterwerft ein: jeweils von Freitag bis Sonntag erwartet Euch auf dem Kulturgelände ein gut gefülltes Programm:
Wir haben regionale und internationale Künstler*innen aus Theater, Musik und Bildender Kunst eingeladen, ihre Arbeiten rund um Klimakrise, Artensterben, kulturelle und soziale Kämpfe zu zeigen. Jedes Wochenende teilen wir im Rahmen des Festivalprogramms auch die Ergebnisse aus unserem dreiwöchigen Theaterlabor und wollen dazu mit euch in den Austausch kommen.

Auf dem Winterwerft Gelände finden wir dafür einen magischen Rahmen. Tagsüber gibt es für alle zugängliche Workshops aus Theater, Tanz und mehr. Ab 18:30 Uhr öffnet dann das Gelände und unsere Ausstellung. Die Jurte, das Babushka Café und das Foyer laden mit Konzertklängen, Gesprächsformaten, warmen Getränken und Leckereien zum Verweilen und Austausch ein. In der Halle finden Theater und Performances statt, und wenn wir es brauchen, ist dort auch Platz zum Tanzen. Und Sonntags haben wir am Nachmittag ein Programm für die Kleineren: Fantasievolle Workshops in der gemütlichen Jurte und Theater für kleine und große Menschen.

Mit dem Thema „Losing Ground“ gehen wir einmal mehr auf die Suche. Stolpernd, zärtlich, wild und wütend wollen wir versuchen, dem und denen Stimme und Gestalt zu verleihen, die sonst oft ungehört bleiben. Und wir wollen ihn wiederfinden: den Boden der Tatsachen.

Auf dem Protagon Kulturgelände findet die Winterwerft dafür den richtigen Rahmen. Workshops zu Theater, Tanz und weiteren Themen sind tagsüber für alle zugänglich. Ab 18:30 Uhr öffnet dann das Gelände, inkl. der Ausstellung. Die Jurte, das Babushka Café und das Foyer laden mit Konzerten, Gesprächsformaten, warmen Getränken und Leckereien zum Verweilen und Austausch ein. Die Halle ist Bühne für Theater und Performances,  und auch Platz zum Tanzen. Sonntags haben wir nachmittags ein Programm für die Kleineren: Fantasievolle Workshops in der Jurte und auch Theater für unsere Kids. 

Mehr Informationen und Anmeldung für unserer Workshops auf der Website: www.winterwerft.de

Donnerstag, 08. Februar: HfMDK : SalsaNight

(Uwe)

Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst hat eine eigene Salsa Band, die authentische Salsa Musik aus Cuba und Puerto Rico spielt. Ana Pico aus Cuba singt schön und wird dabei begleitet von einer groovenden Rhythmusgruppe mit Timbales, Congas und Bongos, klassische Hits des Genres, sowie unbekanntere Stücke. Im Repertoire befinden sich sowohl Stücke aus den 70er Jahren des letzen Jahrhunderts als auch modernere… Eine 4-köpfige Bläser Section sorgt für ordentlich Power ... Die abwechslungsreichen Arrangements sind mal romantisch mal energisch und kraftvoll und laden nicht nur zum Zuhören ein … Die Musik ist natürlich perfekt zum Tanzen geeignet.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 8 € zzgl. Gebühren / AK: 10 € / Studierende der HfMDK zahlen 5 € an der AK / Stehplatz
Foto: Brotfabrik

Donnerstag, 08. Februar: Swans

(Uwe)

Von der Originalbesetzung der US-amerikanische Band aus 1982 ist nur noch Gründer Michael Gira übrig. Auf ihn zu verzichten wäre auch keine besonders gute Idee, weil er die experimentelle Rockmusik durch seine Stimme veredelt. Spontaner Anspieltipp: „Blind“ vom Album White Light from the Mouth of Infinity aus 1991. Die Frage, warum sich die Band nach Schwänen benannte, beantwortete Gira wie folgt: „Swans are these beautiful animals, who are in reality completely obnoxious. They’re hateful things.” (Reflex, Ausgabe 03/1988, aus Wikipedia). In England sehen die es anders. Weil die Schwäne im 15. Jahrhundert intensiv bejagt wurden, wurden sie unter besonderen Schutz des Königshauses gestellt.

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
Einlass: 19 Uhr

Freitag, 9. Februar: PETERLICHT: Ja ok aber

(Martin)

Lesung mit Musik

Ein Mann mittleren Alters mietet sich in einem Co-Working-Space ein. Er will endlich vorankommen. Womit ist noch unklar, doch er spürt, es geht ums Ganze.So scheint es hier allen zu gehen: Flexible Selbstoptimierer:innen, erfahrene Förderantragsschreibis, sprachlose Call-Center-Agenten, wortgewandte Prokrastinierer und andere frei flottierende Büroexistenzen – sie alle haben viel vor und stehen doch die meiste Zeit im Pausenraum und trinken Kaffee. Denn es gilt: kein Kapitalismus ohne Kaffee.

PeterLicht erzählt in seinem Roman-Debüt, wie weit es mit der Selbstbestimmtheit in Zeiten der Digitalisierung her ist. Begleitet wird die Lesung von dem Multi-Instrumentalisten Bene Filleböck. PeterLicht singt Lieder aus seinem einzigartigen und reichhaltigen Repertoire, vom »Sonnendeck« bis zum »Ende des Kapitalismus«

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/peterlicht-ja-ok-aber/1782/

Freitag, 9. Februar um 19.30h
Lesung mit Musik im Schauspiel Frankfurt/Großes Haus
Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt

Freitag, 9. Februar: Of/ Anatomie eines Falls

(Andrea)

Weil ich "Anatomie eines Falls" noch immer nicht gessehen habe, gehe ich heute ins Hafenkino: "Sandra, eine deutsche Schriftstellerin, ihr französischer Ehemann Samuel und ihr Sohn Daniel leben in einem kleinen Ort in den französischen Alpen. An einem strahlenden Tag wird Samuel am Fuße ihres Chalets tot im Schnee gefunden. War es Mord? Selbstmord? Oder doch nur ein tragischer Unfall? Der Polizei erscheint Samuels plötzlicher Tod verdächtig, und Sandra wird zur Hauptverdächtigen. Es folgt ein aufreibender Indizienprozess, der nach und nach nicht nur die Umstände von Samuels Tod, sondern auch Sandras und Samuels lebhafte Beziehung im Detail seziert.
Beim diesjährigen Festival von Cannes wurde Justin Triet – als dritte Frau in der Geschichte des Festivals – für Anatomie eines Falls mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Im Ringen um die Frage, was wirklich geschah, entspinnt Triet auf raffinierte Weise ein packendes Beziehungsdrama, das die Widersprüche im Privaten der harten Realität des Justizsystems gegenüberstellt. Sandra Hüller glänzt erneut mit ihrem außergewöhnlichen und höchst nuancierten Spiel und wurde in Cannes von der deutschen und internationalen Presse gefeiert." 20 Uhr

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Freitag, 9. Februar (Premiere/Uraufführung): Der Fleck - Eine Aussprache unter Freunden

(Martin)

Philipp Mosetter - Eine bitterböse Komödie
Volksbühne im Großen Hirschgraben

Diese Premiere ist auch eine Uraufführung – also ein Stück, das noch nie gezeigt wurde… Zwei befreundete Paare treffen sich zu einer Aussprache. Die Volksbühne, an einem spielfreien Tag, scheint ein guter und neutraler Ort dafür. Nun ist aber doch – irrtümlicherweise – Publikum anwesend. So gerät das Stück zu einem Stück Theater im Theater: Ein wilder Ritt durch die Konflikte dieser Vierer-Konstellation beginnt – bis geschossen wird!

Philipp Mosetter, seit vielen Jahren gemeinsam mit Michael Quast in Sachen Goethe, Schiller und Grimm auf der Bühne, hat eine bitterböse Komödie geschrieben.

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/philipp-mosetter-der-fleck

Freitag, 9. Februar (Premiere/Uraufführung) um 19.30h
Weitere Vorstellungen am Sonntag, 11. Februar um 17.00h und am Samstag, 17. Februar um 19.30h, am Samstag, 2., Freitag, 8. und Samstag, 23. März
um jeweils 19.30h
Volksbühne im Großen Hirschgraben
Foto: © Probenfoto von Michael Quast

Freitag, 9. – Sonntag, 11. Februar: B-Ebene – Underground Stories. Porträt einer Stadt

(Martin)

Hannes Seidel / Musiktheater

Die B-Ebene der Hauptwache Frankfurt ist eine großartige Bühne. Gerahmt von grün gekachelten Säulen und Wänden, beleuchtet von gelblichem Licht wirkt dieser Ort wie ein Konzentrat der Vielstimmigkeit der Stadt. Hier wirkt jeder Gang wie ein Auftritt, jedes (Selbst-)Gespräch wie eine kleine Szene, und wartende Personen, Verkäufer*innen, die Obst und Getränke anbieten, oder herumlungernde Jugendliche werden zu lebenden Tableaus.

Aus Beobachtungen und Aufzeichnungen dieses Ortes, aus Interviews mit Menschen, die dort jeden Tag verbringen, haben acht Musiker*innen des Ensemble MAM:manufaktur für aktuelle musik gemeinsam mit Schüler*innen der IGS Süd und der Komponist und Musiktheatermacher Hannes Seidl ein Stück für den Saal des Mousonturms entwickelt, das die Vielstimmigkeit feiert. 

In einer von der Szenografin Natalia Orendain geschaffenen Theaterlandschaft entsteht das Porträt einer Stadt aus verschiedensten Perspektiven: wie sie sein könnte, wie sie vielleicht einmal war, wie sie sich selbst sieht. Eingehüllt in das Grundrauschen von Schritten, Lüftungen und U-Bahnen entstehen wie beiläufig kleinere und größere Gruppen, die gemeinsam musizieren, Ball spielen, einfach abhängen oder Geschichten erzählen. In das wie selbstverständlich wirkende Zusammenspiel blitzen vereinzelt Momente des Unwahrscheinlichen, Fantastischen ein, um Teil der polyphonen Mehrchörigkeit zu werden.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/b-ebene-underground-stories-portraet-einer-stadt/

Freitag, 9. und Samstag, 10. Februar um jeweils 20.00h
Sonntag, 11. Februar um 18.00h
Mousonturm
Solidarisches Preissystem
Foto: © formfellows

Freitag, 9. – Sonntag, 11. Februar: Der thermale Widerstand

(Martin)

Der thermale Widerstand: Eine süffisante Kapitalismuskritik, platziert in einem Umfeld, welches die „heile Welt“ nicht besser symbolisieren könnte: Revolution im Kurbad! Mit viel Wortwitz und sprachlicher Schärfe zeichnet der österreichische Autor und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz ein Bild unserer Gesellschaft, die sprichwörtlich im Überfluss badet, und in der dennoch alles und jeder auf Verbesserung, Optimierung und Leistung ausgerichtet ist. Nur der Verlust des eigenen Status Quo muss dabei in jedem Fall verhindert werden – notfalls mit Gewalt!

Ferdinand Schmalz zählt derzeit zu den gefragtesten und meistgespielten Autoren auf deutschsprachigen Bühnen. Mit „Mein Lieblingstier heißt Winter“ stand er 2021 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis, die gleichnamige Stückbearbeitung ist aktuell am Schauspiel Frankfurt zu sehen.

Hier geht’s zum Reservieren: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php

Freitag, 9. – Sonntag, 11. Februar und
Donnerstag, 21. – Sonntag, 14. März
um jeweils 20.00 Uhr
Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294
Foto: © Homepage Landungsbrücken

Samstag, 10. Februar: My Ugly Clementine

(Uwe)

Die in meinem absoluten Lieblingsfilm „Vergiss mein nicht“ von Kate Winslet gespielte Figur heißt Clementine. Sie wird geliebt von dem von Jim Carey dargestellten Joel Barish. Bei einem der ersten Treffen im Film erklärt er ihr etwas unbeholfen den Ursprung ihres Namens (mild, sanft, großmütig), den sie natürlich kennt. Das sanfte von Clementine wird im Bandnamen durch den Zusatz „ugly“ etwas neutralisiert. My Ugly Clementine sind drei durch in der Heimat verliehene Awards hoch dekorierte Österreicherinnen, die Indie-Rock spielen. „Das Trio setzt sich thematisch stark mit den Themen Feminismus, Empowerment und Gleichberechtigung auseinander. Durch die Besetzung mit großteils in Wiener Musikkreisen weithin bekannten Persönlichkeiten wurde die Band von lokalen Medien schon früh vielfach als „Supergroup“ bezeichnet“ (Wikipedia).Zwei Platten und diverse Singles haben sie zwischenzeitlich veröffentlicht, unter anderem Never Be Yours, The Good The Bad The Ugly, I'm Boring und zuletzt  Are You In sowie Feet Up

Zoom
Carl-Benz-Str. 21
Einlass: 18:00H
Foto Homepage Zoom

Mittwoch, 14. Februar: Of/ Transsib

(Andrea)

Seit ich mal irgendwann einen Reisebericht über die Transib gelesen habe, und das war defitiv vor Wende, träume ich davon, in Berlin ein- und in Wladiwostok umzusteigen, man kann nämlich dann nach Bangkok fahren. Warum ich das bisher nicht gemacht habe? Kein Geld, keine Traute, dauernd war was anderes und aktuell verbietet sich ohnehin jede Reise nach Russland. Julia Finkernagel hat die Reise schon gemacht und hat einiges zu berichten. Vielleicht ist der heutige Abend der kick, den es braucht...19 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag 15. Februar: Lightville Konzert

(Daniela)

Das Frankfurter Living Hotel in Sachsenhausen macht ziemlich viele Kulturveranstaltungen, die wohl auch immer sehr gut besucht sind.

Das Klarinetten/Klavier-Duo der Jungstars Shuteen Erdenebaatar und Nils Kugelmann

Zum Neustart von Jazz? We Can! nach der langen Pandemie-Pause geben sich keine Geringeren als die beiden aktuellen Shooting Stars der deutschen, ja europäischen Jazzszene die Ehre. Beide haben, für sich wie vereint, im Eiltempo einige der wichtigsten Nachwuchs-Preise eingeheimst, bis hin zum BMW Young Artist Jazz Award. Beide haben 2023 ihre Debütalben bei renommierten Labels vorgelegt, für das es herausragende Kritiken von den großen Zeitungen bis zur amerikanischen Jazz-Bibel „Downbeat“ hagelte. Da ist einmal die Pianistin Shuteen Erdenebaatar, die vor gerade erst fünf Jahren aus der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator zum Studium nach München kam.  Seitdem hat sie die Jazzszene im Sauseschritt erobert und gerade ihr erstes internationales Album „Rising Sun“ beim renommierten New Yorker Label Motema veröffentlicht.

Auf der Bühne wie im Leben steht ihr Nils Kugelmann zur Seite. Auch er hat sich in kürzester Zeit in die erste Reihe der Bassisten gespielt, bei aufstrebenden jungen Bands wie dem Luca Zambito Quartett oder Renner, vor allem aber mit seinem eigenen Trio, mit dem er seit kurzem ACT-Artist ist, seit er bei diesem zusammen mit ECM wohl wichtigsten Independent Jazz-Label sein Debütalbum „Stormy Beauty“ herausgebracht hat. Der Multitalentierte spielt freilich nicht nur Bass, sondern bei Lightville Kontraaltklarinette, wobei er mit dem Klischee bricht, dass dieses äußerst rare Instrument nur die Basstöne in der Klarinettengruppe beisteuert. Hier lässt er sie auch und gerade als Soloinstrument glänzen.

In Lightville begegnen sich Erdenebaatar und Kugelmann als Performer und Komponisten zugleich. Sie spielen mit Hoffnung und Spannung, Kraft und Sensibilität, Leidenschaft und Stille. Die Balance aus komponierter Musik und lebendiger Improvisation führt zu unvergesslichen Momenten, die sich nicht wiederholen lassen. Schon 2022 wurde das Duo mit dem Biberacher Jazzpreis ausgezeichnet.

Einlass ab 19:00 Uhr – Veranstaltungsbeginn 20:00 Uhr
Living Hotel, Mailänderstraße 8 / 60598 Frankfurt
Mehr Infos und Tickets: www.living-hotels.com/jazz

Freitag 16. Februar: Vintage Soundsystem #6 mit DJ Maya

(Daniela)

Nach einer kurzen Pause ist das VINTAGE SOUNDSYSTEM wieder am Start. Was bisher geschah: Schon der erste Abend war ein Knaller: volles Haus, großartiges jamaikanisches Essen, fabelhafte Gäste, die im zweiten Teil des Abends die Tische wegräumten und eine Tanzfläche schufen. Beim zweiten Abend erzählte uns Günter Gretz, wie am Anfang der Achtziger afrikanische Popmusik nach Deutschland kam, danach spielte der 81-jährige (!) ein DJ-Set. Und beim dritten Abend tanzten die Gäste nach einem Vortrag über die Swing-Kids im Frankfurt der Nazi-Zeit zu Schellackplatten, die ganz original auf dem Grammophon abgespielt wurden.

Vintage Soundsystem #6
mit DJ Maya
Freitag 16.2.2024 ab 19h
Pastel, Lindleystr. 15, Frankfurt, barrierefrei
Eintritt frei

„Was ist denn das für Musik, die du da spielst?” wurde DJ Maya in den Neunzigern häufig gefragt, denn die Klänge, die sie mixte, schienen nicht direkt den Dancefloor zu adressieren, sondern eher das Wohlbefinden der Gäste. So wurde sie zu einer der Pionierinnen des Ambient Sounds in Frankfurt. Forscht man nach dem Ursprung, könnte man in den 20er Jahren bei Eric Satie und seiner „Musik als Möbel“ (Musique d'ameublement, furniture music) landen oder 50 Jahre später bei Brian Enos “Ambient 1 - Music for Airports”. Oder bei den blubbernden Sounds und Echos des Dub Reggae. Zeitgenössische Ambient-Musik, wie wir sie aus den Chillout Rooms von Techno Clubs und der Rave Kultur kennen, setzt sich aus vielen Elementen und diversen Subgenres zusammen: Space, Ethno, Drone, Trip Hop, Electro, Dub, Natursounds. Der Sound zeichnet sich durch seine entspannende, atmosphärische Qualität aus. Es geht um die Schaffung einer bestimmten Stimmung. „Das Ziel ist immer eine weiche Landung“ ist Mayas Credo!
Antje-Maya Hirsch ist DJ, Film- und Fotokünstlerin. Ihre musikalischen Wurzeln liegen irgendwo zwischen Disco und Punk. Ihre musikalische Sozialisation begann in den 70er Jahren im Plattenladen ihres Vaters. Seit 1996 ist sie Sendungsmacherin bei Radio X und dort auch Bookerin für die X-Fade-DJ-Night. Mehr Bio auf ihrer Seite: http://antjemayahirsch.de/

Freitag, 16. Februar: Reinhold Beckmann liest Aenne und ihre Brüder – Die Geschichte meiner Mutter

(Martin)

Wider das Schweigen über den Krieg - Reinhold Beckmann erzählt die Geschichte seiner Familie. Das Leben von Reinhold Beckmanns Mutter Aenne war von Verlusten gezeichnet. Bereits mit fünf Jahren war sie Vollwaise. Vier Brüder hatte sie, alle sind im Krieg gefallen. Und doch war es ein gelungenes Leben. Anders als viele ihrer Generation hat sie über ihre Trauer und Ängste nie geschwiegen. Aennes Brüder und Eltern blieben immer gegenwärtig, in Gesprächen, Fotos, Gedenktagen und Erinnerungen. 

In diesem Buch erzählt Reinhold Beckmann die Geschichte seiner Mutter und von Franz, Hans, Alfons und Willi, zwischen hartem Alltag auf dem Dorf, katholischer Tradition und beginnender Diktatur. Im Krieg werden alle Brüder eingezogen. Ihre Briefe hat Beckmann von seiner Mutter bekommen. Keiner von ihnen wird das Ende des Krieges erleben. Als letzter wird der erst siebzehnjährige Willi von den Feldjägern aus dem Kohlenkeller gezogen, in dem er sich verstecken wollte, in eine Uniform gesteckt und an die Front geschickt. Er stirbt wenige Tage vor Kriegsende.

Ihr Leben lang hat das Schicksal ihrer Brüder Aenne nicht losgelassen - und es hat auch das Leben von Reinhold Beckmann geprägt: Gegen Krieg und Gewalt Haltung zu zeigen, war beiden selbstverständlich. Reinhold Beckmann liest aus diesem tief berührenden Buch, in einer Zeit, in der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.buergerhaeuser-dreieich.de/programm/lesungen/reinhold-beckmann-lesung-2024

Freitag, 16. Februar um 20.00h
Bürgerhaus Dreieich, Fichtestraße 50, 63303 Dreieich
Foto: © Steven Haberland

Freitag, 16. Februar: Of/ Enkel für Fortgeschrittene

(Andrea)

Weil Kino Kulinarisch schnell ausverkauft ist, für den Januartermin gibt es wohl auch jetzt nur noch Warteliste, sichert Euch schon jetzt Eure Karten für einen Abend mit „Enkel für Fortgeschrittene“. Für Daniel Brettschneider der beste Beweis, dass es sie doch immer noch gibt – die großen Rollen für ältere Schauspielerinnen und Schauspieler! Es ist eine Freude mitanzuschauen, wie Barbara Sukowa, Heiner Lauterbach und Maren Kroymann (eine Offenbarung!) erneut in „Enkel für Fortgeschrittene“ als Ensemble interagieren, sich bedingen, verstärken, gemeinsam herausragend brillieren. Mit ihrer Souveränität, ihrem Gefühl für Timing, dem Humor und einer wunderbaren Selbstironie tragen sie diese Ausnahme-Komödie in jeder Einstellung. Ihre teils ungelenken Annäherungen an die Lebenswelten junger Teenager, deren Sorgen und Bedürfnisse, sind geprägt von herrlicher Situationskomik und das Ergebnis großer Schauspielkunst. Da es hier zwischen dem Zustellen der Zeitung und einer aufreibenden Schülernachhilfe um ein zunächst recht angespanntes Verhältnis zwischen türkischen und deutschen Lehrmethoden geht, möchten wir das heute eben auch atmosphärisch-kulinarisch abbilden und entsprechend schmackhaft zelebrieren. So servieren wir diesmal ein traditionelles Gericht der türkischen Küche, das zerlassene Butter, Tomatenmark, Joghurt, Auberginen, Paprika und Köfte (längliche Hackfleisch-Frikadellen) zu einem Gaumenfest vereint. Für die Vegetarier wird es statt der Köfte ganz viel Schafskäse und frische Kräuter geben. Und „Omas Käsekuchen“ wird in Anlehnung an die Seniorinnen-Power im Film als passendes Dessert gereicht! Allein der Trailer ist schon ein kleines Ereignis: www.youtube.com/watch?v=7uLX_Ll0Lg0.

Alte Schlosserei auf dem Gelände der EVO, Goethering, Offenbach

Musikjahr 2024, insdesondere über Kettcar

(Uwe)

Das letzte Musikjahr brachte einige herausragende neue Platten (von The National, Blur oder Slow Show), wunderbare Songs (The Narcisst, One Upon The Poolside oder What was i made for …) und gute Konzerte und Konzertreisen (Springsteen in Hamburg, The National in Berlin oder Slow Show in Köln).

Mal sehen, ob 2024 da mithalten kann, im gerade abgelaufenen ersten Monat ist für mich noch nichts so prickelndes passiert. Ich sah weder ein Konzert, noch hat mich ein in diesem Jahr neu veröffentlichtes Lied umgehauen. Kommt Zeit, kommt Rat: für April hat Kettcar ein neues Album angekündigt. Das erste seitdem wirklich guten „Ich vs. Wir“ in 2017. Ist das jetzt wirklich schon sieben Jahre her? Scheinbar!

Wird Zeit für eine neue Platte der Band, von der ich ein Fan der ersten Stunde bin, vom kostenfreien Konzert an der alten Uni in Bockenheim bis zum Wiesbadener Schlachthof, ich war immer dabei. Im April kommen sie wieder in den Schlachthof, selbstverständlich habe ich wieder ein Ticket. Ich gehe mit Oli und Guido hin, zwei langjährige sehr gute Freunde und musikalische Begleiter. Mit Oli war ich einst in unserem Lieblingsplattenladen in Köln und da kaufte ich die erste Platte von Kettcar „Du und wieviel von Deinen Freunden“, die immer noch frisch ist und Druck hat. Danach besuchte ich nach der Arbeit das genannte Konzert auf dem alten Campus und dort spielten sie neben den Songs der Platte einen Punkrocksong von Abwärts nach (den habe ich bis heute nicht gefunden) und ein bis dahin unveröffentlichtes Lied („Nacht“). Ich musste zwei Jahre darauf warten, bis das endlich veröffentlicht wurde (auf der zweiten Platte „von Tauben und Spatzen, Häusern und Dächern“).

Neben Kettcar freue ich mich auf einen Besuch bei Gaslight Anthem (auch in Wiesbaden) und Bruce Springsteen in Mailand. Ich glaube ja, dass der Bruce, der seine letzte Tour in 2023 aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, nicht wirklich kommt. Er und die wichtigsten Mitglieder seiner Band sind mittlerweile deutlich über 70 und da ist eine Mammuttour eigentlich keine gute Idee. Mal sehen, wie es kommt.

Samstag, 17. Februar (Premiere): Tür zu! Schauspiel

(Martin)

Tür zu! handelt von sechs Menschen, deren Wege sich treffen und wieder auseinandergehen. Jeder von ihnen hat eine ähnliche und doch andere Sehnsucht nach Freiheit und Geborgenheit. Ihre unterschiedlichen Bedürfnisse führen zu tiefen Freundschaften, schweren Verlusten, Einsamkeit, aber auch Zuversicht auf neue Begegnungen. Alle sechs sind mit gesellschaftlichen Umbrüchen konfrontiert und gehen auf ihre Weise mit ihnen um. Wir beobachten sie auf ihrer lyrischen und musikalischen Suche nach einem Kompromiss zwischen Abgrenzung und Nähe und nach geöffneten Türen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.theaterperipherie.de/tickets-preise-anfahrt/

Samstag, 17. Februar (Premiere) um 19.30h
weitere Vorstellungen am Sonntag, 25. Februar um 17.00h,
Freitag, 1. März und Freitag, 26. April um jeweils 19.30h
Theaterperipherie im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moe Salamat

Samstag, 17. und Sonntag, 18. Februar: Mozart und der flötende Weltenbummler

(Martin)

Orchester Hautnah
Oper Frankfurt / Neue Kaiser


Der erst 21 Jahre alte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart reist 1777 nach Mannheim und wird sich dort 177 Tage lang aufhalten. Eigentlich ist er auf der Suche nach einer Festanstellung und müsste arbeiten. Doch immer wieder trifft er interessante Menschen, die ihn ablenken: Einer ist Ferdinand Dejean. Der ältere Herr ist Arzt, spielt für sein Leben gern Flöte und hat schon die halbe Welt gesehen. Viele Jahre hat er in Indonesien gelebt und gearbeitet. Als er Wolfgang Amadeus Mozart trifft, ist er von dessen Musik begeistert. Ferdinand stellt viel Geld in Aussicht und gibt zwei Flöten- Konzerte und einfache Quartette in Auftrag. Es entspinnt sich ein spannender Wettlauf mit der Zeit, denn Mozart kommt nicht immer zum Arbeiten …

FLÖTE Paul Dahme, VIOLINE Donata Wilken, VIOLA Ludwig Hampe, VIOLONCELLO Philipp Bosbach & MODERATION Deborah Einspieler

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/orchester-hautnah_neue_kaiser/?id_datum=3842#date

Samstag, 17. und Sonntag, 18. Februar um jeweils 15.00h
Oper Frankfurt / Neue Kaiser, Kaiserstraße 30
Foto: © Homepage Oper Frankfurt

Sonntag, 18. Februar: Peter Schröder liest Die Verwandlung

(Martin)

Zum 100. Todesjahr von Franz Kafka

»Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.« Mit diesem weltberühmten Satz wird die Erzählung um den Handelsreisenden Gregor Samsa eröffnet, der auf einen Schlag sich selbst und seiner Familie fremd geworden ist. 

Die als Psychogramm einer Gemeinschaft lesbare Erzählung beschreibt die wesenhafte Verwandlung eines Menschen zu einem Tier. Scharfsinnig-klar bewegt sich der Text zwischen Realismus und Traum. Kafka selbst sagte: »Der Traum enthüllt die Wirklichkeit, hinter der die Vorstellung zurückbleibt. Das ist das Schreckliche des Lebens – das Erschütternde der Kunst.«

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/peter-schroeder-liest-die-verwandlung/1790/

Sonntag, 18. Februar um 20.00h
Schauspiel Frankfurt/Kammerspiel
Foto: © picture alliance/akg/Archiv K. Wagenbach

Dienstag, 20. Februar: Liederabend

(Martin)

Adriana González (Sopran) & Iñaki Encina Oyón (Klavier)
Liederabend der Oper Frankfurt

Adriana González kommt aus einem Land, in dem es keine Opernhäuser gibt. Doch die guatemaltekische Sängerin begeistert mit ihrer lyrischen Stimme und ihrem warmen Sopran regelmäßig die internationale Opernwelt – zuletzt auch das Frankfurter Publikum als Micaëla in Bizets Carmen und als Gräfin in Mozarts Le nozze di Figaro. Die junge Sopranistin, die 2019 als Gewinnerin des Ersten Preises und des Zarzuela-Preises aus dem Operalia-Wettbewerb hervorging, wird für ihre herausragende Musikalität gefeiert.

Als Mitglied des Atelier Lyrique der Pariser Oper und des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich hat sie sich bereits ein breites Repertoire mit dem Schwerpunkt auf Mozart, Rossini und Puccini erarbeitet, das ihrem hochflexiblen Sopranstil entspricht. Große Erfolge feierte sie vor allem als Micaëla (Carmen) an der Genfer Oper, als Liù (Turandot) an der Oper in Toulon, als Contessa (Le nozze di Figaro) am Opernhaus in Nancy und als Corinna (Il viaggio a Reims) am Gran Teatro del Liceu in Barcelona

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/adriana-gonzalez-sopran-inaki-encina-oyon-klavier/?id_datum=3519

Dienstag, 20. Februar um 19.30h
Liederabend in der Oper Frankfurt
Foto: © Marine Cessat Bégler

20. Februar - 04. März: „Starke Stücke“ – 30. Internationales Theaterfestival für junges Publikum in Rhein-Main

(Daniela)

Das Internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ bringt vom 20. Februar bis 4. März 2024 bereits zum 30. Mal starke Theatererlebnisse für ein junges Publikum auf die Bühnen der Rhein-Main-Region. Künstler*innen aus acht Ländern sind bei der Jubiläumsausgabe mit dabei. Das Programm reicht von Erzähl- und Objekttheater, über Akrobatik und Tanz bis hin zu Installationen und interaktiven Hörspielen.

Über 130 Vorstellungen an 36 Spielorten sind in der Rhein-Main-Region unter dem Logo des sympathischen Nashorns im Festivalzeitraum geplant.

Alle Spieltermine, Orte und Informationen zu Inszenierungen und Kartenvorverkauf sind ab sofort auf www.starke-stuecke.net veröffentlicht.

„Starke Stücke“ ist ein Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH, der Starke Stücke GbR und von Kulturveranstalter*innen der Region.

Orte: Verschiedene Bühnen und Kulturveranstalter*innen in Rhein

Eintrittskarten: Eintrittskarten sind direkt bei einzelnen Veranstalter*innen zu erwerben. Die Links zu den jeweiligen Ticketportalen finden Sie auf den Stückseiten auf www.starke-stuecke.net. Die Preise sind familienfreundlich (z.T. gegen Spende, ansonsten bei 5 € bis 15 €).

Informationen + Kontakte Kartenverkauf: www.starke-stuecke.net

Dienstag, 20. Februar: OF/ Der perfekte Poller?

(Andrea)

Der heutige Abend verspricht eine Horizonterweiterung, dass es eine Evolution des Pollers, also jener meist rot-weißen Absperrungen geben sollte, darum wird es im Rathaus-Pavillon geben. Unter dem Titel "Der perfekte Poller?! Zwischen verkehrsrechtlichen Anforderungen und integrierendem Design - Präsentation und Diskussion des Prototyps „Popcycle“ laden das VeloLAB, eine digitale und analoge Innovationsplattform, und das Offenbach Institut für Mobilitätsdesign ein: Poller schützen Radfahrende und leiten Verkehrsströme, ihre Gestaltung ist jedoch im Spannungsfeld von Vorschriften, Funktionen, Ästhetik und Akzeptanz selten gut gelöst. Doch wie kann das Design unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen effektiv genutzt werden, um dauerhafte Schutz- und Leitelemente zu schaffen, die gut in das Stadtbild eingebunden sind und für eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen? Im Zentrum der Veranstaltung steht das Pollermodell „Popcycle“, das in mehreren Workshops in Zusammenarbeit mit kommunalen Vertreter*innen aus den Bereichen Planung, Stadtraumgestaltung und der Straßenverkehrsbehörde 2022 und 2023 vom Offenbach Institut für Mobilitätsdesign entworfen wurde. Wir freuen uns auf Ihr Feedback zum Prototyp und möchten am konkreten Modell mit Ihnen kommunale Bedarfe, verschiedene Einsatzszenarien sowie die unterschiedlichen Funktionen von Pollern diskutieren. 16.00 - 19.00 Uhr mit get-together

stadtraum im Rathauspavillon Offenbach, Am Stadthof 16-17, Offenbach am Main
Um Anmeldung bis zum 12. Februar wird gebeten: https://bit.ly/3uhBXop  

Mittwoch 21. Februar: „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ Lesung und Gespräch

(Daniela)

An Hanau denken und schreiben: „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“
Lesung und Gespräch mit Çetin Gültekin und Mutlu Koçak

Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen. Çetin Gültekin erzählt in seinem gerade erschienenen Buch „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ nicht nur die Geschichte seines Bruders, sondern rekonstruiert detailliert den Anschlag von Hanau und seine Folgen. Gemeinsam mit seinem Co-Autor Mutlu Koçak stellt er die Tragik und Reichweite der Tat von Hanau vor Augen und macht deutlich, welche Versäumnisse es gab und wie viele Fragen bis heute ungeklärt sind. Darüber wird Evein Obulor mit beiden ausführlich sprechen.  

Mittwoch, 21.02.2024, 19:30 Uhr
Crespo Studio (im Haus des Buches), Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt
Eintritt frei

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter info@wortmeldungen.org zur Veranstaltung an. 

Donnerstag 22. Februar: »AUS BEAT WIRD BUCH«

(Daniela)

»AUS BEAT WIRD BUCH« Buchpräsentation mit Sabine Kochendörfer, Brandbook und Klaus Mai, Designbureau KM7

Remixe gibt es nicht nur in der Musik, sondern auch im Grafikdesign.

Klaus Mai gestaltete ein Designbuch mit 4 CDs zum 30-jährigen Jubiläum eines der bahnbrechensten Albenwerke der elektronischen Musik.

Im April 1993 veröffentlichten Jam & Spoon eine LP, die exemplarisch für ein neues Subgenre wurde.

„Tripomatic Fairytales 2001“ erwies sich als sofortiger Erfolg und trug maßgeblich zum Aufkommen des Trance-Phänomens bei.

Moderation: Dr. Eva Linhart, Leiterin der Abteilung Buchkunst und Grafik, Museum Angewandte Kunst

22. Februar 2024, 19:00 Uhr
HISTORISCHE VILLA METZLER, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt/Main

Limitierte Plätze! Bitte Anmeldung unter: info@kgv-frankfurt.de

Donnerstag, 22. Februar: CMAT

(Uwe)

Die Brotfabrik schreibt über sie kurz:Konzert: Folk, Pop“ und weiter „Globaler Popstar. Lebt mit ihren Großeltern in Dublin. Erholt sich derzeit von einer AlixExpress-Sucht“ … „Debüt-LP „If My Wife New I’d Be Dead“ jetzt erhältlich. Enthält die Singles „I Wanna Be A Cowboy, Baby!“, „Lonely“, „No More Virgos“ und „Every Bottle (Is My Boyfriend)“.

Was AlixExpress-Sucht bedeutet, habe ich nicht richtig herausfinden können, AliExpress ist wohl eine chinesische Einzelhandelsplattform, also scheint das ein Witz zu sein. Mittlerweile hat sie neben der oben genannten Platte eine weitere veröffentlicht, „Crazymad for me“ heißt sie, gerade höre ich „Such A Miranda“, schön, danach „Rent“, auch schön, danach „Where Are Your Kids Tonight“ (mit John Grant), erst recht schön.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabik

Freitag, 23. Februar: Of/ Beatlemania

(Andrea)

Die Rebelll´sche Studiobühne entwickelt sich immer mehr zu einem Beatles-Hotspot. Nach drei ausverkauften Jubiläumskonzerten „60 Jahre With The Beatles“ geht es heute weiter mit „60 Jahre Beatlemania in USA – Die Beatles erobern Amerika (und die ganze Welt). Die legendären Ed Sullivan-Shows in New York und Miami vom Februar 1964" – Das Jubiläumskonzert mit allen Beatles-Songs der Ed Sullivan-Shows, plus den Songs der ersten USA-Konzerte in Washington und New York, gespielt von der Lonely Hearts Club Band, kommentiert von Volker Rebell. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert. Wir freuen uns einmal mehr auf den großen Offenbacher Beatles-Chor. (Bereits vor Bekanntmachung dieser Konzertankündigung war schon ein Drittel der verfügbaren Plätze weg. Die magische Anziehungskraft der Beatles ist nach wie vor ungebrochen) Mehr … https://radio-rebell.de/termin/die-beatlemania-erfasst-die-usa-und-kanada/

Rebell´sche Studiobühne, Bieberer Straße, Offenbach

Samstag, 24. Februar: 10 Jahre Sprengung. Erinnerung an den AfE-Turm

(Martin)

Deutsches Architekturmuseum / Kockel & Bamberger / #SOSBrutalism
DAM Ostend

Das Deutsche Architekturmuseum lädt ein! Mit Beiträgen von Holger Wüst (Fotograf und Künstler), Oliver Elser (DAM, Kurator der Ausstellung „SOS Brutalismus“), Jessica Lütgens (Mitherausgeberin der Publikation „Turmgeschichten: Raumerfahrung und -aneignung im AfE-Turm“), Tim Schuster (Offenes Haus der Kulturen) u.v.m.

Live Release von Kockel & Bamberger / Beton-Multiples zum Jubiläum der Sprengung / Drinks und Musik

„1972 wird für die Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften der Goethe Universität auf dem Campus Bockenheim ein Hochhaus fertiggestellt. Für kurze Zeit ist der sogenannte AfE-Turm („Abteilung für Erziehungswissenschaft“) das höchste Gebäude Frankfurts. Er wird zur geliebt-gehassten Lernstätte für Generationen von Studierenden und gilt als Symbolort der kritischen Wissenschaften – inklusive Piratensender und selbstverwaltetem Turm-Café „TuCa“. Doch die Studienbedingungen in der dysfunktionalen Brutalismus-Ikone sind schlecht. Auch deshalb wird das Gebäude immer wieder zum Schauplatz von Protesten und macht sich den Ruf als das „am häufigsten besetzte Uni-Gebäude in Deutschland“ (TAZ).

Am 2. Februar 2014 wird der AfE-Turm nach nur 41 Jahren Nutzungsdauer spektakulär gesprengt. Es ist das Ende einer Ära in der Geschichte der Goethe Universität. Frankfurt steht still; 30.000 Schaulustige verfolgen das geschichtsträchtige Ereignis aus direkter Nähe. Niemals zuvor wurde in Europa ein derartig hohes Gebäude gesprengt.

Das 10-jährige Abrissjubiläum des AfE-Turms nehmen wir zum Anlass für einen bunten Abend mit vielfältigen Beiträgen: Architekt*innen, Künstler*innen, ehemalige Studierende, Lehrende, Nachbar*innen und Soziolog*innen schwelgen in Erinnerungen und spannen einen Bogen von brutalistischer Architektur und der Geschichte der Frankfurter Universität bis zum aktuell heiß diskutierten Kulturcampus. Das Offenbacher Künstlerduo Kockel & Bamberger releast frisch gegossene Beton-Multiples.“

DAM Ostend, Henschelstraße 18
19 Uhr
Foto: © Homepage DAM

Samstag, 24. Februar: Maisie Peters (leider ausverkauft)

(Uwe)

Eigentlich nehmen wir ausverkaufte Veranstaltungen nicht in die Ausgetipps auf. Hier will ich einmal eine Ausnahme, weil ich die Musik von Maisie Peters super finde und ich sie nur deshalb für mich entdeckte, weil ich eben das Programm von Zoom nach möglichen Tipps abgesucht hatte. Weil auf der Homepage gerne mit Texten zu Acts gespart wird, höre ich über Spotify in die Musik rein. Bereits der erste Song der britischen Singer-Songwriterin aus Brighton, den ich hörte, riss mich mit, erinnerte mich an die von mir geliebte Band Chvrches: Tolle Stimme, schöne Kompositionen und schwungvolle Umsetzung. Die erste Single von ihr hieß "John Hughes Movies", („cause this ain´t no John Hughes Movie, where the Girls gets the Guy“). Peters wurde 2000 geboren, da waren Hughes´ bekannteste Film Breakfast Club und Ferris macht blau (Drehbuch & Regie) oder die Kevin-Filme (Drehbuch) schon lange gedreht. Ach ja „Outdoor Pool“ ist auch ein super Song und es gibt viele andere (obwohl erst zwei Platten erschienen sind).  

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
Bild: Homepage Zoom

Sonntag, 25. Februar: Wiesbaden/ KULTURTAGE UKRAINE: UKRAINISCHE MUSIK & POESIE

(Andrea)

Heute, ich schreibe am 2. Februar, ist der 709. Tag des Ukrainekriegs. Seit 709 Tagen sind die Menschen dort Bombenterror, Zerstörung, Kälte, Hunger ausgesetzt, kämpfen junge Männer einen verzweifelten Kampf, werden verletzt, getötet, verkrüppelt, sind getrennt von ihren Freundinnen, Frauen und Kindern, von denen viele in Deutschland eine sichere Zuflucht gefunden haben. Wir haben uns schon an die Nachrichten gewöhnt, Präsident Zelenskiy wird nicht müde, durch die Welt zu reisen und um Hilfe und unterstützung zu bitten, ansonsten business as usual. Und ja, auch wir sind gefordert, schließlich ist auch hier einges aus dem Lot geraten und drehen leider etliche Landsleute frei. In all dem Irrsinn ist es trotzdem gut, dass die "Kulturtage Ukraine" in Wiesbaden, die an verschiedenen Orten statt finden, die Möglichkeit bieten, die Kultur und die Menschen der Ukraine näher kennenzulernen, während wir gleichzeitig die Bedeutung des Friedens und der kulturellen Vielfalt in unserer globalisierten Welt unterstreichen. Sie werden eine breite Palette kultureller Aktivitäten und Veranstaltungen umfassen, darunter Theateraufführungen, Musikveranstaltungen, Lesungen und Diskussionen über aktuelle Themen. Wir sind überzeugt, dass die “Kulturtage Ukraine” einen positiven Beitrag zur Förderung der Kultur und des internationalen Austausches in unserer Stadt leisten werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Der Erlös aus den Tickets wird für die Integration und das “MITEINANDER” in Wiesbaden eingesetzt. Teil eins des heutigen Abends: Musik / 17:00 -18:45 Uhr „Überlebensmelodie: Künstlerische Unbeugsamkeit in Zeiten der Unsicherheit“ Die beeindruckende Kombination eines klassischen Geigertrios ( Samuel und Daniel Allen- Allan-Shchapkovsky & Nocolaus Chroneas) und eines Klezmersängers Juri Vedenyapin, die das Konzept des Überlebens in herausfordernden Zeiten musikalisch betonen. Geht es dabei nur um die physische Existenz oder reicht das nicht aus? Die Künstler präsentieren inspirierende Beispiele von Komponisten, die trotz tragischer Umstände ihre künstlerische Integrität bewahrt haben. Poetische Einlagen: Alena Maksakova und Anna Germanova. Teil 2 des heutigen Abends: Poesie / 19:00-22:00 Ukrainische Dichter*innen im Exil Irina Yevsa, Irina Ivanchenko, Mikhail Judovsky rezitieren ihre Kriegsgedichte, die von den Wirren, Emotionen und der Menschlichkeit in schweren Zeiten erzählen. Begleitet von musikalischen Einlagen( Dombristin Mariia Korchak). Gedichte werden auch in Übersetzungen vorgetragen. Wir rezitieren auch Gedichte von Maxim Krivtsov, dem ukrainischen Dichter und Soldat, der vor kurzem an der Front verstorben ist. Er wurde 33 Jahre alt. 

Montag, 26. Februar: Solidaritätskonzert Ukrainische und Deutsche Musiker Eine internationale Veranstaltung, bei der sich die Gruppe Absinto Orkestra mit einer ukrainischen Dombristin Mariia Korchak und Klezmermusikern Juri Vedenyapin aus Polen auf der Bühne abwechseln wird.

https://www.kulturtage-ukraine.de/home

Schlachthof Wiesbaden

MÄRZ 2024
Freitag, 1. März: Wo ich nie gewesen bin

(Martin)

Isaak Dentler präsentiert Thomas Brasch / Lesung und Musik

„‘Was ich habe, will ich nicht verlieren, aber wo ich bin, will ich nicht bleiben …‘. In dieser Zeile aus einem seiner bekanntesten Gedichte brachte Thomas Brasch seine innere Zerrissenheit auf den Punkt. Zwei Jahre alt, als seine jüdischen Eltern 1947 aus dem englischen Exil nach Ostberlin zurückkehrten, konnte und wollte er sich mit der DDR-Diktatur nie arrangieren. Rebellisch, witzig und sprachbewusst provozierte er nicht nur den Staat, der mit Inszenierungs- und Publikationsverboten und Inhaftierung reagierte. Thomas Brasch geriet durch seine regimekritische Haltung auch in Konflikt mit seinem Vater, dem stellvertretenden Kulturminister der DDR. 1977 reiste er mit seiner Familie schließlich nach West-Berlin aus, wo er preisgekrönte Filme und Hörspiele produzierte. Seine Zerrissenheit, sein Kampf gegen Demütigungen und den Verrat durch den eigenen Vater wird der 2021 verstorbene Dichter und Dramatiker zeitlebens nicht los.“ (faustkultur.de)

Isaak Dentler liest Texte von Thomas Brasch, Tim Roth (Kontrabass) und Max Mahlert (Schlagzeug) liefern die Musik. Der Abend wird moderiert von Leon Joskowitz. 

Vorverkauf: reservix.de
Freitag, 1. März um 19.00h (Einlass 18.30h)
Stadthalle Hofheim am Taunus, Chinonplatz 4, 65719 Hofheim
Foto: © Homepage faustkultur.de

Bis Sonntag, 03. März 2024: Ausstellung „Bending the Curve“ Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Der Frankfurter Kunstverein zeigt immer wieder faszinierende Ausstellungen zwischen Kunst und Natur. Dieses Mal kooperiert er interdisziplinär mit einer ganzen Menge herausragender Institutionen, unter anderem mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt. Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Wie kann der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden? Und wie können positive Erzählungen entstehen? Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler*innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.

Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität, Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung bis Sonntag, 03.03.2024, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Markt 44, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 10 (6) Euro

Montag, 03. März: Cardinal Black

(Uwe)

Die walisische Soul/Jazz/Blues-Formation Cardinal Black spielte im November ihr erstes, exklusives Konzert in Deutschland (Hamburg, headCRASH) an und kommt nun für ihre erste DeutschlandTournee für 2024 – mit gleich sieben Shows. Ihr aktuelles Debüt-Album „January Came Close“. Von kraftvollen Gitarrenriffs bis hin zu gefühlvollen Balladen – die Musik von Cardinal Black lässt niemanden kalt. Die walisische Band bringt den Soul zurück in die Rockmusik.
Referenz, gute Acts aus Wales: Catatonia, Stereophonics, Duffy, Tiger Jones, ….

Das Bett
Schmidtsr. 12
Einlass: 19:00 Uhr / Beginn: 20:00 Uhr
Vorverkauf: 20,00€

 

 

Samstag, 9. März: Of/ Das Nonnenrennen

(Andrea)

Um sich für das Ladenkino zu qualifizieren, muss es mindestens eine Fahrradszene geben. Beim "Das Nonnenrennen" kommen Zweiradenthusiasten sicher auf ihre Kosten, zumal das Kino ja auch im schönen, neuen Fahrradladen der Bamberger/Blümels artefakt stattfindet. Letztes Jahr haben sie ihren alten Standort im Starkenburgring verlassen und sind nun im ehemaligen ToysRUs zuhause (das Gebäude hat sicher irgendeinen euen Projektnamen, den ich aber nicht kenne). Der heutige Film spielt iIn einem kleinen Benediktiner-Kloster in der tiefsten Provinz Frankreichs, in dem es sich die Nonnen zur heiligen Mission gemacht haben, ein marodes Altersheim zu sanieren. Doch die einzig ersichtliche Geldquelle ist das Preisgeld des örtlichen Radrennens. Das Problem: Keine der frommen Damen sitzt fest im Sattel. Aber sie wissen sich zu helfen – und das nicht nur mit christlichen Mitteln. Die Rennstrecke scheint frei für ihren Sieg, bis ein neues Team auftaucht … 
Und ja, hier mussten wir ausnahmsweise nicht nach Fahrradszenen suchen. Die Drahtesel spielen ohne jeden Zweifel die Hauptrolle. So sollte es öfter sein! Das Nonnenrennen, Regie: Laurent Tirard, Frankreich 2022, 87 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, Deutsche Fassung. Vorverkauf nur im LADEN artefakt. Zuschläge werden keine erhoben. Ermäßigungen gelten für Schüler*innen, Studierende und Offenbacher*innen mit wenig Geld. Einlass 17.30 Uhr, Beginn 18 Uhr

artefakt/Ladenkino, Berliner Straße 43-4, Offenbach

Sonntag, 10. März Dead vs. Alive (Poetry Slam)

(Martin)

Poetry is dead. Oder nicht?

In einem modernen Dichter:innenwettstreit der Extraklasse treten drei lebende und zwei tote Dichter:innen gegeneinander an. 

Wer wird als Sieger:in hervorgehen?
Altes oder Neues?
Klassiker oder junge Wilde?
Tiefgang oder Lachfeuerwerk? 

Das entscheidet am Ende das Publikum! Für jeden ist etwas dabei bei diesem einmaligen Event der Gegensätze, bei dem Bekanntes neu kennengelernt und Neues entdeckt werden kann. Die beiden Hessenmeister:innen und Spoken Word Spezialist:innen Aileen Schneider und Jan Cönig moderieren diese Lyrikschlacht mit Humor und Furore. Mit dabei sind Stars der aktuellen Poetry Slam-Szene und zwei Schauspieler:innen mit Überraschungsfiguren bereits verblichener Wortkünstler:innen.

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2024-03/dead-vs-alive-poetry-slam/1793/

Sonntag, 10. März um 18.00h
Poetry Slam im Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: © Christoph Seubert

Montag, 18. März: Massive Wagons

(Uwe)

Wenn man den Wiki-Eintrag über den Ort der Gründung von Massive Wagons, Carnfort, liest, klingt das recht beschaulich („5.000 Einwohner“ … „Ort in Lancashire“ … „Bis zur Stilllegung des Bahnhofes als Haltepunkt an der West Coast Main Line in den 1960er Jahren war Carnforth als Treffpunkt von Eisenbahnlinien ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. …“).

Möglicherweise inspirierte diese Gegebenheit die Gründungsmitglieder Adam Thistlethwaite und Barry Mills zum Bandnamen, musikalisch inspiriert wurden die Musiker laut eigener Aussage durch Airbourne, eine Hard Rock Band aus Australien. Seit 2009 sind sie unterwegs, ihr letztes, sehr erfolgreiches Album erschien 2022 („Triggered!“), über das sagte Sänger Barry Mills "I think this album is a lot more British sounding. I think we’ve managed to bring our sound more up-to-date, it sounds fresh and exciting. It has much more of a punk vibe about it, but, that being said, it’s still full of everything we love about guitar music."

Das Bett
Schmidtsr. 12
Einlass: 19:00 Uhr Uhr
Beginn: 20:00 Uhr Uhr
Vorverkauf: 23 Euro zzgl. Geb.

Noch bis Freitag, 22. März: Ausstellung Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO

(Petra)

Als Neujahrsausstellung zeigt die Galerie noch bis Ende März die Ausstellung „Sii MISTERIOSO“, eine sorgfältig ausgewählte Werkschau aus 25 Jahren der Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Künstler Johannes-Nandu Kriesche. Tiefgründige Bildwelten aus Paraffin, Öl, oder Acryl treffen auf spannende, zum Teil leuchtende Objekte zum Thema Zeit: Kunstwerke, dessen roter Faden die Transparenz versus Vielschichtigkeit und das Geheimnis des Lichts verbindet. Kriesche gehört zu den ersten Künstlern, welche der Galerist Leander Rubrecht bei seiner Gründung 1998 aufgenommen hatte. Ein Zeugnis der Kontinuität in einer schnelllebigen Zeit mit einhergehenden Nominierungen und Kunstpreisen.

Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO, Ausstellung, Ort: Galerie Rubrecht Contemporary, Adresse: Büdingenstr. 4 - 6, 65183 Wiesbaden, Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags 14 – 18 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 22. März: Of/ Anatomie eines Falls

(Andrea)

Also, wenn ihr noch Karten für den heutigen Abend haben wollt: Gebt Gas, es sind nur noch wenige Tickets erhältlich. So, jetzt weiter im Text: Sandra Hüller ist für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Wer sich jetzt noch fragt, Sandra -wer? sollte schleunigst Toni Erdmann ansehen. Immerhin gilt sie eit Jahren als die bedeutendste und wandlungsfähigste deutsche Schauspielerin (ich zitiere Daniel Brettschneider) und hat nun die Chance auf einen Oskar. Am 10. März heißt es also: Daumen drücken! Heute sehen wir sie in dem durchaus an Hitchcock erinnernde, ungemein spannende Gerichtsdrama „Anatomie eines Falls“ – insgesamt für fünf Oscars nominiert sowie amtierender Preisträger der Goldenen Palme von Cannes – ist zweifelsohne der bisherige Höhepunkt in Hüllers Schauspielkarriere. Sie spielt eine des Mordes an ihrem Mann beschuldigte Frau, die in aller Ambivalenz zwischen Zuversicht, Stur- aber auch Klarheit auf dem Zenit ihres Schaffens agiert. Eine eisige Naturgewalt! Diese Leistung gilt es bei Kino Kulinarisch entsprechend zu zelebrieren. Da der Film nicht nur im Gerichtssaal, sondern auch größtenteils auf einer Berghütte spielt und das Panorama der französischen Alpen regelrecht erlebbar werden lässt, versuchen wir das Essen natürlich wieder atmosphärisch präzise anzupassen. Anatomie einer Rösti: Die beschriebene Kulisse der Alpen hat uns kulinarisch zu Rösti-Varianten und Marillenknödel mit Vanillesoße animiert, wobei die Rösti einmal vegetarisch mit Spinat und Bergkäse und einmal klassisch mit Speck und Bergkäse serviert werden – jeweils mit Wildkräutersalat und Schnittlauch-Schmand versteht sich! Ab 18.30 Uhr. Hier gehts zum VVK: http://kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei, Goethering, Offenbach

Bis März 2024 verlängert: Rüsselsheim/ Frida Kahlo

(Andrea)

Frida Kahlo begleitet mich schon lange, lange und seit ich ihre Arbeiten erstmals sah, bewundere ich ihre schonungslose Offenheit. Ich habe mich also unlängst auf den Weg nach Rüsselsheim gemacht, bin am Opel-Werk vorbei auf dem Maindamm zu den Opelvillen spaziert und eingetaucht. Dass Frida Kahlo über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung besaß, die ihr als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente, hatte ich vorher nicht gewusst und die Ausstellung war eine schöne Annäherung. "Die mexikanische Künstlerin wurde durch ihre besondere Malerei zwischen Naiver Kunst, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit weltbekannt, nicht zuletzt durch ihre autobiografischen Themen und die Verarbeitung ihres bewegten Lebens – ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehe mit Diego Rivera. Erst fünfzig Jahre nach Kahlos Tod kam ihr immenses privates Fotoarchiv ans Licht mit Bildern der Familie, des politischen Kampfes des Paares und ihres versehrten Körpers. Sowohl Frida Kahlos Vater als auch ihr Großvater waren professionelle Fotografen, und sie selbst machte sich die Fotografie auf unterschiedliche Weise zunutze. Sie sammelte unter anderem Daguerreotypien und Postkarten aus dem 19. Jahrhundert und bewahrte Fotografien auf, denen sie ihren persönlichen Stempel aufdrückte, indem sie Dinge aus ihnen ausschnitt, Widmungen auf sie schrieb und sie personalisierte. Sie schenkte sie ihren Freunden, sie waren Erinnerungen an ihre verstorbenen Angehörigen und sie wurden zu einer wichtigen Inspirationsquelle für ihre Gemälde. Darüber hinaus dienten sie ihrer Selbstdarstellung. Frida Kahlo war sich bewusst, dass die Fotografie ein wirkungsvolles Medium war, um das Bild von sich zu vermitteln, das sie anderen zeigen wollte. Durch ihre Fotos, anonyme private Bilder und Porträts ihres Vaters sowie durch die von ihr gesammelten Aufnahmen renommierter Fotografinnen und Fotografen entsteht ein eindringliches Dokument der Zeit und ein intimer Einblick in das Leben einer der bemerkenswertesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Foto: Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust Opelvillen
Die Ausstellung wurde jetzt bis Anfang März verlängert und der Ausflug lohnt sich.

Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim

Samstag, 30. März: COLOURS OF DEMOCRACY

(Daniela)

Die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche war nur ein Wimpernschlag in der langen Geschichte der Demokratiebewegungen in aller Welt. Der Abend Colours of Democracy beleuchtet die Demokratiegeschichte sowie den aktuellen Zustand der Demokratie und legt dabei den Schwerpunkt auf acht Länder (Deutschland, Griechenland, Iran, Kolumbien, Russland, Syrien, Senegal, Türkei).

Acht Musiker:innen des Bridges-Kammerorchester aus diesen Ländern haben den
Abend konzeptionell mitentwickelt und gestalten ihn sowohl musikalisch als auch
szenisch. Gedichte, Auszüge aus Theaterstücken, Aufrufe und persönliche Texte werden mit ausgewählten Musikstücken verschiedener Epochen und Stilrichtungen verflochten. Durch die Besetzung mit Instrumenten aus dem arabischen, europäischen, persischen, südamerikanischen und westafrikanischen Kulturraum (Flöte, Gaita, Violine, Kamanche, Violoncello, Kanun, Gitarre, Tiple,
Ngoni, Tambin (Peul Flute), Perkussion, Gesang) weist das Ensemble eine große Bandbreite an Klangfarben auf. In diesem demokratischen Prozess der Stückentwicklung stehen die Musiker:innen für eine Gemeinschaft, die Vielfalt als Stärke versteht und den Wert von Demokratie auf verschiedenen Ebenen verhandelt.

Mit Vladislav Belopoukhov, Ayşe Deniz Birdal, Johanna-Leonore Dahlhoff, Youssef Laktina, Alireza Meghrazi Soloukloo, Eleanna Pitsikaki, Andrés Rosales, Khadim Seck
Regie Matthias Faltz
Musikalische Leitung Johanna-Leonore Dahlhoff
Dramaturgie Antigone Akgün, Susanne Hemmerling

Vorstellungtermine: Sa., 30.03.24 um 19:30 / Mi., 24.04.24 um 19:30

Volksbühne am Grossen Hirschgraben

APRIL 2024
Bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder

(Daniela)

Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.

Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €

Mehr Informationen stehen hier.

Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968

Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.

"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)

MAI 2024
Bis 26. Mai: „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“

(Daniela)

Mit der Ausstellung „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“ setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main das Programm zum 75. Jubiläum ihrer Wiederbegründung nach der Schoa fort. Bis zum 26. Mai 2024 wird die multimedial aufbereitete Geschichte der Frankfurter Jüdinnen und Juden nach 1945 im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum zu erleben sein. Damit setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt das größte Ausstellungsprojekt in eigener Regie seit ihrem Bestehen um.

Der Ausstellungstitel „Auf Leben“ lehnt sich an den verbreiteten Trinkspruch „L’Chaim“ (hebräisch für „Auf das Leben“) an. In seiner modifizierten Form eröffnet er vielfältige Bedeutungsräume: Widerstand und Selbstbehauptung, Trotz und Mut lassen sich ebenso assoziieren das Aufblühen des jüdischen Gemeindelebens nach 1945.

Die Ausstellung umfasst acht chronologisch angelegte Kapitel im Erdgeschoss und vier thematische Kapitel im Obergeschoss des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums. Das Grundkonzept wurde von Fritz Backhaus (Deutsches Historisches Museum) und Manfred Levy (Jüdisches Museum Frankfurt) entwickelt. Das Kuratorenteam Fedor Besseler und Laura Schilling hat sich für eine exemplarische Auswahl von besonders erzählens- und erinnernswerten Ereignissen, Akteuren und zeitgeschichtlichen Strömungen aus der Gemeindegeschichte entschieden. Erstmals öffentlich gezeigte Exponate und Fotografien aus Privatarchiven unserer Gemeindemitglieder werden persönliche und überraschende Einblicke eröffnen.  

Ein Interviewprojekt mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Gemeindegeschichte ergänzt die Präsentation. In der Video-Installation des Regisseurs Adrian Oeser kommen Kurt de Jong, Leo Inowlocki, Esther Ellrodt-Freimann, Diana Schnabel, Alla Spanz, Dalia Wissgott-Moneta und Alexa Brum zu Wort. Sie sprechen über ihre eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Perspektiven auf die Gemeindegeschichte.

Die Ausstellung umfasst zudem eine Topographie, die eine umfangreiche Übersicht über jüdisch geprägte Orte der Stadt – in den Nachkriegsjahrzehnten und heute – bietet. Sie wurde, ebenso wie die gesamte Ausstellungsarchitektur und -grafik, von Kai Linke und Sandra Doeller gestaltet.

Die Ausstellungstexte sind in deutscher, englischer und russischer Sprache verfügbar. Begleitend zur Ausstellung bieten wir unterschiedliche Veranstaltungen sowie öffentliche Führungen an. 2024 wird zudem eine umfangreiche Publikation erscheinen. Das Begleitprogramm und weitere Informationen zur Ausstellung sind unter https://75jahre.jg-ffm.de/ zu finden.

Bis Sonntag, 12. Mai 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)

Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.

Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 12.05.2024, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei

Bis Sonntag, 01. September 2024: Ausstellung „Klangquellen. Everything ist Music!“

(Petra)

Klänge bestimmen unser alltägliches Leben und sind auch im vermeintlich stillsten Moment um uns herum zu hören. Jeder Ort hat seine eigene Soundscape oder Klanglandschaft, geprägt von der lokalen Umgebung, von Tieren und Menschen, ihren Tätigkeiten und Interaktionen. Welchen Einfluss hat unsere Umgebung auf unsere Hörwahrnehmung? In welchem Verhältnis stehen Umwelt, Klang, Mensch und Musik? In der Ausstellung "Klangquellen" werden diese Fragen beleuchtet und damit auch der westliche Musikbegriff hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen Klänge, ihre kulturelle Verwendung, Interpretation und Bedeutungen. Neben Instrumenten werden in der Ausstellung daher auch einige Exponate zu sehen sein, die man nicht zwangsläufig in einer Musikausstellung erwartet. Ausgehend von der eigenen Sammlung und im Dialog mit zeitgenössischer Musik regt die Ausstellung zum Nachdenken über die Bedeutung der Klänge in der eigenen Lebenswelt an.

Klangquellen – Everything is Music! Ausstellung, mit: Nursalim Yadi Anugerah, Bunau, Conserve the Sound (Daniel Chun & Jan Derksen), Gerhard Müller-Hornbach, Lasse-Marc Riek, die Teilnehmer*innen des Seminars „Klangquellen. Everything is music! Musikethnologie und Ausstellungspraxis" sowie weitere namentlich nicht bekannte Beitragenden, Kuratorin und Co-Kurator: Vanessa von Gliszczynski (Kustodin Südostasien), Matthias Claudius Hofmann (Kustos Ozeanien)

Ort: Weltkulturen Museum, Adresse: Schaumainkai 29, Öffnungszeiten: mittwochs 11 - 20 Uhr, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 7 (3,50) Euro, jeden letzten Samstag im Moant ist der Eintritt frei

Dienstag, 04. Juni: Extreme

(Uwe)

Wer über die bereits 1985 in Boston gegründete Band Extreme schreibt, kommt am großen Hit der Band, More Than Word“ natürlich nicht vorbei. Alleine Auf Spotify wurde er Stand heute (Anfang Februar) bereits 620.860.002 mal gespielt. Das werden sie sicher auch bei ihrem Konzert in der Batschkapp spielen und darüber hinaus bringen sie weitere Songs aus ihrer langen Karriere und vom neuen Album „Thicker Than Blood“, dem ersten seit zehn Jahren. Ein talentierter Mitarbeiter der Plattenfirma schrieb darüber: „…  Heimstudio in Los Angeles produziert, wo die Mitglieder zusammenkamen, um ihren elektrisierenden Eklektizismus zu kanalisieren, der ihren bahnbrechenden Output definiert hat – jedoch mit einem Twist des 21. Jahrhunderts. Mit einem Mix aus Hardrock-Attacken und einfühlsamen Balladen schafft Six eine einzigartige Klanglandschaft, die die Fans in Erstaunen versetzen wird“

Beginn: 20:00 | Einlass: 19:00

Batschkapp, Gwinnerstrasse 5, 60388 Frankfurt


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