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| 17.02.2023 |
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SAY THEIR NAMES

Gökhan Gültekin war 37. Er war Maurer, stammte aus einer kurdischen Familie, ist in Hanau aufgewachsen. Gökhan sparte für seine Hochzeit und arbeitete dafür in dem Kiosk, in dem er am 19. Februar ermordet wurde.
Sedat Gürbüz war 29. Ihm gehörte die Bar „Midnight“. Damit hatte er sich einen Traum erfüllt. Er hat lange Fußball gespielt, beim FC Dietzenbach, dort, wo er aufgewachsen ist.
Said Nesar Hashemi war 21. Er hatte deutsche und afghanische Wurzeln, auch er ist in Hanau groß geworden und liebte seine Heimat Hanau. Bei Goodyear machte er seine Ausbildung. Sein Bruder Etris überlebte den Anschlag schwer verletzt.
Mercedes Kierpacz war 35. Sie war eine lebensfrohe Frau, in Offenbach geboren und aufgewachsen. Mercedes arbeitete im Kiosk neben der Arena-Bar. Ihre beiden Kinder haben ihre Mutter verloren.
Hamza Kurtović war 22. Seine Familie stammt aus Bosnien. Er hatte gerade einen neuen Job angefangen, mit dem er sehr glücklich war. Bis zur Rente wolle er dort arbeiten, sagte er zu seinen Eltern.
Vili-Viorel Păun war auch erst 22. Er kam als Jugendlicher aus Rumänien nach Deutschland, unterbrach seine Ausbildung, um sich liebevoll um seine erkrankte Mutter zu kümmern. Er war ihr einziges Kind. Mit beeindruckender Zivilcourage hat er den Täter verfolgt.
Fatih Saraçoğlu war 34. Aus Regensburg kam er nach Hanau, um sich selbständig zu machen. Er war zufällig am Heumarkt, wollte dort nur einen Freund absetzen. Sein Vater, den er immer unterstützt hatte, sagte über ihn: „Er war meine größte Hilfe.“
Ferhat Unvar war 23. Seine Familie hat kurdische Wurzeln. Er ist in Hanau geboren und aufgewachsen, wollte gerade eine eigene Firma gründen. Ferhat war oft in der Arena-Bar. Es war der Ort, an dem er sich mit Freunden traf.
Kaloyan Velkov war 33. Erst seit zwei Jahren war er in Deutschland. Mit seiner Arbeit in der Bar La Votre wollte er seine Familie in Bulgarien unterstützen. Sein kleiner Sohn hat seinen Vater verloren.
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Ich mache es kurz: Am Mittwoch war ich bei einer Podiumsdiskussion im Bahnhofsviertel und bin dann um 22:00 Uhr noch schnell zum Pubquiz nach Sachsenhausen gedüst. Das hatten ein paar Mitglieder der Grünen organisiert. Ich wurde dort von ein paar Gästen angesprochen, die sich bei mir bedankt haben, dass ich die Veranstaltung hier angekündigt hatte. Und weil heute nochmal drei Veranstaltungen der Grünen drin stehen ein paar Sätze dazu. Ich werde ganz oft gebeten politische Veranstaltungen zu bewerben, ABER ich nehme hier nur die auf, zu denen ich wirklich selbst gehen will bzw. für die mein Herz schlägt. Vor ein paar Jahren habe ich in den Ausgehtipps geschrieben "Heute Abend muss ich zum Elternabend, danach will ich noch zum Politischen Aschermittwoch der Grünen in den Kunstverein Familie Montez. Da kommt ein Robert Habeck. Keine Ahnung wer das ist".
Tja, so kann es gehen. Ich habe dann mit ihm noch ganz alleine da gestanden und einen Rotwein getrunken und natürlich kein Selfie gemacht und ein halbes Jahr später eine Veranstaltung mit ihm und Manuela Rottmann moderiert (daher das Foto). Am Sonntag kommt er wieder nach Frankfurt und natürlich gehe ich hin, auch wenn das mit dem Rotwein wohl nix wird. Den trinke ich dann nächste Woche mit Joschka...
Wo auch immer ihr Rotwein trinkt... lebt wild!
Daniela
Vielen Dank an mein tolles Ausgehtippteam: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.
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SPENDEN FÜR ERBEBENOPFER
Anna ist schon lange für und mit People4People in Syrien engagiert, war vor Ort, kennt die Leute und schreibt aktuell:
"Momo und sein Team sind auf syrischer Seite bereits an den Orten der Zerstörung angekommen. Uns erreichen schlimme Bilder und Nachrichten. Jeden Cent den wir jetzt transferieren können hilft hier den Menschen und Familien in Not. Bitte unterstützt diesen Aufruf unter EARTHQUAKE paypal.me/eVpeople4people Bank (GLS) People4people e.V. DE44 4306 0967 60318 13300 BIC: GENODEM1GLS Spendenquittungen können wir selbstverständlich ausstellen. http://people4people.social
Das Foto ist von Momo, aus Syrien
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ZU GEWINNEN
Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)
2 x 2 Karten für die Halva Party mit Booty Carrell und Sebnem Altunkaya am 5. März. Gewinnfrage: Mit wem hat Daniela vor ein paar Jahren, eher durch Zufall, ein Glas Wein getrunken?
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ZU GEWINNEN
Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!
2 x 2 Tickets für das Konzert von MIA am Donnerstag, 3. März, in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Welchen Film zeigt Daniel B. bei Kino Kulinarisch?
2 x 2 Gästelistenplätze für "Sound of Fame" im wunderbaren Capitol Theater. am 26. Februar. Die Gewinnfrage lautet: Welcher Hashtag erinnert an die Toten in Hanau?
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GEROLLTES über Fußball im Osten

(Uwe)
Am Freitag waren Daniela und ich bei einer Lesung von Axel „Beve“ Hoffmann zur Geschichte von Eintracht Frankfurt in Moni Ports Studio Soundso. Natürlich wurde dabei auch die Fast-Meister-Saison 1991/1922 behandelt. Schmerzvoll erinnerte sich „Beve“ und die meisten Zuhörer (ich nicht, mein Fast-Meister-Moment mit Schalke war einige Jahre später) an die Niederlage am letzten Spieltag bei Hansa Rostock. Das war es aber nun auch schon fast mit der Eintracht, weil die Erzählungen zum Spiel in Rostock Impuls für eine Betrachtung der Ostvereine gab.
Die Rostocker stiegen trotz des Sieges nach dem 38 Spieltag ab. 38 Spieltage waren es in der Saison 1991/92, also vier mehr als normal, weil nach der Saison 1990/91 zu den 18 Bundesligamannschaften zwei Teams aus der ehemaligen DDR zugeordnet wurden. Das waren der letzte DDR-Meister Hansa Rostock und der Vizemeister, Dynamo Dresden. Der damals temporär zweigleisigen 2. Bundeliga wurden die Plätze 3 – 8 der Abschlusstabelle der DDR-Liga zugeordnet: Rot-Weiß Erfurt, Hallescher FC, Chemnitzer FC, Carl Zeiß Jena, Lok Leipzig und Stahl Brandenburg. Nicht über den Schnitt schafften es damals unter anderem der DDR-Serienmeister, der „Stasi-ClubClub“ BFC-Dynamo (nach der Wende kurzzeitig umbenannt in FC Berlin) und Traditionsverein 1. FC Magdeburg, immerhin Sieger des Europapokals der Pokalsieger 1974. Auch weitere Vereine aus der ewigen Top 10 der DDR-Liga, Wismut Aue (heute Erzgebirge Aue) oder Sachsenring Zwickau (heute FSV Zwickau) wurden unter den beiden Topligen angesiedelt.
Keine herausragende Rolle in der Geschichte der höchsten Liga im ostdeutschen Fußball der 1. FC Union Berlin (Platz 14 in der ewigen Ost-Tabelle) oder RasenBall Leipzig. Zwar hatte der Österreicher Dietrich „Didi „Matteschitz 1984 den süßen Geschmack eines thailändischen Energiedrinks entdeckt, hatte daraus aber noch nicht die Mittel geschaffen, um den Sport so aufzumischen, wie er es heute tut. Er tut es natürlich mittlerweile nicht mehr, weil er 2022 verstarb, aber die von ihm gegründete Red Bull GmbH. Deren Verein, RB Leipzig gab es zu DDR-Zeiten also noch nicht, hätte es damals auch nicht gebraucht, weil es mit Lok Leipzig (Platz 11 ewige Tabelle), Chemie Leipzig (Platz 13 ewige Tabelle) und Sachsen Leipzig (Platz 39 ewige Tabelle) genug Leipziger Vereine gab. Es gab sogar so viele, dass Vorwärts Leipzig nach Frankfurt/Oder verlegt und zu Vorwärts Frankfurt Oder wurde (spielt heute, nach der Fusion einer „Ost-Eintracht“ mit Victoria, als 1. FC in der Oberliga NordOst). Nicht wenige Spötter behaupten, dass es die „Rasenballer“ bis heute nicht braucht.
Nicht wenige aus dem Leipziger Einzugsgebiet freuen sich aber darüber, dass in Sachsen und Umgebung Bundesligafußball geboten wird. Dieses Angebot werden andere Vereine aus der Region, mehr oder weniger aus allen südlich gelegenen mitteldeutschen Bundesländer (inkl. Thüringen und Sachsen Anhalt), nicht mehr hinbekommen, zu sehr wurden sie nach der Wende ausgebeutet (mehr oder weniger alle guten Spieler wurden durch Westvereine weggekauft) und durch Missmanagement in die sportliche Bedeutungslosigkeit geführt. Dass die sich darüber freuen und nichts darauf geben, was ein Fan aus Frankfurt zu dem Gebilde RasenBall sagt, der / die sich ohne großen Aufwand Spiele verschiedenster hochklassig spielender Mannschaft im Rhein-Main-Neckar-Raum anschauen kann, ist verständlich.
Deutlich sympathischer ist für den Traditionsfan dagegen die Entwicklung von Union Berlin. Deren Fanbase war schon immer stabil, trotz überschaubarem Erfolg zu DDR-Zeiten. Die Teilhabe der Fans im Verein aus dem Berliner Stadtteil Köpenick könnte am ausgeprägtesten in den deutschen Ligen sein. Immerhin halfen sie mit erheblicher Eigenbeteiligung mit, das Stadion erstligatauglich zu machen. Neben den ganzen Einheimischen sind es zwei aus dem „Westen“, die den Verein die – entgegen der üblichen Erfahrungen – Erfolg zu einem ehemaligen DDR-Erstligisten brachte. Der Sauerländer Oliver Ruhnert als Sportchef und Urs Fischer aus dem Schweizer Kanton Luzern. Was die in den vergangenen Jahren sportlich auf die Beine stellten, verdient allergrößten Respekt. Aktuell ist „Eisern Union“ Tabellenzweiter, vor den wirtschaftlich deutlich besser aufgestellten Dortmunder und Leipziger.
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Freitag 17. Februar: Konzert & Party
(Daniela)
Mist, ich kann nicht
Kosmik Kat (Pedo Knopp) & Carrera Trio, Oliver Leicht - Electric Reeds, Hans Glawischnig - Electric Bass, Oli Rubow - Dub-Drums
In unterschiedlichen Besetzungen entstehen Klangbilder hybrider Stilistik. Immer im Moment und immer ist es improvisierte elektronische Musik zum Wohlfühlen, Tanzen, Zuhören, Zuschauen und Genießen ... alles fließt.
Tür 19:30 / Start 20:30 Onmo 2, Walter-Kolb-Straße 2, barrierefreier Zugang
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Freitag 17. Februar: Der Ferne Klang (weitere Termine)

(Martin)
Oper von Franz Schreker: Es ist eine Liebesgeschichte - und eine Liebeserklärung an die Musik…
Der Tonsetzer Fritz jagt einem geheimnisvollen »fernen Klang« nach; solange er sein Kunstideal nicht gefunden hat, fühlt er sich der Liebe zu der aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammenden Grete für unwürdig. Er verlässt sie und zieht hinaus in die Welt. Auch Grete, einen ersten Impuls zum Selbstmord überwindend, beschließt, ihre Heimat zu verlassen. Die beiden begegnen sich wieder in einem Etablissement in Venedig; doch als er erkennt, dass Grete dort zur Edelkurtisane geworden ist, verstößt Fritz sie erneut. Erst an ihrem Lebensende finden die beiden zueinander: er ein gescheiterter Opernkomponist, sie eine Straßenhure. Fritz erkennt seine Schuld – nun glaubt er, endlich den ersehnten »fernen Klang« zu hören: im Gesang der Vögel.
Franz Schrekers vor 111 Jahren mit Sensationserfolg in Frankfurt uraufgeführte Oper entfaltet in Damiano Michielettos Inszenierung ihren ganzen Reiz: Tiefenpsychologisches Kammerspiel und Genreszenen von überbordender Theatralik durchdringen sich in einer schlüssigen Konzeption, die einen Raum schafft für Schrekers suggestiven Klangrausch.
br-klassik schrieb anlässlich der Premiere: „Damiano Michieletto inszeniert die Geschichte als traumschöne Szenenfolge in einem Seniorenstift. Hier mischen sich Realität und Wahnvorstellungen auf virtuose Weise. Ein altes Paar, Steffie Sehling und Martin Georgi, doubeln die echten Fritz und Grete. Sanft bewegte Gazevorhänge trennen Szenerien und Handlungsteile auf ungemein ästhetische Weise. Zum Finale schweben unzählige Instrumente vom Bühnenhimmel herab. Damiano Michieletto merkt man die Liebe zu seinen Figuren an. Besonders erfreulich ist, dass er die Grenze zum Kitsch nie überschreitet, was bei "Der ferne Klang" leicht passieren kann. Ein intensiver, stark bejubelter Abend!“
Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/der-ferne-klang_2/?id_datum=3296
Freitag, 17., Sonntag, 19. Und Freitag, 24. Februar Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller
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Freitag, 17. Februar laPROF/Fonds Darstellende Künste

(Martin)
Dennoch! – Zur Lage der Freien Künste Studio 1 - Mousonturm Ein Dokumentarfilm von Janina Möbius mit anschließendem Gespräch
Die Freien Darstellenden Künste waren und sind von Krisensituationen in besonderer Form betroffen. Um Künstler*innen aus diesem Feld zu unterstützen, initiierte und förderte der Fonds Darstellende Künste zwischen Mai und August 2022 rund 25 Labore von Figuren- und Objekttheater bis Musiktheater, von Tanz über Performance und Schauspiel bis zu Theater im öffentlichen Raum und Zeitgenössischem Zirkus. Der Film dokumentiert das künstlerische Arbeiten und Forschen dieser über die Bundesrepublik verteilten (auch digitalen) Labore in Zeiten gesellschaftlicher Transformation. Auf großer Leinwand werden Positionen von Danny Banany, Mable Preach, Mieke Matzke, Simone Dede Ayivi, Stefan Kaegi, Susanne Schuster und anderen sichtbar, es kommen zahlreiche Kurator*innen und künstlerische Leitungen verschiedener Produktionsorte sowie Festivals zu Wort. „Dennoch! – Zur Lage der Freien Künste” zeigt die Vielstimmigkeit der Ästhetiken, Praktiken und Orte und verbindet sie zu einem starken, gemeinsamen Statement für die Kunst.
Im Anschluss diskutieren Vertreter*innen der Bundes- und Landespolitik über die Lange der Freien Darstellenden Künste nach der Corona-Pandemie: Wie können Land und Bund nach dem Ende der Corona-Förderprogramme die Förderung der Szene substanziell weiterentwickeln? Und was können wir dabei von den Corona-Förderprogrammen und all dem, was sie ermöglicht haben, lernen?
Im Gespräch: MdL Andreas Hofmeister, kulturpol. Sprecher CDU-Landtagsfraktion Hessen, MdL Hildegard Förster-Heldmann, Mitglied im Ausschuss Wiss. und Kunst im Hess. Landtag, Grüne Landtagsfraktion Hessen, MdL Bijan Kaffenberger, Vorsitzender Kulturforum der hess. SPD, SPD-Landtagsfaktion, MbB Thorsten Lieb, Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages, FDP-Bundestagsfraktion, Holger Bergmann, Geschäftsführer des Fonds Darstellende Künste
Moderation: Jan Deck, Geschäftsführer laPROF, Landesverband professionelle freie darstellende Künste Hessen e.V., Anna Wagner & Marcus Droß, Intendanz und Geschäftsführung Künstler*innenhaus Mousonturm
Freitag, 17. Februar um 18.00h Studio 1 – Mousonturm Eintritt frei
Foto: © Danny Banany
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Freitag 17. Februar: Ausstellungseröffnung von Jana Bissdorf

(Daniela)
Auf in den schönnen saasfee*pavillon
Omnipräsente Kontrollmechanismen irdischer Gesellschaftssysteme schränken zunehmend existenzielle Freiheiten ein. Ein Überwinden dieses Zustands scheint unmöglich und mündet im ewigen Hoffen auf das transhumanistische Sein. Im Kontext der alptraumhaften Vorstellungen von Science-Fiction Autor:innen, wie George Orwell oder Stanisław Lem, findet sich ein surreal retrofuturistisches Modell einer nichtexistenten Raumzeit im Ausstellungsraum wieder, zusammengesetzt aus Radioröhren, Platinen, Parabolspiegeln, Fotografien und wucherndem Bauschaum - irgendwo zwischen unschuldiger Niedlichkeit und verschlingenden, dystopischen Auswüchsen.
Die Ausstellung im saasfee*pavillon ist bis zum 26. Februar 2023 geöffnet.
jana bissdorf - the frontal lobe looks good. always nice to bite into the curb.
opening / eröffnung fr 17 feb 2023, 19.00 - 22.00h
saasfee*pavillon bleichstraße 66 hinterhaus, leider nicht barrierefrei. 60313 frankfurt am main www.saasfeepavillon.de
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Freitag, 17. Februar: Of/ Freitagsfasching
(Andrea)
Mit Fasching tun sich viele hier schwer und es ist ja auch was dran. Wer einmal in Köln oder Düsseldorf war, weiß, was uns hier fehlt. Aber tatsächlich ist der Freitagsfasching in der Stadthalle in vielem nah dran und noch dazu eine nette Party: "Auf der Bühne sorgen die Jungs von Helium 6 mit den besten Rock- & Pop-Songs der 80er, 90er, 00er und von heute für Stimmung, im Anschluss wird das Tanzbein zu den Beats des Caroli DJ Team aus der Batschkapp geschwungen. Der Abend wird moderiert von HIT Radio FFH-Queen Evren Gezer." Neulich hatte ich die Kostümkiste wieder in der Hand, unentschlossen, ob und was ich jetzt damit anstelle. Jetzt weiß ich es wieder und schmeiße mich in Schale. Ab 20 Uhr. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Tickets gibt es im OF-Infocenter, Salzgässchen 1, Tel. 069 – 84 000 41 70, bundesweit bei über 3.000 Reservix-Vorverkaufsstellen und über die Ticketportale
Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach
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Freitag, 17. Februar: Of/ Wir sind dann wohl die Angehörigen

(Andrea)
Ich gehe heute in den Filmklubb, "Wir sind dann wohl die Angehörigen" möchte ich unbedingt sehen. Denn an die Entführung von Jan Philipp Reemtsma kann ich mich noch gut erinnern. Das Hoffen und Bangen und danach sein kluges Wirken und übehaupt die Stärke und Präsenz nach einem solchen Erlebnis. Hans-Christian Schmid erzählt den Fall jetzt aus der anderen Perspektive, nicht der Entführte selbst steht im Fokus, sondern der Sohn: "Für den 13-jährigen Johann ist an einem Tag des Jahres 1996 plötzlich nichts mehr wie zuvor. Mit der Entführung seines Vaters erlebt er zum ersten Mal in seinem Leben wirkliche Angst – und wird Zeuge beklemmender 33 Tage. Polizisten werden zu Hausgenossen von fragwürdiger Kompetenz. Zwischen gescheiterten Geldübergaben erreichen ihn die verzweifelten Briefe seines Vaters. Immer deutlicher wird dabei, dass das Leben des Vaters nur entgegen der Polizeistrategie zu retten ist." Trailer: www.youtube.com/watch?v=x4J9E4zn4_8 Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr Reservierung unter nic@filmklubb.de Es werden Speisen und Getränke angeboten
Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barriefrei
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Freitag, 17. Februar: Of/ Frieden, Liebe & Death Metal

(Andrea)
Man müsste sich zweiteilen können, "Frieden, Liebe & Death Metal" würde ich auch gerne sehen. Auch wenn er wahrscheinlich irre depremierend ist. Aber irgendwie auch gut zum 19. Februar passt - herrje ist unsere Welt aus den Fugen. "Ramón (Nahuel Pérez-Biscayart) und Céline (Noémie Merlant) sind ein junges verliebtes Paar. Den Abend des 13. November 2015 feiern beide ausgelassen auf einem Konzert im Club Bataclan in Paris… bis das Unaussprechliche passiert. Während des Terroranschlags gelingt es Céline und Ramón, sich getrennt voneinander zu verstecken und die Nacht zu überleben. Danach sind sie nicht mehr dieselben, noch wissen sie, ob sie jemals an ihr altes, unbeschwertes Leben werden anknüpfen können. Beide versuchen das, was passiert ist, hinter sich zu lassen. Während Céline mit dem Erlebten abschließen und zu ihrem alten Leben zurückkehren will, lassen Ramón die Ereignisse jener Nacht nicht los. Für das Paar stellt sich immer wieder die Schlüsselfrage: Kann ein Neuanfang gelingen? 19.30 Uhr Der in Spanien mehrfach ausgezeichnete Regisseur Isaki Lacuesta (Entre dos aguas) hat mit UN AÑO, UNA NOCHE (OT) das erfolgreiche Erstlingswerk „Paz, amor y death metal“ von Autor und Zeitzeuge Ramón González für die Kinoleinwand adaptiert. (Arthaus.de)
Hafenkino, Nordring, Offenbach
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Freitag, 17. Februar: Of/ Diamantenakademie

(Andrea)
Wart ihr schon im Diamant in der Frankfurter Straße? Nein? Dann nutzt die Zeit, weil bald ist auch dieser schöne Ort wieder verschwunden. Alleine die Architektur (unbedingt bis ganz unters Dach hochsteigen) ist den Besuch wert, die Ausstellung tut ihr übriges. Dazu heute noch: / DIAMANTENAKADEMIE / Lecture ANDREA CERESA / PAINTING & VANDALSIM, TEXT & ZINES Moderation Robert Kaltenhäuser @unauthorizedartcritic) Der junge italienische Kunstphilosoph, Kurator und DIY-Publizist ANDREA CERESA gibt Einblicke in seine Theorien und Praktiken. Auf den Spuren der malereiorientierten Aspekte von (Post-)Vandalism bis zu den gestischen Qualitäten von Signaturen, die er in seinem Grafemi-Projekt behandelt. / ANDREA CERESA wurde in Varese geboren, wo er heute auch lebt. Er studierte Philosophie in Bologna und Bildende Kunst in Venedig. Er kuratierte Ausstellungen zu Graffiti, Post-Vandalism und Malerei (z.B. »6 Pittori«, Venedig 2022), veröffentlichte das Zine »Grafemi« für die 2020er Ausgabe der Unlock Book Fair (Modena) und schreibt über die Beziehung zwischen Vandalismus und Kunst. / ROBERT KALTENHÄUSER ist Autor und Kurator mit Schwerpunkt auf selbstautorisierter Kunstpraxis im öffentlichen Raum. Er ist Herausgeber von »Zugriff – Schriften zum visuellen Ungehorsam,« Redaktionsleiter bei «Boulevard – On Trespassing and Culture« und publiziert Beiträge und Polemiken zur Urban Art-Debatte in diversen Büchern und Fachzeitschriften. FR 17-21 / SA 16-21 / SO 15-20 Eintritt frei www.instagram.com/diamant.offenbach
DIAMANT / Museum Of Urban Culture / Frankfurter Straße 8 / Offenbach
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Bis 6. Mai: FFM/ Über das Träumen

(Andrea)
Kennt ihr die Künstlerkolonie Goldstein in Sachsenhausen? Dort arbeiten Künstlerinnen und Künstler mit Handicaps wie Autismus, Down-Syndrom oder ähnlichem, sowie Fachbetreuern mit künstlerischer bzw. kunstpädagogischer Ausbildung. Ich bin ja seit der Ausstellung "Weltenwandler" vor zig Jahren in der Schirn ein großer Fan und werde mir die aktuelle Ausstellung sicher ansehen. "Über das Träumen" heißt sie: "Was sagen Träume als alternative Realitäten aus, wie unterscheiden sich Nacht- und Tagträume und welche Rolle spielt der rauschähnliche Zustand des Flows in schöpferischen Prozessen? Bei Künstlern wie dem Dichter und Maler William Blake oder dem Filmregisseur David Lynch prägen Träume die Bildsprache und Erzählung im Sinne einer visionären Wirklichkeit. Andere wiederum träumen von der Realisierung eines einzigartigen Werkes oder vertiefen sich bis zu einem Zustand der Trance in die künstlerische Tätigkeit. Doch beinahe alle Künstler*innen verbindet der Wunsch nach Anerkennung als eine Art übergeordneter Traum, der immer wieder ganz selbstverständlich zu platzen droht. In der Veranstaltungsreihe „Über das Träumen“ geht die Goldstein Galerie diesen vielschichtigen Aspekten des Träumens nach. Präsentation Flow (Geöffnet während den Veranstaltungen und auf Anfrage) Plakate zum Träumen – Künstler*innen des Atelier Goldstein entwickeln anlässlich der neuen Ausstellungsreihe „Über das Träumen“ Plakate zu diesem Thema. Die verschiedenen künstlerischen Positionen werden ab dem 15. Februar 2023 in der Goldstein Galerie ausgestellt und in einer kleinen Stückzahl auch zum Verkauf angeboten. Achtung: Es gibt keine regulären Öffnungszeiten, am besten kurz anrufen!
Goldstein Galerie, Schweizer Straße 84, Frankfurt Telefon: 069 / 201 72 – 023 https://bit.ly/3xtLJSp
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Samstag, 18. Februar: Of/ Werde Verpackungsspar-Profi
(Andrea)
Ein cooler Ansatz, der Rollentausch vom Konsumenten zum Produzenten: "Viele Verpackungen bestehen aus Kunststoff. Warum das ein Problem für die Umwelt und für die Gesundheit ist und ob Plastik-Alternativen besser abschneiden, wird im Workshop „Werde Verpackungsspar-Profi“ der Verbraucherzentrale Hessen diskutiert. Am Samstag, 18. Februar, nehmen die Workshop-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer um 15 Uhr die Perspektive von Lebensmittel-Herstellern ein und suchen in Gruppen eine geeignete, möglichst ökologische Verpackungslösung für ihr Produkt. Dabei lernen sie die (umweltbezogenen) Merkmale verschiedener Verpackungsmaterialien kennen und entwickeln Strategien, wie sie Verpackungsabfall reduzieren können." Foto: Hannae Kim. 15 Uhr, kostenlos
Wetter- und Klima-Werkstatt in der Frankfurter Straße 39 / Rathaus Plaza, Offenbach
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Samstag, 18. Februar: On Air/ Stefan X

(Andrea)
Ich bin kein großer Fussballfan, aber was ich schon immer gerne mochte, sind die samstäglichen Radiokonferenzen mit ihren schnellen Schalten und der Dynamik. Radiohören hat wirklich was für sich und falls ihr es auch so haltet, dann überlegt Euch jetzt schon mal einen schönen Ort, wo ihr dem wunderbaren Marc Rodriguez Euer Ohr schenkt. Er moderiert heute eine Stunde Radio X, also der Sender bei dem Reinzuhören sich meistens wirklich lohnt, und hat den supersympathischen und wundervollen Stefan Kreuzer zu Gast. Stefan -wer? Setzen, sechs. Stefan war und ist der DJ für die ruhigeren Klänge, damit hat er Besucher:innen im Silk, aber auch draußen im Mühlheimer Steinbruch immer begeistert. Natürlich legt er auch noch an anderen Orten auf, aber das kann er Euch gleich selbst erzählen: "Ich freue mich darauf, bei #OFFspace für VirusMusikRadio Ffm auf radio x 91.8 FM endlich mal etwas ausführlicher mit Stefan Kreuzer aka #StefanX zu sprechen. Über #Ambient, #Chillout und #Downtempo im Allgemeinen und seine spannende Bio im Speziellen. Tune in!
Radio X, 17 Uhr
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Sonntag 19. Februar: Manuela und Tarek & Robert

(Daniela)
Die Energiewende schaffen wir nur gemeinsam! Die existenzielle Frage der Menschheit, ob wir die Klimakrise in den Griff bekommen, wird in den großen Städten entschieden. Dort lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Deshalb kommt es auch auf Frankfurt an. Aber die Transformation der Wirtschaft hin zu einer klimaneutralen Wertschöpfung ist eine überregionale Aufgabe. Die Weichen dafür werden in Bund und Land gestellt. In Berlin im Wirtschaftsministerium. In der Landeshauptstadt Wiesbaden, wo im dortigen Wirtschaftsministerium die Umsetzung konkretisiert wird. Klimaschutz, wirtschaftlicher Aufschwung und gesellschaftlicher Zusammenhalt gehen Hand in Hand. Deshalb laden wir ein zum energiepolitischen Schulterschluss von Stadt, Land und Bund. Mit - Bundesminister Robert Habeck
- Staatsminister Tarek Al-Wazir
- OB-Kandidatin Manuela Rottmann
Im historischen Palais Frankfurt (Große Eschenheimer Str. 10), dem alten Gebäude von Thurn und Taxis, wo schon in vergangener Zeit die deutschen Kommunikationswege zusammenliefen. 19. Februar 17 Uhr (Einlass ab 16:00 Uhr) Ich empfehle euch dringend früh zu kommem Der Eintritt ist frei. Taschen dürfen aus Sicherheitsgründen nur bis DIN A4-Größe mitgenommen werden
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Montag, 20. Februar: Dog Stab! – The 50th Anniversary Tour (The Residents)

(Martin)
The Residents - Konzert
Eigentlich war diese Tournee für Anfang 2021 geplant, die Venues bereits gebucht. Doch dann kam Corona, und alles musste verschoben werden – für The Residents möglicherweise keine allzu große Überraschung: In ihrem 2017 aufgeführten Programm „In Between Dreams“ trugen die Bandmitglieder nicht mehr ihre berühmten (und viel kopierten) „Eyeballs“, sondern Masken von Pest-Doktoren des 17. Jahrhunderts, als ob sie die Pandemie geahnt hätten. The Residents waren ihrer Zeit schon immer voraus. Und so kommt es, dass aus der im letzten Jahr geplanten Tournee nun 2022 eine Jubiläums-Tour wird: 50 Jahre gibt es dann diese legendäre kalifornische Band, und ihr Motto ist: „Holding up the Underground since 1972!“
Wie immer gibt die geheimnisvolle Band nur ungern Details zu ihrem neuen Programm preis. Soviel konnten wir jedoch von einem Sprecher der Band über ihre geplante Show in Erfahrung bringen: „Featuring songs from the group’s classic period, as well as their most recent album, The Residents are pleased to announce the DOG STAB! Tour, gloriously celebrating their odd and improbable fifty years of existence. Focusing on the band’s iconic DUCK STAB! album from 1978, the performance will also spotlight music from Metal, Meat & Bone, released in the summer of 2020. Always unpredictable, the group will also feature a few unexpected surprises in this curious and unique carnival of chaos.”
Hier gehts zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/360506
Montag, 20. Februar um 20.00h Mousonturm
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Dienstag, 21. Februar: Andreas Bauer Kanabas (Bass)

(Martin)
Liederabend in der Oper Frankfurt / Am Klavier: Daniel Heide
Daniel Bauer Kanabas ist nicht irgendein Bass – er ist in Frankfurt für mich ‚der Bass‘! Wer seinen Sarastro in der letzten Zauberflöteninszenierung gehört hat, weiß, wie tief sich singen lässt und welcher Schmelz auch bei diesen ‚dunklen‘ Tönen in einer Stimme liegen kann. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Andreas Bauer Kanabas Frankfurter Ensemblemitglied und hat mit seiner markanten Bassstimme Partien wie Komtur, Osmin, König Philipp II., Jacopo Fiesco, den Wassermann oder die Titelpartie von Herzog Blaubarts Burg interpretiert. Einen Querschnitt aus seinem Repertoire kann man auf seiner Debüt-CD Love And Despair (Oehms-Classics) erleben.
Andreas Bauer Kanabas ist auch international ein gefragter Sänger, von der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala und der Opéra National in Paris bis hin zum New National Theatre in Tokio. Mit Schuberts letztem Liederzyklus Schwanengesang auf Texte von Heinrich Heine, Ludwig Rellstab und Johann Gabriel Seidl präsentiert er sich in Frankfurt nun erstmals als Liedsänger.
Hier geht’s zu dem Programm des Liederabends
Und hier geht’s zu den Tickets
Dienstag, 21. Februar 19.30h, Oper Frankfurt
Foto: © Guido Werner
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Dienstag, 21. Februar: DON BROCO & SLEEPING WITH SIRENS

(Uwe)
Eine englische Rockband geht zusammen mit einer Hardcore-Band aus Amerika auf Tour. In Deutschland beginnen sie im Frankfurter Zoom, danach geht es weiter nach Hamburg, Berlin, München und Köln. Sleeping With Sirens bringen ihr neues Album „Complete Collapse“ mit, das letzte von Don Broco erschien 2021 und heißt „Amazing Things“. Rock und Hardcore kann ich gut hören. Über Don Broco, deren Sänger wegen seiner Locken etwas aussieht, als wäre er eine jüngere Mischung aus dem österreichischen Fußballer Toni Polster und Flippers-Sänger Olaf Malolepski, wird geschrieben: „ Always unique, and forever pushing boundaries, Don Broco are never ones to follow the trend and the new album Amazing Things is very aptly named. It’s yet another genre-bending masterpiece with electro, rock, pop, metal and more all wrapped up in their own unique blend, bringing to mind the likes of Deftones, Beastie Boys, Linkin Park and Limp Bizkit amongst others..."
Über Sleeping with Sirens, meistgespieltes Lied auf Spotify „If You Can´t Hang“ (137.539.679 Abrufe) das Folgende: „With each release, the band continue to hone their mix of unflinchingly honest lyricism, unforgettable riffs, and pulse-pounding percussion while boldly exploring new creative frontiers."
Zoom F., Carl-Benz-Str. 21 20:00H TICKETS: VVK 30€ zzgl. Gebühren
Foto: Zoom Homepage
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Mittwoch 22. Februar: Politik am Mittwoch

(Daniela)
Wie im Intro beschrieben: Ich gehe in den Kunstverein Familie Montez
Politik am Mittwoch mit Manuela Rottmann und Joschka Fischer
Dieses Jahr stehen die Frankfurter*innen vor einer besonderen Wahl für Frankfurt: Der Wahl der nächsten Oberbürgermeisterin. Zu diesem Anlass konnten die Grünen Frankfurt einen besonderen Gast für die Veranstaltung „Politik am Mittwoch“ gewinnen. Joschka Fischer kommt endlich wieder nach Frankfurt: Erster Grüner Umweltminister in Hessen, erster Grüner Außenminister der Bundesrepublik Deutschland und langjähriger Grüner Bundestagsabgeordneter für Frankfurt.
Im Gespräch mit der Oberbürgermeisterkandidatin Manuela Rottmann wird es darum gehen, welche Herausforderungen auf die Städte weltweit zukommen, welche Rolle Frankfurt in einer Zeit großer globaler Krisen spielen kann, und welche Bedeutung die Wahl von Manuela Rottmann zur nächsten Frankfurter Oberbürgermeisterin dabei hat.
Gut zehn Tage bevor die Chance besteht, Manuela Rottmann zur Oberbürgermeisterin für Frankfurt zu wählen, haben alle Bürger*innen die Chance, sie im Austausch mit einem der profiliertesten politischen Gestalter, Autoren und Redner und einer prägenden Figur der politischen Frankfurter Zeitgeschichte zu erleben. Moderation: Bettina Weiguny
19:00 Uhr Einlass Kunstverein Familie Montez, unter der Honsellbrücke, barrierefreier Zugang Der Eintritt ist frei.
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Donnerstag, 23. Februar: Brandt Brauer Frick Multi Faith Prayer Room – Tour 2023
(Martin)
Konzert
Brandt Brauer Frick erinnern an so ziemlich alle schweißtreibenden, körperschüttelnden, bodenfüllenden Musikstile – etwa 13 Jahre nach ihrer Entwicklung zwischen treibender Dance-Seligkeit und ausgewachsener Orchestererfahrung sind sie nun wieder da, wo alles begann: beim RAVE.
Handgemachte und knallharte Body Music.
Tanzmusik wollten sie als Gruppe schon von Anfang an machen und obwohl sie aus unterschiedlichen Bereichen kamen, war der Schnittpunkt von Electronic, Dance, Minimal und Techno, an dem sie ankamen, genau das Richtige. Sie gründeten ihr Live-Trio und BBFs handgemachter, unwiderstehlicher Dancefloor-ready-Sound brachte die Leute in kürzester Zeit rund um den Globus zum Toben.
Hier gibt’s ein Video: https://youtu.be/c_hh6V_r6Mo Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/brandt-brauer-frick-2023/
Donnerstag, 23. Februar um 20.00h: Brandt Brauer Frick Mousonturm
Foto: © Antonio Pedro & Megan Courtis
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Donnerstag, 23. Februar: Of/ Bullet for my Valentine

(Andrea)
Die Stadthalle war schon immer gut für Metal-Konzerte und daher absolut der richtige Ort für Metal-Veteranen we Bullet For My Valentine, die das Konzertjahr 2023 im Rahmen ihrer Europatournee mit fünf Deutschlandstopps einleiten. So, jetzt zitiere ich Metal Hammer, weil die wissen es einfach besser: „Das ist der Beginn von Bullet 2.0“, sagt Sänger und Leadgitarrist Matt Tuck. „Es zeigt, wo wir gerade sind. Die Musik ist frisch und aggressiv. Eindringlicher und leidenschaftlicher denn je. Ich denke, sobald die Leute es hören, wird es viele zum Lächeln bringen.“ — „Es ist die wildeste Seite von Bullet, die es je gab“, sagt Lead-Gitarrist Michael „Padge“ Paget. „Ich denke, dass uns diese Richtung super steht und kann es kaum erwarten, Grimassen auf der Bühne zu ziehen!“ Sänger Matt stimmt ihm zu: „Ja, das ist eine weitaus aggressivere, intensivere Seite von Bullet For My Valentine. Die war zwar schon immer da, nur hatten wir bisher nie die Schleusen dafür geöffnet.“ Die erste Single ‘Knives’ machte bereits hör- und spürbar, wovon die Band spricht und schürte große Vorfreude auf die neun weiteren Songs des Albums. Fans haben die Möglichkeit, die neue Musik zum ersten Mal live zu hören, wenn die Band Anfang nächsten Jahres nach Offenbach, Berlin, Hamburg, München und Köln kommt. „Wir sind gespannt, wie die Leute auf das neue Material reagieren“, so Padge. „Wir können es kaum erwarten, endlich wieder auf die Bühne zu gehen und wieder Musik zu machen.“
Stadthalle Offenbach, Waldstraße 412, Offenbach
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Donnerstag, 23. Februar: Der Traum ist aus
(Andrea)
Rund um die aktuelle Ausstellung "Über das Träumen" in der Galerie Goldstein gibt es ein buntes Rahmenprogramm heute ist Barabend und das Motto schlicht wunderbar: „Der Traum ist aus“ schrie Rio Reiser 1972 zum ersten Mal heiser in sein Mikrofon und schrieb gemeinsam mit seiner Band Ton Steine Scherben nicht nur einen bedeutenden Song deutscher Musikgeschichte, sondern auch eine Hymne an die Freiheit. Den Kultsong nehmen wir als Ausgangspunkt für einen ganz besonderen Barabend. Anlässlich der neuen Ausstellungsreihe „Über das Träumen“ spielen wir einen Abend lang ausschließlich Lieder, die sich dem Thema Traum verschrieben haben. Von Billie Hollidays „Let’s Dream In The Moonlight“, Aerosmiths „Dream On“ über „Dancing in the Moonlight“ von Toploader hin zu „Sweet Dreams“ von Eurythmics und Cros „Traum“ – dieser Abend gehört allein den musikalischen Träumen. 19 Uhr Musikvorschläge bis zum 20. Februar an: kontakt@atelier-goldstein.de
Atelier Goldstein, Schweizer Straße, Frankfurt
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Donnerstag, 23. Februar und Sonntag, 5. März: Solastalgia

(Martin)
von Thomas Köck Uraufführung im Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Dieser Abend ist eine Sensation – Theater – aber ein bisschen auch Sprechoper. Um was es geht, ist gar nicht so einfach zu sagen; doch ist allein das Spiel der Schauspielerinnen so grandios, dass die Freude kaum zum Aushalten ist.
Hier einige Kritiken: »Zum Jauchzen schön: ein allein mit lateinischen Pflanzennamen bestrittenes Sprech- und Singduett von Lindner und Meded. Eine Weltneuheit, die mit lebenden Pilzlandschaften im Stil eines Hörsaals gefertigte Öko-Bühne. Ganz unbedingt und very very empfohlen, weil, weil, weil - ach, –lasst es euch sagen und zeigen.« Strandgut, Oktober 2022
»Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor, monologisieren, werfen sich die Worte und Sätze zu. Das geschieht in einem hohen Tempo, intensiv, scharf und total durchrhythmisiert, der stramm organisierten Welt entsprechend, von der der Text berichtet. Wehe der, die die da nicht mithält, aber den Schauspielerinnen gelingt es mit Bravour, und wenn sie nicht doch einmal stolpern würden, müssten sie Roboter sein.« Frankfurter Rundschau, 26. September 2022
»Der Dramatiker Köck inszeniert selbst, mit einer Sorgfalt, die bis zu dem von einem Pilzmyzel hergestellten Bühnenbild und den sprechenden Kostümen aus Plastikmüll und Neopren den Mythos eines deutschen Waldes, Turbokapitalismus und das buchstäbliche Burnout eines Vaters, scheinbar Disparates, ebenso desolat wie schlüssig zusammenbringt, als ununterbrochenes „weil“. Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor grandios präzise, spielen wundervoll in ständigen Stimmungswechseln von trockenem Witz bis Abgrund.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. September 2022
Hingehen!!!
Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/solastalgia/1285/
Donnerstag, 23. Februar um 20.0h und Sonntag, 5. März um 18.00h Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko
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Donnerstag, 23. und Samstag, 25. Februar: Salon Salami

(Martin)
Uraufführung nach Benjamin Tienti Theater für alle ab 12 Jahren
„Papa vergisst nie, mir Geld mitzugeben, obwohl er genau weiß, dass ich es nicht brauchen werde. Aber es muss so sein, ich nehme das Essen, tue so, als ob ich nach dem Geld suche, hole es heraus und sage: ‚Stimmt so!‘ dann sagt Herr Basim: ‚Nein, nein, das geht heute aufs Haus‘ – ‚Aber nein!‘ – ‚Doch.‘- ‚Aber nein…‘ Und so geht das dann eine Weile, bis ich das Essen nehme und das Geld behalte und Herr Basim mir zum Abschied die Tür aufhält.“
Hanis Alltag ist nicht so leicht. Ihre Mutter ist plötzlich verschwunden und ihr Vater so mit seiner Arbeit im Salon beschäftigt, dass er nicht dazu kommt, Hani und ihrem kleinen Bruder Moma zu erklären, wo sie hin ist. Jedenfalls bringt Hani ihren kleinen Bruder seitdem in die Kita, holt ihn wieder ab und schneidet ihm auch die Tomaten zu Blumen, genau wie ihre Mutter es immer gemacht hat.
Dass ihr Nazi Nachbar Herr Graf ihr zusätzlich das Leben zur Hölle macht, macht die ganze Situation nicht leichter. Aber zum Glück sind da auch noch Salon Gäste wie der Imbissbesitzer Herr Basim, von dem sie seit dem Verschwinden ihrer Mutter das Essen kostenlos bekommen.
Donnerstag, 23. Februar um 10 Uhr und Samstag, 25. Februar um 19.30 Uhr
theaterperipherie im Titania, Basaltstraße 23, Frankfurt - Bockenheim
Foto: © Homepage theaterperipherie.
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Donnerstag, 23. - 25. Februar: Slow Motion – Roller Coaster

(Martin)
Eine Bühnenparty über sowas wie den Sinn des Lebens Theateraus Ensemble im Theater Landungsbrücken
Die FAZ schrieb dazu: „...wahrlich fulminante Inszenierung… So leicht, so beiläufig und zugleich höchst unterhaltsam sieht man die Frage nach der großen Show des Lebens im Theater nicht wirklich oft verhandelt.“
Sieben Leute treffen sich auf der Bühne. Los geht’s: Immer performen, immer gute Laune. Die Welt entdecken, die schnell ist und laut, aufregend und unterhaltsam. Alle zusammen sind sie auf der Suche nach dem Kick und strampeln sich ab bis zur Erschöpfung. Stop! Vielleicht mal Luft holen?
„Slow Motion - Roller Coaster" ist eine inszenierte Atempause zwischen Zeitlupe und Achterbahn, eine höchst physische und unterhaltsame Einladung ans Publikum, Halt zu machen und sich von der ständigen Aufregung, dem Leistungsdruck und vermeintlichen Normen loszusagen. Eine eindringliche Aufforderung, sich mit Gelassenheit, Zärtlichkeit und Zusammenhalt zu beschäftigen.
Der Regisseur und Choreograf Leandro Kees hat mit seinen physical theatre Inszenierungen bei internationalen Festivals Begeisterung und Preise geerntet. "Slow Motion - Roller Coaster" ist seine erste Arbeit mit dem Theaterhaus Ensemble und drei jungen Frankfurter Performer*innen als Gäste.
Hier gibt’s ein Video: https://youtu.be/j6OlLzNRUfE
Und hier geht’s zu den Tickets: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php
Donnerstag, 23. – 25. Februar um jeweils 20.00h
Theateraus Ensemble im Theater Landungsbrücken, Gutleutstraße 294
Foto: © Homepage Theater Landungsbrücken
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Freitag, 24. Februar: Kraan

(Uwe)
Als ich mit meinem guten Freund Guido früher immer über Plattenbörsen zog, um günstige oder seltene CDs zu kaufen, bewegten wir uns als Fans klassischer Pop- und Rockmusik immer zwischen Musiknerds (ist absolut nicht negativ gemeint, weil wir eigentlich eher zu Plattenbörsen gingen, um denen respektvoll und interessiert zu folgen als günstige oder seltene CDs zu kaufen). Die Sammler unterhielten sich mit Vinyl-Verkäufern mit bewundernswerter Hingabe über Platten, die teilweise älter waren als wir. Unter anderem über Krautrock und dann fiel immer schnell der Name der 1970 gegründeten Band Kraan.
Über die schreibt der Veranstalter: „Kraan gehören sicherlich zu den besten deutschen Rockbands und verschrieben sich von Beginn ihrer Karriere an einer spannenden Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen. Aktuell besteht Kraan aus dem Trio Hattler/Wolbrandt/Wolbrandt das live vom Keyboarder Martin Kasper unterstützt wird. 2020 erschien nach zehn Jahren endlich wieder ein neues Album. Mit "Sandglas" ist damit ein weiteres Album von unfassbar hoher Qualität entstanden, voller Spielfreude, lässig wie selbstbewusst und souverän - innovativ, mit Psychedelic- und Funk- Elementen angereichert. Ein komplett zeitlos anmutender Mix aus Rock und Jazz.“
Das Rind Rüsselsheim, Mainstr. 11 VVK 30 Euro zzgl. Gebühren, AK 35 Euro Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Frank Dietrich
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Freitag, 24. Februar, und Samstag, 25. Februar: Of/ Premierenwochenende

(Andrea)
Heute gibt es mit dem ebenso berührenden wie spannenden Solostück „Emmas Glück“ nach dem gleichnamigen Roman von Claudia Schreiber die erste Premiere des neuen Jahres im Offenbacher t-raum an der Wilhelmstraße 13. Unter der Regie von Frank Geisler spielt Elena Hahn die Rolle der resolut-robusten Emma mit viel Charme, Spielwitz und Tiefgang. Beginn der Premiere wie der zweiten Vorstellung am Samstag, dem 25. Februar 2023 ist jeweils um 20.00 Uhr. Ein Unfall führt sie zusammen: Die Schweinezüchterin Emma, die allein und hoch verschuldet auf ihrem Bauernhof lebt, findet eines Nachts in einem schrottreifen Ferrari das, was ihr im Leben fehlte: einen Sack voll Geld und einen Mann. Der junge, aber todkranke Städter Max wollte eigentlich nach Mexiko verschwinden, dem Land, in dem er den einzigen Traumurlaub seines kurzen Lebens verbracht hat als seine rasante Fahrt an Emmas Bauernhof ein abruptes Ende findet. Und damit beginnt eine ziemlich schräge Liebesgeschichte mit teils traurigen, teils brüllend komischen Episoden. Emma, eine Frau der Tat, versteckt das Geld, das sie gut brauchen kann, und kümmert sich um den Verletzten. Er soll bloß nicht wieder verschwinden: Mann und Geld – besser geht es nicht! Aber dann tauchen der Dorfpolizist Henner, der von jeher für Emma schwärmt und sie am liebsten heiraten würde, sowie Max` Freund Hans, dem er Geld und Auto geklaut hat auf, und sorgen für weitere Turbulenzen. Die zunächst kuriose Beziehung reift zur leidenschaftlichen, von tiefem Vertrauen geprägten Liebe, die beiden hilft, ihre jeweiligen Lebens- und Todesängste zu meistern. Eine äußerst intelligente und unterhaltsame Hommage ans Leben. Eintritt: 15 € Kartenwünsche unter: 069 80108983 oder per Mail an info@of-t-raum.de
t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach
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Freitag, 24. Februar: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)
Nach den Romanen von Édouard Louis
Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.
Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.
Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis. Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat. Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”
Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy/kartenbestellung-12jan
20.00h Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moritz Buch
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Samstag, 25. Februar: Bernd Begemann

(Uwe)
Im Vergleich zu vielen Sängerinnen, Sänger, Bands oder Projekten, deren Konzerte ich hier ankündige, kenne ich Bernd Begemann tatsächlich schon einige Jahre selbst und höre ihn gerne. Zuerst sah ich ihn vor über zwanzig Jahren in einer kleinen Darmstädter Location, dem Kesselhaus, die es mittlerweile schon garnicht mehr gibt. Über den „Der Lieblings-Barden der deutschen Pop-Intelligenz" (Spiegel Online) gibt es viele wohlwollende Kritiken „Diese locker um den kleinen Finger gewickelte Popmusik beherrscht sonst kaum jemand in Deutschland“ (Musikexpress), viele deutschsprachige Künstler feiern ihn: „Alles zwischen Liebe und Krieg nimmt Begemann wahr und schreibt darüber seine Lieder. Solange dieser Mann singt und auftritt, ist die Welt noch nicht im Geringsten verloren“ (Thees Uhlmann). Hingehen und Tickets im Vorverkauf sichern.
ONO2 (ONO2 befindet sich im Parkhaus Walter-Kolb-Str.16 in Sachsenhausen) VVK 17 Euro, AK 22 Euro Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr Das ONO2 ist klein (aber sehr fein), daher besser den VVK nutzen.
Foto: Frank Dietrich Homepage
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Sonntag, 26. Februar: Nachhaltigkeit im Profi- und Amateursport

(Daniela)
Ich freue mich sehr auf diese Veranstaltung, da ich sie inhaltlich mit vorbereitet habe. Anton Klischewski ist ein super Typ - die anderen natürlich auch :-)
Sport ist in der fünftgrößten Stadt Deutschlands ein zentrales Thema. Hier gibt es neben Eintracht Frankfurt mit ihren vielen Abteilungen über 400 weitere Sportvereine, nahezu jede Sportart kann man in Frankfurt ausüben. Frankfurt ist zudem Austragungsort verschiedener internationaler Sportveranstaltungen. Alle Sportvereine stehen vor der Herausforderung, wie kann der Sport- und Spielbetrieb, sowie die Veranstaltungen nachhaltiger werden: Von fair hergestellten Bällen für das Training, plastikfreie Becher, Müllvermeidung, Wassereinsparung, Energiekosten senken, Pflege der Kunstrasenplätze bis zur Anfahrt zum Verein – Nachhaltigkeit ist ein großes und umfangreiches Thema. Jedes Sportevent, egal ob Frankfurt Marathon, ein Bundesligaspiel oder das Vereinsturnier, bietet die Chance, ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen.
Anton Klischewski, Koordinator für Nachhaltigkeit & Inklusion beim FC Internationale Berlin & Mitglied der Kampagne „Sport handelt fair“ wird zu Beginn der Veranstaltung in das Thema „Nachhaltigkeit im Profi- & Amateursport“ einführen. Sein Verein, ist der erste Amateurverein Deutschlands mit einer TÜV Nachhaltigkeits-Zertifizierung Im Anschluss wollen die Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen, Manuela Rottmann und Axel Hellmann, Vorstandssprecher Eintracht Frankfurt Fußball AG im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Moderiert wird die Veranstaltung von: Heike Leitschuh, Buchautorin & Moderatorin für Nachhaltigkeit.
Sonntag: 26. Februar 2023 Einlass: 15:30 Uhr, Beginn: 16:00 Uhr, Ende: 18:00 Uhr Eintritt frei Ort: Adler Business Club im Deutsche Bank Park, barrierefreier Zugang.Anreise: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Anfahrt: Die Eingänge E1 (Haupteingang), E2 (S-Bahnstation) und TOR 3 sind für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen geöffnet. Für Anreisende mit dem PKW stehen ausreichend kostenfreie Parkplätze in der Tiefgarage zur Verfügung.
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Sonntag, 26. Februar: OF/ CCL-Sounds of Fame

(Andrea)
Mit dem Capitol-Theater haben wir ein wundervolles Haus in Offenbach. Die ehemalige Synagoge war Lichtspielhaus, zwischendurch Ruine und lost space, dann Tommy-Theater und ist seit etlichen Jahren Theater, Konzert- und Stammhaus des Capitol Symphonie Orchesters, das mit der Capitol Classic Lounge schon lange erfolgreich ist. Die CCL ist eine exquisite Reihe mit anspruchsvoller Klassik im lockeren Gewand. Heute widmet sie sich den Sounds of Fame. „Ich hatte immer angenommen, dass all diese amüsanten Bemerkungen, die sie angeblich der Presse gegenüber gemacht hatte, vermutlich von ihrem Agenten vor- bereitet und inszeniert waren, aber so war es nicht. Sie war eine sehr kluge Person, ein instinktiver Typ.“ Der Star-Fotograf Elliott Ewitt, heute 94 Jahre alt, erinnert sich an die Hollywood-Ikone Marilyn Monroe. Sie selbst war allerdings oft enttäuscht von ihren Kolleginnen: „Ich dachte immer, Filmstars wären talentierte und aufregen- de Leute, voll besonderer Persönlichkeit. Wenn ich aber welche bei einer Party tref-fe, dann merke ich normalerweise, dass er oder sie farblos und sogar ängstlich ist. Ich bin bei Partys oft stundenlang still herum- gestanden und habe meinen Filmidolen dabei zugehört, wie sie zu langweiligen und kleinen Menschen wurden.“ In ‚Sound of Fame‘ – unserem klingenden Gegenstück zum weltberühmten ‚Walk of Fame‘– portraitiert die CapitolClassic Lounge Menschen und Künstler*innen. Das passiert zum einen durch deren Werke, zum anderen durch Portraits in Musik ü b e r Menschen. Wir spüren bei ‚Sound of Fame‘ in Musik und Biografie nach, wer hinter all diesen Klängen steht. Für 2023 haben wir uns drei Künstler- persönlichkeiten vorgenommen: Marilyn Monroe, Irving Berlin und Phil Collins – drei Künstler*innen, die Kulturgeschichte geschrieben haben. Sie prägen teils als Person, teils in ihrem Schaffen zeitlos und international die Idee, die die Menschheit von ihrem Genre hat.Ein Stück steht heute noch offen: Das wird von einer aktuellen Persönlichkeit besetzt werden, von der auch wir im Moment noch nicht wissen, wer es sein wird. Die Welt dreht sich schließlich weiter bis dahin – und wir sind wie Sie gespannt, wessen Portrait wir dann an dieser Stelle hören dürfen. Wayne Marshall tritt in diesem Konzert nachdem„SkyfallConcerto“gleichzeitig als Solist und Dirigent auf. 17 Uhr.
Capitol Theater, Goethestraße, Offenbach
FOTO CSO von Jessica Schäfer
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Sonntag, 26. Februar Hirngespinste // Pipedreams

(Martin)
Uwe Dierksen Uraufführung > Ein inszeniertes Konzert zwischen Stillstand und Raserei
Ein Freund war in der Premiere und war ganz begeistert von der Musik und von Uwe Dierksen. Ich erinnere mich an legendäre Tom-Waits-Abende in der Panoramabar mit Franziska Junge, sensationell, diese Stimme!
Überschrieben ist der Abend mit: „Ein furchtloser Blick auf die Welt aus der Perspektive eines Ausnahmezustandes.“ Die Kompositionen von Uwe Dierksen erzählen Geschichten. Es sind zutiefst menschliche Geschichten von skurriler Situationskomik und philosophischer Gelassenheit, von Schock und Verlust.
Philosophische Betrachtungsweisen (Michael Krüger: „wie spürt man die Zeit?“) werden kontrastiert durch Soundtracks aus MRT-Geräuschen, Krankenwagen Sirenen, Fahrstuhltüren, etc., Krankenhaus-typische Geräusche, die durch die Nachricht eines schockierenden Befundes zu einem subjektiv überhöht empfundenen Alptraum werden.
Musik und Text oszillieren zwischen Tunnelblick und Weitblick, zwischen Sarkasmus und abgeklärter (Un)ruhe, und evozieren, wie im Fieberwahn und fernab jeglicher Betroffenheit, immer neue Klang-Landschaften.
Ein spezieller kompositorischer Fokus liegt auf der gesanglichen Qualität der Posaune. Im Zusammenklang mit der menschlichen Stimme durchmischen sich beide, je nach Obertonlage unterschiedlich, und entwerfen immer neue Klangspektren. Grotesk wird es, wenn etwa Herr H., in seinem Ausnahmezustand, unbedingt alle Heizungen entlüften möchte, dabei aber nicht (mehr) zwischen Heizung und Feuerlöscher unterscheiden kann und auch nicht zwischen Abendbrot und Medikamentenwagen. Oder wenn ein Popsong von einer Frau erzählt, der im Nebelrausch der Beruhigungstabletten ihr ungeliebter Ehemann im Traum erscheint, begleitet von einem Engelschor aus Schwestern und Ärzten…
„Herr im Haus“ zu bleiben (Wolfgang Herrndorf) ist im Angesicht einer Ausnahmesituation oberste Devise, nicht die Kontrolle verlieren und schon gar nicht die Souveränität.
Mit Uwe Dierksen (Posaune, Leitung), Franziska Junge (Gesang), Lou Dierksen (Trompete, E-Gitarre), Steffen Ahrens (Gitarre, E-Gitarre), Pierre Decker (Kontrabass, E-Bass), Vitalii Kyianytsia (Klavier), David Haller (Schlagzeug).
Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/hirngespinste-pipedreams?base=aktuell
Sonntag, 12. und Sonntag, 26. Februar um jeweils 17.00h Volksbühne im Großen Hirschgraben 19
Foto: © Volksbühne im Großen Hirschgraben (Homepage)
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Sonntag, 26. Februar: Das weiße Dorf

(Martin)
Schauspiel im Theater Landungsbrücken - Ein toller, lohnender Abend!
Nicole Nadine Seliger von der FAZ schreibt: "Es ist eine schlichte und intime Inszenierung, die in den Landungsbrücken zu sehen ist. „Das weiße Dorf" ein Zweipersonenstück der österreichischen Autorin Teresa Dopler, und von Kornelius Eich in Szene gesetzt, überzeugt mit wortgewaltigen Dialogen, die geschliffen und prägnant sind und die Geschichte von Ruth (Marlene-Sophie Haagen) und Jean (Florian Mania) erzählen."
Ein Kreuzfahrtschiff auf dem Amazonas, an Deck begegnen sich Ruth und Jean wieder. Zwei junge, erfolgreiche Menschen, beide glücklich vergeben. Während sie an der Reling stehen und auf die vorbeiziehende Landschaft schauen, sprechen sie zunächst über die Karriere und den reibungslosen Service an Deck. Das feuchte Klima drückt, sie scherzen und ergehen sich in Lobreden über die gelungenen Lebensentwürfe.
Immer wieder treffen Ruth und Jean einander an Bord dieses Schiffes, zuerst scheinbar zufällig, dann bewusst. Sie flirten und bestätigen sich gleichzeitig, dass es nichts zu bedeuten hat, sie sind abgeklärt und können über alles lachen. Dennoch regt sich etwas in den beiden, wahrscheinlich die Sehnsucht, aber nach was?
Das Stück von Teresa Dopler gewann den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2019. Andreas Jüttner sagte in seiner Laudatio: „Man könnte sich Teresa Doplers Gespür für dichte Dialoge, die in wenigen Worten viel anklingen lassen, durchaus auch in einem thematisch konkreteren Stück vorstellen. Doch die formale Beschränkung, die sich die Autorin hier auferlegt hat, lädt Inszenierungen ein zu spannenden Tiefenbohrungen mit unterschiedlichsten Interpretationsansätzen. Denn über diesen Emotions-Zombies im Turbokapitalismus schwebt auch die Melancholie von Tschechow-Figuren, die spüren, dass ihnen die Kraft fehlt, aus der eigenen Lebenslüge herauszufinden.“
Ticketreservierung: karten@landungsbruecken.org
Sonntag, 26. Februar um 20.00h Schauspiel im Theater Landungsbrücken
Foto: © Christian Schuller
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Sonntag, 26. Februar: FFM/ Flash Forward
(Andrea)
Konzerte im Nachtleben funktionieren immer: Kaum die Treppe runter, durch zwei Türen steht ist man schon ganz nah dran und erlebt die Musik unmittelbar, ich mag das sehr. Heute spielen dort ein paar junge Barden aus dem Ruhrgebiet. "Mitreißende Alternative-Songs und unvergessliche Hooklines, die den Spagat zwischen Radio und Rockclub mühelos bewältigen: Flash Forward aus dem Ruhrgebiet feiern die erfolgreichste Phase ihrer Bandgeschichte mit einem neuen Album und dazugehöriger Tournee! „Endings = Beginnings“ heißt das aktuelle Album des Quartetts aus NRW, – ein mutmachendes Credo, das im Moment der Veränderung manchmal schwer greifbar zu sein scheint. In 13 den Zeitgeist atmenden Songs stellen Flash Forward immer wieder die Frage, wie düstere Umstände uns herausfordern, was die Akzeptanz schwieriger Situationen erfordert und wie man in ungewissen Zeiten nicht den Blick für das nächste Kapitel verliert." Einlass 19 Uhr
Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, FFM, nicht barriefrei
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Donnerstag, 2. März: FFM/ Mia

(Andrea)
Ich stelle gerade fest, dass ich mich terminlich mal wieder ziemlich verzettelt habe. Denn heute Abend treffe ich auch noch den bewunderten Fatih Akim!! Im Filmmuseum und freue mich schon sehr sehr sehr. Zu Mia will ich aber auch, das muss irgendwie alles nacheinander klappen, vielleicht kommt Fatih einfach mit zu Mia? Das wärs! Mia kenne ich bisher nur aus Radio und TV und freue mich, sie endlich mal live zu sehen, beim Nachholkonzert vom Nachholkonzert vom Nachholkonzert. "Im Klappentext für die „Limbo“-Tour 2020 vor mittlerweile fast drei Jahren hieß es, dass „Limbo“ ein Album darüber ist, „...den schonungslosen Wahrheiten, Widrigkeiten und Schönheiten des Lebens mit ehrlicher Aufmerksamkeit und ein bisschen Schwachsinn zu begegnen. Überhaupt ist es ein Album über Begegnungen und die Erfahrung, Komplexität und Diversität anzunehmen, auszuhalten und in all dem nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen. Wenn das in dieser Band klappt, funktioniert das vielleicht auch anderswo. Zum Beispiel auf der Bühne. Mit vielen Menschen in einem Raum. Mit neuen Songs, alten Songs, Licht, Schweiß, Tränen und Ekstase. Für die ungewisse Zuversicht als Zuhause.“ Heute, im Herbst 2022, scheint es fast unheimlich, wie sehr diese Zeilen unser Weltbild und unsere Sehnsucht manifestieren und deshalb werden wir jede Sekunde dieser Tour mit Euch genießen!" Einlass 19 Uhr
Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt
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Samstag 5. März: Halva mit Booty Carrell und Sebnem Altunkaya

(Daniela)
Das hört sich genau nach meinem Abend an: Vintage Grooves und wiederentdeckte Welthits aus der Türkei, dem Balkan und dem arabischen Raum bis nach Südostasien
Das HALVA-Team, Balkava, Trust Your Audience und die Ima Clique bitten am 4. März im gemütlichen Bollywoodkino im Basement des 25hours Hotels endlich wieder zum Tanz. Dazu gibt’s türkische Snacks auf die Hand. Vor der Party wird die Kultuanthropologin und Ethnografin Şebnem Altunkaya aus Göttingen auf Englisch einen Vortrag über Anatolian Rock halten. Der Vortrag wird durch Hörbeispiele, Bildmaterial und das Zwiegespräch mit Sebastian Reier aka Booty Carrell aufgelockert. Der DJ, Kurator, Journalist und Musikdirektor der Münchner Kammerspiele entführt uns im Anschluss gemeinsam mit Kosmik Kat (Pedo Knopp) in einen sagenhaften Klangkosmos aus psychedelischem Funk, Rock, Disco, Minority Pop und wiederentdeckten Welthits aus der Türkei, dem Balkan und dem arabischen Raum bis nach Südostasien. Freuen sie sich auf psychedelische Wah-Wah-Gitarren, freakige Synthesizer, funky Folklore, arabesken Weltschmerz und mitreißende Rhythmen!
19:30 Uhr Einlass 20:00 Uhr Lecture: „Birth and Rebirth of Anatolian Rock“ (Şebnem Altunkaya) 21:30 Uhr Listening Session & Tanz mit DJ-Sets von Booty Carrell & Kosmik Kat (Pedo Knopp). Musik: Vintage Grooves und wiederentdeckte Welthits aus der Türkei, dem Balkan und dem arabischen Raum bis nach Südostasien Special Guests:Lecture: ŞEBNEM ALTUNKAYA (Kulturanthropologin/Ethnografin Universität Göttingen) DJ & Moderation: BOOTY CARRELL (B-Music, Byte FM, Golden Pudel)
Location: 25h Hotel The Trip, Niddastraße 58, 60329 Frankfurt Bollywood-Kino im Basement des Hotels → Eingang über die Hotellobby Unkostenbeitrag: €15,-/ reduziert €12,- Dazu gibt's Halva & türkischen Mokka aufs Haus (solange der Vorrat reicht).
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Samstag, 04. März: A Tribute To Julian Assange

(Uwe)
#benefizkonzert #frankfurt #JulianAssange #Assange #FreeAssange Alle wesentlichen Informationen zu der Veranstaltung in Hashtag-Kurzfassung.
Die im Rahmen des Benefizkonzerts, veranstaltet von Fee Assange FFM, eingenommenen Beträge gehen ausschließlich an die WAU Holland Stiftung. Diese nutzt das Geld für die Verteidigung von Assange und setzt sich weiter dafür ein, seinen Fall in der Öffentlichkeit zu halten. Gut so, denn Julian Assange droht weiterhin eine Auslieferung von Großbritanien an die USA, die ihn wegen Spionage anklagen will. Aktuell sitzt er in Großbritanien im Gefängnis und versucht mit seinen Anwälten eine Auslieferung an die USA zu verhindern, deren Gesuchen die britische Regierung im Sommer 2022 bereits stattgegeben hat. Es kam aber bisher nicht dazu, weil Assanges Verteidigung Berufung dagegen eingereicht hatte.
Angefangen hat das ganze Elend bereits 2010, zu einer Zeit als Barack Obama noch US-Präsident war. Dass der Republikaner Trump die Geschichte nach seinem Amtsantritt nicht abgebließ und sogar noch intensivierte, war zu erwarten aber auch der Demokrat Joe Biden hält am Auslieferungsersuchen fest. 2012 flüchtete Assange in die ecuadorianische Botschaft in London, in der er sieben Jahre, bis 2019 lebte. Danach wechselte er in ähnlich beengte Verhältnisse, ein britisches Gefängnis. Seit über zehn Jahren ist er also mehr oder weniger eingesperrt. Ihr habt die ganze Zeit richtig gelesen, die beiden beteiligten Länder sind die USA und GB, Assange selbst ist Australier.
Für Assange wollen tanzen / spielen / singen: Puschan Mousavi Malvani, Rolf Stahlhofen, Jan Ludwig aka John Levin, Giuseppina Galloro Sabiene Jahn, Guy Dawson, Owe Schattauer alias C-Rebell und viele mehr.
Kulturhaus Frankfurt Frankfurt, Pfingstweidstraße 2 Beginn 19 Uhr Tickets: 16,50 EUR bzw. 7,50 EUR (ermäßigt)
Foto: Free Assange FFM
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Samstag, 4. März: Of/ Ladenkino VVK hat begonnen!!

(Andrea)
Einen passenderen Filmtitel kann man kaum wählen, schließlich stellen Anja und Blümmel UND Daniel die Weichen ein bisschen neu. Wer nochmal in die vertraute Ladenkino-Atmosphäre eintauchen möchte, sollte sich schnellstens mit Karten versorgen: "Liebe Freundinnen und Freunde des Ladenkinos, es ist soweit: Am Samstag, 4. März läuft mit "Maria träumt – Oder: Die Kunst des Neuanfangs" ein letzter wunderbarer Film im regulären Ladenkino-Betrieb am Starkenburgring. Karten gibt's ab sofort bei Anja und Blümmel – und bestimmt nicht allzu lang!
Der Umzug des LADEN artefakt Offenbach ins Parkhaus mitten in der Innenstadt ist aktuell in vollem Gange. Doch noch machen wir es uns im Ladenkino an gewohnter Spielstätte gemütlich. Und welcher Film könnte in diesem Moment besser passen als „Maria träumt – Oder: Die Kunst des Neuanfangs“!? Denn diese französische Ausnahme-Komödie erzählt zärtlich, beschwingt und kämpferisch von Aufbruch und Veränderung. Und davon, wie viel Mut, Leidenschaft und Ausdauer es manchmal braucht, Träume allen Erwartungen zum Trotz zu leben. Dass Maria bei ihrem Neuanfang so gut wie immer „kunstvoll“ Fahrrad fährt, versteht sich beinahe von selbst. Im Ladenkino bleibt also alles anders. Kommt, seht, staunt – und trinkt mit uns. Auf Abschied, Aufbruch, das Dazwischen! Auf viele schönste Filme sowieso, irgendwo! Danke für Euren überwältigenden Zuspruch seit Januar 2015!
artefakt, Starkenburgring 2, Offenbach
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Samstag, 10 März (Premiere): Tschechow. Kirschgarten. Komödie.

(Martin)
Dass Anton Tschechow seine Stücke mit dem Genre Komödie überschrieben hat, ist meist schon eine Aufgabe – geht’s doch eigentlich um das Dramatischste im Leben… Ich freue mich sehr auf die Inszenierung ‚Der Kirschgarten‘ und den Blick den Michael Weber als Regisseur mit dem Ensemble des Theater Willy Praml auf Tschechow und uns werfen.
Der Kirschgarten soll fallen. Es gibt schon einen Bebauungsplan, der eine profitable Zukunft sichert. Die Axt ist eine gute Erfindung – ein Werkzeug hat keine Gefühle. Und ein Henker isst nach getaner Arbeit mit Appetit. Alle haben Recht: Der Baum und der Baumfäller.
Man kann sich in die Generationen, die Tschechow im KIRSCHGARTEN auf- und abtreten lässt hineinversetzen; es fällt einem schwer, die einen zu verdammen und die anderen zu bemitleiden. Wer alt ist hat viel erlebt und will nicht sterben. Wer jung ist, will noch viel erleben und hat keine Angst vor dem Tod. Und die Kirschbäume sind sowieso bei bester Laune, selbst als Kirschholzkommode oder Kirschmarmelade. Der Lauf der Zeit als Theaterstück, der Mensch als universale Fehlbesetzung.
LOPACHIN: Gestern war ich im Theater. Urkomisch. LJUBOW ANDREJEWNA: Wahrscheinlich war es überhaupt nicht komisch. Sie sollten keine Stücke ansehen, sondern des Öfteren sich selber. Wieviel unnützes Zeug sie reden. LOPACHIN: Das ist wahr. Man muss es sagen. Unser Leben ist idiotisch.
Premiere ist am 10. März Weitere Vorstellungen: 12., 18., 19., 24., 25., 26., 30., 31. März und 14., 15., 16., 21., 22., 23., 28. und 30. April.
Theater Willy Praml in der Naxos Halle
Foto: (c) Homepage Theater Willy Praml
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Freitag, 10. März: Of/ Prinzessin ist kein Traumjob!

(Andrea)
Vielleicht war es frühkindlicher Realismus, aber statt Prinzessin werden zu wollen, bin ich lieber auf Bäumen herumgeklettert. Erst später, oder auch jetzt ab und zu, fände ich es ganz schick, Prinzessin zu sein. Aber unsereins stellt sich das viel zu einfach vor! Rena Schwarz hat sich das Berufsbild mal genauer angeschaut und sagt: Prinzessin ist auch kein Traumjob! "Sind Märchen heute überhaupt noch zeitgemäß? Irgendwie schon: überall alleinerziehende Köwni-ge, Patchwork-Familien mit Stiefmutter mit Halbgeschwistern ...Kabarettistin Rena Schwarz ist KEINE Märchentante, vielmehr räumt sie die Märchen – ganz besonders die der Brüder Grimm – so richtig auf! Sie verlegt die alten Märchen in die heutige Zeit und analysiert sie gekonnt von rechts, links, oben und unten, wie auch von hinten...Sie beleuchtet die Märchen aus vielen Perspektiven und vergleicht sie mit der Realität. Z.B.: Können Hänsel & Gretel sich gar nicht mehr im Wald verirren, außer der Akku vom Smartphone ist leer und das GPS geht nicht. Das Hexenhaus hätte obendrein nur noch eine Chance, wenn es WLAN hätte und der Lebkuchen glutenfrei wäre... Die Prinzessin hat überhaupt immer den langweiligsten Job von allen und muss am Schluss den heiraten, den der König aussucht – und wenn`s der Frosch ist! Grenzt das nicht schon an Zwangsehe? Sieht so weibliches Empowerment aus? Diesen und vielen weiteren Fragen geht Rena mit ihrem Publikum nach. Geschickt inszenierte Gedanken, unterhaltsam und zugleich mit Tiefgang, werden hierbei von liebenswert-witzigen und bitterbösen Liedern bereichert." Ich glaube, das wird recht unterhaltsam und gehe hin. Eintritt: 13€, Abendkasse ist möglich, Anmeldung unter: www.freireligioese-offenbach.de oder 069 800 806 0
Freireligiöse Gemeinde, Schillerplatz, Offenbach
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Freitag, 10. März: OF/ Ladies Boxing Night
(Andrea)
Frei nach den Beastie Boys "You´ve got to fight!" und wahrlich, am 8. März war Frauentag, es liegt viel im Argen und daher steigen die Mädels heute in den Ring. Lilis Trainer hat den SOH-Cup organisiert und die italienischen Boxerinnen aus der Lombardei eingeladen. Frauenpower, aber auch der sechsfachen Box-Weltmeister Luca Cinqueoncie sechsfachen Box-Weltmeister Luca Cinqueoncie hat sich angesagt. Einlass 18 Uhr
Stadtwerke Offenbach Sportfabrik, Mainzer Ring 150, Offenbach
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Mittwoch, 15. März und Samstag, 25. März: The Fe.Male Trail (Ein Nick Cave-Abend)

(Martin)
Mit Text und Musik von Katharina Bach und Band Bitchboy
Yeah! Sie ist wieder da! La Bach ist zurück in Frankfurt!
Das Schauspiel wird gerockt und Katharina Bach und die Bitchboys zeigen im Schauspiel Frankfurt ein Rockkonzert, das eines ist und gleichsam auch ein super lohnende Theaterperormance!
„Ein Rockkonzert. Mit allem Drum und Dran, samt einer ausgepichten Lichtinszenierung und zum Schluss hin auch einem pompös monumentalen Gebrauch der zur Theatermaschinerie gehörenden Hub-Podien. [...] Katharina Bach ist in dieser Rolle eine Bühnenerscheinung, die einen nicht loslässt, und sie vermag es, Glam auszustrahlen. Das wirkt von der ersten bis zur letzten Minute ungebrochen wie ein »authentisches« Konzert. [...] die Frau ist eine fantastische Sängerin und sie macht alles fulminant. [...] Das ist ein großer Abend, keine Frage.“ – Das schrieb die Offenbach Post.
Und die FAZ berichtete: „Ein ziemlich großartiger Abend. [...] Katharina Bach verblüfft als Sängerin, sie ist aber auch eine Schauspielerin, die eine Sängerin spielt, und darüber hinaus eine schillernde Figur, die sich nicht auf einen bestimmten Charakter festlegen lässt [...]. Die Cave-Lieder scheinen wie für Bach geschrieben.“
Anderthalb Stunden wird das Große Haus des Schauspiel Frankfurt zur Konzerthalle. Und am Schluss sprang in der Premiere das Publikum auf und es gab Standing Ovations, riesigen Applaus und Fußgetrampel für Katharina Bach, die Bitchboys und eine Show, eine Inszenierung, die so noch nie zu sehen war. Grandios und keinesfalls verpassen!
JETZT FÜR ZWEI KONZERTE WIEDER ZU SEHEN IN FRANKFURT!!!!!
Der Vorverkauf beginnt am 10. Februar. Schnell Tickets sichern!
Mittwoch, 15. März Samstag, 25. März um Schauspiel Frankfurt.
Foto: © Robert Schittko
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Bis 01. Juni: MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020 im MOMEM

(Petra)
Die Ausstellung macht die Energie, Kraft und Kreativität der Musik im zum Club umgestalteten Museum erlebbar. Der Besuch wird so zur musikalischen Reise zwischen House, Trance und Techno, auf der das Stillstehen schwerfällt. Hierzu zeigt und „spielt“ das MOMEM eine Übersicht der wichtigsten Titel aus dem Bereich der elektronischen Musik seit 1985. Die Auswahl basiert auf persönlichen DJ-Charts und wichtigen Playlists bekannter Techno- und House-Publikationen. Unter anderem mit richtungsweisenden Werken von Labels, wie WARP, Underground Résistance, R&S oder TRAX. Neben der akustischen Komponente soll die Musik auch visuell über Foto-Arbeiten von tanzenden Menschen aus den Anfängen der Rave-, House- und Technobewegung dargestellt werden. So werden im Rahmen der Ausstellung Arbeiten von Foto-Artists aus der ganzen Welt präsentiert, die auf überdimensionierten Screens gezeigt werden, und die die Themen Ekstase, Leidenschaft, Energie und Lebensfreude festhalten.
MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020, Ausstellung, Ort: MOMEM, Adresse: An der Hauptwache 15, Zwischenebene, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 15 - 22 Uhr, Eintritt: 12 Euro , Tickets hier
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Bis Sonntag, 26. Februar: Im letzten Hemd / Fotokunstprojekt
(Martin)
Im Zollamtsaal zeigen 25 Menschen 25 Bilder im Gedanken an den eigenen Tod.
Die Begegnung mit der Endlichkeit lehrt: Über Limitierung erschließen sich Werte spontan. Das gilt auch für den Wert – und damit am Ende für die Qualität – des Lebens. In diesem Sinn wurden 25 Menschen jeden Alters aus allen Lebenswelten eingeladen, sich in ihrem persönlichen Letzten Hemd portraitieren zu lassen. Und sich so auf besondere Art mit der eigenen Sterblichkeit zu konfrontieren.
Unter der Beteiligung der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung. Fotografien von Thomas Balzer / Künstlergruppe Gotensieben: www.im-letzten-hemd.de
Offizielle Eröffnung: Mi 25.1.2023, 18 Uhr, mit David Roth und Studierenden und Dozent*innen der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung Geige: Puschan Mousavi Malvani Bis Sonntag, 26. Februar: Im letzten Hemd Haus am Dom/Zollamtssaal, Domplatz 3
Foto: © Thomas Balzer
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Bis Sonntag, 30. April: Ella Littwitz in der basis

(Petra)
In ihren Installationen und Objekten thematisiert dei israelische Künstlerin Ella Littwitz die Beständigkeit, Legitimität und Überwindung von Grenzen sowie ihre geschichtlichen, kulturellen und politischen Bedeutungen. Der grundlegende Zweifel an jenen Markierungen als unverrückbare Entitäten, die vom Menschen aufgrund bestimmter Überlieferungen, politischer Interessen oder religiösen Überzeugungen errichtet werden, prägt dabei ihre Arbeitsweise. Die Frage, wie ein Ort definiert wird, wie seine Grenzen aussehen und sich im Laufe der Zeit verändern, dient als Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis, die sich thematisch beispielsweise mit den Grenzen zwischen Israel und den angrenzenden Gebieten auseinandersetzt. Die Objekte von Ella Littwitz sind sind Zeugnisse: sie tragen Spuren oder setzen sich gar aus ehemaligen, appropriierten Bestandteilen oder Nachbildungen territorialer Abgrenzungen zusammen. Durch die künstlerische Bearbeitung, Neuverortung und Umwandlung dieser Grenzmarkierungen legt sie die Mechanismen politischer Konstrukte und überlieferter Narrative offen. Dabei interessiert sich die Künstlerin für die Brüche, die sich zwischen einem real existierenden und konzeptionell vorgestellten Ort und seinen Grenzen ergeben.
Ella Littwitz: Red mercury, Ausstellung, kuratiert von Christin Müller und Felix Ruhöfer, Ort: basis, Adresse: Gutleutstraße 8 - 12, bis 30.04.: Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 - 19 Uhr, samstags 12 - 18 Uhr, Eintritt: frei
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GEHEIMTIPP IM FEBRUAR: Satellit - Café und Kunst saasfee pavillon
(Petra)
Der saasfee pavillon ist sowieso einer meiner Lieblingsorte – jetzt punktet er außerdem mit seinem noch recht neuen Satelliten, das heißt, einem wunderbarten Ort in seinem Tiefgarten, an dem es noch mal gesondert Kunst und Kaffee an den nächsten Wochenenden geben wird. Eine wunderbare Aussicht: Im Grünen und doch mitten in der Stadt, ruhig und gechillt. Wenn Ihr mal eine kurze Pause im Wochenendgewusel braucht, schaut doch mal rein – und wenn eine Ausstellung läuft, kann man die auch noch anschauen.
Satellit – Kunst und Kaffee, Ort: saasfee pavillon, Tiefgarten, Adresse: Bleichstraße 64 - 66HH, Samstag und sonntags im Februar, Öffnungszeiten: 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei
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Bis 20. Mai: Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung

(Daniela)
Hier ein Tipp meiner Freundin Natalie:
Der Blick in den Himmel begleitet die Kulturgeschichte der Menschheit von Anfang an. Schon in alten Hochkulturen bestimmen astronomische Beobachtungen das Verständnis von Gesetzmäßigkeiten und nahezu alle religiösen und philosophischen Systeme der letzten Jahrtausende sind durch die Annahme überirdischer Ordnungen geprägt. Seit der Astronomie als neuzeitlicher Wissenschaft und der modernen Astrophysik, bedient sich die Erforschung des Universums hoch technologisierter Untersuchungsmethoden und Bildgebungsverfahren – und entdeckt den Sternenstaub als Grundstoff unseres Planeten. In der Ausstellung »Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung« spüren wir der Faszination für das Universum nach und stellen die Frage, was uns der Blick in den Himmel über die Erde und unseren Aufenthalt auf ihr erzählen kann. Anhand künstlerischer Positionen aus der DZ BANK Kunstsammlung nähern wir uns der Vorstellung von unserem Planeten als Teil des Kosmos.
Anmeldung zur Eröffnung über die Website kunststiftungdzbank.de Mehr Informationen
Die Ausstellung dauert vom 9.2.-20.5.
Kunststiftung DZ BANK, Eingang: Cityhaus I, Friedrich-Ebert-Anlage Die Ausstellungshalle ist von Dienstag bis Samstag jeweils von 11-19 Uhr geöffnet, Eintritt frei, barrierefrei
(c) BKH, Gutmann, The Wish (1991)
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Bis 28 Februar: Sonderverkauf Höchster Porzellan-Manufaktur
(Petra)
Seit Anfang 2023 führt die Hochschule für Gestaltung Offenbach den Betrieb der Höchster Porzellan-Manufaktur, der zweitältesten Porzellanmanufaktur Deutschlands, mit neuem Konzept weiter und will das handwerkliche und künstlerische Knowhow für Forschung und Lehre nutzen. Finde ich superklasse – gerade nach dem Hin-und-her der letzten Jahre – und freue mich jetzt schon darauf, was dort tolles Neues entstehen wird. Erst mal könnt Ihr noch bis Ende Februar noch ein Lieblingsstück aus den Altbeständen in Höchst erbeuten.
Höchster Porzellan-Manufaktur – Sonderverkauf, Ort: Höchster Porzellan-Manufaktur, Adresse: Palleskestr. 32, Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 – 16 Uhr, diesen Samstag 10 - 14 Uhr, NUR BARZAHLUNG MÖGLICH, gerne auch Verpackungsmaterial mitbringen, Eintritt: frei
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Bis Sonntag, 12. Februar: UNHEIMLICH FANTASTISCH – E.T.A. HOFFMANN 2022

(Martin)
Ausstellung im Deutschen Romantik-Museum
E.T.A. Hoffmann (1776-1822) war ein Allround-Talent und Universal-Künstler: Er wirkte nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Musiker, Musikkritiker und Komponist sowie als Zeichner und Karikaturist. Sein Werk zeigt überdies, dass er sich intensiv mit den Wissenschaften seiner Zeit auseinandergesetzt hat.
Daneben war Hoffmann als Jurist und Richter mit aktuellen politischen Fragen beschäftigt. Sämtliche Aspekte seiner Tätigkeit und wichtige Facetten seines Wirkens werden in der partizipativen und intermedialen Ausstellung thematisiert. Gegenwartskünstlerische Installationen schlagen einen Bogen in unsere Zeit und rücken originale Handschriften, Bücher, Zeichnungen und Objekte in neue und überraschende Zusammenhänge.
https://freies-deutsches-hochstift.de/besuch/ausstellungen/-/unheimlich-fantastisch-e-t-a-hoffmann-2022/971
Zur Ausstellung gibt es eine APP: Virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt
Der Schauplatz von E.T.A. Hoffmanns Märchen-Roman ‚Meister Floh‘ (1822) ist Frankfurt am Main. Das Geschehen spielt sich dabei in einem Radius von weniger als 500 Metern Distanz ab. Im Text erwähnt werden nicht nur Straßen (Kalbächer Gasse) und Plätze (Roßmarkt), sondern auch einzelne Gebäude (Börse, Gefängnis, Weidenhof, Weißer Schwan etc.).
Die erzählte Topographie ist so konkret, dass man die Wege der Hauptfigur Peregrinus Tyß auch im heutigen Frankfurt noch nachverfolgen kann. Die App lädt zu einem Spaziergang ein und zeigt an ausgewählten Standorten, wie die Stadt zur Zeit von ‚Meister Floh‘ ausgesehen hat. Mit Hilfe einer GPS-gestützten Augmented Reality-Anwendung kann man eine virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt unternehmen und sich in die vom Autor erfundene Welt seines Textes entführen lassen.
https://virtuelle-zeitreise.freies-deutsches-hochstift.de/#/de
Und außerdem gibt es kostenlos Kurzführungen durch den Stadtraum: Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt. Die vom Freien Deutschen Hochstift entwickelte Augmented Reality Anwendung ‚Virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt‘ macht Literatur räumlich erlebbar. Als Einführung in die Anwendung bietet die Führung im Stadtraum die Möglichkeit, die Schauplätze von E.T.A. Hoffmanns Märchen ‚Meister Floh‘ zu entdecken und mehr über den Roman zu erfahren. Für 45 Minuten führt der Rundgang dabei vom Rossmarkt über die Zeil bis zum Liebfrauenberg.
Teilnahme kostenlos. Ohne Anmeldung. Begrenzte Teilnehmerzahl. Plätze nach Verfügbarkeit
Termine: (Do), 25.01. (Mi), 26.01. (Do), 01.02. (Mi), 02.02. (Do), 04.02. (Sa), 08.02. (Mi), 09.02. (Do), 11.02. (Sa), jeweils 15 Uhr
Ausstellung im Deutschen Romantik-Museum, Großer Hirschgraben 21
Foto: © Homepage Deutsches Romantik-Museum
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Noch bis Sonntag, 12. Februar: Amna Elhassan in der Schirn-Rotunde

(Petra)
Ich liebe die Rotunde: diesen wunderbaren (öffentlichen) Raum für Kunst im Großformat. Aktuell solltet Ihr mal vorbeischauen: Mit ihren Gemälden und Drucken porträtiert die Künstlerin Amna Elhassan die sozio-politischen Veränderungen und den kulturellen Widerstand im Sudan mit besonderem Augenmerk auf den Frauen in ihrem Land. In der öffentlich zugänglichen Rotunde präsentiert die Schirn die erste großformatige Wandmalerei "December" (2022) der Künstlerin, die sie spezifisch für den Raum konzipiert und realisiert hat. In dem großformatigen Panoramagemälde verarbeitet Elhassan die Zerschlagung der Demokratiebewegung im Sudan und nimmt Bezug auf das Massaker von Khartum am 3. Juni 2019. Mit diesem beendeten Regierungstruppen gewaltsam die friedliche Dezember-Revolution, die mit landesweiten Protesten und einer dreimonatigen Besetzung des Platzes vor dem Militärhauptquartier in Khartum zum Sturz der 30-jährigen Diktatur des ehemaligen Präsidenten Omer Al-Bashir geführt hatte. Zudem zeigt Elhassan im inneren Rotunden-Umgang im ersten Obergeschoss 23 Gemälde und Drucke, die seit 2019 entstanden sind, einige davon eigens für die Ausstellung. Die Arbeit der Künstlerin hat mit der sudanesischen Revolution 2018/2019 eine nachhaltige Wendung erfahren. Das zentrale Thema ihrer Werkauswahl für die Schirn ist der Status der Frauen im Sudan sowie die Wahrnehmung ihrer Körper durch die Gesellschaft. Eine Auswahl von Alltagsszenen sowie Porträts sudanesischer Frauen, deren Stärke und Widerstandsfähigkeit im politischen und gesellschaftlichen Umbruch die Künstlerin mit ihrer Arbeit zelebriert, wird gezeigt. Charakteristisch für Elhassans Malweise sind das Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken, darunter analoge und digitale Zeichentechniken, Öl-, Acryl- und Sprühfarben, sowie das Arbeiten in Schichten auf Leinwand und Papier. Elhassan erweitert in der Schirn den Bildraum der Gemälde über die Leinwand hinaus und schreibt die Werke damit in den Ausstellungsraum ein.
Foto: Norbert Miguletz, Amna Elhassan. Deconstructed Bodies – In Search of Home, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2022
Amna Elhassan – Wandgemälde „December“ und Ausstellung im inneren Rotundenumgang 1. OG, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Römerberg, Öffnungszeiten: 24/7 Rotunde, Dienstag, Freitag bis Sonntag 10 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr, Eintritt zu dieser Ausstellung: frei
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Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)
Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.
Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
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Mittwoch, 23. März: FFM/ Über Israel reden
(Andrea)
Dürfen deutsche Juden sich kritisch zur israelischen Politik äußern? Oder, anders gefragt: Müssen sie überhaupt eine Meinung haben? Diesen und anderen Fragen widmet sich Meron Mendel ist Professor für transnationale Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und hat MERON MENDEL Über Israel reden. Eine deutsche Debatte (Kiepenheuer & Witsch) Meron Mendel stellt sein neues Buch Über Israel reden vor und ich gehe hin. Sandra Kegel ist seit 1999 Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das sie seit 2019 leitet. Sie gehört zum Kritikerquartett der 3sat-Literatursendung Buchzeit und ist Mitglied verschiedenster Buchjurys. 19 Uhr Eintritt 8 / erm. 4 €. Die Plätze sind begrenzt, eine Anmeldung per E-Mail an kulturportal@stadt-frankfurt.de ist erforderlich.
Historische Villa Metzler, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main
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Freitag, 31. März: OF/ Elvis - der VVK hat begonnen

(Andrea)
Nach drei Jahren darf Mann ein bisschen nervös sein, lieber Daniel. Aber das bist Du sowieso immer und das macht Dich auch so unglaublich liebenswert. Weil die Alte Schlosserei wird sicher voll. Denn: Das Programm ist Bombe und das Essen wieder perfekt abgestimmt und superlecker. Aber wer noch überzeugt werden will: „Elvis“ und feinsten Speisen von Pana & Team in der Alten Schlosserei der EVO. Baz Luhrmanns Meisterwerk „Elvis“ – soeben für acht(!) Oscars nominiert – schildert Leben, Wirken, Musik und Hüftschwung des legendären Sängers so eindrucksvoll, einfühlsam, mitreißend und visuell überbordend, dass es ein einmaliges Erlebnis ist! Dazu servieren wir stilecht Rinderbrust mit Coleslaw, Mashed Potatoes und Gravy. Für die Vegetarier gibt’s statt Fleisch leckere Mac and Cheese – und als Nachtisch für alle: US-Cheesecake. Als Amuse Geule planen wir die Lieblingsspeise des Kings originalgetreu nachzubauen, die er sich wohl täglich gerne mehrmals einverleibte. Die nicht gerade kalorienreduzierte königliche Leibspeise besteht aus Toastscheiben, Erdnussbutter, Bananen und Bacon. Klingt schräg? Nun ja, muss heute Abend als Gruß aus der Küche aber einfach sein. Wir freuen uns so sehr mit Euch und Ihnen auf diesen Abend! " Einlass & Essen: ab 18.30 Uhr Tickets ab sofort im Vorverkauf: 11,90 Euro – inklusive Gebühren, Sektempfang & Amuse Geule.. ab sofort bequem online www.kinokulinarisch.de
Alte Schlosserei der EVO, 63067 Offenbach
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Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)
Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick.
Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro
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