03.02.2023

Gestern Abend war eine super Veranstaltung von Shantel in der wunderschönen Location Schweizer 5 (kann man übrigens auch für private Feiern anmieten).

Shantel, der zusammen mit dem Zahnarzt Alfonso Padilla, der Illustratorin Moni Port, der Künstlerin Sandra Mann und weiteren Personen, zur Wählerinitiative "Frankfurt will Manuela Rottmann" gehört, hat in seinem neuen, kurzweiligen Format "Diaspora Queen", mit Manuela Rottmann über ihre Pläne & Visionen für Frankfurt gesprochen. (Kennengelerntt haben sich die beiden im Lissania, ach wie ich den Ort vermisse) Olga und Ralf Hübner von der Neuen Philharmonie Frankfurt haben live gespielt und es gab leckeres Essen von IMA & Getränke.

Wenn ihr jetzt denkt, schade, da wäre ich gerne dabei gewesen, könnte ich Euch jetzt noch ungefähr 50 weitere Veranstaltungen nennen, auf denen ihr Euch ein Bild von den OB Kandidat:innen machen könnt, denn jede Tageszeitung macht einen Bürger:innendialog oder Podiumsdiskussion. Ich selbst finde diese Formate oft mega langweilig. Daher empfehle ich Euch diese hier auch nicht. Es gibt aber am Sonntag wieder ein schönes Format: Florian Jöckel (Massif Central) und Amin Baghi (Frankfurt Du bist so wunderbar) laden ab dieser Woche und das viermal hintereinander, OB Kandidat:innen ein: MASSIF TALKS OB WAHL SPECIALS und 90 Minuten face to face Q&A. (unten in den Tipps dazu mehr) Da dort am Vormittag bereits der Lokal Listener von Gregor Praml mit BOSCA stattfindet (Tipp steht unten) werde ich mich wohl den ganzen Sonntag im Massif Central aufhalten. 

Aber jetzt muss ich erst mal los zum Chor und morgen zur Eintracht und und und..

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an mein tolles Ausgehtippteam: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00.
Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)

1 x 2 Gästelistenplätze für die Saravá Party (ohne Menü) mit DJ Paulao morgen Abend im Stanley. Gewinnfrage:Was ist Uwe wichtiger, als Profifußball zu sehen? (siehe Gerolltes)

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert der Zebraheads am 14. Februar in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wie heißt die Reihe des Frauenbüros im Filmklubb?

2 x 2 Karten für "Das Brautkleid" in der Reihe Theater Essenz im Capitol Theater am 13. Februar. Die Gewinnfrage lautet:Die Offenbacher Hochschule für Gestaltung rettet das Wissen welches FRankfurter Traditionsunternehmens?

GEROLLTES über echte Teilhabe versus TV

(Uwe)

Am vergangenen Wochenende spielte mein Lieblingsverein Schalke 04 gegen den 1 FC Köln. Ich konnte das Spiel nicht sehen, weil ich eigene fußballerischen Aktivitäten wie selbst spielen, als Betreuer unterwegs sein oder in der Kreisliga pfeifen dem Schauen von Profi- und Länderspielen im Fernsehen immer vorziehen werden. Die direkte Teilhabe an einem Fußballspiel ist für mich deutlich wertvoller als eine Liveübertragung im Fernsehen. Als sich Schalke, mit zwei Niederlagen in Folge schlecht in das neue Fußballjahr gestartet, gegen Köln den ersten Punkt erkämpfte (bei dem Rückstand auf die anderen Mannschaften im Abstiegskampf ein Tropfen auf dem heißen Stein) pfiff ich nach zwei Monaten Pause mein erstes Spiel in der südhessischen Provinz. Bei bestem (weil trockenen) Winterwetter spielten zwei gut erzogene Mannschaften gegeneinander und zeigten ein recht ansehnliches Spiel. Ich gab eine Gelbe Karte für anhaltendes Reklamieren eines Spielers, der etwas unzufrieden mit einer Aktion war und sorgte gegebenenfalls durch eine Fehlentscheidung kurz vor Spielende für den Sieg einer Mannschaft. In der Kreisliga ist man als Schiedsrichter leider alleine unterwegs, daher hat man auch keine Linienrichter dabei, die einem durch bessere Sicht insbesondere in drei Situationen helfen können:

(1) Ob ein Spieler im Abseits steht (oder nicht): Ab der Gruppenliga, von der Bundesliga heruntergezählt die 6. Klasse von oben, kommt ein Schiedsrichter mit zwei Assistenten. Einer davon „bearbeitet“ die eine Spielhälfte von der Mittellinie bis zur Torauslinie. Achtet einmal darauf, dass die beiden Linienrichter niemals die gesamte Seitenauslinie ablaufen, sondern nur eine der beiden Hälften. In der einen Hälfte sind sie für Abseits verantwortlich. Daher laufen sie immer auf Höhe des zweitletzten Spielers der verteidigenden Mannschaft. Der ist entscheidend dafür, ob ein gegnerischer Spieler im Abseits steht. Ist der Angreifer beim Zuspiel mit einem Körperteil, mit dem er ein Tor erzielen kann (der Arm zählt natürlich nicht mit, der Fuß oder Kopf schon und sogar der Po ist relevant) näher an der Torauslinie als ein Verteidiger, dann ist der Abseits (aber nur dann, wenn er „aktiv“ am Spiel teilnimmt, ansonsten ist die Abseitsposition „passiv“). Wenn der Linienrichter also auf der Höhe des vorletzten Spielers der verteidigenden Mannschaft steht, hat er die bestmöglichste Sicht auf die Situation. Eine bessere Sicht als der Schiedsrichter, der in der Regel weiter entfernt und einen schlechteren Blickwinkel hat. Der schlechte Winkel lässt sich auch durch aktive Laufarbeit in der Regel nur marginal verbessern, optimal wird die Sicht nie.  

(2) Ob der Ball aus ist (oder nicht) und (3) wer den Ball vor dem ins Aus gehen zuletzt berührte: Der „clevere“ Spieler führt einen Einwurf aus, auch wenn er selbst zuletzt am Ball war, bevor dieser ins Seitenaus rollte. Mehr als Zurückpfeifen kann ein Schiedsrichter ja nicht (eine Gelbe Karte gibt es für einen ungerechtfertigt ausgeführten Einwurf i.d.R. nicht, es sei denn es ist ein dreistes Zeitspiel in der Endphase eines Spiels und damit ein unsportliches Verhalten) und dann wirft eben die andere Mannschaft ein. Probieren kann man es ja, wenn der Schiedsrichter nämlich nicht pfeift, verschafft sich die Mannschaft des Einwerfenden einen Vorteil. Ehrlicherweise kann man es in der Kreisliga nicht immer sehen, wer den Ball zuletzt berührte, gerade dann nicht, wenn Leute, die über dreißig Jahre jünger sind als man selbst (und man selbst auch dreißig Jahre jünger nicht der Schnellste war) mit Höchstgeschwindigkeit einen weit gespielten Ball verfolgen und der ebenso schnelle Verteidiger dazu kommt. Im schnellen, hektischen Gewühl ist der Ball dann plötzlich aus. So war es am Sonntag. Der Stürmer warf den Ball schnell ein, ein Mitspieler übernahm ihn, rannte ein paar Meter in Richtung gegnerisches Tor, kam dabei unmittelbar an die Torauslinie und spielte den Ball mit letztem Einsatz in die Mitte. Dort verwertete der Stürmer, der eben noch eingeworfen hatte. Tor. Alles passierte in weniger von gefühlt drei Sekunden. Dann kamen die Gegner zu mir und sagten, dass (a) der Einwurf für uns und (b) der Ball vor dem Abspiel auf den Torschützen im Toraus war. Schwierig, dass der Ball im Toraus war, konnte ich aus meiner Sicht nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sehen, daher lies ich die Situation weiterlaufen, weil ich ja nichts aus reiner Vermutung pfeifen kann. Hier hätte ein Linienrichter helfen können, der von der Seite aus die entscheidende Szene besser hätte einsehen können. Den hat man in unteren Klassen aber wie bereits beschrieben nicht dabei und so endete das Spiel mit einem Sieg für die Heimmannschaft. Ich teilte der unterlegen Mannschaft mit, dass es mit leid täte, wenn ich durch eine Fehlentscheidung das Spiel entschieden hätte. Die freundliche Gastmannschaft bedankte sich für die ehrliche Aussage und merkte an, dass es ja nur ein Freundschaftsspiel gewesen sei. So strittige Situationen gibt es aber natürlich auch in Pflichtspielen.

Freitag, 3. Februar: FFM/ Winterwerft

(Andrea)

"Was kann und soll Theater in diesen Zeiten mannigfaltiger ökologischer, sozialer, ökonomischer und spiritueller Krisen? Wenn die Welt brennt, was ist die Aufgabe des Tänzers? Was ist die Aufgabe von Kultur in solchen Zeiten – Zeiten des Feuers, der Dürre, der gewaltsamen Konflikte, dem Kampf um Ressourcen?" Diese Fragen werden heute Abend beim Symposium in der Orberstraße diskutiert. Leider kann ich erst später hin und hoffe, nicht zu viel zu verpassen.

18.30 Uhr Symposium
20.00 Uhr Musik mit Saadikos
20.30 Uhr Cellistin Julia Panzer
21.30 Uhr Musik mit Sirom

Wie kann ein Theater im Anthropozän aussehen, das sich mutig und kreativ den brennenden Auseinandersetzungen stellt – die Blase rein Mensch-menschlicher Auseinandersetzung durchbricht und den Kräften und Entitäten jenseits humaner Echoräume auf der Bühne Raum gibt? Welche Fragen müssen formuliert, welche Sprachen gefunden, welche Gangarten erprobt, welche Räume erschlossen, welche Netzwerke wollen gewoben werden? Wie kann die Klimakatastrophe, mit all ihren Fluten, Stürmen und Dürren, ihren Vertriebenen, Geflüchteten, Ausgestorbenen, auf die Bühne gebracht werden? Wie kann all denen Stimme und Agenda gegeben und Gehör geschenkt werden, denen eben dies im Zuge der Trennung von Kultur und Natur aberkannt wurde? Den Wäldern, Bergen, Flüssen, Insekten, Bakterien, Tieren, Pflanzen und Ökosystemen? In unseren Gesprächsformaten wollen wir uns diesen Fragen widmen, mit Gesprächspartner*Innen aus der nationalen und internationalen Theatergemeinschaft, Kulturschaffenden, Aktivist*Innen, Träumer*Innen und mit euch. Fr, 3.2 Gäste: Geza Pinter (Sinum Theatre, HU), Tom Bailey (Mechanimal,UK) So, 5.2 „A work in the ruins“ mit Dougald Hine (A school called Home) Fr, 10.2 Gäste: Ursula Pehlke (Freie Bühne Wendland), Ton und Kirschen Theater

 "House on fire" heißt das diesjährige Programm und wirklich, unser Haus steht in Flammen, es lodert an allen Ecken und Enden, Ukraine, Iran, Regenwald. Themen, die auch im Theater verhandelt werden können. "Die Winterwerft ist das Festival für wildes, organisches Theater. Für Theater am Ende der Welt, wie wir sie kennen. Für Theater, das wagt, unerschrocken, neugierig und fragend in die Abgründe dieser Zeit zu blicken. Vom 27.01.-12.02. öffnen wir Türe und Tore und laden Euch dazu ein, mit uns am Feuer zu sitzen: jeweils von Freitag bis Sonntag erwartet Euch auf dem Kulturgelände ein gut gefülltes Programm: - Theater - Konzerten - Workshops - Performances - Gesprächen - Lesungen - Verpflegungen Kommt vorbei, lasst uns die dunkle Winterzeit nutzen um gemeinsam zu tanzen, zu lauschen, berührt zu werden und die Fragen zu bewegen, die sich uns jetzt stellen. Auf dem Winterwerft Gelände finden wir dafür einen magischen Rahmen. Die mongolische Jurte, das Babushka Café und das Foyer laden mit Konzertklängen, Gesprächsformaten warmen Getränken und Leckereien zum Verweilen und Austausch ein. In der Halle ziehen faszinierende Theaterstücke in ihren Bann, und wenn wir es brauchen, ist dort auch Platz zum Tanzen.  Programm: winterwerft.de/termine-2023 Workshops: winterwerft.de/workshops-2 Hintergrund: winterwerft.de/house-on-fire-2

Winterwerft, Orberstraße 57, Frankfurt

Freitag, 3. Februar: Of/ 10 zu Tisch

(Andrea)

Wenn ich Zeit hätte, wäre ich heute um 18 Uhr im SOUPS bei YRD.WORKS im Rathaus-Pavillon. Dort schnippeln und kochen heute "10 zu Tisch". Das sind Lene Hofmann, Johannah Langsdorf und Carl Kankovsky von der HfG und zusammen laden sie für gewöhnlich zu kulinarischen Konzeptabenden: Ein Raum in Offenbach, zehn unbekannte Gäste, ein künstlerisches Thema samt Künstler*in, ein thematisch zugeschnittenes, saisonales Menü. Im Fokus steht das Zusammenkommen von Fremden und Bekannten, der Austausch über Kunst und Leben und das gute Essen. Das bleibt auch heute so. 18 Uhr

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Freitag, 3. Februar: Of/ Super Stöffsche

(Andrea)

Heute gibt es im wahrscheinlich kleinsten Theater der Region einen Klassiker in neuem Gewand. Ich will mir das schon ewig mal anschauen, aber heute müsst ihr hin: „zwei seelen wohnen ach in meiner brust“. doktor faust hat die schnauze voll: da hat er jahrzehnte lang wie verrückt studiert, ist darüber grau am schopf geworden und hat doch kein rechtes lebensglück gefunden. kein wunder, dass er, deprimiert und müde, trübe gedanken hegt. doch da erscheint ihm mephisto und macht verlockende versprechungen. allerdings stellt er eine gegenforderung im falle der erfüllung: fausts seele. da dieser nichts mehr zu verlieren haben glaubt, geht er auf die wette ein. super stöffsche - dirk wegmann und frank geisler (c) fotos: heike bandze so beginnt das spiel in altbekannter weise. was aber, wenn nun zentrale figuren des schauspiels nicht auf der bühne erscheinen? die zunächst ratlosen darsteller machen aus der not eine tugend und beginnen zu improvisieren, was das zeug hält. so rast die inszenierung atemlos davon, bietet eine ganze menge an komödiantischen überraschungen und kehrt doch immer wieder auch zum grundmotiv der handlung zurück. und dann meldet sich auch noch eine prominente stimme aus der loge. Info: 069 80108983 oder per Mail an info@of-t-raum.de o. 20 UHR

t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Freitag, 3. Februar Der Schachtelmann

(Martin)

Bühnenadaption des Romans von KŌBŌ ABE

Zum Beispiel du, mein Freund, hast sicher noch nie von einem Schachtelmann gehört. Aber gesehen - gesehen hast du doch bestimmt ...Hör auf, dir etwas vorzulügen. Sicher, ein Schachtelmann fällt kaum auf. Unter Fußgängerbrücken, neben und hinter öffentlichenToiletten, an Leitplanken und so weiter wirkt er wie Abfall. Nur: Nicht auffallen und nicht sehen sind zweierlei. Ein Schachtelmann ist keine Rarität; es gibt tausend Gelegenheiten, einen zu sehen. Auch du hast schon einen gesehen, da bin ich sicher.«

pan productions (»Gesäubert«(2021), »Der kleine Prinz« (2019)) erzählen mit ihrer Bühnenversion von Kōbō Abes Roman »Der Schachtelmann«, die Geschichte eines Menschen, der der Gesellschaft den Rücken gekehrt und sich in eine Pappschachtel zurückgezogen hat. Die Handlung des Romans scheint sich im Inneren dieses Pappkartons abzuspielen, der von außen zwar zu einer schützende Haut, aber im inneren zu einer Art Labyrinth für den Schachtelmann geworden ist: »Je mehr man sich abmüht, je mehr neue Passagen man in diesem Labyrinth schafft, desto mehr wird die Schachtel zu einer weiteren Schicht der Außenhaut, die direkt aus dem Körper wächst, und die innere Anordnung immer komplexer und undurchdringlicher werden lässt.« Indem er auf die Innenwände des Kartons schreibt, erfindet der Schachtelmann eine neue Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die schließlich aufeinanderprallen.

»Der Schachtelmann« ist ein modernes Märchen über Identitätssuche und -verlust, über Lebenswirklichkeiten in der modernen Großstadt-Gesellschaft. Eine kafkaeske Erzählung über das Betrachten und betrachtet Werden und über die Macht, die eigene Geschichte zu erzählen. Eine Kriminalgeschichte über einen Mord, der passiert sein mag, oder auch nicht. Eine poetische Reise durch einen Bühnenraum voller Pappkartons. Eine Suche nach dem Erzähler, der Wahrheit und dem eigenen »Ich«. Eine verschachtelte Geschichte über einen Schachtelmann, der seine Aufzeichnungen über einen Schachtelmann schreibt, der gerade in seiner Schachtel sitzt. Der Schachtelmann, das ist...

Die FAZ schrieb anlässlich der Premiere: „Es ist eine poetische Reise durch einen Bühnenraum voller Pappkartons (…) Die kafkaeske Erzählung, die Absurdität und die Undurchschaubarkeit der Zusammenhänge bringen nicht nur das Publikum zum Nachdenken.“

Hier geht’s zur Reservierung: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php

Freitag, 3. Februar um 20.00h
Theater Landungsbrücken, Gutleutstraße 294

Foto: © Christian Schuller

Freitag, 03. & Samstag, 4. Februar: family creatures

(Martin)

PINSKER+BERNHARDT -Familienstück ab 8 Jahren

Heute ist endlich mal Full House! Heute sind endlich alle da und wir fragen uns: Warum willst du schon wieder los? Und warum guckst du ständig aufs Handy? Lass mal, nimm deine Jacke ab und setz dich hin!

Gemeinsam mit einer schleckenden Zunge, einem melodramatischen Vorhang, einem Hund, drei Schwänen und einer großen Schwester machen wir uns auf die Suche nach den Merkwürdigkeiten von F*A*M*I*L*I*E. Wie hält man es eigentlich zusammen aus? 

Die Musikerin Laura Landergott liefert dafür Songs, deren Sound sich zwischen Melancholic Electronica und Post-Punk bewegen.

Ein Familienstück für alle, die nicht immer wissen, was F*A*M*I*L*I*E eigentlich ist und ob sie lieber weglaufen oder sich dazu setzen wollen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/family-creatures/

Freitag, 3. Februar um 19.00h
Samstag, 4. Februar um 16.00h
Mousonturm – Solidarisches Preissystem

Foto: © Giovanna Bolliger

Freitag, 3. Februar, und Samstag, 4. Februar: OF/ Anarchitektur

(Andrea)

Aus der S-Bahn die Treppen hoch, ein paar Meter zu Fuß und schon seit ihr im Diamant. Bis vor einem Jahr Juweliergeschäft und jetzt Spielplatz für Heiner Blum und seine Student:innen. Aktuell läuft dort die sechste Bespielung ANARCHITEKTUR / DIAMANT 6 /noch bis 5.2.23 von Fr 17-21 / Sa 16-21 / So 15-20 CAMILA CHINCHILLA fotografiert von Vlada Shcholkina ANARCHITEKTUR: ALESSANDRO BELLIERO / CAMILA CHINCHILLA / CHENG HAN HO / GORDON MATTA CLARK / JAKOB STURM / LENARD LÜDEMANN / NOA VETTER / ORELL KÖTTER / PAUL BÖTTCHER WALLPAPER GALLERY: Absalon / Archigram / Arno Brandlhuber / Bruno Taut / Casimir Malevich / Claudio Faraldo / Gordon Matta-Clark / Hans Hollein / Hubert Robert / Kisho Kurokawa / Lina Bo Bardi / Matera / Michael Asher / Michael Heizer / Per Kirkeby / Pier Paolo Pasolini / Shigero Ban / Site / Steve Mc Curry / Superstudio DO!

DIAMANT OFFENBACH / Museum Of Urban Culture / Frankfurter Straße 8 / Offenbach www.instagram.com/diamant.offenbach

Freitag, 3. & Samstag, 4. Februar Delattre Dance Company »Shelter«

(Martin)

Ein Ballettabend - Gastspiel im Gallustheater

Vor einigen Jahren haben mir langjährige Freunde ein Geschenk gemacht und mich eingeladen nach Mainz zur Delattre Dance Company. Das war ein super Ballettabend: präzise, ausdrucksstark und beeindruckend. Jetzt kommt Delattre ins Gallustheater. Der Abend könnte sich lohnen! 

In der Ankündigung steht: „Mit »Shelter« beleuchtet die Delattre Dance Company die unterschiedlichen Formen und Bedeutungen von Schutz und Zuflucht für den Menschen. Irgendwann sehnt sich auch der Freiheitsliebende nach einem Ort oder einem Menschen, der ihm Hilfe und Sicherheit bietet. Diese Sehnsucht, die Wege dorthin und den Zweifel daran illustriert der thematische Ballettabend auf mitreißende Weise.

Die beiden Choreografen Stéphen Delattre und Filipe Portugal haben jeweils einzelne Teile des Abends entwickelt, die nahtlos ineinander übergehen, aufeinander aufbauen und sich gegenseitig ergänzen, so dass ein tänzerisches Gesamtbild entsteht, das durch die unterschiedlichen Farben an Klarheit und Strahlkraft gewinnt.

In turbulenten Zeiten empfinden wir den Wunsch nach einer Zuflucht besonders stark, aber wann und durch wen oder was fühlen wir uns tatsächlich geborgen? Was bietet uns wirklich Sicherheit? Kann es Schutz ohne Vertrauen geben? Stimmt es, dass das Gefühl von Geborgenheit - ähnlich wie Glück - stets nur für Augenblicke währt?“

Hier gibt’s ein Video: https://vimeo.com/511161239
Und hier geht’s zu den Tickets: http://www.gallustheater.de/2023/02/sheltel.php

Freitag, 3. Februar und
Samstag, 4. Februar jeweils 20.00h
Gallustheater, Kleyerstr. 15, 60326 Frankfurt

Foto: © Delattre Dance Company, Klaus Wegele

Freitag, 03. Februar - 01. Juni: MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020 im MOMEM

(Petra)

Die Ausstellung macht die Energie, Kraft und Kreativität der Musik im zum Club umgestalteten Museum erlebbar. Der Besuch wird so zur musikalischen Reise zwischen House, Trance und Techno, auf der das Stillstehen schwerfällt. Hierzu zeigt und „spielt“ das MOMEM eine Übersicht der wichtigsten Titel aus dem Bereich der elektronischen Musik seit 1985. Die Auswahl basiert auf persönlichen DJ-Charts und wichtigen Playlists bekannter Techno- und House-Publikationen. Unter anderem mit richtungsweisenden Werken von Labels, wie WARP, Underground Résistance, R&S oder TRAX. Neben der akustischen Komponente soll die Musik auch visuell über Foto-Arbeiten von tanzenden Menschen aus den Anfängen der Rave-, House- und Technobewegung dargestellt werden. So werden im Rahmen der Ausstellung Arbeiten von Foto-Artists aus der ganzen Welt präsentiert, die auf überdimensionierten Screens gezeigt werden, und die die Themen Ekstase, Leidenschaft, Energie und Lebensfreude festhalten.  

MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020, Ausstellung, Ort: MOMEM, Adresse: An der Hauptwache 15, Zwischenebene, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 15 - 22 Uhr, Eintritt: 12 Euro , Tickets hier

Freitag, 03. - 05. Februar: YIPPIE! – Kindercomicfestival

(Petra)

Das einzige Kindercomicfestival in Europa- und das schon zum fünften Mal: Mit YIPPIE! soll Kindern abseits der schulischen Programme ein kulturelles Angebot gemacht werden, das sie live und gemeinsam mit anderen Kindern wahrnehmen und erleben können. Rund 15 Künstler*innen sind eingeladen, ihre Comics in öffentlichen Lesungen vorzustellen. Der Auftakt des Festivals findet heute im Literaturhaus Frankfurt statt. Zu Gast ist Marc Boutavant mit „ARIOL“, der soeben den Grand Ours in Montreuil gewann, einen der wichtigsten Preise für Kinderbücher in Frankreich. Das Festivalzentrum mit den Lesungen und Workshops am Samstag und Sonntag befindet sich einmal mehr im Jungen Museum Frankfurt. Dort können Kinder im Workshop Comiczeichnen zusammen mit Sylvain Merot einen eigenen kleinen Comic erfinden und zeichnen. Zu diesem Workshop muss man sich nicht anmelden. Beim Workshop Comics Vertonen (für alle, die schon lesen können) geht es darum, bereits vorhandene Comics selber zu vertonen. Kinder (und Erwachsene) können sich einen von ca. 12 vorbereiteten Comics aussuchen und einsprechen. Dabei werden die „geschnittenen“ Panels/Bilder mit ihren Stimmen und Geräuschen unterlegt. Zu den so entstandenen Bildvertonungen gibt es anschließend einen Link. Wie cool ist das denn: ich hoffe, ich komme rein – obwohl ich schon über Vierzehn bin.

YIPPIE! Kindercomicfestival, für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, von Raum 121 e.V., u.a. mit: Marc Boutavant, Ferdinand Lutz & Dominik Merscheid, Josephine Mark & Ralf König, Mawil, Magali Le Huche, Ralf König, Haiko Hörnig & Annelie, Tanja Esch, Max Fiedler, Christina Plaka, Joscha Sauer, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Junges Museum Frankfurt, Struwwelpetermuseum, Centralstation Darmstadt, Eintritt: für Kinder frei, außer im Literaturhaus Frankfurt und in der Centralstation Darmstadt, Anmeldung zum Workshop Comics Vertonen, Dauer: 30 Minuten, mit Wunschzeit zur jeweils vollen und haben Stunde per E-Main hierhin, weitere Infos, Tickets und mehr zu YIPPIE! hier

Kreativ für Manuela Rottmann

Du möchtest auch, dass Manuela Rottmann unsere neue Oberbürgermeisterin wird? Dann unterstütze ihren Wahlkampf mit einem kreativen Beitrag!

„Kreativ für Manuela Rottmann“ ist eine Aktion der Wähler*innen-Initiative „Frankfurt will Manuela Rottmann“ und richtet sich an alle Bürger*innen, die Manuela Rottmann bei ihrer Kandidatur zur Oberbürgermeisterin unterstützen möchten.

Wir freuen uns über Zeichnungen, Texte, Fotos, Objekte, Gedichte, Collagen etc. zum Thema:

  • Wofür steht Manuela Rottmann?
  • Wie siehst Du Manuela Rottmann?
  • Welche Innovation wird sie Frankfurt bringen?
  • Wie wird Frankfurt im Jahr 2029 mit ihr als Oberbürgermeisterin aussehen?
  • Was möchtest Du im Mittelpunkt ihrer Arbeit als Oberbürgermeisterin sehen?

Alle eingereichten Arbeiten werden im Rahmen einer Ausstellung im Hotel Nizza in Frankfurt vom 4. März bis zum 17. März 2023 gezeigt ausgestellt.

Unsere Jury wird drei der Arbeiten mit einem kleinen Preis honorieren.

Zudem wird ein Publikumspreis vergeben. Dieser wird, wenn gewünscht, als Leihgabe für ein Jahr mit Manuela Rottmann in ihr Büro im Römer einziehen, wenn sie die Wahl gewinnt.

Die honorierten Arbeiten der Aktion „Kreativ für Manuela Rottmann“ werden auf der Vernissage am 04. März 2023 um 18.00 Uhr bekanntgegeben. Alle weiteren Infos hier. 

Der Jury gehören an:

  • Dr. Sonja Müller, Kunsthistorikerin, Kuratorin
  • Stefanie Pesin, Geschäftsführerin Hotel Nizza
  • Anja Czioska, Kulturmanagerin

Bei Fragen erreichst Du uns unter der Mailadresse kreativ@frankfurt-will-manuela-rottmann.de. Hier kannst Du die Informationen zum Wettbewerb als PDF downloaden.

Ab 4. Februar: SWING WORKSHOP mit Steffi Kunkel

(Daniela)

Steffi Kunkel bietet einen neuen SWING WORKSHOP an, " Weils einfach soo schön war, geht's weiter. Wenn ihr sehen wollt, was wir bisher gemacht haben. Einfach hier reinschauen: https://youtu.be/Oov2Lya_mUo

Die Termine sind :

4.& 18.feb. / 4.& 18.märz / 1.april 2023

14:00h (1Std.12€)

@tanzschule m.garcia saalburgstr.17

anmelden unter: fraukunkel.de / instagram oder facebook: Stefani Kunkel 

Samstag, 4. Februar: OF/ Emma Metzler

(Andrea)

Nur noch vier Abende gibt es im SOUPS, also hingehen! Heute steht außerdem Anton de Bryun am Topf und weil das nicht irgendwer ist: "Das Frankfurter Emma Metzler steht für eine junge, bewusste Küche, voller Respekt für ihre Zutaten und einem hohen Anspruch an Produkt und Handwerk. Inhaber und Küchenchef ist Anton de Bruyn, der nach Jahren in der internationalen Sterneküche das eigene Restaurant im Museum für Angewandte Kunst gegründet hat. Aufgewachsen ist er in Offenbach, und dahin kommt er heute Abend zurück, um mit uns zu kochen. Denn neben all dem ist Anton de Bryun auch einfach ein Freund." Das wird sicher lecker und ein weiterer toller Abend, ich freue mich drauf. 18 Uhr

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Samstag, 4. Februar: Mühlheim/ Schwarze, runde Sache

(Andrea)

Ich war ewig nicht im Schanz und keine Ahnung, was wir bis 22.30 Uhr machen, aber es könnte ein lustiger Abend werden: "Schwarze runde Sache- nein, wir sprechen nicht von den herrlich süßen Schokoküssen aus dem schönen Krotzenburg, sondern es geht um Musik. Auf Vinyl. Im Anschluss an das Abschiedskonzert der Band Moon. Ab 22:30 heißt es Platten auf die Teller: Vor ner Weile erprobt und als tauglich beschieden: Mit den Herren Hoppel & Ohms an den Turntables lässt sich feiern - das haben wir schon vor über 20 Jahren bei unseren ersten König-Henninger-Musicals ausgiebig getestet. Damals, als alle Welt begann, die schwarzen Scheiben Stück für Stück gegen die immer günstigeren CDs auszutauschen... Wohl dem, der hartnäckig dem Zeitgeist widerstand, denn heute, in Zeiten von iTunes und Spotify, sind die knisternden Tonträger gefragte Sammlerobjekte. Und so mancher Musikfreund schwört auf einen tieferen, wärmeren Klang... Heute Abend bringen die beiden DJs einmal mehr ihre Lieblingsplatten mit und zu Gehör, große wie kleine, Rock, Alternative und was sonst noch so gefällt - Abwechslung ist garantiert. Hey-ho, let´s go!". 22.30 Uhr.

Schanz, Carl-Zeiss-Straße 4, Mühlheim

Samstag, 4. Februar, und Sonntag, 5. Februar: FFM/ Winterwerft

(Andrea)

Auch heute und morgen lohnt ein Ausflug in die Orberstraße auf das antagon/protagon-Gelände. Das Programm ist umfangreich, spannende Workshops, Musik, Theater natürlich, Kunst, als dass man es hier in zwei Sätzen abhandeln könnte. https://winterwerft.de/termine-2023. Ich empfehle Euch, fahrt einfach hin und taucht ein in eine besondere Welt!

Winterwerft, Orberstraße 57, Frankfurt

Samstag, 4. Februar: Mit dem Fernrohr in Hoffmanns Werkzeugkasten

(Martin)

Kollaboratives Schreiben – Workshop
Mit Tillmann Severin und Lea Schneider

E.T.A Hoffmann hat seine Erzählungen nicht nur allein, sondern auch zusammen mit Freunden geschrieben. Aber wie funktioniert das: Zusammen einen literarischen Text schreiben?  

Dabei wird sichtbar, dass Schreiben kein Genieakt ist, sondern Lust und Arbeit am Text bedeutet. Am Ende des Workshops nehmen alle ein Exemplar des gemeinsamen Textes mit nach Hause. Vorkenntnisse sind nicht nötig. 

Die Teilnehmer*innen sind gebeten, einen Laptop oder ein Tablet mitzubringen, zur Not auch ein Smartphone.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Begrenzte Teilnehmerzahl, die Anmeldung läuft über die Website des Freien Deutschen Hochstifts.

https://freies-deutsches-hochstift.de/besuch/termine/-/veranstaltung-1135/1135/2023-02-04/868

https://www.facebook.com/DeutschesRomantikMuseum

Samstag, 4. Februar 11 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr
Deutsches Romantik-Museum, Großer Hirschgraben 21

Foto: © Deutsches Romantik-Museum

Samstag 4. Februar: SARAVÁ »Edição Especial

(Daniela)

Pedo und die Ima Clique haben heute etwas Grossartiges auf die Beine gestellt und ich freue mich mega auf den Abend und die Sache mit dem solidarischen Preissystem finde ich super klasse! Hoffe das wird auch von anderen Clubs/ Partyveranstalter:innen aufgenommen.

Saravá! Wir starten spät aber mit Elan ins Eventjahr 2023! Gemeinsam mit der IMA Clique laden wir am 4. Februar zur SARAVÁ »Edição Especial«. Für diesen Anlass haben wir keine Kosten und Mühen gescheut: Mit dem Stanley konnten eine der schönsten Event Locations Frankfurts gewinnen, mit DJ Paulão eine DJ-Legende aus São Paulo akquirieren und mit dem Salute Team aus Mainz einen kompetenten Partner gewinnen, der ein vegetarisches brasilianisches Dreigängemenü zaubern wird. Bora festejar!

DJ Paulão ist seit 1992 als musikalischer Botschafter Brasiliens unterwegs, zunächst innerhalb der Landesgrenzen, später auch in Metropolen wie Amsterdam, Barcelona, Berlin, Brüssel, London, Melbourne, Paris und Tokio. Dabei hat er mit vielen brasilianischen Legenden kooperiert, u.a. Jorge Ben Jor, Elza Soares, Marcelo D2, Seu Jorge und Trio Mocotó. Der Nipo-Brasileiro ist ein umtriebiger DJ, Veranstalter, Radiomacher, Betreiber des Plattenlades PATUÁ DISCOS und Compiler der Anthologie »BRAZUCA! - Samba Rock And Brazilian Groove From The Golden Years (1966-1978)«, die auf Kindred Spirits erschienen ist. Afrobrasilianische Sounds, Brazuca und Samba Rock sind seine Domäne.

BRASILIANISCHES ESSEN
Das Salute-Team um Norma Villada wird ein vegetarisches Dreigängemenü mit brasilianischen Spezialitäten zum günstigen Kennenlernpreis auftischen. 
Salute ist ein vegetarisch-veganes Restaurant in der Mainzer Innenstadt mit moderner, kreativer Küche, in der Norma Villada und ihr Team Zutaten aus der Region und in Bio-Qualität verarbeiten.

SOLIDARISCHES PREIS-SYSTEM
Wir wollen allen Menschen den Besuch unserer Veranstaltungen ermöglichen – unabhängig von ihrer ökonomischen Situation. Deshalb testen wir bei diesem Event ein neues Preissystem: PAY WHAT YOU WANT.

Mit diesem Ansatz wollen wir Menschen aus allen Walks of Life ermöglichen mit uns zu feiern, aber auch Leute mit größerem Budget dazu ermutigen uns in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Bei unserem „Solidarischen Preissystem“, könnt Ihr je nach Euren finanziellen Möglichkeiten vier Preis-Kategorien wählen:

1.) COUNT ME IN! – Minimalpreis – €7€ inkl. Gebühr
2.) OKAY! – Regulärer Preis – 10€ inkl. Gebühr
3.) FAIR ENOUGH! – Unterstützer*innen Preis – 14€
4.) YES WE CAN! –Super Supporter*innen Preis – 20€

Wählt selbst, welchen Preis Ihr derzeit zahlen könnt und in welcher Höhe Ihr dieses Event unterstützen möchtet. Vielen Dank für Euren Support! Wir freuen uns über Feedback und Anregungen im Bezug auf das Preissystem.

SARAVÁ mit DJ PAULÃO
Special Guest: DJ PAULÃO (Patuá Discos, São Paulo)
Host: KOSMIK KAT (Pedo Knopp, Saravá)
Samstag, 4. Februar 2023
Einlass, Essen und Musik ab 20 Uhr | Party ab 22 Uhr
STANLEY, Ottostraße 16-18, 60329 Frankfurt

Gehört: GRACIE ABRAMS

(Uwe)

Wer kennt noch die Serie Lost? Deren Erschaffer JJ Abrams war danach für einige Zeit ein gehytpter Kreativer aus der Filmbranche, dessen Werk (von Lost und der Vorgängerserie Alias abgesehen) an mir vorbei ging, weil ich weder Star Trek noch Star Wars mag. Neulich lief er mir dennoch einmal wieder über den Weg. Der Gitarrist meiner Lieblingsband The National, Aaron Dessner, produzierte nämlich eine junge amerikanische Sängerin mit Namen Gracie Abrams. Dabei heraus kamen die wunderbaren Songs „Where Do We Go?“, „Difficult“ und „Block Me Out“ ein ganzes Album folgt.

Ich hörte mir erstgenannten Song an und las dann im Netz über sie und erfuhr so, dass sie die Tochter von JJ Abrams ist. Jetzt könnte man ihr vorwerfen, dass sie, untalentiert, mit Papas Geld und Kontakten ihre Karriere angeschoben bekam. Und wenn es so wäre, dass der gute alte JJ (so alt ist er garnicht, er ist etwas älter als ich) durch Kontakte und Geld nachgeholfen hätte, wäre mir das egal. Sie hat eine schöne Stimme und vor der Zusammenarbeit mit Dessner, der 2020 mit Popsängerin Taylor Swift die herausragenden Alben "Folklore" und "Evermore" produzierte, bereits einige hörenswerte Lieder veröffentlicht, zum Beispiel "I Miss You, I´m Sorry". Ok, das wurde gemeinsam mit einer anderen professionellen Songwriterin und Produzentin Sarah Aarons (Hasley, Lykke Li) geschrieben und aufgenommen. Das ist mir aber auch egal, weil das Popmusik ist, die ich gut hören kann. Das gilt ebenfalls für einen anderen älteren Song, „Long Sleeves“, unterstützt wurde dessen Entstehung auch von einem erfolgreichen Songwriter für Stars, nämlich von Blake Slatkin (Justin Bieber).

Wenn sie eine Singstimme wie ich hätte, hätten auch Geld und Kontakte nicht geholfen. In jedem Fall hat JJ (und ihre Mutter) sie gut erzogen, sie dankte Aaron Dessner (der aus meiner Sicht ein Genie ist) mit schönen Worten: „@aaron_dessner … i love and value every single aspect of working with you. thank you for creating space for my rambling and for being as generous with your wisdom as you are.“.

Das bringt mich auf die Idee, Aaron Dessner einmal eine Nachricht zu schicken und ihm Danke zu sagen für Songs, die er insbesondere für The National schreibt. Unter anderem den Übersong Start A War. Die Platte von Abrams, die Ende Februar erscheint heißt übrigens „Good Riddance" was wiederum bedeutet, jemanden dahin zu wünschen, wo der Pfeffer wächst.


https://open.spotify.com/playlist/5oLkrlw2owY3yGnhFlxh0N...

Sonntag, 5. Februar: Of/ The Kooks

(Andrea)

"Do you want to go to the seaside?
I'm not trying to say that everybody wants to go
I fell in love at the seaside
I handled my charm with time and slight of hand"
Wise words, liebe Kooks und deshalb seid ihr auch in meiner persönlichen Heavy-Rotation und es gibt natürlich noch viele andere gute Songs, die den Besuch des heutigen Konzertes mehr als rechtfertigen. "Mit ihrem Debüt „Inside In/ Inside Out“ zementierten The Kooks vor nunmehr 15 Jahren ihr Dasein in der Musikwelt. „Inside In/ Inside Out“ markierte hierbei nur den Beginn einer Karriere, die in den darauffolgenden Jahren nicht abebben würde. Vierfach Platin gab es für das im Jahr 2006 erschienene Album, welches unter anderem Hits, wie den für den BRIT Award nominierten „She Moves In Her Own Way“, „You Don’t Love Me“ oder die Top-5-Single „Naive“ umfasst. Mittlerweile gilt das Album als unverzichtbarer Klassiker und als Tonträger einer ganzen Generation. Bis dato zählen The Kooks zu den einflussreichsten Indie-Pop-Bands weltweit." 20 Uhr

Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach

Sonntag 5. Februar: The LOKAL Listener - Gregor Praml trifft Bosca

(Daniela)

Heute verbringe ich den Tag im Massif Central. Zuerst Bosca bei Gregor, dann Manuela bei Florian...

Fangen wir an mit dem Lokal Listener & BOSCA
Die deutsche HipHop-Szene hat sich längst von der in USA emanzipiert. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet scheint es einen fruchtbaren Boden dafür zu geben. Einer, der in den letzten Jahren von sich reden macht, ist David Alexi alias Bosca. Der in Wiesbaden geborene Rapper und Produzent ist Sohn eines Mathematikers und einer Pädagogin und erfüllt damit keinesfalls das Klischee, dass man für seine Zunft von der Straße kommen muss. Seine zweite Liebe ist der Fußball und hier im Besonderen die Eintracht Frankfurt, wo inzwischen vor jedem internationalen Spiel im Stadion sein Song „Rauf zu den Sternen“ als Hymne läuft.

Gastgeber Gregor Praml trifft einen Rapper, der bestens ins Massif Central passt. Schließlich versammeln sich hier regelmäßig die Freunde des Sports rund um die Eintracht vom Main!

Eintritt: € 20,- (Fördererpreis) / € 10,- (normal) / € 5,- (ermäßigt für Schüler*innen/Studierende)
Tickets gibt’s vor Ort an der Kasse, Reservierungen per Mail an: gregorpraml@me.com

Massif Central, Eschersheimr Landstraße 28

Sonntag 5. Februar: Massif Talks: Heute Manuela Rottmann

(Daniela)

Florian Joeckel, einer der wohl umtriebigsten Frankfurter, lädt an vier Sonntagen hintereinander OB Kandidat:innen ein. Manuela Rottmann macht den Aufschlag

MASSIF TALKS -OB-WAHL FFM SPECIAL(S)
jeden Sonntag im Februar 3 Stunden 1 Kandidat.

Frankfurt ist mehr als eine Stadt – das steht für uns, Florian Joeckel (guilty76 // Massif Central) und Amïn Baghi (esistfreitag // Frankfurt du bist so wunderbar) fest. Ein funktionierendes Stadtleben im Sinne der Frankfurter:innen und das Wohl der Stadt liegen uns sehr am Herzen – und basieren auf einer demokratischen Grundlage. Deswegen war und ist unsere Mission: Wir machen Wahlkampf – für die Demokratie. Nun kreuzen wir unsere „Waffen“ und schauen, was in unserem geliebten Frankfurt möglich ist.

Es hat sich in der Nachbereitung der OB-Abwahl sehr schnell herauskristallisiert, dass den Frankfurter:innen aktive demokratische Beteiligung wichtig und die Zukunft unserer Stadt alles andere als nebensächlich ist. Dass es den Frankfurter:innen durchaus am Herzen liegt, wer unsere Stadt repräsentiert. Dass parteiübergreifend Gesprächs-, Rede- und Austauschbedarf herrscht. Dass alle das Signal vom 08. November verstanden haben. Dass der zuletzt angerichtete Schaden, insbesondere was das Image der Stadt angeht, immens ist und dass es viel aufzuräumen, zu ändern gilt. Zusammenzurücken, was getrennt wurde. Kooperieren statt Egoshooten.

So wurde sehr schnell klar, dass im kommenden Wahlkampf die richtige Person für das Amt gesucht wird und das Parteibuch ein wenig in den Hintergrund rückt. Abseits der Werbeslogans auf den Wahlplakaten zählen die Skills der Kandidat:innen.

Das Thema ist uns sehr wichtig und somit sind wir mehr als happy, Euch an den vier Sonntagen im Februar vier der aussichtsreichsten Kandidat:innen – und vor allem die Personen hinter der Kandidatur – vorzustellen.

Im entspannten 2er-Gespräch werden Fragen beantwortet. Mitten aus dem Leben, über das Leben und aus dem Herzen von Europa. Wenn Ihr schon immer einmal wissen wolltet, welcher Lieblingsverein, welche Leistungskurse, Hobbies, Angewohnheiten aber auch Verhasstes, Privates, Geheimnisse, Träume, Wünsche und Visionen Euer/Eure Kandidat:in mit ins Rennen bringt: Seid dabei!

Wir werden in der 90-minütigen Fragerunde Fragen von Frankfurter:innen stellen. Und danach? Gibt es 90 Minuten mit den Kandidat:innen. Zum lockeren Plausch. Zum Kaffee, Kuchen, Wein oder Bier.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei und wir werden das komplette Gespräch streamen und aufzeichnen. Die Highlights werden als Short Video zeitnah nach dem Abend veröffentlicht.

•••••••••••••••••••••••••

Mehr Infos auf: https://frankfurtdubistsowunderbar.de/MassifTalks

Massif Central, Eschersheimer Landstraße 28, 15:00-18:00 Uhr

Ab Sonntag, 5. Februar: Der Ferne Klang

(Martin)

Oper von Franz Schreker: Es ist eine Liebesgeschichte - und eine Liebeserklärung an die Musik…

Der Tonsetzer Fritz jagt einem geheimnisvollen »fernen Klang« nach; solange er sein Kunstideal nicht gefunden hat, fühlt er sich der Liebe zu der aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammenden Grete für unwürdig. Er verlässt sie und zieht hinaus in die Welt. Auch Grete, einen ersten Impuls zum Selbstmord überwindend, beschließt, ihre Heimat zu verlassen. Die beiden begegnen sich wieder in einem Etablissement in Venedig; doch als er erkennt, dass Grete dort zur Edelkurtisane geworden ist, verstößt Fritz sie erneut. Erst an ihrem Lebensende finden die beiden zueinander: er ein gescheiterter Opernkomponist, sie eine Straßenhure. Fritz erkennt seine Schuld – nun glaubt er, endlich den ersehnten »fernen Klang« zu hören: im Gesang der Vögel.

Franz Schrekers vor 111 Jahren mit Sensationserfolg in Frankfurt uraufgeführte Oper entfaltet in Damiano Michielettos Inszenierung ihren ganzen Reiz: Tiefenpsychologisches Kammerspiel und Genreszenen von überbordender Theatralik durchdringen sich in einer schlüssigen Konzeption, die einen Raum schafft für Schrekers suggestiven Klangrausch.

br-klassik schrieb anlässlich der Premiere: „Damiano Michieletto inszeniert die Geschichte als traumschöne Szenenfolge in einem Seniorenstift. Hier mischen sich Realität und Wahnvorstellungen auf virtuose Weise. Ein altes Paar, Steffie Sehling und Martin Georgi, doubeln die echten Fritz und Grete. Sanft bewegte Gazevorhänge trennen Szenerien und Handlungsteile auf ungemein ästhetische Weise. Zum Finale schweben unzählige Instrumente vom Bühnenhimmel herab. Damiano Michieletto merkt man die Liebe zu seinen Figuren an. Besonders erfreulich ist, dass er die Grenze zum Kitsch nie überschreitet, was bei "Der ferne Klang" leicht passieren kann. Ein intensiver, stark bejubelter Abend!

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/der-ferne-klang_2/?id_datum=3296

Ab Sonntag, 5. Februar (Wiederaufnahme), weitere Vorstellungen am Samstag, 11, Freitag, 17., Sonntag, 19. Und Freitag, 24. Februar
Oper Frankfurt

Foto: © Barbara Aumüller

Sonntag, 5. Februar: OF/ Free-Punk-Ensemble »freee!

(Andrea)

Ach, wie schön: Lutz Jahnke, ja, das ist der kleine Ausreißer, der viele Jahre einen leerstehenden Schleckermarkt am Goetheplatz mit der afip liebevoll und viel Herzblut bespielt hat, dann ein bisschen in Frankfurt rumgeturnt ist und sich jetzt mal wieder hier sehen beziehungsweise vielmehr hören lässt. Und dann gleich mit einer PREMIERE!!

Das Free-Punk-Ensemble »freee!« macht Orte durch Ad Hoc Interventionen musikalisch erfahrbar. Diesmal direkt neben der Bar des Diamant Offenbach: Museum of Urban Culture in der Fußgängerzone Frankfurterstraße Nummer 8 am Sonntag, den 05.02.2023 um 17:30 Uhr. Das Herren-Trio spielt an diesem Abend das allererste Mal in dieser Besetzung. Der Eintritt ist frei — Spenden werden ungerne abgelehnt! Francis Maheux | Kontrabass Der 1991 geborene Francis Maheux hatte zunächst bei Christian Hellwich Unterricht, bevor er 2011 sein Kontrabassstudium bei Christoph Schmidt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt aufnahm. Meisterkurse bei Jan Georg Leser, Axel Ruge, Kai von Goetze, Matthias Kuckuk, Dane Roberts, Dorin Marc und Esko Laine ergänzten seine Ausbildung. Seit November 2016 ist Francis Maheux Stipendiat des Yehudi Menuhin Live Music Now Frankfurt am Main e.V.. Orchestererfahhrung sammelt Francis Maheux seit 2013 als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie, durch Aushilfen beim Göttinger Symphonie Orchester und beim Landestehater Coburg, sowie als Akademist des Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und ab Herbst 2017 bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. https://www.kronbergacademy.de/kue.../person/francis-maheux/ Christopher Herrmann | Cello Der Ausnahmecellist Christopher Herrmann erschafft seit seinem 14. Lebensjahr auf barockem, modernem und elektrischem Cello unterschiedlichste, musikalische Landschaften. Neben Klassik und seinem Interesse an deren Moderne hat ihn die Neugier auf Musik anderer Kulturen und des Jazz dazu inspiriert, seine eigene Klangsprache zu entwickeln. Mit seinen Ensembles war er auf Tourneen u.a. in den USA, England, Rumänien, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien. Als Komponist schrieb er zwei Cellokonzerte, drei Cello Solo Suiten und Fantasien, sowie unterschiedlich besetzte Streichquartette und Quintette, Werke für größere Ensembles und Lieder. https://www.christopher-herrmann.com Lutz Jahnke | Schlachtwerk Ex-Hfgler, Designer und Trommler spielt in den unterschiedlichsten Besetzungen freie und angewandte Konzerte. 2010 gründete er das sudden orchestra und gewann damit 2019 einen Sonderpreis beim Landesorchesterwettbewerb Hessen für außergewöhnlich innovative Performance und Vielfalt. Er engagiert sich für die fim-ffm.de und ist Mitglied bei art.ist Kooperative New Jazz Wiesbaden. https://lutzjahnke.de/drums

Diamant Offenbach: Museum of Urban Culture, Frankfurterstraße Nummer 8, OF

GEHEIMTIPP IM FEBRUAR: Satellit - Café und Kunst saasfee pavillon

(Petra)

Der saasfee pavillon ist sowieso einer meiner Lieblingsorte – jetzt punktet er außerdem mit seinem noch recht neuen Satelliten, das heißt, einem wunderbarten Ort in seinem Tiefgarten, an dem es noch mal gesondert Kunst und Kaffee an den nächsten Wochenenden geben wird. Eine wunderbare Aussicht: Im Grünen und doch mitten in der Stadt, ruhig und gechillt. Wenn Ihr mal eine kurze Pause im Wochenendgewusel braucht, schaut doch mal rein – und wenn eine Ausstellung läuft, kann man die auch noch anschauen.

Satellit – Kunst und Kaffee, Ort: saasfee pavillon, Tiefgarten, Adresse: Bleichstraße 64 - 66HH, Samstag und sonntags im Februar, Öffnungszeiten: 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei

Montag, 6. Februar: Der Weg des Soldaten

(Martin)

Nach Wolfgang Herrndorf
Klassenzimmerstück ab 15 Jahren
Schauspiel Frankfurt/Box

»Der Hustensaft enthielt Codein, und wir ließen die Flasche kreisen.« Auf diese Weise gestärkt, durchlaufen der anonyme Ich-Erzähler und Franco Cosic ohne größere Schwierigkeiten die Aufnahmeprüfungen der Kunstakademie. Und obwohl der Chronist Konzeptkunst neben Gitarrenmusik und Totalitarismus zu den großen Irrtümern des zwanzigsten Jahrhunderts rechnet, muss auch er zugeben, dass Francos Werk ihn erschüttert. Zusammen mit seiner spanischen Freundin Mara kreiert Franco ein Kunstwerk, das der Spur von Gewalt in der Welt nachspürt und den Titel trägt: »Der Weg des Soldaten.«

Diese Erzählung erschien in Wolfgang Herrndorfs Sammelband »Diesseits des Van-Allen-Gürtels«. Intelligent und lustig zugleich erzählt Herrndorf darin von Freundschaft und Liebe, von Dreiecksbeziehungen und Sex, von Kunst und davon, wovon Kunst erzählen kann. Herrndorf, der unter anderem durch seinen Jugendroman »Tschick« bekannt wurde, studierte selbst Malerei an der Kunstakademie in Nürnberg. Eine genaue Beobachtungsgabe, großer Humor und sprachliches Geschick durchziehen sein gesamtes Werk. 

Die FR schrieb nach der Premiere: »Das Thema könnte nicht aktueller sein. Auch der für […] Herrndorf charakteristische, direkte, jedoch nicht grobe Erzählton, dem die Inszenierung Brüggemanns folgt […] wirkt stimmig. […] Der Inszenierung gelingt es […] mit prägnanter Sprache, stimmigen Positions- und Lichtwechseln, fluiden Erzählfiguren und mitspielender Büste – sie fliegt einmal als Beifahrer aus einem imaginierten Auto -, den Spannungsbogen zu halten, ohne zu übersteuern.«

Und auch die FAZ fand die Inszenierung gut: »[…] Eine einstündige, witzige […] Produktion, in der Alicia Bischoff und Miguel Klein Medina die Figuren der Erzählung zum Sprechen bringen, sie agieren dabei auf einer reduzierten, geteilten Bühne, mit sparsamer Requisite und vielfältigen Bild- und Soundeffekten. […] Wenn Miguel Klein Medina in die Figur des Franco schlüpft (mittels einer Perücke), spricht Alicia Bischoff den Erzähler, im nächsten Moment sprechen sie beide ihn wieder, die eine ironisch-überlegenen wie von einer Kabarettbühne herab, der andere mit mehr Körper, mehr Herz. So zerlegen sie den Text in seine Anteile von Pointe und Erkenntnis. […] .«

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2023-02/der-weg-des-soldaten/1248/

Montag, 6. Februar um 20.00h
Schauspiel Frankfurt / Box

Foto: © Felix Grünschloß

Dienstag, 07. Februar: HfMdK BandsNight!

(Uwe)

Drei Bands der HfMdK auf der Bühne der Brotfabrik

Über sich schreibt die HfMdK, die Hochschule für Musik und darstellende Kunst, in der Rubrik „Wer wir sind“: Unsere zentrale Aufgabe ist die exzellente Ausbildung unserer Studierenden. Dabei kennzeichnen die intensive persönliche künstlerische und wissenschaftliche Betreuung der Studierenden, die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die unterschiedlichsten Projekte und Kooperationen die besondere Qualität der Ausbildung an der HfMDK. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf dem zeitgenössischen Kunstschaffen.

Drei Bands der HfMdK teilen sich an diesem Abend die Bühne:
Die vierköpfige Band Neelah ist im Neo-Soul und Hip-Hop zu Hause. Songwriterin und Frontfrau Nicole Siegel ist mit ihrer einzigartigen Stimme Aushängeschild des Quartetts. Im Frühjahr 2023 soll die erste EP der Band erscheinen und auf allen Streaming Plattformen zu hören sein.

Ein wilder Stilmix – das macht den Bandsound von JLF Project sowie seine Mitglieder aus. In auskomponierten Werken, improvisierten Standards und dynamischen Arrangements treffen vom Jazz inspirierte Chord-Progressions auf lässige RnB Grooves und flotte Drum and Bass Beats.

THIRD WAVE gehören zu diesen Bands, deren Bekanntheit aktuell noch weit unter ihrem Potenzial liegt. Die 2015 gegründete Band spielt Modern Metal, ohne sich dabei an aktuelle Trends anzubiedern. Schon für ihr Debütalbum suchten sich THIRD WAVE für die Produktion professionelle Unterstützung und das Ergebnis führte zu lobenden Pressestimmen und einigen BühnenshowsIhr Zweitwerk „Metamorphosis“ zeigt in jedem Song ein dynamisch-abwechslungsreiches Wechselbad der Gefühle: Kraftvollen Parts stehen gefühlvolle Momente gegenüber.

Ein abwechslungsreicher Abend!

Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4
Einlass: 18:30 Uhr
Schüler:innen & Studierende der HfMdK zahlen gegen Vorlage ihres Hochschulausweises 5 € Eintritt an der Abendkasse.

Foto: Brotfabrik Homepage

Songs Grandchildren Should Know

(Uwe)

Es gibt ein Lied der wunderbaren Band Eels das heißt „Things Grandchildren Should Know“. In dem singt Eels Mastermind E (Mark Oliver Everett) über sich selbst und passenderweise heißt seine großartige Biografie von (eine der wenigen großartigen Biografien) genauso. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das auch „mein“ Lied sein könnte, der Text passt in weiten Teilen zu mir, insbesondere die ersten beiden Strophen, dann singt er über seinen Hund und die Gemeinsamkeiten zwischen ihm und mir enden.

Der Song eignet sich bestens, um den Namen einer Playlist davon abzuleiten. Unter „Songs Grandchildren Should Know“ habe ich in Spotify 25 Lieder zusammengefügt, die mir wichtig sind, die man aber nie im Radio hört, einem nie über Referenzen in Spotify oder woanders zugespielt werden. Die man nie bei einem Pubquiz angespielt bekommen würde, weil die Ratenden sich dann – von einzelnen Ausnahmen abgesehen - darüber ärgern würden, dass so ein melancholisches Dreckslied angespielt wird, das keiner kennt. So wie ich immer schaue, wenn ein Lied aus den 1970er Jahren angespielt wird, das ich nicht kenne, weil ich mit der Musik aus dieser Zeit absolut nix anfangen kann (so individuell ist der persönliche Geschmack).

In der Songliste findet sich der Song, der ich in 2022 mit Abstand am häufigsten spielte (Vincent von Brian Fallon) und das Lied, das ich im Augenblick mindestens einmal am Tag hören muss (Bubbles von James) um in Schwung zu bekommen. Es ist also nicht nur melancholischer Mist in der Liste. Hier ist der Link:

Spotify – ZZ Songs Grandchildren Should Know

PS einer der Sänger einer Band ist mittlerweile Bierbrauer und musiziert leider nicht mehr (siehe Hold von Lyndsay Diaries)

PS 2 für alle ohne Spotiy hier alle Songs unglaublich viele Schotten dabei:
Bubbles von James, It´ll Get You There von Rilo Kiley, Drift von Kim Janssen, Vincent von Brian Fallon, 400 Bones von Frightened Rabbit, Add Me Up von Aqualung, Emily Whyte von DMA´S, Easy To Love von Jezables, Deerheart von Blood Relatives, Will The Violins Bei Playing von Last Days Of April, I Can Feel A Hot One von Manchester Orchestra, Little Motel von Modest Mouse, Another One von Morning Show, The Violent Blue von Electric President, Nitrogen Pink von Polly Scattergood, River von There Will Be Fireworks, Hold von The Lyndsay Diaries, Guiding Light von The Veils, This Is A Fire Door Never Be Open von The Weakerthans, Plimsoll Gravity von Windmill, Universe Around You von Wrest, Break von Unwinding Hours, North von Owen

Mittwoch, 8. Februar: OF/ Mein Name ist Violeta

(Andrea)

Hand aufs Herz und ganz ehrlich: Ich in froh, schon immer eindeutig ein Gefühl für mich und mein Geschlecht gehabt zu haben. Wie kompliziert muss das Leben sein mit der Gewissheit, im falschen Körper zu leben? Oder zumindest zu hadern. Kein leichtes Thema, dass heute bei After work mit starken Frauen im Filmklubb verhandelt wird: "Endlich ihren Namen auf dem Personalausweis – das wünscht sich Violeta sehnlichst. Der spanische Dokumentarfilm „Mein Name ist Violeta“ zeigt den herausfordernden Weg eines 11-jährigen trans* Mädchens zur Selbstbestimmung und gegen Diskriminierung. Doch es gibt auch Grund zur Hoffnung: Violetas Eltern! Sie unterstützen ihre Tochter bedingungslos. Gemeinsam mit Aktivist*innen kämpfen sie in diesem inspirierenden Film für eine aufgeklärte, diverse Gesellschaft." Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barriefrei Es werden Speisen und Getränke angeboten

Mittwoch, 8. & Donnerstag, 9. Februar Trio. Fort the Beauty of It

(Martin)

La Fleur (Gintersdorfer, Ordinateur, Mugler, Martínez, Litzenberger)
Tanz

Selbstermächtigung in körperlicher Bewegung erleben – das ist der Ansatz dieses von Monika Gintersdorfer choreografierten Stücks, in dem sich drei Tänzer die Bühne teilen:

Aus der New Yorker Voguing-Szene kommend begeistert Alex Mugler, sowohl in Ballettschuhen als auch in High Heels, Pop-Größen à la Rihanna genauso wie Star-Choreograf*innen wie Boris Charmatz. 

Carlos Martínez wiederum ist in der Sonidero-Kultur Mexikos groß geworden, wo tourende Soundsysteme mit ihren DJs Tanzwütige mit den neuesten Songs bei Stange halten. 

Unter dem Namen Ordinateur bewegt der dritte Tänzer seine Füße derart präzise, dass ihm der Spitzname Magic Feet vorauseilt. CouperDécaler heißt der ursprünglich von der ivorischen Diaspora in Paris entwickelte Stil, den Ordinateur bis heute mitprägt. 

„TRIO – For the Beauty of It“ bringt drei Tänzer zusammen, die für Spielarten von schlauer und virtuoser Angeberei stehen und verlässlich das Publikum (und die Konkurrenz!) in den Quartieren der Städte dieser Welt überwältigt zurücklassen. 

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/trio/

Mittwoch, 8. Februar
Donnerstag, 9. Februar
um jeweils 19.30h
im Mousonturm – Solidarisches Preissystem

Foto: © Claudia Ndebele

Donnerstag 9. Februar: Ausstellungseröffnung Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung

(Daniela)

Hier ein Tipp meinr Freundin Natalie:

"Ich gebe zu, ich bin Fan der Kunststiftung DZ Bank und verpasse eigentlich keine Ausstellung. Umso mehr freue ich mich auf die Eröffnung am Mittwoch, 8.2. um 19 Uhr:

Der Blick in den Himmel begleitet die Kulturgeschichte der Menschheit von Anfang an. Schon in alten Hochkulturen bestimmen astronomische Beobachtungen das Verständnis von Gesetzmäßigkeiten und nahezu alle religiösen und philosophischen Systeme der letzten Jahrtausende sind durch die Annahme überirdischer Ordnungen geprägt. Seit der Astronomie als neuzeitlicher Wissenschaft und der modernen Astrophysik, bedient sich die Erforschung des Universums hoch technologisierter Untersuchungsmethoden und Bildgebungsverfahren – und entdeckt den Sternenstaub als Grundstoff unseres Planeten. In der Ausstellung »Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung« spüren wir der Faszination für das Universum nach und stellen die Frage, was uns der Blick in den Himmel über die Erde und unseren Aufenthalt auf ihr erzählen kann. Anhand künstlerischer Positionen aus der DZ BANK Kunstsammlung nähern wir uns der Vorstellung von unserem Planeten als Teil des Kosmos.

Anmeldung zur Eröffnung über die Website kunststiftungdzbank.de
Mehr Informationen

Eröffnung 8.2.,19 Uhr, Die Ausstellung dauert vom 9.2.-20.5.

Kunststiftung DZ BANK, Eingang: Cityhaus I, Friedrich-Ebert-Anlage
Die Ausstellungshalle ist von Dienstag bis Samstag jeweils von 11-19 Uhr geöffnet, Eintritt frei, barrierefrei

(c) BKH, Gutmann, The Wish (1991)

Donnerstag, 9. Februar: „Horváth, Hoppe, Hitler“ 1926 – 1938: Das Zeitalter der Masse

(Martin)

Lesung mit Peter Michalzik und Anke Sevenich
Volksbühne im Großen Hirschgraben

Was verbindet den weltberühmten Schriftsteller Ödön von Horváth, die Schauspielerin Marianne Hoppe und den Diktator Adolf Hitler? Anhand dieser drei Figuren geht Peter Michalzik dem Phänomen ihrer Zeit auf den Grund: der Ausprägung der Masse. 

Horváth versuchte die Masse in seinen Werken zu erfassen, Hoppe verzauberte sie auf der Leinwand – und beide waren ein heimliches Paar, während Hoppe mit Gustaf Gründgens verheiratet war. Auf unterschiedliche Weise waren Horváth und Hoppe wiederum fasziniert von dem Mann, der die Masse führte und verführte. 

Peter Michalzik hat Marianne Hoppe persönlich kennengelernt, Archive durchwühlt, Horváths Werke und die Reden Hitlers studiert: Sein Buch ist eine außergewöhnliche Zeitreise, ein ungewöhnliches Porträt à trois und die beeindruckende Erkundung eines Phänomens, das an Aktualität keineswegs verliert.

Lesung mit Peter Michalzik und Anke Sevenich. Mit historischem Bildmaterial und Tondokumenten.

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/horvath-hoppe-hitler-lesung-mit-peter-michalzik-und-anke-sevenich?base=aktuell

Bücher- und Signiertisch im Anschluss an die Lesung: Peter Michalzik: Horváth, Hoppe, Hitler. 1926 bis 1938 – Das Zeitalter der Masse. Berlin 2022.

Donnerstag, 9. Februar um 19.30h
Volksbühne im Großen Hirschgraben 19

Foto: © Volksbühne im Großen Hirschgraben (Homepage)

Donnerstag, 9. Februar: FFM/ Che Sudaka

(Andrea)

Arriba! Wer die heutige Band schon einmal live erlebt hat, ist sicher wieder da. Die  kolumbianisch-argentinische Band Che Sudaka bringt viel Energie und einen prägnanten Sound-Mix aus lateinamerikanischer Folklore, Ska, Reggae, Punk und elektronischen Elementen mit. "Drei Brüder, die mit ihren Stimmen, Akkordeon, akustischer Gitarre, Samplern und Drum-Maschine die Zeit anhalten. Jedes Konzert ist eine schweißtreibende Fiesta im Hier und Jetzt, ein Moment der Einheit und Gemeinsamkeit, Respekt und Liebe. Und wer ein Konzert der Band live erlebt hat, wird wieder an das Gute im Menschen glauben! Die einstmals illegalen Immigranten in den Straßen Barcelona´s wurden schon auf Festivals in sechsundvierzig Ländern eingeladen und haben mittlerweile rund anderthalbtausend Konzerte auf allen fünf Kontinenten gespielt. Ihre musikalischen Wurzeln finden die drei Südamerikaner neben ihrer eigenen cultura popular in legendären Bands wie The Clash, Mano Negra oder Los Fabulosos Cadillacs. Inhaltliche Bezugspunkte finden sich zu bekannten lateinamerikanischen Liedermachern, allen voran zu dem im Jahr 2011 ermordeten Facundo Cabral."  19 UhrNachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

Donnerstag, 9. Februar: FFM/ onehourdisco

(Andrea)

Katja hat schon geschwärmt und tatsächlich habe ich nicht übel Lust, für ein Stündchen auf den Dancefloor zu hüpfen. 1hour disco 22.00 - 23.00h, entrance 99 cent welcome to the first 1HOUR DISCO this year - featuring Bu$hi. his music is inspired by sped-up-dance combined with booming-hiphop and hard-hitting-techno. see you on the dancefloor, baby! greetings, saasfee*

Saasfee, Bleichstraße 60, Frankfurt

Bis Sonntag, 26. Februar: Im letzten Hemd / Fotokunstprojekt

(Martin)

Im Zollamtsaal zeigen 25 Menschen 25 Bilder im Gedanken an den eigenen Tod.

Die Begegnung mit der Endlichkeit lehrt: Über Limitierung erschließen sich Werte spontan. Das gilt auch für den Wert – und damit am Ende für die Qualität – des Lebens. In diesem Sinn wurden 25 Menschen jeden Alters aus allen Lebenswelten eingeladen, sich in ihrem persönlichen Letzten Hemd portraitieren zu lassen. Und sich so auf besondere Art mit der eigenen Sterblichkeit zu konfrontieren. 

Unter der Beteiligung der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung.
Fotografien von Thomas Balzer / Künstlergruppe Gotensieben: www.im-letzten-hemd.de

Offizielle Eröffnung: Mi 25.1.2023, 18 Uhr, mit David Roth und Studierenden und Dozent*innen der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung
Geige: Puschan Mousavi Malvani
Bis Sonntag, 26. Februar: Im letzten Hemd
Haus am Dom/Zollamtssaal, Domplatz 3

Foto: © Thomas Balzer

VORSCHAU
Freitag, 10. Februar: Klangphonics

(Uwe)

Ich kenne mich mit den einzelnen Musikstilen nicht wirklich aus. Gerade dann nicht, wenn die Musik sehr technisch ist. Wer ein Faible für Deep House und Melodic Techno, live umgesetzt durch die Kombination aus akustischen Instrumenten und elektronischen Elementen, sollte am 10. Februar ins Zoom gehen. KLANGPHONICS, bestehend aus Maxl Walmsley Pledl - Guitar, Synths & Production, Ben Kopfnagel - Drums & Percussion und Markus Zunic - Synths, Saxophone & Percussion, will mit seinem Konzept die Grenze zwischen DJ und Live- Band überwinden, wobei das druckvoll-schiebende Klangerlebnis und die Tanzbarkeit der Tracks dabei stets im Vordergrund stehen. Auf der Bühne werden Schlagzeug, Gitarre und vielfältige Percussion mit Synths und Sequencern vermischt, wodurch eine Performance entsteht die das Publikum sowohl auf Festivals als auch in Clubs in seinen Bann zieht. Geht um 22 Uhr los, das werde ich nicht schaffen.

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Str.
22:00H
Tickets: 21 € zzgl. Gebühren

Foto: Zoom Homepage

Samstag 11. Februar: Psychologie & Yoga

(Daniela)

Ich hätte sooo große Lust auf Theas Workshop, denn das Thema ist genau meins :-), aber ich habe wie immer keine Zeit, denn ich gehe zu Claudia Roth....

Thea schreibt: "Nach Gesprächen wird einem häufig erst später klar, wie diese
gelaufen sind. Warum sind einige Situationen total angenehm und andere wiederum lassen ein schales Gefühl zurück?

Im Workshop Dominanz in Gesprächs-Situationen erkennen & lenken durch Erkenntnis, Yoga & Meditation wird erst Yoga praktiziert, dann kurz & knackig unterschiedliche Konzepte zu dominierendem Gesprächs-Verhalten verständlich vorgestellt, um direkt praktisch identifiziert und verändert werden zu können.

Ziel ist es seine eigenen Mechanismen und die eigene Psyche samt den Dynamiken in Gesprächs- oder gar Streitsituationen besser zu verstehen und zu beeinflussen.

Wann: Samstag, 11. Februar 2023 von 14:00 - 17:00 Uhr
Wo: Shiva Yoga, Egenolfstrasse 13, Hinterhaus, 60316 FfM
Wieviel: 60,- Euro
Bei Interesse gerne per Mail anmelden: info@theanimmermann.de

Samstag, 11. Februar: OF/ Die Plastiksparakademie

(Andrea)

Nichts Neues unter der Sonne: Der Coffee-to-go, die verpackten Tomaten, der Joghurtbecher. Wir produzieren täglich einen unglaublichen Müll, verbrauchen Ressourcen und belasten unserere Umwelt. Wissen tun wir das schon lange, aber im Alltag siegt dann doch oft die Bequemlichkeit. Ein Besuch in der "Plastikspar-Akademie" kann da helfen: "Ab Januar zeigt die Verbraucherzentrale Hessen in der Wetter- und Klima-Werkstatt wie jede und jeder Plastik im Alltag reduzieren und vermeiden kann. Im Workshop „Werde Klamotten-Profi“ setzen sich die Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Umweltauswirkungen von Baumwolle, Viskose und Polyester auseinander und lernen, wie beim Waschen von imprägnierter und Synthetik-Kleidung Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Wie kann man Mikroplastik in der Kleidung reduzieren und woran nachhaltigere Mode erkennen? Die Workshops sind für junge Menschen ab der 9. Klasse geeignet. Um Anmeldung per E-Mail an info@wetterwerkstatt.de wird gebeten. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei.

Wetter- und Klima-Werkstatt, Frankfurter Straße 39 / Rathaus Plaza, Offenbach

Samstag, 11. Februar: OF/ Spock Poetry

(Andrea)

Da hilft nur Antimaterie! Wegen Krankheit im Dezember verschoben möchte ich heute unbedingt in den Filmklubb! Spock Poetry Filmsynchro mit dem unglaublichen Leinwand-Lyiker Ralph Turnheim ist sicher ein Riesenspaß: "Direkt neben der Leinwand wird er eine berühmte Episode der legendären Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" neu synchronisieren. Kirk & Co erklingen so poetisch, wie es kein Zuschauer je gehört hat. Die Originalfassung der Star-Trek-Folge "Amok Time" (1967) war dem ZDF damals zu heiß. In der deutschen Synchronisation leidet Logiker Spock an "Weltraumfieber". Doch dank der Wiener Leinwand-Lyrik nimmt er sich kein Blatt vor dem Mund: "Es bricht die Maske unserer Vernunft. / Es ist Pon Farr. Die Zeit der Brunft." Spoiler: Die Folge ist jugendfrei ... Schafft es Ralph Turnheim wirklich, alle Figuren alleine live zu synchronisieren - mit Reimen? Diese Frage ist mindestens so spannend wie das klassische Fernsehabenteuer des Raumschiffs Enterprise selbst.Projiziert mit echtem Filmmaterial aus den 1960ern! Trailer: youtu.be/_8L5xIuYevk Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr Karten € 25.00, Reservierung unter nic@filmklubb.de

Filmklubb Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Sonntag, 12. und Sonntag, 26. Februar Hirngespinste // Pipedreams

(Martin)

Uwe Dierksen
Uraufführung > Ein inszeniertes Konzert zwischen Stillstand und Raserei

Ein Freund war in der Premiere und war ganz begeistert von der Musik und von Uwe Dierksen. Ich erinnere mich an legendäre Tom-Waits-Abende in der Panoramabar mit Franziska Junge, sensationell, diese Stimme! 

Überschrieben ist der Abend mit: „Ein furchtloser Blick auf die Welt aus der Perspektive eines Ausnahmezustandes.“ Die Kompositionen von Uwe Dierksen erzählen Geschichten. Es sind zutiefst menschliche Geschichten von skurriler Situationskomik und philosophischer Gelassenheit, von Schock und Verlust.  

Philosophische Betrachtungsweisen (Michael Krüger: „wie spürt man die Zeit?“) werden kontrastiert durch Soundtracks aus MRT-Geräuschen, Krankenwagen Sirenen, Fahrstuhltüren, etc., Krankenhaus-typische Geräusche, die durch die Nachricht eines schockierenden Befundes zu einem subjektiv überhöht empfundenen Alptraum werden.

Musik und Text oszillieren zwischen Tunnelblick und Weitblick, zwischen Sarkasmus und abgeklärter (Un)ruhe, und evozieren, wie im Fieberwahn und fernab jeglicher Betroffenheit, immer neue Klang-Landschaften.

Ein spezieller kompositorischer Fokus liegt auf der gesanglichen Qualität der Posaune. Im Zusammenklang mit der menschlichen Stimme durchmischen sich beide, je nach Obertonlage unterschiedlich, und entwerfen immer neue Klangspektren. Grotesk wird es, wenn etwa Herr H., in seinem Ausnahmezustand, unbedingt alle Heizungen entlüften möchte, dabei aber nicht (mehr) zwischen Heizung und Feuerlöscher unterscheiden kann und auch nicht zwischen Abendbrot und Medikamentenwagen. Oder wenn ein Popsong von einer Frau erzählt, der im Nebelrausch der Beruhigungstabletten ihr ungeliebter Ehemann im Traum erscheint, begleitet von einem Engelschor aus Schwestern und Ärzten…

„Herr im Haus“ zu bleiben (Wolfgang Herrndorf) ist im Angesicht einer Ausnahmesituation oberste Devise, nicht die Kontrolle verlieren und schon gar nicht die Souveränität.

Mit Uwe Dierksen (Posaune, Leitung), Franziska Junge (Gesang), Lou Dierksen (Trompete, E-Gitarre), Steffen Ahrens (Gitarre, E-Gitarre), Pierre Decker (Kontrabass, E-Bass), Vitalii Kyianytsia (Klavier), David Haller (Schlagzeug).

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/hirngespinste-pipedreams?base=aktuell

Sonntag, 12. und Sonntag, 26. Februar um jeweils 17.00h
Volksbühne im Großen Hirschgraben 19

Foto: © Volksbühne im Großen Hirschgraben (Homepage)

Montag, 13. Februar: OF/ Das Brautkleid

(Andrea)

Klingt nach einem unterhaltsamen Theaterabend und vielleicht gehen wir spontan noch hin:"Schon in der Hochzeitsnacht gibt es den ersten Ehekrach. Anlass ist Julis Brautkleid. Es aus sentimentalen Gründen ein Leben lang zu behalten, ist in den Augen des frischgebackenen Ehemanns die reinste Verschwendung. Unter starkem Einfluss von Alkohol stellt Philipp, anstatt die Hochzeitsnacht zu genießen, das sündteure Lafarge zum Wiederverkauf ins Netz. Leider unterlaufen ihm dabei einige Pannen. Am nächsten Morgen hat das Kleid eine neue Besitzerin. Um nur einen Euro hat Elke das Lafarge erstanden. Juli will es um alles in der Welt zurück. Und Philipp will sein Unrecht wiedergutmachen. Ihre Wege kreuzen sich, und für das Brautkleid ist es der Anfang einer abenteuerlichen Odysseé. Stefan Vögels Spitzenkomödie für vier Personen über ein spitzenbesetztes Brautkleid! Kann es noch Glück bringen? Und wem?" (Quelle https://www.theatertexte.de/nav/2/werk?verlag_id=thomas_sessler_verlag_wien&wid=o_1119564671 ) Am Montag, 13. Februar, in einer Spitzenbesetzung: Jan Sosniok, der bereits in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Das Traumschiff“ und „Ein Fall für Zwei“ gefeierte Rollen spielte, räumt diese Beziehungskiste auf. Turbulent, witzig und wie aus dem richtigen Leben!19.30 Uhr

Capitol Theater, Goethestraße, Offenbach

Foto: Alvise Predieri

Dienstag, 14. Februar: Girls in Synthesis

(Uwe)

Unten steht, dass man sich Karten im VVK sichern sollte, weil das Ono2 so klein ist. Dabei ist das Ono 2 laut eigener Website „... etwa doppelt so groß wie das alte ono.“ Ist ja auch egal, wichtig ist nicht die Größe, sondern die Qualität des Programms. Am 14. Februar hat das Ono2 einiges zu bieten: Die experimentelle Post-Punk-Band Girls In Synthesis wurde schon treffend mit »eher eine Terrorzelle als eine Rockgruppe« beschrieben. Textlich befassen sich Girls In Synthesis mit den Erfahrungen der Arbeiterklasse in Bezug auf fragile geistige Gesundheit, soziale Unbeweglichkeit, Gefühle der Machtlosigkeit, Unsicherheit, Angst und die zersetzenden Auswirkungen einer feindseligen Gesellschaft.

Musikalisch liefert das Trio harten noisigen Postpunk mit viel Feedback und aggressiver Elektronika. Als ob Mark E. Smith seine Hand in den Fleischwolf steckt, während eine Drum Machine läuft. Mit ihrem zweiten Album »The Rest Is Distraction« kommen sie nun zum ersten Mal nach Frankfurt. Die Mischung aus gebrochenen Gitarren, krachendem Schlagzeug und Bass, intensivem Gesang und lyrischem Inhalt ist eine der anspruchsvollsten Platten die man dieses Jahr hören wird. Mit ihren Live-Shows voller Intensität und Vitalität, die gleichermaßen erstaunen und fesseln sind die Girls In Synthesis eine der neuen angesagten Bands aus dem britischen DIY Underground.

Frankfurt, ONO2 (Das ONO2 befindet sich im Parkhaus Walter-Kolb-Str.16 in Sachsenhausen)
VVK 15 Euro (Das ONO2 ist klein (aber sehr fein), daher besser den VVK nutzen), AK 20 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Foto: Frank Dietrich Booking Homepage

Dienstag, 14. Februar: FFM/ Zebrahead

(Andrea)

Heute ist Valentinstag und da ist Punk genau das Richtige! "Seit einem Vierteljahrhundert schreiben Zebrahead unermüdlich an ihrer Bandgeschichte. Mit jedem der bisher geschriebenen Kapitel übernahm die Band aus Orange County ein bisschen mehr die Führung in der amerikanischen Punk-Rock-Szene und katapultierte sich an die Spitze der internationalen Charts. Nun schlagen Zebrahead eine neue Seite auf, um ein weiteres spannendes Kapitel zu beginnen. Seit geraumer Zeit verstärkt Adrian Estrella die Kombo und die Band gibt nochmal mehr Gas. Zebrahead lassen Genregrenzen verschmelzen und haben über die Jahre hinweg ihren ganz eigenen Sound mit viel Wiedererkennungswert aus melodiös kraftvollem Pop-Punk und Rap-Passagen geschaffen. Einlass 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Donnerstag, 16. Februar: Ben (L´Oncle Soul)

(Uwe)

Benjamin Duterde, geboren im französischen Tours, kommt ins Zoom und ihr solltet das Konzert besuchen. Warum? Weil der Soulsänger und Songwriter tolle Lieder, eine gute Stimme und eine gute Band mitbringt. Ich höre mich gerade durch sein 2020 erschienenes Album Addicted To You. Super. Hier nun der offizielle Pressetext: „Ten years ago, the first album of Ben L'Oncle Soul was released. It revealed the soulful attitude of this extraordinary singer who came out of nowhere - or, more precisely, from the Beaux-Arts in Tours. Since then, his golden voice has carried hundreds of concert halls in France and around the world ….". Ich bin an dem Abend bei einem Pubquiz im Irish Pub in Bornheim sonst würde ich in jedem Fall in die Carl-Benz-Straße fahren.

Zoom, F., Carl-Benz-Str. 21
20:00H
TICKETS: VVK 28€ zzgl. Gebühren

Foto: Homepage Zoom

Freitag, 17. Februar: Of/ Freitagsfasching

(Andrea)

Mit Fasching tun sich viele hier schwer und es ist ja auch was dran. Wer einmal in Köln oder Düsseldorf war, weiß, was uns hier fehlt. Aber tatsächlich ist der Freitagsfasching in der Stadthalle in vielem nah dran und noch dazu eine nette Party: "Auf der Bühne sorgen die Jungs von Helium 6 mit den besten Rock- & Pop-Songs der 80er, 90er, 00er und von heute für Stimmung, im Anschluss wird das Tanzbein zu den Beats des Caroli DJ Team aus der Batschkapp geschwungen. Der Abend wird moderiert von HIT Radio FFH-Queen Evren Gezer." Neulich hatte ich die Kostümkiste wieder in der Hand, unentschlossen, ob und was ich jetzt damit anstelle. Jetzt weiß ich es wieder und schmeiße mich in Schale. Ab 20 Uhr. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Tickets gibt es im OF-Infocenter, Salzgässchen 1, Tel. 069 – 84 000 41 70, bundesweit bei über 3.000 Reservix-Vorverkaufsstellen und über die Ticketportale

Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach

Dienstag, 21. Februar: DON BROCO & SLEEPING WITH SIRENS

(Uwe)

Eine englische Rockband geht zusammen mit einer Hardcore-Band aus Amerika auf Tour. In Deutschland beginnen sie im Frankfurter Zoom, danach geht es weiter nach Hamburg, Berlin, München und Köln. Sleeping With Sirens bringen ihr neues Album „Complete Collapse“ mit, das letzte von Don Broco erschien 2021 und heißt „Amazing Things“. Rock und Hardcore kann ich gut hören. Über Don Broco, deren Sänger wegen seiner Locken etwas aussieht, als wäre er eine jüngere Mischung aus dem österreichischen Fußballer Toni Polster und Flippers-Sänger Olaf Malolepski, wird geschrieben: „ Always unique, and forever pushing boundaries, Don Broco are never ones to follow the trend and the new album Amazing Things is very aptly named. It’s yet another genre-bending masterpiece with electro, rock, pop, metal and more all wrapped up in their own unique blend, bringing to mind the likes of Deftones, Beastie Boys, Linkin Park and Limp Bizkit amongst others..."

Über Sleeping with Sirens, meistgespieltes Lied auf Spotify „If You  Can´t Hang“ (137.539.679 Abrufe) das Folgende: „With each release, the band continue to hone their mix of unflinchingly honest lyricism, unforgettable riffs, and pulse-pounding percussion while boldly exploring new creative frontiers."

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
20:00H
TICKETS: VVK 30€ zzgl. Gebühren

Foto: Zoom Homepage

Donnerstag, 23. Februar: Brandt Brauer Frick Multi Faith Prayer Room – Tour 2023

(Martin)

Konzert

Brandt Brauer Frick erinnern an so ziemlich alle schweißtreibenden, körperschüttelnden, bodenfüllenden Musikstile – etwa 13 Jahre nach ihrer Entwicklung zwischen treibender Dance-Seligkeit und ausgewachsener Orchestererfahrung sind sie nun wieder da, wo alles begann: beim RAVE. 

Handgemachte und knallharte Body Music. 

Tanzmusik wollten sie als Gruppe schon von Anfang an machen und obwohl sie aus unterschiedlichen Bereichen kamen, war der Schnittpunkt von Electronic, Dance, Minimal und Techno, an dem sie ankamen, genau das Richtige. Sie gründeten ihr Live-Trio und BBFs handgemachter, unwiderstehlicher Dancefloor-ready-Sound brachte die Leute in kürzester Zeit rund um den Globus zum Toben.

Hier gibt’s ein Video: https://youtu.be/c_hh6V_r6Mo
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/brandt-brauer-frick-2023/

Donnerstag, 23. Februar um 20.00h: Brandt Brauer Frick
Mousonturm

Foto: © Antonio Pedro & Megan Courtis

Donnerstag, 23. Februar und Sonntag, 5. März: Solastalgia

(Martin)

von Thomas Köck
Uraufführung im Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt

Dieser Abend ist eine Sensation – Theater – aber ein bisschen auch Sprechoper. Um was es geht, ist gar nicht so einfach zu sagen; doch ist allein das Spiel der Schauspielerinnen so grandios, dass die Freude kaum zum Aushalten ist. 

Hier einige Kritiken:
»Zum Jauchzen schön: ein allein mit lateinischen Pflanzennamen bestrittenes Sprech- und Singduett von Lindner und Meded. Eine Weltneuheit, die mit lebenden Pilzlandschaften im Stil eines Hörsaals gefertigte Öko-Bühne. Ganz unbedingt und very very empfohlen, weil, weil, weil - ach, –lasst es euch sagen und zeigen.«
Strandgut, Oktober 2022

 »Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor, monologisieren, werfen sich die Worte und Sätze zu. Das geschieht in einem hohen Tempo, intensiv, scharf und total durchrhythmisiert, der stramm organisierten Welt entsprechend, von der der Text berichtet. Wehe der, die die da nicht mithält, aber den Schauspielerinnen gelingt es mit Bravour, und wenn sie nicht doch einmal stolpern würden, müssten sie Roboter sein.«
Frankfurter Rundschau, 26. September 2022

»Der Dramatiker Köck inszeniert selbst, mit einer Sorgfalt, die bis zu dem von einem Pilzmyzel hergestellten Bühnenbild und den sprechenden Kostümen aus Plastikmüll und Neopren den Mythos eines deutschen Waldes, Turbokapitalismus und das buchstäbliche Burnout eines Vaters, scheinbar Disparates, ebenso desolat wie schlüssig zusammenbringt, als ununterbrochenes „weil“. Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor grandios präzise, spielen wundervoll in ständigen Stimmungswechseln von trockenem Witz bis Abgrund.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. September 2022

Hingehen!!!

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/solastalgia/1285/

Donnerstag, 23. Februar um 20.0h und
Sonntag, 5. März um 18.00h
Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt

Foto: © Robert Schittko

Freitag, 24. Februar: Kraan

(Uwe)

Als ich mit meinem guten Freund Guido früher immer über Plattenbörsen zog, um günstige oder seltene CDs zu kaufen, bewegten wir uns als Fans klassischer Pop- und Rockmusik immer zwischen Musiknerds (ist absolut nicht negativ gemeint, weil wir eigentlich eher zu Plattenbörsen gingen, um denen respektvoll und interessiert zu folgen als günstige oder seltene CDs zu kaufen). Die Sammler unterhielten sich mit Vinyl-Verkäufern mit bewundernswerter Hingabe über Platten, die teilweise älter waren als wir. Unter anderem über Krautrock und dann fiel immer schnell der Name der 1970 gegründeten Band Kraan.

Über die schreibt der Veranstalter: „Kraan gehören sicherlich zu den besten deutschen Rockbands und verschrieben sich von Beginn ihrer Karriere an einer spannenden Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen. Aktuell besteht Kraan aus dem Trio Hattler/Wolbrandt/Wolbrandt das live vom Keyboarder Martin Kasper unterstützt wird. 2020 erschien nach zehn Jahren endlich wieder ein neues Album. Mit "Sandglas" ist damit ein weiteres Album von unfassbar hoher Qualität entstanden, voller Spielfreude, lässig wie selbstbewusst und souverän - innovativ, mit Psychedelic- und Funk- Elementen angereichert. Ein komplett zeitlos anmutender Mix aus Rock und Jazz.“

Das Rind
Rüsselsheim, Mainstr. 11
VVK 30 Euro zzgl. Gebühren, AK 35 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Foto: Homepage Frank Dietrich

Freitag, 24. Februar: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Nach den Romanen von Édouard Louis

Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis.
Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat.
Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy/kartenbestellung-12jan

20.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23

Foto: © Moritz Buch

Samstag, 25. Februar: Bernd Begemann

(Uwe)

Im Vergleich zu vielen Sängerinnen, Sänger, Bands oder Projekten, deren Konzerte ich hier ankündige, kenne ich Bernd Begemann tatsächlich schon einige Jahre selbst und höre ihn gerne. Zuerst sah ich ihn vor über zwanzig Jahren in einer kleinen Darmstädter Location, dem Kesselhaus, die es mittlerweile schon garnicht mehr gibt. Über den „Der Lieblings-Barden der deutschen Pop-Intelligenz" (Spiegel Online) gibt es viele wohlwollende Kritiken „Diese locker um den kleinen Finger gewickelte Popmusik beherrscht sonst kaum jemand in Deutschland“ (Musikexpress), viele deutschsprachige Künstler feiern ihn: „Alles zwischen Liebe und Krieg nimmt Begemann wahr und schreibt darüber seine Lieder. Solange dieser Mann singt und auftritt, ist die Welt noch nicht im Geringsten verloren“ (Thees Uhlmann). Hingehen und Tickets im Vorverkauf sichern.

ONO2
(ONO2 befindet sich im Parkhaus Walter-Kolb-Str.16 in Sachsenhausen)
VVK 17 Euro, AK 22 Euro
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Das ONO2 ist klein (aber sehr fein), daher besser den VVK nutzen.

Foto: Frank Dietrich Homepage

Sonntag, 26. Februar: OF/ CCL-Sounds of Fame

(Andrea)

Mit dem Capitol-Theater haben wir ein wundervolles Haus in Offenbach. Die ehemalige Synagoge war Lichtspielhaus, zwischendurch Ruine und lost space, dann Tommy-Theater und ist seit etlichen Jahren Theater, Konzert- und Stammhaus des Capitol Symphonie Orchesters, das mit der Capitol Classic Lounge schon lange erfolgreich ist. Die CCL ist eine exquisite Reihe mit anspruchsvoller Klassik im lockeren Gewand. Heute widmet sie sich den Sounds of Fame. „Ich hatte immer angenommen, dass all diese amüsanten Bemerkungen, die sie angeblich der Presse gegenüber gemacht hatte, vermutlich von ihrem Agenten vor- bereitet und inszeniert waren, aber so war es nicht. Sie war eine sehr kluge Person, ein instinktiver Typ.“ Der Star-Fotograf Elliott Ewitt, heute 94 Jahre alt, erinnert sich an die Hollywood-Ikone Marilyn Monroe. Sie selbst war allerdings oft enttäuscht von ihren Kolleginnen: „Ich dachte immer, Filmstars wären talentierte und aufregen- de Leute, voll besonderer Persönlichkeit. Wenn ich aber welche bei einer Party tref-fe, dann merke ich normalerweise, dass er oder sie farblos und sogar ängstlich ist. Ich bin bei Partys oft stundenlang still herum- gestanden und habe meinen Filmidolen dabei zugehört, wie sie zu langweiligen und kleinen Menschen wurden.“
In ‚Sound of Fame‘ – unserem klingenden Gegenstück zum weltberühmten ‚Walk of Fame‘– portraitiert die CapitolClassic Lounge Menschen und Künstler*innen. Das passiert zum einen durch deren Werke, zum anderen durch Portraits in Musik ü b e r Menschen. Wir spüren bei ‚Sound of Fame‘ in Musik und Biografie nach, wer hinter all diesen Klängen steht. Für 2023 haben wir uns drei Künstler- persönlichkeiten vorgenommen: Marilyn Monroe, Irving Berlin und Phil Collins – drei Künstler*innen, die Kulturgeschichte geschrieben haben. Sie prägen teils als Person, teils in ihrem Schaffen zeitlos und international die Idee, die die Menschheit von ihrem Genre hat.Ein Stück steht heute noch offen: Das wird von einer aktuellen Persönlichkeit besetzt werden, von der auch wir im Moment noch nicht wissen, wer es sein wird. Die Welt dreht sich schließlich weiter bis dahin – und wir sind wie Sie gespannt, wessen Portrait wir dann an dieser Stelle hören dürfen. Wayne Marshall tritt in diesem Konzert nachdem„SkyfallConcerto“gleichzeitig als Solist und Dirigent auf. 17 Uhr.

Capitol Theater, Goethestraße, Offenbach

FOTO CSO von Jessica Schäfer


LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Bis 28 Februar: Sonderverkauf Höchster Porzellan-Manufaktur

(Petra)

Seit Anfang 2023 führt die Hochschule für Gestaltung Offenbach den Betrieb der Höchster Porzellan-Manufaktur, der zweitältesten Porzellanmanufaktur Deutschlands, mit neuem Konzept weiter und will das handwerkliche und künstlerische Knowhow für Forschung und Lehre nutzen. Finde ich superklasse – gerade nach dem Hin-und-her der letzten Jahre – und freue mich jetzt schon darauf, was dort tolles Neues entstehen wird. Erst mal könnt Ihr noch bis Ende Februar noch ein Lieblingsstück aus den Altbeständen in Höchst erbeuten.

Höchster Porzellan-Manufaktur – Sonderverkauf, Ort: Höchster Porzellan-Manufaktur, Adresse: Palleskestr. 32, Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 – 16 Uhr, diesen Samstag 10 - 14 Uhr, NUR BARZAHLUNG MÖGLICH, gerne auch Verpackungsmaterial mitbringen, Eintritt: frei

Bis Sonntag, 12. Februar: UNHEIMLICH FANTASTISCH – E.T.A. HOFFMANN 2022

(Martin)

Ausstellung im Deutschen Romantik-Museum

E.T.A. Hoffmann (1776-1822) war ein Allround-Talent und Universal-Künstler: Er wirkte nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Musiker, Musikkritiker und Komponist sowie als Zeichner und Karikaturist. Sein Werk zeigt überdies, dass er sich intensiv mit den Wissenschaften seiner Zeit auseinandergesetzt hat. 

Daneben war Hoffmann als Jurist und Richter mit aktuellen politischen Fragen beschäftigt. Sämtliche Aspekte seiner Tätigkeit und wichtige Facetten seines Wirkens werden in der partizipativen und intermedialen Ausstellung thematisiert. Gegenwartskünstlerische Installationen schlagen einen Bogen in unsere Zeit und rücken originale Handschriften, Bücher, Zeichnungen und Objekte in neue und überraschende Zusammenhänge.

https://freies-deutsches-hochstift.de/besuch/ausstellungen/-/unheimlich-fantastisch-e-t-a-hoffmann-2022/971

Zur Ausstellung gibt es eine APP: Virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt

Der Schauplatz von E.T.A. Hoffmanns Märchen-Roman ‚Meister Floh‘ (1822) ist Frankfurt am Main. Das Geschehen spielt sich dabei in einem Radius von weniger als 500 Metern Distanz ab. Im Text erwähnt werden nicht nur Straßen (Kalbächer Gasse) und Plätze (Roßmarkt), sondern auch einzelne Gebäude (Börse, Gefängnis, Weidenhof, Weißer Schwan etc.). 

Die erzählte Topographie ist so konkret, dass man die Wege der Hauptfigur Peregrinus Tyß auch im heutigen Frankfurt noch nachverfolgen kann. Die App lädt zu einem Spaziergang ein und zeigt an ausgewählten Standorten, wie die Stadt zur Zeit von ‚Meister Floh‘ ausgesehen hat. Mit Hilfe einer GPS-gestützten Augmented Reality-Anwendung kann man eine virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt unternehmen und sich in die vom Autor erfundene Welt seines Textes entführen lassen.

https://virtuelle-zeitreise.freies-deutsches-hochstift.de/#/de

Und außerdem gibt es kostenlos Kurzführungen durch den Stadtraum: Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt. Die vom Freien Deutschen Hochstift entwickelte Augmented Reality Anwendung ‚Virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt‘ macht Literatur räumlich erlebbar. Als Einführung in die Anwendung bietet die Führung im Stadtraum die Möglichkeit, die Schauplätze von E.T.A. Hoffmanns Märchen ‚Meister Floh‘ zu entdecken und mehr über den Roman zu erfahren. Für 45 Minuten führt der Rundgang dabei vom Rossmarkt über die Zeil bis zum Liebfrauenberg.

Teilnahme kostenlos. Ohne Anmeldung. Begrenzte Teilnehmerzahl. Plätze nach Verfügbarkeit

Termine: (Do), 25.01. (Mi), 26.01. (Do), 01.02. (Mi), 02.02. (Do), 04.02. (Sa), 08.02. (Mi), 09.02. (Do), 11.02. (Sa), jeweils 15 Uhr

Ausstellung im Deutschen Romantik-Museum, Großer Hirschgraben 21

Foto: © Homepage Deutsches Romantik-Museum

Noch bis Sonntag, 12. Februar: Amna Elhassan in der Schirn-Rotunde

(Petra)

Ich liebe die Rotunde: diesen wunderbaren (öffentlichen) Raum für Kunst im Großformat. Aktuell solltet Ihr mal vorbeischauen: Mit ihren Gemäl­den und Drucken porträ­tiert die Künst­le­rin Amna Elhas­san die sozio-poli­ti­schen Verän­de­run­gen und den kultu­rel­len Wider­stand im Sudan mit beson­de­rem Augen­merk auf den Frauen in ihrem Land. In der öffent­lich zugäng­li­chen Rotunde präsen­tiert die Schirn die erste groß­for­ma­tige Wand­ma­le­rei "December" (2022) der Künst­le­rin, die sie spezi­fisch für den Raum konzi­piert und reali­siert hat. In dem groß­for­ma­ti­gen Panora­ma­ge­mälde verar­bei­tet Elhas­san die Zerschla­gung der Demo­kra­tie­be­we­gung im Sudan und nimmt Bezug auf das Massa­ker von Khar­tum am 3. Juni 2019. Mit diesem been­de­ten Regie­rungs­trup­pen gewalt­sam die fried­li­che Dezem­ber-Revo­lu­tion, die mit landes­wei­ten Protes­ten und einer drei­mo­na­ti­gen Beset­zung des Plat­zes vor dem Mili­tär­haupt­quar­tier in Khar­tum zum Sturz der 30-jähri­gen Dikta­tur des ehema­li­gen Präsi­den­ten Omer Al-Bashir geführt hatte. Zudem zeigt Elhas­san im inne­ren Rotun­den-Umgang im ersten Ober­ge­schoss 23 Gemälde und Drucke, die seit 2019 entstan­den sind, einige davon eigens für die Ausstel­lung. Die Arbeit der Künst­le­rin hat mit der suda­ne­si­schen Revo­lu­tion 2018/2019 eine nach­hal­tige Wendung erfah­ren. Das zentrale Thema ihrer Werk­aus­wahl für die Schirn ist der Status der Frauen im Sudan sowie die Wahr­neh­mung ihrer Körper durch die Gesell­schaft. Eine Auswahl von Alltags­sze­nen sowie Porträts suda­ne­si­scher Frauen, deren Stärke und Wider­stands­fä­hig­keit im poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Umbruch die Künst­le­rin mit ihrer Arbeit zele­briert, wird gezeigt. Charak­te­ris­tisch für Elhass­ans Malweise sind das Expe­ri­men­tie­ren mit unter­schied­li­chen Tech­ni­ken, darun­ter analoge und digi­tale Zeichen­tech­ni­ken, Öl-, Acryl- und Sprüh­far­ben, sowie das Arbei­ten in Schich­ten auf Lein­wand und Papier. Elhas­san erwei­tert in der Schirn den Bild­raum der Gemälde über die Lein­wand hinaus und schreibt die Werke damit in den Ausstel­lungs­raum ein.

Foto: Norbert Miguletz, Amna Elhassan. Decon­struc­ted Bodies – In Search of Home, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2022

Amna Elhassan – Wandgemälde „December“ und Ausstellung im inneren Rotundenumgang 1. OG, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Römerberg,  Öffnungszeiten: 24/7 Rotunde, Dienstag, Freitag bis Sonntag 10 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr, Eintritt zu dieser Ausstellung: frei

Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)

Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.

Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt:  8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Bis Sonntag, 15. Januar 2023: Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand DAM

(Petra)

Umbauen, Anbauen, Weiterbauen – der Gebäudebestand bietet zahlreiche Möglichkeiten ihn fortzuschreiben. Auch das Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Schaumainkai in Frankfurt wird seit Oktober 2021 umgebaut und saniert. „Bauen mit Bestand“ ist auch eine Kategorie von Nachhaltigkeit – das zeigt die jetzt eröffnete Ausstellung im temporären DAM-Exil im Ostend. Anhand von sechs Themenbereichen werden sehr sehenswerte zeitgenössische internationale Beispiele kluger und kreativer Strategien im Umgang mit bestehender Architektur präsentiert. Expertinnen und Experten geben Einblicke in vielfältige Aspekte, die das Bauen mit dem Bestand sowohl im urbanen als auch im ländlichen Kontext beeinflussen. Eine ausgewählte Bestandsaufnahme Frankfurter Bauwerke eröffnet zudem Perspektiven und Fragestellungen unter Einbezug von Nutzer*innen und Bewohner*innen. Damit wird ein umfangreicher Pool an Nutzungen, Transformationen und Revitalisierungen präsentiert.

Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand, Ausstellung, Kurator*innen: Jonas Malzahn, Mathias Schnell und Katharina Boettger, Ort: DAM im Danzig am Platz, Adresse: Henschelstraße 18, bis 15.01.2023,
Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 12 - 18 Uhr,
Mi. 12 - 19 Uhr,

Sa.+ So. 11 - 18 Uhr,
Mo. Geschlossen,
Eintritt: 5 (3) Euro, weitere Infos hier

Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)

Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick. 

Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro


Powered by TYPO3 and direct_mail, supported by jweiland.net.

Du erhältst diesen regelmäßigen Newsletter, da Du Danielas Ausgehtipps abonniert hast.
Wenn Du diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchtest, kannst Du Dich hier abmelden.