08.12.2023
Weihnachts Spezial
Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Die vergangenen Jahre gab es immer eine Weihnachtsspezialausgabe. Dieses Jahr haben wir das nicht geschafft, ABER wir haben Euch dafür in die heutige Ausgabe schon ganz, ganz viele Geschenk-Ideen eingepackt.

Ihr findet Buchempfehlungen und dazu passend unsere Lieblingsbuchgeschäfte, aber auch andere kleine Inhaber:innengeführte Geschäfte in Frankfurt & Offenbach stellen wir Euch vor.

Wenn ihr aber lieber gemeinsame Zeit verschenken wollt, dann findet ihr auch ein paar Anregungen für Kulturevents/Gutscheine. Oder ihr verschenkt Mitgliedschaften in tollen Vereinen, oder eine Tierpatenschaft….auch da haben wir ein paar Anregungen

Dafür, dass wir das alle „mal so schnell nebenbei“ gemacht haben, ist ganz schön viel zusammengekommen.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Stöbern.

Lebt wild!

Daniela

P.S. Vielen Dank an das ganze Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel.

UMFRAGE BITTE MITMACHEN

Wir würden einfach nur gerne wissen, was Euch an den Ausgehtipps gefällt und was wir besser machen können.

Dauert nur 3 Minuten... LOS GEHT'S!

Ausgehtipps Leser:innen Umfrage

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 18 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an daniela@cappelluti.net

2 x 2for1 Tickets für Frankfurt Pentagonium am 13.12. Gewinnfrage: Welche Offenbacher Kulturveranstalterin hat diese Woche den Kulturpreis gewonnen?

ZU GEWINNEN

Rückmeldung bitte an: daniela@cappelluti.net

2 x 2 Karten für Musiksneak meets Bandpool am 16.12. im Club der Jarhunderthalle. Gewinnfrage: Welcher Künstler verlost im Superladen in Offenbach ein Bild? (Foto Lukas Körner)

ZU GEWINNEN

Antwort bitte an schwoebke@aol.com

je 2 x 2 Gästelistenplätze für die folgenden Konzerte im ZOOM:

  • THE TIGER LILLIES - A Christmas Carol am 11.12.
  • GORAN BREGOVIC am 13.12.
  • SARAH LESCH am 14.12.

Gewinnfrage: Was ist, Uwes Meinung nach, das größte Highlight in der Doku, die er in den heutigen Ausgehtipps empfiehlt? (Bitte unbedingt dazu schreiben, zu welchem Konzert ihr wollt! Und Uwe freut sich über GANZE Sätze :-))

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea).

1 x 2 Karten für das Konzert von Feine Sahne Fischfilet am Donnerstag, 13. Dezember, in der Stadthalle Offenbach. Die Gewinnfrage lautet: Welcher tolle Ort ist Kulturpreis 2023 ausgezeichnet?

2 x 2 Karten
für HeXer & Sam Sillah am Freitag, 15. Dezember, im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welches wichtige Zeichen setzen wir am Sonntag ab 18 Uhr zwischen Eiserner Steg und Ignaz-Bubis-Brücke?

U N S E R E  G E S C H E N K T I P P S

The Holy Cross Brewing Society

(Martin)

Kaffee (trinken und kaufen!), lecker Kuchen und mehr. Eine Voraussetzung muss erfüllt sein und dann trinke ich wirklich sehr gern Kaffee: der Kaffee muss einfach spitzenmäßig gut sein! 

Im Holy Cross, das eigentlich ‚The Holy Cross Brewing Society’ heißt, gibt es super leckeren Kaffee! Ich liebe den Espresso, eine Freundin schwört auf den Cortado und als Jesko noch lebte, machte er sich im Rollstuhl im Sommer häufig extra auf den Weg quer durch die Stadt, um die Summer-Specials ‚iced coffee’ und ‚cold brew’ zu genießen.  Die selbstgebackenen Kuchen sind eine Sensation, köstlich zu essen und auch großartig anzuschauen. Der Ort: die Fahrgasse, den Main im Blick, da lässt sich’s auch im Kalten gut verweilen und außerdem trifft man meist sowieso jemanden und plaudert...  

Achtung, das ist wichtig: es wäre fahrlässig zu gehen, ohne ‚Holy Beans-Kaffeebohnen‘ gekauft zu haben (tolle Beratung, die gleichzeitig fast eine kleine Schulung ist!) oder eines der ganz zauberhaften Zubereitungsutensilien für den besten Kaffee zu Hause mitzunehmen (siehe Foto!)! 

www.theholycross.de
THE HOLY CROSS BREWING SOCIETY, Fahrgasse 7, 60311 Frankfurt
Bild: Oli Hege

Stetson Store Alles für auf den Kopf

(Martin)

Der Stetson Store ist mehr als ein Hutgeschäft! Eigentlich ist die Marke STETSON Kult und fast ein Synonym für alles das, was man außer Haaren auf dem Kopf trägt. Bei Stetson gibt’s Hüte, Mützen, Kappen – also das gesamte Sortiment an Kopfbedeckungen lernt man dort kennen und kann man aufprobieren.  

Im Sommer ist die Auswahl an Sonnenschutz-Kopfbedeckungen riesig und jetzt, wo’s kalt ist, da ist was Warmes auf dem Kopf sinnvoll, großartig, hübsch und hilft beim Denken. Hingehen, aufprobieren, auf dem Kopf nicht mehr frieren und außerdem ein super Geschenk! 

Stetson Store – City – Kornmarkt 9, 60311 Frankfurt am Main
Foto: © Christian Schramm/facebook Stetson

Galerie Gesamtmetall

(Martin)

Wenn Schmuck einen Namen hat in Frankfurt, dann ist das GALERIE GESAMTMETALL! Aktuell ist auch die Schaufenster- bzw. Innenraumgestaltung wieder eine Attraktion: „Gesamtmetall erzählt sein Weihnachtsnarrativ“

Arne Peters und sein Team sind eine eigene Schmuckschatulle. Daniela, Petra ich und viele andere  lieben diesen Schmuck-Ort - und bei GALERIE GESAMTMETALL, da geht man regelrecht auf eine Schmuck-Entdeckungs-Reise

Unsagbar, wie viele Designer und unterschiedliche Schmuckstile und Schmuckstücke es dort zu entdecken gibt. Arne und alle anderen können Geschichten zu den Schmuckstücken erzählen, kennen die Menschen dahinter persönlich, haben Schmuckwissen, können beraten und haben einen treffsicheren individuellen Blick.

Auch wenn GALERIE GESAMTMETALL von außen klein wirkt – es ist an sich schon eine Überraschung, zu entdecken, wo sich im Raum alles Schmuck finden lässt -- Macht euch hübsch, tragt Geschmeide: schmückt euch! -- Schmuck heißt: GALERIE GESAMTMETALL! 

https://galerie-gesamtmetall.com
GALERIE GESAMTMETALL, Liebfrauenberg 52, 60313 Frankfurt am Main
Foto: © Galerie Gesamtmetall

MITGLIEDSCHAFTEN VERSCHENKEN

Ich finde man kann auch sehr gut Mitgliedschaften verschenken. Uwe hat Euch ja schon die Tierpatenschaft empfohlen. Hier kommen noch zwei Tipps:

Lotte Specht e.V. - unser Verein für Sichtbarkeit von weiblichen Fußballfans und zur Unterstützung von Mädchen und Frauen, die Fußball spielen. U.A. verschenken wir unsere fair produzierten! Lotte Specht Fußbälle an Mädchenfußballmannschaften. Je mehr Mitglieder wir haben, umso mehr Bälle können wir einkaufen und verschenken!

Förderverein Eintracht Frankfurt Museum. Der Matze macht mit seinem Museum eine wirklich tolle Arbeit. Ich bin jetzt auch im Förderverein. https://museum.eintracht.de/museum-4/foerderverein/

X-MAS GEDRUCKTES: Florian Illies "Zauber der Stille"

(Petra)

Zunächst war ich nicht sicher, ob ich ein Buch über Caspar David Friedrich lesen will – für mich ein Inbegriff deutschen Spießertums, erdrückender "Schinken" überm Sofa und "Achs" und "Ohs" angesichts von Landschaftsidyllen mit Ausrufezeichen. Doch Florian Illies ist ein so toller Erzähler – und ebenso wie schon "1913" und "Liebe in Zeiten des Hasses" verzaubert er mich mit seinem klugen Blick in "Zauber der Stille" auf den lange vergessenen und vor allem von den Nazis missverstanden-vereinnahmten Maler des 19. Jahrhunderts.

Der war nur vielleicht auf den ersten Blick ein Langweiler oder Kleingeist mit großer Heimatverbundenheit (aus heutiger Sicht) und gar kein Naturalist: seine Landschaften konstruierte er in seinem Atelier, gerne bei verschlossenen Fensterläden, und malte sie keineswegs naturalistisch "ab". In seinen Gemälden schaut er auf eine einsame Welt, die still und melancholisch ist (die Menschen sieht man nur von hinten). Als ob jede Bewegung von Mensch und Natur einen Moment innehielte, die Luft anhielte in einer angespannten Situation. Kein Wunder also, dass der Autor die vier Elemente "Feuer", "Wasser", "Erde" und "Luft" zu Kapiteln seiner Geschichte über Friedrich macht. Wie schon in früheren Büchern packt Illies zahlreiche Anekdoten – manchmal am Rande des Gossips – aneinander, die ganz unterschiedliche Facetten und Interpretationen von Friedrich zeigen, schafft unerwartete Querverbindungen von Goethe und Gerhard Schröder bis hin zum Schirn-Raub und dem Frankfurter Bahnhofsviertel in den Neunzigern des 20. Jahrhunderts. Und er zitiert aus Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", einen Satz, den ich mir merken will (nicht nur für Caspar David Friedrich): "Halten Sie stets ein Stückchen Himmel über Ihrem Leben frei".

GEMEINSAME (KULTUR) ZEIT VERSCHENKEN

(Daniela)

Hier ein paar Ideen, wo ihr Gutscheine oder Tickets kaufen könnt:

Batschkapp & Nachtleben: https://batschkapp.net/

Brotfabrik: https://brotfabrik-frankfurt-ticketshop.reservix.de/events

Capitol Symphonie Orchester: https://www.capitolsymphonieorchester.de/

English Theatre: https://english-theatre.de/tickets/gift-vouchers/

Fabrik außer Haus (an verschiedenen Orten): https://www.eventim-light.com/de/a/5f195dae9028772462cccd0e/

Filmklubb Offenbach https://filmklubb.de/kontakt/

hr bigband: https://www.hr-bigband.de/konzerte/konzerte-2023-24/index.html

hr sinfonieorchester: https://www.hr-sinfonieorchester.de/konzerte/konzerte-23-24/index.html

Interkulturelle Bühne: interkulturelle-buehne-frankfurt.de/programm

Künstlerhaus mousonturm: https://21765.reservix.de/events

Landungsbrücken Frankfurt:

Markus Gardian Booking: Konzerte in Festhalle, Batschkapp, mousonturm, Jahrhunderthalle: https://markusgardian.de/

mousonturm: https://www.mousonturm.de/events/

Neues Theater Höchst: https://www.neues-theater.de/gutscheine

Oper Frankfurt: https://oper-frankfurt.de/de/service/

Schauspiel Frankfurt: https://www.schauspielfrankfurt.de/karten-abos/karten/

Stalburg Theater: https://stalburg.de/gutscheine

Theaterhaus (Kinder-und Jugendtheater) https://www.theaterhaus-frankfurt.de/service/karten-besuch.html

theater t-raum Offenbach https://www.of-t-raum.de/theater/karten-geschenkgutscheine/

re-cover.de, Werkstattladen

(Martin)

Der Laden heißt nicht nur Werkstattladen, der Laden ist eine Werkstatt! Atemberaubend, was aus ‚alten Sachen’ – und mir haben es insbesondere die T-Shirts als ‚Material’ angetan - entsteht! Ich habe mehrere Notizbücher mit einem Cover aus T-Shirt-Stoff. Und allerliebst ist die handgemachte Hülle meines Reisepasses – es kam in ‚Grenzsituationen’ schon zu lächelnden Beamten! 

Wenn ihr ein Lieblings-T-Shirt habt, das sich irgendwie nicht mehr so ganz passabel tragen lässt – nicht wegwerfen! Lebt weiter damit, geht zu Sandra Elm und lasst euch ein Cover schneidern. 

Bei re-cover.de lassen sich noch viele weitere tolle Sachen entdecken, die re-cycelt wurden. Spannend auch, was aus alten Jeans entstehen kann. Hat man eine Jeans besonders lange sehr gern gehabt und sie ist am sich auflösen, dann hilft die grandiose Schneiderin/Retterin/Designerin Sandra, wenn man sich nicht trennen mag. 

Dann hat man: „EIN UNIKAT, DAS (WIE) FÜR DICH GEMACHT IST. AUS EINEM (LIEBLINGS-) STÜCK AUS DEINEM LEBEN“. 

re-cover.de wurde 2008 mit dem reddot design award ausgezeichnet und war 2010 für den Designpreis Deutschland nominiert. 

https://m.facebook.com/re.cover.de
re-cover.de, Neebstraße 1, 60385 Frankfurt am Main
Foto: © re-cover.de

20 Jahre Tanzhaus-Wein + DEALER DE VIN

(Petra)

Mein Klassiker für schöne Flüssigkeiten zum Verschenken oder Selbertrinken ist der Online-Shop der DEALER DE VIN (die Bestellungen kann man nach Absprache auch direkt im Gallus abholen). Gerade ist bei Ihnen der Jubiläumswein "20 Jahre Tanzhaus West" frisch abgefüllt: 20 Jahre im Takt des Beats sind schon eine Hausnummer. Welcher Club kann schon auf eine solche beachtliche Zeit zurückblicken? Das Tanzhaus West ist definitiv ein zeitloser Fels in der Brandung der Frankfurter Kulturlandschaft. Während der Pandemie hatte ich Euch schon mal die Soli-Weine ans Herz gelegt. Nach nun glatt 10 Editionen des Weins und dem Dauerbrenner aka Haussekt "Dora Brilliant" gibt es eine ganz eigene und persönliche, streng limitierte Edition (100 Flaschen) zum 20sten Geburtstag des Tanzhaus West zu ergattern. Dass gerade die "Dealer" dieser besonderen Ehre zuteil werden, liegt daran, dass sie beziehungsweise Christian diesen Club und seinen Werdegang seit Stunde 0 begleitet und bereits vor 20 Jahren zu elektronischer Musik die Nacht zum Tag gemacht hat. Wer hier kein Glück mehr haben sollte: Es gibt auch ganz viele andere leckere "Tropfen" zu kaufen, schaut doch selbst hier

Stil und Blüte / Blumen in Sachsenhausen

(Martin)

Stil und Blüte tut gut! „Kreativ, frisch und immer ein wenig anders“, so stehts auf der Homepage – und das stimmt. Will man sich was Gutes tun und brauchts ein bisschen schön, dann ab zu Stil und Blüte und sich einen Strauß holen, der das Leben schöner macht. Auch wenn ich Gutscheine nicht so mag: einen für Stil und Blüte, das ist eine Freude! 

Stil und Blüte, Gartenstraße 24, 60594 Frankfurt am Main
Foto: © Alexander Beck

Apfelweingalerie Frankfurt

(Petra)

Die Kleinmarkthalle ist ein Frankfurter Heiligtum – zum Glück! Ich glaube, jede*r Frankfurter*in hat persönliche Erinnerungen und verbindet etwas mit diesem Ort, der wortwörtlich im Herzen der Stadt ist. Seit Ende 2019 hat der frühere "Werber" Martin Schitto hier in einem der winzigen Ladengeschäfte der Kleinmarkt-Passage am Liebfrauenberg eine kleine Galerie mit dem Schwerpunkt Fotografie eröffnet: die Apfelweingalerie. Das Konzept: Monatlich wechselnde Ausstellungen, zu denen jeweils ein besonderer Apfelwein (auch eine Kunst!) vorgestellt wird. Zu kaufen gibt es hier Arbeiten von lokalen Künstlerinnen und Künstlern: Fotografie, Malerei, Digital Art, Illustration oder Karikatur. Auch das „Stöffche“ kommt hier nicht zu kurz. Und den wunderbaren Kalender gibt es für 2024 auch wieder! Aber schaut selbst.

Apfelweingalerie Frankfurt, Ort: Kleinmarkthalle, Adresse: Eingang Liebfrauenberg, Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 - 18 Uhr, samstags: 10 - 16 Uhr

X-MAS GEDRUCKTES: T. C. Boyle "Blue Skies"

(Petra)

Es gibt sehr wenige Menschen, die ich als große Künstler und liebenswerte Menschen bewundere. T. C. Boyle ist einer von ihnen. Schon seine letzten Bücher hatten sich um die Natur, Umwelt- und Klimakatastrophen, Tiere und natürlich besondere Charaktere mit ihren sehr besonderen Stories gedreht. Doch ich bekomme hiervon nicht genug: schließlich sind das existenzielle Themen unserer Tage.

Und Boyle ist ein wunderbarer Beobachter und ein einzigartiger Erzähler. Er beginnt gerne so harmlos mit einer mehr oder weniger alltäglichen Situation plus einem speziellen Twist, so auch hier - und zehn Seiten später befindest Du Dich mit den Protagonisten in einer völlig tragisch-absurden Story, aus der keiner mehr herauskommt. Im Gegenteil. Der Autor dreht Entwicklungen, Fragen oder Probleme, die heute akut sind, noch weiter - und was geschieht, scheint beinahe logisch und unausweichlich zu sein.

Wer sagt, er oder sie hätte von nichts gewusst? Schon gar nicht die (Insekten-)Forscherinnen und Forscher, die wir in "Blue Skies" kennenlernen. Die Folgen von Hitze, Dürre und Wassermangel sind konkrete Bedrohungen. Die Familie im Mittelpunkt ist eher privilegiert, akademisch und lebt bewusst bis nachhaltig. Cat, die Tochter, ist mit einem Testimonial ("Markenbotschafter" für Barcardi) verheiratet - und wäre gerne auch so etwas wie eine Influencerin. Sie steht für ein anderes Leben, eine hedonistischere Haltung als ihr Bruder Cooper, der Insektenforscher: sie wünscht sich einfach ein glückliches, ein wenig glamourös-erfolgreiches Leben, das sie letztlich nicht bekommt.

Boyle schont uns nicht: Ein Baby wird getötet - und die junge Mutter kommt vor Gericht, ein Zeckenbiss kostet einen Unterarm, an einem Tag sind plötzlich alle Insekten tot, ein schickes Strandhaus in Florida holt sich das Meer einfach zurück, in Kalifornien brennt's mal wieder, die Benutzung des Pools ist absoluter Luxus, und dann sind da noch die Königsphyton sowie manch andere Schlangen. Apokalypse oder neues Normal? Zynisch – wie die F.A.Z. konstatiert - trifft es meiner Meinung nach weniger: die zukünftige Wirklichkeit kann noch weitaus garstiger werden als alles Beschriebene. Und: Haben wir noch Zeit für großen Optimismus? Doch es gibt daneben auch Glück und Lachen und Sex und noch viel mehr. Und in einer Welt, in der Schmetterlinge noch Girlanden bilden (was auch immer das bedeuten mag), lebe ich gerne weiter. Vielleicht können wir sie trotz allem noch minimal besser machen.

Lars Eisinger / Feine Kleidung

(Martin)

Uwe und ich mögen Lars Eisinger und gehen da sehr gern hin. Lars hat einen super Geschmack und eine sensationelle Auswahl an feiner Kleidung. Ob Fred Perry, Nudie Jeans, Baracuta, Stetson oder andren super Labels – man geht auf alle Fälle schicker raus als rein! 

Lars ist übrigens umgezogen und die guten Nachrichten sind, er ist im Brückenviertel geblieben und der Laden ist größer und noch reichhaltiger geworden. Unbedingt sich dort selbst einkleiden und Geschenke kaufen, die Welt wird schöner! 

Lars Eisinger, Brückenstraße 31, 60594 Frankfurt am Main

Foto: © Lars Eisinger Homepage

InsideHer

(Daniela)

Ich war leider schon lange nicht mehr bei Sandra Maravalo shoppen. Aber wenn ihr erotische Dessous und exclusive Sextoys sucht, dann solltet ihr zu Sandra gehen.

Sie ist eine hervorragende Beraterin und man findet bestimmt etwas in ihrem kleinen, feinen Laden.

InsideHer
Dessous und Accessoires
Vilbeler Str. 34 60313 Frankfurt
Mo-Sa 12 h bis 19 h

X-MAS GEDRUCKTES: Anne Rabe "Die Möglichkeit von Glück"

(Petra)

Den Deutschen Buchpreis hat sie in diesem Jahr für ihr Romandebüt nicht erhalten, obwohl sie mich mit diesem tollen Buch sehr berührt hat: Anne Rabe: "Die Möglichkeit von Glück". Dass wir – nach über 30 Jahren endlich – öffentlich und literarisch darüber nachdenken und streiten, was der Euphemismus der "Wiedervereinigung" von Ost und West damals und heute wirklich hieß, und welche Auswirkungen er auf die Menschen der ehemaligen DDR hat(-te), ist tröstlich. Und wichtig.

Nicht nur, um die Traumata ganzer Generationen, Missverständnisse und Versäumnisse zwischen Ost und West nun verspätet anzugehen, sondern auch aus Respekt für persönliche Lebenswege derjenigen, die im neuen Deutschland mit sich und anderen gerungen haben. Nein, ich schiele hier nicht auf den Aufstieg der AfD und auch nicht auf den unerträglichen Rechtsruck insgesamt (auch im Westen).

Es geht in Rabes Roman in erster Linie um prägende Werte, individuelle Entwicklungen und familiäre und gesellschaftliche Konditionierungen, die in Ostdeutschland weitgehend identitätsstiftend waren. Das war und ist natürlich politisch. Plötzlich war alles anders, vieles (scheinbar) wertlos – und der Einzelne auf sich und im Zweifelsfall auf gut vertrautes "Damals" zurückgeworfen. Gerade auch für Kinder und Jugendliche bedeutete die Veränderung ja nicht nur neue Freiheiten und Perspektiven, sondern oft auch Haltlosigkeit. Pionierin zu werden, geht nicht mehr? Wieso? War alles, worauf wir uns bisher verlassen konnten, falsch? Was haben uns die Erwachsenen vorgelebt? Und was sagen sie uns jetzt? Viele Erwachsene waren in der Situation jedoch erst mal mit sich und ihrer Orientierung beschäftigt. Ich will nicht sagen, dass unsere und die jüngere Generation im Osten "verloren" war, aber es ist heftig, was alles offenbar unter der Oberfläche blieb und vor sich hin gärte, wie oft Gewalt auf unterschiedlichsten Ebenen Leben prägte. Und dann denke ich an die versprochenen "blühenden Landschaften" und kotze innerlich. Klar ging es um Konsum-Sehnsucht, um Teilhabe an all den westlichen Verheißungen und Optionen einer touristischen "Welteroberung". Verständlich, auch wenn ich mich damals mitunter darüber lustig gemacht habe. Doch das war nicht alles. Aber alles, was zunächst wahrgenommen worden ist. Und all das ist noch immer wenig ausgesprochen, geschweige denn aufgearbeitet. Dies ändert sich gerade. So auch mit Rabe und anderen Autor*innen, Kulturschaffenden und anderen.

Die Protagonistin Stine klaubt im Verlauf der Erzählung Splitter davon zusammen – und versucht, einige davon bewusst an ihrem Weg liegenzulassen: sie beschäftigt, was die sozialistische Suche nach einer „besseren Gesellschaft“ jetzt in der Konsequenz heißt, was eine krass kalte und misshandelnde Mutter getan hat, die NS- und DDR-Geschichte des geliebten Großvaters und anderes mehr. Ihr gelingt es zumindest, das Ganze zu reflektieren, manches über die Familiengeschichte herauszufinden, sich zu distanzieren und zu entscheiden, vieles anders zu machen als es tief in ihr eingebrannt "gelernt" ist. Hört sich nach einem guten Weg an.

Frankfurt / Bembel / Apfelwein

(Daniela)

Ich war vor Kurzem das erste Mal bei Beeindruckt im Sandweg 105. Da sist ein ganz ganz kleiner Laden. Ich bin bisjetzt immer nach Sachsenhausen gefahren, wenn ich einen gravierten Bembel haben wollte, denn ich wusste nicht, dass es das in Hibbdebach auch gibt. Naben Bembel hat der Daniel noch viele andere tolle Sachen. Schaut mal im Laden vorbei: https://www.beeindruckt.com/

Über Daniel könnt ihr auch die Geschenkboxen von Jockels Apfelweinagentur aus Orschel beziehen. Jockel macht wirklich einen tollen Apfelwein und andere Spezialitäten! http://www.apfelweinagentur.de/Geschenkbox/

 

www.apfelweinagentur.de/Geschenkbox/

Buchhandlungen

(Alle)

Buchhandlung Lesecafe: Sie ist meine (Martins) Stadtteilbuchhandlung in Sachsenhausen, fast direkt am Schweizer Platz gelegen, aber etwas versteckt im Hinterhof der Diesterwegstraße zu finden. Hier gibt’s die tolle Empfehlungen und eine konzentrierte Auswahl an Lesenswertem. Und das Lesecafe ist auch die Buchhandlung, die Jan Seghers seinen Frankfurter Kommissar Marthaler gern besuchen lässt! (Diesterwegstraße 7)

Buchhandlung Büchergilde: Sie ist eine der letzten kleinen Buchhandlungen in der Innenstadt. Neben Büchern gibt es dort großartige Kleinigkeiten zum Verschenken zu entdecken. Und auf die Empfehlungen der Buchhändler_innen ist absolut Verlass. (Hinter der Staufenmauer 9)

Buchhandlung Wendeltreppe: Sie ist als Buchhandlung eine Institution nicht nur in Sachsenhausen, sondern darüber hinaus. Natürlich: Krimibuchhandlung! Das Sortiment an Krimis und das Wissen über das Genre ist einmalig und legendär. Sogar in Reiseführern wird die Wendeltreppe als Attraktion und Sehenswürdigkeit Frankfurts erwähnt. Doch kann man bei den Krimidamen auch jedes andere Buch bestellen. (Brückenstraße 34)

Land in Sicht: Im Nordend, etwas versteckt, findet ihr die Buchhandlung Land in Sicht. Der Satz von ihrer Webseite: "Sie können in Ruhe stöbern und bekommen genau soviel Beratung, wie Sie sich wünschen" stimmt zu 100 %. Und wenn man Beratung braucht, ist diese immer sehr fundiert, denn die Menschen, die dort arbeiten machen ihren Job mit großer Leidenschaft. Abgesehen von Büchern, gibt es im Land in Sicht auch ab und an Events, die kündigen wir immer gerne in den Ausgehtipps an. https://www.landinsicht.eu/ (Rotteckstrasse 13)

Buchladen am Markt: Seit Jahren erste Adresse in Offenbach, wenn es um gemütliches Schmökern und gute Beratung geht. Andrea Tuscher und ihr Team haben immer auch einen persönlichen Lesetipp parat. Danach mit dem Neuerwerb ins Cafe nebenan oder eine Runde über den Wochenmarkt machen den Bucherwerb komplett. (Wilhelmsplatz 12, Of).

Die Steinmetz´sche Buchhandlung in der Frankfurter Straße gibt es schon seit 1835, Lisa Schumacher hat das Geschäft 2020 übernommen und, wie ich finde, auch gut entstaubt. Auch die Schaufenstergestaltung ist immer ein Hingucker, nicht hysterisch-schrill, sondern Themen interessant aufbereitet, das fällt positiv auf. Toll ist auch das Studio Lapis im Souterrain, dort gibt es kleine Geschenke und ausgefallene Designerstücke. (Frankfurter Straße 37, Offenbach).

HEI:DI, Quartier Frau und Elena von Goyagoya

(Daniela)

Ich kaufe nicht viel Kleidung, aber wenn ich mir etwas besonderes leisten möchte, dann soll es eine gute Qualität, am liebsten in der Region produziert und natürlich wunderschön sein. Daher sind fast alle meine Kleider von HEI:DI. https://heidi-frankfurt.de/ Auch mein Hochzeitskleid hat sie designed. Ihr findet HEID:I's Kollektion, zusammen mit anderen Designerinnen, im Quartier Frau Bornheimer Landstraße 54 https://www.quartier-frau.com/

Ich habe aber vor Kurzem einen super schönen Rock von Elena gesehen. Den wünsche ich mir zu Weihnachten, @Weihnachtsmann: Den gibt es bei Goyagoya... in der Brückenstraße 42 in Sachsenhausen
http://www.goyagoya.com

Grüne Sosse Festival

(Daniela im Auftrag von Erik)

Seit dem 6.12. kann man Tickets für das Grüne Soße Festival kaufen. Das ist auf jeden Fall ein sehr nettes Geschenk. Das Festival findet nächstes Jahr vom 11.-18.5.2024 statt.

https://www.gruene-sosse-festival.de/tickets-2024

idüll space

(Petra)

Uli – Ihr kennt ihn schon aus früheren Ausgehtipps -  muss das Schöne in den Genen haben: Kennengelernt habe ich ihn vor Jahren als Chef der Kreativagentur idüll, mit dem ich an einem verwegenen Projekt arbeiten durfte. Unterdessen hat er sein Kreativportfolio erweitert – und erdenkt und findet außerdem wunderschöne Dinge, die unseren Alltag verzaubern. Und das gerne nützlich und nachhaltig. Und die kann man im idüll.space in Bornheim kaufen. Irgendwelcher "Schnickschnack" macht mich nicht glücklich, und es widerstrebt mir, ebensolchen zu verschenken. Aber hier findet Ihr eine toll kuratierte Auswahl an Produkten von den verschiedensten Orten – von Frankfurt bis Palermo, von Portugal bis Mexiko. Besonderes, das man selbst höchstens bei einem entspannten Weltenbummel entdecken könnte. Uli hat alles ebenso sorgfältig wie leidenschaftlich ausgewählt und kann zu jedem Gegenstand die Geschichte dahinter erzählen. Mein aktueller Favorit ist die innen lasierte Schale von Sandra Nitz, die in meiner Küche Obst aufbewahrt. Gibt es auch als Vase etc. Wer ein Schnäppchen sucht, wird hier weniger fündig. Wer Dinge mit Seele schenken möchte, sollte vorbeischauen. Im idüll.space entflammt auch mein Herz in wilder Shopping-Gier. 

idüll space, Adresse: Gronauer Straße 2, Öffnungszeiten: donnerstags 17 - 21 Uhr, freitags 14 – 19 Uhr, samstags 13 - 18 Uhr

Fachgeschäfte in der Töngesgasse

(Uwe)

In der Töngesgasse reihen sich einige gute alte Geschäfte aneinander, in denen es noch eine anständige Beratung gibt. In der Menschen stehen, die mit den angebotenen Waren tief verbunden sind und sich eher eine Hand abhacken würden, als Mist zu verkaufen.

Johann Heinrich Dotzert (Messer): „Wir stehen seit 130 Jahren in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet für höchste Qualität, Zuverlässigkeit und kundenfreundlichen Service“, steht im Internet zu lesen und wenn man im Laden steht, kann man das nur bestätigen. Im Schwerpunkt gibt es ein riesiges Angebot an Messer inklusive wichtige Dienstleistungen dazu, beispielsweise das Schleifen. (Töngesgasse 21)

Samen Andreas: Wie es der Namen schon sagt, gibt es hier alles für Menschen, die sich das Leben durch Pflanzen schöner machen wollen. Nur gibt es hier eben keine fertigen Blumen, sondern Samen und Zwiebeln. Darüber hinaus Erde ausgewählte Gartengeräte, Dünger, Anzuchthilfen oder – gerade für die aktuelle Zeit – Vogelfutter. (Töngesgasse 27)

Braun Kundendienst: Es gibt heutzutage ja für alles technische Unterstützung, auch da, wo es eigentlich auch nicht unbedingt notwendig ist. Etablierte Hilfsmittel sind beispielsweise Artikel für die Zahn- und Bartpflege, die man auch gut zu Weihnachten verschenken kann. Welche ganz individuell zu einem passen und wie sich das vielschichtige Angebot voneinander abgrenzt, bekommt man von gutem Kundenservice anschaulich vermittelt. (Töngesgasse 29)

Leder Gabler: Ein guter Verkäufer verkauft nicht, er weckt oder verstärkt Bedarfe und führt einen wie selbstverständlich zum passenden Angebot. Und er (oder natürlich sie) tut es so, dass man sich wirklich mit dem Kauf identifiziert und nachts nicht aufwacht und das Ganze bereut. Den perfekten Verkäufer erlebten wir bei Leder Gabler, als wir einen kleinen Koffer mit vier Rollen kaufen wollten. Er präsentierte uns ohne Stress mehrere Koffer und zeigte und dann das Stück, das wir heute noch lieben. (Töngesgasse 33)

Zoo-Patenschaft

(Uwe)

Eine gute Freundin schenkte mir vor Jahren die Zoo-Patenschaft für den Azurblauen Baumsteiger, einen wunderschönen kleinen Frosch. Den besuchten wir hin und wieder. Daniela schenkte mir im letzten Jahr eine Patenschaft für den Seebär Daisy, auch über die freute ich mich sehr. Mit der Unterstützung kann der Zoo die Tierhaltung immer weiter verbessern, etwa durch Umbau und die Ausstattung von Gehegen und Anlagen. Es gibt viele Möglichkeiten, investieren kann man von 25 EUR (Brillenblattnase) bis > 5.000 EUR (Spitzmaulnashorn) pro Jahr. Hier findet Ihr Liste und Anmeldemöglichkeit: Tierpatenschaften - Zoo Frankfurt (zoo-frankfurt.de)

X-MAS GEDRUCKTES: Deniz Ohde "Streulicht"

(Petra)

Der laut gefeierte und preisumschmeichelte Debütroman von Deniz Ohde: "Streulicht" hat meinen Blick verändert und ist Seite um Seite in mein Herz gekrochen. Mit einer sehr präzisen, beobachtenden Sprache – mit der sie mir sehr nahe kommt – beschreibt die Autorin das Aufwachsen mit einer migrantischen und speziellen, aber damit vielleicht schon wieder typischen Familiengeschichte (schließlich: welche Familie ist schon so, wie man sie sich vorstellt?!). An einigen Stellen erinnere ich mich an die tolle Lektüre der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie "Americanah": auch eine starke Frau auf der Suche nach dem Glück.

Auf jeden Fall wird die Ich-Erzählerin erwachsen mit der Aussicht auf eine limitierte Bildungskarriere und mäßigen Chancen auf einen sozialen Aufstieg. Beiläufig stehen ihr im Alltag weniger die Alkoholsucht des Vaters oder die Erkrankung ihrer Mutter im Weg als ihr Äußeres und ihr Name. Der in keinem Schulbuch vorkommt und von dem es auch keine Namenstassen gibt. Und dass sie allzu oft nichts sagt. Sie ist dabei, aber gehört doch irgendwie nicht richtig mit dazu. Die feinen Unterschiede. Dennoch kämpft sie sich durch an die Universität, auch wenn sie für sich damit vorläufig am Ziel zu sein scheint. 

Vieles stellt die Protagonistin vordergründig emotionslos fest. Liest man nicht rasch darüber hinweg, hallen die Worte nach – und hauen einem die nicht immer leicht greifbare Ungerechtigkeit voll in die Fresse. „Sollbruchstellen“, heißt es im Klappentext. Konstruktionsfehler unserer Gesellschaft: immer noch!, würde ich eher sagen. Den für mich eher trostlosen Heimatort mit dem Industriepark lässt sie schließlich hinter sich, und ich verlasse sie als Leserin mit leichtem Stolz: Sie wird ihren Weg finden – wo auch immer.

Big Black Record Store

(Uwe)

Die Eiserne Hand ist strategisch eigentlich recht günstig gelegen zwischen „Eckenheimer“ & „Friedberger“ und daher von der Konstablerwache gut zu erreichen mit U- / Straßenbahn oder Bus, auch zu Fuß ist es nicht weit. Vorteil dann ist, dass man auf dem Fußweg zum Big Black Record Store bei der Marinella auf der Eckenheimer Landstraße auf eine leckere Pasta vorbeischauen kann. Im Store gibt es eine große Auswahl an Platten (wie es aus dem Namen des Ladens schon leicht ableitbar ist), ausgewählten „Merch2 (kaufte da schon eine Fozzy Bear-Handpuppe), gebrauchte Abspielgeräte (Plattenspieler, DVD-Player etc.) und einen überragenden Reparaturservice. (Eiserne Hand 8-10)  

Foto: Big Balck Record Store Facebook

Studio Soundso (Moni Port)

(Uwe)

Vor wenigen Jahren äußerte ich mich an dieser Stelle euphorisch über Moni Ports riesigen Siebdruck mit einem Bild des jungen Franz Beckenbauer. Daniela schenkte ihn mir daraufhin zu Weihnachten und nun schaue ich mit dem Kaiser samstags Bundesliga. Das Schaffen von Moni Port ist aber viel umfangreicher, was man  in ihrem Studio in der Koselstraße 5 sehr schnell feststellen kann. Die Wahrscheinlichkeit geht nahe null, dass man dort nichts für Frau / Mann / Kind / sich selbst findet. Neben Moni Ports Kunst sind dort auch ausgewählte Werke von Philip Waechter zu erhalten, die genauso schön und wertvoll sind.

Silke & Till: Frankfurt zum Verschenken und Behalten

(Petra)

Die schönen Frankfurt-Produkte meiner Freundin Silke habe ich schon häufiger empfohlen. Mit ihrem Geschäftspartner Till hat sich das Portfolio auch in diesem Jahr noch mal erweitert: Das Neueste ist das 1000-teilige Frankfurt-Puzzle, das den Frankfurter Weihnachtsmarkt mit vielen witzigen Details und Geschichten drumherum zeigt (von Ravensburger produziert, Preis: 29,90 Euro). Außerdem gibt es verschiedene Tees (der „Kapitalisten-Tee“ ist mein Favorit), Bücher, T-Shirts. Ein super Geschenk ist auch das Frankfurt-Memory mit spannenden Details: Viele habe ich im Stadtraum schon tausend Mal wahrgenommen – aber wo war das bloß? Hier hilft das beiliegende Booklet weiter und macht Lust, das nächste Motiv-Duo im Memory herauszupicken. Ihre Produkte gibt es in vielen Buchhandlungen, den Hessen-Shop und hier

Tausend schöne Dinge in der Etagerie & Maschenwahn

(Andrea)

Die Etagerie in der Taunusstraße 1 in Offenbach ist immer einen Besuch wert. Egal, ob ich ein kleines Mitbringsel, eine witzige Postkarte oder ein Geschenk suche, bei Eva werde ich fündig. Sie hat ein gutes Händchen, was die Auswahl betrifft und das meiste ist von hier. Also, Sachen von Offenbacher Produzentinnen und Produzenten, aber natürlich auch drumherum. Es gibt Betonstücke von Alex, schönes Porzellan von Birgit Palt, Bilder und und und. Wer mittags einkehrt, kann sich an den großen Tisch setzen und gut essen oder leckeren Kuchen genießen. Der Plausch gehört dazu und alleine das macht die Momente immer sehr kostbar. Weil ich mich, wenn endlich mal alle Fotos sortiert sind, beim Hörbuch mal mit den Stricknadeln bewaffnen will, werde ich mich dann mal in die andere Ecke des Geschäftes wagen und mich bei Ulrike Janssen von Maschenwahn beraten lassen. Das hübsche Bild habe ich auf der Seite von Nadine Gersberg und der geschätzten Ida Todisco gefunden www.offenbachhaeltzusammen.de

Etagerie und Maschenwahn, Taunusstraße 1, Offenbach

Stilvolle Promille: Die Genussverstärker

(Andrea)

Wein zu Wild, Whisky, Rum oder andere Spiritousen führen die Genussverstärker in der Bernardstraße, dazu gibt es natürlich auch eine profunde Beratung und etliche Geschichten. Mehr erfahren lässt sich aber bei einem Tasting und da hat das Team viele schöne Themen im Programm. www.die-genussverstaerker.de

Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, Offenbach

Dokumentation "Generation Wembley" (GEROLLTES)

(Uwe)

Mit einem Freund schaute ich neulich Fußball, da blickte er mich von der Seite aus an und sagte mit Überzeugung: „Du musst diese Bayern-Doku „Generation Wembley“ anschauen, die ist super. Nun bin ich bekanntermaßen alles andere als ein Bayernfan und ich habe deren Champions League Gewinn am Ende der Saison 2013 nicht als persönliches Topereignis abgespeichert und daher war ich erst skeptisch. In der stressigen Vorweihnachtszeit fand sich ein Zeitslot, um bei Amazon Prime in die sechsteilige Dokumentation hineinzuschauen und war tatsächlich sofort gefangen. Weil die Geschichte schon weit vor dem eigentlichen Erfolg einsetzte, nämlich mit der Zeit, in der Klinsmann Trainer bei den Bayern war. Von ihm übernahm Luis van Gaal, dann kamen Heynckes und einige Schlüsselspieler.

Klar kommen auch immer wieder Hoeneß und Rummenigge zu Wort, aber auch Van Gaal, der ehemalige Top-Spieler von Barcelona, Xavi, und Trainer Jose Mourinho. Dazu eine Vielzahl an Bayern-Kicker, die alle durchaus sympathisch rüberkommen. Ist ja auch eine Produktion vom FC Bayern, sagen nun kritische Geister, Lahm, Dante oder Müller sind aber wirklich gut Typen und Mario Gomez überraschenderweise auch. Größtes Highlight der Dokumentation ist, wie die Schützen und Torhüter des Elfmeterschießens im CL-Endspiels von München in 2012 das Elfmeterschießen aus ihrer Sicht schildern. Wer also einmal schon immer einmal wissen wollte, was in den Köpfen der eingebundenen Akteure vorgeht, erhält hier einen guten Einblick. Gerade der damalige Torhüter vom FC Chelsea, Peter Czech, beweist hier, warum er ein so überragender Torhüter war, Neuer ist es ja irgendwie bis heute.

Amazon Prime

Ausgezeichnet: Filmklubb

(Andrea)


Wohnzimmer, gemütlicher Treffpunkt und das Programm immer eine Entdeckung und auszeichnungswürdig ist der Filmklubb schon lange. Jetzt wurde der Kulturpreisträger der Stadt Offenbah 2023 bekanntgegeben und ich freue mich wirklcih sehr sehr sehr, dass er an Nic geht. Die seit 2012 mit viel Herzblut ein Hinterhofkino betreibt in dem es neben einem gut kuratierten Programm auch leckere Speisen und phanastische Weine gibt. Weil der Preis zwar super, aber nicht so dolle dotiert ist und solche Orte sehr an der Gunst des Publikums hängen: Wie wäre es mit ein paar Gutscheinen unterm Weihnachtsbaum? https://filmklubb.de/programm/programm-lang/

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach

Freitag 8. und Samstag 09. Dezember: "Über das Unbehagen zu wohnen“

(Daniela)

Ich war letzten Samstag mit Sarah in „Über das Unbehagen zu wohnen“ in der Villa Schweizer5 und es war toll. In der Lecture Performance mit Tee und Dias begibt sich Regisseurin Eleonora L. Herder gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach den verschwiegenen Echos einer deutsch-jüdischen Familiengeschichte.

Was macht die silberne Teekanne aus einem jüdischen Kaufhaus 73 Jahre nach ihrem Verschwinden auf dem Bahnhof Berlin Spandau? Wie wurde die in Sizilien verbreitete Amöbenruhr zur Komplizin nationalsozialistischer Rassenpolitik? Was haben die Schlaftabletten der Großmutter der Regisseurin mit dem Tod von Ingeborg Bachmann zu tun? Wer hat das Hakenkreuz an dem Grab ihres Urgroßvaters abgemeißelt und wo ist das Ohr von John Paul Getty dem III. heute? - Diesen und weiteren drängenden Fragen versucht die Lecture Performance „Über das Unbehagen zu wohnen“ auf die Spur zu kommen.

Anfang des Jahres erreicht Eleonora L. Herder per Spedition ein riesiges Paket: ein Sekretär aus den 1920er Jahren. Ein dunkelbraunes Ungetüm aus Nussbaum, für das sie eigentlich überhaupt keinen Platz in ihrer Wohnung hat.

Angeblich gehörte er einmal ihrem Urgroßvater, der den Schreibtisch mit sich durch Europa schleppte, als er Anfang der dreißiger Jahre vor der Rassenpolitik der Nationalsozialisten fliehen musste. Seitdem wurde er in ihrer Familie weitergereicht wie ein Schrein. Er steht abwechselnd für die Heimat, die man nie mehr haben würde und das Großbürgertum, das man glaubte, verloren zu haben. Und nun stand er eben auf der Straße in Frankfurt Bockenheim. Anlieferung bis zur Bordsteinkante.

In einem vermeintlich privaten Wohnzimmersetting erzählt Herder anhand von Dokumenten und Objekten ihrer Familie eine alternative Geschichte deutsch-jüdischer Identität. Die Performance changiert zwischen dokumentarischem Diavortrag, ausgreifender Anekdote und brüchiger Intimität, in der die Grenzen zwischen Politischem und Privatem, Opfer- und Tätergeschichte verschwimmen. Immer wieder stellt sich eine Rastlosigkeit ein und die Frage, ob es überhaupt möglich ist, bei sich zuhause zu sein.

Mehr Infos unter: www.andpartnersincrime.org

Beteiligte: Despina Apostolou, Eleonora Herder, Tim Schuster, Marina Rengel Lucena, Jonas Harksen, Joanna Plastrotmann, Maren Burger, ehrliche arbeit  – freies Kulturbüro, Felix Kosok und Anna Pirot (Bureau 069)

08.12.2023, 19 Uhr, 09.12.2023, 17.30 Uhr (mit Kinderbetreuung)

Schweizer5 | Schweizer Straße 5 Frankfurt am Main | Tickets unter: www.eventbrite.de/ueber-das-unbehagen-zu-wohnen-tickets
Ermäßigte Tickets über E-Mail an
tickets@andpartnersincrime.org Limitierte Anzahl verfügbar. Alle weiteren Tickets über https://www.eventbrite.de/e/uber-das-unbehagen-zu-wohnen-tickets-729660503207

Freitag 08. Dezember: SWING HEIL! / Frankfurter Underground in der Nazizeit

(Daniela)

Jean und Dirk haben einen tollen neuen Ort geschaffen. Naja, den Ort, das wunderschöne pastel gab es natürlich schon, aber gemeinsam mit den Betreiberinnen des pastel haben Dirk und Jean einen neuen Social Space aus der Taufe gehoben, in dem sich MusicLover treffen und austauschen können. Alle die ich kenne und die da waren, sind total begeistert. Jetzt kommt schon der 5. Abend:

SWING HEIL! / Frankfurter Underground in der Nazizeit

Die späten 30er/frühen 40er Jahre waren auch in Frankfurt die Zeit einer neuen, anglo-amerikanisch geprägten Jugendkultur: Heißer Jazz und Swing, Jitterbug, Hotkoffer, lässige Kleidung und Frisuren – untereinander begrüßte man sich mit „Heil Hotler“ oder „Swing Heil“. Diese Gegenkultur war den Nazis ein Dorn im Auge und so machten sich Gestapo und HJ-Streifen auf die Jagd nach den Angehörigen des „Harlem-Club“ und den illegalen Parties der Swing-Boys und Swing-Girls.

Jonas Lohse und DJ Kaiser L nehmen uns mit auf eine Reise in die Zeit der Swingmusik und zu den Wurzeln des Jazz im Nachkriegs-Frankfurt, dem „Frankfurt Sound“. Wir besuchen Orte wie das mondäne „Schumann Theater“, die „Rokoko-Diele“ des Kyffhäuser Hotels in der Kaiserstraße, die Cafés an der Hauptwache und Spelunken der Altstadt und lernen bedeutende Persönlichkeiten der Frankfurter Jazz-Szene wie Carlo Bohländer und Emil Mangelsdorff kennen. Stilecht spielt Kaiser L seine Original-Schellackplatten auf einem zeitgenossischen „Hotkoffer“ Grammophon.

VINTAGE SOUNDSYSTEM
veranstaltet Soiréen im pastel, einer Soul-Food-Cantina im Erdgeschoss des medico-international-Hauses im Osthafen  Im ganzheitlichen Konzept der Veranstalter:innen verbinden sich die Künste mit Gesprächen, temporären Ausstellungen, passend zum Thema ausgewählte Speisen und Getränke. Wir gestalten einen Ort, an dem man für einen Abend in eine spezifische Kultur eintauchen kann. Um allen die Teilhabe zu ermöglichen erheben wir keinen Eintritt.

pastel
Lindleystraße 15, Die Räumlichkeiten und Toiletten des Veranstaltungsortes sind rollstuhlgerecht und ebenerdig.

Tür & Küche ab 19:00, Start ab 20:00 Uhr

Freitag 08. und Samstag 09. Dezember: Textland Literaturfest

(Daniela)

Zum sechsten Mal lädt die Faust Kultur Stiftung nun schon zum Textland Literaturfest ein. In Zeiten, in denen „düstere Vorahnungen von globaler Gewalt wieder Wirklichkeit werden, kennt Literatur zwar keine fertigen Antworten, aber ihre Begleitung macht uns stärker und lässt glauben – trotz allem“, wie die Autorin Tanja Maljartschuk den diesjährigen Schwerpunkt zusammenfasst. Gemeinsam mit dem Lyriker Alexandru Bulucz wird sie die beiden Textland-Tage am 8. und 9. Dezember in der Evangelischen Akademie Frankfurt kuratieren. In Gesprächen, Lesungen und Performances werden von mehr als 20 Autorinnen und Autoren die Gegenwart und die möglichen Realitäten von morgen in den Blick genommen.

Hier der Link zum vollständigen Programm

Freitag 08. Dezember: Literaturfest Textland: Zukunft des Erinnerns

(Daniela)

17:15 Uhr Impulsvortrag von Aleida Assmann
17:35 Uhr Diskussion mit
Aleida Assmann, Ibou Coulibaly Diop, Meron Mendel
Moderation Insa Wilke
 
Aleida Assmann, Ibou Coulibaly Diop und Meron Mendel diskutieren im Anschluss an den Impulsvortrag Möglichkeiten, kritisches Geschichtsbewusstsein für Erinnerungskonzepte der Zukunft zu mobilisieren. Wie kann die Aufarbeitung der deutschen Kolonial- und NS-Vergangenheit gelingen, eine Praxis der Wiedergutmachung aussehen und gegenwärtiger Rassismus, Antisemitismus sowie Antiziganismus und Rechtsextremismus minimiert und am besten verhindert werden? Sind Reparationszahlungen, Rückgaben von Raubkunst, Umbenennungen von Straßennamen erste Schritte in die richtige Richtung? Migrationsgeschichte als gelebte Praxis zu würdigen und Erinnerung plural zu denken, sind die Ideale, wofür die Diskutierenden trotz unterschiedlicher Positionen und Lösungsansätze in ihrem Gespräch argumentieren werden.

Mehr Infos: https://www.textland-online.de/index.php?article_id=4242

Freitag 08. und Dienstag 12. Dezember: Lotte und die Tochter

(Daniela)

Theaterstück nach Interviews, Texten und Gesprächen von Lotte Berk und ihrer Tochter Esther

Aktueller Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=FAGlGAY8r6w

Ein Theaterabend über das dramatische und aberwitzige Leben von Lotte Berk (1913- 2003). Lotte erfindet im London der 60er Jahre Fitnesskurse für Frauen und wird damit zum Star. Stark, selbstbewusst und lebenslustig beherrscht sie bald die Titelseiten. Ihre Tochter dagegen droht an der exzentrischen Diva zu zerbrechen, bis sie anfängt, in deren Fußstapfen zu treten… Die Tänzerin Lotte Berk (1913 – 2003) flieht vor den Nazis nach London und kommt nicht mehr zur Ruhe. An ihre  Vorkriegskarriere in Deutschland kann Lotte auf den britischen Inseln nicht mehr anknüpfen. Affären, Tabletten, Morphium und immer wieder Schokopralinen sorgen für kurze Glücksmomente. Lotte glänzt zwar weiterhin mit ihrem extravaganten Auftreten, dahinter lauert jedoch ein Abgrund. Auch ihre Beziehung zur Tochter Esther ist ein einziges tragisches Missverständnis. Bis die Arbeitslosigkeit Lotte 1959
auf die Idee bringt, Fitnesskurse für Frauen anzubieten. Frech, frivol und anstrengend wie Hochleistungssport wird bald in einem Keller für das neue Körperideal geschwitzt. Lotte Berk wird zum Star und begründet einen weltweiten Boom, dem bis heute Millionen folgen. Sie rettet mit ihrer Disziplin ihr Leben und sie begeistert ihre Fans mit ihrem skurrilen Humor. Für ihre Tochter wird sie zum Vorbild, zur besten Freundin und schließlich zur Rivalin. Denn auch Esther eröffnet ein Studio für Fitnesskurse...

Ein Theaterabend gestaltet aus den Originalinterviews, Gesprächen und aufgeschriebenen Erinnerungen von Lotte Berk und ihrer Tochter Esther Fairfax.

Es spielen Chris Nonnast (Lotte) und Pia Luise Jahn (Esther). Kai Christiansen führt Regie und hat auch die Textfassung erstellt.

Mehr zum Hintergrund der Produktion und allen Vorstellungsterminen unter
www.gallustheater.de und www.schlichtundergreifendfrankfurt.de.

Uraufführung am Freitag, den 08. Dezember 2023
um 20 Uhr im Gallus Theater, Frankfurt am Main
Zweite Vorstellung am Dienstag, den 12.
Dezember 2023, weitere Termine folgen

Freitag, 8. Dezember: Karaoke mit Pütti

(Martin)

Ich freue mich jetzt schon! Garantiert schon etwas vorweihnachtliche Stimmung - und vielleicht die Gelegenheit ‚Last Christmas…‘ als Karaoke zu singen! 

Christoph Pütthoff ist eines der bekanntesten Gesichter des Schauspiel Frankfurt und er ist einer der Schauspieler, die am längsten am Schauspiel Frankfurt auf der Bühne stehen. Auch ist Christoph Pütthoff ein genialer und inzwischen fast legendärer Conférencier (und Sänger) in seiner mittlerweile zum Klassiker avancierten Karaoke-Show. Es ist großartig, wie ‚Pütti‘ mit seiner ‚All-in-one-Show’ die Panoramabar rockt, als Unterhalter, Sänger, Tänzer – manchmal sogar Stripper! – das Publikum begeistert und die Gäste zum Singen und Auftreten ‚verführt’. 

Spannend ist es, dabei zu sein – man erlebt Überraschungen, wenn andere auf die Bühne steigen, zum Mikrofon greifen und sich auf das Karaoke-Singen einlassen. Traut man sich selbst, hat man noch mehr Spaß und verdient sich einen Drink!

Die Panoramabar mit der phänomenalen Aussicht auf die Skyline von Frankfurt ist ein genialer Ort für diese Show: Rundum die beleuchteten Hochhäuser, das nette Team der Bar und dann Pütti, der tatsächlich Frankfurt zum kleinen New York werden lässt - zumindest dann, wenn er mit genialem Timbre in der Stimme Frank Sinatra mit eben diesem Song anstimmt...

Hier geht’s ab 10. November zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/karaoke-mit-puetti-/1695/
22.00h
Panoramabar im Schauspiel Frankfurt
Foto: © MG

Samstag, 9. Dezember: Of/ Artwalk Offenbach

(Andrea)

Offenbach gilt als Kreativstadt, es gibt Galerien, Kunstvereine und Ateliers – oft in ehemaligen Industriebauten. Heute gibt es die tolle Gelegenheit, mit Ingrid Walter auf Tour zu gehen und damit einer erwiesenen Kennerin Offenbachs (Ein Tipp für den Gabentisch: "Offenbach zu Fuß" von Ingrid Walter). Es geht Richtung Frankfurter Straße zur Galerie Thomas Hühsam und weiter zu den Zollamt-Studios, wo sich zahlreiche Ateliers befinden. "Wir schauen bei Michelle Concepcion, Vesna Bilic und Andrea Simon – drei ganz unterschiedlichen Künstlerinnen vorbei. Danach wandern wir auf die Berliner Straße, wo sich in einer sanierten und umgenutzten Fabrik eine sensationelle Kunstsammlung verbirgt. Den Abschluss bildetet ein Besuch in der DASH Lounge, Frankfurter Straße, wo wir ein kühles Getränk und Kuchen zu uns nehmen können." 11 Uhr Treffpunkt

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

BIld: walter-wortware.de

Bis Samstag, 9. Dezember: Of/ City-Basar

(Andrea)

Bis 09. Dezember öffnet der Pop-Up Design- und Kunstmarkt City Basar seine Tore und präsentiert Werke von zahlreichen regionalen und überregionalen Künstler*innen. Es gibt handgefertigte Keramik, individuell gestalteten Schmuck, vielfältige Grafik- und Druckarbeiten sowie beeindruckende Fotografie. An den Wochenendtagen gibt es außerdem Live Tattoo Sessions mit verschiedenen Künstler*innen. 17 bis 21 Uhr

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Samstag 09. Dezember: Blaue Stunde im Hotel Nizza

(Daniela)

Es ist zum Heulen, aber ich bin diesmal nicht dabei. Das ist echt schade, denn die erste Blaue Stunde war sensationell. (Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass das eher eine Ü45 Party ist)

Um 17:00 Uhr geht's los und bei ersten Mal war die Tanzfläche schon um 17:30 Uhr voll, denn Claude Deh & Heinz Felber legen super toll auf.
Da die erste Veranstaltung im warmen September war, saßen einige Gäste im Hof oder auf der schönen Dachterrasse. Da das jetzt ja eher nicht geht, wird es bestimmt noch voller. Also kommt rechtzeitig, zumal das Event ja auch pünktlich um 22.15 Uhr zu Ende ist!

Blaue Stunde @Hotel Nizza, Elbestraße 10, Eintritt 10,- €

 

 

Samstag, 09. Dezember: Der Zauberlehrling (weitere Termine & Schulvorführungen))

(Martin)

Johann Wolfgang Goethe
Ein Stück mit Musik für die ganze Familie / Für alle ab sechs Jahren

Viele kennen Goethes Ballade wohl noch aus der Grundschule:
„Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort’ und Werke
Merkt’ ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu’ ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß zum Zwecke
Wasser fließe,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße!“ 

Und natürlich das prägnante Ende:
„In die Ecke,
Besen, Besen!
Seid’s gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke
Erst hervor der alte Meister.“

Die Volksbühne im Großen Hirschgraben erzählt Goethes Ballade neu: Begleitet von Klaviermusik sollen die großen und kleinem Zuschauerinnen und Zuschauer auf lustige, spannende und magische Weise das Abenteuer des ungeduldigen Zauberlehrlings, seines etwas zerstreuten Hexenmeisters und dessen kluger Katze Cornelia neu erleben und erfahren ganz nebenbei vieles über Frankfurt, seine Wahrzeichen und seine Geschichten. 

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/johann-wolfgang-goethe-der-zauberlehrling

Samstag, 9. um 16.00h, Mittwoch, 13. um 10.00h (Schulvorstellung), Freitag, 15. um 18.00h, Mittwoch, 20. um 10.00h (Schulvorstellung), Samstag. 23. um 16.00h, und Freitag, 29. um 16.00h
Volksbühne im Großen Hirschgraben
Foto: © Veranstalter:in

Samstag, 9. Dezember: Of/ Bernard lädt ein

(Andrea)

Claudia war letzte Woche bei Into design mit Maziar Rastgar im Nordend unterwegs und ich war bass erstaunt, was sie dabei noch alles neu kennengelernt hat. Schließlich kennt sie die Stadt wahrscheinlich noch besser als ich. Marlon Navarro mit seiner kleinen und sehr feinen Ledermanufaktur kenne ich bereits, aber von Lampendesignern bspw. hatte ich keinen Schimmer. Dass es eine Menge toller Menschen und Läden gibt, beweist einmal im Jahr die Initiative Bernard lädt ein, dann öffnen sich viele Türen und laden zu Entdeckungen. 57Nord zum Beispiel präsentierten in diesem Jahr erneut eine anregende Mischung aus Collagen, Fotografie und Handwerkskunst in den vielseitigen Räumlichkeiten im Hinterhof der Domstraße 57. Percy Walther öffnet das Archiv aus seinen Fotografien der letzten Jahre. Janet Clauss und Anna Louisa Belz begeistern sich für das Medium der analogen Collage und zeigen eine Auswahl ihrer aktuellen Arbeiten. Frank Ludwig zeigt im Innenhof, was man aus altem Besteck zaubern kann. Sein Repertoire an Schmuckstücken, Ringen und Accessoires ist in den letzten Jahren weit über Offenbach hinaus bekannt geworden.Für einen kurzweiligen Aufenhalt wird es vor Ort Getränke, Musik, Postkarten und Prints geben. Weiter geht es mit Eva in der Etagerie (wunderbare Dinge von hier), Peter Reichard mit den Genussverstärkern (vielleicht verschenke ich mal ein Whiskytasting?), Alex in der Offenbar, Anke in der Strandperle und und und.13 bis 18 Uhr

Nordend Offenbach, Bernard-/Taunus-/Domstraße, Offenbach

Samstag, 9. Dezember: Of/ Sibylle & Yvette

(Andrea)

Wir sind heute auf dem Weihnachtsball im Palmengarten und damit bin ich für den Abend im Waggon leider massiv overdressed. Ab 20.30 sorgt dort das unglaubliche DJ-Duo Sibylle & Yvette mit Electro-Pop, Indie, 80ies. Trash für Stimmung, das letzte Mal vor der Winterpause und bis 1.30 Uhr. Ihr könnt Headbangen, Arme und Beine von Euch werfen und vor allem: Engtanzen.

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/Höhe Isenburger Schloss, Offenbach

Samstag, 09. Dezember + Samstag, 16. Dezember: LAB106

(Petra)

Das tolle LAB 106 von Lena Grewening habe ich Euch schon vorgestellt: mittlerweile nicht nur im myZeil, sondern auch auf der Schweizer Straße in Sachsenhausen. Es ist von einer Pop-up-Galerie plus Shop zu einem (beziehungsweise zwei) festen Ort geworden, der jungen Künstlerinnen und Künstlern sowie Designerinnen und Designern eine Plattform gibt. Das bedeutet auch eine wertvolle Unterstützung für deren Vernetzung und Vermarktung. Und für Euch eine wertvolle Unterstützung bei der Suche nach Weihnachtsgeschenken, wenn Ihr handgearbeitete Unikate und Kunstwerke mögt. Das könnt Ihr an den folgenden Samstagen auch noch mit einer geführten kleinen Tour durch das LAB 106 und ein paar weihnachtlichen Leckereien zu Eurer Stärkung verbinden.

LAB 106, Galerie und Magazin, Ort: Schweizer Straße 46, Öffnungszeiten: 10 - 19 Uhr, Eintritt: frei

Samstag 9. Dezember: Advent Pop-Up mit Mode, Illustration und Schmuck

(Daniela)

Wärmende Mützen und Schals, handgezeichnete farbenfrohe Illustrationen, stilvolle Mode und festlicher Schmuck – beste Voraussetzungen, um wunderbare Weihnachtsgeschenke zu finden!

Am zweiten Adventssamstag öffnen Alexandra Baum, Amelie Persson, Christina Claussen und Meinfrollein ihre Türen für ein einzigartiges Atelier Pop-Up im Ladenatelier der Frankfurter Schmuckdesignerin Alexandra Baum.

Taucht ein in die entspannte Atmosphäre des Ateliers, probiert die exklusiven Einzelstücke der Modekollektion von Christina Claussen und kuschelt euch in die nachhaltig gefertigten Mützen, Ponchos und Schals von Meinfrollein. Amelie Persson präsentiert siebgedruckte Grüne-Soße-Geschirrtücher, illustrierte Rezepthefte und zauberhafte Weihnachtspapeterie – perfekt, um sich mit Geschenken einzudecken.

Beim Besuch im Atelier entdeckt Ihr, wo der handgefertigte Schmuck von Alexandra Baum entsteht. Ihre ganze Kollektion ist von der Natur inspiriert und bietet euch einzigartige Geschenkideen.

Advent Pop-Up, Samstag, 9. Dezember 2023, 11 bis 23 Uhr
Ladenatelier alexandra baum . schmuck, Konrad-Broßwitz-Str. 6, Frankfurt Bockenheim
U6/U7 Kirchplatz

Samstag, 9. Dezember (Premiere) & Sonntag, 10. Dezember: Zur Nacht

(Martin)

Evelyne de la Cheneliére - Deutschsprachige Erstaufführung

Bernhard kann nicht schlafen. Viviane hat jede Nacht denselben Traum, der ein Alptraum ist, weil er sich nicht von der Realität unterscheidet. Jeremias kann nur im Dunkeln essen. Lena wurde mittags in einem sonnendurchtränkten Zimmer geboren. Bernhard und Viviane sind die Eltern von Lena. Lena verschwindet und taucht wieder auf. Bernhard und Viviane haben Jeremias adoptiert. Jeremias ist der Gärtner von Bernhard und Viviane. Lena und Jeremias sind ein Paar. Lena arbeitet an ihrem Untergang. Jeremias ist Veteran. Lena und Jeremias suchen ein Opfer. Bernhard fährt nachts an den Hafen, vor ihm auf der Straße ein Unfallauto, das aussieht wie ein großes Tier. Viviane sieht durch das Fenster die Landschaft brennen. 

In Evelyne de la Chenelières Stück „Zur Nacht“ verweben sich unterschiedliche Perspektiven zum Porträt einer Wohlstandsfamilie. Die Tochter Lena fühlt sich von der Fürsorglichkeit ihrer Eltern, die ihr alles geben wollen, erdrückt und will ausbrechen. In ihrem Versuch, ihre bürgerliche Herkunft abzustreifen, greift sie zu immer drastischeren Mitteln, aber die Eltern versuchen, die Fassade zu wahren, weiterzumachen, als wäre alles in Ordnung. Hauptsache, das Boeuf Bourgignon schmeckt. Und dazwischen: Jeremias, der nicht ins Bild passt, dem eine schwierige Vergangenheit nachgesagt wird, der aber selbst kaum zu Wort kommt. Gemeinsam mit ihm will Lena „die Unschuld wiederherstellen“, wie sie sagen. – Mit jeder Szene wird deutlicher, dass das einen schrecklichen Ausgang haben kann.

Ein Thriller voll bitterer Komik, der von Generationenkonflikten und Klassengegensätzen handelt. Und ein poetisches Stück über die Nacht, dunkle Fantasien und die Kraft der Sprache.

Samstag, 9. Dezember (Premiere) und Sonntag, 10. Dezember um jeweils 20.00h:  Theater Landungsbrücken
Foto: © Christian Schuller

Samstag 09.-Sonntag 17. Dezember: ADVENTwerkstattLADEN

(Daniela)

Sandra lädt wieder in ihre Porzellanwerkstatt nach Sachsenhausen ein. Was ein Glück öffnet sie ihre Werksatt für zwei Wochen, so werde ich es auch schaffen vorbeizukommen. Und es gibt nicht nur

  • handgemachtes Porzellan, sondern auch
  • Wein aus Franken  und
  • Wermuth aus dem Rheingau und
  • einen Gast hat sie dieses Jahr auch: den Maler Enrico Gelinski.

Porzellanwerkstatt
Sandra Nitz
Gutzkowstrasse 10 / im Hinterhof, 60594 Frankfurt am Main
09. bis 17. Dezember, 12 bis 18 Uhr
Samstag und Sonntag ab 11 Uhr und nach Verabredung

www.nitz.porzellan.de; insta: @nitz_porzellan

Samstag, 09. und Sonntag, 10. Dezember: Lolas Weihnachtsmarkt 2023

(Petra)

Ein Pflichttermin meine ich, nicht nur weil wir alle den Kunstverein Familie Montez so mögen: An diesem Wochenende ist es so ein toller Treffpunkt mit bester Aussicht auf den Main und die Stadt, zum Schlendern und Schwätzen und Gucken, was es wieder alles Schönes an den vielen Ständen zu kaufen gibt. Von Kunst, Kunsthandwerk, Keramik, Siebdruck bis zu Kinderspielzeug, Bücher, Textiles undsoweiterundsofort. Letztes Jahr hatte ich hier den Wasserhäuschen-Kalender von Amelie Persson ergattert (den ich mir auch selbst schenken musste). Nicht alles im buntgemischten Angebot mit vielen Kreativen ist mein Geschmack – aber das ist ja auch gut so für mein Portemonnaie. Wer (dennoch) Shopping-Weihnachtsfrust hat oder eine Stärkung braucht, genehmigt sich einen Glühwein o.ä. und freut sich über die ganzen Bekannten dort, denen es wahrscheinlich ähnlich geht. 

Lolas Weihnachtsmarkt, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Uhrzeit: Eintritt: frei

Bis Sonntag, 10. Dezember: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage

Save the Date:

Vom 5. bis 10. Dezember 2023 findet Remake. Frankfurter Frauen Film Tage, veranstaltet von der Kinothek Asta Nielsen e.V., unter dem Schwerpunktthema „Gemeinsam…! Nähe, Verantwortung und Solidarität mit Anderen“ statt, Die Geschichte des Verleihs CHAOS FILM, 1979 von Hildegard Westbeld in Berlin gegründet, steht im Mittelpunkt eines weiteren Programmteils. Die Festival-Personale würdigt in diesem Jahr die Frankfurter Dokumentarfilmemacherin Edith Marcello.  Auch im Jahr 2023 bildet ein CineConcert den glanzvollen Höhepunkt von Remake: Die Uraufführung einer Auftragskomposition zum Stummfilm NORRTULLSLIGAN (dt. Titel: WEIBLICHE JUNGGESELLEN, Schweden 1923, Regie: Per Lindberg) am 7. Dezember in der Volksbühne Frankfurt. Die Neukomposition stammt von der international bekannten und gefragten niederländischen Pianistin und Stummfilmkomponistin Maud Nelissen. Der Film erzählt von vier jungen Frauen, die im Stockholm der 1920er-Jahre in einer WG leben und einem patriarchalischen Umfeld die Stirn bieten müssen. Stadtleben, Sexualität, Geschlechterhierarchien und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse kommen ebenso in den Blick wie Solidarität und Humor unter Frauen. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman der schwedischen Frauenrechtlerin Elin Wägner (1882-1949).

Das vollständige Programm auf www.remake-festival.de

FOTO: NORTULLSLIGAN (c) Swedish Film Institute

Sonntag, 10. Dezember: Buntspecht

(Uwe)

Wieder ist eine österreichische Band in Frankfurt, dieses Mal nicht in der Brotfabrik, sondern im Zoom. Die Wiener kann man sich gut anhören, klickte mich eben durch die oft schwungvollen Songs der letzten Platte, "An das Gestern, das nie Morgen werden darfte, ich warte“. Gerade läuft „Mojo Risin“, geht in die Beine.

„Die Stücke bewegen sich zwischen Ekstase und Melancholie, Trauer und schelmischem Grinsen, Perspektivenlosigkeit und Utopie, Lebensbejahung und immer wieder nagenden Zweifeln. Die Gruppe ist vor allem für die ausgelassene Energie ihrer Shows bekannt. Beschwingt und brachial, traumwandlerisch und staunend, spöttisch und verträumt kreierte sich die Band in den letzten Jahren immer wieder aufs Neue ihren eigenen Sound.“

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
20:00H
Foto: Homepage Zoom

Sonntag 10. Dezember: Offene Ateliers in der Hellerhofsiedlung im Frankfurter Gallus

(Daniela)

Am 2. Advent laden die Künstler*innen der WestAteliers zu offenen Ateliers mit Glühwein mit Plätzchen ein.

Von 14.00 - 18.00 Uhr öffnen sie ihre Ateliers und geben Einblicke in ihre Arbeiten.

Zu entdecken gibt es Malerei, Druckgrafiken, Zeichnungen, Objekte und einige mehr.

Beteiligt sind: Ruth Luxenhofer, Maike Häusling, Michael Bloeck, Franz Konter und Leonore Poth.

Sonntag 10. Dezember,  14:00 – 18.00 Uhr
WestAteliers, Idsteinerstr. 77 – 132, 60487 Frankfurt
Die Atelierläden und sind nur wenige Schritte voneinander entfernt.
Sie sind ebenendig und barrierefrei.

Mehr Infos auch auf Instagram: westateliers (https://www.instagram.com/westateliers/)

Sonntag 10. Dezember: Nie wieder ist jetzt! Lichterkette am Main

(Daniela)

Frankfurts Kulturverantwortliche
rufen zu einer Lichterkette am Mainufer am 10. Dezember auf

In Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen setzt die Kulturszene in Frankfurt ein Zeichen gegen Antisemitismus. 85 Jahre nach den November-Pogromen 1938 sind Jüdinnen und Juden in Frankfurt wieder in Sorge um ihr Leben. Entsetzt sehen wir, dass das Massaker am 7. Oktober und der Terrorangriff von Hamas weltweit, auch in Deutschland, zum Auslöser für andauernde antisemitische Propaganda und Gewalt wurde.

Dazu wollen wir als Kulturverantwortliche in Frankfurt / Rhein-Main nicht schweigen. Wir bekennen uns zu unserer historischen Verantwortung. Wir stehen auf und nehmen Stellung: Im Alltag, bei der Arbeit, im Freundeskreis, in Vereinen und Gemeinden. Wir erheben unsere Stimme gegen Antisemitismus. Wir stellen uns schützend an die Seite von Jüdinnen und Juden. Wer sie angreift, greift uns an. Unsere Solidarität überschreitet religiöse und kulturelle Grenzen.

Als Zeichen dafür rufen wir, unterstützt durch das Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt, zu einer Lichterkette auf. Denn:

Wir treffen uns, gerne mit eigenen Kerzen, am  Sonntag, 10. Dezember
zwischen Eisernem Steg und Ignatz-Bubis-Brücke
(Uferweg an der Innenstadtseite des Mains)
Beginn 18.00 Uhr, Ende 18.30 Uhr

Jeder und jede aus Frankfurt und Region wird gebraucht. Denn von dieser Stadt mit ihrer vielfältigen Geschichte und Gegenwart soll ein starkes Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und gegen Antisemitismus und Extremismus in unserer Gesellschaft ausgehen.

Die Kulturverantwortlichen sehen es als ihren demokratischen Auftrag an, in den aktuellen Debatten gegen jede Art der Diskriminierung einzustehen, sowie Empathie, Respekt und Vielfalt zu fördern. Wir wollen gerade jetzt Raum für offenen, kritischen und vielfältigen Gedankenaustausch schaffen und die Gesellschaft gegen jeden Extremismus stärken.
http://www.niewiederist.jetzt/

Sonntag 10. Dezember (bis 4.2.): Familienführung „Nachgefragt: Frankfurt und der NS“

(Daniela)

„Nachgefragt: Frankfurt und der NS“
Vom Alltag und Familienleben junger Menschen im Nationalsozialismus
Familien-Führung im Jungen Museum
Sonntag 10.12.2023, 14 Uhr

Wie kann man Kinder und Jugendliche für das Thema Nationalsozialismus interessieren? Zum Beispiel, indem man ihnen anschaulich vermittelt, wie diese Zeit den Alltag junger Menschen in Frankfurt geprägt hat. Deren Erfahrungen und Erlebnisse in Schule, Familie und Freizeit stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Jungen Museum. Sie ist noch bis zum 4. Februar 2024 zu sehen.
Die Ausstellung richtet sich an Menschen ab 10 Jahren. Zeitzeug*innen-Interviews, biografische Dokumente und Objekte lassen den Alltag von Kindern und Jugendlichen in der NS-Zeit lebendig werden und ermutigen das junge Publikum zur Auseinandersetzung mit den eigenen Standpunkten.
Die Familienführung durch die Ausstellung spricht auch ganz bewusst Eltern und Großeltern an, für die die Zeit des Nationalsozialismus oft ein heikles Thema ist und die sich mit der Frage schwertun, wie sie mit den Kindern über den Nationalsozialismus reden sollen.
Um das Gespräch zwischen den Generationen zu erleichtern, hat das Team des Jungen Museums zusätzlich einen Leitfaden erstellt. Er liegt kostenlos im Museum zum Mitnehmen aus und steht auch online zum Download hier bereit.

SO, 10.12., 14 Uhr
Eintritt: 8€ / 4€ ermäßigt, zzgl. 3 € Führung
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei!
Familien-Führung „Nachgefragt: Frankfurt und der NS“

Junges Museum Frankfurt und Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main www.historisches-museum-frankfurt.de
Foto: Uwe Dettmer

Sonntag, 10. Dezember: FFM/ drei90

(Andrea)

Mein Töchterchen ist zwischenzeitlich zum Fußball-Fan avanciert und hat ihr Herz dem FC Barcelona verschenkt. Sie schaut jedes Spiel und kennt sich wirklich gut aus. Angenehmer Nebeneffekt: Sie lernt freiwillig spanisch und will dort btw. im Juni 2024 ihr Praktikum machen (hat zufällig jemand Kontakte?). Trotzdem dürfte der heutige Abend auch für sie unterhaltsam sein: "Seit 2016 schicken Basti, Enzo, David und Axel ihren drei90-Podcast in den Äther, tausende Fans folgen den vieren inzwischen auf ihren Audio- und Social Media-Plattformen. Höchste Zeit also, die Jungs von der virtuellen Bank endlich auf den Platz zu schicken! In ihrer launigen Live-Show erfahren wir wie gewohnt (fast) alles über aktuelle und ewige Fußball- Momente, blicken hinter die Kulissen und staunen über die Skurrilitäten des Sports. Welches Vereinsmaskottchen würde einen Faustkampf gewinnen, welcher Verein hat die „beste“ Hymne oder was ist Ihrer Meinung nach eine Alptraum-Bundesliga? Es wird gesungen, es wird gelesen, es wird gelacht. Oder um es mit Prinz Poldi zu sagen: „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch.“ Weitere Infos unter www.drei90.de, 19 Uhr Einlass

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

bis 23. Dezember: Of/ Superladen & Rene verlost ein Bild

(Andrea)

So sehr ich Winter nicht mag, die Weihnachstzeit hat schon etws für sich. Neben schönen Veranstaltungen und feinen Einladungen ploppen dann immer besondere Läden auf, wie der Superladen einer ist. In schöner Regelmäßigkeit und schon seit 20 Jahren, Chapeau & Gratulation an dieser Stelle!, gestalten Offenbacher Künstlerinnen und Künstler eine Fläche und bieten ihre Arbeiten zum Verkauf an. Die Auswahl im Superladen ist nicht nur groß, sondern auch gut, ein bisschen Budget sollte man also durchaus dabei haben. Mit dabei sind fcbeuropa, andreablumoer_studio, pbuschkaemper, georgdoerr, anja_hantelmann, atharinahantke, mrfoldtex, frau.tonka, collage_renatakos, jokriesche, miralaaf, pelusapetzel, leonorepoth, luisramirez, ulrike_rothamel, rene_spalek, judith_shu_ritter, eva.weingaertner, georgia.malerei, ralphzol. Bis 23.12 2023, täglich 12—19 Uhr geöffnet

Superladen, Frankfurter Straße 17, Offenbach—city

Außerdem, und da mache ich klar mit, hat sich Rene Spalek eine hübsche Aktion ausgedacht:
Du möchtest eine preisgekrönte “looking up • offenbach” Fotografie von René Spalek gewinnen? Das Fotomotiv wurde für den "Feels like Hessen Kalender 2024" ausgewählt !!!
1. Was kannst du gewinnen? “looking up • offenbach” FineArtPrint gerahmt im Format ca 30x21cm
2. Wie kannst du gewinnen? Komm in den SUPERLADEN, finde das Motiv und fotografiere ein Selfie mit dir und dem “looking up” Motiv
3. Poste das Foto auf Instagram ODER Facebook und markiere @kunstsuperladen UND @renespalek in deinem Post.
4. Am 22.12. lose ich eine/n Gewinner*in aus.
5. Die/der Gewinner*in kann das Bild am 23.12.2023 von 15 bis 19 Uhr direkt im SUPERLADEN rechtzeitig für das Weihnachtsfest abholen.
Natürlich kannst du deinen Gewinn auch gegen das größere Format von ca 60x42cmeinen gegen Aufpreis von €320 eintauschen Oder du folgst dem Impuls deines Herzens und holst dir das “looking up • offenbach” zum SUPERLADEN-SPECIAL-PREIS €450,- direkt und völlig ohne Wartezeit. Dieses Angebot gilt bis zum 23.12.2023 * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Montag 11. Dezember: The Tiger Lillies im Zoom

(Daniela)

In „The Tiger Lillies‘ Christmas Carol: A Victorian Gutter” präsentieren die Dark Cabaret Pioniere eine düstere, musikalische Interpretation von Charles Dickens‘ Klassiker Das Trio zerlegt und baut die Geschichte, die jeder kennt, wieder zusammen, um das Licht auf die Armut und Verdorbenheit zu leuchten, welche auf den kalten Straßen Londons offen liegt. Die Show hatte am Southbank Centre in London zu Weihnachten 2021 seine Premiere. Heimste nur 4 und 5 Sterne Reviews ein und wurde auf breiter Ebene gefeiert.Die Welt der TIGER LILLIES ist dunkel, eigentümlich und abwechslungsreich, ausgestattet mit Momenten tiefer Traurigkeit, grausamen schwarzen Humors und ungemeiner Schönheit. Ihre Songs behandeln alle dunklen Aspekte des Lebens, von Prostitution und Drogenabhängigkeit zu Gewalt und Verzweiflung. Die Musik ist eine Mischung aus Berliner Cabaret der Zwischenkriegszeit, anarchistischer Oper und Gypsy Music. Zum Teil Grand Guignol, schäbiges Vaudeville und düsterem Cabaret. Die Tiger Lillies hören nie auf zu schockieren, zu überraschen und dabei zu unterhalten. Zu den besten Shows der Grammy nominierte Band gehören „Edgar Allan Poe’s Haunted Palace“, „The Ancient Mariner“ und der Olivier Award Gewinner „Shockheaded Peter“. „Unsere Musical Version von A Christmas Carol dampft die Geschichte auf ihre fundamentalen erzählerischen Elemente ein, auf die soziale Ungerechtigkeit und die ständig präsente Angst vor dem Tod durch Armut und Hunger. Ein berührender Soundtrack mit minimalistischer Instrumentierung fängt die kalten viktorianischen Straßen London’s ein und zeigt aber auch die Hoffnung von menschlichen Verbindungen über Gier und Ignoranz.“ Adrian Stout „Es gibt soviel im Schaffen von Charles Dickens zu bewundern. Er erzählt wundervolle Geschichten. Und A Christmas Carol ist eine seiner Besten. Es war einfach, einen Songzyklus zu dieser Geschichte zu schreiben.  Die Tatsache, dass seine Charaktere mit Einsicht für unsere Schwächen und Fehler ausgestattet sind, machte das Songwriting noch vergnüglicher. Was diese Geschichte so fantastisch macht ist Scrooge’s Reise von einem selbstsüchtigen Monster zu einem reuigen Wohltäter. Die Tatsache dass drei Geister der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihn buchstäblich in diese Transformation mit Angst und Schrecken versetzen macht es auch komödiantisch. Was für ein Autor!“ Martyn Jacques

https://zoomfrankfurt.com/programm/the-tiger-lillies-2023

Montag, 11. Dezember: Valery Tscheplanowa Das Pferd im Brunnen

(Martin)

In Frankfurt war sie Käthchen, Salome, Stella und großartig als Alice im Wunderland. Jetzt kommt Valery Tscheplanowa als Schriftstellerin zurück und ihre Bühne steht diesmal nicht am Willy-Brand-Platz, sondern ist das Literaturhaus. 

Das Feuilleton überschlägt sich anlässlich ihres ersten Romanes ‚Das Pferd im Brunnen‘! Das Literaturhaus schreibt: „Der so erfolgreiche Weg der Schauspielerin und nun auch Autorin Valery Tscheplanowa ist eng mit Frankfurt verbunden. Hier stand sie lange Zeit für das Schauspiel auf der Bühne und begann ihre Filmkarriere („Im Angesicht des Verbrechens“). Zu Gast ist Tscheplanowa, die im sowjetischen Kasan geboren wurde, mit acht Jahren nach Deutschland kam und 2017 Schauspielerin des Jahres war, mit ihrem Debüt „Das Pferd im Brunnen“ (Rowohlt). 

In dem autobiografisch geprägten Roman erzählt sie von Walja, die in einen russischen Kurort zurückkehrt, als ihre Großmutter stirbt. Intensive Momentaufnahmen zwischen Norddeutschland und Kasan fügen sich zu einer Geschichte über vier starke Frauen im Russland des 20. und 21. Jahrhunderts.“  

ndr.de schreibt: „Tscheplanowa wirft einen warmen Blick auf kantige Charaktere, beschönigt nichts und dringt auch in die familiären Untiefen vor. In ihrem Debüt gelingt Tscheplanowa das Schwierigste: Autobiografisches durchscheinen zu lassen, aber als Ich-Erzählerin hinter dem Romanstoff zu verschwinden. Und den hat sie fein und dicht aus starken Bildern und fantastischen Motiven gewebt. Vorhang auf für diese neue Stimme der Literatur!“

Wer wieder mal Valery Tscheplanowa an den Lippen kleben will, sollte diese Lesung nicht verpassen! 

Hier geht’s zu den Tickets: https://literaturhaus-frankfurt.de/programm/termine/valery-tscheplanowa-das-pferd-im-brunnen-2023-12-11/
Montag, 11. Dezember um 19.30h
Lesung im Literaturhaus Frankfurt
Foto: © Just Loomis

Dienstag, 12. Dezember: MOMEN-Führung "Made in Frankfurt"

(Petra)

Wenn Ihr mal wieder was anderes braucht als Weihnachten, geht doch heute vorbei zur Kuratoren-Führung im Museum of Modern Electronic Music, einem meiner Meinung nach immer noch unterschätzten Ort an der Hauptwache (mit internationaler Beachtung). Genießt die Ausstellung „MILESTONES - Favorite Club Tracks 1985– 2020" mit MOMEM-Direktor und Co-Kurator Alex Azary. Für viele der Sound einer Zeit, an der sie sich gerne erinnern. Der Fokus in der Themenführungen "Made in Frankfurt" liegt auf den Tracks der aktuellen Ausstellung, die direkt oder indirekt eine Verbindung zu Frankfurt haben. Lernt so ihr die Entstehungsgeschichten dieser Tracks kennen und erfahrt mehr über die Artists und Labels hinter dem Sound of Frankfurt. 

"Made in Frankfurt", Kuratoren-Führung mit Alex Azary (Direktor und Co-Kurator) durch die Ausstellung „MILESTONES - Favorite Club Tracks 1985– 2020", Ort: MOMEM, Adresse: Hauptwache (Zwischenebene an der Treppe), Uhrzeit: 17:30 - 19:00 Uhr, Eintritt: 20 Euro, inklusive 1 Getränk, limitierte Plätze, Anmeldung erforderlich hier

Mittwoch, 13. Dezember: Junges Konzert Junior: Mutter Gans & Aschenputtel

(Daniela)

Spielerisch Klassik begegnen. Eine Orchestersuite mit fein gezeichneten Porträts bekannter Märchenfiguren wie Dornröschen, der kleine Däumling oder die Kaiserin der Pagoden und eine humorvoll-skurrile Ballettmusik über die Geschichte von Cinderella. Was kann es musikalisch wie inhaltlich Schöneres geben in einem Konzert für junge Konzertbesucher? Das einstündige Konzertformat des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt für Jugendliche von 10 und 14 Jahren präsentiert berühmte klassische Werke spielerisch aufbereitet und moderiert. Für Schulklassen steht vor dem Besuch dabei auch didaktisches Material bereit. Konzertdauer: ca. 60 Minuten – keine Pause!

Weitere Infos: https://www.hr-sinfonieorchester.de/konzerte/konzerte-23-24/mutter-gans--aschenputtel,junges-konzert-junior-118.html

Junges Konzert Junior: Mutter Gans & Aschenputtel
18 Uhr
Ort: hr-Sendesaal, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt

Mittwoch, 13. Dezember: Frankfurt Pentagonium

(Daniela)

Monika empfiehlt Euch folgende Veranstaltung: Frankfurt Pentagonium

Contemporary Jazz | Mit einem brandneuen Quintett-Projekt wollen die brillianten Musiker der HR BigBand Axel Schlosser (tr), Denis Gäbel (ts,ss), Jean Paul Höchstädter (dr) und Hans Glawischnig (kb) frischen Wind in die regionale und überregionale Jazzlandschaft bringen. Dafür konnten sie auch den Ausnahme-Pianisten Sebastian Sternal gewinnen.

Das Quintett versteht sich als ein Kollektiv gleichberechtigter Virtuosen, in das jeder Einzelne farben-und facettenreiche kompositorische Inspirationen einbringt, die von großem gegenseitigem Respekt getragen sind. Schon beim ersten Zusammentreffen konnte ein wirklich spannender, eigener Band-Sound kreiert werden. Dass sich dieses atemberaubende Quintett schnell zu einer festen Größe in der Szene entwickeln wird, steht schon mit der Qualität der Besetzung außer Frage. Mit der „FABRIK außer HAUS“ ermöglichen wir dem Quintett im Museum für Kommunikation einen seiner ersten Live-Auftritte, um seine hoffentlich wachsende Fan-Gemeinde zu begeistern! In dem Ticketpreis ist der Eintritt in das Museum und in alle Ausstellungen am Konzerttag enthalten.

Mittwoch, 13. Dezember 2023 | Beginn: 20:00 Uhr / Einlass: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Kommunikation Frankfurt, Lichthof; Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main

Donnerstag, 14. und Freitag, 15. Dezember: Werkstatt "Stadt": Siebdruck und Hockerwerkstatt

(Petra)

Guter Ort, gutes Programm: Wir brauchen Raum für Veränderung! Das ist im Fall der Agentur des städtischen Wandels in der Bruchbachstraße 7 durchaus wörtlich zu verstehen. Hier ist – erst mal für drei Jahre – ein Ort des Austauschs und der Begegnung entstanden, vor allem ein öffentliches Laboratorium für die Stadtentwicklung, eine Ideenschmiede, eine Werkstatt, in der erkundet und probiert werden darf, ohne schon genau zu wissen, was dabei herauskommen wird. Denn nicht erst heute oder in der Zukunft ist Stadtumbau ein wichtiges Thema, das uns alle bewegt. So zeigt sich in der Braubachstraße ganz idealtypisch der fortwährende, in Teilen auch radikale, städtische Wandel. Noch vor 120 Jahren standen am gleichen Ort nämlich mehr als hundert, meist mittelalterliche Fachwerkhäuser. Sie machten Platz für eine moderne Infrastruktur: Für die erste Straßenbahn in der Altstadt und für innovative Wohn- und Geschäftshäuser aus Stein und Eisenbeton entlang der neu geschaffenen Braubachstraße – die, anders als die benachbarten Fachwerkhäuser, sogar den Luftangriff im Zweiten Weltkrieg widerstanden und noch heute als städtebauliches Juwel gelten. Aktuell ist hier die Werkstatt "Stadt", in der Ihr selbst aktiv werden könnt: Am Freitag, 15. Dezember gibt es die legendäre Making Frankfurt Hockerwerkstatt. Am 14. Dezember könnt Ihr mit acht unterschiedlichen Motiven siebdrucken. Kommt vorbei und gestaltet mit: Hocker, T-Shirt, Stoffbeutel und - die Zukunft unserer Innenstadt.

Werkstatt "Stadt" – Making Frankfurt, Workshops, Ort: Agentur des städtischen Wandels, Adresse: Braubachstraße 7, Uhrzeit: 14 - 19 Uhr, Eintritt: frei

Donnerstag, 14. und Dienstag, 26. Dezember ÖL!

(Martin)

Nach dem Roman von Upton Sinclair
Noch zwei Mal - Am 26. Dezember ist dann die vorläufig letzte Vorstellung! 

Öl! ist großartig – und weil die Inszenierung so super ist und HR 2-Kultur nach der Premiere vor zwei Jahren damit recht hatte, dass ein neues Kultstück geboren ist! 

Große Bühne! Großes Kino! Schauspiel, Kunst und dabei große Freude!

Regisseur Jan Christoph Gockel und ein ausgezeichnetes Ensemble im Schauspiel bringen Hollywood nach Frankfurt! Hier werden künstlerische Genres miteinander in Verbindung gebracht: Ausgangspunkt ist der Roman Öl! von Upton Sinclair, der mit dem Titel ‚There will be blood‘ verfilmt wurde. Auf der Frankfurter Bühne bzw. mit Außendrehs rund um das Schauspielhaus herum, schafft es der Regisseur mit seinem Team etwas ganz eigenes entstehen zu lassen: Schauspiel, Film, Drama, Komödie, Geschichte, Generationenkonflikte, narzisstische Problematik, gesellschaftlich-ökologische Verknüpfungen... 

Großartig gespielt, fesselnd, hineinziehend – im Grunde eine ‚Coming-of-Age‘ – Geschichte, die es schafft, den Bogen ins ‚Große und Ganze‘ zu schlagen. 

Die FR schreibt: „Am Schauspiel Frankfurt hingegen hört der Spaß absolut nicht auf. Hier hat zur großangelegten Spielzeiteröffnung und vor dem ersten vollbesetzten Zuschauerraum im Schauspielhaus seit 18 Monaten Jan-Christoph Gockel eine eigene Fassung erstellt. Kein Abend für Faulpelze. Wer den Roman gelesen hat, muss keine Angst haben, sich zu langweilen, wer den Roman nicht gelesen hat, wird sich möglicherweise die Frage stellen, was das alles soll. Möglicherweise aber auch nicht, denn als absolutes Theater entfaltet das vielleicht auch so seine Wirkung. Zumal Torsten Flassig Bunny ist, der naive Tropf, der Träumer, und Wolfram Koch Dad ist, der Ölbaron, der Selfmademan, der mit allen Wassern gewaschene Kapitalist, der aber nicht unsympathisch gezeichnete Mensch. Sein Sohn kann ihm kaum widerstehen. In Frankfurt ist das ein tolles Pärchen, aufgeweckt und genüsslich umspielt von Andreas Vögler, dem kapitalismuskonformen Prediger – eindeutig Amit Epsteins Kostüm: vorne weiß wie das Lamm Gottes, hinten schwarz wie der Tod – , und Caroline Dietrich als apartem Hollywoodstar Vee Tracy.“ 

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/oel/1669/
Donnerstag, 14. Dezember um 19.30h und Dienstag, 26. Dezember um 18.00h
Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: © Thomas Aurin

Donnerstag, 14. Dezember: Of/ Feine Sahne Fischfilet

(Andrea)

"Zwei stolze Seiten widmet der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern Feine Sahne Fischfilet in seinem Bericht 2011. Die Band sei "explizit anti-staatlich, wolle "staatliche Strukturen auflösen" und sehe Gewalt als "legitime Handlungsoption in der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner". Feine Sahne Fischfilet sind also eine richtige Punk-Combo mit allem, das dazu gehört: Schrammel-Mukke, Anti-Fa und Bier." schreibt laut.de und dass die Band jetzt in Offenbach spielt, finde ich ganz großes Kino. Denn Verfassungsschutz hin oder her, zumal das die Band in den Augen ihrer Fans geradezu adelt, sie legen zumindest den Finger in die Wunde. "Weil´s jeden Tag brennt" heißt ihre aktuelle Tour und weil Authentizität und Ehrlichkeit seit jeher bei der Band großgeschrieben werden, dass „Sich- Gerade-Machen“ auch bei Gegenwind das ständige offensive Heraustreten aus der Komfortzone, auch wenn es wehtut, ihre unbedingte Aufrichtigkeit verbunden mit einer Bühnenpräsenz, die ihresgleichen sucht, gilt Feine Sahne Fischfilet zu einer der größten und wichtigsten Rockbands des deutschsprachigen Raums gemacht. Einlass 18 Uhr

Stadthalle Offenbach, Waldstraße 312, Offenbach

VORSCHAU
Freitag, 15. Dezember: Pohlmann

(Uwe)

Aus Hamburg kommen wahnsinng gute Musikacts, die die deutschsprachige Musik in den letzten 20 Jahren stark beeinflut hat. Nun kommt der Hamburger Sänger und Songschreiber Pohlmann nach Frankfurt und erfreut Fans und Musikliebhaber mit einer traditionellen Akustiktour „JAHR AUS JAHR EIN“.

 Begleitet wird Pohlmann dabei von seinen langjährigen Weggefährten Hagen Kuhr am Cello und Reiner „Kallas“ Hubert am Schlagzeug. Das Trio musiziert nun mittlerweile seit 18 Jahren gemeinsam und präsentieren ein Programm mit alten Hits und neuen Perlen vor.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 25€ + Service- und VVK-Entgelt / AK: 35 € / Stehplatz
Foto: Brotfabrik Homepage

Freitag 15. Dezember: Klemens Althapp im Frankfurter Salon

(Daniela)

Kathrin hat mir erzählt, dass es in dem schönen Frankfurter Salon in der Baruchbachstraße Freitagsabends Kulturveranstaltungen gibt, die immer sehr schön sind. Da möchte ich gerne hin. Heute wäre die Gelegenheit, wäre ich nicht in München...

ZITRONENBLAU
Klemens Althapp, (Stimme, Piano & Songwriting)

Vor wenigen Tagen zeichnete ihn die Deutsche Popstiftung mit dem „Deutscher Singer-Songwriter Preis 2023 und für sein Album " Die Sonne biegen" mit dem Deutschen Rock-Pop Preis in der Kategorie "Bestes Alternative Album " aus. Ein Piano, vielleicht ein Mikrofon: mehr braucht Klemens Althapp nicht auf der Bühne. Der klassisch ausgebildete Pianist und Sänger geht neue Wege. Mit sanfter Musik und kraftvoller Energie zwischen Pop, Jazz, Chanson und Klassik entsteht ein leuchtendes Klangbild. Improvisatorische Elemente am Klavier geben den St ücken lebendige Impulse. Poetisch-ausgefeilte und direkt- eindringliche Liedtexte ändern die Perspektiven und werfen neues Licht auf elementare Fragen .

Die Lieder waren im Capitol (Offenbach), im Kulturzentrum Lichtung (Köln), im Montez (Frankfurt) und im Speicher (Bad Homburg) zu hören. Im frankfurtersalon singt und spielt Klemens Althapp Titel aus seinem aktuellen Album und stellt neue eigene Lieder vor. Mehr infos unter: www.klemens-althapp.de

Freie Platzwahl, keine Reservierung. Eintritt frei, Spenden an Auftretende möglich. Speisen bis ca. 17:30. Beginn 19:30 Uhr

frankfurter salon, Braubachstraße 32, 60311 Frankfurt am Main (barrierefreier Eingang) www.frankfurtersalon.de

Freitag, 15. Dezember: FFM/ HeXer & Sam Sillah

(Andrea)

Der Leipziger Rapper HeXer ist bereits mit Kool Savas und im Vorprogramm von Cr7z getourt und macht nun mit seinem Düsseldorfer Kollegen Sam Sillah gemeinsame Sache. Beide Rapper haben sich in der Deutsch-Rap-Szene bereits einen Namen gemacht und kombinieren gekonnt tighte oder lockere Rapflows, treibende Rhythmen oder harmonische Melodien. Und hätte ich nicht mein Teenager-Girl, ich hätte nie von den beiden erfahren. So habe ich mich buchstäblich en passant mitreingehört und fand das gar nicht schlecht. Einlass 18 Uhr.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

Freitag, 15. – Sonntag, 17. Dezember: Morgen bin ich gestern anders gewesen

(Martin)

„Erinnern heißt vergessen“, das wusste schon Christoph Schlingensief. Was aber passiert, wenn man sich an das eigene Leben erinnert? Verschwimmt die Biografie, wenn man sie sich selbst oder anderen erzählt? 

„Morgen bin ich gestern anders gewesen“ erforscht mit vier Performerinnen zwischen 64 und 76 Jahren die Perspektiven auf die eigenen Lebenswege und wie sich diese Perspektiven mit der Zeit verändern. Im Zentrum stehen die Selbst(v)erzählungen vierer Lebensentwürfe, die körperlich präsent in Choreografie und Wort hervorgeholt und ausgebreitet werden, um mit ihnen mögliche Zukunftsräume zu beziehen. Dabei folgt die Performance der Frage nach einem genuin weiblichen Blickwinkel auf das eigene Leben und nach den Spannungen zwischen den Generationen weiblich gelesener Personen. 

Das dreiköpfige Theaterhandwerker*innenteam erarbeitet einen Abend aus Interviews und authentischem sowie fingiertem biografischem Material.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/morgen-bin-ich-gestern/

Freitag, 15. und Samstag, 16. Dezember um 20.00h, Sonntag, 17. Dezember um 18.00h
Performance im Mousonturm Studio 1
Solidarisches Preissystem
Foto: © Paul Pape

Freitag, 15. – 17. Dezember: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 (weitere Termine)

(Martin )

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Alle Jahre wieder… - Für manche ist diese Inszenierung der Weihnachtsgottesdienst! Schon 18 Jahre wird JESUS D’ AMOUR GEB. 0 gespielt und deshalb stellt sich die Frage, ob es tatsächlich noch Frankfurter*innen gibt, die diese zauberhafte Weihnachtsgeschichtenerzählung immer noch nicht gesehen haben!? 

„Die Geschichte beginnt mit zwei schwangeren Frauen. Die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Mit Unglaublichem fängt der Glauben an. 

Zwei Knaben werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes - der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln. König Herodes hört von einem neugeborenen König, fürchtet um seinen Thron. Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht. Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. 

Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt. Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Grausam beginnt die neue Zeit. Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der lüsternen Prinzessin Salome – sein Kopf wird in einer Silberschale kredenzt.“

Das Theater Willy Praml hat aus dem biblischen Bestseller eine ganz eigene und besondere Weihnachtsgeschichte entstehen lassen. Die FAZ schrieb: „Eine unerhörte Geschichte neu erzählt für Menschen von heute. Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert.“

Hier der Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=g10bxn1OirA
Und hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-geb-0/
Freitag, 15. Und 16. um 20.00h und Sonntag. 17. Dezember um 18.00h,
Freitag, 22. und Samstag, 23. Dezember um jeweils 20.00h: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 – 2023 im 19. Jahr
Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Rebekka Waitz

Samstag 16. Dezember: MUSIC SNEAK meets BANDPOOL

(Daniela)

Zum Ende des Jahres präsentiert die „Blind Date Konzertreihe“ Music Sneak eine ganz besondere Ausgabe: Music Sneak meets Bandpool heißt es am Samstag, den 16. Dezember im Club der Jahrhunderthalle. Unterstützt von der Süwag Energie AG trifft an diesem Abend nun zum zweiten Mal das Spitzenförderprogramm der Popakademie Baden-Württemberg, Bandpool, auf das Konzertformat der Jahrhunderthalle.

In der musikalischen Mannheimer Nachbarschaft gab es in diesem Jahr große
Jubiläen zu feiern. Denn vor 20 Jahren wurde die Popakademie Baden-Württemberg gegründet. „Punks gründen nichts, und Pop kann man nicht lernen!
Dass das aber sehr wohl geht, beweist die Popakademie nun schon seit 20 Jahren.“ brachte die Stuttgarter Zeitung Mitte des Jahres den Werdegang der Erfolgsinstitution, bestehend aus Pop-Unit und Musikwirtschaft, auf den Punkt.
Und genau fünf Jahre länger, also heute seit 25 Jahren, gibt es das Bandpool Coaching-Programm, welches im Laufe der Jahre zum Spitzenförderprogramm
der Popakademie avancierte. Im Bandpool Projekt werden Bands aus dem gesamten Bundesgebiet auf den Einstieg ins professionelle Musikbusiness vorbereitet und in ihrer musikalischen Identität gefestigt und unterstützt. Bekannte Absolventen*innen des Programmes sind unter anderem ClockClock, Revolverheld, Max Giesinger, Lotte oder NOVAA.
Im letzten Dezember kam erstmalig zusammen, was bestens zusammen passt:
die Music Sneak präsentierte zum Abschluss ihres 5. Geburtstagsjahres drei
Acts des damaligen Bandpool Kaders. Ein unvergessener Abend, der nach
Wiederholung schrie. Und so bleibt man auch in diesem Jahr dem Jubiläen-Abschluss treu. Am 16. Dezember, zum Abschluss der Mannheimer Geburtstags-Feierlichkeiten, gastieren drei aktuelle Bandpool Acts auf den Music Sneak Bühnen im Club der Jahrhunderthalle. Gewiss ist, die musikalische Qualität wird wieder einmal mehr als überzeugen und vielleicht entdeckt man an diesem speziellen Abend Deutschlands neuen Superstar am Pop-Himmel!

MUSIC SNEAK meets BANDPOOL in Kooperation mit der Popakademie Baden-Württemberg am 16.12.2023 im CLUB Jahrhunderthalle
Der Vorverkauf ist bereits im vollen Gange. Schnell sein lohnt sich, denn die
Tickets sind begrenzt! www.musicsneak.com
Bild: Luzifa (c) Jannik FRank

Sonntag, 17. Dezember: Die Erdmöbel-Weihnachtstour 2023

(Uwe)

Bald ist tatsächlich schon wieder Weihnachten. Heute haben wir den 24.11, sind also nur noch einen Monat von dem ganzen stressigen Hin- und Her Gerenne entfernt. Eine Woche vor Heiligabend kommt die Kölner Indie-Popband in die Brotfabrik. Das hat seinen ganz bestimmten Grund, denn Erdmöbel präsentiert auch in diesem Jahr ihre ganz eigene Weihnachts- Show.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Brotfabrik Homepage

Sonntag, 17. Dezember: 68. Naxos Hallenkonzert Boris Filanovsky

(Martin)

Schottische und irische Volkslieder

Der neue Liederzyklus „Ob aus Luft“ (Premiere Oktober 2023 in Berlin) ist eine musikalische Meditation über Verlust, inspiriert durch die gleichnamige russischsprachige Gedichtsammlung der gefeierten Literatin Maria Stepanova. 

Diese handelt vom Fernsein eines geliebten, verstorbenen Menschen, von hinterlassenen Spuren und Echos in der Natur und Umgebung, vom Versuch der Kommunikation über die irdischen Grenzen hinaus. 

Die deutschen Übersetzungen lässt der renommierte schottische Schauspieler, Performer und Stimmkünstler Graham F. Valentine einfließen und begegnet Filanovskys Musik zugleich mit alten, a cappella vorgetragenen Volksliedern aus Schottland und Irland.

Maja Bader – Sopran | Leonhard Dering – Klavier | Graham F. Valentine – Stimme

Hier geht’s zur Reservierung: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSedYVRDImGlQXgAnOfgdj-15eJEmEdu-mRJZSTrmjSBCOk_HQ/viewform

Sonntag, 17. Dezember um 20.30h (im Anschluss an die Vorstellung JESUS D’AMOUR, GEB. 0 um 18.00h)
Naxos Halle
Foto: © Veranstalter:in

27. Dezember: The Music Of Hans Zimmer & Others

(Uwe)

Gleich kommt eine Aufzählung an Soundtracks zu Welterfolgen, die von Hans Zimmer komponiert wurden. Seine mit meilenweitem Abstand liebste Melodie von ihm ist der Main Title aus dem Film True Romance. Unschlagbar gut, diese Südseeklänge, die zum ersten Mal erklingen, wenn die Handlung noch im kalten Detroit spielt. Wenn man diese Melodie hört, die Ennio Moricone oder Nino Rota-Niveau hat, ist man gefühlsmäßig sofort in diesem großen Film, für den Quentin Tarantino das Drehbuch schrieb, der aber von Tony Scott inszeniert wurde. So muss es aber sein, dann hat der Komponist alles richtig gemacht.

Nun zum offiziellen Pressetext: „Die Klangwelten von Hans Zimmer u.a. mit der Musik aus Fluch der Karibik, König der Löwen, Mission Impossible, Batman, Dark Knight, Inception, Interstellar, Dunkirk, Superman, Gladiator“. Zweifellos ist Zimmer ein Meister und hat hat die Welt des Films geprägt, Oscar-, Globe- und Emmy sind da nur konsequent. Bevor Zimmer selbst im kommenden Frühjahr für Höchstpreise in die Festhalle kommt, spielen andere seine Songs in Höchst.

Jahrhunderthalle Höchst
20 Uhr
Foto: Homepage Jahrhunderthalle

JANUAR
Donnerstag, 4. Januar: Performance und Gespräch über die Folgen des 7. Oktober

(Martin)

„Wie man nach einem Massaker humanistisch bleibt in 17 Schritten“

Maya Arad Yasur
Performance und Gespräch über die Folgen des 7. Oktober
Schauspiel Frankfurt 

Am 07. Oktober 2023 verübte die Terrorgruppe Hamas brutale Massaker gegen die israelische Zivilbevölkerung.
Seitdem eskaliert der kriegerische Konflikt im Nahen Osten. 

Unmittelbar aus dieser Erfahrung heraus, hat die israelische Autorin Maya Arad Yasur einen Text geschrieben, den die Regisseurin Sapir Heller (die am Schauspiel Frankfurt derzeit »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« inszeniert) szenisch umsetzt. 

Gemeinsam finden sie eine Form der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Schmerz... 

Entstanden ist eine theatrale Performance, die nach der Menschlichkeit, der Empathie und der verbleibenden Hoffnung fragt.

Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch über den 07. Oktober und die Folgen statt – auch in Deutschland, auch in Frankfurt. Wie kann man angesichts der Ereignisse humanistisch bleiben? Wie kann vermieden werden, dass Antisemitismus und Rassismus die Gesellschaft weiter spalten?

Vorverkauf ab 11. Dezember hier: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/humanistisch-bleiben-in-17-schritten/1699/

Donnerstag, 4. Januar um 19.30h:
Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main

Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt

Samstag, 13. und Sonntag, 14. Januar: Die Blechtrommel

(Martin)

Der Jahrhundertroman „Die Blechtrommel“ (1959) von Günter Grass ist über jede Kritik erhaben. Umso herausfordernder ist die Umsetzung des Monumentalwerkes auf der Bühne. Die Idee des Hamburger Schlagzeugers Stefan Weinzierl ist naheliegend und dennoch einzigartig: Ausgewählte Szenen, gelesen von Schauspieler Devid Striesow, werden von ihm atmosphärisch untermalt und immer wieder bekommen die vielfältigen Schlaginstrumente auch ihren solistischen Platz. 

Sprache und Musik erzählen das Leben des Oskar Matzeraths, der mit drei Jahren sein Wachstum einstellt und aus scheinbarer Kindheitsperspektive die Welt der Erwachsenen erlebt. Eine Lebensgeschichte – von der Geburt 1924 in Danzig bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Und so wie Oskar seine Stimme zum Trommelspiel erhebt, so kombinieren Striesow und Weinzierl die starke Ausdruckskraft von Günter Grass‘ Roman mit den facettenreichen Klangfarben von Vibraphon, Marimba, Percussion und Live-Elektronik – ein einzigartiges, intensives Text-Musik-Erlebnis, dessen Botschaft in einer Zeit von zunehmendem Nationalismus und Populismus wieder immens an Aktualität gewonnen hat.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/die-blechtrommel/
Samstag, 13. Januar um 20.00h und Sonntag, 14. Januar um 18.00h
Konzert/Lesung im Mousonturm
Foto: © Martin Lukas Kim

Donnerstag, 25. – Samstag, 27. Januar: Mauern - She She Pop

(Martin)

Hello! She She Pop kommt! Am 7. Dezember findet die Premiere von ‚Mauern‘ im Berliner HAU Hebbel am Ufer statt – super, dass She She Pop dann gleich Frankfurt besucht. 

Vor zehn Jahren saßen She She Pop in „Schubladen“ Altersgenossinnen aus der ehemaligen DDR gegenüber. Sie verhandelten die systemischen Bedingungen, die ihre sogenannten Identitäten hervorgebracht hatten: zwei starke Ideologien, zwei gegensätzliche Lehren, die in sich selbst stimmig waren. 

Unsere Selbstbilder allerdings, haben die letzten zehn Jahre gar nicht überlebt. Als gedankliche Fortsetzung von „Schubladen“ haben She She Pop für „Mauern“ erneut verschiedene Gäste eingeladen, die mit ihnen die Bühne teilen oder virtuell zugeschaltet sind. Gemeinsam gehen sie auf Zeitreisen zwischen Momenten der Vergangenheit und möglichen Zukünften

Die Reise führt entlang von Mauern, welche die Wahrnehmung und emotionale Prägung der gemeinsamen Realität durchziehen. Ausgehend von einem Trümmerberg aus dokumentarischem Material wird die Bühne mit Hilfe zukunftsbeschwörender Kameratechnik zur Zeitkapsel. Darin sehen wir unseren Held*innen dabei zu, wie sie sich gemeinsam an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ihrer Lebenswelt und den Relikten ihrer Vergangenheit herauszuziehen versuchen, um sich in imaginierten Möglichkeiten gemeinsam umzusehen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/mauern/
Donnerstag, 25. – Samstag, 27. Januar um jeweils 20.00h
Theater/Performance im Mousonturm
Solidarisches Preissystem
Foto: © Dorothea Tuch

Donnerstag, 25. – Sonntag, 28. Januar: Scarbo von Ioannis Mandafounis und Manon Parent

(Martin)

Ballett der Dresden Frankfurt Dance Company

Die Uraufführung von Scarbo fand im Frühjahr in Paris statt. Hier gleich mal eine Kritik dazu: https://www.deutschlandfunk.de/scarbo-neues-tanzstueck-von-ioannis-mandafounis-in-paris-dlf-7237b00d-100.html

Jetzt hat Scarbo seine Frankfurt Premiere und darauf kann man sich freuen! Scarbo ist ein Gnom, ein Kobold. Ioannis Mandafounis und Manon Parent haben sich diesen Titel von Maurice Ravel entliehen. So eröffnet Ravels Musik auch den Abend. Je länger Manon Parent tanzt, desto mehr wird das Publikum in ihre innerste Welt gezogen. Eine Welt, in der Trauer, Wut, Freude, Hilflosigkeit und Stärke existieren. Diese Gefühle bringt die Tänzerin unmittelbar in der Bewegung zum Ausdruck – ohne jeden Filter. Alle Zellen der Darstellerin scheinen in verschiedenen emotionalen Frequenzen zu vibrieren. Sich in all den unterschiedlichen Zuständen zu zeigen, ist eine Freiheit, die man sich selten nimmt. Dieses Teilen von Intimität ist der Kern von „Scarbo“. Dabei können sich die Zuschauer*innen durchaus fragen, ob es sich um reale oder fiktive Zustände handelt, um Erinnerungen an die Vergangenheit oder um eine persönliche Geschichte, die erzählt wird. 

Die Tänzerin selbst steht im Mittelpunkt dieser Erzählung, die vom Zusammenspiel ihres Körpers, ihrer Seele und ihrer Gefühle handelt. Der rhythmische Dialog von Farben, Musik und Tanz – der frei, unabhängig und unvorhersehbar bleibt – schafft eine Atmosphäre, die das Publikum in eine Live-Version eines Kunstfilms versetzt. 

Hier gibt’s einen Trailer zu sehen: https://youtu.be/1-IWq27CIzo?si=2o2Qbm7D2cKRFuNG

Donnerstag, 25. – Samstag, 27. Januar um jeweils 20.00h, Sonntag, 28. Januar um 16.00h
Bockenheimer Depot
Foto: © Jean Baptiste Bucau

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Noch bis Samstag, 23. Dezember: Fensterschau XXXIV – Tina Herchenröther

(Petra)

Heute schon bei Balenciaga reingeschaut? Mit zwei großformatigen Malereien ist Tina Herchenröther gerade in den Fenstern der ehemaligen Burg-Drogerie der Restauratoren zu sehen. Dabei ließ sich die Künstlerin von Kollektionen des Skandal-Modehauses Balenciaga inspirieren: Eine moderne Ritterrüstung aus der Kollektion 2020 und ein Kleid aus zahlreichen ineinander verflochtenen kleinen Metallringen inspirierten Herchenröther zu ihren Motiven. Das Wechselspiel aus Ornament, Weiblichkeit und Stärke stehen zentral in den beiden Werken.

Fensterschau XXXIV: Tina Herchenröther bei den Restauratoren, Ort: Fensterschau, Adresse: Burgstraße 43, bis 23.12., Öffnungszeiten: 24/7

Bis Sonntag, 31. Dezember: Wohnzimmer Hauptwache mit "Langer Bank"

(Petra)

Das DAM-Reallabor "Wohnzimmer Hauptwache" belebte als Teil des Modellprojekts "Post-Corona-Stadt" im Herbst 2022 die Frankfurter Innenstadt. Auch in diesem Jahr ist das DAM auf der Hauptwache aktiv. Im Sommer eröffnet auf dem belebten Platz die Ausstellung „Zukunft Innenstadt Frankfurt“. Sie geht der Frage nach, welche Bedürfnisse und Anforderungen an eine lebenswerte Frankfurter Innenstadt in der Zukunft bestehen. Die Wanderausstellung wird an ausgewählten Orten zu sehen sein und soll bundesweit in den Modellstädten des Förderprogramms Station machen. Einen nächsten Schritt für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum geht das Museum mit der künstlerischen Intervention "Die Lange Bank" ab heute. Die modulare Sitzmöglichkeit wird dort erstmals für verschiedene Dialogformate bereitstehen. Ein Treffpunkt an der Langen Bank - die künstlerische Installation is als Ort der Begegnung, der Inspiration und Erholung konzipiert. Ihr könnt hier in die Choreografien und Hörstücke von 15 interntionalen Künstlerinnen und Künstlern eintauchen, verschiedene Sitz- und Liegepositionen ausprobieren und erleben, wie das Sitzen urbane Räume neu definiert. Je nachem, wer noch so auf der Langen Bank ist, würde ich sagen. 

Wohnzimmer Hauptwache mit der Langen Bank, Deutsches Architekturmuseum (DAM), An der Hauptwache, Eintritt: frei

Bis Sonntag, 14. Januar 2024: Ausstellung DAM „Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber."

(Petra)

Ich mag die Arbeit des Deutschen Architekturmuseums sehr – und auf diese Ausstellung freue ich mich – heute ist die Eröffnung: Proteste müssen stören, sonst wären sie wirkungslos. Wenn Störungen in den öffentlichen Raum ausgreifen und sich dort festsetzen, wenn sie ihn dauerhaft blockieren, verteidigen, schützen oder erobern, dann entsteht Protestarchitektur. Detailreiche Modelle, gebaut an der Technischen Universität München und der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Andreas Kretzer), zeigen Protestcamps von der Resurrection City 1968 bis zur Lobau-bleibt!-Bewegung 2021/2022. Vierzig "Bodenstrukturen" aus Lützerath, zumeist Pfahlbauten, wurden von Rokas Wille (HfG Karlsruhe) mit Fotopapiermodellen dokumentiert. Der Regisseur Oliver Hardt entwickelte für die Ausstellung eine Filminstallation. Gemeinsam mit Aktivist*innen konnte eine Hängebrücke aus dem Hambacher Wald übernommen werden. Auch ein 1:10-Hängemodell des Barrios Beechtown, eine Leihgabe des Künstlers Stephan Mörsch, zeigt diese Waldbesetzung. Die Ausstellungsarchitektur auf der um 1000 Quadratmeter erweiterten Fläche des DAM Ostend wurde von Something Fantastic entwickelt.

"Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber." Eine Ausstellung des DAM – Deutsches Architekturmuseum und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien
Ausstellung: Eintritt: 5 (3) Euro, Öffnungszeiten: Mo. geschlossen, Di., Do. und Fr.: 12 - 18 Uhr, Mi.: 12 - 19 Uhr, Sa. und So.: 11 - 18 Uhr

Bis Sonntag, 03. März 2024: Ausstellung „Bending the Curve“ Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Der Frankfurter Kunstverein zeigt immer wieder faszinierende Ausstellungen zwischen Kunst und Natur. Dieses Mal kooperiert er interdisziplinär mit einer ganzen Menge herausragender Institutionen, unter anderem mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt. Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Wie kann der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden? Und wie können positive Erzählungen entstehen? Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler*innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.

Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität, Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung bis Sonntag, 03.03.2024, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Markt 44, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 10 (6) Euro

Bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder

(Daniela)

Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.

Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €

Mehr Informationen stehen hier.

Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968

Bis Sonntag, 12. Mai 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)

Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.

Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 12.05.2024, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei

Bis Ende Januar 2024: Rüsselsheim/ Frida Kahlo

(Andrea)

Ich hoffe, Kirsten und ich bekommen uns terminlich kooordiniert, ich möchte nämlich mit ihr in die Ausstellung! Frida Kahlo begleitet mich schon lange, lange und seit ich ihre Arbeiten erstmals sah, begeistert mich ihre schonungslose Offenheit. "Die Opelvillen präsentieren über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung von Frida Kahlo (1907–1954), die ihr als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente. Die mexikanische Künstlerin wurde durch ihre besondere Malerei zwischen Naiver Kunst, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit weltbekannt, nicht zuletzt durch ihre autobiografischen Themen und die Verarbeitung ihres bewegten Lebens – ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehe mit Diego Rivera. Erst fünfzig Jahre nach Kahlos Tod kam ihr immenses privates Fotoarchiv ans Licht mit Bildern der Familie, des politischen Kampfes des Paares und ihres versehrten Körpers. Sowohl Frida Kahlos Vater als auch ihr Großvater waren professionelle Fotografen, und sie selbst machte sich die Fotografie auf unterschiedliche Weise zunutze. Sie sammelte unter anderem Daguerreotypien und Postkarten aus dem 19. Jahrhundert und bewahrte Fotografien auf, denen sie ihren persönlichen Stempel aufdrückte, indem sie Dinge aus ihnen ausschnitt, Widmungen auf sie schrieb und sie personalisierte. Sie schenkte sie ihren Freunden, sie waren Erinnerungen an ihre verstorbenen Angehörigen und sie wurden zu einer wichtigen Inspirationsquelle für ihre Gemälde. Darüber hinaus dienten sie ihrer Selbstdarstellung. Frida Kahlo war sich bewusst, dass die Fotografie ein wirkungsvolles Medium war, um das Bild von sich zu vermitteln, das sie anderen zeigen wollte. Durch ihre Fotos, anonyme private Bilder und Porträts ihres Vaters sowie durch die von ihr gesammelten Aufnahmen renommierter Fotografinnen und Fotografen entsteht ein eindringliches Dokument der Zeit und ein intimer Einblick in das Leben einer der bemerkenswertesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Foto: Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust Opelvillen

Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim

Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.

"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)

Bis Sonntag, 01. September 2024: Ausstellung „Klangquellen. Everything ist Music!“

(Petra)

Klänge bestimmen unser alltägliches Leben und sind auch im vermeintlich stillsten Moment um uns herum zu hören. Jeder Ort hat seine eigene Soundscape oder Klanglandschaft, geprägt von der lokalen Umgebung, von Tieren und Menschen, ihren Tätigkeiten und Interaktionen. Welchen Einfluss hat unsere Umgebung auf unsere Hörwahrnehmung? In welchem Verhältnis stehen Umwelt, Klang, Mensch und Musik? In der Ausstellung "Klangquellen" werden diese Fragen beleuchtet und damit auch der westliche Musikbegriff hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen Klänge, ihre kulturelle Verwendung, Interpretation und Bedeutungen. Neben Instrumenten werden in der Ausstellung daher auch einige Exponate zu sehen sein, die man nicht zwangsläufig in einer Musikausstellung erwartet. Ausgehend von der eigenen Sammlung und im Dialog mit zeitgenössischer Musik regt die Ausstellung zum Nachdenken über die Bedeutung der Klänge in der eigenen Lebenswelt an.

Klangquellen – Everything is Music! Ausstellung, mit: Nursalim Yadi Anugerah, Bunau, Conserve the Sound (Daniel Chun & Jan Derksen), Gerhard Müller-Hornbach, Lasse-Marc Riek, die Teilnehmer*innen des Seminars „Klangquellen. Everything is music! Musikethnologie und Ausstellungspraxis" sowie weitere namentlich nicht bekannte Beitragenden, Kuratorin und Co-Kurator: Vanessa von Gliszczynski (Kustodin Südostasien), Matthias Claudius Hofmann (Kustos Ozeanien)

Ort: Weltkulturen Museum, Adresse: Schaumainkai 29, Öffnungszeiten: mittwochs 11 - 20 Uhr, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 7 (3,50) Euro, jeden letzten Samstag im Moant ist der Eintritt frei


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