03.11.2023
HIER "SPRICHT" DIE VERTRETUNG / UMFRAGE LÄUFT NOCH: BITTE MACHT MIT /
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Ich bin vor kurzem von einem etwas längeren Türkeiaufenthalt zurückgekommen, insgesamt drei Wochen war ich unterwegs, habe versucht, die Sprache zu lernen (es wird dauern) und war eine Woche im Bildungsurlaub („Die Türkei auf dem Weg nach Europa?“). In dieser Woche haben wir Frauen- und Menschenrechtler, Vertreter der LGBTQ-Bewegung, von Flüchtlingsorganisationen und anderen Gruppen getroffen. Den Begriff der „shrinking spaces“ habe ich nie öfter gehört und obwohl er dort anderes meint als bei uns, gibt es das Phänomen auch hier.

Seit bald zehn Jahren erfahrt ihr von mir, was in Offenbach los ist und erfreulicherweise ist das immer noch eine Menge und trägt das auch zum wechselseitigen Austausch und dem Zusammenwachsen der beiden 069er bei. Bilde ich mir ein und verweise an dieser Stelle auf unsere aktuelle Umfrage - findet ihr Euch in unserer Auswahl wieder, bewegen wir Euch? Meine Wahrnehmung ist: Offenbacher:innen gehen in Frankfurt aus und vice versa. Das normalste der Welt, wer will sich da in einer globalisierten Welt noch im KleinKlein ergehen? Dass es Offenbach-Bashing immer noch gibt und nicht nur Comedians damit um die Gunst des Publikums kalauern, nervt manchmal und kommt vermutlich ohnehin von Leuten, die noch nie im Filmklubb, Hafen 2 oder Waggon, der Kommune 2010, dem Theater t-raum - um nur einige zu nennen - waren. Trotzdem sind es insgesamt weniger Orte geworden, natürlich, neue ploppen auf, andere verschwinden. Ich vermisse Plätze wie die afip oder Mato-Fabrik, insgesamt Räume für Zusammenkünfte und Experiment, wie sie Heiner Blum mit der HfG biszuweilen öffnet.

Aber: Gäbe es nicht ab und zu die Bitte, hier und da eine Petition zu unterschreiben oder für Kultur zu spenden, würde ich es als spezifisch Offenbacher Entwicklung abtun. Aber, spätestens mit der Coronakrise war klar, dass es Räume und natürlich auch Gelder braucht. Auch wir erleben „shrinking spaces“ und müssen aufpassen, dass uns die Orte, an denen sich die aufklärerische Kraft der Kultur frei entfalten kann, nicht abhanden kommen. Ihre Existenz ist in mehrfacher Hinsicht keine Selbstverständlichkeit. Ebenso wie die Menschen, die sie bespielen, die mutig, witzig, kreativ, klug und inspirierend Räume, materielle und geistige, öffnen.

Deshalb: Gehen wir aus und feiern das Leben! Ich plane zum Beispiel unbedingt einen Besuch im Stanley, jetzt besonders (Jüdische Kulturwoche), gehe zu Fritz Deutschland und Mogoo, will im Waggon tanzen und freue mich schon sehr sehr auf Jan Plewka mit Selig in der Batschkapp. 

Andrea

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Antworten bitte an schwoebke@aol.com

2 x 2 Gästelistenplätze für den Tanztee am Sonntag auf dem MAINOD. Gewinnfrage: Welche Sängerin/Schauspielerin ist beim Lokal Listener zu Ehren von JIMI HENDRIX dabei?

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)

2 x 2 Theaterkarten für das Stück "Zweifel" von der Volksbühne Bad Homburg. Entweder am 3. oder 4.11. im Kulturhaus Frankfurt. Gewinnfrage: Welches Album der Band Wimdmill will sich Uwe bestellen? (bitte angeben ob ihr am 3. oder 4. ins Theater wollt)

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

4 x 2 Karten für "Lost 4 Life" am 7. November im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Unser Offenbacher Diamant funkelt jetzt ein paar Tage in einer anderen Stadt, wo?

2 x 2 Karten
für "Selig" am 7. November in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Sandra Mann und die OhOhOhs an einem Ort - wo?

GEROLLTES über den DFB Pokal

(Uwe)

Als ehrenamtlicher Autor schreibt man Beiträge, wenn die Zeit abends einmal passt oder zwischendrin, auf dem Handy in der U Bahn. Manchmal schreibt man das Ganze vor. Schwierig wird es dann, wenn man etwas vor einem sportlichen Event niederschreibt, denn nirgendwo wird man so oft überrascht wie im Sport. Ich habe den Beitrag einfach so gelassen. Freiburg hatte Heimrecht und flog gegen einen Zweitligisten raus, die Bayern scheiterten in Saarbrücken (3. Liga), was für eine Sensation. Mainz schied bei Hertha aus, danach kann man als Trainer eigentlich nur zurücktreten. Bo Svenson tat es einen Tag später. Nun sind nur noch 6 (in Worten "sechs") von 18 gestarteten Bundesligisten im Rennen, inklusive der Eintracht und exklusive Bayern und Leipzig.

Das Endspiel des DFB Pokals nach einer Bundesligasaison in Berlin ist für die teilnehmenden Mannschaften und deren Fans ein besonderes Erlebnis. Für dieses Ereignis, das meist bei bestem Wetter und mit großartiger Stimmung abläuft, muss sich ein Verein über fünf Spiele qualifizieren. Sind wir ehrlich, der Glanz des Endspiels strahlt nicht bis zu den ersten Pokalrunden. Von feierlichem Pokalauftakt ist insbesondere bei Bundesligavereinen im Sommer nicht die Rede, wenn sie eine Woche vor dem Bundesligastart noch von München nach Ostfriesland oder von Freiburg nach Mecklenburg-Vorpommern reisen, um dort bei viertklassigen Vereinen antreten müssen. Vorteil dabei ist allerdings, dass die Gegner schwach sind, die Stimmung oft herzlich (es sei denn, man muss bei Lok Leipzig antreten) und die Wurst tatsächlich noch vom Holzkohlegrill des einheimischen Metzgers und nicht von einem weltweit operierenden Caterer kommt.

Die Gefahr, bei einer unterklassigen Mannschaft auszuscheiden ist da, es passiert aber nicht so oft (und ist bald wieder vergessen). Der Vorteil des frühen Ausscheidens ist, dass man sich insbesondere die 2. Pokalrunde erspart, die in der in der Regel verregneten zweiten Oktoberhälfte unter der Woche abends stattfindet; zwischen Länderspielpausen, Bundesligaspieltagen und Auftritten in europäischen Pokalwettbewerben. Dann, wenn die Spieler müde und der Fan etwas übersättigt ist, so das selbst ihm oder ihr das „Schalalalala“-Gesinge wirklich einmal schwer fällt. Wer in Europa nach Neapel, Barcelona oder London gereist ist, dem steht gegebenenfalls nicht der Sinn danach, im Dunklen, bei Starkregen nach Kaiserslautern zu fahren.

Hat man auch diese Runde überstanden, darf man kurz vor Weihnachten noch einmal ran. Dann steht man zumindest schon einmal im Achtelfinale, einen richtigen Sog entfaltet das echte Finale da aber immer noch nicht. Ich fuhr mit Freunden einmal zu, Achtelfinalspiel der Eintracht nach Heidenheim (270 Kilometer). Trotz Erderwärmung lag die Temperatur um den Gefrierpunkt herum und das Spiel wärmte nicht wirklich. Kurz vor dem Ende stand es immer noch Unentschieden, die Verlängerung drohte, was unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Spiel erst um 21 Uhr begann, wirklich eine Bedrohung darstellte. Am Ende kamen wir gegen 3 Uhr zuhause an.

Das Viertelfinale findet Anfang Februar statt und ab dann ist man unter den letzten acht Mannschaften. Das ist für einige der dann teilnehmenden Vereine wirklich eine Sensation. Leider hat man als Zweitligist oder schlechter Bundesligist – anders als Amateurvereine – kein garantiertes Heimrecht, wenn es gegen  (stärkere) Bundesligisten geht. So kann ein Zweitligist, sagen wir VfL Osnabrück, nach zwei bisher grandiosen Pokalrunden, das Los zum FC Bayern München in die Allianz-Areana schicken. Für die, die jedes Jahr im Viertelfinale stehen, ist der DFB Pokal weiterhin eher lästige Pflicht. Nur ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man auf gute Gegner trifft. Wenn die Bayern beispielsweise nach Wolfsburg reisen müssen, dann liegt selbst bei denen immer auch ein mögliches Ausscheiden in der Luft.   

Ab dem Halbfinale im April wird es wirklich spannend, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung steigt, u.a. weil viele deutsche Mannschaften dann bereits aus Conference-, Euro- oder Champions League ausgeschieden sind (und sich an den Strohhal, DFB Pokal klammern, weil es der einzige Titel ist, denn man wirklich in Deutschland gewinnen kann, wenn die Bayern immer Meister werden) und andere Vereine ihre Bundesligasaison retten oder veredeln wollen.

Für manche Vereine vom Niveau von Darmstadt 98 oder den FC Augsburg würde ein Einzug ins Endspiel historische Dimensionen erreichen, für andere ist es trotz mehrmaligem Erscheinen in Berlin kein Alltag. Legendäre Halbfinale hat es in der Geschichte des DFB Pokals schon einige gegeben, besonders gut erinnern sich – auch neutrale – Fußballfans in einem gewissen Alter beispielsweise an die extrem torreichen und spannenden Spiele Gladbach – Bremen und Schalke – Bayern im Pokalwettbwerb 1983/84. Schalke schied nach 6-6 in Schalke (Olaf Thons Stern ging auf) im Entscheidungsspiel in München aus (heute gäbe es im 1. Spiel ein Elfmeterschießen) und Gladbach besiegte Bremen dramatisch mit 5-4 nach Verlängerung. Das Endspiel in Frankfurt zwischen Gladbach und Bayern war dann eher lahm, einzige Sensation in diesem Spiel war, dass Lothar Matthäus, dessen Wechsel von Gladbach zu Bayern bereits feststand, verschoss und seitdem in Gladbach nicht mehr so beliebt ist, wie er es gerne wäre (und verdient hätte). Und es war das letzte Spiel von Karl-Heinz Rummenigge für Bayern.

Freitag 3. - Sonntag, 5. November: un*wert

(Daniela)

Ich finde die Arbeiten von Jan Deck und seinem Kollektiv profilkollektion großartig ("Wilde werden" würde ich sofort nochmal mitmachen).
Die neue performative Installation un*wert befasst sich mit Eugenik und der Rolle der Frankfurter Uniklinik im Nationalsozialismus. Sie werden dieses Projekt an verschiedenen Orten in der heutigen Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum durchführen. Ich hoffe ich bekomme noch Tickets.

un*wert - Eine Frankfurter Klinik und Eugenik

In der Zeit des Nationalsozialismus war Eugenik Leitmotiv medizinischen Handelns. Auch die “Städtische und Universitätsklinik für Nerven- und Gemütskranke” in Frankfurt war Teil dieses Systems. Menschen, die nach eugenischen Maßstäben als "minderwertig" galten, wurden dort begutachtet, zwangssterilisiert oder in Anstalten verlegt, wo man sie ermordete.

un*wert fragt nach Ursprung und Folgen eugenischen Denkens, sowie der Rolle der Frankfurter Klinik und ihres Leiters Karl Kleist. profikollektion führt das Publikum an verschiedene Orte in der Klinik.  Mit Interviews, Audiokomposition, Video und interaktiven Formaten nähert sich die performative Installation Geschichte und Gegenwart der gefährlichen Frage nach dem Wert des Menschen.

Termine:
Fr., 03.11.2023, 20:00 Uhr, Sa., 04.11.2023, 20:00 Uhr, So., 05.11.2023, 18:00 Uhr,

Ort: Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum. Genauere Ortsangaben nach Anmeldung

Dauer: ca. 120 Minuten, zeitweise outdoor

Barrierefreiheit: Die Teilnahme ist bedingt barrierefrei. Es gibt unebende Flächen und Treppen (die umgangen werden können). Bitte melden Sie sich gerne vorher, auch bei Fragen (Mitteilungsfeld Kontaktformular).

Audiosprache: deutsch

Freitag 3. und Samstag 4.11. um 20:00 Uhr. Sonntag 5.11. um 18:00 Uhr

Anmeldung: https://www.profikollektion.de/öffentlich/anmeldung-un-wert/

von und mit: Jan Deck/Katja Kämmerer (Künstl. Leitung), Louisa Beck (Komposition) und Eva Weingärtner (Video), Marlene-Sophie Haagen (Stimme)

Interviewpartner*innen: Margret Hamm, Cornelie Junghans, Jens Kolata, Moritz Verdenhalven

Freitag 3. - Montag 6. November: Chelsea Turowsky x STANLEY Latin Jewish Fusion Pop-Up

(Daniela)

Im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen: Chelsea Turowsky x STANLEY Latin Jewish Fusion Pop-Up

Chelsea Turowsky ist eine aufstrebende Zero-Waste Köchin und Künstlerin aus Brooklyn, New York, die Wurzeln in Frankfurt hat. Ihre kulinarische Arbeit ist stark vom Meer, der südamerikanischen Küche, von frischen, ausgefallenen Aromen mit einer feinen, raffinierten Note wie Jasmin, Habanero, Passionsfrucht, Limette oder Schokolade beeinflusst. Am häufigsten beschreibt sie ihre Küche als das Gefühl von Urlaub. Nun präsentiert sie ihre Kochkünste erstmals in Frankfurt im Rahmen dieses einmaligen koscheren Pop-Up, inspiriert von lateinamerikanischer Küche mit einem Twist jüdisch-osteuropäischer Klassiker im Restaurant STANLEY der Gastronomiebrüder James und David Ardinast.

In den Räumlichkeiten wird begleitend eine Pop-up Ausstellung von dem Fotografen Daniel Woeller stattfinden.

Unter Aufsicht von Rabbiner Avichai Apel durchgeführt.

31.10.-06.11.23 | Öffnungszeiten: 17:30 Uhr – 23:00 Uhr

STANLEY, Ottostr. 16-18, 60329

Freitag, 03.11.2023 Special: Kabbalat Schabbat
Samstag, 04.11.2023 Special: DJ Night und Solo mit Sól Ruiz de Galarreta
Sonntag, 05.11.2023 Special: Lunch + Kaffee & Kuchen
Montag, 06.11.2023 Special: Closing Dinner

Freitag, 3. & Samstag, 4. November: Core

(Martin)

Tanzfestival Rhein-Main

Rui Horta, der auch als Licht- und Bühnenbildner sowie Opernregisseur aktiv ist, gilt als einer der einflussreichsten Choreografen seiner Generation. 1991 gründete er die legendäre Tanzkompanie SOAP am Mousonturm und hat damit die Frankfurter Tanzszene nachhaltig geprägt. 

Mit „Core“ kehrt Rui Horta nun nach Frankfurt zurück und hinterfragt nichts Geringeres als die Essenz unseres menschlichen Zusammenseins: Was macht unser Miteinander aus? Wie lässt sich ein Miteinander gestalten? Welche Rollen spielen Stimme, Gesang, Körper oder Bewegung? 

Rui Horta lädt Menschen mit und ohne Vorerfahrungen im Tanz und auf der Bühne ein, diese Fragen rezitierend, singend, musizierend und tanzend mit ihm zu ergründen und dabei eine Klanglandschaft aus Stimme und Körper zu entwickeln, die Publikum und Darsteller*innen gleichermaßen bewegt.

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/447462
Freitag 3. und Samstag, 4. November um jeweils 19.00h
Mousonturm im Frankfurt LAB (Gallus)
Foto: © Antònio Lopes

Freitag, 3. November (Premiere): WERTHER

(Martin)

Nach J.W. Goethe die Leiden des jungen Werthers - Goethes Coming-of-Age-Roman in einer Inszenierung für zwei Personen

War der ‚Werther‘ von J.W. Goethe schon mal so nah am Geburtsort von Frankfurts bedeutend(st)em Sohn zu sehen bzw. eigentlich in direkter Nachbarschaft?Die Volksbühne am Großen Hirschgraben und Kortmann&Konsorten zeigen in Koproduktion Goethes Coming-of-Age-Drama, das zur Entstehungszeit 1774 eine Suizidwelle auslöste und nach dem heute noch der sogenannte ‚Werther-Effekt benannt ist. 

Ein junger Mensch ohne Halt, voll unerfüllter Sehnsüchte auf der Suche nach einer idealisierten Liebe. Dabei wechseln seine Gefühlszustände zwischen Extremen. Von Überschwang und tiefer Dankbarkeit für die Begegnung mit dem geliebten Menschen hin zu immer stärkerer Verachtung und Selbstzerstörung.

Eine Geschichte, wie sie auch heute in unzähligen Varianten, um uns herum passiert. In kurzen Szenen, zwischen Absurdität und Komik, wird die Tragik der öffentlichen Zelebrierung eines Selbstmordes erzählt.

Es spielen Sam Michelson und Marlene Haagen

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/werther
Premiere: Freitag, 3. November um 19.30h
Weitere Termine: Sonntag, 12. November um 17.00h, Dienstag, 14.November um 10.00h (Schulvorstellung), Samstag, 25. November um 19.30h
Volksbühne im Großen Hirschgraben und Kortmann&Konsorten
Foto: © Veranstalter*in

Ab 3 November: 20 Jahre Hilde! Best of- Die Jubiläumsshow.

(Daniela)

Es gibt was zu feiern, denn 2003 stand Hilde aus Bornheim zum ersten mal live auf der Bühne und wird im kommenden November ihr 20jähriges Best of - Bühnen Jubiläum (mit Überraschungsgästen wie z.B. die in Würde torkelnde Christiane von Spangenberg aus dem Solo Programm "Im Winde verlebt") rausbringen. 

Erste Show: 3.11.2023 Stalburg Theater. 

(weitere Termine: 16.11. & 3.12.2023 Stalburg Theater) (26.11.2023 Theater am Park Bad Nauheim)

Man munkelt, Sie wird „Germanys Next Top Kittel“ und führt Verhandlungen mit einem TV Sender. Sicher ist jedoch sie steht seit 20Jahren live auf der Bühne. Wie hat sie das geschafft? „Jede Frau braucht ein Geheimnis“ sagt Hilde aus Bornheim. Und bietet allen, die sie darauf ansprechen ein Stück Fleischwurst an, dass Sie in ihrem Kittel mit einem Kneipchen bei sich trägt. Vielleicht ist es das, was ihren Erfolg ausmacht. Ihren Mann Willi hat Sie jedenfalls bei einem dieser Picknicke  kennengelernt.

Viele fragen sich was steckt hinter, beziehungsweise unter dem Kittel den Hilde aus Bornheim immer trägt? Drunter steckt jedenfalls Stefani Kunkel, die mit Hilde eine ihrer erfolgreichsten Bühnen Figuren kreiert hat. Und Kunkel fragt sich bei Hildes Erfolg schon lange. Was hat Hilde, was ich nicht habe. Selbst fragen kann sie Hilde ja nicht.

Seit 20Jahren schlüpft Stefani Kunkel in Hildes Kittel und präsentiert daraus deren entwaffnend komische Sicht auf die Welt, die manchmal mit den Tücken der Kommasetzung zu kämpfen hat, um das Leid depressiver Kanarienvögel weiß und in  manchen Momenten sogar einen Moon Walk aufs Parkett legt.

In der Jubiläumsshow treten neben Hilde natürlich auch andere Figuren aus Kunkels Kosmos auf. Die in Würde torkelnde Christiane von Spangenberg wird unter den Gratulantinnen sein, wie auch die nie um ein Fettnäpfchen verlegene Frohnatur Doris Bender. Beide Figuren stammen aus Kunkels aktuellem Solo-Programm Im Winde verlebt. Daneben darf man mit zwei wunderbaren Überraschungsgästen in der Jubiläumsshow rechnen.

Das alles feiert Stefani Kunkel in ihrem Jubiläumsprogramm: 20 Jahre Hilde! Best of- Die Jubiläumsshow.

TERMINE : https://www.fraukunkel.de/terminestefaniekunkel.html

Freitag, 3. November (Premiere) – Sonntag, 5. November: Sachbericht

(Martin)

Performance-Dinner mit Musik für ein Publikum und vier Förderinstitutionen

Der Bericht hat eine große Tradition im Theater. Gewaltige Schlachten wurden von den Boten der Theatergeschichte nacherzählt, grausame Morde und diskrete Liebschaften aufgedeckt.Heute schreiben die Theaterschaffenden vor allem Sachberichte. Denn nach jeder Inszenierung in den Freien Künsten muss ein Verwendungsnachweis über das Projekt abgegeben werden.Darin werden für die Geldgeber das Projekt und seine Wirkung reflektiert und die korrekte Verwendung der Mittel nachgewiesen. 

In der Inszenierung "Sachbericht" kommen nun diese Berichtspflichten selbst mehrstimmig gesungen zur Aufführung - und damit auch ein Bild der Lage in den Freien Künsten auf den Tisch.

Ein Abend mit Musik und mehr…

Reservierungen unter: www.studionaxos.de/produktionen
Freitag, 3. November – Sonntag, 5. November um jeweils 19.30h
Studio Naxos – Naxos Halle, Waldschmidtstraße 19
Eintritt: solidarischer Preis, zahl was du kannst!
Foto: © Homepage Studio Naxos

Freitag, 3. November: Bad Soden/ Diamant

(Andrea)

Wie hübsch, Diamant geht auf Reisen! Nachdem Heiner Blum mit seinen Student:innen das ehemalige Juweliergeschäft in der Frankfurter Straße ein halbes Jahr lang mit zweiwöchig wechselnden Ausstellungen und Aktionen bespielt hat, eröffnen sie heute auswärts, genauer in Bad Soden am Taunus. Vielleicht werden wir auch dort gelesen und ihr wisst noch nicht, was machen... Heute 19 Uhr, Diamant 16, BADVon Ä bis Z / Zwischen Ästhetik und Zerstörung mit vielen tollen Künstler:innen: Daniel von Hoeßle / Dorian Winkler / Franziska Krumbachner / Inaara Mariel / Jonas Berger / Joschua Arnaut / Konstantin Kipfmüller / Lars Schwabe / Leonie Englert / Nico Joel Helbling / Noa Vetter / Philipp Langer / Rushy Diamond / Sonja Prochorow / Sonja Rychkova Bis 26.11.2023, MI, SA, SO von 15-18 Uhr

STADTGALERIE BAD SODEN AM TAUNUS, Badehaus im alten Kurpark Königsteiner Straße 86

Bild: Dorian Winkler

Freitag, 3. November: FFM/ antagon theaterAKTion

(Andrea)

Für alle Kids, die sich noch nicht ausgegruselt haben und natürlich auch alle anderen spielt die antagon theaterAKTion eine Performance im Riederwald. Der Abenteuerspielplatz Riederwald e.V. veranstaltet heute um 18 Uhr auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes Colorado Park in der Raimundstraße/Ecke Paquetstraße in Frankfurt/Ginnheim: Lichterzauber – Anderswelt Um 18:45 Uhr ist unser erster Teil und 45 Minuten später spielen wir einen zweiten Teil. Diese ganz besondere Halloween-Aufführung ist ein Patchwork aus mehreren Shows, mit ein paar neuen Elementen! Also speziell für diesen Tag gemacht. Für Erwachsene und Kinder, die gerne in die fantastische „Anderswelt“ eintauchen.

Abenteuerspielplatzes Colorado Park,Raimundstraße/Ecke Paquetstraße in Frankfurt/Ginnheim

Freitag, 3. November: Of/ Das Tier im Dschungel

(Andrea)

"Das Tier im Dschungel" gilt als eine der besten Kurzgeschichten von Henry James und behandelt die universellen Themen Einsamkeit, Schicksal, Liebe. Seine 1959 erschienene Geschichte über John Marcher, der von dem Glauben ergriffen, dass sein Leben von einem katastrophalen oder spektakulären Ereignis bestimmt wird, das wie ein "Tier im Dschungel" auf ihn lauert, verlegt Regisseur Patrick Chiha in einen Club in Paris, in dem zwei junge Gäste, 25 Jahre lang gemeinsam auf ein alles veränderndes Ereignis warten. Der Film feierte im Februar 2023 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin seine Premiere und mir hat der Trailer sehr gut gefallen - Hafenkino heute wäre meine erste Wahl. Beginn 19.30.

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Freitag, 3. November. OF/ Sein oder Nicht

(Andrea)

Gerade erst den Trailer gesehen und man kann sagen, was man will, Lars Eidinger ist ein unglaublicher Schauspieler, Bildermacher, DJ, Künstler. "Auf der Bühne überzeugt er durch seine körperliche Präsenz, sein variationsreiches Spiel und seine Emotionalität. Dadurch verleiht er seinen Charakteren Tiefe und Glaubwürdigkeit und sorgt für ausverkaufte Theater auf der ganzen Welt. Sein Leben hat er voll und ganz der Kunst verschrieben, sei es als Schauspieler, Regisseur, Fotograf oder DJ. Neun Monate begleitet Holzemer den Schauspieler mit der Kamera. Er zeigt, wie Eidinger die Hauptrolle des Jedermann bei den Salzburger Festspielen 2021 entwickelt und dokumentiert die intensive Zusammenarbeit zwischen Lars Eidinger und Thomas Ostermeier, Regisseur und Intendant an der Berliner Schaubühne. Mit den Shakespeare-Inszenierungen Hamlet und Richard III haben sie zusammen Theatergeschichte geschrieben." Sein oder Nicht, ein Must see, ich schaffe es nur heute leider nicht, liebe Nic, und hoffe auf einen neuen Termin.

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Freitag, 3. - Samstag 11. November: Die Volksbühne Bad Homburg mit „Zweifel“ zu Gast in Frankfurt

(Daniela)

Die Volksbühne Bad Homburg mit „Zweifel“ zu Gast in Frankfurt

Regie: Torsten Leiss
Mit: Corinna Scheer, Dörte Koenig, Stephan Sabow und Simone Woyke

 Die Volksbühne Bad Homburg geht auf Tour. Mit „Zweifel – Eine Parabel“ von John Patrick Shanley tritt das Ensemble der Volksbühne Bad Homburg am 3. und 4. November sowie 10. und 11. November 2023 im Kulturhaus Frankfurt auf.

Schwester Aloisius leitet despotisch eine kirchliche Schule. Sie hat Zweifel an der moralischen Integrität des sympathischen und für seine modernen Ansichten beliebten Vater Flynn, der an der Schule als Lehrer arbeitet. Deshalb beauftragt sie die junge, naive Schwester James damit ein Auge auf Vater Flynn zu werfen. Schon bald steht die Behauptung im Raum, er habe sich an einem seiner Schutzbefohlenen vergriffen. Vater Flynn beteuert seine Unschuld, doch Schwester Aloisius verbeißt sich immer mehr in die obsessive Suche nach Beweisen. Schwester James gerät als Spielball zwischen die Fronten.

Das Stück beschäftigt sich mit der Frage nach Schuld und dem Umgang mit Verdacht, Zweifel und (Vor-)Verurteilung und zeigt auf, wie sich eine Mutmaßung verselbständigen kann und welche Konsequenzen das für alle Beteiligten hat.

Das Ensemble der Volksbühne Bad Homburg hat das Drama bereits im November 2022 am Kurtheater Bad Homburg aufgeführt. „Wir freuen uns, Zweifel nun auch in Frankfurt auf die Bühne zu bringen und die Zuschauer mitzunehmen, wenn sich im Kulturhaus Frankfurt ein erbitterter Kampf um die Wahrheit entspinnt.“ so Regisseur Torsten Leiss.

Zweifel wurde 2004 in New York uraufgeführt und 2008 mit Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman verfilmt.

Termine:

Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2, 60316 Frankfurt am Main
·        Freitag 3. und Samstag 4. November 2023, 20 Uhr
·        Freitag 10. und Samstag 11. November 2023, 20 Uhr

Freitag, 3. & Samstag, 4. November: HAMLET (auch 10.& 11.11)

(Martin)

Es ist das Drama aller Dramen!
Hamlet, Prinz von Dänemark, ist nach dem Tod seines Vaters verändert. 

Seine Mutter, die verwitwete Königin, hat den Bruder ihres verstorbenen Mannes geheiratet und bildet mit ihm ein neues Herrscherpaar, das Hamlets Nachfolge auf den Thron blockiert. 

Den Halt verlierend vor Trauer, Kränkung und Zorn, und in der Überzeugung, dass der Tod des alten Königs kein Unfall, sondern Mord war, weist Hamlet alle Anzeichen von Wahnsinn auf. 

Für seine Umwelt wird er zum Rätsel. Ist er ein Trauernder, den man in seiner Ablösung vom Vater unterstützen muss? Macht ihn sein Ehrgeiz krank? Leidet er nicht etwa an unglücklicher Liebe? Muss er den Wahnsinn spielen, weil ihn gefährdet, dass er zu viel weiß – und den Mord, der geschehen ist, aufdecken könnte? Oder ist er schlichtweg ein Irrer, eine Gefahr für Staat und Familie? Weiß er es selbst?

Im engsten Kreis des königlichen Hofes entspinnt sich ein Spiel um Wissen und Nichtwissen, Misstrauen und Täuschung, Überfürsorge und Liebe, wo sich der beste Wille in sein Gegenteil verkehrt und schließlich Tote fordert.

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/hamlet

3., 4., 10. und 11. November um jeweils 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble, Basaltstraße 23 (Titania)
Foto: © Harald Schröder

Freitag, 3. November: Of/ Johhny Torpedo

(Andrea)

Heilige Höllenhunde, es ließe sich kaum ein besserer Ort für eine solche Band finden: "Wenn raue Küsten in der Dunkelheit versinken, zieht JOHNNY TORPEDO mit seiner ROCKIN’ SHANTY SHOW durch die Häfen. Begleitet von seiner Crew, sorgt er in zwielichtigen Kaschemmen für hohen Wellengang und zelebriert mit Schifferklavier, einer gehörigen Portion Rock’n’Roll und Rum längst vergessene Zeiten. Hier bleibt kein Bullauge trocken, denn Johnnys Spelunken-Hits und wilde Geschichten bringen nicht nur verlorene Seeleute wieder auf Kurs! Ahoi, ihr Rumhunde!" Leinen los und auf in den Waggon, um 20 Uhr geht´s los.

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Isenburger Schloss, Offenbach. Nicht barrierefrei

Freitag, 3. November und weitere: Interkulturelle Bühne: REGENBLUME

(Daniela)

Christine spielt bei REGENBLUME mit...

NACH DEM GEWITTER RICHTET SICH DIE REGENBLUME AUF!

„Ich lebe noch, aber ich bin nicht mehr ich.“

Regenblume ist der Glaube an das Leben, auch wenn das Leben selbst oft schmerzhaft und grausam ist. Die Geschichte spiegelt den Lebenszyklus wider. Auf jeden Tag folgt ein neuer.

Regenblume versucht weniger, die Unterdrückung und Zerstörung des Menschen darzustellen, als aufzuzeigen, was der Mensch unter dem Einfluss von Folter denkt, empfindet und wie er daraus resultierend seine Umwelt wahrnimmt.

Regenblume zeigt Frucht und Einsamkeit eines gefolterten Menschen nach erlittener Demütigung und Unterdrückung.

Regenblume ist eine Aufforderung an uns, nicht wegzusehen, sondern auf Menschen, die im Innersten verletzt wurden, zuzugehen, sie nicht in ihrer Einsamkeit allein zu lassen.

Das Stück spielt im Heute. Schon längst hat der Mensch die Erde verlassen um die Galaxie zu erobern, gleichzeitig vernichtet, inhaftiert und foltert er diejenigen, die sich für ein gerechteres, menschenwürdigeres Leben auf dieser Erde einsetzen.

TEXT UND REGIE: Yusuf Kilic
MIT: Laura Baumann, Delphina Hennig, Christine Michel, Tatiana Prohl, Andrea Penkalla und Julia Karackov

TERMINE: 3. November PREMIERE, WEITERE TERMINE: 4. November, 1. Und 2 Dezember, 20 Uhr

Ort: Interkulturelle Bühne, Alt Bornheim 32, 60385 Frankfurt

GEDRUCKTES

(Petra)

Den Deutschen Buchpreis hat sie in diesem Jahr für ihr Romandebüt nicht erhalten, obwohl sie mich mit diesem tollen Buch sehr berührt hat: Anne Rabe: „Die Möglichkeit von Glück“. Dass wir – nach über 30 Jahren endlich – öffentlich und literarisch darüber nachdenken und streiten, was der Euphemismus der "Wiedervereinigung" von Ost und West damals und heute wirklich hieß, und welche Auswirkungen er auf die Menschen der ehemaligen DDR hat(-te), ist tröstlich. Und wichtig.

Nicht nur, um die Traumata ganzer Generationen, Missverständnisse und Versäumnisse zwischen Ost und West nun verspätet anzugehen, sondern auch aus Respekt für persönliche Lebenswege derjenigen, die im neuen Deutschland mit sich und anderen gerungen haben. Nein, ich schiele hier nicht auf den Aufstieg der AfD und auch nicht auf den unerträglichen Rechtsruck insgesamt (auch im Westen).

Es geht in Rabes Roman in erster Linie um prägende Werte, individuelle Entwicklungen und familiäre und gesellschaftliche Konditionierungen, die in Ostdeutschland weitgehend identitätsstiftend waren. Das war und ist natürlich auch politisch. Plötzlich war alles anders, vieles (scheinbar) wertlos – und der Einzelne auf sich und im Zweifelsfall auf gut vertrautes "Damals" zurückgeworfen. Gerade auch für Kinder und Jugendliche bedeutete die Veränderung ja nicht nur neue Freiheiten und Perspektiven, sondern oft auch Haltlosigkeit. Pionierin zu werden, geht nicht mehr? Wieso? War alles, worauf wir uns bisher verlassen konnten, falsch? Was haben uns die Erwachsenen vorgelebt? Und was sagen sie uns jetzt? Viele Erwachsene waren in der Situation jedoch erst mal mit sich und ihrer Orientierung beschäftigt.

Ich will nicht sagen, dass unsere und die jüngere Generation im Osten der Nachwendezeit "verloren" war, aber es ist heftig, was alles unter der Oberfläche blieb und vor sich hin gärte, wie oft Gewalt auf unterschiedlichsten Ebenen die Leben prägte. Und dann denke ich an die versprochenen "blühenden Landschaften" und kotze innerlich. Klar ging es um Konsum-Sehnsucht, um Teilhabe an all den westlichen Verheißungen und Optionen einer touristischen "Welteroberung". Verständlich, auch wenn ich mich damals mitunter darüber lustig gemacht habe. Doch das war nicht alles. Aber alles, was zunächst in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden ist. Und all das ist noch immer wenig ausgesprochen, geschweige denn aufgearbeitet. Dies ändert sich gerade. So auch mit Rabe und anderen Autor*innen, Kulturschaffenden etc.

Die Protagonistin Stine klaubt im Verlauf der Erzählung Splitter davon zusammen – und versucht, einige davon bewusst an ihrem Weg liegenzulassen: sie beschäftigt, was die sozialistische Suche nach einer "besseren Gesellschaft" jetzt in der Konsequenz heißt, was eine krass kalte und misshandelnde Mutter getan hat, die NS- und DDR-Geschichte des geliebten Großvaters und anderes mehr. Ihr gelingt es zumindest, das Ganze zu reflektieren, manches über die Familiengeschichte herauszufinden, sich zu distanzieren und zu entscheiden, vieles anders zu machen als es tief in ihr eingebrannt „gelernt“ ist. Hört sich nach einem guten Weg an.

Samstag, 4. November: FFM/ Moogoo & Fritz Deutschland Hausmesse

(Andrea)

Ich fahre heute in die Gwinnerstraße, gehe aber nicht in die Batschkapp, sondern schaue ein paar meter weiter bei Sebastién @Moogoo und Fritz Deutschland vorbei - die Kombi war letztes Jahr schon toll. Das Programm:
Moogoo & Guests, Halle 408 | 14-20 Uhr Wir veranstalten in unserer Halle eine kleine Hausmesse mit ausgesuchten Künstler:innen und Labels aus Frankfurt & Umgebung. Und wir haben auch einige neue Einzelstücke zu präsentieren. Dazu gibt's Leckeres zu Essen & Trinken.  Fritz Deutschland e.V., Halle 404 | Ab 14 Uhr Fritz, das sind Menschen aus Kunst, Kultur, Design und dem Handwerk. Von 14 bis 19 Uhr könnt ihr über 20 Ateliers und Werkstätte besichtigen. Der Tag ist eine großartige Gelegenheit, hinter den Kulissen zu schauen und die Menschen von Fritz kennenzulernen. Ab 20 Uhr gibt's die legendäre Hausparty mit Hausbands & DJs. Essen & Trinken werden auch nicht fehlen. Concrete Jungle, Halle 408 | 14-19 Uhr Die Betonmanukatur aus Frankfurt: Unsere direkten Nachbar:innen der Halle 408 produzieren einen einzigartigen filigranen Schmuck aus Beton, fair und von Hand gefertigt. An dem Tag könnt ihr die Werkstatt erkunden und tolle Einzelstücke ergattern.Außerdem dabei: Sylvain Mérot: Der französische Illustrator, der schon lange Frankfurter ist, präsentiert sich und einige seiner letzten Werke. Wir kennen Sylvain seit vielen Jahren und lieben seine Arbeit! Omars Firma sitzt in der Ostparkstraße und wir kennen ihn seit vielen Jahren. Wir lieben seine Bienenwachsprodukte! wildwaxtuch.de Kipepeo produziert faire Kleidung in Kenia und Tansania. Martin, der Gründer von Kipepeo, haben wir auf Messen kennengelernt. Wir lieben die fairen und kreativen Shirts! kipepeo-clothing.com roots. aus Neu-Isenburg steht für nachhaltige Gewürze und Kräuter von bester Qualität. Freut euch auf einen würzigen Auftritt. roots-natural.com Maria Presser Maria, stolze Pionierin im Moogoo Creative Lab, ist begeisterte Modedesignerin. In ihrem gemütlichen Atelier entstehen einzigartige, handgefertigte Modekreationen. Mit ihrer Leidenschaft für Kostüme und Upcycling, verwandelt sie Altes in Neues. Jean-Luc Valentin Jean-Luc ist Fotograf in Frankfurt. Er zeigt seine Posts als physikalische Objekte. Das Virtuelle wird zu Materie, das Kleine wird Groß, das Weltweite zu Lokal. Et vice-versa. foto-valentin.de Jean-Luc Valentin Miriam Walz Miriam formt mit zarten Händen und leidenschaftlichem Herz kunstvolle Tonobjekte. Sie präsentiert ihre Keramikarbeiten aus einer alteingesessenen Töpferei im Spessart Saraswativini Die Schmuckstücke von Saraswativini enstehen aus Leidenschaft für Form, Textur und Bewegung. Zu sehen sind Ohhringe, Ketten und Armbänder vorrangig aus Messing kombiniert mit Halbedelsteinen. Ab 14 Uhr

Gwinnerstraße 48, Frankfurt

Samstag 4. November: Party bei Fritz deutschland

(Daniela)

Andrea hat zwar in dem Artikel vorher schon über Fritz deutschland geschrieben, aber ich mache es nochmal: Geht hin. Tolle Party, tolle Location, super Musik!!

von 14 bis 19 Uhr die Türen ihrer Ateliers und Werkstätten!

ab 20 Uhr Party mit CHOCOLAT

Gwinnerstraße 46 Halle 404 / 406 / 408

Samstag, 4. November: Of/ Mictlan-Jorge Prado

(Andrea)

Im Rathaus-Pavillon ist gerade die Ausstellung „Mictlan - der Weg der Toten“ zu sehen, der mexikanische Künstler Jorge Prado knüpft darin an den Dia de Muertos an, dieser gehört zu den wichtigsten mexikanischen Feiertagen. Der Tag gedenkt den Verstorbenen und feiert das Leben. In seiner Arbeit „Mictlan“ widmet sich Prado der Unterwelt und dem Ort des Todes in der aztekischen Mythologie. Herrscher von Mictlan war Mictlantecuhtli, der meist als furchterregende Gestalt dargestellt wurde. Bis 10. November zeigt Prado seine Arbeiten im Rathaus-Pavillon in der Offenbacher Innenstadt. Öffnungszeiten? Am besten vor Ort schauen...

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Samstag, 4. November: Of/ Open Dance

(Andrea)

Wenn man schon mal da ist....ab 18 Uhr ist wieder das Open-Dance-Kollektif am Start: "Mit dem Open Dance im Rathaus Pavillon schafft das Dexterous Music Collective aus Offenbach eine Initiative, elektronische Clubmusic für jeden zugänglich zu machen. Jeden 1. Samstag im Monat stellen junge DJs bei abwechslungsreichen Sets ihr Können unter Beweis. Dieses Mal versorgen euch André, Patrick B2B Domi und SK Libra mit frischen Sounds. Kommt wie ihr wollt und tanzt solang ihr könnt!" Eintritt frei!

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Samstag, 4. November: Of/ Sibylle & Yvette

(Andrea)

Heute ist Kondition gefragt, erst Gwinnerstraße und dann in den Waggon. Bis Punkt 1.55 Uhr gibt es das Original, denn endlich, endlich wieder mit der echten Sibylle als Sibylle. Dazu natürlich die unvergleichliche Yvette, freut Euch auf Elektropop, Indie, achtziger, Trash. Beginn 20 Uhr.

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Isenburger Schloss, Offenbach, nicht barrierefrei

Samstag, 4. November: Liedfett / Hi Tour

(Uwe)

Mit folgenden Satz beginnt der Wikipediaeintrag über eine Schule in Hamburg: „Das Hauptgebäude des Gymnasium Grootmoors ist die Pausenhalle mit unmittelbar angrenzendem Verwaltungs- und Musiktrakt im Südwesten des Schulgeländes.“ Ein Musiktrakt wird also gleich am Eingang erwähnt, scheint also ein guter Ort zu sein, um bei jungen Menschen die Liebe zur Musik zu wecken. Im Gymnasium Grootmoors sind sich Lucas Uecker und Daniel Michel begegnet und gründeten Liedfett. Was machen Sie für Musik? Nutzen wir noch einmal Wikipedia „Ihr Stil ist dem Singer-Songwriter-Genre zuzuordnen; der Gesang wird hauptsächlich von einer Akustikgitarre begleitet. Die Mitglieder waren vor der Zeit als Liedfett alle im Genre des Punkrock unterwegs, was den Stil von Liedfett musikalisch und textlich beeinflusst. Bei Liedfett sind jedoch auch Elemente anderer Genres, insbesondere dem Hip-Hop, vertreten. Auch Rap oder Folk finden sich in einzelnen Stücken, weshalb eine klare Zuordnung zu einem Genre schwierig ist.“

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
20 Uhr
25€ zzgl. Gebühren
Bild: Homepage Zoom

Sonntag 5. November: Tanztee auf dem Mainod

(Daniela)

Tanzen geht noch nicht.. sonst wäre ich am Sonntag debi, beim schönen Tanztee mit OLI LEICHT (Sax, Flöte, Klarinette, FX) & KOSMIK KAT (DJ)

Am Sonntag ist wieder Tanztee auf der schönen Mainod, die dort anliegt wo die Nidda in den Main mündet. OLI LEICHT und KOSMIK KAT werden sich wieder musikalisch die Bälle zuspielen – Oli an Saxofon, Flöte und Klarinette, Kosmik Kat an den Plattentellern. Das ist der vorletzte Termin vor der Winterpause.

Sonntag, 5. November 2023 und jeden ersten Sonntag im Monat Einlass: 16 Uhr | 17-21 Uhr Mainod - das schwimmende Kleinod (das Schiff legt nicht ab!)Batterie, 65929 Frankfurt

Ein paar Infos & Tipps zur Veranstaltung: 
• Jeden ersten Sonntag könnt ihr beim Tanztee das Wochenende ausklingen lassen, einen Sundowner trinken, auf der schwimmenden Außenterrasse chillen, etwas essen und auf der vielleicht schönsten Tanzfläche Frankfurts schwofen. Mit dem Format möchten wir allen Musikliebhabern & Tänzern eine Plattform bieten, die sich aus beruflichen oder familiären Gründen nicht die Nächte um die Ohren schlagen können.  
• Es geht ausdrücklich nicht um Gesellschaftstänze, jeder tanzt so, wie er/sie möchte! 
• Wir spielen Disco, Funk, Soul, House + groovy sounds form the global underground.
• wir empfehlen die Anfahrt mit dem Rad über die schönen Radwege an Main und Nidda. Alternativ mit der Tram Linie 11 bis Zuckschwerdtstr oder mit S1 & S2 bis Frankfurt Höchst.

Sonntag, 5. November: Tanztee

(Martin)

Tanzfestival Rhein Main

Tanztee mit Live-Orchester im Mousonturm – wie cool ist das denn! Tanztees waren in den 1920er-Jahren gesellschaftliche Höhepunkte. Sie boten eine zwanglose Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu schließen. Es wurde getanzt, gelacht, begutachtet, erprobt, tiefsinnige Gespräche geführt und wieder getanzt. 

Das Tanzfestival Rhein-Main lässt die Tradition des Tanztees samt Live-Orchester wiederaufleben und erinnert so daran, dass Tanz nicht nur schön anzusehen, sondern für jeden erfahrbar ist und meistens zu ausgesprochen guter Laune führt!

Sonntag, 5. November, 14.00 – 17.00 Uhr
Tanzfestival Rhein Main
Pay as you wish
Foto: © Veranstalterin

Bis Montag, 27. November: Apokalypse – davon geht die Welt nicht unter?

(Daniela)

Stadtkirchenpfarrer Dr. Olaf Lewerenz von der Katharinenkirche hat ein tolles Programm zusammengestellt. Zur Vernissage von Sandra Mann komme ich bestimmt, auch wenn ich ihre Fotos schon kenne, es lohnt sich immer sie sich nochmal von ihr zeigen zu lassen.

Olaf schreibt: "Etwas, das einmal entstanden ist, wird irgendwann auch wieder vergehen: Pflanzen, Tiere, Menschen, die ganze Welt. Aber wie mag das aussehen? Apokalypse – damit verbinden sich Bilder von Feuer, Wasser, Zerstörung – aber auch die Hoffnung nach einem Neubeginn im Himmel oder auf der Erde. Kriege, Klimakatastrophe, Pandemie, letzte Generation – wir merken, dass unsere Welt nicht so bleiben wird, wie sie ist. Im Gegensatz zu früheren Generationen, die sich manchmal wünschten, aus diesem Jammertal entfliehen zu können, steht bei uns die Angst vor dem Ende des Gewohnten im Vordergrund.

Mit unserem Projekt Apokalypse wollen wir unterschiedliche Zugänge und Dimensionen der Enthüllung von Ende und Neubeginn beschreiten. Die Veranstaltungen regen an, sich mit verborgenen oder offenbaren Dimensionen unseres Lebens auseinanderzusetzen.

Die Fotografien von Sandra Mann eröffnen einen zweiten Blick: im Alltag findet sich immer auch eine Dimension, die Verfall und Neubeginn durchscheinen lässt. Cornelia Niemann will uns auf leichte Weise mit zum Weltende nehmen, mit einem Lachen, das manchmal im Hals stecken bleibt. Klassischer bringt uns das Mozartrequiem einen leichten Schauer auf den Rücken. Orgelwerke zu biblischen Texten und Messiaens Werk vom Ende der Zeit eröffnen uns klassische Wege der Auseinandersetzung mit apokalyptischen Vorstellungen. Die Gedankenwelt biblischer Offenbarung werden vor dem Hintergrund gegenwärtiger Wahrnehmung als letzte Generation beleuchtet.

Ein Crossover der OhOhOhOs schließlich verbindet Klassik und Clubmusik in der Auseinandersetzung mit der Pandemie und symphonischen Werken von Endlichkeit und Ewigkeit.

Herzliche Einladung zu den apokalyptischen Dimensionen unseres Lebens,

Ihr Stadtkirchenpfarrer Dr. Olaf Lewerenz

2.-27.11.: Fotos von Sandra Mann in der St. Katharinenkirche
vom 2.-27.November sind Bilder der Fotografin Sandra Mann zu Apokalyptik in der Katharinenkriche zu sehen. Bei der Vernissage am 2.11. um 18 Uhr wird in Kooperation mit dem Momem Markus Nikolai eine Liveperformance bieten

11.11. 18 Uhr Cornelia Niemann, Martin Lejeune & High Five
Weltuntergang und Zukunftshoffnung in Texten, Chansons und Schlagern mit Schauspielerin und Kabarettistin Cornelia Niemann, Martin Lejeune, E-Gitarre, Live-Elektronik, Euphonium, und dem Blechbläserquintett High Five der Bläserschule Frankfurt, Eintritt 15 €

19.11. 18 Uhr St. Katharinen / Mozart-Requiem
Mozart-Requiem, Solisten, Mitglieder des Miuseumsorchesters, Leitung von Klaus Eldert Müller, Eintritt 10-30 €

25.11. 20 Uhr St. Katharinen /The Ohohos
The Ohohos, Sinfonie Nr.1 Releasekonzert, mit Maja Bader, Sopran und dem Omnis Orchester. Eintritt 30/35 €

Weitere Informationen zu dem Programm unter:
www.st-katharinengemeinde.de

Montag, 6. November: Glen Hansard

(Uwe)

Glen Handard spielte den rothaarigen Bassisten in Alan Parkers Film "Die Commitments" und er spielte einen irischen Straßensänger in "Once". Er wirkte also in zwei der besten Musikfilme aller Zeiten mit. Regie bei "Once" führte sein ehemaliger Kollege bei der irischen Band „The Frames“, James Carney. Auf ihrem letzten Studioalbum dieser Frames (2006) wurde der Song "Falling Slowly" veröffentlicht, der das Herzstück des Soundtracks des im selben Jahr gedrehten Films "Once" wurde und den Oscar für den besten Song gewann. Seit 2006 veröffentlicht Hansard keine Platten mehr mit den Frames, mit denen er sporadisch auftritt, sondern unter seinem eigenen Namen. Fünf Alben mit wunderbarer Rock-/ Folkmusik des Iren gibt es mittlerweile. Mit dem gerade erschienenen Album „All That Was East Is West of Me Now’“ bringt er wieder einige schöne Nummern auf den Markt und in die Ohren / das Herz: „Bearing Witness“ oder „Ghost“ gefallen beim ersten Hören am besten. Weitere tolle Lieder von ihm sind: „Maybe Not Tonight“ oder „Leave A Light“. Mein absolter Favorit aus seinem Gesamtwerk ist aber „People All Get Ready“, ein Song aus Frames-Zeiten. Er spielt am 06. November in der Ballsporthalle in Höchst.

Jahrhunderthalle
20 Uhr
Bild: Facebook Glen Hansard

Dienstag, 7. November: Verifiziert#

(Uwe)

Gleich das erste  Lied von Verifiziert#, in das ich hinein hörte, „Stadtlabyrinth“, spielte ich bis zum Ende ab. Schön, auch wenn „Cloud Rap“, eine Hip Hop-Variante mit sphärischen Synthesizer-Klängen und dem Einsatz von Auto-Tune, normalerweise nicht so mein bevorzugter Musikstil ist.

Verifiziert# heißt bürgerlich Verena Haselboeck und vom Cosenamen der österreichischen Sängerin, „Veri“, ist es wiederum nicht weit zu ihrem Künstlernamen „Verifiziert#“. Mit adhs hat sie nun ihre erste Platte veröffentlicht (eingangs genannte Single ist nicht drauf). Über das Album steht in der Presseinfo: „adhs“ ist nicht nur der Titelsong und Namensgeber ihres neuen Albums, sondern der Anfang von Verifizierts musikalischem und privatem neuen Lebensabschnitt. Für gewöhnlich kommt das große Selbstreflexionsalbum vieler Künstler*innen zum dritten, vierten oder auch letzten Album. Bei Verifiziert geht es direkt mit ihrem ersten richtigen Album los und das eigene Innenleben wird seziert und der Welt auf dem musikalischen Präsentierteller gezeigt. Hier wird mit Mitte Zwanzig auf die letzten Jahre zurückgeblickt – angefangen vom ersten Schluck Alkohol mit 13, über diverse Jugendeskapaden und endend im Hier und Jetzt, bei einer Künstlerin, die sich musikalisch und persönlich gefunden hat und sich mit „adhs“ so verletzlich und nah zeigt wie noch nie zuvor.

Brotfabrik,
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 24 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 30 € / Stehplatz
Foto: Homepage Brotfabrik

Dienstag, 7. November: FFM/ Selig

(Andrea)

Auf den Konzertabend freue ich mich schon sehr. Denn: Jan Plewka ist wieder da, dieses Mal aber nicht mit Songs von Rio Reiser (und da ist er wirklich großartig), Tempeau oder anderen Formationen, sondern mit der Band, mit der er Anfang der 1990er Furore machte. Das war die Zeit, als die Plattenlabels noch Geld hatten und Tonträger bzw. Compilations verschenkten. Auf einer solchen begegnete mit auch Selig das erste Mal und das war für mich die wirklich erste ernstzunehmende deutsche Rockband. Mit BAP, Scorpions und wie sie alle heißen, habe ich mich von jeher schwer getan. Aber Selig hatten nicht nur einen fantastischen Sänger, sondern trafen auch den Nerv der Zeit. Ein bisschen grungig und sehr rockig. Das Debutalbum 1994 bescherte der Band den "kommerziellen Durchbruch, samt Dauerrotation im Musikfernsehen, ausverkauften Shows und einem Echo. Was dann folgte, ist die klassische Rock’n’Roll-Geschichte: Mit ihrem deutlich psychedelischeren Zweitwerk „Hier“ feierte die Band das neue Rockstar-Leben noch, doch dann wurden sie von ihrem eigenen Erfolg überrollt. Kurz nach Erscheinen ihres dritten Albums „Blender“, das in New York entstanden ist und sich stärker in Richtung Pop orientierte, verließ Sänger Jan Plewka im Streit die Band. 1999 gaben Selig ihre Trennung bekannt. 2008 dann das Comeback, sie haben Lieder aus der Band-Historie für das Album „Die Besten (1994-2014)“ neu aufgenommen und für die Compilation „SELIG macht SELIG“ zuletzt befreundete Musiker wie Wolfgang Niedecken, Johannes Oerding und Olli Schulz gebeten, ihre Songs neu zu interpretieren. Jetzt wollen sie es nochmal wissen und ich auch.

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Dienstag, 7. November: FFM/ Lost 4 life

(Andrea)

Im Nachtleben spielt derweil das, was man im gesetzteren Alter wohl Nachwuchs nennt: LOST 4 LIFE - ein Lifestyle, eine Haltung und auch endlich das erste Studio-Album, ein absoluter Meilenstein in der Karriere des Berliner Trios. Mit „Bam Bam“ hatte ihre Reise Ende 2021 mit einem lauten Knall begonnen, der viele konservative Gemüter ins Schwitzen brachte. Mit einem Mal waren LOST auf die Landkarte der New Wave HipHop-Ära in Deutschland gerutscht. JP, CARDIE und NIQU sind drei Jungs aus Berlin, die die Sprache der Generation Z fließend beherrschen und nie ein Blatt vor den Mund nehmen. Mit ihrem vielseitigen Sound aus Rap, Urban-Pop, Post-Punk und Trap haben LOST sich bereits eine hungrige Fanbase aufgebaut. Hier mischen sich humorvolle Lyrics mit starken Punchlines zu einer Sprache, die LOST so locker flockig von der Zunge gehen, wie kaum jemand anderem. Klein angefangen und groß geträumt, werden LOST nun endlich gesehen - die Community wächst, die Bühnen werden größer, die Träume ebenso!"

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

WINDMILL

(Uwe)

Ich schreibe einfach weiter kurze Texte über Bands, die ich gut finde und die nicht so bekannt sind, wie sie es sein sollten. Nach There Will Be Fireworks, Slow Show, The Veils oder Manchester Orchestra heute über Windmill.

Beinahe hätte ich Windmill (oder besser ihn, es ist ein Projekt von Matthew Thomas Dillon) im Hafen 2 in Offenbach gesehen, aber das Konzert fiel leider ersatzlos aus. Oft wird in diesen Fällen Krankheit als Grund genannt, manchmal liegt es aber einfach daran, dass nicht genügend Karten verkauft wurden und sich eine Tour nicht rechnet. Wäre das bei Windmill der Fall, wäre das äußerst schade gewesen, weil sie/er so unfassbar gut sind. Windmill entdeckte ich in einer Plattenkritik im Musik Express, euphorisch besprochen wurde die Platte Epcot Starfields aus 2009. Tatsächlich hatten Sie eine CD des Albums gegen jede Erwartung im Bestand bei Saturn, wahrscheinlich, weil Herbert Grönemeyer, unter dessem Label „Grönland“ die Platte erschien, persönlich Druck gemacht hatte. Gleich das zweite Lied, „Big Boom“ hatte ich mich, beim dritten, „Imax Raceway“ stand ich bereits ergriffen und blendete das schnelle Treiben um mich herum völlig aus …. und dann kam irgendwann noch „Shuttle“, was für ein Song. Ich bestellte mir umgehend das mindestens genauso gute Album Puddle City Racing Lights mit „Tokyo Moon“, „Fit“ oder „Fashion House“. Ok, der Sänger hat eine etwas andere Stimme, die macht es aber aus. Das 2013 erschienene „Above Duffle Farm“ und neue, sporadisch veröffentlichte Songs fallen gegen die beiden genannten Platten etwas ab, dagegen bietet das bei Spotify abgelegte und mir bisher unbekannte Album Converse Chasing Neon Perlen des Indiepop, wie „Plimsoll Gravity“.

Bild: Windmill Bandcamp

Donnerstag 9. November: Bargespräche No 1 im Hotel Nizza

(Daniela)

Ich freue mich auf die erste Ausgabe der Bargespräche von Sonja Müller im Hotel Nizza!

Bargespräche No 1~ Vom Arbeiten in Kollektiven

Gäste:

Arbeitsteilung und flache Hierarchien liegen im Trend. Seit einigen Jahren ist auch im Kulturbereich ein Trend zu mehr kollektiver Autor:innenschaft zu beobachten. Welche Formen der Zusammenarbeit gibt es? Und wie funktionieren Strategien kollektiver Autorenschaft in einem von Konkurrenz geprägten Bereich wie der Kunst?

  • Begrüßung: Susanne Stöck, Projektleiterin Geschäftsstelle Kreativwirtschaft Hessen, HA Hessen Agentur GmbH
  • Moderation: Sonja Müller

Eine Veranstaltung des Frankfurter Kranz in Kooperation mit dem Hotel Nizza und Sandra Mann Photos. 

Donnerstag, 9. November 2023, 19 Uhr
Hotel Nizza, Elbestraße 10, 60329 Frankfurt am Main

>> Eintritt frei. Anmeldung: info@frankfurter-kranz.de <<

Donnerstag 9. November: BOOK RELEASE PARTY IM MOMEM

(Daniela)

Die elektronische Musik war nie meine, aber ich kenne Klaus Mai (KM7), ein begnadeter Frankfurter Grafik-Designer!
Er hat letzte Woche ein neues Coffeetable Book veröffentlicht und ich werde es kaufen, da ich jemanden kenne, die sich mega darüber freuen wird!

1993 veröffentlichten Jam & Spoon eine LP, die exemplarisch für ein neues Subgenre der elektronischen Musik wurde. „Tripomatic Fairytales 2001“ erwies sich als sofortiger Erfolg und trug maßgeblich zum Aufkommen des Trance-Musik-Phänomens bei.

Klaus Mai gestaltete ein Coffeetable Book mit 4 CDs zum 30-jährigen Jubiläum eines der bahnbrechendsten Albenwerke. Dutzende neue Grafiken entstanden, die von der ursprünglichen Albumhülle inspiriert waren und zusammen mit Texten und Interviews des englischen Musikjournalisten Tim Stark im Buch verewigt sind. Das Buch wurde von Brandbook produziert.

Am 09. November ist nun die Book Release Party in Frankfurt im MOMEM (Museum Of Modern Electronic Music) mit einem Panel Talk und anschliessender Party mit Jam (Jam El Mar, Jam & Spoon) an den Decks.

PANEL TALK - BUCHPRÄSENTATION
JAM & SPOON'S TRIPOMATIC FAIRYTALES mit: Rolf Ellmer (Jam El Mar, Jam & Spoon), Klaus Mai (KM7), Sabine Kochendörfer (brandbook) Host: Christian Arndt (HR, FAZ, Electronic Germany)

Das limitierte Buch wird ab der Veranstaltung im MOMEM käuflich zu erwerben sein und im Anschluss an den Paneltalk kann man sich sein Exemplar auch gerne signieren lassen! Jam & Spoon Book by KM7: ADC Bronze Medal Winner 2023. ISBN 978-90-9036649-4

anschließend:
CLUBNIGHT - JAM EL MAR DJ SET
Natürlich lässt weder Jam El Mar (Rolf Elmer) noch das MOMEM es sich nehmen, im Anschluss an die Jam & Spoon Buchpräsentation und den Paneltalk nochmal ein DJ-Set abzufeuern und das MOMEM in einen Club zu verwandeln.

Sicher wird es sowohl kultige Jam & Spoon Tracks und Remixes, wie auch Neues zu hören geben.

PANELTALK: DO., 09.11.2023 | 19:00-21:30 UHR | 8 € Limitierte Plätze, Anmeldung erforderlich.

CLUBNIGHT: DO., 09.11.2023 | 21:30 – 02:00 UHR | 12 €

MOMEM, An der Hauptwache 15, Zwischenebene

Wenn du Interesse hast musst du dich unter www.momem.org Tickets reservieren. Die kosten 8,- EUR und gelten für den Panel Talk und die Party. Wenn man nur zur Party will kostet es 12.- EUR (ist komisch, aber ist halt so). Achtung die Tickets für den Panel Talk sind limitiert. Deshalb schnell reservieren.

Donnerstag 9. und Freitag 10. November: Zwei fliegen über das Kuckucksnest

(Daniela)

Ich habe Nelli und Stéphane schon mit dem Stück im Kulturlabor gesehen. Jetzt habt ihr die Chance. Melli schreibt:

Am Donnerstag und Freitag, den 9./10. November, 20.00h bin ich mit dem Synchronsprecher und Filmemacher Stéphane Bittoun seit langem mal wieder an den Landungbrücken Frankfurt, Gutleutstr. 294 hinter der Camberger Brücke.

In einer absurd-komischen Szenischen Drehbuch-Lesung bringen wir den 70er Jahre-Filmklassiker mit Jack Nicholson ins Hier und Jetzt. Ein Abend in der Nervenheilanstalt also. Wir lesen aus dem Drehbuch, diskutieren über Anekdoten der Entstehung des Films und streiten darum, wer R.P. McMurphy sein darf und wer die böse Schwester Ratched spielen muss: Eine schräg-komische Therapiesitzung mit dem Publikum und ein großer Spaß, bei dem es um nicht weniger geht, als um die Frage nach Gesellschaft, Ausgrenzung und Freiheit. 

Reservieren kann man hier: karten(a)landungsbruecken•org

Donnerstag 9. November: Erinnern an den 9. November 1938

(Daniela)

Wir laden alle ein, am Gedenken an die Pogrome 1938 teilzunehmen. Am 9. November werden wir, wie jedes Jahr, am Ort der zerstörten Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft um 17 Uhr Kerzen anzünden. Wir werden eine kurze Ansprache halten. Mit Beginn der Dämmerung wird der World Jewish Congress eine Fassadenprojektion mit der virtuellen Rekonstruktion (TU Darmstadt, FG Digitales Gestalten) der Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft an die Außenwand des Hochbunkers zeigen. Die Ausstellungen im Hochbunker sind ab 17 Uhr geöffnet.

Datum: 9. November
Zeit:17:00
Veranstaltungsort: Hochbunker, Friedberger Anlage 5-6

Veranstalter: Initiative 9. November e.V.

E-Mail: info@initiative-neunter-november.de
Donnerstag 9. November: SPOTLIGHT: RECYCLING CONCERTO

(Daniela)

Endlich finden wieder die SPOTLIGHT Konzerte des hr-sinfonieorchesters in der Alten Oper statt. Ein wunderbares Format! Das Konzert dauert nur 80 Minuten und es wird Zwischendrin immer wieder etwas erklärt. Sehr unterhaltsam und kurzweilig!

ARD-Wetterexperte SVEN PLÖGER IM GESPRÄCH ÜBER DIE WUNDERWELT VON WETTER- UND KLIMA-KREISLÄUFEN

  • Mit VIVI VASSILEVA, Schlagzeug
  • KRZYSZTOF URBAŃSKI, Dirigent

Werk: Gregor A. Mayrhofer: Konzert für Recycling-Perkussion und Orchester

Hochs und Tiefs, Zyklone und El Niño. Wenn ARD-Meteorologe Sven Plöger im »Spotlight«-Gesprächskonzer mit der TV-Moderatorin Jennifer Sieglar ins Schwärmen kommt, wird man von seiner Begeisterung über das Wunderwerk der Wetter- und Klima-Kreisläufe angesteckt und zugleich sensibilisiert für das ungewöhnliche »Recycling Concerto« von Gregor A. Mayrhofer mit der phänomenalen jungen Schlagzeugerin Vivi Vassileva. Folien, Kunststoffe, Altglas, Altmetall und Alu-Kaffeekapseln, die als Restmüll normalerweise unsere Umwelt belasten, verwandeln sich hier zu einem überraschend fein klingenden Melodie- und Perkussions-Instrumentarium, für das der Münchner Komponist ein originelles, jazzig swingendes Solo-Konzert geschrieben hat. Ein ebenso begeisterndes wie anregendes »Spotlight« unter der Leitung von Krzysztof Urbański ist so garantiert.

Beginn 19 Uhr, Alte Oper Frankfurt
Konzertdauer: ca. 80 Minuten – keine Pause

SONDERAKTION: Für alle bis einschließlich 20 Jahre! Limitierte Tickets für 10 Euro (Ohne RMV) First come – First serve!

ACHTUNG: Zusatzinfo:
Am Vortag, Mittwoch 8. November, um 19 Uhr gibt es das „Recycling Concerto“ als moderiertes Junges Konzert im hr-Sendesaal (ohne Wetterexperte Sven Plöger!) – für Jugendliche. Mehr Infos hier: https://www.hr-sinfonieorchester.de/konzerte/konzerte-23-24/schlagabtausch,junges-konzert-schlagabtausch-100.html

Foto: Hugo Thomassen Adams

Donnerstag, 9. November: WÄNDE STREICHEN. SEGEL SETZEN.

(Martin)

LUISE KINSEHER setzt Segel und macht sich auf zu den Weiten der menschlichen Seele.
Als prominentes Spitzenkabarett und Hessen-Premiere wird WÄNDE STREICHEN. SEGEL SETZEN. angekündigt! 

„Die Möbel sind raus. Die Kinseher sitzt in ihrer leeren Wohnung und hat plötzlich unendlich viel Platz: sie könnte ungehindert auf Socken den Gang hinunterrutschen, endlich ausladend zu ABBA tanzen oder ein Bobby Car Rennen veranstalten, wenn da nicht dieses riesige Loch im Boden wäre: Los ging es mit einer kleinen Delle im Parkett, dann wurde es ein Riss, schließlich irgendwann das Loch. Seitdem waren eine Menge Spezialisten am Werk, richtige Handwerker lassen seit Jahren auf sich warten! 

Keiner kann es genau sagen: War das Loch schon immer da und es hat nur keiner bemerkt? Hätte man das Loch verhindern können, wenn man es früher erkannt hätte? Ist das jetzt nur ein vorübergehendes Loch oder der Anfang vom Ende? Was kommt nach dem Loch und wer ist eigentlich schuld? Der Architekt? Ein Schimmelpilz? Oder hat es der Dackel gegraben? Und lohnt sich in dieser abgerockten Wohnung eigentlich das Streichen der Wände noch? 

Bevor Kinseher diese weitreichenden Fragen beantwortet, macht sie sich erstmal eine Flasche Schampus auf: Es gilt Abschied zu nehmen! Unvergesslich die gemütlichen Abende vorm Kamin, die fröhlichen Stunden am Herd, das vertraute Summen des Kühlschranks! Ach, war das schön: damals, als der Boden unter ihren Füßen noch ganz war. Kommen Sie mit auf LUISE KINSEHERS neue, aufregende und waghalsige Kabarett-Expediton. Die Erde ist vollständig erforscht, vermessen und durchnummeriert, doch wir haben etwas übersehen: Uns selbst! 

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/luise-kinseher-waende-streichen-segel-setzen
Donnerstag, 9. November um 19.30h
Volksbühne im Großen Hirschgraben

Donnerstag, 9. November: FFM/ The Courettes

(Andrea)

Die Band kenne ich noch nicht, aber alleine das Foto...und im Feinstaub war ich schon ewig nicht! Ich versuche also hinzugehen: One of the most hard-working bands on the European rock’n’roll scene, The Courettes has the reputation of delivering full-speed energetic performances. The Courettes is an explosive rock duo from Denmark and Brazil who found the perfect blend between garage rock, 60s Girl Group, Wall of Sound, surf music and doo wop. Like The Ronettes meet The Ramones at a wild party at Gold Star Studios echo chamber. Praised by the biggest music magazines around the world, in 2020 the band signed with legendary British label Damaged Goods, putting them on the same roster as top international rock icons like Buzzcocks, Manic Street Preaches, Atari Teenage Riot, New Bomb Turks, Amyl and the Sniffers, Billy Childish, Captain Sensible and many others."

Feinstaub, Freidberger Landstraße 131, Frankfurt

Donnerstag 9. November bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder

(Daniela)

Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.

Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €

Mehr Informationen stehen hier.

Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968

VORSCHAU
Freitag, 10. November: Sun´s Sons (Release-Konzert)

(Uwe)

Über Sun‘s Suns habe ich hier schon einige Male geschrieben. Gründe dafür gab es genug: bejubelte Auftritte in Frankfurt und dem Umland, die Veröffentlichung von zwei EPs und nun die Veröffentlichung des ersten Albums, das natürlich ein Meilenstand für jede Band ist. Am 10. November ist es so weit, dann kommt mit „An Odyssey“ endlich das Debütalbum des Quintetts. Drei Singles waren die Vorboten des neuen Albums, sie waren wie Seevögel, die Hochseeschiffern nahendes Land ankündigen. Von den drei Indie-Pop-Songs gefällt mir „Keep Me Warm“ am besten, es und andere Stücke erinnern mich etwas an die Musik des Schweden Karl Larsson, der unter „Last Days Of April“ firmiert und den ich sehr gerne höre. Aber natürlich machen die Fünf von Sun´s Sons ihr eigenes Ding, mit viel persönlichem Einsatz und noch mehr Talent: Zu den Singles drehten sie Videos, über die Sozialen Medien machen Sie viel für Neukundengewinnung und Kundenbindung, wie ein alter Vertriebsmann sagen würde. In die Platte hineinhören kann man über alle bekannten Möglichkeiten und die Videos sind selbstverständlich auch leicht zu finden.

„Natürlich würden wir uns riesig freuen, wenn zu unserem Releasekonzert in der Alten Seilerei eine Menge Leute kommen würden“, schreiben Sun‘s Sons. Für alle Freunde von gut gemachten und live hervorragend gespielten Indiepop-Songs ist ein Besuch der Releaseparty ein Muss.

Karten gibt es hier
Wenn Ihr ins Album reinhören wollt: hier

Für große Fans verlosen wir 1x2 Tickets (siehe oben)

Netzwerk Seilerei, Offenbacher Landstraße 190, 60599 Frankfurt am Main
20:00 Uhr
Tickets ab 22,00 € (Ermäßigung verfügbar)
Bild:Stella Musshafen, Mika Fromm

Freitag, 10. – Sonntag 12. November: Colonastics

(Martin)

Joana Tischkau/Elisabeth Hampe - Tanzfestival Rhein-Main
Workout – Mitmachen/Tanz

„Du willst die rationale Schärfe weißer Männlichkeit neben der Körperlichkeit Schwarzer Femmes? Wenn du nach einer Möglichkeit suchst, beides miteinander zu verbinden, dann ist „Colonastics“ genau das Richtige für dich!

„Colonastics“ ist das weltweit erste Fitness-Work-out, das ohne den exotisierenden Bullshit von Zumba, den pseudospirituellen, esoterischen Schnickschnack weißer Yoginis und neokoloniale Aneignungen auskommt! Warum? Weil es sich einzig und allein aus der Körperlichkeit weißer Kulturpraktiken speist. Versteife deine Gelenke, wirf deine Gliedmaßen unkontrolliert von dir und perfektioniere deine Luftgitarre. Spüre, wie die weiße Vorherrschaft durch unser kollektives Bewusstsein fließt, und werde Teil einer Bewegung, die die Fitnesswelt revolutionieren wird.

Geh beim White-Body-Building bis an deine Grenzen, besiege beim Berghain Bounce den Beat, lass dich auf eine tiefenentspannende post-rassistische Traumreise entführen oder finde deinen inneren weißen Mann während einer schweißtreibenden Bier-Bike-Tour durch Berlin. Wenn dich der Duft von Sauerkraut-Juice und die Schlagermelodien erst einmal gepackt haben, wirst du verstehen, warum Colonastics-Kurse alles verändern! Megaeffektiv? Jawohl!“

Detailliertes Kursprogramm:

Total Body Schranzformation
10.11., 19.00 Uhr / Indoor-Workout
Sportbekleidung und Hallenschuhe mitbringen / Level: Intermediate
Was tust du, wenn du auf der Tanzfläche bist? Machst du einen Two-Step, shufflest oder nickst einfach mit dem Kopf? That’s right, if you‘re white! Total Body Schranzformation ist ein Ganzkörper-Cardio-Workout, das dich von der Love Parade 1991 über das Berliner Berghain direkt zur Thunderdome Rave Experience führt. Unser hochintensives Intervall-Raven wird dich an deine Grenzen bringen und eine Clubgemeinschaft schaffen, in der Weißsein der ultimative Rhythmus ist.

The Rockout
11.11., 16.00 Uhr / Indoor-Workout
Sportbekleidung und Hallenschuhe mitbringen / Level: Intermediate
Haben wir nicht alle schon einmal davon geträumt, wie Jagger zu stolzieren? Uns danach gesehnt, wie Jon Bon Jovi zu verzweifeln und uns in Wacken das Hirn wegzupusten? Jetzt habt ihr die Chance dazu! Rockt auf unseren maßgeschneiderten Air-Gitarren (C) und lernt die Moves des White Rock ’n Roll von den Besten: Don’t hesitate, appropriate!

Whiteness is a State of Mind – Eine Traumreise nach Happyland
12.11., 11.00 Uhr / Indoor-Workout
Bequeme Kleidung mitbringen / Level: Beginner
Träumen wir nicht alle von einer post-rassistischen Gesellschaft, in der Schwarz, weiß, rot, gelb und blau friedlich miteinander Leben können? Mit unserer Colonastics Traumreise bringen wir dich zurück ins Happyland. In einer entspannenden Meditation uns sorgfältig kuratierten somatischen Körperpraktiken und Partnerübungen finden wir zurück zu unserem innersten weißen Selbst. Indem wir die Frequencies dieses Begehren mit den Frequencies des Universums in Einklang bringen werden wir eins mit unserem weiß-sein. Denn Whiteness ist a State of Mind.

Schlager HIIT
12.11., 14.00 Uhr / Indoor-Workout
Bequeme Kleidung mitbringen / Level: Intermediate
Schnür dir die Wanderschuhe und mach mit uns einen herzfrequenzsteigernden Ausflug in die Alpen! Unser mitreißendes Schlager High Intensity Intervall Training ist eine Kombination aus weißen folkloristischen Aufwärmtänzen und straight-up weißem Bodybuilding mit Hanteln, Fässern und Bierbänken. Unsere sorgfältig zusammengestellten Playlists mit Oldschool- und aktuellen Schlagerhits werden dich zu schnelleren Sprints und schwereren Gewichten animieren. Lasst uns die Gläser erheben, mitsingen und die Magie des Schlagers erleben! Mit diesem Workout besinnen wir uns auf unser deutsches Erbe und heben deine Heimatgefühle auf ein ganz neues Level!

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/colonastics/
Jedes Workout 8€
Mousonturm Studio 1 und Studio 2
Foto: © Lennart Brede

Freitag, 10. (Premiere) – Sonntag, 12. November: Die Liebe ist ein seltsames Spiel

(Martin)

„Also Liebe ist ja wirklich ein Begriff, der ist dehnbar, unendlich.”

„Ein Besuch in den Räumlichkeiten des GDA Wohnstiftes Frankfurt am Zoo. Gemeinsam mit sechs Bewohnerinnen nähern wir uns spielerisch liebevollen Verbindungen zu anderen Menschen, zu Orten, zu Objekten wie auch zu uns selbst. Wir geben Einblicke in Probenprozesse, in biografische sowie fiktionale Geschichten, die uns mit dem Ort verweben und erschaffen unsere ganz eigenen besonderen Momente. Wir laden ein zu Kaffee und Kuchen.“

Ein Projekt der Kunst und Kuchen GbR (Ines Wuttke und Sara Gröning). In Kooperation mit der GDA (Gesellschaft Dienste im Alter), koproduziert von studioNAXOS.  

Hier geht’s zu den Tickets: https://studionaxos.de/de/produktionen/die-liebe-ist-ein-seltsames-spiel?d=1699628400
Eintritt: solidarischer Preis, zahl was du kannst!
Freitag, 10. (Premiere) – Sonntag, 12. November um jeweils 16.00h
Studio Naxos im GDA Wohnstift, Waldschmidtstraße 6
Foto: © Veranstalterin

Samstag, 11. November: Of/ Lesung mit Igal Avidan

(Andrea)

Meine Papa hat Geburtstag, das geht vor. Sonst wäre ich heute in der Friedenskirche, dort liest der Autor, israelische Korrespondent und in Deutschland sehr aktive Rundfunkjournalist Igal Avidan. Er stellt sein neues Buch "Es werde Licht" mit Reportagen über "Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel" im großen Gemeindesaal der Offenbacher Friedenskirche vor. Das Buch erschien im Mai dieses Jahres, als Israel den 75. Jahrestag seiner Unabhängigkeit feierte. Avidan beschreibt schonungslos und mit vielen spannenden Beobachtungen das misslingende und gelingende jüdisch-arabische Miteinander - eine mal friedliche, mal brüchige Co-Existenz. Avidan gilt als ein unterhaltsamen Erzähler und großartiger Journalist, der immer wieder spannende Themen ausgräbt. Als er das Buch schrieb, war die Welt noch eine andere, an eine friedliche Koexistenz in naher Zukunft ist erstmal nicht zu denken, glaube ich und hoffe doch das Beste. Für beide Seiten, dieser Konflikt ist einfach unerträglich. Mehr zur Veranstaltung gibt es hier: https://friedenskirche-offenbach.de/event/24500334. Beginn 19 Uhr.

Friedenskirche, Geleitsstraße 104, Offenbach

Sonntag, 12. November: Marianne Neumann

(Uwe)

Marianne Neumann kommt ins Zoom. Eine gute Gelegenheit für Pop- und Schlagerfans, einmal den Club in Fechenheim kennenzulernen. Also nichts wie hin, die letzte Single „Nur mit Dir“, das Duett mit einem Gute Zeiten Schlechte Zeiten Star (Susen Sideropoulos – sie wird nicht dabei sein), „Sag es weiter“ und das tatsächlich schöne Lied „Obwohl du nie geboren bist“, das verdient auf der Shortlist für den Rio Reiser-Preis stand. Mit dem Preis werden Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet, die mit ihren Texten gesellschaftliche Themen aufgreifen und mutige Botschaften vermitteln.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass: 18 Uhr / Beginn: 19 Uhr
Foto: Homepage Zoom

Sonntag, 12. November: Der erste Mensch

(Martin)

Die unglaubliche Geschichte einer Kindheit nach Albert Camus
Texteinrichtung und Inszenierung Martin Mühleis
Sprecher: Wolfram Koch
Musik: Orchestre du Soleil

Ein großartiger Text! In einem erzählerischen Parforceritt entführt Wolfram Koch sein Publikum als Ich-Erzähler in eine Welt voller Armut und natürlicher Schönheit. Und die Musik des Orchestre du Soleil liefert den mitreißenden Soundtrack zu diesem hochaktuellen Stück, an dessen Ende ein Mann, der als Kind in einer Familie von Analphabeten aufwächst, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wird. 

Es ist die Kindheits-Geschichte Albert Camus‘. In dessen autobiographischen Roman »Der erste Mensch« begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist und den er nie kennengelernt hat. 

Damit beginnt für den Erzähler eine Reise zurück in seine Kindheit. Er kehrt heim in die Hitze Algiers, in die Armut und die Unschuld. Er erzählt von seiner schweigsamen Mutter im Armenviertel Algiers und der dominanten Großmutter, die nur durch die Unterstützung seines Volksschul-Lehrers davon überzeugt werden kann, dass der Junge ins Gymnasium gehört. Dort, »geworfen in eine unbekannte Welt«, der »unschuldigen Welt entrissen«, begreift er, »dass ich alles, was ich wollte, erreichen würde, und dass nichts, was von dieser Welt ist, mir jemals unmöglich sein würde.«

Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat den Roman für die Bühne bearbeitet zu einer eigenwilligen Spielform aus Schauspiel, Lesung und Konzert. In seinen Bühnenarbeiten hat Mühleis eine eigene Form entwickelt, eine »Architektur aus Sprache, Musik, Lichtdesign und Schauspiel« (Der Tagesspiegel, Berlin). Es gelingt ihm, Literatur für die Bühne zu adaptieren, ohne sie in Struktur, Rhythmus und Sprache zu verändern. Aus den literarischen Vorlagen entstehen auf diese Weise eigene Bühnenwerke, die den Zuschauer zum Mitgestalter machen. Mühleis' reduzierte, kargen Erzählformen bewirken, dass ein wesentlicher Teil der Geschichte in der Phantasie des Betrachters entsteht.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/der-erste-mensch-/1649/

Sonntag, 12. November um 18.00 Uhr
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Christoph Helhake

Sonntag, 12. November: Of/ Sinfonie der Aromen

(Andrea)

Wir machen heute Kleidertausch und ich freue mich schon riesig, meine Mädels mal wieder zu sehen, Crèmant zu schlürfen und in Klamotten zu schwelgen. Sonst würde ich ins Konzert gehen, Musik hören UND schmecken!! Denn heute um 17 Uhr präsentiert das Capitol Symphonie Orchester mit „Sinfonie der Aromen“ ein kulinarisches Konzertprogramm der ganz besonderen Art. Da klingen Hommagen an Spitzengastronomien neben Ohrwürmern aus der Werbung und auf der Bühne wird live gebrutzelt. https://www.capitolsymphonieorchester.de/

Capitol, Goethestraße, Offenbach

Sonntag, 12. & Freitag, 17. November: Fedora

(Martin)

Oper von Umberto Giordano (1867-1948)

Es ist ein Opernthriller. Und auch die Länge der Oper mit eineinhalb Stunden entspricht cineastischen Gewohnheiten.

Die FR übertitelt die Premierenkritik mit:
„Umberto Giordanos „Fedora“ sprengt an der Oper Frankfurt Zeit und Raum auf überaus geschmackvolle Weise.“

Und die FAZ beginnt die Kritik mit einer klugen Zusammenfassung:
„Die Fürstin Fedora Romazow macht einiges durch und hat sich doch meistens in der Gewalt. Ihr erster Mann starb, der zweite wird am Abend vor der Hochzeit in Sankt Petersburg erschossen. Sie selbst arbeitet im Pariser Exil als Spitzelin für die russische Geheimpolizei, um den Mörder ihres Verlobten zu überführen. Doch als der Mörder, Graf Loris Ipanow, ihr erzählt, dass ihr Verlobter sie in der Nacht des Mordes mit seiner Frau betrogen hat, verliebt sie sich in den Mörder, den sie zuvor schon bei der Polizei denunziert hat.“

Umberto Giordanos Verismo-Thriller zeigt eine Titelfigur, die sich in atemberaubendem Tempo zwischen verschiedenen Extremen bewegt: Die russische Fürstin Fedora ist Spionin, Rächerin, Geliebte, Märtyrerin und Betrogene zugleich. Nachdem ihr Verlobter bei einem Attentat getötet wird, stellt sie sich in den Dienst der Polizei und spürt dessen Mörder Loris Ipanow in Paris auf. Die beiden verlieben sich ineinander und wagen einen gemeinsamen Neubeginn in den Schweizer Bergen. Doch sie werden schon bald von ihrer Vergangenheit eingeholt ... 

Burleske und tragische Momente sind in Giordanos psychologisch differenziertem Musikdrama eng miteinander verwoben. Virtuose Gesangspartien treffen dabei auf einen originell instrumentierten Orchestersatz, der jedem Schauplatz einen ganz eigenen musikalischen Charakter verleiht. In einer bildstarken Inszenierung betont Christof Loy sowohl den kriminalistischen Aspekt des Werkes als auch die Einsamkeit der Titelfigur: Fedoras Traum vom Glück mit Loris bleibt nur ein Wunschbild.

Hier gibt’s einen Trailer: https://youtu.be/3usu1rjJez0
Und hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/fedora_3/?id_datum=3502
Sonntag, 12. November um 18.00 Uhr
Freitag, 17. November um 19.30 Uhr
Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Ab 14. November: Veranstaltungsreihe Verstörungsorte

(Daniela)

Die Inititiative 9. November fängt ab dem 14.11. mit einer neuen Veranstaltungsreihe an. Sie schreiben:

"Es geht um „Verstörungsorte“, Orte, in der Stadt oder Landschaft stehend, die sich nicht einpassen in das Schöne, Gemütliche, sondern die wie ein Stachel an das Böse erinnern, die nicht das Vergangene vergessen lassen, von dem viele jetzt immer öfter sagen „jetzt Schlussstrich“, „Vogelschiß der Geschichte“. Wir fangen mit dem Vortrag von Thomas Lutz, der seit 30 Jahren die Arbeit der Gedenkstätten begleitet. Er gibt den Überblick, wie sich die Gedenkstätten Arbeit entwickelt und verändert hat. Danach kommen Jörg Skriebeleit von KZ Gedenkstätte Flossenbürg, und Andrea Riedle von Topographie des Terrors. Anfang 2024 geht die Reihe weiter, voraussichtlich mit Osthofen, Katzbach, Mittelbau-Dora/Buchenwald und Reichstagsgelände in Nürnberg.

Wir stellen die These auf, dass solche Orte nur dann diese Rolle erfüllen, also beitragen zum „Nichtvergessen“, wenn es dort eine aktive Gruppe gibt, die mit ihrer Arbeit an die Geschichte erinnert. 

Wir sind selbst gespannt auf die Beiträge und die folgende Diskussion und würden uns freuen, wenn Sie diese Veranstaltungen besuchen würden."

https://initiative-neunter-november.de/events/kategorie/vortrag/verstoerungsorte/

Mittwoch, 15. – Freitag, 24. November: À LA CARTE

(Martin)

Dresden Frankfurt Dance Company
Bockenheimer Depot

Die Dresden Frankfurt Dance Company hat einen neuen Künstlerischen Direktor: Ioannis Mandafounis!

Was Ioannis Mandafounis ankündigt, und wie er uns einlädt, das macht riesige Lust auf den Tanz, Ausdruck und Programm der Dresden Frankfurt Dance Company: „Ob groß angelegt oder intim gestaltet, ob drinnen oder draußen, ob im Theater oder an einem anderen Ort – wir werden unermüdlich daran arbeiten, Sie mit unserem Tanz zu verzaubern, Sie zu treffen und unsere Liebe zu unserer Kunst mit Ihnen zu teilen. Seien Sie dabei, wenn wir gemeinsam etwas Neues erschaffen!“

Ab Mittwoch, 15.11. gibt’s im Bockenheimer Depot À LA CARTE zu erleben: „Wollten Sie schon immer einmal einen Tanzabend gestalten? Dann sind Sie hier genau richtig! Werden Sie Teil des kreativen Prozesses, und beeinflussen Sie den Verlauf der Aufführung.

Zu Beginn der Spielzeit stellt sich das neue Ensemble mit einem besonderen Stück vor. Das Publikum erhält eine „Speisekarte“ – oder vielmehr eine „Tanzkarte“ – mit einer Szenenauswahl. Daraus können die Zuschauer*innen das „performative Menü“ des Tages auswählen. „À la carte“ besteht aus einer Vielzahl längerer und kürzerer Szenen, die unter­schiedlich aneinandergereiht werden können. Mit jeweils verschiedenen Requisiten, Toneffekten, Musik und Lichtstimmungen ermöglichen die Szenen eine Vielfalt an Tanzstilen, Atmosphären und Themen. 

Mit kreativem Feuer nehmen die Künstler*innen die vom Publikum vorgegebene dramaturgische und rhythmische Linie auf und gestalten sie aus. Jeder Abend wird so zu einem einmaligen Erlebnis.

Hier gibt’s einen Trailer: https://youtu.be/BkBGDvYglpI
Und hier geht’s zu den Tickets: https://dresdenfrankfurtdancecompany.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/eventlist
Mittwoch, 15. – Freitag, 24. November um jeweils 20.00h – außer am Sonntag, 19.11., da um 16.00h
Bockenheimer Depot
Foto: © Homepage Dresden Frankfurt Dance Company

Donnerstag, 16. – Samstag, 18. November: Geteilter Abend

(Martin)

Tanzfestival Rhein-Main

Was haben wir gemeinsam?
Was können wir teilen und mitteilen?
Was macht uns aus? 

Das Künstler*in-Duo Verena Billinger und Sebastian Schulz beleuchtet in „Geteilter Abend“ das Verhältnis von Einzelperson und Gesellschaft – von Privatheit und Öffentlichkeit – von einem Teil zum großen Ganzen. Seit über zehn Jahren entwickeln sie gemeinsame Tanzstücke, die sich mit Gemeinschaft und der Rolle des Körpers auseinandersetzen. 

Im ersten Teil des Abends steht Verena Billinger seit langer Zeit wieder auf der Bühne und geht der Frage nach, wie sich eine Biografie tanzen lässt. Sie teilt ihren persönlichen Blick auf ihr Leben und lädt uns ein, ihre Beziehung zum Tanz und zur Choreografie mitzuerleben.

Auf das Solo folgt ein kraftvolles Trio, das choreografische Elemente des Solos aufgreift und in eine dynamische Choreografie überführt. Drei Tänzer*innen gleiten energetisch und lustvoll durch verschiedene Bewegungen der Selbstermächtigung und des Kontrollverlusts. Sie erforschen die Wahrnehmung zwischen sich selbst und dem Publikum: Wie verändert sich die Wirkung einer Bewegung, wenn sie von einem Einzelkörper auf eine Gruppe überspringt? 

In welchem Verhältnis stehen Solo und Gruppe? „Geteilter Abend“ ist eine Spurensuche nach den Lücken in der Erzählung, den Rissen im eigenen Porträt und der Gruppenzugehörigkeit.

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/447564
Donnerstag, 16. – Samstag, 18. November um jeweils 20.00h
Mousonturm
Foto: © Florian Krauß

Freitag, 17. – Sonntag, 19. November: Open Doors im Atelierfrankfurt

(Petra)

Auf das Format der "offenen Türen" im Atelierfrankfurt habe ich Euch schon häufiger hingewiesen: An diesem Wochenende ist es wieder soweit – und ich meine, es lohnt sich immer mal, im größten Kunstzentrum Hessens vorbeizuschauen. Mittlerweile sind es über 200 Künstlerinnen und Künstler, die dort arbeiten, und in rund 140 Ateliers könnt Ihr ihre Arbeiten beschauen. Außerdem gibt es über drei Tage lang wieder ein buntes Rahmenprogramm mit Performances, Graffiti-Workshops, Musik und Ausstellungen. Dazu im Club Musik und Drinks, und kulinarische Verpflegung ist natürlich auch wieder mit dabei. Dass sie seit einiger Zeit Eintritt nehmen, hat mich erst mal stutzen lassen: aber mittlerweile habe ich verstanden, dass nicht wenige der Kreativen - wie andere auch - unter den allgemeinen Kostensteigerungen (und nicht nur Energiekosten) leiden - so dass ich diesen "Solibeitrag" gerne leiste.

Open Doors Atelierfrankfurt, Ort: Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstraße 1 - 5, Uhrzeit: Freitag 18 - 22 Uhr, Samstag und Sonntag 14 - 19 Uhr, Eintritt: 4 Euro     

Freitag, 17. November: Mainz/ Engin

(Andrea)

Heute muss ich konsequenterweise nach Mainz fahren. Dort habe ich Engin nämlich Anfang des Jahres erstmals live erlebt. Sie sind viel unterwegs und waren zwischendurch auch in Frankfurt, aber da habe ich sie immer verpasst, Urlaub, krank, irgendwas war immer. Aber ihr könnt Euch meine Überarschung vorstellen, als ich neulich in Kadiköy unterwegs war und auf Plakate mit der Konzertankündigung stieß. Dummerweise stellte sich schnell raus, dass das Konzert bereits ausverkauft war!! Eine Mannheimer Band, die ein Konzert in Istanbul ausverkauft, ist das nicht unglaublich?! Ein paar Tage später gab es die Info eines Zusatzkonzertes und weil ich in meiner Umgebung dort schon werbegetrommelt hatte, waren zwei Mädels aus der Sprachschule und zwei befreundete Korrespondentinnen dabei. Das Konzert war toll und die Jungs wurden sehr gefeiert. Auch am dritten Abend, denn nachdem sie den Laden (immerhin jeweils rund 200 Leute) ausverkauft hatten, gaben sie noch ein Konzert.
Jetzt also wieder hier, das liest sich dann so: Die Mannheimer Band ENGIN zieht uns auf ihrem Debütalbum „Nacht‟ hinein in die Stunden zwischen Nachmittag und nächstem Morgen. Das energetische Trio liefert darauf eine grandiose Lebensgefühlverdichtung in einem detailverliebten und eingängigen deutsch-türkischen Indie-Rock Sound. Roh, hypnotisch und immer wieder tanzbar erzählt ENGIN von all dem, was die Nacht offenbart: Schönheit und Schmutz, Irrwitz und Abenteuer, Einsamkeit und Euphorie." 

Kulturclub schon schön, Große Bleiche 60-62, 55116 Mainz

Freitag, 17. November: Rian

(Uwe)

Ich habe bekanntlich ein Fabile für Kultur aus Österreich. Wieder kommt ein Österreicher in die Brotfabrik, die sich zu meiner Freude ganz leicht zum Konsulat der Alpenrepublik entwickelt. Nun kommt Rian. Was ich an den Österreichern so liebe, ist das skurril witzige und die Melancholie. Und was liest man dann in der ersten Zeile der Presseinfo: Wenig Melancholie, dafür umso mehr Happy-Vibes – das ist RIAN. Am Traum von der Eroberung der großen Welt der Musik schmiedet RIAN schon im Kindesalter – das Fundament für alles Kommende. Schon bei seiner ersten Single wurden Formatradios wie Ö3 auf ihn aufmerksam – danach ging es Schlag auf Schlag. RIAN spielte etliche Supportshows, war mit Max Giesinger und Josh auf Tour und teilte sich auf Festivals die Bühne mit Größen wie Cro und Bausa. Er mischt Einflüsse aus Pop, Hip-Hop, aber auch Indie zusammen, um mit einer ordentlichen Prise Humor das „Glücklich sein“ wieder salonfähig zu machen. Egal ob musikalisch oder mit lustigen Einlagen im Netz –für Unterhaltung ist bei RIAN in jedem Fall gesorgt.

Bortfabrik
F., Bachmannstr. 2
VVK: 22 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 28 € / Stehplatz
Bild: Homepage Brotfabrik

Freitag, 17. November: Bo Milli

(Uwe)

Wie besonders das Studio im Lotte Lindenberg sind, brauchen wir hier ja nicht noch einmal zu erwähnen. Sehr intime Stimmung, äußerst ausgewählte Acts. Dieses Mal tritt Bo Milli auf, eine Indiepop-Sängerin aus Norwegen, quasi direkt aus Bergen (Stadt in Norwegen) in den Keller des Lindenberg. Den nachfolgenden Text habe ich geklaut bei Weltecho, einem Club in Chemnitz „Mit freshem Sound besingt die junge Songwriterin ihre Freunde und die, die es noch werden könnten. Die Instrumentierung kokettiert mit punkigen Elementen und erinnert stellenweise an den Vibe der goldenen 2000er Indiejahre.“ Da geht ich selbst wahrscheinlich hin

Lotte Lindenberg
F., Frankensteiner Str. 20
21 Uhr
Ticket: 11 EUR
Bild: Bandcamp Bo Milli

Samstag, 18. November: The Bones of J.R. Jones

(Uwe)

Der Name ist schon mal super, einen Reim hat man selten in den oft kurzen Bandnamen.

„Der im Zentrum von New York geborene und aufgewachsene Songwriter Jonathon Linaberry begann zunächst in Hardcore- und Punkbands zu spielen, bevor er sich für Gospel, Folk und Blues begeisterte und 2012 The Bones of J.R. Jones gründete. Anschließend veröffentlichte er drei von der Kritik gefeierte Alben, platzierte Songs in zahlreichen Filmen und TV-Shows und tourte unzählige Male als Ein-Mann-Band durch die USA und Europa. Nebenbei teilte Linaberry auch Auftritte mit Künstlern wie „The Wallflowers“ und „The Devil Makes Three“, vertonte einen Amazon-Werbespot unter der Regie von Oscar-Preisträgerin Taika Waititi und erntete überall Lob, von „Billboard“ bis „Under the Radar“ ….“

Im weiteren Verlauf der Pressinfo werden noch Bruce Springsteen und Bon Iver erwähnt. So viele gute Namen in so kurzen Texten liest man selten.

Bortfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 18 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 22 € / Stehplatz
Bild: Facbook The Bones of J.R. Jones

Samstag 18. November: Improvisationsabend #199 im Club Voltaire

(Daniela)

Einmal im Monat stellt der Club Voltaire seine Bühne für die lokale Musikszene bereit. Alle Musiker:innen sind herzlich eingeladen, ihre Instrumente mitzubringen und mitzuspielen. Stilrichtung und Bekanntheitsgrad spielen keine Rolle.

Opener-Band diesmal:
Die Koblenzer Band The Vivian Riots sieht sich in der Tradition von Power Pop-Bands der 60er- und 70er-Jahre, mit einer großen Dosis Indie-Rotzigkeit aus den 90ern.

Die vier Musiker spielen eigene Songs sowie das ein oder andere Rock´n´Roll- und Beat-Cover. Drei-Minuten-Gitarrensongs, von Schlagzeug und Bass getrieben, Hammond-Orgel und Piano geben Farbe dazu.

https://vivianriots.de

Samstag, 18. November 2023, ab 20 Uhr, Kneipe (geöffnet ab 18 Uhr)

Samstag, 18. November: Alli Neumann

(Uwe)

Die deutsche Popsängerin (und Schauspielerin) Alli Neumann wuchs in Schleswig-Holstein auf und entdeckte dort ihre Liebe zur Musik. Rio Reiser starb bekanntlich in Norddeutschland, dessen ehemaliger Bassist Jochen Hansen wurde ihr erster Förderer. Zwei Platten veröffentlichte Alli mittlerweile, die letzte, „Primetime“, erst Ende Oktober. Mit dieser und neuen Songs wie dem Titeltrack „Primetime“ oder der Single „Blue“ geht sie nun auf Tournee und spielt in schönen Städten und wichtigen Clubs, Frankfurt und das Zoom gehören dazu.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass: 18 Uhr / Beginn: 19 Uhr
Foto: Homepage Zoom

Donnerstag 23. November: Göpferts Gäste Israel – aggressives, gespaltenes Land

(Daniela)

(N.B.: Ich gehe davon aus, dass der Ankündigungstext vor dem 7. Oktober geschrieben wurde)

Israel – aggressives, gespaltenes Land
Daniel Cohn-Bendit spricht mit Claus-Jürgen Göpfert über das 75-jährige Bestehen des jüdischen Staates

Am 14. Mai 1948 wurde Israel offiziell gegründet. Seit Jahrzehnten hält das Land große Teile Palästinas widerrechtlich besetzt, unterdrückt die palästinensische Bevölkerung und lebt im Konflikt mit seinen arabischen Nachbarn. Doch Im 75. Jahr seines Bestehens zerreißt zusätzlich eine innenpolitische Auseinandersetzung die Nation. Das Bestreben des rechtspopulistischen Premierministers Benjamin Netanjahu, mit seinen rechtsextremen Partnern die Kompetenzen des Obersten Gerichtshofes zu beschneiden, führt zu heftigen Protesten Hunderttausender von Israelis.
Zusätzlich verschärft der Kampf mit der palästinensischen Hamas die Situation des israelischen Staates.
Der Politiker Daniel Cohn-Bendit, früher Fraktionschef der Grünen im Europäischen Parlament, stammt von jüdischen Eltern ab und sieht sich selbst als Jude. In seinem Dokumentarfilm „Wir sind alle deutsche Juden“ setzte er sich 2021 kritisch mit Israel und seinen persönlichen jüdischen Wurzeln auseinander.
Im Gespräch mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert wird es um die innere Zerrissenheit Israels, um die Perspektiven des Staates und Auswege aus dem Dauer-Konflikt mit den Palästinenser:innen gehen. Im Anschluss kann das Publikum mitdiskutieren und Fragen stellen.
Veranstalter: Club Voltaire in Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg-Stiftung Hessen

Donnerstag, 23. November 2023, 19 Uhr, Kneipe (evtl. mit Videostream)

Freitag, 24. November: Of/ Die einfachen Dinge

(Andrea)

Daniel Brettschneider darf man ohne Zweifel einen Genussmensch nennen, wie sonst käme es zu seinen sinnlichen Kombinationen und Auswahl und der fein darauf abgestimmten Kulinarik. Von ihm kuratierte Veranstaltungen sind immer sehr besonders und deshalb meistens schnell ausverkauft. Und wem bei Schmorbraten, Kartoffel-Omelette, gratinierten Ziegenkäse und Apfel-Tartelette nicht unverzüglich das Wasser im Munde zusammenläuft, der wird auch die fantastische französische Komödie „Die einfachen Dinge“ kaum zu goutieren wissen.
"Erinnert Ihr Euch an den wunderbaren „Birnenkuchen mit Lavendel“ – damals noch im Kinosaal des DLM? Nach seinem Riesenerfolg mit ebendiesem Birnenkuchen und der anschließenden filmischen Köstlichkeit „À la Carte! – Freiheit geht durch den Magen“ (der aufgrund der Pandemie leider nicht im Kino Kulinarisch lief) meldet sich Regisseur Éric Besnard jetzt mit einer großartigen und ungemein leichtfüßigen Komödie zurück, in der Grégory Gadebois als naturverbundener Einsiedler und Lambert Wilson als städtischer Workaholic quasi als ziemlich beste Freunde wider Willen brillieren. Vor träumerischer Bergkulisse erzählen „Die einfachen Dingen“ von einer besonderen Freundschaft, der heilenden Wirkung sommerlicher Landluft und dem Glück, das abseits vom dicht vernetzten Großstadtleben zu finden ist – eben in den einfachen Dingen. So natürlich auch kulinarisch: Ein einfaches Omelette kann jederzeit das Glück dieser Welt einlösen und ist ein Wesensmerkmal dieser oft überraschenden, immer klugen Komödie, die dazu mit atemraubenden Landschaftsaufnahmen verzaubert. " Tickets gibt es unter www.kinokulinarisch.de 18.30 Uhr in der

Alten Schlosserei der EVO, Goethering, Offenbach

Samstag 25. November: Gregor Praml trifft Jimi Hendrix

(Daniela)

Uwe und ich sind sehr große Fans des Lokal Listener Formats von Gregor Praml und haben schon viele Sonntagsvormittage bei ihm verbracht und großartige Musiker:innen kennengelernt, bzw. neu/anders erlebt. Normalerweise hat Gregor nur eine*n Musiker:in zu Gast. Im sehr persönlichen Zweiergespräch, vor kleinem Publikum, gelingt es Gregor, seinem/r Gesprächspartner:in, Anekdoten/Wissenswertes/Persönliches/Amüsantes herauszulocken. Der/die Musiker:in spielt natürlich auch seine/ihre Stücke und wird dabei von Gregor begleitet und so klingen die Lieder dann ganz anders, als man sie vielleicht kennt. Besonders eindrucksvoll war das bei BOSCA, als Gregor zusammen mit dem Frankfurter Rapper aufgetreten ist.
Und weil so ein Lokal Listner ein besonderes Format ist, nimmt man sich Zeit. 2,5 Stunden wird es schon dauern und das ist auch sehr gut so und Zwischendurch gibt es sogar noch einen Snack!

Als Gregor vor zwei Jahren zu einem LOKAL LISTNER SPEZIAL zu Ehren John Lennons einlud, war ich skeptisch, ob das feine Konzept, das meist in kleinen Locations funktionierte, auch auf der großen Bühne wirkt. Aber was Gregor Praml in die Hand nimmt, passt einfach. Es war ein grandioser Abend.

Deshalb freue ich mich auch sehr auf den 25.11, wenn Gregor phantastische Musiker:innen zu Gast hat. Ich würde mir an Eurer Stelle schnell Tickets besorgen!

Gregor Praml trifft Jimi Hendrix mit Katharina Bach & Tomek Witiak, Sun’s Sons, Bosca, Wolf Schubert-K., Christopher Herrmann und Burkard Kunkel

Johnny Allen Hendrix kommt am 27. November 1942 in Seattle zu Welt. Seine Heimatstadt wird in den 1990er Jahren zum Geburtsort von Grunge mit Bands wie Nirvana, Pearl Jam und Soundgarden. Sie alle haben Jimi Hendrix dabei im Ohr gehabt. Er kam vom schwarzen Rhythm & Blues, brachte mit seinem Gitarrenspiel aber Experimentelles und zugleich Innovatives in die Musik ein. Er spielte als Linkshänder eine Gitarre für Rechtshänder, drehte sie einfach um, sodass die höchste Saite plötzlich oben war. Rückkopplungen und Frequenzüberlagerungen gehörten zu seinem Sound, unvergessen ist seine Performance der US-amerikanischen Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“ beim Woodstock Festival 1969. Gregor Praml und Gäste ehren diese unvergleichliche Rockikone nun mit einem LOKAL Listener Special in Form eines Konzert-Talk-Abends: Sängerin und Schauspielerin Katharina Bach begeisterte das Schauspiel Frankfurt mit einem Nick Cave und leiht jetzt Hendrix ihre Stimme. Zur Seite steht ihr ein Gitarrist, mit dem sie lange zusammenarbeitet: Tomek Witiak. Hip-Hop ist die musikalische Heimat von Bosca. Der Rapper ist ausgewiesener Eintracht-Fan und wird sich zum ersten Mal einer Coverversion widmen. Cellist Christopher Herrmann und Burkard Kunkel an Bassklarinette, Bassetthorn und Zither zählen zu den innovativsten Instrumentalisten zwischen Jazz, Klassik und Weltmusik in der Region. Wolf Schubert-K. ist als Folk- und Bluesmusiker wohl am nächsten an Hendrix dran. Die junge Frankfurter Band Sun’s Sons hat mit Gitarrist Marius Wunderlich einen echten Hendrix-Fan in den eigenen Reihen. Mit ihrem Indie-Sound lassen sie Jimi noch einmal ganz anders klingen. Ein Abend im Künstler*innenhaus Mousonturm für eine etwas andere Jimi Hendrix-Experience.

Dauer: ca. 2,5 Stunden inkl. Pause
—> 25.11.2023, 20.00 Uhr
Mousonturm Saal bestuhlt
VVK 21 € / AK 25 € / 5 € Ermäßigung für f.f.m. students / inkl. Snack aus Jörgs Küche

Samstag, 25. November: Ev Machui und Vitaliy Baran

(Martin)

‚Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt‘
Chansons und Couplets aus den Goldenen 20er Jahren 

Vitaliy Baran trifft an diesem Abend auf „Frau Chanson“ Ev Machui. Baran, Namensgeber des „Vitaliy Baran Trios“ und „Frau Chanson“, Sängerin des Trios „Jazzsalon“, entführen für einen Abend in das glitzernde Berlin der pulsierenden 20er und frühen 30er Jahre. 

Das „kleinste Kapellchen der Stadt“ lässt Schellack-Perlen von Friedrich Hollaender, Kurt Weill und vielen anderen wieder aufleben.

Ev Machui verzaubert das Publikum mit ihrer warmen, tiefen und ganz besonderen Stimme und verkörpert förmlich die 20er Jahre. Nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit charmanter Moderation und eigenen Gedanken zu den Stücken begleitet sie ihr Publikum durch den Abend. 

Vitaliy Baran, der seine musikalische Ausbildung in Lvov/Ukraine erhielt und später an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main (Hauptfach Jazzpiano) studierte, brilliert mit einfühlsamem Pianospiel in einem sorgfältig ausgewählten Programm. Lasst Euch überraschen – es braucht nicht immer das große Arrangement eines Palastorchesters, um die Musik der 20er Jahre lebendig werden zu lassen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://kulturpur.reservix.de/p/reservix/event/2153399
Um 19.30h
Theater Alte Brücke, Kleine Brückenstraße 5
Foto: © Veranstalter*in

Sonntag, 26. November: „Welt, gute Nacht … when the night is overcome”

(Martin)

A-capella-Konzert im Kerzenschein mit Vox Aevi in der Schlosskirche Weilburg. Dieses Konzert lohnt die Anfahrt und warum nicht nach Weilburg? 

»Welt, gute Nacht ... when the night is overcome«

„Der Ewigkeitssonntag - im Volksmund auch als Totensonntag bekannt – richtet den Blick auf das Gedenken der Toten. In unserem Konzert am 26. November um 17 Uhr widmen wir uns dieser Thematik mit Werken der letzten fünf Jahrhunderte.

Der Tod, und damit auch Licht und Ewigkeit, sind in unserem Leben, unabhängig von Zeit und Ort, in verschiedensten Formen präsent - seien es verheerende Kriege, Schiffsunglücke oder der Tod der liebsten Menschen. 

Kein Wunder, dass sie stets inspirierend auf Komponist:innen diverser Epochen und Genres – geistlich und weltlich - wirkten. So erklingen im Konzert Werke u.a. von F. Mendelssohn Bartholdy (Nunc Dimittis), H. Schütz & H. Distler (»Geistliche Chormusik«), R. Vaughan Williams (»Rest«), J. Mäntyjärvi (»Cantus calamitatis maritimae«), H. Grönemeyer (»Der Weg«) und Enya (»May it be«). 

Allen Werken ist etwas gemein: Das Licht der Ewigkeit, welches auf das Ende folgt.
Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten
17.00h
Schlosskirche Weilburg
Foto: © Veranstalterin

Sonntag, 26. November und Samstag. 16. Dezember: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Nach den Romanen von Édouard Louis

Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis. Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat. Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”

Hier geht’s zu den Tickets: https://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy
Sonntag, 26. November um 18.00h und Samstag, 16, Dezember um 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moritz Buch

Mittwoch, 29. November: Artist Talks Glenkeen Garden Residencies

(Daniela)

Menschen stark machen“ ist das Motto der Crespo Foundation, und dafür setzt sie sich mit einer Mischung aus Kunst- und sozialer Förderung sowie Kultureller Bildung ein. Einige spannende Kunstprojekte gehen auf die Initiative oder die Förderung der Stiftung zurück: Der „After Nature. Ulrike Crespo Photography Prize“, der 2024 erstmalig zusammen mit C/O Berlin verliehen wird, das „Fliegende Künstlerzimmer“, der „Wortmeldungen Literaturpreis“… Und eben die „Glenkeen Garden Residencies“, die die Foundation seit 2021 in dem Landschaftspark Glenkeen Garden beherbergt. Kunstkollektive und Einzelkünstler:innen arbeiten und erforschen hier unter dem Motto „ArtNature/NatureArt“ das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur. In den Artist Talks stellen sie ihre Arbeiten und Forschungsergebnisse vor, die ersten habe ich leider verpasst, es bleibt aber noch ein Talk im November: Mittwoch, 29. November, 19 Uhr: STRWÜÜ (Jo Wanneng and Lukas Fütterer)
Von der Stop-Motion-Animation einer entführten Pflanze über orchestrierte Harmonien mit riesigen Seerosen bis hin zu Klangobjekten, Marionettentechniken und der Erforschung von

Zeit und Raum: Das Künstler:innenduo STRWÜÜ – Absolvent:innen der HfG Karlsruhe – beschreitet mit seinen künstlerischen Erkundung neue Wege. Während ihrer Residency in Glenkeen Garden konzentrierten sie sich auf Kryptogame wie Algen, Moose und Flechten für die Erforschung von Spannungskräften und Beziehungsdynamiken.

Crespo Studio, Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt
Eintritt frei
Die Talks finden in englischer Sprache statt.

Donnerstag 30. November - 9. Dezember: "Über das Unbehagen zu wohnen“

(Daniela)

Ich habe im Sommer „After Democracy“ von Partners in Crime gesehen und war sehr begeistert von ihrer performativen Arbeit. Ich will daher auf jeden Fall auch ihre nächste Neuproduktion sehen: „Über das Unbehagen zu wohnen“ in der Villa Schweizer5. In der Lecture Performance mit Tee und Dias begibt sich Regisseurin Eleonora L. Herder gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach den verschwiegenen Echos einer deutsch-jüdischen Familiengeschichte.

Was macht die silberne Teekanne aus einem jüdischen Kaufhaus 73 Jahre nach ihrem Verschwinden auf dem Bahnhof Berlin Spandau? Wie wurde die in Sizilien verbreitete Amöbenruhr zur Komplizin nationalsozialistischer Rassenpolitik? Was haben die Schlaftabletten der Großmutter der Regisseurin mit dem Tod von Ingeborg Bachmann zu tun? Wer hat das Hakenkreuz an dem Grab ihres Urgroßvaters abgemeißelt und wo ist das Ohr von John Paul Getty dem III. heute? - Diesen und weiteren drängenden Fragen versucht die Lecture Performance „Über das Unbehagen zu wohnen“ auf die Spur zu kommen.

Anfang des Jahres erreicht Eleonora L. Herder per Spedition ein riesiges Paket: ein Sekretär aus den 1920er Jahren. Ein dunkelbraunes Ungetüm aus Nussbaum, für das sie eigentlich überhaupt keinen Platz in ihrer Wohnung hat.

Angeblich gehörte er einmal ihrem Urgroßvater, der den Schreibtisch mit sich durch Europa schleppte, als er Anfang der dreißiger Jahre vor der Rassenpolitik der Nationalsozialisten fliehen musste. Seitdem wurde er in ihrer Familie weitergereicht wie ein Schrein. Er steht abwechselnd für die Heimat, die man nie mehr haben würde und das Großbürgertum, das man glaubte, verloren zu haben. Und nun stand er eben auf der Straße in Frankfurt Bockenheim. Anlieferung bis zur Bordsteinkante.

In einem vermeintlich privaten Wohnzimmersetting erzählt Herder anhand von Dokumenten und Objekten ihrer Familie eine alternative Geschichte deutsch-jüdischer Identität. Die Performance changiert zwischen dokumentarischem Diavortrag, ausgreifender Anekdote und brüchiger Intimität, in der die Grenzen zwischen Politischem und Privatem, Opfer- und Tätergeschichte verschwimmen. Immer wieder stellt sich eine Rastlosigkeit ein und die Frage, ob es überhaupt möglich ist, bei sich zuhause zu sein.

Mehr Infos unter: www.andpartnersincrime.org

Beteiligte: Despina Apostolou, Eleonora Herder, Tim Schuster, Marina Rengel Lucena, Jonas Harksen, Joanna Plastrotmann, Maren Burger, ehrliche arbeit  – freies Kulturbüro, Felix Kosok und Anna Pirot (Bureau 069)

30.11.2023, 19 Uhr
01.12.2023, 19 Uhr
02.12. 2023, 17.30 Uhr (mit Kinderbetreuung)
07.12.2023, 19 Uhr
08.12.2023, 19 Uhr
09.12.2023, 17.30 Uhr (mit Kinderbetreuung)

Schweizer5 | Schweizer Straße 5 Frankfurt am Main | Tickets unter: www.eventbrite.de/ueber-das-unbehagen-zu-wohnen-tickets
Ermäßigte Tickets über E-Mail an
tickets@andpartnersincrime.org Limitierte Anzahl verfügbar. Alle weiteren Tickets über https://www.eventbrite.de/e/uber-das-unbehagen-zu-wohnen-tickets-729660503207

DEZEMBER 2023
Freitag, 1. Dezember: OF/ 60 years with The Beatles

(Andrea)

Wahnsinn, als der Originaltermin ausverkauft war, gab es einen Zusatztermin (24.11.). Jetzt ist auch dieser sold out, hier also die nächste Gelegenheit zum Beatles-Revival...
Die Stones haben mit ihren 80 Jahren unlängst ein neues Album veröffentlicht und weil es zur Auswahl des Materials einen Schiedsrichter brauchte, kam Paul McCartney ins Spiel - "ein pophistorischwer Witz", schreibt Tobias Rapp im SPIEGEL, denn immerhin konkurrierten die beiden Bands lang um die Gunst des Publikums. Während die Stones das wilde, unangepasste Imgae pflegten, verdrehten die Pilzköpfe den Fans auf andere Art den Kopf. "Am 4. November 1963 gingen die Beatles in die Pop-Geschichte ein als frech verschmitzte Provokateure des Königshauses, wegen der ungezogenen Bühnenansage von John Lennon, die Leute auf den billigen Plätzen sollen klatschen und die anderen – mit Blick in Richtung der königlichen Loge – bräuchten nur mit ihren Juwelen zu rasseln. Mit dieser kleinen Unverschämtheit hatten die Beatles die Herzen der jungen Leute in England endgültig erobert. Die Hysterie um die Beatles, genannt Beatlemania, erreichte in England dann am 22. November 1963 einen weiteren Höhepunkt und für Volker Rebell ein guter Anlass für „60 Jahre With The Beatles“ – Jubiläumskonzert mit allen Songs des zweiten Albums der Beatles, gespielt von der Lonely Hearts Club Band. Der Termin am 11.11. ist bereits ausverkauft, für den heutigen gibt es noch Karten. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert.
https://radio-rebell.de/termin/60-jahre-with-the-beatles/

Rebell(i)sche Studiobühne,Bieberer Str. 145 A | Hinterhaus, Offenbach

Übrigens, vielleicht steht bei einem von Euch noch Pauls alter Bass auf dem Speicher, der wird nämlich seit Jahren schmerzlich vermisst:https://www.theguardian.com/music/2023/sep/02/search-launched-for-paul-mccartneys-first-hofner-bass-guitar

Bis Sonntag, 03. März 2024: Ausstellung „Bending the Curve“ Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Der Frankfurter Kunstverein zeigt immer wieder faszinierende Ausstellungen zwischen Kunst und Natur. Dieses Mal kooperiert er interdisziplinär mit einer ganzen Menge herausragender Institutionen, unter anderem mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt. Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Wie kann der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden? Und wie können positive Erzählungen entstehen? Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler*innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.

Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität, Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung bis Sonntag, 03.03.2024, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Markt 44, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 10 (6) Euro

Montag 4. Dezember: Lesung „Um mein Leben“

(Daniela)

Lesung „Um mein Leben“ mit anschließendem Gespräch

Das Beratungszentrum FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht und die Beratungs- und Schutzeinrichtung VAIA! setzen sich gegen Gewalt im Namen der „Ehre“ ein. Um Gelegenheit zum differenzierten Austausch über diese Gewaltform zu schaffen, laden sie ein zur Lesung aus dem Buch „Um mein Leben“. Es erzählt die Lebensgeschichte von Azadiya H., einer jungen lesbischen Frau aus der jesidischen Community. Ihre Erfahrungen sind exemplarisch für das, was viele der Klient*innen von FIM und VAIA! erlebt haben. Im anschließenden Gespräch berichten die Beratungseinrichtungen aus ihrer Arbeit und geben die Möglichkeit zur Diskussion.

Weitere Informationen: https://fim-frauenrecht.de/lesung-um-mein-leben

Mo., 04.12.2023, 18 Uhr, Crespo Studio, Berliner Str. 27, Frankfurt am Main

5. – 10. Dezember: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage

Save the Date:

Vom 5. bis 10. Dezember 2023 findet Remake. Frankfurter Frauen Film Tage, veranstaltet von der Kinothek Asta Nielsen e.V., unter dem Schwerpunktthema „Gemeinsam…! Nähe, Verantwortung und Solidarität mit Anderen“ statt, Die Geschichte des Verleihs CHAOS FILM, 1979 von Hildegard Westbeld in Berlin gegründet, steht im Mittelpunkt eines weiteren Programmteils. Die Festival-Personale würdigt in diesem Jahr die Frankfurter Dokumentarfilmemacherin Edith Marcello.  Auch im Jahr 2023 bildet ein CineConcert den glanzvollen Höhepunkt von Remake: Die Uraufführung einer Auftragskomposition zum Stummfilm NORRTULLSLIGAN (dt. Titel: WEIBLICHE JUNGGESELLEN, Schweden 1923, Regie: Per Lindberg) am 7. Dezember in der Volksbühne Frankfurt. Die Neukomposition stammt von der international bekannten und gefragten niederländischen Pianistin und Stummfilmkomponistin Maud Nelissen. Der Film erzählt von vier jungen Frauen, die im Stockholm der 1920er-Jahre in einer WG leben und einem patriarchalischen Umfeld die Stirn bieten müssen. Stadtleben, Sexualität, Geschlechterhierarchien und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse kommen ebenso in den Blick wie Solidarität und Humor unter Frauen. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman der schwedischen Frauenrechtlerin Elin Wägner (1882-1949).

Das vollständige Programm ab Mitte November auf www.remake-festival.de

FOTO: NORTULLSLIGAN (c) Swedish Film Institute

Freitag, 8. Dezember: Karaoke mit Pütti

(Martin)

Ich freue mich jetzt schon! Garantiert schon etwas vorweihnachtliche Stimmung - und vielleicht die Gelegenheit ‚Last Christmas…‘ als Karaoke zu singen! 

Christoph Pütthoff ist eines der bekanntesten Gesichter des Schauspiel Frankfurt und er ist einer der Schauspieler, die am längsten am Schauspiel Frankfurt auf der Bühne stehen. Auch ist Christoph Pütthoff ein genialer und inzwischen fast legendärer Conférencier (und Sänger) in seiner mittlerweile zum Klassiker avancierten Karaoke-Show. Es ist großartig, wie ‚Pütti‘ mit seiner ‚All-in-one-Show’ die Panoramabar rockt, als Unterhalter, Sänger, Tänzer – manchmal sogar Stripper! – das Publikum begeistert und die Gäste zum Singen und Auftreten ‚verführt’. 

Spannend ist es, dabei zu sein – man erlebt Überraschungen, wenn andere auf die Bühne steigen, zum Mikrofon greifen und sich auf das Karaoke-Singen einlassen. Traut man sich selbst, hat man noch mehr Spaß und verdient sich einen Drink!

Die Panoramabar mit der phänomenalen Aussicht auf die Skyline von Frankfurt ist ein genialer Ort für diese Show: Rundum die beleuchteten Hochhäuser, das nette Team der Bar und dann Pütti, der tatsächlich Frankfurt zum kleinen New York werden lässt - zumindest dann, wenn er mit genialem Timbre in der Stimme Frank Sinatra mit eben diesem Song anstimmt...

Hier geht’s ab 10. November zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/karaoke-mit-puetti-/1695/
22.00h
Panoramabar im Schauspiel Frankfurt
Foto: © MG

Freitag, 15. – 17. Dezember: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 (weitere Termine)

(Martin )

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Alle Jahre wieder… - Für manche ist diese Inszenierung der Weihnachtsgottesdienst! Schon 18 Jahre wird JESUS D’ AMOUR GEB. 0 gespielt und deshalb stellt sich die Frage, ob es tatsächlich noch Frankfurter*innen gibt, die diese zauberhafte Weihnachtsgeschichtenerzählung immer noch nicht gesehen haben!? 

„Die Geschichte beginnt mit zwei schwangeren Frauen. Die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Mit Unglaublichem fängt der Glauben an. 

Zwei Knaben werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes - der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln. König Herodes hört von einem neugeborenen König, fürchtet um seinen Thron. Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht. Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. 

Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt. Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Grausam beginnt die neue Zeit. Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der lüsternen Prinzessin Salome – sein Kopf wird in einer Silberschale kredenzt.“

Das Theater Willy Praml hat aus dem biblischen Bestseller eine ganz eigene und besondere Weihnachtsgeschichte entstehen lassen. Die FAZ schrieb: „Eine unerhörte Geschichte neu erzählt für Menschen von heute. Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert.“

Hier der Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=g10bxn1OirA
Und hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-geb-0/
Freitag, 15. Und 16. um 20.00h und Sonntag. 17. Dezember um 18.00h,
Freitag, 22. und Samstag, 23. Dezember um jeweils 20.00h: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 – 2023 im 19. Jahr
Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Rebekka Waitz

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Bis Sonntag, 25. Januar 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)

Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.

Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 25.02.2023, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei

Noch bis Samstag, 23. Dezember: Fensterschau XXXIV – Tina Herchenröther

(Petra)

Heute schon bei Balenciaga reingeschaut? Mit zwei großformatigen Malereien ist Tina Herchenröther gerade in den Fenstern der ehemaligen Burg-Drogerie der Restauratoren zu sehen. Dabei ließ sich die Künstlerin von Kollektionen des Skandal-Modehauses Balenciaga inspirieren: Eine moderne Ritterrüstung aus der Kollektion 2020 und ein Kleid aus zahlreichen ineinander verflochtenen kleinen Metallringen inspirierten Herchenröther zu ihren Motiven. Das Wechselspiel aus Ornament, Weiblichkeit und Stärke stehen zentral in den beiden Werken.

Fensterschau XXXIV: Tina Herchenröther bei den Restauratoren, Ort: Fensterschau, Adresse: Burgstraße 43, bis 23.12., Öffnungszeiten: 24/7

Bis Sonntag, 31. Dezember: Wohnzimmer Hauptwache mit "Langer Bank"

(Petra)

Das DAM-Reallabor "Wohnzimmer Hauptwache" belebte als Teil des Modellprojekts "Post-Corona-Stadt" im Herbst 2022 die Frankfurter Innenstadt. Auch in diesem Jahr ist das DAM auf der Hauptwache aktiv. Im Sommer eröffnet auf dem belebten Platz die Ausstellung „Zukunft Innenstadt Frankfurt“. Sie geht der Frage nach, welche Bedürfnisse und Anforderungen an eine lebenswerte Frankfurter Innenstadt in der Zukunft bestehen. Die Wanderausstellung wird an ausgewählten Orten zu sehen sein und soll bundesweit in den Modellstädten des Förderprogramms Station machen. Einen nächsten Schritt für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum geht das Museum mit der künstlerischen Intervention "Die Lange Bank" ab heute. Die modulare Sitzmöglichkeit wird dort erstmals für verschiedene Dialogformate bereitstehen. Ein Treffpunkt an der Langen Bank - die künstlerische Installation is als Ort der Begegnung, der Inspiration und Erholung konzipiert. Ihr könnt hier in die Choreografien und Hörstücke von 15 interntionalen Künstlerinnen und Künstlern eintauchen, verschiedene Sitz- und Liegepositionen ausprobieren und erleben, wie das Sitzen urbane Räume neu definiert. Je nachem, wer noch so auf der Langen Bank ist, würde ich sagen. 

Wohnzimmer Hauptwache mit der Langen Bank, Deutsches Architekturmuseum (DAM), An der Hauptwache, Eintritt: frei

Bis Sonntag, 14. Januar 2024: Ausstellung DAM „Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber."

(Petra)

Ich mag die Arbeit des Deutschen Architekturmuseums sehr – und auf diese Ausstellung freue ich mich – heute ist die Eröffnung: Proteste müssen stören, sonst wären sie wirkungslos. Wenn Störungen in den öffentlichen Raum ausgreifen und sich dort festsetzen, wenn sie ihn dauerhaft blockieren, verteidigen, schützen oder erobern, dann entsteht Protestarchitektur. Detailreiche Modelle, gebaut an der Technischen Universität München und der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Andreas Kretzer), zeigen Protestcamps von der Resurrection City 1968 bis zur Lobau-bleibt!-Bewegung 2021/2022. Vierzig "Bodenstrukturen" aus Lützerath, zumeist Pfahlbauten, wurden von Rokas Wille (HfG Karlsruhe) mit Fotopapiermodellen dokumentiert. Der Regisseur Oliver Hardt entwickelte für die Ausstellung eine Filminstallation. Gemeinsam mit Aktivist*innen konnte eine Hängebrücke aus dem Hambacher Wald übernommen werden. Auch ein 1:10-Hängemodell des Barrios Beechtown, eine Leihgabe des Künstlers Stephan Mörsch, zeigt diese Waldbesetzung. Die Ausstellungsarchitektur auf der um 1000 Quadratmeter erweiterten Fläche des DAM Ostend wurde von Something Fantastic entwickelt.

"Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber." Eine Ausstellung des DAM – Deutsches Architekturmuseum und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien
Ausstellung: Eintritt: 5 (3) Euro, Öffnungszeiten: Mo. geschlossen, Di., Do. und Fr.: 12 - 18 Uhr, Mi.: 12 - 19 Uhr, Sa. und So.: 11 - 18 Uhr

Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.

"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)


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