20.10.2023
BITTE UND AUSZEIT
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen

Mit den Ausgehtipps begann ist 2006. Damals war ich selbständig und Single-Mutter eines Dreijährigen Sohnes. Tagsüber kam ich zu nichts, daher schrieb ich in der Regel Mittwochsabends. Als mein Sohn in die Schule kam fragte er mich immer öfter: „Mama warum schreibst Du Ausgehtipps, wenn Du dafür kein Geld bekommst?“
Dass ehrenamtliche Arbeit zu mir und auch zu allen anderen Redakteur:innen, die im Laufe der Jahre dazugekommen sind, zum Leben gehört, weiß er mittlerweile. Und dennoch fragt er mich immer wieder, warum ich noch so viel Zeit am Rechner verbringe, um die Ausgehtipps zu versenden, anstatt die Zeit für mich zu nutzen.

Meine Antwort ist Woche für Woche die Gleiche: Die Künstler:innen und Kulturschaffenden in Frankfurt & Offenbach machen so tolle Angebote, über die muss man informieren, damit viele Menschen ihre Arbeit sehen/erleben und ich glaube die Leute lesen die Ausgehtipps auch gerne. Aber natürlich frage ich mich selbst oft, ob es nicht schlauer wäre die Ausgehtipps einzustellen und mehr freie Zeit zu haben.

Aber dann bekommt man doch ab und zu mal ein Feedback, sowie am Montagabend bei Streitclub im English Theatre. Da sprach mich eine Frau an und hat sich für die Tickets bedankt, die sie über die Ausgehtipps gewonnen hatte und auch, dass wir die Ausgehtipps wöchentlich verschicken. Das hat gutgetan!

Aber wir, Andrea, Petra, Martin, Uwe, Erik und ich, würden gerne mehr über unsere Ausgehtippsleser:innen wissen.
Was gefällt Euch, was nicht…?
Lest ihr die Tipps überhaupt und wenn über welchen Kanal? Etc.
Erik war so nett und hat eine kleine Umfrage zusammengestellt. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr Euch 3 Minuten Zeit nehmt, um die kurzen Fragen zu beantworten. In Anbetracht der Tatsache wieviel Zeit wir Woche für Woche an den Ausgehtipps sitzen, ist da bestimmt nicht Zuviel verlangt. Am besten ihr macht es sofort, dann ist es erledigt.
Hier der Link: Ausgehtipps Leser:innen Umfrage

Und dann noch was in eigener Sache: Ich werde in den nächsten Wochen gezwungenermaßen wirklich Zeit für mich haben, denn ich werde heute an der Schulter operiert. Ich hoffe die Sehne ist nicht gerissen und ich kann in 3 Wochen wieder an den PC. Ich habe hin und her überlegt, wie wir das mit den Ausgehtipps machen. So lange auszusetzen kam nicht in Frage. Wir haben das im Team besprochen und die anderen sind Bereit so lange meinen Part zu übernehmen. Vielen Dank!
In den nächsten Wochen werdet ihr daher nicht von mir, sondern von den anderen begrüßt und zwar in der Reihenfolge, wie meine Freund:innen zu den Ausgehtipps dazugestoßen sind: Petra Manahl, die seit 2013 mit ihm Ausgehtippteam ist beginnt, dann kommt Andrea Ehrig (seit 2014 dabei), dann Martin Grün (Februar 2017) und als letzter kommt Uwe Schwöbel dran, der seit Mai 2017 mit im Team ist. Erik Düwel, der uns bei technischen Schwierigkeiten unterstützt, ist seit 2022 mit im Team und will in den kommenden Wochen die Umfrage auswerten, daher macht bitte mit.

So, jetzt muss ich aber los. Um 09:00 Uhr muss ich im Krankenhaus sein und ich bin mehr als nervös.

Lebt wild!

Daniela

P.S. Das Foto enstand am 28.10.2022 am Strand von Tel Aviv. Meine Gedanken sind in Israel und den friedlichen Menschen im GAZA Streifen.

Vielen Dank an das großartige Ausgehtipp-Team:
Petra Manahl, Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Erik Düwel und Martin Grün.

UMFRAGE BITTE MITMACHEN

Wir würden einfach nur gerne wissen, was Euch an den Ausgehtipps gefällt und was wir besser machen können.

Dauert nur 3 Minuten... LOS GEHT'S!

Ausgehtipps Leser:innen Umfrage

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 17 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00.
Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)

1 x 2 Tickets für das „Spotlight“-Konzert am 9.11. in der Alten Oper. Diesmal mit dem titelgebenden Werk „Recycling Concerto“. Gewinnfrage: Wo findet die neue performative Installation un*wert von profilkollektion statt?

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Karten für die "100 Kilo Herz" am 27. Oktober im Bett. Die Gewinnfrage lautet: Wo gibt es Gumbo? (Außer bei Don Martin. "Neulich bei den Gumbo-Indianern" hat das zufällig jemand und kann es mir digital schicken? Das ist natürlich nicht gewinnrelevant :-))

GEROLLTES über Schalke 04

(Uwe)

Diese Woche kann ich nicht viel schreiben, weil ich fast die gesamte Woche dienstlich unterwegs bin. Die Reise führt(e) nach Gelsenkirchen, in die Stadt, in der FC Schalke 04 beheimatet ist. Genau, mein Lieblingsverein, der aktuell in der 2. Bundesliga auf Tabellenplatz 16 steht. Der Tabellenplatz, der einem Verein zum Ende der Saison zumindest noch einmal die Chance gibt, im Rahmen der beiden Relegationsspiele gegen den Drittplatzierten aus der 3. Liga, die Liga zu erhalten. Im Augenblick wäre der Gegner der SSV Ulm, der gefühlt vor dem Mauerfall letztmalig in einer der ersten beiden Ligen spielen durfte. Das ist aber nicht korrekt, 1998 stiegen die „Spatzen“ unter einem gewissen Ralf Rangnick erst in die 2. Bundesliga und danach direkt in die 1. Bundesliga auf. Und fiel relativ schnell wieder, erst unglücklich, dann durch Lizenzentzug zurück in die Viertklassigkeit. Nun wachen sie scheinbar wieder auf.

Wir wollen uns um die Schalker kümmern, den Bergarbeiter-Club, der erst ohne Bergarbeiter, dann ohne Rudi Assauer und später ohne gute Spieler auskommen musste (und bis heute muss). Nur die Fans, „die Knappen“, die genauso treu sind wie man Knappen aus alten Ritterfilmen mit Robert Taylor kennt, das Stadion und die Altstars wie Klaus Fischer oder Olaf Thon als Repräsentanten sind den Schalkern geblieben. Das ist zwar mehr, als viele anderen Vereine je haben werden, reicht bei der Vergangenheit aber nicht aus. Man kennt es aus der langen Geschichte der Menschheit nur zu gut:  Vergangenheit alleine reicht nicht. Wie von früheren Hochkulturen gibt es vom großen FC Schalke 04 im übertragenen Sinn nur noch alte Münzen, ein paar zerschlagene Tonkrüge und Mosaike unter sandigen Böden. 

Es müsste jemand geben, der wie im Film Jurassic Park aus einem historischen Überbleibsel des Vereins die DNA herauslöst und ein Wesen, gerne eine furchteinflößende Kreatur (ich bin da nicht wählerisch) (wieder)belebt, die mit sportlichen Erfolgen an selige Zeiten anknüpft. Den Verfall des Vereins und der Qualität der Mannschaft war über all die Jahre gut zu verfolgen. Ich hätte es nicht verhindern können. Ich wäre für verantwortliche Funktionen nicht ausreichend qualifiziert. Genauso wenig wie die, die in den letzten fünf bis zehn Jahren für die Geschicke des Vereins verantwortlich waren und dabei ungeschickt vorgingen. Nach all dem C-Personal an der Spitze und teilweise auf der Trainerbank wird es nun wieder Zeit für A-Lösungen. Vielleicht bringt es der neue Trainer, ich hoffe es, bezweifle es aber auch. Mehr als der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ist mit der Mannschaft nicht drin.

AUSZIEHEN - WohnungsGESUCHE und ANGEBOTE (ausschließlich) für junge Menschen

(Bitte habt Verständnis, dass wir in dieser Rubrik nur Wohnungsgesuche von jungen Menschen aufnehmen, die zu Hause ausziehen wollen, oder im Rahmen eines Job- oder Studienwechsels eine neue Bleibe suchen. Alles andere würde den Rahmen sprengen)
Illustration von Carlotta Hick)

Anna vermietet ihre Wohnung unter:
Bei Interesse an meiner 2 ½ Zimmer-Wohnung zur Zwischenmiete (900 Euro warm) (1Person/ Nichtraucher*in) vom 07.12.2023 bis zum 29.03.2024, Nähe Friedberger Platz, gerne eine mail an: weg-thai@t-online.de .

Wohnung oder WG in Frankfurt gesucht:
Sympathischer dualer Student (20) der Informatik sucht dringend ab 01.12. eine unmöblierte 1 Zimmer Wohnung (bis max 700,- Euro warm) oder ein Zimmer in einer netten WG in Frankfurt. Falls Ihr etwas wisst oder hört schreibt bitte an: kweeb@jenero.net.

Freitag, 20. Oktober: Bollocks

(Martin)

Never Mind the Achtsamkeit – Here’s the Ego Pistols
Live-Hörspiel

Nur ‘77 ist echt gewesen. Drei Akkorde für ein Halleluja. Damals klebte die Faust nicht auf der Straße. Sondern in der Fresse des Gegenübers. Früher war keine Zukunft. Ganz undogmatisch. Und heute, wo jetzt aber wirklich und tatsächlich keine Zukunft mehr in Sicht ist, da wird es dogmatisch. Und gut gelaunt immer schön die Problemlage reflektieren und die Wortwahl bedenken. Und Achtsamkeit. Achtsamkeit ist wichtig. Totalitär absolut. Der gestreckte Mittelfinger ist aber leider nicht achtsam. Auch innerlich nicht. 

Ambiguitätstoleranz bezeichnet die Fähigkeit, „Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis zu nehmen und ertragen zu können“. Wer das nicht kann, landet schnell bei schlichten und unreflektierten Ideen. In „Bollocks“ passiert das zwei Menschen immer wieder, einer eher jünger, einer eher älter. Kleinster gemeinsamer Nenner: Punkrock. Das war es dann aber auch schon. Es gibt Streit.

Jede Debatte wird abstrakt geführt und dabei auf die ganz persönliche Betroffenheit reduziert. Vor allem auf das persönliche Ego. Und dieses eigene kleine Ego, das steht einem ständig beim ganzen differenzierten Reflektieren im Wege herum. Das kann nicht gut gehen. Vor allem, wenn ich eben nicht mehr oder noch gar nicht weiß, was denn das ist, mein kleines nach dem Leistungsprinzip erzogenes Ego.

Kapitalismus ist nichts, wegen dem man Weinen muss, Kapitalismus macht wütend. Aber: Sollte gerade das nicht Anlass genug sein, miteinander achtsam und rücksichtsvoll umzugehen? Diese ganze Distanz, die Abgrenzung, die Konfrontation wegen der Konfrontation, das ist falsch, oder? Das führt zu nichts, das macht nichts besser. Das nervt. Lass es uns gemeinsam schön machen. Das Private ist unpolitisch politisch unpolitisch. Und rettet die Welt. Man kann halt auch alles falsch verstehen. Wollen. 

BOLLOCKS adaptiert und überführt die legendäre musikalische Handgranate des einzigen Albums der Sex Pistols und vor allem ihre Bedeutung, ihre Haltung und ihren nachhaltigen Einfluss in ein collagiertes Hier und Jetzt aus Musik und Texten, in dem man mehr oder weniger gepflegt, aufgeklärt und, ja, achtsam miteinander umgehen sollte. Ein fiktives Generationengespräch, selbstverständlich mit einordnenden Sekundärtexten und Expert:innenmeinungen über Wut, Woke und Wirklichkeit. Als Live-Hörspiel.

Freitag, 20. Oktober um 20.00 Uhr
Theater Landungsbrücken
Foto: © Christian Schuller

Freitag, 20. Oktober: Literaturhaus im Schauspiel Frankfurt - Alice Hasters "Identitätskrise"

(Petra)

Zweifel als Beginn gesellschaftlicher Neuerfindung: Die Autorin, Moderatorin und Speakerin Alice Hasters hat ein Buch über die Ängste unserer Gegenwart geschrieben. Nach dem großen Erfolg ihrer autobiografisch geprägten Analyse über Alltagsrassismus in Deutschland („Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“) gibt sie jetzt mit „Identitätskrise“ einen Ausblick auf Chancen. Denn ja, unsere Gesellschaft befindet sich in einem Selbstfindungsdilemma. Alle Systeme, die Sicherheit, Zukunft und Gerechtigkeit versprachen, scheinen versagt zu haben. Eher herrschen Zweifel und Verunsicherung. Identitätskrisen haben einen schrecklichen Ruf. Sie sind anstrengend für alle Beteiligten. Doch sie sind unbedingt notwendig, sagt Hasters. Nur so können sich Menschen und Gesellschaften weiterentwickeln. Die Moderation übernimmt der Chefredakteur des ZEITmagazin Sascha Chaimowicz.

Foto: Alice Hasters©Paula Winkler

Alice Hasters - "Identitätskrise", Lesung und Gespräch, Moderation: Sascha Chaimowicz, Literaturhaus Frankfurt mit dem ZEITmagazin und Schauspiel Frankfurt, Ort: Schauspiel Frankfurt, Adresse: Neue Mainzer Straße 17, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: 20 (12) Euro Saalticket, Tickets hier

Freitag, 20. Oktober: Party der Independents im Literaurhaus

(Petra)

Das Motto dieses Abends (traditionell in der Buchmesse-Woche): Hotlist: Hot People, hot Dance! Taucht ein, tanzt mit der Bücher-Community an einem Wochenende, in der die Stadt vor Buchstaben (und Zahlen, ist ja schließlich eine Messe) glüht, lasst Euch nebenbei vielleicht dafür begeistern, eine der zahllosen Neuerscheinungen dieses Herbstes ins Auge zu fassen - ab Samstag dann. Erst mal wird heute gefeiert. Im Anschluss an die Verleihung des Hotlist-Preises 2023 laden die unabhängigen Verlage gemeinsam mit dem Literaturhaus zur Party der Independents. Pils und Puls der Branche. Am DJ-Reglement die vielverehrten DJanes Antje Keil (Lektorin) & Katharina Schmidt (Illustratorin) alias keilschmidt. Leut, es ist Zeit. Die Messegänge waren lang und groß. Schmeißt eure Jacken auf die Garderoben, und auf den Fluren lasst die Hüften los. Wer jetzt im Haus tanzt, wird auf lange bleiben.

Foto: keilschmidt©keilschmidt

Party der Independents und des Literaturhauses, die unabhängigen Verlage und das Literaturhaus laden zum großen Tanz, DJanes: Antje Keil & Katharina Schmidt aka keilschmidt, Ort: Litrasturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 22 Uhr, Eintritt: 9 Euro, Tickets hier

Freitag, 20. Oktober: Sex Education II: Ability

(Martin)

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse und dem Gastland Slowenien: „Sex Education II: Ability“ basiert auf den Geschichten von vier Frauen über ihre sexuelle Entwicklung, ihr Verhältnis zu ihrem Körper, ihre Sexualität und Beziehungen. 

Die vier Frauen haben gemeinsam, dass sie mit einer Behinderung leben und somit, wie Elena Pečarič in ihrem Essay „So beautiful, yet disabled“ sagt, mit einer doppelten Diskriminierung konfrontiert werden – als Menschen mit Behinderung und als Frauen: „In einer solch erdrückenden Atmosphäre muss eine Frau mit Behinderung buchstäblich gegen Windmühlen kämpfen, um ihre Sexualität, ihre Weiblichkeit, ihr Wohlbefinden oder ihre Zufriedenheit mit ihrem Aussehen, sich selbst und ihrem Körper auszudrücken. […] Warum ist es so schwer zu verstehen und zu akzeptieren, dass eine Frau mit Behinderung mit sich selbst oder ihrem Körper, so wie er ist, zufrieden sein kann, sich gut, schön, attraktiv oder sexy fühlen kann.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/sex-education/
21.00 Uhr: Sex Education II: Ability / Tjaša Črnigoj
Mousonturm – Saal
Solidarisches Preissystem
Foto: © Nada Zgank

Freitag 20. Oktober und weitere bis 17. November: Fedora

(Martin)

Oper von Umberto Giordano (1867-1948)

Es ist ein Opernthriller. Und auch die Länge der Oper mit eineinhalb Stunden entspricht cineastischen Gewohnheiten.

Die FR übertitelt die Premierenkritik mit:
„Umberto Giordanos „Fedora“ sprengt an der Oper Frankfurt Zeit und Raum auf überaus geschmackvolle Weise.“

Und die FAZ beginnt die Kritik mit einer klugen Zusammenfassung:
„Die Fürstin Fedora Romazow macht einiges durch und hat sich doch meistens in der Gewalt. Ihr erster Mann starb, der zweite wird am Abend vor der Hochzeit in Sankt Petersburg erschossen. Sie selbst arbeitet im Pariser Exil als Spitzelin für die russische Geheimpolizei, um den Mörder ihres Verlobten zu überführen. Doch als der Mörder, Graf Loris Ipanow, ihr erzählt, dass ihr Verlobter sie in der Nacht des Mordes mit seiner Frau betrogen hat, verliebt sie sich in den Mörder, den sie zuvor schon bei der Polizei denunziert hat.“

Umberto Giordanos Verismo-Thriller zeigt eine Titelfigur, die sich in atemberaubendem Tempo zwischen verschiedenen Extremen bewegt: Die russische Fürstin Fedora ist Spionin, Rächerin, Geliebte, Märtyrerin und Betrogene zugleich. Nachdem ihr Verlobter bei einem Attentat getötet wird, stellt sie sich in den Dienst der Polizei und spürt dessen Mörder Loris Ipanow in Paris auf. Die beiden verlieben sich ineinander und wagen einen gemeinsamen Neubeginn in den Schweizer Bergen. Doch sie werden schon bald von ihrer Vergangenheit eingeholt ... 

Burleske und tragische Momente sind in Giordanos psychologisch differenziertem Musikdrama eng miteinander verwoben. Virtuose Gesangspartien treffen dabei auf einen originell instrumentierten Orchestersatz, der jedem Schauplatz einen ganz eigenen musikalischen Charakter verleiht. In einer bildstarken Inszenierung betont Christof Loy sowohl den kriminalistischen Aspekt des Werkes als auch die Einsamkeit der Titelfigur: Fedoras Traum vom Glück mit Loris bleibt nur ein Wunschbild.

Hier gibt’s einen Trailer: https://youtu.be/3usu1rjJez0
Und hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/fedora_3/?id_datum=3502

Freitag, 20. & Samstag, 28. Oktober um jeweils 19.30 Uhr
Sonntag, 12. November um 18.00 Uhr
Freitag, 17. November um 19.30 Uhr
Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Noch bis 27. Oktober: GegenBuchMasse

(Daniela)

Bereits zum 28. Mal findet die Veranstaltungsreihe “GegenBuchMasse“ flankierend zur Frankfurter Buchmesse statt. Leider habe ich die vorgestern stattgefundende Veranstaltung: "Fußball, Chaos, Kapital – Wem gehört das Spiel? Friede den Kurven, Krieg den Verbänden" verpasst. Aber es gibt viele weitere. Schaut Euch das Programm an: http://www.gegenbuchmasse.de/Archiv/gegenbuchmasse-2023-s1.pdf; http://www.gegenbuchmasse.de/Archiv/gegenbuchmasse-2023-s2.pdf

Die Veranstaltungsreihe wird von verschiedenen Gruppen, Veranstaltungsorten und Initiativen getragen und hat das Ziel kritischen Gedanken, die in den auf der Messe präsentierten Buchmassen nicht im Vordergrund stehen, ein Forum zu geben.

Alle Veranstaltungen waren und sind kostenlos, sie werden durch das Engagement der beteiligten Personen sowie durch Spenden finanziert.

In diesem Jahr werden sie im Rahmen von Lesungen 11 Neuerscheinungen zu sehr unterschiedlichen Themen vorstellen

Das sind die Veranstaltungsorte: Café ExZess (Leipziger Str. 91),in der Au (in der Au 14-16), beim DFG-VK( Wittelsbacherallee 27) im Klapperfeld (Klapperfeldstr.5), im Café Kurzschluss (Kleiststr.5) und im Festsaal im Studierendenhaus (Mertonstr. 26-28).

Samstag, 20. Oktober: Of/ Urlaub in Polen

(Andrea)

Hingehen! Schon einige Mal gesehen und Urlaub in Polen sind unbedingt toll. "Urlaub in Polen war auch schon immer eine Band, die sich jeder Kategorisierung entzogen hat. All präsentiert ihr bislang wohl formal kohärentestes Album, ist aber dennoch alles andere als eine Genrearbeit: Gemeinsam ist den Songs auf All eine Architektonik, die an Krautrock denken lässt und die die weit ausgreifenden Synthesizer- und Gitarrenfiguren auf das Fundament eines fein gewebten Rhythmusarrangements stellt. Die Anklänge an Westküstenpop (die Harmonien und der Bass!), an rheinischen Techhouse und an frühe Dire Straits (der Gesang und die Gitarrenproduktion!) machen All aber zu einer so typisch vielseitigen wie internationalistischen Veranstaltung. Das Album teilt mit den Vorgängeralben das Interesse und die Aufmerksamkeit für klangliche Texturen und Kontraste, geht dabei allerdings zurückhaltender und konzentrierter zu Werke. An der Stelle des Noise rücken Details und die enorme Spielfreude zwischen Brenner und Janzen in den Vordergrund, und zwar gleichermaßen in den stoischen Wüstenkrauthits »Impulse Response« und »THDT«, der polyrhythmischen Nummer »Overall« oder dem discoiden »Proxy Music«. All als musikalisches Statement legt so Zeugnis davon ab, dass für Urlaub in Polen nicht eine musikalische Nische oder inhaltliche Ausrichtungen entscheidend sind, sondern formale Erwägungen und die immer neue Gegenwart des gemeinsamen Spiels: All steht so für nicht mehr und nicht weniger als die neueste Erweiterung ihres Gesamtwerks. Rockpalast live https://www.youtube.com/live/5cHi1lZHYn8?si=07WtKo_OV43KXEGv

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Freitag, 20. Oktober: Of/ Mein Auto

(Andrea)

Dass Autos herrliche Projektionsflächen sind, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Dachten sich auch Sandrine Jalquin und Thomas Schoger und zeigen in “MEIN Auto” Fotografien, Keramiken und Collagen, die sich mit dem Thema Auto als Statussymbol auseinandersetzen. Gleichzeitig wird die liebevolle und individuelle Gestaltung der Autos, im Innen- sowie Außenraum, dokumentiert und gibt einen Einblick in die Welt des automobilen Ego-Trips. KISO präsentieren in der Ausstellung eine einzigartige Perspektive auf die Bedeutung von Autos, wobei der Fokus auf dem Autolack liegt. Mit der traditionell japanischen Raku-Brenntechnik erzeugen sie spezielle Effekte in der Glasur und reflektieren durch die Objekte das Spannungsverhältnis zwischen Handwerkskunst und industrieller Fertigung in unserer Gesellschaft. Schnallt euch an, denn zur Vernissage wird DJ PKW mit seiner Kofferraum-Boombox und lauten Motorengeräuschen auf die Überholspur rasen. VROOM VROOM Vernissage: 20.10.23 - 18 Uhr

Stadtraum im Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Freitag, 20. Oktober: Andrea Gerk & Moni Port, Lesung & Gespräch

(Uwe)

Ein neues Buch und eine neue Veranstaltung im studio soundso von meiner absoluten Lieblingskünstlerin, Moni Port. Kommet zuhauf! 

Sie erscheint wie ein Nichts, dabei kann sie in Wirklichkeit alles sein. Sie ist das, was die Dinge eigentlich ausmacht, ihnen Struktur, Rhythmus und Sinn gibt: Die Pause! Ob am Mittag, zwischen zwei intensiven Arbeitsphasen, dem dritten und vierten Opern-Akt oder zwischen der fünften und sechsten Schulstunde, ob in den Ferien, im Fußball oder beim Wandern. Sie erscheint wie ein unbedeutendes Dazwischen, eine zweckdienliche Lücke im durchgetakteten Alltag, flüchtig wie eine Laune und manchmal schwer zu ertragen. Denn worauf es im Leben ankommt, ist doch das, was vorher und nachher passiert, oder?

Dass wir der Pause selbst so wenig Aufmerksamkeit und Liebe schenken, hat sie nicht verdient finden Andrea Gerk und Moni Port. In Wahrheit ist sie eine regelrechte Wundertüte, ein Füllhorn, das unserem Dasein erst Sinn und Bedeutung verleiht.

„Für ein gutes Gespräch sind die Pausen genauso wichtig wie die Worte!“ wusste schon Heimito von Doderer. Und ohne Pause gibt es keine Musik! Das sagt doch eigentlich schon alles.

Am Freitag, den 20. Oktober (Buchmessenfreitag) feiert „PAUSE! Das kleine Glück dazwischen“(Text: Andrea Gerk, Illustrationen: Moni Port, Verlag Kein und Aber) im Atelier von Moni mit einer kleinen Lesung Premiere. 

studio soundso
F., Koselstraße 7
Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei (Freude aber über eine Spende in Höhe von ca. 5,– Euro). Plätze begrenzt; Anmeldung unbedingt erforderlich: mail@portschau.de

Samstag, 21. Oktober: Nina Persson & James Yorkston

(Uwe) 

„Lieder, die in den Indie-Pop-Himmel aufsteigen“ (Musikexpress)

„Sie zelebrieren ein intimes, emotionales Kammerspiel, das live seine Wirkung noch intensiver entfalten kann“ (Rolling Stone)

Lovefool“ und „My Favorite Game“ sind verdiente Tophits der schwedischen Pop-Band The Cardigans. Deren Sängerin Nina Persson hat eine besondere Stimme und die bringt sie nun in ein gemeinsames Projekt (die Platte „The Great White Sea Eagle“) mit dem nicht minder talentierten schottischen Singer/Songwriter James Yorkston ein. Die beiden wurden bei den Aufnahmen der Platte begleitet von schwedischen Musikern mit dem sagenhaften Namen „Second Hand Orchestra, einer versierten und renommierten Band zwischen Folk und Pop, die sich unter anderem auf Filmmusiken spezialisiert hat.

Hingehen!

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 20 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 25 € / Stehplatz
Bild: Homepage Brotfabrik

Samstag, 21. Oktober: OF/ 25 Jahre Capitol

(Andrea)

Auf eine bewegte Geschichte blickt das Capitol Theater zurück. Als Synagoge gebaut, dann Stadttheater, Leerstand und schließlich Peter Rieger, der dem Gebäude wieder erstes Leben einhauchte und es zum Musicaltheater umbaute. Leider blieb "Tommy" hinter den Erwartungen zurück und es folgte eine erneute Pause. Seit 25 Jahren nun segelt das Capitol unter städtischer Flagge, das wird heute von 10 bis 16 Uhr gefeiert. Happy Birthday Capitol!! Der Eintritt ist frei. Birgit & ihr Team laden zu Mitmachaktionen und exklusive Führungen durch den Backstage-Bereich, etwa in die Garderoben und Duschen, die sonst nur die Produktion und die Stargäste betreten dürfen. Das Team öffnet die Türen zu seinen Arbeitsräumen, erklärt die Haustechnik und verrät, wie die Crews vor Ort verköstigt werden. Ein schöner Termin, insbesondere für alle, die das Haus noch nicht kennen.

Capitol Theater, Goethestraße 5, Offenbach

Samstag, 21. Oktober: Der kleine Snack

(Martin)

Dieser Abend ist ein riesiger Spaß! 

Stückentwicklungen sind ja oft so eine Sache, wenn zunächst kein ‚Inhalt‘ vorhanden ist, dieser von der Regie, Dramaturgie und den Schauspieler*innen erst erarbeitet werden muss und dann auch noch kreativ auf der Bühne umgesetzt werden will. Viel Arbeit… Aber bei diesem Abend stimmt letztlich alles und wer da nicht lachen kann, muss woanders Probleme lösen. 

»Nele Stuhler und Jan Koslowski suchen in ihren Stücken oft das Triviale, das Alltägliche auf und wollen so gesellschaftlichen Verblendungszusammenhängen auf die Spur kommen. [...] Charakteristisch für die Beiden ist immer, dass es rasante Dialoge und vielfältige Verweise in den Texten gibt und ziemlich prägnante Wortspiele, aber es gibt immer auch eine große Lust am Theater: Showelemente, Gesang, bisschen Clownerie und Zauberei und Tanz. […] Das Ensemble ist wirklich toll. Christoph Pütthoff spielt diesen Koch, der einspringen muss, und ist dabei ziemlich grandios und übermütig und kann mit der offenen Form, die Nele Stuhler und Jan Koslowski vorgeben, immer sehr gut umgehen. […] Ein Abend, an dem man mal wieder lachen kann.«
hr2.de, Frühkritik, 23. Dezember 2022

»Bunt, schrill, schräg, keine Angst vor großen Zitaten. […] Die wunderbaren Schauspieler*innen seien gleich am Anfang genannt, denn ohne sie würde dieser intelligente, wie beiläufig kapitalismuskritische Theaterspaß nicht funktionieren: Heidi Ecks, Anna Kubin, Lotte Schubert, Christoph Pütthoff und Mark Tumba machen aber auch jeden Blödsinn mit, einfach, weil sie ihn sich wohl selbst mit ausgedacht haben. […] Und was da geklappt hat, klappt hier auch: So virtuos witzig ist das aufgeführt, dass der erste Szenenapplaus fällig wird, dem noch weitere folgen werden […] Zürnender Theaterdonner grollt, sobald von nicht veganem Geschnetzelten die Rede ist und noch eine Menge solcher Scherze mehr, wobei Christoph Pütthoff sowieso der beste Showman ist, den das Schauspiel Frankfurt hat, Lotte Schubert das größte Entwicklungspotenzial ihrer Figur Sugar zugestanden wird, das sie auch lustvoll ausspielt, und die faszinierende Heidi Ecks als emanzipierte Expertin für Geflügel auf Renaissancegemälden die meiste un-vegane Distanz aufbringt. Diese schrille, leicht ins Blödsinnig kippende Inszenierung könnte zum Kult werden, verdient hätte sie es allemal.«
Strandgut, Februar 2023

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2023-09/der-kleine-snack/1522/

Samstag, 21. Oktober um 20.00h
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiel
Foto: © Robert Schittko

Samstag, 21. Oktober: Of/ Götter wie wir

(Andrea)

Das könnte von mir sein (und will ich hin): "Es gibt einiges zu entdecken hier in Offenbach. Nicht nur unseren Filmklubb, von anderen auch als KulturJuwel im Hinterhof und Geheimtipp für gute Streifen geadelt, sondern auch Talente! CARSTEN STRAUCH, Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent, Schauspieler und UrOffenbacher, PIOTR J. LEWANDOWSKI geboren in Warschau. Zog es ihn über London zum Studium an die HFG in Offenbach. Hier und in Berlin lebt er bis heute. Zwei herausragende schöpferische Persönlichkeiten beheimatet in Offenbach: Diesen beiden AusnahmeKünstlern möchten wir eine Bühne geben. An 6 Abenden zwischen Oktober `23 und März `24 wollen wir die Bandbreite in all ihren Facetten von Trickfilm, Youtube-Videos, über Fernsehfilm bis zum Kinofilm aufzeigen und das Leistungsvermögen der Beiden auf den Prüfstand stellen. Trailer: www.youtube.com, Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Manchester Orchestra

(Uwe)

Aus welcher Stadt stammt die Indie Rock- / Alternativeband Manchester Orchestra? Richtig, weil offensichtlich: Aus Atlanta / Georgia in den Vereinigten Staaten. Die Band um Sänger Andy Hull gibt es bereits einige Zeit, im nächsten Jahr sind es bereits zwanzig Jahre. Ich entdeckte sie bei einer Reise nach Zürich mit Konzert von Stephan Eicher oder The Eels in einer schönen Musikhalle direkt am Zürchsee. Gerne reiste ich früher für einige Tage nach Zürich, zog durch die Stadt, gerne auch durch die diversen größeren und kleineren Musikläden. Auf einem Wühltisch lag das Album „Cope“ aus 2013, das ich mehr oder weniger blind kaufte, weil der Preis für schweizer Verhältnisse günstig war und das Cover einladend reduziert war. Den Kauf habe ich keine Sekunde bereut, noch heute höre ich „Every Stone“ oder „All That I Really Wanted“. Den richtigen Durchbruch schaffte Manchester Orchestra bei mir mit der folgenden Platte, „A Black Mile To The Surface“ mit dem überwältigend guten Opener „The Maze“, aber auch „The Parts“ oder „Lead Sd“ sind groß. Das schönste Lied aus dem mal aus schnellen, mal aus ruhigen, mal aus bombastischen, mal aus reduzierten Songs bestehenden Schaffen ist „I Can Feel A Hot One“. Egal, welchesLied man zum Einstieg auswählt, die außergewöhnliche Stimme von Andy Hull drängt sich sofort auf. Und wer keine Lust auf Alternative-Musik hat, der/die höre sich Hulls Version vom Popsong „Torn“ von Natalie Imbruglia im Netz an.

Foto: eddie24 / Facebook Manchester Orchestra

Samstag, 21. Oktober: Of/ Spectaculum Vitae

(Andrea)

„Es war ein Spiel! Was sollt´ es anders sein? Was ist nicht Spiel, das wir auf Erden treiben… … Es fließen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge. Sicherheit ist nirgends.“ (nach Arthur Schnitzler). Heute ist der Schauspieler und Musiker Moritz Stoepel mit „Tragikomödien der menschlichen Natur“ in Dialogen, Monologen Gedichten und Prosa berühmter Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten und Ländern, umrahmt von Chansons und Eigenkompositionen zu Gast in der Rebell´schen Studiobühne. Wer jetzt sagt, ja, das will ich sehen und erleben, reserviert per Emall an volker.rebell@t-online.de, ruft an 0160 95166024 oder versorgt sich hier mit einer Karte: https://radio-rebell.de/termin/moritz-stoepel/

Rebell(i)sche Studiobühne & Galerie, Bieberer Str. 145 A | Hinterhaus, Offenbach am Main

Sonntag, 22. Oktober: Ian Hooper (Mighty Oaks)

(Uwe)

Klar, Ian Hooper hätte einfach so weitermachen können: Ein weiteres Album mit Mighty Oaks aufnehmen, mit ziemlicher Sicherheit wieder weit oben in den deutschen Charts landen und beste Kritiken für die wunderschön melancholische Tiefe der Songs ernten. Aber Ian Hooper ist nicht auf einen komplett anderen Kontinent ausgewandert, er hat nicht sein abgeschlossenes Politikstudium für ein Leben als Künstler und einen festen Job zugunsten des Abenteuers Musik aufgegeben, weil er der Typ ist, der einfach so weitermacht.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass 19 Uhr
VVK 25 EUR plus Gebühren
Bild: Homepage Zoom

Sonntag, 22. Oktober: OF/ Bücherfest

(Andrea)

Draußen ist es langsam ungemütlich geworden und dann gbt es doch kaum etwas Schöneres, als sich gemeinsam ums (imaginierte) Feuer zu setzen und Geschichten zu lauschen. Das wird heute in der Wetter- und Klimawerkstatt entzündet, anlässlich des Bücherfestes geben sich dort spannende Autoren und Autorinnen ein Stelldichein: Um 14 Uhr beginnt das Programm mit einer Lesung des österreichischen Schriftstellers Thomas Raab. In seinem neuesten Krimi „Peter kommt später“ ermittelt Hannelore Huber in gleich zwei Mordfällen. Dabei erhält sie Unterstützung von Peter Pointner, dem schönsten Bäcker weit und breit. Ganz geheuer ist Hannelore Huber die Sache nicht. Denn ein so freundlich-charmanter Schwiegermuttertraum wie heute war der „hübsche Pezi“ nämlich nicht immer … „Peter kommt später“ ist nach „Walter muss weg“ und „Helga räumt auf“ der dritte Band der Bestsellerreihe um die Ermittlerin Hannelore Huber. Danach wird bei der Lesung von Heinrich Steinfest weiter ermittelt. „Gemälde eines Mordes“ ist der siebte Fall des Privatdetektivs Markus Cheng. Worum geht’s? Oliver Roschek ist angesehener Wombatforscher und wurde zuletzt in Australien gesehen. Seine Frau Astrid bittet Frau Wolf und Cheng, ihren Mann wieder aufzuspüren. Die beiden Detektive nehmen den lukrativen Auftrag an, doch in Roscheks Ferienhaus angekommen, fehlt jede Spur von ihm – stattdessen treffen sie auf vier sonderbare Urlauber. Könnte einer von ihnen der Fälscher sein, jener weltweit gesuchte Auftragsmörder? Hat er gar den Wombatforscher auf dem Gewissen? Nicht ausgeschlossen, denkt Cheng, und dann machen die Vier ernst. Der Autor Thomas Hettche. Herbstauslese In „Salzruh“ verdichtet die preisgekrönte Autorin Susan Kreller um 16 Uhr mit einem ganz eigenen Humor Elemente des Schauerromans zu einem Kammerspiel voller tiefer Gedanken über Eingesperrtsein und Freiheit, Bleiben oder Gehen, Rebellion oder Versöhnung mit dem eigenen Schicksal. In der Pension Bertoldi führen die Wirtin Oda Prager und das Zimmermädchen Maria Rosa ein strenges Regiment. Diejenigen, die ihrer Einladung gefolgt sind, müssen sich an den zugewiesenen Tischen einfinden und strikt an Regeln halten. Immerhin gibt es ab und zu ein Gläschen Sekt. Kaum eingetroffen, teilt man den Gästen ohne Begründung mit, dass sie zu ihrer Sicherheit nicht nach draußen gehen dürfen. So bleibt ihnen nichts als ein unbehagliches Miteinander und der Blick auf den dunklen Wald Salzruh. Dahinter winkt ein altes Schloss, einst ein beliebtes FDGB-Erholungsheim, und übt bis heute eine magische Anziehungskraft auf die Gäste aus. Wer wagt sich als Erstes hinaus? Ein einsames Haus in den Bergen und eine Naturkatastrophe, nach der ein Schweizer Kanton sich plötzlich lossagt von der Gegenwart: Das ist das Szenario, in dem Thomas Hettches abgründiger Roman „Sinkende Sterne“ spielt. Thomas Hettche erzählt, wie er nach dem Tod seiner Eltern in die Schweiz reist, um das Ferienhaus zu verkaufen, in dem er seine Kindheit verbracht hat. Doch was realistisch beginnt, wird schnell zu einer fantastischen, märchenhaften Geschichte, in der nichts ist, was es zu sein scheint. Ein Bergsturz hat das Rhonetal in einen riesigen See verwandelt und das Wallis zurück in eine mittelalterliche, bedrohliche Welt. Bei seiner Lesung um 17 Uhr schildert Hettche die alpine Natur und vergessene Lebensformen ihrer Bewohner, die sich mit den Identitätsfragen und der Umweltzerstörung unserer verunsicherten Gegenwart auseinandersetzen.

Zeitplan
Krimi und Thriller
14:00 Thomas Raab: Peter kommt später
15:00 Heinrich Steinfest: Gemälde eines Mordes Herbstauslese
16:00 Susan Kreller: Salzruh
17:00 Thomas Hettche: Sinkende Sterne
Eintritt frei! Adresse und Anfahrt Wetter- und Klima-Werkstatt Offenbach Frankfurter Straße 39 (Rathaus-Plaza) 63065 Offenbach am Main Anfahrt mit der S-Bahn: S-Bahn Linien S1, S2, S8 und S9. Station Offenbach Marktplatz, Ausgang C Rathaus. Parken mit dem Auto: Parkgarage Rathaus, Berliner Str. 112/116, 63065 Offenbach am Main

Sonntag, 22. Oktober: Alles ist groß

(Martin)

Qualität setzt sich durch! 

‚Alles ist groß‘ ist eine der kleinen feinen Perlen und seit September 2020 im Spielplan des Schauspiel Frankfurt – ein Meisterstück der Regie (Kornelius Eich) und des Schauspiels (Nils Kreutinger)

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Zsuzsa Bánk trifft einen Mann für das letzte Geleit, dessen sensible Beobachtungsgabe besondere Perspektiven eröffnet. Wir lernen einen Grabmacher kennen, der in seinem vorherigen Job als Paketzusteller extrem unter Stress stand. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf.
Zsusza Bánk wirft in ihrem Text die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?

Die FAZ schrieb nach der Premiere: »Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.«

Und DLF Kultur – Fazit sendete anlässlich der Premiere: »Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/stimmen-einer-stadt-bank/1541/

Sonntag, 22. Oktober um 18.00h
Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko

Sonntag 22. Oktober: 2. Reggae Sunday!

(Daniela)

Uta schreibt: Verehrte MusikFreundinnen und -Freunde, am Sonntag den 22. Oktober  ist es wieder soweit: Ab 18 Uhr öffnet das Cave  seine Pforten für den 2. Reggae Sunday!
Sei mit dabei! Die Rezeptur gegen triste Sonntage im Herbst!
Die neue Veranstaltungsreihe mit der Frankfurter Band „Riddim Boulevard*

(Thore Benz- Bass, Abass Ndiaye - Vocals/Gitarre, Khadim Seck-Percussion, Pramila Chenchanna-Vocals, Pablo Parrado Rivera- Piano, Uta Wagner- Drums, Savas Bayrak-Saxophon).

Interkontinentale Vibes mit Musiker*innen aus Afrika, Südamerika und Europa. Energie geladene Beats, poetische Texte, eingängige Hooklines zum
mitsingen.
Good Vibes only! Nach dem Eröffnungs Set können Gäste einsteigen und mit der Band jammen.

Für Musiker*innen ist der Eintritt frei.
Cave, Brönnerstrasse 11 (leider nicht barrierefrei)

Mittwoch, 25. Oktober: OF/ Mongolei

(Andrea)

Ulanbator, monumentale Architektur und endlose Steppe - das fällt mir spontan zur Mongolei ein. Vielleicht auch noch, dass das Land von einem nicht ganz lupenreinem Demokraten regiert wird....so oderr so bewundere ich Julia Finkernagel für ihren Mut und lausche gerne ihren Geschichten. Heute ist sie im Filmklubb erzählt, wie es ist wie die Ölsardinen in der Jurte schlafen (Füße Richtung Süden wohlgemerkt), lecker Ziegeninnereien zu schlemmen und diverse Pannen wegzulächeln. Einlass 18 Uhr.

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Mittwoch 25. bis 29. Oktober: 70 Jahre Deutsches Jazzfestival Frankfurt

(Daniela)

Vom 25. bis zum 29. Oktober feiert das Deutsche Jazzfestival Frankfurt seinen 70. Geburtstag. Dazu kommen neben internationalen Acts wie dem John Scofield Trio, Jakob Bro & Joe Lovano oder Terri Lyne Carrington mit der hr-Bigband auch viele heimische Künstlerinnen und Künstler wie Lucia Cadotsch, Torsten de Winkel, Anke Helfrich oder die jungen Musiker von Structucture. Der Vorverkauf hat begonnen.

Mittwoch, 25. Oktober, ab 19 Uhr, hr-Sendesaal

  • hr-Bigand feat. LIUN + The Science Fiction Band
  • Rebecca Trescher Quartett
  • Torsten de Winkel: "The Art of Uncertainty"

Donnerstag, 26. Oktober, ab 19 Uhr, hr-Sendesaal

  • Anke Helfrich: "We’ll rise"
  • Roger Kintopf / Structucture
  • John Scofield Trio

Freitag, 27. Oktober, "Clubnacht"

  • Jo Bartmes’ Submaroon / Die Fabrik, Netzwerk Seilerei
  • n.n. / Milchsackfabrik
  • JO / Jazz-Initiative in Dr. Hoch’s Konservatorium
  • Jean-Philippe Bordier Quartet / Jazzkeller
  • Àbáse, J. Lamotta / Jazz Montez
  • n.n. / Ono2

Das restliche Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Samstag, 28. Oktober, ab 19 Uhr, hr-Sendesaal

  • Terri Lyne Carrington & hr-Bigband: New Standards 
  • Heidi Bayer’s Virtual Leak
  • Jakob Bro & Joe Lovano: "Once Around the Room" feat. Larry Grenadier, Thomas Morgan, Anders Christensen, Joey Baron & Jorge Rossy  

Sonntag, 29. Oktober, 20 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm

  • Dave Okumu & The Seven Generations

Weitere Programmdetails auf hr2.de

Mittwoch 25. Oktober: Eröffnungskonzert Deutsches Jazzfestival

(Daniela)

Das ich den Abend verpasse. So schade. Gleich 3 Konzerte. (Ihr könnt Tickets gewinnen!)

Am Mittwoch, 25. Oktober, eröffnet die hr-Bigband feat. LIUN + The Science Fiction Band das Deutsche Jazzfestival Frankfurt im hr-Sendesaal.
Das Projekt LIUN sind die Sängerin Lucia Cadotsch und der Saxofonist und Keyboarder Wanja Slavin. Zusammen mit den akustischen Instrumenten mischen sich ihre elektronischen Arrangements und Texte zu avantgardistischem Bigband-Synthpop. Weiter geht der Abend mit dem Rebecca Trescher Quartett. Die Klarinettistin und Komponistin Trescher kombiniert ungewöhnliche Klänge und Konstellationen mit Freiräumen für Improvisation. Im letzten Act unternimmt Gitarrist Torsten de Winkel musikalische Grenzgänge mit einer illustren Besetzung internationaler Freunde und Kollegen.  

19:00 Uhr: hr-Bigband feat. LIUN & The Science Fiction Band
Lucia Cadotsch Gesang  
Wanja Slavin Saxofon, Keyboards  
Hendrika Entzian Leitung  
hr-Bigband  

20:30 Uhr: Rebecca Trescher Quartett
Rebecca Trescher Klarinette, Bassklarinette, Komposition
Andreas Feith Piano 
Christian Diener Kontrabass 
Moritz Baumgärtner Schlagzeug 

21:30 Uhr: Torsten de Winkel – The Art of Uncertainty
Torsten de Winkel Gitarre, e-Sitar, Elektronik 
Karim Ziad Schlagzeug, Gesang, Guembri
Gwilym Simcock Piano
Kike Perdomo Saxofon, Flöte
Jonathan Cuñado Bass

Mehr Infos zu dem Abend hier (hr2)

Foto von Rebecca Trescher: (c) Dovile Sermokas

Donnerstag, 26. Oktober: Alice Phoebe Lou

(Uwe)

Die Singer-Songwriterin, geboren in Südafrika, 2012 umgezogen nach Berlin, spielt 2023 ihre bisher größte Europatournee: 25 geplante Shows, darunter 5 Termine in Deutschland, einer davon wiederum in Frankfurt. Sie kommt, um ihr neues Album „Shelter“ vorzustellen und einige ältere Stücke zu spielen, ihren gesamten experimentellen Mix aus Indie, Electronic und Jazz. „Die Setlist will die ganze Bandbreite der Emotionen abbilden und das Publikum zum Tanzen bringen“

Ihr neues Album handelt davon, „der Welt und sich selbst zu vergeben, um einen Ort der Sicherheit zu schaffen“ …. „Ich möchte den Menschen zeigen, wie schön es ist, verletzlich zu sein und all seine Gefühle zu fühlen“ … „Shelter“ ist der Soundtrack für die Wahl des eigenen Glücks.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass 19H / Beginn: 20H
Fotos: Andrea Ariel

VORSCHAU
Freitag 27. Oktober - Sonntag 5. November

(Daniela)

Ich finde die Arbeiten von Jan Deck und seinem Kollektiv profilkollektion großartig ("Wilde werden" würde ich sofort nochmal mitmachen).
Die neue performative Installation un*wert befasst sich mit Eugenik und der Rolle der Frankfurter Uniklinik im Nationalsozialismus. Sie werden dieses Projekt an verschiedenen Orten in der heutigen Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum durchführen. Ich hoffe ich bekomme noch Tickets

un*wert - Eine Frankfurter Klinik und Eugenik

In der Zeit des Nationalsozialismus war Eugenik Leitmotiv medizinischen Handelns. Auch die “Städtische und Universitätsklinik für Nerven- und Gemütskranke” in Frankfurt war Teil dieses Systems. Menschen, die nach eugenischen Maßstäben als "minderwertig" galten, wurden dort begutachtet, zwangssterilisiert oder in Anstalten verlegt, wo man sie ermordete.

un*wert fragt nach Ursprung und Folgen eugenischen Denkens, sowie der Rolle der Frankfurter Klinik und ihres Leiters Karl Kleist. profikollektion führt das Publikum an verschiedene Orte in der Klinik.  Mit Interviews, Audiokomposition, Video und interaktiven Formaten nähert sich die performative Installation Geschichte und Gegenwart der gefährlichen Frage nach dem Wert des Menschen.

Termine:
Fr., 27.10.2023, 20:00 Uhr, Sa., 28.10.2023, 20:00 Uhr, So., 29.10.2023, 18:00 Uhr, Fr., 03.11.2023, 20:00 Uhr, Sa., 04.11.2023, 20:00 Uhr, So., 05.11.2023, 18:00 Uhr,

Ort: Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum. Genauere Ortsangaben nach Anmeldung

Dauer: ca. 120 Minuten, zeitweise outdoor

Barrierefreiheit: Die Teilnahme ist bedingt barrierefrei. Es gibt unebende Flächen und Treppen (die umgangen werden können). Bitte melden Sie sich gerne vorher, auch bei Fragen (Mitteilungsfeld Kontaktformular).

Audiosprache: deutsch

Anmeldung: https://www.profikollektion.de/öffentlich/anmeldung-un-wert/

von und mit: Jan Deck/Katja Kämmerer (Künstl. Leitung), Louisa Beck (Komposition) und Eva Weingärtner (Video), Marlene-Sophie Haagen (Stimme)

Interviewpartner*innen: Margret Hamm, Cornelie Junghans, Jens Kolata, Moritz Verdenhalven

Fretag 27.- Sonntag 29. Oktober: Fem Fest

(Daniela)

Vom 27.-29.10. findet in Frankfurt ein feministisches Festival namens Fem Fest statt. Wir haben ein volles Programm. Die Vorträge finden im Studierendenhaus (Mertonstr. 26), die Konzerte im Exzess (Leipziger Str. 91) statt.

Freitag, 27.10.:

Ab 20.30 Konzert mit:

  • Maraudeur (Postpunk)
  • Die Tödin (Darkwave)
  • Space Bucket (Electropunk) und
  • Vagaries (Midtempopunk)

Samstag, 28.10.:
Verschiedene Workshops (Fahrrad-Schrauben, Massage, Selbstbehauptung & Empowerment, Talk consent to me). Leider ist bereits alles ausgebucht, aber ihr könnt euch auf die Warteliste eintragen lassen unter workshopsfemfestfrankfurt@systemli.org

14-16 Uhr Vortrag von Lisa: „Augen auf an der Kreuzung! Antisemitismus in aktuellen feministischen Kontexten.“

16-17.30 Uhr Vortrag von Anastassija Kononowa: „Die Perspektive der Frauen im Krieg gegen die Ukraine.“

18.30-20.30 Uhr Vortrag von Dastan Jasmin: „Die feministische Revolution in Ostkurdistan und im Iran.“

Ab 21 Uhr Konzert im Exzess mit:

  • GØLDI (Powerpunk)
  • Die platzenden Pickel (Punk) +
  • tba

Danach Party mit Djane Kidz on Sugar

An diesem Abend sind nur Flinta erlaubt (Frauen, Lesben, Inter, nonbinär, agender)

Sonntag, 29.10.
11-16 Uhr Brunch

14-16 Uhr Lesung von Mary Mojito und Sévérine Kpoti: „Punk as F*ck“

16-17.30 Uhr Vortrag von Athena Solomon B.: „Our stories are not incomplete” (Auf englisch)

Mehr Details gibt es bei Instagram: femfestfrankfurt

Freitag, 27. Oktober: Kino kulinarisch

(Andrea)

Flusskrebse, Gumbo & Brombeerkuchen. Klingt das nicht verlockend? Dazu kredenzt Daniel noch diesen wunderbaren Film über das Mädchen, das sich in den gefährlichen Sümpfen von North Carolina alleine groß zieht und sich zur scharfsinnigen und zähen jungen Frau entwickelt. Jahrelang geisterten Gerüchte über das „Marschmädchen“ durch das nahegelegene Örtchen Barkley Cove und schlossen sie von der Gemeinschaft aus. Als sich Kya zu zwei jungen Männern aus der Stadt hingezogen fühlt, eröffnet sich für sie eine neue, verblüffende Welt. Doch als einer von ihnen tot aufgefunden wird, sieht die Gemeinde sofort in Kya die Hauptverdächtige. Im Laufe des Falles wird immer mysteriöser, was tatsächlich passiert ist – und es droht die Gefahr, dass die vielen Geheimnisse, die im Sumpf verborgen liegen, ans Licht kommen. 2019 begeisterte die amerikanische Schriftstellerin Delia Owens Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt mit ihrem Roman „Der Gesang der Flusskrebse“ – das Buch wurde zu einem globalen Phänomen. Passend zum Film servieren Daniel und sein Team selbstverständlich klassische US-Südstaatenküche als Hommage an die Orte, Stimmungen, Schauplätze und Küchengeheimnisse des Buches bzw. Films. Als Amuse Geule gibt es diesmal Flusskrebse (was denn auch sonst!?), das Hauptgericht heißt Gumbo (der legendäre, besonders würzige Eintopf mit Hühnchen, geräucherter Wurst, Paprika, Sellerie und Zwiebeln – wie immer optional auch vegetarisch) und zum Nachtisch gibt es Brombeerkuchen, so wie es der Roman explizit vorsieht. Wir werden auf der Reise in die Sümpfe garantiert satt und glücklich werden. Und sehr berührt! Karten gibt es wie immer unter: www.kinokulinarisch.de, 18.30 uhr

Alte Schlosserei auf dem Gelände der EVO, Goethering, Offenbach

Freitag, 27. Oktober: FFM/ 100 kilo Herz

(Andrea)

100 Kilo Herz heißt die Band, die heute im Bett aufspielt und das sind 100 Prozent Energie. "Drei Jahre nach ihrem hochgelobten zweiten Album legen die Leipziger Brass-Punker jetzt endlich nach. „Zurück nach Hause“ geht es nicht nur mit dem neuen Album, sondern auch mit den neuen Liedern aus dem richtigen Leben wieder auf die Bühne – dahin, wo sich die Band am wohlsten fühlt. Tanzbar wie immer, die Texte von hoch politisch bis tief gefühlvoll und immer noch genug Pogo und Polka im Gepäck." 20 Uhr

Das Bett, Schmidtstraße, Frankfurt

Samstag 28. Oktober: Oh, Sister! im Mal Seh'n

(Daniela)

Ich habe den Film schon gesehen, er ist sehr beeindruckend!

Filmvorführung und Podiumsdiskussion: "Oh, Sister!" im Mal Seh'n Kino      

Auf unserem Podium erwarten wir folgende Gäste:

- Valeria Shashenok - Aktivistin

- Elke Voitl - Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt

- Viktoriia von Rosen - Ukrainian Coordination Center

Zum Film:

"Oh, Sister!" zeigt uns eindringlich das Leben der ukrainischen Frauen unter dem Angriffskrieg Russlands. In diesem 20-minütigen Film werden die vielfältigen Rollen der Frauen im Krieg dargestellt, wobei Leid, Stärke und Hoffnung im Mittelpunkt des Films stehen. Der Dokumentarfilm begleitet die drei renommierten Friedens-und Menschenrechtsaktivistinnen Tawakkol Karman, Jody Williams und Leymah Gbowee, allesamt Trägerinnen des Friedensnobelpreises, auf ihrer Reise in die Ukraine. Dort porträtieren sie sechs ukrainische Frauen, ihre Aufgaben und Herausforderungen unter dem russischen Angriffskrieg, der mittlerweile Alltag geworden ist. Schnell zeigt sich die große Rolle der anhaltenden Entschlossenheit, das Rückgrat des Freiheitskampfes ihres Landes zu bilden.

Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Mal Seh'n Kino, Adlerflychtstr. 6, 60318 Frankfurt
Original mit englischen Untertiteln.

Samstag 28. Oktober: Vintage Flohmarkt im Lucille

(Daniela)

Am Samstag, den 28. Oktober 2023 findet ab 18 Uhr wieder ein kleiner Vintage Flohmarkt im Lucielle statt. (Verkaufsplätze sind schon alle weg)

Neben Kleidung, Accessoires und anderen schönen Dingen, wird es auch Schallplatten zu entdecken geben und natürlich gibt es dazu auch Drinks :-)

Lucille, Friedberger Landstraße 100, Frankfurt

Samstag, 28. Oktober: OF/ Höhenflug-Festival Finale

(Andrea)

Seit Juli war die Wetter- und Klimawerkstatt auf "Höhenflug".Es gab Aktionen, Performances, Vorträgen, Konzerten, Open-Air-Kinoabenden, einer Rallye durch die Stadt, Theater, Tanzabenden oder Gesprächsrunden mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die natürlich alle mit Klima- und Wetter zu tun hatten. Heute feiert das Festival unter Leitung von @jihae__an seinen großen Abschluss. Los geht's mit dem interaktiven Workshop „Schrottklang“, in dem vermeintlich nutzlose Gegenstände unter Anleitung von Nathalia Grotenhuis in erstaunliche Musikinstrumente verwandelt werden. Danach kredenzt das Team von @und.international ein Buffet mit vegetarischen und veganen Köstlichkeiten. Welche Zukunft wollen wir? Diese entscheidende Frage diskutiert das @kjpoffenbach um 16:30 Uhr. Weiter diskutiert wird bei „Connecting the Struggles“ ab 18 Uhr, wenn Dr. Janina Puder, Emmanuel Pilot, Dr. Tanja Scheiterbauer, Lara Ewald und das Kinder- und Jugendparlament ihre Gedanken und Perspektiven zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft teilen. Zum Ausklang des ereignisreichen Tages laden DJ Kazakstar und das DJ-Duo DISASTROUS SELFCARE auf die Tanzfläche. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Eine Anmeldung per Mail an hoehenflug@wetterwerkstatt.de ist für den interaktiven Workshop „Schrottklang“ erforderlich.

Wetter- und Kimawerkstatt, Frankfurter Straße 39, Offenb

Samstag 28. Oktober: Premieren-Konzert des Bridges-Kammerorchester

(Daniela)

Premieren-Konzert des Bridges-Kammerorchester "Complementarity"

Das Bridges-Kammerorchester feiert die Premiere seines neuen Programms Complementarity. Zu hören sind u. a. Kompositionen und Arrangements der Orchestermitglieder Rabie Azar (Viola), Walid Khatba (Violine), Johanna-Leonore Dahlhoff (Flöte), Andrés Rosales (Tiple) und Peter Klohmann (Saxophon). Im titelgebenden Stück ‚Complementarity 23‘ widmet sich Peter Klohmann dem Phänomen der Komplementarität in Rhythmik und Melodik und kreiert durch rhythmische Verschiebungen einen Kaleidoskop-Effekt.

Das Bridges-Kammerorchester wird zum dritten Mal dirigiert von Corinna Niemeyer, seit 2020 Directrice Artistique und Chefdirigentin des Orchestre de Chambre du Luxembourg. Niemeyer ist Preisträgerin internationaler Dirigierwettbewerbe, wie u. a. des International Conducting Competition Tokyo (2015), und folgte als Gastdirigentin Einladungen renommierter Orchester, wie dem Orchestre de Paris, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo.

 Künstlerische Leitung Johanna-Leonore Dahlhoff

Solist*innen: Sara Al Agha, Gesang; Johanna-Leonore Dahlhoff, Flöte; Enkhtuya Jambaldorj, Shudraga; Ramin Rahmi, Gesang

Im Bridges-Kammerorchester kommen Musiker*innen mit ihren Instrumenten aus den verschiedensten Weltregionen zusammen. Wir sind Expert*innen für europäische Klassik, klassische arabische und persische Musik, Jazz, zeitgenössische Musik, osteuropäische Folklore, sowie für verschiedene Formen von zentralasiatischer und lateinamerikanischer Musik. Von unserer Individualität ausgehend, komponieren und arrangieren wir unsere Stücke selbst. Was dabei entsteht, ist transkulturelle Musik.

Sa. 28.10.2023 | 19 Uhr – Gallus Theater; Kleyerstr. 15; Frankfurt

Kosten 25 €/ 20 € erm. über https://www.reservix.de/tickets-bridges-kammerorchester-complementarity-in-frankfurt-am-main-gallus-theater-am-28-10-2023/e2150439

Sonntag 29. Oktober: Volksfeind(e)

(Daniela)

Ach, ich war lange nicht mehr im Theater Landungsbrücken. Volksfeind(e) würde ich sehr gerne sehen..

VOLKSFEIND(E) - Ein Gesellschaftsspiel nach Motiven von Henrik Ibsen

Wir feiern die Demokratie, hinterfragen die Wahrheit und lassen das Theater sein.

„Ein Volksfeind“ ist eine Projektionsfläche. Denn dass Henrik Ibsen nicht bloß ein Stück über eine mehr oder weniger idyllische norwegische Kleinstadt und einen mehr oder weniger sympathischen Badearzt geschrieben hat, dürfte Zuschauenden selbsterklärend sein. Auch weil im Programmheft behauptet werden wird, dass ein 130 Jahre altes Stück wahlweise erstaunlich oder erschreckend aktuell sei und nichts an Wichtigkeit eingebüßt habe.

REGIE, TEXT & KONZEPT Felix Bieske & Linus Koenig
MIT Jochen Döring, Mara Haußler, Nora Kühnlein, Christoph Maasch, Julius Ohlemann, Sven Marko Schmidt und Léa Zehaf
MUSIK Thomas Buchenauer
BÜHNE & KOSTÜME Loriana Casagrande
ASSISTENZ Mara Haußler
FOTOGRAFIE Christian Schuller


29.10.2023, 20:00 Uhr
Mehr Infos hier (Landungsbrücken)
Eine Koproduktion von BLASTED PRODUCTIONS mit Landungsbrücken Frankfurt
Foto: Christian Schuller

Sonntag, 29. Oktober: Lina Maly

(Uwe)

Das Programm in der Brotfabrik hatte im Oktober einiges zu bieten und auch zum Ende kommt noch einmal eine interessante Künstlerin. Gerade höre ich ihr auf Spotify am meisten geklicktes Lied, „Schön genug“. Schön. Nachdem durch Corona die ursprünglich 23 Dates umfassende Tour 2x verschoben und dann gestückelt gespielt wurde, geht es Herbst/Winter 2023 für Lina endlich auf die komplette Runde durch Deutschland und Österreich.

Ihren Beitrag zu einer Manfred Krug Compilation nahm die deutsche Sängerin das Lied Ade gemeinsam auf mit Moritz Krämer auf, der sowohl Solo (bitte unbedingt einmal den Song „Hinterher“ hören) als auch mit Die höchste Eisenbahn („Aliens“) bewiesen hat, dass er ganz Großer ist. Und der musiziert sicher nicht mit Leuten, die nichts können. Siehe YouTube: Ade live bei TV Noir. In die Brotfabrik kommt sie sicher ohne Krämer, der kann da aber ruhig mal allein kommen.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 25 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 30 € / Stehplatz'
Bild: David-Schmelzer

Dienstag, 31. Oktober: FFM/ Gringo Mayer & die Kegelband

(Andrea)

Ich erinnere mich nicht, wann mir Gringo Mayer das erste Mal begegnet ist, aber wenn er heute in meinem Lieblingsclub an der der Konstabler spielt, will ich dabei sein (auch wenn ich wirklich gar nicht auf Mundart steheund auf Mannheimerisch schon gar nicht). "Was seit seinem in Eigenregie veröffentlichten Debütalbum im Jahr 2021 bei Gringo passiert ist, ist im wahrsten Sinne „nimmi normal“. Nicht nur wird der gebürtige Ludwigshafener von Fachgrößen wie Olli Schulz oder den Donots gehuldigt oder findet im SWR und auf Ego FM statt, sondern spielt mit der Kegelband auch Shows auf dem Maifeld Derby oder dem GHvC-Jubiläum und Supportshows für waschechte Idole wie Kettcar und Thees Uhlmann. Und 2023 geht es genau so bunt weiter! Mit vielen Konzerten, einem Auftritt bei Inas Nacht, mit seinem zweiten Album „Ihr liewe Leit“ am 01. September und einem großen Finale: der Ihr liewe Leit Tour! Mit seinem süffisanten Auftreten, irgendwo zwischen Showstar und Tragikomödie, und einem unwiderstehlichen Hüftschwung wird Gringo gemeinsam mit seiner Kegelband uns einen schönen Abend bereiten. 20 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

NOVEMBER 2023
Mittwoch, 01. November (und 29. November): Artist Talks Glenkeen Garden Residencies

(Daniela)

Menschen stark machen“ ist das Motto der Crespo Foundation, und dafür setzt sie sich mit einer Mischung aus Kunst- und sozialer Förderung sowie Kultureller Bildung ein. Einige spannende Kunstprojekte gehen auf die Initiative oder die Förderung der Stiftung zurück: Der „After Nature. Ulrike Crespo Photography Prize“, der 2024 erstmalig zusammen mit C/O Berlin verliehen wird, das „Fliegende Künstlerzimmer“, der „Wortmeldungen Literaturpreis“… Und eben die „Glenkeen Garden Residencies“, die die Foundation seit 2021 in dem Landschaftspark Glenkeen Garden beherbergt. Kunstkollektive und Einzelkünstler:innen arbeiten und erforschen hier unter dem Motto „ArtNature/NatureArt“ das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur. In den Artist Talks stellen sie ihre Arbeiten und Forschungsergebnisse vor. Die ersten zwei Termine der Reihe habe ich verpasst, aber es bleiben noch zwei Talks im November, die ich mir nicht entgehen lassen möchte.

Mittwoch, 01. November, 19 Uhr: Carolin Liebl und Niklas Schmid-Pfähler

Während ihrer Residency in Glenkeen Garden untersuchten Carolin Liebl and Niklas Schmid-Pfähler – Absolvent:innen der HfG Offenbach ­­– die biologische Alterungsprozesse von Plastik. Mit Hilfe von Skulpturen, kinetischer Kunst, Installationen und Robotern entstand eine Installation aus Video, Fotografie und Artefakten der Zersetzungsexperimenten.

Mittwoch, 29. November, 19 Uhr: STRWÜÜ (Jo Wanneng and Lukas Fütterer)
Von der Stop-Motion-Animation einer entführten Pflanze über orchestrierte Harmonien mit riesigen Seerosen bis hin zu Klangobjekten, Marionettentechniken und der Erforschung von

Zeit und Raum: Das Künstler:innenduo STRWÜÜ – Absolvent:innen der HfG Karlsruhe – beschreitet mit seinen künstlerischen Erkundung neue Wege. Während ihrer Residency in Glenkeen Garden konzentrierten sie sich auf Kryptogame wie Algen, Moose und Flechten für die Erforschung von Spannungskräften und Beziehungsdynamiken.

Crespo Studio, Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt
Eintritt frei
Die Talks finden in englischer Sprache statt.

Bis Donnerstag, 02. November: Ausstellung Werkraum Hanau

(Petra)

Nach Hanau fahre ich nicht so oft – und auch drum herum kenne ich mich nicht wirklich gut aus, wie mir letzte Woche mal wieder aufgefallen ist. Dabei tut sich gerade in Hanau sehr viel: schließlich will Hanau Großstadt werden. Also: warum nicht? Heute zur Vernissage von Ola Kalnins in den Werkraum Hanau. Die Ausstellungs- und Verkaufsplattform setzt damit seit diesem Sommer ein erfolgreich erprobtes Konzept in der Hanauer Innenstadt um. Der jetzt ausgestellt Künstler aus Malmö ist auf der ganzen Welt bekannt für seine großformatigen Wandgemälde. Parallel zu seiner Kunstkarriere ist Ola seit 1995 ein aktiver Graffiti-Künstler, was einen unbestreitbaren Einfluss auf Olas abstrakte Arbeit sowie auf die geschlossene Graffiti-Welt hat. Und: er ist parallel dazu eingeladen, eine großflächige Fassade in Aschaffenburg zu gestalten.

Ola Kalnins – Werkraum Solo Oktober, Ort: Werkraum Hanau, Adresse: Salzstraße 20, Hanau

Montag, 01. November: HAMLET (auch 03., 04., 10.& 11.11)

(Martin)

Es ist das Drama aller Dramen!
Hamlet, Prinz von Dänemark, ist nach dem Tod seines Vaters verändert. 

Seine Mutter, die verwitwete Königin, hat den Bruder ihres verstorbenen Mannes geheiratet und bildet mit ihm ein neues Herrscherpaar, das Hamlets Nachfolge auf den Thron blockiert. 

Den Halt verlierend vor Trauer, Kränkung und Zorn, und in der Überzeugung, dass der Tod des alten Königs kein Unfall, sondern Mord war, weist Hamlet alle Anzeichen von Wahnsinn auf. 

Für seine Umwelt wird er zum Rätsel. Ist er ein Trauernder, den man in seiner Ablösung vom Vater unterstützen muss? Macht ihn sein Ehrgeiz krank? Leidet er nicht etwa an unglücklicher Liebe? Muss er den Wahnsinn spielen, weil ihn gefährdet, dass er zu viel weiß – und den Mord, der geschehen ist, aufdecken könnte? Oder ist er schlichtweg ein Irrer, eine Gefahr für Staat und Familie? Weiß er es selbst?

Im engsten Kreis des königlichen Hofes entspinnt sich ein Spiel um Wissen und Nichtwissen, Misstrauen und Täuschung, Überfürsorge und Liebe, wo sich der beste Wille in sein Gegenteil verkehrt und schließlich Tote fordert.

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/hamlet

1., 3., 4., 10. und 11. November um jeweils 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble, Basaltstraße 23 (Titania)
Foto: © Harald Schröder

Donnerstag 2. - Montag 27. November: Apokalypse – davon geht die Welt nicht unter?

(Daniela)

Stadtkirchenpfarrer Dr. Olaf Lewerenz von der Katharinenkirche hat ein tolles Programm zusammengestellt. Zur Vernissage von Sandra Mann komme ich bestimmt, auch wenn ich ihre Fotos schon kenne, es lohnt sich immer sie sich nochmal von ihr zeigen zu lassen.

Olaf schreibt:

"Etwas, das einmal entstanden ist, wird irgendwann auch wieder vergehen: Pflanzen, Tiere, Menschen, die ganze Welt. Aber wie mag das aussehen? Apokalypse – damit verbinden sich Bilder von Feuer, Wasser, Zerstörung – aber auch die Hoffnung nach einem Neubeginn im Himmel oder auf der Erde. Kriege, Klimakatastrophe, Pandemie, letzte Generation – wir merken, dass unsere Welt nicht so bleiben wird, wie sie ist. Im Gegensatz zu früheren Generationen, die sich manchmal wünschten, aus diesem Jammertal entfliehen zu können, steht bei uns die Angst vor dem Ende des Gewohnten im Vordergrund.

Mit unserem Projekt Apokalypse wollen wir unterschiedliche Zugänge und Dimensionen der Enthüllung von Ende und Neubeginn beschreiten. Die Veranstaltungen regen an, sich mit verborgenen oder offenbaren Dimensionen unseres Lebens auseinanderzusetzen.

Die Fotografien von Sandra Mann eröffnen einen zweiten Blick: im Alltag findet sich immer auch eine Dimension, die Verfall und Neubeginn durchscheinen lässt. Cornelia Niemann will uns auf leichte Weise mit zum Weltende nehmen, mit einem Lachen, das manchmal im Hals stecken bleibt. Klassischer bringt uns das Mozartrequiem einen leichten Schauer auf den Rücken. Orgelwerke zu biblischen Texten und Messiaens Werk vom Ende der Zeit eröffnen uns klassische Wege der Auseinandersetzung mit apokalyptischen Vorstellungen. Die Gedankenwelt biblischer Offenbarung werden vor dem Hintergrund gegenwärtiger Wahrnehmung als letzte Generation beleuchtet.

Ein Crossover der OhOhOhOs schließlich verbindet Klassik und Clubmusik in der Auseinandersetzung mit der Pandemie und symphonischen Werken von Endlichkeit und Ewigkeit.

Herzliche Einladung zu den apokalyptischen Dimensionen unseres Lebens,

Ihr Stadtkirchenpfarrer Dr. Olaf Lewerenz

2.-27.11.: Fotos von Sandra Mann in der St. Katharinenkirche
vom 2.-27.November sind Bilder der Fotografin Sandra Mann zu Apokalyptik in der Katharinenkriche zu sehen. Bei der Vernissage am 2.11. um 18 Uhr wird in Kooperation mit dem Momem Markus Nikolai eine Liveperformance bieten

11.11. 18 Uhr Cornelia Niemann, Martin Lejeune & High Five
Weltuntergang und Zukunftshoffnung in Texten, Chansons und Schlagern mit Schauspielerin und Kabarettistin Cornelia Niemann, Martin Lejeune, E-Gitarre, Live-Elektronik, Euphonium, und dem Blechbläserquintett High Five der Bläserschule Frankfurt, Eintritt 15 €

19.11. 18 Uhr St. Katharinen / Mozart-Requiem
Mozart-Requiem, Solisten, Mitglieder des Miuseumsorchesters, Leitung von Klaus Eldert Müller, Eintritt 10-30 €

25.11. 20 Uhr St. Katharinen /The Ohohos
The Ohohos, Sinfonie Nr.1 Releasekonzert, mit Maja Bader, Sopran und dem Omnis Orchester. Eintritt 30/35 €

Weitere Informationen zu dem Programm unter:
www.st-katharinengemeinde.de

Donnertag, 2. – Samstag, 4. November: Core

(Martin)

Tanzfestival Rhein-Main

Rui Horta, der auch als Licht- und Bühnenbildner sowie Opernregisseur aktiv ist, gilt als einer der einflussreichsten Choreografen seiner Generation. 1991 gründete er die legendäre Tanzkompanie SOAP am Mousonturm und hat damit die Frankfurter Tanzszene nachhaltig geprägt. 

Mit „Core“ kehrt Rui Horta nun nach Frankfurt zurück und hinterfragt nichts Geringeres als die Essenz unseres menschlichen Zusammenseins: Was macht unser Miteinander aus? Wie lässt sich ein Miteinander gestalten? Welche Rollen spielen Stimme, Gesang, Körper oder Bewegung? 

Rui Horta lädt Menschen mit und ohne Vorerfahrungen im Tanz und auf der Bühne ein, diese Fragen rezitierend, singend, musizierend und tanzend mit ihm zu ergründen und dabei eine Klanglandschaft aus Stimme und Körper zu entwickeln, die Publikum und Darsteller*innen gleichermaßen bewegt.

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/447462
Donnertag, 2. November um 19.30,
Freitag 3. und Samstag, 4. November um jeweils 19.00h
Mousonturm im Frankfurt LAB (Gallus)
Foto: © Antònio Lopes

Freitag, 3. November (Premiere) – Sonntag, 5. November: Sachbericht

(Martin)

Performance-Dinner mit Musik für ein Publikum und vier Förderinstitutionen

Der Bericht hat eine große Tradition im Theater. Gewaltige Schlachten wurden von den Boten der Theatergeschichte nacherzählt, grausame Morde und diskrete Liebschaften aufgedeckt.Heute schreiben die Theaterschaffenden vor allem Sachberichte. Denn nach jeder Inszenierung in den Freien Künsten muss ein Verwendungsnachweis über das Projekt abgegeben werden.Darin werden für die Geldgeber das Projekt und seine Wirkung reflektiert und die korrekte Verwendung der Mittel nachgewiesen. 

In der Inszenierung "Sachbericht" kommen nun diese Berichtspflichten selbst mehrstimmig gesungen zur Aufführung - und damit auch ein Bild der Lage in den Freien Künsten auf den Tisch.

Ein Abend mit Musik und mehr…

Reservierungen unter: www.studionaxos.de/produktionen
Freitag, 3. November – Sonntag, 5. November um jeweils 19.30h
Studio Naxos – Naxos Halle, Waldschmidtstraße 19
Eintritt: solidarischer Preis, zahl was du kannst!
Foto: © Homepage Studio Naxos

Donnerstag 3. November und weitere: Interkulturelle Bühne: REGENBLUME

(Daniela)

Christine spielt bei REGENBLUME mit...

NACH DEM GEWITTER RICHTET SICH DIE REGENBLUME AUF!

„Ich lebe noch, aber ich bin nicht mehr ich.“

Regenblume ist der Glaube an das Leben, auch wenn das Leben selbst oft schmerzhaft und grausam ist. Die Geschichte spiegelt den Lebenszyklus wider. Auf jeden Tag folgt ein neuer.

Regenblume versucht weniger, die Unterdrückung und Zerstörung des Menschen darzustellen, als aufzuzeigen, was der Mensch unter dem Einfluss von Folter denkt, empfindet und wie er daraus resultierend seine Umwelt wahrnimmt.

Regenblume zeigt Frucht und Einsamkeit eines gefolterten Menschen nach erlittener Demütigung und Unterdrückung.

Regenblume ist eine Aufforderung an uns, nicht wegzusehen, sondern auf Menschen, die im Innersten verletzt wurden, zuzugehen, sie nicht in ihrer Einsamkeit allein zu lassen.

Das Stück spielt im Heute. Schon längst hat der Mensch die Erde verlassen um die Galaxie zu erobern, gleichzeitig vernichtet, inhaftiert und foltert er diejenigen, die sich für ein gerechteres, menschenwürdigeres Leben auf dieser Erde einsetzen.

TEXT UND REGIE: Yusuf Kilic
MIT: Laura Baumann, Delphina Hennig, Christine Michel, Tatiana Prohl, Andrea Penkalla und Julia Karackov

TERMINE: 3. November PREMIERE, WEITERE TERMINE: 4. November, 1. Und 2 Dezember, 20 Uhr

Ort: Interkulturelle Bühne, Alt Bornheim 32, 60385 Frankfurt

Sonntag, 5. November: Tanztee

(Martin)

Tanzfestival Rhein Main

Tanztee mit Live-Orchester im Mousonturm – wie cool ist das denn! Tanztees waren in den 1920er-Jahren gesellschaftliche Höhepunkte. Sie boten eine zwanglose Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu schließen. Es wurde getanzt, gelacht, begutachtet, erprobt, tiefsinnige Gespräche geführt und wieder getanzt. 

Das Tanzfestival Rhein-Main lässt die Tradition des Tanztees samt Live-Orchester wiederaufleben und erinnert so daran, dass Tanz nicht nur schön anzusehen, sondern für jeden erfahrbar ist und meistens zu ausgesprochen guter Laune führt!

Sonntag, 5. November, 14.00 – 17.00 Uhr
Tanzfestival Rhein Main
Pay as you wish
Foto: © Veranstalterin

Donnerstag 9. November: Erinnern an den 9. November 1938

(Daniela)

Wir laden alle ein, am Gedenken an die Pogrome 1938 teilzunehmen. Am 9. November werden wir, wie jedes Jahr, am Ort der zerstörten Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft um 17 Uhr Kerzen anzünden. Wir werden eine kurze Ansprache halten. Mit Beginn der Dämmerung wird der World Jewish Congress eine Fassadenprojektion mit der virtuellen Rekonstruktion (TU Darmstadt, FG Digitales Gestalten) der Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft an die Außenwand des Hochbunkers zeigen. Die Ausstellungen im Hochbunker sind ab 17 Uhr geöffnet.

Datum: 9. November
Zeit:17:00
Veranstaltungsort: Hochbunker, Friedberger Anlage 5-6

Veranstalter: Initiative 9. November e.V.

E-Mail: info@initiative-neunter-november.de
Donnerstag 9. November: SPOTLIGHT: RECYCLING CONCERTO

(Daniela)

Endlich finden wieder die SPOTLIGHT Konzerte des hr-sinfonieorchesters in der Alten Oper statt. Ein wunderbares Format! Das Konzert dauert nur 80 Minuten und es wird Zwischendrin immer wieder etwas erklärt. Sehr unterhaltsam und kurzweilig!

ARD-Wetterexperte SVEN PLÖGER IM GESPRÄCH ÜBER DIE WUNDERWELT VON WETTER- UND KLIMA-KREISLÄUFEN

  • Mit VIVI VASSILEVA, Schlagzeug
  • KRZYSZTOF URBAŃSKI, Dirigent

Werk: Gregor A. Mayrhofer: Konzert für Recycling-Perkussion und Orchester

Hochs und Tiefs, Zyklone und El Niño. Wenn ARD-Meteorologe Sven Plöger im »Spotlight«-Gesprächskonzer mit der TV-Moderatorin Jennifer Sieglar ins Schwärmen kommt, wird man von seiner Begeisterung über das Wunderwerk der Wetter- und Klima-Kreisläufe angesteckt und zugleich sensibilisiert für das ungewöhnliche »Recycling Concerto« von Gregor A. Mayrhofer mit der phänomenalen jungen Schlagzeugerin Vivi Vassileva. Folien, Kunststoffe, Altglas, Altmetall und Alu-Kaffeekapseln, die als Restmüll normalerweise unsere Umwelt belasten, verwandeln sich hier zu einem überraschend fein klingenden Melodie- und Perkussions-Instrumentarium, für das der Münchner Komponist ein originelles, jazzig swingendes Solo-Konzert geschrieben hat. Ein ebenso begeisterndes wie anregendes »Spotlight« unter der Leitung von Krzysztof Urbański ist so garantiert.

Beginn 19 Uhr, Alte Oper Frankfurt
Konzertdauer: ca. 80 Minuten – keine Pause

SONDERAKTION: Für alle bis einschließlich 20 Jahre! Limitierte Tickets für 10 Euro (Ohne RMV) First come – First serve!

ACHTUNG: Zusatzinfo:
Am Vortag, Mittwoch 8. November, um 19 Uhr gibt es das „Recycling Concerto“ als moderiertes Junges Konzert im hr-Sendesaal (ohne Wetterexperte Sven Plöger!) – für Jugendliche. Mehr Infos hier: https://www.hr-sinfonieorchester.de/konzerte/konzerte-23-24/schlagabtausch,junges-konzert-schlagabtausch-100.html

Foto: Hugo Thomassen Adams

Donnerstag 9. November bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder

(Daniela)

Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.

Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €

Mehr Informationen stehen hier.

Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968

Sonntag, 12. November: Der erste Mensch

(Martin)

Die unglaubliche Geschichte einer Kindheit nach Albert Camus
Texteinrichtung und Inszenierung Martin Mühleis
Sprecher: Wolfram Koch
Musik: Orchestre du Soleil

Ein großartiger Text! In einem erzählerischen Parforceritt entführt Wolfram Koch sein Publikum als Ich-Erzähler in eine Welt voller Armut und natürlicher Schönheit. Und die Musik des Orchestre du Soleil liefert den mitreißenden Soundtrack zu diesem hochaktuellen Stück, an dessen Ende ein Mann, der als Kind in einer Familie von Analphabeten aufwächst, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wird. 

Es ist die Kindheits-Geschichte Albert Camus‘. In dessen autobiographischen Roman »Der erste Mensch« begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist und den er nie kennengelernt hat. 

Damit beginnt für den Erzähler eine Reise zurück in seine Kindheit. Er kehrt heim in die Hitze Algiers, in die Armut und die Unschuld. Er erzählt von seiner schweigsamen Mutter im Armenviertel Algiers und der dominanten Großmutter, die nur durch die Unterstützung seines Volksschul-Lehrers davon überzeugt werden kann, dass der Junge ins Gymnasium gehört. Dort, »geworfen in eine unbekannte Welt«, der »unschuldigen Welt entrissen«, begreift er, »dass ich alles, was ich wollte, erreichen würde, und dass nichts, was von dieser Welt ist, mir jemals unmöglich sein würde.«

Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat den Roman für die Bühne bearbeitet zu einer eigenwilligen Spielform aus Schauspiel, Lesung und Konzert. In seinen Bühnenarbeiten hat Mühleis eine eigene Form entwickelt, eine »Architektur aus Sprache, Musik, Lichtdesign und Schauspiel« (Der Tagesspiegel, Berlin). Es gelingt ihm, Literatur für die Bühne zu adaptieren, ohne sie in Struktur, Rhythmus und Sprache zu verändern. Aus den literarischen Vorlagen entstehen auf diese Weise eigene Bühnenwerke, die den Zuschauer zum Mitgestalter machen. Mühleis' reduzierte, kargen Erzählformen bewirken, dass ein wesentlicher Teil der Geschichte in der Phantasie des Betrachters entsteht.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/der-erste-mensch-/1649/

Sonntag, 12. November um 18.00 Uhr
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Christoph Helhake

Ab 14. November: Veranstaltungsreihe Verstörungsorte

(Daniela)

Die Inititiative 9. November fängt ab dem 14.11. mit einer neuen Veranstaltungsreihe an. Sie schreiben:

"Es geht um „Verstörungsorte“, Orte, in der Stadt oder Landschaft stehend, die sich nicht einpassen in das Schöne, Gemütliche, sondern die wie ein Stachel an das Böse erinnern, die nicht das Vergangene vergessen lassen, von dem viele jetzt immer öfter sagen „jetzt Schlussstrich“, „Vogelschiß der Geschichte“. Wir fangen mit dem Vortrag von Thomas Lutz, der seit 30 Jahren die Arbeit der Gedenkstätten begleitet. Er gibt den Überblick, wie sich die Gedenkstätten Arbeit entwickelt und verändert hat. Danach kommen Jörg Skriebeleit von KZ Gedenkstätte Flossenbürg, und Andrea Riedle von Topographie des Terrors. Anfang 2024 geht die Reihe weiter, voraussichtlich mit Osthofen, Katzbach, Mittelbau-Dora/Buchenwald und Reichstagsgelände in Nürnberg.

Wir stellen die These auf, dass solche Orte nur dann diese Rolle erfüllen, also beitragen zum „Nichtvergessen“, wenn es dort eine aktive Gruppe gibt, die mit ihrer Arbeit an die Geschichte erinnert. 

Wir sind selbst gespannt auf die Beiträge und die folgende Diskussion und würden uns freuen, wenn Sie diese Veranstaltungen besuchen würden."

https://initiative-neunter-november.de/events/kategorie/vortrag/verstoerungsorte/

Mittwoch, 15. – Freitag, 24. November: À LA CARTE

(Martin)

Dresden Frankfurt Dance Company
Bockenheimer Depot

Die Dresden Frankfurt Dance Company hat einen neuen Künstlerischen Direktor: Ioannis Mandafounis!

Was Ioannis Mandafounis ankündigt, und wie er uns einlädt, das macht riesige Lust auf den Tanz, Ausdruck und Programm der Dresden Frankfurt Dance Company: „Ob groß angelegt oder intim gestaltet, ob drinnen oder draußen, ob im Theater oder an einem anderen Ort – wir werden unermüdlich daran arbeiten, Sie mit unserem Tanz zu verzaubern, Sie zu treffen und unsere Liebe zu unserer Kunst mit Ihnen zu teilen. Seien Sie dabei, wenn wir gemeinsam etwas Neues erschaffen!“

Ab Mittwoch, 15.11. gibt’s im Bockenheimer Depot À LA CARTE zu erleben: „Wollten Sie schon immer einmal einen Tanzabend gestalten? Dann sind Sie hier genau richtig! Werden Sie Teil des kreativen Prozesses, und beeinflussen Sie den Verlauf der Aufführung.

Zu Beginn der Spielzeit stellt sich das neue Ensemble mit einem besonderen Stück vor. Das Publikum erhält eine „Speisekarte“ – oder vielmehr eine „Tanzkarte“ – mit einer Szenenauswahl. Daraus können die Zuschauer*innen das „performative Menü“ des Tages auswählen. „À la carte“ besteht aus einer Vielzahl längerer und kürzerer Szenen, die unter­schiedlich aneinandergereiht werden können. Mit jeweils verschiedenen Requisiten, Toneffekten, Musik und Lichtstimmungen ermöglichen die Szenen eine Vielfalt an Tanzstilen, Atmosphären und Themen. 

Mit kreativem Feuer nehmen die Künstler*innen die vom Publikum vorgegebene dramaturgische und rhythmische Linie auf und gestalten sie aus. Jeder Abend wird so zu einem einmaligen Erlebnis.

Hier gibt’s einen Trailer: https://youtu.be/BkBGDvYglpI
Und hier geht’s zu den Tickets: https://dresdenfrankfurtdancecompany.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/eventlist
Mittwoch, 15. – Freitag, 24. November um jeweils 20.00h – außer am Sonntag, 19.11., da um 16.00h
Bockenheimer Depot
Foto: © Homepage Dresden Frankfurt Dance Company

Donnerstag, 16. – Samstag, 18. November: Geteilter Abend

(Martin)

Tanzfestival Rhein-Main

Was haben wir gemeinsam?
Was können wir teilen und mitteilen?
Was macht uns aus? 

Das Künstler*in-Duo Verena Billinger und Sebastian Schulz beleuchtet in „Geteilter Abend“ das Verhältnis von Einzelperson und Gesellschaft – von Privatheit und Öffentlichkeit – von einem Teil zum großen Ganzen. Seit über zehn Jahren entwickeln sie gemeinsame Tanzstücke, die sich mit Gemeinschaft und der Rolle des Körpers auseinandersetzen. 

Im ersten Teil des Abends steht Verena Billinger seit langer Zeit wieder auf der Bühne und geht der Frage nach, wie sich eine Biografie tanzen lässt. Sie teilt ihren persönlichen Blick auf ihr Leben und lädt uns ein, ihre Beziehung zum Tanz und zur Choreografie mitzuerleben.

Auf das Solo folgt ein kraftvolles Trio, das choreografische Elemente des Solos aufgreift und in eine dynamische Choreografie überführt. Drei Tänzer*innen gleiten energetisch und lustvoll durch verschiedene Bewegungen der Selbstermächtigung und des Kontrollverlusts. Sie erforschen die Wahrnehmung zwischen sich selbst und dem Publikum: Wie verändert sich die Wirkung einer Bewegung, wenn sie von einem Einzelkörper auf eine Gruppe überspringt? 

In welchem Verhältnis stehen Solo und Gruppe? „Geteilter Abend“ ist eine Spurensuche nach den Lücken in der Erzählung, den Rissen im eigenen Porträt und der Gruppenzugehörigkeit.

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/447564
Donnerstag, 16. – Samstag, 18. November um jeweils 20.00h
Mousonturm
Foto: © Florian Krauß

Sonntag, 26. November und Samstag. 16. Dezember: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Nach den Romanen von Édouard Louis

Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis. Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat. Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”

Hier geht’s zu den Tickets: https://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy
Sonntag, 26. November um 18.00h und Samstag, 16, Dezember um 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moritz Buch

Freitag, 1. Dezember: OF/ 60 years with The Beatles

(Andrea)

Wahnsinn, als der Originaltermin ausverkauft war, gab es einen Zusatztermin (24.11.). Jetzt ist auch dieser sold out, hier also die nächste Gelegenheit zum Beatles-Revival...
Die Stones haben mit ihren 80 Jahren unlängst ein neues Album veröffentlicht und weil es zur Auswahl des Materials einen Schiedsrichter brauchte, kam Paul McCartney ins Spiel - "ein pophistorischwer Witz", schreibt Tobias Rapp im SPIEGEL, denn immerhin konkurrierten die beiden Bands lang um die Gunst des Publikums. Während die Stones das wilde, unangepasste Imgae pflegten, verdrehten die Pilzköpfe den Fans auf andere Art den Kopf. "Am 4. November 1963 gingen die Beatles in die Pop-Geschichte ein als frech verschmitzte Provokateure des Königshauses, wegen der ungezogenen Bühnenansage von John Lennon, die Leute auf den billigen Plätzen sollen klatschen und die anderen – mit Blick in Richtung der königlichen Loge – bräuchten nur mit ihren Juwelen zu rasseln. Mit dieser kleinen Unverschämtheit hatten die Beatles die Herzen der jungen Leute in England endgültig erobert. Die Hysterie um die Beatles, genannt Beatlemania, erreichte in England dann am 22. November 1963 einen weiteren Höhepunkt und für Volker Rebell ein guter Anlass für „60 Jahre With The Beatles“ – Jubiläumskonzert mit allen Songs des zweiten Albums der Beatles, gespielt von der Lonely Hearts Club Band. Der Termin am 11.11. ist bereits ausverkauft, für den heutigen gibt es noch Karten. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert.
https://radio-rebell.de/termin/60-jahre-with-the-beatles/

Rebell(i)sche Studiobühne,Bieberer Str. 145 A | Hinterhaus, Offenbach

Übrigens, vielleicht steht bei einem von Euch noch Pauls alter Bass auf dem Speicher, der wird nämlich seit Jahren schmerzlich vermisst:https://www.theguardian.com/music/2023/sep/02/search-launched-for-paul-mccartneys-first-hofner-bass-guitar

Ab November: 20 Jahre Hilde! Best of- Die Jubiläumsshow.

(Daniela)

Es gibt was zu feiern, denn 2003 stand Hilde aus Bornheim zum ersten mal live auf der Bühne und wird im kommenden November ihr 20jähriges Best of - Bühnen Jubiläum (mit Überraschungsgästen wie z.B. die in Würde torkelnde Christiane von Spangenberg aus dem Solo Programm "Im Winde verlebt") rausbringen. 

Erste Show: 3.11.2023 Stalburg Theater. 

(weitere Termine: 16.11. & 3.12.2023 Stalburg Theater) (26.11.2023 Theater am Park Bad Nauheim)

Man munkelt, Sie wird „Germanys Next Top Kittel“ und führt Verhandlungen mit einem TV Sender. Sicher ist jedoch sie steht seit 20Jahren live auf der Bühne. Wie hat sie das geschafft? „Jede Frau braucht ein Geheimnis“ sagt Hilde aus Bornheim. Und bietet allen, die sie darauf ansprechen ein Stück Fleischwurst an, dass Sie in ihrem Kittel mit einem Kneipchen bei sich trägt. Vielleicht ist es das, was ihren Erfolg ausmacht. Ihren Mann Willi hat Sie jedenfalls bei einem dieser Picknicke  kennengelernt.

Viele fragen sich was steckt hinter, beziehungsweise unter dem Kittel den Hilde aus Bornheim immer trägt? Drunter steckt jedenfalls Stefani Kunkel, die mit Hilde eine ihrer erfolgreichsten Bühnen Figuren kreiert hat. Und Kunkel fragt sich bei Hildes Erfolg schon lange. Was hat Hilde, was ich nicht habe. Selbst fragen kann sie Hilde ja nicht.

Seit 20Jahren schlüpft Stefani Kunkel in Hildes Kittel und präsentiert daraus deren entwaffnend komische Sicht auf die Welt, die manchmal mit den Tücken der Kommasetzung zu kämpfen hat, um das Leid depressiver Kanarienvögel weiß und in  manchen Momenten sogar einen Moon Walk aufs Parkett legt.

In der Jubiläumsshow treten neben Hilde natürlich auch andere Figuren aus Kunkels Kosmos auf. Die in Würde torkelnde Christiane von Spangenberg wird unter den Gratulantinnen sein, wie auch die nie um ein Fettnäpfchen verlegene Frohnatur Doris Bender. Beide Figuren stammen aus Kunkels aktuellem Solo-Programm Im Winde verlebt. Daneben darf man mit zwei wunderbaren Überraschungsgästen in der Jubiläumsshow rechnen.

Das alles feiert Stefani Kunkel in ihrem Jubiläumsprogramm: 20 Jahre Hilde! Best of- Die Jubiläumsshow.

TERMINE : www.fraukunkel.de

DEZEMBER 2023
Bis Sonntag, 03. März 2024: Ausstellung „Bending the Curve“ Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Der Frankfurter Kunstverein zeigt immer wieder faszinierende Ausstellungen zwischen Kunst und Natur. Dieses Mal kooperiert er interdisziplinär mit einer ganzen Menge herausragender Institutionen, unter anderem mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt. Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Wie kann der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden? Und wie können positive Erzählungen entstehen? Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler*innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.

Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität, Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung bis Sonntag, 03.03.2024, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Markt 44, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 10 (6) Euro

5. – 10. Dezember: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage

Save the Date:

Vom 5. bis 10. Dezember 2023 findet Remake. Frankfurter Frauen Film Tage, veranstaltet von der Kinothek Asta Nielsen e.V., unter dem Schwerpunktthema „Gemeinsam…! Nähe, Verantwortung und Solidarität mit Anderen“ statt, Die Geschichte des Verleihs CHAOS FILM, 1979 von Hildegard Westbeld in Berlin gegründet, steht im Mittelpunkt eines weiteren Programmteils. Die Festival-Personale würdigt in diesem Jahr die Frankfurter Dokumentarfilmemacherin Edith Marcello.  Auch im Jahr 2023 bildet ein CineConcert den glanzvollen Höhepunkt von Remake: Die Uraufführung einer Auftragskomposition zum Stummfilm NORRTULLSLIGAN (dt. Titel: WEIBLICHE JUNGGESELLEN, Schweden 1923, Regie: Per Lindberg) am 7. Dezember in der Volksbühne Frankfurt. Die Neukomposition stammt von der international bekannten und gefragten niederländischen Pianistin und Stummfilmkomponistin Maud Nelissen. Der Film erzählt von vier jungen Frauen, die im Stockholm der 1920er-Jahre in einer WG leben und einem patriarchalischen Umfeld die Stirn bieten müssen. Stadtleben, Sexualität, Geschlechterhierarchien und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse kommen ebenso in den Blick wie Solidarität und Humor unter Frauen. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman der schwedischen Frauenrechtlerin Elin Wägner (1882-1949).

Das vollständige Programm ab Mitte November auf www.remake-festival.de

FOTO: NORTULLSLIGAN (c) Swedish Film Institute

Freitag, 15. – 17. Dezember: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 (weitere Termine)

(Martin )

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Alle Jahre wieder… - Für manche ist diese Inszenierung der Weihnachtsgottesdienst! Schon 18 Jahre wird JESUS D’ AMOUR GEB. 0 gespielt und deshalb stellt sich die Frage, ob es tatsächlich noch Frankfurter*innen gibt, die diese zauberhafte Weihnachtsgeschichtenerzählung immer noch nicht gesehen haben!? 

„Die Geschichte beginnt mit zwei schwangeren Frauen. Die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Mit Unglaublichem fängt der Glauben an. 

Zwei Knaben werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes - der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln. König Herodes hört von einem neugeborenen König, fürchtet um seinen Thron. Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht. Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. 

Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt. Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Grausam beginnt die neue Zeit. Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der lüsternen Prinzessin Salome – sein Kopf wird in einer Silberschale kredenzt.“

Das Theater Willy Praml hat aus dem biblischen Bestseller eine ganz eigene und besondere Weihnachtsgeschichte entstehen lassen. Die FAZ schrieb: „Eine unerhörte Geschichte neu erzählt für Menschen von heute. Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert.“

Hier der Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=g10bxn1OirA
Und hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-geb-0/
Freitag, 15. Und 16. um 20.00h und Sonntag. 17. Dezember um 18.00h,
Freitag, 22. und Samstag, 23. Dezember um jeweils 20.00h: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 – 2023 im 19. Jahr
Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Rebekka Waitz

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Bis Sonntag, 25. Januar 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)

Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.

Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 25.02.2023, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei

Noch bis Samstag, 23. Dezember: Fensterschau XXXIV – Tina Herchenröther

(Petra)

Heute schon bei Balenciaga reingeschaut? Mit zwei großformatigen Malereien ist Tina Herchenröther gerade in den Fenstern der ehemaligen Burg-Drogerie der Restauratoren zu sehen. Dabei ließ sich die Künstlerin von Kollektionen des Skandal-Modehauses Balenciaga inspirieren: Eine moderne Ritterrüstung aus der Kollektion 2020 und ein Kleid aus zahlreichen ineinander verflochtenen kleinen Metallringen inspirierten Herchenröther zu ihren Motiven. Das Wechselspiel aus Ornament, Weiblichkeit und Stärke stehen zentral in den beiden Werken.

Fensterschau XXXIV: Tina Herchenröther bei den Restauratoren, Ort: Fensterschau, Adresse: Burgstraße 43, bis 23.12., Öffnungszeiten: 24/7

Bis Sonntag, 31. Dezember: Wohnzimmer Hauptwache mit "Langer Bank"

(Petra)

Das DAM-Reallabor "Wohnzimmer Hauptwache" belebte als Teil des Modellprojekts "Post-Corona-Stadt" im Herbst 2022 die Frankfurter Innenstadt. Auch in diesem Jahr ist das DAM auf der Hauptwache aktiv. Im Sommer eröffnet auf dem belebten Platz die Ausstellung „Zukunft Innenstadt Frankfurt“. Sie geht der Frage nach, welche Bedürfnisse und Anforderungen an eine lebenswerte Frankfurter Innenstadt in der Zukunft bestehen. Die Wanderausstellung wird an ausgewählten Orten zu sehen sein und soll bundesweit in den Modellstädten des Förderprogramms Station machen. Einen nächsten Schritt für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum geht das Museum mit der künstlerischen Intervention "Die Lange Bank" ab heute. Die modulare Sitzmöglichkeit wird dort erstmals für verschiedene Dialogformate bereitstehen. Ein Treffpunkt an der Langen Bank - die künstlerische Installation is als Ort der Begegnung, der Inspiration und Erholung konzipiert. Ihr könnt hier in die Choreografien und Hörstücke von 15 interntionalen Künstlerinnen und Künstlern eintauchen, verschiedene Sitz- und Liegepositionen ausprobieren und erleben, wie das Sitzen urbane Räume neu definiert. Je nachem, wer noch so auf der Langen Bank ist, würde ich sagen. 

Wohnzimmer Hauptwache mit der Langen Bank, Deutsches Architekturmuseum (DAM), An der Hauptwache, Eintritt: frei

Bis Sonntag, 14. Januar 2024: Ausstellung DAM „Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber."

(Petra)

Ich mag die Arbeit des Deutschen Architekturmuseums sehr – und auf diese Ausstellung freue ich mich – heute ist die Eröffnung: Proteste müssen stören, sonst wären sie wirkungslos. Wenn Störungen in den öffentlichen Raum ausgreifen und sich dort festsetzen, wenn sie ihn dauerhaft blockieren, verteidigen, schützen oder erobern, dann entsteht Protestarchitektur. Detailreiche Modelle, gebaut an der Technischen Universität München und der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Andreas Kretzer), zeigen Protestcamps von der Resurrection City 1968 bis zur Lobau-bleibt!-Bewegung 2021/2022. Vierzig "Bodenstrukturen" aus Lützerath, zumeist Pfahlbauten, wurden von Rokas Wille (HfG Karlsruhe) mit Fotopapiermodellen dokumentiert. Der Regisseur Oliver Hardt entwickelte für die Ausstellung eine Filminstallation. Gemeinsam mit Aktivist*innen konnte eine Hängebrücke aus dem Hambacher Wald übernommen werden. Auch ein 1:10-Hängemodell des Barrios Beechtown, eine Leihgabe des Künstlers Stephan Mörsch, zeigt diese Waldbesetzung. Die Ausstellungsarchitektur auf der um 1000 Quadratmeter erweiterten Fläche des DAM Ostend wurde von Something Fantastic entwickelt.

"Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber." Eine Ausstellung des DAM – Deutsches Architekturmuseum und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien
Ausstellung: Eintritt: 5 (3) Euro, Öffnungszeiten: Mo. geschlossen, Di., Do. und Fr.: 12 - 18 Uhr, Mi.: 12 - 19 Uhr, Sa. und So.: 11 - 18 Uhr

Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.

"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)


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