13.10.2023
Kopf ist leer
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen

Gestern war meine sehr große stadtinterne Veranstaltung, für die ich die letzten Monate intensiv gearbeitet habe. Die Organisation hat mich so beschäftigt, dass ich mich um nichts anderes kümmern konnte. Ich fange jetzt erst an zu realisieren, was letzte Woche alles passiert ist. Zum einem hat mich der starke Zuwachs der Rechten in das Hessische und Bayerische Landesparlament geschockt, aber das war nichts, gegen die Bilder, die uns seit letztem Sonntag aus Israel erreichen.

Ich verlasse jetzt den Schreibtisch und versuche den Kopf freizubekommen.

Wir sehen uns bestimmt morgen alle am Paulsplatz. Da ist um 15:00 Uhr die Solidaritätskundgebung für Israel.

PACE!

Daniela

Vielen Dank an das großartige Ausgehtipp-Team:
Petra Manahl, Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Erik Düwel und Martin Grün.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 17 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00.
Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com

2 x 2 Tickets für das Premieren-Konzert des Bridges-Kammerorchester "Complementarity" am 28. Oktober im Gallustheater. Gewinnfrage: Wie heißt die Schlagzeugerin, die am 9.11. in der Alten Oper bei SPOTLIGHT auftritt?

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)

1 x 2 Tickets für das „Spotlight“-Konzert m 9.11. in der Alten Oper. Diesmal mit dem titelgebenden Werk „Recycling Concerto“. Gewinnfrage: Wer spielt beim Bridges Kammerorchester am 28.10. die Shudraga?

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Karten für die "Laibach" am 19. Oktober in der Jahrhunderthalle. Die Gewinnfrage lautet: Wo sehe ich mir eine Band an, die ich bei uns ständig verpasse?

GEROLLTES über die Pfeiferei

(Uwe)

Wegen der Länderspielpause will ich heute einmal wieder auf meine Rolle als Kreisligaschiedsrichter eingehen. Zum Anfang dieser Saison wollten meine Aktivitäten als Unparteiischer einfach keine Fahrt aufnehmen. Das lag an vielen Terminen, einem Zeckenbiss und Kniebeschwerden. Darüber hinaus lag es aber auch an den Mannschaften, die ich zu Beginn des Spieljahres pfeifen musste. Die waren zum Teil im Verhalten mir gegenüber "von oben herab". Dabei muss man wissen, dass ich in der Regel maximal Spiele in der Kreisliga B pfeife, was in der Regel die zweitniedrigste Spielklasse in Deutschland ist, darunter wird nur noch in C-Klasse organisierter Spielbetrieb angeboten, ab dann gibt es nur noch wilde Kickerei in öffentlichen Parks, beispielsweise im Ostpark zwischen den ganzen Gänsen.

Die vier Spiele, die ich bis Ende August leiten durfte, wurden von Mannschaften bestritten, die hinsichtlich des Spielniveaus also nicht zur absoluten Spitze im deutschen Fußball zählen. Das ist an sich ja nicht schlimm, in der Regel funktionieren meine Einsätze dort gut. Gerade in hitzige Spielen, mit Mannschaften, die in der Fairplay Wertung keine Spitzenränge einnehmen, komme ich besonders gut zurecht. Was mir zu schaffen macht, sind Vereine, deren Teams sich mir gegenüber hochnäsig verhalten. Die, bei denen Spieler einen nach der ersten Entscheidung gegen sie behandeln, als wäre man eine Obstfliege, die in der heimischen über einer bräunlichen Banane kreist. Erwarten B- und C-Ligakicker tatsächlich Schiedsrichter auf Bundesliga-Niveau? 

Nach einigen unglücklichen Partien hate sich alles mittlerweile gebessert: Am vergangenen Wochenende leitete ich als Schiedsrichter meine zweite Partie in der Kreisliga A. Nach einem guten Spiel in Langen (Kreis Offenbach) führte mich mein zweiter Weg nach Darmstadt, zu einem Sportplatz in der Darmstädter Waldkolonie, an dem man als Südhesse häufiger vorbeikommt, ihn aber nur selten betritt. Im Vergleich zur B- oder C-Klasse wird in der A-Liga ein deutlich besserer Fußball gespielt und die Konzentration liegt tatsächlich mehr auf dem Spiel selbst als auf Nebensächlichkeiten. Die Begegnung wird intensiver geführt und es finden deutlich mehr Zuschauer den Weg auf den Sportplatz, was erheblichen Einfluss auf die Stimmung hat. Der gestiegenen Verantwortung hielt ich – ich bin wirklich sehr selbstkritisch – trotz leichten Fehlern stand und reise mit einem guten Gefühl nach Hause.

Seit langem gab ich am vergangenen Sonntag einmal wieder eine Rote Karte. Die war so klar, dass der betroffene Spieler anstandslos das Feld verlies. Weniger einsichtig zeigte sich Frankfurts Torwart Trapp über seiner Roten Karte, die er sich nach Spielschluss bei PAOK Saloniki einhandelte. Ja, auch nach Spielende kann man noch die Rote Karte sehen, wenn der Schiedsrichter noch auf dem Spielfeld steht und einen Regelverstoß wahrnimmt. Den hat der italienische Schiri wohl erkannt, als sich Trapp in das Getümmel zwischen beiden Mannschaften und Ersatzbänken gemischt hatte. Seine Ausrede „ich wollte nur schlichten“ habe ich in 45 Jahren Kreisligafußball nicht zum ersten Mal gehört.  Auch wenn die Provokation durch den Gegner und der Schmerz über die späte, unverdiente Niederlage groß sind, man muss sich als Spieler aus solchen Dingen raushalten. Wenn ein Trainer oder Co-Trainer oder ein Masseur / Mannschaftsbetreuer oder Ersatzspieler gesperrt werden, ist das für das Sportliche nicht besonders tragisch, als Kapitän und herausragender Torwart wird Trapp beim nächsten Spiel fehlen.

AUSZIEHEN - WohnungsGESUCHE und ANGEBOTE (ausschließlich) für junge Menschen

(Bitte habt Verständnis, dass wir in dieser Rubrik nur Wohnungsgesuche von jungen Menschen aufnehmen, die zu Hause ausziehen wollen, oder im Rahmen eines Job- oder Studienwechsels eine neue Bleibe suchen. Alles andere würde den Rahmen sprengen)
Illustration von Carlotta Hick)

Wohnung oder WG in Frankfurt gesucht:
Sympathischer dualer Student (20) der Informatik sucht dringend ab 01.12. eine unmöblierte 1 Zimmer Wohnung (bis max 700,- Euro warm) oder ein Zimmer in einer netten WG in Frankfurt. Falls Ihr etwas wisst oder hört schreibt bitte an: kweeb@jenero.net.

Freitag 13. Oktober: hr-Bigband & Billy Childs: Reimagining Laura Nyro & Mor

(Daniela)

Bis vor einem Tag hatte ich noch nie etwas von Billy Childs gehört...jetzt höre ich ihn die ganze Zeit und würde zu gerne zu seinem Konzert.

Mit elf Jahren entdeckt Billy Childs die Musik der New Yorker Singer-Songwriterin Laura Nyro. Die Liebe zu ihrer Musik führte 2015 zu einer brillanten Hommage: „Map to the treasure – Reimagining Laura Nyro”. Mit diesem Album hat er Nyros Schaffen ein Denkmal gesetzt, das auch mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Billy Childs Versionen der Musik von Nyro stehen zentral in diesem Programm.

Billy Childs hat sich zu einem der bedeutendsten amerikanischen Komponisten seiner Zeit entwickelt. Bereits 16 mal war Childs mit seinem Arbeiten für einen Grammy nominiert, fünfmal hat er die Auszeichnung erhalten – zuletzt 2018 für „Rebirth“ als bestes Instrumentalalbum. Und damit wären wir auch bei seiner großen Qualität als Komponist und Arrangeur angekommen, die er für Orchester und Filmsoundtracks anzuwenden weiß. Mit der hr-Bigband wird sein Können zu hören sein – in neuen Arrangements von Jim McNeely, mit Billy Childs am Piano und gesungen von Alicia Olatuja.

Mehr Infos: https://www.hr-bigband.de/konzerte/konzerte-2023-24/konzert-billy-childs-reimagining-laura-nyro--more,billy-childs100.html

Freitag, 13. Oktober, jeweils um 20 Uhr im hr-Sendesaal:
hr-Bigband & Billy Childs: Reimagining Laura Nyro & More
BILLY CHILDS | Klavier; ALICIA OLATUJA | Gesang; JIM MCNEELY | Leitung;

Freitag 13. - Sonntag 29. Oktober: Volksfeind(e)

(Daniela)

Ach, ich war lange nicht mehr im Theater Landungsbrücken. Volksfeind(e) würde ich sehr gerne sehen..

VOLKSFEIND(E) - Ein Gesellschaftsspiel nach Motiven von Henrik Ibsen

Wir feiern die Demokratie, hinterfragen die Wahrheit und lassen das Theater sein.

„Ein Volksfeind“ ist eine Projektionsfläche. Denn dass Henrik Ibsen nicht bloß ein Stück über eine mehr oder weniger idyllische norwegische Kleinstadt und einen mehr oder weniger sympathischen Badearzt geschrieben hat, dürfte Zuschauenden selbsterklärend sein. Auch weil im Programmheft behauptet werden wird, dass ein 130 Jahre altes Stück wahlweise erstaunlich oder erschreckend aktuell sei und nichts an Wichtigkeit eingebüßt habe.

REGIE, TEXT & KONZEPT Felix Bieske & Linus Koenig
MIT Jochen Döring, Mara Haußler, Nora Kühnlein, Christoph Maasch, Julius Ohlemann, Sven Marko Schmidt und Léa Zehaf
MUSIK Thomas Buchenauer
BÜHNE & KOSTÜME Loriana Casagrande
ASSISTENZ Mara Haußler
FOTOGRAFIE Christian Schuller

13.10.2023, 20:00 Uhr PREMIERE
14.10.2023, 20:00 Uhr
15.10.2023, 20:00 Uhr
29.10.2023, 20:00 Uhr

Mehr Infos hier (Landungsbrücken) 

Eine Koproduktion von BLASTED PRODUCTIONS mit Landungsbrücken Frankfurt

Foto: Christian Schuller

Freitag, 13. & Samstag, 14. Oktober *Reset* ein feministischer Tauchgang

(Martin)

Ab in den Mousonturm und dann unter Wasser mit Swoosh Lieu! 

Seit Jahrhunderten erzählen sich die Menschen Geschichten von Piraten und Seefahrern, von begnadeten Künstlern und ihren einzigartigen Sammlungen, von fernen Universen und ihren Entdeckern und …

*RESET*

Wir tauchen ab – in unwahrscheinliche Kollaborationen, in unplausible Gegenwarten und unvorstellbare Zukünfte. Unter der Meeresoberfläche werden Sockel umgestoßen, Objekte aus den Archiven geschwemmt und Erzählungen durchgespült. Swoosh Lieu bauen ein Mu/Sea/Um im Cyberspace, in dem eine Programmiererin über alternative Verwandtschaften spekuliert, eine sprechende Octopa uns in neue Strömungen leitet und die Bilder den Blick lautstark zurückwerfen. Der Reset ist der Versuch, eine Geschichte zu erzählen, die nie an ihr Ende kommt. Eine Geschichte, in der sich die Grenze zwischen gesellschaftlicher Realität und Science Fiction als optische Täuschung erweist.

Schritt für Schritt. Tentakel nach Tentakel. Bit by Bit.

*RESET*

… bis schließlich alles von vorn beginnt.

Hier gibt’s einen Trailer: https://vimeo.com/871519547
Und hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/reset-ein-feministischer-tauchgang/

Freitag, 13. Oktober um 19.30 und 21.00 Uhr
Samstag, 14. Oktober um 16.00, 17.30, 19.30 und 21.00 Uhr
Mousonturm / Solidarisches Preissystem
Foto: © Katja Feldmeier

Freitag, 13. bis Sonntag, 15. Oktober: zurückGehen ODER hierBLEIBEN. HEIMAT?

(Martin)

In Zeiten von Krieg, Flucht und Vertreibung.
Uraufführung - Theater Willy Praml

Mit dieser ungewöhnlichen aber zeitaktuellen Fragestellung setzt das Theater Willy Praml seine Theaterarbeit mit Geflüchteten fort. Nach fast schon einem Jahrzehnt in Deutschland soll man nun sagen – beheimatet?

Fern von der HEIMAT SYRIEN stellt sich immer drängender die Frage, mit der das neue Projekt betitelt ist und lässt die Darsteller sich zurückerinnern an 

... ihr ursprüngliches Zuhause
... an die Zeiten vor und nach dem Krieg dort
... an den Moment, in dem die Entscheidung gefallen ist, die Heimat endgültig zu verlassen. 

An Erlebnisse, die sich in ihre Biographien eingegraben haben,
und an das, was seither passiert ist
... Ankunft
... sich Zurechtfinden
… einen Arbeitsplatz finden
... einen Praktikumsplatz, Studienplatz, oder eine Lehrstelle.

Bis sich einem die Frage aufdrängt, bleibe ich hier – für immer!?
Und was, wenn wir uns darauf einrichten, dass wir eines Tages doch wieder zurückkehren.
Illusion oder Pragmatismus?

Hier ein Teaser: https://youtu.be/FUxGAv1Mk5U

Hier geht’s zu den Reservierungen: https://theaterwillypraml.de/zurueckgehen-oder-hierbleiben-heimat/

13. und 14. Oktober um jeweils 20.00h und
15. Oktober um 19.00h
Theater Willy Praml, Naxos-Halle
Foto: © Seweryn Zelazny

Freitag, 13. Oktober: FFM/ Kulturcampus

(Andrea)

Als bauliche Schönheit wird hoffentlich keiner das ehemalige Juridicum bezeichnen (ich fand es schon beim Vorbeilaufen früher noch einen grauen, öden Klotz und kein Deut besser als AfE) und doch gibt es eine Menge Leute, die sich für den Erhalt und die Bespielung des Gebäudes stark machen. In Komination mit dem Kulturcampus-Idee wird auch wirklich ein Schuh draus und einfach nur abreissen kann in der heutigen Zeit keine Option mehr sein. Wenn dann nur als ultima ratio. Hier schiebe ich mal einen Werbeblock für den Abriss-Atlas ein : https://crowdnewsroom.org/abrissatlas-de/?fbclid=IwAR24tJV6mqdM-4J7Y4xJAwLv0zLlHzcNEwzl7pui1ZBiJ0bhZIaJnT6XcoA) ."Einst als aufregende Vision geboren, geisterte der Kulturcampus lange nur noch als ungeliebtes Gespenst durch die Stadt: eine abstrakte Planungsidee, an deren Umsetzung niemand mehr so recht glaubte. Doch die gute Nachricht: der Kulturcampus ist längst da! Beim Blick aus der Vogelperspektive lange übersehen, hat er in den Ritzen der vor sich hin dämmernden Betonwüste Blüten getrieben und betritt nun strahlend und mit ein bisschen Lampenfieber die Bühne der Stadt. Rund um das sich zum Offenen Haus der Kulturen wandelnde Studierendenhaus und die weit über Frankfurt hinaus bekannte ada_kantine ist ein Netzwerk von sozialen und politischen Initiativen, von Künstler*innen und Kulturaktivist*innen entstanden, das die Zeit gekommen sieht, hier einige der drängenden Fragen unserer Zeit endlich anzugehen: unseren Umgang mit Ressourcen, unser Miteinander, und überhaupt unsere Art, Stadt zu denken und zu praktizieren. Während die Planung für die Umsiedlung der Kulturcampus-Institutionen eher schleppend vorangeht, schafft der hier auf Jahre hin bestehende immense Leerstand schon heute Raum für Neues. Noch sind die leerstehenden Gebäude mit eilig hochgezogenen Mauern verschlossen. Doch diese Mauern sind auf Sand gebaut. Bald schon werden sie in sich zusammenfallen. Denn wir sind viele und wir haben Ideen, zum Beispiel für die Kunstbibliothek und das Juridicum. Und wir haben Lust zu teilen und den Raum gemeinsam zu nutzen! Wir wollen nicht länger warten. Wir nehmen uns den Raum und feiern schon heute den Kulturcampus. Live-Acts: Roter Stern Chor (Frankfurt) Elay (Singer/Songwriter, Frankfurt) Aufmischen (Producer und Drummer, Frankfurt) Main Flame Crew (Feuershow/Performance, Region Rhein-Main) DJs ImJuni & She's In Partys (SIKS), Frankfurt Projektionen zum Mitmachen auf der größten Leinwand Frankfurts / Drinks vom Offenen Haus / Essen von der ada_kantine / Original jemenitischer Mokka / Info-Tische / und vieles mehr... Mitmachen und selber machen erwünscht, Anmeldung unter info@ohdk.de In Kooperation mit der ada_kantine, Zweite Chance Campus Bockenheim, Stadtteilbüro Bockenheim, u.v.m. 18 -2 Uhr, https://www.kulturcampus-frankfurt.de

Campus Bockenheim, Frankfurt

Freitag 13. Oktober: Vintage Soundsystem #3

(Daniela)

Tolle Idee von Jean Troulliet und Dirk von Mannteuffel und ins Pastel wollte ich sowieso schon die ganze Zeit. Ich bin dabei!

Vintage Soundsystem veranstaltet Soiréen im Pastel, einer Soul-Food-Cantina im Erdgeschoss des medico-international-Hauses im Osthafen. Im ganzheitlichen Konzept der Veranstalter:innen verbinden sich die Künste mit Gesprächen, temporären Ausstellungen, passend zum Thema ausgewählte Speisen und Getränke. Wir gestalten einen Ort, an dem man für einen Abend in eine spezifische Kultur eintauchen kann. Um allen die Teilhabe zu ermöglichen erheben wir keinen Eintritt. Veranstaltungsort (incl. Toilette)  behindertengerecht.

Diesen Abend widmen wir der Musik der lautesten Insel der Welt und realisieren ihn auf Initiative und in Zusammenarbeit mit dem Afrikanischen Kulturfestival Frankfurt. Jack Sapphire (Punk- & Reggae-Sänger aus Polen) und Jean Trouillet (Globalwize/Radio X) stellen ikonische Tracks aus der Frühzeit des Reggaes vor: vom Rocksteady über Ska bis zum RootsReggae der 70er Jahre. Karl-Olaf Kaiser (Sunday Dancehall/Radio X/Deutsch-Jamaikanische Gesellschaft e.V.), der außer in Deutschland die längste Zeit seines Lebens in Jamaika verbracht hat, zeigt dazu Fotografien. Das Team des Pastel bietet Ital Food (Rasta-Ausdruck für gesundes Essen) und Drinks an. Nach dem kommentierten Auflegen stehen die Referenten für Gespräche zur Verfügung. Die Musik spielt bis keiner mehr etwas hören mag.

Vintage Soundsystem #3: Reggae Roots
Rocksteady, Ska & Reggae
Freitag 13.10.2023 ab 19h
Pastel, Lindleystr. 15, Frankfurt
Eintritt frei
Link FB Event zum Teilen: https://www.facebook.com/events/1533773330759477/

Samstag, 14. Oktober: Solidarität mit Israel

(Daniela)

Veranstalter*innen: Deutsch Israelische Gesellschaft e.V., Junges Forum und VJSH sowie zahlreiche Unterstützer*innen

Solidarität mit Israel – dem antisemitischen Terror und seinen Unterstützer*innen konsequent entgegentreten!

Die unbeschreibbar brutale Gewalt, die der antizionistische Antisemitismus schon immer bedeutete, ist seit ein paar Tagen zu einem horrenden Höhepunkt im Terror der Hamas an der israelischen Bevölkerung gekommen.
Anstatt schockiert innezuhalten und die mörderischen Konsequenzen des Antisemitismus zu verurteilen, sehen sich die Feinde Israels auf der ganzen Welt bestärkt in ihrem Hass. Überall kommt es zu Täter-Opfer-Umkehr und blanker Solidarisierung mit den Morden. Diejenigen, die jetzt im Schulterschluss mit den antisemitischen Mördern, Vergewaltigern und Feinden der Freiheit in Frankfurt auf die Straße gehen wollen,
sind ein Beweis für das globale Ausmaß des anti-israelischen Vernichtungswillens.

Wir rufen daher die Frankfurter Stadtgesellschaft dazu auf, am Samstag, den 14.10. um 15:00 Uhr auf dem Frankfurter Paulsplatz gegen Antisemitismus und in Solidarität mit Israel sichtbar, laut und zahlreich zu demonstrieren!

Es beteiligen sich die Frankfurter GRÜNE, CDU, SPD, FDP und deren Jugendorganisationen GRÜNE JUGEND, Junge Union, JuSos und Junge Liberale. Unter anderem sprechen der Oberbürgermeister und der amerikanische Generalkonsul.

Samstag, 14. Oktober: Istanbul/ Engin

(Andrea)

Eigentlich hatte ich ein anderes Motiv im Blick als ich mit meiner Kamera unterwegs war und traute meinen Augen nicht, als ich das Plakat am Bauzaun entdeckte. Die Band, die ich Anfang des Jahres im Schick & Schön in Mainz gesehen und seither immer wieder verpasst hatt (Urlaub, krank, irgendwas) hier! Klar, dass ich mir das Konzert hier nicht entgehen lassen werde (gestern war schon ausverkauft, aber, habe ich ein Glück, heute gibt es ein Zusatzkonzert.) Engin sind ein Popakademie Mannheim-Gewächs, aber wahrscheinlich wären sie sonst auch nicht auf die Idee gekommen, sich auf die Wurzeln ihres Sängers zu beziehen, die sind nämlich deutsch-türkisch. Wer weiß. Auf jeden Fall machen sie sehr nette Songs, die zwischen den Kulturen oszillieren. Wer zufällig auch gerade in Istanbul ist...saloniksv.com

Salon, Sisphane, Istanbul (irgendwo zwischen Galataturm und Tünnel)

Samstag, 14. Oktober: Konzert "Die Cigaretten" im ONO2

(Petra)

Was geheim ist an der Cybergrunge-Band, kann ich nicht sagen: Auf jeden Fall muss man sie gehört haben – heißt es. In vielerlei Hinsicht sind „Die Cigaretten“ wie eine Mischung aus einigen der größten Rockbands aller Zeiten: Sie haben die rohe Kraft von Nirvana, die eingängigen Hooks von den Beatles, den Noise von Sonic Youth und den Swagger von Oasis. Aber sie bringen auch etwas Neues auf den Tisch, mit einem Sound, der einzigartig ist. Außerdem siollen sie auch einen Sinn für Humor und Style mitbringen. Und sich bei all dem nicht scheuen, in ihren Songs auch schwierige Themen anzusprechen. Kurz gesagt: Energie, Leidenschaft und den Vibe, der einen umhaut. Vielversprechend.

Die Cigaretten – Konzert, Ort: ONO2, Adresse: Walter-Kolb-Straße 16, Uhrzeit: 20 Uhr, Eintritt: 12 Euro

Samstag 14. Oktober: Konzert: MAINOUCHE - Gypsy Jazz & More

(Daniela)

Auf in den Club Voltaire, denn da gibt es heute Abend ein Konzert von MAINOUCHE - Gypsy Jazz & More

Freuen Sie sich auf Standards der 20er und 30er Jahre, Schöpfungen von Django Reinhardt sowie allerlei artverwandte Songs und Stile im Gypsy Jazz Gewand. Der Name "Mainouche" setzt sich aus dem Fluss Main sowie dem französischen Begriff "Manouche" zusammen, der sowohl für in Frankreich lebende Sinti als auch für Gypsy Jazz im Allgemeinen steht.

MAINOUCHE spielen in der Besetzung:
Yvi Szoncsò - Violine/Vocals
Sebastian Rudolfo Christ - Gitarre
Gerd Rentschler - Gitarre
Aike Heck – Bass

www.mainouche.de (dort kann man auch reinhören)

Eintritt: 12 € / ermäßigt 8 € / Mit Kulturpass Frankfurt 1 €

Sa 14.10.23 21:00 Uhr (Kneipe geöffnet ab 18 Uhr)
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

Samstag, 14. Oktober: Of/ Szenenwechel

(Andrea)

Rumpenheim ist eigentlich immer einen Ausflug wert und jetzt, da sich alles herbstlich bunt färbt erst recht. Außerdem laden Jutta Hingst, Klaus Kirchner und Wolfgang Uhl zum Szenenwechsel in ihre Räume: Zum Abschluss der Ausstellung ist am Samstag 14.10.2023 von 14 bis 18 Uhr geöffnet Jutta Hingst: "Die alte Technik des Druckens fasziniert mich durch ihre unerschöpflichen Möglichkeiten der Darstellung und des Experimentierens. Die Vielfältigkeit und die Momente von Unvorhergesehenem und Überraschendem bei der Arbeit ist das was mich interessiert. Bei meinen Kaltnadel Radierungen setzte ich alltägliche Szenen um. Ich bediene mich entweder aus einem Fundus von Skizzen oder sie entstehen aus dem Gedächtnis. Ich arbeite am liebsten unmittelbar und setzte Bilder um von Menschen oder Situationen, die mich in irgendeiner Weise berühren. Gleiches gilt für meine Zeichnungen und Aquarelle." Klaus Kirchner: "Meine Kunst ist die Formung und Gestaltung von heimischen Hölzern zu einzigartigen Objekten. Das Grundprinzip lautet, die natürliche Schönheit des Holzes herauszuarbeiten. Die Arbeiten entstehen aus unverleimtem Holz, wobei Holz mit Fehlern, Ästen, Rissen und Überwallungen einen besonderen Reiz auf mich ausüben. Ich arbeite vor allem an der Drechselbank, bei der das Holz rotiert und ich mit schneidenden Schnitten Material abtrage. Wenn ich die Form des Objektes mit meiner Vorstellung in Einklang gebracht habe, ist das Objekt bis auf die Oberflächenbearbeitung fertig. Je nach Holzart bedeutet dies schleifen, schnitzen, bürsten, kolorieren, räuchern, brennen, strukturieren, ölen und wachsen. Einige der gezeigten Skulpturen und Objekte sind nur teilweise gedrechselt und nicht immer sofort als herkömmliche Drechselarbeit zu erkennen." Wolfgang Uhl: "Es sind oft die Quereinsteiger, die mit neuen Sichtweisen das zeitgenössische Schmuckdesign bereichern. Das trifft auch auf mich und meine Arbeiten zu. Als Maschinenbauingenieur habe ich mich der Magie der Steine verschrieben, die ich in ihrer natürlichen, über Jahrmillionen gewonnenen Ausstrahlung in Szene setze. Nicht nur Edelsteine glänzen in ihrer unbearbeiteten Form in meinen Ketten, Armbändern oder auf Ringen. Auch einfache Feldsteine, Strandgut und Mineralien werden zu Schmuckstücken. Bei der Gestaltung ist es mir wichtig, dass die Steine ohne Schleifen und Polieren in ihrer natürlichen Schönheit wirken. Ich kombiniere hochwertige, klassische Schmuckmaterialien wie edle Kristalle, Bernstein und Zuchtperlen mit unedlen Steinen." 

SCHMUCKatelier WOLFGANG UHL / Rumpenheimer Schlossgasse 4 / Offenbach-Rumpenheim

Foto: visitrheinmain/ David Vasiczek 123pix

Samstag, 14. Oktober: Of/ Happy Birthsday DRP!

(Andrea)

Es soll tatsächlich Leute geben, die noch nie im DRP waren. Ja, sogar noch nie von ihm gehört haben. Digital Retro Park? Kennt ihr nicht? Dann wird es Zeit und weil heute Geburtstag gefeiert wird, der Herzenstipp. Auch wenn man sich nicht so sehr für Computer interessiert und erstmal alles nerdig klingt, das Museum ist eine Wucht und macht großen Spa. Denn alles darf angefasst und gespielt werden. Pong, Pacman und wie sie alle heißen, sind da. "Vor fünf Jahren, am 13.10.2018, hat der DIGITAL RETRO PARK zu ersten Mal seine Tore geöffnet! In der Zwischenzeit ist der DRP ein fester Bestandteil der Offenbacher Kulturszene geworden und hat viele Besucher von nah und fern angezogen. Auch die mageren Corona-Jahre haben uns - Dank der Unterstützung unserer Besucher, Spender und sonstiger Helfer - zum Glück nicht aufhalten können. HEUTE wird ab 11:00 Uhr gefeiert. Bei freiem Eintritt gibt es Führungen, Snacks und Getränke, etwas Musik und anderes mehr. Kommt vorbei und feiert mit uns!

Digital Retro Park, Frankfurter Straße/Walther Passage, Offenbach

Samstag,14. Oktober: FFM/ Korridor

(Andrea)

Bereits zum achten Mal lädt Fluccio aka Rainer Michel heute in den Korridor (die Nummern eins bis sieben scheinen irgendwie an mir vorbeigegangen zu sein...), aber wenn ihr in Sachsenhausen seid, schaut unbedingt geplant rein. der KORRDIDOR ist ein kleiner charmanter Laden, in dem Rainers Frau selbstgenähte Kleider und schöne Dinge verkauft und er Musik macht, unterrichtet und und und. Rainer hat lange als Filmkomponist gearbeitet und ist zusammen mit Kontrabassist Raphael Zweifel, u.a. Glashaus, auch in der wunderbar experimentellen Formation Lolita Knockout aktiv. Heute präsentiert er solo Eigenkompositionen -Filmmusik - Klassik - Klangkunst - Athmo - Folklore - Krach https://www.youtube.com/channel/UCThRaELCj0_BlLwyNIvNODg https://www.youtube.com/channel/UC2di2E7-s2RsxcVxuCa3PoA Ein Abend mit allerlei Musik etc und kleinen Geschichten dazu was man aus seinem Leben machen kann wenn man rechtzeitig ein Instrument zwischen die Finger bekommt. bitte vorher reservieren unter : fluccio@t-online

Korridor Frankfurt - Schulstr.30 - Franfurt - Sachsenhausen

Sonntag 15. Oktober: Singen mit Giuseppe von Gastone

(Daniela)

Ach wie schade, wie gerne wäre ich da dabei, aber wir haben genau zu der Zeit Mitgliederversammlung von Lotte Specht.

„Die Erdmännchen und Giuseppe laden ganz Frankfurt zu einem großen Mitsing-Event ein. Hits, die alle schon mal gehört haben, Melodien, die sich leicht singen lassen, ohne Notenkenntnisse – die Texte werden für alle lesbar projiziert.

Einfach mitmachen!

Mit Giuseppe Porello (Gastone)
und Ekki Voigt

Sonntag, 15.10. 2023, 15:10 Uhr
Ende der Veranstaltung: ca. 17:17 Uhr

Adresse: Unitarische Freie Religionsgemeinde · Fischerfeldstrasse 16 · 60311 Frankfurt am Main“

Und wenn ihr, so wie ich über den Namen der Location stoplert. Mir wurde versichert: "das hat keinerlei religiösen Kontext. Die Unitarier auch nicht. Aber es ist eine wunderschöne Location mitten in der Stadt."!

The Veils

(Uwe)

Ich habe mir eine Playlist mit den bisher besten Liedern aus diesem Jahr zusammengestellt. Darauf zu finden ist auch ein Song von The Veils. Die Indie-Rockband macht mir seit Jahren große Freude, nachdem ich bei ihrem wahnsinnig guten Debütalbum „The Runaway Found“ - mit schnellen Rocksongs wie „Guiding Light“ und zum Weinen schönen Balladen wie „The Valleys Of New Orleans“ - auf sie stieß, haben sie 2006 – 2009 & 2016 weitere Platten veröffentlicht. Immer wieder finden sich große Lieder darauf („Sun Gangs“, „Through The Deep Dark Wood“ oder „Under The Folding Branches“), die außerordentlich hörenswert sind und in unregelmäßigen Abständen abgespielt werden wollen. Das ist dann immer ein besonderer Genuss.

Vor zehn Jahren sah Band um den neuseeländisch-britischen Frontmann und Mastermind Finn Andrews im Frankfurter Club Bett. Nach längerer Pause kamen sie in diesem Jahr mit neuen Songs und einem neuen Album zurück, hoffentlich kommen Sie auch zurück nach Frankfurt. Bis es so weit ist, höre ich mich durch neue und alte Stücke, von den neuen von der Platte „… And Out The Void Came Love“ gefällt mir besonders „Cradle Songs”, ein Schlummerlied. 

„May the fire be your friend – and the sea rock you gently – may the moon light the way - ´til the moon sets you free”

Bild: Facebook / The Veils

Sonntag, 15. Oktober (weitere Termine s.u.): Fedora

(Martin)

Oper von Umberto Giordano (1867-1948)

Es ist ein Opernthriller. Und auch die Länge der Oper mit eineinhalb Stunden entspricht cineastischen Gewohnheiten.

Die FR übertitelt die Premierenkritik mit:
„Umberto Giordanos „Fedora“ sprengt an der Oper Frankfurt Zeit und Raum auf überaus geschmackvolle Weise.“

Und die FAZ beginnt die Kritik mit einer klugen Zusammenfassung:
„Die Fürstin Fedora Romazow macht einiges durch und hat sich doch meistens in der Gewalt. Ihr erster Mann starb, der zweite wird am Abend vor der Hochzeit in Sankt Petersburg erschossen. Sie selbst arbeitet im Pariser Exil als Spitzelin für die russische Geheimpolizei, um den Mörder ihres Verlobten zu überführen. Doch als der Mörder, Graf Loris Ipanow, ihr erzählt, dass ihr Verlobter sie in der Nacht des Mordes mit seiner Frau betrogen hat, verliebt sie sich in den Mörder, den sie zuvor schon bei der Polizei denunziert hat.“

Umberto Giordanos Verismo-Thriller zeigt eine Titelfigur, die sich in atemberaubendem Tempo zwischen verschiedenen Extremen bewegt: Die russische Fürstin Fedora ist Spionin, Rächerin, Geliebte, Märtyrerin und Betrogene zugleich. Nachdem ihr Verlobter bei einem Attentat getötet wird, stellt sie sich in den Dienst der Polizei und spürt dessen Mörder Loris Ipanow in Paris auf. Die beiden verlieben sich ineinander und wagen einen gemeinsamen Neubeginn in den Schweizer Bergen. Doch sie werden schon bald von ihrer Vergangenheit eingeholt ... 

Burleske und tragische Momente sind in Giordanos psychologisch differenziertem Musikdrama eng miteinander verwoben. Virtuose Gesangspartien treffen dabei auf einen originell instrumentierten Orchestersatz, der jedem Schauplatz einen ganz eigenen musikalischen Charakter verleiht. In einer bildstarken Inszenierung betont Christof Loy sowohl den kriminalistischen Aspekt des Werkes als auch die Einsamkeit der Titelfigur: Fedoras Traum vom Glück mit Loris bleibt nur ein Wunschbild.

Hier gibt’s einen Trailer: https://youtu.be/3usu1rjJez0
Und hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/fedora_3/?id_datum=3502
Sonntag, 15. Oktober um 18.00 Uhr
Freitag, 20. & Samstag, 28. Oktober um jeweils 19.30 Uhr
Sonntag, 12. November um 18.00 Uhr
Freitag, 17. November um 19.30 Uhr
Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Sonntag, 15. Oktober: James Hersey

(Uwe)

Frage für ein Pup-Quiz: Wo wurde der Elektro-Pop-Musiker mit Namen James Hersey geboren?
(1) London,
(2) New York,
(3) Glasgow oder
(4) in Gmunden im Salzkammergut?

Natürlich in Gmunden. Als Teenager begann er Schlafzimmerpop zu veröffentlichen und machte sich schnell einen Namen in der Wiener Indie-Szene. 2012/13 veröffentlichte er seine ersten Giveaway-Mixtapes, die online schnell an Fahrt aufnahmen und seinen Namen bei Independent-Radios und Bloggern auf der ganzen Welt bekannt machten. 2014 tourte er durch Europa und den USA als Support von Milky Chance. Auf bemerkenswerte Gastauftritte bei Coachella, Lollapalooza und dem Hollywood Bowl folgte seine eigene Hit-Single „Miss You“, die James mit seiner einzigartigen Stimme und seinem nuancierten Schreibstil zum weltweiten Erfolg katapultierte.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 22 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 27 € / Stehplatz
Bild: Homepage Brotfabrik

Ab 16. Oktober: Veranstaltungsreihe Verstörungsorte

(Daniela)

Die Inititiative 9. November fängt in zwei Wochen mit einer neuen Veranstaltungsreihe an. Sie schreiben:

"Es geht um „Verstörungsorte“, Orte, in der Stadt oder Landschaft stehend, die sich nicht einpassen in das Schöne, Gemütliche, sondern die wie ein Stachel an das Böse erinnern, die nicht das Vergangene vergessen lassen, von dem viele jetzt immer öfter sagen „jetzt Schlussstrich“, „Vogelschiß der Geschichte“. Wir fangen mit dem Vortrag von Thomas Lutz, der seit 30 Jahren die Arbeit der Gedenkstätten begleitet. Er gibt den Überblick, wie sich die Gedenkstätten Arbeit entwickelt und verändert hat. Danach kommen Jörg Skriebeleit von KZ Gedenkstätte Flossenbürg, und Andrea Riedle von Topographie des Terrors. Anfang 2024 geht die Reihe weiter, voraussichtlich mit Osthofen, Katzbach, Mittelbau-Dora/Buchenwald und Reichstagsgelände in Nürnberg.

Wir stellen die These auf, dass solche Orte nur dann diese Rolle erfüllen, also beitragen zum „Nichtvergessen“, wenn es dort eine aktive Gruppe gibt, die mit ihrer Arbeit an die Geschichte erinnert. 

Wir sind selbst gespannt auf die Beiträge und die folgende Diskussion und würden uns freuen, wenn Sie diese Veranstaltungen besuchen würden."

https://initiative-neunter-november.de/events/kategorie/vortrag/verstoerungsorte/

Montag 16. Oktober: StreitClub #9 – „Integration für alle? Migration & Flucht“

(Daniela)

Diesmal gehe ich zum Streitclub. Ich habe es fest vor! Das Thema ist viel zu wichtig, als dass es von Populisten besprochen wird. Ich freue mich daher auf die Diskussion im Streitclub!

Im StreitClub #9 diskutieren Nicole Deitelhoff und Michel Friedman dieses Mal mit der Journalistin Isabel Schayani, dem Migrationsforscher Prof. Ruud Koopmans sowie VertreterInnen einer Klasse der Hemholtzschule Frankfurt.

Es wird wieder gestritten über Flucht und Migration. Wie viele dürfen es sein, wer darf es sein und wie sollen sie integriert werden: Die einen sprechen von kleinen Paschas, die nicht mehr zu kontrollieren seien, die anderen dagegen vom Bedarf nach Fachkräften aus dem Ausland. Ist Deutschland nun ein Einwanderungsland oder nicht? Und was kann und muss das bedeuten für unser Verständnis von Migration und Integration? Kommen wir vom „wir schaffen das“ nun in ein „Wir wollen das“ oder in ein „Wir wollen das nicht“?

Alle Informationen unter: https://fgz-risc.uni-frankfurt.de/streitclub-9-integration-fuer-alle-migration-und-flucht/

16. Oktober 2023 | 19:30 – 21:00 Uhr | The English Theatre Frankfurt

Tickets kosten 12,- € (es sind schon viele weg). Hier gibt es sie: https://english-theatre.de/tickets/event/streitclub/

Montag, 16. Oktober: FFM/ Sleaford Mods

(Andrea)

Wenn ich da wäre, wäre ich heute in der Kapp. "Krieg in Europa, steigende Energiepreise, Inflation, eine erstarrte politische Klasse, die Post-Brexit-Übelkeit und ein gespaltenes Land, Verzweiflung, Wut und Entfremdung. War es in England jemals schlimmer? Fragen Rapper Jason Williamson und sein Partner Andrew Fearn in ihren Tracks. Das ist purer Punk, störrische Elektronik und verdrehter Hip-Hop. In den Lyrics wechseln sich die Themen schändlicher Rechtsradikalismus, Korruption, der nostalgische Blick der Süchtigen auf Drogen und existentielle Einsamkeit ab. Die Aussagen sind klar und gerade, die Wörter deutlich, unverblümt und brutal. Niemals zurückstecken, so ist das Duo aus Nottingham. Jeder Track muss sofort zünden: schnell rein, in zwei Minuten klar Schiff machen und wieder raus. Thema erledigt. Wenn da nur nicht der Hydra England für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue wachsen würden. Grund genug für Sleaford Mods, immer weiterzumachen. Das gilt auch für die Auftritte des Duos, die genauso minimalistisch sind und doch so energetisch. " Einlass 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Noch bis 27. Oktober: GegenBuchMasse

(Daniela)

Bereits zum 28. Mal findet die Veranstaltungsreihe “GegenBuchMasse“ flankierend zur Frankfurter Buchmesse statt. Leider habe ich die vorgestern stattgefundende Veranstaltung: "Fußball, Chaos, Kapital – Wem gehört das Spiel? Friede den Kurven, Krieg den Verbänden" verpasst. Aber es gibt viele weitere. Schaut Euch das Programm an: http://www.gegenbuchmasse.de/Archiv/gegenbuchmasse-2023-s1.pdf; http://www.gegenbuchmasse.de/Archiv/gegenbuchmasse-2023-s2.pdf

Die Veranstaltungsreihe wird von verschiedenen Gruppen, Veranstaltungsorten und Initiativen getragen und hat das Ziel kritischen Gedanken, die in den auf der Messe präsentierten Buchmassen nicht im Vordergrund stehen, ein Forum zu geben.

Alle Veranstaltungen waren und sind kostenlos, sie werden durch das Engagement der beteiligten Personen sowie durch Spenden finanziert.

In diesem Jahr werden sie im Rahmen von Lesungen 11 Neuerscheinungen zu sehr unterschiedlichen Themen vorstellen

Das sind die Veranstaltungsorte: Café ExZess (Leipziger Str. 91),in der Au (in der Au 14-16), beim DFG-VK( Wittelsbacherallee 27) im Klapperfeld (Klapperfeldstr.5), im Café Kurzschluss (Kleiststr.5) und im Festsaal im Studierendenhaus (Mertonstr. 26-28).

Mittwoch 18. Oktober: "Bella Ciao" Auf den Spuren eines Partisanenliedes

(Daniela)

Lesung mit Andreas Löhrer
»Bella ciao« ist ein weltweit bekanntes Lied. In Italien wird es jedes Jahr zum 25. April gesungen, dem Jahrestag der Befreiung von der Besatzung durch die Wehrmacht und von der faschistischen Herrschaft unter Mussolini.
Yves Montand und Milva sangen es, die chilenische Gruppe Quilapayun und der Chor der Roten Armee, Hannes Wader und Zupfgeigenhansel.

Gesungen wurde es in den letzten Jahren in Istanbul bei den Demonstrationen um den Gezi-Park, ebenso in der syrisch-kurdischen Stadt Kobanê, wo kurdische Milizen, darunter viele Frauen, die Terroristen des IS zurückgedrängt hatten. Es wurde gesungen bei Demonstrationen in arabischen Ländern und von den Aktivistinnen der »grünen Revolution« im Iran.

In dem Buch, das Andreas Löhrer vorstellen wird, geht es um die Ursprünge dieses Liedes: Wie kam es zum Partisanenlied? Ist es überhaupt ein echtes Partisanenlied oder wurde es erst in der Nachkriegszeit geschrieben? Gibt es Vorläufer? Wie hat sich »Bella ciao« verbreitet, in Italien und darüber hinaus?
Auch die Verbreitung in Deutschland, in den damaligen beiden Staaten, der BRD und der DDR, soll hier untersucht werden. Es geht dafür zurück in die Folk- und Liedermacherszene der 1960er Jahre und zu den Festivals des Politischen Liedes in Berlin. Welche gesellschaftliche Bedeutung hatte und hat das Lied? Wer singt es und in welchen Zusammenhängen? Wie erklärt sich der große Erfolg? Warum wird es in aller Welt und in den unterschiedlichsten Sprachen gesungen?
Ein kleines Stück italienischer Kulturgeschichte zum 80. Jahrestag des Beginns der Resistenza im September 1943.

Café ExZess, Leipziger Straße 91, Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt frei

Mittwoch 18. Oktober: Eintracht intim Schräges und Besonderes aus der Geschichte von Eintracht Frankfurt

(Daniela)

Aber eigentlich wäre ich auch gerne hier, bei der parallel stattfindenden Veranstaltung der GegenBuchMasse: Eintracht intim Schräges und Besonderes aus der Geschichte von Eintracht Frankfurt
Veranstalter: Frankfurter Fanprojekt, P.A.C.K., Verlag Die Werkstatt
Lesung mit Jörg Heinisch

Ein Trainer wird in einen Teppich eingerollt und so an der lauernden Presse vorbeigeschleust. Der Vorstand lässt heimlich das Stadiongelände unter Wasser setzen, damit die verletzungsgeplagte Mannschaft nicht antreten muss. Ein aktiver Eintracht-Profi               wird wegen Diebstahlsverdacht festgenommen. Ein lästiger Spieler wird einem anderen Klub untergeschoben. Ein Spieler kann in seiner Karriere nie dorthin wechseln, wo er hin will, weil andere über ihn entscheiden. Wer der Eintracht gegenüber keine Wertschätzung zeigt, kann als Spieler eine böse Überraschung ereilen.

Wenn alle beim Staubsaugen im Hause Zambrano zuschauen. Unterhaltsames, aber auch Nachdenkliches hat Jörg Heinisch in vielen Anekdoten zusammengetragen. Viele davon werden hier erstmals öffentlich berichtet. Für Eintracht-Fans eine unterhaltsame Fundgrube, für alle anderen ein skurriles Panoptikum der Vereinsgeschichte.

Ort: Fanhaus Louisa, Schwarzsteinkautweg 5 a, Frankfurt/Main, Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt frei

Mittwoch, 18. Oktober: Helge Schneider: Stepptanz

(Martin)
ACHTUNG: Die Vorstellung ist ausverkauft! Evtl. Restkarten an der Abendkasse.

Ein neuer Fall für Kommissar Schneider
Das Literaturhaus im Schauspiel Frankfurt

Helge Schneider ist in der Stadt! Helge Schneiders neuer Krimi »Stepptanz« reiht sich ein in eine wilde Folge von Fällen. Der Universalkünstler selbst sagt:

  • „Grismann, was für ein Intelligenzverbrecher!
  • Johnny Espelkamp, was für ein dumpfer Mörder!
  • Jerry Vogel, was für ein faszinierender, aber undurchsichtiger Tanzlehrer.
  • Und der Kommissar Schneider – zu welch grandiosem Spürhund ist dieser Mann im Alter noch aufgestiegen!“

Unglaubliche Entwicklungen, packende Kriminalliteratur, 100% Helge Schneider.

Mittwoch, 18. Oktober um 19.30h
Das Literaturhaus im Schauspiel Frankfurt
Foto: © Helge Schneider

Donnerstag, 19. Oktober: Aquarium – Evald Flisar

(Martin)

Gastspiel Theater im Keller (Graz)

Ein Theaterabend im Rahmen der Buchmesse. Evald Flisar ist ein slowenischer Autor und Dramatiker, von dem leider hier noch nicht viel – überhaupt? – zu sehen war. Ein pensionierter Journalist schließt sich in seinem Haus ein, um seinen Lieblingsfilm „Casablanca“ zu sehen – aber die Welt unterbricht ihn ständig mit einer Reihe von Forderungen. 

Mit ihrem teils gespielten, teils gelesenen Bühnenstück präsentiert das Ensemble von Theater im Keller eines der insgesamt 13 Werke des slowenischen Dramatikers Evald Flisar, die sie bisher in deutscher Sprache produziert haben. 

„Aquarium“ ist anspruchsvoll und voller Humor, ein witziges und bitteres Spiel, in dem intensive, verbal und thematisch komplexe Dialoge und Monologe die Bühne förmlich überfluten.

Der Eintritt ist frei! - Allerdings Freitickets buchen: https://www.mousonturm.de/events/aquarium/

Donnerstag, 19. Oktober um 19.00h
Gastspiel Theater im Keller (Graz) im Studio 1 / Mousonturm
Foto: © TiK Wegscheidler

Donnerstag, 19. Oktober: FFM/ Laibach

(Andrea)

Dass Laibach auf die slowenische Stadt Ljubijana zurückgeht, habe ich jetzt erst gelernt. Seit 1980 gibt es die Band schon, jetzt hat die Retro-Avantgarde-Gruppe mit iranischen Komponisten und Interpreten ein großes symphonisches Werk komponiert. Klar, denke ich auch erstmal, Iran...? Mullah, Kopfuch, Israel. Aber neben dem religiösen Wahnsinn ist Persien eben auch ein spannendes Land mit einer reichhaltigen schöpferischen Kraft. Wäre ich in Frankfurt, ich würde hingehen. "Alamut ist ein originelles symphonisches und multimediales Spektakel, das auf einer berühmten Geschichte aus dem Persien des elften Jahrhunderts basiert. In Laibachs Alamut verweben sich die Ideen des radikalen Nihilismus mit der klassischen persischen Poesie von Omar Khayyam, die sinnlichen Verse von Mahsati Ganjavi verschmelzen mit minimalistischen Orchesterfarben aus der ira-nischen Tradition. Für die Frankfurter Ausgabe wird das RTV Slovenia Symphony Orchestra vom iranischen Dirigenten Navid Gohari dirigiert.

Jahrhunderthalle, Frankfurt

Donnerstag, 19. und Freitag, 20. Oktober: Bollocks

(Martin)

Never Mind the Achtsamkeit – Here’s the Ego Pistols
Live-Hörspiel

Nur ‘77 ist echt gewesen. Drei Akkorde für ein Halleluja. Damals klebte die Faust nicht auf der Straße. Sondern in der Fresse des Gegenübers. Früher war keine Zukunft. Ganz undogmatisch. Und heute, wo jetzt aber wirklich und tatsächlich keine Zukunft mehr in Sicht ist, da wird es dogmatisch. Und gut gelaunt immer schön die Problemlage reflektieren und die Wortwahl bedenken. Und Achtsamkeit. Achtsamkeit ist wichtig. Totalitär absolut. Der gestreckte Mittelfinger ist aber leider nicht achtsam. Auch innerlich nicht. 

Ambiguitätstoleranz bezeichnet die Fähigkeit, „Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis zu nehmen und ertragen zu können“. Wer das nicht kann, landet schnell bei schlichten und unreflektierten Ideen. In „Bollocks“ passiert das zwei Menschen immer wieder, einer eher jünger, einer eher älter. Kleinster gemeinsamer Nenner: Punkrock. Das war es dann aber auch schon. Es gibt Streit.

Jede Debatte wird abstrakt geführt und dabei auf die ganz persönliche Betroffenheit reduziert. Vor allem auf das persönliche Ego. Und dieses eigene kleine Ego, das steht einem ständig beim ganzen differenzierten Reflektieren im Wege herum. Das kann nicht gut gehen. Vor allem, wenn ich eben nicht mehr oder noch gar nicht weiß, was denn das ist, mein kleines nach dem Leistungsprinzip erzogenes Ego.

Kapitalismus ist nichts, wegen dem man Weinen muss, Kapitalismus macht wütend. Aber: Sollte gerade das nicht Anlass genug sein, miteinander achtsam und rücksichtsvoll umzugehen? Diese ganze Distanz, die Abgrenzung, die Konfrontation wegen der Konfrontation, das ist falsch, oder? Das führt zu nichts, das macht nichts besser. Das nervt. Lass es uns gemeinsam schön machen. Das Private ist unpolitisch politisch unpolitisch. Und rettet die Welt. Man kann halt auch alles falsch verstehen. Wollen. 

BOLLOCKS adaptiert und überführt die legendäre musikalische Handgranate des einzigen Albums der Sex Pistols und vor allem ihre Bedeutung, ihre Haltung und ihren nachhaltigen Einfluss in ein collagiertes Hier und Jetzt aus Musik und Texten, in dem man mehr oder weniger gepflegt, aufgeklärt und, ja, achtsam miteinander umgehen sollte. Ein fiktives Generationengespräch, selbstverständlich mit einordnenden Sekundärtexten und Expert:innenmeinungen über Wut, Woke und Wirklichkeit. Als Live-Hörspiel.

Donnerstag, 19. Okotber um 19.30 Uhr
Freitag, 20. Oktober um 20.00 Uhr
Theater Landungsbrücken
Foto: © Christian Schuller

VORSCHAU
Freitag, 20. Oktober: Literaturhaus im Schauspiel Frankfurt - Alice Hasters "Identitätskrise"

(Petra)

Zweifel als Beginn gesellschaftlicher Neuerfindung: Die Autorin, Moderatorin und Speakerin Alice Hasters hat ein Buch über die Ängste unserer Gegenwart geschrieben. Nach dem großen Erfolg ihrer autobiografisch geprägten Analyse über Alltagsrassismus in Deutschland („Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“) gibt sie jetzt mit „Identitätskrise“ einen Ausblick auf Chancen. Denn ja, unsere Gesellschaft befindet sich in einem Selbstfindungsdilemma. Alle Systeme, die Sicherheit, Zukunft und Gerechtigkeit versprachen, scheinen versagt zu haben. Eher herrschen Zweifel und Verunsicherung. Identitätskrisen haben einen schrecklichen Ruf. Sie sind anstrengend für alle Beteiligten. Doch sie sind unbedingt notwendig, sagt Hasters. Nur so können sich Menschen und Gesellschaften weiterentwickeln. Die Moderation übernimmt der Chefredakteur des ZEITmagazin Sascha Chaimowicz.

Foto: Alice Hasters©Paula Winkler

Alice Hasters - "Identitätskrise", Lesung und Gespräch, Moderation: Sascha Chaimowicz, Literaturhaus Frankfurt mit dem ZEITmagazin und Schauspiel Frankfurt, Ort: Schauspiel Frankfurt, Adresse: Neue Mainzer Straße 17, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: 20 (12) Euro Saalticket, Tickets hier

Freitag, 20. Oktober: Party der Independents im Literaurhaus

(Petra)

Das Motto dieses Abends (traditionell in der Buchmesse-Woche): Hotlist: Hot People, hot Dance! Taucht ein, tanzt mit der Bücher-Community an einem Wochenende, in der die Stadt vor Buchstaben (und Zahlen, ist ja schließlich eine Messe) glüht, lasst Euch nebenbei vielleicht dafür begeistern, eine der zahllosen Neuerscheinungen dieses Herbstes ins Auge zu fassen - ab Samstag dann. Erst mal wird heute gefeiert. Im Anschluss an die Verleihung des Hotlist-Preises 2023 laden die unabhängigen Verlage gemeinsam mit dem Literaturhaus zur Party der Independents. Pils und Puls der Branche. Am DJ-Reglement die vielverehrten DJanes Antje Keil (Lektorin) & Katharina Schmidt (Illustratorin) alias keilschmidt. Leut, es ist Zeit. Die Messegänge waren lang und groß. Schmeißt eure Jacken auf die Garderoben, und auf den Fluren lasst die Hüften los. Wer jetzt im Haus tanzt, wird auf lange bleiben.

Foto: keilschmidt©keilschmidt

Party der Independents und des Literaturhauses, die unabhängigen Verlage und das Literaturhaus laden zum großen Tanz, DJanes: Antje Keil & Katharina Schmidt aka keilschmidt, Ort: Litrasturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 22 Uhr, Eintritt: 9 Euro, Tickets hier

Freitag, 20. Oktober: Sex Education II: Ability

(Martin)

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse und dem Gastland Slowenien: „Sex Education II: Ability“ basiert auf den Geschichten von vier Frauen über ihre sexuelle Entwicklung, ihr Verhältnis zu ihrem Körper, ihre Sexualität und Beziehungen. 

Die vier Frauen haben gemeinsam, dass sie mit einer Behinderung leben und somit, wie Elena Pečarič in ihrem Essay „So beautiful, yet disabled“ sagt, mit einer doppelten Diskriminierung konfrontiert werden – als Menschen mit Behinderung und als Frauen: „In einer solch erdrückenden Atmosphäre muss eine Frau mit Behinderung buchstäblich gegen Windmühlen kämpfen, um ihre Sexualität, ihre Weiblichkeit, ihr Wohlbefinden oder ihre Zufriedenheit mit ihrem Aussehen, sich selbst und ihrem Körper auszudrücken. […] Warum ist es so schwer zu verstehen und zu akzeptieren, dass eine Frau mit Behinderung mit sich selbst oder ihrem Körper, so wie er ist, zufrieden sein kann, sich gut, schön, attraktiv oder sexy fühlen kann.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/sex-education/
21.00 Uhr: Sex Education II: Ability / Tjaša Črnigoj
Mousonturm – Saal
Solidarisches Preissystem
Foto: © Nada Zgank

Samstag, 20.Oktober: Of/ Urlaub in Polen

(Andrea)

Hingehen! Schon einige Mal gesehen und Urlaub in Polen sind unbedingt toll. "Urlaub in Polen war auch schon immer eine Band, die sich jeder Kategorisierung entzogen hat. All präsentiert ihr bislang wohl formal kohärentestes Album, ist aber dennoch alles andere als eine Genrearbeit: Gemeinsam ist den Songs auf All eine Architektonik, die an Krautrock denken lässt und die die weit ausgreifenden Synthesizer- und Gitarrenfiguren auf das Fundament eines fein gewebten Rhythmusarrangements stellt. Die Anklänge an Westküstenpop (die Harmonien und der Bass!), an rheinischen Techhouse und an frühe Dire Straits (der Gesang und die Gitarrenproduktion!) machen All aber zu einer so typisch vielseitigen wie internationalistischen Veranstaltung. Das Album teilt mit den Vorgängeralben das Interesse und die Aufmerksamkeit für klangliche Texturen und Kontraste, geht dabei allerdings zurückhaltender und konzentrierter zu Werke. An der Stelle des Noise rücken Details und die enorme Spielfreude zwischen Brenner und Janzen in den Vordergrund, und zwar gleichermaßen in den stoischen Wüstenkrauthits »Impulse Response« und »THDT«, der polyrhythmischen Nummer »Overall« oder dem discoiden »Proxy Music«. All als musikalisches Statement legt so Zeugnis davon ab, dass für Urlaub in Polen nicht eine musikalische Nische oder inhaltliche Ausrichtungen entscheidend sind, sondern formale Erwägungen und die immer neue Gegenwart des gemeinsamen Spiels: All steht so für nicht mehr und nicht weniger als die neueste Erweiterung ihres Gesamtwerks. Rockpalast live https://www.youtube.com/live/5cHi1lZHYn8?si=07WtKo_OV43KXEGv

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Freitag, 20. Oktober: Of/ Mein Auto

(Andrea)

Dass Autos herrliche Projektionsflächen sind, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Dachten sich auch Sandrine Jalquin und Thomas Schoger und zeigen in “MEIN Auto” Fotografien, Keramiken und Collagen, die sich mit dem Thema Auto als Statussymbol auseinandersetzen. Gleichzeitig wird die liebevolle und individuelle Gestaltung der Autos, im Innen- sowie Außenraum, dokumentiert und gibt einen Einblick in die Welt des automobilen Ego-Trips. KISO präsentieren in der Ausstellung eine einzigartige Perspektive auf die Bedeutung von Autos, wobei der Fokus auf dem Autolack liegt. Mit der traditionell japanischen Raku-Brenntechnik erzeugen sie spezielle Effekte in der Glasur und reflektieren durch die Objekte das Spannungsverhältnis zwischen Handwerkskunst und industrieller Fertigung in unserer Gesellschaft. Schnallt euch an, denn zur Vernissage wird DJ PKW mit seiner Kofferraum-Boombox und lauten Motorengeräuschen auf die Überholspur rasen. VROOM VROOM Vernissage: 20.10.23 - 18 Uhr

Stadtraum im Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Freitag, 20. Oktober: Andrea Gerk & Moni Port, Lesung & Gespräch

(Uwe)

Ein neues Buch und eine neue Veranstaltung im studio soundso von meiner absoluten Lieblingskünstlerin, Moni Port. Kommet zuhauf! 

Sie erscheint wie ein Nichts, dabei kann sie in Wirklichkeit alles sein. Sie ist das, was die Dinge eigentlich ausmacht, ihnen Struktur, Rhythmus und Sinn gibt: Die Pause! Ob am Mittag, zwischen zwei intensiven Arbeitsphasen, dem dritten und vierten Opern-Akt oder zwischen der fünften und sechsten Schulstunde, ob in den Ferien, im Fußball oder beim Wandern. Sie erscheint wie ein unbedeutendes Dazwischen, eine zweckdienliche Lücke im durchgetakteten Alltag, flüchtig wie eine Laune und manchmal schwer zu ertragen. Denn worauf es im Leben ankommt, ist doch das, was vorher und nachher passiert, oder?

Dass wir der Pause selbst so wenig Aufmerksamkeit und Liebe schenken, hat sie nicht verdient finden Andrea Gerk und Moni Port. In Wahrheit ist sie eine regelrechte Wundertüte, ein Füllhorn, das unserem Dasein erst Sinn und Bedeutung verleiht.

„Für ein gutes Gespräch sind die Pausen genauso wichtig wie die Worte!“ wusste schon Heimito von Doderer. Und ohne Pause gibt es keine Musik! Das sagt doch eigentlich schon alles.

Am Freitag, den 20. Oktober (Buchmessenfreitag) feiert „PAUSE! Das kleine Glück dazwischen“(Text: Andrea Gerk, Illustrationen: Moni Port, Verlag Kein und Aber) im Atelier von Moni mit einer kleinen Lesung Premiere. 

studio soundso
F., Koselstraße 7
Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei (Freude aber über eine Spende in Höhe von ca. 5,– Euro). Plätze begrenzt; Anmeldung unbedingt erforderlich: mail@portschau.de

Samstag, 21. Oktober: Nina Persson & James Yorkston

(Uwe) 

„Lieder, die in den Indie-Pop-Himmel aufsteigen“ (Musikexpress)

„Sie zelebrieren ein intimes, emotionales Kammerspiel, das live seine Wirkung noch intensiver entfalten kann“ (Rolling Stone)

Lovefool“ und „My Favorite Game“ sind verdiente Tophits der schwedischen Pop-Band The Cardigans. Deren Sängerin Nina Persson hat eine besondere Stimme und die bringt sie nun in ein gemeinsames Projekt (die Platte „The Great White Sea Eagle“) mit dem nicht minder talentierten schottischen Singer/Songwriter James Yorkston ein. Die beiden wurden bei den Aufnahmen der Platte begleitet von schwedischen Musikern mit dem sagenhaften Namen „Second Hand Orchestra, einer versierten und renommierten Band zwischen Folk und Pop, die sich unter anderem auf Filmmusiken spezialisiert hat.

Hingehen!

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 20 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 25 € / Stehplatz
Bild: Homepage Brotfabrik

Samstag, 21. Oktober: OF/ 25 Jahre Capitol

(Andrea)

Auf eine bewegte Geschichte blickt das Capitol Theater zurück. Als Synagoge gebaut, dann Stadttheater, Leerstand und schließlich Peter Rieger, der dem Gebäude wieder erstes Leben einhauchte und es zum Musicaltheater umbaute. Leider blieb "Tommy" hinter den Erwartungen zurück und es folgte eine erneute Pause. Seit 25 Jahren nun segelt das Capitol unter städtischer Flagge, das wird heute von 10 bis 16 Uhr gefeiert. Happy Birthday Capitol!! Der Eintritt ist frei. Birgit & ihr Team laden zu Mitmachaktionen und exklusive Führungen durch den Backstage-Bereich, etwa in die Garderoben und Duschen, die sonst nur die Produktion und die Stargäste betreten dürfen. Das Team öffnet die Türen zu seinen Arbeitsräumen, erklärt die Haustechnik und verrät, wie die Crews vor Ort verköstigt werden. Ein schöner Termin, insbesondere für alle, die das Haus noch nicht kennen.

Capitol Theater, Goethestraße 5, Offenbach


Samstag, 21. Oktober: Der kleine Snack

(Martin)

Dieser Abend ist ein riesiger Spaß! 

Stückentwicklungen sind ja oft so eine Sache, wenn zunächst kein ‚Inhalt‘ vorhanden ist, dieser von der Regie, Dramaturgie und den Schauspieler*innen erst erarbeitet werden muss und dann auch noch kreativ auf der Bühne umgesetzt werden will. Viel Arbeit… Aber bei diesem Abend stimmt letztlich alles und wer da nicht lachen kann, muss woanders Probleme lösen. 

»Nele Stuhler und Jan Koslowski suchen in ihren Stücken oft das Triviale, das Alltägliche auf und wollen so gesellschaftlichen Verblendungszusammenhängen auf die Spur kommen. [...] Charakteristisch für die Beiden ist immer, dass es rasante Dialoge und vielfältige Verweise in den Texten gibt und ziemlich prägnante Wortspiele, aber es gibt immer auch eine große Lust am Theater: Showelemente, Gesang, bisschen Clownerie und Zauberei und Tanz. […] Das Ensemble ist wirklich toll. Christoph Pütthoff spielt diesen Koch, der einspringen muss, und ist dabei ziemlich grandios und übermütig und kann mit der offenen Form, die Nele Stuhler und Jan Koslowski vorgeben, immer sehr gut umgehen. […] Ein Abend, an dem man mal wieder lachen kann.«
hr2.de, Frühkritik, 23. Dezember 2022

»Bunt, schrill, schräg, keine Angst vor großen Zitaten. […] Die wunderbaren Schauspieler*innen seien gleich am Anfang genannt, denn ohne sie würde dieser intelligente, wie beiläufig kapitalismuskritische Theaterspaß nicht funktionieren: Heidi Ecks, Anna Kubin, Lotte Schubert, Christoph Pütthoff und Mark Tumba machen aber auch jeden Blödsinn mit, einfach, weil sie ihn sich wohl selbst mit ausgedacht haben. […] Und was da geklappt hat, klappt hier auch: So virtuos witzig ist das aufgeführt, dass der erste Szenenapplaus fällig wird, dem noch weitere folgen werden […] Zürnender Theaterdonner grollt, sobald von nicht veganem Geschnetzelten die Rede ist und noch eine Menge solcher Scherze mehr, wobei Christoph Pütthoff sowieso der beste Showman ist, den das Schauspiel Frankfurt hat, Lotte Schubert das größte Entwicklungspotenzial ihrer Figur Sugar zugestanden wird, das sie auch lustvoll ausspielt, und die faszinierende Heidi Ecks als emanzipierte Expertin für Geflügel auf Renaissancegemälden die meiste un-vegane Distanz aufbringt. Diese schrille, leicht ins Blödsinnig kippende Inszenierung könnte zum Kult werden, verdient hätte sie es allemal.«
Strandgut, Februar 2023

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2023-09/der-kleine-snack/1522/

Samstag, 21. Oktober um 20.00h
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiel
Foto: © Robert Schittko

Samstag, 21. Oktober: Of/ Götter wie wir

(Andrea)

Das könnte von mir sein (und will ich hin): "Es gibt einiges zu entdecken hier in Offenbach. Nicht nur unseren Filmklubb, von anderen auch als KulturJuwel im Hinterhof und Geheimtipp für gute Streifen geadelt, sondern auch Talente! CARSTEN STRAUCH, Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent, Schauspieler und UrOffenbacher, PIOTR J. LEWANDOWSKI geboren in Warschau. Zog es ihn über London zum Studium an die HFG in Offenbach. Hier und in Berlin lebt er bis heute. Zwei herausragende schöpferische Persönlichkeiten beheimatet in Offenbach: Diesen beiden AusnahmeKünstlern möchten wir eine Bühne geben. An 6 Abenden zwischen Oktober `23 und März `24 wollen wir die Bandbreite in all ihren Facetten von Trickfilm, Youtube-Videos, über Fernsehfilm bis zum Kinofilm aufzeigen und das Leistungsvermögen der Beiden auf den Prüfstand stellen. Trailer: www.youtube.com, Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Samstag, 21. Oktober: Of/ Spectaculum Vitae

(Andrea)

„Es war ein Spiel! Was sollt´ es anders sein? Was ist nicht Spiel, das wir auf Erden treiben… … Es fließen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge. Sicherheit ist nirgends.“ (nach Arthur Schnitzler). Heute ist der Schauspieler und Musiker Moritz Stoepel mit „Tragikomödien der menschlichen Natur“ in Dialogen, Monologen Gedichten und Prosa berühmter Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten und Ländern, umrahmt von Chansons und Eigenkompositionen zu Gast in der Rebell´schen Studiobühne. Wer jetzt sagt, ja, das will ich sehen und erleben, reserviert per Emall an volker.rebell@t-online.de, ruft an 0160 95166024 oder versorgt sich hier mit einer Karte: https://radio-rebell.de/termin/moritz-stoepel/

Rebell(i)sche Studiobühne & Galerie, Bieberer Str. 145 A | Hinterhaus, Offenbach am Main

Sonntag, 22. Oktober: Ian Hooper (Mighty Oaks)

(Uwe)

Klar, Ian Hooper hätte einfach so weitermachen können: Ein weiteres Album mit Mighty Oaks aufnehmen, mit ziemlicher Sicherheit wieder weit oben in den deutschen Charts landen und beste Kritiken für die wunderschön melancholische Tiefe der Songs ernten. Aber Ian Hooper ist nicht auf einen komplett anderen Kontinent ausgewandert, er hat nicht sein abgeschlossenes Politikstudium für ein Leben als Künstler und einen festen Job zugunsten des Abenteuers Musik aufgegeben, weil er der Typ ist, der einfach so weitermacht.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass 19 Uhr
VVK 25 EUR plus Gebühren
Bild: Homepage Zoom

Sonntag, 22. Oktober: Alles ist groß

(Martin)

Qualität setzt sich durch! 

‚Alles ist groß‘ ist eine der kleinen feinen Perlen und seit September 2020 im Spielplan des Schauspiel Frankfurt – ein Meisterstück der Regie (Kornelius Eich) und des Schauspiels (Nils Kreutinger)

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Zsuzsa Bánk trifft einen Mann für das letzte Geleit, dessen sensible Beobachtungsgabe besondere Perspektiven eröffnet. Wir lernen einen Grabmacher kennen, der in seinem vorherigen Job als Paketzusteller extrem unter Stress stand. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf.
Zsusza Bánk wirft in ihrem Text die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?

Die FAZ schrieb nach der Premiere: »Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.«

Und DLF Kultur – Fazit sendete anlässlich der Premiere: »Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/stimmen-einer-stadt-bank/1541/

Sonntag, 22. Oktober um 18.00h
Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko

Mittwoch, 25. Oktober: OF/ Mongolei

(Andrea)

Ulanbator, monumentale Architektur und endlose Steppe - das fällt mir spontan zur Mongolei ein. Vielleicht auch noch, dass das Land von einem nicht ganz lupenreinem Demokraten regiert wird....so oderr so bewundere ich Julia Finkernagel für ihren Mut und lausche gerne ihren Geschichten. Heute ist sie im Filmklubb erzählt, wie es ist wie die Ölsardinen in der Jurte schlafen (Füße Richtung Süden wohlgemerkt), lecker Ziegeninnereien zu schlemmen und diverse Pannen wegzulächeln. Einlass 18 Uhr.

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Mittwoch 25. bis 29. Oktober: 70 Jahre Deutsches Jazzfestival Frankfurt

(Daniela)

Vom 25. bis zum 29. Oktober feiert das Deutsche Jazzfestival Frankfurt seinen 70. Geburtstag. Dazu kommen neben internationalen Acts wie dem John Scofield Trio, Jakob Bro & Joe Lovano oder Terri Lyne Carrington mit der hr-Bigband auch viele heimische Künstlerinnen und Künstler wie Lucia Cadotsch, Torsten de Winkel, Anke Helfrich oder die jungen Musiker von Structucture. Der Vorverkauf hat begonnen.

Mittwoch, 25. Oktober, ab 19 Uhr, hr-Sendesaal

  • hr-Bigand feat. LIUN + The Science Fiction Band
  • Rebecca Trescher Quartett
  • Torsten de Winkel: "The Art of Uncertainty"

Donnerstag, 26. Oktober, ab 19 Uhr, hr-Sendesaal

  • Anke Helfrich: "We’ll rise"
  • Roger Kintopf / Structucture
  • John Scofield Trio

Freitag, 27. Oktober, "Clubnacht"

  • Jo Bartmes’ Submaroon / Die Fabrik, Netzwerk Seilerei
  • n.n. / Milchsackfabrik
  • JO / Jazz-Initiative in Dr. Hoch’s Konservatorium
  • Jean-Philippe Bordier Quartet / Jazzkeller
  • Àbáse, J. Lamotta / Jazz Montez
  • n.n. / Ono2

Das restliche Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Samstag, 28. Oktober, ab 19 Uhr, hr-Sendesaal

  • Terri Lyne Carrington & hr-Bigband: New Standards 
  • Heidi Bayer’s Virtual Leak
  • Jakob Bro & Joe Lovano: "Once Around the Room" feat. Larry Grenadier, Thomas Morgan, Anders Christensen, Joey Baron & Jorge Rossy  

Sonntag, 29. Oktober, 20 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm

  • Dave Okumu & The Seven Generations

Weitere Programmdetails auf hr2.de

Mittwoch 25. Oktober: Eröffnungskonzert Deutsches Jazzfestival

(Daniela)

Das ich den Abend verpasse. So schade. Gleich 3 Konzerte. (Ihr könnt Tickets gewinnen!)

Am Mittwoch, 25. Oktober, eröffnet die hr-Bigband feat. LIUN + The Science Fiction Band das Deutsche Jazzfestival Frankfurt im hr-Sendesaal.
Das Projekt LIUN sind die Sängerin Lucia Cadotsch und der Saxofonist und Keyboarder Wanja Slavin. Zusammen mit den akustischen Instrumenten mischen sich ihre elektronischen Arrangements und Texte zu avantgardistischem Bigband-Synthpop. Weiter geht der Abend mit dem Rebecca Trescher Quartett. Die Klarinettistin und Komponistin Trescher kombiniert ungewöhnliche Klänge und Konstellationen mit Freiräumen für Improvisation. Im letzten Act unternimmt Gitarrist Torsten de Winkel musikalische Grenzgänge mit einer illustren Besetzung internationaler Freunde und Kollegen.  

19:00 Uhr: hr-Bigband feat. LIUN & The Science Fiction Band
Lucia Cadotsch Gesang  
Wanja Slavin Saxofon, Keyboards  
Hendrika Entzian Leitung  
hr-Bigband  

20:30 Uhr: Rebecca Trescher Quartett
Rebecca Trescher Klarinette, Bassklarinette, Komposition
Andreas Feith Piano 
Christian Diener Kontrabass 
Moritz Baumgärtner Schlagzeug 

21:30 Uhr: Torsten de Winkel – The Art of Uncertainty
Torsten de Winkel Gitarre, e-Sitar, Elektronik 
Karim Ziad Schlagzeug, Gesang, Guembri
Gwilym Simcock Piano
Kike Perdomo Saxofon, Flöte
Jonathan Cuñado Bass

Mehr Infos zu dem Abend hier (hr2)

Foto von Rebecca Trescher: (c) Dovile Sermokas

Donnerstag, 26. Oktober: Alice Phoebe Lou

(Uwe)

Die Singer-Songwriterin, geboren in Südafrika, 2012 umgezogen nach Berlin, spielt 2023 ihre bisher größte Europatournee: 25 geplante Shows, darunter 5 Termine in Deutschland, einer davon wiederum in Frankfurt. Sie kommt, um ihr neues Album „Shelter“ vorzustellen und einige ältere Stücke zu spielen, ihren gesamten experimentellen Mix aus Indie, Electronic und Jazz. „Die Setlist will die ganze Bandbreite der Emotionen abbilden und das Publikum zum Tanzen bringen“

Ihr neues Album handelt davon, „der Welt und sich selbst zu vergeben, um einen Ort der Sicherheit zu schaffen“ …. „Ich möchte den Menschen zeigen, wie schön es ist, verletzlich zu sein und all seine Gefühle zu fühlen“ … „Shelter“ ist der Soundtrack für die Wahl des eigenen Glücks.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass 19H / Beginn: 20H
Fotos: Andrea Ariel

Freitag, 27. Oktober: Kino kulinarisch

(Andrea)

Flusskrebse, Gumbo & Brombeerkuchen. Dazu noch diesen wunderbaren Film über das Mädchen, das sich in den gefährlichen Sümpfen von North Carolina alleine groß zieht und sich zur scharfsinnigen und zähen jungen Frau entwickelt. Jahrelang geisterten Gerüchte über das „Marschmädchen“ durch das nahegelegene Örtchen Barkley Cove und schlossen sie von der Gemeinschaft aus. Als sich Kya zu zwei jungen Männern aus der Stadt hingezogen fühlt, eröffnet sich für sie eine neue, verblüffende Welt. Doch als einer von ihnen tot aufgefunden wird, sieht die Gemeinde sofort in Kya die Hauptverdächtige. Im Laufe des Falles wird immer mysteriöser, was tatsächlich passiert ist – und es droht die Gefahr, dass die vielen Geheimnisse, die im Sumpf verborgen liegen, ans Licht kommen. 2019 begeisterte die amerikanische Schriftstellerin Delia Owens Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt mit ihrem Roman „Der Gesang der Flusskrebse“ – das Buch wurde zu einem globalen Phänomen. Passend zum Film servieren Daniel und sein Team selbstverständlich klassische US-Südstaatenküche als Hommage an die Orte, Stimmungen, Schauplätze und Küchengeheimnisse des Buches bzw. Films. Als Amuse Geule gibt es diesmal Flusskrebse (was denn auch sonst!?), das Hauptgericht heißt Gumbo (der legendäre, besonders würzige Eintopf mit Hühnchen, geräucherter Wurst, Paprika, Sellerie und Zwiebeln – wie immer optional auch vegetarisch) und zum Nachtisch gibt es Brombeerkuchen, so wie es der Roman explizit vorsieht. Wir werden auf der Reise in die Sümpfe garantiert satt und glücklich werden. Und sehr berührt! Karten gibt es wie immer unter: www.kinokulinarisch.de, 18.30 uhr

Alte Schlosserei auf dem Gelände der EVO, Goethering, Offenbach

Bis 30. Oktober: International Affairs 6 – Zeitenwende

(Daniela)

Unter dem Titel „Zeitenwende“  ging das Ausstellungsformat International Affairs am 6. Oktober 2023 zum sechsten Mal ungehemmt euphorisch an den Start. 
17 Künstler präsentieren Ihre Kunst in einem der letzten großen Off Spaces auf dem ehemaligen Teves-Gelände im Gallus.

Turning points - Wendepunkte. Vor diesen steht die Menschheit in regelmäßigen Abständen. Was vielen oftmals als mit Schmerzen verbundenes Ende erscheint, entpuppt sich im Nachhinein gern als Anfang. Das mögen dieser Tage beim Thema Klimakrise viele bezweifeln und sich als ultimative Generation wähnen. Doch wäre einem solchem turning point nichts Positives abzugewinnen? Auch wenn das Klima die Menschheit dahinrafft - die Erde dreht sich weiter. Und mit etwas Glück überdauern einige Kunstwerke die Zeit bis zum nächsten Wendepunkt in gutem Zustand. Zunächst hängen sie jedoch am Balken und tragen das ihre dazu bei, die Aufmerksamkeit der Betrachter auf das Wesentliche, das Schöne zu richten. Als Anknüpfungspunkt, um mit dem nebenstehenden Betrachter ins Gespräch zu kommen.   

Die Ausstellung Turning Point – Zeitenwende erweitert das Geschehen der internationalen Zusammenarbeit. Dabei geht es nicht nur um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie ein gemeinsames Europa und die Globalisierung, Kunst und Kultur für alle zu thematisieren, sondern auch, wie Künstler mit ihren Materialien arbeiten, zu welchen Ergebnissen sie kommen, oder auch nicht. Die Entwicklung unserer Zivilgesellschaften, unter dem Einfluss globaler Medien, bestimmt auch die lokale Politik. Was wiederum Einfluss auf den Alltag der Menschen hat.

Aber was entwickelt sich wirklich unabhängig und frei in einer Gesellschaft voller Eigeninteressen? Ob global oder lokal? Ob es dazu Antworten gibt? Wiederholen sich altbekannte Narrative? Wie sehen die Künstler aus aller Welt diese Fragen?

Ausstellung bis zum 30.10.2023im Projektraum Balken, Rebstöcker Straße 49e, 60326 Frankfurt am MainStraßenbahn Linie 14 Rebstöcker Straße

Samstag 28. Oktober: Vintage Flohmarkt im Lucille

(Daniela)

Am Samstag, den 28. Oktober 2023 findet ab 18 Uhr wieder ein kleiner Vintage Flohmarkt im Lucielle statt. (Verkaufsplätze sind schon alle weg)

Neben Kleidung, Accessoires und anderen schönen Dingen, wird es auch Schallplatten zu entdecken geben und natürlich gibt es dazu auch Drinks :-)

Lucille, Friedberger Landstraße 100, Frankfurt

Samstag 28. Oktober: Premieren-Konzert des Bridges-Kammerorchester

(Daniela)

Premieren-Konzert des Bridges-Kammerorchester "Complementarity"

Das Bridges-Kammerorchester feiert die Premiere seines neuen Programms Complementarity. Zu hören sind u. a. Kompositionen und Arrangements der Orchestermitglieder Rabie Azar (Viola), Walid Khatba (Violine), Johanna-Leonore Dahlhoff (Flöte), Andrés Rosales (Tiple) und Peter Klohmann (Saxophon). Im titelgebenden Stück ‚Complementarity 23‘ widmet sich Peter Klohmann dem Phänomen der Komplementarität in Rhythmik und Melodik und kreiert durch rhythmische Verschiebungen einen Kaleidoskop-Effekt.

Das Bridges-Kammerorchester wird zum dritten Mal dirigiert von Corinna Niemeyer, seit 2020 Directrice Artistique und Chefdirigentin des Orchestre de Chambre du Luxembourg. Niemeyer ist Preisträgerin internationaler Dirigierwettbewerbe, wie u. a. des International Conducting Competition Tokyo (2015), und folgte als Gastdirigentin Einladungen renommierter Orchester, wie dem Orchestre de Paris, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo.

 Künstlerische Leitung Johanna-Leonore Dahlhoff

Solist*innen: Sara Al Agha, Gesang; Johanna-Leonore Dahlhoff, Flöte; Enkhtuya Jambaldorj, Shudraga; Ramin Rahmi, Gesang

Im Bridges-Kammerorchester kommen Musiker*innen mit ihren Instrumenten aus den verschiedensten Weltregionen zusammen. Wir sind Expert*innen für europäische Klassik, klassische arabische und persische Musik, Jazz, zeitgenössische Musik, osteuropäische Folklore, sowie für verschiedene Formen von zentralasiatischer und lateinamerikanischer Musik. Von unserer Individualität ausgehend, komponieren und arrangieren wir unsere Stücke selbst. Was dabei entsteht, ist transkulturelle Musik.

Sa. 28.10.2023 | 19 Uhr – Gallus Theater; Kleyerstr. 15; Frankfurt

Kosten 25 €/ 20 € erm. über https://www.reservix.de/tickets-bridges-kammerorchester-complementarity-in-frankfurt-am-main-gallus-theater-am-28-10-2023/e2150439

Sonntag, 29. Oktober: Lina Maly

(Uwe)

Das Programm in der Brotfabrik hatte im Oktober einiges zu bieten und auch zum Ende kommt noch einmal eine interessante Künstlerin. Gerade höre ich ihr auf Spotify am meisten geklicktes Lied, „Schön genug“. Schön. Nachdem durch Corona die ursprünglich 23 Dates umfassende Tour 2x verschoben und dann gestückelt gespielt wurde, geht es Herbst/Winter 2023 für Lina endlich auf die komplette Runde durch Deutschland und Österreich.

Ihren Beitrag zu einer Manfred Krug Compilation nahm die deutsche Sängerin das Lied Ade gemeinsam auf mit Moritz Krämer auf, der sowohl Solo (bitte unbedingt einmal den Song „Hinterher“ hören) als auch mit Die höchste Eisenbahn („Aliens“) bewiesen hat, dass er ganz Großer ist. Und der musiziert sicher nicht mit Leuten, die nichts können. Siehe YouTube: Ade live bei TV Noir. In die Brotfabrik kommt sie sicher ohne Krämer, der kann da aber ruhig mal allein kommen.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 25 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 30 € / Stehplatz'
Bild: David-Schmelzer

Dienstag, 31. Oktober: FFM/ Gringo Mayer & die Kegelband

(Andrea)

Ich erinnere mich nicht, wann mir Gringo Mayer das erste Mal begegnet ist, aber wenn er heute in meinem Lieblingsclub an der der Konstabler spielt, will ich dabei sein (auch wenn ich wirklich gar nicht auf Mundart steheund auf Mannheimerisch schon gar nicht). "Was seit seinem in Eigenregie veröffentlichten Debütalbum im Jahr 2021 bei Gringo passiert ist, ist im wahrsten Sinne „nimmi normal“. Nicht nur wird der gebürtige Ludwigshafener von Fachgrößen wie Olli Schulz oder den Donots gehuldigt oder findet im SWR und auf Ego FM statt, sondern spielt mit der Kegelband auch Shows auf dem Maifeld Derby oder dem GHvC-Jubiläum und Supportshows für waschechte Idole wie Kettcar und Thees Uhlmann. Und 2023 geht es genau so bunt weiter! Mit vielen Konzerten, einem Auftritt bei Inas Nacht, mit seinem zweiten Album „Ihr liewe Leit“ am 01. September und einem großen Finale: der Ihr liewe Leit Tour! Mit seinem süffisanten Auftreten, irgendwo zwischen Showstar und Tragikomödie, und einem unwiderstehlichen Hüftschwung wird Gringo gemeinsam mit seiner Kegelband uns einen schönen Abend bereiten. 20 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

NOVEMBER 2023
Bis Donnerstag, 02. November: Ausstellung Werkraum Hanau

(Petra)

Nach Hanau fahre ich nicht so oft – und auch drum herum kenne ich mich nicht wirklich gut aus, wie mir letzte Woche mal wieder aufgefallen ist. Dabei tut sich gerade in Hanau sehr viel: schließlich will Hanau Großstadt werden. Also: warum nicht? Heute zur Vernissage von Ola Kalnins in den Werkraum Hanau. Die Ausstellungs- und Verkaufsplattform setzt damit seit diesem Sommer ein erfolgreich erprobtes Konzept in der Hanauer Innenstadt um. Der jetzt ausgestellt Künstler aus Malmö ist auf der ganzen Welt bekannt für seine großformatigen Wandgemälde. Parallel zu seiner Kunstkarriere ist Ola seit 1995 ein aktiver Graffiti-Künstler, was einen unbestreitbaren Einfluss auf Olas abstrakte Arbeit sowie auf die geschlossene Graffiti-Welt hat. Und: er ist parallel dazu eingeladen, eine großflächige Fassade in Aschaffenburg zu gestalten.

Ola Kalnins – Werkraum Solo Oktober, Ort: Werkraum Hanau, Adresse: Salzstraße 20, Hanau

Montag, 01. November: HAMLET (auch 03., 04., 10.& 11.11)

(Martin)

Es ist das Drama aller Dramen!
Hamlet, Prinz von Dänemark, ist nach dem Tod seines Vaters verändert. 

Seine Mutter, die verwitwete Königin, hat den Bruder ihres verstorbenen Mannes geheiratet und bildet mit ihm ein neues Herrscherpaar, das Hamlets Nachfolge auf den Thron blockiert. 

Den Halt verlierend vor Trauer, Kränkung und Zorn, und in der Überzeugung, dass der Tod des alten Königs kein Unfall, sondern Mord war, weist Hamlet alle Anzeichen von Wahnsinn auf. 

Für seine Umwelt wird er zum Rätsel. Ist er ein Trauernder, den man in seiner Ablösung vom Vater unterstützen muss? Macht ihn sein Ehrgeiz krank? Leidet er nicht etwa an unglücklicher Liebe? Muss er den Wahnsinn spielen, weil ihn gefährdet, dass er zu viel weiß – und den Mord, der geschehen ist, aufdecken könnte? Oder ist er schlichtweg ein Irrer, eine Gefahr für Staat und Familie? Weiß er es selbst?

Im engsten Kreis des königlichen Hofes entspinnt sich ein Spiel um Wissen und Nichtwissen, Misstrauen und Täuschung, Überfürsorge und Liebe, wo sich der beste Wille in sein Gegenteil verkehrt und schließlich Tote fordert.

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/hamlet

1., 3., 4., 10. und 11. November um jeweils 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble, Basaltstraße 23 (Titania)
Foto: © Harald Schröder

Donnerstag 3. November und weitere: Interkulturelle Bühne: REGENBLUME

(Daniela)

Christine spielt bei REGENBLUME mit...

NACH DEM GEWITTER RICHTET SICH DIE REGENBLUME AUF!

„Ich lebe noch, aber ich bin nicht mehr ich.“

Regenblume ist der Glaube an das Leben, auch wenn das Leben selbst oft schmerzhaft und grausam ist. Die Geschichte spiegelt den Lebenszyklus wider. Auf jeden Tag folgt ein neuer.

Regenblume versucht weniger, die Unterdrückung und Zerstörung des Menschen darzustellen, als aufzuzeigen, was der Mensch unter dem Einfluss von Folter denkt, empfindet und wie er daraus resultierend seine Umwelt wahrnimmt.

Regenblume zeigt Frucht und Einsamkeit eines gefolterten Menschen nach erlittener Demütigung und Unterdrückung.

Regenblume ist eine Aufforderung an uns, nicht wegzusehen, sondern auf Menschen, die im Innersten verletzt wurden, zuzugehen, sie nicht in ihrer Einsamkeit allein zu lassen.

Das Stück spielt im Heute. Schon längst hat der Mensch die Erde verlassen um die Galaxie zu erobern, gleichzeitig vernichtet, inhaftiert und foltert er diejenigen, die sich für ein gerechteres, menschenwürdigeres Leben auf dieser Erde einsetzen.

TEXT UND REGIE: Yusuf Kilic
MIT: Laura Baumann, Delphina Hennig, Christine Michel, Tatiana Prohl, Andrea Penkalla und Julia Karackov

TERMINE: 3. November PREMIERE, WEITERE TERMINE: 4. November, 1. Und 2 Dezember, 20 Uhr

Ort: Interkulturelle Bühne, Alt Bornheim 32, 60385 Frankfurt

Donnerstag 9. November: SPOTLIGHT: RECYCLING CONCERTO

(Daniela)

Endlich finden wieder die SPOTLIGHT Konzerte des hr-sinfonieorchesters in der Alten Oper statt. Ein wunderbares Format! Das Konzert dauert nur 80 Minuten und es wird Zwischendrin immer wieder etwas erklärt. Sehr unterhaltsam und kurzweilig!

ARD-Wetterexperte SVEN PLÖGER IM GESPRÄCH ÜBER DIE WUNDERWELT VON WETTER- UND KLIMA-KREISLÄUFEN

  • Mit VIVI VASSILEVA, Schlagzeug
  • KRZYSZTOF URBAŃSKI, Dirigent

Werk: Gregor A. Mayrhofer: Konzert für Recycling-Perkussion und Orchester

Hochs und Tiefs, Zyklone und El Niño. Wenn ARD-Meteorologe Sven Plöger im »Spotlight«-Gesprächskonzer mit der TV-Moderatorin Jennifer Sieglar ins Schwärmen kommt, wird man von seiner Begeisterung über das Wunderwerk der Wetter- und Klima-Kreisläufe angesteckt und zugleich sensibilisiert für das ungewöhnliche »Recycling Concerto« von Gregor A. Mayrhofer mit der phänomenalen jungen Schlagzeugerin Vivi Vassileva. Folien, Kunststoffe, Altglas, Altmetall und Alu-Kaffeekapseln, die als Restmüll normalerweise unsere Umwelt belasten, verwandeln sich hier zu einem überraschend fein klingenden Melodie- und Perkussions-Instrumentarium, für das der Münchner Komponist ein originelles, jazzig swingendes Solo-Konzert geschrieben hat. Ein ebenso begeisterndes wie anregendes »Spotlight« unter der Leitung von Krzysztof Urbański ist so garantiert.

Beginn 19 Uhr, Alte Oper Frankfurt
Konzertdauer: ca. 80 Minuten – keine Pause

SONDERAKTION: Für alle bis einschließlich 20 Jahre! Limitierte Tickets für 10 Euro (Ohne RMV) First come – First serve!

ACHTUNG: Zusatzinfo:
Am Vortag, Mittwoch 8. November, um 19 Uhr gibt es das „Recycling Concerto“ als moderiertes Junges Konzert im hr-Sendesaal (ohne Wetterexperte Sven Plöger!) – für Jugendliche. Mehr Infos hier: https://www.hr-sinfonieorchester.de/konzerte/konzerte-23-24/schlagabtausch,junges-konzert-schlagabtausch-100.html

Foto: Hugo Thomassen Adams

Donnerstag 9. November bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder

(Daniela)

Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.

Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €

Mehr Informationen stehen hier.

Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968

Sonntag, 12. November: Der erste Mensch

(Martin)

Die unglaubliche Geschichte einer Kindheit nach Albert Camus
Texteinrichtung und Inszenierung Martin Mühleis
Sprecher: Wolfram Koch
Musik: Orchestre du Soleil

Ein großartiger Text! In einem erzählerischen Parforceritt entführt Wolfram Koch sein Publikum als Ich-Erzähler in eine Welt voller Armut und natürlicher Schönheit. Und die Musik des Orchestre du Soleil liefert den mitreißenden Soundtrack zu diesem hochaktuellen Stück, an dessen Ende ein Mann, der als Kind in einer Familie von Analphabeten aufwächst, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wird. 

Es ist die Kindheits-Geschichte Albert Camus‘. In dessen autobiographischen Roman »Der erste Mensch« begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist und den er nie kennengelernt hat. 

Damit beginnt für den Erzähler eine Reise zurück in seine Kindheit. Er kehrt heim in die Hitze Algiers, in die Armut und die Unschuld. Er erzählt von seiner schweigsamen Mutter im Armenviertel Algiers und der dominanten Großmutter, die nur durch die Unterstützung seines Volksschul-Lehrers davon überzeugt werden kann, dass der Junge ins Gymnasium gehört. Dort, »geworfen in eine unbekannte Welt«, der »unschuldigen Welt entrissen«, begreift er, »dass ich alles, was ich wollte, erreichen würde, und dass nichts, was von dieser Welt ist, mir jemals unmöglich sein würde.«

Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat den Roman für die Bühne bearbeitet zu einer eigenwilligen Spielform aus Schauspiel, Lesung und Konzert. In seinen Bühnenarbeiten hat Mühleis eine eigene Form entwickelt, eine »Architektur aus Sprache, Musik, Lichtdesign und Schauspiel« (Der Tagesspiegel, Berlin). Es gelingt ihm, Literatur für die Bühne zu adaptieren, ohne sie in Struktur, Rhythmus und Sprache zu verändern. Aus den literarischen Vorlagen entstehen auf diese Weise eigene Bühnenwerke, die den Zuschauer zum Mitgestalter machen. Mühleis' reduzierte, kargen Erzählformen bewirken, dass ein wesentlicher Teil der Geschichte in der Phantasie des Betrachters entsteht.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/der-erste-mensch-/1649/

Sonntag, 12. November um 18.00 Uhr
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Christoph Helhake

Freitag, 1. Dezember: OF/ 60 years with The Beatles

(Andrea)

Wahnsinn, als der Originaltermin ausverkauft war, gab es einen Zusatztermin (24.11.). Jetzt ist auch dieser sold out, hier also die nächste Gelegenheit zum Beatles-Revival...
Die Stones haben mit ihren 80 Jahren unlängst ein neues Album veröffentlicht und weil es zur Auswahl des Materials einen Schiedsrichter brauchte, kam Paul McCartney ins Spiel - "ein pophistorischwer Witz", schreibt Tobias Rapp im SPIEGEL, denn immerhin konkurrierten die beiden Bands lang um die Gunst des Publikums. Während die Stones das wilde, unangepasste Imgae pflegten, verdrehten die Pilzköpfe den Fans auf andere Art den Kopf. "Am 4. November 1963 gingen die Beatles in die Pop-Geschichte ein als frech verschmitzte Provokateure des Königshauses, wegen der ungezogenen Bühnenansage von John Lennon, die Leute auf den billigen Plätzen sollen klatschen und die anderen – mit Blick in Richtung der königlichen Loge – bräuchten nur mit ihren Juwelen zu rasseln. Mit dieser kleinen Unverschämtheit hatten die Beatles die Herzen der jungen Leute in England endgültig erobert. Die Hysterie um die Beatles, genannt Beatlemania, erreichte in England dann am 22. November 1963 einen weiteren Höhepunkt und für Volker Rebell ein guter Anlass für „60 Jahre With The Beatles“ – Jubiläumskonzert mit allen Songs des zweiten Albums der Beatles, gespielt von der Lonely Hearts Club Band. Der Termin am 11.11. ist bereits ausverkauft, für den heutigen gibt es noch Karten. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert.
https://radio-rebell.de/termin/60-jahre-with-the-beatles/

Rebell(i)sche Studiobühne,Bieberer Str. 145 A | Hinterhaus, Offenbach

Übrigens, vielleicht steht bei einem von Euch noch Pauls alter Bass auf dem Speicher, der wird nämlich seit Jahren schmerzlich vermisst:https://www.theguardian.com/music/2023/sep/02/search-launched-for-paul-mccartneys-first-hofner-bass-guitar

Ab November: 20 Jahre Hilde! Best of- Die Jubiläumsshow.

(Daniela)

Es gibt was zu feiern, denn 2003 stand Hilde aus Bornheim zum ersten mal live auf der Bühne und wird im kommenden November ihr 20jähriges Best of - Bühnen Jubiläum (mit Überraschungsgästen wie z.B. die in Würde torkelnde Christiane von Spangenberg aus dem Solo Programm "Im Winde verlebt") rausbringen. 

Erste Show: 3.11.2023 Stalburg Theater. 

(weitere Termine: 16.11. & 3.12.2023 Stalburg Theater) (26.11.2023 Theater am Park Bad Nauheim)

Man munkelt, Sie wird „Germanys Next Top Kittel“ und führt Verhandlungen mit einem TV Sender. Sicher ist jedoch sie steht seit 20Jahren live auf der Bühne. Wie hat sie das geschafft? „Jede Frau braucht ein Geheimnis“ sagt Hilde aus Bornheim. Und bietet allen, die sie darauf ansprechen ein Stück Fleischwurst an, dass Sie in ihrem Kittel mit einem Kneipchen bei sich trägt. Vielleicht ist es das, was ihren Erfolg ausmacht. Ihren Mann Willi hat Sie jedenfalls bei einem dieser Picknicke  kennengelernt.

Viele fragen sich was steckt hinter, beziehungsweise unter dem Kittel den Hilde aus Bornheim immer trägt? Drunter steckt jedenfalls Stefani Kunkel, die mit Hilde eine ihrer erfolgreichsten Bühnen Figuren kreiert hat. Und Kunkel fragt sich bei Hildes Erfolg schon lange. Was hat Hilde, was ich nicht habe. Selbst fragen kann sie Hilde ja nicht.

Seit 20Jahren schlüpft Stefani Kunkel in Hildes Kittel und präsentiert daraus deren entwaffnend komische Sicht auf die Welt, die manchmal mit den Tücken der Kommasetzung zu kämpfen hat, um das Leid depressiver Kanarienvögel weiß und in  manchen Momenten sogar einen Moon Walk aufs Parkett legt.

In der Jubiläumsshow treten neben Hilde natürlich auch andere Figuren aus Kunkels Kosmos auf. Die in Würde torkelnde Christiane von Spangenberg wird unter den Gratulantinnen sein, wie auch die nie um ein Fettnäpfchen verlegene Frohnatur Doris Bender. Beide Figuren stammen aus Kunkels aktuellem Solo-Programm Im Winde verlebt. Daneben darf man mit zwei wunderbaren Überraschungsgästen in der Jubiläumsshow rechnen.

Das alles feiert Stefani Kunkel in ihrem Jubiläumsprogramm: 20 Jahre Hilde! Best of- Die Jubiläumsshow.

TERMINE : www.fraukunkel.de

DEZEMBER 2023
Bis Sonntag, 03. März 2024: Ausstellung „Bending the Curve“ Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Der Frankfurter Kunstverein zeigt immer wieder faszinierende Ausstellungen zwischen Kunst und Natur. Dieses Mal kooperiert er interdisziplinär mit einer ganzen Menge herausragender Institutionen, unter anderem mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt. Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Wie kann der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden? Und wie können positive Erzählungen entstehen? Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler*innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.

Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität, Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung bis Sonntag, 03.03.2024, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Markt 44, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 10 (6) Euro

5. – 10. Dezember: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage

Save the Date: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage vom 5.–10. Dez. 2023
Remake. Frankfurter Frauen Film Tage wird von der Kinothek Asta Nielsen e.V. veranstaltet und findet vom 5. bis 10. Dezember 2023 zum vierten Mal statt.

„Gemeinsam…! Nähe, Verantwortung und Solidarität mit Anderen“ ist das Schwerpunktthema der bevorstehenden Festivalausgabe. Die Geschichte des Verleihs CHAOS FILM, 1979 von Hildegard Westbeld in Berlin gegründet, steht im Mittelpunkt eines weiteren Programmteils. Die Festival-Personale würdigt in diesem Jahr die Frankfurter Dokumentarfilmemacherin Edith Marcello. Zu den Festivalhöhepunkten zählt am 7. Dezember die Uraufführung einer Auftragskomposition an der Volksbühne Frankfurt, gezeigt wird der schwedische Stummfilm NORRTULLSLIGAN.
Im Fokus der vierten Remake-Ausgabe stehen Filme, die von Miteinander, Solidarität und Zugehörigkeit erzählen und sich identitärer Politik, diskriminierenden Kategorien und Naturzerstörung widersetzen. Feministische Kollektive, alternative Verwandtschaften und Gemeinschaften und kollaborative Beziehungen kommen in den Blick, denn Leben meint, in einer komplexen Welt von Beziehungen zu stehen: zu Mitmenschen, nichtmenschlichen Wesen und „unbelebter“ Natur.

Die Filmauswahl reicht wieder über mehr als hundert Jahre Filmgeschichte und kennt keinerlei Genre- und Formatbeschränkungen. Weiterhin liegt ein besonderes Augenmerk auf der Projektion von Analogfilm, wobei es in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden ist, entsprechende Kopien von Verleihern und Archiven zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Die Festival-Personale würdigt die Frankfurter Dokumentaristin, Drehbuchautorin und Produzentin Edith Marcello. Remake will dadurch eine breitere Rezeption des Werks dieser engagierten Filmemacherin ermöglichen. Edith Marcello begann Ende der 1960er-Jahre mit dem Filmemachen, überwiegend für öffentlich-rechtliche Fernsehsender. Ihr Filme konzentrierten sich auf Arbeitsmigration und Arbeitskämpfe, die Neue Frauenbewegung, soziale Bewegungen und alternative Selbstverwaltungsprojekte in Deutschland, Frankreich und Italien. Das Interesse für kollektive Arbeits- und Lebenszusammenhänge und der solidarische Anspruch an die eigene Filmarbeit, ziehen sich als roter Faden durch die Arbeiten von Marcello, sodass diese Retrospektive dem Festivalschwerpunkt korrespondiert.
Ein weiterer Programmteil widmet sich der Geschichte von CHAOS FILM, dem einzigen Frauenfilmverleih, den es in der BRD je gegeben hat und neben dem bekannteren niederländischen Verleih Cinemien, wohl auch der einzige in Europa. Die Kinothek hat erst kürzlich den Vorlass der CHAOS FILM-Gründerin Hildegard Westbeld übernommen, die als Filmarbeiterin, Aktivistin und Produzentin von Mitte der 1970er-Jahre bis zur Jahrtausendwende in der feministischen Filmarbeit sehr aktiv war. Im Rahmen des „Tribut an CHAOS FILM“ wird eine Auswahl von Filmen, die der Verleih vertrieben hat, gezeigt. Hildegard Westbeld und Weggefährtinnen Westbelds werden die Filmvorführungen mit Einführungen und Publikumsgesprächen begleiten. Zudem wird bei Remake eine kleine Ausstellung von Materialien aus dem reichen Vorlass zu sehen sein.
Auch im Jahr 2023 bildet ein CineConcert den glanzvollen Höhepunkt von Remake: Die Uraufführung einer Auftragskomposition zum Stummfilm NORRTULLSLIGAN (dt. Titel: WEIBLICHE JUNGGESELLEN, Schweden 1923, Regie: Per Lindberg) am 7. Dezember in der Volksbühne Frankfurt. Die Neukomposition stammt von der international bekannten und gefragten niederländischen Pianistin und Stummfilmkomponistin Maud Nelissen. Der Film erzählt von vier jungen Frauen, die im Stockholm der 1920er-Jahre in einer WG leben und einem patriarchalischen Umfeld die Stirn bieten müssen. Stadtleben, Sexualität, Geschlechterhierarchien und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse kommen ebenso in den Blick wie Solidarität und Humor unter Frauen. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman der schwedischen Frauenrechtlerin Elin Wägner (1882-1949).
Das Festivalprogramm wird kuratiert von Gaby Babić, sowie Karola Gramann und Heide Schlüpmann (Tribut an CHAOS FILM und CineConcert).

Das Gesamtprogramm und Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und Filmen werden ab Anfang November auf www.remake-festival.dezu finden sein.

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Bis Sonntag, 14. Januar 2024: Ausstellung DAM „Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber."

(Petra)

Ich mag die Arbeit des Deutschen Architekturmuseums sehr – und auf diese Ausstellung freue ich mich – heute ist die Eröffnung: Proteste müssen stören, sonst wären sie wirkungslos. Wenn Störungen in den öffentlichen Raum ausgreifen und sich dort festsetzen, wenn sie ihn dauerhaft blockieren, verteidigen, schützen oder erobern, dann entsteht Protestarchitektur. Detailreiche Modelle, gebaut an der Technischen Universität München und der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Andreas Kretzer), zeigen Protestcamps von der Resurrection City 1968 bis zur Lobau-bleibt!-Bewegung 2021/2022. Vierzig "Bodenstrukturen" aus Lützerath, zumeist Pfahlbauten, wurden von Rokas Wille (HfG Karlsruhe) mit Fotopapiermodellen dokumentiert. Der Regisseur Oliver Hardt entwickelte für die Ausstellung eine Filminstallation. Gemeinsam mit Aktivist*innen konnte eine Hängebrücke aus dem Hambacher Wald übernommen werden. Auch ein 1:10-Hängemodell des Barrios Beechtown, eine Leihgabe des Künstlers Stephan Mörsch, zeigt diese Waldbesetzung. Die Ausstellungsarchitektur auf der um 1000 Quadratmeter erweiterten Fläche des DAM Ostend wurde von Something Fantastic entwickelt.

"Protest / Architektur. Barrikaden. Camps. Sekundenkleber." Eine Ausstellung des DAM – Deutsches Architekturmuseum und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien
Ausstellung: Eintritt: 5 (3) Euro, Öffnungszeiten: Mo. geschlossen, Di., Do. und Fr.: 12 - 18 Uhr, Mi.: 12 - 19 Uhr, Sa. und So.: 11 - 18 Uhr

Bis Sonntag, 15. Oktober: Eulengasse-Ausstellung zum Zwanzigjährigen

(Petra)

Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Kunstvereins Eulengasse laden die über 70 beteiligten Künstler*innen zur bisher umfassendsten Ausstellung ein: mit ihren Arbeiten werden sie zu Gast im Tor Art Space auf der Hanauer Landstraße sein. In der Ausstellung sind nicht nur derzeitige Mitglieder, sondern auch Künstler*innen vertreten, die bereits in den vergangenen zwanzig Jahren einmal mit Eulengasse in Berührung gekommen sind. Alle wurden aufgefordert, sich mit Work-Doubles 2003 / 2023 zu beteiligen. Die künstlerischen Techniken und Ansätze, die präsentiert werden, reichen von Malerei, Zeichnung und Fotografie über Installation, Objekte und Performance bis hin zu partizipativen Kunstprojekten. Heute wird die Ausstellung mit einem großen Jubiläumsfest feierlich eröffnet und von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet: von der partizipativen Performance »Campanha dos Abraços Grátis« von Luca Hille, die auch am Dienstag, 03.10. wiederholt wird, bis zum *Wahlbüro – eine partizipative Installation der Dresdener Künstlerin Roswitha Maul, das am Wahlsonntag (08.10) eröffnet.

it’s about community...20 Jahre Kunstverein EULENGASSE,
Ort:
Tor Art Space, Adresse: Hanauer Landstraße 161-171
Ausstellung bis 15.10., Öffnungszeiten: Uhr, donnerstags 17 bis 20 Uhr, freitags – 17 bis 20 Uhr, samstags 14 bis 19 Uhr, sonntags 14 bis 19 Uhr, Eintritt: frei

Bis Sonntag, 25. Januar 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)

Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.

Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 25.02.2023, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei

ATLAS SPENDE!!

Ihr habt die Tragödien in Libyen und Marokko alle mitbekommen. Oft fragt man sich wie man helfen kann. In Frankfurt leben sehr viele Marokkaner:innen, klar das man mindestens eine Perosn kennt, die Verwandte und/oder Freund:innen in Marokko hat. Eine davon ist Nadja Doukali, die bestimmt viele von Euch kennen. (Herausgeberin vom Ramadan Kalender, diversen Kinderbüchern & Hörspielen etc.)

Nadja ist unheimlich umtriebig und hat gemeinsam mit ihrer Familie eine sehr individuelle Hilfsaktion gestartet. Die ich Euch sehr ans Herz legen möchte. Sie schreibt:

Tag 4 nach dem verheerenden Erdbeben in meiner Heimatstadt Marrakesch und dem Atlas Gebirge.
Ich möchte euch informieren, wie der aktuelle Stand ist und von Herzen um Unterstützung bitten.

Die Toten sind noch nicht fertig gezählt und werden leider noch stark steigen.

Die Überlebenden haben fast alle ihre Häuser und auch sonstiges Hab und Gut verloren. Wir sprechen hier zum Großteil von Bewohnern des Atlasgebirges – hier führen keine Straßen hin – diese kann man nicht einfach so bauen. Die Berge sind fragil und nicht für den Straßenbau geeignet. Man läuft oder nutzt Maultiere.  Beim Erdbeben haben sich Teile der Berge über die Dörfer gelegt und somit, sind ganze sogenannte „Douar“ Viertel begraben worden.

Marrakesch selbst hat Erdbebensicher gebaut – daher hat es die alten Häuser in den Souks, die Stadtmauern und viele Riads getroffen. Die Mauern und das jüdische Viertel „El Melah“ hat es sehr schlimm erwischt. Die UNESCO ist dabei den Wiederaufbau in Marrakesch zu planen. Die betroffenen Menschen erhalten vor Ort Hilfe in jeglicher Form. 

Alle Handelswaren wie Teppiche, Öle, Aromen, Holzarbeiten usw werden von den Bewohnern des Atlasgebietes hergestellt. Zu 90% von Frauen! Jeder Teppich, jeder Tontopf, der gekauft wird und wurde ist durch diese Hände entstanden. Diese Menschen brauchen jetzt, nachdem sie den ersten Schock hinter sich haben und die Trauer bei sich tragen, Hilfe zur Selbsthilfe.

Daher bitte ich euch, wenn ihr mögt euch an meinem Aufruf zu beteiligen.

Es hat sich über meine Familie in Marrakesch diese kleine Familie aus dem Atlas Gebirge mit einem Hilfeersuchen an uns gewendet.

Die Familie Ouardighi besteht aus Vater Abdelaziz, Mutter Malika, Grossmutter Haja, Töchter Fatima-Zohra (13), Khadija (9) und die kleine Romaissae (2).
Durch das Erdbeben haben sie und weitere Familien ihr komplettes Haus, sowie Hab und Gut verloren.

Zelte sind mittlerweile Mangelware. Mein Cousin, der Zelte besorgen wird, versucht gerade alles Mögliche um uns Zelte für diese und weitere Familien zu beschaffen.

Zelte die Winterstabile sind werden gerade händeringend aus dem Ausland angefragt und oder Stoffe – da diese auch rar geworden sind. Falls jemand von Euch Kontakte zu Bundeswehr Zelten hat – her damit :D

Tagsüber brennt die Sonne bei ca 30 Grad und in der Nacht fallen die Temperaturen stark ab und es wird sehr kalt.

Die Familie bittet um Folgendes:
Ein Zelt für 5 Personen, Matratzen, Isoliermatten, Decken, Bekleidung und Schuhe.

Meine Familie kümmert sich um die Besorgungen dieses vorübergehenden Zuhauses direkt vor Ort. Somit ist auch vorerst gewährleistet, dass der Vater seine Arbeit in Marrakesch (2h Entfernung) im Souk weiterführen kann und so Stück für Stück in die Normalität zurückkommen kann. Den Frauen besorgen wir alle Werkzeuge, damit sie ihrem Handwerk nachgehen können.

Ihr könnt mithelfen, diesen akuten Hilfeaufruf zu unterstützen.
Wir freuen uns über Spenden entweder über paypal https://www.paypal.com/donate/?campaign_id=UTSM5QE5YU2KG&source=url oder per Überweisung an Nadja Doukali, IBAN DE 26 51 0500 1504 3007 1514 (Betreff Atlas Spende!!)

Ich selbst werde mich um Plüsch-Wärmflaschen (Stofftiere mit Wärmflasche) für die Kinder in den Dörfern und die vielen Waisen kümmern. Hier versuche ich gerade einen Hersteller zu finden, der mir 100 Stück verkauft und evt auch mit Kurier schnell nach Marrakesch schicken kann

Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.

"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)

Noch bis Samstag, 23. Dezember: Fensterschau XXXIV – Tina Herchenröther

(Petra)

Heute schon bei Balenciaga reingeschaut? Mit zwei großformatigen Malereien ist Tina Herchenröther gerade in den Fenstern der ehemaligen Burg-Drogerie der Restauratoren zu sehen. Dabei ließ sich die Künstlerin von Kollektionen des Skandal-Modehauses Balenciaga inspirieren: Eine moderne Ritterrüstung aus der Kollektion 2020 und ein Kleid aus zahlreichen ineinander verflochtenen kleinen Metallringen inspirierten Herchenröther zu ihren Motiven. Das Wechselspiel aus Ornament, Weiblichkeit und Stärke stehen zentral in den beiden Werken.

Fensterschau XXXIV: Tina Herchenröther bei den Restauratoren, Ort: Fensterschau, Adresse: Burgstraße 43, bis 23.12., Öffnungszeiten: 24/7

Bis Sonntag, 31. Dezember: Wohnzimmer Hauptwache mit "Langer Bank"

(Petra)

Das DAM-Reallabor "Wohnzimmer Hauptwache" belebte als Teil des Modellprojekts "Post-Corona-Stadt" im Herbst 2022 die Frankfurter Innenstadt. Auch in diesem Jahr ist das DAM auf der Hauptwache aktiv. Im Sommer eröffnet auf dem belebten Platz die Ausstellung „Zukunft Innenstadt Frankfurt“. Sie geht der Frage nach, welche Bedürfnisse und Anforderungen an eine lebenswerte Frankfurter Innenstadt in der Zukunft bestehen. Die Wanderausstellung wird an ausgewählten Orten zu sehen sein und soll bundesweit in den Modellstädten des Förderprogramms Station machen. Einen nächsten Schritt für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum geht das Museum mit der künstlerischen Intervention "Die Lange Bank" ab heute. Die modulare Sitzmöglichkeit wird dort erstmals für verschiedene Dialogformate bereitstehen. Ein Treffpunkt an der Langen Bank - die künstlerische Installation is als Ort der Begegnung, der Inspiration und Erholung konzipiert. Ihr könnt hier in die Choreografien und Hörstücke von 15 interntionalen Künstlerinnen und Künstlern eintauchen, verschiedene Sitz- und Liegepositionen ausprobieren und erleben, wie das Sitzen urbane Räume neu definiert. Je nachem, wer noch so auf der Langen Bank ist, würde ich sagen. 

Wohnzimmer Hauptwache mit der Langen Bank, Deutsches Architekturmuseum (DAM), An der Hauptwache, Eintritt: frei


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