20.01.2023
Endlich wieder Bundesliga und leider keine Tanzparty

Ich gebe zu, ich bin total am A…, aber es gibt zwei Termine, die mir niemand - Wahlkampf hin oder her - nehmen wird: den Chor und die Eintracht!

So freue ich mich mega auf morgen! Ich habe es sogar noch geschafft eine Karte für Uwe zu bekommen, sogar bei uns oben in der Nordwestkurve („NWK“).
Uwe ist ja, wie ihr wahrscheinlich wisst, Schalkefan und dazu noch Schiedsrichter. Einen Schalkefan in die NWK mitzunehmen ist daher schon ein Wagnis, aber Uwe ist bei uns ein sehr gern gesehener Gast. Die Problematik ist auch nicht die Tatsache, dass er Schalkefan ist, sondern, dass er zu 99% die Entscheidungen der Schiedsrichter zustimmend kommentiert … Ich muss ihn ab und an ermahnen das doch bitte wiederum nur sehr leise zu tun.

Aber Alex, Jan, Kiki und und Co, die um uns herumsitzen, freuen sich immer, wenn Uwe dabei ist. Und ich mich auch. Ist ja auch nur einmal im Jahr. Mehr würde auch nicht gehen, denn wir sind sehr, sehr unterschiedlich, was das Fußballschauen angeht: Zu Hause schaut Uwe eigentlich alle Fußballballspiele, dafür fast ohne Ton und liest dabei Bücher. Ich schaue nur die Eintracht und die sehr, sehr laut. Wenn er zum Fußball geht, fährt er nach Südhessen um dort als Schiedsrichter im Einsatz zu sein oder den ruhmreichen TSV Goddelau spielen zu sehen oder als Mannschaftsbetreuer im Einsatz zu sein. Er verlässt dann am Wochenende früh das Haus, holt irgendwo noch Trikots ab und wenn er nach Hause kommt ist er, egal wie da Spiel ausging, fix und fertig, weil er kaum eine Minute stehen bleibt, sondern immer am Spielfeldrand hin- und herrennt und sich dabei immer wahnsinnig aufregt. Wenn ich ihn nach Goddelau oder zu Auswärtsspielen in meiner Lieblingsfunktion, der „Fussballfunktionärsfrau“ begleite, sitze ich entspannt in meinem mitgebrachten Campingstuhl neben dem Spielfeld und trinke leckeren Brühkaffee für 1,- € den Becher.

Im Waldstadion ist alles anders. Da verlasse ich schon Stunden vorher das Haus, um mich einzustimmen. Ich fahre mit dem Rad ins Stadion, treffe mich mit Freunden am Vereinshaus der Schäferhundfreunde und während dem Spiel stehe ich die ganze Zeit und singe jedes Lied mit, direkt nach Hause fahre ich auch meistens nicht.

Morgen muss ich schauen, wie ich das alles hinbekomme, denn wir müssen schon um 19:00 Uhr am Schauspiel sein, da ist Premiere von 10 odd emotions von Saar Magal in Koproduktion mit der Dresden Frankfurt Dance Company. Irgendwie muss ich es schaffen mich irgendwo noch umzuziehen, denn ich kann im Stadionoutfit nicht ins Schauspiel gehen. Und nach dem Schauspiel wollte ich eigentlich mit Freunden zu Shantel gehen, denn der wollte im ono2 auflegen. Das wurde aber leider abgesagt. (Am 2.2. legt er dafür in der Schweizer 5 auf) So kann ich wenigstens pünktlich um Mitternacht mit meinem Sohn in den 20. Geburtstag hineinfeiern. Und am Sonntag mach ich nix..

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Lebt wild

Daniela

Vielen Dank an mein tolles Ausgehtippteam: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.

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ZU GEWINNEN

Für den großen Genazino-Vorleseabend "Best of Abschweifung" am Dienstag, 24. Januar im Literaturhaus Frankfurt um 19:30 Uhr gibt es 1 x 2 Saaltickets zu gewinnen!

Frage: Wie heißt der Titel der bekannten Trilogie von Wilhelm Genazino, die 2011 "in ganz Frankfurt" gelesen worden ist?

Antwort im Betreff bitte mit Eurem vollständigen Namen in der E-Mail an Petra

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Che Sudaka am 9. Februar im Lieblingsclub an der Konstablerwache. Die Gewinnfrage lautet: Was wird bei Peter Weiss Ermittlung im Megalomaniatheater verhandelt?

GEROLLTES über alles und nichts

(Uwe)

Es ist eine schwierige Zeit über Fußball zu schreiben, weil eigentlich nichts passiert. Zumindest in Deutschland. Ob Yann Sommer (Torwart bei Borussia Mönchengladbach) für den verletzten Manuel Neuer zum FC Bayern wechselt oder Rudi Völler Sportdirektor der Nationalmannschaft (die Position ist seit dem Abgang von Oliver Bierhoff verwaist), ist doch wirklich egal. In der Vorbereitung auf die Rückrunde der Bundesliga (ab dem Wochenende, Schalke spielt am Samstag bei der Eintracht, Daniela und ich werden da sein, nur ich werde jubeln) ist nichts berichtenswertes passiert. In England, Spanien oder Italien wird schon wieder seit einigen Wochen gespielt, da läuft aber alles weitestgehend so weiter wie vor der WM. Na gut, die hervorragende Saison von Arsenal London, die nach einigen schwachen Jahren einmal wieder an der Spitze stehen, könnte man einmal aufbereiten, aber wen interessiert das wirklich. Auch die sehr schwache Saison vom FC Liverpool (mit Klopp) und des FC Chelsea (nach Tuchels Ablösung geht fast überhaupt nichts mehr) nimmt man zur Kenntnis, mehr aber auch nicht. Selbst der ruhmreiche TSV Goddelau aus der Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau liegt gerade im Winterlager und bringt den Kreislauf erst langsam wieder in Schwung, bevor die Vorbereitung auf die Rückserie beginnt. Wie ich auf Instagram sehen konnte, urlaubt der Trainer gerade in der Ferne, so schnell wird das also nicht wieder losgehen.

Da kann ich also durchaus einmal ein Thema aufrufen, dass ich letzte Woche mit einem alten Freund diskutierte. Die Frage lautet „ist Leroy Sane vom FC Bayern München ein Spieler aus der Kategorie „Weltklasse“? Ich meine ja (nicht, weil er in meinem Lieblingsverein, dem FC Schalke 04 ausgebildet wurde), mein Freund sagt nein. Ich denke ja, weil er wahnsinnig elegant spielt, einen tollen Schuss hat und schnell ist. Er sagt nein, weil das nicht reichen würde. Gerade, wenn man nur ab und zu ein ganz großes Spiel abliefern würde. Er meinte zudem, dass Pep Guardiola (Trainer von Manchester City, für viele (auch für mich) der beste Trainer der Welt) keine Weltklassespieler weggehen lassen würde (er wechselte von Man City zu Bayern München, wo er heute noch spielt). Ich muss zugeben, dass letztgenanntes Argument mich durchaus in Straucheln brachte. Ich fiel aber nicht und argumentierte, dass „wahnsinnig elegant spielt, einen tollen Schuss hat und schnell ist“. Mein Freund wies mich zurecht daraufhin, dass ich diese Argumente genauso schon einmal genannt hätte. Das stimmte, also fügte ich hinzu: „nach seiner Einwechslung bei der WM war er der einzige Spieler, der was riss, dem eine gelungene Offensivaktion zuzutrauen war“. Mein Freund war ein erfolgreicher Tennisspieler, im 1:1 ist er ausdauernder als ich. „Das reicht doch nicht zur Weltklasse, wenn man in einer Gurkenmannschaft der einzige Einäugige unter lauter Blinden ist“. Ok, ich gab auf, Sane ist keine Weltklasse, er ist aber nahe dran.

Freitag 20. Januar: Jazzsalon im Frankfurter Salon

(Daniela)

ach wie schön, erst Chor und dann die tolle Ev Machui im Frankfurter Salon!

Wir freuen uns, nach über zwei Jahren endlich wieder im schönsten Salon der Stadt zu spielen. Lieder über die Liebe, das Leben, den Alltag …. deutscher Chanson gemischt mit einer guten Prise Jazz - das sind Jazzsalon:

  • Michael Will (Kontrabass)
  • Andreas Müller (Klavier) und
  • Frau Chanson Ev Machui

Eintritt frei - über eine großzügige Spende im Zylinder freuen wir uns!
www.jazzsalon-trio.de

Frankfurter Salon, Baruchbachstraße 32

Freitag, 20. Januar, bis Sonntag, 22. Januar: Of/ Diamant

(Andrea)

Für die aktuellen temporären Bespielungen liebe ich meine Stadt! Und wünsche mir, dass dieser sozio-kulturelle Traum nicht aufhört! Was Besseres, als unwichtig gewordene Einkausfmeilen mit Kunst und Kultur zu bespielen, kann man doch kaum machen! Zudem haben wir in Offenbach glücklicherweise mit der HfG und Heiner Blum die Leute dazu. Der ist mit einer Truppe Studierender aktuell im Ladenlokal eines ehemaligen Juweliers aktiv, Diamant eben. Immer zwei Wochen, jeweils Do-So sind wechselnde Ausstellungen zu sehen, aktuell Abstract City, ua. auch mit Arbeiten von Philipp Langer, die ich mir nicht leisten kann, aber vielleicht irgendwann mal geschenkt bekomme. DIAMANT 5 / ABSTRACT CITY noch bis zum 22.1. ANNE KLAUSMANN fotografiert von Vlada Shcholkina ABSTRACT CITY: ANNE KLAUSMANN / BARBARA WONNER / DANIEL VON HOESSLE / DANIELA SONNABEND / DORIAN WINKLER / FABIJENNE ANDRIJEVIC / FINN GÖLITZER / JAKOB FRANCISCO / JALE SOMER / KERSTIN WEISER / KONSTANTIN KIPFMÜLLER / LARS SCHWABE / LENARD LÜDEMANN / MARC GORONCY / MARTIN STOYA / OLEG KOMAROV / PHILIPP LANGER / SIMON MARTIN / SONJA RYCHKOVA / STEFAN KOPPELKAMM / UN-ZU HA-NUL LEE WALLPAPER GALLERY: Ann Messner / Cy Twombly / Elaine de Kooning / Francois Dufrène / Helen Frankenthaler / Janet Sobel / Jackson Pollock / Jaques Villeglé / Katharina Grosse / Lee Krasner / Louise Bourgeois / Miodrag Živković / Pat Steir / Piet Mondrian / Raymond Hains  Fr 17-21 / Sa 16-21 / So 15-20 www.instagram.com/diamant.offenbach/

DO! DIAMANT OFFENBACH / Museum Of Urban Culture / Frankfurter Straße 8 / Offenbach

Freitag, 20. Januar: OF/ Soups, D662

(Andrea)

Gerade an Tagen wie diesen, wenn alles grau, trüb und regnerisch, ist gibt es dauch kaum Schöneres, als sich am wärmenden Feuer zu einer Suppe zu treffen. Das wärmende Feuer müsst ihr Euch denken, die Suppe gibt es wirklich: Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch sind YRD.Works und eigentlich in der Kressmann-Halle im Hafen Offenbach aktiv. Jetzt bespielen sie mit SOUPS den Rathaus-Pavillon, der sich immer mehr zum hippen Treffpunkt mausert und laden zum Essen und Austauch: Eine Suppe verbindet, bringt Menschen zusammen und ins Gespräch. Bis Samstag, 11. Februar, immer von Donnerstag bis Samstag lädt „SOUPS“ fünf Wochen lang zum Essen, immer mit bzw. von anderen Köchinnen und Köchen aus verschiedenen Winkeln und Szenen der Stadt, spannende Begegnungen sind dabei garantiert. Zumal das Essen für die Teilnehmenden kostenlos ist. Heute kocht die Künstlergruppe D662, die 2015 aus der ehemaligen Bildhauerklasse von Professor Wolfgang Luy an der HfG hervorging. Seither setzen sie gemeinsame, inzwischen aber meist eigene künstlerische Projekte um. Mit YRD.Works z.B. die Installation Scale Scale Scale, die 2017 in der Offenbacher Kressmann-Halle zu sehen war. Der SOUPS-Anlass ist also auch ein Revival am Kochtopf. Dabei sind Maria Anisimowa, Lutz Pillong und Sven Prothmann. 18 Uhr Weitere Infos gibt es hier: soups.yrd.works .

SOUPS, Rathaus-Pavillon, Stadthof-Westseite, Offenbach

Freitag, 20. Januar - Mittwoch, 01. Februar: Ausstellung „Answering the Sun“ saasfee*pavillon

(Petra)

Auch im neuen Jahr bleibt der saasfee*pavillon einer meiner liebsten Orte in der Stadt: Heute wird eine ungewöhnliche Ausstellung von Rainer Kohlberger eröffnet, die sich nach einer kleinen Reise in ein Paralleluniversum anhört (esoterikfrei - glaub ich zumindesten). „Answering the Sun“ gleicht einem hypnotischen Rätsel überirdischer Klang- und Bildwelten. Die Arbeit evoziert eine körperliche Erfahrung, welche die menschlichen Sinneswahrnehmungen an ihre Grenzen bringt. Auf monochrom pumpende Farbflächen folgen starke Lichtsignale, die Nachbilder auf der Netzhaut erzeugen, sowie flimmmernde Op-Art-Geometrie. Im schwindelerregenden Flackern, Pochen und Pulsieren entsteht ein mehrdimensionales Spiel der kreisförmigen Bewegung. Das hört sich verwegen an – und vorsorglich weist der Veranstalter darauf hin, dass der Besuch der Ausstellung für Personen, die empfindlich auf Blinken oder Lichtflackern oder geometrische Formen und Muster reagieren, nicht geeignet ist.

Rainer Kohlberger: Answering the Sun, – Ausstellung, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Hochstraße 64 - 66 HH, Uhrzeit: 19 - 22 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 20. Januar: FFM/ was ich bin - AIKATERINI KONTOU

(Andrea)

Für den Mathematikunterricht muss Lili gerade das griechische Alphabet lernen, ich habe sie abgefragt und dachte an Tanja Blixen. "i had a farm in africa..". Bei mir war es nur ein Flat auf Lesbos, aber Griechenland hat sich, wie die Türkei auch, in mein Herz geschrieben. Alleine deshalb schon möchte ich heute im Internationalen Theater vorbeischauen, das ich ohnehin bisher gar nicht kenne. Dort wird um 17.30 Uhr die Ausstellung von Aikaterini Kontou eröffnet, auch sie kenne ich nicht, aber der Klappentext hat mich überzeugt: , „Was ich bin“, es geht um das „Frau sein“. "Ihre Arbeiten dokumentieren die ständige, persönliche Suche nach ihrer Rolle in diesem Sein und in der Gesellschaft. Dabei spielt die Weiblichkeit gegenüber einer dominanten patriarchalischen Gesellschaft die zentrale Rolle, welche über Themen wie Feminismus, Geschlechtergrenzen, Missbrauch, Sexismus usw. erforscht werden. Die Künstlerin strebt eine gezielte Provokation über die Kunst an und möchte dadurch alle Arten von Missbrauch, Ungerechtigkeiten und altmodischen Stereotypen bekämpfen. "Ich träume von einer gesunden Gesellschaft und einem gesunden Planet für zukünftige Generationen, auf denen sie das Leben in vollen Zügen genießen können." Ihre Inspirationsquellen sind vielfältig. So ist zum einen die griechische Mythologie und Homer für die in Griechenland geborene und aufgewachsene Künstlerin sehr wichtig. Beeinflusst von den fragmentierten Körpern antiker griechischer Skulpturen und ihren gebrochenen Gliedmaßen, verwandelt sie die gewonnenen Eindrücke in neue Formen. Zum anderen ist sie auch von antiken zykladischen Figuren fasziniert und schenkt ihre Bewunderung dem Natürlichen: wie die Zeit alles Unnötige ausgezogen hat und das Nackte in der absoluten Reinheit von Material und Form zurücklässt. Zugleich kann man in den Werken Kontous Respekt gegenüber der japanischen Kultur nachspüren: Insbesondere gegenüber der Kontraste zwischen der außergewöhnlichen Ästhetik basierend auf Tao und Zen, deren Liebe zum Detail und der Respekt vor der Einfachheit und der Fähigkeit zu nennen, wie auch der Darstellung von Schönheit im Alten und Gebrochenen gegen eine dunklere Seite voller Geishas in einer sehr streng maskulinen Gesellschaft. Des Weiteren spielen in Aikaterini Kontous Arbeit Masken eine prägnante Rolle. „Die Menschen haben eine sehr tiefe Beziehung zu Masken. Wir verwenden sie seit Jahrhunderten sowohl im buchstäblichen als auch im metaphorischen Sinne. Ich betrachte meine Porträts als Masken, die wir tragen, damit wir in einer sehr kranken Gesellschaft überleben können.“ Ihre Werke in der Ausstellung bestehen aus Gemälden auf Leinwand und Holz. Hauptsächlich mit Acryl gemalt, experimentiert sie aber auch mit einer Vielzahl anderer Materialien wie Tusche, Pastell, Graphit, Buntstiften, Markern, Collagen, Karton. Die Größen ihrer Arbeiten reichen von 1 m bis 2,50 m und darüber hinaus. Kleineren Stücke bestehend aus Skizzen, Studien und Gemälden auf Papier, Leinwand und Holz. Die Ausstellung wird mit einem außergewöhnlichen musikalischen und literarischen Rahmenprogramm eröffnet!" 17.30 Uhr

Intern. Theater, Hanauer Landstraße 7, Frankfurt

Freitag, 20. Januar: Lyrik in Übersetzung mit Dirk Hülstrunk

(Petra)

Übersetzen ist eine Grundeigenschaft des Menschen und die Quelle aller kreativen Arbeit. Meint der Sprachkünstler Dirk Hülstrunk, der sich jeden Tag von Neuem entscheidet, wie und in was er seine vielfältig orientierten kreativen Ideen „übersetzt“ – Gedicht, Klang, Performance, Theater, Tanz, Musik … Auf Einladung der Weltlesebühne und des Verbands deutschsprachiger Übersetzer*innen (VdÜ) präsentiert er in einer Live-Perfomance seine Übersetzung des Langgedichts „Storm“ von Tim Minchin und ausgewählte eigene Texte, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Im Gespräch mit Barbara Neeb und Katharina Schmidt zeigt er einige besonders knifflige Entscheidungen beim Sprachtransfer und schildert aus seiner Perspektive als Autor, wie es sich anfühlt, den eigenen Text in einer fremden Sprache zu erleben – oder sich selbst zu übersetzen. Ich finde das hochspannend - und jedeR, der/die schon mal selbst einen Text übersetzen musste oder Bücher (auch) im Original liest, weiß: Übersetzen ist Kunst. Und oftmals unterschätzt.

Dirk Hülstrunk: Setz dich ruhig überall hin – Lyrik in Übersetzung, Live Performance & Talk mit den Übersetzerinnen Barbara Neeb und Katharina Frank, special guest: Peter Hauff, Ort: Theater Alte Brücke, Adresse: Kleine Brückenstr. 5, Uhrzeit: 20 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 20. Januar: WELTHITS AUF HESSISCH

(Uwe)

„Welthits auf Hessisch“ ist ein Projekt von Tilman Birr und Elis C. Bihn mit dem sie 1:1 das umsetzen, was sie im Projektnamen versprechen. Sie übersetzen Originaltexte ins Hessische und interpretieren diese bei ihren Konzerten. Dabei begleiten sie sich mit Bass und Gitarre. So wird aus Miley Cyrus‘ „Wrecking ball“ die „Abrissbern“, aus Rihannas „Umbrella“ der „Reschescherm“ oder Britney Spears´ „Hit me baby one more time„Schlaach misch, Mädsche, nochema“. Selbstverständlich haben sie nicht nur Songs jüngerer Popstars im Repertoire, auch „Stayin´ alive“ („Am Lebe bleibe“) von den Bee Gees oder „Help!“ („Helf mer“) von den Beatles sind zu erwarten. Ich bin kein besonderer Freund von Covern, weil ich Musiker und Bands insbesondere dafür bewundere, welch´ außergewöhnliche Werke sie erschaffen, das klingt aber nach einem unterhaltsamen Abend.

DAS BETT
Frankfurt, Schmidtstr.12
Zeit: 21:00
Eintritt: 20,00€ VVK

Bild: Pressefoto

Bis Sonntag, 12. Februar: UNHEIMLICH FANTASTISCH – E.T.A. HOFFMANN 2022

(Martin)

Ausstellung im Deutschen Romantik-Museum

E.T.A. Hoffmann (1776-1822) war ein Allround-Talent und Universal-Künstler: Er wirkte nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Musiker, Musikkritiker und Komponist sowie als Zeichner und Karikaturist. Sein Werk zeigt überdies, dass er sich intensiv mit den Wissenschaften seiner Zeit auseinandergesetzt hat. 

Daneben war Hoffmann als Jurist und Richter mit aktuellen politischen Fragen beschäftigt. Sämtliche Aspekte seiner Tätigkeit und wichtige Facetten seines Wirkens werden in der partizipativen und intermedialen Ausstellung thematisiert. Gegenwartskünstlerische Installationen schlagen einen Bogen in unsere Zeit und rücken originale Handschriften, Bücher, Zeichnungen und Objekte in neue und überraschende Zusammenhänge.

https://freies-deutsches-hochstift.de/besuch/ausstellungen/-/unheimlich-fantastisch-e-t-a-hoffmann-2022/971

Zur Ausstellung gibt es eine APP: Virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt

Der Schauplatz von E.T.A. Hoffmanns Märchen-Roman ‚Meister Floh‘ (1822) ist Frankfurt am Main. Das Geschehen spielt sich dabei in einem Radius von weniger als 500 Metern Distanz ab. Im Text erwähnt werden nicht nur Straßen (Kalbächer Gasse) und Plätze (Roßmarkt), sondern auch einzelne Gebäude (Börse, Gefängnis, Weidenhof, Weißer Schwan etc.). 

Die erzählte Topographie ist so konkret, dass man die Wege der Hauptfigur Peregrinus Tyß auch im heutigen Frankfurt noch nachverfolgen kann. Die App lädt zu einem Spaziergang ein und zeigt an ausgewählten Standorten, wie die Stadt zur Zeit von ‚Meister Floh‘ ausgesehen hat. Mit Hilfe einer GPS-gestützten Augmented Reality-Anwendung kann man eine virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt unternehmen und sich in die vom Autor erfundene Welt seines Textes entführen lassen.

https://virtuelle-zeitreise.freies-deutsches-hochstift.de/#/de

Und außerdem gibt es kostenlos Kurzführungen durch den Stadtraum: Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt. Die vom Freien Deutschen Hochstift entwickelte Augmented Reality Anwendung ‚Virtuelle Zeitreise in E.T.A. Hoffmanns Frankfurt‘ macht Literatur räumlich erlebbar. Als Einführung in die Anwendung bietet die Führung im Stadtraum die Möglichkeit, die Schauplätze von E.T.A. Hoffmanns Märchen ‚Meister Floh‘ zu entdecken und mehr über den Roman zu erfahren. Für 45 Minuten führt der Rundgang dabei vom Rossmarkt über die Zeil bis zum Liebfrauenberg.

Teilnahme kostenlos. Ohne Anmeldung. Begrenzte Teilnehmerzahl. Plätze nach Verfügbarkeit

Termine: (Do), 25.01. (Mi), 26.01. (Do), 01.02. (Mi), 02.02. (Do), 04.02. (Sa), 08.02. (Mi), 09.02. (Do), 11.02. (Sa), jeweils 15 Uhr

Ausstellung im Deutschen Romantik-Museum, Großer Hirschgraben 21

Foto: © Homepage Deutsches Romantik-Museum

Bis Sonntag, 26. Februar: Im letzten Hemd / Fotokunstprojekt

(Martin)

Im Zollamtsaal zeigen 25 Menschen 25 Bilder im Gedanken an den eigenen Tod.

Die Begegnung mit der Endlichkeit lehrt: Über Limitierung erschließen sich Werte spontan. Das gilt auch für den Wert – und damit am Ende für die Qualität – des Lebens. In diesem Sinn wurden 25 Menschen jeden Alters aus allen Lebenswelten eingeladen, sich in ihrem persönlichen Letzten Hemd portraitieren zu lassen. Und sich so auf besondere Art mit der eigenen Sterblichkeit zu konfrontieren. 

Unter der Beteiligung der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung.
Fotografien von Thomas Balzer / Künstlergruppe Gotensieben: www.im-letzten-hemd.de

Offizielle Eröffnung: Mi 25.1.2023, 18 Uhr, mit David Roth und Studierenden und Dozent*innen der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung
Geige: Puschan Mousavi Malvani
Bis Sonntag, 26. Februar: Im letzten Hemd
Haus am Dom/Zollamtssaal, Domplatz 3

Foto: © Thomas Balzer

Samstag, 21. Januar: FFM/ MMK - Rosemarie Trockel

(Andrea)

Das MMK bietet heute erneut um 15 Uhr eine Führung zu Rosemarie Trockel an und weil das nochmals einen neuen Zugang zu der Künstlerin eröffnet: "Starr wie verschieden blicken die weißen Männer uns entgegen. Sie sind die Clock Owner. Sie sind das Zeitregime, sie geben den Takt und den Tag vor. Notre-Dame – eine 2,90 Meter große Haarnadel – lehnt ruhig an der Wand. Gewandt und elegant bändigt sie das Wilde, das Ungestüme und das Aufreizende: Sie ist Befreiungsinstrument wie Waffe zugleich.Zur bloßen Lüftung degradiert, füllen vier Ventilatoren ein Fenster aus. Ohne Ein- oder Ausblick zu gewähren, wird das Fenster seiner Idee entrückt, ist statt Öffnung nur Ausschluss. Die Brutalität wie Absurdität normativer Ordnungen tritt im Werk von Rosemarie Trockel offen hervor. Definitionen, Einschränkungen, Bevormundung und Gewalt aufgrund von Gender werden sichtbar und durchschaubar. Mutig, wehrhaft, riskant und komisch ist ihre Vorangehensweise. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ihre Beobachtungen und Studien zu Prozessionsspinnerraupen, Staren, Hühnern oder Läusen sind wissenschaftlich fundiert wie genau, der eigene Blick stets kritischer Bestandteil. In ihrem Werk werden Ambivalenzen nicht nur zugelassen, sondern dezidiert herausgearbeitet. Die umfangreiche Ausstellung zeigt Werke von Rosemarie Trockel aus allen künstlerischen Schaffensphasen, von den 1970er-Jahren bis zu neuen, eigens für das Museum entstandenen Arbeiten. Die öffentliche Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Da für alle Angebote eine beschränkte Teilnehmer*innenzahl von 15 Personen gilt, bitten wir um Anmeldung (Mo, Mi–Fr, 9–14 Uhr) unter der Telefonnummer +49 69 21240691 oder per E-Mail an kunstvermittlung.mmk@stadt-frankfurt.de. Freitags ab 13 Uhr sind Anmeldungen für Wochenendtermine nur noch direkt an der Museumskasse möglich. Für eine spontane Teilnahme wenden Sie sich gerne an das Kassenpersonal. Weitere Informationen finden Sie auf www.mmk.art

Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt

Bis Samstag, 21. Januar Dance Me! She She Pop

(Martin)

Von einem energetischen Tanz-Battle schreibt nachtkritik.de – She She Pop ist wieder in town – und das hingehen lohnt sich erneut.

„Dance Me!” ist ein Tanzmarathon, in dem zwei Generationen gegeneinander antreten. Die Bühne ist eine Arena, in der She She Pop und Gäste in der Rolle der Alten auf eine Gruppe junger Performer*innen treffen.

Das gegenseitige Unverständnis, der Generation Gap, wird in einem streng reglementierten Tanz-Ritual auf die Bühne gebracht und gefeiert. Die Teams wechseln sich ab: Wer nicht auf die Tanzfläche muss, steht an den Mikrofonen und macht die Musik. Die Generationen geben einander nicht nur den Beat vor und treiben sich an, sie nutzen auch die Gelegenheit, sich in langen Litaneien zu beklagen und gegenseitig zu beschimpfen. Oder zu bewundern? Und einander zu danken? – Wir wissen es nicht. Die beiden Teams trainieren für diesen Abend getrennt voneinander und konfrontieren sich in der Show mit ihren aktuellsten Moves.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/dance-me/
Donnerstag, 19. Und Freitag, 20. Januar um 20.00h, Samstag, 21. Januar um 19.00h
Mousonturm / Saal – Solidarisches Preissystem

Foto © Ben Krieg

Samstag, 21. Januar: OF/ Die Plastiksparakademie

(Andrea)

Nichts Neues unter der Sonne: Der Coffee-to-go, die verpackten Tomaten, der Joghurtbecher. Wir produzieren täglich einen unglaublichen Müll, verbrauchen Ressourcen und belasten unserere Umwelt. Wissen tun wir das schon lange, aber im Alltag siegt dann doch oft die Bequemlichkeit. Ein Besuch in der "Plastikspar-Akademie" kann da helfen: "Ab Januar zeigt die Verbraucherzentrale Hessen in der Wetter- und Klima-Werkstatt wie jede und jeder Plastik im Alltag reduzieren und vermeiden kann. Die neue Workshop-Reihe „Die Plastikspar-Akademie“ startet am 21. Januar um 15 Uhr mit dem Workshop „Werde Kosmetik-Profi“. Kosmetik-Artikel sind nicht nur in Plastik verpackt, sie enthalten auch meist verschiedene Kunststoffverbindungen wie Mikro- oder Flüssigkunststoffe. Worin unterscheiden sich die Kunststoffe und wie erkenne ich sie? In dem kostenfreien Workshop werden Inhaltsstofflisten überprüft, Siegel besprochen und sogar einfache Rezepte für selbst hergestellte Kosmetika ausprobiert. Weitere Workshops zu den Themen Bekleidung und Verpackungen finden am 11. und 18. Februar jeweils um 15 Uhr in der Wetter- und Klima-Werkstatt statt.
Die Workshops sind für junge Menschen ab der 9. Klasse geeignet. Um Anmeldung per E-Mail an info@wetterwerkstatt.de wird gebeten. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei.

Wetter- und Klima-Werkstatt, Frankfurter Straße 39 / Rathaus Plaza, Offenbach

Samstag, 21. Januar: OF/ Soups - Vair e.V.

(Andrea)

Mit dem SOUPS im Rathaus-Pavillon haben die Drei YRD.Worker einen tollen Ort geschaffen, um 18 Uhr beginnt die Suppenausgabe, dann hörte man das Geklapper von Geschirr, fröhliche Plaudereien, Schmatzen, Schlürfen, Gemurmel und befindet sich nolens volens in einer Theaterkulisse, die ihresgleichen sucht. Die Wände sind schwarz gestrichen und alle versammeln sich um die beleuchtete imaginäre Feuerstelle.Weil Köchinnen und Köche zum Konzept gehören, stehen heute die Mitglieder des Vair e.V. am Herd: "Eine offene, vielfältige Gesellschaft mit gleichen Chancen und Rechten für alle, unabhängig von Herkunft, Aussehen, geschlechtlicher Identität oder Weltanschauung: Für dieses Ziel steht Offenbacher Vair e.V. seit 2019 ein. Mit langfristigen Projekten, aber auch mit Veranstaltungen und Formaten, die Begegnung und sozialen Austausch fördern. So wie heute Abend, mit dampfenden Tellern Suppe." 18 Uhr

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Samstag, 21. Januar: Of/ Lifesaver

(Andrea)

"Last night the dj saved my life..." und weil heute mit ATA der Hausherr an den Turntables steht und der Kopf mal wieder gerade gerückt werden will, gehen wir vielleicht vielleicht um 23.59 Uhr ins Robert (wahrscheinlicher ist zwar, dass wir um die Zeit schon auf dem Sofa eingeschlafen sind, aber der Wille ist da). Es legen also auf: ATA, Cloé und Ivan Smagghe, Tix gibt es im Presale für 21 Euro: robertjohnson.ticket.io/v27pajp6

Robert Johnson, Nordring, Of

Samstag, 21. Januar: MIDWIVES - Hessenpremiere

(Uwe)

Der Gewinnerfilm vom Sundance Festival in der Hessenpremiere im Orfeos Erben? Drei gute Gründe auf einmal.

Zum Film: Die junge Muslima NYO NYO ist fest entschlossen eine zuverlässige Hebamme zu werden. Ihre buddhistische Lehrerin HLA hat eine improvisierte Klinik im Westen Myanmars, in der die beiden Frauen trotz ihrer unterschiedlichen ethnischen und religiösen Zugehörigkeiten zusammenarbeiten, aber auch bedroht werden. Die muslimische Rohingya sind rechtlos. Die Klinik ist für schwangeren Frauen, Neugeborene und Kinder die einzige Hoffnung auf medizinische Versorgung. Hla’s Belastung im Klinikalltag ist groß und ihre Sicherheit in Gefahr. Trotzdem ermutigt sie täglich ihre Schülerin und fordert sie heraus, besser zu werden. Im Land kämpft die Bevölkerung mit den Nachwirkungen des Militärputsches und dem harten Vorgehen gegen Demonstrant*innen. Die beiden Hebammen trotzen den widrigen Umständen, Chaos und Gewalt und ringen um das Glück, dass sich immer dann einstellt, wenn eine Geburt gelingt und ein Kind zur Welt kommt. 

Snow Hnin Ei Hlaings drehte ihr bemerkenswertes Dokumentarfilmdebüt über sechs turbulente Jahre im Rakhine State in Myanmar. Voller Liebe, Empathie und Hoffnung bietet MIDWIVES einen seltenen Einblick in die komplexe Realität Myanmars und seiner Menschen. Gleichzeitig macht der Film auf den unverzichtbaren Beitrag für die Versorgung Schwangerer, junger Mütter und Neugeborener aufmerksam, den Hebammen weltweit

Orfeos Erben (Hessen-Premiere). Frankfurt, Hamburger Allee 45
 20 Uhr Einlass mit Sektempfang, Filmstart ca. 20.30 h. 

Tickets gibt es hier

Bild: Verleiher

Kunstaktion - Mitmachen

„Ich will Manuela Rottmann“ – ein ausgewähltes Werk zieht mit ein, in das Büro der Oberbürgermeisterin Manuela Rottmann

Mitmachen bei der Kunstaktion der Wähler*innen-Initiative

  • Gestalte ein Kunstwerk, wie Du Manuela Rottmann siehst
  • reiche Dein Werk bei der Kunstaktion der Wähler*innen-Initiative ein
  • alle eingereichten Kunstwerke werden im Hotel Nizza in Frankfurt ausgestellt
  • ​Das erstplatzierte Werk wird mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro ausgezeichnet
  • und zieht gemeinsam mit Manuela Rottmann in ihr OB-Büro ein

Nähere Infos gibt es hier: Gerne teilen und weitersagen

Illustration: Barbara Jung

Sonntag, 22. Januar: Of/ Konzertsonntag

(Andrea)

Immer wieder schön, im Hafen der Musik zu lauschen: Ein Nachmittag mit drei Konzerten. Sarah Walk aus Los Angeles, Hayfitz aus Brooklyn, Kratzen aus Köln. Viel Vergnügen. 16.00 Hayfitz 16.45 Sarah Walk 18.00 Kratzen Einlass 15.45 Uhr. Eintritt 10 Euro im Vorverkauf und Tageskasse.

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Dienstag, 24. Januar: documenta15: Der Skandal und die Folgen - Podiumsgespräch

(Petra)

Die letzte documenta 2022 war schon sehr früh sehr umstritten und machte leider vor allem mit Skandalen von sich reden. Nun unternimmt das Jüdische Museum den wichtigen Versuch einer Art Aufarbeitung – und ich erhoffe mir einen differenzierten Blick auf das Thema, mit dem ich mich noch immer sehr schwer tue. Die Agenda für den Abend: Bereits vor der documenta 15 zeichnete sich ab, dass israelfeindliche Positionen in der weltweit größten zeitgenössischen Kunstausstellung eine unwidersprochene Bühne erhalten würden. Das Banner „The People’s Justice“ von Taring Padi, das unmittelbar nach der Eröffnung auf dem Friedrichsplatz gehisst wurde, bestätigte alle Befürchtungen: Im Zentrum Kassels wurden antisemitische Vorstellungen bildhaft ins Szene gesetzt. Auch wenn das Banner schnell wieder abgebaut wurde, präsentierte die documenta 15 bis zum Schluss israelfeindliche Positionen und erklärte den palästinensischen Befreiungskampf zu einem zentralen Element postkolonialer Perspektiven. Wie kommt es zu dieser Positionierung des palästinensischen Kampfes in der zeitgenössischen Kunstszene? Worin besteht der Skandal der documenta? Und welche Folgen hat er?

documenta 15 © documenta fifteen 2022

documenta 15: Der Skandal und die Folgen, Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Heinz Bude und Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Ort: Jüdisches Museum Frankfurt, Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Anmeldung bis 23. Januar hier, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: 10 (5) Euro, die Ausstellung „Zurück ins Licht. Vier Künstlerinnen – Ihre Werke. Ihre Wege“ und das Life Deli sind bis Veranstaltungsbeginn um 19:15 Uhr geöffnet

Mittwoch 25. Januar: Frankfurt - Radlers Traum?

(Daniela)

Als leidenschaftliche Radfahrerin freue ich mich auf die Diskussion!

Frankfurt ist, das zeigt schon die Geschichte, eine Fahrradstadt. „August, August“, riefen die Menschen in Frankfurt vor mehr als 130 Jahren „ihrem“ Rad-Weltmeister August Lehr zu, der sich auf der Rennbahn im Palmengarten der Konkurrenz stellte. Radfahren war Gesellschaftssport, machte Frauen mobil und diente als bezahlbares Vehikel für die arbeitende Bevölkerung. An diese Tradition kann Frankfurt anknüpfen, wie der Journalist Matthias Arning in seinem Buch „Radlers Traum Frankfurt“ schreibt. Denn nach dem Zweiten Weltkrieg war damit erst mal Schluss. Der Wiederaufbau stand ganz im Zeichen der „autogerechten“ Stadt. Allein mehr als 400.000 Pendelnde quälen sich heute täglich in ihren Autos durch Frankfurt. Doch das kann nicht so bleiben. Für den Klimaschutz setzt die überschaubare Stadt der kurzen Wege eine Verkehrswende auf ihre Agenda. Wie kann diese zu einem Gewinn für alle werden?

Referierende:

Anita Akmadza, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und des Ortsbeirats 5 in Frankfurt

Dr. Matthias Arning, Journalist und Buchautor, Frankfurt
Dr. Dennis Knese, Professor für nachhaltige Mobilität und Radverkehr, Frankfurt University of Applied Sciences
Heiko Nickel, Leiter Strategische Verkehrsplanung, Stadt Frankfurt am Main

Moderation:
Dr. Regina Oehler, Wissenschaftsjournalistin
Dr. Gunter Volz, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung

Anmeldung zur Teilnahme in der Akademie erbeten:
https://www.evangelische-akademie.de/60552
Sie erhalten eine automatische Anmeldebestätigung.

Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main
19.00 – 21.00 Uhr

Noch bis 2. Februar: Onkel Wanja

(Martin)

Anton Tschechow imSchauspiel Frankfurt 

Es gibt Tickets für Onkel Wanja im Schauspiel!

Die HR2-Frühkritk sendete nach dem Premierenabend: »Tschechows Traurigkeit ist keine Tristesse, sie hält auch glückliche Momente parat und das war auch zu sehen. […] Eine sehr gute Inszenierung in der Regie von Jan Bosse und man hat dort nicht nur Tschechow verstanden, sondern auch diese typische Atmosphäre kongenial auf die Bühne gebracht. Es war auch eine sehr gute Ensembleleistung, […] Es war eine sehr ruhige Inszenierung, die ein gutes Tempo hatte – eine zwei Stunden Dauer, aber nie Längen und das Schlussbild war der Höhepunkt, das war absolut großartig. Also ein rundum überzeugender „Onkel Wanja“.«

Ich finde diesen Wanja eine großartige Inszenierung – der Abend hätte noch länger dauern können bzw. die Stimmung dieses Abends hätte ich gern noch etwas behalten.

Sonja bewirtschaftet das Gut ihrer verstorbenen Mutter gemeinsam mit deren Bruder Wanja, also ihrem Onkel, der das Anwesen verwaltet und bei dem sie aufgewachsen ist. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie das Leben ihres Vaters, der als berühmter Professor der Kunstwissenschaften in der Stadt lebt und den sein Schwager Wanja verehrt. Sonja wiederum bewundert den mit ihm befreundeten Arzt und Umweltschützer Astrow, der gegen die Ignoranz und Dummheit der Menschheit vor allem verzweifelt Wodka einsetzt. Als der Professor mit seiner neuen jungen Frau Elena zu Besuch aufs Land kommt, gerät das Leben, in dem sie sich eingerichtet haben, gründlich durcheinander. Gefrühstückt wird erst gegen Mittag, die Nacht wird zum Tag und der Alkohol fließt. Um das Chaos perfekt zu machen, verliebt sich Wanja in Elena, die sich wiederum aber vor allem für Astrow interessiert. Die Stimmung wird explosiver, und in einer dieser Nächte lässt der Professor die Bombe platzen: Er braucht mehr Geld für sein Leben in der Stadt und will das Gut verkaufen, deren rechtmäßige Erbin eigentlich Sonja ist. Die Lebenslügen liegen plötzlich blank, alle Stützen der fragilen Konstruktion brechen zusammen. Wofür hat man sich die letzten Jahre aufgeopfert? Gibt es einen Aufbruch in eine neue, sinnvolle Zukunft?

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-12/onkel-wanja/1179/

Sonntag, 22. Januar um 18.00h und
Donnerstag, 2. Februar um 19.30h

Schauspiel Frankfurt / Großes Haus

Foto: © Thomas Aurin

Sonntag, 22. Januar: Of/ Neujahrskonzert

(Andrea)

Was die Klavierkünste meiner Tochter angeht, habe ich inzwischen aufgegeben. Es gibt hier und da mal was zu hören, aber so richtig konzertant ist das leider nie. Deshalb freue ich mich schon sehr auf das Neujahrskonzert im Jacques Offenbach-Saal des Büsingpalais mit vier Pianistinnen und Pianisten, "die sich mit einem ausgewählt ereignisreichen Repertoire musikalisch ins neue Jahr stürzen: Mit dabei sind die Pianistin Lydia Maria Bader sowie ihre Kollegen Ronald Fries, Werner Fürst und Frank Spannaus. Zu hören gibt es die wunderschöne Nocturne in Es-Dur von Michail Iwanowitsch Glinka, das rasante und in Teilen düstere Scherzo Nr. 1 in h-Moll von Fréderic Chopin, gefolgt von den sechs innigen Klavierstücken op. 118 von Johannes Brahms. Nach der Pause geht es mit einer Auswahl der berühmten Préludes von Chopin und den klangmalerischen „Poems of the Sea“ von Ernst Bloch weiter, bevor das Programm mit dem selten gespielten „Tempête et lever du jour sur les flots“ aus „Le chant de la mer“ von Gustave Samazeuilh endet. Moderiert wird das Konzert von Ruth Zetzsche." 17 Uhr. Karten für das Konzert sind zum Preis von 20 Euro im OF InfoCenter, über Frankfurt Ticket und an der Tageskasse erhältlich.

Büsingpalais, Herrnstraße, Offenbach

Foto: Lydia Maria Baader von Kauko Kikkas

Sonntage, 22. und 29. Januar: Verschwinden: Autobahn (Studio Naxos)

(Martin)

COMPAGNIE DORFPRODUCT lädt ein auf einen Ausflug zwischen Wald und Feld und Stadt und Land zu einem Streckenabschnitt der A5, der durch das Verkehrszeichen VZ282: von sämtlichen streckenbezogenen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverboten befreit - für den Wahnwitz des „(mit Vernunft rasen)“ steht.
(Immanuel Kant, Allgemeine Anmerkung zur Exposition der Ästhetischen Urteile, in: Zweites Buch. Analytik des Erhabenen, in: Kritik der Urteilskraft (17993) B 126.

Gehen auf einer ca. 8 km langen, schnurgraden Strecke zwischen dem Stadtwald Langen, auf die die achtspurige A5 überspannende Autobahnbrücke Bornbruch (oberhalb des Bernd Rosemeyer Denkmal, Rekordhalter der Höchstgeschwindigkeit von 400+ km/h auf öffentlicher Straße vom 28. Januar 1938) und von dort aus dem Stadtwald bei Mörfelden-Walldorf heraus, vorbei am Betonwerk Mörfelden GmbH zum Museum Mörfelden-Walldorf.

Die Gehenden sind eingeladen sich der motorischen Sehnsucht nach Mobilität, Geschwindigkeit und Beschleunigung zu stellen und sich dem Größenwahn und Wahnwitz der Autobahn und den mit ihr einhergehenden mythischen und faschistoiden Phantasien auszusetzen.

„Man sperrt die Menschen zum Beispiel nicht mit einer Autobahn ein, sondern indem sie Autobahnen bauen, vervielfachen sie die Kontrollmittel. Ich sage nicht, dass dies das einzige Ziel von Autobahnen ist, aber die Leute können unendlich und frei reisen, ohne eingeengt zu sein, während sie perfekt kontrolliert sind. Das ist unsere Zukunft.“
Gilles Deleuze, Qu’est-ce que l’acte de création ? (1987).

Um Anmeldung wird gebeten:https://studionaxos.de/programm/verschwinden-autobahn/

Treffpunkt: Diesterwegplatz (Vorplatz Südbahnhof); Dauer: ca. drei Stunden mit An- und Abfahrt.
Laufstrecke vom Bahnhof Langen zum Bahnhof Mörfelden-Walldorf ca. 10 Kilometer. Kleidung und Schuhe der Witterung entsprechend.

Feste Kosten: 11,20 € (RMV Fahrschein Südbahnhof nach Langen Bahnhof: 5,60 €, RMV Fahrschein Bahnhof Mörfelden-Walldorf – Frankfurt: 5,60 €

Sonntag, 22.01.23 um 14:00 Uhr und  Sonntag, 29.01.23 um 14:00 Uhr

Foto: © studio Naxos

Serie: Bad Sisters

(Uwe)

Neulich sah ich die beste Serie seit langem. Auf apple+ läuft Bad Sisters und die Serie ist so gut, dass sich die Abogebühr für das Jahr 2023 allein für die zehn Folgen rechnet. Die Serie ist laut Serienjunkies „eine köstliche Mischung aus dunkler Komödie und Thriller“. Fünf Schwester haben früh ihre Eltern verloren und halten fest zusammen. Eine von ihnen wurde von ihrem Ehegatten, der einer der besten Fieslinge in der Fernseh-/Streaminggeschichte ist, vom gesellschaftlichen Leben und ihren Schwestern isoliert. Irgendwann beschließen die Schwestern ihn aus dem Weg zu räumen, was nicht so richtig gelingen will. Die Serie ist toll geschrieben und inszeniert und bis in die letzte Nebenrolle herausragend besetzt. Aus dem großartigen Ensemble ragen aus meiner Sicht zwei Akteure heraus, deren Eltern bereits äußerst erfolgreich sind: Brian Gleeson, der Sohn von Schauspieler Brendan Gleeson, spielt einen verzweifelten Versicherungsagenten und Eve Hewson, die Tochter von U2-Sänger Bono, ist die jüngste der Garvey-Schwestern. Unbedingt anschauen! Wenn Ihr apple+ habt, solltet Ihr danach unbedingt Slow Horses mit Gary Oldman schauen und Ted Lasso ja sowieso (kennt Ihr aber sicher sowieso schon alle).

Sonntag, 22. und Montag, 23. Januar: PETER WEISS – DIE ERMITTLUNG

(Martin)

Dokumentartheater über die Frankfurter Auschwitzprozesse

Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Jeder Mensch hat das Recht auf gerichtliches Gehör. Denkt man an die unvorstellbaren Taten, die in den Konzentrationslagern der NS-Zeit an tausenden von Menschen mit perfidem System begangen worden sind, scheinen diese Grundsätze, auf die sich unser Rechtsstaat und sogar die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten stützt, mehr als nur zynisch. Aber genau diese und andere Grundsätze sind aus der Erfahrung eben jener Gräueltaten entstanden – und schufen (noch Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs) die Notwendigkeit, die Verbrechen an der Bevölkerung gerichtlich aufzuklären, zu behandeln, aufzuarbeiten und zu strafen...


Als 1963 der Erste Frankfurter Auschwitz-Prozess begann und man sich der Mammutaufgabe stellte, wenigstens einen Bruchteil der Verantwortlichen für die im größten der Konzentrationslager begangenen Verbrechen gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen, war die Erinnerung noch frisch in den Köpfen der Beteiligten und der Bevölkerung verankert. Es gab niemanden, der zu Kriegszeiten nicht auf der einen oder anderen Seite gestanden hätte, der nicht Täter oder Opfer gewesen wäre – oder keinen, der nun im Zuge des Prozesses nicht in ohnmächtiger Ungläubigkeit Dinge erfahren hätte, die in den Lagern abgeschottet und doch so unversteckt all die Jahre über vor sich gegangen waren.

Heute, beinahe 80 Jahre nach Kriegsende, da nur noch sehr wenige Zeugen der NS-Zeit am Leben sind, bleiben uns Briefe, Dokumente, Akten, Gedenkstätten, Fotographien – und Erinnerungen an Erinnerungen. Auch wir stehen heute ungläubig vor den Fakten, die sich außerhalb des menschlich Vorstellbaren befinden. Und zugleich müssen wir sie als elementaren Bestandteil der Geschichte unseres Landes akzeptieren.

Die Ermittlung von Peter Weiss, verfaßt im Stil eines Oratoriums, ist Dokumentartheater im besten Sinne: Die Aussagen der Protagonisten sind zwar poetisiert und in Themenkomplexe unterteilt, entsprechen aber den Fakten; es sind die echten Aussagen echter Opfer und echter Täter; beide Seiten kommen gleichermaßen und gnadenlos einander gegenübergestellt zu Gehör, ohne Bewertung, ohne Emotion und ohne In-Szene-Setzen. Für uns ist Die Ermittlung als Lehrstück zu betrachten: In kaum einem anderen Stück wird ein Teil wahrer Geschichte auf so grausame und schonungslose Weise lebendig.

"Unsere Inszenierung versteht sich als Teil unserer Aufgabe, diese geschichtlichen Fakten wieder aufzuzeigen und damit einen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten – mehr noch: einen Beitrag dazu, daß sich dergleichen niemals wiederholt."

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.megalomania-theater.de/ermittlung
Sonntag, 22. Januar um 18.00h und Montag, 23. Januar um 19.30h
Megalomaniatheater, Offenbacher Landstraße 368, 60599 Frankfurt am Main

Tel.: 069-590097 / Mail: info@megalomania-theater.de

Foto: © Megalomania-Theater

Dienstag, 24. Januar: Best of Abschweifung – Ein Genazino-Vorleseabend

(Petra)

Ein heiterer Abend in Erinnerung an Wilhelm Genazino, dessen Leben und Schreiben eng mit Frankfurt am Main verbunden ist und der viele Male im Literaturhaus zu Gast war. Es lesen die Schauspielerin Melanie Straub, Mitglied des Ensembles des Schauspiels Frankfurt und zuletzt u.a. in Jelinek- und Tschechow-Bearbeitungen zu erleben, sowie Schauspieler Peter Lerchbaumer, der aus dem Fernsehen und dort vor allem durch die Frankfurt-Tatorte von 2002 bis 2010 bekannt ist. Die Regisseurin, Radioredakteurin und Dozentin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main Marlene Breuer, die viele Hörproduktionen mit Genazino erarbeitet hat, stellt einen Reigen von Texten und Kommentaren zusammen, die uns den Beobachter außerordentlicher Gewöhnlichkeiten, Abschweifungskünstler, Sammler von Liebesblödigkeiten und viel beschworenen Flaneur lebhaft vor Augen führen. Seine Texte sind im Hanser Verlag und bei dtv erschienen. Der Abend ist Teil des Festivals „20 Veranstaltungen an 20 Orten“ zur Erinnerung an Wilhelm Genazino, initiiert von Ulrich Rüdenauer.

Foto: Wilhelm Genazino©Peter-Andreas Hassiepen

Best of Abschweifung – Ein Genazino-Vorleseabend, Festival „20 Veranstaltungen an 20 Orten“ zur Erinnerung an Wilhelm Genazino, initiiert von Ulrich Rüdenauer, Hybridveranstaltung, mit Peter Lerchbaumer, Melanie Straub und Marlene Breuer, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 9 / 6 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro (20 Veranstaltungen), Tickets gibt es hier

Donnerstag, 26. Januar: "Love Stories" - Junges Konzert mit dem hr-Sinfonieorchester

(Daniela)

Leider ist mein Sohn ja nach München gezogen, sonst häte ich ihn überredet heute mit mir in die Alte Oper zu gehen. Das Konzept des hr Sinfonieorchesters hört sich super an, denn sie haben ein Konzert für junge Leute ganz im Zeichen der Liebe konzipiert, mit folgenden Werken:

  • John Barry | Jenseits von Afrika (Titelmusik)
  • Sergej Prokofjew | Romeo und Julia – Suite
  • James Horner | Titanic (Titelmusik)
  • Leonard Bernstein | Sinfonische Tänze aus der »West Side Story«

 

Herz reimte sich schon immer auf Schmerz, und Liebe … auf Musik! Romeo und Julia, Inbegriff des zum Unglück verurteilten Liebespaars, haben zahlreiche Komponisten zu tönenden »Love Stories« angeregt – und auch im Kino klingt es dort besonders innig, wo die Liebe dem Untergang geweiht ist. In Sergej Prokofjews Ballettmusik heißen sie original Romeo und Julia, in Leonard Bernsteins moderner Adaption Tony und Maria: junge Menschen unterschiedlicher Herkunft, denen ein gemeinsames Leben verboten ist. Ähnlich die Konstellation auf dem berühmtesten Schiff der Welt: Rose ist reich, Jack ist arm, ihr Schicksal führt sie auf den Dampfer »Titanic«, wo das Oben und das Unten streng getrennt sind – James Horner schrieb die so packende Filmmusik zu James Camerons Leinwand-Epos über ein kurzes Glück in der Überwindung von Grenzen. Und solche muss auch Karen Blixen sprengen in »Out of Africa« – unter den sieben Oscars für dieses Kinoereignis aus dem Jahr 1985 ging einer auch an die so sinnliche Filmmusik von John Barry.

19 Uhr, Alte OperModeriert von Marvin Fischer, YOU FM Tickets: 17 Euro - Für Schüler*innen, Studierende und Auszubildende. Erwachsene nur in Begleitung eines Kindes/Jugendlichen!

Es gibt nicht mehr viele Karten, deshalb lohnt es sich schnell zu sein!

Mehr Infos, auch zu den weiteren Konzerten in der Reihe hier.

Donnerstag, 26. Januar: OF/ Soups, die Kooperative

(Andrea)

Es ist Donnerstag, Start der woche drei von fünf und es gibt wieder Suppe! Heute kocht die Kooperative bei SOUPS im Rathaus-Pavillon: "Saisonale, biologische Lebensmittel aus regionaler Herkunft, verpackt in einer Kiste, die einmal wöchentlich bei Esser*innen in Offenbach und Frankfurt landet: Dafür arbeitet die Kooperative auf den Felder Oberrads. Und dabei gehts ums Ganze. Um unabhängige Versorgung und ökonomische Souveränität, um die Stärkung regionaler Kleinbetriebe, die Weitergabe von Wissen, um aktiven Umweltschutz und um die Gemeinschaft, die sich dafür einsetzt. Themen, die gute Zutaten und Gespräche ahnen lassen. Mit Ilka Mottscheller." 18 Uhr. Weitere Infos: soups.yrd.works

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

VORSCHAU
Freitag, 27. Januar (bis 12. Februar): FFM/ Winterwerft

(Andrea)

Heute beginnt die Winterwerft und ich habe mir schon den ein oder anderen Programmpunkt vorgemerkt. So oder so freue ich mich, mal wieder in den Kosmos in der Orberstraße einzutauchen, antagon theaterAKTion und der protagon Verein, der das jährliche Sommerwerft-Festival an der Weseler Werft organisiert, bleiben sich treu und haben für zwei Wochen wieder viel organisiert. "House on fire" heißt das diesjährige Programm und wirklich, unser Haus steht in Flammen, es lodert an allen Ecken und Enden, Ukraine, Iran, Regenwald. Themen, die auch im Theater verhandelt werden können. "Die Winterwerft ist das Festival für wildes, organisches Theater. Für Theater am Ende der Welt, wie wir sie kennen. Für Theater, das wagt, unerschrocken, neugierig und fragend in die Abgründe dieser Zeit zu blicken. Vom 27.01.-12.02. öffnen wir Türe und Tore und laden Euch dazu ein, mit uns am Feuer zu sitzen: jeweils von Freitag bis Sonntag erwartet Euch auf dem Kulturgelände ein gut gefülltes Programm: - Theater - Konzerten - Workshops - Performances - Gesprächen - Lesungen - Verpflegungen Kommt vorbei, lasst uns die dunkle Winterzeit nutzen um gemeinsam zu tanzen, zu lauschen, berührt zu werden und die Fragen zu bewegen, die sich uns jetzt stellen. Auf dem Winterwerft Gelände finden wir dafür einen magischen Rahmen. Die mongolische Jurte, das Babushka Café und das Foyer laden mit Konzertklängen, Gesprächsformaten warmen Getränken und Leckereien zum Verweilen und Austausch ein. In der Halle ziehen faszinierende Theaterstücke in ihren Bann, und wenn wir es brauchen, ist dort auch Platz zum Tanzen. Worum geht es? Krieg, Dürre, Viren. In den vergangenen Jahren haben wir erlebt, wie eine Krise nach der anderen unsere sicher geglaubten Strukturen, seien diese politischer, wirtschaftlicher oder biologischer Natur, aufs Tiefste erschüttert hat. Nicht nur die Ränder Europas brennen, sondern auch die Felder und Wälder vor unseren Haustüren. Die Klimakatastrophe ist hier, Wirtschaftskriege schwellen an, politische Systeme erodieren – die Hütte brennt. Was kann und soll Theater in einer solchen Zeit leisten? Wie kann die Klimakatastrophe, mit all ihren Fluten, Stürmen und Dürren, ihren Vertriebenen, Geflüchteten, Ausgestorbenen, auf die Bühne gebracht werden? Welche Lieder und Tänze, Sprachen und Gesänge brauchen wir, die aus den Herzen, aus den Theatern, aus den Fenstern auf die Straßen und Plätze, in die Plenarsäle, geschleudert, gesungen, getragen werden? Zum einen: Laden wir Künstler*Innen und Gruppen dazu ein, hier in Frankfurt auf dem kulturgelände protagon miteinander zu leben, zu proben, zu trainieren und zu forschen. Sich den oben genannten Fragen zu stellen, Blicke in den Abgrund zu wagen, im Unterholz auf Pirsch zu gehen, das Ohr dick und direkt auf den Bauch unserer rumpelnden Erde zu legen. Zum anderen: Brauchen wir euch. Seid ihr mit uns? Programm: winterwerft.de/termine-2023 Workshops: winterwerft.de/workshops-2 Hintergrund: winterwerft.de/house-on-fire-2

Winterwerft, Orberstraße 57, Frankfurt

Freitag, 27. Januar: OF/ Von Frankfurt nach Frankfurt

(Andrea)

Ich war schon lange nicht bei Nic im Filmklubb und "Querfeldein" ist voll mein Ding: "Als der erste Corona-Lockdown gelockert wird, macht sich Christoph Schuch für seinen sechsten Kino-Dokumentarfilm auf den Weg nach Osten, um neue Landschaften und Leute zu erleben. Er geht von Frankfurt am Main nach Frankfurt (Oder). Die meiste Zeit zu Fuß, auf teils uralten Wegen, entlang vieler Flüsse durchquert er fünf Bundesländer eines Landes, das sich langsam wieder vom Mehltau erholt, der sich durch die Pandemie über Deutschland gelegt hat. Unterwegs trifft er inspirierende Menschen und Orte. Manches, wie der Klimawandel, Monokulturen oder die Wunden des Tagebaus sind unübersehbar, andere Dinge, manchmal auch skurriler Art, erschließen sich auf den zweiten Blick. Tailer und mehr: avanti-film.com/filme/querfeldein Einlass: 19.00 Uhr Beginn: 20.00 Uhr Es werden Speisen und Getränke angeboten.

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Freitag, 27. Januar: Of/ „BLICK UND HÄNDE SPRECHEN BÄNDE - Portraits und Kultur-Geschichten aus unserer Region“

(Andrea)

Perfekt! Erst esse ich bei SOUPS eine Suppe, dann gehe ich ins kleinste Theater der Stadt, den t-raum in der Wilhelmstraße. Dort gibt es Bilder und Programm: "Der lockere Abend wird u.a. mit einer kleinen Leseperformance des t-raum-Teams stimmungsvoll bereichert bei der es u.a. Lyrik der ebenfalls in der Ausstellung porträtierten Dichterin #Safye Can zu hören gibt. Und die Zauberin #Michelle Spillner sorgt für die ein oder andere magische Überraschung. Ebenso werden einige der porträtierten Menschen aus Kultur, Politik und Alltag an dem Abend zugegen sein. Einlass ist ab 19.00 Uhr – der Eintritt ist frei! Portraits und Portrait-Serien nehmen in der Arbeit von JO WILHELM ARTS zunehmend Raum ein. Es begann mit einer Serie von Aufnahmen befreundeter Künstler. 2021 folgte eine deutschlandweit beachtete, berührende Serie mit Porträts ehemaliger Verschickungskinder der 50iger und 60iger Jahre – ein immer noch dunkles Kapitel der Nachkriegszeit. Die im t-raum ausgestellten Bilder dagegen sind Schwarz-Weiß-Portraits von bekannten und weniger bekannten Kulturschaffenden der Rhein-Main-Region. Sie alle haben uns viel zu erzählen. Blicke und Hände sprechen hier Bände. Diese Serie steht ganz im Einklang mit der Arbeit und dem Anspruch des t-raum-Theaters hinsichtlich Kunst und Kultur, Leidenschaft und Spiel, Begegnung und Diskussion. „Ich liebe es für meine verschiedenen Projekte draußen zu fotografieren, auf Reisen, in der Ferne - aber auch im heimischen Raum. So begeistert mich, wie z. B. das natürliche Licht sich durch eine Wolkenschicht verändert und damit auch Flora und Fauna verändert wirken. Dabei entstehen oftmals Wunderwelten. Meine verschiedenen Serien sind mal dramatisch, mal sanft oder meditativ. Durch Verstärken bestimmter optischer Effekte entsteht oftmals bereits zu Beginn meines Arbeitsprozesses die Realität vor meinen Augen und damit auch im fertigen Bild völlig neu arrangiert.“ Info: 069 80108983 oder per Mail an info@of-t-raum.de o. www.zollamtstudios.de/jo-wilhelm-arts Theater. 19 UHR

t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Samstag, 28. Januar: UK SUBS

(Uwe)

Mein Freund Michel holt mit seiner Solarpenguin Agency seit Jahren die kultigsten Bands nach Frankfurt. Nun kommen die UK Subs und die stehen seit über 40 Jahren auf der Bühne, um den Punkrock der '77er zu feiern. Inspiriert von The Damned und der Geburt des britischen Punks, begann Charlie Harper zusammen mit Nicky Garrat Songs zu schreiben, die sie die ersten Jahre in sämtlichen Lononder Clubs, darunter auch das Roxy, präsentierten. Mit City Records an der Seite war es möglich ihren ersten Indie Nummer 1 Hit zu veröffentlichen, C.I.D. 1979 unterschrieben die UK Subs bei Gem Records und wurden, zur Überraschung aller, eine der erfolgreichsten Punkbands mit sieben aufeinanderfolgenden UK Top 30 Hits. Mit dem 73-jährigen unermüdlichen Charlie Harper am Gesang – der als Godfather des Punk gefeiert wird, haben die UK Subs viele weitere erfolgreiche Albumveröffentlichungen und Touren hinter sich. Wie ein edler Wein werden die UK SUBS besser und besser.

DAS BETT
Beginn: 20:30
Vorverkauf: 18,60 €

Foto: Solarpenguin

Samstag, 28. Januar: Wolf-Schubert K & Friends

(Uwe)

Sad Songs Vol.1 ist der ironische Titel des neuen Albums von Wolf Schubert-K. und seiner Friends, Julia Embers und Steffen Huther. Die 3 haben sich mit den Aufnahmen einem Genre zwischen Country-,Crooner-, und Folksong mit zum Teil jazzigem Einschlag gewidmet. Nachdem der in 2020 geplante Release des Vorgängeralbums ODYSSEY in der Brotfabrik, sprichwörtlich, im Lockdown verreckte, freut sich Wolf jetzt umso mehr wieder in seiner Lieblingslocation zu veröffentlichen. Es werden sich wieder einige seiner musikalischen Freunde und Wegbegleiter auf der Bühne versammeln. Musiker aus mehreren Generationen von Mitgliedern der Double Dylans bis zu Romie und Save Haven und eine*r Überraschungsgäst*in werden an dem Abend Wolfs Geburtstag zelebrieren.

Wer mehr über Wolf-Schubert K lesen will, kann das gerne hier tun, Detlef Kinsler hat ihn für das Journal Frankfurt interviewt: Journal Frankfurt Nachrichten - Wie glücklich traurige Musik machen kann - Wolf Schubert-K & Friends (journal-frankfurt.de)

Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4
20 Uhr
Tickets 14,20 zzgl. Gebühren

Foto:Brotfabrik Homepage

Sonntag, 29. Januar: Christiane Rösinger zu Gast bei Klaus Walter

(Uwe)

IRGENDWAS IST IMMER

Christiane Rösinger ist eine großartige Künstlerin, die schon viele gute Sachen erschaffen hat. Dieser Tage erscheint ein neues Buch von Christiane Rösinger: „Was jetzt kommt“. Es enthält ausgewählte Songtexte aus ihrem bisherigen Schaffen mit den Lassie Singers, der Band Britta und ihren Soloplatten. Neben den Texten gibt es noch ein kleines Rösinger-Glossar, da erklärt Rösinger Begriffe aus dem Rösinger-Kosmos, von Ageing, Joy of, über Ho Chi Minh, Menno, Quarterlife Crisis bis Zwangskreativität.

Heute reden wir über ihre hohe und ihre tiefe Stimme und ob das überhaupt geht: Ein Buch mit ihren Songtexten ohne diese Stimme(n). Wir reden über ihr Faible für Idioten, Novemberdepression & Altersdepression, Downtown auf dem Spargelfeld, Eigentumswohnungen, Bob Dylan & Heinrich Heine, Skianzüge am Hans-Albers-Platz … und über die Frage: Warum wird eigentlich so viel gelacht bei den vielen traurigen Liedern, Christiane Rösinger? Tolle Frau, die bei den Aufnahmen von ihren Soloplatten musikalisch von Ja, Panik-Sänger Andreas Spechtl unterstützt wurde. Unbedingt hingehen!

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Str.
20:00H
VVK 10 EUR

Bild: Dorothea Tuch

Dienstag, 31. Januar: 3 Debüts im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)

Brennende Wälder, über 30 Grad im Oktober – kein Rückblick auf den Sommer, sondern das Setting von Franziska Gänslers Debüt. Zur Frankfurter Buchmesse eröffnete sie mit "Ewig Sommer" einen Abend zum Klimawandel und doch ist ihr Roman mehr als Klimakritik. Eine zarte Liebesgeschichte, ein Thriller und ein Ausblick auf unsere nahe Zukunft – soghaft und poetisch. Wie aus vergangenen Zeiten hingegen tönt der Elternsatz "Wer nicht hören will, muss fühlen"; er fußt auf nationalsozialistischen Erziehungsmethoden, die bis heute wirken. Wütend und direkt erzählt Julia Friese in "MTTR" von anerzogener Bindungslosigkeit, von Mutterwerdung und der Brutalität deutscher Sprache. Sprache als Waffe ist in „Messer, Zungen“ omnipräsent. SGL, wie die Autorin sich nennt, kämpft für die Sprachlosen. Aufgewachsen u.a. in der Cape-Coloured-Community in Südafrika, erforscht sie die Leerstellen ihrer Biografie. „Ein Roman, der fordert und verlockt“, so Fridtjof Küchemann im F.A.Z.-Bücher-Podcast. Carolin Callies, Literaturvermittlerin und Lyrikerin, bringt die drei ins Gespräch. Ein vielversprechender Abend mit drei außergewöhnlichen Debüts: Von Klimawandel, toxischen Familienstrukturen und der Sprache als Waffe. Solltet Ihr nicht verpassen.

Foto: Julia Friese privat

Erste Bücher von Julia Friese, Franziska Gänsler und Simoné Goldschmidt-Lechner, Moderation: Carolin Callies (Literaturvermittlerin), Hybridveranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 7 (4) Euro, Streamingticket: 5 Euro , Tickets hier

Mehr Engagement 2023? Gute Vorsätze NOW - Aufruf

(Petra)

Also, ich bin nicht so der 1. Januar-Guter-Vorsatz-Typ, aber nach diesem anstrengenden Jahr und gefühlter Nonstop-Krise ist es vielleicht eine gute Zeit, sich und die wichtigen Dinge des Lebens stärker in den Blick zu nehmen. Vielleicht ja auch mit einem neuen Theaterprojekt, in dem Ihr mitmachen könntet: Heike Scharpff beginnt mit Jan Deck im Januar eine Arbeit, in der es um soziale Ungerechtigkeit gehen soll. In den Vorbereitungen im künstlerischen Team haben sie sich mit ihren eigenen Privilegien auseinandergesetzt. Jetzt suchen sie Menschen, die mit ihnen über soziale Ungerechtigkeit bzw. über Klassismus reden wollen. Und sie suchen Menschen, die dabei sein wollen, auf der Bühne stehen - als Teil des Ganzen. Zusammen soll ein knalliges Proteststück an einem tollen Ort entstehen: in der Alten Seilerei in Oberrad (die Atmosphäre dieses Ortes ist wirklich ganz besonders eindrucksvoll!).

Theaterprojekt "soziale Ungerechtigkeit", Aufführungstermine: 23.03., 24.03. 25.03., Vortreffen: 19.01. und 26.01. um 18 Uhr, Probenstart: 31.01. um 18 Uhr, Ort: Alte Seilerei, Adresse: Offenbacher Landstraße 190, Ihr solltet bis Ende März ein- bis dreimal in der Woche Zeit haben (es kann sich flexibel an Eure Möglichkeiten angepasst werden). Dafür gibt es eine Aufwandentschädigung. Infos per E-Mail oder telefonisch unter 0178 4554579 (auch WhatsApp oder Signal)

Donnerstag 2. Februar: SHANTEL - DIASPORA QUEEN

(Daniela)

Freue mich sehr auf den Abend!

SHANTEL präsentiert den kosmopolitischen Salonabend DIASPORA QUEEN

Gespräch, Dining, Music, Party
Special Guest: Manuela Rottmann (OB-Kandidatin/Die Grünen)

Nach dem überaus erfolgreichen Berliner Debüt in Clärchens Ballhaus eröffnet SHANTEL am 02.02.23 die neue Frankfurter Dependance seiner internationalen Reihe DIASPORA QUEEN. Als Special Guest hat er die Bundestagsabgeordnete und OB-Kandidatin MANUELA ROTTMANN eingeladen.

Seine Kandidatur für das Amt des OB vor vier Jahren war ihm sehr ernst. Sie war für ihn der Einstieg, sich intensivere mit allen möglichen Aspekten städtischer Politik zu beschäftigen. Eine Passion, der er über die letzten Jahre treu geblieben ist. Die Gäste erwartet also ein engagiertes Gespräch, das alle wichtigen Themenfelder der Frankfurter Stadtpolitik kritisch beleuchtet, hinterfragt und diskutiert. Es wird sicher kein langweiliger, formatierter Politik-Talk!

Das Team der Bar Shuka wird Middle-Eastern-Finger-Food servieren, es gibt hessischen Winzerwein und alkoholfreie Getränke.

Die beiden Solist_innen der neuen Neue Philharmonie Frankfurt Olga und Ralf Hübner werden zusammen mit SHANTEL einige neue Songs „unplugged“ aufführen.

Donnerstag 02.02.23
Beginn: 19 h,
Schweizer Str. 5 (leider nicht barrierefrei), Frankfurt am Main / Sachsenhausen.
Eintritt frei!
 

 

 

Donnerstag, 2. und Freitag, 3. Februar Der Schachtelmann

(Martin)

Bühnenadaption des Romans von KŌBŌ ABE

Zum Beispiel du, mein Freund, hast sicher noch nie von einem Schachtelmann gehört. Aber gesehen - gesehen hast du doch bestimmt ...Hör auf, dir etwas vorzulügen. Sicher, ein Schachtelmann fällt kaum auf. Unter Fußgängerbrücken, neben und hinter öffentlichenToiletten, an Leitplanken und so weiter wirkt er wie Abfall. Nur: Nicht auffallen und nicht sehen sind zweierlei. Ein Schachtelmann ist keine Rarität; es gibt tausend Gelegenheiten, einen zu sehen. Auch du hast schon einen gesehen, da bin ich sicher.«

pan productions (»Gesäubert«(2021), »Der kleine Prinz« (2019)) erzählen mit ihrer Bühnenversion von Kōbō Abes Roman »Der Schachtelmann«, die Geschichte eines Menschen, der der Gesellschaft den Rücken gekehrt und sich in eine Pappschachtel zurückgezogen hat. Die Handlung des Romans scheint sich im Inneren dieses Pappkartons abzuspielen, der von außen zwar zu einer schützende Haut, aber im inneren zu einer Art Labyrinth für den Schachtelmann geworden ist: »Je mehr man sich abmüht, je mehr neue Passagen man in diesem Labyrinth schafft, desto mehr wird die Schachtel zu einer weiteren Schicht der Außenhaut, die direkt aus dem Körper wächst, und die innere Anordnung immer komplexer und undurchdringlicher werden lässt.« Indem er auf die Innenwände des Kartons schreibt, erfindet der Schachtelmann eine neue Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die schließlich aufeinanderprallen.

»Der Schachtelmann« ist ein modernes Märchen über Identitätssuche und -verlust, über Lebenswirklichkeiten in der modernen Großstadt-Gesellschaft. Eine kafkaeske Erzählung über das Betrachten und betrachtet Werden und über die Macht, die eigene Geschichte zu erzählen. Eine Kriminalgeschichte über einen Mord, der passiert sein mag, oder auch nicht. Eine poetische Reise durch einen Bühnenraum voller Pappkartons. Eine Suche nach dem Erzähler, der Wahrheit und dem eigenen »Ich«. Eine verschachtelte Geschichte über einen Schachtelmann, der seine Aufzeichnungen über einen Schachtelmann schreibt, der gerade in seiner Schachtel sitzt. Der Schachtelmann, das ist...

Die FAZ schrieb anlässlich der Premiere: „Es ist eine poetische Reise durch einen Bühnenraum voller Pappkartons (…) Die kafkaeske Erzählung, die Absurdität und die Undurchschaubarkeit der Zusammenhänge bringen nicht nur das Publikum zum Nachdenken.“

Hier geht’s zur Reservierung: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php

Donnerstag, 2. und Freitag, 3. Februar um jeweils 20.00h
Theater Landungsbrücken, Gutleutstraße 294

Foto: © Christian Schuller

 

 

Ab 4. Februar: SWING WORKSHOP mit Steffi Kunkel

(Daniela)

Steffi Kunkel bietet einen neuen SWING WORKSHOP an, " Weils einfach soo schön war, geht's weiter. Wenn ihr sehen wollt, was wir bisher gemacht haben. Einfach hier reinschauen: https://youtu.be/Oov2Lya_mUo

Die Termine sind :

4.& 18.feb. / 4.& 18.märz / 1.april 2023

14:00h (1Std.12€)

@tanzschule m.garcia saalburgstr.17

anmelden unter: fraukunkel.de / instagram oder facebook: Stefani Kunkel 

Samstag, 4. Februar: Mit dem Fernrohr in Hoffmanns Werkzeugkasten

(Martin)

Kollaboratives Schreiben – Workshop
Mit Tillmann Severin und Lea Schneider

E.T.A Hoffmann hat seine Erzählungen nicht nur allein, sondern auch zusammen mit Freunden geschrieben. Aber wie funktioniert das: Zusammen einen literarischen Text schreiben?  

Dabei wird sichtbar, dass Schreiben kein Genieakt ist, sondern Lust und Arbeit am Text bedeutet. Am Ende des Workshops nehmen alle ein Exemplar des gemeinsamen Textes mit nach Hause. Vorkenntnisse sind nicht nötig. 

Die Teilnehmer*innen sind gebeten, einen Laptop oder ein Tablet mitzubringen, zur Not auch ein Smartphone.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Begrenzte Teilnehmerzahl, die Anmeldung läuft über die Website des Freien Deutschen Hochstifts.

https://freies-deutsches-hochstift.de/besuch/termine/-/veranstaltung-1135/1135/2023-02-04/868

https://www.facebook.com/DeutschesRomantikMuseum

Samstag, 4. Februar 11 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr
Deutsches Romantik-Museum, Großer Hirschgraben 21

Foto: © Deutsches Romantik-Museum

Samstag 4. Februar: SARAVÁ »Edição Especial

(Daniela)

Pedo und die Ima Clique haben heute etwas Grossartiges auf die Beine gestellt und ich freue mich mega auf den Abend und die Sache mit dem solidarischen Preissystem finde ich super klasse! Hoffe das wird auch von anderen Clubs/ Partyveranstalter:innen aufgenommen.

Saravá! Wir starten spät aber mit Elan ins Eventjahr 2023! Gemeinsam mit der IMA Clique laden wir am 4. Februar zur SARAVÁ »Edição Especial«. Für diesen Anlass haben wir keine Kosten und Mühen gescheut: Mit dem Stanley konnten eine der schönsten Event Locations Frankfurts gewinnen, mit DJ Paulão eine DJ-Legende aus São Paulo akquirieren und mit dem Salute Team aus Mainz einen kompetenten Partner gewinnen, der ein vegetarisches brasilianisches Dreigängemenü zaubern wird. Bora festejar!

DJ Paulão ist seit 1992 als musikalischer Botschafter Brasiliens unterwegs, zunächst innerhalb der Landesgrenzen, später auch in Metropolen wie Amsterdam, Barcelona, Berlin, Brüssel, London, Melbourne, Paris und Tokio. Dabei hat er mit vielen brasilianischen Legenden kooperiert, u.a. Jorge Ben Jor, Elza Soares, Marcelo D2, Seu Jorge und Trio Mocotó. Der Nipo-Brasileiro ist ein umtriebiger DJ, Veranstalter, Radiomacher, Betreiber des Plattenlades PATUÁ DISCOS und Compiler der Anthologie »BRAZUCA! - Samba Rock And Brazilian Groove From The Golden Years (1966-1978)«, die auf Kindred Spirits erschienen ist. Afrobrasilianische Sounds, Brazuca und Samba Rock sind seine Domäne.

BRASILIANISCHES ESSEN
Das Salute-Team um Norma Villada wird ein vegetarisches Dreigängemenü mit brasilianischen Spezialitäten zum günstigen Kennenlernpreis auftischen. 
Salute ist ein vegetarisch-veganes Restaurant in der Mainzer Innenstadt mit moderner, kreativer Küche, in der Norma Villada und ihr Team Zutaten aus der Region und in Bio-Qualität verarbeiten.

SOLIDARISCHES PREIS-SYSTEM
Wir wollen allen Menschen den Besuch unserer Veranstaltungen ermöglichen – unabhängig von ihrer ökonomischen Situation. Deshalb testen wir bei diesem Event ein neues Preissystem: PAY WHAT YOU WANT.

Mit diesem Ansatz wollen wir Menschen aus allen Walks of Life ermöglichen mit uns zu feiern, aber auch Leute mit größerem Budget dazu ermutigen uns in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Bei unserem „Solidarischen Preissystem“, könnt Ihr je nach Euren finanziellen Möglichkeiten vier Preis-Kategorien wählen:

1.) COUNT ME IN! – Minimalpreis – €7€ inkl. Gebühr
2.) OKAY! – Regulärer Preis – 10€ inkl. Gebühr
3.) FAIR ENOUGH! – Unterstützer*innen Preis – 14€
4.) YES WE CAN! –Super Supporter*innen Preis – 20€

Wählt selbst, welchen Preis Ihr derzeit zahlen könnt und in welcher Höhe Ihr dieses Event unterstützen möchtet. Vielen Dank für Euren Support! Wir freuen uns über Feedback und Anregungen im Bezug auf das Preissystem.

SARAVÁ mit DJ PAULÃO
Special Guest: DJ PAULÃO (Patuá Discos, São Paulo)
Host: KOSMIK KAT (Pedo Knopp, Saravá)
Samstag, 4. Februar 2023
Einlass, Essen und Musik ab 20 Uhr | Party ab 22 Uhr
STANLEY, Ottostraße 16-18, 60329 Frankfurt

Sonntag 5. Februar: The LOKAL Listener - Gregor Praml trifft Bosca

(Daniela)

Heute verbringe ich den Tag im Massif Central. Zuerst Bosca bei Gregor, dann Manuela bei Florian...

Fangen wir an mit dem Lokal Listener & BOSCA
Die deutsche HipHop-Szene hat sich längst von der in USA emanzipiert. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet scheint es einen fruchtbaren Boden dafür zu geben. Einer, der in den letzten Jahren von sich reden macht, ist David Alexi alias Bosca. Der in Wiesbaden geborene Rapper und Produzent ist Sohn eines Mathematikers und einer Pädagogin und erfüllt damit keinesfalls das Klischee, dass man für seine Zunft von der Straße kommen muss. Seine zweite Liebe ist der Fußball und hier im Besonderen die Eintracht Frankfurt, wo inzwischen vor jedem internationalen Spiel im Stadion sein Song „Rauf zu den Sternen“ als Hymne läuft.

Gastgeber Gregor Praml trifft einen Rapper, der bestens ins Massif Central passt. Schließlich versammeln sich hier regelmäßig die Freunde des Sports rund um die Eintracht vom Main!

Eintritt: € 20,- (Fördererpreis) / € 10,- (normal) / € 5,- (ermäßigt für Schüler*innen/Studierende)
Tickets gibt’s vor Ort an der Kasse, Reservierungen per Mail an: gregorpraml@me.com

Massif Central, Eschersheimr Landstraße 28

Sonntag 5. Februar: Massif Talks: Heute Manuela Rottmann

(Daniela)

Florian Joeckel, einer der wohl umtriebigsten Frankfurter, lädt an vier Sonntagen hintereinander OB Kandidat:innen ein. Manuela Rottmann macht den Aufschlag

MASSIF TALKS -OB-WAHL FFM SPECIAL(S)
jeden Sonntag im Februar 3 Stunden 1 Kandidat.

Frankfurt ist mehr als eine Stadt – das steht für uns, Florian Joeckel (guilty76 // Massif Central) und Amïn Baghi (esistfreitag // Frankfurt du bist so wunderbar) fest. Ein funktionierendes Stadtleben im Sinne der Frankfurter:innen und das Wohl der Stadt liegen uns sehr am Herzen – und basieren auf einer demokratischen Grundlage. Deswegen war und ist unsere Mission: Wir machen Wahlkampf – für die Demokratie. Nun kreuzen wir unsere „Waffen“ und schauen, was in unserem geliebten Frankfurt möglich ist.

Es hat sich in der Nachbereitung der OB-Abwahl sehr schnell herauskristallisiert, dass den Frankfurter:innen aktive demokratische Beteiligung wichtig und die Zukunft unserer Stadt alles andere als nebensächlich ist. Dass es den Frankfurter:innen durchaus am Herzen liegt, wer unsere Stadt repräsentiert. Dass parteiübergreifend Gesprächs-, Rede- und Austauschbedarf herrscht. Dass alle das Signal vom 08. November verstanden haben. Dass der zuletzt angerichtete Schaden, insbesondere was das Image der Stadt angeht, immens ist und dass es viel aufzuräumen, zu ändern gilt. Zusammenzurücken, was getrennt wurde. Kooperieren statt Egoshooten.

So wurde sehr schnell klar, dass im kommenden Wahlkampf die richtige Person für das Amt gesucht wird und das Parteibuch ein wenig in den Hintergrund rückt. Abseits der Werbeslogans auf den Wahlplakaten zählen die Skills der Kandidat:innen.

Das Thema ist uns sehr wichtig und somit sind wir mehr als happy, Euch an den vier Sonntagen im Februar vier der aussichtsreichsten Kandidat:innen – und vor allem die Personen hinter der Kandidatur – vorzustellen.

Im entspannten 2er-Gespräch werden Fragen beantwortet. Mitten aus dem Leben, über das Leben und aus dem Herzen von Europa. Wenn Ihr schon immer einmal wissen wolltet, welcher Lieblingsverein, welche Leistungskurse, Hobbies, Angewohnheiten aber auch Verhasstes, Privates, Geheimnisse, Träume, Wünsche und Visionen Euer/Eure Kandidat:in mit ins Rennen bringt: Seid dabei!

Wir werden in der 90-minütigen Fragerunde Fragen von Frankfurter:innen stellen. Und danach? Gibt es 90 Minuten mit den Kandidat:innen. Zum lockeren Plausch. Zum Kaffee, Kuchen, Wein oder Bier.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei und wir werden das komplette Gespräch streamen und aufzeichnen. Die Highlights werden als Short Video zeitnah nach dem Abend veröffentlicht.

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Mehr Infos auf: https://frankfurtdubistsowunderbar.de/MassifTalks

Massif Central, Eschersheimer Landstraße 28, 15:00-18:00 Uhr

 

 

 

Ab Sonntag, 5. Februar: Der Ferne Klang

(Martin)

Oper von Franz Schreker: Es ist eine Liebesgeschichte - und eine Liebeserklärung an die Musik…

Der Tonsetzer Fritz jagt einem geheimnisvollen »fernen Klang« nach; solange er sein Kunstideal nicht gefunden hat, fühlt er sich der Liebe zu der aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammenden Grete für unwürdig. Er verlässt sie und zieht hinaus in die Welt. Auch Grete, einen ersten Impuls zum Selbstmord überwindend, beschließt, ihre Heimat zu verlassen. Die beiden begegnen sich wieder in einem Etablissement in Venedig; doch als er erkennt, dass Grete dort zur Edelkurtisane geworden ist, verstößt Fritz sie erneut. Erst an ihrem Lebensende finden die beiden zueinander: er ein gescheiterter Opernkomponist, sie eine Straßenhure. Fritz erkennt seine Schuld – nun glaubt er, endlich den ersehnten »fernen Klang« zu hören: im Gesang der Vögel.

Franz Schrekers vor 111 Jahren mit Sensationserfolg in Frankfurt uraufgeführte Oper entfaltet in Damiano Michielettos Inszenierung ihren ganzen Reiz: Tiefenpsychologisches Kammerspiel und Genreszenen von überbordender Theatralik durchdringen sich in einer schlüssigen Konzeption, die einen Raum schafft für Schrekers suggestiven Klangrausch.

br-klassik schrieb anlässlich der Premiere: „Damiano Michieletto inszeniert die Geschichte als traumschöne Szenenfolge in einem Seniorenstift. Hier mischen sich Realität und Wahnvorstellungen auf virtuose Weise. Ein altes Paar, Steffie Sehling und Martin Georgi, doubeln die echten Fritz und Grete. Sanft bewegte Gazevorhänge trennen Szenerien und Handlungsteile auf ungemein ästhetische Weise. Zum Finale schweben unzählige Instrumente vom Bühnenhimmel herab. Damiano Michieletto merkt man die Liebe zu seinen Figuren an. Besonders erfreulich ist, dass er die Grenze zum Kitsch nie überschreitet, was bei "Der ferne Klang" leicht passieren kann. Ein intensiver, stark bejubelter Abend!

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/der-ferne-klang_2/?id_datum=3296

Ab Sonntag, 5. Februar (Wiederaufnahme), weitere Vorstellungen am Samstag, 11, Freitag, 17., Sonntag, 19. Und Freitag, 24. Februar
Oper Frankfurt

Foto: © Barbara Aumüller

 

 

Sonntag, 5. Februar: Of/ The Kooks

(Andrea)

"Do you want to go to the seaside?
I'm not trying to say that everybody wants to go
I fell in love at the seaside
I handled my charm with time and slight of hand"
Wise words, liebe Kooks und deshalb seid ihr auch in meiner persönlichen Heavy-Rotation und es gibt natürlich noch viele andere gute Songs, die den Besuch des heutigen Konzertes mehr als rechtfertigen. "Mit ihrem Debüt „Inside In/ Inside Out“ zementierten The Kooks vor nunmehr 15 Jahren ihr Dasein in der Musikwelt. „Inside In/ Inside Out“ markierte hierbei nur den Beginn einer Karriere, die in den darauffolgenden Jahren nicht abebben würde. Vierfach Platin gab es für das im Jahr 2006 erschienene Album, welches unter anderem Hits, wie den für den BRIT Award nominierten „She Moves In Her Own Way“, „You Don’t Love Me“ oder die Top-5-Single „Naive“ umfasst. Mittlerweile gilt das Album als unverzichtbarer Klassiker und als Tonträger einer ganzen Generation. Bis dato zählen The Kooks zu den einflussreichsten Indie-Pop-Bands weltweit." 20 Uhr

Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach

Donnerstag, 9. Februar: FFM/ Che Sudaka

(Andrea)

Arriba! Wer die heutige Band schon einmal live erlebt hat, ist sicher wieder da. Die  kolumbianisch-argentinische Band Che Sudaka bringt viel Energie und einen prägnanten Sound-Mix aus lateinamerikanischer Folklore, Ska, Reggae, Punk und elektronischen Elementen mit. "Drei Brüder, die mit ihren Stimmen, Akkordeon, akustischer Gitarre, Samplern und Drum-Maschine die Zeit anhalten. Jedes Konzert ist eine schweißtreibende Fiesta im Hier und Jetzt, ein Moment der Einheit und Gemeinsamkeit, Respekt und Liebe. Und wer ein Konzert der Band live erlebt hat, wird wieder an das Gute im Menschen glauben! Die einstmals illegalen Immigranten in den Straßen Barcelona´s wurden schon auf Festivals in sechsundvierzig Ländern eingeladen und haben mittlerweile rund anderthalbtausend Konzerte auf allen fünf Kontinenten gespielt. Ihre musikalischen Wurzeln finden die drei Südamerikaner neben ihrer eigenen cultura popular in legendären Bands wie The Clash, Mano Negra oder Los Fabulosos Cadillacs. Inhaltliche Bezugspunkte finden sich zu bekannten lateinamerikanischen Liedermachern, allen voran zu dem im Jahr 2011 ermordeten Facundo Cabral."  19 UhrNachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

Freitag, 10. Februar: Klangphonics

(Uwe)

Ich kenne mich mit den einzelnen Musikstilen nicht wirklich aus. Gerade dann nicht, wenn die Musik sehr technisch ist. Wer ein Faible für Deep House und Melodic Techno, live umgesetzt durch die Kombination aus akustischen Instrumenten und elektronischen Elementen, sollte am 10. Februar ins Zoom gehen. KLANGPHONICS, bestehend aus Maxl Walmsley Pledl - Guitar, Synths & Production, Ben Kopfnagel - Drums & Percussion und Markus Zunic - Synths, Saxophone & Percussion, will mit seinem Konzept die Grenze zwischen DJ und Live- Band überwinden, wobei das druckvoll-schiebende Klangerlebnis und die Tanzbarkeit der Tracks dabei stets im Vordergrund stehen. Auf der Bühne werden Schlagzeug, Gitarre und vielfältige Percussion mit Synths und Sequencern vermischt, wodurch eine Performance entsteht die das Publikum sowohl auf Festivals als auch in Clubs in seinen Bann zieht. Geht um 22 Uhr los, das werde ich nicht schaffen.

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Str.
22:00H
Tickets: 21 € zzgl. Gebühren

Foto: Zoom Homepage

Samstag, 11. Februar: OF/ Spock Poetry

(Andrea)

Da hilft nur Antimaterie! Wegen Krankheit im Dezember verschoben möchte ich heute unbedingt in den Filmklubb! Spock Poetry Filmsynchro mit dem unglaublichen Leinwand-Lyiker Ralph Turnheim ist sicher ein Riesenspaß: "Direkt neben der Leinwand wird er eine berühmte Episode der legendären Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" neu synchronisieren. Kirk & Co erklingen so poetisch, wie es kein Zuschauer je gehört hat. Die Originalfassung der Star-Trek-Folge "Amok Time" (1967) war dem ZDF damals zu heiß. In der deutschen Synchronisation leidet Logiker Spock an "Weltraumfieber". Doch dank der Wiener Leinwand-Lyrik nimmt er sich kein Blatt vor dem Mund: "Es bricht die Maske unserer Vernunft. / Es ist Pon Farr. Die Zeit der Brunft." Spoiler: Die Folge ist jugendfrei ... Schafft es Ralph Turnheim wirklich, alle Figuren alleine live zu synchronisieren - mit Reimen? Diese Frage ist mindestens so spannend wie das klassische Fernsehabenteuer des Raumschiffs Enterprise selbst.Projiziert mit echtem Filmmaterial aus den 1960ern! Trailer: youtu.be/_8L5xIuYevk Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr Karten € 25.00, Reservierung unter nic@filmklubb.de

Filmklubb Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Montag, 13. Februar: OF/ Das Brautkleid

(Andrea)

"Schon in der Hochzeitsnacht gibt es den ersten Ehekrach. Anlass ist Julis Brautkleid. Es aus sentimentalen Gründen ein Leben lang zu behalten, ist in den Augen des frischgebackenen Ehemanns die reinste Verschwendung. Unter starkem Einfluss von Alkohol stellt Philipp, anstatt die Hochzeitsnacht zu genießen, das sündteure Lafarge zum Wiederverkauf ins Netz. Leider unterlaufen ihm dabei einige Pannen. Am nächsten Morgen hat das Kleid eine neue Besitzerin. Um nur einen Euro hat Elke das Lafarge erstanden. Juli will es um alles in der Welt zurück. Und Philipp will sein Unrecht wiedergutmachen. Ihre Wege kreuzen sich, und für das Brautkleid ist es der Anfang einer abenteuerlichen Odysseé. Stefan Vögels Spitzenkomödie für vier Personen über ein spitzenbesetztes Brautkleid! Kann es noch Glück bringen? Und wem?" (Quelle https://www.theatertexte.de/nav/2/werk?verlag_id=thomas_sessler_verlag_wien&wid=o_1119564671 ) Am Montag, 13. Februar, in einer Spitzenbesetzung: Jan Sosniok, der bereits in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Das Traumschiff“ und „Ein Fall für Zwei“ gefeierte Rollen spielte, räumt diese Beziehungskiste auf. Turbulent, witzig und wie aus dem richtigen Leben!

Capitol Theater, Goethestraße, Offenbach

Foto: Alvise Predieri

Dienstag, 14. Februar: Girls in Synthesis

(Uwe)

Unten steht, dass man sich Karten im VVK sichern sollte, weil das Ono2 so klein ist. Dabei ist das Ono 2 laut eigener Website „... etwa doppelt so groß wie das alte ono.“ Ist ja auch egal, wichtig ist nicht die Größe, sondern die Qualität des Programms. Am 14. Februar hat das Ono2 einiges zu bieten: Die experimentelle Post-Punk-Band Girls In Synthesis wurde schon treffend mit »eher eine Terrorzelle als eine Rockgruppe« beschrieben. Textlich befassen sich Girls In Synthesis mit den Erfahrungen der Arbeiterklasse in Bezug auf fragile geistige Gesundheit, soziale Unbeweglichkeit, Gefühle der Machtlosigkeit, Unsicherheit, Angst und die zersetzenden Auswirkungen einer feindseligen Gesellschaft.

Musikalisch liefert das Trio harten noisigen Postpunk mit viel Feedback und aggressiver Elektronika. Als ob Mark E. Smith seine Hand in den Fleischwolf steckt, während eine Drum Machine läuft. Mit ihrem zweiten Album »The Rest Is Distraction« kommen sie nun zum ersten Mal nach Frankfurt. Die Mischung aus gebrochenen Gitarren, krachendem Schlagzeug und Bass, intensivem Gesang und lyrischem Inhalt ist eine der anspruchsvollsten Platten die man dieses Jahr hören wird. Mit ihren Live-Shows voller Intensität und Vitalität, die gleichermaßen erstaunen und fesseln sind die Girls In Synthesis eine der neuen angesagten Bands aus dem britischen DIY Underground.

Frankfurt, ONO2 (Das ONO2 befindet sich im Parkhaus Walter-Kolb-Str.16 in Sachsenhausen)
VVK 15 Euro (Das ONO2 ist klein (aber sehr fein), daher besser den VVK nutzen), AK 20 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Foto: Frank Dietrich Booking Homepage

Dienstag, 14. Februar: FFM/ Zebrahead

(Andrea)

Heute ist Valentinstag und da ist Punk genau das Richtige! "Seit einem Vierteljahrhundert schreiben Zebrahead unermüdlich an ihrer Bandgeschichte. Mit jedem der bisher geschriebenen Kapitel übernahm die Band aus Orange County ein bisschen mehr die Führung in der amerikanischen Punk-Rock-Szene und katapultierte sich an die Spitze der internationalen Charts. Nun schlagen Zebrahead eine neue Seite auf, um ein weiteres spannendes Kapitel zu beginnen. Seit geraumer Zeit verstärkt Adrian Estrella die Kombo und die Band gibt nochmal mehr Gas. Zebrahead lassen Genregrenzen verschmelzen und haben über die Jahre hinweg ihren ganz eigenen Sound mit viel Wiedererkennungswert aus melodiös kraftvollem Pop-Punk und Rap-Passagen geschaffen. Einlass 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Freitag, 17. Februar: Of/ Freitagsfasching

(Andrea)

Mit Fasching tun sich viele hier schwer und es ist ja auch was dran. Wer einmal in Köln oder Düsseldorf war, weiß, was uns hier fehlt. Aber tatsächlich ist der Freitagsfasching in der Stadthalle in vielem nah dran und noch dazu eine nette Party: "Auf der Bühne sorgen die Jungs von Helium 6 mit den besten Rock- & Pop-Songs der 80er, 90er, 00er und von heute für Stimmung, im Anschluss wird das Tanzbein zu den Beats des Caroli DJ Team aus der Batschkapp geschwungen. Der Abend wird moderiert von HIT Radio FFH-Queen Evren Gezer." Neulich hatte ich die Kostümkiste wieder in der Hand, unentschlossen, ob und was ich jetzt damit anstelle. Jetzt weiß ich es wieder und schmeiße mich in Schale. Ab 20 Uhr. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Tickets gibt es im OF-Infocenter, Salzgässchen 1, Tel. 069 – 84 000 41 70, bundesweit bei über 3.000 Reservix-Vorverkaufsstellen und über die Ticketportale

Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach

Freitag, 24. Februar: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Nach den Romanen von Édouard Louis

Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis.
Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat.
Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy/kartenbestellung-12jan

20.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23

Foto: © Moritz Buch

Sonntag, 26. Februar: OF/ CCL-Sounds of Fame

(Andrea)

Mit dem Capitol-Theater haben wir ein wundervolles Haus in Offenbach. Die ehemalige Synagoge war Lichtspielhaus, zwischendurch Ruine und lost space, dann Tommy-Theater und ist seit etlichen Jahren Theater, Konzert- und Stammhaus des Capitol Symphonie Orchesters, das mit der Capitol Classic Lounge schon lange erfolgreich ist. Die CCL ist eine exquisite Reihe mit anspruchsvoller Klassik im lockeren Gewand. Heute widmet sie sich den Sounds of Fame. „Ich hatte immer angenommen, dass all diese amüsanten Bemerkungen, die sie angeblich der Presse gegenüber gemacht hatte, vermutlich von ihrem Agenten vor- bereitet und inszeniert waren, aber so war es nicht. Sie war eine sehr kluge Person, ein instinktiver Typ.“ Der Star-Fotograf Elliott Ewitt, heute 94 Jahre alt, erinnert sich an die Hollywood-Ikone Marilyn Monroe. Sie selbst war allerdings oft enttäuscht von ihren Kolleginnen: „Ich dachte immer, Filmstars wären talentierte und aufregen- de Leute, voll besonderer Persönlichkeit. Wenn ich aber welche bei einer Party tref-fe, dann merke ich normalerweise, dass er oder sie farblos und sogar ängstlich ist. Ich bin bei Partys oft stundenlang still herum- gestanden und habe meinen Filmidolen dabei zugehört, wie sie zu langweiligen und kleinen Menschen wurden.“
In ‚Sound of Fame‘ – unserem klingenden Gegenstück zum weltberühmten ‚Walk of Fame‘– portraitiert die CapitolClassic Lounge Menschen und Künstler*innen. Das passiert zum einen durch deren Werke, zum anderen durch Portraits in Musik ü b e r Menschen. Wir spüren bei ‚Sound of Fame‘ in Musik und Biografie nach, wer hinter all diesen Klängen steht. Für 2023 haben wir uns drei Künstler- persönlichkeiten vorgenommen: Marilyn Monroe, Irving Berlin und Phil Collins – drei Künstler*innen, die Kulturgeschichte geschrieben haben. Sie prägen teils als Person, teils in ihrem Schaffen zeitlos und international die Idee, die die Menschheit von ihrem Genre hat.Ein Stück steht heute noch offen: Das wird von einer aktuellen Persönlichkeit besetzt werden, von der auch wir im Moment noch nicht wissen, wer es sein wird. Die Welt dreht sich schließlich weiter bis dahin – und wir sind wie Sie gespannt, wessen Portrait wir dann an dieser Stelle hören dürfen. Wayne Marshall tritt in diesem Konzert nachdem„SkyfallConcerto“gleichzeitig als Solist und Dirigent auf. 17 Uhr.

Capitol Theater, Goethestraße, Offenbach

FOTO CSO von Jessica Schäfer


LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Bis Januar 2023: Lesung: Geliebte Mimi

(Martin)

Leistikow – wer? So gings mir auch. Tatsächlich verbirgt sich hinter diesem zu Unrecht nicht so bekannten Namen ein Graphiker, ein Künstler, ein bedeutender ‚Frankfurter‘, der sogar auf dem Südfriedhof begraben ist.

Im Dommuseum ist aktuell eine Ausstellung zu erleben, die Leistikows Bedeutsamkeit für das ‚Neue Frankfurt‘ deutlich werden lässt. ‚Neues Frankfurt‘ – das ist vielleicht Erläuterungswürdig bei all dem ‚Neuen‘, was in der direkten Umgebung des Doms als ‚alt‘ firmiert wird: es geht um die 1920er Jahre und treffend ist die Ausstellung mit ‚Zurück in die Moderne‘ überschrieben. 

Bei der Vorbereitung der Leistikow-Ausstellung gab es einige Überraschungen. Wer Leistikow nur aus dem Kontext von Ernst Mays Neuem Frankfurt (1925–1930, fünf Jahre, die in Frankfurt unglaublich viel bewegt haben!) als Entwerfer des von den Nazis gleich wieder abgeschafften modernen Stadtwappens in Erinnerung hat, kann ihn im Dommuseum als unglaublich vielseitigen Künstler kennenlernen.

Der unter anderem 1950–1953 die abstrakten, sehr grafischen Domfenster geschaffen hat. Und die Kuppel und die Fenster der Westend-Synagoge. Und der eben auch Liebhaber des Buchs Moby Dick und Zeichner wunderbarer Katzen-Porträts war.

In seinem Nachlass fand sich eine Mappe mit Typoskripten. Leistikows schmales literarisches Oeuvre enthält Texte zu Fragen der Gestaltung und der Lehre, kleine Skizzen die in der Tagespresse veröffentlicht wurden, sowie weitere zu Lebzeiten unpublizierte Prosatexte. Der Stil erinnert ein bisschen an Erich Kästner oder Kurt Tucholsky.

Schon vor einigen Jahren gab Rosemarie Wesp, Kuratorin der Leistikow-Ausstellung, die Katzengeschichte „Geliebte Mimi“ als Book on Demand heraus. Leistikow beschreibt darin das Leben seiner Katze Mimi als Mitglied der Familie und seine enge Beziehung zu dem Tier. In vielen Beobachtungen wird die Katze voller Liebe und Respekt als eigenständige Persönlichkeit vorgestellt. Dieser Text steht im Mittelpunkt der Lesung. Am Anfang wird ein Textfragment mit der Beschreibung eines Bombenalarms in Berlin stehen – unheimlich in seiner Aktualität. 

Roland Borgards, Professor am Institut für deutsche Literatur der Uni Frankfurt und Mitbegründer des Forschungsnetzwerks Cultural and Literary Animal Studies, moderiert den Abend, Peter Schröder vom Schauspiel Frankfurt liest.

Die Ausstellung „Hans Leistikow (1892–1962). Zurück in die Moderne“ (mit Fotos von Laura J. Padgett) läuft noch bis zum 15.1.22. im Dommuseum. Führungen gibt es immer mittwochs um 17.30 Uhr und sonntags um 14.00 Uhr.

Foto: © Ulrike Brunzel - Hans Leistikow, Katze, Collage auf orange gestrichenem Papier, um 1950, Museumslandschaft Hessen Kassel, Graphische Sammlung.  

Noch bis Sonntag, 12. Februar: Amna Elhassan in der Schirn-Rotunde

(Petra)

Ich liebe die Rotunde: diesen wunderbaren (öffentlichen) Raum für Kunst im Großformat. Aktuell solltet Ihr mal vorbeischauen: Mit ihren Gemäl­den und Drucken porträ­tiert die Künst­le­rin Amna Elhas­san die sozio-poli­ti­schen Verän­de­run­gen und den kultu­rel­len Wider­stand im Sudan mit beson­de­rem Augen­merk auf den Frauen in ihrem Land. In der öffent­lich zugäng­li­chen Rotunde präsen­tiert die Schirn die erste groß­for­ma­tige Wand­ma­le­rei "December" (2022) der Künst­le­rin, die sie spezi­fisch für den Raum konzi­piert und reali­siert hat. In dem groß­for­ma­ti­gen Panora­ma­ge­mälde verar­bei­tet Elhas­san die Zerschla­gung der Demo­kra­tie­be­we­gung im Sudan und nimmt Bezug auf das Massa­ker von Khar­tum am 3. Juni 2019. Mit diesem been­de­ten Regie­rungs­trup­pen gewalt­sam die fried­li­che Dezem­ber-Revo­lu­tion, die mit landes­wei­ten Protes­ten und einer drei­mo­na­ti­gen Beset­zung des Plat­zes vor dem Mili­tär­haupt­quar­tier in Khar­tum zum Sturz der 30-jähri­gen Dikta­tur des ehema­li­gen Präsi­den­ten Omer Al-Bashir geführt hatte. Zudem zeigt Elhas­san im inne­ren Rotun­den-Umgang im ersten Ober­ge­schoss 23 Gemälde und Drucke, die seit 2019 entstan­den sind, einige davon eigens für die Ausstel­lung. Die Arbeit der Künst­le­rin hat mit der suda­ne­si­schen Revo­lu­tion 2018/2019 eine nach­hal­tige Wendung erfah­ren. Das zentrale Thema ihrer Werk­aus­wahl für die Schirn ist der Status der Frauen im Sudan sowie die Wahr­neh­mung ihrer Körper durch die Gesell­schaft. Eine Auswahl von Alltags­sze­nen sowie Porträts suda­ne­si­scher Frauen, deren Stärke und Wider­stands­fä­hig­keit im poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Umbruch die Künst­le­rin mit ihrer Arbeit zele­briert, wird gezeigt. Charak­te­ris­tisch für Elhass­ans Malweise sind das Expe­ri­men­tie­ren mit unter­schied­li­chen Tech­ni­ken, darun­ter analoge und digi­tale Zeichen­tech­ni­ken, Öl-, Acryl- und Sprüh­far­ben, sowie das Arbei­ten in Schich­ten auf Lein­wand und Papier. Elhas­san erwei­tert in der Schirn den Bild­raum der Gemälde über die Lein­wand hinaus und schreibt die Werke damit in den Ausstel­lungs­raum ein.

Foto: Norbert Miguletz, Amna Elhassan. Decon­struc­ted Bodies – In Search of Home, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2022

Amna Elhassan – Wandgemälde „December“ und Ausstellung im inneren Rotundenumgang 1. OG, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Römerberg,  Öffnungszeiten: 24/7 Rotunde, Dienstag, Freitag bis Sonntag 10 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr, Eintritt zu dieser Ausstellung: frei

Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)

Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.

Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt:  8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Bis Sonntag, 15. Januar 2023: Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand DAM

(Petra)

Umbauen, Anbauen, Weiterbauen – der Gebäudebestand bietet zahlreiche Möglichkeiten ihn fortzuschreiben. Auch das Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Schaumainkai in Frankfurt wird seit Oktober 2021 umgebaut und saniert. „Bauen mit Bestand“ ist auch eine Kategorie von Nachhaltigkeit – das zeigt die jetzt eröffnete Ausstellung im temporären DAM-Exil im Ostend. Anhand von sechs Themenbereichen werden sehr sehenswerte zeitgenössische internationale Beispiele kluger und kreativer Strategien im Umgang mit bestehender Architektur präsentiert. Expertinnen und Experten geben Einblicke in vielfältige Aspekte, die das Bauen mit dem Bestand sowohl im urbanen als auch im ländlichen Kontext beeinflussen. Eine ausgewählte Bestandsaufnahme Frankfurter Bauwerke eröffnet zudem Perspektiven und Fragestellungen unter Einbezug von Nutzer*innen und Bewohner*innen. Damit wird ein umfangreicher Pool an Nutzungen, Transformationen und Revitalisierungen präsentiert.

Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand, Ausstellung, Kurator*innen: Jonas Malzahn, Mathias Schnell und Katharina Boettger, Ort: DAM im Danzig am Platz, Adresse: Henschelstraße 18, bis 15.01.2023,
Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 12 - 18 Uhr,
Mi. 12 - 19 Uhr,

Sa.+ So. 11 - 18 Uhr,
Mo. Geschlossen,
Eintritt: 5 (3) Euro, weitere Infos hier

Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)

Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick. 

Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro


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