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| 13.01.2023 |
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Rückfällig geworden

Ich hatte es ja letzte Woche schon im Intro angedeutet: Ich bin mal wieder total unter Volldampf…. Und da „Danielas Ausgehtipps“ ein sehr persönlicher Newsletter ist, möchte ich Euch erzählen warum und wann das wieder aufhört . Ich muss ein wenig ausholen
Dass ich Mitglied bei den Grünen bin, wissen die meisten von Euch. Ich kam zu den Grünen, weil mich meine, leider schon verstorbene Freundin Esther nach unserer Schicht im „Nachtleben“ zu einer Party mitnahm. Die hatten Leute vom Grünen Jugendstammtisch organisiert. Die Party hieß „Schweine ins Weltall“ (Hintergrund: vier Abgeordnete aus dem Römer hatten gegen Lutz Sikorski gestimmt und so wurde er nicht Umweltdezernent). Ich wusste davon nix. Ich kannte auch keine Grünen in Frankfurt. Ich kam also auf die Party und da standen hinter der Bar nur junge Männer, die nicht wussten wie man Bier zapft. Esther und ich hatten Gastro-Erfahrung, erkannten die Situation und übernahmen die Bar.
So kam ich zu den Grünen.
Kurz nach meinem Studium wurde ich Assistentin des Europaabgeordneten Daniel Cohn-Bendit und habe für ihn in Brüssel & Frankfurt gearbeitet. Als ich jedoch vor der Wahl gestellt wurde, nur noch in Brüssel zu arbeiten, gab ich den Job auf. Zur Europawahl 2004 habe ich für die Grünen gemeinsam mit zwei Freunden ein super Veranstaltungswochenende konzipiert. Damals kamen u.a. Fatih Akin, Joschka Fischer, Orhan Pamuk & Jane Birkin mit ihrer Band. Vor dem Event und auch danach habe ich mich lange nur ehrenamtlich für die Grünen engagiert. Gemeinsam mit vielen Freunden haben wir beispielsweise 2001 für Joschka Fischer die überparteiliche Wählerinitiative „Perlenfischer“ gegründet. Wir haben u.a. ein Konzert mit den „Schwindlern“ auf dem Eisernen Steg (Das Foto ist von der Party. Neben mir mein lieber Freund Jesko, der bei fast allen Aktionen dabei war), eine tollen Party mit vielen DJ’s auf der alten Rollschuhbahn am Nizza am Main und eine Party gegen die Wiederwahl von Roland Koch im o25 organisiert. (Die war am 22.01.2003. Das weiß ich genau, weil ich in der Nacht meinen Sohn zur Welt brachte ). Abgesehen von der Wählerinitiative habe ich jahrelang ehrenamtlich das Bühnenprogramm auf dem Rotlintstraßenfest moderiert.
Von 2017-2021 war ich Geschäftsführerin der Grünen (meine längste Festanstellung bisher) und habe in der Zeit sechs Wahlkämpfe „gerockt“. Viel Zeit für die Familie blieb da nicht, da es bei den Grünen unglaublich viele und unfassbar lange Abendsitzungen gibt und als ich dann 2021 auch noch in den Römer gewählt wurde, war nix mehr mit Freizeit.
Ich habe dann Ende 2021 einen großen Cut gemacht: Ich habe bei den Grünen gekündigt und bin seit letztem Jahr Angestellte der Stadt. Das bedeutet auch, dass ich mein Mandat niederlegen musste. Ich habe jetzt einen super Job, der mir total viel Spaß macht (Koordinierungsstelle Fairtrade) und der es mir auch ermöglicht hat mich wieder mehr ehrenamtlich zu engagieren, bei Kulturzeiter:innen e.V. und Lotte Specht e.V., sowie die Ausgehtipps rausgeben und ich habe es sogar ab und an in den Garten geschafft und konnte entspannt wieder regelmäßig ins Waldstadion gehen! Alles war easy.
Tja und dann haben wir Frankfurter:innen im Spätherbst unseren OB endlich abgewählt und die Grünen haben Manuela Rottmann als Kandidatin für seine Nachfolge nominiert. Da ich Manuela so großartig finde und der Meinung bin, dass sie, aus vielerlei Gründen die absolut richtige Oberbürgermeisterin für Frankfurt ist, habe ich kurzerhand meinen Job reduziert und bin in ihrem Wahlkampfteam. „Nebenbei“ haben wir noch mit Freund:innen die überparteiliche Wählerinitiative „Frankfurt-will-Manuela-Rottmann“ gegründet. Die Frankfurter Künstlerin Sandra Mann und der Musiker Shantel sind auch schon dabei. (Mehr dazu weiter unten)
Verzeiht, dass das Intro jetzt doch recht lang geworden ist. Mir war wichtig, dass ihr den Background kennt und Euch nicht wundert, wenn ich hier ab und an Veranstaltungen mit Manuela ankündige. Nicht alle, sondern nur die, bei denen ich glaube, dass auch ihr Euch für die Veranstaltungen interessiert (z.B. Kulturveranstaltung mit Claudia Roth und Nachhaltigkeit & Sport mit Axel Hellmann im Deutsche Bank Park).
So, jetzt muss ich mich sputen, denn Wahlkampf hin oder her, der Chor muss sein.
Lebt wild
Daniela
Vielen Dank an mein tolles Ausgehtippteam: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.
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ZU GEWINNEN
Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)
2 x 2 Gästelistenplätze für die Hessenpremiere des Films MIDWIVES am 21. Januar im Orfeos Erbens. Frage: Wer schrieb das Buch "Benito"?
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ZU GEWINNEN
Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!
2 x 2 Gästelistenplätze für das Neujahrskonzert der Offenbacher Pianist:innen am 22. Januar im Büsingapalais. Die Gewinnfrage lautet: Mit welcher neuen Reihe ist die Verbraucherzentrale Hessen in Offenbach zu Gast?
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GEROLLTES über Vialli

(Uwe)
Ach herrje, jetzt muss ich schon wieder einen Nachruf schreiben, weil ein toller Fußballer verstorben ist. Nach Nachrufen über Diego Maradona, Gerd Müller oder Pele, folgt nun einer über den 1964 in Cremona in der Lombardai geborenen und Anfang 2023 in London verstorbenen Italiener Gianluca Vialli. Im Vergleich zu den anderen Spielern war er nie Weltmeister (seine Versuche 1986, Achtelfinale in Mexico und 1990, Halbfinale bei der Heim-WM scheiterten), er war trotzdem ein großer Spieler und er war als einziger der genannten Spielertrainer in einer Mannschaft aus einer Top-Liga.
Es gibt im Fußball immer einmal wieder eine Vereinsmannschaft, die es schafft, durch ihre Spielweise und ihre überraschenden Erfolge auch Fans aus anderen Lagern zu begeistern. Und wenn es am Ende wegen einer besonderen Rivalität der Vereine keine Begeisterung ist, dann ist es zumindest wohlwollender Respekt. Oft hält der Erfolg nicht dauerhaft an, weil die zahlungskräftigeren Vereine die Mittel haben, die herausragenden Protagonisten, in der Regel große Talente, wegzukaufen. Beispiele? Ajax Amsterdam, Champions League Sieger 1995 mit Edgar Davids oder Clarence Seedorf, Leicester City, englischer Meister 2016 mit N´golo Kante und Riyad Mahrez, zuletzt Eintracht Frankfurt, Euro League-Sieger 2022 und eben Sampdoria Genua, italienischer Meister 1991 mit Roberto Mancini und Gianluca Vialli. Ich mochte die Mannschaft mit den komisch geringelten blauen Trikots sehr und ich mochte Mancini und Vialli.
Wir erinnern uns, dass Ende der 1980er / Anfang der 1990er Jahre die Hochzeit der italienischen Serie A war. Große Namen aus dem In- und Ausland spielten alle bei großen Vereinen in Italien, beim AC Milan, bei Inter Mailand, bei Juventus Turin oder dem SSC Neapel. Der ligurische Club Sampdoria Genua, dessen Name sich aus dem Hafenviertel Genuas ableitete, konkurrierte recht erfolgreich mit diesen Topmannschaften. Neben dem genannten Meistertitel 1991 gewann Sampdoria zwischen 1984 und 1989 dreimal den italienischen Pokal und 1990 den Europapokal der Pokalsieger.
Gianluca Vialli war als Stürmer maßgeblich am Aufschwung und den Erfolgen beteiligt, bevor er 1992 nach Juventus Turin weiterzog, wo er vier Jahre spielte. Von Turin aus wechselte Vialli nach England und spielte bei Chelsea London. Sein einstiger Rivale im italienischen Fußball, der beim AC Milan unter Jahrhunderttrainer Arrigo Sacchi spielende Niederländer Ruud Gullit, holte ihn nach London, als sich der Club in der Vor-Abramowitsch / Mourinho-Zeit mit Trainer Gullit aus dem Mittelmaß nach oben arbeitete. Im Frühjahr 1998 wurde Gullit entlassen, sportliche Gründe gab es dafür nicht. An seine Stelle rückte Vialli, der als Spielertrainer agierte. Eine Besonderheit, weil es die Statuten vieler Fußballverbände nicht zulassen, dass man gleichzeitig als Spieler und Trainer wirkt. So musste beispielsweise Jürgen Klopp seine Spielerkarriere in Mainz beenden, um dort Trainer zu werden, Vialli konnte weiterspielen. Er blieb in dieser Funktion bis Saisonende und wurde zur Saison 1999/2000 Trainer. Das erste Jahr verlief sehr gut, den Job verlor er nach missglücktem Saisonstart in seiner zweiten Saison. Er heuerte als Trainer beim Zweitklassigen FC Watford an, das funktionierte da aber nicht wirklich.
Danach war es lange Zeit ruhig um Vialli, der in London eine Familie gründete. Mit dem gleichaltrigen Roberto Mancini bildete Vialli in der großen Zeit Sampdorias ein kongeniales Offensivduo. Nicht nur der sportliche Erfolg verband die beiden, sie wurden Freunde fürs Leben. Nachdem Mancini, der äußerst erfolgreich als Vereinstrainer arbeitete, 2018 Nationaltrainer Italiens wurde, holte er seinen Freund Vialli als Delegationschef zur „Squadra Azzurra“. Eine multiple Win-Situation für alle Beteiligten (für den Verband, für die Mannschaft, für Mancini und natürlich auch für Vialli), die durch den Europameistertitel 2021 veredelt wurde. In der Berichterstattung nahm damals die von Vialli überstandene Krebserkrankung einen großen Raum ein. Nun kam der Krebs zurück, am 06. Januar ist er in London verstorben.
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Neben Supportervideos & Statements hat die Wähler*innen-Initiative auch noch eine tolle Kunstaktion auf die Beine gestellt. Diese richtet sich an alle Künstler*innen und Illustrator*innen, sowie Fotograf*innen.
„Ich will Manuela Rottmann“ – ein ausgewähltes Werk zieht mit ein, in das Büro der Oberbürgermeisterin Manuela Rottmann.
Auch Du willst mit Manuela Rottmann als Oberbürgermeisterin einen wirklichen Aufbruch in Frankfurt? Dann mach‘ mit! Gestalte ein Kunstwerk, wie Du Manuela Rottmann siehst, für was sie für Dich steht und reiche Dein Werk bei der Kunstaktion unserer überparteilichen Wähler*innen-Initiative ein.
Die eingereichten Kunstwerke werden für rund zwei Wochen im Hotel Nizza in Frankfurt ausgestellt. Ein ausgewähltes Werk wird mit Manuela Rottmann in ihr Büro im Römer einziehen und mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro ausgezeichnet. Die drei erstplatzierten Teilnehmenden werden Manuela Rottmann bei einem Frühstück im Hotel Nizza persönlich kennen lernen. Die Vernissage mit Bekanntgabe der Gewinner*innen findet am 04. März 2023 um 18.00 Uhr statt.
Hier findet Ihr alle Infos zur Kunstaktion im Überblick.
Illustration: Barbara Jung
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Freitag 13. Januar: Gitarrenversteigerung von TANKARD

(Daniela)
Nach dem Chor gehe ich ins Institut für Stadtgeschichte. Da ist eine Gitarre von Tankardin der Ausstellung "Abgelichtet! Stars in Frankfurt" ausgestellt und diese Gitarre und weitere Tankard-Raritäten kann man heute ersteigern.
Schwarz-weiß wie Schnee: Tankard meets Eintracht
+++ Versteigerung für den guten Zweck +++
Die Frankfurter Thrash-Metal-Legenden Tankard sind beinharte Eintracht-Frankfurt-Fans. Ihre Hymne „Schwarz-weiß wie Schnee“ läutet jedes Heimspiel ein. Die Band drückte ihre Fußballliebe auch auf zwei künstlerisch gestalteten Gitarren aus, die Tankard beim DFB-Pokalfinale 2018 in Berlin spielten. Eine Gitarre befindet sich im Eintracht-Museum und die zweite wird an diesem Abend für einen guten Zweck versteigert. Zusätzlich kommen weitere exklusive und signierte Tankard-Raritäten unter den Hammer.
Moderation: Roy Hammer Ort: Karmeliterkloster, Dormitorium Veranstalter: Tankard in Kooperation mit: Eintracht Frankfurt Museum und Institut für Stadtgeschichte Eintritt für den guten Zweck: 5 €
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Freitag 13. und Samstag 14. Januar: Tony Rizzy im Gallustheater

(Daniela)
Hingehen! Ich habe die Tanzperformance im Juli im mousonturm gesehen und wenn ich heute Abend nicht im Institut für Stadtgeschichte wäre, würde ich gerade nochmal hingehen, denn Tony Rizzi und sein Tanzpartner sind großartig!
»Even crazy people want to be invited to the party «
Wie können wir aus dem Kopf wieder in den Körper kommen? Choreograf, Tänzer und Multitalent Tony Rizzi hat sich in seinen Stücken immer wieder mit den Momenten des täglichen Lebens als Inspirationsquelle beschäftigt. In seinem neuen Duett erforscht er mit dem Performer Alessandro Costagliola den Zusammenhang zwischen Einsamkeit, Isolation und Angst in einer konsumorientierten Gesellschaft, in der aus diesen Phänomenen Profit geschlagen wird und Fernsehwerbung für Antidepressiva zum Alltag gehört. Ausgehend vom klassisch-europäischen Ideal gleichberechtigter, durch das Band der Freude und der Freundschaft miteinander verbundenen Menschen, wie es Schiller in seiner 'Ode an die Freude' formuliert hat, fragt Rizzi danach, wie und warum sich die Dinge verschlimmern und wie wir am besten durch dieses Chaos navigieren.
'frei:GeTanzt im Gallus Theater' ist eine neue Tanzreihe, die der Frankfurter, der nationalen und internationalen Freien Szene gewidmet ist und vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main unterstützt wird.
Performer, Co-Choreographer, Film- und Soundeditor: Alessandro Costagliola Concept, Direction, Co-Choreographer, Text, costume, stage design and video: Antony Rizzi Fotos: Maciej Rusinek
Freitag, 13.0123 20.00 Uhr Eur 22/15/8 Samstag, 14.01.23 20.00 Uhr Eur 22/1/8
Gallus Theater, Kleyerstr. 15, 60326 Frankfurt, Tel 069-758060-20, www.gallustheater.de
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Freitag, 13. und Samstag 14. Januar: OF/ SOUPS

(Andrea)
Gerade an Tagen wie diesen, wenn alles grau, trüb und regnerisch, ist gibt es dauch kaum Schöneres, als sich am wärmenden Feuer zu einer Suppe zu treffen. Das wärmende Feuer müsst ihr Euch denken, die Suppe gibt es wirklich: Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch sind YRD.Works und eigentlich in der Kressmann-Halle im Hafen Offenbach aktiv. Jetzt bespielen sie mit SOUPS den Rathaus-Pavillon, der sich immer mehr zum hippen Treffpunkt mausert und laden zum Essen und Austauch: Eine Suppe verbindet, bringt Menschen zusammen und ins Gespräch. Bis Samstag, 11. Februar, immer von Donnerstag bis Samstag lädt „SOUPS“ fünf Wochen lang zum Essen, immer mit bzw. von anderen Köchinnen und Köchen aus verschiedenen Winkeln und Szenen der Stadt, spannende Begegnungen sind dabei garantiert. Zumal das Essen für die Teilnehmenden kostenlos ist. Heute kocht die Iranerin Nasrin Jalali, morgen Szymon Zych aus Polen. 18 Uhr Weitere Infos gibt es hier: soups.yrd.works .
SOUPS, Rathaus-Pavillon, Stadthof-Westseite, Offenbach
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Freitag, 13. Januar bis Sonntag, 15. Januar: OF/ Diamant - Abstract City

(Andrea)
Danach bietet sich ein kurzer Spaziergang zum DIAMANT an. Dort startet heute das neue Thema "Abstract City" und was ich bisher gesehen habe, gefällt mir schon jetzt wieder gut. Überhaupt, das muss an dieser Stelle mal gesagt werden, sind Bespielungen dieser Art eine Freude und ein echter Segen. *LIKELIKELIKE* ABSTRACT CITY / 13.1.-22.1.23 OLEG KOMAROV@olegkomarovjr fotografiert von VLADA SHCHOLKINA @vlshc ABSTRACT CITY: ANNE KLAUSMANN / BARBARA WONNER / DANIEL VON HOESSLE / DANIELA SONNABEND / DORIAN WINKLER / FABIJENNE ANDRIJEVIC / FINN GÖLITZER / JAKOB FRANCISCO / JALE SOMER / KERSTIN WEISER / KONSTANTIN KIPFMÜLLER / LARS SCHWABE / LENARD LÜDEMANN / MARC GORONCY / MARTIN STOYA / OLEG KOMAROV / PHILIPP LANGER / SIMON MARTIN / SONJA RYCHKOVA / STEFAN KOPPELKAMM / UN-ZU HA-NUL LEE WALLPAPER GALLERY: Ann Messner / Cy Twombly / Elaine de Kooning / Francois Dufrène / Helen Frankenthaler / Janet Sobel / Jackson Pollock / Jaques Villeglé / Katharina Grosse / Lee Krasner / Louise Bourgeois / Miodrag Živković / Pat Steir / Piet Mondrian / Raymond Hains DIAMANTENAKADEMIE Sa 14.1. / 19:00 / Lecture STEFAN KOPPELKAMM: I WANT TO BE AN ARTIST! Do 19.1. / 19:00 / Lecture REBECCA HERLEMANN: HELEN FRANKENTHALER DO!
DIAMANT OFFENBACH / Museum Of Urban Culture / Frankfurter Straße 8 / Offenbach www.instagram.com/diamant.offenbach/
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Freitag, 13. Januar: OF/ Rheingold

(Andrea)
Um "Rheingold" schleiche ich schon eine Weile herum. Fatih Akin gehört klar zu meinen Lieblingsregisseuren, in puncto Themen und Umsetzung hat er bislang zumindest immer meinen Nerv getroffen. Für Zartbesaitete war das nicht immer was, warum mich jetzt schon die Brutalität der Vorschau abgeschreckt hat, kann ich gar nicht erklären. Deshalb gehe ich heute in den Filmklubb und dann reden wir weiter. "Giwar Hajabi alias Xatar (Emilio Sakraya) kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken: Aus dem Sozialbau hat er es bis an die Spitze der Musik-Charts geschafft. Nachdem Giwar Mitte der 1980er-Jahre aus dem Irak in Deutschland ankommt, findet er sich ganz unten wieder. Seine gesamte Familie wurde im Irak ins Gefängnis gesteckt und er ist nun ganz auf sich allein gestellt. Um an Geld und Ruhm zu kommen, gibt es viele Möglichkeiten, aber noch mehr Barrikaden. Vom Kleinkriminellen steigt Giwar zum Großdealer auf, bis schließlich eine Ladung flüssiges Kokain verloren geht. Um nicht in der Schuld des Kartells zu stehen, plant Giwar mir einigen Gefährten einen folgenschweren Goldraub, der ihn schließlich in die Hölle eines irakischen Knasts bringt. Doch Giwar ist erfinderisch und eins steht für ihn fest, er möchte ein besseres Leben als dieses und dafür ist er bereit, hart zu arbeiten." Trailer: www.youtube.com/watch?v=dIDDgG06zuw Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr. Es werden Speisen und Getränke angeboten.
Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
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Ab 4. Februar: SWING WORKSHOP mit Steffi Kunkel
(Daniela)
Steffi Kunkel bietet einen neuen SWING WORKSHOP an, " Weils einfach soo schön war, geht's weiter. Wenn ihr sehen wollt, was wir bisher gemacht haben. Einfach hier reinschauen: https://youtu.be/Oov2Lya_mUo
Die Termine sind :
4.& 18.feb. / 4.& 18.märz / 1.april 2023
14:00h (1Std.12€)
@tanzschule m.garcia saalburgstr.17
anmelden unter: fraukunkel.de / instagram oder facebook: Stefani Kunkel
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Samstag, 14. Januar: Panama / Antanzen – Voguing

(Martin)
Tanz/Workshop
Das bereits in Darmstadt und Wiesbaden beliebte Format „Antanzen“ der Tanzplattform Rhein Main feiert eine kleine Premiere, indem es erstmals im Mousonturm stattfindet. Beginnend im Januar 2023 werden alle zwei Monate neue Bewegungsformen vorgestellt. Ziel ist es, sich auszuprobieren, neue Tanzstile zu entdecken und dabei auch mehr über ihre Geschichte und Entstehung zu erfahren.
Hierzu sind Choreograf*innen und Tanzpädagog*innen aus der großen freien Szene der Tänze der Gegenwart eingeladen; ob Contemporary Dance, Voguing und Whacking, Lyrical, House, Popping und Locking oder Ballett. Bei uns soll sich die gesamte Breite der tanzenden Stadtgesellschaft wiederfinden.
Beim ersten und zweiten Termin steht Voguing im Mittelpunkt, ein Tanzstil, der Anfang der 70er-Jahre in Harlem, New York entstand. Marginalisiert von der weißen und heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft, fanden sich Schwarze und Latinx-Personen aus der LGBTIQ+ Community in sogenannten Ballrooms, Räumen, in denen sie sich sicher fühlen konnten, zusammen, gründeten Ersatzfamilien (sogenannte „Houses“ – „Häuser“), tanzten und performten spielerisch mit- und gegeneinander.
Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/420926
Samstag, 14. Januar um 17.00hMousonturm Probebühne 3. + 4. OGTeilnahme 10€
Foto: © Tanzplattform Rhein-Main
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Samstag, 14. Januar: FFM/ MMK - Rosemarie Trockel

(Andrea)
Das MMK bietet heute eine Führung zu Rosemarie Trockel an und wenn ich es irgendwie hinbekomme, will ich hingehen: "Starr wie verschieden blicken die weißen Männer uns entgegen. Sie sind die Clock Owner. Sie sind das Zeitregime, sie geben den Takt und den Tag vor. Notre-Dame – eine 2,90 Meter große Haarnadel – lehnt ruhig an der Wand. Gewandt und elegant bändigt sie das Wilde, das Ungestüme und das Aufreizende: Sie ist Befreiungsinstrument wie Waffe zugleich.Zur bloßen Lüftung degradiert, füllen vier Ventilatoren ein Fenster aus. Ohne Ein- oder Ausblick zu gewähren, wird das Fenster seiner Idee entrückt, ist statt Öffnung nur Ausschluss. Die Brutalität wie Absurdität normativer Ordnungen tritt im Werk von Rosemarie Trockel offen hervor. Definitionen, Einschränkungen, Bevormundung und Gewalt aufgrund von Gender werden sichtbar und durchschaubar. Mutig, wehrhaft, riskant und komisch ist ihre Vorangehensweise. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ihre Beobachtungen und Studien zu Prozessionsspinnerraupen, Staren, Hühnern oder Läusen sind wissenschaftlich fundiert wie genau, der eigene Blick stets kritischer Bestandteil. In ihrem Werk werden Ambivalenzen nicht nur zugelassen, sondern dezidiert herausgearbeitet. Die umfangreiche Ausstellung zeigt Werke von Rosemarie Trockel aus allen künstlerischen Schaffensphasen, von den 1970er-Jahren bis zu neuen, eigens für das Museum entstandenen Arbeiten. Die öffentliche Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Da für alle Angebote eine beschränkte Teilnehmer*innenzahl von 15 Personen gilt, bitten wir um Anmeldung (Mo, Mi–Fr, 9–14 Uhr) unter der Telefonnummer +49 69 21240691 oder per E-Mail an kunstvermittlung.mmk@stadt-frankfurt.de. Freitags ab 13 Uhr sind Anmeldungen für Wochenendtermine nur noch direkt an der Museumskasse möglich. Für eine spontane Teilnahme wenden Sie sich gerne an das Kassenpersonal. Weitere Informationen finden Sie auf www.mmk.art
Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt
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Samstag, 14. Januar: Of/ Remute

(Andrea)
Der Digital Retro Park ist klar eines meiner Lieblingsmuseen, wo sonst kann man nach Herzenslust alles anfassen, bespielen und auf Zeitreise gehen? Ich sage nur Ruth! Und weil es heute auch noch ein Konzert gibt, lohnt der Besuch doppelt. Also erst daddeln, dann tanzen: "Wir freuen uns, einen guten Bekannten endlich mal bei uns im Haus begrüßen zu können: REMUTE wird uns gleich zu Beginn des neuen Jahres ein schönes Konzert spendieren! Der in Hamburg lebende DJ und Musikproduzent hat seit einigen Jahre mit seiner elektronischen Musik immer wieder aufsehenerregende Releases gemacht. Verschiedenste Medien wurden verwendet, so u.a. 3.5" Disketten, SONY MiniDisc, Iomega ZIP Drive und VHS, sowie auf Cartridges für N64, MegaDrive, SNES, GBA und Turbografx. Das letzte Werk erschien als CD für die SEGA Dreamcast. Vor und nach dem Konzert ist ein Besuch der Ausstellung mögich. Details: - 10 EUR Eintritt - Einlass ab 17:00 Uhr (Besuch des Museum bis zum Konzert möglich) - Beginn des Konzertes um 18:00 Uhr - Ende voraussichtlich um 19:30 Uhr - Danach bleibt das Museum noch eine Stunde offen, damit die Gäste sich nochmal im Museum umschauen können NEU: Es gibt auch einen LIVESTREAM dazu unter https://vimeo.com/event/2514932
Digital Retro Park, Frankfurter Straße 13-15 Uhr, Offenbach. Nicht barrierefrei
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Samstag, 14. Januar: Of/ Bones and All

(Andrea)
Weil ich besser auch nicht sagen könnte: "Am ersten Hafenkino-Wochenende des Jahres erwartet euch mit Bones and All ein neues Meisterwerk von Luca Guadagnino, das (wie 2017 sein Film Call Me By Your Name) vermutlich die Open Air Saison dominiert - in dem Sinne, das es einige Male laufen wird, bis sich alle satt gesehen haben. Fangen wir also lieber schonmal an, uns satt zu sehen - an diesem ersten Hafen-2-Samstag. Mitten im Winter.Bones and All erzählt die Geschichte der ersten Liebe zwischen Maren (Taylor Russell), einer jungen Frau, die lernen muss, am Rande der Gesellschaft zu überleben, und dem temperamentvollen Außenseiter Lee (Timothée Chalamet). Als die beiden sich kennenlernen, beginnt eine tausend Meilen lange Odyssee durch die Schleichwege, versteckten Durchgänge und Hintertüren im Amerika der Reagan-Ära. Doch trotz all ihrer Bemühungen führen alle Wege Maren und Lee zurück in ihre schockierende Vergangenheit – und zu der alles entscheidenden Frage, ob ihre Liebe standhält. Trailer (dt.) https://youtu.be/av8bPV4jg2I. Bones and All, Luca Guadagnino, Italien 130 Min., ab 16 Jahren, eOmdtU Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr, Eintritt im Vorverkauf und an der Abendkasse 10 Euro. Tickets: https://loveyourartist.com/de/events/hafenkino-bones-all-omu-offenbach-am-ZTFBJI/overview
Hafen 2, Nordring, Offenbach
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Samstag, 14. Januar: Alles ist groß

(Martin)
‚Alles ist groß‘ ist eine der kleinen feinen Perlen im Spielplan des Schauspiel Frankfurt – ein Meisterstück der Regie (Kornelius Eich) und des Schauspiels (Nils Kreutinger).
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Zsuzsa Bánk trifft einen Mann für das letzte Geleit, dessen sensible Beobachtungsgabe besondere Perspektiven eröffnet. Wir lernen einen Grabmacher kennen, der in seinem vorherigen Job als Paketzusteller extrem unter Stress stand. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf. Zsusza Bánk wirft in ihrem Text die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?
Die FAZ schrieb nach der Premiere: »Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.
Und DLF Kultur – Fazit sendete anlässlich der Premiere: »Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-12/stimmen-einer-stadt-bank/1184/
Samstag, 14. Januar um jeweils 20.00h Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko
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Sonntag, 15. Januar: POHLMANN
(Uwe)
Wenn man zuhasue etwas reparieren muss und dazu ein wichtiges Teil gebraucht wird, geht man zu POHL-mann auf der Wiesenstraße, in der Nähe vom Bornheimer Uhrentürmchen. Der hat alles, die Verkäufer und Verkäuferinnen sind wahnsinnig kompetent und nett. Wenn der Sänger Pohlmann auch alles hat und ebenfalls wahnsinnig nett und kompetent ist, wird es bei seinem Konzert im Zoom gut für ihn laufen. Der Veranstalter schreibt über ihn: „Auf dieser Welt gibt es nur ein paar so ganz verwegene Typen, die sich für die Liebe niemals verbiegen“, heißt es in „Dunkle Gedanken“, einem der neuen Lieder von Pohlmann. Zu diesen Typen zählt sich der Hamburger Barde nicht, bloß nicht. Auf die Liebe lässt er es ganz bewusst ankommen. Auf die zwischenmenschliche sowieso, aber eben auch auf die Liebe zur Welt, zur Ehrlichkeit, zum guten alten Humanismus. Stilistisch geht das einher mit eingängigem, folkigem Rockpop. hat.
Zoom Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21 20 Uhr Eintritt: 34,55 VVK
Bild: Zoom
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Sonntage, 15., 22. und 29. Januar: Verschwinden: Autobahn (Studio Naxos)

(Martin)
COMPAGNIE DORFPRODUCT lädt ein auf einen Ausflug zwischen Wald und Feld und Stadt und Land zu einem Streckenabschnitt der A5, der durch das Verkehrszeichen VZ282: von sämtlichen streckenbezogenen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverboten befreit - für den Wahnwitz des „(mit Vernunft rasen)“ steht. (Immanuel Kant, Allgemeine Anmerkung zur Exposition der Ästhetischen Urteile, in: Zweites Buch. Analytik des Erhabenen, in: Kritik der Urteilskraft (17993) B 126.
Gehen auf einer ca. 8 km langen, schnurgraden Strecke zwischen dem Stadtwald Langen, auf die die achtspurige A5 überspannende Autobahnbrücke Bornbruch (oberhalb des Bernd Rosemeyer Denkmal, Rekordhalter der Höchstgeschwindigkeit von 400+ km/h auf öffentlicher Straße vom 28. Januar 1938) und von dort aus dem Stadtwald bei Mörfelden-Walldorf heraus, vorbei am Betonwerk Mörfelden GmbH zum Museum Mörfelden-Walldorf.
Die Gehenden sind eingeladen sich der motorischen Sehnsucht nach Mobilität, Geschwindigkeit und Beschleunigung zu stellen und sich dem Größenwahn und Wahnwitz der Autobahn und den mit ihr einhergehenden mythischen und faschistoiden Phantasien auszusetzen.
„Man sperrt die Menschen zum Beispiel nicht mit einer Autobahn ein, sondern indem sie Autobahnen bauen, vervielfachen sie die Kontrollmittel. Ich sage nicht, dass dies das einzige Ziel von Autobahnen ist, aber die Leute können unendlich und frei reisen, ohne eingeengt zu sein, während sie perfekt kontrolliert sind. Das ist unsere Zukunft.“ Gilles Deleuze, Qu’est-ce que l’acte de création ? (1987).
Um Anmeldung wird gebeten:https://studionaxos.de/programm/verschwinden-autobahn/
Treffpunkt: Diesterwegplatz (Vorplatz Südbahnhof); Dauer: ca. drei Stunden mit An- und Abfahrt. Laufstrecke vom Bahnhof Langen zum Bahnhof Mörfelden-Walldorf ca. 10 Kilometer. Kleidung und Schuhe der Witterung entsprechend.
Feste Kosten: 11,20 € (RMV Fahrschein Südbahnhof nach Langen Bahnhof: 5,60 €, RMV Fahrschein Bahnhof Mörfelden-Walldorf – Frankfurt: 5,60 €
Sonntag, 15.01.23 um 14.00h, Sonntag, 22.01.23 um 14:00 Uhr und Sonntag, 29.01.23 um 14:00 Uhr
Foto: © studio Naxos
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Montag 16. Januar: Mette Henriette bei Jazz Montez

(Daniela)
Jazz Montez starten mit einem tollen Konzert ins neue Jahr:
Mette Henriette live at KV Familie Montez
2022 may be tough to beat but we'll take a shot and kick the year off right with the Sámi-Norwegian saxophonist, composer and improviser Mette Henriette who will play an exclusive show for us on Monday, January 16, 2023. At 32 years of age, Mette has already released a double album on the legendary ECM record label, composed music on commission for the Oslo Philharmonic and collaborated with such artists as Marina Abramovic, Anton Corbijn and Nicolas Jaar. Her music displays a depth, wisdom and calmness that really suits this reflective time of year. Join us in experiencing her newest compositions, which Mette will perform with her trio before her sophomore album "Drifting" will be released through ECM on January.
Soundfile: https://www.youtube.com/watch?v=WxlaP2k9mUI
Monday, January 16, 2023. Doors 7 p.m. Concert 8 p.m.Mette Henriette - saxophone Ayumi Tanaka - piano Tanja Orning - celloKunstverein Familie Montez Honsellstr. 7, 60314 FrankfurtTickets: 20€/10€ reduced
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Montag, 16. Januar: OF/ Tod auf dem Nil

(Andrea)
Neben Miss Marple dürfte Hercule Poirot einer der berühmtesten Detektive aus der Feder Agatha Christies sein, unvergessen vor allem Sir Peter Ustinov in der Paraderolle. Noch spannender wird die Sache, wenn heute Gil Ofarim, ja genau der mit dem "Hotel-Skandal" heute nicht den Ermittlerm, aber immerhin mitspielt. Egal, die Story von "Tod auf dem Nil" ist super und ich freue mich auf den Abend in unserem wunderschönen Capitoltheater. Das auch mal Musiclaheimstätte war, beim Aufräumen habe ich eine "Tommy"-Tasse gefunden und das war wirklich grandios damals. Schön, dass Peter Rieger das Gebäude damals wiedererweckt hat und wir heute wieder unter dem Kuppeldach Kultur genießen. "Am Montag, 16. Januar, löst Detektiv Hercule Poirot unter der Regie von Jörg Herwegh ein heimtückisches Verbrechen in der flirrenden Sonne zwischen den Pyramiden von Gizeh und dem Tempel von Abu Simbel. Mit dem charismatischen Sänger und Schauspieler Gil Ofarim, bekannt aus TV-Formaten wie „Let‘s Dance“ und der „Heute Show“, in der Rolle des Simon Mostyn sammeln die Zuschauer und Zuschauerinnen Indizien und rätseln nach dem Mordmotiv – das Rätselvergnügen ist vorprogrammiert." 20 Uhr
Capiitol Theater, Goethestraße, Frankfurt
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Dienstag, 17. Januar: OF/ Friedrich-Stoltze-Abend

(Andrea)
"Was is des Ofebach for e Stadt! Die hawe´s ganz in der Näh gehat, un hawe´s verbaßt von Aabeginn, daß se net aach von Frankfort sin." Dass Offenbach auch eine Menge zu bieten hat und es die legendäre Feindschaft zwischen beiden Städten nicht (mehr) gibt, beweisen wir schon lange. Kleine Sticheleien gehören aber noch immer dazu (und rein fußballerisch können wir leider nicht mehr parieren) und weil es Stoltze nie an Süffisanz fehlte, reizt mich der Vortrag in der vhs (und ist sicher auch für Frankfurter interessant, smiley): "Seit 25 Jahren begeistert Winno Sahm das Publikum in der Volkshochschule mit seinem Friedrich-Stoltze-Abend. In den Lesungen beleuchtet der Literaturkenner das Werk des berühmten Frankfurter Schriftstellers jedes Jahr unter einem neuen Themenschwerpunkt. Seine Auswahl an Gedichten und Texten in Dialekt und Hochdeutsch trägt Winno Sahm ausdrucksstark und mitreißend vor, erläutert sprachliche Besonderheiten und historische Zusammenhänge. Friedrich Stoltze, 1816 geboren, war Frankfurter Mundartdichter und Herausgeber der satirischen Wochenzeitschrift „Frankfurter Latern“. Er galt als kritischer Demokrat, scharfzüngiger Journalist und rebellischer Freiheitskämpfer, der mit seinen Texten für die Demokratie, gegen Zensur, den Obrigkeitsstaat und gegen Antisemitismus kämpfte. Der Jubiläumsabend am Dienstag, 17. Januar, um 19 Uhr bietet unter dem Titel „Vom Römerkeller zur Pfarrturmspitz“ ein Bauwerkealbum aus Stoltzetexten. Stoltzes Gedichte und Geschichten spielen immer wieder in, an und auf Frankfurter Bauwerken. So lässt sich aus den humoristisch-satirischen Texten zugleich auch ein stadtarchitektonischer Bilderreigen machen. Historische Anmerkungen zu so prägnanten Lokationen wie beispielsweise Eschenheimer Turm und Alte Brücke bereichern das Hörerlebnis ebenso wie sprach- und kulturgeschichtliche Erläuterungen. Der Vortrag findet im Saal der Volkshochschule, Berliner Straße 77, 63065 Offenbach statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der Rufnummer 069 8065 3141 oder unter www.vhs-offenbach.de. Das Entgelt beträgt 7 Euro. Es ist keine weitere Ermäßigung möglich."
Volkshochschule, Berliner Straße 77, Offenbach
Bild: visitfrankfurt_Holger Ullmann
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Donnerstag, 19. – Samstag, 21. Januar Dance Me! She She Pop

(Martin)
Von einem energetischen Tanz-Battle schreibt nachtkritik.de – She She Pop ist wieder in town – und das hingehen lohnt sich erneut.
„Dance Me!” ist ein Tanzmarathon, in dem zwei Generationen gegeneinander antreten. Die Bühne ist eine Arena, in der She She Pop und Gäste in der Rolle der Alten auf eine Gruppe junger Performer*innen treffen.
Das gegenseitige Unverständnis, der Generation Gap, wird in einem streng reglementierten Tanz-Ritual auf die Bühne gebracht und gefeiert. Die Teams wechseln sich ab: Wer nicht auf die Tanzfläche muss, steht an den Mikrofonen und macht die Musik. Die Generationen geben einander nicht nur den Beat vor und treiben sich an, sie nutzen auch die Gelegenheit, sich in langen Litaneien zu beklagen und gegenseitig zu beschimpfen. Oder zu bewundern? Und einander zu danken? – Wir wissen es nicht. Die beiden Teams trainieren für diesen Abend getrennt voneinander und konfrontieren sich in der Show mit ihren aktuellsten Moves.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/dance-me/ Donnerstag, 19. Und Freitag, 20. Januar um 20.00h, Samstag, 21. Januar um 19.00h Mousonturm / Saal – Solidarisches Preissystem
Foto © Ben Krieg
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Hendrik Otremba: BENITO

(Uwe)
Ein Freund, der mittlerweile in München lebt, schickte mir neulich eine Nachricht. Darin stand, dass er beim Lesen des Buches Benito an mich gedacht hätte. Dass es mir gefallen müsste. Ich hatte einige Zeit nichts von ihm gehört, als Tippgeber für kulturelle Dinge nehme ich ihn aber sehr ernst, immerhin schenkten seine Frau und er mir ein frühes Werk von David Nicholls, der schnell zu meinem Lieblingsautor wurde. 2022 war kein einfaches Jahr, also hatte ich mich in den letzten Wochen des alten Jahres an durchschnittlichen deutschen Krimis festgelesen. Immer begleitet von der Sehnsucht einmal wieder ein Buch zu lesen, in denen man ganze Absätze abfotografiert, weil sie so grandios geschrieben sind. In denen einen die Handlung in ihren Bann zieht und das einen auch dann noch beschäftigt, wenn man eine Pause einlegt, besser einlegen muss. Ein Buch das bleibt.
Benito lag da, wollte gelesen werden, ich war aber noch nicht so weit. Als mein Freund mich kurz vor Weihnachten fragte, wie ich es finden würde, antwortete ich mit „ich fange nach Weihnachten damit an, dann wird es ruhiger.“. Mit der ersten Seite (eine der stärksten ersten Seiten seit „Margos Spuren“ von John Green) passierte das, was ich ein paar Zeilen vorher andeutete: das Buch packte mich. Den Inhalt zu erklären ist schwierig, spoilern will ich nicht, weil Überraschendes passiert. Auf der Kanufahrt von sechs Pfadfindern (einer davon ist Benito), die etwas an Apocalypse Now erinnert und in der Zeit, die rund dreißig Jahre danach liegt.
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Freitag, 20. Januar: WELTHITS AUF HESSISCH
(Uwe)
„Welthits auf Hessisch“ ist ein Projekt von Tilman Birr und Elis C. Bihn mit dem sie 1:1 das umsetzen, was sie im Projektnamen versprechen. Sie übersetzen Originaltexte ins Hessische und interpretieren diese bei ihren Konzerten. Dabei begleiten sie sich mit Bass und Gitarre. So wird aus Miley Cyrus‘ „Wrecking ball“ die „Abrissbern“, aus Rihannas „Umbrella“ der „Reschescherm“ oder Britney Spears´ „Hit me baby one more time„Schlaach misch, Mädsche, nochema“. Selbstverständlich haben sie nicht nur Songs jüngerer Popstars im Repertoire, auch „Stayin´ alive“ („Am Lebe bleibe“) von den Bee Gees oder „Help!“ („Helf mer“) von den Beatles sind zu erwarten. Ich bin kein besonderer Freund von Covern, weil ich Musiker und Bands insbesondere dafür bewundere, welch´ außergewöhnliche Werke sie erschaffen, das klingt aber nach einem unterhaltsamen Abend.
DAS BETT Frankfurt, Schmidtstr.12 Zeit: 21:00 Eintritt: 20,00€ VVK
Bild: Pressefoto
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Samstag, 21. Januar: OF/ Die Plastiksparakademie

(Andrea)
Nichts Neues unter der Sonne: Der Coffee-to-go, die verpackten Tomaten, der Joghurtbecher. Wir produzieren täglich einen unglaublichen Müll, verbrauchen Ressourcen und belasten unserere Umwelt. Wissen tun wir das schon lange, aber im Alltag siegt dann doch oft die Bequemlichkeit. Ein Besuch in der "Plastikspar-Akademie" kann da helfen: "Ab Januar zeigt die Verbraucherzentrale Hessen in der Wetter- und Klima-Werkstatt wie jede und jeder Plastik im Alltag reduzieren und vermeiden kann. Die neue Workshop-Reihe „Die Plastikspar-Akademie“ startet am 21. Januar um 15 Uhr mit dem Workshop „Werde Kosmetik-Profi“. Kosmetik-Artikel sind nicht nur in Plastik verpackt, sie enthalten auch meist verschiedene Kunststoffverbindungen wie Mikro- oder Flüssigkunststoffe. Worin unterscheiden sich die Kunststoffe und wie erkenne ich sie? In dem kostenfreien Workshop werden Inhaltsstofflisten überprüft, Siegel besprochen und sogar einfache Rezepte für selbst hergestellte Kosmetika ausprobiert. Weitere Workshops zu den Themen Bekleidung und Verpackungen finden am 11. und 18. Februar jeweils um 15 Uhr in der Wetter- und Klima-Werkstatt statt. Die Workshops sind für junge Menschen ab der 9. Klasse geeignet. Um Anmeldung per E-Mail an info@wetterwerkstatt.de wird gebeten. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei.
Wetter- und Klima-Werkstatt, Frankfurter Straße 39 / Rathaus Plaza, Offenbach
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Samstag, 21. Januar: MIDWIVES - Hessenpremiere

(Uwe)
Der Gewinnerfilm vom Sundance Festival in der Hessenpremiere im Orfeos Erben? Drei gute Gründe auf einmal.
Zum Film: Die junge Muslima NYO NYO ist fest entschlossen eine zuverlässige Hebamme zu werden. Ihre buddhistische Lehrerin HLA hat eine improvisierte Klinik im Westen Myanmars, in der die beiden Frauen trotz ihrer unterschiedlichen ethnischen und religiösen Zugehörigkeiten zusammenarbeiten, aber auch bedroht werden. Die muslimische Rohingya sind rechtlos. Die Klinik ist für schwangeren Frauen, Neugeborene und Kinder die einzige Hoffnung auf medizinische Versorgung. Hla’s Belastung im Klinikalltag ist groß und ihre Sicherheit in Gefahr. Trotzdem ermutigt sie täglich ihre Schülerin und fordert sie heraus, besser zu werden. Im Land kämpft die Bevölkerung mit den Nachwirkungen des Militärputsches und dem harten Vorgehen gegen Demonstrant*innen. Die beiden Hebammen trotzen den widrigen Umständen, Chaos und Gewalt und ringen um das Glück, dass sich immer dann einstellt, wenn eine Geburt gelingt und ein Kind zur Welt kommt.
Snow Hnin Ei Hlaings drehte ihr bemerkenswertes Dokumentarfilmdebüt über sechs turbulente Jahre im Rakhine State in Myanmar. Voller Liebe, Empathie und Hoffnung bietet MIDWIVES einen seltenen Einblick in die komplexe Realität Myanmars und seiner Menschen. Gleichzeitig macht der Film auf den unverzichtbaren Beitrag für die Versorgung Schwangerer, junger Mütter und Neugeborener aufmerksam, den Hebammen weltweit
Orfeos Erben (Hessen-Premiere). Frankfurt, Hamburger Allee 45 20 Uhr Einlass mit Sektempfang, Filmstart ca. 20.30 h.
Tickets gibt es hier
Bild: Verleiher
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Samstag 21. Januar: Shantel im ono2
(Daniela)
Wir sind auf der Premiere im Schauspiel, danach gehts dann direkt ins ono2, denn da legt Shantel auf.
Ich denke es wird sehr voll. Heinz Felber, der Gastgeber schreibt: "bitte früh kommen wer drin ist ist drin , bei 200 ist Schluss !!! DJ -Set , wie immer hypnotisch und mit grossem Spaß."
ono 2, Walter-Kolb-Straße 2, Sachsenhausen
Beginn 22:00 Uhr
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Samstag 21. Januar: Kenneth Minor (Releaseparty „Retirement“)

(Uwe)
Mein ehemaliger Chef ist vorletztes Jahr in vorgezogenen Ruhestand gegangen. Wegen der Covid-Beschränkungen konnte sein Abgang am Tag der offiziellen Verabschiedung nicht angemessen werden. Seitdem ist er tatsächlich vollständig von der Bildfläche verschwunden. Wie man hört, reist er viel, gärtnert und liest. Eine Platte in der aktiven Karriere „Retirement“, also Ruhestand zu nennen, verwirrt mich daher etwas. Egal, die Band gibt es weiter. Sie schreibt über sich selbst „Kenneth Minor is a band. A universe with different constellations, circling around a fixed point. Bird Christiani. The constant. The haven of calm. Founding father and mastermind since 2007. Guitarist and singer … The intrinsic influences ascribed to the music of Bird Christiani are quite varied. Names like … Elliott Smith, Paul Simon, Bob Dylan, … and Mark Oliver Everett are mentioned again and again.“. Bird (eigentlich Jörg) Christiani mag Mark Oliver Everett, Chef der fantastischen Eels. Das ist schon einmal gut. Und er mag sich – wenn man den Text seiner Homepage liest – durchaus auch selbst. Selbstvertrauen schadet bei Musikern ja bekanntlich nicht. Der Veranstalter schreibt über die neue Platte "Das ganze Album klingt organisch und eben nach einer Band, die sich dazu entschieden hat, sich zunächst ohne externe Einflüsse, mit Spielfreude, über Tage hinweg, zusammen im selben Raum einzufinden, um zur selben Zeit miteinander Musik zu machen und diese aufzunehmen."
Brotfabrik Frankfurt, Bachmannstr. 2 20 Uhr Eintritt: 16,50 EUR, VVK
Foto: Brotfabrik
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Noch bis 2. Februar: Onkel Wanja

(Martin)
Anton Tschechow imSchauspiel Frankfurt
Es gibt Tickets für Onkel Wanja im Schauspiel!
Die HR2-Frühkritk sendete nach dem Premierenabend: »Tschechows Traurigkeit ist keine Tristesse, sie hält auch glückliche Momente parat und das war auch zu sehen. […] Eine sehr gute Inszenierung in der Regie von Jan Bosse und man hat dort nicht nur Tschechow verstanden, sondern auch diese typische Atmosphäre kongenial auf die Bühne gebracht. Es war auch eine sehr gute Ensembleleistung, […] Es war eine sehr ruhige Inszenierung, die ein gutes Tempo hatte – eine zwei Stunden Dauer, aber nie Längen und das Schlussbild war der Höhepunkt, das war absolut großartig. Also ein rundum überzeugender „Onkel Wanja“.«
Ich finde diesen Wanja eine großartige Inszenierung – der Abend hätte noch länger dauern können bzw. die Stimmung dieses Abends hätte ich gern noch etwas behalten.
Sonja bewirtschaftet das Gut ihrer verstorbenen Mutter gemeinsam mit deren Bruder Wanja, also ihrem Onkel, der das Anwesen verwaltet und bei dem sie aufgewachsen ist. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie das Leben ihres Vaters, der als berühmter Professor der Kunstwissenschaften in der Stadt lebt und den sein Schwager Wanja verehrt. Sonja wiederum bewundert den mit ihm befreundeten Arzt und Umweltschützer Astrow, der gegen die Ignoranz und Dummheit der Menschheit vor allem verzweifelt Wodka einsetzt. Als der Professor mit seiner neuen jungen Frau Elena zu Besuch aufs Land kommt, gerät das Leben, in dem sie sich eingerichtet haben, gründlich durcheinander. Gefrühstückt wird erst gegen Mittag, die Nacht wird zum Tag und der Alkohol fließt. Um das Chaos perfekt zu machen, verliebt sich Wanja in Elena, die sich wiederum aber vor allem für Astrow interessiert. Die Stimmung wird explosiver, und in einer dieser Nächte lässt der Professor die Bombe platzen: Er braucht mehr Geld für sein Leben in der Stadt und will das Gut verkaufen, deren rechtmäßige Erbin eigentlich Sonja ist. Die Lebenslügen liegen plötzlich blank, alle Stützen der fragilen Konstruktion brechen zusammen. Wofür hat man sich die letzten Jahre aufgeopfert? Gibt es einen Aufbruch in eine neue, sinnvolle Zukunft?
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-12/onkel-wanja/1179/
Sonntag, 22. Januar um 18.00h und Donnerstag, 2. Februar um 19.30h
Schauspiel Frankfurt / Großes Haus
Foto: © Thomas Aurin
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Sonntag, 22. Januar: Of/ Neujahrskonzert

(Andrea)
Über die Altersfrage, also "bin ich jetzt alt", wollte ich einsteigen, dabei sind Klavierkonzerte doch nun wirklich keine Frage des Alters! Aber tatsächlich hätte ich lange jede Stromgitarre vorgezogen, live zumindest. Dabei lässt sich doch bei Klassik so schön schick machen und schwelgen, deshalb freue ich mich schon sehr auf das Neujahrskonzert im Jacques Offenbach-Saal des Büsingpalais mit vier Pianistinnen und Pianisten, "die sich mit einem ausgewählt ereignisreichen Repertoire musikalisch ins neue Jahr stürzen: Mit dabei sind die Pianistin Lydia Maria Bader sowie ihre Kollegen Ronald Fries, Werner Fürst und Frank Spannaus. Zu hören gibt es die wunderschöne Nocturne in Es-Dur von Michail Iwanowitsch Glinka, das rasante und in Teilen düstere Scherzo Nr. 1 in h-Moll von Fréderic Chopin, gefolgt von den sechs innigen Klavierstücken op. 118 von Johannes Brahms. Nach der Pause geht es mit einer Auswahl der berühmten Préludes von Chopin und den klangmalerischen „Poems of the Sea“ von Ernst Bloch weiter, bevor das Programm mit dem selten gespielten „Tempête et lever du jour sur les flots“ aus „Le chant de la mer“ von Gustave Samazeuilh endet. Moderiert wird das Konzert von Ruth Zetzsche." 17 Uhr. Karten für das Konzert sind zum Preis von 20 Euro im OF InfoCenter, über Frankfurt Ticket und an der Tageskasse erhältlich.
Büsingpalais, Herrnstraße, Offenbach
Foto: Lydia Maria Baader von Kauko Kikkas
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Sonntag, 22. und Montag, 23. Januar: PETER WEISS – DIE ERMITTLUNG

(Martin)
Dokumentartheater über die Frankfurter Auschwitzprozesse
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Jeder Mensch hat das Recht auf gerichtliches Gehör. Denkt man an die unvorstellbaren Taten, die in den Konzentrationslagern der NS-Zeit an tausenden von Menschen mit perfidem System begangen worden sind, scheinen diese Grundsätze, auf die sich unser Rechtsstaat und sogar die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten stützt, mehr als nur zynisch. Aber genau diese und andere Grundsätze sind aus der Erfahrung eben jener Gräueltaten entstanden – und schufen (noch Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs) die Notwendigkeit, die Verbrechen an der Bevölkerung gerichtlich aufzuklären, zu behandeln, aufzuarbeiten und zu strafen...
Als 1963 der Erste Frankfurter Auschwitz-Prozess begann und man sich der Mammutaufgabe stellte, wenigstens einen Bruchteil der Verantwortlichen für die im größten der Konzentrationslager begangenen Verbrechen gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen, war die Erinnerung noch frisch in den Köpfen der Beteiligten und der Bevölkerung verankert. Es gab niemanden, der zu Kriegszeiten nicht auf der einen oder anderen Seite gestanden hätte, der nicht Täter oder Opfer gewesen wäre – oder keinen, der nun im Zuge des Prozesses nicht in ohnmächtiger Ungläubigkeit Dinge erfahren hätte, die in den Lagern abgeschottet und doch so unversteckt all die Jahre über vor sich gegangen waren.
Heute, beinahe 80 Jahre nach Kriegsende, da nur noch sehr wenige Zeugen der NS-Zeit am Leben sind, bleiben uns Briefe, Dokumente, Akten, Gedenkstätten, Fotographien – und Erinnerungen an Erinnerungen. Auch wir stehen heute ungläubig vor den Fakten, die sich außerhalb des menschlich Vorstellbaren befinden. Und zugleich müssen wir sie als elementaren Bestandteil der Geschichte unseres Landes akzeptieren.
Die Ermittlung von Peter Weiss, verfaßt im Stil eines Oratoriums, ist Dokumentartheater im besten Sinne: Die Aussagen der Protagonisten sind zwar poetisiert und in Themenkomplexe unterteilt, entsprechen aber den Fakten; es sind die echten Aussagen echter Opfer und echter Täter; beide Seiten kommen gleichermaßen und gnadenlos einander gegenübergestellt zu Gehör, ohne Bewertung, ohne Emotion und ohne In-Szene-Setzen. Für uns ist Die Ermittlung als Lehrstück zu betrachten: In kaum einem anderen Stück wird ein Teil wahrer Geschichte auf so grausame und schonungslose Weise lebendig.
"Unsere Inszenierung versteht sich als Teil unserer Aufgabe, diese geschichtlichen Fakten wieder aufzuzeigen und damit einen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten – mehr noch: einen Beitrag dazu, daß sich dergleichen niemals wiederholt."
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.megalomania-theater.de/ermittlung Sonntag, 22. Januar um 18.00h und Montag, 23. Januar um 19.30h Megalomaniatheater, Offenbacher Landstraße 368, 60599 Frankfurt am Main
Tel.: 069-590097 / Mail: info@megalomania-theater.de
Foto: © Megalomania-Theater
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Dienstag, 24. Januar: Best of Abschweifung – Ein Genazino-Vorleseabend

(Petra)
Ein heiterer Abend in Erinnerung an Wilhelm Genazino, dessen Leben und Schreiben eng mit Frankfurt am Main verbunden ist und der viele Male im Literaturhaus zu Gast war. Es lesen die Schauspielerin Melanie Straub, Mitglied des Ensembles des Schauspiels Frankfurt und zuletzt u.a. in Jelinek- und Tschechow-Bearbeitungen zu erleben, sowie Schauspieler Peter Lerchbaumer, der aus dem Fernsehen und dort vor allem durch die Frankfurt-Tatorte von 2002 bis 2010 bekannt ist. Die Regisseurin, Radioredakteurin und Dozentin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main Marlene Breuer, die viele Hörproduktionen mit Genazino erarbeitet hat, stellt einen Reigen von Texten und Kommentaren zusammen, die uns den Beobachter außerordentlicher Gewöhnlichkeiten, Abschweifungskünstler, Sammler von Liebesblödigkeiten und viel beschworenen Flaneur lebhaft vor Augen führen. Seine Texte sind im Hanser Verlag und bei dtv erschienen. Der Abend ist Teil des Festivals „20 Veranstaltungen an 20 Orten“ zur Erinnerung an Wilhelm Genazino, initiiert von Ulrich Rüdenauer.
Foto: Wilhelm Genazino©Peter-Andreas Hassiepen
Best of Abschweifung – Ein Genazino-Vorleseabend, Festival „20 Veranstaltungen an 20 Orten“ zur Erinnerung an Wilhelm Genazino, initiiert von Ulrich Rüdenauer, Hybridveranstaltung, mit Peter Lerchbaumer, Melanie Straub und Marlene Breuer, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 9 / 6 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro (20 Veranstaltungen), Tickets gibt es hier
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Samstag, 28. Januar: UK SUBS

(Uwe)
Mein Freund Michel holt mit seiner Solarpenguin Agency seit Jahren die kultigsten Bands nach Frankfurt. Nun kommen die UK Subs und die stehen seit über 40 Jahren auf der Bühne, um den Punkrock der '77er zu feiern. Inspiriert von The Damned und der Geburt des britischen Punks, begann Charlie Harper zusammen mit Nicky Garrat Songs zu schreiben, die sie die ersten Jahre in sämtlichen Lononder Clubs, darunter auch das Roxy, präsentierten. Mit City Records an der Seite war es möglich ihren ersten Indie Nummer 1 Hit zu veröffentlichen, C.I.D. 1979 unterschrieben die UK Subs bei Gem Records und wurden, zur Überraschung aller, eine der erfolgreichsten Punkbands mit sieben aufeinanderfolgenden UK Top 30 Hits. Mit dem 73-jährigen unermüdlichen Charlie Harper am Gesang – der als Godfather des Punk gefeiert wird, haben die UK Subs viele weitere erfolgreiche Albumveröffentlichungen und Touren hinter sich. Wie ein edler Wein werden die UK SUBS besser und besser.
DAS BETT Beginn: 20:30 Vorverkauf: 18,60 €
Foto: Solarpenguin
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Mehr Engagement 2023? Gute Vorsätze NOW - Aufruf

(Petra)
Also, ich bin nicht so der 1. Januar-Guter-Vorsatz-Typ, aber nach diesem anstrengenden Jahr und gefühlter Nonstop-Krise ist es vielleicht eine gute Zeit, sich und die wichtigen Dinge des Lebens stärker in den Blick zu nehmen. Vielleicht ja auch mit einem neuen Theaterprojekt, in dem Ihr mitmachen könntet: Heike Scharpff beginnt mit Jan Deck im Januar eine Arbeit, in der es um soziale Ungerechtigkeit gehen soll. In den Vorbereitungen im künstlerischen Team haben sie sich mit ihren eigenen Privilegien auseinandergesetzt. Jetzt suchen sie Menschen, die mit ihnen über soziale Ungerechtigkeit bzw. über Klassismus reden wollen. Und sie suchen Menschen, die dabei sein wollen, auf der Bühne stehen - als Teil des Ganzen. Zusammen soll ein knalliges Proteststück an einem tollen Ort entstehen: in der Alten Seilerei in Oberrad (die Atmosphäre dieses Ortes ist wirklich ganz besonders eindrucksvoll!).
Theaterprojekt "soziale Ungerechtigkeit", Aufführungstermine: 23.03., 24.03. 25.03., Vortreffen: 19.01. und 26.01. um 18 Uhr, Probenstart: 31.01. um 18 Uhr, Ort: Alte Seilerei, Adresse: Offenbacher Landstraße 190, Ihr solltet bis Ende März ein- bis dreimal in der Woche Zeit haben (es kann sich flexibel an Eure Möglichkeiten angepasst werden). Dafür gibt es eine Aufwandentschädigung. Infos per E-Mail oder telefonisch unter 0178 4554579 (auch WhatsApp oder Signal)
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Donnerstag, 9. Februar: FFM/ Che Sudaka

(Andrea)
Arriba! Wer die heutige Band schon einmal live erlebt hat, ist sicher wieder da. Die kolumbianisch-argentinische Band Che Sudaka bringt viel Energie und einen prägnanten Sound-Mix aus lateinamerikanischer Folklore, Ska, Reggae, Punk und elektronischen Elementen mit. "Drei Brüder, die mit ihren Stimmen, Akkordeon, akustischer Gitarre, Samplern und Drum-Maschine die Zeit anhalten. Jedes Konzert ist eine schweißtreibende Fiesta im Hier und Jetzt, ein Moment der Einheit und Gemeinsamkeit, Respekt und Liebe. Und wer ein Konzert der Band live erlebt hat, wird wieder an das Gute im Menschen glauben! Die einstmals illegalen Immigranten in den Straßen Barcelona´s wurden schon auf Festivals in sechsundvierzig Ländern eingeladen und haben mittlerweile rund anderthalbtausend Konzerte auf allen fünf Kontinenten gespielt. Ihre musikalischen Wurzeln finden die drei Südamerikaner neben ihrer eigenen cultura popular in legendären Bands wie The Clash, Mano Negra oder Los Fabulosos Cadillacs. Inhaltliche Bezugspunkte finden sich zu bekannten lateinamerikanischen Liedermachern, allen voran zu dem im Jahr 2011 ermordeten Facundo Cabral." 19 UhrNachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt
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Samstag, 11. Februar: OF/ Spock Poetry

(Andrea)
Da hilft nur Antimaterie! Wegen Krankheit im Dezember verschoben möchte ich heute unbedingt in den Filmklubb! Spock Poetry Filmsynchro mit dem unglaublichen Leinwand-Lyiker Ralph Turnheim ist sicher ein Riesenspaß: "Direkt neben der Leinwand wird er eine berühmte Episode der legendären Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" neu synchronisieren. Kirk & Co erklingen so poetisch, wie es kein Zuschauer je gehört hat. Die Originalfassung der Star-Trek-Folge "Amok Time" (1967) war dem ZDF damals zu heiß. In der deutschen Synchronisation leidet Logiker Spock an "Weltraumfieber". Doch dank der Wiener Leinwand-Lyrik nimmt er sich kein Blatt vor dem Mund: "Es bricht die Maske unserer Vernunft. / Es ist Pon Farr. Die Zeit der Brunft." Spoiler: Die Folge ist jugendfrei ... Schafft es Ralph Turnheim wirklich, alle Figuren alleine live zu synchronisieren - mit Reimen? Diese Frage ist mindestens so spannend wie das klassische Fernsehabenteuer des Raumschiffs Enterprise selbst.Projiziert mit echtem Filmmaterial aus den 1960ern! Trailer: youtu.be/_8L5xIuYevk Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr Karten € 25.00, Reservierung unter nic@filmklubb.de
Filmklubb Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
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Montag, 13. Februar: OF/ Das Brautkleid

(Andrea)
"Schon in der Hochzeitsnacht gibt es den ersten Ehekrach. Anlass ist Julis Brautkleid. Es aus sentimentalen Gründen ein Leben lang zu behalten, ist in den Augen des frischgebackenen Ehemanns die reinste Verschwendung. Unter starkem Einfluss von Alkohol stellt Philipp, anstatt die Hochzeitsnacht zu genießen, das sündteure Lafarge zum Wiederverkauf ins Netz. Leider unterlaufen ihm dabei einige Pannen. Am nächsten Morgen hat das Kleid eine neue Besitzerin. Um nur einen Euro hat Elke das Lafarge erstanden. Juli will es um alles in der Welt zurück. Und Philipp will sein Unrecht wiedergutmachen. Ihre Wege kreuzen sich, und für das Brautkleid ist es der Anfang einer abenteuerlichen Odysseé. Stefan Vögels Spitzenkomödie für vier Personen über ein spitzenbesetztes Brautkleid! Kann es noch Glück bringen? Und wem?" (Quelle https://www.theatertexte.de/nav/2/werk?verlag_id=thomas_sessler_verlag_wien&wid=o_1119564671 ) Am Montag, 13. Februar, in einer Spitzenbesetzung: Jan Sosniok, der bereits in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Das Traumschiff“ und „Ein Fall für Zwei“ gefeierte Rollen spielte, räumt diese Beziehungskiste auf. Turbulent, witzig und wie aus dem richtigen Leben!
Capitol Theater, Goethestraße, Offenbach
Foto: Alvise Predieri
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Freitag, 17. Februar: Of/ Freitagsfasching
(Andrea)
Mit Fasching tun sich viele hier schwer und es ist ja auch was dran. Wer einmal in Köln oder Düsseldorf war, weiß, was uns hier fehlt. Aber tatsächlich ist der Freitagsfasching in der Stadthalle in vielem nah dran und noch dazu eine nette Party: "Auf der Bühne sorgen die Jungs von Helium 6 mit den besten Rock- & Pop-Songs der 80er, 90er, 00er und von heute für Stimmung, im Anschluss wird das Tanzbein zu den Beats des Caroli DJ Team aus der Batschkapp geschwungen. Der Abend wird moderiert von HIT Radio FFH-Queen Evren Gezer." Neulich hatte ich die Kostümkiste wieder in der Hand, unentschlossen, ob und was ich jetzt damit anstelle. Jetzt weiß ich es wieder und schmeiße mich in Schale. Ab 20 Uhr. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Tickets gibt es im OF-Infocenter, Salzgässchen 1, Tel. 069 – 84 000 41 70, bundesweit bei über 3.000 Reservix-Vorverkaufsstellen und über die Ticketportale
Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach
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Freitag, 24. Februar: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)
Nach den Romanen von Édouard Louis
Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.
Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.
Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis. Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat. Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”
Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy/kartenbestellung-12jan
20.00h Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moritz Buch
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Bis Januar 2023: Lesung: Geliebte Mimi

(Martin)
Leistikow – wer? So gings mir auch. Tatsächlich verbirgt sich hinter diesem zu Unrecht nicht so bekannten Namen ein Graphiker, ein Künstler, ein bedeutender ‚Frankfurter‘, der sogar auf dem Südfriedhof begraben ist.
Im Dommuseum ist aktuell eine Ausstellung zu erleben, die Leistikows Bedeutsamkeit für das ‚Neue Frankfurt‘ deutlich werden lässt. ‚Neues Frankfurt‘ – das ist vielleicht Erläuterungswürdig bei all dem ‚Neuen‘, was in der direkten Umgebung des Doms als ‚alt‘ firmiert wird: es geht um die 1920er Jahre und treffend ist die Ausstellung mit ‚Zurück in die Moderne‘ überschrieben.
Bei der Vorbereitung der Leistikow-Ausstellung gab es einige Überraschungen. Wer Leistikow nur aus dem Kontext von Ernst Mays Neuem Frankfurt (1925–1930, fünf Jahre, die in Frankfurt unglaublich viel bewegt haben!) als Entwerfer des von den Nazis gleich wieder abgeschafften modernen Stadtwappens in Erinnerung hat, kann ihn im Dommuseum als unglaublich vielseitigen Künstler kennenlernen.
Der unter anderem 1950–1953 die abstrakten, sehr grafischen Domfenster geschaffen hat. Und die Kuppel und die Fenster der Westend-Synagoge. Und der eben auch Liebhaber des Buchs Moby Dick und Zeichner wunderbarer Katzen-Porträts war.
In seinem Nachlass fand sich eine Mappe mit Typoskripten. Leistikows schmales literarisches Oeuvre enthält Texte zu Fragen der Gestaltung und der Lehre, kleine Skizzen die in der Tagespresse veröffentlicht wurden, sowie weitere zu Lebzeiten unpublizierte Prosatexte. Der Stil erinnert ein bisschen an Erich Kästner oder Kurt Tucholsky.
Schon vor einigen Jahren gab Rosemarie Wesp, Kuratorin der Leistikow-Ausstellung, die Katzengeschichte „Geliebte Mimi“ als Book on Demand heraus. Leistikow beschreibt darin das Leben seiner Katze Mimi als Mitglied der Familie und seine enge Beziehung zu dem Tier. In vielen Beobachtungen wird die Katze voller Liebe und Respekt als eigenständige Persönlichkeit vorgestellt. Dieser Text steht im Mittelpunkt der Lesung. Am Anfang wird ein Textfragment mit der Beschreibung eines Bombenalarms in Berlin stehen – unheimlich in seiner Aktualität.
Roland Borgards, Professor am Institut für deutsche Literatur der Uni Frankfurt und Mitbegründer des Forschungsnetzwerks Cultural and Literary Animal Studies, moderiert den Abend, Peter Schröder vom Schauspiel Frankfurt liest.
Die Ausstellung „Hans Leistikow (1892–1962). Zurück in die Moderne“ (mit Fotos von Laura J. Padgett) läuft noch bis zum 15.1.22. im Dommuseum. Führungen gibt es immer mittwochs um 17.30 Uhr und sonntags um 14.00 Uhr.
Foto: © Ulrike Brunzel - Hans Leistikow, Katze, Collage auf orange gestrichenem Papier, um 1950, Museumslandschaft Hessen Kassel, Graphische Sammlung.
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Noch bis Sonntag, 12. Februar: Amna Elhassan in der Schirn-Rotunde

(Petra)
Ich liebe die Rotunde: diesen wunderbaren (öffentlichen) Raum für Kunst im Großformat. Aktuell solltet Ihr mal vorbeischauen: Mit ihren Gemälden und Drucken porträtiert die Künstlerin Amna Elhassan die sozio-politischen Veränderungen und den kulturellen Widerstand im Sudan mit besonderem Augenmerk auf den Frauen in ihrem Land. In der öffentlich zugänglichen Rotunde präsentiert die Schirn die erste großformatige Wandmalerei "December" (2022) der Künstlerin, die sie spezifisch für den Raum konzipiert und realisiert hat. In dem großformatigen Panoramagemälde verarbeitet Elhassan die Zerschlagung der Demokratiebewegung im Sudan und nimmt Bezug auf das Massaker von Khartum am 3. Juni 2019. Mit diesem beendeten Regierungstruppen gewaltsam die friedliche Dezember-Revolution, die mit landesweiten Protesten und einer dreimonatigen Besetzung des Platzes vor dem Militärhauptquartier in Khartum zum Sturz der 30-jährigen Diktatur des ehemaligen Präsidenten Omer Al-Bashir geführt hatte. Zudem zeigt Elhassan im inneren Rotunden-Umgang im ersten Obergeschoss 23 Gemälde und Drucke, die seit 2019 entstanden sind, einige davon eigens für die Ausstellung. Die Arbeit der Künstlerin hat mit der sudanesischen Revolution 2018/2019 eine nachhaltige Wendung erfahren. Das zentrale Thema ihrer Werkauswahl für die Schirn ist der Status der Frauen im Sudan sowie die Wahrnehmung ihrer Körper durch die Gesellschaft. Eine Auswahl von Alltagsszenen sowie Porträts sudanesischer Frauen, deren Stärke und Widerstandsfähigkeit im politischen und gesellschaftlichen Umbruch die Künstlerin mit ihrer Arbeit zelebriert, wird gezeigt. Charakteristisch für Elhassans Malweise sind das Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken, darunter analoge und digitale Zeichentechniken, Öl-, Acryl- und Sprühfarben, sowie das Arbeiten in Schichten auf Leinwand und Papier. Elhassan erweitert in der Schirn den Bildraum der Gemälde über die Leinwand hinaus und schreibt die Werke damit in den Ausstellungsraum ein.
Foto: Norbert Miguletz, Amna Elhassan. Deconstructed Bodies – In Search of Home, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2022
Amna Elhassan – Wandgemälde „December“ und Ausstellung im inneren Rotundenumgang 1. OG, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Römerberg, Öffnungszeiten: 24/7 Rotunde, Dienstag, Freitag bis Sonntag 10 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr, Eintritt zu dieser Ausstellung: frei
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Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)
Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.
Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
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Bis Sonntag, 15. Januar 2023: Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand DAM

(Petra)
Umbauen, Anbauen, Weiterbauen – der Gebäudebestand bietet zahlreiche Möglichkeiten ihn fortzuschreiben. Auch das Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Schaumainkai in Frankfurt wird seit Oktober 2021 umgebaut und saniert. „Bauen mit Bestand“ ist auch eine Kategorie von Nachhaltigkeit – das zeigt die jetzt eröffnete Ausstellung im temporären DAM-Exil im Ostend. Anhand von sechs Themenbereichen werden sehr sehenswerte zeitgenössische internationale Beispiele kluger und kreativer Strategien im Umgang mit bestehender Architektur präsentiert. Expertinnen und Experten geben Einblicke in vielfältige Aspekte, die das Bauen mit dem Bestand sowohl im urbanen als auch im ländlichen Kontext beeinflussen. Eine ausgewählte Bestandsaufnahme Frankfurter Bauwerke eröffnet zudem Perspektiven und Fragestellungen unter Einbezug von Nutzer*innen und Bewohner*innen. Damit wird ein umfangreicher Pool an Nutzungen, Transformationen und Revitalisierungen präsentiert.
Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand, Ausstellung, Kurator*innen: Jonas Malzahn, Mathias Schnell und Katharina Boettger, Ort: DAM im Danzig am Platz, Adresse: Henschelstraße 18, bis 15.01.2023, Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 12 - 18 Uhr, Mi. 12 - 19 Uhr, Sa.+ So. 11 - 18 Uhr, Mo. Geschlossen, Eintritt: 5 (3) Euro, weitere Infos hier
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Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)
Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick.
Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro
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