19.05.2023
Müde

Hm, da hab ich mich mal wieder überschätzt…
Erst war da das Kommunionswochenende in Norditalien. Es war superschön, aber auch recht anstrengend, denn wir waren durchgehend mit den Vorbereitungen für die Feier beschäftigt.
Wir sind bestimmt bald wieder da, zumal wir im Ort, 10 Minuten vom Lago Maggiore entfernt, eine Übernachtungsmöglichkeit für 25,- € (für uns beide) gefunden haben. Man hat zwar an der Inneneinrichtung der Wohnung, nach dem Versterben der Nonna, nichts geändert, aber da wir ja eh nur zum Schlafen kommen ist uns das egal. (Man ist in 45 Minuten von Arona aus mit dem Zug in Mailand!)

Am Mittwoch war ich immer noch müde und wollte erst schwächeln. Was ein Glück habe ich das nicht, denn die Veranstaltung „Una notte a Siviglia“ in der Alten Seilerei war wirklich sensationell!!!!!! Die mir bis dato unbekannte und so unglaublich charismatische Dzuna Kalnina hat mit weiteren Musiker:innen der Kammeroper und dem Schauspieler Phillip Hunscha das Europapokalendspiel, genau ein Jahr später, in Form eines Opern/Musicals/Schlager/Volkslieder Medley auf die Bühne gebracht! Insbesondere die Operneinlagen waren großartig, aber auch der Dudelsackspieler, der die Westham Fans vertreten hat! Ich hoffe sehr, dass es nochmal eine Aufführung gibt, vielleicht ja im Eintracht Museum?

Gestern waren wir, nach fast einem Jahr, mal wieder in unserem Garten und haben so viel gearbeitet, dass wir es nicht mehr zum Paulskirchenfest geschafft haben. Das ist aber nicht so schlimm, denn das Fest geht ja noch bis Sonntag. Es gibt wahnsinnig viele Veranstaltungen. Es gibt Konzerte auf verschiedenen Open Air Bühnen, Ausstellungen, Führungen, Mitmachaktionen und und und. Ich würde zu gerne zur Inszenierung von Rainer Dachselt gehen „Feuer! de Maa brennt. - Revolution in Frankfurt“ im Kreuzgang des Karmeliterklosters (https://volksbuehne.net/programm/feuer-de-maa-brennt) gehen, aber es wird wohl nix, denn heute ist Freitag der 19. Mai und das ist ein ganz besonderer Tag (auch wenn ich zugebe, dass ich da bis heutefrüh nicht dran gedacht hatte…), morgen muss ich beim Tag der offenen Tür im Ratskeller des Römers arbeiten. (Ich würde mich mega freuen, wenn ihr mich besuchen kommt. Ich stehe mit "meinem" Stand, der „Koordinierungsstelle Fairtrade“ von 11:00 bis 19:00 Uhr im Ratskeller) und am Sonntag will ich Uwe zum Schirieinsatz nach Südhessen begleiten…

Ob ich das jedoch schaffe weiß ich nicht, denn morgen Abend ist ja das Konzert der Saigon Soul Revial Band und die anschließende Party im mousonturm. Ich verfolge die Band schon seit einigen Wochen auf insta und freue mich mega, dass sie, nach ihren großartigen Auftritten in Hamburg. Berlin und Paris endlich nach Frankfurt kommen.

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

Vielen Dank auch an das großartige Ausgehtipp-Team:

Petra Manahl, Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Erik Düwel und Martin Grün.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
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SUCHE - BIETE

Ich suche:

* eine Mitfahrgelegenheit zum DFB Pokalendspiel nach Berlin (ab München wäre perfekt, ansonsten ab Frankfurt)

* einen gebrauchten Rasenmäher (Benzin oder Strom)

* jemanden, der/die schonmal einen Naturteich angelegt hat und mir ein paar Fragen beantworten kann (ich hasse es Google zu fragen)

ZU GEWINNEN

(Antworten bitte an Uwe schwoebke@aol.com)

1 x 1 Karte (eine richtige Karte und kein Gästelistenplatz) für das Album-Release-Konzert von Besondere Umstände am Samstag, 20.5. im Ponyhof. Frage: Gegen wen spielte Real Madrid im Halbfinale der Champions League? (Übergabe des Tickets in der Innenstadt)

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an: daniela@cappelluti.net

3 x 2 Gästelistenplätze für die Soulfoood Party am Samstag im English Theatre. Gewinnfrage: Bei welcher Demo sollte man(n!) am Samstag, den 27.5. mitradeln?

ZU GEWINNEN

Antwort bitte an Martin (ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com)

Für die Wiederaufnahmepremiere von 'Das schlaue Füchslein', Oper von Leoš Janáček am Sonntag, 4. Juni um 18.00h, gibt es 3 x 2 Tickets zu gewinnen. Frage: Wer feiert nach acht Jahren Abschied als Künstlerischer Direktor der Dresden Frankfurt Dance Company (siehe Tipp vom 20. Mai)?

ZU GEWINNEN

1 x 2 Karten für "Erste Bücher" im Literaturhaus Frankfurt am Mittwoch, 31. Mai um 19:30 Uhr mit tollen Neuentdeckungen.

Frage: Wo lebt der "alte Autoren-Hase" T.C. Boyle?

Antwort im Betreff und vollständigen Namen in der E-Mail an Petra.

Foto: Ralph Tharayil©Malte Seidel

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Tickets für Jenni und die Mexicats am Donnerstag, 1. Juni, im Nachtleben.

 

2 x 2 Tickets für Büro Sapiens am Samstag, 3. Juni, im Theater t-raum.

GEROLLTES über das Perfekte Spiel

(Uwe)

Vor einer Woche spielte im Halbfinale der Champions League Real Madrid – Manchester City. Um es kurz zu halten: Ich kann mich in meinem Leben an kein einziges Fußballspiel erinnern, bei dem das Niveau vergleichbar hoch war. Es gab natürlich dramatischere und spannendere Spiele als das 1-1 im Estadio Santiago Bernabéu und welche mit viel mehr Toren, die fielen dann aber in der Regel, weil häufig irgendjemand etwas falsch gemacht hatte. Bei diesem Spiel machte kaum jemand einen Fehler, der Ball lief wie an einer Schnur gezogen durch die Reihen. Nicht jedes Anspiel war ein einfacher Querpass, teilweise wurden Bälle in größter Bedrängnis gespielt und verarbeitet, Spieler öffneten durch geschickte Laufwege freie Räume für ihre Mitspieler, einmalig. Gute Trainer setzten ihre Spieler richtig ein und gaben die perfekte Taktik vor, die Position des Dirigenten auf dem Platz (Spielgestalter / Aufbauspieler) war mit Kroos (Madrid) und meinem Lieblingsspieler Rodrigo („Rodri“, Manchester) jeweils mit Weltklasse plus Sternchen besetzt. Und auch der Schiedsrichter spielte mit und belebte durch eine großzügige Spielleitung den Spielfluss. Ich kann beide Mannschaften eigentlich nicht leiden, werde ihnen für dieses Spiel aber ewig dankbar sein, weil sie einen Fußball boten, der selbst für überdurchschnittliche Bundesligamannschaften unerreichbar ist. Im Rückspiel in dieser Woche hielt auch Real Madrid nicht mehr mit Manchester City, die den "Königlichen" beim 4-0 Heimsieg eine Lehrstunde erteilten.

Das andere Halbfinale, das innerstädtische Mailänderduell Inter vs. AC Milan, war auch sehenswert, vor allem aber wegen der Emotionen. AC Milan (früher unter unter Trainer Arrigo Sacchi und mit den Spielern Maldini, Van Basten oder Gullit ähnlich herausragend wie heute Madrid und Manchester) war in zwei Spielen unterlegen und schied verdient aus. Gegner Inter wird im Finale vom Papier her keine Chance haben. Wahrscheinlich werden sie die deutliche spielerische Unterlegenheit durch körperliches Spiel ausgleichen wollen, es wird am Ende dennoch nicht reichen. Obwohl Inter natürlich sehr gut besetzt ist und verdient im Finale steht. Leider können sie die großartige Stimmung aus dem heimischen Stadion nur sehr schwer ins Endpielstadion nach Istanbul übertragen können. 

Apropos Perfektes Spiel: In einem Spiel der Alten Herren von Concordia Eschersheim bei Fortuna Frankfurt spielte ich vor rund fünfzehn Jahren eine ähnlich fehlerfreie Partie wie es Kroos und Rodri in eingangs beschriebene Spiel taten, jeder Pass kam an, jede Ballberührung sorgte für Gefahr für das Tor (das gegnerische, Zeitzeugen behaupten, eher Gefahr für das eigene). Bei einer knappen Führung wechselte mich unser Trainer aus, wir verloren das Spiel. Ein Gedenkstein am kurz hinter der Gerbermühle gelegenen Sportplatz erinnert an das legendäre Spiel.

GEDRUCKTES

(Petra)

Es gibt sehr wenige Menschen, die ich als große Künstler und liebenswerte Menschen bewundere. T. C. Boyle ist einer von ihnen. Mit "Blue Skies" hat er einen neuen Roman veröffentlicht, den ich natürlich gleich an einem "langen Wochenende" gelesen habe (ja, doch: ich habe dazwischen auch geschlafen, im Garten gearbeitet, Freunde getroffen, war schwimmen - totzdem). Schon seine letzten Bücher hatten sich um die Natur, Umwelt- und Klimakatastrophen, Tiere und natürlich besondere Charaktere mit ihren sehr besonderen Stories gedreht. Doch ich bekomme hiervon nicht genug: schließlich sind das existenzielle Themen unserer Tage.

Und Boyle ist ein wunderbarer Beobachter (der täglich in seinem grandiosen Wright-Haus in Santa Barbara ganz nah an der Natur dran ist) und ein einzigartiger Erzähler. Er beginnt gerne so harmlos mit einer mehr oder weniger alltäglichen Situation plus einem speziellen Twist, so auch hier - und zehn Seiten später befindest Du Dich mit den Protagonisten in einer völlig tragisch-absurden Story, aus der keiner mehr herauskommt. Im Gegenteil. Der Autor dreht Entwicklungen, Fragen oder Probleme, die heute akut sind, noch weiter - und was geschieht, scheint beinahe logisch und unausweichlich zu sein.

Wer sagt, er oder sie hätte von nichts gewusst? Schon gar nicht die (Insekten-)Forscherinnen und Forscher, die wir kennenlernen. Die Folgen von Hitze, Dürre und Wassermangel sind konkrete Bedrohungen. Die Familie im Mittelpunkt ist eher privilegiert, akademisch und lebt bewusst bis nachhaltig. Cat, die Tochter, ist mit einem Testimonial ("Markenbotschafter" für Barcardi) verheiratet - und wäre gerne auch so etwas wie eine Influencerin. Sie steht für ein anderes Leben, eine hedonistischere Haltung als ihr Bruder Cooper, der Insektenforscher: sie wünscht sich einfach ein glückliches, ein wenig glamourös-erfolgreiches Leben, das sie letztlich nicht bekommt.

Boyle schont uns nicht: Ein Baby wird getötet - und die junge Mutter kommt vor Gericht, ein Zeckenbiss kostet einen Unterarm, an einem Tag sind plötzlich alle Insekten tot, ein schickes Strandhaus in Florida holt sich das Meer einfach zurück, in Kalifornien brennt's mal wieder, die Benutzung des Pools ist absoluter Luxus, und dann sind da noch die Königsphyton sowie manch andere Schlangen. Apokalypse oder neues Normal? Zynisch trifft es meiner Meinung nach weniger: die zukünftige Wirklichkeit kann noch weitaus garstiger werden als alles Beschriebene.  Doch es gibt daneben auch Glück und Lachen und Sex und noch viel mehr. Und in einer Welt, in der Schmetterlinge noch Girlanden bilden (was auch immer das bedeuten mag), lebe ich gerne weiter. Vielleicht können wir sie trotz allem noch minimal besser machen.

Freitag, 19. Mai ROCKO SCHAMONI liest Dummheit als Weg

(Uwe)

Rocko Schamoni liest aus seiner seit über einem Jahr bei der Musikzeitschrift Rolling Stone erscheinenden Kolumne, die pointiert den Weg der Menschheit in den von ihr selbst gehäkelten Untergang begleitet. Alle Aspekte der menschlichen Dummheit werden unter dem mikroskopischen Fokus seziert und bilden ein flickenteppichhaftes Gemälde an dem wir erkennen können warum die Welt ein so gruseliger Ort geworden ist. Die einzige Medizin gegen das Grauen ist Lachen. Nachholtermin vom 22.12.2022 und 04.02.2023, aller guten Dinge sind also tatsächlich manchmal drei.

Zoom
F, Carl-Benz-Str. 21
19 Uhr / 20 EUR zzgl. VVK Gebühr
Foto: Kerstin Behrendt

Noch bis Sonntag: Freier Eintritt in Städtische Museen

(Daniela)

1848/49 war Frankfurt zentraler Schauplatz der Deutschen Revolution. Vom 18. bis 21. Mai 2023 erinnert die Stadt an die historischen Ereignisse und die gesamtdeutsche Bedeutung des 175. Jahrestages der Deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche mit einem Festival in der Innenstadt mit Ständen, Bühnen und einem vielfältigen Programm.

Vier Tage Jubiläumsfeierlichkeiten sind auch für die städtischen Museen ein Grund zu feiern. Daher öffnen die 14 städtischen sowie fünf nicht-städtische Museen während des Paulskirchenfestes zu den jeweiligen Öffnungszeiten ihre Türen kostenfrei für Besuchende.

Von moderner Kunst bis zu alten Funden, von Kommunikation und Film über Karikaturen und Architektur, egal ob interaktiv oder informativ werden alle Kunstinteressierten und alle, die es werden wollen in den Frankfurter Museen fündig werden. Sonderausstellungen zum Paulskirchenfest ergänzen das vielseitige Angebot.

Folgende Museen bieten vom 18. bis 21. Mai 2023 FREIEN EINTRITT während ihrer jeweiligen Öffnungszeiten:

AUSZIEHEN - Wohnungsgesuche für junge Menschen

BELOHNUNG ! Ruben, mein Sohn, sucht in München:
Nachdem er das erste Semester recht weit draußen gewohnt hat, sucht er jetzt, zusammen mit 2 Freunden, eine 3-4 Zimmer Wohnung bis zu 2.000,- € Kaltmiete (krass, meine erst Wohnug hat 350,- DM gekostet) in zentralen Stadtteilen, natürlich am liebsten in Maxvorstadt. Als Belohnung gibt es ein selbstgekochtes italienisches Menü für 6 Personen bei uns zu Hause. (Ruben macht eine tolle Lasagne!)

Noah will nach Köln:
Ein super toller Freund von Ruben, den ich sehr mag will nach Köln. Er schreibt: "Hallo, mein Name ist Noah und ich bin 21 Jahre alt. Ich möchte zum Wintersemester 2023 nach Köln ziehen, um dort Erziehungswissenschaft zu studieren. Aus diesem Grund suche ich ein Zimmer in einer  WG, die am liebsten über eine Zweckwohngemeinschaft hinausgeht oder auch eine 2-3 Zimmerwohnung, um selbst eine WG zu gründen. Ich würde gerne zwischen September und Oktober nach Köln ziehen und würde mich über jeden Tipp freuen.  Erreichbar bin ich über: no.hernanz@gmx.de  oder +4915786360168

Sommer: Theater der Welt

(Andrea)

Ich hatte das Vergnügen, bei der Programmvorstellung von Theater der Welt im Capitol Theater dabei gewesen zu sein und habe mir dann gleich ein paar Tickets gekauft, für den Nightwalk with Teenagers zum Beispiel. Ich bin total gespannt, wohin die Reise dann geht und weil ich ja auch gerade einen Teenie zuhause habe, muss das Kind mit. Außerdem gehen wir ins Kammerspiel Frankfurt zu "Is", einer iranischen Produktion. Weiterhins sehen möchte ich Abana b'amazi (Kinder des Wassers) und "A conversation with the sun" und und und, Lange Rede, das Programm ist toll und ich empfehle unbedingt, sich Karten zu sichern: https://theaterderwelt.de/

Das Bild zeigt Programmdirektorin Chiaki Soma und Anna Wagner vom Mousontum im Gespräch mit Satoko Ichihara in Tokio

Samstag 20. Mai: Saigon Soul Revival + Party

(Daniela)

Mein Freund Jan Hagenkötter betreibt ja seit vielen Jahren das Musiklabel infracom. Seit einigen Jahren hat er ein neues, sehr aufwändiges Projekt und mit diesem kommt er jetzt endlich auch mal nach Frankfurt. Ich freue mich sehr auf den Abend und weil ich die Musik ja schon öfters gehört habe kann ich nur sagen: Kauft Euch Tickets, das wird bestimmt ein super toller Abend!

Saigon Soul Revival ist eine Band aus Ho Chi Minh City, die mit südvietnamesischer Musik von vor 1975 eine ganze popkulturelle Ära wieder zum Leben erweckt – und kunstvoll erweitert. Das Quintett wurde 2016 gegründet und 2017 durch die Reality-Show „Ban Nhạc Việt“ (The Band) so bekannt, dass es anschließend auf großen Festivals wie Vibe Nation und Quest Festival spielte. 2019 produzierte und veröffentlichte der Frankfurter Jan Hagenkötter das Debütalbum „Họa Âm Xưa“ auf seinem Label Saigon Supersound, wo bereits zwei Sampler mit Originalmusik aus dieser Zeit erschienen waren: Musik, die vietnamesische Lyrics und Sounds mit westlichem Rock, Soul, Bolero, Tango und anderen Genres fusionierte, die nach Kriegsende verboten wurden.

Saigon Soul Revival schaffen das Kunststück, einerseits diesen originalen Sound authentisch wiederzugeben, mit Mai Lệ Huyền ist zudem eine der populärsten Sängerinnen dieser Zeit auf dem Album zu Gast. Andererseits entwirft die Band einen kosmopolitischen Gegenwartssound, zu dem etwa auch der vietnamesische Rapper Blacka als Gast beiträgt. Aus der Verbindung von westlichen und vietnamesischen Instrumenten (wie der Mond-Laute Đàn Nguyệt) entsteht eine kraftvolle originäre Musik mit tightem Groove und psychedelischen Texturen, mit der Saigon Soul Revival nun zum ersten Mal nach Europa kommen. Mit dabei ist sogar die Gastmusikerin Hai Phuong, die in Vietnam wirklich sehr bekannt ist.

Vor dem Konzert legt Jan zur Einstimmung pre75 Vietnamese Musik auf und nach dem Konzert legen Jan und DJ Slowz auf und dann wird bei Hip Hop / Funk / Soul / getanzt!

Und ich glaube es gibt auch vietamesisches Streetfood..

Saigon Soul Revival

20.05., 20.00 Uhr , Mousonturm Saal

Hörprobe: https://youtu.be/0G-O9pAatuc

mehr Infos & Tickets unter: bit.ly/3nPpYe2

Foto: Duke Dinh

Samstag 20. Mai: Soulfood

(Daniela)

Ich bin ja im mousonturm. Wäre ich nicht bei Jan, wäre ich bei Soulfood, denn die haben heute einen ganz besodneren Gast: Den wunderbaren Soul Sänger Myk Sno. "Soulbrother Myk wuchs in einer sehr musikalischen Familie in Indiana US auf und sang schon als Kind im Gospelchor. Mitlerweile lebt er schon viele Jahre in Deutschland und arbeitet als Sänger, Songwriter und Produzent. 1998 wurde Myk Sno´ Leadsänger der bekannten R&B-Band „All That“ mit der er sich auch in Deutschland einen Namen machte. Ab 2004 war er Teil des Soul Trios „Genuine Men“, zudem ist er an vielen Bandprojekten beteiligt für verschiedene Formate, wie z.B. “Spirit Of Soul”. In seiner Karriere war er schon bei vielen bekannten Acts Opener oder Support, wie bei Usher, Temptations, Franky Beverly oder auch The Weather Girls."

Ansonsten natürlich dabei, die beiden Resident DJs Mr. Brown und Sportwagen.
Tanzlaune garantiert.

Einlass ab 21:30 Uhr
English Theatre, Galusanlage 7

Samstag, 20. Mai (Premiere) und 21. Mai: Symptoms of Development

(Martin)

Dresden Frankfurt Dance Company - Tanz

Jacopo Godani nimmt mit dieser Inszenierung nach acht Jahren Abschied als Künstlerischer Direktor der Dresden Frankfurt Dance Company. Noch einmal eine Premiere und Neukreation von ihm im Bockenheimer Depot! Die letzte Produktion will mit den Erwartungshaltungen von uns, dem Publikum, spielen. Auf humorvolle Weise soll dabei auch reflektiert werden, wie sich die Company in den vergangenen Jahren unter Godani weiter entwickelt hat. „In Godanis Tanzvokabular hat die Spitze immer ihren Platz gehabt, jetzt darf sie sich mit Leichtigkeit und Humor auch wortwörtlich entfalten.“

„Ich wollte immer klare Botschaften vermitteln, zum Beispiel wollte ich in den Performances unsere Zeit reflektieren, mit schnellen Schnitten, mit schnellen Szenen, und dabei demonstrieren, was ‚zeitgemäß‘ für uns bedeutet.“ 

Was meint Avantgarde heute, wo doch auf der Bühne schon alles gemacht wurde, wo an allen Grundfesten mindestens einmal gründlich gerüttelt wurde? Vielleicht, so empfindet es Godani, ist Avantgarde heute auch etwas ganz Simples, aber Essenzielles: die starken menschlichen Werte, die Errungenschaften der Zivilisation zum Vorschein bringen, die Schönheit bewahren? 

Mit viel Freiheit und mit Erweiterung der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten durch das Wort kreiert Godani mit Symptoms of Development ein finales Satirespiel, in dem alles auf den (Versuchs-)Tisch kommt. 

Die Dresden Frankfurt Dance Company lädt ein: „Nur hereinspaziert ins ominöse „Zentrum der Bewegung und Forschung“, ein Laboratorium, das sich ganz der Aufgabe verschrieben hat, den Code zur Nutzung des maximalen Potenzials des Körpers und der Bewegung zu knacken!“

Hingehen! 

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.dresdenfrankfurtdancecompany.com/de/spielplan/spielzeit-20222023/

20. Mai (Premiere) um 20.00h, am 21. Mai um 16.00h, am 25. – 27. Mai um 20.00h und am 28. Mai um 16.00h: Symptoms of Development
Bockenheimer Depot
Foto: © suteishi via Getty Images

Samstag, 20. Mai: Between the Lines

(Martin)

Ein audiovisuelles Konzert im ChamissoGarten

Am Samstag, 20.05.  beginnt im ChamissoGarten der  Kultursommer mit einer besonderen Veranstaltung, die Dunkelheit braucht und deshalb zu ungewöhnlich später Stunde. Ab 22 Uhr wird die Dunkelheit und unsere Vorstellung mit Licht, Klängen und Projektionen erhellt. 

In einer Installation aus 100 aufgespannten Fäden erforschen Jo Posenenske und Franz Schrörs mit Klangcollagen und live animierten Projektionen die Grenzen zwischen Zuschreibung und Aneignung. 

BETWEEN THE LINES ist eine akustische und visuelle Spurensuche nach historischen und zeitgenössischen Umschreibungen von Queerness. So entstehen verschiedene Kompositionen des zwischen den Fäden Imaginierten. Dabei begegnet dem Publikum auf sinnliche Weise queere Geschichte und Gegenwart. 

Mit Franz Schrörs und Jo Posenenske:
Franz Schrörs (1987) studierte in Stuttgart Figurentheater und lebt und arbeitet in Leipzig. Schrörs macht Musik und Figurentheater, produziert Hörspiele und programmiert modulare Geschichten. 

Jo Posenenske (1996) studierte in Leipzig Theaterwissenschaft und studiert in Stuttgart Figurentheater. Sie baut Bühnen und Objekte und sucht nach Leerstellen, Pausen und Auslassungen. 

Samstag, 20. Mai um 22.00h
Chamissostraße 38
Foto: © VeranstalterIn

Samstag, 20. Mai: Besondere Umstände

(Uwe)

Wir kamen am Montag von einem Wochenende in Norditalien zurück und fanden im Briefkasten einen wahnsinnig netten Brief mit dem Hinweis, dass die Indie-Rockband „Besondere Umstände“ ihr Debütalbum im Rahmen eines Release-Konzerts im Frankfurter Ponyhof vorstellen. Der Name der Band geht auf den intergalaktischen Geheimdienst aus dem „Kulturzyklus“ des schottischen Science-Fiction-Autors Iain Banks zurück.

„Besondere Umstände bestechen ihr Publikum mit angedunkeltem Indiependentsound und deutschen Texten über Arktisexpeditionen, Sonnenaufgänge und Elfenbeintürme. Erlaubt ist, was das Spektrum zwischen Postpunk, Stonerrock und Hamburger Schule hergibt, dargeboten in der klassischen Dreierkonstellation. Das verspricht Reduktion auf das Wesentliche.“ Was auf der Homepage vom Ponyhof über das Trio schreibt, kann ich nach Hören des Albums bestätigen. Schön finde ich, dass sie in Deutsch singen. Einfach mal Ostsee (zuletzt erschienen) oder Mahner (mein Favorit) anhören und dann am Samstag in den Ponyhof gehen.

Ponyhof
F, Klappergasse 16
Beginn 19 Uhr / 12 Euro
Wir verlosen eine Karte! (siehe oben)

Samstag 20. Mai: 31. Ausgabe MELLI REDET MIT - Ein Abend mit Gästen

(Daniela)

Ich bin natürlich bei Jans Konzert & Party im mousonturm, sonst wäre ich bei MELLI REDET MIT

Für ihre Frühlings-Ausgabe scheut Melina Hepp keine Mühen, um drei extraordinäre Gäste aus Kunst und Kultur der Region zu präsentieren.

Christian Wichmann schreibt unter dem Künstlernamen Luka Goldwasser Unterhaltungsromane mit queerer und humorvoller Note, witzig und ohne woken Zeigefinger. Mit Melli teilt er im Gespräch seine liebevolle Zuneigung für das Scheitern. Der Autor präsentiert sein erstes Kinderbuch, das im Mai erscheint.
Sarita Dey verbindet Malerei, Installation, performative Elemente und das Schreiben. Sie selbst bezeichnet sich als Transmediale Künstlerin und Communitybuilderin. Bei kulinarisch-künstlerischen Happenings lädt sie Menschen ein, sich über kreative Wege auszutauschen. Das Publikum darf auf ihren vielverzweigten Lebensweg von Indien bis Frankfurt und von der Flugbegleiterin übers Modeln zur Künstlerin gespannt sein.
Iso Herquist kann die Ukulele spielen und singen wie nur wenige. Er produziert Blues, Funk, Kindermusicals und Theatermusik. Seiner ewigen Liebe zum Swing widmet er sein neues Album Extra bløde, aus dem er Songs kredenzen wird. Melli steht er im Speed-Interview Rede und Antwort.
In Frankfurts coolster Talkshow ist wie immer dabei Mellis großartige (M)ein-Mann-Band Martin Grieben. Für zusätzliche Unterhaltung sorgt, genesen am Tresen, Stefani Kunkel alias Frau von Spangenberg. Alles zusammen ergibt einen spannenden, tiefgründigen, witzigen und musikalischen Abend

Samstag, 20. Mai 2023
Einlass 19.00h, Beginn 20.00h
KVFM – Kunstverein Familie Montez e.V. Honsellbrücke am Hafenpark Honsellstraße 7 60314 Frankfurt am Main
Tickets ab 15,- Euro unter bit.ly/41mWGlL
Abendkasse 20,- Euro regulär, 10,- Euro für Künstler:innen und Studierende

Foto: Salar Baygan

Samstag, 20. Mai & 21. Mai: Kolonos

(Martin)

Tanz/Performance - Dorfproduct

Im Exil und blind versucht der Mensch Ödipus den Trümmern seines Lebens zu entrinnen und endlich zu sterben. Das Prinzip der linearen Generationenfolge ist gescheitert, die gezielten Tötungsakte haben darin ihre Sinnlosigkeit offenbart und Blutsbande werden zu verhängnisvollen Stolperstricken. 

Ausgehend vom Labdakiden-Mythos um Ödipus erforschen die Performer*innen in KOLONOS die zerstörerische Kraft von geschlechtlicher Verwandtschaft und traditioneller Familienfolge und suchen nach alternativen Möglichkeiten des Zusammenlebens und Fortbestehens.

Hier gibt’s einen Teaser: https://studionaxos.de/media/pages/produktionen/kolonos/c0ec07f566-1682362956/kolonos_final_korrektur_klein.mp4
Und hier geht’s zu den Tickets: https://studionaxos.de/de/produktionen/kolonos
 Samstag, 20. Und Sonntag, 21. Mai um jeweils 20.00h: Kolonos
Studio Naxos / Solidarisches Preissystem
Foto: © Simon Möllendorf

Demokratie: Vom Versprechen der Gleichheit Neue Stadtlabor-Ausstellung

(Daniela)

Anläßlich der Feierlichkeiten zum Paulskirchen-Jubiläum gibt es im Historischen Museum eine neue Stadtlabor-Ausstellung:
Demokratie: Vom Versprechen der Gleichhei
t

Schon am Eröffnungstag der neuen Ausstellung im Stadtlabor „Demokratie – Vom Versprechen der Gleichheit“ bietet das Museum ein umfangreiches Führungsprogramm. Dialog-Führungen mit Kuratorin und Stadtlaborant*innen, eine Familien-Führung durch das neu eröffnete Stadtlabor und eine Dialog-Führung entlang der ebenfalls neuen Themen-Tour „Frankfurter Demokratiegeschichte(n)“.

11 - 18 Uhr, Eintritt: 8 €/ 4 €, zzgl. jeweils 3 € Führung

Am 18. Mai 1848 tagte die erste Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche. Anlässlich dieses Jubiläums ist das Stadtlabor „Demokratie: Vom Versprechen der Gleichheit“ entstanden. Wie kann politische Teilhabe für alle gelingen? Wie kann Demokratie im Alltag aussehen? Wie wollen wir in Zukunft in Frankfurt zusammenleben? Der wichtigste Grundsatz von Demokratie ist die Gleichheit der Menschen. Dennoch können Menschen unterschiedlich am politischen Leben teilnehmen. Ihre Position in der Gesellschaft beeinflusst, wie sie mitsprechen und gehört werden können. Privilegien entscheiden darüber, wie sie sich politisch organisieren und im Parlament vertreten sind. Das widerspricht dem demokratischen Versprechen von Gleichheit.

Mehr Informationen: https://www.historisches-museum-frankfurt.de/stadtlabor/demokratie  

Eintritt: 8 € / 4 €, für alle bis 18 Jahre Eintritt frei!

Foto: Horst Ziegenfusz

Montag, 22. Mai: Sachbuchpreis 2023-Nominierte Judith Kohlenberger im Frankfurter Literturhaus

(Petra)

„Equal rights, fair play, justice, are all like the air; we all have it or none of us has it.” Dieses Zitat der amerikanischen Schriftstellerin Maya Angelou stellt Judith Kohlenberger ihrem Appell für eine menschliche Asyl- und Integrationspolitik voran. Die Wiener Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin ist dem Gedanken, dass man Grundrechte nicht einfach für die einen abbestellen kann, während sie für die anderen weiter gelten in ihrem herausragenden Buch "Das Fluchtparadox" nachgegangen. Flucht ist ein Widerspruch: Man will bleiben, muss aber weg. Man sucht Sicherheit, muss dafür aber sein Leben aufs Spiel setzen. Man muss Recht brechen, nämlich „illegal“ Grenzen passieren, um zu seinem Recht auf Asyl zu kommen. Bereits im Januar ist Judith Kohlenberger in Österreich mit dem "Preis für das Wissenschaftsbuch des Jahres 2023 in der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaft" ausgezeichnet worden, jetzt steht sie außerdem zusammen mit über 200 Autorinnen und Autoren auf der Nominierungsliste des Deutschen Sachbuchpreises. Der ist mit insgesamt 42.500 Euro dotiert und wird am 1. Juni verliehen. "Das Fluchtparadox" hört sich nach einem spannenden Beitrag zu einem der zentralen Themen unserer Tage an. Ins Gespräch tritt sie heute Abend mit dem Autor und Politikredakteur Viktor Funk, der letzten Herbst seinen Roman „Wir verstehen nicht, was geschieht“ – Briefe aus dem russischen Gulag – im Literaturhaus vorgestellt hat.

Foto Judith Kohlenberger©Elodie Grethen

Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2023 – Judith Kohlenberger: "Das Fluchtparadox. Über unseren widersprüchlichen Umgang mit Vertreibung und Vertriebenen", Moderation: Viktor Funk (Frankfurter Rundschau), Hybridveranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 9 (6) Euro, Streamingticket 5 Euro, Streaming-Abo 50 Euro, Tickets hier

Jeden Dienstag im Mai (23. und 30. Mai) hellhörig@hauptwache

(Martin)

Konzertreihe des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters

»Mit Musik Gutes tun« – unter diesem Motto steht die Konzertreihe hellhörig@hauptwache, mit Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, die im Mai bereits zum vierten Mal in der Katharinenkirche stattfindet. Klassische Musik für Alle: Mitten in der Stadt, mitten am Tag stehen unsere Konzerte allen Frankfurter*innen kostenlos offen. Am Ausgang werden Spenden für lokale wohltätige Zwecke gesammelt.

Die letzte Staffel im Herbst 2022 erbrachte Spenden in Höhe von 6000 Euro und ging an den Verein MainLichtblick e.V. Dieser Verein erfüllt kranken Kindern sowie Kindern in Lebenskrisen Herzenswünsche. 

Die Spenden der Frühlingsstaffel sollen dem Verein »Arche Frankfurt am Main« zugutekommen. Dieser Verein setzt sich in Frankfurt unter dem Motto »Kinder stark machen!« dafür ein, dass Kinder, die in finanzieller und emotionaler Armut leben, eine Chance auf Bildung und Entfaltung erhalten durch gemeinsame Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, Spiel- und Sportangebote, Ferien- und Lerncamps; dies geschieht unentgeltlich, unbürokratisch. 

An jedem Dienstag im Mai um 13:15 Uhr in der Katharinenkirche an der Hauptwache findet hellhörig@hauptwache statt, vom 2. bis zum 30. Mai jeweils 45 Minuten lang.  

Foto: © St. Katharinengemeinde/Homepage

Donnerstag 25. Mai und 1. Juni: STADTSALON

(Daniela)

STADTSALON - ÜBER DAS GUTE LEBEN IN FRANKFURT UND OFFENBACH
Gespräch, offener Austausch und Livemusik


Zum guten Leben in der Stadt gehört vieles: kurze Wege, ein reiches Kulturangebot, Infrastruktur. Ausreichend Wohnraum, aber auch Orte zum Arbeiten. Mehr Parkplätze! Oder doch lieber Grünflächen? Was erwarte ich von „meiner“ Stadt? Was bin ich bereit, selbst hineinzugeben? Was bewegt meine Fantasie und lässt Bilder im Kopf entstehen, wenn ich über das gute Leben in Frankfurt und Offenbach nachdenke?
Der Stadtsalon ist ein neues Veranstaltungsformat, das um diese Fragen kreist.

Am 11. Mai ging es los. Weitere Termine in dieser Reihe sind der 25. Mai mit dem Thema Kultur und folgenden spannenden Gesprächspartner/innen:

  • Daniela Cappelluti, Danielas Ausgehtipps
  • Marit Günther, Pfarrerin und Geschäftsführerin Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter
  • Nikolas Neubert, Center for Energy des AIT Austrian Institute of Technology

Musikalisch bereichert wird der Abend von Livemusik vom Duo Clinc (Gesang und Bass).

Am 1. Juni endet die Reihe vorerst mit dem Thema Gemeinschaft und folgenden Gästen:

  • Dr. Steffen Bauer, Leiter Ehrenamtsakademie der EKHN
  • Tobias Krauch, Reallabor Deutsches Architekturmuseum
  • Thomas Völker, Geschäftsführer Turngemeinde Bornheim 1860

Die Musik kommt an diesem Abend von Matthias WesterWeller.

Eintritt frei. Anmeldung erbeten: https://www.evangelische-akademie.de/kalender/stadtsalon/60474/#anmeldung

Ort: Evangelische Akademie, Römerberg, barrierefrei

Donnerstag, 25. Mai: Frank Goosens liest aus "Spiel ab"

(Uwe)

Frank Goosen gehört spätestens seit seinem Buch Sommerfest zu meinen Lieblingsautoren. Nach „Förster, Mein Förster“ und „Kein Wunder“ ist im neuen Buch Goosens´ „Spiel ab“ wieder Förster die alles verbindende Figur. Sein alter Freund Fränge möchte die schwierige Beziehung zu seinem Sohn verbessern und wird dessen ehrenamtlicher Jugendtrainer bei einer unterdurchschnittlichen C-Jugend-Mannschaft in einem kleinen Verein im Ruhrgebiet, Förster unterstützt ihn dabei als Co-Trainer. Dass Goosens selbst einige Jahre die Mannschaft seines Sohnes betreute, ist aus jeder Zeile des Buchs herauszulesen. Er beschreibt das Miteinander der Spieler, die guten Seelen und schrägen Vögel von Vereinen und den alltäglichen Kampf mit den Widrigkeiten so treffend, dass man selbst als langjähriger Funktionär eines Kreisklassenvereins immer wieder zustimmend nickt. Nichts wird übertrieben oder beschönigt und nebenbei bleibt viel Raum für Zwischenmenschliches, Humor und Melancholie. Frank Goosen kommt am 25. Mai für eine Lesung in die Brotfabrik und nicht nur Fußballinteressierte sollten hingehen.

Brotfabrik, 20 Uhr
F, Bachmannstr. 2
Tickets: ca. 18 EUR zzgl. Gebühren
Foto: Martin Steffen

VORSCHAU
Freitag, 26. – 28. Mai: Szenario Stange Produktionen

(Martin)

Das wichtigste Genre der zeitgenössischen Kunst ist der Förderantrag. Um ihre Arbeiten zu finanzieren, werben Kunstschaffende Gelder bei Förderinstitutionen ein. Üblicherweise wird eine breite Mehrheit der Anträge abgelehnt. Daraus ergeben sich viele Unsicherheiten, Fleißaufgaben und zugleich eine folgenreiche Verschiebung: Künstler*innen sind vor allem versierte Antragstexter*innen. 

In ›Szenario‹ wird der Förderantrag der Produktion selbst zum Libretto. 

Vier Gestalten singen in verschneiter Landschaft den Antrag samt Kostenplänen, Zielsetzungen und vieler guter Argumente für die gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens. Und besingen so auch die unauflösbaren Widersprüche künstlerischer Arbeit zwischen Utopie, Entfremdung und Vergeblichkeit. 

›Szenario‹ ist ein heiteres, selbstreferentielles Panorama künstlerischen Schaffens, das mit subversivem Flair auch einen Blick auf die Arbeit insgesamt wirft.

Hier geht’s zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=YgUGJMFpoaE
Und hier könnt Ihr reservieren: https://studionaxos.de/de/produktionen/szenario-wiederaufnahme

Freitag, 26. – Sonntag. 28. Mai um jeweils 20.00hStudio Naxos in der Naxos-HalleFoto: © Christian Schuller

Samstag 27. Mai: RADDEMO WOMAN LIFE FREEDOM

(Daniela)

Heute ist volles Programm, da wir am Nachmittag auf einer Hochzeit im Odenwald eingeladen sind (wie kann man denn am letzten BuLi-Spieltag heiraten?)

Ich werde es aber auf jeden Fall schaffen um 10:00 Uhr bei dieser Raddemo mitzumachen:

Frauen dürfen gar nicht Fahrradfahren. Männer nicht in kurzen Hosen?!? Wer das für einen schlechten Witz hält sollte nicht in den Iran 2023 reisen. Denn dort ist selbst diese Selbstverständlichkeit vom Mullahregime unter Androhung von Strafen, Folter und Haft strikt untersagt. Zum Glück dürfen wir hier alle aufs Rad.

Und deshalb rufen wir euch alle auf, mit uns eine „kleine“ Fahrraddemo und Fahrradtour durch Frankfurt zu drehen  -  um das Regime in Panik zu versetzen reicht es schlicht aus, so viele weibliche Teilnehmerinnen wie möglich auf die Innenstadtstrecke zu bekommen. Die männlichen Teilnehmer bitten wir in kurzer Hose plus Kopftuch(!)tragend auf die Bikes. LGBQT, trans & nonbinaere bitte auch alle an den Start. Das ist im aktuellen Iran überhaupt nicht erlaubt...

Es gibt also 1000 gute Gründe am
Samstag 27.05.23
um 10 Uhr
am alten Massif Central in der Eschersheimer Landstrasse 28
mit First Aid Iran, guilty76 & guilty76 grls sowie der Massif Central FFMLY durch die Stadt mit Ziel Römer zu radeln. Die Demo ist angemeldet. Es gilt die STVO und wir freuen uns auf viele Teilnehmer. Spread the word & ring the bell (Fahrradklingel)
 
WOMAN LIFE FREEDOM
 
Veranstalter:innen: Mahtab Doroudi, Florian Joeckel, Dariush Kashani

Freitag, 26. Mai: Of/ Azadi - Benefizkonzert

(Andrea)

Assad wurde unlängst von der Arabischen Liga rehabilitiert, viel Bürgerkrieg, Tote und Flüchtlinge für nichts, und im Iran geht man langsam auch wieder zur Tagesordnung über. „Frau, Leben, Freiheit“, auf kurdisch „Jin, Jiyan, Azadî“ , die Demonstranten riskieren viel, schon etliche kostete der Protest das Leben. Musikalisch klingt es ein bisschen nach Getrümmer, aber trotzdem (und wers mag): Mit einem Benefizkonzert unterstützt das JugendKulturBüro des KJK Sandgasse ab 18 Uhr den Kampf der Iranierinnen und Iraner um Freiheit.Westliche Musik war durch die Islamische Revolution 1979 vollständig verboten, so ist Heavy Metal so wie Techno von der Regierung grundsätzlich als satanische Musik eingestuft und darf nicht gespielt werden. Das Festival soll ein Zeichen für kulturelle Vielfalt und politische Toleranz setzen. Musik verbindet Menschen über jegliche Grenzen hinaus. Die Einnahmen des Abends gehen an Hawar.help. Die in Berlin ansässige Organisation hat die feministische Revolution im Iran von Beginn an begleitet, unterstützt und versteht sich als Sprachrohr der Freiheitsbewegung für die Menschen- und Frauenrechte und hat unter anderem Patenschaften von politischen Gefangenen im Iran vermittelt. Einlass ist um 18 Uhr, der Eintritt kostet 8 Euro.

KJK Sandgasse, Sandgasse 26, Offenbach

Samstag, 27. Mai & Freitag, 2. Juni: Bilder deiner großen Liebe

(Martin)

Szenische Lesung nach Wolfgang Herrndorf

Ein feiner, kleiner Theaterabend ist das! 

Isa kennen alle, die Tschick gelesen haben – denn Isa ist das Mädchen von der Müllhalde. Bilder deiner Großen Liebe – Untertitel: Ein unvollendeter Roman erschien nach dem Tod von Wolfgang Herrndorf. Im Grunde ist Bilder deiner großen Liebe die Fortsetzung von Tschick aus der Sicht von Isa, eine Road-Novel zu Fuß. Und natürlich trifft man auch auf die beiden Jungs…

„Sie ist kraftvoll, vorbehaltlos und unvorsichtig: Isa huscht aus einer Anstalt und begibt sich barfüßig hinaus ins Leben. Sie irrlichtert dabei nicht nur durch Wälder, Dörfer und an Autobahnen entlang, sondern auch durch ihr eigenes Ich. Die Begegnungen mit einem Binnenschiffer, einem Schriftsteller, einem Mann auf einem Friedhof und zwei Jungs auf einer Müllhalde sind gleichermaßen komisch, lakonisch und traurig. Isa ist radikal einsam und wirft sich gleichzeitig ins Leben hinein, oder läuft sie davor weg?“

Die FR schrieb nach der Premiere: »60 Minuten lang verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Realität (na ja, „Realität“), zwischen Theater und Roman, zwischen ironischer Distanz und der für eine Schauspielerin, einen Schauspieler in Sekundenschnelle möglichen Hingabe an eine Rolle. Das ist womöglich das Erstaunliche an dem kleinen Abend. Die Zärtlichkeit, mit der sich das sympathische Duo dem Text zuwendet, überhaupt die Zärtlichkeit der Veranstaltung. Es ist gar nicht die Regel, dass Theater so in jeder Minute mit einem Text ist, nichts auf- und gegenbürstet und doch nicht lahm wirkt.«

- external-link-new-window "Opens external link in new window">Hier geht’s zu den Tickets
Samstag, 27. Mai und Freitag, 2. Juni um jeweils 20.00hSchauspiel Frankfurt/KammerspielFoto: © Devin Rebecca McDonough

Samstag 27. Mai: Alogte Oho & His Sounds of Joy (Ghana)

(Daniela)

Ich verlasse mich zu 100% auf Jean Troulliets Musikempfehlungen und wäre ich heute nicht auf einer Hochzeit wöäre ich in der Brotfabrik, denn da spielen

Alogte Oho & His Sounds of Joy (Ghana)
Die ghanaische Band „Alogte Oho & his Sounds of Joy“ zeigen ihre einzigartige Welt des Frafra Gospels, die sie gekonnt mit Afrofunk, Reggae und traditionellen Flötentönen sowie Trommelrhythmen kombinieren. Diese Vielfalt an Elementen überrascht, macht Spaß und lädt zum Tanzen ein. „Alogte Oho & his Sounds of Joy“ kreieren so ihre ganz eigene Version eines modernen Gospels. Alogte Oho & His Sounds Of Joy aus dem Norden Ghanas beseelen mit ihrem lebensbejahenden, polyrhythmischen und hochgradig tanzbaren Sound ihr Publikum, ob im Club oder auf riesigen Festivalbühnen. Ihre einzigartige Mischung aus traditionellen ghanaischen Stilen, Highlife-Grooves, afrikanischem Funk, schweren Dub-Rhythmen, gefühlvollem, harmonischem Gesang und Elektronik fesseln von der ersten Minute. Der Weg des Künstlers war ein steiniger: Ein Motorradunfall riss ihn beinahe aus seinem jungen Leben, war aber auch Anstoß, den Dank für sein Überleben in einen Song (Mam Yinne Wa - Gott, du liebst mich so) zu gießen, der wiederum dem Berliner Produzenten Max Weissenfeldt (Philophon) zu Ohren kam und Alogte Oho den internationalen Durchbruch brachte. Das international gelobte Album „Mam Yinne Wa“ bleibt ganz und gar im ghanaischen (genauer gesagt: Frafra) musikalischen Erbe verankert, klingt gleichzeitig bemerkenswert zeitgemäß und schafft es, die zarten Flötenklänge der ghanaischen Gospelmusik in ein modernes Licht zu rücken. Mit dem mitreißenden Gesang des Zwei-Frauen-Chores, der von super-straffen Bläsern und Vintage-Keyboards angetrieben wird, überraschen, erfreuen und inspirieren uns Alogte Oho & his Sounds of Joy.

Videos:
https://youtu.be/RzJlEJw5-3A
https://youtu.be/YdIvasx8CrE
https://youtu.be/HWCt0j_Wrgg
Musik: https://open.spotify.com/artist/4rGa6nIVxUyi8xWSwkHDE1?si=L7bLU5NpQVeHMiEEcYgx1Q

Brotfabrik, Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt
Samstag, 27.05.2023, Beginn: 20h

Sonntag, 28. Mai: Veronica Fusaro

(Uwe)

Ich habe ein Fabile für Musik aus der Schweiz. Stephan Eicher und Patent Ochsner gehören seit Jahrzehnten zu meinen Top5-Acts. Während man bei den beiden genannten Musikern/Bands zumindest ab und zu sehr schnell durch Texte in Bernedeutsch einen regionalen Bezug herstellen kann, gelingt dies bei Veronica Fusaro nicht. Sie macht internationale Musik: „Im kleinen Club, auf der riesigen Openairbühne, Veronica Fusaro erinnert allein mit ihrer Präsenz an die essentiellen Zutaten eines magischen Konzerts: gute Songs, eine unvergessliche Stimme und eine fesselnde Ausstrahlung. Die Musikerin ist zweifellos die Queen der intimen Momente – doch bevor das Publikum weiss, wie ihm geschieht, reisst sie es mit ihrer Liveband in einen energetischen Sog“. Im Januar erschien nun endlich ihr Debütalbum „All the Colors of the Sky“.

Brotfabrik
F, Bachmannstr. 2
Beginn 20 Uhr / 25 EUR zzgl. Gebühren
Bild: Homepage Brotfabrik

Samstag, 3. Juni: OF/ Büro Sapiens

(Andrea)

Ein bisschen wie Kafka und ich sollte wirklich mal wieder in den t-raum, das kleine Theater ist phänomenal: "Du wachst eines Morgens auf und blickst in die erwartungsvollen Gesichter der gesamten Belegschaft Deiner Firma. Dazu kommt, Du kannst Dich verdammt nochmal nicht erinnern, wie es zu dieser Situation kam. Und dann fängst Du an zu reden. Und weil es Deine Kollegen sind, die Du im Grunde nicht ausstehen kannst, redest Du Dich um Kopf und Kragen: über Teamgeist, Motivation und über das Büro im Allgemeinen. Seine Vorzüge, seine Besonderheiten und wie das alles so begann: Büro Sapiens – Die liebevollste Abrechnung mit 9 to 5, modernem Business-Blödsinn und Optimierungswahnwitz!. Unter der Regie von Sarah C. Baumann schlüpft Frank Geisler in die Rolle des Vertriebsmitarbeiters Michael Schmitt, der sich am Vorabend seiner zu haltenden Präsentation aus lauter Verzweiflung sinnlos betrunken hat und sich nun vor Vorstand und Kollegen um Kopf und Kragen redet. So zieht er Vergleiche zwischen Neandertalern und Mammutjagd mit heutiger Bürokultur, verliebt sich in die charmante Victoria, erklärt, was es braucht, um einen Kantinenbesuch erfolgreich zu gestalten, lästert über kollegiale Intrigen sowie Führungsstrategien, karikiert Teammeetings und vieles mehr. Dies alles in atemberaubender Geschwindigkeit, mit viel Spiel- und Sprachwitz. Ein äußerst witziger Comedyabend, nicht nur für alle diejenigen, die schon mal ein Büro von innen gesehen haben. 20 Uhr

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Sonntag, 28. Mai: ÖL!

(Martin)

Nach dem Roman von Upton Sinclair
Schauspiel Frankfurt: Große Bühne! Großes Kino! Schauspiel, Kunst und dabei große Freude!

Regisseur Jan Christoph Gockel und ein ausgezeichnetes Ensemble im Schauspiel bringen Hollywood nach Frankfurt! Hier werden künstlerische Genres miteinander in Verbindung gebracht: Ausgangspunkt ist der Roman Öl! von Upton Sinclair, der mit dem Titel ‚There will be blood‘ verfilmt wurde. 

Auf der Frankfurter Bühne bzw. mit Außendrehs rund um das Schauspielhaus herum, schafft es der Regisseur mit seinem Team etwas ganz eigenes entstehen zu lassen: Schauspiel, Film, Drama, Komödie, Geschichte, Generationenkonflikte, narzisstische Problematik, gesellschaftlich-ökologische Verknüpfungen ... 
Großartig gespielt, fesselnd, hineinziehend
– im Grunde eine ‚Coming-of-Age‘ – Geschichte, die es schafft, den Bogen ins ‚Große und Ganze‘ zu schlagen. 

Die FR schreibt: „Am Schauspiel Frankfurt hingegen hört der Spaß absolut nicht auf. Hier hat zur großangelegten Spielzeiteröffnung und vor dem ersten vollbesetzten Zuschauerraum im Schauspielhaus seit 18 Monaten Jan-Christoph Gockel eine eigene Fassung erstellt. Kein Abend für Faulpelze. Wer den Roman gelesen hat, muss keine Angst haben, sich zu langweilen, wer den Roman nicht gelesen hat, wird sich möglicherweise die Frage stellen, was das alles soll. Möglicherweise aber auch nicht, denn als absolutes Theater entfaltet das vielleicht auch so seine Wirkung. Zumal Torsten Flassig Bunny ist, der naive Tropf, der Träumer, und Wolfram Koch Dad ist, der Ölbaron, der Selfmademan, der mit allen Wassern gewaschene Kapitalist, der aber nicht unsympathisch gezeichnete Mensch. Sein Sohn kann ihm kaum widerstehen. In Frankfurt ist das ein tolles Pärchen, aufgeweckt und genüsslich umspielt von Andreas Vögler, dem kapitalismuskonformen Prediger – eindeutig Amit Epsteins Kostüm: vorne weiß wie das Lamm Gottes, hinten schwarz wie der Tod – , und Caroline Dietrich als apartem Hollywoodstar Vee Tracy.“ 

Die Frühkritik auf HR2 war sich nach der Premiere sicher, dass in Frankfurt ein neues Kultstück geboren wurde (leider steht die Kritik nicht mehr als Podcast zur Verfügung).  Dem ist nichts hinzuzufügen!

Hier gibt’s Tickets:  https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/oel/1373/
Sonntag, 28. Mai um 18.00h: ÖL!
Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: (c) Thomas Aurin

Dienstag, 30. Mai: FFM/ Robert Cray Band

(Andrea)

Der Blues lebt! Und der Soul und R'n'B auch ...Robert Cray ist ein US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger. Zusammen mit anderen Blues-Musikern und Songschreibern wie Stevie Ray Vaughan und George Thorogood wurde er in den 1980er-Jahren einem größeren Publikum bekannt. Er hat mit Mister Slowhand Clapton und allen Größen der Blues-Welt gespielt, wurde 2011 in die Blues Hall of Fame der Blues Foundation aufgenommen und spielt heute ein Konzert in der Holy Hall of Fame in der Gwinnerstraße. Einlass 19 Uhr.

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Mittwoch, 31. Mai: "Erste Bücher" entdecken im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)

Ich bin immer wieder neugierig auf literarische Entdeckungen und freue mich über jede neue Lektüre, die ich gefühlt erst mal für mich habe. Bestseller über Nacht? Nicht erst seit dem Erfolg von Kim de l’Horizons "Blutbuch" kommt das auch bei Debüts immer wieder vor. Zweimal jährlich versammelt "Erste Bücher" außergewöhnliche Romandebüts: Heute führen sie u.a. in ein bosnisches Gefangenenlager, eine Kindheit in den Alpen und ein Frauenkollektiv an der See. Ein Leben am Meer, jenseits von Carearbeit und Altersarmut. Ein Traum? Doch was, wenn das Ozean-Kollektiv wie in Josefine Soppas "Mirmar" für viele Frauen der letzte Ausweg ist? Ein ganz anderer Ort am Wasser spielt in Mina Havas "Für Seka" direkt zu Beginn eine Rolle: "Als die Gräber rund um Omarska ausgehoben wurden und die ersten Prozessberichte in den Zeitungen zu lesen waren, lernte Seka südlich der Jurakette in einer Schwimmhalle mit großer Rutsche […], zu schwimmen." Ein Romananfang wie ein Paukenschlag! Ganz begeistert zeigt sich Buchpreisträger in Julia Franck bei der Lektüre von Ralph Tharayils "Nimm die Alpen weg" : "… ein Glück für die Literatur". Lyrisch-luzide Prosa. Eine Coming-of-Age-Geschichte, eine Schweizer Kindheit in Bildern. Die drei ins Gespräch bringt die freie Kritikerin Shirin Sojitrawalla.

Foto: Ralph Tharayil©Malte Seidel

Erste Bücher von Mina Hava, Josefine Soppa und Ralph Tharayil, Moderation: Shirin Sojitrawalla, Hybridveranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 9 (6) Euro, Streamingticket 5 Euro, Streaming-Abo 50 Euro, Tickets gibt es hier

Donnerstag, 01. Juni - Sonntag, 11. Juni: Kunst in der Alten Schmelze: melting minds

(Petra)

Den Auftakt der Ausstellungen in der Alten Schmelze wird mit der Ausstellung "melting minds" der Künstlerin Lena Grewenig und dem Künstler Serkan Goeren eröffnet. Die beiden in Frankfurt lebenden Künstler*innen begeistern mit ihrem außergewöhnlichen Umgang und dem Wissen um das Material, der unverwechselbar für ihren individuellen künstlerischen Prozess ist.

Serkan Goeren spielt mit transparenten und undurchsichtigen Platten, die er im Raum schweben lässt und die das Verbergen und Verdecken zum Thema machen und seine Betrachter:in in einem Wechselspiel aus Offenlegung und Verhüllung einbinden. Seine Arbeiten sind Gefühls- und Reflexionsräume, die er erschafft, um diese individuelle Existenz zum Ausdruck zu bringen, ohne dabei Anderen ihre Gefühls- und Reflexionsräume zu nehmen. Die Rezeption seiner Werke ist offen für die jeweilige eigene Perspektive, die jeder Mensch mitbringt, mit dem Ziel, dass auch diese eigene Perspektive der Rezipient*innen sich für andere Perspektiven öffnet.

Lena Grewenig schafft zarte Körper und Formen, die sie auf der Leinwand zerlaufen und wieder zusammenfügen lässt, Arbeiten, die aus dem Situativen entstehen und die Spuren und den Prozess des Schaffensaktes sichtbar machen. In ihren Arbeiten steht neben der Natur das Körperliche im Vordergrund, dessen Farben auf verschiedenen Ebenen durchscheinen und ähnlich einer Narbe, die kaum mehr erkennbar, von vergangenen Erfahrungen und Verletzungen erzählt und verschwommen, wie eine Erinnerung, aus dem Bild hervortritt.
Die Arbeiten der beiden Künstler*innen sind als Übergänge zu verstehen, sowohl formal als auch inhaltlich: formale Übergange, welche die Gattungen betreffen, inhaltliche Übergänge, die von der Fremdbestimmung erzählen und in eine Selbstbestimmung übergehen und schließlich zu melting minds werden.

melting minds, Ausstellung von Lena Grewenig und Serkan Goeren, Vernissage: Donnerstag, 1. Juni 2023, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellung : bis Sonntag, 11. Juni, Ort: Alte Schmelze Milchsackgelände, Adresse: Gutleutstraße 294, Öffnungszeiten: Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 16-19 Uhr, Eintritt: frei

 

 

Donnerstag, 1. Juni: FFM/ Jenny and the Mexicats

(Andrea)

Banda de origen multicultural que mezclan ritmos de jazz, rockabilly, folk, flamenco, reggae, son veracruzano, ... ich füge hinzu: Vamos a bailar, Jenny and the Mexicats,  ist eine multikulturelle Band, bestehend aus der englischen Trompeterin und Sängerin Jenny Ball, dem spanischen Perkussionisten David González Bernardos und den mexikanischen Brüdern Pantera Mexicat an der Gitarre und Icho Mexicat am Kontrabass und sie haben natürlich Rythmus im Blut und werden das Nachtleben zum Kochen bringen. Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher.Straße, FFM, nicht barrierefrei

Donnerstag, 01. – 03. Juni: Antigone im Amazonas

(Martin)

Milo Rau/Landlosenbewegung MST/NT Gent - Theater

Im letzten Teil seiner Antiken-Trilogie, die er 2019 mit „Orest in Mossul” begann, entwickelt Milo Rau eine Neudeutung des Antigone-Mythos, die Praktiken des Theaters und des fundamentalen politischen Protestes vereint. Mit Antigones Aufbegehren gegen Kreons Tyrannei hebt die brasilianische Schauspielerin und indigene Aktivistin Kay Sara darin zu einer umfassenden Anklage der Ungerechtigkeit an.

In Brasilien, wo etwa 10 Prozent der Bevölkerung 80 Prozent des Bodens besitzen, setzt sich die Bewegung der Landarbeiter*innen ohne Boden (MST) für eine radikale Landreform ein. Als Chor der Landlosen beobachten und kommentieren Aktivist*innen dieser größten Landlosenbewegung der Welt von einer riesigen Videowand herab das Bühnengeschehen zwischen Kreon, Antigone, ihrem VerlobtenHaimon und dessen Mutter Eurydike. 

Die tragische Geschichte von Recht und Unrecht erscheint als blutiges Aufeinandertreffen von traditioneller Weisheit und Turbokapitalismus.

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/433930
Donnerstag, 1. – Samstag, 3. Juni um jeweils 20.00h
Theater im Mousonturm
Solidarisches Preissystem
Foto: © Armin Smailovic

Freitag 2. Juni: FORTUNA EHRENFELD im FORTUNA IRGENDWO

(Daniela)

Oh ist das schade, wie gerne wäre ich heute Abend im Fortuna Irgendwo, denn da spielen Fortuna Ehrenfeld und das wird bestimmt der Hammer!!!

Über dem Frankfurter Nachthimmel bahnt sich eine kleine Sensation an.

Denn FORTUNA EHRENFELD werden exklusiv und nur ein einziges Mal an diesem Abend eine Show spielen für die das Fortuna Irgendwo wie geschaffen ist und die Martin, Sänger und Kopf der Band, so beschreibt: "Keine Gefangenen +++ keine Ansagen +++ keine Pausen +++ keine Balladen +++ nur das tanzbare Zeug und on Top unsere allerliebsten Dancfloorkracher in nie gehörten Coverversionen"

Ein durchgehender, groovender Flow aus dem Fortuna Universum und einem nie gehörten Mix von den funky 70s bis zum deepen Rave.

Habt ihr auch schonmal auf den Fortuna Konzerten gedacht, daß das Analoge Mädchen hätte auch gerne noch ein paar Minuten weiter ballern können und wer schon einmal dabei war wenn Fortuna aus der loungigen Matrosen Version einen 20 Minütigen dark Rave zaubern der weiss, was in dieser Nacht alles geschehen kann.

Die Ähnlichkeit der Namen sind kein Zugfall hat doch Ardi Goldman seinen Club nach eben dieser Band benannt. Freedom of Mind und die ganz alltägligliche Crazyness - hier bahnt sich eine Traum-Kombi an zwischen der flimmernden Athmospähre des Clubs und der nie endenden Spielfreude der kultigen Kölner Indie Grenzgänger*innen.

Wegen der zu erwartenden großen Nachfrage empfehlen wir frühzeitig Tickets und Tische zu bestellen! Partyzipisten haben die Möglichkeit einen Tisch in der Galerie, mit bester Sicht auf die Bühne, zu reservieren.
https://fortunairgendwo.ticket.io/bxfsqcn7/

Freitag, den 02.06.2023, Einlass 20:00 / Beginn 20:30, VVK 27,00 (zzgl. Gebühren)

Freitag 2. - Dienstag 16. Juni: Bridges-Kammerorchester „I am from Nowhere“

(Daniela)

Mit I am from Nowhere präsentiert das Bridges-Kammerorchester ein Programm, das sich mit hybriden Identitäten auseinandersetzt – mit der Zugehörigkeit zu mehreren Kulturen und der Frage, inwieweit diese die eigene (musikalische) Identität prägen. Jedes Orchestermitglied bringt sich als Individuum mit seiner einzigartigen (musik-) kulturellen Erfahrung ein. Gleichzeitig bilden die Musiker*innen eine Gemeinschaft, die als Orchester zusammenwächst, um Neues hervorzubringen und somit Kultur, Identität und Zugehörigkeit gesellschaftlich wie musikalisch als fließende, ineinandergreifende Prozesse verschmelzen lässt.

Schwerpunkte sind Uraufführungen der Orchestermitglieder Dana Barak, Andrés Rosales und Johanna-Leonore Dahlhoff sowie das titelgebende Stück I am from Nowhere von Atefeh Einali. Auch das Arrangement von Peter Klohmann des berühmten Klassikers Summertime von George Gershwin steht ganz im Zeichen von hybriden musikalischen Identitäten.

Das Programm wird größtenteils von Mitgliedern des Orchesters selbst komponiert bzw. arrangiert. Dabei lassen sie ihre unterschiedlichen Musiktraditionen mit einfließen, d. h. die Musikstile, die die Musiker*innen aufgrund ihrer musikalischen Ausbildung oder Herkunft mitbringen, sind Teile des Programms. Gleichzeitig entwickelt das Kammerorchester seinen eigenen neuen, transkulturellen Musikstil. So wächst die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen zusammen, ohne dass einzelne Identitäten aufgegeben werden müssen.

Dirigent: Nabil Shehata (2.6. und 11.6.), Gregor A. Mayrhofer (14.6. und 16.6.)

* 2. Juni, Volksbühne im Großen Hirschgraben Frankfurt, 19.30 Uhr Tickets* 11. Juni, Capitol Offenbach, 20 Uhr Tickets* 14. Juni, Haus der Begegnung Königstein, 19.30 Uhr Tickets* 16. Juni netzerk seilerei Frankfurt, 20 Uhr Tickets

Freitag, 2. Juni: OF/ Fernweh - mit Leon Weiß

(Andrea)

Mit der aktuellen Ausstellung haben die Damen im Klingspor Museum meinen Nerv getroffen, "Fernweh" widmet sich noch bis 25. Juni der sinnhaftigsten Beschäftigung der Welt: "Reisen erschließt Welten und schafft neue Eindrücke. War es früher ein Privileg weniger Menschen, so ist man heute so mobil wie nie zuvor. Die Ausstellung will die verschiedensten Aspekte des Reisens aufzeigen, die Freude am Neuen, den Erkenntnisgewinn, die Reise als Weg zu sich selbst. Auch die Themen Kolonisation, Flucht und Migration werden beleuchtet: ob in Burgi Kühnemanns opulentem Malerbuch „Der Rabbi von Bacherach“ oder in Nicolò Degiorgis‘ Künstlerbuch „Blue as gold“, das mit minimalistischen Mitteln Bootflüchtlinge zeigt. In Künstlerbuch, Graphic Novel und Kinderbuch wird ein facettenreicher Bogen gespannt, der das Reisen sowohl als Traum als auch als Alptraum zeigt. Plakate, Zeichnungen und Aquarelle ergänzen die Ausstellung." Heute ist Reiseblogger Leon Weiß zu Gast und spricht um 19 Uhr über alle Länder dieser Erde. https://www.instagram.com/leon__weiss Eintritt nach Wahl.

Klingspor Museum, Herrnstraße, Offenbach

Samstag, 03. Juni: Solastalgia (zum letzten Mal)

(Martin)

Dieser Abend ist sensationell – Theater – aber ein bisschen auch Sprechoper. Um was es geht, ist gar nicht so einfach zu sagen; doch ist allein das Spiel der Schauspielerinnen so grandios, dass die Freude kaum zum Aushalten ist. 

Hier einige Kritiken:
»Zum Jauchzen schön: ein allein mit lateinischen Pflanzennamen bestrittenes Sprech- und Singduett von Lindner und Meded. Eine Weltneuheit, die mit lebenden Pilzlandschaften im Stil eines Hörsaals gefertigte Öko-Bühne. Ganz unbedingt und very very empfohlen, weil, weil, weil - ach, –lasst es euch sagen und zeigen.« Strandgut, Oktober 2022

»Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor, monologisieren, werfen sich die Worte und Sätze zu. Das geschieht in einem hohen Tempo, intensiv, scharf und total durchrhythmisiert, der stramm organisierten Welt entsprechend, von der der Text berichtet. Wehe der, die die da nicht mithält, aber den Schauspielerinnen gelingt es mit Bravour, und wenn sie nicht doch einmal stolpern würden, müssten sie Roboter sein.« Frankfurter Rundschau, 26. September 2022

»Der Dramatiker Köck inszeniert selbst, mit einer Sorgfalt, die bis zu dem von einem Pilzmyzel hergestellten Bühnenbild und den sprechenden Kostümen aus Plastikmüll und Neopren den Mythos eines deutschen Waldes, Turbokapitalismus und das buchstäbliche Burnout eines Vaters, scheinbar Disparates, ebenso desolat wie schlüssig zusammenbringt, als ununterbrochenes „weil“. Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor grandios präzise, spielen wundervoll in ständigen Stimmungswechseln von trockenem Witz bis Abgrund.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. September 2022

Hingehen!!!

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/solastalgia/1434/
Samstag, 03. Juni um 20.00h
Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko

Samstag, 3. Juni: FFM/ 40 Jahre AU

(Andrea)

1983...gab es Dallas, Dynastie, Neue Deutsche Welle, die ersten Chaostage in Hannover UND die Gründung des autonomen Kulturzentrums und Wohnprojekts AU. "Als selbstverwaltetes Zentrum kann die AU auf vier Jahrzehnte unkommerzieller, nicht-profitorientierter DIY Konzerte, Volxküche, kulturelle und politische Veranstaltungen zurückblicken. Das Areal bietet zudem selbstbestimmten Wohn- und Lebensraum für viele Menschen. Es gibt Essens- und Infostände. Da es laut und voll wird, lasst eure Hunde zuhause. Das AU-Fest Open-Air ist ein Soli-Konzert: Die Überschüsse des Festivals kommen Menschenrechtsorganisationen, antifaschistischer Arbeit und/oder selbstverwalteten Zentren zugute. Wie bei allen AU-Veranstaltungen verdient keiner der Helfer*innen etwas. Lasst bitte deshalb eure Tonnen an Fremdalk zuhause.
Einlass:15:00 Uhr, Konzertbeginn: 17:00 Uhr Es spielen: Kotzreiz - Berlin Pisscharge - Hannover The Meffs - Essex, UK Frau Doktor - Wiesbaden Pogendroblem - Köln Not the Ones - Berlin Orkresta Elektrotuna Antitxaranga - Euskadi

AU In der Au 14 - 16 60489 Frankfurt

Sonntag 4. Juni: Das schlaue Füchslein Oper von Leoš Janáček

(Martin)

Wiederaufnahmepremiere / Das schlaue Füchslein / Oper von Leoš Janáček
Oper Frankfurt

Das ‚Füchslein‘ ist wieder da! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Premiere im Mai 2016 – zunächst war ich skeptisch, dann begeistert.

Eine tolle, phantasievolle und gleichzeitig im Realen irgendwie verortete Inszenierung. Ich mag die Opern von Janáček sehr gern, da die Musik schon allein so viel Handlung und Bilderreichtum hat. 

Das schlaue Füchslein wird (leider) nicht häufig auf den Opernbühnen gezeigt – das ist schade, wie die Inszenierung von Ute M. Engelhardt überaus deutlich macht. 

Mit Recht schrieb die FR nach der Premiere: „Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janáček, überzeugend in Frankfurt mit forscher Musik, starken Figuren und einer kompakten, klugen Regie. (…) Der Förster, der eine junge Füchsin fängt, zähmt und sich von ihrer ungestümen Jugendlichkeit neu beleben lässt: In der Frankfurter Inszenierung bleibt immer auch die Möglichkeit im Raum, dass die Füchsin Schlaukopf, ein Mädchen ist, das am Rande der Zivilisation lebt, ein Punk, hormonell und sozial auf dem Weg der Selbstfindung.“ 

Und genau das ist der besondere Reiz dieser Inszenierung – dieses Füchslein – vielleicht ein Systemsprenger – kommt in seiner Abweichung so klug daher. 

„Es sind Details wie diese, die diese eineinhalbstündige Opernproduktion zum Blickfang machen: Ein Herr Pfarrer, der überall nur pralle Oberweiten sieht, Fleischeslust reckt sich dem Gottesmann entgegen. Ein Frosch (herrlich dargestellt von Isabel Casás-Rama), der mit Taucherflossen über die Bühne schlappt und einfach extrem froschig aussieht dabei. Eine Hühnerschar, die gar nicht auf die Idee kommen will, gegen ihren Hahn zu rebellieren. Großartig sind diese Bilder, und sie wurden von Stephanie Rauch in ein stimmiges Bühnenbild gesetzt, das die Welt der Menschen als grauen Betonplattenbau ausweist, wo das Leben langwierig und ereignislos ist. Die Füchse dagegen leben schnell und intensiv, und ihr Tod ist ebenfalls nicht so zäh und kantilenenreich wie der in Menschenopern. Gestorben wird hier konsequent.“

Wer Lust auf Füchse, Specht, Dackel, Eichelhäher, Hahn, Schopfhenne, Grille oder Heuschrecke hat, sollte ‚Das schlaue Füchslein‘ in der Oper Frankfurt nicht verpassen. 

Und wenn sich das jetzt alles etwas märchenhaft anhört – das ist’s – aber die Tiefe und auch die Realität, die in Märchen ja immer zu entdecken sind – die stecken in dieser Inszenierung ganz und gar und machen nachdenklich...  

Sonntag, 4. Juni* um 18.00h Wiederaufnahmepremiere:
Das schlaue Füchslein - Oper von Leoš Janáček
Oper Frankfurt, *Weitere Vorstellungen am 7., 10., 16. und 24. Mai

Foto: © Barbara Aumüller

Sonntag, 4. Juni: The Fe.Male Trail

(Martin)

Ein Nick Cave-Abend mit Text und Musik von Katharina Bach und Band Bitchboy

Noch einmal in dieser Spielzeit: Sie ist wieder da!La Bach ist zurück in Frankfurt! 

Das Schauspiel wird gerockt und Katharina Bach und die Bitchboys zeigen im Schauspiel Frankfurt ein Rockkonzert, das eines ist und gleichsam auch ein super lohnende Theaterperormance!

„Ein Rockkonzert. Mit allem Drum und Dran, samt einer ausgepichten Lichtinszenierung und zum Schluss hin auch einem pompös monumentalen Gebrauch der zur Theatermaschinerie gehörenden Hub-Podien. [...] Katharina Bach ist in dieser Rolle eine Bühnenerscheinung, die einen nicht loslässt, und sie vermag es, Glam auszustrahlen. Das wirkt von der ersten bis zur letzten Minute ungebrochen wie ein »authentisches« Konzert. [...] die Frau ist eine fantastische Sängerin und sie macht alles fulminant. [...] Das ist ein großer Abend, keine Frage.“ Offenbach Post. 

„Ein ziemlich großartiger Abend. [...] Katharina Bach verblüfft als Sängerin, sie ist aber auch eine Schauspielerin, die eine Sängerin spielt, und darüber hinaus eine schillernde Figur, die sich nicht auf einen bestimmten Charakter festlegen lässt [...]. Die Cave-Lieder scheinen wie für Bach geschrieben.“ FAZ

Anderthalb Stunden wird das Große Haus des Schauspiel Frankfurt zur Konzerthalle. Und am Schluss sprang in der Premiere das Publikum auf und es gab Standing Ovations, riesigen Applaus und Fußgetrampel für Katharina Bach, die Bitchboys und eine Show, eine Inszenierung, die so noch nie zu sehen war. Grandios und keinesfalls verpassen! 

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/the-female-trail/1464/
Sonntag, 4. Juni um 18.00h: The Fe.Male Trail.
Schauspiel Frankfurt, Großes Haus.
Foto: © Robert Schittko

Sonntag, 4. juni: OF/ Flohmarkt im Hafengarten

(Andrea)

Die Blumenvase passt nicht mehr zur neuen Tapete, die Kinderbücher passen nicht mehr zum Alter des Nachwuchses und die gut erhaltene Jacke vom vergangenen Frühjahr passt auch nicht mehr: Der Flohmarkt im Hafengarten bietet am Sonntag, 4. Juni, die Gelegenheit, solche Dinge weiterzugeben, ohne daheim Stauraum wegzunehmen. Von 14 bis 18 Uhr ist Zeit zum Kaufen und Verkaufen. Wer einen Stand aufbauen möchte, meldet ihn unter hafengarten@stadtwerke-of.de an.

Hafengarten, Offenbach

Sonntag 4. Juni: TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main

(Daniela)

Nach einem phänomenalen Auftakt freuen wir uns auf die zweite Runde des TANZTEES am Sonntag, 4. Juni. Wir waren begeistert von der ausgelassenen Stimmung, dem entspannten und tanzfreudigen Publikum, das sich als generationsübergreifend erwies.  Mit dem zweiten »TANZTEE - Sunday Sundowner auf dem Main« möchten wir genau da anknüpfen und den Festsaal der Mainod, die malerisch zwischen Main und Niddamündung liegt, erneut zum Beben bringen. Menschen jeden Alters und jeder Herkunft kommen zusammen, um sich bei Musik, Speis und Trank in einem ungezwungenen Rahmen zu begegnen und zu tanzen. Es geht ausdrücklich nicht um Gesellschaftstänze, sondern jeder tanzt so, wie er oder sie möchte!

Die Mainod ist ein historisches Schiff in Frankfurt Höchst, das malerisch zwischen Main und Niddamündung liegt und aufgrund seines nostalgischen Charmes und liebevoller Gestaltung zum Geheimtipp mit Kultpotenzial avanciert ist. Es beherbergt ein kleines Hotel, ein Restaurant mit schwimmender Außenterrasse und die vielleicht schönste Tanzfläche Frankfurts.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe erfüllt sich der Veranstalter, DJ und Kurator Kosmik Kat einen langjährigen Wunsch: Er möchte die Tanztee-Tradition aufgreifen, um Musikliebhabern und leidenschaftlichen Tänzern, die nachts nicht ausgehen können oder möchten, eine Plattform zu geben. Das Format reflektiert dabei die musikalische Vielseitigkeit des DJs. Seit über 20 Jahren steht er für genre-übergreifende Tanzmusik. Dabei schlägt er Brücken zwischen Electronica, House, Afro, internationalen Rare Grooves, Disco, Tropical Sounds und Breakbeats und verbindet Musik aus unterschiedlichen Genres und Dekaden zu einem fließenden Set.

Mainod - Café Restaurant Hotel, Batterie, 65929 Frankfurt Höchst
Eintritt: €5,- bis €10,-

Mittwoch, 7. Juni: OF/ Laurel & Hardy Poetry

(Andrea)

Stan Laurel und Oliver Hardy aka Dick & Doof sind zeitlose Klassiker und ich erinnere mich gerne, wie ich sie mit meinem Opa geschaut habe. Wenn jetzt noch Ralph Turnheim, dieser Meister furioso der Stummfilmerzählerei dazu kommt, wird es spektakulär: In LAUREL & HARDY POETRY präsentiert er seine drei Favoriten: Big Business (1929) gereicht nicht nur Stan Laurel und Oliver Hardy zur Ehre. Die dramaturgisch exkat choreographierte Zerstörungs- und Racheorgie im Vorstadtgarten zählt zu den Höhepunkten des komischen Filmschaffens. Auch Liberty (1929) brennt sich in jedes Zuschauergedächtnis. Stan und Ollie balancieren zwischen Leben und Tod auf einem Baugerüst. Ohne moderne Filmtricks in Szene gesetzt, macht die Komödie atemlos vor Spannung und Lachen. Ein besonderes Erlebnis bietet Leave 'Em Laughing (1928): Dem gefürchteten Besuch beim Zahnarzt folgt ein nicht endendwollender Lachanfall der beiden Helden. Turnheim, die Stimme des Stummfilms, synchronisiert die Lachsalven live und punktgenau. Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr. Reservierung unbedingt empfohlen!

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Samstag, 10. Juni: Die Bergwerke zu Falun

(Martin)

Eine Wort-Musik-Collage aus den Elixieren des E.T.A. Hoffmann

Ein neuer Abend von Matthias Brandt und Jens Thomas! Und wenn Matthias Brandt in der Stadt ist, sind meistens schon bald keine Tickets mehr zu haben… Der tief in der Romantik verwurzelte literarische Außenseiter E. T. A. Hoffmann eröffnet mit seinen Erzählungen fantastische Welten. 

Im Unterschied zu Hofmannsthals Drama »Das Bergwerk zu Falun«, in dem die Psychoanalyse eine wichtige Rolle spielt, gleicht E. T. A. Hoffmanns Interpretation der Sage von Elis Fröbom und seiner Braut Ulla, einer Reise durch eine Nacht des Realitätsverlusts, an deren Ende das Erwachen in ewiger Liebe steht.

Nach den Programmen »Psycho«, »Life«, »Krankenakte Robert Schumann« und »Blackbird« der neue Abend von Brandt und Thomas.

Hier geht’s ab dem 10. Mai zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/matthias-brandt-jens-thomas-die-bergwerke-zu-falun/1498/
Samstag, 10. Juni um 19.30h
Schauspiel Frankfurt
Foto: Mathias Bothor

Ab 22. Juni: UN_SICHER - AUDIOWALK

(Daniela)

Seit August 2018 wurden mehr als 100 Drohbriefe an verschiedene Personen und Institutionen , die sich öffentlich gegen Rechtsradikalismus engagieren, versandt. Unterschrieben mit "NSU 2.0" stellten sich diese in den Kontext der Morde einer rechtsradikalen Untergrundorganisation. Bedroht wurden überwiegend Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen - vielen von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Bei den Ermittlungen wurde bekannt, dass die Drohbriefe sensible Daten enthielten, die nur durch Polizeibehörden abrufbar sind. Eine Spur führte dabei zu einem Computer im ersten Polizeirevier in Frankfurt. Zudem wurden rechtsradikale Chatgruppen in den Reihen der Frankfurt Polizei entdeckt.

Die Vorfälle um die Drohserie „NSU 2.0“ und die Frankfurter Polizei sind Ausgangspunkt für einen Audiowalk durch die Frankfurter Innenstadt. un_sicher recherchiert Gegenwart und Vergangenheit der Frankfurter Polizei, um zu fragen, wie es um die politische Neutralität einer Institution steht. Sie wurde durch viele gesellschaftliche Entwicklungen und strukturelle Veränderungen geprägt und trat nicht immer in der Form in Erscheinung, die wir heute häufig als selbstverständlich wahrnehmen. Sind Phänomene wie der “NSU 2.0” oder rechtsradikale Chatgruppen nur ein Randphänomen, oder sind sie eine Gefährdung der Demokratie? Wie kann die Institution Polizei anders gedacht werden, um eine Gesellschaft zu ermöglichen, in der wir ohne Nachteile verschieden sein können? Wie utopisch erscheint die Idee einer Gesellschaft ohne Polizei? Und wie sehr ist die Stadt Frankfurt am Main und ihre Geschichte geprägt von polizeilichen Institutionen?

Mithilfe von Interviews mit Expert:innen und Betroffenen soll differenziert über diese Fragen reflektiert werden. Der Audiowalk führt das Publikum zu Orten im öffentlichen Raum, die für die Geschichte, Entwicklung und gegenwärtige Ereignisse um die Frankfurter Polizei wichtig sind.

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Jan Deck und Marie Schwesinger
DRAMATURGIE: Antonia Zeich
PRODUKTIONSLEITUNG: Dörthe Krohn
SOUNDDESIGN UND KOMPOSITION: Louisa Beck
VIDEO: Sharon Jamila Hutchinson
STADTRAUMGESTALTUNG: Gözde Juniper

Startzeiten:
Do. 22.06 + Fr. 23.06 2023, 17:00 - 20:00 Uhr
Sa. 24.06 + So. 25.06 2023, 13:00 - 18:00 Uhr
Sa. 01.07 + So. 02.07 2023, 13:00 - 18:00 Uhr

Reservierungsdetails folgen

Foto: Christian Schuller

Sonntag, 25. Juni: COLOANA INFINITĂ – 100 JAHRE LIGETI

(Martin)

62. Naxos Hallenkonzert
Thomas Hell - Klavier

Die drei Bücher der Études pour piano von György Ligeti erklingen anlässlich seines 100. Jubiläums: Der 2006 verstorbene Komponist zählte zu den prägendsten Persönlichkeiten der Musik nach 1945 und auch in der Gegenwart strahlt sein Schaffen große Präsenz aus.

Unter seinen Klavierwerken faszinieren besonders die Etüden, die zu den herausforderndsten ihresgleichen zählen: Zehn Finger müssen bspw. gleichzeitig bis zu sieben verschiedene Stimmen spielen, das Instrument in eine akustische Endlostreppe verwandeln, oder „so schnell wie möglich (bzw. noch schneller)“ spielen. 

Gerahmt wird das Konzert durch eine Einführung und ein anschließendes Interview mit Thomas Hell, der zu den wenigen Pianist*innen mit den kompletten Ligeti-Études im Repertoire zählt.

Gesamtaufführung: György Ligeti (1923-2006) – Études pour Piano I.-III. (1985-2001) 

Hier geht’s zur Reservierung der Tickets: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/

Sonntag, 25. Juni um 11.00hNaxos HalleFoto: © Fumiaki Fujimoto.

Mittwoch, 28. Juni, und Donnerstag, 29. Juni: BarCamp für female Leadership & Empowerment

(Petra)

Female Leadership & Empowerment sind in aller Munde, Posts, Medien, Bücher, Talkshows, Magazinen etcetera. Good on Paper and in Media, aber wenn wir genauer hinschauen wird deutlich: Wir stehen hier an vielen Stellen noch am Anfang! Aber nur lautstarkes Lamentieren darüber und die reine Beobachter*innenperspektive bringen uns nicht weiter! Genau das hat sich meine Freundin Elke gedacht und aus einem spontanen Herzensimpuls heraus das BarCamp für female Leadership & Empowerment ins Leben gerufen. Es findet am 28. und 29. Juni in Eschborn statt und befasst sich mit Fragen wie: Was und wie können WIR SELBER hier zum Fortschritt beitragen? Im BarCamp, das bedeutet zwei Tage pure Co-Kreation und Co-Laboration zu Fragestellungen, Baustellen und Herausforderungen rund um diese wichtige Thematik. Und ganz wichtig: Männer sind unbedingt willkommen, denn nur gemeinsam verändern wir Zukunft nachhaltig! Das gibt es natürlich nicht gratis, abe ich finde: ein gutes Investment in sich selbst und unsere Gesellschaft beziehungsweise die uns umgebenden Strukturen: gerade wenn ich darüber nachdenke, wie oft ich mich im Alltag ärgere - und dann doch nichts geändert bekomme.

BarCamp für female Leadership & Empowerment, zweitägiges BarCamp, Ort: Frabkfurter Straße 10 - 14, Eschborn, Preis (plus Servicegebühr): Early Birds bis 09.06. 500 Euro, Weiteres findet Ihr hier, bei weiteren Fragen, auch zu Sonderkonditionen gerne per E-Mail direkt an Elke

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
bis Sonntag, 28. Mai: Vernissage und Ausstellung bei Eulengasse: Dreiklangdimensionen

(Petra)

Drei neue Mitglieder von "Eulengasse" bespielen mit ihren künstlerischen Werken die drei Dimensionen des Ausstellungsraums und bringen ihn durch ihre neuen einzigartigen Raumakkorde zum Schwingen. Inspiriert ist der Titel ihrer Ausstellung von dem 1981 erschienenen Song "Dreiklangs-Dimensionen" der Band Rheingold, der sich mit Synästhesie und dem Zusammenwirken von Musik, Raum und Farbe beschäftigt. Denn oft schafft erst das übergreifende Zusammenspiel von Zufällen und Unterschieden Neues. Zufällig ist auch die Zusammenstellung der drei künstlerischen Positionen, zusammengeführt durch ihre Neumitgliedschaft im Kunstverein EULENGASSE. Ihre unterschiedlichen Ansätze erzeugen gemeinsam einen sich permanent verändernden Dreiklang – sie überlagern, ergänzen und verbinden sich.

Dreiklangdimensionen (neue Mitglieder 2023), Werke von Serkan Goren, Kerstin Lichtblau und Matthias Rudolph, Vernissage, Einführung: Harald Etzemüller (Architekt), Ort: Ausstellungsraum Eulengasse, Adresse: Seckbachr Landstraße 16, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: frei

Bis 01. Juni: MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020 im MOMEM

(Petra)

Die Ausstellung macht die Energie, Kraft und Kreativität der Musik im zum Club umgestalteten Museum erlebbar. Der Besuch wird so zur musikalischen Reise zwischen House, Trance und Techno, auf der das Stillstehen schwerfällt. Hierzu zeigt und „spielt“ das MOMEM eine Übersicht der wichtigsten Titel aus dem Bereich der elektronischen Musik seit 1985. Die Auswahl basiert auf persönlichen DJ-Charts und wichtigen Playlists bekannter Techno- und House-Publikationen. Unter anderem mit richtungsweisenden Werken von Labels, wie WARP, Underground Résistance, R&S oder TRAX. Neben der akustischen Komponente soll die Musik auch visuell über Foto-Arbeiten von tanzenden Menschen aus den Anfängen der Rave-, House- und Technobewegung dargestellt werden. So werden im Rahmen der Ausstellung Arbeiten von Foto-Artists aus der ganzen Welt präsentiert, die auf überdimensionierten Screens gezeigt werden, und die die Themen Ekstase, Leidenschaft, Energie und Lebensfreude festhalten.  

MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020, Ausstellung, Ort: MOMEM, Adresse: An der Hauptwache 15, Zwischenebene, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 15 - 22 Uhr, Eintritt: 12 Euro , Tickets hier

Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)

Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick. 

Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro

Bis 22. Juni: Frankfurter KunstSäule mit Amelie Persson

(Daniela)

Zwischen Dystopie und Utopie, zwischen Stadt und Natur changiert das künstlerische Werk von Amelie Persson, die dem Frankfurter Publikum vornehmlich als Zeichnerin und Illustratorin bekannt ist. Wie gehen die Städte mit dem veränderten Klima um, wo bleiben die geplanten grünen Nischen, die Mikrowälder und Parkerweiterungen, die das urbane Leben bei immer heißeren Sommern erst lebenswert machen? Amelie Persson interessiert sich für Pflanzen, die sich dem veränderten Klima anpassen und untersucht unseren sich stetig wandelnden Lebensraum. Satt aufgetragene Farben bringen die Säule zum Leuchten und Schwingen. Jede Farbe hat ihre eigene Wirkung: Grüntöne werden durchbrochen von energetischem Rotorange, tiefem Indigoblau, strahlendem Gelb, zarten Veilchenviolett und cremigem Rosa. Die lebendige Farb-Kombination kann im Auge des Betrachtenden vieles auslösen: Erinnerungen, Vertrautheit, Emotionen, Suche nach einer Lieblingsfarbe … Die Rückeroberung der Säule durch die Natur mit der Kraft der Farben zieht die Betrachter*in ins Werk hinein. Zur Ausstellung erscheint eine limitierte Edition des Motivs der KunstSäule, mehr dazu auf der Homepage der Künstlerin.

Amelie Persson „True Colours“ – Ausstellung Frankfurter KunstSäule, Vernissage ab 19 Uhr, Einführung: Kurator Florian Koch, Ort: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße), Öffnungszeiten: 24/7, Eintritt: frei


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