24.03.2023
Luft draußen

Irgendwie ist bei mir gerade die Luft draußen und ich habe wenig Lust etwas zu unternehmen. Das liegt vielleicht auch daran, dass die letzten Monate zu anstrengend waren.

Wie gut, dass ich tolle Freund:innen habe, die mich immer wieder motivieren. So hat mich meine Freundin Tina am Donnerstag überredet mit ihr ins Kino zu gehen. Nein, wir haben nicht „In diesem Jahr“ gesehen, den Film über die Eintracht und den Europapokal, der am Donnerstag Kinostart hatte, sondern wir waren in SONNE & BETON. Es ist die Verfilmung des Bestsellers von Comedian Felix Lobrecht. Der Film ist aber keineswegs eine Komödie. Sonne & Beton ist eine sehr berührende Coming-of-Age-Geschichte. Die Hauptrollen spielen vier Jungs, die Anfang der 2000er in der Gropiusstadt, einem Ortsteil im Berliner Bezirk Neukölln, zwischen Drogen & Gewalt aufwachsen. Ich kann Euch den Film sehr ans Herz legen. Er ist unglaublich gut. Der Regisseur David Wnendt hat über 5.000 Jugendliche aus der Gropiusstadt gecastet. Ich finde den Hauptdarsteller Levy Rico Arcos sensationell. Ich werde Daniel bitten, dass er den Film im Sommer im Open Air Kino zeigt und bis dahin schaue ich ihn mir glaube ich nochmal an. Hier ein kurzer Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=qiepdcWFu9Y

So, jetzt aber genug. Die Sonne scheint endlich und mein Sohn will mich zu einem Aperol-Spritz einladen…

Was auch immer ihr macht, lebt wild.

Daniela

Vielen Dank auch an das großartige Ausgehtipp-Team:
Petra Manahl, Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Erik Düwel und Martin Grün.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00.
Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.

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Antworten bitte an schwoebke@aol.com

2 x 1 Karte für das Konzert vonNu Genea am 24.03 im Zoom. Frage: Wer macht das Warm Up?

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(Antworten bitte an daniela@cappelluti.net)

2 x 2 Konzerttickets für das Bridges Kammerorchesterkonzert am 13. oder 14.4. im hr sendsesaal. Gewinnfrage: Welche Band spielt am 21.4. im Zoom?

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Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Tickets für das Konzert von den wilden Mädchen von Power Plush am Mittwoch, 5 April, im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wie heißt die Veranstaltungsreihe im Klingspor Museum?

ZU GEWINNEN

2 x 2 Saaltickets für Anna Kim am 28. März im Literaturhaus um 19:30 Uhr mit ihrem neuen Roman „Geschichte eines Kindes“.

Frage: In welchem US-Staat startet die Geschichte 1953?

Antwort bitte im Betreff mit Eurem vollständigen Namen in der E-Mail an Petra.

GEROLLTES über die Länderspielpause und ein wenig über Julian N. (35)

(Uwe)

Wieder, wie schon vor zwei Wochen beim Fanausschluss von SGE Fans in Neapel, wurde ich von den Ereignissen überholt. Nachfolgenden Text über die Länderspielpause hatte ich in Ruhe im Laufe der Woche geschrieben und nun feuert der FC Bayern kurz vor Redaktionsschluss seinen Trainer. Julian Nagelsmann wurde im zarten Traineralter von 35 Jahren entlassen und erlebt nun seinen ersten wirklichen Karriereknick. Vorher ging es steil für ihn bergauf: Hoffenheim - Leipzig - Bayern - Meister. Nach der Niederlage bei Bayer Leverkusen wurden die Bayernbosse nun nervös. Mit nur etwas mehr als 1 1/2 Jahren saß er kürzer auf der Bayernbank als deren Legende Uli Hoeneß im Gefängnis von Nagelsmanns Heimatstadt Landsberg am Lech. Mehr vielleicht in der nächsten Woche. Nun zum eigentlichen Text:

Nach sehr intensiven Wochen für den (mehr oder weniger) professionellen Fußball mit Meisterschaft sowie nationalem und internationalen Pokal, ruht am Wochenende der Ball in den meisten Stadien. Die einkehrende Ruhe nutzen die meisten Vertragsspieler, die keine Nationalspieler sind, dazu, Verletzungen auszukurieren, auslaufende Verträge zu verlängern bzw. neue Verträge woanders abzuschließen oder häufiger mit der französischen Bulldogge um den Block zu laufen. Für die Nationalspieler aus aller Herren Länder geht es ganz normal weiter: Reisen, Training und Spiele irgendwo in der Welt. Für die deutschen Nationalspieler von Eintracht Frankfurt ändert sich dagegen nicht viel, sie trainieren teilweise weiterhin in Frankfurt und die Farben von Trikot und Hosen haben sich zumindest für den einen Feldspieler nicht geändert (weiß/schwarz).

Weil Deutschland als Gastgeber für die Europameisterschaft 2024 automatisch qualifiziert ist, ist die deutsche Nationalmannschaft neben der von Rußland wahrscheinlich die einzige Auswahl aus Europa, die in den nächsten Tagen, genauer zwischen dem 23. Und 28. März kein Pflichtspiel bestreitet. Sie misst sich am morgigen Samstag in Mainz mit Peru und in Köln mit Belgien. Köln ist übrigens eine ausgezeichnete Wahl für die Spiel gegen das Nachbarland, weil es dort ein Belgisches Viertel gibt (Top 5 Tipps laut www.mitvergnuegen.com für das Belgische Viertel: Kaffeepause bei Miss Päpki, Stadtgarten, Handgebackenes Brot bei prot, kleine Boutiquen und Eis in der Bar Schmitz). Ob der ausgewählte Gegner eine ausgezeichnete Wahl ist, wird sich zeigen. Die Belgier sind in den letzten Jahren nicht zuletzt wegen Weltklassespieler Kevin De Bruyne (von Manchester City) und einigen weiteren talentierten Kickern in den Reihen ein Geheimfavorit bei Welt- und Europameisterschaften gewesen, mehr am Ende aber auch nicht. Nach der letzten WM wurde Domenico Tedesco ihr Trainer. Wer in den letzten Jahren GEROLLTES aufmerksam verfolgte, wird wissen, dass ich vom ehemaligen Trainer von Schalke 04 - freundlich ausgedrückt – überhaupt nichts halte, trotzdem kann seine neue Mannschaft den deutschen Nationalkickern und ihrem Trainer, Hans-Dieter „Hansi“ Flick weh tun.

Im ersten Kader seit der verkorksten WM  ist im deutschen Kader tatsächlich wenig internationale Klasse zu finden. Abgesehen von allen drei Torhütern kann man eigentlich nur Kimmich, Goretzka, Wirtz und Havertz zu absoluten Top Spielern zählen (Musiala und Brandt sind verletzt, Sane wurde nicht nominiert), vor denen Fans anderer Länder zustimmend nicken würden, mit dem Rest kann man niemanden wirklich erschrecken. Schön wäre es, wenn Neulinge wie der AC Milan-Verteidiger Malick Thiaw (stieg mit Schalke vor zwei Jahren ab) überraschen würde, auch finde ich Felix Nmecha (VfL Wolfsburg) oder Kevin Schade (FC Brentford) gut, weil sie wenigstens unverbraucht sind. Die drei großen G, Ginter, Götze und Gnabry hätte ich bei einem Neuaufbau ehrlicherweise nicht mehr gebraucht. Aber es sind Flicks Entscheidungen, der nach seinem Karriereknick in Katar nun unter besonderer Beachtung steht. Das Beste am Festhalten an Flick ist im Augenblick die Tatsache, dass Domenico Tedesco so nicht sein Nachfolger werden konnte.

Bis Sonntag, 30. April Tschechow. Kirschgarten.

(Martin)

Manchmal stelle ich mir vor, dass es im Theater ein Sneak-Preview - so wie im Kino - gibt: hingehen und nicht wissen, was gespielt wird und sich dabei aber heimlich eigentlich was wünschen…Mein Wunsch wäre klar: Tschechow – am liebsten Alles!

Im Theater Willy Praml in der Naxoshalle gibt es jetzt einen Tschechow, den ‚Kirschgarten‘ und diese Inszenierung von Michael Weber hat und zeigt im Grunde Alles von Tschechow und der seinen Stücken innewohnenden bitterzarten Melancholie - so intensiv und so stark, dass es zum Weinen schön ist.

Wo anfangen zu rühmen?  Natürlich die Halle, die Bühne (auch Michael Weber), doch diesmal ‚andersrum‘, am hinteren Ende des eigentlichen Aufführungsraumes sitzt das Publikum und schaut auf eine Schneelandschaft, die in die Tiefe dahinfließt und es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat. 

In die Weite hinein entwickelt sich die Geschichte vom ‚Kirschgarten‘, der als Ort des verdichteten Lebens mit all seinen Kirschbäumen verkauft werden soll. Ein Clou der Inszenierung ist, dass diese Kirschbäume ‚leben‘ und dargestellt werden von Bewohner*innen des GDA-Altenstifts, gelegen gegenüber der Naxos-Halle. 

Die Besitzerin des Kirschgartens, Ljubow Andrejewna, samt der erweiterten Familie haben das Leben verpasst, sind an der jeweils eigenen Lebens-Haltestelle zurückgeblieben, sind von gesellschaftlichen Entwicklungen überrollt worden, Sicherheiten, Rollen und Konventionen wanken, lösen sich auf und es passt, wenn der Mensch als ‚universelle Fehlbesetzung‘ benannt wird.

Vielleicht ist diese Inszenierung eine riesige Erinnerungsarbeit an das Leben und das Sein überhaupt, das zunehmend und jeden Tag abhanden kommt. Wunderbar und zauberhaft, wie dabei unter der Schneelandschaft, verdeckt, vergegenständlichte Lebenserinnerungen verborgen liegen und wir mit hinein genommen werden in das Entdecken und Aufdecken von Bedeutung, von Vergangenem und Heutigen. 

Sensationell sind die Kostüme (Paula Kern) in ihren Zitaten, auch hier gespiegelt: historisches und pralles Leben. Und natürlich die Schauspieler*innen: neben u.a. Rebekka Waitz, Birgit Heuser, Jakob Gail und Reinhold Behling allen voran Anna Staab, die als Andrejewna und verglimmender Stern in verruchter Attitüde Glanz und Vergänglichkeit auf hochhackigen Pumps durch diese Kirschgarten-Welt trägt. Begleitet und gerahmt wird all dies durch Tschaikowskis Romanze in f-moll in verschiedenen Varianten.

Zum Ende, wenn die Schauspieler*innen durch den eigentlichen Zuschauerraum dorthin, wo wir sonst sitzen, in die Ferne abgehen, dann sind das natürlich auch wir: im Träumen, im Hoffen, im Scheitern, im nicht Wissen, im Suchen, im Wünschen, im Lieben, Sterben, im Lauf der Zeit… Willy Praml selbst spielt den Firs, den Lakai, einen Greis von 87 Jahren, der übrig bleibt und vergessen wird. Er bleibt allein zurück und hält einen Kirschzweig in der Hand, einen der blühen wird – was ein Bild! 

Weitere Infos und Tickets hier: https://theaterwillypraml.de/tschechow-kirschgarten-komoedie/

Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Vorstellungen am 24. - 26., 30. und 31. März, 14. – 16., 21. – 23., 28. und 30. April.
Foto: © Seweryn Zelazny

Freitag, 24. März: Portrait Désir

(Martin)

Dieudonné Niangouna / Compagnie Les Bruits de la Rue
Theater

Der Sprachmagier Dieudonné Niangouna kreiert mit „Portrait Désir“ ein fantasievolles, energiegeladenes Theaterstück mit mythologischen und historischen Frauenfiguren – von Medea über die westafrikanischen Königinnen Pokou und Nzinga, die kongolesische Prophetin Kimpa Vita bis hin zu Harriet Tubman – voller Farcen und Tragödien. Wie in den nächtlichen Erzählungen der Großmutter des Autors und Regisseurs, der diese fantastische Reise gewidmet ist, leben die Geister neben den Lebenden. 

Vier Schauspielerinnen, zwei Schauspieler und zwei Musiker erschaffen auf der Bühne eine polyphone musikalische Fabel, die von Dieudonné Niangounas opulenter, bildhafter, witziger, aufbrausender Sprache getragen wird.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/portrait-desir/

Freitag, 24. März um 19.00h
Mousonturm / Saal
Solidarisches Preissystem
Foto: © Christophe Raynaud de Lage

Freitag, 24. März: Of/ Der Sound Muss Jetzt Von Allen Gemacht Werden

(Andrea)

"Karl Marx wurde in Trier geboren. In Trier steht eine Europahalle. Weil Kraftwerk dort oder woanders einst für einen Augenblick ihre Rolex-Uhren vergaßen und eine Kiste in den Moshpit reichten, denken wir an Deichkind, die im Remmidemmi auf der Bühne ihr Mikro ans Publikum abgeben. Um es uns sofort danach wieder zu entreißen? Der Sound Muss Jetzt Von Allen Gemacht Werden. Solidarischste Improvisation von Matze Schmidt mit offenen Rändern. Mehr Infos und Soundbeispiel: http://matzeschmidt.de/. Ab 20 Uhr

Waggon am Kulturgleis, Mainufer, Höhe Isenburger Schloss, Offenbach. Nicht barrierefrei

Bis Samstag, 25. März: „Goldene Fäuste“ – Soziale Ungleichheit auf Theaterbühne

(Petra)

Über die Frankfurter Prärie herrscht das Kapital. Und im rauen Leben des Wilden Westen kämpfen alle nur ums eigene Überleben. Immer stärker prägt die Armut das Gesicht der alten Stadt. Doch in der Seilerei treffen sich die letzten Mutigen, die dieses Regime nicht mehr hinnehmen wollen: Eine Gruppe Cowboys und Cowgirls probt den Aufstand. Doch welche Chance haben sie, die Welt um sie herum zu verändern? Team Scharpff holt Alltagsexperten der Klassengesellschaft auf die Theaterbühne und verlegt ihre Geschichten von sozialer Ungleichheit in den Saloon. Dort treffen Menschen aufeinander, die in der Welt draußen selten miteinander ins Gespräch kommen. Im Western-Ambiente können Wahrheiten ausgesprochen und geheime Träume ausgelebt werden: vom Niederschießen der Großgrundbesetzerin bis zum Banküberfall…

Goldene Fäuste – Eine Theaterperformance aus der Prärie der sozialen Kälte, Community: Christiane Blumenberg, Jason Mayer, Andreas Jacek, Horst Nagel, Sabine Neis, Monika Plottnik, Holger Roll, Franziska Winter, Karin Zennig, Team/ Konzept: Heike Scharpff (Regie), Jan, Deck (Dramaturgie), Rahel Seitz (Bühne & Kostüm), Nicole Horny (Leitung Sprechchor, Performance), Josephine Findeisen (Choreographie, Performance), Burcak Konugman (Musik, Performance), Thea Steimer (Assistenz), Verena Strasser (Produktionsleitung), Filiz Dindin (Grafik), Julia Koch (PR), Ort: Alte Seilerei Frankfurt, Adresse: Offenbacher Landstr. 190, Vorstellungen am 23., 24. und 25.03., jeweils um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, Eintritt: solidarisches Preissystem , bitte per E-Mail reservieren

Freitag, 24. März. Of/ Hier leben. Sprache

(Andrea)

Ein spannendes Thema wird heute im Klingspor Museum besprochen: Hier leben. Sprache: Safiye Can und Uljana Wolf, diskutieren heute, um 19 Uhr im Klingspor Museum mit Moderator Martin Maria Schwarz aus verschiedenen Perspektiven die Rolle der Sprache im Leben und in der Kunst. Welche Rolle spielt die Sprache bei der Neu-Verortung in einem fremden Land? Welche Facetten hat die Arbeit mit der Sprache ganz konkret: als Übersetzerin oder als Autorin? Wie erleben die Autorinnen ihr jeweiliges Umfeld in Berlin, Offenbach und anderswo? Eintritt nach Wahl. Wie jeden Freitag ist Buchbar-Abend, die Buchbar beginnt um 18 Uhr.

klingspor Museum, Herrnstraße, Frankfurt

Freitag, 24. März: Nu Genea (Warm Up: Michael Rütten)

(Uwe)

Aus zwei Gründen mache ich auf diese Band aufmerksam: Sie singen (wenn sie mal singen, vieles läuft bei den Liedern, die ich gehört habe, instrumental) Italienisch (mag ich gerne) und sie haben einen Song im Repertoire, der nach anhaltender Dunkelheit Lust auf Sonne & Meer macht: Bar Mediterraneo. WDR schrieb über sie: Nu Genea - das ist ein Produzenten-Duo, das zur Band geworden ist. Lucio Aquilina und Massimo Di Lena schaffen auf "Bar Mediterraneo" einen cineastischen Retro-Dance-Sound, der die Disco-, Funk- und Folk-Historie Neapels kondensiert.

Wer noch gezweifelt hat, zum Konzert zu gehen, erhält nun ein weiteres Argument für´s Hingehen: Michael Rütten macht das Warm Up im Form eines DJ Sets (20-21 Uhr). Über Nu Genea schrieb er mit "für mich „Marechia“ der Song von ihnen, der alle in den Süden fliegt. Sollte ein Welthit werden, auch jetzt noch, in 2023. Vielleicht ist es der Song ja auch schon."

Zoom
F., Carl-Benz-Strasse 21
20 Uhr, 30€ zzgl. Gebühren
Foto: Zoom Homepage

Freitag, 24. März: Minoa

(Uwe)

Ich habe es an dieser Stelle schon einige Male geschrieben. Einer meiner Top10 Momente in meinem sehr bewegten Konzertleben geschah im Lotte Lindenberg: Der Niederländer Kim Janssen gab eine Zugabe, setzte sich an eine Orgel und sang den mit unbekannten Song "Drift". Ein Wahnsinn!

Im März kommt ein neuer, interessanter Act in den schönen Keller nach Sachsenhausen. Auf den acht Songs ihrer ersten Platte lässt Minoa aus Berlin ein Gespür für Songwriting und Melodien erkennen, wie es selten zu hören ist - und kleidet dieses in einen eigenwilligen, international anmutenden E-Gitarren-Sound, der sich vor den Großen der Szene wie Julia Jacklin, Big Thief, Angel Olsen, Soccer Mommy oder Snail Mail nicht zu verstecken braucht. Die stimmlichen Fähigkeiten der ausgebildeten Sängerin und Sprecherin sind von bestechender – und zutiefst berührender – Qualität. Sie sind auch in Bandbesetzung das Herz ihrer Live-Performance. Minoa wurde in Houston, Texas, geboren, ist in einem Dorf bei Hannover aufgewachsen und veröffentlichte im August 2022 ihr Debut-Album “Forward, Backward, Start Again” beim Berliner Label Listenrecords.

“Mir persönlich ist es ein absolutes Rätsel, warum diese Frau noch ein Geheimtipp ist und nicht schon längst weltweit gefeiert wird" - Raffaela Jungbauer, radioeins

“Wir sind hier große Fans […] der Gitarrensound alleine hat mich fertig gemacht […] eines der bestklingenden Gitarrenstücke der letzten Monate” - FluxFM Podcast Zuckerstückli

"intensiver, dramaturgisch geschickt gemachter Gitarren-Pop" - DLF Corso

Lotte Lindenberg
Frankfurt, Frankensteiner Str. 20
21:30 H
Ticketpreis 10,00 € & VVK-Gebühr 1,00 €

Foto: Lotte Lindenberg / Facebook

Freitag, 24. März: Of/ Triangle of Sadness

(Andrea)

.....und heute geht es beim Abschluss-Filmfest im Ladenkino grandios weiter! Wenn ihr Euch jetzt fragt, was, Abschluss?? Ja, der Laden Artefakt zieht um und damit auch das Ladenkino. Anja und Jürgen Bamberger ziehen in das neue Gebäude, das an der Stelle des Toys`R´us-Gebäudes in der Innenstadt entstanden ist, natürlich alles schöner, größer und mehr Möglichkeiten für Kultur. Kino wird nicht alles sein. Für heute und morgen hat unser Kinomatador Daniel B. eine hübsche Auswahl getroffen, heute läuft "Triangle of Sadness" den ich schon länger mal sehen will. Einlass & Bar ab 19 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr, Abendkasse 10 Euro, kein Vorverkauf

Kino im Laden Artefakt, Starkenburgring 2, Offenbach

Freitag 24. März: Gedenkveranstaltung

 

(Daniela)

„In der Tat war es auf diesen Märschen wahrscheinlicher zu sterben als zu überleben. […] Wenn jemand zu langsam war und irgendwann keine Kraft mehr hatte, um das Marschtempo zu halten, legte er sich in den Straßengraben und wurde von einem SS-Mann erschossen.“
— Andrzej Branecki -

So schilderte der Überlebende Andrzej Branecki den Todesmarsch, der auf die Auflösung des Konzentrationslagers folgte. Am 24. März 2023, dem Jahrestag des Todesmarsches, gedenken wir der Opfer des KZ „Katzbach“. Daher möchten wir zur gemeinsamen Gedenkveranstaltung einladen.

Unter anderem wird es einen Vortrag von Dr. Andrea Rudorff (Fritz Bauer Institut) zum Thema „Ausgebliebene Gerechtigkeit – Die Verbrechen an den Häftlingen der Adlerwerke vor Gericht” sowie eine Lesung mit Mitgliedern des Ensembles des Jungen Schauspiels Frankfurt geben.

Veranstalter:innen:
Geschichtsort Adlerwerke, Gallus Theater, Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim (LAGG e.V.), Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main e.V.

Gedenkveranstaltung

24. März 2023, 18:00 Uhr
Gallus Theater, Kleyerstraße 15, 60326 Frankfurt am Main

Noch bis 25. März: Tag der Druckkunst

(Daniela)

Die Westateliers von Maike Häusling, Ruth Luxenhofer und Michael Bloeck beteiligen sich mit neuen Druckgrafiken am Tag der Druckkunst.

Naturselbstdrucke, Kaltnadelradierungen und Monotypien werden in den großen Schaufenstern der Ateliers zu sehen sein.

Vom 11.- 25. März 2023, Täglich 24 Stunden

Nähere Infos auch hier:

https://www.tag-der-druckkunst.de/veranstaltungen/liste/details/unermuedliches-kraut-2022-naturselbstdrucke-serie-1126

https://www.tag-der-druckkunst.de/veranstaltungen/liste/details/ausstellung-experimetelle-kaltnadelradierung-1079

https://www.tag-der-druckkunst.de/veranstaltungen/liste/details/abgrund-ausstellung-monotypien-und-siebdrucke-von-michael-bloeck-966

Ausstellung im Schaufenster meines Ateliers Langenhainer Str. 25 / Ecke Idsteiner Str, 60326 Frankfurt am Main

11. - 25. März 2023, täglich 24 Stunden

Eine Ausstellung im Rahmen des Tages der Druckkunst

Samstag, 25. März: OF und FFM/ Vernissage & Aftershow-Party: "Sagana"

(Andrea)

Ein hübsches Programm haben sich die Macher zur Vernissage der Ausstellung des afrikanischen Künstlers Liby Lougué ausgedacht: Die Kunst gibt es bei Moogoo in der Gwinnerstraße und die Party in der wirklich famosen Grace Studiobar im Offenbacher Nordend.

"Logué wurde 1987 in Ouagadougou (Burkina Faso) geboren, gehört der neuen Generation von afrikanischen Künstler:innen an, die immer mehr versucht, sich in einer vom weißen und westlichen Blick dominierten Kunstwelt zu behaupten. Diese Generation steht für ein sich im Wandel befindendes Afrika, das der Globalisierung und der Konsumgesellschaft ausgesetzt ist. Heute wächst der Einfluss der afrikanischen Kunst in die zeitgenössischen Kunstwelt stetig, mit dem Ziel – nun befreit von einer primitiven Ideologie – einfach nur noch die Schönheit, die Geschichte und die Kultur(en) Afrikas zu zeigen. Liby Lougué wird in Frankfurt/Main vom 15. bis 30. März 2023 bei Moogoo residieren und in der Gwinnerstraße 46 malen und ausstellen. Er wird seine Werke im Rahmen einer Ausstellung und einer Vernissage präsentieren, die er am 25. März ab 18 Uhr selbst begleiten wird und die bis zum 15. April zu besichtigen sein wird.

Weitere Informationen zur Residenz, über den Künstler Liby Lougué findet ihr hier: https://www.moogoo-fine-art.com/austellung-liby-lougue

18 Uhr : Moogoo Creative Africa, Gwinnerstraße 46, Frankfurt
22 Uhr: Grace Studio Bar, Ludwigstraße 187, Offenbach

Samstag, 25. März: Of/ Nachbarschafts-Flohmarkt auf dem Mathildenplatz

(Andrea)

Julia hat zusammen mit den Leuten vom Nachbär einen Flohmarkt organisiert: Von 13 bis 18 Uhr kann auf dem Mathildenplatz nach Herzenslust gebummelt, getrödelt und gefeilscht werden. Neben vielen abwechslungsreichen Ständen ist natürlich auch für leckeres selbstgemachtes Fingerfood, Getränke sowie kreativen Kinderspaß gesorgt.

Mathildenplatz, Offenbach

Samstag, 25. März: FFM/ Flamenco

(Andrea)

Trüber kann ein Frühlingsanfang kaum sein, herrje, hängen die Wolken tief! Gut, dass Fluccio morgen einen kleinen Sonnenzauber veranstaltet: "Der in Syrien geborene Ausnahme Musiker Mohanad Almoslli schafft es mit der Leichtigkeit eines Flamenco Gitarristen einen Raum mit Atmosphäre zu füllen . Wer auf spanische Gitarre und romantische kraftvolle Klänge steht, ist hier goldrichtig ! Die Konzerte im Korridor sind exklusiv und sehr nah an der Performance der auftretenden Künstler . Flamenco Gitarre im " Zehnkampfmodus " hautnah Reservierung wegen begrenztem Platz dringend erbeten unter fluccio@t-online.de

Korridor, Schulstraße 30, Frankfurt

Samstag, 25. März: Of/ Mittagsstunde

(Andrea)

Ein Wiedersehen mit Charly Hübner! Möglich beim wirklich letzten Ladenkino im Starkenburgring vor dem Umzug in die Innenstadt. Für den Abend hat Daniel "Mittagstunde" ausgewählt: "Als seine Großmutter Ella (Hildegard Schmahl) zusehends verwirrter wird und sein Großvater Sönke (Peter Franke) sich einfach nicht von seiner Kneipe, dem Dorfkrug, trennen will, sieht der 47-jährige Ingwer Feddersen (Charly Hübner) die Zeit gekommen, wieder in sein Heimatdorf zurückzukehren. Der Dorfkrug ist nicht mehr das, was er einst war – doch das trifft auf das ganze Dorf zu. Ingwer fragt sich, wann genau der Zeitpunkt war, an dem es mit dem Dorf Brinkebüll bergab ging? War es in den 1970ern, als nach der Flurbereinigung die Hecken und dann auch die Vögel verschwanden? Als immer größere Landwirtschaftsbetriebe gebaut wurden, sodass kleinere weichen mussten? Ist vielleicht er schuld, weil er seinen Großvater mit der Gastronomie alleine ließ, um in Kiel zu studieren?" Einlass & Bar ab 19 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr, Abendkasse 10 Euro, kein Vorverkauf

Kino im Laden Artefakt, Starkenburgring 2, Offenbach

Samstag, 25. März: Of/ House of Gucci

(Andrea)

Außerdem zeigt Nic heute "House of Gucci", ein grandioser Film! Ich habe ihn zwar schon gesehen, aber was spricht gegen ein zweites Mal, Story und Darsteller sind einfach zu gut: "Im Jahr 1978 trifft Patrizia Reggiani, eine Außenstehende von bescheidener Herkunft, Maurizio Gucci. Nachdem sie ihn verführt hat, heiraten sie, und Patricia wird ein Teil der berühmten Gucci-Familie. Als sie schwanger wird, hofft sie, damit die Unruhen innerhalb der Familie zu begraben. Doch Patricias zügelloser Ehrgeiz führt die Gucci-Familie in den Abgrund: Es kommt zu Verrat, Dekadenz, Rache und Mord."

Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr Filmklubb, Isenburgring 36HH, Offenbach

Samstag 25. März: „Stadt-Blicke“ am SaTOURday

(Daniela)

Im Stadtlabor untersucht das Museum die Stadt, zusammen mit den Menschen, die hier leben und arbeiten. Das Museum will wissen, wie sie die Stadt sehen, was sie mögen und was ihnen Probleme bereitet. Das Stadtlabor ist die Schnittstelle des HMF zur Stadt und ihrer Bevölkerung.

Unterschiedliche und sehr persönliche Beiträge in der laufenden Ausstellung behandeln den stetigen Wandel der Stadt: Was macht Frankfurt für mich aus? Wie wollen wir in dieser Stadt leben? Im Prozess der Beschäftigung mit diesen Fragen gewannen alle Beteiligten ein ganz besonderes „Frankfurt-Know-how“, das in „Stadt-Blicke. Eine subjektive Frankfurt Kartographie“ bis zum 10. April gezeigt wird.

Am morgigen SaTOURday – Samstag, den 25. Februar von 15 bis 17 Uhr – bietet das Historische Museum vertiefende Einblicke in die aktuelle Ausstellung des Stadtlabors. Mehrere der über 80 Stadtlaborant*innen sind anwesend und präsentieren ihre Beiträge:

Sibylle Lienhart, die als Urban Sketcherin die Hauptwache mehrere Tage lang beobachtet und skizziert hat; die Künstlerin Leonore Poth begleitete über einen Zeitraum von vier Monaten die Baustelle zwischen Langer Straße, Breiter Gasse und Allerheiligenstraße und kondensierte ihre Eindrücke in Form von Pastellkreidezeichnungen.

Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen zum Stadtlabor stehen hier

Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
@ HMF, Horst Ziegenfusz

Samstag 25. März: Harald De Bary: Vom Charme der Eigenständigkeit

(Daniela)

Der Kulturverein Literatur im Stadtteil (LiS) eV im Frankfurter Nordend
lädt ein zu einer Veranstaltung in den Räumen des Buchladen Land in Sicht  -
Harald De Bary: Vom Charme der Eigenständigkeit
Ausstellungseröffnung mit einer Einführung von Theo Zacharias

Harald De Bary - ein ungemein eigenständiger Vertreter einer lose als
"Informel" bezeichneten Kunstrichtung, die eigentlich keine Richtung sein will, sondern
sich vor allem durch eine Offenheit gegenüber jeglicher Art von Festsetzungen
auszeichnet: Es gibt kein Gründungsmanifest, keinen Kanon an formalen
Kriterien, keine Künstlergemeinschaft.

Harald de Bary (1935 – 2019) entstammt einer angesehenen Frankfurter
Patrizierfamilie, deren Ursprung zurückgeht auf hugenottische Auswanderer aus Tournai.
Von an Abstrakten Expressionismus gemahnenden ersten Versuchen in den 50er
Jahren ausgehend wurde er maßgeblich geprägt durch sein Studium an der
Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Heinrich Wildemann. Mit
insgesamt etwa 3.500 Werken war der Künstler ungemein produktiv. Er lebte und
arbeitete in Frankfurt und in Irland.

Land ins Sicht, Rotteckstraße 13 - 60316 Frankfurt
Vernissage: 18 Uhr

Samstag, 25. März: The Fe.Male Trail (Ein Nick Cave-Abend)

(Martin)

Mit Text und Musik von Katharina Bach und Band Bitchboy

Yeah! Sie ist wieder da! La Bach ist zurück in Frankfurt!

Das Schauspiel wird gerockt und Katharina Bach und die Bitchboys zeigen im Schauspiel Frankfurt ein Rockkonzert, das eines ist und gleichsam auch ein super lohnende Theaterperormance!

„Ein Rockkonzert. Mit allem Drum und Dran, samt einer ausgepichten Lichtinszenierung und zum Schluss hin auch einem pompös monumentalen Gebrauch der zur Theatermaschinerie gehörenden Hub-Podien. [...] Katharina Bach ist in dieser Rolle eine Bühnenerscheinung, die einen nicht loslässt, und sie vermag es, Glam auszustrahlen. Das wirkt von der ersten bis zur letzten Minute ungebrochen wie ein »authentisches« Konzert. [...] die Frau ist eine fantastische Sängerin und sie macht alles fulminant. [...] Das ist ein großer Abend, keine Frage.“ – Das schrieb die Offenbach Post.

Und die FAZ berichtete:Ein ziemlich großartiger Abend. [...] Katharina Bach verblüfft als Sängerin, sie ist aber auch eine Schauspielerin, die eine Sängerin spielt, und darüber hinaus eine schillernde Figur, die sich nicht auf einen bestimmten Charakter festlegen lässt [...]. Die Cave-Lieder scheinen wie für Bach geschrieben.“

Anderthalb Stunden wird das Große Haus des Schauspiel Frankfurt zur Konzerthalle. Und am Schluss sprang in der Premiere das Publikum auf und es gab Standing Ovations, riesigen Applaus und Fußgetrampel für Katharina Bach, die Bitchboys und eine Show, eine Inszenierung, die so noch nie zu sehen war. Grandios und keinesfalls verpassen!

Der Vorverkauf hat scho begonnen. Schnell Tickets sichern!

Samstag, 25. März, im Schauspiel Frankfurt.

Foto: © Robert Schittko

Samstag, 25. März: Trittenbude (Support: Nashi 44)

(Uwe)

Der Begriff „Frittenbude“ ist bei mir positiv besetzt. Warum? Wir hatten damals in Goddelau eine auf dem Kerweplatz stehen und da bin ich gerne eingekehrt (obwohl es bei uns zuhause immer ausrechend zu essen gab), aß Pommes und hörte den alten Biertrinkern genüsslich beim Geschichtenerzählen zu. Das hat natürlich mit dem Duo Frittenbude nichts zu tun, die jetzt ins Zoom kommen.

Über sie seht auf der Homepage des Zoom: Frittenbude kommen wie immer wieder zurück zu dir und gehen auch in 2023 erstmal ordentlich auf Tour. Wie schon auf der jüngst erschienenen kleinen bis großen Technopunk Hymne ‘Sandradome’ wird alles plattgewalzt, was sich entgegenstellt. Das ganze Frühjahr steht im Sternzeichen der Eskalation. Haben wir nicht alle langsam wieder Bock auf Ekstase und schnellen und heissen Scheiss? Zwischen Blitzlicht und Nebel, zwischen Bass und Boykott da finden wir uns wieder in ewiger Glückseligkeit. Zwölf Städte, zwölf diskokugelartige Abrissbirnen die Frittenbude höchstselbst mit dem Basslaster von Nacht zu Nacht manövrieren. Ist da etwa ein Album in Sicht? Hajo <3

Zoom
F., Carl-Benz-Strasse 21
20 Uhr, 25€ zzgl. Gebühren
Foto: Zoom Homepage

Samstag 25. März: Der Widerspenstigen Zähmung

(Daniela)

Mirjam hat uns folgende Empfehlung geschickt:

Der Widerspenstigen Zähmung nach William Shakespeare
Shakespeare Company Coelln in Kooperation mit der Universität Köln „First Folio 1623“ und dem Internationalen Theater Frankfurt

400 Jahre First Folio - Mr. William Shakespeares Comedies, Histories & Tragedies
William Shakespeares legendäre erste Gesamtausgabe feiert ihren 400. Geburtstag. Das Jubiläum wird international: Überall auf der Welt zeigen Institutionen ihre First Folios. So auch wir zeigen Ihnen in Rahmen "400 Jahre First Folio" die folgenden wunderbaren Stücke.!


DER  WIDERSPENSTIGEN  ZÄHMUNG nach William ShakespeareThe Taming of the ShrewStratford-upon-Avon  um 1592Regie & Textfassung: Hans-Peter Speicher"SHAKESPEARE HAT UNS VOR ÜBER 400 JAHREN DIE SUPPE EINGE-BROCKT - WIR LÖFFELN SIE AUS"Die Welt ist für William Shakespeare eine Bühne und wir alle spielen auf ihr nur eine Rolle. Die bereits im Original vorhandene Rahmenhandlung macht das Stück zum Theater auf dem Theater.

Doch worum geht es nun in dieser Komödie?  Lucentio - ein junger Student - kommt nach Padua. Sein erster Blick fällt auf die bezaubernde Bianca, die er gern zur Frau hätte. Dabei gibt es allerdings einen Haken: ihr Vater will die jüngere Tochter erst dann verheiraten, wenn auch die ältere Katharina einen Mann fürs Leben gefunden hat. Um Bianca zu gewinnen, muss Lucentio deshalb nicht nur die Mitbewerber Hortensio und Gremio aus dem Weg räumen, sondern auch einen Ehemann für die widerspenstige Katharina finden, die ihr Herz auf der Zunge trägt und die mit ihrer Art jeden Mann vertreibt.

Shakespeares erste große Komödie mit ihrer provokativen Komplexität ist sicherlich sein umstrittenstes Drama mit einer nicht abreißen wollenden Diskussion über die Geschlechterrollen, die unweigerlich mit jeder Inszenierung erneut aufflammt. Sie reflektiert die Angst der Männergesellschaft vor selbstständig denkenden Frauen. Dem Publikum wird überlassen, wie es den Schluss des ewigen Kampfes zwischen Mann und Frau, das Spiel von der Un-/ Gleichheit der Geschlechter deuten will. Vielleicht schließt es sich ja Michael Bogdanov - Regisseur in Stratford - an, der Shakespeare schlicht zum Feministen erklärt.

25.03. (20 Uhr) + 26.03. (18 Uhr)

Internationales Theater FrankfurtHanauer Landstr. 5 - 7 (Zoo-Passage), 60314 Frankfurt/Main

Mehr Infos.

Samstag, 25. & Sonntag, 26. März: Johannis-Passion BWV 245

(Martin)

BR Klassik listet die Johannes Passion unter den Top 99 der Alten Musik und schreibt: „Fast genau 300 Jahre nach ihrer Uraufführung ist Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion immer noch eines der ergreifendsten und zugleich dramaturgisch effektvollsten Werke der Musikgeschichte. Aus dem Evangelien-Bericht vom Leiden und Sterben Christi wird hier eine Tragödie voller Schmerz und barocker Farbenpracht.

Die Frankfurter Kantorei bringt mit dem Orchester Camerata Frankfurt passend zur Jahreszeit die Johannes-Passion zur Aufführung. Spannend wird es u.a. Philipp Mathmann, einen sensationellen Counter-Tenor, der in Wiesbaden in der Oper Babylon zu erleben war, als Sopran zu hören. 

Hier geht’s zu den Tickets: http://www.frankfurterkantorei.de/seiten/deutsch/die_konzerte.htm

Samstag, 25. März um 19.30 Uhr und
Sonntag, 26. März um 18.00h
Heiliggeistkirche im Frankfurter Dominikanerkloster

Foto: © Frankfurter Kantorei

Samstag 25. + Sonntag 26. März: Familienkonzert „Pippi, Karlsson & Co.“

(Daniela)

Eine der berühmtesten Figuren von Astrid Lindgren steht im Zentrum dieses Familienkonzerts der hr-Bigband. Erzählt und moderiert von Niels Kaiser und Elke Ottenschläger und gesungen von Elke Diepenbeck. Die hr-Bigband ist voll dabei, live und mit sattem Big-Band-Sound!

Altersempfehung: ab 6 Jahren

Pippi Langstrumpf macht sich die Welt widewide-wie sie ihr gefällt. Kein Wunder, dass bei der rothaarigen Kinderbuchheldin mit den abstehenden Zöpfen so manche Gleichung nicht ganz aufgeht. Denn Pippi ist nicht nur stark, sondern hat auch ihre ganz eigene Logik.

Da kann es schon mal vorkommen, dass Polizisten vor der Neunjährigen Reißaus nehmen, Nägel in der Suppe zur leckeren Delikatesse werden und gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Immer mit von der Partie: ihr Äffchen Herr Nilsson und ihr Pferd Kleiner Onkel.

Doch auch Karlsson, Michel, Madita & Co. dürfen in den Geschichten von Astrid Lindgren natürlich nicht fehlen. Unterstützt werden sie alle von den Musikern der hr-Bigband. Elke Ottenschläger und Niels Kaiser erzählen, Elke Diepenbeck singt, die Kinder lernen jede Menge (un)sinnige Tipps und Tricks fürs Leben und die Erwachsenen fragen sich: Wären wir nicht alle gerne ein bisschen mehr wie Pippi?

Tickets: https://www.hr-ticketcenter.de/

Sonntag 26. März: Sammlerbörse im Eintracht Frankfurt Museum


Nach drei Jahren Coronapause gibt es endlich wieder eine Sammlerbörse im Eintracht Frankfurt Museum. Am Sonntag, 26. März, bieten 40 Händler aus ganz Deutschland ihre Schätze zum Kauf oder Tausch. Zu erwerben gibt es Fanartikel, Trikots, Sammelbilder, Autogramme, Anstecknadeln, Bücher, Schals, Aufkleber, Wimpel und vieles mehr.

Um 11 Uhr kommt Ralf Falkenmayer zur Autogrammstunde. Falke, der jüngst seinen 60. Geburtstag gefeiert hat, spielte in den 1980er und 1990er Jahren für die Eintracht und Bayer 04 Leverkusen und absolvierte insgesamt 385 Ligaspiele, in denen er 37 Tore erzielte. Vier Mal spielte Ralf Falkenmayer in der Deutschen A-Nationalmannschaft.

Die Sammlerbörse findet von 10 bis 14 Uhr statt. Tischreservierungen sind leider nicht mehr möglich. Der Eintritt ist frei!
 

·         Start: Sonntag, 26. März, 10 Uhr.

·         Eintritt: frei. 

Sonntag, 26. März: 59. Naxos Hallenkonzertn Sincrone. Fabrik Quartet

(Martin)

Das Frankfurt-basierte Fabrik Quartet widmet sich intensiv der Verbreitung des zeitgenössischen Repertoires. Die Musiker:innen formierten sich aus den Reihen der IEMA 2021/22 neu zum Streichquartett, haben bereits etliche internationale Wettbewerbe gewonnen und treten in ganz Europa auf. Im Programm dieses Naxos Hallenkonzertes stehen u.a. das Quartett „im Andenken“ (2007) von Sarah Nemtsov, die deutsche Erstaufführung eines Werkes des valencianischen Komponisten José Luis Escrivà Córdoba und das erste Streichquartett von Rebecca Saunders. Titelgebend ist Luciano Berio Quartett Sincronie (1968).

Das Fabrik Quartet sind: Federico Ceppetelli & Adam Woodward – Violine, Jacobo Diaz Robledillo – Viola und Elena Cappelletti – Violoncello

Hier das genaue Programm: Luciano Berio (1925-2003) – Sincronie (1964) 
Jose Luis Escrivà Córdoba (1984) – Més enllà de la quarta dimensió (2023, Deutsche Erstaufführung)
Franz Schubert (1797-1828) – Streichquartett D703 – 2. Satz: Andante (Fragment)
Sarah Nemtsov (1980) – Im Andenken (2007) – nach dem Fragment Andante aus Schuberts Streichquartett D703
Rebecca Saunders (1967) – Fletch (2012)

Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/
Sonntag, 26. März um 11.00h: 59. Naxos Hallenkonzert, Naxos Halle

Sonntag, 26. März: Nachverdichtung. Ein Häuschenkampf

(Martin)

Eine Komödie für Frankfurter und andere Wohnungssuchende!
Uraufführung

Als ich die Frühkritik von Natascha Pflaumbaum auf hr2 gehört habe – Natascha Pflaumbaum hat sich kaputt gelacht und das macht Natascha Pflaumbaum nicht so oft im Theater, zumindest berichtet sie nicht davon – dachte ich: ab in die Volksbühne zu ‚Nachverdichtung. Ein Häuschenkampf. 

Wer Natascha Pflaumbaum lachen hören möchte, der kann das hier: https://www.hr2.de/programm/tag-fruehkritik-100.html

Der Abend ‚Nachversdichtung. Ein Häuschenkampf.‘ scheint sich zu lohnen. Die FR schreibt: „Wenn scherzen, dann mit Wumms: Der Kabarettist und Autor Rainer Dachselt nimmt sich aktueller Themen und Empfindlichkeiten gern mit kräftigen, aber doch auch lustig klimpernden Worten an. Reime stößt er nicht von der Bettkante, wenn sie sich denn anbieten. Ein Johanniskraut, das sich zu sprechen traut, gibt es etwa im jüngsten, in der Frankfurter Volksbühne uraufgeführten Vier-Personen-Stück „Nachverdichtung. Ein Häuschenkampf“. Denn während Häuschenbesitzerin Marion von einer Praxis am Stadtrand träumt und darum ihr Zuhause in zentraler Frankfurter Lage verkaufen möchte (dann wieder nicht, dann wieder doch), hängt sich ihre Tochter Lara voll rein beim wilden Aussäen und liebevollen Pflegen von Pflanzen im Stadtraum. Aber ein Pflanzenmörder geht um, die Kamille ist bereits tot und statt des Waldmeisters liegt da nur ein Zettel: „Danke für die Bowle“.

Wenn das kein Grund ist, die Nerven zu verlieren. Lara jedenfalls verliert sie beim Guerilla Gardening regelmäßig (Hortensien? Geht’s noch! Da geht doch keine Biene ran). Da haben sie und ihre Mitkämpferinnen leider auch keine Kapazitäten mehr, Marions Häuschen zu besetzen. Schließlich müssen sie Wache schieben wegen des Pflanzenmörders.“

Wer Lust auf Lachen hat (und das sind hoffentlich viele…) sollte in die Volksbühne gehen. 

Tickets gibt’s hier: https://volksbuehne.net/programm/nachverdichtung

Sonntag, 26. März
um 17.00h
Volksbühne im Großen Hirschgraben, Großer Hirschgraben 19

Foto: © Homepage Volksbühne im Großen Hirschgraben

Sonntag, 26. März: Lokal Listener

(Uwe)

Der Lokal Listener ist und bleibt mein Lieblingsformat, das auch außerhalb des Lokals des Mousonturms sehr gut funktioniert. Nun kommt Wolf Schubert-K. ins Massif Central. Über ihn schrieb ich neulich hier, weil er ein Konzert in der Brotfabrik spielte.

Von Gregors Seite klaute ich folgende Beschreibung über ihn: Blues, Folk und Country aus Deutschland? Aus Frankfurt? Ja, den gibt es, und zwar in seiner schönsten Form, wenn Wolf Schubert-K. die Bühne betritt. Der Musiker, der schon in den 1990ern mit „Alternative Country“ von sich reden machte, ist gerade wieder mit einem neuen Album unterwegs: „Sad Songs Vol.1“. Der Titel versteht sich mit einem gewissen Humor gedacht, aber es ist auch die Freude darüber, wie glücklich einen das Singen trauriger Lieder machen kann. Wolf Schubert-K. spricht von sich selbst als überzeugten Individualisten und Independent-Künstler. Er will eigentlich keine Schubladen – aber Folkmusik, das ist einfach das, an vielen Stellen bei ihm herauskommt. Der Frankfurter Singer-Songwriter bringt auch gleich seine Band mit, die mit Julia Embers (auch bekannt als Sängerin bei „Romie“) als Sängerin und Bassistin und Steffen Huther mit Gitarre und Dobro den richtigen Sound für diese Matinee liefern wird.

Massif Central
F., Eschersheimer Landstraße 28
11:00 Uhr
Eintritt: € 20,- (Fördererpreis) € 10,- (normal) € 5,- (ermäßigt für Schüler/Studierende), Tickets gibt’s vor Ort an der Kasse., Reservierungen per Mail an: gregorpraml@me.com
Foto: To Kühne

Dienstag, 28. März: Anna Kim im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)

Heute geht es im Literaturhaus Frankfurt um die Folgen von Segregation und Diskriminierung: Die Autorin Anna Kim bringt sich ein in die Debatte um die so wirkmächtige wie fatale Idee von "Rasse". Denn die prägt bis heute unsere Gesellschaften bis in die privaten Räume. Die Rasse-Idee entzweit, verhindert, diktiert. Geboren in Südkorea, verbrachte Kim ihre Kindheit und Jugend in Deutschland und Österreich, bevor sie in Wien unter anderem Philosophie studierte und mit dem Schreiben begann. Auf wahrer Begebenheit beruhend erzählt ihr fünfter Roman „Geschichte eines Kindes“, nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022, von Ereignissen vor 70 Jahren: In einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Wisconsin bringt im Juli 1953 die zwanzigjährige Telefonistin Carol Truttman einen Jungen zur Welt, den sie zur Adoption freigibt. Bald sehen sich die betreuenden Kinderschwestern mit einem aus ihrer Sicht schwerwiegenden Verdacht konfrontiert: Das Baby scheint, anders als von der Mutter angegeben, nicht „weiß“ zu sein, sondern, wie es in der Behördensprache der damaligen Zeit heißt, „indianisch“, „polnisch“ oder „negrid“ – ein Skandal zur Zeit der Rassentrennung.

Foto: Anna Kim©LH FFM

Anna Kim: Geschichte eines Kindes, Hybridveranstaltung, Moderation: Jan Wiele (F.A.Z.), Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 9 (6) Euro, Streamingticket 5 Euro  (Streaming-Abo 50 Euro für 20 Veranstaltungen)

Mittwoch, 29. März: Vernissage „This is Us 2023“ + Ausstellung bis Sonntag, 11. Juni im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Für die vierte Überblicksschau „And this is Us 2023“ sind 11 junge Künstlerinnen und Künstler in den Frankfurter Kunstverein eingezogen. In den Wochen vor der Ausstellungseröffnung haben sie in den Räumen gearbeitet und dort ihre temporären Werkstätten aufgebaut. Dabei entstanden sind neue großformatige Werke. Die Ausstellung hat sich zu einer sichtbaren Bühne für zeitgenössische Nachwuchstalente entwickelt, die an der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt und der Hochschule für Gestaltung Offenbach studieren oder gerade absolviert haben. Mit eigens für den Frankfurter Kunstverein produzierten Werken zeichnen sie ein vielstimmiges Bild der Fragen junger Menschen an die Vielschichtigkeit von Identitätssuche, an unsere Gesellschaft und die Zukunft.

And This is Us 2023: Junge Kunst aus Frankfurt, Ausstellung, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus am Römerberg, Vernissage um 19 Uhr, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags: 11 - 19 Uhr, donnerstags: 11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro

Donnerstag 30. März & 2. April: Hiob

(Martin)

Nach Joseph Roth - Schauspiel

Die Inszenierungen von Johanna Wehner sind nicht nur einfach Schauspiel, es sind Kompositionen, in denen Sprache zu Musik wird…

Der fromme jüdische Lehrer Mendel Singer lebt mit seiner Familie im Russischen Reich. Diesen »einfachen Mann« schickt Joseph Roth in seinem Roman auf eine Odyssee: Mendels jüngster Sohn kommt schwer krank zur Welt, der älteste geht zum Militär, der mittlere verlässt die Heimat in Richtung Amerika. Als sich die Tochter mit den Kosaken einlässt, beschließt Mendel, ebenfalls zu emigrieren und mit ihr und seiner Frau in New York das Glück zu suchen. Schweren Herzens lassen sie den kranken Sohn zurück. Doch Mendel findet weder Heimat noch Glück. Im Gegenteil: Er verliert beide Söhne im Krieg, die Frau stirbt, die Tochter wird wahnsinnig. Verzweifelt sagt Mendel sich von dem los, was ihm geblieben ist: von seinem Gott. Und dann bringt eine Melodie ein unfassbares Wunder mit sich…

Das Strandgut schrieb nach der Premiere: »Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Stefan Graf, Agnes Kammerer, Nils Kreutinger, Christoph Pütthoff und Matthias Redlhammer in zurückhaltend historisierenden Kostümen werfen sich die Rollen zu wie Bälle, turnen bewegt über die Bühne. Ganz allmählich festigen sich die Konturen des Personenensembles, doch eines bleibt kollektiv herausgespielt: das Gedächtnis, die Erinnerung. Der Wechsel zwischen Erzähltem und Dramatisiertem gelingt, die Vielstimmigkeit von Perspektiven wird sichtbar; der Zauber der Sprache er schillert. […] Es gelingen aber immer wieder herzzerreißende, exquisite Miniaturen, so wie Heidi Ecks als Deborah die Flucht verweigert, weil sie ihr krankes Kind nicht zurück lassen will, so wie Christoph Pütthoff die Moderne in New York beschreit, bebrüllt gar, so wie Matthias RedIhammer letztendlich vom Glauben abfällt, um dann doch ein Wunder zu erleben. Unterstützt von einer feinen Lichtregie, ist es vor allem die klug austarierte Rhythmik, die die Inszenierung trägt.«

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/hiob/1322/

Donnerstag, 30. März und Sonntag, 2. April um jeweils 19.30h
Schauspiel Frankfurt, Großes Haus.

Foto: © Birgit Hupfeld

Donnerstag 30.3.-1.4.: Future Grounds. Songs for the feeling of knowing.

(Daniela)

Future Grounds. lädt in einen Kosmos von Vorhersagen und Prognosen ein und nimmt verschiedene Forecast-Systeme unter eine klanglich-performative Lupe. 

Wie entstehen Vorhersagen? Wie beeinflussen sie unsere Gegenwart, unser Handeln und die Vorstellungen von Zukunft? Welche Rolle spielen Imagination, Interpretation, Vorurteile und künstliche Intelligenz in der Entstehung von Vorhersagen? 

Julia Novacek entwickelt mit ihrem Team einen dokumentarisch-musikalischen Abend, in dem Musik, KI Systeme und Dokumentarfilm in einer orchestralen Anordnung zusammenfinden. 

Glitches, Verschiebungen und Fehler entstehen und werden in den Abend geflochten. Im Sinne der Autorin und Kuratorin Legacy Russel können Glitches als Verschiebungen, Formen der Verweigerung verstanden und gelesen werden. Sie zeigen ein Dazwischen auf und bieten Möglichkeiten, aus bestehenden, festen Systemen auszubrechen.

Prognosemärkte, Klimaforschung, Risikomanagement, Hirnforschung und Wahrsagerei fügen sich dabei in der großen Fabrikhalle der Alten Seilerei zu einem Forschungsfeld zusammen. Für das Projekt arbeitet das Team mit Expertinnen aus Frankfurt zusammen. U.A. mit Anna Possner (Atmosphärenwissenschaftlerin, Universität Frankfurt), Gözem Turan (Entwicklungspsychologin, Universität Frankfurt), Angela Grötsch (Hellseherin). Sie erzählen, welche Bedeutung Vorhersagen in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern haben und wie diese getroffen werden können, welche Parameter bedeutend sind und welche Rolle Visualisierungen dabei spielen. 

Der Komponist und Performer Elischa Kaminer schreibt Musik für elektronische und akustische Instrumente, Künstliche Intelligenz und Stimme: Die Perkussionistin Angela Wai-Nok Hui, ausgestattet mit einem Motion Capture Suit, der ihre musikalischen Bewegungen ins Digitale übersetzt, und die Sängerin Sophie Wenzel erweitern sich zu einem hybriden Klangkörper und vertonen Zukunftsprognosen, erzeugen Noise und lassen sich, zusammen mit dem Publikum, die Zukunft durch ein KI-Orakel voraussagen. 

Die Medienkünstlerin Eni Brandner entwirft Animationen und lässt digitale Wolken und spekulative Bilder, von künstlichen Intelligenzen erstellt, auf den Wänden der Fabrikhalle des Netzwerk Seilerei vorbeiziehen. Sie ergänzen das Setting um die von Artemiy Shokin geschaffenen Objekte und räumlichen Interventionen.

In diesem Spekulationsraum kommen die unterschiedlichen künstlerischen und wissenschaftlichen Stimmen in einem musikalischen Ensemble zusammen. Sie ergänzen sich, finden (Dis-)Harmonien und verweben sich zu einem klanglich und thematisch verheißungsvollen Netzwerk.

Netzwerk Seilerei, Offenbacher Landstraße 190 https://netzwerk-seilerei.net/

Termine:
Donnerstag, 30.03.2023, 20h  (Premiere), Freitag, 31.03.2023, 20h, Samstag, 01.04.2023, 20h 

Tickets: Ticketreservierungen und Infos zur Produktion: projects@julianovacek.com

Donnerstag, 30. März: FFM/ Das Lufer-Haus

(Andrea)

Im Klappentext steht "Wer den Gruselfilm „Blair Witch Projekt“ mochte, wird dieses Hörspiel lieben […]“ (Spiegel Online, 2012). Ist schon ein paar Tage her, aber natürlich erinnere ich mich. "We are here, hungry, cold...and hunted". Wacklige Kameraführung, schwarz-weiß, drei Studenten, die der Sage einer Hexe auf den Grund gehen wollten und verschwanden. Jetzt kommt mit "Lufer-Haus" eine ähnliche Geschichte, glücklicherweise als Hörspiel (ich bin nach dieser Art Filmen am Ende nervlich immer fix und fertig. Aber es macht trotzdem Spaß) in die Batschkapp.

"Im Jahr 2008 verbringt ein parapsychologisches Forscherteam einige Tage im legendären Spukhaus der Familie Lufer und verschwindet dort spurlos. Lediglich die kürzlich aufgefundenen Tonaufnahmen der Expedition liefern ein verstörendes Zeugnis der Geschehnisse.
Dieses Hörspiel ist anders als andere Hörspiele – schonungslos, real und authentisch eröffnet diese dokumentarische Erzählweise eine neue Dimension des Horrors. Die Batschkapp wird nun zum Ort des Geschehens und Autor und Regisseur Kai Schwind inszeniert mit allen Mitteln der Tonkunst ein ganz besonders packendes Live-Erlebnis. Wer die Augen schließt, hört ein Hörspiel – wer sie jedoch öffnet, erhält nicht nur einen Einblick in alle Aspekte der Hörspielproduktion, sondern erlebt zugleich eine ganz eigene Kunstform auf der Bühne. Fünf Schauspieler*innen, ein Sounddesigner und überraschende „special effects“ lassen gemeinsam Welten entstehen, die nur im Kopf des Publikums existieren.
Über die Lauscherlounge Alles rund um das gesprochene Wort: Die Lauscherlounge ist Verlag, Studio und Live-Veranstalter. 2003 von „Die drei ???“-Sprecher Oliver Rohrbeck gegründet, hat die Lauscherlounge bis heute über 500 Live-Hörspiele, Lesungen, Record Release Parties und vieles mehr veranstaltet. Außerdem produziert sie Hörspiele, Hörbücher und Podcasts. www.lauscherlounge.de
Einlass 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 5, Frankfurt

VORSCHAU
Freitag 31. März: Sardischer Abend

(Daniela)

Eine Freundin von mir ist sehr aktiv in dem sardischen Verein Circolo Sardo MARIA CARTA RM Ffm e.V. und organisiert einen tollen sardischen Tag & Abend in der Freitagsküche. Ich wäre sooooo gerne dabei. Zuerst wird zusammen mit der Freitagsküche ein sardisches Menü gekocht, dann zusammen gegessen und zum Schluss gibt es noch sardische Tänze. Wie schade, dass ich nicht dabei sein klann.

Siano lieti di trascorrere insieme a VOI una serata sarda particolare ed indimenticabile. WIR freuen uns mit Euch einen einzigartigen unvergesslichen spannenden sardischen Abend zu genießen.

Circolo Sardo MARIA CARTA RM Ffm e.V -  & FREITAGSKÜCHE & IFD e.V. Italiani a Francoforte e dintorni - 

09:00 - 11:00 Uhr: Sardischer Kochworkshop
p.P. 20,- € Anmeldung unter: mariacartafrancoforteRM@gmail.com

18:00-19:00 Uhr: Fotoausstellung, Eintritt frei

19:00-21:00 Uhr: Sardisches Menü, p.P. 30,- € (exkl. Getränke), Anmeldung unter: mariacartafrancoforteRM@gmail.com

21:30-24:00 Uhr: Sardische Tänze, Eintritt frei

WANN/ Quando: Fr. 31. März/Ve. 31 Marzo 2023WO/DOVE: Freitagsküche, Mainzer Landstraße 105 hh (Hintereingang/entrata posteriore), 60320 Frankfurt am Main

Freitag, 31. März: FFM/ OkDankeTschüss

(Andrea)

„Ich will doch nur das, wonach meine Nachbarin immer schreit. Nimm mich, Ernst!“ ok.danke.tschu?ss haben keine Angst vor Klamauk. Dem Genre von ok.danke.tschu?ss hat man schon viele Namen gegeben „Einhorn-Rock“, „Synthie-Pop“ und „was-zur-hölle-soll-das-dennsein?“ Nichts hat sie geschockt. Mit abgefahrenen Synthie-Sounds, schrillen Outfits und schrägen Dancemoves leiten sie die „Neue neue neue neue deutsche Welle“ ein. Vielleicht sind sie die höflichste Rebellion der Welt. „I DON’T MOVE LIKE JAGGER. ICH BEWEG MICH WIE GOLLUM AUF ECSTASY.“ Auf einem Konzert von ok.danke.tschu?ss darf scheiße getanzt werden. Headbanging, Pogen, Walzer, Discofox, die tote Robbe, Planking, … alle Tanzarten sind erlaubt! Bei allem Spaß, der von ok.danke.tschu?ss auf einem Konzert verbreitet wird, können nachdenkliche Zuhörer:innen in jedem der Lieder eine dunkle und melancholische Seite entdecken. Wo manches durch Ironie und Wortwitz an der Oberfläche lustig wirkt, werden auf den zweiten oder elften Blick wichtige Themen angesprochen. Wie in „Böses Mädchen“ die Klimadebatte, in „Verru?ckt“ die Wirkung des Kapitalismus und in „Liebe?“ die heuchlerische Eifersucht." Einlass 18.30 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, FFM, nicht barrierefrei

Samstag, 1. April: 60. Naxos Hallenkonzert Tanzkamera auf Naxos

(Martin)

Lange Belichtungszeiten, lichtempfindliches Papier: die Tanzkamera bezieht sich auf die Anfänge der Fotografie. Neuartig ist ihr Glasfaser-Lichtzeichner, der über Schnüre mit Tänzer:innen verbunden ist und ihre Bewegungen optisch auf großformatigen Fotografien fixiert. 

Zum Tanz erklingen Musikwerke, die für dekadente Gesellschaftsformen am Rande oder im Moment ihres Kollapses stehen: Cembalowerke des französischen Hofs Louis XIV. und die neobarocke Klaviersuite Le Tombeau de Couperin von Ravel, deren Einzelsätze im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten gewidmet sind. 

Das Naxos Hallenkonzert untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Maschine und die Gefahr, die droht, wenn die fragile Balance sozial überlebenswichtiger Normen und Werte verloren geht. Mit: Rebecca Maurer – Cembalo | Max Gaertner – Percussion | Leonhard Dering – Klavier | Islam Elnebishy & N.N. – Tanz

Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/
20.00h, Tanzkamera auf Naxos, Naxos-Halle
Foto: © Homepage Naxos

Samstag 1. April: Dhafer Youssef & die hr-Bigband

(Daniela)

Eine Straße voller Minarette – das ist das Bild, das Dhafer Youssef zu dem Titel seines erst kürzlich veröffentlichten Albums inspiriert hat. Magnus Lindgren und die hr-Bigband haben dieses Porträt einmal aus dem jazzorchestralen Winkel betrachtet und ihm mit neuen Arrangements satte Farben verliehen. Die akustische Ausstellung gibt’s an diesem Abend. Auch mit dabei: Der spanische Pianist Daniel Garcia, der sich mit seinem Instrument hervorragend in das Gesamtkunstwerk einzufügen weiß. Ein Genuss fürs Ohr – und vielleicht sogar ein bisschen fürs innere Auge.  

Mehr Infos hier.

Samstag, 1. April: OF/ 60 Jahre The Beatles: Please Please Me

(Andrea)

Beatles oder Stoness, die ewige Glaubensfrage. Mein Papa hatte Beatles-Platten, mein Onkel Stones, da habe ich mich hübsch in der Mitte eingerichtet. Aber, dass das alles jetzt schon sechzig Jahre her sein soll, dass die Pilzköpfe auf dem Höhepunkt ihrer Karriere standen? Volker Rebell hat ein hübsches Jubiläumskonzert mit allen Songs des Debütalbums der Beatles organisiert, gespielt von der Lonely Hearts Club Band, mitgesungen vom Publikum, plus Song-für-Song-Kommentierung von Volker Rebell + Ausstellung mit Beatles-Photo-Graphic-Art von Gerd Coordes. Eintritt € 20,-, 19 Uhr

Rebell´sche Studiobühne, Bieberer Straße 145A, Offenbach

Sonntag, 2. April: Frühlingserwachen im Chamissogarten

(Martin)

Initiative für Mensch und Natur

Mächtig was los ist im Chamissogarten: Frühling eben! Und der wird mit unterschiedlichen Angeboten und Möglichkeiten im Chamissogarten gefeiert! 

Tauschtisch für Saatgut und Jungpflanzen

Bastelstationen für Groß und Klein (13.00-17.00h): Kresse und Blumen selber sähen, Wildbienenhotels bauen, Eier bemalen, Ollas selber bauen, Stockbrot backen, u.a.m. 

Verkauf aus eigener Produktion (13.00-17.00h): Jungpflanzen, Honig, Bambusstäbe, Saatgut, u.a.m.

Figurentheater (14.00, 15.00 und 16.00h): ‚Von Ameisen, Briefen und Geknister‘ – figurentheatrale Erzählung auf der Mantelbühne von und mit Adeline Rüss

Kammerjazz-Duette (17.00h): Axel Freudenberger (Gitarre) und Christian Müntz (Klarinette)

Für das leibliche Wohl wird gesorgt; Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
Sonntag, 2. April von 13 – 19h
Frankfurt, Chamissostraße 38
Foto: © Chamissogarten

Montag, 3. April: FFM/ Tim Bendzko

(Andrea)

"Mal eben schnell die Welt retten..." - mit diesem Ohrwurm hat sich Tim Bendzko vor einigen Jahren auch in meine Gehörgänge geschlichen und weil Lili ihn sehr lange toll fand, kamen dann noch etliche Songs dazu. Wir waren dann auch beim Konzert und das war erwartungsgemäß toll. Jetzt kommt er nach längerer Abwensenheit zu einer Clubtour und so wie die Dinge liegen, muss ich mir eine andere Begleitung suchen. "Keiner hat deutschsprachige Popmusik in den letzten zehn Jahren derart geprägt wie TIM BENDZKO. Unzählige Charterfolge, Gold- oder Platinplatten und allerlei Awards kann Tim Bendzko problemlos vorweisen, aber das war noch nie das, worum es dem Berliner ging. Er hat die Art und Weise, wie wir alle deutschsprachige Popmusik rezipieren, von Grund auf verändert und hat über eine ganze Dekade hinweg - egal, ob auf der großen Bühne oder bei intimen Shows in kleineren Konzertsälen - immer wieder neue Maßstäbe durch seine Musik ebenso wie durch seine Live-Shows setzen können." Einlass 19 Uhr.

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Mittwoch, 5. April: FFM/ Power Plush

(Andrea)

Emanzipatorische Power trifft emphatischen Plüsch – Vier Menschen in Chemnitz nehmen sich den Freiraum den sie brauchen, um uns zu geben was wir brauchen. Ihre Mission: Liebe in Musik verwandeln, weil sie Musik lieben und Gefühle auskotzen, damit wir das Ausgekotzte fühlen können. Klingt eklig, ist aber schön. Jetzt sind Power Plush auf „Coping Fantasies Tour 2023“, mit 12 Städten in Deutschland und Österreich lädt zum gemeinsamen „Copen“ dieser Gefühlswelt aus Problemen und Wünsche ihrer Generation ein, die auf ihre eigene Weise verloren zu sein scheint." Einlass 19 Uhr.

Nachtleben, Kurt.Schumacher-Straße, Frankfurt, nicht barrierefrei

Donnerstag, 06. April: The Bar Stool Preachers

(Uwe)

Selten einen so guten Bandnamen gelesen ("Die Barhockerprediger"). The Bar Stool Preachers bringen die Essenz des Punks zurück: DIY Musik mit Herz und einer Message! So wirbelt ein frischer Wind aus Brighton, England das angestaubte Punk-Genre auf. Politisch anklagende Streetpunk-Hymnen werden mit lebhaften Ska-Melodien kombiniert, die an Szenegrößen wie Operation Ivy und Rancid erinnern lassen. Dazwischen tummeln sich Reggae-Elemente und stadiontaugliche Rocknummern, mit denen die sechs Jungs bereits als Toursupport der Toten Hosen ganze Arenen begeistern konnten. Sie kommen mir ihrem neuen Album "Above The Static” ins Rind

Rüsselsheim, Das Rind
VVK 15 Euro zzgl. Gebühren, AK 18 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Foto: Frank Diedrich Homepage

Gründonnerstag, 6. – Ostersonntag, 9. April: JESUS D’Amour, GEST. / AUFERST. – DIE PASSION

(Martin)

Nach den Evangelien des Lukas, Markus, Matthäus und Johannes

Alle Jahre wieder… Auch zur Osterzeit! Schon im 18. Jahr wird diese Inszenierung gezeigt: Einmal sehen reicht nicht, weswegen manche Menschen sich schon vor Ort fürs nächste Jahr verabreden. Das lohnt sich – und weil das so ist, tun alle gut daran, rechtzeitig Karten zu reservieren! 

„Jesus in der Industriebasilika". Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär.Jesus – Prophet oder Politikum?  Die letzten Tage in Jerusalem.

Als das Theater Willy Praml vor bald zwanzig Jahren damit begannen, das Leben Jesu auf textlicher Basis der vier Evangelien für das Theater in der denkmalgeschützten Naxoshalle, eine riesige dreischiffige Industriebasilika, nachzuzeichnen, konnten es nicht ahnen, dass damit eine Tradition begründet würde, die nun schon im 18. Jahr zu Weihnachten und Ostern das Publikum begeistert und berührt.“

Hier geht’s zu den Reservierungen: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-gest-auferst-die-passion/

Im Anschluss an die Vorstellung am Ostersamstag wird um ca. 20.00h Dr. Stefan Scholz von der Dompfarrei Ostereier segnen.
Gründonnerstag, 6. April um 19.30h, Karfreitag, 7. April um 18.00h, Ostersamstag, 8. April um 19.30h und Ostersonntag, 9. April um 19.30h
Theater Willy Praml
Foto: © Peter Grün

Freitag, 14. April: Welshly Arms

(Uwe)

Der Bandname Welshly Arms könnte eine Beziehung zu Wales unterstellten. Bekannte Waliser sind: Anthony Hopkins, Catherine Zeta-Jones, Richard Burton, Bonnie Tyler oder Tom Jones. Auch die wunderbare Band Catatonia ist von dort. Ach ja, die Schauspieler Christian Bale, Fußballer Garreth Bale und Sängerin Shirley Bassey kommen von da. Und die Welshly Arms? Die sind nicht von dort, sie sind eine American Blues Rock Band mit Nähe zum Soul aus Cleveland, also aus den USA, genauer aus dem Bundesstaat Ohio. Von dort kommen auch die Black Keys und die wiederum haben die Welshly Arms beeinflusst. Zusammen musizieren sie seit 2013, einer ihrer Karrierehighlights war sicher, dass ein Song von Ihnen den Trailer zum Film The Hateful Eight von Regisseur Quentin Tarantino musikalisch unterlegte.

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Strasse 21
EINLASS 19:00H. 20:00H
VVK 30€ zzgl. Gebühren
Foto: Homepage

Donnerstag, 13. April: OEHL

(Uwe)

Der Wiener Act Oehl trägt den Namen von Sänger und Songschreiber Ariel Oehl. Bis Ende 2021 war Oehl ein Duo bestehend aus dem Wiener Liedermacher Ariel Oehl und dem isländischen Multiinstrumentalist Hjörtur Hjörleifsson. Seit Beginn 2022 tritt Oehl als Solo Projekt auf. Ariel Oehl, der namensgebende Sänger, bleibt dabei aber den poetischen Miniaturen treu, die er auf trockenen Beats und eingängigen Bass-Riffs á la Tame Impala mit seiner sanften Stimme serviert. Ergänzt wurde der Sound um crunchige E-Gitarren. Seinen Song Keramik betitelte der Musiker Casper 2018 als Song des Jahres. Oehl musiziert unter dem Label Grönland von Herbert Grönemeyer.  

Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2
20 Uhr , Tickets ab 23,70 €
Foto: Tim Cavadini

Donnerstag 13. und Freitag 14. April: Bridges-Kammerorchester

(Daniela)

Bei ihrem 7. Konzert spielt das Bridges-Kammerorchester ein neues Programm, das auf vielfältige Weise die Themen Nacht und Dunkelheit aufgreift.

Während Orpheus in Monteverdis berühmter Oper in die Unterwelt steigt, um seine Frau Euridike daraus zu erretten, wird in dem durch die ägyptische Sängerin Umm Kulthum weltberühmt gewordenen Lied „Alf leila we leila“ (1001 Nacht) die Liebe beschworen: „In einer langen Nacht der Liebe, süß wie 1001 Nächte, liegt das ganze Leben“. Daneben stehen weitere transkulturelle Uraufführungen zu den Themen Nacht und Dunkelheit von Mitgliedern des Bridges-Kammerorchesters auf dem Programm.  

Das Bridges-Kammerorchester wird zum vierten Mal von Bar Avni geleitet, die damit ihr Debüt im hr-Sendesaal feiert. Avni ist seit 2021 Chefdirigentin der Bayer Philharmoniker Leverkusen, Stipendiatin der stARTacademy von Bayer Kultur und Preisträgerin sowie Stipendiatin des Internationalen Kurt-Masur-Instituts 2021.

Dirigentin: Bar Avni
Gesangssolistin: Jouana Dahdouh
Moderation: Bastian Korff (hr2)
Künstlerische Leitung: Johanna-Leonore Dahlhoff

Termine: 13. und 14. April, jeweils 20 Uhr, hr-Sendesaal Frankfurt

Tickets: ab 22€ (ermäßigt ab 12,50€) unter https://www.hr-ticketcenter.de/tickets-bridges-kammerorchester-und-gaeste/t13493

Freitag, 14. April: Nicklas Sahl

(Uwe)

In der Musikplattform Spotify wurde sein Song New Eyes bereits über 23.500.000 Mal gespielt!! Er scheint sich seit seinem Debüt im Jahr 2018 also nicht nur in die Herzen seiner dänischen Landsleute gespielt und gesungen zu haben (Dänemark hat nur 5.800.000 Einwohner).  

Nicklas Sahl ist Popsängers und Songwriter, laut Veranstalter ist er "mit seiner Gitarre und seiner unglaublichen Stimme eines dieser Erlebnisse, an die man sich lange erinnert ..."

Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2
20 Uhr, Tickets ab 27,20 €
Foto: Homepage Brotfabrik

Samstag 15. April: Saatgut & Jungpflanzen Markt

(Daniela)

Endlich wieder in den Garten!

Frühling in der Seilerbahn!

Weil für uns auch die Landwirtschaft zur Kultur gehört und wir auf Nachhaltigkeit stehen,laden wir euch ein zum SAATGUT & Jungpflanzen MARKT

Am 15. April 2023 von 11.00 – 17.00 Uhr

In der Seilerbahn, Halle 3 (bei gutem Wetter auch draußen)

Der Eintritt ist frei!

Holt euch Saatgut, Pflanzen und Infos zum Thema Garten, Artenvielfalt und Umweltschutz.

Außerdem gibt es spannende Vorträge zu den Themen Permakultur, Samenvermehrung und Bodenbeschaffenheit.
Nils Sielaff, der Saatgut Guru :-) hat auch zugesagt!! https://www.youtube.com/@saatenvielfalt/featured

Für BIO Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt.

Kommt mit Freunden und Familie, wir freuen uns auf euch!

Seilerbahn Kunst & Kultur e.V.

Offenbacher Landstraße 190, 60559 Frankfurt am Main

Anmeldung von Marktständen und Vorträgen: n.astor@seilerbahn.net

Samstag, 15. April: Dead vs. Alive (Poetry Slam)

(Martin)

Endlich wieder ein Poetry Slam im Schauspiel Frankfurt! 

Poetry is dead. Oder nicht? Das soll beantwortet werden… In einem modernen Dichter:innenwettstreit der Extraklasse treten drei lebende und zwei tote Dichter:innen gegeneinander an. 

Wer wird als Sieger:in hervorgehen? Altes oder Neues? Klassiker oder junge Wilde? Tiefgang oder Lachfeuerwerk? Das entscheidet am Ende das Publikum! 

Für jeden ist vermutlich etwas dabei bei diesem einmaligen Event der Gegensätze, bei dem Bekanntes neu kennengelernt und Neues entdeckt werden kann. Die beiden Hessenmeister:innen und Spoken Word Spezialist:innen Aileen Schneider und Jan Cönig moderieren diese Lyrikschlacht. Mit dabei sind Stars der aktuellen Poetry Slam-Szene und zwei Schauspieler:innen mit Überraschungsfiguren bereits verblichener Wortkünstler:innen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://schauspielfrankfurt.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/seatmap?eventId=12880

Samstag, 15. April
um 19.30h
Schauspiel Frankfurt, Großes Haus 

Foto: © Schauspiel Frankfurt

Freitag, 21. April: Team Scheisse

(Uwe)

Im Podcast „Fest & Flauschig“ feiern Jan Böhmermann und Oli Schulz häufiger die Bremer Punkband mit dem blumigen Namen Team Scheisse (noch besser finde ich den Namen ihres Supports Ersatzkopf). Dass die Band aus Bremen kommt, ist unschwer dem Titel der aktuellen Platte, 042124192799 zu entnehmen. Zu erwarten sind kurze, sehr rockige, gitarrenbasierte Songs mit nicht alltäglichen Titeln und Texten.

Zoom
Frankfurt, Carl-Benz-Strasse 21
EINLASS 18:00H
VVK 20 € zzgl. Gebühren
Bild: Homepage Zoom

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Noch bis 25. März: Der Florentiner Hut

(Daniela)

Ein furchtbares Durcheinander nach Eugène Labiche und Marc-Michel

Das Bockenheimer Theaterensemble bringt den französischen Komödienklassiker nach Eugène Labiche und Marc-Michel in einer eigenen Übersetzung und Bearbeitung im Kulturhaus Frankfurt auf die Bühne.

An einem Theater wird die Komödie „Der Florentiner Hut“ gespielt. Allerdings unter erschwerten Bedingungen, denn ein Großteil des Ensembles kann wegen einer Lebensmittelvergiftung nicht spielen. Also werden die 20 Rollen auf die übriggebliebenen sechs Darstellerinnen und Darsteller verteilt. Und das macht die absurd-turbulente Farce noch absurder.

Im „Florentiner Hut“ an sich geht es um Monsieur Fadinard, der heute heiraten will. Doch sein Pferd hat einen Hut gefressen, der im Wald unüberlegt an einen Ast gehängt wurde. Die Besitzerin und ein Offizier, die zusammen in diesem Wald „lustwandelten“, verlangen von Fadinard zur Beruhigung des Ehemanns der liederlichen Dame eine exakte Kopie des Hutes. Also hetzt Fadinard einen solchen Hut suchend durch Paris, immer die Hochzeitsgesellschaft im Schlepptau, die natürlich von nichts wissen darf.

Besetzung: Britta Berz, Ingo Göllner, Uli Herrmann, Christine Krämer, Ann-Marie Kutter, Alexander Schlaaf. Regie-Assistenz: Catharina Schminke, Simone Woyk. Technik: Björn Böhnk. Inszenierung: Ingo GöllnerFr 10.03.23, Sa 11.03.23, Fr 17.03.23, Sa 18.03.23, Fr 24.03.23, Sa 25.03.23, jeweils 20 Uhr

Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2 (am Zoo), 60316 Frankfurt
Karten unter www.kulturhaus-frankfurt.de,  16 €, erm. 12 €

Bis 6. Mai: FFM/ Über das Träumen

(Andrea)

Kennt ihr die Künstlerkolonie Goldstein in Sachsenhausen? Dort arbeiten Künstlerinnen und Künstler mit Handicaps wie Autismus, Down-Syndrom oder ähnlichem, sowie Fachbetreuern mit künstlerischer bzw. kunstpädagogischer Ausbildung. Ich bin ja seit der Ausstellung "Weltenwandler" vor zig Jahren in der Schirn ein großer Fan und werde mir die aktuelle Ausstellung sicher ansehen. "Über das Träumen" heißt sie: "Was sagen Träume als alternative Realitäten aus, wie unterscheiden sich Nacht- und Tagträume und welche Rolle spielt der rauschähnliche Zustand des Flows in schöpferischen Prozessen? Bei Künstlern wie dem Dichter und Maler William Blake oder dem Filmregisseur David Lynch prägen Träume die Bildsprache und Erzählung im Sinne einer visionären Wirklichkeit. Andere wiederum träumen von der Realisierung eines einzigartigen Werkes oder vertiefen sich bis zu einem Zustand der Trance in die künstlerische Tätigkeit. Doch beinahe alle Künstler*innen verbindet der Wunsch nach Anerkennung als eine Art übergeordneter Traum, der immer wieder ganz selbstverständlich zu platzen droht. In der Veranstaltungsreihe „Über das Träumen“ geht die Goldstein Galerie diesen vielschichtigen Aspekten des Träumens nach. Präsentation Flow (Geöffnet während den Veranstaltungen und auf Anfrage) Plakate zum Träumen – Künstler*innen des Atelier Goldstein entwickeln anlässlich der neuen Ausstellungsreihe „Über das Träumen“ Plakate zu diesem Thema. Die verschiedenen künstlerischen Positionen werden ab dem 15. Februar 2023 in der Goldstein Galerie ausgestellt und in einer kleinen Stückzahl auch zum Verkauf angeboten. Achtung: Es gibt keine regulären Öffnungszeiten, am besten kurz anrufen!

Goldstein Galerie, Schweizer Straße 84, Frankfurt Telefon: 069 / 201 72 – 023 https://bit.ly/3xtLJSp

Bis 01. Juni: MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020 im MOMEM

(Petra)

Die Ausstellung macht die Energie, Kraft und Kreativität der Musik im zum Club umgestalteten Museum erlebbar. Der Besuch wird so zur musikalischen Reise zwischen House, Trance und Techno, auf der das Stillstehen schwerfällt. Hierzu zeigt und „spielt“ das MOMEM eine Übersicht der wichtigsten Titel aus dem Bereich der elektronischen Musik seit 1985. Die Auswahl basiert auf persönlichen DJ-Charts und wichtigen Playlists bekannter Techno- und House-Publikationen. Unter anderem mit richtungsweisenden Werken von Labels, wie WARP, Underground Résistance, R&S oder TRAX. Neben der akustischen Komponente soll die Musik auch visuell über Foto-Arbeiten von tanzenden Menschen aus den Anfängen der Rave-, House- und Technobewegung dargestellt werden. So werden im Rahmen der Ausstellung Arbeiten von Foto-Artists aus der ganzen Welt präsentiert, die auf überdimensionierten Screens gezeigt werden, und die die Themen Ekstase, Leidenschaft, Energie und Lebensfreude festhalten.  

MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020, Ausstellung, Ort: MOMEM, Adresse: An der Hauptwache 15, Zwischenebene, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 15 - 22 Uhr, Eintritt: 12 Euro , Tickets hier

Bis Sonntag, 30. April: Ella Littwitz in der basis

(Petra)

In ihren Installationen und Objekten thematisiert dei israelische Künstlerin Ella Littwitz die Beständigkeit, Legitimität und Überwindung von Grenzen sowie ihre geschichtlichen, kulturellen und politischen Bedeutungen. Der grundlegende Zweifel an jenen Markierungen als unverrückbare Entitäten, die vom Menschen aufgrund bestimmter Überlieferungen, politischer Interessen oder religiösen Überzeugungen errichtet werden, prägt dabei ihre Arbeitsweise. Die Frage, wie ein Ort definiert wird, wie seine Grenzen aussehen und sich im Laufe der Zeit verändern, dient als Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis, die sich thematisch beispielsweise mit den Grenzen zwischen Israel und den angrenzenden Gebieten auseinandersetzt. Die Objekte von Ella Littwitz sind sind Zeugnisse: sie tragen Spuren oder setzen sich gar aus ehemaligen, appropriierten Bestandteilen oder Nachbildungen territorialer Abgrenzungen zusammen. Durch die künstlerische Bearbeitung, Neuverortung und Umwandlung dieser Grenzmarkierungen legt sie die Mechanismen politischer Konstrukte und überlieferter Narrative offen. Dabei interessiert sich die Künstlerin für die Brüche, die sich zwischen einem real existierenden und konzeptionell vorgestellten Ort und seinen Grenzen ergeben.

Ella Littwitz: Red mercury, Ausstellung, kuratiert von Christin Müller und Felix Ruhöfer, Ort: basis, Adresse: Gutleutstraße 8 - 12, bis 30.04.: Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 - 19 Uhr, samstags 12 - 18 Uhr, Eintritt: frei

Bis 20. Mai: Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung

(Daniela)

Hier ein Tipp meiner Freundin Natalie:

Der Blick in den Himmel begleitet die Kulturgeschichte der Menschheit von Anfang an. Schon in alten Hochkulturen bestimmen astronomische Beobachtungen das Verständnis von Gesetzmäßigkeiten und nahezu alle religiösen und philosophischen Systeme der letzten Jahrtausende sind durch die Annahme überirdischer Ordnungen geprägt. Seit der Astronomie als neuzeitlicher Wissenschaft und der modernen Astrophysik, bedient sich die Erforschung des Universums hoch technologisierter Untersuchungsmethoden und Bildgebungsverfahren – und entdeckt den Sternenstaub als Grundstoff unseres Planeten. In der Ausstellung »Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung« spüren wir der Faszination für das Universum nach und stellen die Frage, was uns der Blick in den Himmel über die Erde und unseren Aufenthalt auf ihr erzählen kann. Anhand künstlerischer Positionen aus der DZ BANK Kunstsammlung nähern wir uns der Vorstellung von unserem Planeten als Teil des Kosmos.

Anmeldung zur Eröffnung über die Website kunststiftungdzbank.de
Mehr Informationen

Die Ausstellung dauert vom 9.2.-20.5.

Kunststiftung DZ BANK, Eingang: Cityhaus I, Friedrich-Ebert-Anlage
Die Ausstellungshalle ist von Dienstag bis Samstag jeweils von 11-19 Uhr geöffnet, Eintritt frei, barrierefrei

(c) BKH, Gutmann, The Wish (1991)

Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)

Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick. 

Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro


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