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| 17.03.2023 |
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Drei Wunderbare Tage

Wir, Jan H., Sarah S., Petra R. und ich waren zusammen in Neapel.
Mit Jan bin ich seit über 30 Jahren und mit Sarah seit über 20 Jahren befreundet. Petra habe ich vor genau 4 Jahren, am 14.3.2019 im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand kennengelernt. Die Eintracht spielte gegen Inter Mailand (wir gewannen 1:0). Sie saß neben mir und sprach mich an. Sie kannte mich über die Ausgehtipps, ich sie wiederum nicht. Ich war mit Uwe und zwei anderen Freunden mit dem Auto nach Mailand gereist, sie ganz allein, mit dem Tagesflieger der Eintracht. Das imponierte mir sehr. Wir tauschten Nummern aus, sahen uns danach aber erst einmal nicht wieder ... (ihr wisst ja, da kam diese Pandemie). Als die Eintracht drei Jahre später im Endspiel der Euro League stand, kontaktierte ich sie und fragte, ob wir uns nicht zusammen für das Spiel bewerben wollen. Wir hatten Glück. Ich wurde auserwählt und konnte sie und meinen Sohn mitnehmen. Als Uwe uns frühmorgens zum Flughafen fuhr, fragte mich Ruben: „Wer ist denn die Frau, die mit uns nach Sevilla fliegt?“ und ich antwortete: „Ich kenne sie nicht wirklich, aber wir saßen mal zusammen im Stadion nebeneinander.“ Gemeinsam hatten wir einen sensationellen und unvergesslichen Tag in Sevilla!
Als nun im November das Los für das Achtelfinale der Champions League auf Neapel fiel und das Spiel auf den 15.3. terminiert wurde, also einen Tag vor meinem Geburtstag, fragte ich Jan, Sarah und Petra, ob wir diese Reise zusammen machen und planen wollen. Da klar war, dass zu der Zeit OB Wahl ist, in der ich dachte noch eingebunden zu sein und einige von uns noch schulpflichtige Kinder haben, war klar, dass wir keine längere Reise unternehmen können. Daher mussten wir uns leider gegen den Zug und für einen Flug entscheiden. Das ist natürlich umwelttechnisch nicht wirklich super, zumal ich dieses Jahr noch zwei weitere Male fliegen werde (Ich schreibe das hier, da ich immer mal wieder, insbesondere von Menschen, die sich recht wenig Gedanken über ihren eigenen CO2-Fußabdruck machen, gefragt werde, wie ich dies denn als Grüne mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Ich will das Thema hier jetzt nicht vertiefen, sondern nur anmerken, dass ich „wenigstens“ meinen Flug mit einer Zahlung an www.atmosfair.de kompensiert habe).
Nun zurück zu Neapel. Wir hatten drei wunderbare Tage. Natürlich war geplant, dass wir ins Stadion gehen, wir hatten sogar Tickets, aber ihr habt es bestimmt alle mitbekommen: die Stadtregierung von Neapel hat zuerst „Menschen, die in Deutschland leben“ und kurz darauf „Menschen, die in Frankfurt leben“ den Zutritt ins Stadion untersagt. Da wir aber nicht mit einem Eintracht Charterflieger unsere Reise geplant hatten, sondern nicht mehr stornierbare Flüge und auch ein superschönes Appartement gebucht hatten, entschieden wir uns dennoch nach Neapel zu reisen. Das war eine sehr gute Entscheidung. Für die anderen war es das erste Mal, ich war bereits zum dritten Mal in Neapel.
Und diesmal war es der schönste Aufenthalt. Das lag mit Sicherheit daran, dass man weiß, wohin man unbedingt gehen muss. Ich finde z.B., dass das Spanische Viertel „Spagnoli“ unbedingt dazu gehört. Das haben wir übrigens am Spieltag besucht, obwohl es – so glaube ich - kaum ein Viertel gibt, in dem Maradona und der SSC Neapel mehr vergöttert werden als hier. Wir waren an dem Maradona-Denkmal und haben vor Ort mit NAPOLI Fans gesprochen. Nie hatten wir das Gefühl, dass wir nicht Willkommen wären. Außer einmal, im schicken Stadtteil Chaia, als ich eine Gruppe von zehn Zigarettenbürschle (wie Uwe immer liebevoll pubertierende Jungs nennt) fragte, ob sie wüssten, wo man noch Tickets fürs Stadion bekommen könnte. Die Antworten waren nicht sehr nett. Aber sonst war wirklich alles mega entspannt. Die Ausschreitungen an der Piazza del Gesu haben wir nicht mitbekommen, bzw. als wir den Hubschrauber über der Innenstadt sahen, haben wir uns in die U-Bahn gesetzt und einen großen Bogen gemacht.
Das Spiel haben wir am Abend in einem ruhigen Stadtteil geschaut. Uns angeschlossen hatten sich drei Eintrachtfans, die wir im Flugzeug kennengelernt hatten und die auch einfach nur entspannt das Spiel sehen wollten... Das hat geklappt. Mit dem Weiterkommen leider nicht. Ich wünsche jetzt einfach dem SSC Neapel, dass sie die Champions League gewinnen und wir wiederum Deutscher Meister werden. Meinen gestrigen Geburtstag haben wir dann auf der wunderschön Insel Procida verbracht. Nachdem wir am Tag zuvor 18 Kilometer durch die Stadt gelaufen waren, saßen wir gestern einfach nur stundenlang bei tollem Sonnenschein in einem Restaurant am Meer und haben Spaghetti alle Cozze & Vongole gegessen.
Während ich dieses Intro schreibe, sitzen wir schon am Flughafen. Ich habe die Kopfhörer im Ohr und höre den großartigen Pino Daniele (Musiker aus Neapel) und freue mich auf Frankfurt, meinen Sohn & Mann. (in umgekehrter Reihenfolge).
Vielen Dank auch an das großartige Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Erik Düwel und Martin Grün
Ich hoffe es geht Euch gut! Lebt wild! Daniela
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.
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ZU GEWINNEN
2 x 2 Saaltickets für Anna Kim am 28. März im Literaturhaus um 19:30 Uhr mit ihrem neuen Roman „Geschichte eines Kindes“.
Frage: In welchem US-Staat startet die Geschichte 1953?
Antwort bitte im Betreff mit Eurem vollständigen Namen in der E-Mail an Petra.
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GEROLLTES über ein Auswärtsspiel

(Uwe)
Veranstaltungen, die in der Regel ohne / oder nur vor sehr ausgewähltem Publikum durchgeführt werden, sollten grundsätzlich nicht stattfinden. Beispiele? Hinrichtungen, Hahnen-/ Hundekämpfe oder Privatkonzerte von Pop-Starletts vor Diktatoren. Für die meisten öffentlichen zugänglichen Veranstaltungen gibt es Eintrittskarten, die man im besten Fall auf dem freien Markt zu fairen Preisen kaufen kann. Manchmal gibt es deutlich mehr Nachfrage als Tickets, wie beispielsweise für Konzerte von Ed Sheeran oder für Auswärtsspiele von Eintracht im Europapokal, dann wird es für Interessierte herausfordernd. Entweder haben sie sich durch vergangenes Engagement für die Eintracht unverzichtbar gemacht, sie zahlen Unmengen, nutzen Kontakte, haben Glück oder investierten eine Menge Kraft in die Suche nach Karten. Zeitgleich, davor oder danach werden aufwendig Reiseverbindungen geprüft und Unterkünfte gesucht. Alle, die sich für eine internationale Auswärtsfahrt mit der Eintracht entschieden (und diese organisiert) haben, haben bereits eine lange Reise hinter sich, bevor die eigentliche Reise losgeht.
Ich habe den Mehrwert einer Fußball-Auswärtsfahrt für mich persönlich aus unterschiedlichen Gründen ehrlicherweise nie erkannt: Gemeinsames Singen von Fanliedern und bierselige Abende mit anderen Fußballfans in der Fremde sind aber auch nichts für einen südhessischen Beamtensohn. Lieber fahre in Ruhe irgendwohin, um ein Konzert zu erleben und mir nebenbei in Ruhe eine Stadt anzuschauen, die sich nicht gerade in einem Ausnahmezustand befindet. Aber es gibt Menschen, die lieben genau das, mit ihrer Mannschaft reisen, rein ins Getümmel, andere Fans treffen und in einem Stadion, 2.000 Kilometer von zuhause abends kurz vor 21:00 Uhr im übertragenen Sinn Konfetti in die Luft zu werfen und nach dem Kick zu feiern. Das Schöne ist, wir haben die Freiheit, dass jede/r machen kann, was ihm/ihr gefällt. Die, denen das Beschriebene gefällt, erhielten einen schlimmen Dämpfer, als dem gastgebenden SSC Neapel von dem Land (Italien), der Region (Campagna) und / oder der Stadt (Neapel) verboten wurde, Tickets an Auswärtsfans zu verkaufen. Wer die Entscheidung gefällt und wer diese angestoßen hat, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall war vom Veranstalter europäischer Fußballwettbewerbe, der UEFA (= ein Fußballverband) nix zu hören (Anmerkung: Mittlerweile sagte der UEFA Präsident "so geht es ja nicht")
Große Sportverbände, wie FIFA, UEFA oder IOC geben sich ja normalerweise immer so, als seien sie eine Weltmacht, deren Wort Gewicht hat, letztendlich müssen sie in der Wirklichkeit vor souveränen Gebietskörperschaften den Schwanz einziehen. Das Land / die Region / die Stadt scheren im Zweifel keine Vorgaben in den Wettbewerbsbedingungen der UEFA für die Champions League. Die besagen, dass ein bestimmter Prozentsatz der Plätze im Stadion an Fans der Auswärtsmannschaft zur Verfügung gestellt werden müssen. Ob die Tatsache, dass rund 3.000 Fans der Eintracht nicht ins Stadion durften, in Anbetracht der deutlichen sportlichen Überlegenheit des SSC Neapel wirklicher ein Wettbewerbsnachteil gewesen wäre, sei dahingestellt. Ärgerlich ist die Willkür trotzdem, vor allem für die, die wegen der sehr kurzfristigen Entscheidung, Flug / Bahn und Unterkunft nicht mehr stornieren konnten. Viele sind daher trotzdem gereist. War ja auch eigentlich einmal das Ziel des Wettbewerbs, dass Menschen andere Länder / Städte / Sitten in anderen europäischen Ländern über den Fußball kennen lernen und nicht nur, Geld über den Verkauf von Fernsehrechten oder durch Werbung zu scheffeln und Profifußballer in vereinseigenen Jets herumfliegen zu lassen. Ich kenne sehr nette Menschen, die hatten auch ohne Stadionbesuch in Neapel eine gute Zeit. Nein, die haben dort natürlich nicht randaliert.
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Freitag 17. - Sonntag 19. & Dienstag, 21. März: It was all a dream

(Martin)
Workshop und Hörspiel - Eine akustische Traumreise für alle ab 6 Jahre
Andrea hat schon auf die Ausstellung ‚Über das Träumen‘ hingewiesen… Über das Träumen? Während wir träumen, ist vieles möglich. Träume überwinden Zeit und Raum, sie setzen naturphysikalische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft, lassen uns fliegen oder verwandeln unsere Gestalt.
Wenngleich wir nahezu jede Nacht träumen, an die meisten Träume können wir uns nur schwer oder bruchstückhaft erinnern. In einem neuen Workshop folgt Atelier Goldstein diesem Phänomen und begibt sich mit den Teilnehmer*innen auf eine akustische Spurensuche. Teilnehmer*innen sind eingeladen, ihre eigenen Erinnerungen an Traumsequenzen vor Ort akustisch aufzuzeichnen. Die Sprachaufnahmen sollen nach und nach mit denen anderer Besucher*innen zusammengefügt werden. So entsteht ein Hörspiel, eine Traumreise, die am 21. März ab 19 Uhr in der Goldstein Galerie zu hören sein wird. Für Familien und Einzelpersonen, Kinder und Erwachsene
Alle Infos unter dem Link: https://www.atelier-goldstein.de/ueberdastraumen/ ;
WORKSHOP: 16. und 17. März, 16–19 Uhr, 18. und 19. März, 14–17 Uhr HÖRSPIEL TRAUMREISE: 21. März, 19 Uhr Atelier Goldstein Foto: © Atelier Goldstein
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Freitag 17. - Sonntag, 19. März: Werwolfkommandos

(Martin)
Performance
Über ein Jahr haben Marie Schwesinger, Julia Just, Fabiola Eidloth und ihr Team Gerichtsprozesse gegen rechte Straftäter besucht, protokolliert und mit Expert*innen, Journalist*innen, Jurist*innen und Betroffenen gesprochen. Ausgehend von dieser Recherche stellt “Werwolfkommandos” eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Sprache im Gerichtssaal dar. Es wird der Fokus auf zwei in Frankfurt am Main verhandelte Gerichtprozesse gelegt: Der Prozess um den Mord an Walter Lübcke und den Angriff auf Ahmed I. sowie der Prozess gegen den Bundeswehrsoldaten Franco A.
Theater und Gericht – in keinem Raum spielt die Sprache eine so elementare Rolle. In keinem anderen Raum wird so sehr mittels Sprache um die Definition der Gegenwart gerungen, wird Sprache selbst zum bestimmenden Element von Wirklichkeit.Welche sprachlichen Verbindungslinien lassen sich zwischen diesen Prozessen und der Selbstinszenierung aller Prozessbeteiligten ziehen? In welchen Prozessen erhalten Betroffene eine Stimme? Es geht um die Frage, wann gesprochen und wann geschwiegen wird, es geht um die Beanspruchung von Begrifflichkeiten und um die Deutungshoheit über die Diskurse.
Hier geht’s zu den Tickets: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php
Freitag 17. – Sonntag, 19. März um jeweils 20.00h Performance im Theater Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294
Foto: © Christian Schuller
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Freitag, 17. März: Of/ Yalla, Deutschland, wir müssen reden

(Andrea)
Was für ein Programm! Erst Hafen 2, dann Uni und dann vors Radio. Mal gucken, ob ich das alles wie geplant hintereinander geschaltet bekomme...Start also 18 Uhr im Hafen 2: »Ich verrate Dir, wo ich herkomme, und vor allem, wo ich hinwill!« – So beginnt ein packendes, tiefgründiges, witzig-ernstes Zwiegespräch mit »ihrem« Deutschland, das Souad Lamroubal als »problematisches« "Gastarbeiter"kind kennengelernt hat und dem sie heute als Integrationsbeamtin dient. Ein unwiderstehlicher Dialog über Freiheit und Herkunft, Verbotenes und Erlaubtes, über Heimat, Zukunft und die Frage, wer wir Deutschen sind und wann wir Deutsche sind. Lamroubal deckt ungeklärte Widersprüche bei ihren deutschen Landsleuten auf, beim Umgang mit Migrant*innen und dem Umgang der Migrant*innen mit Deutschland. Dabei erzählt sie mal mit hartem, mal mit zärtlichem Humor ihre marokkanische Familiengeschichte und die ihrer früh verstorbenen Mutter, die zwar nicht lesen und schreiben konnte, aber dennoch ein großes Vorbild für sie war. Wann ist Integration gelungen? Das kann Lamroubal besser beantworten als die meisten. Sie kennt beide Seiten: die Erwartungen der Ankommenden und die Ansprüche deutscher Behörden, Überforderung und Menschlichkeit, Freude und Bürokratenfrust. Sie erzählt die alte Geschichte über »die« und »wir« – »wir« und »die« so neu, dass wir sie endlich verstehen. Die aufgeworfene Frage, wer "wir Deutschen" sind und wann wir "Deutsche" sind, möchten wir mit der Autorin sowie der Kommunalpolitikerin Hibba Kauser und Ihnen diskutieren. 18 bis 19.30 Uhr, Eintritt frei . Um Anmeldung wird gebeten. Dafür ist es jetzt zu spät und ich gehe einfach hin.
Hafen 2, Nordring, Offenbach
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Freitag, 17. März: FFM/ Juridicum

(Andrea) Seit der Sprengung des AFE-Turms habe ich mich nicht mehr mit dem Campus in Bockenheim beschäftigt, warum auch, schließlich soll(te) der zum Kulturcampus entwickelt werden. So weit so klar, umso überraschter war ich, als Seppl mir vor einigen Tagen erzählte, dass da noch gar nicht so viel klar ist und am Freitag, also heute, eine Veranstaltung geplant ist. Die, so ein Zufall, auch von der kleinen und wirklich sehr feinen Initiative kulturzeiterin unterstützt wird. Hier nun die Pressemitteilung, wir sehen uns! GRAUE ENERGIE FÜR EINE BUNTE ZUKUNFT Initiativen laden am 17. März zum Happening auf den Kulturcampus Ideen, Projektionen, Live-Musik, Feuershow und mehr. Während die Planungen für den Kulturcampus stocken, haben eine Reihe von Frankfurter Initiativen und Kulturschaffende die Zeit genutzt und Nutzungsideen für den zunehmend leeerstehenden Bockenheimer Campus gesammelt. Anlässlich des im April bevorstehenden endgültigen Freizugs des Juridicums und der ehemaligen Kunstbibliothek laden sie zu einem Happening auf den Kulturcampus. Auf dem Programm am 17. März steht ab 19 Uhr eine Lasershow, die das Juridicum in die größte Projektionsfläche Frankfurts verwandelt und die Visionen für den Kulturcampus anschaulich macht. Dazu gibt es eine Spoken Words Performance sowie einen Auftritt des Frankfurter Beschwerdechors und des Rote Stern Chors. Im weiteren Verlauf des Abends gibt es Livemusik und DJ Surprise Acts sowie eine atemberaubende Feuershow der Artistengruppe Main Flame. Dazu gibt es feines veganes Essen der ada_kantine, Feuertonnen sowie warme und kalte Getränke. Die Veranstalter möchten in Bockenheim in den kommenden Jahren einen außergewöhnlichen Ort schaffen, an dem Impulsgeber des Wandels auf verdichtetem Raum zusammenkommen und in den städtischen Kontext hineinwirken. Von der ada_kantine bis zur Upcycling-Werkstatt, vom Nachhaltigkeitsbüro zu Gruppenräumen für politische Initiativen, von Künstlerateliers bis zu Proberäumen für Tanz und Theater, vom Nachbarschaftsgarten bis zum Off-Space soll hier schon in Kürze ein Reallabor für die Stadt von morgen entstehen. Im Mittelpunkt steht der seit langem geforderte und mittlerweile heiß diskutierte Erhalt des Juridicums. Auf den ersten Blick ein grauer Klotz, beim näheren Hinsehen die vielleicht größte Chance, die Frankfurt aktuell zu bieten hat finden die Veranstalter. Sie werben dafür, dass ergänzend zur geplanten Unterbringung von Geflüchteten weitere, zunächst temporäre Nutzungen in dem Gebäude ermöglich werden. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um Stadt neu zu denken. In Kooperation mit ada_kantine, Architects for Future, Stadtteilbüro Bockenheim, Virus Musik Radio, Zweite Chance Campus Bockenheim, Kulturzeiterin u.v.m.www.kultur-campus.de
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Freitag, 17. März: Dark side of the Moon
(Andrea)
„Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd gehört für mich zu den großen Alben der siebziger Jahre und ist ein treuer Begleiter. Jetzt feiert es 50. und so wie die Dinge derzeit liegen, ist es es wert, sich nochmal eingehender mit der Musik und den Machern zu beschäftigen. Hat sich Roger Waters auf der dunklen Seite des Mondes verirrt? Fragt Volker Rebell und ich die Antwort ist für mich eindeutig, aber rechtfertig das eine Konzertabsage? Mal hören, was VR dazu zu sagen hat, heute und Sa 18.03. jeweils um 22 Uhr https://bit.ly/42iSDIe
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Freitag, 17. März: Of/ Diamant 9
(Andrea)
Außerdem ist das Diamant natürlich einen Besuch wert! Ich frage mich, ob der DJ aus der letzten Woche inzwischen gefunden wurde und erbitte Aufklärung! Heute von 17 bis 21 Uhr ist DIAMANT 9 / POSTVANDALISM geöffnet, morgen 16 bis 21 Uhr und Sonntag 15-20 Uhr. SOFT STONES / DIAMONDS & KEVIN KEMTER THE SUMMITS / JULIAN RÖDER Wallpaper Gallery: Atelier Populaire / Christoph Schlingensief / Mai 68 / Rolling Stones
DIAMANT OFFENBACH / Museum Of Urban Culture / Frankfurter Straße 8 /Offenbach
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Bis 19. März: Ausstellungen "Nonsense Manifest" / "Dark Eden" im Lola Montez

(Petra)
Jetzt gibt es Kunst im Doppelpack im Kunstverrein Familie Montez - beziehungsweise ein Triple, denn eine Ausstellung stammt von einem Brüderpaar: Die Ausstellung „Nonsense Manifest“ der jungen Brüder Anton und Paul Benkel ist eine Mischung aus Gemeinschafts- und Einzelarbeiten. Ihr „Nonsense Manifest“ beschäftigt sich in unterschiedlicher Formensprache mit dem Menschen, dem Leben in verschieden Realitäten und mentalen, sowie körperlichen Zuständen in der bizarren Alltäglichkeit. Das Manifest bedient sich der Bildsprache. Die Brüder stellen bemalte Holzreliefs, Linoldrucke, Strukturen und Gemälde in stark variierenden Formaten aus (das Bild hier ist von ihnen). Wild und surreal wird es (auch) beim erfahreneren Autodidakten Oliver Estarillo mit "Dark Eden". Über seine Bilder wird geschrieben, sie schafften eine ganz eigene Welt und seien Ausdruck seiner inneren Bildwelten. Er sei dabei ein besonders aufmerksamer und kritischer Beobachter seiner sozialen Umwelt und gleichzeitig ein großartiger, zuweilen unterhaltsamer Erzähler, der in den Sehnsüchten (?) der menschlichen Seelen zu „fischen“ sucht, aufdeckt, bloßstellt, urteilt, ohne wirklich zu verurteilen - so meint Dr. Hellmuth, der auch diese Ausstellung eröffnet.
"Nonsense Manifest" von Anton und Paul Benkel / "Dark Eden" von Oliver Estarillo, Eröffnung "Dark Eden" von Dr. Hans-Heinrich Hellmuth, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Vernissage: ab 18 Uhr, Ausstellung bis 19.03., Öffnungszeiten: 13:30 - 18 Uhr (außer montags)
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Samstag, 18. März: Lightsigns – The Enya Project

(Martin)
An Evening with songs of Enya
ENYA gehört mit mehr als 75 Millionen verkaufter Tonträger weltweit und als Gewinnerin von vier Grammy-Awards sowie einer Oscar-Nominierung zu den erfolgreichsten Solo-Künstlerinnen der Gegenwart.
Geboren und aufgewachsen in der katholisch geprägten Ortschaft Gweedore im irischen County Donegal, startete sie ihre musikalische Karriere in der irischen Folkband "Clannad". Aus dieser Verbindung löste sie sich 1982 und arbeitete mit Nick Ryan (Producer und Komponist) und dessen Ehefrau Roman Ryan (Lyrics) an ihrer Solokarriere.
Das Ensemble LIGHTSIGNS, bestehend aus Musikern des Großraums Aschaffenburg, hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgesuchte Songs der irischen Künstlerin zu arrangieren und dort aufzuführen, wo sich Spiritualität und Musik besonders gut entfalten können - in großen Kirchenräumen. Ein 6-köpfiges Vocalensemble wird u.a. von Klavier, Keyboards, klassischer Gitarre, Bass, Cello, Harfe oder Violine begleitet.
Vorverkauf: lightsigns.net Samstag, 18. März um 20.00h Heiliggeistkirche im Dominikanerkloster
Foto: © lightsigns
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Samstag, 18. März: Frankfurt Moments in der Apfelweingalerie Frankfurt
(Petra)
Hier sind ab heute sieben fotografische Perspektiven auf Frankfurt von sieben Fotografen mit den verschiedensten Backgrounds zu sehen: vom Skyline-Blick bis zur Stickerwand – so vielfältig wie unsere Stadt eben so ist. Und das in den unterschiedlichsten Formaten: Poster, digitale Motive und Prints. Spannend. Wenn Ihr in der Stadt unterwegs seid, schaut doch mal rein.
Frankfurt Moments: 7 Fotografen – 7 Perspektiven, mit: Thomas Gessner, Jürgen Reichel, Daniel Baumann, Harald Schröder, Jochen Leisinger, Alex Rossa und @fotomartsch, Ort: Apfelweingalerie Frankfurt,, Adresse: Kleinmarkthalle Frankfurt, Eingang West vom Liebfrauenberg, Vernissage ab 12 Uhr, Öffnungszeiten: dienstags bis freitags: 10 - 18 Uhr, samstags: 10 - 16 Uhr
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Samstag 18. März: MELLI REDET MIT - Ein Abend mit Gästen Die 30. Ausgabe – das Jubiläum!

(Daniela)
Wie immer die coolste Talkshow Frankfurts mit funkelnen Regionalstars und Sternchen aus der Kulturszene. Live aus dem Kunstverein Familie Montez im Fuße der Honsellbrücke.
Mit der einmaligen Melli, einer fachgerecht mit Gin befüllten Frau von Spangenberg und der legendären (M)ein-Mann-Band Martin mit Gitarre und Sonnenbrille. Nur: alles andere wird diesmal ganz anders. Denn niemand weiß, wer aus der Gäste-Überraschungstorte steigen wird und was sonst noch so passiert – auch Melli nicht. Also,wertes Publikum, wie es einst schon hieß: "Lass Dich überraschen"!
Über MELLI REDET MIT:
Schon seit Ewigkeiten hat man sich gewünscht, in einer Talk-Show zu sein – vielleicht bei „Ina’s Nacht“ , in der „Kurt Krömer Show“ oder am allerliebsten bei Herrn Böhmermann! Damit das kein ewiger Tagtraum bleibt, macht man sich die Talk-Show am besten selbst. Das gilt nicht nur für Melli, sondern auch für die Gäste, die sie auf ihre Couch bittet. „Support your local Artist“ ist das Motto der Show. Die Gastgeberin und auch ihre Gäste aus Theater, Musik, Kunst und Kultur der lokalen Szene bekommen hier den Glamour, den sie wirklich verdienen. Ein Abend mit Couch, Stehlampe, Musik, Alkohol und Perlen der Region. Es geht um vieles und um nichts und um Mellis Lieblingsthese: Wer ewig haarscharf am Ruhm vorbeischrammt, hat länger was davon.
Melina Hepp ist vielseitige Frankfurter Künstlerin und Unterhalterin, singt und steht als Schauspielerin auf Theaterbühnen und hat im vorherigen Leben auch schon einmal einen Anlauf als Grundschulpädagogin gestartet.
Tickets ab 15,- Euro auf Eventim.de unter https://bit.ly/3jVRMMu oder für 18,- Euro an der Abendkasse.
Wo: Kunstverein Familie Montez Foto: Salar Baygan
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Samstag, 18. und Sonntag, 19. März Macho Dancer / Corponomy

(Martin)
Machos tanzen? „Die international bekannte philippinische Choreografin und Tänzerin Eisa Jocson erforscht die Beziehung zwischen Geschlechterbildern, Politik und Migration, stets geprägt von den sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in ihrem Herkunftsland.
Im März ist Eisa Jocson mit einem ganz besonderen Doppelabend im Künstler*innenhaus Mousonturm zu Gast: Das Solo „Macho Dancer“, das sie international bekannt gemacht hat, war 2013 bereits im Mousonturm und 2016 im Video zu „How do you like my cut?“ der Musikerin Peaches zu sehen. Darin umgarnt Jocson mit kreisenden, langsamen Hüftbewegungen bis heute Zuschauende in der ganzen Welt. Diese Tanztechnik wird in den Nachtclubs Manilas ausschließlich von Männern vollführt.
Jocson transformiert ihren Körper, lässt die Muskeln spielen und verwischt die Grenzen zwischen den Geschlechtern. In der anschließenden Lecture Performance „Corponomy“ gibt die Künstlerin Einblicke in ihr Werk- und Körperarchiv. Von „Death of the Pole Dancer“ (2011) über „Macho Dancer“ (2013) und „Host“ (2015) bis „Princess“ (2017) demonstriert Jocson, wie sich der Bewegungsprozess während ihrer Arbeit in den Körper einschreibt.“
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/macho-dancer-corponomy/
Samstag, 18. März um 20.00h und Sonntag, 19. März um 18.00h Mousonturm,Solidarisches Preissystem Foto: © Giannina Ottiker
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Samstag, 18. März – Sonntag, 30. April Tschechow. Kirschgarten.

(Martin)
Manchmal stelle ich mir vor, dass es im Theater ein Sneak-Preview - so wie im Kino - gibt: hingehen und nicht wissen, was gespielt wird und sich dabei aber heimlich eigentlich was wünschen…Mein Wunsch wäre klar: Tschechow – am liebsten Alles!
Im Theater Willy Praml in der Naxoshalle gibt es jetzt einen Tschechow, den ‚Kirschgarten‘ und diese Inszenierung von Michael Weber hat und zeigt im Grunde Alles von Tschechow und der seinen Stücken innewohnenden bitterzarten Melancholie - so intensiv und so stark, dass es zum Weinen schön ist.
Wo anfangen zu rühmen? Natürlich die Halle, die Bühne (auch Michael Weber), doch diesmal ‚andersrum‘, am hinteren Ende des eigentlichen Aufführungsraumes sitzt das Publikum und schaut auf eine Schneelandschaft, die in die Tiefe dahinfließt und es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat.
In die Weite hinein entwickelt sich die Geschichte vom ‚Kirschgarten‘, der als Ort des verdichteten Lebens mit all seinen Kirschbäumen verkauft werden soll. Ein Clou der Inszenierung ist, dass diese Kirschbäume ‚leben‘ und dargestellt werden von Bewohner*innen des GDA-Altenstifts, gelegen gegenüber der Naxos-Halle.
Die Besitzerin des Kirschgartens, Ljubow Andrejewna, samt der erweiterten Familie haben das Leben verpasst, sind an der jeweils eigenen Lebens-Haltestelle zurückgeblieben, sind von gesellschaftlichen Entwicklungen überrollt worden, Sicherheiten, Rollen und Konventionen wanken, lösen sich auf und es passt, wenn der Mensch als ‚universelle Fehlbesetzung‘ benannt wird.
Vielleicht ist diese Inszenierung eine riesige Erinnerungsarbeit an das Leben und das Sein überhaupt, das zunehmend und jeden Tag abhanden kommt. Wunderbar und zauberhaft, wie dabei unter der Schneelandschaft, verdeckt, vergegenständlichte Lebenserinnerungen verborgen liegen und wir mit hinein genommen werden in das Entdecken und Aufdecken von Bedeutung, von Vergangenem und Heutigen.
Sensationell sind die Kostüme (Paula Kern) in ihren Zitaten, auch hier gespiegelt: historisches und pralles Leben. Und natürlich die Schauspieler*innen: neben u.a. Rebekka Waitz, Birgit Heuser, Jakob Gail und Reinhold Behling allen voran Anna Staab, die als Andrejewna und verglimmender Stern in verruchter Attitüde Glanz und Vergänglichkeit auf hochhackigen Pumps durch diese Kirschgarten-Welt trägt. Begleitet und gerahmt wird all dies durch Tschaikowskis Romanze in f-moll in verschiedenen Varianten.
Zum Ende, wenn die Schauspieler*innen durch den eigentlichen Zuschauerraum dorthin, wo wir sonst sitzen, in die Ferne abgehen, dann sind das natürlich auch wir: im Träumen, im Hoffen, im Scheitern, im nicht Wissen, im Suchen, im Wünschen, im Lieben, Sterben, im Lauf der Zeit… Willy Praml selbst spielt den Firs, den Lakai, einen Greis von 87 Jahren, der übrig bleibt und vergessen wird. Er bleibt allein zurück und hält einen Kirschzweig in der Hand, einen der blühen wird – was ein Bild!
Weitere Infos und Tickets hier: https://theaterwillypraml.de/tschechow-kirschgarten-komoedie/
Samstag, 18. März. um 20.00h und Sonntag, 19. März um 19.00h Theater Willy Praml in der Naxos-Halle Weitere Vorstellungen am 24. - 26., 30. und 31. März, 14. – 16., 21. – 23., 28. und 30. April. Foto: © Seweryn Zelazny
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Samstag, 18. März: Of/ Holy Spider

(Andrea)
"Peitschenhiebe, Elektroschocks und Schläge: Nach einem Bericht von Amnesty International hat es während der jüngsten Protestwelle im Iran auch Gewalt an Kindern gegeben. Ziel sei es demnach, die Jugend des Landes zu unterdrücken." Zitiert aus Tagesschau online. Gestern. Verhältnismäßig ruhig ist es geworden, auch wenn die Proteste im Iran weitergehen, sind sie deutschen Medien kaum noch eine Meldung wert. Böhmermann hat sich in seiner Sendung nochmal mit dem Thema beschäftigt und einige interessante Aspekte thematisiert, die halbe Stunde mediathek ist sicher keine Zeitverschwendung. Einen Einblick in die iranische Gesellschaft erlaubt sicher auch der Film Holy Spider von Ali Abbasi, den Nic heute Abend zeigt. Eine Reihe von unaufgeklärten Morden an Prostituierten hält die Heilige Stadt Maschhad im Nordosten des Iran in Atem: „Spinnenmörder“ nennen sie den Serienkiller, der von sich glaubt, die Arbeit Gottes zu verrichten, indem er die Straßen vom Dreck befreit. Die Journalistin Rahimi wird von ihrer Zeitung geschickt, dem Fall nachzugehen – und bekommt als Frau in einer von Männern dominierten Welt ein Hindernis nach dem anderen in den Weg gelegt. Doch Rahimi gibt ihre Suche nach der Wahrheit nicht einfach auf. Während die Behörden tatenlos zusehen, wie der Mörder ein Opfer nach dem anderen in sein Netz lockt, kommt sie dem Täter immer näher. Entsetzt muss sie feststellen, dass er von vielen Menschen in der Stadt als Held gefeiert wird, und seine Verurteilung mehr als ungewiss scheint. Basierend auf dem erschütternden wahren Kriminalfall des „Spinnenmörders“ Saeed Hanaei, der zu Beginn der 2000er-Jahre in der Heiligen Stadt Maschhad 16 Prostituierte ermordete, realisierte der gefeierte iranischstämmige Regisseur Ali Abbasi („Border“) einen ebenso packenden wie ungewöhnlichen Thriller.
Dabei hat HOLY SPIDER weit mehr zu bieten als pure Spannung und Nervenkitzel: Mit der großartigen Zar Amir Ebrahimi in der Hauptrolle der jungen, mutigen Journalistin, und einem nicht minder fantastischen Mehdi Bajestani als einfachem Bauarbeiter auf heiliger Mission als ihren Gegenspieler, ist HOLY SPIDER ein gewagter Drahtseilakt, der ein ganz anderes Bild des Iran zeichnet, als man es bisher aus Filmen kennt. Seine aufsehenerregende Weltpremiere feierte HOLY SPIDER bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes, wo Zar Amir Ebrahimi zur besten Schauspielerin gekürt wurde.
Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
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Samstag, 18. März: Of/ Gleisbrett
(Andrea)
Aus dem Turmspringen ist das Gleisbrett geworden, was auch Sinn macht, schließlich legen Mo & Laromas im Waggon auf. Ab 22 Uhr entführen sie mit Deep & Acid Techno in die Nacht und weil wir zuhause nicht erwünscht sind, werden wir mal reinschauen.
waggon am kulturgleis, Mainufer/ höhe Isenburger Schloss, Offenbach. Nicht barrierefrei
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Sonntag, 19. März : Emiliana Torrini & The Colorist Orchestra

(Uwe)
Frage für ein Pub Quiz: „Wo wurde Emiliana Torrini geboren?“ Richtig, in Reykjavík. Die isländische Sängerin, Komponistin und Musikproduzentin kommt nun mit The Colorist Orchestra ins Zoom. Seit 2013 interpretiert das belgische Duo, bestehend aus den Multiinstrumentalisten und langjährigen Freunden Aarich Jespers und Kobe Proesmans, die Diskografien unterschiedlichster Künstle*innen unter dem Einfluss ihrer eigenen Erfahrungen aus Pop, Elektronik und Weltmusik neu. Vor Kurzem kam das Duo zum zweiten Mal mit der isländischen Singer-Songwriterin Emilíana Torrini zusammen. Das erste gemeinsame Album »The Colorist Orchestra & Emilíana Torrini« war bereits 2018 erschienen. Doch dieses Mal übertraf die Zusammenarbeit sogar ihre eigenen Erwartungen. Anfang 2023 erschien das zweite gemeinsame Album »Racing the Storm«. Dieses war von Beginn an ein gemeinsames Projekt. Ein Album voller gemeinsamer Kompositionen, auf dem die kammermusikalischen Wurzeln von The Colorist Orchestra mit der Energie und Fragilität von Emilíana Torrinis großartigem Songwriting verschmelzen.
Zoom F, Carl-Benz-Strasse 21 20 Uhr, VVK 35€ zzgl. Gebühren Foto: Zoom Homepage
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Sonntag, 19. März: Literatur + Musik im Doppelpack

(Petra)
Die Alte Oper und das Literaturhaus Frankfurt laden im Rahmen von „Musik Plus“ zu einem Sonntag ein, der ganz im Zeichen des Komponisten Sergej Prokofjew steht.Der war ein sowjetischer Pianist und Komponist, und hat das legendäre Musikmärchen "Peter und der Wolf" erdacht. Am Nachmittag geht es an der Schönen Aussicht um Prokofjews literarisches Schaffen, von dem man erst seit wenigen Jahren weiß. Das Literaturhaus stellt einige seiner Erzählungen vor und widmet sich seiner Vorliebe für märchenhafte Stoffe, für Dada und Surrealismus, für Wegbereiter wie Dostojewski, Gogol und Tschechow. Im Wechsel mit Lesungen des Schauspielers Gedeon Mfebe wird Carolin Grün Prokofjews Violinsonate Opus 115 spielen. Im Anschluss gibt es eine Führung durch das Literaturhaus. Abends spielt dann in der Alten Oper das City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung seiner Chefdirigentin Mirga Gražinyte-Tyla. Zu erleben gibt es u.a. die Ballettmusik zu „Romeo und Julia“ in Gestalt einer Suite, von der Dirigentin selbst zusammengestellt.
Foto: Carolin Grün©Sihoo Kim
Prokofjew – Erzähler und Musiker, mit Carolin Grün & Gedeon Mfebe, Kammermusik, Konzert und Lesung, Eine Veranstaltung der Alten Oper Frankfurt in Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt Ort: Literaturhaus Frankfurt und Alte Oper Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2 und Opernplatz 1, Uhrzeit: 16 und 19 Uhr, nur als Kombiticket ab 39 Euro, Tickets bekommt Ihr hier
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Montag 20. März: LANGE NACHT DES MENSCHENRECHTSFILMPREISES

(Daniela)
Ich habe ein paar Mal diese tolle Veranstaltung moderieren dürfen und kann sie Euch sehr empfehlen!
Alle zwei Jahre wird in Nürnberg der Deutsche Menschenrechtsfilmpreis in sechs Kategorien verliehen. Ausgezeichnet werden Regisseur/innen und Autor/innen, die sich in ihren Film- und Fernsehproduktionen in herausragender Weise mit Menschenrechten und deren Bedeutung auseinandersetzen. Es sind Filme, die zum besseren Verständnis der Menschenrechte von 1948 beitragen und einen eigenständigen Beitrag zu aktuellen Debatten leisten. In der Langen Nacht des Menschenrechtsfilms wird eine Auswahl der Preisträgerfilme in Frankfurt zu sehen sein. Gezeigt und diskutiert werden in diesem Jahr die folgenden zwei Dokumentarfilme: „Der lange Weg der Sinti und Roma“ (R: Adrian Oeser) und „A Black Jesus“ (R: Luca Lucchesi). Anschließend finden jeweils Gespräche mit den Filmemachern statt. Programm: - 18.30 Uhr Begrüßung
- 18.45 Uhr Film I: Der lange Weg der Sinti und Roma (R: Adrian Oeser) (45 min.) (Preisträger Kategorie Kurzfilm)
- 19.30 Uhr Dr. Margrit Frölich (Evangelische Akademie) im Gespräch mit Filmregisseur Adrian Oeser
- 20.00 Uhr Pause
- 20.15 Uhr Film II: A Black Jesus (R: Luca Lucchesi) (92 min.) (Preisträger Kategorie Langfilm)
- 21.45 Uhr Günter Burkhardt (Pro Asyl) im Gespräch mit Filmregisseur Luca Lucchesi
- 22.30 Uhr Ende
Ev. Akademie, Am Römerberg, Eintritt frei Anmeldung erforderlich: https://www.evangelische-akademie.de/kalender/lange-nacht-des-menschenrechtsfilms/60521/
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Mittwoch, 22. März: FFM/ Über Israel reden
(Andrea)
Dürfen deutsche Juden sich kritisch zur israelischen Politik äußern? Oder, anders gefragt: Müssen sie überhaupt eine Meinung haben? Diesen und anderen Fragen widmet sich Meron Mendel ist Professor für transnationale Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und hat MERON MENDEL Über Israel reden. Eine deutsche Debatte (Kiepenheuer & Witsch) Meron Mendel stellt sein neues Buch Über Israel reden vor und ich gehe hin. Sandra Kegel ist seit 1999 Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das sie seit 2019 leitet. Sie gehört zum Kritikerquartett der 3sat-Literatursendung Buchzeit und ist Mitglied verschiedenster Buchjurys. 19 Uhr Eintritt 8 / erm. 4 €. Die Plätze sind begrenzt, eine Anmeldung per E-Mail an kulturportal@stadt-frankfurt.de ist erforderlich.
Historische Villa Metzler, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main
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Donnerstag, 23. März: Der Frischkäse ist im 1. Stock
(Martin)
Ein Abend mit der Comiczeichnerin Jul Gordon.
Die Hamburger Comiczeichnerin Jul Gordon träumt viel und bildreich. Für ihren neuen Comic hat sie Träume aufgezeichnet und schafft „erzählerische Kontexte fernab jeder Erklärung, aber von glasklarer Traumlogik. „Hier zeltet das Krokodil in Pantoffeldistanz zu Ingeborg Bachmann, Plagiatsoldaten torpedieren ein GNTM-Shooting und ein und dieselbe Körperhaltung wird in sinnstiftender Weise in den verschiedensten Lebenssituationen eingesetzt.“ (Tabea Steiner).
Noch vor der Buchveröffentlichung stellt Jul Gordon ihren Comic im Gespräch mit Jakob Hoffmann vor und macht das Publikum auch zu Traumdeuter*innen. Alle Infos unter diesem Link https://www.atelier-goldstein.de/ueberdastraumen/
Donnerstag, 23. März um 19.00h Goldstein Galerie, Schweizer Straße 84
Foto: © Atelier Goldstein/Jul Gordon
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Do. 23.März: OF/ RIVER

(Andrea)
Heute möchte ich unbedingt in den Filmklubb! Nicht wegen unseres Offenbacher Hessen-Vize TAREK AL WAZIR, dem Mann meiner Kollegin DR.JOACHIM GLASENAPP oder der reiselustigen und bewunderten Julia Finkernagel, sondern schlicht wegen des Themas: "Let`s celebrate free rivers, clean water and freshwater life!". Uns erwartet eine filmische und musikalische Reise, die die uralte Beziehung zwischen Menschen und Flüssen erforscht. Texte von Robert Macfarlane ("Karte der Wildnis"). Gesprochen von Willem Dafoe. Musik von Richard Tognetti und dem Australian Chamber Orchestra (ACO) und von Jonny Greenwood und Radiohead. Im Laufe der Geschichte haben Flüsse unsere Landschaften und unsere Vorstellungen unserer Welt geformt; sie flossen durch unsere Kulturen und Träume. RIVER nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch Raum und Zeit. Der Film umspannt sechs Kontinente, nutzt außergewöhnliche zeitgenössische Kinematographie, einschließlich Satellitenaufnahmen, und zeigt Flüsse in einem Ausmaß und aus Perspektiven, die nie zuvor zusehen waren. Durch die Verbindung von Bildern, Musik und einem kargen, poetischen Textbuch entsteht ein Film, der sowohl traumhaft als auch bewegend ist, der die Wildheit und Kraft der Flüsse ehrt, aber auch ihre Verletzlichkeit und ihre Naturgewalt anerkennt und der damit die Verbundenheit von Menschen und Flüssen betont.
Einlass 19 Uhr
Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei
Trailer: www.youtube.com/watch?v=6NdkeQLf8ho
MainFlussFilmFest: www.netzwerkmain.de/mainflussfilmfest
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Donnerstag, 23. und Freitag, 24. März: Portrait Désir

(Martin)
Dieudonné Niangouna / Compagnie Les Bruits de la Rue Theater
Der Sprachmagier Dieudonné Niangouna kreiert mit „Portrait Désir“ ein fantasievolles, energiegeladenes Theaterstück mit mythologischen und historischen Frauenfiguren – von Medea über die westafrikanischen Königinnen Pokou und Nzinga, die kongolesische Prophetin Kimpa Vita bis hin zu Harriet Tubman – voller Farcen und Tragödien. Wie in den nächtlichen Erzählungen der Großmutter des Autors und Regisseurs, der diese fantastische Reise gewidmet ist, leben die Geister neben den Lebenden.
Vier Schauspielerinnen, zwei Schauspieler und zwei Musiker erschaffen auf der Bühne eine polyphone musikalische Fabel, die von Dieudonné Niangounas opulenter, bildhafter, witziger, aufbrausender Sprache getragen wird.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/portrait-desir/
Um 18.30h findet jeweils eine Kurzeinführung statt. Donnerstag, 23. und Freitag, 24. März um jeweils 19.00h Mousonturm / Saal Solidarisches Preissystem
Foto: © Christophe Raynaud de Lage
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Donnerstag, 23. März bis Samstag, 25. März: „Goldene Fäuste“ – Soziale Ungleichheit auf Theaterbühne

(Petra)
Über die Frankfurter Prärie herrscht das Kapital. Und im rauen Leben des Wilden Westen kämpfen alle nur ums eigene Überleben. Immer stärker prägt die Armut das Gesicht der alten Stadt. Doch in der Seilerei treffen sich die letzten Mutigen, die dieses Regime nicht mehr hinnehmen wollen: Eine Gruppe Cowboys und Cowgirls probt den Aufstand. Doch welche Chance haben sie, die Welt um sie herum zu verändern? Team Scharpff holt Alltagsexperten der Klassengesellschaft auf die Theaterbühne und verlegt ihre Geschichten von sozialer Ungleichheit in den Saloon. Dort treffen Menschen aufeinander, die in der Welt draußen selten miteinander ins Gespräch kommen. Im Western-Ambiente können Wahrheiten ausgesprochen und geheime Träume ausgelebt werden: vom Niederschießen der Großgrundbesetzerin bis zum Banküberfall…
Goldene Fäuste – Eine Theaterperformance aus der Prärie der sozialen Kälte, Community: Christiane Blumenberg, Jason Mayer, Andreas Jacek, Horst Nagel, Sabine Neis, Monika Plottnik, Holger Roll, Franziska Winter, Karin Zennig, Team/ Konzept: Heike Scharpff (Regie), Jan, Deck (Dramaturgie), Rahel Seitz (Bühne & Kostüm), Nicole Horny (Leitung Sprechchor, Performance), Josephine Findeisen (Choreographie, Performance), Burcak Konugman (Musik, Performance), Thea Steimer (Assistenz), Verena Strasser (Produktionsleitung), Filiz Dindin (Grafik), Julia Koch (PR), Ort: Alte Seilerei Frankfurt, Adresse: Offenbacher Landstr. 190, Vorstellungen am 23., 24. und 25.03., jeweils um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, Eintritt: solidarisches Preissystem , bitte per E-Mail reservieren
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Freitag, 24. März: Nu Genea
(Uwe)
Aus zwei Gründen mache ich auf diese Band aufmerksam: Sie singen (wenn sie mal singen, vieles läuft bei den Liedern, die ich gehört habe, instrumental) Italienisch (mag ich gerne) und sie haben einen Song im Repertoire, der nach anhaltender Dunkelheit Lust auf Sonne & Meer macht: Bar Mediterraneo. WDR schrieb über sie: Nu Genea - das ist ein Produzenten-Duo, das zur Band geworden ist. Lucio Aquilina und Massimo Di Lena schaffen auf "Bar Mediterraneo" einen cineastischen Retro-Dance-Sound, der die Disco-, Funk- und Folk-Historie Neapels kondensiert.
Zoom F., Carl-Benz-Strasse 21 20 Uhr, 30€ zzgl. Gebühren Foto: Zoom Homepage
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Freitag, 24. März: Minoa

(Uwe)
Ich habe es an dieser Stelle schon einige Male geschrieben. Einer meiner Top10 Momente in meinem sehr bewegten Konzertleben geschah im Lotte Lindenberg: Der Niederländer Kim Janssen gab eine Zugabe, setzte sich an eine Orgel und sang den mit unbekannten Song "Drift". Ein Wahnsinn!
Im März kommt ein neuer, interessanter Act in den schönen Keller nach Sachsenhausen. Auf den acht Songs ihrer ersten Platte lässt Minoa aus Berlin ein Gespür für Songwriting und Melodien erkennen, wie es selten zu hören ist - und kleidet dieses in einen eigenwilligen, international anmutenden E-Gitarren-Sound, der sich vor den Großen der Szene wie Julia Jacklin, Big Thief, Angel Olsen, Soccer Mommy oder Snail Mail nicht zu verstecken braucht. Die stimmlichen Fähigkeiten der ausgebildeten Sängerin und Sprecherin sind von bestechender – und zutiefst berührender – Qualität. Sie sind auch in Bandbesetzung das Herz ihrer Live-Performance. Minoa wurde in Houston, Texas, geboren, ist in einem Dorf bei Hannover aufgewachsen und veröffentlichte im August 2022 ihr Debut-Album “Forward, Backward, Start Again” beim Berliner Label Listenrecords.
“Mir persönlich ist es ein absolutes Rätsel, warum diese Frau noch ein Geheimtipp ist und nicht schon längst weltweit gefeiert wird" - Raffaela Jungbauer, radioeins
“Wir sind hier große Fans […] der Gitarrensound alleine hat mich fertig gemacht […] eines der bestklingenden Gitarrenstücke der letzten Monate” - FluxFM Podcast Zuckerstückli
"intensiver, dramaturgisch geschickt gemachter Gitarren-Pop" - DLF Corso
Lotte Lindenberg Frankfurt, Frankensteiner Str. 20 21:30 H Ticketpreis 10,00 € & VVK-Gebühr 1,00 €
Foto: Lotte Lindenberg / Facebook
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Samstag, 25. März: OF und FFM/ Vernissage & Aftershow-Party: "Sagana"

(Andrea)
Ein hübsches Programm haben sich die Macher zur Vernissage der Ausstellung des afrikanischen Künstlers Liby Lougué ausgedacht: Die Kunst gibt es bei Moogoo in der Gwinnerstraße und die Party in der wirklich famosen Grace Studiobar im Offenbacher Nordend.
"Logué wurde 1987 in Ouagadougou (Burkina Faso) geboren, gehört der neuen Generation von afrikanischen Künstler:innen an, die immer mehr versucht, sich in einer vom weißen und westlichen Blick dominierten Kunstwelt zu behaupten. Diese Generation steht für ein sich im Wandel befindendes Afrika, das der Globalisierung und der Konsumgesellschaft ausgesetzt ist. Heute wächst der Einfluss der afrikanischen Kunst in die zeitgenössischen Kunstwelt stetig, mit dem Ziel – nun befreit von einer primitiven Ideologie – einfach nur noch die Schönheit, die Geschichte und die Kultur(en) Afrikas zu zeigen. Liby Lougué wird in Frankfurt/Main vom 15. bis 30. März 2023 bei Moogoo residieren und in der Gwinnerstraße 46 malen und ausstellen. Er wird seine Werke im Rahmen einer Ausstellung und einer Vernissage präsentieren, die er am 25. März ab 18 Uhr selbst begleiten wird und die bis zum 15. April zu besichtigen sein wird.
Weitere Informationen zur Residenz, über den Künstler Liby Lougué findet ihr hier: https://www.moogoo-fine-art.com/austellung-liby-lougue
18 Uhr : Moogoo Creative Africa, Gwinnerstraße 46, Frankfurt 22 Uhr: Grace Studio Bar, Ludwigstraße 187, Offenbach
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Samstag 25. März: „Stadt-Blicke“ am SaTOURday

(Daniela)
Im Stadtlabor untersucht das Museum die Stadt, zusammen mit den Menschen, die hier leben und arbeiten. Das Museum will wissen, wie sie die Stadt sehen, was sie mögen und was ihnen Probleme bereitet. Das Stadtlabor ist die Schnittstelle des HMF zur Stadt und ihrer Bevölkerung.
Unterschiedliche und sehr persönliche Beiträge in der laufenden Ausstellung behandeln den stetigen Wandel der Stadt: Was macht Frankfurt für mich aus? Wie wollen wir in dieser Stadt leben? Im Prozess der Beschäftigung mit diesen Fragen gewannen alle Beteiligten ein ganz besonderes „Frankfurt-Know-how“, das in „Stadt-Blicke. Eine subjektive Frankfurt Kartographie“ bis zum 10. April gezeigt wird.
Am morgigen SaTOURday – Samstag, den 25. Februar von 15 bis 17 Uhr – bietet das Historische Museum vertiefende Einblicke in die aktuelle Ausstellung des Stadtlabors. Mehrere der über 80 Stadtlaborant*innen sind anwesend und präsentieren ihre Beiträge:
Sibylle Lienhart, die als Urban Sketcherin die Hauptwache mehrere Tage lang beobachtet und skizziert hat; die Künstlerin Leonore Poth begleitete über einen Zeitraum von vier Monaten die Baustelle zwischen Langer Straße, Breiter Gasse und Allerheiligenstraße und kondensierte ihre Eindrücke in Form von Pastellkreidezeichnungen.
Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.
Mehr Informationen zum Stadtlabor stehen hier
Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main @ HMF, Horst Ziegenfusz
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Samstag, 25. März: The Fe.Male Trail (Ein Nick Cave-Abend)

(Martin)
Mit Text und Musik von Katharina Bach und Band Bitchboy
Yeah! Sie ist wieder da! La Bach ist zurück in Frankfurt!
Das Schauspiel wird gerockt und Katharina Bach und die Bitchboys zeigen im Schauspiel Frankfurt ein Rockkonzert, das eines ist und gleichsam auch ein super lohnende Theaterperormance!
„Ein Rockkonzert. Mit allem Drum und Dran, samt einer ausgepichten Lichtinszenierung und zum Schluss hin auch einem pompös monumentalen Gebrauch der zur Theatermaschinerie gehörenden Hub-Podien. [...] Katharina Bach ist in dieser Rolle eine Bühnenerscheinung, die einen nicht loslässt, und sie vermag es, Glam auszustrahlen. Das wirkt von der ersten bis zur letzten Minute ungebrochen wie ein »authentisches« Konzert. [...] die Frau ist eine fantastische Sängerin und sie macht alles fulminant. [...] Das ist ein großer Abend, keine Frage.“ – Das schrieb die Offenbach Post.
Und die FAZ berichtete: „Ein ziemlich großartiger Abend. [...] Katharina Bach verblüfft als Sängerin, sie ist aber auch eine Schauspielerin, die eine Sängerin spielt, und darüber hinaus eine schillernde Figur, die sich nicht auf einen bestimmten Charakter festlegen lässt [...]. Die Cave-Lieder scheinen wie für Bach geschrieben.“
Anderthalb Stunden wird das Große Haus des Schauspiel Frankfurt zur Konzerthalle. Und am Schluss sprang in der Premiere das Publikum auf und es gab Standing Ovations, riesigen Applaus und Fußgetrampel für Katharina Bach, die Bitchboys und eine Show, eine Inszenierung, die so noch nie zu sehen war. Grandios und keinesfalls verpassen!
Der Vorverkauf hat scho begonnen. Schnell Tickets sichern!
Samstag, 25. März, im Schauspiel Frankfurt.
Foto: © Robert Schittko
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Samstag, 25. März: Trittenbude (Support: Nashi 44)

(Uwe)
Der Begriff „Frittenbude“ ist bei mir positiv besetzt. Warum? Wir hatten damals in Goddelau eine auf dem Kerweplatz stehen und da bin ich gerne eingekehrt (obwohl es bei uns zuhause immer ausrechend zu essen gab), aß Pommes und hörte den alten Biertrinkern genüsslich beim Geschichtenerzählen zu. Das hat natürlich mit dem Duo Frittenbude nichts zu tun, die jetzt ins Zoom kommen.
Über sie seht auf der Homepage des Zoom: Frittenbude kommen wie immer wieder zurück zu dir und gehen auch in 2023 erstmal ordentlich auf Tour. Wie schon auf der jüngst erschienenen kleinen bis großen Technopunk Hymne ‘Sandradome’ wird alles plattgewalzt, was sich entgegenstellt. Das ganze Frühjahr steht im Sternzeichen der Eskalation. Haben wir nicht alle langsam wieder Bock auf Ekstase und schnellen und heissen Scheiss? Zwischen Blitzlicht und Nebel, zwischen Bass und Boykott da finden wir uns wieder in ewiger Glückseligkeit. Zwölf Städte, zwölf diskokugelartige Abrissbirnen die Frittenbude höchstselbst mit dem Basslaster von Nacht zu Nacht manövrieren. Ist da etwa ein Album in Sicht? Hajo <3
Zoom F., Carl-Benz-Strasse 21 20 Uhr, 25€ zzgl. Gebühren Foto: Zoom Homepage
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Samstag 25. März: Der Widerspenstigen Zähmung

(Daniela)
Mirjam hat uns folgende Empfehlung geschickt:
Der Widerspenstigen Zähmung nach William Shakespeare Shakespeare Company Coelln in Kooperation mit der Universität Köln „First Folio 1623“ und dem Internationalen Theater Frankfurt
400 Jahre First Folio - Mr. William Shakespeares Comedies, Histories & Tragedies William Shakespeares legendäre erste Gesamtausgabe feiert ihren 400. Geburtstag. Das Jubiläum wird international: Überall auf der Welt zeigen Institutionen ihre First Folios. So auch wir zeigen Ihnen in Rahmen "400 Jahre First Folio" die folgenden wunderbaren Stücke.!
DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG nach William ShakespeareThe Taming of the ShrewStratford-upon-Avon um 1592Regie & Textfassung: Hans-Peter Speicher"SHAKESPEARE HAT UNS VOR ÜBER 400 JAHREN DIE SUPPE EINGE-BROCKT - WIR LÖFFELN SIE AUS"Die Welt ist für William Shakespeare eine Bühne und wir alle spielen auf ihr nur eine Rolle. Die bereits im Original vorhandene Rahmenhandlung macht das Stück zum Theater auf dem Theater.
Doch worum geht es nun in dieser Komödie? Lucentio - ein junger Student - kommt nach Padua. Sein erster Blick fällt auf die bezaubernde Bianca, die er gern zur Frau hätte. Dabei gibt es allerdings einen Haken: ihr Vater will die jüngere Tochter erst dann verheiraten, wenn auch die ältere Katharina einen Mann fürs Leben gefunden hat. Um Bianca zu gewinnen, muss Lucentio deshalb nicht nur die Mitbewerber Hortensio und Gremio aus dem Weg räumen, sondern auch einen Ehemann für die widerspenstige Katharina finden, die ihr Herz auf der Zunge trägt und die mit ihrer Art jeden Mann vertreibt.
Shakespeares erste große Komödie mit ihrer provokativen Komplexität ist sicherlich sein umstrittenstes Drama mit einer nicht abreißen wollenden Diskussion über die Geschlechterrollen, die unweigerlich mit jeder Inszenierung erneut aufflammt. Sie reflektiert die Angst der Männergesellschaft vor selbstständig denkenden Frauen. Dem Publikum wird überlassen, wie es den Schluss des ewigen Kampfes zwischen Mann und Frau, das Spiel von der Un-/ Gleichheit der Geschlechter deuten will. Vielleicht schließt es sich ja Michael Bogdanov - Regisseur in Stratford - an, der Shakespeare schlicht zum Feministen erklärt.
25.03. (20 Uhr) + 26.03. (18 Uhr)
Internationales Theater FrankfurtHanauer Landstr. 5 - 7 (Zoo-Passage), 60314 Frankfurt/Main
Mehr Infos.
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Samstag, 25. & Sonntag, 26. März: Johannis-Passion BWV 245
(Martin)
BR Klassik listet die Johannes Passion unter den Top 99 der Alten Musik und schreibt: „Fast genau 300 Jahre nach ihrer Uraufführung ist Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion immer noch eines der ergreifendsten und zugleich dramaturgisch effektvollsten Werke der Musikgeschichte. Aus dem Evangelien-Bericht vom Leiden und Sterben Christi wird hier eine Tragödie voller Schmerz und barocker Farbenpracht.“
Die Frankfurter Kantorei bringt mit dem Orchester Camerata Frankfurt passend zur Jahreszeit die Johannes-Passion zur Aufführung. Spannend wird es u.a. Philipp Mathmann, einen sensationellen Counter-Tenor, der in Wiesbaden in der Oper Babylon zu erleben war, als Sopran zu hören.
Hier geht’s zu den Tickets: http://www.frankfurterkantorei.de/seiten/deutsch/die_konzerte.htm
Samstag, 25. März um 19.30 Uhr und Sonntag, 26. März um 18.00h Heiliggeistkirche im Frankfurter Dominikanerkloster
Foto: © Frankfurter Kantorei
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Samstag 25. + Sonntag 26. März: Familienkonzert „Pippi, Karlsson & Co.“

(Daniela)
Eine der berühmtesten Figuren von Astrid Lindgren steht im Zentrum dieses Familienkonzerts der hr-Bigband. Erzählt und moderiert von Niels Kaiser und Elke Ottenschläger und gesungen von Elke Diepenbeck. Die hr-Bigband ist voll dabei, live und mit sattem Big-Band-Sound! Altersempfehung: ab 6 Jahren Pippi Langstrumpf macht sich die Welt widewide-wie sie ihr gefällt. Kein Wunder, dass bei der rothaarigen Kinderbuchheldin mit den abstehenden Zöpfen so manche Gleichung nicht ganz aufgeht. Denn Pippi ist nicht nur stark, sondern hat auch ihre ganz eigene Logik.
Da kann es schon mal vorkommen, dass Polizisten vor der Neunjährigen Reißaus nehmen, Nägel in der Suppe zur leckeren Delikatesse werden und gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Immer mit von der Partie: ihr Äffchen Herr Nilsson und ihr Pferd Kleiner Onkel.
Doch auch Karlsson, Michel, Madita & Co. dürfen in den Geschichten von Astrid Lindgren natürlich nicht fehlen. Unterstützt werden sie alle von den Musikern der hr-Bigband. Elke Ottenschläger und Niels Kaiser erzählen, Elke Diepenbeck singt, die Kinder lernen jede Menge (un)sinnige Tipps und Tricks fürs Leben und die Erwachsenen fragen sich: Wären wir nicht alle gerne ein bisschen mehr wie Pippi?
Tickets: https://www.hr-ticketcenter.de/
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Sonntag, 26. März: 59. Naxos Hallenkonzertn Sincrone. Fabrik Quartet

(Martin)
Das Frankfurt-basierte Fabrik Quartet widmet sich intensiv der Verbreitung des zeitgenössischen Repertoires. Die Musiker:innen formierten sich aus den Reihen der IEMA 2021/22 neu zum Streichquartett, haben bereits etliche internationale Wettbewerbe gewonnen und treten in ganz Europa auf. Im Programm dieses Naxos Hallenkonzertes stehen u.a. das Quartett „im Andenken“ (2007) von Sarah Nemtsov, die deutsche Erstaufführung eines Werkes des valencianischen Komponisten José Luis Escrivà Córdoba und das erste Streichquartett von Rebecca Saunders. Titelgebend ist Luciano Berio Quartett Sincronie (1968).
Das Fabrik Quartet sind: Federico Ceppetelli & Adam Woodward – Violine, Jacobo Diaz Robledillo – Viola und Elena Cappelletti – Violoncello
Hier das genaue Programm: Luciano Berio (1925-2003) – Sincronie (1964)
Jose Luis Escrivà Córdoba (1984) – Més enllà de la quarta dimensió (2023, Deutsche Erstaufführung) Franz Schubert (1797-1828) – Streichquartett D703 – 2. Satz: Andante (Fragment)
Sarah Nemtsov (1980) – Im Andenken (2007) – nach dem Fragment Andante aus Schuberts Streichquartett D703 Rebecca Saunders (1967) – Fletch (2012)
Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/ Sonntag, 26. März um 11.00h: 59. Naxos Hallenkonzert, Naxos Halle
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Sonntag, 26. März: Nachverdichtung. Ein Häuschenkampf

(Martin)
Eine Komödie für Frankfurter und andere Wohnungssuchende! Uraufführung
Als ich die Frühkritik von Natascha Pflaumbaum auf hr2 gehört habe – Natascha Pflaumbaum hat sich kaputt gelacht und das macht Natascha Pflaumbaum nicht so oft im Theater, zumindest berichtet sie nicht davon – dachte ich: ab in die Volksbühne zu ‚Nachverdichtung. Ein Häuschenkampf.
Wer Natascha Pflaumbaum lachen hören möchte, der kann das hier: https://www.hr2.de/programm/tag-fruehkritik-100.html
Der Abend ‚Nachversdichtung. Ein Häuschenkampf.‘ scheint sich zu lohnen. Die FR schreibt: „Wenn scherzen, dann mit Wumms: Der Kabarettist und Autor Rainer Dachselt nimmt sich aktueller Themen und Empfindlichkeiten gern mit kräftigen, aber doch auch lustig klimpernden Worten an. Reime stößt er nicht von der Bettkante, wenn sie sich denn anbieten. Ein Johanniskraut, das sich zu sprechen traut, gibt es etwa im jüngsten, in der Frankfurter Volksbühne uraufgeführten Vier-Personen-Stück „Nachverdichtung. Ein Häuschenkampf“. Denn während Häuschenbesitzerin Marion von einer Praxis am Stadtrand träumt und darum ihr Zuhause in zentraler Frankfurter Lage verkaufen möchte (dann wieder nicht, dann wieder doch), hängt sich ihre Tochter Lara voll rein beim wilden Aussäen und liebevollen Pflegen von Pflanzen im Stadtraum. Aber ein Pflanzenmörder geht um, die Kamille ist bereits tot und statt des Waldmeisters liegt da nur ein Zettel: „Danke für die Bowle“.
Wenn das kein Grund ist, die Nerven zu verlieren. Lara jedenfalls verliert sie beim Guerilla Gardening regelmäßig (Hortensien? Geht’s noch! Da geht doch keine Biene ran). Da haben sie und ihre Mitkämpferinnen leider auch keine Kapazitäten mehr, Marions Häuschen zu besetzen. Schließlich müssen sie Wache schieben wegen des Pflanzenmörders.“
Wer Lust auf Lachen hat (und das sind hoffentlich viele…) sollte in die Volksbühne gehen.
Tickets gibt’s hier: https://volksbuehne.net/programm/nachverdichtung
Sonntag, 26. März um 17.00h Volksbühne im Großen Hirschgraben, Großer Hirschgraben 19
Foto: © Homepage Volksbühne im Großen Hirschgraben
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Sonntag, 26. März: Lokal Listener

(Uwe)
Der Lokal Listener ist und bleibt mein Lieblingsformat, das auch außerhalb des Lokals des Mousonturms sehr gut funktioniert. Nun kommt Wolf Schubert-K. ins Massif Central. Über ihn schrieb ich neulich hier, weil er ein Konzert in der Brotfabrik spielte.
Von Gregors Seite klaute ich folgende Beschreibung über ihn: Blues, Folk und Country aus Deutschland? Aus Frankfurt? Ja, den gibt es, und zwar in seiner schönsten Form, wenn Wolf Schubert-K. die Bühne betritt. Der Musiker, der schon in den 1990ern mit „Alternative Country“ von sich reden machte, ist gerade wieder mit einem neuen Album unterwegs: „Sad Songs Vol.1“. Der Titel versteht sich mit einem gewissen Humor gedacht, aber es ist auch die Freude darüber, wie glücklich einen das Singen trauriger Lieder machen kann. Wolf Schubert-K. spricht von sich selbst als überzeugten Individualisten und Independent-Künstler. Er will eigentlich keine Schubladen – aber Folkmusik, das ist einfach das, an vielen Stellen bei ihm herauskommt. Der Frankfurter Singer-Songwriter bringt auch gleich seine Band mit, die mit Julia Embers (auch bekannt als Sängerin bei „Romie“) als Sängerin und Bassistin und Steffen Huther mit Gitarre und Dobro den richtigen Sound für diese Matinee liefern wird.
Massif Central F., Eschersheimer Landstraße 28 11:00 Uhr Eintritt: € 20,- (Fördererpreis) € 10,- (normal) € 5,- (ermäßigt für Schüler/Studierende), Tickets gibt’s vor Ort an der Kasse., Reservierungen per Mail an: gregorpraml@me.com Foto: To Kühne
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Dienstag, 28. März: Anna Kim im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)
Heute geht es im Literaturhaus Frankfurt um die Folgen von Segregation und Diskriminierung: Die Autorin Anna Kim bringt sich ein in die Debatte um die so wirkmächtige wie fatale Idee von "Rasse". Denn die prägt bis heute unsere Gesellschaften bis in die privaten Räume. Die Rasse-Idee entzweit, verhindert, diktiert. Geboren in Südkorea, verbrachte Kim ihre Kindheit und Jugend in Deutschland und Österreich, bevor sie in Wien unter anderem Philosophie studierte und mit dem Schreiben begann. Auf wahrer Begebenheit beruhend erzählt ihr fünfter Roman „Geschichte eines Kindes“, nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022, von Ereignissen vor 70 Jahren: In einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Wisconsin bringt im Juli 1953 die zwanzigjährige Telefonistin Carol Truttman einen Jungen zur Welt, den sie zur Adoption freigibt. Bald sehen sich die betreuenden Kinderschwestern mit einem aus ihrer Sicht schwerwiegenden Verdacht konfrontiert: Das Baby scheint, anders als von der Mutter angegeben, nicht „weiß“ zu sein, sondern, wie es in der Behördensprache der damaligen Zeit heißt, „indianisch“, „polnisch“ oder „negrid“ – ein Skandal zur Zeit der Rassentrennung.
Foto: Anna Kim©LH FFM
Anna Kim: Geschichte eines Kindes, Hybridveranstaltung, Moderation: Jan Wiele (F.A.Z.), Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 9 (6) Euro, Streamingticket 5 Euro (Streaming-Abo 50 Euro für 20 Veranstaltungen)
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Mittwoch, 29. März: Vernissage „This is Us 2023“ + Ausstellung bis Sonntag, 11. Juni im Frankfurter Kunstverein

(Petra)
Für die vierte Überblicksschau „And this is Us 2023“ sind 11 junge Künstlerinnen und Künstler in den Frankfurter Kunstverein eingezogen. In den Wochen vor der Ausstellungseröffnung haben sie in den Räumen gearbeitet und dort ihre temporären Werkstätten aufgebaut. Dabei entstanden sind neue großformatige Werke. Die Ausstellung hat sich zu einer sichtbaren Bühne für zeitgenössische Nachwuchstalente entwickelt, die an der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt und der Hochschule für Gestaltung Offenbach studieren oder gerade absolviert haben. Mit eigens für den Frankfurter Kunstverein produzierten Werken zeichnen sie ein vielstimmiges Bild der Fragen junger Menschen an die Vielschichtigkeit von Identitätssuche, an unsere Gesellschaft und die Zukunft.
And This is Us 2023: Junge Kunst aus Frankfurt, Ausstellung, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus am Römerberg, Vernissage um 19 Uhr, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags: 11 - 19 Uhr, donnerstags: 11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro
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Donnerstag 30. März & 2. April: Hiob

(Martin)
Nach Joseph Roth - Schauspiel
Die Inszenierungen von Johanna Wehner sind nicht nur einfach Schauspiel, es sind Kompositionen, in denen Sprache zu Musik wird…
Der fromme jüdische Lehrer Mendel Singer lebt mit seiner Familie im Russischen Reich. Diesen »einfachen Mann« schickt Joseph Roth in seinem Roman auf eine Odyssee: Mendels jüngster Sohn kommt schwer krank zur Welt, der älteste geht zum Militär, der mittlere verlässt die Heimat in Richtung Amerika. Als sich die Tochter mit den Kosaken einlässt, beschließt Mendel, ebenfalls zu emigrieren und mit ihr und seiner Frau in New York das Glück zu suchen. Schweren Herzens lassen sie den kranken Sohn zurück. Doch Mendel findet weder Heimat noch Glück. Im Gegenteil: Er verliert beide Söhne im Krieg, die Frau stirbt, die Tochter wird wahnsinnig. Verzweifelt sagt Mendel sich von dem los, was ihm geblieben ist: von seinem Gott. Und dann bringt eine Melodie ein unfassbares Wunder mit sich…
Das Strandgut schrieb nach der Premiere: »Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Stefan Graf, Agnes Kammerer, Nils Kreutinger, Christoph Pütthoff und Matthias Redlhammer in zurückhaltend historisierenden Kostümen werfen sich die Rollen zu wie Bälle, turnen bewegt über die Bühne. Ganz allmählich festigen sich die Konturen des Personenensembles, doch eines bleibt kollektiv herausgespielt: das Gedächtnis, die Erinnerung. Der Wechsel zwischen Erzähltem und Dramatisiertem gelingt, die Vielstimmigkeit von Perspektiven wird sichtbar; der Zauber der Sprache er schillert. […] Es gelingen aber immer wieder herzzerreißende, exquisite Miniaturen, so wie Heidi Ecks als Deborah die Flucht verweigert, weil sie ihr krankes Kind nicht zurück lassen will, so wie Christoph Pütthoff die Moderne in New York beschreit, bebrüllt gar, so wie Matthias RedIhammer letztendlich vom Glauben abfällt, um dann doch ein Wunder zu erleben. Unterstützt von einer feinen Lichtregie, ist es vor allem die klug austarierte Rhythmik, die die Inszenierung trägt.«
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/hiob/1322/
Donnerstag, 30. März und Sonntag, 2. April um jeweils 19.30h Schauspiel Frankfurt, Großes Haus.
Foto: © Birgit Hupfeld
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Donnerstag 30.3.-1.4.: Future Grounds. Songs for the feeling of knowing.

(Daniela)
Future Grounds. lädt in einen Kosmos von Vorhersagen und Prognosen ein und nimmt verschiedene Forecast-Systeme unter eine klanglich-performative Lupe.
Wie entstehen Vorhersagen? Wie beeinflussen sie unsere Gegenwart, unser Handeln und die Vorstellungen von Zukunft? Welche Rolle spielen Imagination, Interpretation, Vorurteile und künstliche Intelligenz in der Entstehung von Vorhersagen?
Julia Novacek entwickelt mit ihrem Team einen dokumentarisch-musikalischen Abend, in dem Musik, KI Systeme und Dokumentarfilm in einer orchestralen Anordnung zusammenfinden.
Glitches, Verschiebungen und Fehler entstehen und werden in den Abend geflochten. Im Sinne der Autorin und Kuratorin Legacy Russel können Glitches als Verschiebungen, Formen der Verweigerung verstanden und gelesen werden. Sie zeigen ein Dazwischen auf und bieten Möglichkeiten, aus bestehenden, festen Systemen auszubrechen.
Prognosemärkte, Klimaforschung, Risikomanagement, Hirnforschung und Wahrsagerei fügen sich dabei in der großen Fabrikhalle der Alten Seilerei zu einem Forschungsfeld zusammen. Für das Projekt arbeitet das Team mit Expertinnen aus Frankfurt zusammen. U.A. mit Anna Possner (Atmosphärenwissenschaftlerin, Universität Frankfurt), Gözem Turan (Entwicklungspsychologin, Universität Frankfurt), Angela Grötsch (Hellseherin). Sie erzählen, welche Bedeutung Vorhersagen in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern haben und wie diese getroffen werden können, welche Parameter bedeutend sind und welche Rolle Visualisierungen dabei spielen.
Der Komponist und Performer Elischa Kaminer schreibt Musik für elektronische und akustische Instrumente, Künstliche Intelligenz und Stimme: Die Perkussionistin Angela Wai-Nok Hui, ausgestattet mit einem Motion Capture Suit, der ihre musikalischen Bewegungen ins Digitale übersetzt, und die Sängerin Sophie Wenzel erweitern sich zu einem hybriden Klangkörper und vertonen Zukunftsprognosen, erzeugen Noise und lassen sich, zusammen mit dem Publikum, die Zukunft durch ein KI-Orakel voraussagen.
Die Medienkünstlerin Eni Brandner entwirft Animationen und lässt digitale Wolken und spekulative Bilder, von künstlichen Intelligenzen erstellt, auf den Wänden der Fabrikhalle des Netzwerk Seilerei vorbeiziehen. Sie ergänzen das Setting um die von Artemiy Shokin geschaffenen Objekte und räumlichen Interventionen.
In diesem Spekulationsraum kommen die unterschiedlichen künstlerischen und wissenschaftlichen Stimmen in einem musikalischen Ensemble zusammen. Sie ergänzen sich, finden (Dis-)Harmonien und verweben sich zu einem klanglich und thematisch verheißungsvollen Netzwerk.
Netzwerk Seilerei, Offenbacher Landstraße 190 https://netzwerk-seilerei.net/
Termine: Donnerstag, 30.03.2023, 20h (Premiere), Freitag, 31.03.2023, 20h, Samstag, 01.04.2023, 20h
Tickets: Ticketreservierungen und Infos zur Produktion: projects@julianovacek.com
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Donnerstag, 30. März: FFM/ Das Lufer-Haus

(Andrea)
Im Klappentext steht "Wer den Gruselfilm „Blair Witch Projekt“ mochte, wird dieses Hörspiel lieben […]“ (Spiegel Online, 2012). Ist schon ein paar Tage her, aber natürlich erinnere ich mich. "We are here, hungry, cold...and hunted". Wacklige Kameraführung, schwarz-weiß, drei Studenten, die der Sage einer Hexe auf den Grund gehen wollten und verschwanden. Jetzt kommt mit "Lufer-Haus" eine ähnliche Geschichte, glücklicherweise als Hörspiel (ich bin nach dieser Art Filmen am Ende nervlich immer fix und fertig. Aber es macht trotzdem Spaß) in die Batschkapp.
"Im Jahr 2008 verbringt ein parapsychologisches Forscherteam einige Tage im legendären Spukhaus der Familie Lufer und verschwindet dort spurlos. Lediglich die kürzlich aufgefundenen Tonaufnahmen der Expedition liefern ein verstörendes Zeugnis der Geschehnisse. Dieses Hörspiel ist anders als andere Hörspiele – schonungslos, real und authentisch eröffnet diese dokumentarische Erzählweise eine neue Dimension des Horrors. Die Batschkapp wird nun zum Ort des Geschehens und Autor und Regisseur Kai Schwind inszeniert mit allen Mitteln der Tonkunst ein ganz besonders packendes Live-Erlebnis. Wer die Augen schließt, hört ein Hörspiel – wer sie jedoch öffnet, erhält nicht nur einen Einblick in alle Aspekte der Hörspielproduktion, sondern erlebt zugleich eine ganz eigene Kunstform auf der Bühne. Fünf Schauspieler*innen, ein Sounddesigner und überraschende „special effects“ lassen gemeinsam Welten entstehen, die nur im Kopf des Publikums existieren. Über die Lauscherlounge Alles rund um das gesprochene Wort: Die Lauscherlounge ist Verlag, Studio und Live-Veranstalter. 2003 von „Die drei ???“-Sprecher Oliver Rohrbeck gegründet, hat die Lauscherlounge bis heute über 500 Live-Hörspiele, Lesungen, Record Release Parties und vieles mehr veranstaltet. Außerdem produziert sie Hörspiele, Hörbücher und Podcasts. www.lauscherlounge.de Einlass 19 Uhr
Batschkapp, Gwinnerstraße 5, Frankfurt
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Freitag 31. März: Sardischer Abend

(Daniela)
Eine Freundin von mir ist sehr aktiv in dem sardischen Verein Circolo Sardo MARIA CARTA RM Ffm e.V. und organisiert einen tollen sardischen Tag & Abend in der Freitagsküche. Ich wäre sooooo gerne dabei. Zuerst wird zusammen mit der Freitagsküche ein sardisches Menü gekocht, dann zusammen gegessen und zum Schluss gibt es noch sardische Tänze. Wie schade, dass ich nicht dabei sein klann.
Siano lieti di trascorrere insieme a VOI una serata sarda particolare ed indimenticabile. WIR freuen uns mit Euch einen einzigartigen unvergesslichen spannenden sardischen Abend zu genießen.
Circolo Sardo MARIA CARTA RM Ffm e.V - & FREITAGSKÜCHE & IFD e.V. Italiani a Francoforte e dintorni -
09:00 - 11:00 Uhr: Sardischer Kochworkshop p.P. 20,- € Anmeldung unter: mariacartafrancoforteRM@gmail.com
18:00-19:00 Uhr: Fotoausstellung, Eintritt frei
19:00-21:00 Uhr: Sardisches Menü, p.P. 30,- € (exkl. Getränke), Anmeldung unter: mariacartafrancoforteRM@gmail.com
21:30-24:00 Uhr: Sardische Tänze, Eintritt frei
WANN/ Quando: Fr. 31. März/Ve. 31 Marzo 2023WO/DOVE: Freitagsküche, Mainzer Landstraße 105 hh (Hintereingang/entrata posteriore), 60320 Frankfurt am Main
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Samstag, 1. April: 60. Naxos Hallenkonzert Tanzkamera auf Naxos

(Martin)
Lange Belichtungszeiten, lichtempfindliches Papier: die Tanzkamera bezieht sich auf die Anfänge der Fotografie. Neuartig ist ihr Glasfaser-Lichtzeichner, der über Schnüre mit Tänzer:innen verbunden ist und ihre Bewegungen optisch auf großformatigen Fotografien fixiert.
Zum Tanz erklingen Musikwerke, die für dekadente Gesellschaftsformen am Rande oder im Moment ihres Kollapses stehen: Cembalowerke des französischen Hofs Louis XIV. und die neobarocke Klaviersuite Le Tombeau de Couperin von Ravel, deren Einzelsätze im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten gewidmet sind.
Das Naxos Hallenkonzert untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Maschine und die Gefahr, die droht, wenn die fragile Balance sozial überlebenswichtiger Normen und Werte verloren geht. Mit: Rebecca Maurer – Cembalo | Max Gaertner – Percussion | Leonhard Dering – Klavier | Islam Elnebishy & N.N. – Tanz
Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/ 20.00h, Tanzkamera auf Naxos, Naxos-Halle Foto: © Homepage Naxos
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Samstag 1. April: Dhafer Youssef & die hr-Bigband
(Daniela)
Eine Straße voller Minarette – das ist das Bild, das Dhafer Youssef zu dem Titel seines erst kürzlich veröffentlichten Albums inspiriert hat. Magnus Lindgren und die hr-Bigband haben dieses Porträt einmal aus dem jazzorchestralen Winkel betrachtet und ihm mit neuen Arrangements satte Farben verliehen. Die akustische Ausstellung gibt’s an diesem Abend. Auch mit dabei: Der spanische Pianist Daniel Garcia, der sich mit seinem Instrument hervorragend in das Gesamtkunstwerk einzufügen weiß. Ein Genuss fürs Ohr – und vielleicht sogar ein bisschen fürs innere Auge.
Mehr Infos hier.
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Montag, 3. April: FFM/ Tim Bendzko

(Andrea)
"Mal eben schnell die Welt retten..." - mit diesem Ohrwurm hat sich Tim Bendzko vor einigen Jahren auch in meine Gehörgänge geschlichen und weil Lili ihn sehr lange toll fand, kamen dann noch etliche Songs dazu. Wir waren dann auch beim Konzert und das war erwartungsgemäß toll. Jetzt kommt er nach längerer Abwensenheit zu einer Clubtour und so wie die Dinge liegen, muss ich mir eine andere Begleitung suchen. "Keiner hat deutschsprachige Popmusik in den letzten zehn Jahren derart geprägt wie TIM BENDZKO. Unzählige Charterfolge, Gold- oder Platinplatten und allerlei Awards kann Tim Bendzko problemlos vorweisen, aber das war noch nie das, worum es dem Berliner ging. Er hat die Art und Weise, wie wir alle deutschsprachige Popmusik rezipieren, von Grund auf verändert und hat über eine ganze Dekade hinweg - egal, ob auf der großen Bühne oder bei intimen Shows in kleineren Konzertsälen - immer wieder neue Maßstäbe durch seine Musik ebenso wie durch seine Live-Shows setzen können." Einlass 19 Uhr.
Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt
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Donnerstag, 06. April: The Bar Stool Preachers
(Uwe)
Selten einen so guten Bandnamen gelesen ("Die Barhockerprediger"). The Bar Stool Preachers bringen die Essenz des Punks zurück: DIY Musik mit Herz und einer Message! So wirbelt ein frischer Wind aus Brighton, England das angestaubte Punk-Genre auf. Politisch anklagende Streetpunk-Hymnen werden mit lebhaften Ska-Melodien kombiniert, die an Szenegrößen wie Operation Ivy und Rancid erinnern lassen. Dazwischen tummeln sich Reggae-Elemente und stadiontaugliche Rocknummern, mit denen die sechs Jungs bereits als Toursupport der Toten Hosen ganze Arenen begeistern konnten. Sie kommen mir ihrem neuen Album "Above The Static” ins Rind
Rüsselsheim, Das Rind VVK 15 Euro zzgl. Gebühren, AK 18 Euro Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Foto: Frank Diedrich Homepage
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Gründonnerstag, 6. – Ostersonntag, 9. April: JESUS D’Amour, GEST. / AUFERST. – DIE PASSION

(Martin)
Nach den Evangelien des Lukas, Markus, Matthäus und Johannes
Alle Jahre wieder… Auch zur Osterzeit! Schon im 18. Jahr wird diese Inszenierung gezeigt: Einmal sehen reicht nicht, weswegen manche Menschen sich schon vor Ort fürs nächste Jahr verabreden. Das lohnt sich – und weil das so ist, tun alle gut daran, rechtzeitig Karten zu reservieren!
„Jesus in der Industriebasilika". Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär.Jesus – Prophet oder Politikum? Die letzten Tage in Jerusalem.
Als das Theater Willy Praml vor bald zwanzig Jahren damit begannen, das Leben Jesu auf textlicher Basis der vier Evangelien für das Theater in der denkmalgeschützten Naxoshalle, eine riesige dreischiffige Industriebasilika, nachzuzeichnen, konnten es nicht ahnen, dass damit eine Tradition begründet würde, die nun schon im 18. Jahr zu Weihnachten und Ostern das Publikum begeistert und berührt.“
Hier geht’s zu den Reservierungen: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-gest-auferst-die-passion/
Im Anschluss an die Vorstellung am Ostersamstag wird um ca. 20.00h Dr. Stefan Scholz von der Dompfarrei Ostereier segnen. Gründonnerstag, 6. April um 19.30h, Karfreitag, 7. April um 18.00h, Ostersamstag, 8. April um 19.30h und Ostersonntag, 9. April um 19.30h Theater Willy Praml Foto: © Peter Grün
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Samstag 15. April: Saatgut & Jungpflanzen Markt
(Daniela)
Endlich wieder in den Garten! Frühling in der Seilerbahn! Weil für uns auch die Landwirtschaft zur Kultur gehört und wir auf Nachhaltigkeit stehen,laden wir euch ein zum SAATGUT & Jungpflanzen MARKT Am 15. April 2023 von 11.00 – 17.00 Uhr In der Seilerbahn, Halle 3 (bei gutem Wetter auch draußen) Holt euch Saatgut, Pflanzen und Infos zum Thema Garten, Artenvielfalt und Umweltschutz. Für BIO Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt. Kommt mit Freunden und Familie, wir freuen uns auf euch!
Seilerbahn Kunst & Kultur e.V. Offenbacher Landstraße 190, 60559 Frankfurt am Main Anmeldung von Marktständen und Vorträgen: n.astor@seilerbahn.net
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Samstag, 15. April: Dead vs. Alive (Poetry Slam)

(Martin)
Endlich wieder ein Poetry Slam im Schauspiel Frankfurt!
Poetry is dead. Oder nicht? Das soll beantwortet werden… In einem modernen Dichter:innenwettstreit der Extraklasse treten drei lebende und zwei tote Dichter:innen gegeneinander an.
Wer wird als Sieger:in hervorgehen? Altes oder Neues? Klassiker oder junge Wilde? Tiefgang oder Lachfeuerwerk? Das entscheidet am Ende das Publikum!
Für jeden ist vermutlich etwas dabei bei diesem einmaligen Event der Gegensätze, bei dem Bekanntes neu kennengelernt und Neues entdeckt werden kann. Die beiden Hessenmeister:innen und Spoken Word Spezialist:innen Aileen Schneider und Jan Cönig moderieren diese Lyrikschlacht. Mit dabei sind Stars der aktuellen Poetry Slam-Szene und zwei Schauspieler:innen mit Überraschungsfiguren bereits verblichener Wortkünstler:innen.
Hier geht’s zu den Tickets: https://schauspielfrankfurt.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/seatmap?eventId=12880
Samstag, 15. April um 19.30h Schauspiel Frankfurt, Großes Haus
Foto: © Schauspiel Frankfurt
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Noch bis 25. März: Der Florentiner Hut

(Daniela)
Ein furchtbares Durcheinander nach Eugène Labiche und Marc-Michel
Das Bockenheimer Theaterensemble bringt den französischen Komödienklassiker nach Eugène Labiche und Marc-Michel in einer eigenen Übersetzung und Bearbeitung im Kulturhaus Frankfurt auf die Bühne.
An einem Theater wird die Komödie „Der Florentiner Hut“ gespielt. Allerdings unter erschwerten Bedingungen, denn ein Großteil des Ensembles kann wegen einer Lebensmittelvergiftung nicht spielen. Also werden die 20 Rollen auf die übriggebliebenen sechs Darstellerinnen und Darsteller verteilt. Und das macht die absurd-turbulente Farce noch absurder.
Im „Florentiner Hut“ an sich geht es um Monsieur Fadinard, der heute heiraten will. Doch sein Pferd hat einen Hut gefressen, der im Wald unüberlegt an einen Ast gehängt wurde. Die Besitzerin und ein Offizier, die zusammen in diesem Wald „lustwandelten“, verlangen von Fadinard zur Beruhigung des Ehemanns der liederlichen Dame eine exakte Kopie des Hutes. Also hetzt Fadinard einen solchen Hut suchend durch Paris, immer die Hochzeitsgesellschaft im Schlepptau, die natürlich von nichts wissen darf.
Besetzung: Britta Berz, Ingo Göllner, Uli Herrmann, Christine Krämer, Ann-Marie Kutter, Alexander Schlaaf. Regie-Assistenz: Catharina Schminke, Simone Woyk. Technik: Björn Böhnk. Inszenierung: Ingo GöllnerFr 10.03.23, Sa 11.03.23, Fr 17.03.23, Sa 18.03.23, Fr 24.03.23, Sa 25.03.23, jeweils 20 Uhr
Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2 (am Zoo), 60316 Frankfurt Karten unter www.kulturhaus-frankfurt.de, 16 €, erm. 12 €
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Noch bis 30. April: Tschechow. Kirschgarten. Komödie.

(Martin)
Dass Anton Tschechow seine Stücke mit dem Genre Komödie überschrieben hat, ist meist schon eine Aufgabe – geht’s doch eigentlich um das Dramatischste im Leben… Ich freue mich sehr auf die Inszenierung ‚Der Kirschgarten‘ und den Blick den Michael Weber als Regisseur mit dem Ensemble des Theater Willy Praml auf Tschechow und uns werfen.
Der Kirschgarten soll fallen. Es gibt schon einen Bebauungsplan, der eine profitable Zukunft sichert. Die Axt ist eine gute Erfindung – ein Werkzeug hat keine Gefühle. Und ein Henker isst nach getaner Arbeit mit Appetit. Alle haben Recht: Der Baum und der Baumfäller.
Man kann sich in die Generationen, die Tschechow im KIRSCHGARTEN auf- und abtreten lässt hineinversetzen; es fällt einem schwer, die einen zu verdammen und die anderen zu bemitleiden. Wer alt ist hat viel erlebt und will nicht sterben. Wer jung ist, will noch viel erleben und hat keine Angst vor dem Tod. Und die Kirschbäume sind sowieso bei bester Laune, selbst als Kirschholzkommode oder Kirschmarmelade. Der Lauf der Zeit als Theaterstück, der Mensch als universale Fehlbesetzung.
LOPACHIN: Gestern war ich im Theater. Urkomisch. LJUBOW ANDREJEWNA: Wahrscheinlich war es überhaupt nicht komisch. Sie sollten keine Stücke ansehen, sondern des Öfteren sich selber. Wieviel unnützes Zeug sie reden. LOPACHIN: Das ist wahr. Man muss es sagen. Unser Leben ist idiotisch.
Weitere Vorstellungen: 18., 19., 24., 25., 26., 30., 31. März und 14., 15., 16., 21., 22., 23., 28. und 30. April.
Theater Willy Praml in der Naxos Halle
Foto: (c) Severyn Zelazny
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Bis 6. Mai: FFM/ Über das Träumen

(Andrea)
Kennt ihr die Künstlerkolonie Goldstein in Sachsenhausen? Dort arbeiten Künstlerinnen und Künstler mit Handicaps wie Autismus, Down-Syndrom oder ähnlichem, sowie Fachbetreuern mit künstlerischer bzw. kunstpädagogischer Ausbildung. Ich bin ja seit der Ausstellung "Weltenwandler" vor zig Jahren in der Schirn ein großer Fan und werde mir die aktuelle Ausstellung sicher ansehen. "Über das Träumen" heißt sie: "Was sagen Träume als alternative Realitäten aus, wie unterscheiden sich Nacht- und Tagträume und welche Rolle spielt der rauschähnliche Zustand des Flows in schöpferischen Prozessen? Bei Künstlern wie dem Dichter und Maler William Blake oder dem Filmregisseur David Lynch prägen Träume die Bildsprache und Erzählung im Sinne einer visionären Wirklichkeit. Andere wiederum träumen von der Realisierung eines einzigartigen Werkes oder vertiefen sich bis zu einem Zustand der Trance in die künstlerische Tätigkeit. Doch beinahe alle Künstler*innen verbindet der Wunsch nach Anerkennung als eine Art übergeordneter Traum, der immer wieder ganz selbstverständlich zu platzen droht. In der Veranstaltungsreihe „Über das Träumen“ geht die Goldstein Galerie diesen vielschichtigen Aspekten des Träumens nach. Präsentation Flow (Geöffnet während den Veranstaltungen und auf Anfrage) Plakate zum Träumen – Künstler*innen des Atelier Goldstein entwickeln anlässlich der neuen Ausstellungsreihe „Über das Träumen“ Plakate zu diesem Thema. Die verschiedenen künstlerischen Positionen werden ab dem 15. Februar 2023 in der Goldstein Galerie ausgestellt und in einer kleinen Stückzahl auch zum Verkauf angeboten. Achtung: Es gibt keine regulären Öffnungszeiten, am besten kurz anrufen!
Goldstein Galerie, Schweizer Straße 84, Frankfurt Telefon: 069 / 201 72 – 023 https://bit.ly/3xtLJSp
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Bis 01. Juni: MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020 im MOMEM

(Petra)
Die Ausstellung macht die Energie, Kraft und Kreativität der Musik im zum Club umgestalteten Museum erlebbar. Der Besuch wird so zur musikalischen Reise zwischen House, Trance und Techno, auf der das Stillstehen schwerfällt. Hierzu zeigt und „spielt“ das MOMEM eine Übersicht der wichtigsten Titel aus dem Bereich der elektronischen Musik seit 1985. Die Auswahl basiert auf persönlichen DJ-Charts und wichtigen Playlists bekannter Techno- und House-Publikationen. Unter anderem mit richtungsweisenden Werken von Labels, wie WARP, Underground Résistance, R&S oder TRAX. Neben der akustischen Komponente soll die Musik auch visuell über Foto-Arbeiten von tanzenden Menschen aus den Anfängen der Rave-, House- und Technobewegung dargestellt werden. So werden im Rahmen der Ausstellung Arbeiten von Foto-Artists aus der ganzen Welt präsentiert, die auf überdimensionierten Screens gezeigt werden, und die die Themen Ekstase, Leidenschaft, Energie und Lebensfreude festhalten.
MILESTONES – Favorite Club Tracks 1985 - 2020, Ausstellung, Ort: MOMEM, Adresse: An der Hauptwache 15, Zwischenebene, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 15 - 22 Uhr, Eintritt: 12 Euro , Tickets hier
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Bis Sonntag, 30. April: Ella Littwitz in der basis

(Petra)
In ihren Installationen und Objekten thematisiert dei israelische Künstlerin Ella Littwitz die Beständigkeit, Legitimität und Überwindung von Grenzen sowie ihre geschichtlichen, kulturellen und politischen Bedeutungen. Der grundlegende Zweifel an jenen Markierungen als unverrückbare Entitäten, die vom Menschen aufgrund bestimmter Überlieferungen, politischer Interessen oder religiösen Überzeugungen errichtet werden, prägt dabei ihre Arbeitsweise. Die Frage, wie ein Ort definiert wird, wie seine Grenzen aussehen und sich im Laufe der Zeit verändern, dient als Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis, die sich thematisch beispielsweise mit den Grenzen zwischen Israel und den angrenzenden Gebieten auseinandersetzt. Die Objekte von Ella Littwitz sind sind Zeugnisse: sie tragen Spuren oder setzen sich gar aus ehemaligen, appropriierten Bestandteilen oder Nachbildungen territorialer Abgrenzungen zusammen. Durch die künstlerische Bearbeitung, Neuverortung und Umwandlung dieser Grenzmarkierungen legt sie die Mechanismen politischer Konstrukte und überlieferter Narrative offen. Dabei interessiert sich die Künstlerin für die Brüche, die sich zwischen einem real existierenden und konzeptionell vorgestellten Ort und seinen Grenzen ergeben.
Ella Littwitz: Red mercury, Ausstellung, kuratiert von Christin Müller und Felix Ruhöfer, Ort: basis, Adresse: Gutleutstraße 8 - 12, bis 30.04.: Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 - 19 Uhr, samstags 12 - 18 Uhr, Eintritt: frei
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Bis 20. Mai: Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung

(Daniela)
Hier ein Tipp meiner Freundin Natalie:
Der Blick in den Himmel begleitet die Kulturgeschichte der Menschheit von Anfang an. Schon in alten Hochkulturen bestimmen astronomische Beobachtungen das Verständnis von Gesetzmäßigkeiten und nahezu alle religiösen und philosophischen Systeme der letzten Jahrtausende sind durch die Annahme überirdischer Ordnungen geprägt. Seit der Astronomie als neuzeitlicher Wissenschaft und der modernen Astrophysik, bedient sich die Erforschung des Universums hoch technologisierter Untersuchungsmethoden und Bildgebungsverfahren – und entdeckt den Sternenstaub als Grundstoff unseres Planeten. In der Ausstellung »Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung« spüren wir der Faszination für das Universum nach und stellen die Frage, was uns der Blick in den Himmel über die Erde und unseren Aufenthalt auf ihr erzählen kann. Anhand künstlerischer Positionen aus der DZ BANK Kunstsammlung nähern wir uns der Vorstellung von unserem Planeten als Teil des Kosmos.
Anmeldung zur Eröffnung über die Website kunststiftungdzbank.de Mehr Informationen
Die Ausstellung dauert vom 9.2.-20.5.
Kunststiftung DZ BANK, Eingang: Cityhaus I, Friedrich-Ebert-Anlage Die Ausstellungshalle ist von Dienstag bis Samstag jeweils von 11-19 Uhr geöffnet, Eintritt frei, barrierefrei
(c) BKH, Gutmann, The Wish (1991)
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Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)
Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.
Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
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Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)
Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick.
Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro
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