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| 06.01.2023 |
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Erste Ausgabe
Ich hoffe ihr seid alle gut reingekommen, ins neue Jahr.
Ich habe beim Aufräumen Zwischen den Jahren meine Vorsätze vom Jahr davor gefunden und festgestellt, dass ich davon 0% umgesetzt hatte.
Ich habe mir den Zettel jetzt wieder an den Schreibtisch gehängt und bin gespannt, ob ich es dieses Jahr schaffe wenigstens 10% davon umzusetzen.
Ein Punkt auf der Liste ist: Mehr Tanzen. Daher meine Bitte an Euch: wenn ihr tanzen geht, gebt Bescheid. Morgen Abend ist z.B. Soulfood.... und übernächste Woche legt Shantel im ono2 auf...
Lebt wild!
Daniela
Vielen Dank an mein tolles Ausgehtippteam: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.
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GESUCHE
Mein Mann Uwe ist ja Schalke Fan. Zu gerne würde ich ihn daher am 21.1. mit ins Stadion mitnehmen, ABER das Spiel, sowie alle anderen Spiele der Saison, ist ausverkauft. Hat jemand von Euch ein Ticket zu verkaufen? Oder zu tauschen? Abzugeben hätte ich je ein oder zwei Tickets für folgende Spiele: 18.2. gegen Werder, 1.4. gegen Bochum, 15.4. gegen Mönchen-Gladbach, 29.4. gegen Augsburg, 13.5. gegen Mainz
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ZU GEWINNEN
Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)
2 x 2 Gästelistenplätze für SOULFOOD am 7.1. im English Theatre. Gewinnfrage: Was hat sich Uwe über den Jahreswechsel "draufgeschafft" (siehe Gerolltes)
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GEROLLTES über Pelé

(Uwe)
Emeritierung ist eine Form der altersbedingten Befreiung von der Pflicht zur Wahrnehmung der Alltagsgeschäfte. Man kann als Papst oder als Professor emeritiert werden, als Fussballlegende niemals. Pelé übte diese Rolle überragend aus. Daher überraschte es nicht, dass die Medien voll waren mit Nachrufen auf Pelé. In der englischen Liga hielten alle Vereine vor ihren Spielen um Weihnachten / Neujahr eine Gedenkminute für Pelé ab und trugen Trauerflor, obwohl Pelé nie in der englischen Liga spielte. Auch in den Sozialen Medien war Peles Tod präsent, insbesondere bei aktiven und ehemaligen Fußballern. Viele posteten eine gemeinsame Aufnahme mit ihm, unbestritten einem der Allergrößten in der Geschichte des Fußballs. Wie selbstverständlich steht er da, neben Leuten, die ihm in seiner aktiven Karriere nicht das Wasser hätten reichen können. Die Bilder bestätigen durchaus das, was Franz Beckenbauer in Erinnerung an seine gemeinsame Zeit mit ihn in seiner Biografie schrieb: „oft fuhr unser Bus mit viel Verspätung ab, weil Pelé jedem geduldig ein Autogramm gab“. Wenn aktuell Diskussionen darüber stattfinden, ob Lionel Messi nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft DER beste Spieler aller Zeiten ist, dann ist klar, dass er um diese Position mit seinem Landsmann Diego Maradona und dem Brasilianer Pelé konkurriert. Und alleine der Begriff „konkurriert“ zeigt, wie sinnlos eine Rangfolge von Spielern auf diesem hohen Niveau ist, das noch nicht einmal eine Handvoll Spieler erreicht(e). Jeder der drei großen Spieler hatte seine große Zeit, zeitliche Überschneidungen mit den anderen beiden auf dem jeweiligen Höhepunkt der Karriere gab es nie. Maradona hatte seine beste Zeit, als ich ein begeisterungsfähiger junger Mann war, daher argumentierte ich bei Diskussionen, wer der beste Kicker der Geschichte ist, als ich mich daran noch beteiligte, immer für den kleinen Argentinier, der seine Nationalmannschaft und den SSC Neapel alleine auf ein deutlich höheres Level hob. Was natürlich unfair war, weil ich Pelé nie in seiner aktiven Zeit habe spielen sehen, von ein paar Ausschnitten einiger Spiele bei Cosmos New York, im Winter seiner Karriere, im Jahr 1977 abgesehen. Ich kannte Pelé eigentlich nur als seltenen Gast in deutschen TV Sendungen, zu Zeiten als TV Sendungen noch Wert hatten, in denen er oftmals mit dem überdimensionierten Aufnäher von Sponsoren auftrat, aber nie wirklich peinlich dabei wirkte (er war Gott sei Dank nie Gast auf dem Traumschiff) und stets die von Beckenbauer beschriebene Nettigkeit besaß. Und natürlich kannte ich ihn aus Rückblicken, in denen seine Tricks und Tore gezeigt wurden, insbesondere von den drei Weltmeisterschaften (1958, 1962 und 1970), die mit Brasilien gewann. Dass er bei der WM 1962 aus Verletzungsgründen ab dem zweiten Spiel nicht mehr mitspielte, Brasilien aber dennoch den Titel verteidigte, zeigte, in welch großartigen Mannschaft er damals spielen durfte, die er dennoch als herausragender Spieler prägte. Nun ist er mit 82 Jahren in Sao Paulo gestorben. Unweit der Hafenstadt Santos, in der er beim ansässigen FC Santos seine ganz große Zeit verbrachte. Das durchschnittliche Lebensalter brasilianischer Männer (betrug laut statista.de im Jahr 2021 aufgerundet 70 Jahre) hat er um zwölf Jahre geschlagen. 22 Jahre länger lebte er als Diego Maradona, den anderen ganz großen Künstler am Ball, dessen Leben nach seiner aktiven Laufbahn deutlich tragischer verlief als das von Pelé. Ich habe mir über den Jahreswechsel einen seiner vielen Tricks „drauf geschafft“ und werde ihn im Training der Alten Herren von Concrodia Eschersheim ausprobieren. Dabei werde ich mir wahrscheinlich das Knie verdrehen. Das Bild zeigt mich bei meinem einzigen Einsatz in der brasilianischen Nationalmannschaft, in den traditionsreichen Farben, damals 1976 bei einem Freundschaftsspiel der „Seleção“ in Büttelborn (bei Groß Gerau), neben mir der junge Zico
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Noch bis 2. Februar: Onkel Wanja

(Martin)
Anton Tschechow imSchauspiel Frankfurt
Es gibt Tickets für Onkel Wanja im Schauspiel!
Die HR2-Frühkritk sendete nach dem Premierenabend: »Tschechows Traurigkeit ist keine Tristesse, sie hält auch glückliche Momente parat und das war auch zu sehen. […] Eine sehr gute Inszenierung in der Regie von Jan Bosse und man hat dort nicht nur Tschechow verstanden, sondern auch diese typische Atmosphäre kongenial auf die Bühne gebracht. Es war auch eine sehr gute Ensembleleistung, […] Es war eine sehr ruhige Inszenierung, die ein gutes Tempo hatte – eine zwei Stunden Dauer, aber nie Längen und das Schlussbild war der Höhepunkt, das war absolut großartig. Also ein rundum überzeugender „Onkel Wanja“.«
Ich finde diesen Wanja eine großartige Inszenierung – der Abend hätte noch länger dauern können bzw. die Stimmung dieses Abends hätte ich gern noch etwas behalten.
Sonja bewirtschaftet das Gut ihrer verstorbenen Mutter gemeinsam mit deren Bruder Wanja, also ihrem Onkel, der das Anwesen verwaltet und bei dem sie aufgewachsen ist. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie das Leben ihres Vaters, der als berühmter Professor der Kunstwissenschaften in der Stadt lebt und den sein Schwager Wanja verehrt. Sonja wiederum bewundert den mit ihm befreundeten Arzt und Umweltschützer Astrow, der gegen die Ignoranz und Dummheit der Menschheit vor allem verzweifelt Wodka einsetzt. Als der Professor mit seiner neuen jungen Frau Elena zu Besuch aufs Land kommt, gerät das Leben, in dem sie sich eingerichtet haben, gründlich durcheinander. Gefrühstückt wird erst gegen Mittag, die Nacht wird zum Tag und der Alkohol fließt. Um das Chaos perfekt zu machen, verliebt sich Wanja in Elena, die sich wiederum aber vor allem für Astrow interessiert. Die Stimmung wird explosiver, und in einer dieser Nächte lässt der Professor die Bombe platzen: Er braucht mehr Geld für sein Leben in der Stadt und will das Gut verkaufen, deren rechtmäßige Erbin eigentlich Sonja ist. Die Lebenslügen liegen plötzlich blank, alle Stützen der fragilen Konstruktion brechen zusammen. Wofür hat man sich die letzten Jahre aufgeopfert? Gibt es einen Aufbruch in eine neue, sinnvolle Zukunft?
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-12/onkel-wanja/1179/
Montag, 26. Dezember um 18.00h Freitag, 6. und Samstag, 7. Januar um jeweils 19.30h Sonntag, 22. Januar um 18.00h und Donnerstag, 2. Februar um 19.30h
Schauspiel Frankfurt / Großes Haus
Foto: © Thomas Aurin
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Freitag, 6. Januar: FFM/ Barock

(Andrea)
Also, darauf, dass sich hinter dem Bandnamen Barock eine AC/DC Coverband verbirgt, muss man auch erstmal kommen. Mir hat das Bild im Programm geholfen, die Hells Bells eben, die Radio Bob täglich um 12 läutet. Wer also „Highway to Hell“ oder „T.N.T.“, „Thunderstruck“, „Hells Bells“, „For Those About to Rock“, „Back in Black“ und weitere Kracher aus der Aussie-Schmiede authentisch live erleben möchte, für den gibt es zu BAROCK keine Alternative, schreiben die Veranstalter. Und haben sicher recht, denn die Fangemeinde wächst konstant und auch Konzertkritiker loben das Quintett in höchsten Tönen, bescheinigen ihm Extraklasse, große Nähe zum Original sowie absolute Authentizität und Detailtreue. Diese fängt beim Bühnenaufbau an, geht über die verwendeten Instrumente, eine notengetreue Interpretation und reicht bis hin zu den (je nach den Möglichkeiten der Spielstätte) eingesetzten Spezialeffekten wie Licht, Blitz und Kanonendonner. klingt nach einem spaßigen Abend, Einlass ist um 19 Uhr.
Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt
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Freitag, 6. Januar bis Sonntag, 8. Januar: OF/ Diamant

(Andrea)
NACHBARN / DIAMANT 4 muss ich mir unbedingt noch anschauen, das mache ich direkt heute. "Mit welchen Bildern und Dingen umgeben sich die Menschen unserer Stadt? Auf der Reise durch die Wohnzimmer Offenbachs begegneten wir Bürger_innen dieser Stadt und wählten gemeinsam Kunst, Videos, Musik und Gegenstände aus, um sie in dieser Ausstellung zu zeigen. NACHBARN: BARBARA LEVI-WACH/FANYU BU/HARJODH "HARRY" MANN/HIBBA-TUN-NOOR KAUSER/LARRY BONCHAKA/SOPO KASHAKASHVILI UND DZALA/LOLA HOLZAPFL/MAHSHID NAJAFI/MICHAEL GRUNWALD/MORITZ ANDRÉ WALLPAPER GALLERY: Adams & Itso/Bakkerij de Eenvoud/Braco Dimitrijevic/Carl Spitzweg/Frau B (Volksfoto)/Fotoaktion Nordstadt/Friedensreich Hundertwasser/Guy Debord/Group Material/Heinrich Zille/Manfred Boecker & Wolfgang Niedecken/Shizuoka Yokomizo/Ulay/Umberto Eco Kuration: Camila Chinchilla/Setareh Alipour/Vlada Shcholkina Fotografie: Vlada Shcholkina DIAMANT 4
Öffnungszeiten NACHBARN: 22.-23.12.2022 / 5.-8.1.2023 Do 17-21 / Fr 17-21 / Sa 16-21 / So 15-20 www.instagram.com/diamant.offenbach/
DO! DIAMANT OFFENBACH / Museum Of Urban Culture / Frankfurter Straße 8 / OF
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Samstag, 7. Januar / Neujahrsspecial: Solastalgia

(Martin)
von Thomas Köck, Uraufführung - Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Neujahrsspecial heißt, es gibt 50% auf jedes Ticket - also geht’s für die Hälfte vom Preis ins Theater!!!
Dieser Abend ist eine Sensation – eigentlich Theater – aber ein bisschen auch Sprechoper. Um was es geht ist gar nicht so einfach zu sagen; doch ist allein das Spiel der Schauspielerinnen so grandios, dass die Freude kaum zum Aushalten ist.
Hier einige Kritiken: »Zum Jauchzen schön: ein allein mit lateinischen Pflanzennamen bestrittenes Sprech- und Singduett von Lindner und Meded. Eine Weltneuheit, die mit lebenden Pilzlandschaften im Stil eines Hörsaals gefertigte Öko-Bühne. Ganz unbedingt und very very empfohlen, weil, weil, weil - ach, –lasst es euch sagen und zeigen.« Strandgut, Oktober 2022
»Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor, monologisieren, werfen sich die Worte und Sätze zu. Das geschieht in einem hohen Tempo, intensiv, scharf und total durchrhythmisiert, der stramm organisierten Welt entsprechend, von der der Text berichtet. Wehe der, die die da nicht mithält, aber den Schauspielerinnen gelingt es mit Bravour, und wenn sie nicht doch einmal stolpern würden, müssten sie Roboter sein.« Frankfurter Rundschau, 26. September 2022
»Der Dramatiker Köck inszeniert selbst, mit einer Sorgfalt, die bis zu dem von einem Pilzmyzel hergestellten Bühnenbild und den sprechenden Kostümen aus Plastikmüll und Neopren den Mythos eines deutschen Waldes, Turbokapitalismus und das buchstäbliche Burnout eines Vaters, scheinbar Disparates, ebenso desolat wie schlüssig zusammenbringt, als ununterbrochenes „weil“. Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor grandios präzise, spielen wundervoll in ständigen Stimmungswechseln von trockenem Witz bis Abgrund.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. September 2022
Hingehen!!!
Hier gibt’s Tickets: https://schauspielfrankfurt.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/seatmap?eventId=12745
Samstag, 7. Januar um 20.00h, Uraufführung Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko
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Samstag 7. Dezember: SOUL FOOD
(Daniela)
Für alle, die mal wieder ungezwungen, viel tanzen wollen:
Soul-Funk-Disco-Oldschool-Modern Liebe Soulfood Freunde, wir wünschen euch ein tolles Jahr 2023 und hoffen ihr hattet einen guten Start. Und, wie schön, es steht in Kürze auch schon die erste Soulfood Party in diesem Jahr an. Wieder klassisch am ersten Samstag des Monats und der Urbesetzung Mr. Brown und DJ Sportwagen. Weil die Visuals von Jo Jacobs bei der November Aussagbe so gut ankamen, ist auch er am Samstag mit seiner Kunst zum 2. Mal am Start. Wir freuen uns auf ihn, eine weitere ausgelassene Tanznacht und auf euch. Seid frei und dabei.
Soulfood
James the Bar at the English Theatre, Gallusanlage 7, 60596 Frankfurt
Einlass: 22 Uhr Eintritt: 10 Euro
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Samstag, 7. Januar: Mühlheim/ Der Fall Bergmann

(Andrea)
Wir sind heute auf eine Party eingeladen, aber wahrscheinlich nehmen wir die Lesung heute erst mit. Nicht, weil freier Eintritt, sondern weil uns das Thema interessiert. "Kriminalobersekretär Karl Bergmann, Polizeibeamter in Frankfurt am Main seit 1920 und Sachbearbeiter der Kripo ab 1931, sieht sich im Juli 1946 einem Spruchkammerverfahren, der sogenannten "Entnazifizierung" ausgesetzt. Er fühlt sich ungerecht behandelt und unschuldig, denn nach seinen Vorstellungen hat er doch mit den Gräueltaten der Nazis nichts zu tun. Er, Bergmann, war doch lediglich ein aufrechter Kripobeamter im 1. K, zuständig für die Bearbeitung von Raubdelikten, aber auch für Todesursachenermittlungen! Jedoch weicht die Empörung unangenehmen Selbsterkenntnissen, denn der Ankläger der Spruchkammer ist gut vorbereitet und stellt dem Kripomann gezielte Fragen, die dann doch eine - von Bergmann wohl verdrängte - Verstrickung in das Unrechtssystem der Nazis herausarbeiten. Fred Bauer, pensionierter Polizeibeamter, hat die längste Zeit seines Dienstes bei der Kripo Frankfurt a.M. verbracht. Er hat für das Buch „Der Fall Bergmann“ die handelnden Personen erfunden, sich jedoch bei der Betrachtung der von der Polizei 1920 – 1945 bearbeiteten Fälle an die Ergebnisse seiner Recherchen in den Archiven gehalten. Jeder geschilderte Einsatz, ob Demonstrationen in der Weimarer Republik, ob tödliche Arbeitsunfälle, Raub- oder Tötungsdelikte oder eben heute unvorstellbare Aufträge, die die Nazis ab 1933 der Polizei erteilt haben, ja sogar die Bombenangriffe auf Frankfurt sind allesamt erforscht und belegt. Folgen Sie einer fiktiven Person in seine tatsächliche Berufswelt, wie sie sich in seinen 25 Dienstjahren dargestellt hat. Eintritt frei. Einlass 18 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Es wird dringend um Reservierung unter 06108 791247 gebeten.
Schanz, Carl-Zeiss-Str. 6, 63165 Mühlheim am Main
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Sonntag, 8. Januar: Tango Argentino Schnupperkurs
(Martin)
Academia de Tango im Schauspiel Frankfurt
Das Warten hat ein Ende, der Tango kehrt zurück: Nach zwei Jahren Pause laden das Schauspiel Frankfurt und die Academia de Tango Frankfurt wieder zu einem Schnupperkurs mit Fabiana Jarma und anschließendem Milonga-Tango-Tanzabend mit argentinischem DJ in die Panorama Bar ein.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, feste Tanzpartner:innen auch nicht. Wetten, dass nach der Einführung jede:r ein bisschen Tango tanzen kann?
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2023-01/tango-argentino/1238/
Sonntag, 8. Januar um 18.30h Tango Argentino - Schnupperkurs mit Milonga Academia de Tango im Schauspiel Frankfurt
Foto: @ Homepage Schauspiel Frankfurt
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Mittwoch, 11. Januar: Finsternis von Davide Enia

(Martin)
Die FAZ schreibt anlässlich der Premiere: „Davide Enias Text ist radikal parteiisch, er erhebt nicht den Anspruch, eine differenzierte Sicht auf das Migrationsproblem zu bieten. Er ist ganz bei den Menschen und ihrem Leid, und Moritz Buchs eindringliche Darstellung holt das Grauen unmittelbar in die Köpfe des Publikums. „Was kann Theater?“ nannte das Freie Schauspiel Ensemble die Werkschau mit neuen und alten Stücken, in deren Rahmen „Finsternis“ Premiere hatte. Die schonungslose Darstellung des unvorstellbaren Leids ist gewiss kein Alleinstellungsmerkmal des Theaters, doch der Text entfaltet gesprochen eine ganz andere Dringlichkeit, bietet keine Möglichkeit, den Bildern, die unweigerlich im Kopf entstehen, zu entkommen.“
Der Text von „FINSTERNIS“ ist der Monolog eines Menschen, den das Erlebte – der Überlebenskampf der Ertrinkenden vor Lampedusa und das unaufhaltsame Sterben eines geliebten Onkels in einer fernen Klinik- sprachlos macht und der reden muss, um sich von seinem Entsetzen und seiner Sprachlosigkeit zu befreien. Er redet vom todesmutigen Tauchen der Retter in die tosende Finsternis des Meeres, von den aufgedunsenen Leibern der Ertrunkenen. Er redet vom unbändigen Lebenswillen seines todkranken Onkels, der mit Heiterkeit und Humor versucht, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Er redet vom Taumeln und Zusammenbrechen der Geretteten, von den Spuren brutaler Gewalt an den Körpern geflüchteter junger Frauen. Er redet von seinem Vater, der Jahre lang fast stumm war und der – angesichts der verstörenden Ereignisse auf Lampedusa und des Sterbens seines Bruders – mit seinem Sohn und seinem Bruder zu sprechen anfängt.
Dieses Wieder-Zueinanderfinden in der Familie macht die Verlorenheit der Geflüchteten noch unerträglicher: Sie haben ihre Heimat verlassen, ihre Freunde und Verwandten – , sind aufgebrochen ins Ungewisse und haben auf dem Weg schlimmste Grausamkeiten und Demütigungen erfahren. Sie haben überlebt. Aber wird es für sie in Europa, das sich abschottet gegen sie, je eine Zukunft geben?
Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/finsternis/kartenbestellung-11jan
Mittwoch, 11. Januar um 20.00h Freies Schauspiel Ensemble, Basaltstraße 23.
Foto: © Homepage Freies Schauspiel Ensemble
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Mittwoch, 11. Januar: Bauen mit Bestand - Grenzen des Machbaren im DAM

(Petra)
Umbauen, Anbauen, Weiterbauen – ist Bauen mit Bestand immer (einfach) möglich? Insbesondere öffentliche Bauten mit maroder Infrastruktur fordern Architekt*innen heraus. Handelt es sich um komplexe Großstrukturen, kann eine Antwort sein: Totalsanierung. Im Einzelfall kann es ebenso gute Argumente – darunter bautechnische – für Abriss und Neubau geben. Die Veranstaltung im Begleitprogramm zur sehenswerten laufenden Ausstellung "Nichts Neues: Bauen mit Bestand" bringt unterschiedliche Expert*innen aus Planung, Politik und Verwaltung zusammen, die anhand von Flughafen-, Krankenhausund Theaterbauten Einblicke in die Grenzen des Machbaren im Bauen mit Bestand geben und diese diskutieren.
Bauen mit Bestand: Grenzen des Machbaren, Impulse und Diskussion: Flughafen Berlin-Tegel – Christian Hellmund, Architekt, Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp), Hamburg/Berlin, Sindelfinger Krankenhausareal – Barbara Brakenhoff, Architektin, Leitung der Sindelfinger Projekte zur IBA 2027 StadtRegion Stuttgart, Amt für Stadtentwicklung Sindelfingen, Bühnen Köln – Bernd Streitberger, Technischer Betriebsleiter der Bühnen der Stadt Köln, Diskussion mit Regula Lüscher, stadtmacherin.ch, ehemalige Senatsbaudirektorin/Staatssekretärin Berlin, Moderation: Andrea Jürges, stellvertretende Direktorin DAM, Ort: DAM im Ostend, Adresse: Henschelstr. 18, Uhrzeit: 19 - 21:15 Uhr, Eintritt: frei, Anmeldung hier
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Hendrik Otremba: BENITO

(Uwe)
Ein Freund, der mittlerweile in München lebt, schickte mir neulich eine Nachricht. Darin stand, dass er beim Lesen des Buches Benito an mich gedacht hätte. Dass es mir gefallen müsste. Ich hatte einige Zeit nichts von ihm gehört, als Tippgeber für kulturelle Dinge nehme ich ihn aber sehr ernst, immerhin schenkten seine Frau und er mir ein frühes Werk von David Nicholls, der schnell zu meinem Lieblingsautor wurde. 2022 war kein einfaches Jahr, also hatte ich mich in den letzten Wochen des alten Jahres an durchschnittlichen deutschen Krimis festgelesen. Immer begleitet von der Sehnsucht einmal wieder ein Buch zu lesen, in denen man ganze Absätze abfotografiert, weil sie so grandios geschrieben sind. In denen einen die Handlung in ihren Bann zieht und das einen auch dann noch beschäftigt, wenn man eine Pause einlegt, besser einlegen muss. Ein Buch das bleibt.
Benito lag da, wollte gelesen werden, ich war aber noch nicht so weit. Als mein Freund mich kurz vor Weihnachten fragte, wie ich es finden würde, antwortete ich mit „ich fange nach Weihnachten damit an, dann wird es ruhiger.“. Mit der ersten Seite (eine der stärksten ersten Seiten seit „Margos Spuren“ von John Green) passierte das, was ich ein paar Zeilen vorher andeutete: das Buch packte mich. Den Inhalt zu erklären ist schwierig, spoilern will ich nicht, weil Überraschendes passiert. Auf der Kanufahrt von sechs Pfadfindern (einer davon ist Benito), die etwas an Apocalypse Now erinnert und in der Zeit, die rund dreißig Jahre danach liegt.
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Donnerstag, 12. Januar: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)
Nach den Romanen von Édouard Louis
Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.
Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.
Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis. Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat. Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”
Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy/kartenbestellung-12jan
Samstag, 12. Februar (Premiere) um 20.00h Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moritz Buch
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Donnerstag, 12. Januar: DJ Lycox/Inkasso
(Martin)
Der Geheime Salon – Sonic Sanctuaries
Mit DJ Lycox kommt ein weiteres musikalisches Highlight aus dem Lissabonner Príncipe-Kontext in den Geheimen Salon. Príncipe fungiert als Sammelpunkt und Label für eine Produzent*innen–Community der westafrikanischen Diaspora in Portugal, die seit Jahren mit ihren Veröffentlichungen die internationalen Tanzflächen aufmischt.
Der Produzent DJ Lycox sticht dabei mit seinem eigenständigen Mix aus Afro-House, Polyrhythmik und zeitgenössischer Elektronik heraus, was er an diesem Abend im Mousonturm-Lokal mit einem DJ-Set unter Beweis stellen wird.
Die lokale Position übernimmt der umtriebige Frankfurter DJ, Radiohost und Robert–Johnson-Resident Inkasso.
Donnerstag,12. Januar um 20.30h Lokal im Mousonturm Eintritt frei!
Foto: © Marta Pina
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Donnerstag, 12. Januar: OF/ SOUPS

(Andrea)
Ach, menno. Heute startet ein total tolles Projekt und ich kann wegen anderer Verpflichtungen nicht hingehen. Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch sind YRD.Works und eigentlich in der Kressmann-Halle im Hafen Offenbach aktiv. Jetzt kommen sie mit SOUPS in den Rathaus-Pavillon, der sich immer mehr zum hippen Treffpunkt mausert und laden zum Essen und Austauch: Eine Suppe verbindet, bringt Menschen zusammen und ins Gespräch. Das war schon immer so, am Lagerfeuer, Kohleofen oder jetzt im Rathaus-Pavillon. Bis Samstag, 11. Februar, immer von Donnerstag bis Samstag lädt „SOUPS“ an die imaginäre Feuerstelle mit Platz für 50 Personen. Fünf Wochen lang, immer mit anderen Köchinnen und Köchen aus verschiedenen Winkeln und Szenen der Stadt, spannende Begegnungen sind dabei garantiert. Zumal das Essen für die Teilnehmenden kostenlos ist. Die erste Suppe kredenzt heute das Team des UND, mit dabei sind die Iranerin Nasrin Jalali, der VAIR e.V., das Kinder- und Jugendparlament, Szymon Zych aus Polen, der Verein Frauen für Offenbach, der HfG-Kurs Mensa für Morgen, Kinokurator Daniel Brettschneider mit OFlovesU-Macher Loimi Brautmann und viele andere mehr. Geographisch einzige Ausnahme ist Anton de Bruyn aus dem Restaurant Emma Metzler. 18 Uhr Weitere Infos gibt es hier: soups.yrd.works .Foto: Gabriel Pobrete
SOUPS, Rathaus-Pavillon, Stadthof-Westseite, Offenbach
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Samstag, 14. Januar: Panama / Antanzen – Voguing

(Martin)
Tanz/Workshop
Das bereits in Darmstadt und Wiesbaden beliebte Format „Antanzen“ der Tanzplattform Rhein Main feiert eine kleine Premiere, indem es erstmals im Mousonturm stattfindet. Beginnend im Januar 2023 werden alle zwei Monate neue Bewegungsformen vorgestellt. Ziel ist es, sich auszuprobieren, neue Tanzstile zu entdecken und dabei auch mehr über ihre Geschichte und Entstehung zu erfahren.
Hierzu sind Choreograf*innen und Tanzpädagog*innen aus der großen freien Szene der Tänze der Gegenwart eingeladen; ob Contemporary Dance, Voguing und Whacking, Lyrical, House, Popping und Locking oder Ballett. Bei uns soll sich die gesamte Breite der tanzenden Stadtgesellschaft wiederfinden.
Beim ersten und zweiten Termin steht Voguing im Mittelpunkt, ein Tanzstil, der Anfang der 70er-Jahre in Harlem, New York entstand. Marginalisiert von der weißen und heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft, fanden sich Schwarze und Latinx-Personen aus der LGBTIQ+ Community in sogenannten Ballrooms, Räumen, in denen sie sich sicher fühlen konnten, zusammen, gründeten Ersatzfamilien (sogenannte „Houses“ – „Häuser“), tanzten und performten spielerisch mit- und gegeneinander.
Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/420926
Samstag, 14. Januar um 17.00hMousonturm Probebühne 3. + 4. OGTeilnahme 10€
Foto: © Tanzplattform Rhein-Main
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Samstag, 14. Januar: Alles ist groß

(Martin)
‚Alles ist groß‘ ist eine der kleinen feinen Perlen im Spielplan des Schauspiel Frankfurt – ein Meisterstück der Regie (Kornelius Eich) und des Schauspiels (Nils Kreutinger).
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Zsuzsa Bánk trifft einen Mann für das letzte Geleit, dessen sensible Beobachtungsgabe besondere Perspektiven eröffnet. Wir lernen einen Grabmacher kennen, der in seinem vorherigen Job als Paketzusteller extrem unter Stress stand. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf. Zsusza Bánk wirft in ihrem Text die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?
Die FAZ schrieb nach der Premiere: »Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.
Und DLF Kultur – Fazit sendete anlässlich der Premiere: »Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-12/stimmen-einer-stadt-bank/1184/
Samstag, 14. Januar um jeweils 20.00h Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko
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Sonntag, 15. Januar: POHLMANN
(Uwe)
Wenn man zuhasue etwas reparieren muss und dazu ein wichtiges Teil gebraucht wird, geht man zu POHL-mann auf der Wiesenstraße, in der Nähe vom Bornheimer Uhrentürmchen. Der hat alles, die Verkäufer und Verkäuferinnen sind wahnsinnig kompetent und nett. Wenn der Sänger Pohlmann auch alles hat und ebenfalls wahnsinnig nett und kompetent ist, wird es bei seinem Konzert im Zoom gut für ihn laufen. Der Veranstalter schreibt über ihn: „Auf dieser Welt gibt es nur ein paar so ganz verwegene Typen, die sich für die Liebe niemals verbiegen“, heißt es in „Dunkle Gedanken“, einem der neuen Lieder von Pohlmann. Zu diesen Typen zählt sich der Hamburger Barde nicht, bloß nicht. Auf die Liebe lässt er es ganz bewusst ankommen. Auf die zwischenmenschliche sowieso, aber eben auch auf die Liebe zur Welt, zur Ehrlichkeit, zum guten alten Humanismus. Stilistisch geht das einher mit eingängigem, folkigem Rockpop. hat.
Zoom Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21 20 Uhr Eintritt: 34,55 VVK
Bild: Zoom
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Montag, 16. Januar: OF/ Tod auf dem Nil

(Andrea)
Neben Miss Marple dürfte Hercule Poirot einer der berühmtesten Detektive aus der Feder Agatha Christies sein, unvergessen vor allem Sir Peter Ustinov in der Paraderolle. Noch spannender wird die Sache, wenn heute Gil Ofarim, ja genau der mit dem "Hotel-Skandal" heute nicht den Ermittlerm, aber immerhin mitspielt. Egal, die Story von "Tod auf dem Nil" ist super und ich freue mich auf den Abend in unserem wunderschönen Capitoltheater. Das auch mal Musiclaheimstätte war, beim Aufräumen habe ich eine "Tommy"-Tasse gefunden und das war wirklich grandios damals. Schön, dass Peter Rieger das Gebäude damals wiedererweckt hat und wir heute wieder unter dem Kuppeldach Kultur genießen. "Am Montag, 16. Januar, löst Detektiv Hercule Poirot unter der Regie von Jörg Herwegh ein heimtückisches Verbrechen in der flirrenden Sonne zwischen den Pyramiden von Gizeh und dem Tempel von Abu Simbel. Mit dem charismatischen Sänger und Schauspieler Gil Ofarim, bekannt aus TV-Formaten wie „Let‘s Dance“ und der „Heute Show“, in der Rolle des Simon Mostyn sammeln die Zuschauer und Zuschauerinnen Indizien und rätseln nach dem Mordmotiv – das Rätselvergnügen ist vorprogrammiert." 20 Uhr
Capiitol Theater, Goethestraße, Frankfurt
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Donnerstag, 19. – Samstag, 21. Januar Dance Me! She She Pop

(Martin)
Von einem energetischen Tanz-Battle schreibt nachtkritik.de – She She Pop ist wieder in town – und das hingehen lohnt sich erneut.
„Dance Me!” ist ein Tanzmarathon, in dem zwei Generationen gegeneinander antreten. Die Bühne ist eine Arena, in der She She Pop und Gäste in der Rolle der Alten auf eine Gruppe junger Performer*innen treffen.
Das gegenseitige Unverständnis, der Generation Gap, wird in einem streng reglementierten Tanz-Ritual auf die Bühne gebracht und gefeiert. Die Teams wechseln sich ab: Wer nicht auf die Tanzfläche muss, steht an den Mikrofonen und macht die Musik. Die Generationen geben einander nicht nur den Beat vor und treiben sich an, sie nutzen auch die Gelegenheit, sich in langen Litaneien zu beklagen und gegenseitig zu beschimpfen. Oder zu bewundern? Und einander zu danken? – Wir wissen es nicht. Die beiden Teams trainieren für diesen Abend getrennt voneinander und konfrontieren sich in der Show mit ihren aktuellsten Moves.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/dance-me/ Donnerstag, 19. Und Freitag, 20. Januar um 20.00h, Samstag, 21. Januar um 19.00h Mousonturm / Saal – Solidarisches Preissystem
Foto © Ben Krieg
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Freitag, 20. Januar: WELTHITS AUF HESSISCH
(Uwe)
„Welthits auf Hessisch“ ist ein Projekt von Tilman Birr und Elis C. Bihn mit dem sie 1:1 das umsetzen, was sie im Projektnamen versprechen. Sie übersetzen Originaltexte ins Hessische und interpretieren diese bei ihren Konzerten. Dabei begleiten sie sich mit Bass und Gitarre. So wird aus Miley Cyrus‘ „Wrecking ball“ die „Abrissbern“, aus Rihannas „Umbrella“ der „Reschescherm“ oder Britney Spears´ „Hit me baby one more time„Schlaach misch, Mädsche, nochema“. Selbstverständlich haben sie nicht nur Songs jüngerer Popstars im Repertoire, auch „Stayin´ alive“ („Am Lebe bleibe“) von den Bee Gees oder „Help!“ („Helf mer“) von den Beatles sind zu erwarten. Ich bin kein besonderer Freund von Covern, weil ich Musiker und Bands insbesondere dafür bewundere, welch´ außergewöhnliche Werke sie erschaffen, das klingt aber nach einem unterhaltsamen Abend.
DAS BETT Frankfurt, Schmidtstr.12 Zeit: 21:00 Eintritt: 20,00€ VVK
Bild: Pressefoto
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Samstag 21. Januar: Sahnetl im ono2
(Daniela)
Wir sind auf der Premiere im Schauspiel, danach gehts dann direkt ins ono2, denn da legt Shantel auf.
Ich denke es wird sehr voll. Heinz Felber, der Gastgeber schreibt: "bitte früh kommen wer drin ist ist drin , bei 200 ist Schluss !!! DJ -Set , wie immer hypnotisch und mit grossem Spaß."
ono 2, Walter-Kolb-Straße 2, Sachsenhausen
Beginn 22:00 Uhr
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Samstag 21. Januar: Kenneth Minor (Releaseparty „Retirement“)

(Uwe)
Mein ehemaliger Chef ist vorletztes Jahr in vorgezogenen Ruhestand gegangen. Wegen der Covid-Beschränkungen konnte sein Abgang am Tag der offiziellen Verabschiedung nicht angemessen werden. Seitdem ist er tatsächlich vollständig von der Bildfläche verschwunden. Wie man hört, reist er viel, gärtnert und liest. Eine Platte in der aktiven Karriere „Retirement“, also Ruhestand zu nennen, verwirrt mich daher etwas. Egal, die Band gibt es weiter. Sie schreibt über sich selbst „Kenneth Minor is a band. A universe with different constellations, circling around a fixed point. Bird Christiani. The constant. The haven of calm. Founding father and mastermind since 2007. Guitarist and singer … The intrinsic influences ascribed to the music of Bird Christiani are quite varied. Names like … Elliott Smith, Paul Simon, Bob Dylan, … and Mark Oliver Everett are mentioned again and again.“. Bird (eigentlich Jörg) Christiani mag Mark Oliver Everett, Chef der fantastischen Eels. Das ist schon einmal gut. Und er mag sich – wenn man den Text seiner Homepage liest – durchaus auch selbst. Selbstvertrauen schadet bei Musikern ja bekanntlich nicht. Der Veranstalter schreibt über die neue Platte "Das ganze Album klingt organisch und eben nach einer Band, die sich dazu entschieden hat, sich zunächst ohne externe Einflüsse, mit Spielfreude, über Tage hinweg, zusammen im selben Raum einzufinden, um zur selben Zeit miteinander Musik zu machen und diese aufzunehmen."
Brotfabrik Frankfurt, Bachmannstr. 2 20 Uhr Eintritt: 16,50 EUR, VVK
Foto: Brotfabrik
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Dienstag, 24. Januar: Best of Abschweifung – Ein Genazino-Vorleseabend

(Petra)
Ein heiterer Abend in Erinnerung an Wilhelm Genazino, dessen Leben und Schreiben eng mit Frankfurt am Main verbunden ist und der viele Male im Literaturhaus zu Gast war. Es lesen die Schauspielerin Melanie Straub, Mitglied des Ensembles des Schauspiels Frankfurt und zuletzt u.a. in Jelinek- und Tschechow-Bearbeitungen zu erleben, sowie Schauspieler Peter Lerchbaumer, der aus dem Fernsehen und dort vor allem durch die Frankfurt-Tatorte von 2002 bis 2010 bekannt ist. Die Regisseurin, Radioredakteurin und Dozentin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main Marlene Breuer, die viele Hörproduktionen mit Genazino erarbeitet hat, stellt einen Reigen von Texten und Kommentaren zusammen, die uns den Beobachter außerordentlicher Gewöhnlichkeiten, Abschweifungskünstler, Sammler von Liebesblödigkeiten und viel beschworenen Flaneur lebhaft vor Augen führen. Seine Texte sind im Hanser Verlag und bei dtv erschienen. Der Abend ist Teil des Festivals „20 Veranstaltungen an 20 Orten“ zur Erinnerung an Wilhelm Genazino, initiiert von Ulrich Rüdenauer.
Foto: Wilhelm Genazino©Peter-Andreas Hassiepen
Best of Abschweifung – Ein Genazino-Vorleseabend, Festival „20 Veranstaltungen an 20 Orten“ zur Erinnerung an Wilhelm Genazino, initiiert von Ulrich Rüdenauer, Hybridveranstaltung, mit Peter Lerchbaumer, Melanie Straub und Marlene Breuer, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 9 / 6 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro (20 Veranstaltungen), Tickets gibt es hier
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Samstag, 28. Januar: UK SUBS

(Uwe)
Mein Freund Michel holt mit seiner Solarpenguin Agency seit Jahren die kultigsten Bands nach Frankfurt. Nun kommen die UK Subs und die stehen seit über 40 Jahren auf der Bühne, um den Punkrock der '77er zu feiern. Inspiriert von The Damned und der Geburt des britischen Punks, begann Charlie Harper zusammen mit Nicky Garrat Songs zu schreiben, die sie die ersten Jahre in sämtlichen Lononder Clubs, darunter auch das Roxy, präsentierten. Mit City Records an der Seite war es möglich ihren ersten Indie Nummer 1 Hit zu veröffentlichen, C.I.D. 1979 unterschrieben die UK Subs bei Gem Records und wurden, zur Überraschung aller, eine der erfolgreichsten Punkbands mit sieben aufeinanderfolgenden UK Top 30 Hits. Mit dem 73-jährigen unermüdlichen Charlie Harper am Gesang – der als Godfather des Punk gefeiert wird, haben die UK Subs viele weitere erfolgreiche Albumveröffentlichungen und Touren hinter sich. Wie ein edler Wein werden die UK SUBS besser und besser.
DAS BETT Beginn: 20:30 Vorverkauf: 18,60 €
Foto: Solarpenguin
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Mehr Engagement 2023? Gute Vorsätze NOW - Aufruf

(Petra)
Also, ich bin nicht so der 1. Januar-Guter-Vorsatz-Typ, aber nach diesem anstrengenden Jahr und gefühlter Nonstop-Krise ist es vielleicht eine gute Zeit, sich und die wichtigen Dinge des Lebens stärker in den Blick zu nehmen. Vielleicht ja auch mit einem neuen Theaterprojekt, in dem Ihr mitmachen könntet: Heike Scharpff beginnt mit Jan Deck im Januar eine Arbeit, in der es um soziale Ungerechtigkeit gehen soll. In den Vorbereitungen im künstlerischen Team haben sie sich mit ihren eigenen Privilegien auseinandergesetzt. Jetzt suchen sie Menschen, die mit ihnen über soziale Ungerechtigkeit bzw. über Klassismus reden wollen. Und sie suchen Menschen, die dabei sein wollen, auf der Bühne stehen - als Teil des Ganzen. Zusammen soll ein knalliges Proteststück an einem tollen Ort entstehen: in der Alten Seilerei in Oberrad (die Atmosphäre dieses Ortes ist wirklich ganz besonders eindrucksvoll!).
Theaterprojekt "soziale Ungerechtigkeit", Aufführungstermine: 23.03., 24.03. 25.03., Vortreffen: 19.01. und 26.01. um 18 Uhr, Probenstart: 31.01. um 18 Uhr, Ort: Alte Seilerei, Adresse: Offenbacher Landstraße 190, Ihr solltet bis Ende März ein- bis dreimal in der Woche Zeit haben (es kann sich flexibel an Eure Möglichkeiten angepasst werden). Dafür gibt es eine Aufwandentschädigung. Infos per E-Mail oder telefonisch unter 0178 4554579 (auch WhatsApp oder Signal)
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Donnerstag, 29. Dezember: OF/ Spock Poetry

(Andrea)
Da hilft nur Antimaterie! Ich möchte heute unbedingt in den Filmklubb! Spock Poetry Filmsynchro mit dem unglaublichen Leinwand-Lyiker Ralph Turnheim ist sicher ein Riesenspaß: "Direkt neben der Leinwand wird er eine berühmte Episode der legendären Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" neu synchronisieren. Kirk & Co erklingen so poetisch, wie es kein Zuschauer je gehört hat. Die Originalfassung der Star-Trek-Folge "Amok Time" (1967) war dem ZDF damals zu heiß. In der deutschen Synchronisation leidet Logiker Spock an "Weltraumfieber". Doch dank der Wiener Leinwand-Lyrik nimmt er sich kein Blatt vor dem Mund: "Es bricht die Maske unserer Vernunft. / Es ist Pon Farr. Die Zeit der Brunft." Spoiler: Die Folge ist jugendfrei ... Schafft es Ralph Turnheim wirklich, alle Figuren alleine live zu synchronisieren - mit Reimen? Diese Frage ist mindestens so spannend wie das klassische Fernsehabenteuer des Raumschiffs Enterprise selbst.Projiziert mit echtem Filmmaterial aus den 1960ern! Trailer: youtu.be/_8L5xIuYevk Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr Karten € 25.00, Reservierung unter nic@filmklubb.de
Filmklubb Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
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Bis Januar 2023: Lesung: Geliebte Mimi

(Martin)
Leistikow – wer? So gings mir auch. Tatsächlich verbirgt sich hinter diesem zu Unrecht nicht so bekannten Namen ein Graphiker, ein Künstler, ein bedeutender ‚Frankfurter‘, der sogar auf dem Südfriedhof begraben ist.
Im Dommuseum ist aktuell eine Ausstellung zu erleben, die Leistikows Bedeutsamkeit für das ‚Neue Frankfurt‘ deutlich werden lässt. ‚Neues Frankfurt‘ – das ist vielleicht Erläuterungswürdig bei all dem ‚Neuen‘, was in der direkten Umgebung des Doms als ‚alt‘ firmiert wird: es geht um die 1920er Jahre und treffend ist die Ausstellung mit ‚Zurück in die Moderne‘ überschrieben.
Bei der Vorbereitung der Leistikow-Ausstellung gab es einige Überraschungen. Wer Leistikow nur aus dem Kontext von Ernst Mays Neuem Frankfurt (1925–1930, fünf Jahre, die in Frankfurt unglaublich viel bewegt haben!) als Entwerfer des von den Nazis gleich wieder abgeschafften modernen Stadtwappens in Erinnerung hat, kann ihn im Dommuseum als unglaublich vielseitigen Künstler kennenlernen.
Der unter anderem 1950–1953 die abstrakten, sehr grafischen Domfenster geschaffen hat. Und die Kuppel und die Fenster der Westend-Synagoge. Und der eben auch Liebhaber des Buchs Moby Dick und Zeichner wunderbarer Katzen-Porträts war.
In seinem Nachlass fand sich eine Mappe mit Typoskripten. Leistikows schmales literarisches Oeuvre enthält Texte zu Fragen der Gestaltung und der Lehre, kleine Skizzen die in der Tagespresse veröffentlicht wurden, sowie weitere zu Lebzeiten unpublizierte Prosatexte. Der Stil erinnert ein bisschen an Erich Kästner oder Kurt Tucholsky.
Schon vor einigen Jahren gab Rosemarie Wesp, Kuratorin der Leistikow-Ausstellung, die Katzengeschichte „Geliebte Mimi“ als Book on Demand heraus. Leistikow beschreibt darin das Leben seiner Katze Mimi als Mitglied der Familie und seine enge Beziehung zu dem Tier. In vielen Beobachtungen wird die Katze voller Liebe und Respekt als eigenständige Persönlichkeit vorgestellt. Dieser Text steht im Mittelpunkt der Lesung. Am Anfang wird ein Textfragment mit der Beschreibung eines Bombenalarms in Berlin stehen – unheimlich in seiner Aktualität.
Roland Borgards, Professor am Institut für deutsche Literatur der Uni Frankfurt und Mitbegründer des Forschungsnetzwerks Cultural and Literary Animal Studies, moderiert den Abend, Peter Schröder vom Schauspiel Frankfurt liest.
Die Ausstellung „Hans Leistikow (1892–1962). Zurück in die Moderne“ (mit Fotos von Laura J. Padgett) läuft noch bis zum 15.1.22. im Dommuseum. Führungen gibt es immer mittwochs um 17.30 Uhr und sonntags um 14.00 Uhr.
Foto: © Ulrike Brunzel - Hans Leistikow, Katze, Collage auf orange gestrichenem Papier, um 1950, Museumslandschaft Hessen Kassel, Graphische Sammlung.
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Noch bis Sonntag, 12. Februar: Amna Elhassan in der Schirn-Rotunde

(Petra)
Ich liebe die Rotunde: diesen wunderbaren (öffentlichen) Raum für Kunst im Großformat. Aktuell solltet Ihr mal vorbeischauen: Mit ihren Gemälden und Drucken porträtiert die Künstlerin Amna Elhassan die sozio-politischen Veränderungen und den kulturellen Widerstand im Sudan mit besonderem Augenmerk auf den Frauen in ihrem Land. In der öffentlich zugänglichen Rotunde präsentiert die Schirn die erste großformatige Wandmalerei "December" (2022) der Künstlerin, die sie spezifisch für den Raum konzipiert und realisiert hat. In dem großformatigen Panoramagemälde verarbeitet Elhassan die Zerschlagung der Demokratiebewegung im Sudan und nimmt Bezug auf das Massaker von Khartum am 3. Juni 2019. Mit diesem beendeten Regierungstruppen gewaltsam die friedliche Dezember-Revolution, die mit landesweiten Protesten und einer dreimonatigen Besetzung des Platzes vor dem Militärhauptquartier in Khartum zum Sturz der 30-jährigen Diktatur des ehemaligen Präsidenten Omer Al-Bashir geführt hatte. Zudem zeigt Elhassan im inneren Rotunden-Umgang im ersten Obergeschoss 23 Gemälde und Drucke, die seit 2019 entstanden sind, einige davon eigens für die Ausstellung. Die Arbeit der Künstlerin hat mit der sudanesischen Revolution 2018/2019 eine nachhaltige Wendung erfahren. Das zentrale Thema ihrer Werkauswahl für die Schirn ist der Status der Frauen im Sudan sowie die Wahrnehmung ihrer Körper durch die Gesellschaft. Eine Auswahl von Alltagsszenen sowie Porträts sudanesischer Frauen, deren Stärke und Widerstandsfähigkeit im politischen und gesellschaftlichen Umbruch die Künstlerin mit ihrer Arbeit zelebriert, wird gezeigt. Charakteristisch für Elhassans Malweise sind das Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken, darunter analoge und digitale Zeichentechniken, Öl-, Acryl- und Sprühfarben, sowie das Arbeiten in Schichten auf Leinwand und Papier. Elhassan erweitert in der Schirn den Bildraum der Gemälde über die Leinwand hinaus und schreibt die Werke damit in den Ausstellungsraum ein.
Foto: Norbert Miguletz, Amna Elhassan. Deconstructed Bodies – In Search of Home, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2022
Amna Elhassan – Wandgemälde „December“ und Ausstellung im inneren Rotundenumgang 1. OG, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Römerberg, Öffnungszeiten: 24/7 Rotunde, Dienstag, Freitag bis Sonntag 10 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr, Eintritt zu dieser Ausstellung: frei
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Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)
Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.
Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
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Bis Sonntag, 15. Januar 2023: Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand DAM

(Petra)
Umbauen, Anbauen, Weiterbauen – der Gebäudebestand bietet zahlreiche Möglichkeiten ihn fortzuschreiben. Auch das Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Schaumainkai in Frankfurt wird seit Oktober 2021 umgebaut und saniert. „Bauen mit Bestand“ ist auch eine Kategorie von Nachhaltigkeit – das zeigt die jetzt eröffnete Ausstellung im temporären DAM-Exil im Ostend. Anhand von sechs Themenbereichen werden sehr sehenswerte zeitgenössische internationale Beispiele kluger und kreativer Strategien im Umgang mit bestehender Architektur präsentiert. Expertinnen und Experten geben Einblicke in vielfältige Aspekte, die das Bauen mit dem Bestand sowohl im urbanen als auch im ländlichen Kontext beeinflussen. Eine ausgewählte Bestandsaufnahme Frankfurter Bauwerke eröffnet zudem Perspektiven und Fragestellungen unter Einbezug von Nutzer*innen und Bewohner*innen. Damit wird ein umfangreicher Pool an Nutzungen, Transformationen und Revitalisierungen präsentiert.
Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand, Ausstellung, Kurator*innen: Jonas Malzahn, Mathias Schnell und Katharina Boettger, Ort: DAM im Danzig am Platz, Adresse: Henschelstraße 18, bis 15.01.2023, Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 12 - 18 Uhr, Mi. 12 - 19 Uhr, Sa.+ So. 11 - 18 Uhr, Mo. Geschlossen, Eintritt: 5 (3) Euro, weitere Infos hier
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Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)
Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick.
Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro
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