04.03.2022
Aus aktuellem Anlass

Hier im Stakkato, die allerwichtigsten Infos für dieses Wochenende:

* Heute Abend gibt es um 18:00 Uhr eine Demo auf dem Römerberg, auf dieser wird der Ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy live dazugeschaltet. Andrea hat im nächsten Abschnitt alle Infos dazu zusammengetragen.

* Wenn ihr Wohnungen, Zimmer für Flüchtlinge anbieten wollt, oder Fragen habt, auf was ihr bei der Aufnahme von Flüchtlingen achten solltet (Krankenversicherung etc.) dann schaut hier, das ist eine Seite, die die Stadt Frankfurt betreibt: https://www.frankfurt-hilft.de/ukraine/

* Das Allerwichtigste sind jedoch Geldspenden, damit die Hilfsorganisationen vor Ort richtig helfen können. Da sind Logistiker:innen gefragt, die wirklich wissen was sie tun und die dafür Sorgen, das Spenden nicht im Schneeregen kaputt gehen... Und es werden Psycholog:innen, Ärzt:innen, LKW Fahrer:innen, Traumatherapeut:innen, Köch:innen etc. gebraicht. Für all das braucht es Geld. Bitte spendet Geld und keine Sachmittel! Aktion Deutschland hilft

* Wichtig ist wirklich, dass sich keine Privatleute in einen Bus setzen und einfach mal Hilfsgüter irgendwo hin bringen. An den Grenzen türmen sich die Waren, Kleidung liegt im Schneeregen, Essen verdirbt und das krasse: wichtige Fluchtwege werden versperrt weil da Kleinstbusse die Wege zu machen.
Es gibt aber auch Organisationen, die genau wissen wie das läuft und Partner:organisationen vor Ort haben, die z.B. Lagerhallen haben und vor allem auch Personal. Da ich mich vorher vergewissert haben, dass der Verein europe cares genau weiß, was er tut, veröffentliche ich untenstehend ihren Aufruf. Es ist aber wichtig, dass wirklich nur diese Sachen vorbeigebracht werden. Das Ganze findet morgen von 11:00-14:00 Uhr auf dem Gelände der IGS Nordend statt. An dieser Stelle geht mein Dank an die tolle Schulleitung, die das so kurzfristig unterstützen.

* Und dann noch ein ganz anderes Thema, was mir auch sehr am Herzen liegt: Morgen findet eine große Demo und Kundgebung von Frankfurt für Frauenrechte statt. Es geht darum, dass die selbsternannten "Lebensschützer:innen" wieder vor Pro Familia demonstrieren dürfen und Mädchen/Frauen, die dort zum Aufklärungsgespräch hinkommen müssen, weil sie eine Abtreibung in Erwägung ziehen, auf diese Menschen treffen. Es wäre daher toll, wenn viele von Euch morgen zur Demo kommen...

* So, jetzt muss ich aber schnell los. Andrea und ich fahren jetzt zu BINDING, die uns seit November das Bier fürs Kulturlabor sponsern!
Heute um 18:00 Uhr gehts dann wieder los bei uns. Gestern haben wir auf unserer Kultrurzeiterin Facebookseite dazu folgenden Text veröffentlicht:

Liebe Freund*innen des Kulturlabors, im Januar wurde uns ermöglicht, das Kulturlabor im März und April fortzusetzen
Zu dieser Zeit haben wir nicht geahnt, wie sehr sich die Welt verändern wird. Wir sind alle entsetzt über Putins mutwilliges Kriegstreiben und seine Lügen. Wir sind traurig und solidarisch mit der Ukraine. Wir würden so gerne etwas tun und sind unsicher, ob unser Kulturprogramm zur Lage passt.

Wir haben nun beschlossen, unseren kleinen Kulturraum weiter offen zu halten. Denn Kultur vereint!

Lebt wild und geht auf die Straße.

Daniela

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Martin Grün.

Die obige Illustration stammt, wie bereits die der letzten Woche, von der ukrainischen Illustratorin Anna Sarvira: https://www.instagram.com/anna.sarvira/ und die Illustratorin von Frankfurt für Frauenrechte ist unverkennbar: Moni Port https://www.instagram.com/studio_soundso/

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.

Freitag, 4. März: FFM/ Volodymyr Zelenskyy

(Andrea)

Euch geht es sicher ähnlich: Der Ukraine-Krieg macht mich fertig und das Schlimmste ist die Hilflosigkeit in Anbracht dieser fürcherlichen Agression, die soviel unfassbares Leid produziert. Heute morgen hörte ich ein kurzes Feature über die Ankommenden in Berlin im DLF und musste heulen, weil sie sofort in Empfang genommen und irgendwie erstmal ausgestattet wurden und werden, aber doch vor einem großen Nichts stehen. Und dann: Tagelang unterwegs, mit Kind, Koffer, eventuell Haustier unterm Arm und erstmal das Bedürfnis nach einer Dusche, ausruhen, einem Platz. Wie geht es weiter? Das erscheint mir die dringlichste Frage und vor allem für wie lange? Wir alle hoffen und beten, dass die tapferen Ukrainer wehrhaft bleiben.  Das wären sie wahrscheinlich nicht in dem Maße, hätten sie nicht einen Präsidenten wie Volodymyr Zelenskyy. Er ist wirklich der Held der vergangenen Tage und es bleibt zu hoffen, dass er und alle überleben. Heute Abend um 18 Uhr wendet er sich an Europa und wenn wir von hier aus schon wenig ausrichten können, wir werden da sein und viele gute Gedanken, Wünsche und Kraft in die Ukaine senden. #standwithukraine

18 Uhr, Frankfurt, Römerberg, die VA wird gestreamt: https://youtu.be/wJQ_DAtEDmk

+++ZELENSKYY LIVE+++ EUROPE & FRANKFURT STANDS WITH UKRAINE! This Friday, at 18:00 CET, the President of Ukraine, Wolodymyr Selenskyj @zelenskiy_official ,will speak live to us Europeans in several of our cities. Europe stands with Ukraine! Simultaneously in different european cities: Bratislava Frankfurt Prague - Vaclavske nam Wenzels-Square Lyon - Maison d’Europe Tbilisi Vienna Vilnius & more cities to come! #standwithukraine #selenskyjlive #europestandswithukraine #frankfurt #stopputin #europa

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00.
Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.

ZU GEWINNEN

2 x 2 Tickets für die Neukreation von Jacopo Godani mit der Dresden Frankfurt Dance Company am 12. März um 20 Uhr im Bockenheimer Depot

Frage: Wofür will Godani vor allem das Bewusstsein schärfen?

Eure Antwort im Betreff und den vollständigen Namen bitte in Eurer E-Mail an Petra

Kinotipp: BELFAST

(Uwe)

Mit vier großartigen Filmen (1989: Henry V, 1991: Schatten der Vergangenheit, 1992: Peter’s Friends und 1993: Viel Lärm um nichts), zwei Verfilmungen von Stücken Shakespeares und zwei Umsetzungen von Originaldrehbüchern anderer Autoren, startete Theater- und Filmschauspieler Sir Kenneth Branagh furios in seine Karriere als Regisseur. Danach wurden die Filme, die er inszenierte und in denen er mitspielte zunehmend belangloser (von sehr ausgewählten Ausnahmen abgesehen). Mit Belfast, einem Film über seine Geburtsstadt, meldet sich Branagh nun als Regisseur eindrucksvoll zurück. Für den Film, der inspiriert wurde von seiner eigenen Jugend in der nordirischen Stadt, schrieb er selbst das Drehbuch.

"Ich hatte schon immer über diese Zeit schreiben wollen. Wie Menschen nun mit Konflikten in der Pandemie umgehen, war mir sehr vertraut - aus meiner Zeit in Belfast … Dieses Gefühl, dass alles drunter und drüber geht, dass die Zukunft ungewiss ist, kenne ich nur zu gut“ sagte er in einem NDR Interview. Sein Werk spielt im Jahr 1969, im Mittelpunkt steht der neunjährige Buddy, der in den Straßen Belfasts spielt. Den Straßen, in denen er aufwächst und in denen er mit seiner Familie lebt, in denen er sich jung verliebt und in denen er Zeit mit seinen Freunden verbringt („Wir hörten ausgiebig Radio, hörten ausgiebig Schallplatten und schauten uns ausgiebig Filme an und wenn wir das nicht taten, besuchten wir uns gegenseitig“), bis die Gewalt im Nordirlandkonflikt eskaliert. Auch seine Großeltern, herausragend dargestellt von der stets großartigen Judi Dench und Ciarán Hinds, sieht er oft. Diese Treffen sind Höhepunkt in einem wunderbaren Film. Völlig zurecht wurden sie als beste Nebendarsteller für den Oscar nominiert, wie der Film selbst, das Drehbuch, der Ton, Branagh als Regisseur und Van Morrisons Song „Down To Joy“. Keine Nominierung erhielt leider Caitriona Balfe, die in der Rolle von Buddys Mutter ein Wunder ist.

Freitag 4. März: Kulturlabor

(Daniela)

Unser heutiges Programm:

ab 18 Uhr Musik & Getränke, Einzelausstellung mit Arbeiten von Leonhard Hamerski & Petersburger Hängung mit Arbeiten von insgesamt 25 Frankfurter und Offenbacher Künstler*innen.

19:00 - 19:45 Uhr Improglycerin - Improvisationstheater aus Frankfurt
Explosiv. Intensiv. Jetzt. Ihr ruft uns Ideen zu, wir machen daraus Szenen. Sofort. Ohne Drehbuch und ohne Versatzstücke. Drama, Komödie und Stand-Up-Comedy in einem. Mit Gitarrist Detlev Otto. Und das bedeutet: Oper, Club und Rockkonzert inklusive. Lasst Euch mitreißen. Das ist Improvisationstheater!

20:00 - 20:30 Uhr Iván Gómez Cervantes Solo Harfenkonzert

20:45 - 21:30 Uhr Tongärtner spielen deutschsprachigen Akustik-Rock.
Mit Gitarre, Cajón und Bass beackert das Frankfurter Trio seinen ganz eigenen Klanggarten - von eingängigem Indie-Rock bis tanzbare Offbeat-Hymnen.

ab 21:30 Uhr Der Künstler Michel Klöfkorn zeigt: red_cyan-schleierfisch

21:45 - 23:30 Uhr DJ Set mit Moses Joses: House, Breaks, Electro

Kulturlabor, Berliner Straße 32, 60311 Frankfurt, barrierefreier Zugang

Freitag, 04. März: Vernissage

(Petra)

Ich freu mich sehr über die Gelegenheit, endlich mal wieder in den wundervollen saasfee*pavillon zu besuchen. Die neue Ausstellung verspricht so etwas wie poppig-skurril-poetische Retro-Impressionen: Entsprungen aus einer Faszination für Materialität und einer ausgeprägten Leidenschaft fürs Sammeln, muten die neuen Arbeiten von Jan Christian Pohl wie skurrile, dreidimensionale Collagen an. Von Graffiti über Kaugummi bis hin zum Comic - das Zusammenspiel der verschiedenen Werkserien erzeugt ein Narrativ, das seinen Ursprung in der Pop- und Jugendkultur der 1980er Jahre findet. Komisch und tragisch zugleich stehen sich schwarz-weiße, fragile Papierarbeiten und schrille Betonskulpturen im Ausstellungsraum gegenüber und werfen dabei Fragen nach der Prozesshaftigkeit ihrer Entstehung auf.

'comic/tragic' – Jan Christian Pohl, Vernissage, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 -66 HH, Uhrzeit: 19 - 22 Uhr, Ausstellung bis 25. März  (Öffnungszeiten: mittwochs - freitags 11 -16 Uhr), es gelten die aktuellen Hygienebestimmungen

Freitag, 4. März: OF/ Ammonite (OmU)

(Andrea)

Ich mag diese Schauspielerin, deren Namen auch andere nicht richtig auszusprechen wissen https://www.youtube.com/watch?v=kbv6_rpC7jw  Sie spielt in Ammonite mit, der Film sollte in Cannes laufen, was aber wegen Corona ausfiel und wird dann heute im Hafen 2 gezeigt: "England Mitte des 19. Jahrhunderts. Resigniert von der männlich-dominierten Wissenschaftswelt Londons, hat sich die einst gefeierte Paläontologin Mary (Kate Winslet) in ein Provinznest an der Küste im Südwesten Englands zurückgezogen. Dort hält sie sich und ihre von Krankheit gezeichnete Mutter (Gemma Jones) mühsam mit dem Verkauf von Fossilien an Touristen über Wasser. Deshalb kann Mary auch das lukrative Angebot eines wohlhabenden Kunden keinesfalls ausschlagen, der ihr seine schwermütige junge Ehefrau Charlotte (Saoirse Ronan) zur Erholung in Obhut geben will, um seine Studienreise ungestört fortsetzen zu können. Mary begegnet ihrem ungewollten Gast zunächst kühl und abweisend, bis Charlotte schwer erkrankt und Marys volle Aufmerksamkeit erfordert. Einhergehend mit Charlottes Genesung, gewinnt auch Mary langsam die Lebensfreude zurück, und ihre schroffe Fassade beginnt zu bröckeln. Aus den für beide unerwarteten Glücksgefühlen entwickelt sich bald leidenschaftliche Begierde, die alle gesellschaftlichen Konventionen ins Wanken bringt und den Lebensweg beider Frauen unwiderruflich verändern wird."

20 Uhr
Hafenkino
Nordring
Offenbach

Freitag, 4. März: Of/ How to Rave

(Andrea)

Weil es mit der Spontanität dieser Tage so eine Sache ist, hier schon gleich der Hinweis: "Im Sinne einer weiteren Risiko-Minimierung bieten wir nun noch Karten an, für die die Voraussetzung der Nachweis eines tagesaktuellen Tests aus einem Testzentrum ist." Dann früh genug da sein und hereinspaziert und viel Vergnügen bei How to Rave! "Tickets für den im Dezember Pandemie-bedingt verschobenen Matz-Ernst-Termin behalten für heute ihre Gültigkeit - was für eine Freude, ihn heute endlich nachholen zu können. Wir waren zwischenzeitlich nicht faul und haben noch einmal am Sound getüftelt - euch erwartet eine ohrenschmeichelnde PA, die mit zwölf Bässen so überdimensioniert ist, dass sie in wohlklingend sanftem Halbe-Kraft-Modus vor sich hin schnurrt wie eine gestreichelte Katze :-) wir sind ganz happy über diese neue Lösung! Bitte beachtet, dass es zwar eine 2G+ Veranstaltung ist und somit die gleichen Zugangsregeln für den Hafen 2 gelten wie immer, wir aber am Tor eure Kontaktdaten erfassen. Wir freuen uns, wenn ihr, obwohl es kein Zwang mehr ist, eine Maske tragt - wir tun es. Gleiches gilt für einen tagesaktuellen Test. Die Lüftung läuft auf 100% Beginn 22 Uhr - bitte kommt gerne nicht spät, jawohl! Das Café hat bereits ab 18 Uhr geöffnet. VVK 5,-- zzgl. 0,50 Systemgebühr. Tickets https://hafen2.loveyourartist.store/de/events/6218a629d1705a374c90d00c 

2G+ Veranstaltung mit Kontaktdatenerfassung.

Hafen 2
Nordring
Offenbach

G E R O L L T E S über Krieg

(Uwe)

Wir hatten einen echten Nikolaus in der Familie, der konnte meinen Geschwistern und mir im Dezember allerdings keine Schokolade bringen. Mein Großvater hieß Nikolaus. Nikolaus Schwöbel wurde am 12. Oktober 1914 in Hammelbach im Odenwald geboren. In den 1930er Jahren wohnte er in Darmstadt, war verheiratet mit meiner Oma und wurde der Vater zweier Söhne. Der ältere der beiden wurde mein Vater und der begleitet mich mit Witz, Rat, Tat und Liebe glücklicherweise bis heute. Mein Vater hat seinen wiederum bereits im Grundschulalter in einem brutalen und sinnlosen Krieg in einer Region der damaligen Sowjetunion verloren, in deren Nähe heute wieder gekämpft wird. Natürlich ist mir bewusst, dass ihn die Wehrmacht nicht zu Hilfseinsätzen und zur Befreiung dort hinschickte.

Ich sprach als Heranwachsender mit meinen Eltern viel über den Krieg und die Nachkriegszeit und tue es bis heute, las Schreiben des Militärs und ein aus standardisierten Textbausteinen zusammengesetztes „Gutachten über das Schicksal des Verschollenen“ des DRK Suchdienstes über den Vermisstenstatus meines Großvaters, an dessen Ende steht, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit Ende November 1943 gefallen ist. Und ich las Briefe, die er von der Front nach Hause schickte. Über viele Jahre kannte ich zwei Bilder mit ihm, die in der Wohnung meiner Oma und in unserem Wohnzimmer hingen. Professionelle Fotografien, auf denen die Fotografierten immer etwas angespannt wirken, einmal allein, einmal mit seinen beiden Söhnen. Erst vor wenigen Jahren fiel mir ein drittes Bild in die Hände. Auf diesem läuft er in Uniform mit einer Gruppe über eine Wiese. Ein Schnappschuss, rund 1.800 Kilometer von Darmstadt entfernt aufgenommen. Das Bild hat mich sehr bewegt, weil sein Gesicht in dieser zufälligen Momentaufnahme so anders, irgendwie intimer wirkte als auf den beiden mir bekannten Fotos. Und weil er kurz darauf im besten Alter starb.

Einen sehr guten Freund von mir zog es beruflich vor rund 15 Jahren nach Moskau, ins Zentrum der ehemaligen Sowjetunion. Wie in seinen vorherigen Wohnorten Hamburg und München, besuchte ich ihn bis 2016 auch in Moskau regelmäßig. Erstmals war ich 2006 dort, etwas schüchtern, weil ich im Kalten Krieg aufwuchs und die Russen in den Bond-Filmen immer die Bösen waren. Wie die Scorpions (in ihrem bekanntesten Lied) folgte ich bei diesem Besuch der Moskwa (von der Universität mit dem Schiff) hinunter zum Gorki Park. Danach kam ich alle zwei Jahre hierhin. Zufällig fiel die Anwesenheit immer auf ein großes Fußballereignis, Welt- und Europameisterschaften. Einmal, vor über zehn Jahren, war es ein Qualifikationsspiel Deutschland gegen Russland. Dieses sahen wir im Moskauer Zentrum in einem Bierkeller zusammen mit vielen uns unbekannten Russen. Als die deutsche Nationalmannschaft das Siegtor erzielte, sprangen wir beide jubelnd auf. Bevor wir mit unseren Hintern wieder auf unseren Stühlen landeten, wurde uns bewusst, dass wir uns damit den rund 75 Russen als die einzigen Deutschen zu erkennen gegeben hatten. Die einheimischen Fans ließen uns aber in Ruhe, einige kamen nach dem Spiel sogar zu uns und klopften uns auf die Schultern. Unter Berücksichtigung der gemeinsamen Geschichte und dem Leid, den der deutsche Angriffskrieg im letzten Jahrhundert verursachte, ein für uns besonders schönes Erlebnis.

Sport verbindet eben und hat gesellschaftlich daher einen hohen Wert. Aus diesem Grund tummeln sich in der Sportwelt (nicht nur im Fußball) auch viele zweifelhafte Personen und Unternehmen oder Staaten mit einer stark verbesserungswürdigen Einstellung zu Menschenrechten. In der breiten Öffentlichkeit präsentieren sie sich so in einem besseren Licht und tun einiges für Ihr Image. Sie kaufen Clubs in großen europäischen Ligen (Paris Saint Germain, Chelsea London, Newcastle United, Manchester City), werden Sponsoren bedeutender Wettbewerbe und Vereine oder richten riesige Sportereignisse (Olympia, Fußball-Weltmeisterschaft) aus. Führende Vertreter großer Sportverbände wie Thomas Bach (IOC) oder Gianni Infantino (FIFA) öffnen freundlich die Türen (und die Kassen), hofieren die Gönner und zeigen sich stolz an ihrer Seite. Im Gegenzug lassen diese die Funktionäre aber gerne im Regen stehen. Ein sehr treffendes Bild hierzu gab es nach dem WM-Endspiel 2018 in Moskau, als Vladimir Putin bei der Siegerehrung als Gastgeber der Einzige war, der bei Starkregen mit einem Schirm geschützt wurde, während Emmanuel Macron, die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović und Infantino im strömenden Regen standen. Eben jener Putin, der in der letzten Woche die Ukraine angriff und einen Krieg begann.

Dies führte zu politischen und wirtschaftlichen Sanktionen. Der Sport zog nach, strich an Russland vergebene Veranstaltungen (Weltcup-Rennen im Wintersport, Formel 1-Rennen usw.) oder verlegte sie an andere Orte. Zudem wurden russische Sportverbände von fast allen Wettbewerben ausgeschlossen. Betroffen sind – nach etwas längeren Diskussionen – neben (weiß)russischen Sportlern, die bei den Paralympics starten wollten, nun auch die Fußballnationalmannschaft Russlands, die sich nun nicht mehr für die FIFA-WM in Katar qualifizieren kann. Und Spartak Moskau, das vor den anstehenden Achtelfinalspielen gegen RB Leipzig aus der Euro League geworfen wurde. Schalke beendete – wie die UEFA auch – die Zusammenarbeit mit dem russischen Staatsunternehmen GAZPROM und verlor in einer sowieso angespannten wirtschaftlichen Situation seinen finanzkräftigen Partner. Dafür bekamen die Verantwortlichen viel Applaus, selbst vom größten Konkurrenten Borussia Dortmund. Auch die frühe Entscheidung des polnischen Fußballverbandes zu WM-Qualifikationsspielen gegen Russland nicht antreten zu wollen und den bestätigenden Worten ihres bislang eher blassen Weltklassestürmers Robert Lewandowski führte berechtigt zu positiven Reaktionen. 

Die in Anbetracht des Leids der ukrainischen Bevolkerungen nachvollziehbaren  Sanktionen treffen das gesamte Land, natürlich auch Vladimir Putin und seine Freunde und Partner, aber auch diejenigen, die uns damals im Moskauer Bierkeller trotz ihrer Niederlage so offen lachend mit „Nemetskiy“ (Deutsche) ansprachen. Das lässt sich im Falle eines kriegerischen Überfalls eines souveränen Nachbarlandes inklusive Bombardierung großer Städte natürlich nicht vermeiden. Zu gegebener Zeit und einer anderen Situation, kann man über eine Rückkehr Russlands in den internationalen Sport sprechen. Am besten zuerst über internationale Sportveranstaltungen und Sportreisen mit/von Jugendlichen und nicht gleich mit der Teilnahme an seelenlosen Großereignisse WM oder Olympia. Die jährliche Austausch mit Kindern und Jugendlichen aus der Goddelauer Partnerregion im Rahmen internationaler Fußballturniere in Goddelau und Brienne Le Chateau erlebe ich bis heute als außerordentlich wertvoll.

Samstag 5. März: Frankfurt für Frauenrechte

(Daniela)

Morgen setze ich wieder meine Pussy Hat auf und gehe demonstrieren!
Veranstalter*innen: Bündnis Frankfurt für Frauenrechte

FREIER ZUGANG ZU BERATUNG - BERLIN CALLING

so lautet der Aufruf von Frankfurt für Frauen*rechte zur Demo um 11 Uhr am Samstag, den 5. März 2022 ab Bockenheimer Warte.

Die Demo endet am Opernplatz, wo ab 12 Uhr eine Kundgebung und Townhall stattfinden wird mit:

Anne Spiegel, Bundesfamilienministerin, Grüne, angefragt, Dr. Thorsten Lieb, FDP, Armand Zorn, MdB, SPD, Kaweh Mansoori, MdB, SPD, Kordula Schulz- Asche, MdB, Grüne, Terry Reintke, MdEP, Grüne, Rosemarie Heilig, Frauendezernentin, Grüne, Annette Rinn, Ordnungsdezernentin, FDP, Claudia Hohmann, pro familia Frankfurt, Ursula auf der Heide, Frankfurt für Frauen*rechte

Warum wir auf die Straße müssen:

Seit inzwischen fünf Jahren versuchen Abtreibungsgegner*innen vor der Beratungsstelle von pro familia in der Palmengartenstraße in Frankfurt mit sogenannten Mahnwachen Einfluss auf ratsuchende Frauen* zu nehmen.

Wochenlang bauen sie sich dort auf und drangsalieren und bedrängen Besucher*innen u.a. durch laute Gebete und Gesänge und große Schockplakate.

Nach einer großen Mobilisierung, vielen Protesten, dem Kampf um eine „150 Meter Schutzzone“ durch das Bündnis Frankfurt für Frauen*rechte und politischen Initiativen war es im August 2019 gelungen, eine sogenannte Handreichung des Innenministers zu erreichen, nach der Mahnwachen zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Besucher*innen der Beratungsstelle von pro familia unmittelbar von deren Eingang NICHT zulässig sind. Das Frankfurter Ordnungsamt war der Handreichung gefolgt und für zwei Jahre sind diese Drangsalierungen im unmittelbaren Umfeld unterblieben. Die Mahnwachenverantwortlichen hatten gegen die Auflagen des Ordnungsamt geklagt. Das VG Frankfurt hat nun am 16.12. 2021 der Klage der Abtreibungsgegner unter Verweis auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit stattgegeben. „Frauen, die eine Schwangerschaft beenden wollen, müssten es aushalten, dabei mit anderen „Meinungen“ konfrontiert zuwerden.“

Nein, das müssen sie nicht!

Versammlungen vor Beratungsstellen müssen zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der ratsuchenden Frauen* unterbleiben! Grundrechtskonflikte zu Lasten von Schwangeren zu regeln ist frauenverachtend.

Bundesregierung und Bundestag müssen jetzt umgehend eine rechtssichere, bundesweite gesetzliche Regelung zum Schutz der Persönlichkeitsrechte ratsuchender Frauen* und unbeeinträchtigtem Zugang zu Schwangerschaftskonfliktberatung treffen.

Bitte kommt zahlreich! Frauenrecht ist Menschenrecht!

Tag: Samstag, 05. März
Zeit: ab 11:00 Uhr Demonstration, 12 Uhr Kundgebung an der Oper (vorbehaltlich Auflagen vom Ordnungsamt)
Ort: Bockenheimer Warte, 60325 Frankfurt

Illustration: Moni Port

Samtag 5. März: Spendensammelaktion

(Daniela)

Heute könnt ihr von 11:00-14:00 Uhr auf dem Schulhof der IGS Nordend folgende Sachspenden abgeben. Man darf jedoch nur die aufgelisteteten Sachen abgeben. Bitte beachtet das ganz genau. Bitte kommt nicht mit dem Auto.
Die Sachen müssen lange haltbar, sauber und in funktionsfähigen Zustand sein! Bitte nichts, was bereits angebrochen ist. Die Aktion wird von den Vereinen people4people und europe_cares organisiert, die IGS Nordend hilft

Lebensmittel (unbeschädigte Originalverpackung)
- Konserven (Gemüse, Obst, ...)
- Fertiggerichte
- Lebensmittel mit Haltbarkeit
größer 3 Monate
- Getrocknete und haltbare LM
- Trinkwasser
- Kaffee, Tee
- Energieriegel, Müsliriegel
- Wasser
Babynahrung (unbeschädigte Originalverpackung)
- Milchpulver
- Brei
Hygiene (unbeschädigte Originalverpackung)
- Zahnpflege
- Duschgel, Shampoo, Seife
- Papierhandtücher
- Feuchttücher
- Klopapier, Taschentücher
- Handtücher
- Periodenprodukte
- Windeln (Erwachsene)
Baby Hygiene (unbeschädigte Originalverpackung)
- Windeln
- Puder
- Cremes
Camping Equipment/Shelter (Benutzte Sachen müssen gewaschen sein!)
- Decken (Wolldecke/Couchdecke)
- Bettdecke
- Kissen
- Schlafsäcke
- Isomatten
- Rucksäcke, Tragetaschen
- Kerzen, Streichhölzer (Multipacks)
- Thermofolien
- Klappbetten

KEINE Kleidung!

Samstag, 05. MÄRZ bis Samstag, 23. APRIL: Fotos vom Reisen und Apfelwein

(Petra)

Wir bleiben zu Hause - aber Bilder können reisen. So zumindest heißt es im Ankündigungstext. Ich würde eher sagen: Wir sind viele zu lange zu Hause geblieben, und diese Fotos können die Vorfreude an all dem, was hoffentlich bald wieder möglich ist, noch aufs Schönste steigern. Zu sehen sind jetzt auf jeden Fall preisgekrönte Fotografien aus fünf Kontinenten, die für diese Ausstellung in der Apfelweingalerie nach Frankfurt kommen. Das Motto: THAT’S MY WORLD. In enger Zusammenarbeit mit TAGREE.DE, dem Online-Magazine für Fotografie und Kunst, konnte eine Auswahl internationaler Fotografen eingeladen werden, ihren Blick auf ihre Welt beizutragen (wobei es nicht um die Dokumentation der Pandemie ging). Und die passen eben perfekt in die Apfelweingalerie, mit ihrem Fokus auf zeitgenössische Fotografie. Diese ab heute gezeigten Blicke sind bunt, vielfältig, ironisch, melancholisch, dramatisch, ganz nah dran. Mein Lieblingsblick ist spontan – mit meiner großen Sehnsucht nach dem Meer natürlich – der „sound of the Ocean“.

THAT‘S MY WORLD, Foto-Ausstellung, Vernissage mit Musik und Apfelwein vom BLAUEN BOCK, Ort: Apfelweingalerie Frankfurt, Adresse: Kleinmarkthalle, Eingang West vom Liebfrauenberg, Uhrzeit: 12 Uhr

Samstag, 5. März: FFM/ Kulturlabor

(Andrea)

Ich freue mich schon sehr auf den Abend, heute geht es ins Kulturzeiterin Labor in der Berliner Straße 32. Frankfurt. Es wird rockig, experimentell und grandios, wir haben die Nutonix, Casual Friday und Expolorado zu Gast und es wird eine wilde Mischung: 

ab 18 Uhr Musik & Getränke
19:00 - 20:00 Uhr GNUTONIX -- Trio of Disaster mit Schlagzeug, Gitarre, Bass Die GNUTONIX, vormals Nutonix, vormals Tutonix interpretieren seit 2003 auf wundersame, häufig wunderbare Art ihre Lieblingsmusik aus den Jahren 1915 bis 1975. (Wenn du Sonny Boy Williamson, Charlie Rich, Buddy Holly, und Hank Williams kennst, dann weisst du Bescheid). Diese wird ganz entspannt, aber so groovig gespielt, so dass selbst dein Vater sofort spürt, wann er welche Bewegungen machen muss. Frontmann Dr. Valeska Eiermann gibt dabei eine launige, manchmal kauzige Figur ab, die ihresgleichen sucht. Dazu eine fröhlich-rockige Rhythmusgruppe, und schon ist ein verGNUglicher Abend garantiert!
20:15 - 21:30 Uhr CASUAL FRIDAY- energiegeladene Indie-Rock-Band Casual Friday sind eine Indie Rock Band aus Frankfurt, die sich vorrangig dem britischen Sound verschrieben hat und diesen konsequent in ihren zahlreichen Songs umsetzt. Beeinflusst von Bands wie den Arctic Monkeys, Kasabian oder Royal Blood haben die Jungs mittlerweile aber ihren eigenen Sound gefunden, gespickt mit der rauchig-balladigen Stimme von Frontmann Matt. Im Januar 2021 ist nun das bereits zweite Album „Stay“ erschienen, nachdem das Debutalbum „Casual Friday“ 2017 in die Läden kam. Die Pandemie hat den Jungs jetzt natürlich den Tour Plan ordentlich vermasselt, unter anderem musste eine New York Tour im vergangenen April schweren Herzens abgesagt werden. Mit dem neuen Album stehen sie jetzt allerdings mehr als in den Startlöchern, um schon diesen Sommer wieder anzugreifen, hoffentlich live, ansonsten immer auch per Stream und vielen Clips auf ihren Socials. Hier die Links zum Hören und Sehen: Album „Stay“: https://smarturl.it/o3cv3c Video-Single: https://www.youtube.com/watch?v=ImT95qi9PFk
21:30 - 23:00 Uhr Excolorado: Kraut-rockig psychodelische Sounds mit Folk-Einflüssen Excolorado das ist der argentinische Musiker und Produzent José María D'Agostino, besser bekannt als Peta. Sein erstes Soloprojekt veröffentlicht er mit seiner Band Go-Neko, einer der Pioniere der argentinischen Indie-Krautrock-Szene. Die Band spielte in Buenos Aires und tourte durch Spanien. Sein Debüt mit Excolorados war 2017 mit dem Album „Siete Mares“, bei dem Peta für die Aufnahme und das Einspielen aller Instrumente verantwortlich war. Darin nimmt er uns mit auf eine Reise, die Songs durch sich wiederholende Klänge und Melodieschichten aufbaut, die vom Puls des Krautrock bis zum kontemplativen Dream Pop reichen. Seitdem hat er diverse Singles veröffentlicht, die seine Liebe zu Vintage-Sounds und -Texturen bekräftigt.

Samstag, 5. März: ES WILL MERR NET IN MEIN KOPP ENEI – DIE FRIEDRICH-STOLTZE-REVUE

(Uwe)

Die Friedrich Stolze Revue'
Ein Frankfurter Dichter zwischen Rebellion und Biedermeier!

Mit beherztem Zugriff werden Gedichte zu neuem Leben erweckt und Geschichten in kleine Hörspiele verwandelt. Markus Neumeyer hat gefühlvolle Balladen, freche „Liedercher“ und mitreißende Songs komponiert – so hat man Stoltze noch nie gehört! Zusammen mit den Projektionen von historischem Bildmaterial entsteht ein Programm, das Friedrich Stoltze und seine Zeit lebendig werden lässt.

Mit Michael Quast und Stefani Kunkel; Markus Neumeyer (Kompositionen und am Klavier), Susanne Kohnen (Oboe, Saxophon), Gregor Praml (Kontrabaß).

Beginn: 19:30
Volksbühne im Großen Hirschgraben
Großer Hirschgraben 19, 60311 Frankfurt 

BIld: Homepage der Volksbühne im Großen Hirschgraben

Samstag, 5. März: Bad Orb/ Liquid Sounds

(Andrea)

Wenn ich heute nicht im Labor wäre, hätte ich meine Sachen gepackt und wäre nach Bad Orb gefahren. Da ist heute Liquid Sound in den Toskana Thermen, leider nur von 20 bis 23 Uhr, sonst ging das immer die ganze Nacht. Ein schönes Erlebnis ist es so oder so, im Wasser liegen, Sounds und Lichter genießen und tiefen entspannen. "Der Leipziger Marcel Sterling aka Marc DePulse (Katermukke, Parquet, Diynamic) war bereits ein paar mal Gast-DJ zum Liquid Sound Club… Wir freuen uns ihn nun wieder hier begrüßen zu dürfen. https://liquidsoundclub.com/programm/marc-depulse-2022/ https://www.toskanaworld.net/de/12/therme-bad-orb/therme

Zwischendruch: Of/ Kunst gucken Mirta Domacinovic

(Andrea)

Ich war gestern auf ein Gläschen bei Bobbel und Matthias im Zweitloft in der Bernardstraße und bin ziemlich beeindruckt, was die beiden aus dem alten Amateurfilmklubb gemacht haben. Der Raum steht ab sofort zur Vermietung für Seminare und alle möglichen Ideen UND ist auch Ausstellungsraum. Aktuell hängen Bilder von Mirta Domacinovic, opulente Werke https://www.mirta-domacinovic.de/malerei/, zu besichtigen nach Absprache und natürlich ohne Kaufzwang. Eine Fotografie-Ausstellung ist in Vorbereitung.

Matthias Bringmann
‎kontakt@zweitlofft.de
Bernardstraße 13
Offenbach ‎
+49 177 3311900

Sonntag, 06. und Dienstag, 08. März: naxos.KINO und ein neuer KiKK dazu

(Uwe)

Das naxos.Kino finde ich super. Kurzer Weg, super Location, interessante Filme und ein sehr gutes Begleitprogamm. Ich sah dort vor COVID einige großartige Dokumentarfilme. Nun kommt das Naxos Kino zurück und schreibt: "Ab März startet auch wieder das naxos.KINO - und ab März bieten wir einen neuen KiKK (= Kino-im-Kulturhaus-Kooperation) dazu". Neben unserem regulären Programm Dokumentarfilm & Gespräch (jeden Dienstag ab 19:30 Uhr) wird im Rahmen der Kino-im-Kulturhaus-Kooperation ein Kinofilm gezeigt, der sich passend auf das aktuelle Theaterprogramm bezieht oder in klassischer Weise Film und Theater zusammen bringt (i.d.R. jeden 1. Sonntag im Monat ab 19 Uhr)."

Los geht es im März mit ...

... Kino-im-Kulturhaus (1. Sonntag im Monat, 19 Uhr):
06.03: DAS 1. EVANGELIUM - MATTHÄUS von Pier Paolo Pasolini

... naxos.Kino Dokumentarfilm & Gespräch (dienstags, 19:30 Uhr):
08.03: Die Unbeugsamen
15.03: Dance Fight Love Die - Unterwegs mit Mikis Theodorakis
22.03: Die Wohnung
29.03: Monobloc

Naxoshalle, Waldschmidtstr. 19

Bild: Facebook naxos.KINO

Sonntag, 06. MÄRZ: Von schwingenden Saiten & klingenden Knöpfen

(Uwe)

Der eine ist ein echter Virtuose des Knopfakkordeons, der sowohl die klassische Literatur beherrscht als auch den „Touch“ für die französische Musette und den argentinischen Tango hat. Der andere ist ein Kontrabassist der besonderen Art: ausgebildet als Jazzmusiker hat er als Komponist für Bühnenmusik einen eigenen Klangkosmos mit seinem Instrument entwickelt, der durch die Verbindung des akustischen Instruments mit einer LoopMaschine und Soundeffekten entstehen. Was sie verbindet ist die Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Tango-Ensemble Mi Loco Tango. An diesem Abend in St. Bonifatius spielen Vassily Dück (acc) und Gregor Praml (b) sowohl aus ihren Soloprogrammen, aber sie begegnen sich dabei auch musikalisch – irgendwo auf einer imaginären Grenze zwischen Weltmusik, Jazz und Tango.

Vassily Dück, Akkordeon
Gregor Praml, Kontrabass & LoopMaschine

Beginn: 19:00
St. Bonifatius Kirche
Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main

Foto: Montage von der Homepage Der Fabrik

Montag, 7. März: Als Susan Sontag im Publikum saß

(Andrea)

So, liebe Freundinnen, Frauen und Mädchen. Gratuliere, Heute haben wir es geschafft und endlich das Geld verdient, dass unsere männlichen Kollegen am Jahresende 2021 bereits "erwirtschaftet" hatten. Durchschnittlich versteht sich. Heute ist "Equal Pay Day 2022" und damit Anlass, genauer hinzuschauen. Auf die Lohnabrechung und das Leben, das trotz Gendersternchen für viele Frauen nicht leichter geworden ist. Vor allem, wenn wir über den Tellerrand blicken: Afghanistan, wo Frauen erneut ins Private zurückgedrängt werden und das bisschen, was sie zwischenzeitich an kleinen Freiheiten erkämpft haben, auch schon wieder perdu ist. Oder aktuell in die Ukraine, wo mir beim Anblick der Bilder von Tetschenischen - und Wagner- und wie sie alle heißen Söldnergruppen schon Angst und Bange wird, weil Agresssion gegen Frauen immer auch demoralisierend wirkt. Freuen wir uns daher über das bisher Erreichte und erlauben uns einen Moment der Nostalgie: ALS SUSAN SONTAG IM PUBLIKUM SASS, heute als Film-Preview zum Int. Frauentag.

"50 Jahren ist es her, dass die berühmte Panel-Diskussion »A Dialogue on Women's Liberation« in New Yorks Town Hall stattfand: Auf der Bühne streiten, lachen und performen Norman Mailer, Germaine Greer, Jill Johnston, Jacqueline Ceballos und Diana Trilling. Im Publikum Susan Sontag, Cynthia Ozick und Betty Friedan. Die intellektuelle Elite New Yorks. Hegedus und Pennebaker ikonisieren das Ereignis später mit ihrem Dokumentarfilm »Town Bloody Hall«. 50 Jahre später in Berlin – in einem Reenactment für die Theaterbühne kämpfen Saralisa Volm und RP Kahl als Germaine Greer und Norman Mailer gegen und miteinander und führen die Diskussion außerhalb ihrer Bühnenrollen gemeinsam mit Luise Helm, Heike-Melba-Fendel und Céline Yildirim weiter. Die Proben für das Reenactment verdichten sich zu einem tiefgründigen Schlagabtausch im Jetzt, dem Zeitalter von »Me Too«.

Die Offenbacher Veranstaltung wird ergänzt durch ein Programm von Videos und Filmen von Studierenden der HFG Offenbach, die sich mit den Themen Feminismus, Gleichberechtigung, Frausein beschäftigen. Die Auswahl kuratiert Kahl gemeinsam mit seiner Mitautorin Saralisa Volm. RP Kahl lehrt aktuell gastweise als Professor an der HFG Offenbach im Bereich Film. Link zum Teaser: https://vimeo.com/683880039 um 7. März 2022, 20 Uhr,

Filmklubb
Isenburgring 36, HH
Offenbach

Dienstag 8. März: Die Unbeugsamen

(Daniela & Uwe)

Wir gehen heute Abend ins Naxos Kino und schauen uns, anläßlich des Internationalen Frauentags DIE UNBEUGSAMEN an. Naxos Kino schreibt:

DIE UNBEUGSAMEN erzäht die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen buchstäblich erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung. Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten ist dem Dokumentarfilmer und Journalisten Torsten Körner eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung ge-glückt. Die Bilder, die er gefunden hat, entfalten eine Wucht, die das Kino als Ort der politischen Selbst-vergewisserung neu entdecken lässt. Ein Zeitdokument, das einen unüberhörbaren Beitrag zur aktuellen Diskussion leistet."

https://naxos-kino.org/

Naxoshalle, Waldschmidtstr. 19, barrierefreier Zugang

Bild: Facebook naxos.KINO

VORSCHAU
11. März: Tanz und junge Kunst

(Petra)

An welchen Referenzgrößen können sich junge Künstler*innen – und junge Menschen insgesamt orientieren, um sich selbst weiterzuentwickeln? Diese Frage treibt Jacopo Godani seit langem in Bezug auf die Arbeit mit der Dresden Frankfurt Dance Company an. Seine Mission, die als künstlerisches Credo immer wieder durch die eigenen choreografischen Arbeiten durchleuchtet: Das Bewusstsein schärfen vor allem für die zeitlose Schönheit der Kunst, aber auch das Bewusstsein überhaupt für die außergewöhnlichen Leistungen, zu denen talentierte und hart an sich arbeitende Menschen fähig sind – als Bereicherung und Ansporn zu eigenen Höhenflügen. Godanis neue Arbeit will Einblicke in diesen Prozess der Künstlerwerdung aus verschiedenen Perspektiven geben – der des Tanzes wie auch der Musik. Und so treffen beeindruckende junge Musiker*innen auf die Company und zeigen gemeinsam, wie junge Menschen ihre Träume wahr werden lassen, indem sie sich ganz auf ihre Kunst fokussieren. Dafür zahle ich gerne den nicht ganz günstigen Eintrittspreis – auch als Wertschätzung der künstlerischen Arbeit. Wer sich das nicht leisten kann oder will: Wir verlosen heute 2x2 Tickets für die Vorstellung am 12.03. um 20 Uhr! Viel Glück.

Grafik © Panik Polyvio,  Photos © Dominik Mentzos

BALLETTABEND – Premonitions of a Larger Plan, Neukreation von Jacopo Godani, mit Musik von Agustín Barrios Mangoré, Luciano Berio, Leo Brouwer, Roland Dyens, Zoltán Kodály, György Ligeti, Heitor Villa-Lobos, Toru Takemitsu, William Walton, den Musiker*innen Matthew James Higham (Flöte), Petar Pejčić (Cello), Hannelore Vander Elst (Gitarre), Sound Environment Ulrich Müller/48nord und Tänzer*innen der Dresden Frankfurt Dance Company: Premiere, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: ab 37,25 Euro, Tickets und weitere Termine hier https://www.eventim.de/artist/dresden-frankfurt-dance-company/ballettabend-premonitions-of-a-larger-plan-3075657/?affiliate=GMD, nach der Frankfurt-Premiere am 11. März Nachgespräch mit Gesprächspartner*innen der Company, vor den Aufführungen am 12., 17. und 20. März jeweils um 19 Uhr bzw. 16 Uhr ein Einführungsgespräch im Foyer 

Freitag, 11. – Sonntag, 13. März: Mutterwerk

(Martin)

InstallationStudio Naxos

Mutterwerk heißt eine Installation in drei Räumen, die in Koproduktion mit Studio Naxos entstanden ist.

„Wie äußert sich meine Wut, wie darf sie sich äußern? Wie brutal, wie lustvoll darf eine Frau sein? Was, wenn eine Mutter ihr Kind konditioniert? Was, wenn eine Generation ihre Kinder konditioniert? Welches Ideal von Mutterschaft wohnt in meinem Kopf? Wie stehen Frauen zwischen 35 und 60 zu Mutterschaft? Mit welchen Idealen von Frau- oder Mutter-Sein sind sie konfrontiert? Sind sie meine Zukunft?“

Diesen Fragen geht Anna Renner, die mit dieser Produktion ihr Studium der Angewandten Theaterwissenschaften abschließt, nach.

„Der Raum DUNKELHEIT beschäftigt sich als audiovisuelle Installation mit Entfesselung und Entgrenzung: Klytaimnestra, eine Figur aus der griechischen Mythologie, erschlägt ihren Mann Agamemnon. Stimmen, die den immer selben Text sprechen, die erzählen von dem Mord, von der Lust daran, von Blut und Sperma, schrill werdend und abebbend. Die Macht Leben zu geben und Leben zu nehmen...

In GEBORGENHEIT spricht eine junge Frau inmitten von Eisenstangen über Erziehungsmethoden aus der NS-Zeit. Sie spricht darüber, wie diese Erziehungsmethoden Bindungsverhalten und Selbstwertgefühl beeinflussen und wie diese Methoden sich von Generation zu Generation fortschreiben in Körper und Verhalten. Wie darauf schauen und wie daraus ausbrechen?
Der Raum BESTIMMTHEIT hört Frauen zwischen 35 und 60 zu, die Stellung beziehen zu sich als Frau, Partnerin oder Mutter. Frauen mit sehr unterschiedlichen Lebenswegen und Erfahrungen. Sie erzählen, womit sie kämpfen und worauf sie stolz sind, sie erzählen von Geburt und Abschied. Sie erzählen, woran sie gescheitert und gewachsen sind und was auf sie zukommen wird.“

Unterstützt wird Anna Renner von Olivia Ronzani (Szenische Begleitung), Tanja Höhne (Dramaturgie), Johannes Kühn (Sound und Sound-Begleitung) und Felipe dos Santos Boquimpani (Lichtkonzept).

Aufführungen: 11. – 13. März 2022, jeweils 19.00 Uhr
studioNAXOS // Naxoshalle, Waldschmidtstr. 19, 60316 Frankfurt am Main Reservierungen unter www.studionaxos.de/programm
Eintrittspreis: solidarisches Preissystem

Foto: © Tanja Höhne

Noch bis 11. März: Grand Nizza Show

(Daniela)

Wie im Intro angekündigt ist die Ausstellung Grand Nizza Show, im Hotel Nizza, noch bis zum 11. März zu sehen.

Es stellen aus: Offert Albers, Viliam Miklos Andersen, Nooshin Askari, Giulio Bonfante, Emily Dietrich, Anita Esfandiari, Rahel Goetsch, Samuel Linus Gromann, Lisa Gutscher, Yun Heo, Judith Hopf, Sopo Kashakashvili, Sonia Knop, Gašper Kunšič, Samantha Lasko, Siyi Li, Kristina Lovaas, Richard Najorka, Aline Sofie Rainer, Jamie Shi, Elsa Stanyer, Vera Varlamova, Punch Viratmalee und Wei Yang.

Die Idee von Daheimsein muss verstanden werden, um ein Hotel zu verstehen. Das Hotel Nizza ist seit seiner Eröffnung in 1993 für viele zu einem temporären Zuhause geworden. Vom 17. Februar bis 11. März beherbergt das Hotel Nizza neue Kunstwerke und Interventionen. Unter dem Titel „Grand Nizza Hotel Show“ werden im Hotel 21 künstlerische Positionen ausgestellt, die von Kunststudierenden und Alumni der Judith Hopf Klasse an der Städelschule entwickelt wurden. Temporär unter einem Dach gepaart, kreisen die Arbeiten um das Gastsein und reflektieren Perspektiven dessen, was es heißt, Besucher*innen, Reisende und Beobachter*innen zu sein. Die Ausstellung eröffnet und erweitert vertraute Narrationen von Zugehörigkeit und Entfremdung und betrachtet die Übernahme bestehender Narrative, sowie die Erschaffung neuer.

Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag, 14–20 Uhr
Hotel Nizza, Elbestraße 10 (alle Räume sind barrierefrei erreichbar)
Eintritt mit 2G+ Nachweis

Bis 21. Mai: Ausstellung Lilly Lulay und Susa Templin in der Kunststiftung DZ Bank

(Natalie)

Unter dem Titel »Durchblick. Lilly Lulay und Susa Templin« präsentiert die Kunststiftung DZ Bank eine Gegenüberstellung fotografischer Werke der beiden Frankfurter Künstlerinnen. Sie entkontextualisieren und fragmentieren, schichten und überlagern ihr Bildmaterial und kommen zu spannenden, häufig dreidimensionalen Lösungen. Auf diese Weise befragen sie unsere Sehgewohnheiten und Wahrnehmung von Bildern, führen uns Dahinterliegendes vor Augen und gewähren uns immer wieder neu und anders den (vermeintlichen) Durchblick. Dabei bedienen sich die beiden Künstlerinnen ganz unterschiedlicher Themenfelder und Motive.

Die AusstellungsmacherInnen jonglieren mit Formaten, Medien und Betrachtungsweisen, dass es eine helle Freude ist. Kunst auf höchstem Niveau in einer Ausstellungshalle, die man viel öfter auf dem Schirm haben sollte.

Interessant auch die ausgefallenen Dialogführungen (Anmeldung über die Website):

»Kunst und Architektur«, Donnerstag, 03.03.2022, 18 Uhr, Christina Leber im Dialog mit Wilhelm E. Opatz, Architekturkritiker und Herausgeber zahlreicher Führer zur Architektur nach 1945

»Kunst und IT«, Donnerstag, 24.03.2022, 18 Uhr, Katrin Thomschke im Dialog mit Ludger Freitag, Key Account Manager bei Ratiodata SE

»Kunst und Religion«, Donnerstag, 14.04.2022, 18 Uhr, Katrin Thomschke im Dialog mit Pfarrer Markus Zink, Referent für Kunst und Kirche, Zentrum Verkündigung der EKHN, Frankfurt am Main

Kunststiftung DZ BANK: Platz der Republik, Frankfurt

Eingang: Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus I
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11 bis 19 Uhr
Eintritt frei, barrierefrei

https://kunststiftungdzbank.de

Foto: Wilhelm Opatz

Samstag, 12. März: Of/ Road Movie Ukraine

(Andrea)

Wir erinnern uns: "Im November 2013 verweigert Präsident Janukowitsch die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU. Der Protest breiter Bevölkerungskreise erzwingt einen Regierungswechsel und veranlasst Russland, die Krim völkerrechtswidrig zu annektieren und die prorussischen Separatisten im Osten des Landes verdeckt zu unterstützen."
Im darauffolgenden Jahr waren Lutz Jahnke und Olga Petrova für einige Tage in der Ukraine unterwegs und packten das Erlebte und Gesehene in ihren "Road Movie Ukraine". Ich erinnere mich nicht mehr genau, wann ich ihn das erste Mal gesehen habe, aber seitdem möchte ich unbedingt in die Ukraine und hatte mir vor Corona sogar schon Airbnbs in Odessa rausgesucht. Die ich, kleiner Sidekick, jetzt buche. Denn ich lese, dass Airbnb auf alle Fees in der Ukraine verzichtet und das Geld dann direkt bei den Hosts ankommt. https://bit.ly/3K6M3uG
Nun, der Film ist wunderschön und aufgrund des schrecklichen Angriffskrieges gegen die Ukraine ein guter Grund, ihn sich wieder und wieder anzuschauen. Heute um 20 Uhr im Hafen 2 und die beiden Macher sind anwesend. "Der Dokumentarfilm ist eine zärtliche Hommage an die Ukrainer*innen in einer ihrer schwersten Zeiten. Im Mai und Juni 2014 fuhren Olga Petrova und Lutz Jahnke durch das Land und trafen die unterschiedlichsten Menschen, die eines verbindet: die Liebe zu ihrer Heimat." http://roadmovieukraine.de Beginn 19.30 Uhr, Eintritt auf Spendenbasis

Hafen2
Nordring
Offenbach

Donnerstag, 17. März: „Aufgeben ist keine Option“

(Martin)

60 Jahre Amnesty International /
50 Jahre Amnesty Frankfurt

Schauspiel Frankfurt

Das ist zwar noch eine Weile hin, da aber die Tickets vermutlich schnell weg sein werden, hier als Kaufempfehlung der Hinweis!

 Ein ‚Bunter Abend‘ – das trifft es nicht ganz, aber doch ein bisschen, schaut man sich die illustre Gästeliste an!

Mit viel Musik, Theater und Comedy wird der runde Geburtstag gefeiert. Die Gäste erzählen von den Anfängen der Menschenrechtsarbeit, diskutieren über Schwierigkeiten der Gegenwart und zukünftige Fragen, die uns als Gesellschaft herausfordern.“

Mit Ahmad al Ahmad (Comedian), Markus N. Beeko (Generalsekretär Amnesty Deutschland), Dariush Beigui (Kapitän der luventa 10), Gerhard Bereswill (Polizeipräsident Frankfurt), Constanze Kurz (Chaos Computer Club), Mirrianne Mahn (Antirassismus-Aktivistin), Dieter Maier (Chile-Experte), Gerardo Villagra (ehem. politischer Häftling), Tarek Al-Wazir (stellv. Ministerpräsident) u.v.a. MODERATION Thelma Buabeng

Tickets ab 10.2. hierhttps://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/amnesty-international/689/

 Donnerstag, 17. März um 19.30h
Schauspiel Frankfurt im Großen Haus

Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt

Samstag 19. März: MELLI REDET MIT - Ein Abend mit Gästen

(Daniela)

Ich zitiere Melli: "Liebe Freunde von Melli redet mit, es ist mir eine große Freude, Euch meine Gäste für die nächste Show vorzustellen.

Ein bisschen aufregend, denn ich habe den Komponisten der Ritter-Rost-Songs Felix Janosa zu Gast. Zudem ist er auch Kabarettist und Sänger. Großen Erfolg feiert er, weil er zusammen mit Jörg Hilbert das trashigste und lustigste Kindermusical geschaffen hat, was meinen Kindern und mir in den frühen Jahren dieses Jahrtausends zu Ohren gekommen ist. 10 Bände mit Musik und unzählige Hörspiele folgten von 1994 bis heute.
Mit seinem Kabarett-Programm "Trotzdem Optimist" tourt er seit 2020 trotz allen Widrigkeiten. Und spielen wird er uns daraus am Flügel vor Ort auch.

Obwohl Felix Janosa aus dem fernen Nordrhein-Westfalen angereist kommt, gibt es eine Verbindung in unsere Stadt, denn 14 Jahre wurde an den Landungbrücken Frankfurt jeden Winter mit großem Spaß und Erfolg ein Ritter Rost-Musical durch die Vorweihnachtszeit gerockt, in dem ich 10 mal Koks, der Drache sein durfte. Erste Obersahne fabelfantastisch, all das!

Lange erwartet, jetzt endlich da: die Schauspielerin Liese Lyon hat echten österreichischen Schmäh, obwohl sie in Paris geboren ist und ihr Nachname doch eher englisch ausgesprochen wird. 2017 war sie schonmal bei mir zu Gast mit dem Jodlklub, den sie zusammen mit der Regisseurin Elisabeth Gabriel und der Dramaturgin Johanna Milz betreibt. Jetzt ist sie als Solokünstlerin bei mir auf der Couch. Sie spielte in den 90er Jahren als Elevin am Wiener Burgtheater, dann am Schauspielhaus Wien und anderen renommierten Spielstätten in Österreich, bevor sie der Liebe wegen nach Frankfurt umsiedelte. Seitdem wirkt sie im Rhein-Main-Gebiet, ob am Mousonturm oder am Staatstheater Darmstadt. Filme macht sie auch, da habe ich sie in einer Kaffeehaus-Szene in Before Sunrise entdeckt, was mich als Cineastin ganz besonders entzückt hat. 

Die Runde rund macht Matthias Westerweller alias 'Der Weller', seines Zeichens groovigster DJ der Stadt mit eigener Radio-Sendung namens "Hello Mellow Fellow" auf Byte FM. Er ist ein Vollblut-Musiknerd, der die Schallplatte liebt und guten Retro Soul, aber er auch Elektronisches, Ska und Country in seinen Dj-Sets mischt.

Die Club-Abende, ob im Pik Dame im Bahnhofsviertel, als auch seine Reihe LAZY, die am Schwedler See hoffentlich diesen Sommer wieder stattfindet, haben nicht nur mich immer wieder sehr glücklich gemacht. Dass es auch Spaß macht über Musik zu reden, werdet ihr erleben, wenn Matthias zu mir aufs Sofa kommt.

Außerdem wieder am Start Frau Christiane von Spangenberg (aka Stefani Kunkel) mit halbttrunkenem, sprödem Charme. Und natürlich: Meine (M)ein-Mann-Band Martin Grieben!

https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/620eaf3402b70c42fbafe763/ Oder www.melinahepp.com

MELLI REDET MIT - Ein Abend mit Gästen
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez
Ausgabe 24 am Samstag, 19. März 2022 // 20.00h

Foto: Niko Neuwirth

Sonntag. 20. März: LOKAL LISTENER

(Uwe)

Endlich wieder ein LOKAL LISTENER von und mit Gregor Praml:

„Benjamin wer?… Waldmann? Nie gehört!“ Musiker ganz neu zu entdecken, auch das ist eine der Aufgaben, die sich Gastgeber Gregor Praml für den LOKAL Listener gestellt hat. Der aus der Pfalz stammende Pianist Benjamin Waldmann ist so ein Unbekannter. Dabei hat seine Solo-Klavierkomposition „Circles“ auf Spotify gerade die Marke von 4,5 Millionen Hörern weltweit überschritten. Wer kann da also noch von „unbekannt“ sprechen!?! Es wird also höchste Zeit, diesen jungen Musiker kennen zu lernen, der gerade in Frankfurt an der Goethe-Universität Jura studiert. Er hatte zwar schon einmal eine Band mit dem Namen “Henry and the Waiter”, mit der er durch Deutschland getourt ist, aber wirklich interessant wurde es als er Ende 2020 damit begonnen hat, seine eigenen Solo-Werke zu schreiben und zu veröffentlichen. Sein Stil bewegt sich irgendwo zwischen Cinematik und Neo-Klassik (da lassen Größen wie Olafur Arnalds, Nils Frahm oder Hania Rani grüßen), wobei er selbst sagt, dass er sich gänzlich auf sein Gefühl verlässt und das Komponieren auf keinen Fall verkopft angeht.

Beginn: 18 Uhr
Mousonturm
Frankfurt, Waldschmidtstr. 4

Bild: Mousonturm

Donnerstag, 07. April: Ein Literaturstar in Frankfurt

(Petra)

Ich weiß, dass jetzt einige Augen leuchten und manches Leser*innen-Herz höher schlagen dürfte: Ein internationaler Star, der besonders berührt, kommt mit einem neuen Roman. Karl Ove Knausgård. Er ist Norwegens berühmtester Gegenwartsautor. Oder: OMG! Sein sechsbändiges, rücksichtslos autobiografisches Projekt wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Nun erscheint im Luchterhand Verlag, übersetzt von Paul Berf, ein neuer Roman von Karl Ove Knausgård: „Der Morgenstern“. Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch etwas scheint aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Aus der Sicht von neun Menschen während einiger Hochsommertage erhalten wir Einblicke in eine aus dem Gleichgewicht geratene Welt. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel, den auch die Wissenschaft nicht wirklich erklären kann. Verheißt er Gutes oder steht Böses bevor? Das Gespräch in deutscher und englischer Sprache führt Andreas Platthaus. 

Foto: Karl Ove Knausgård©Sølve Sundsbø for D2 

Karl Ove Knausgård: Der Morgenstern, Lesung, Moderation (dt./engl.): Andreas Platthaus (F.A.Z.), Ort: Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt, Adresse: Neue Mainzer Straße 17, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: 18 (12) Euro, Tickets bekommt Ihr ab sofort hier


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