18.02.2022
Grand Nizza Show

Gestern waren Uwe, Martin und ich bei der Eröffnung der Grand Nizza Show in unserem Lieblingshotel, dem Hotel Nizza in der Elbestraße.

Das Hotel gehört seit einigen Jahren meiner Freundin Steffi Pesin, die ich noch aus den „guten alten Maxims Zeiten“ kenne (oh was hätte ich Lust da mal wieder zu sein...).

Steffi führt das Hotel mit unglaublich viel Liebe, Charme, Witz und Kreativität. Sie ist eine wunderbare Gastgeberin und man merkt ihr an, wieviel es ihr bedeutet Menschen zu Gast zu haben.

Viele Gäste kommen schon seit Jahren zu ihr, weil das Hotel Nizza schon immer „Das“ Hotel für Schauspieler:innen und Schriftsteller:innen ist, die in Frankfurt einen Tatort drehen, einen Podcast produzieren oder im Schauspiel Gastauftritte haben. (Ich habe im Hotel Nizza schon viele Gäste untergebracht von unseren Hochzeitsgästen, bis zu hin Orhan Pamuk, Faith Akin oder die heutige Außenministerin Annalena Baerbock). Es kommen aber auch „ganz normale Reisende“, die nicht nur die perfekte Lage im Bahnhofsviertel, die besonderen Zimmer, die unglaubliche Dachterrasse (ja, genau Dachterrase, keine Rooftop Bar!) und das sensationelle Frühstück genießen wollen. In Steffis Hotel kann man auch wunderbar feiern. Besonders beliebt sind ihre Barabende. An einem habe ich auch meinen Co Autor und lieben Freund Martin kennengelernt. Aber man kann bei Steffi auch Hochzeiten und Geburtstage feiern oder das Hotel für andere Treffen reservieren. Ich habe schon diverse Treffen bei ihr gehabt: Quizabende, Vernetzungstreffen und auch unsere Vereinsgründung von Lotte Specht e.V. hatten wir am 8.3.2020 im Hotel Nizza. Eigentlich wollten wir uns danach immer dort treffen, aber ihr wisst ja, was dann kam…

Corona…. Man kann es nur erahnen, wie es einem Menschen ergeht, wenn sie nicht mehr Gastgeberin sein darf. Gestern hat sie endlich wieder ihr Haus ganz öffnen können. Auf allen vier Stockwerken findet man Kunst von 21 jungen Städelschüler:innen. Steffi hat ihnen ihr ganzen Hotel zur Verfügung gestellt. Zimmer, Flure, Badezimmer, der Aufzug und der Empfang inklusive Schlüsselkasten für die Hotelzimmer durften sie umgestalten (mehr zur Ausstellung weiter unten). Es war ein besonderer Abend. Die Künstler:innen waren anwesend und man sah über den Masken strahlende Augen … das Allerschönste war jedoch Steffis Lachen!

Die Ausstellung ist noch bis zum 11.3. zu sehen. Ich werde heute nochmal mit einer Freundin hingehen und mich mit ihr an Steffis Hotelbar setzen.

Was auch immer ihr macht: lebt wild und bleibt gesund.

Daniela

Vielen Dank an meine Co-Auor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel, Martin Grünund unsere heutige Gastautorin Natalie Opatz.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.

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G E R O L L T E S über das Spiel gegen Wolfsburg

(Uwe)

Man freut sich im Berufsleben immer über Erfolge. Nicht immer sind die so leicht messbar wie im Fußball. Dort gibt es in einem Ligaspiel drei Punkte zu vergeben, die man sich mit seiner Mannschaft im besten Fall erspielt (erkämpfen ist natürlich auch ok). Klar, kann man sagen, dass sich eine Mannschaft in einer gewissen Zeit seit einem Tiefstand weiterentwickelt oder verbessert hat, wenn sie aber keine Punkte gewinnt, ist das weitestgehend sinnlos. So war es einige Monate beim VfL Wolfsburg.

Nach einem guten Jahr inklusive Qualifikation für die europäische Champions League, trennten sich die 1938 gegründete Wettkampfgemeinschaft Betriebssportgemeinschaft Volkswagenwerk Stadt des KdF („Kraft durch Freude) -Wagens und 1945, direkt nach dem Krieg, in den „Verein für Leistungsübungen“ umbenannten Bundesligaclub und Trainer Oliver Glasner. Der heutige Eintrachttrainer und Wolfsburg allmächtiger Fußballboss, Jörg Schmadtke, der immer aussieht als sei er ein zweitklassiger Bösewicht aus einer Folge der RTL-Serie Alarm für Cobra 11, und in Wirklichkeit ein Trainerfresser ist (die Liste seiner Opfer ist lang) passten nicht zusammen. Nachdem Glasner weg war, installierte Schmadtke den Holländer Mark van Bommel als neuen Trainer. Der Saisonstart verlief erfolgreich, dann schlingerte das Team, rutsche in der Tabelle ab und der ehemalige Klassespieler van Bommel wurde schnell gefeuert. Es kam Florian Kohfeldt, der ähnlich böse schaut (und ist) wie Schmadkte, er ist quasi der Skinny Norris (Erzfeind der Detektive „die drei ???“ aus der gleichnamigen Hörspielserie) der Bundesliga. Unter dem lief es lange schlecht weiter, nun hat sich der Wind etwas gedreht, freundlicher schauen er und sein Chef trotzdem nicht.

Wenn man gegen so ein stets schlecht gelauntes Pärchen mit den Taschen voller Geld verliert, dann schmerzt das natürlich. Wenn die Mannschaft dazu noch schlechte Manieren zeigt und nach einer Führung ausdauernd auf Zeit spielt, dann wird man als Gegner wütend. Viele Eintrachtfans waren es am vergangenen Samstag. Das ist durchaus verständlich, die Schuld für die Niederlage im Wesentlichen beim (Video)Schiedsrichter abzuladen gehört sich nicht. Das Schiedsrichterteam entschied nach Kontrolle der Videobilder auf einen Strafstoß für Wolfsburg. Ein Wolfsburger Spieler wurde auf der Strafraumlinie gefoult und die gehört nun einmal zum Strafraum. Ein Foul (es war ein Foul) im Strafraum führt zu einem Strafstoß. Auf diesen zu entscheiden ist keine „Schieberei“ und dafür bekommen die Schiedsrichter keinen „Golf vor die Haustüre gestellt“. Wolfsburg verwandelte zum 0-1 und gewann am Ende, auch weil sie viel Zeit schindete. Die Zeitschinderei ist ein wirkliches Übel, dagegen müsste härter vorgegangen werden. Das tat der Schiedsrichter am Wochenende nicht konsequent genug, als Schiedsrichter hat man da aber auch nur begrenzte Mittel, man kann ja beispielsweise keine Viertelstunde nachspielen lassen. Im Sinne des Fairplay sollte, das von beiden Vereinen vermieden und nicht nur dann angemahnt werden, wenn die eigene Mannschaft im Rückstand ist.

Perspektivwechsel MIT HANDICAP DURCH DIE KRISE

(Andrea)

Die Welt ist ein Dorf. Weil, da war ich doch unlängst mit Dany in der Premiere von "See you" im Kammerspiel des Schauspiels (das Stück sei Euch an dieser Stelle nochmals wärmstens empfohlen, eine tolle Produktion) und wusste zwar, dass meine puppenspiielende und in der Coronazeit kreativ produktive Freundin Antje Kania noch einen zweiten Film gemacht hat, aber das darin witzigerweise zwei der Schauspieler vertreten sind, habe ich erst beim Anschauen bemerkt. "Perspektivwechsel MIT HANDICAP DURCH DIE KRISE" ist ein charmanter und absolut sehenswerter Einblick in die für uns alle herausfordernden Monate, für Menschen und Angehörige mit Handicap aber nochmals besonders. Außerdem hatte ich keine Ahnung von der Bananenflanke, das ist wirklich toll, was dort passiert, Chapeau. "Dieses Mal geht es darum, wie Menschen mit geistiger Behinderung, deren Angehörige und Betreuer*innen die Pandemie wahrgenommen haben, bzw. welchen besonderen Herausforderungen sie sich stellen mussten. Ich hoffe, ihr könnt Euch ein weiteres Mal ein bisschen Zeit nehmen (um genau zu sein 57 Minuten), um Euch den Film anzuschauen. Über Likes, fleißiges Teilen und Weiterverbreiten würden sich natürlich alle Beteiligten sehr freuen…Vielen Dank an Familie Römer, die Bananenflankenliga, Team Offenbach a.M. E.V, die Behindertenhilfe Offenbach, den Budo Club Mühlheim, die Hessische Kulturstiftung und die Stadt Offenbach." Und hier ist der Link zum Film: https://vimeo.com/674803986

Noch bis 11. März: Grand Nizza Show

(Daniela)

Wie im Intro angekündigt ist die Ausstellung Grand Nizza Show, im Hotel Nizza, noch bis zum 11. März zu sehen.

Es stellen aus: Offert Albers, Viliam Miklos Andersen, Nooshin Askari, Giulio Bonfante, Emily Dietrich, Anita Esfandiari, Rahel Goetsch, Samuel Linus Gromann, Lisa Gutscher, Yun Heo, Judith Hopf, Sopo Kashakashvili, Sonia Knop, Gašper Kunšič, Samantha Lasko, Siyi Li, Kristina Lovaas, Richard Najorka, Aline Sofie Rainer, Jamie Shi, Elsa Stanyer, Vera Varlamova, Punch Viratmalee und Wei Yang.

Die Idee von Daheimsein muss verstanden werden, um ein Hotel zu verstehen. Das Hotel Nizza ist seit seiner Eröffnung in 1993 für viele zu einem temporären Zuhause geworden. Vom 17. Februar bis 11. März beherbergt das Hotel Nizza neue Kunstwerke und Interventionen. Unter dem Titel „Grand Nizza Hotel Show“ werden im Hotel 21 künstlerische Positionen ausgestellt, die von Kunststudierenden und Alumni der Judith Hopf Klasse an der Städelschule entwickelt wurden. Temporär unter einem Dach gepaart, kreisen die Arbeiten um das Gastsein und reflektieren Perspektiven dessen, was es heißt, Besucher*innen, Reisende und Beobachter*innen zu sein. Die Ausstellung eröffnet und erweitert vertraute Narrationen von Zugehörigkeit und Entfremdung und betrachtet die Übernahme bestehender Narrative, sowie die Erschaffung neuer.

Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag, 14–20 Uhr
Hotel Nizza, Elbestraße 10 (alle Räume sind barrierefrei erreichbar)
Eintritt mit 2G+ Nachweis

Bis 21.Mai: Ausstellung Lilly Lulay und Susa Templin in der Kunststiftung DZ Bank

(Natalie)

Unter dem Titel »Durchblick. Lilly Lulay und Susa Templin« präsentiert die Kunststiftung DZ Bank eine Gegenüberstellung fotografischer Werke der beiden Frankfurter Künstlerinnen. Sie entkontextualisieren und fragmentieren, schichten und überlagern ihr Bildmaterial und kommen zu spannenden, häufig dreidimensionalen Lösungen. Auf diese Weise befragen sie unsere Sehgewohnheiten und Wahrnehmung von Bildern, führen uns Dahinterliegendes vor Augen und gewähren uns immer wieder neu und anders den (vermeintlichen) Durchblick. Dabei bedienen sich die beiden Künstlerinnen ganz unterschiedlicher Themenfelder und Motive.

Die AusstellungsmacherInnen jonglieren mit Formaten, Medien und Betrachtungsweisen, dass es eine helle Freude ist. Kunst auf höchstem Niveau in einer Ausstellungshalle, die man viel öfter auf dem Schirm haben sollte.

Interessant auch die ausgefallenen Dialogführungen (Anmeldung über die Website):

»Kunst und Architektur«, Donnerstag, 03.03.2022, 18 Uhr, Christina Leber im Dialog mit Wilhelm E. Opatz, Architekturkritiker und Herausgeber zahlreicher Führer zur Architektur nach 1945

»Kunst und IT«, Donnerstag, 24.03.2022, 18 Uhr, Katrin Thomschke im Dialog mit Ludger Freitag, Key Account Manager bei Ratiodata SE

»Kunst und Religion«, Donnerstag, 14.04.2022, 18 Uhr, Katrin Thomschke im Dialog mit Pfarrer Markus Zink, Referent für Kunst und Kirche, Zentrum Verkündigung der EKHN, Frankfurt am Main

Kunststiftung DZ BANK: Platz der Republik, Frankfurt

Eingang: Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus I
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11 bis 19 Uhr
Eintritt frei, barrierefrei

https://kunststiftungdzbank.de

Foto: Wilhelm Opatz

Freitag, 18. Februar: Here we Are-Vernissage

(Petra)

Die Fotos lassen mich sofort innehalten: Formationen des Protests gehören gerade sehr zum alltäglichen Erleben. Doch hier bin ich erstaunt, verwirrt, neugierig: Im Kunstverein Familie Montez protestiert jetzt anscheindend die Kunst – und das vielfältig. Montez-Macher Mirek ist natürlich auch dabei. Genau genommen interpretiere ich gerade ziemlich verwegen: Wie und weshalb oder einfach mal aus Prinzip, um den bekannten Proteststarken etwas entgegenzusetzen, als kreative Formate zum Zeitgeist oder wegen der Freiheit der Kunst: ich weiß es nicht. Die Ankündigung des Termins ist jedenfalls kryptisch. Und ich weiß ebenso nicht, weshalb die Vernissage vom letztem Freitag auf heute verlegt worden ist. Teil der Inszenierung? Sind meine Worte bloß Fake News? Das hilft nur eins: Hingehen, anschauen und vielleicht ein paar neue Impulse oder einen Perspektivwechsel mitnehmen.  

Here we Are / Pictures for the people to look at with their eyes" - Ausstellung, mit: Paul Hirsch (Skulptur), Kerstin Krone Bayer (Zeichnungen), Ericson Krüger (Collage/ Skateboards), HaRu Neidhardt (Video-Installation), Pictures For People To Look At With Their Eyes, Ben Gencarelle (Malerei und Zeichnung), Einführung: Ulrike Gencarelle, Uhrzeit: 18 Uhr, Eintritt: frei, 2Gplus, Ausstellung bis 08. März

Freitag 18. Februar: Diversität und Farben im Kunstverein Familie Montez

(Daniela)Uns wurde aber auch mitgeteilt, dass heute auch diese Ausstellung ihre Eröffnung hat:

Ben Gencarelle – Pictures For People To Look At With Their Eyes

Ben Gencarelle beschäftigt sich durch Malerei, Zeichnung, Sound und Elektronik mit den Themen Kommunikation und Neuro-Diversität. In seinen „Creatures“ Zeichnungen und der Serie „Masking“ thematisiert er die Vielschichtigkeit des menschlichen Charakters. Mit der spielerischen Serie „Album Art“ inspirierte Gencarelle internationale MusikerInnen zu Online-Kollaborationen, indem er die digitalisierten Leinwände für Plattencover zur Verfügung stellte. In einer Serie von digitalen Drucken arbeitet er mit Künstlicher Intelligenz, um Originalarbeiten zu modifizieren.

Der amerikanische Künstler Ben Gencarelle ist seit 2020 in Frankfurt aktiv und hat bereits mehrfach im Kunstverein Familie Montez und einmal im Kornhäuschen Aschaffenburg ausgestellt. Er arbeitet in Atelier Frankfurt.

Studio Gencarelle, Mobil: 0175 - 443 7046, Atelier Frankfurt, Schwedler Str. 1-5, 60314 Frankfurt/Main

KVFM – Kunstverein Familie Montez e.V., Honsellbrücke am Hafenpark, 60314 Frankfurt

18. Februar 2022 – 6. März 2022
Einzelausstellung (plus separate Gruppenausstellung)
Vernissage: 18. Februar 2022 um 19 Uhr mit Eröffnungsfeier
Finissage: 06. März 2022 von 13-19 Uhr

Bildlegende: Ben Gencarelle, Cover Story, 2021, Acryl und Öl auf Leinwand, 100x80cm. 

Freitag, 18. Februar: Die Möwe / Anton Tschechow

(Martin)

Regie: Jürgen Gosch
Deutsches Theater Berlin (digital)

Stream des Monats

Es gibt wenige Inszenierungen, die sich einem ins Gedächtnis regelrecht einbrennen. Diese ‚Möwe‘ ist eine solche. Die Szene, in der Nina – Kathleen Morgeneyer (unter Oliver Reese im Ensemble des Schauspiel Frankfurt) – ‚tanzt‘ ist unvergesslich. Der Tagesspiegel schrieb deshalb nach der Premiere: „Die ‚Entdeckung des so überreichen Abends, der wie die Summe eines Theaterlebens wirkt‘, sei Morgeneyer, deren Nina von einem andern Stern komme: ‚keine gewöhnliche Schönheit, sondern ein Gesicht, in dem man ganze Dramen lesen kann und künftige, große Rollen‘ (zitiert nach nachtkritik.de).

Der Lehrer liebt Mascha, Mascha liebt Kostja, der wiederum liebt Nina, die liebt den Schriftsteller Trigorin, der jedoch nur sich selbst liebt.

In Tschechows bittersüßer Komödie Die Möwe geht es um die Liebe im Überstehen des Unglücks, um das Entkommen aus der Öde der Provinz und die Produktion von Kunst:

„Wir beschreiben das Leben so wie es ist und weiter weder piep noch pup. Wir haben weder Nah- noch Fernziele, unser Herz ist wie leergefegt. Wir haben keine Politik, an eine Revolution glauben wir nicht, wir haben keinen Gott, haben keine Angst vor Gespenstern. Ob dies eine Krankheit ist oder nicht – es geht nicht um die Bezeichnung, sondern um das Eingeständnis unserer Lage“, so Tschechow an einen Freund und Kollegen.

Tschechow gelingt es, das Gefühlselend der leidenden Menschen in ihrer Alltäglichkeit und ihren Leerlauf in einer materiell saturierten Gesellschaft widerzuspiegeln und es gleichzeitig komisch und lachhaft wirken zu lassen.

Die Möwe wurde zum Berliner Theatertreffen 2009 eingeladen und in der Kritikerumfrage von Theater heute 2009 zur Inszenierung des Jahres gewählt.

Der Stream startet um 20 Uhr und ist 48 Stunden als Video on Demand verfügbar (bis 20. Februar, 20 Uhr). Tickets für diesen Stream sind bis 20. Februar 18 Uhr erhältlich. Der Ticketpreis ist frei wählbar zwischen 1 und 100 Euro. 

Zu den Tickets geht’s hier: https://dringeblieben.de/videos/die-mowe

Freitag, 18. Februar: Die Möwe / Anton Tschechow; Regie: Jürgen Gosch

Foto: © Deutsches Theater Berlin. 

Freitag, 18. Februar - Sonntag, 20. Februar: Städelschul-Rundgang 2022

(Petra)

Klar, dass man sich beim Städelschul-Rundgang trifft - auch wenn in Corona-Zeiten nichts mehr klar ist - und so freue ich mich wieder auf endlich, endlich viel junge, wilde, inspirierende Kunst und sicherlich einige schöne Begegnungen (mit Abstand). Aber was dieses Mal alles aufgefahren wird, ist weitaus mehr als ein bloßer Rundgang, sondern großes Kino (auch im wahrsten Sinn des Wortes). Euch erwartet ein umfangreiches Programm aus offenen Ateliers, Vorträgen, Performances und Filmvorführungen. Über drei Tage haben Ihr die Möglichkeit, einen Einblick in das künstlerische Schaffen von Studierenden aus den Klassen der Professor*innen Monika Baer, Gerard Byrne, Judith Hopf, Hassan Khan, Tobias Rehberger, Willem de Rooij und Haegue Yang sowie der Gastprofessor*innen Hannah Black, Niklas Maak und Sung Tieu zu erhalten. Wie schon in früheren Jahren gibt es zwei Standorte, außerdem Filmvorführungen im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, mit aktuellen Werken von Studierenden. Darüber hinaus veranstalten Studierende des Studiengangs Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik, ein Kooperationsstudiengang mit der Goethe-Universität, die Water Cooler Talks mit eingeladenen Kurator*innen und Kritiker*innen sowie einem Film. Aktuelle Publikationen und Editionen der Städelschule und des Portikus werden in der Bibliothek zum Kauf angeboten. Und im Portikus finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung Survival in the afterlife von Lydia Ourahmane statt. Das solltet Ihr nicht verpassen!

Posterdesign: Arnaud Ferron und Louis Hay

Rundgang 2022 der Städelschule - Offene Ateliers, Vorträge, Performance und Filmvorführungen, Orte: Dürerstaße 10 und Daimlerstaße 32, Eintritt: frei, aber limitiert, mit Vorab-Buchung eines Zeitfensters (von 2 Stunden) an beiden Standorten Dürerstraße 10 und Daimlerstraße 32, 2G+ und Maskenpflicht in allen Gebäuden, kostenfreie Shuttlebusse zwischen beiden Standorten Freitag–Sonntag ab 12 Uhr täglich, alle 2 Stunden, das komplette Programm und weitere Infos findet Ihr hier

Freitag, 18. – Sonntag, 20. Februar: Kleists Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo.

(Martin)

Theater Willy Praml / Regie Michael Weber
Naxos-Halle

Dieser Abend entwickelt eine unglaubliche Wucht und landet dabei voll im Heute! Kleists Sprache macht es einem nicht immer leicht mit ihren langen und verschachtelten Sätzen – aber/und daran dann merkt man die Qualität dieser Inszenierung von Michael Weber: man folgt ihr gebannt über den gesamten Abend hinweg. 

Dass dies so geschieht und die Konzeption dieses Abends so wunderbar aufgeht, liegt an vielem:

  • der Reduktion des Bühnenbildes sowohl farblich als auch in der Anzahl der Requisiten
  • einer dramaturgischen Konzentration der Handlung, die individuelle Konflikte in ihrer Bedeutsamkeit für das Ganze wie im Brennglas erlebbar macht
  • einer Präzisierung der Kleistschen Sprache, die sich selbst und uns als Zuschauer*innen ernst nimmt
  • einem inszenatorischen Zugriff, der es schafft, die Handlung immer dichter werden zu lassen und sie ‚tatsächlich!‘ immer weiter nach vorne zu bringen.

Journal Frankfurt schreibt: Unter der Überschrift „Schwarz/Weiss“ bringt Michael Weber das Stück im Theater Willy Praml auf die Bühne. Es ist der Kampf zwischen genau diesen beiden Seiten, zwischen Sklaven und Franzosen, zwischen Schwarzen und Weißen. Mittendrin eine Romeo-und-Julia-artige Liebesgeschichte, die das Ende bereits früh erahnen lässt zwischen Babekans (Birgit Heuser) junger Tochter Toni (Hannah Bröder) und dem Schweizer Gustav (Jakob Gail). Auch Gustavs Vetter Strömli (Muawia Harb) kann am Ende nichts mehr ausrichten.

Schnell wird klar, dass etwas anders ist, wenn Toni freudig im Schnee spielt und christliche Weihnachtslieder singt. Mit Haiti hat das nichts mehr zu tun. „Was geht mich die Sklaverei auf Haiti an? Ich bin Schweizer“, schreit Gustav mitten im Stück. Spätestens am Ende löst Weber diese Frage auf und holt die Zuschauerinnen und Zuschauer in die heutige Zeit. Es dauert ein paar Sekunden, doch dann wird es eindeutig, wenn im Hintergrund zu hören ist ‚Taking a breath for George‘“.

An diesem Abend erlebt man viel und hat sich danach noch mehr zu erzählen…

Hier geht’s zu den Tickets: https://theaterwillypraml.de/kleist-st-domingo/#

Freitag, 18. und Samstag, 19. Februar um 20.00h; Sonntag, 20. Februar um 18.00h (Weitere Vorstellungen: 4. und 5. März)
Naxos-Halle

Foto: (c) Seweryn Zelazny

Freitag, 18. bis Sonntag, 20. Februar: WIR SIND HIER. Festival

(Petra)

Zeit für Erinnerung und dringende Fragen unserer Zeit: In der zweiten Ausgabe von WIR SIND HIER stehen die Entwicklung antirassistischer Arbeit in Politik, Literatur und Gesellschaft, der Zusammenhang von Frauenfeindlichkeit und Rassismus, das Schreiben von Literatur nach Ereignissen wie dem Mordanschlag von Hanau 2020 und das Vererben und Ererben von Migrations-geschichten im Fokus. In den Diskussionen und Lesungen mit Autor*innen und Journalist*innen zeigt sich die Vielfalt aktueller deutschsprachiger Literatur: Hier erhalten Menschen Raum, die selbst aufgrund ihrer Arbeit, aufgrund ihres Geschlechts, ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Herkunft oder Religion Opfer von Diskriminierung sind.  

Foto: Mirrianne Mahn©Katharina Dubno

WIR SIND HIER. Festival für kulturelle Diversität - Hybridveranstaltung, mit Shida Bazyar, Teresa Bücker, Asal Dardan, Lena Gorelik, Dilek Güngör, Dunja Hayali, Hasnain Kazim, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Emilia Roig u.a., Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Eintritt: Saalticket 7 (4) Euro, Streamingticket 5 Euro, Streaming-Pass (für alle vier Veranstaltungen) 10 Euro / Streaming-Abo 50 Euro (20 Veranstaltungen), Tickets gibt's hier, weitere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen: bitteschön! 

Freitag, 18. Februar: Reich des Todes / Rainald Goetz

(Martin) 

Schauspiel Köln/Düsseldorfer Schauspielhaus
Stream des Monats bei nachtkritik.de

Der Kölner Stadtanzeiger schrieb nach der Premiere: ‚Eine Offenbarung‘ und die Süddeutsche Zeitung nannte den Abend ‚Eine geglückte Überforderung‘. Rainald Goetz ist harte Kost, das wissen alle, die sich noch an die legendären Inszenierungen hier im Bockenheimer Depot erinnern – lange, lange ist’s her…

Schauspiel Köln schreibt: „Das neue Stück von Rainald Goetz trägt im Titel ein Zitat aus dem Glaubensbekenntnis: »Reich des Todes«. In diesen imaginierten Hades ist der Autor hinabgestiegen, wo er sein Personal von einem Bruch in der Zivilisationsgeschichte berichten lässt. Rainald Goetz ist als Schriftsteller auch immer ein Chronist der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit, ein Autor, der die Zeit, die er beschreibt, umwandelt in seine »Ich-zeit«, wie es Maxim Biller einmal genannt hat – in die künstlerische Begreifbarmachung des eigentlich Geschehenen. In »Reich des Todes« ist dies die Geschichte des historischen Niedergangs nach dem 11. September 2001. Goetz und sein Personal aus Politik, Militär, Jurisprudenz, aus Strippenziehern, Folterknechten und Geschundenen erzählen von der Zeitenwende, die die Anschläge von 2001 einleiteten. Sie erzählen vom langen Schatten, den die brennenden WTC-Türme warfen und in dem sich Überwachungsstaat, Staatsfolter und maßloser Machtmissbrauch Bahn gebrochen haben.

Eine Erzählung von dem Bruch mit allem, was uns als Gesellschaft vermeintlich ausmacht – geworfen in die Goetz’sche Assoziations- und Verknüpfungsmaschine, die virtuos und glasklar das Böse im Menschen als Konstante beschreibt, über alle historischen und geographischen Grenzen hinweg.“

Hier ein Trailer: https://www.schauspiel.koeln/download/3663/reich_des_todes___trailer___d_haus___schauspiel_koeln.mp4

Nachtkritik zeigt diese Inszenierung als Stream des Monats am Freitag, 18. Februar um 18.00h; um 21.00h folgt ein Nachgespräch mit dem Regisseur auf nachtkritik.plus.

Hier geht’s zu nachtkritik/nachtkritik.plushttps://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=20570:stream-des-monats-februar&catid=1851&Itemid=101009

Stream des Monats bei nachtkritik.de

Foto: © Thomas Rabsch

Freitag,18. Februar - Sonntag, 22. Mai: Ausstellung mit Begleitprogramm

(Petra)

Laufen finde ich – na ja: Spaziergang mit einer Freundin, Runde mit den Eltern drehen, gehend eine neue Stadt entdecken ist wunderbar. Und schließlich gehört das Gehen zu den zentralen zivilisatorischen Errungenschaften (aufrechter Gang undsoweiter) und der Flaneur repräsentiert vielleicht eine Kultur, die es sich wiederzuentdecken lohnt. Doch ganz ehrlich: meistens bin ich zu ungeduldig fürs Laufen und fühle mich ohne Fahrrad amputiert. Vielleicht aber macht mir die Schirn jetzt mehr Lust mit „WALK!“, der neuen Ausstellung, die am heutigen Tag mit freiem Eintritt für alle startet. Gehen ist keine Kunst! Oder doch? Der Akt des Gehens hat als gesell­schaft­li­ches Phäno­men im 21. Jahr­hun­dert an neuer Bedeu­tung gewon­nen. Neben der alltäg­li­chen körper­li­chen Fort­be­we­gung oder dem moder­nen Moment der Erho­lung und der sinn­li­chen Erfah­rung berührt er aktu­elle Fragen des ökolo­gi­schen, globa­len, geopo­li­ti­schen sowie ökono­mi­schen Wandels. Mit der Grup­pen­aus­stel­lung WALK!, Arbeiten von über 40 inter­na­tio­nale Künst­le­rin­nen und Künst­lern, in deren Schaf­fen das Gehen ein wesent­li­ches Element darstellt, erhalten wir einen spannenden Über­blick zu der bisher wenig beleuch­te­ten Facette des Gehens als Praxis in der gegen­wär­ti­gen Kunst­pro­duk­tion. Sie fragt nach der zeit­ge­nös­si­schen Ausein­an­der­set­zung und Erwei­te­run­gen der Walking Art, deren Ursprünge im Mini­ma­lis­mus, der Land Art und der Konzept­kunst der 1960er-Jahre liegen.

Foto: Tiffany Chung, A Thousand Years Before and After, 2012, Video (Farbe, Ton), 09:01 Min., Filmstill, © Tiffany Chung

WALK! – Ausstellung plus Begleitprogramm, mit: Bani Abidi, Yuji Agematsu, Allora & Calza­dilla, Fran­cis Alÿs, Daniel Beer­ste­cher, Ellie Berry, James Bridle, Tiffany Chung, Jesse Darling, Michael Dean, Sebastián Díaz Mora­les, Anders Dick­son, Flaneur, Hamish Fulton, Rahima Gambo, Birke Gorm, Hamza Hall­oubi, David Hammons, Yolande Harris, Mona Hatoum, Fabian Herken­hoener, Hiwa K, Michael Höpf­ner, Jan Hostett­ler, Regina José Galindo, Kubra Khademi, Bouchra Khalili, Kimso­oja, Özlem Günyol & Mustafa Kunt, Minouk Lim, Carole McCourt, Helen Mirra, Sohei Nishino, Carmen Papa­lia, Signe Pierce & Alli Coates, Sascha Pohle, Pope.L, Hans Scha­bus, Miae Son, Cheyney Thomp­son, Milica Tomić, Ort: Schirn Kunsthalle, Adresse: Römerberg, Eintritt: 10 Euro (Inhaber von Museumsufer-Card/Ticket, Presseausweisen, SCHIRN FREUNDE Mitglieder, anderen Sonderberechtigungen sowie Familien mit Kindern ab 2 bis unter 18 Jahren werden gebeten, kostenfrei ein Ticket an der SCHIRN-Kasse nach einer persönlichen Identifikation zu holen), Tickets hier, 2G+ 

Musiktipp: PATENT OCHSNER: MTV unplugged

(Uwe)

Auch in Bern gibt es ein Bethlehem, einen städtischen Bezirk im Stadtteil Bümpliz. Aus Bümpliz stammt wiederum der Sänger, Komponist und Maler Hanspeter „Büne“ Huber. Mit seinen Bildern und der Musik seiner Rockband „Patent Ochsner“ (der Name stammt von einer Aufschrift auf Abfalleimern in Bern) macht er mir seit über 25 Jahren große Freude. Würde ich mir Textzeilen aus Liedern auf den Körper tätowieren lassen, wären sie fast alle von ihm: Zum Beispiel „Hörst Du wie die Glocken läuten im Kirchenturm? - Der, den sie heute begraben, der wollte ich gestern sein“ aus dem wunderschönen Hotelsong, einem meiner absoluten Lieblingslieder. Ich würde mir aber die hochdeutsche Übersetzung in die Haut stechen lassen, weil es im bernerdeutschen Original schwer zu lesen/verstehen wäre („Ghörsch wie d glogge lüte im chiucheturm - U dä wo sie verloche hüt, Dä wär i geschter gärn gsi“) und der Tätowierer beim Stechen sicher Schreibfehler einbauen würde.

Patent Ochsner waren in 2021 der erste schweizer Act überhaupt, der zu einem MTV Unplugged Konzert eingeladen wurde. Sie setzen das Musizieren ohne elektrische Instrumente großartig um, nun zu hören auf TONBILDSHOW – MTV unplugged. Der Hotelsong ist auch drauf, allerdings singt ihn Huber nicht selbst, sondern die international bekannte Sophie Hunger, in Bern geboren wie Huber. Und wie!

Dazu Klassiker wie Bälpmoos (der Berner Flughafen liegt in Belpmoos), Scharlachrot, Novämber, Trybguet („im Sturm ist jeder Hafen gut“) und die W.Nuss vo Bümpliz einem Song über den Berner Stadtteil Bümbliz aus dem Huber stammt: „… D'w. Nuss vo Bümpliz - Isch schön win es Füür i dr Nacht - Win e Rose im Schnee - We se gseh duss in Bümpliz - De schlat mir mys Härz hert i Hals - U i gseh win i ungergah“. Den Refrain singe ich immer lautstark mit, wenn die VENUS VON BÜMPLIZ bei Konzerten gespielt wird, die ich in der Schweiz besuche (mit südhessischem Einschlag), die SchweizerInnen schauen mich dann immer etwas irritiert an. So geschehen zum Beispiel im Juni 2021 in Bern, als ich mit Daniela das einzige gescheite Konzert in der COVID-Zeit sah. Von der Konzertreise zehre ich heute noch gerne, wie ein Eichhörnchen an Nüssen aus seinem Winterdepot. Auch wenn die Sonne wieder scheint und das Leben zurückkehrt.

Samstag, 19. Februar: #saytheirnames

(Andrea)

Zwei Jahre ist es heute her, dass ein Rassist in Hanau neun Menschen kaltblütig ermordete. Die Nachrichten damals haben uns alle betroffen gemacht und sprachlos zurückgelassen. Abermals, nachdem bspw. der NSU mordend durchs Land gezogen war. Natürlich ist hier nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber trotzdem funktioniert das Zusammenleben und ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die die Vielfalt der Kulturen hier schätzt, das little Italy, den Griechen an der Ecke, den türkischen Supermarkt und und und. Klar gibt es durchaus Dinge, die mich nerven, aber dass so ein tiefer Hass tatsächlich Raum hat und stattfindet, schockiert immer wieder. 

Said Nesar Hashemi, Hamza Kenan Kurtović, Ferhat Unvar, Sedat Gürbüz, Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz und Kaloyan Velkov sollen nicht vergessen sein. Heute ist eine Aktion unter www.saytheirnames.de geplant, für die schon jetzt um Mithilfe gebeten wird: Jeder kann mitmachen und das Gedenken an die Opfer hochhalten.

Samstag, 19. Februar: Best of Turnheim

(Andrea)

Turnheim ist der Beste und wenn es heute ein "Best of Turnheim" gibt, muss ich unbedingt hin. Turnheim kennt ihr nicht? Ralph Turnheim ist Wiener, aber wie auch immer, es hat ihn nach Rhein-Main verschlagen und mit seinem Schmäh und Sprachwitz gibt er alten schwarz-weiß Filmen eine Stimme. Zombies, Tarzan, Dick&Doof, kaum einer ist vor ihm sicher und das Programm heute verspricht einen kurzweiligen Abend mit Leinwand-Lyrik-Highlights von und mit Ralph Turnheim im Filmklubb.Einlass 19 Uhr.

Filmklubb
Isenburgring 36
Offenbach
Nicht barrierefrei

Samstag 19. Februar: Nordend gegen Querdenker:innen

(Daniela)

Da einige von Euch letzte Woche zur Mahnwache gekommen sind, haben mich die Veranstalter:innen gebeten, dass ich sie nochmal ankündige.

Liebe Nachbar:innen,letzte Woche haben wir erneut ein klares Zeichen gesetzt! Nicht nur Heddernheim,Höchst und Eschersheim, sondern auch das Nordend zeigt klare Kantegegen Coronaleugner:innen und Wissenschaftsverweigerer. Danke, dass Ihr sozahlreich da wart! Der Spuk ist leider nicht vorbei! Zur Erinnerung: Wochenlang haben die „Querdenker“ samstags den Holzhausenpark besetzt und sind mit bis zu 4000 Teilnehmer:innen durch unser Viertel marschiert. Bei diesen Demos wird auch Wissenschaftsleugnung, Demokratiefeindlichkeit und Verschwörungsglauben propagiert, und wenn man genauer hinschaut, sieht man diverse Symbole von neurechten Bewegungen. Zwar haben sie jüngst ihre bisherige Route geändert,aber wie lang wird es so sein? In der Zwischenzeit „bearbeiten“ sie unser Viertel mit „Zeitungen“, Stickern auf dem Spielplatz und Flyern massiv. Sie nutzen und mißbrauchen Zitate und Zeichen der Friedensbewegung, um uns so zu ködern. Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen und wehren uns weiterhin gegen diese Vereinnahmung unseres Stadtteils. Wir wollen keine Coronaleugner:innen und Feinde der Demokratie im Nordend! Unsere Nachbarschaft steht für Vielfalt, für Aufklärung, für Wissenschaft, für Miteinander und für eine solidarische Krisenbewältigung! Wir unterstützen die Frankfurter Erklärung (frankfurt-stabil.de). Es gibt in einer Demokratie das Recht auf eine freie Meinungsäußerung, dieses beinhaltet aber nicht, alles ohne Widerspruch aushalten zu müssen! Zeigen wir den „Querdenkern“, dass die Mehrheit nicht hinter ihnen steht. Wir wollen nicht mehr als Kulisse für die bürgerliche Inszenierung von Neonazis und Verschwörungsgläubigen dienen! Wir sind Menschen aus dem Nordend – Familien, Jugendliche, Rentner:innen etc., die hier leben und denen das Nordend am Herzen liegt. Wir sind keine Partei oder Organisation, sondern Anwohner:innen dieses liebenswerten Stadtteils.

MAHNWACHE JEDEN SAMSTAG, 14 UHR, VOR DEM ALTEN TOR IN RICHTUNG KASTANIENALLEE/ HOLZHAUSENSCHLOSS (GEGENÜBER OEDER WEG 118)
Bitte tragt alle einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz und haltet jederzeit einen Abstand von 1,5m.

Sonntag, 27. Februar: REMBETIKO

(Martin)

46. Naxos Hallenkonzert

Re(m)betiko verbindet griechische Volksmusik mit Einflüssen byzantinischer und osmanischer Musiktradition. Die Musik spiegelt das Leid, die alltäglichen Sorgen und Erfahrungen der Menschen wieder, die 1922 im Rahmen der kleinasiatischen Katastrophe auf das griechische Festland vertrieben wurden. Später entwickelte sich daraus eine der populärsten Musikformen Griechenlands. Die Band Rebetikon wurde 2016 gegründet und hat das Ziel, diese Musik ganz authentisch wiederzugeben. Ihr aktuelles Programm setzten den Fokus auf den Sänger und Komponisten Vasilis Tsitsanis, der mit über 600 aufgenommenen Liedern zu den wichtigsten Vertretern und Entwicklern des Rembetiko zählt.

Hier gibt’s ein Video: https://youtu.be/2NM9S2Zl7yQ

Hier gibt’s Infos zu REBETIKON: www.rebetikon.com

Und hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/

Sonntag, 27. Februar um 18.00h: REMBETIKO
Naxos-Halle

Foto: © REMBETIKO/Homepage Theater Willy Praml

Noch bis Montag, 14. April: Wettbewerb für grüne Daumen und kreative Hände

(Petra)

Gerade läuft ein Wettbewerb, der für die Kreativen und Begrünungs-Begabten unter Euch interessant sein könnte: Das Erscheinungsbild unserer Städte und Gemeinden wird im Wesentlichen von Gebäudekörpern und ihrer Gestaltung geprägt. Ob wir uns in der Stadt wohlfühlen, markante Orientierungspunkte wahrnehmen und den dortigen Lebensraum wertschätzen, hängt in besonderem Maße von der „äußeren Persönlichkeit“ der Stadt ab: also von der Struktur und ganz wesentlich von der Qualität der Gebäude.

In diesem Zusammenhang spielen Fassaden eine zentrale Rolle – sie sind die Gesichter der Gebäude. Diese Gesichter sollen in Hessen jetzt grüner, schöner, nachhaltiger werden. Dafür stehen insgesamt 100.000 Euro Preisgeld bereit, über die eine Jury entscheidet. Gesucht werden Ideen bzw. Projektskizzen, die beispielhaft aufzeigen, wie sich die oben genannten „Talente“ von Fassaden nutzen lassen. Idealerweise kombiniert der Wettbewerbsbeitrag die unterschiedlichen Qualitäten und soll dabei mindestens einen der folgenden Schwerpunkte abdecken: Kreative Fassadengestaltungen wie bspw. Murals und Lichtkunst, Fassadenbegrünung, vertikale Gärten, beispielhafte Fassadengestaltungen, die regenerative Energiegewinnung und Kreativität zusammenbringen. Teilnehmen können Künstlerinnen und Künstler, (Landschafts-)Architektinnen und (Landschafts-)Architekten, Planerinnen und Planer sowie sonstige Akteure der Kunst- und Kreativszene, die mit ihren Ideen Gebäudefassaden thematisieren und ihr Potenzial sichtbar machen. Einreichen könnt Ihr Projektskizzen für noch umzusetzende Fassadengestaltungen. Bereits angefangene und realisierte Projekte sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. 

Landeswettbewerb „Alles nur Fassade?“ der Landesinitiative +Baukultur in Hessen zu Fassadenkunst, Fassadenbegrünung und vertikalen Gärten sowie kreativen Solarlösungen an Gebäudefassaden, Einreichungsfrist: 14. April, weitere Infos gibt’s hier 

Bis Samstag, 19. Februar: Generalpause

(Martin)

Matter of Facts Studio/Glogowski/Hoesch
Künstlerhaus Mousonturm

Eine Generalpause in der Musik meint ja, dass unerwartet alles aufhört und hat so auch den Zweck, bei den Zuhörer*innen die Spannung zu erhöhen und auf den Höhepunkt hin zu führen.

Jetzt zeigen Matter of Facts Studio/Glogowski/Hoesch im Mousonturm einen ganzen Abend mit dem Titel ‚Generalpause‘ – könnte also ein Abend der Höhepunkte werden!?

Was geschieht, wenn alles pausiert? Menschen und Dinge, gemeinsam? Wer oder was übernimmt dann die Hauptrolle? In ‘Generalpause’ besiedelt ein raumgreifendes Dickicht aus Metall die Bühne, zusammen mit einem Ensemble tradierter Instrumente und ihrer kühn abgewandelten Verwandten. Dazwischen bewegen sich Menschen, im steten Kontakt zwischen Körpern und Dingen entstehen Klänge, entwickeln sich Rhythmen, fängt alles an zu grooven. Klänge und Licht verbreiten und übertragen sich, als Teilchen und Wellen, funzelnd, glimmend, leuchtend, strahlend, verbinden sich mit dem Rauschen, Krachen, Schlagen, Kreischen, Surren und Zirpen der Dinge. ‘Generalpause’ ist eine bewegte Suche nach neuen Bildern des gemeinsamen Musizierens, der körperlichen Arbeit an und mit der Musik, der dynamischen Allianz von Menschen und Dingen beim Handeln und Pausieren. Eine Konzert-Performance, choreografiert für alle Sinne.“

Hier gibt’s einen Trailer: https://vimeo.com/669125845

Und hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/generalpause/

Künstlerhaus Mousonturm / Solidarisches Preissystem

Foto: © Homepage Künstlerhaus Mousonturm

Samstag, 19. Februar (Premiere): Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Nach den Romanen von Édouard Louis
Freies Schauspiel Ensemble - Titania

Ende November des vergangenen Jahres war er in Frankfurt und hat im Schauspiel sein neues Buch ‚Die Freiheit einer Frau‘ vorgestellt: Édouard Louis! Zu erleben war natürlich der erfolgreiche Autor – und gleichsam ein 100% sympathischer Mensch!

Die FR schrieb anlässlich der Lesung: „Von Anfang hat Louis das eigene Leben thematisiert und sich damit nicht nur Freunde gemacht. „Fiktion ist nichts für mich“, erklärt er. Vor allem das Autobiografische könne politische Kraft entfalten. Wenn es um das wahre Leben geht, sei man mit der Realität konfrontiert und könne den Kopf nicht wegdrehen.“

Und dieser Anfang seines literarischen Lebens, ‚Das Ende von Eddy‘ und ‚Wer hat meinen Vater umgebracht‘ sind Gegenstand der neuen Premiere im Titania:

„‘[W]as ich schreibe, was ich erzähle, folgt nicht den Erfordernissen der Literatur, sondern denen der Notwendigkeit, der Dringlichkeit, denen des Feuers‘. Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

In einer Bühnenfassung für zwei Schauspieler und ein Schlagzeug inszeniert Bettina Kaminski beide Texte als eine explosive Untersuchung dessen, wie sich die Politik in die Körper von Menschen einschreibt – im Falle von Louis’ Vater, indem man sie durch Arbeit zugrunde richtet. Nicht zuletzt stellen Text und Inszenierung ein Ideal von Männlichkeit in Frage, dessen Kehrseite Gewalt, Hass auf Homosexualität, sowie die Unterdrückung der eigenen Emotionen bedeutet. Ein Stück, das sowohl Zärtlichkeit als auch Wut ihren Raum gibt.“

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy

Samstag, 19. Februar (Premiere) um 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Weitere Vorstellungen: 20. und 25. – 27. Februar, 11. – 13. März

Foto: © Moritz Buch

Samstag, 19. Februar: Of/ Waggon streicheln

(Andrea)

Legt Euch doch jetzt schon mal ein paar Schmuddelklamotten zum Streicheln bereit: "Im März geht es im Waggon wieder los, deshalb wollen wir im Februar den Waggon wieder aufhübschen. Dazu werden wir ein Waggonstreicheln am 19.02. oder am 26.02. machen. Wir gucken auf das Wetter: 10 Grad sollten es schon sein. Wer ist dabei? (Streichen, kaputte Plattformen ersetzen, zweite Marquise anschauen, kaputte Bretter in der Plattform ersetzen - wir haben zu tun :-)"

Waggon am Kulturgleis
Offenbach

VORSCHAU
Ab März: naxos.KINO und ein neuer KiKK dazu

(Uwe)

Das naxos.Kino finde ich super. Kurzer Weg, super Location, interessante Filme und ein sehr gutes Begleitprogamm. Ich sah dort vor COVID einige großartige Dokumentarfilme. Nun kommt das Naxos Kino zurück und schreibt: "Ab März startet auch wieder das naxos.KINO - und ab März bieten wir einen neuen KiKK (= Kino-im-Kulturhaus-Kooperation) dazu". Neben unserem regulären Programm Dokumentarfilm & Gespräch (jeden Dienstag ab 19:30 Uhr) wird im Rahmen der Kino-im-Kulturhaus-Kooperation ein Kinofilm gezeigt, der sich passend auf das aktuelle Theaterprogramm bezieht oder in klassischer Weise Film und Theater zusammen bringt (i.d.R. jeden 1. Sonntag im Monat ab 19 Uhr)."

Los geht es im März mit ...

... Kino-im-Kulturhaus (1. Sonntag im Monat, 19 Uhr):
06.03: DAS 1. EVANGELIUM - MATTHÄUS von Pier Paolo Pasolini

... naxos.Kino Dokumentarfilm & Gespräch (dienstags, 19:30 Uhr):
08.03: Die Unbeugsamen
15.03: Dance Fight Love Die - Unterwegs mit Mikis Theodorakis
22.03: Die Wohnung
29.03: Monobloc

Naxoshalle, Waldschmidtstr. 19

Bild: Facebook naxos.KINO

Gleich den ersten Film, am Internationalen Frauentag, den 8. März, werden wir uns anschauen. Über den schreibt das das naxos.Kino auf seiner Homepage: "DIE UNBEUGSAMEN erzählt die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen buchstäblich erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung. Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten ist dem Dokumentarfilmer und Journalisten Torsten Körner eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung ge-glückt. Die Bilder, die er gefunden hat, entfalten eine Wucht, die das Kino als Ort der politischen Selbst-vergewisserung neu entdecken lässt. Ein Zeitdokument, das einen unüberhörbaren Beitrag zur aktuellen Diskussion leistet."

https://naxos-kino.org/

Naxoshalle, Waldschmidtstr. 19

Bild: Facebook naxos.KINO

Donnerstag, 17. März: „Aufgeben ist keine Option“

(Martin)

60 Jahre Amnesty International /
50 Jahre Amnesty Frankfurt

Schauspiel Frankfurt

Das ist zwar noch eine Weile hin, da aber die Tickets vermutlich schnell weg sein werden, hier als Kaufempfehlung der Hinweis!

 Ein ‚Bunter Abend‘ – das trifft es nicht ganz, aber doch ein bisschen, schaut man sich die illustre Gästeliste an!

Mit viel Musik, Theater und Comedy wird der runde Geburtstag gefeiert. Die Gäste erzählen von den Anfängen der Menschenrechtsarbeit, diskutieren über Schwierigkeiten der Gegenwart und zukünftige Fragen, die uns als Gesellschaft herausfordern.“

Mit Ahmad al Ahmad (Comedian), Markus N. Beeko (Generalsekretär Amnesty Deutschland), Dariush Beigui (Kapitän der luventa 10), Gerhard Bereswill (Polizeipräsident Frankfurt), Constanze Kurz (Chaos Computer Club), Mirrianne Mahn (Antirassismus-Aktivistin), Dieter Maier (Chile-Experte), Gerardo Villagra (ehem. politischer Häftling), Tarek Al-Wazir (stellv. Ministerpräsident) u.v.a. MODERATION Thelma Buabeng

Tickets ab 10.2. hierhttps://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/amnesty-international/689/

 Donnerstag, 17. März um 19.30h
Schauspiel Frankfurt im Großen Haus

Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt

Donnerstag, 07. April: Ein Literaturstar in Frankfurt

(Petra)

Ich weiß, dass jetzt einige Augen leuchten und manches Leser*innen-Herz höher schlagen dürfte: Ein internationaler Star, der besonders berührt, kommt mit einem neuen Roman. Karl Ove Knausgård. Er ist Norwegens berühmtester Gegenwartsautor. Oder: OMG! Sein sechsbändiges, rücksichtslos autobiografisches Projekt wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Nun erscheint im Luchterhand Verlag, übersetzt von Paul Berf, ein neuer Roman von Karl Ove Knausgård: „Der Morgenstern“. Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch etwas scheint aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Aus der Sicht von neun Menschen während einiger Hochsommertage erhalten wir Einblicke in eine aus dem Gleichgewicht geratene Welt. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel, den auch die Wissenschaft nicht wirklich erklären kann. Verheißt er Gutes oder steht Böses bevor? Das Gespräch in deutscher und englischer Sprache führt Andreas Platthaus. 

Foto: Karl Ove Knausgård©Sølve Sundsbø for D2 

Karl Ove Knausgård: Der Morgenstern, Lesung, Moderation (dt./engl.): Andreas Platthaus (F.A.Z.), Ort: Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt, Adresse: Neue Mainzer Straße 17, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: 18 (12) Euro, Tickets bekommt Ihr ab sofort hier


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