11.02.2022
Lieder die Trösten

Da heute ein doofer Tag ist, kommt hier kein Intro von mir.
Heute dafür passender Weise: LIEDER DIE TRÖSTEN von Uwe Schwöbel & Daniel Brettschneider. Lebt wild & bleibt gesund. Daniela

Zum Abschluss unserer Song-Reihe (wir melden uns im Juni mit Sommerhits zurück) wenden wir uns heute der wichtigsten Kategorie zu: Songs, die einem in der aktuellen Situation Halt geben, die einen mitnehmen, umarmen, Hoffnung machen oder Anschub für einen Aufbruch geben. Das müssen nicht die bekannten Lieblingssongs sein, das kann auch ein Lied sein, das im richtigen Moment einfach da ist. Zu dem man möglicherweise wieder „Lebe wohl“ sagt, wenn das Leben wieder Fahrt aufgenommen hat.

Daniel: Zum Finale Grande also noch einmal eine Top 5 der Songs, die mich aktuell aus diesen seltsamen Post-Pandemie-Februar-Vibes entführen, rausreißen, beschwingen (wenn möglich). Ich muss gestehen, dass mir langsam aber sicher hierfür die Ideen ausgehen. Ich höre einfach nicht annähernd so viel und so gerne Musik wie Uwe, sogar mein Spotify-Account habe ich kürzlich gekündigt (allerdings nur wegen der sechs kostenlosen Monate bei Apple Music). Dafür schaue ich momentan (leider) Serien wie am Fließband. Hier hätte ich eine Krimi-Empfehlung, die so ziemlich alles überragt: „Der Pass“ (Staffel 1 und vor allem aber auch die neue Staffel 2). Jetzt aber … zum vorerst letzten Mal Musik:

1) „Ich hasse es hier“ von Tocotronic
Ich hatte meiner einstigen Lieblingsband in den letzten Jahren nicht mehr besonders viel Gehör geschenkt. Jetzt aber wieder! Und dieser Song aus ihrem gerade erschienenen Album „Nie wieder Krieg“ (plus das tolle Video mit „Systemsprenger“ Helena Zengel) passt doch gerade ziemlich gut.

2) „You Make My Dreams (Come True)“ von Daryl Hall & John Oates
Höre ich momentan jeden Tag auf dem Fahrrad. Macht mir gute Laune. Sogar sehr!

3) „La Vie En Rose“ von Grace Jones
Hach, immer wenn ich das höre, muss ich anfangen zu tanzen. Und das vor allem wegen Pedro Almodóvar und der Magie in „Leid und Herrlichkeit“!

4) „How Will I Know“ von Whitney Houston
Ich weiß auch nicht genau warum, aber Whitney macht mir einfach immer gute Laune. Insbesondere „How Will I Know“!?

5) „Souvenir“ von boygenius (Julien Baker, Phoebe Bridgers & Lucy Dacus)
Vier Jahre alt, gerade erst entdeckt – wunderschön!

Uwe: Meine emotionale Wagenburg baue ich unter anderem aus Songs, die wie alte Freunde sind, neben denen man drei Stunden im Auto sitzen kann, ohne den Druck zu verspüren, sich unterhalten zu müssen. Lieder, die wie selbstverständlich da sind in schlechten Zeiten – und in guten natürlich auch:

1) Racing in the Street (Bruce Springsteen)
Die Live-Version vom Album 1975-1985 nimmt mich immer wieder aufs Neue mit: „Tonight tonight the strip's just right - I wanna blow 'em off in my first heat - Well come on out the time is right”

2) Manteau de Gloire (Stephan Eicher)
In Deutsch „Mantel der Herrlichkeit“ oder “Umhang des Ruhms“ – ist einfach ein wunderschöner Song. Keinen habe ich in den letzten zwei Jahren häufiger gehört. Er hat sich in der COVID-Zeit ganz nahe an meinen absoluten Lieblingssong Calender Girl von Stars herangeschoben.

In einer weiteren Kategorie finden sich Songs, die schon lange da sind, sich aber gut versteckten und nun, zum richtigen Zeitpunkt, den Weg ins Herz fanden:

3) It‘ll Get You There (Rilo Kiley)
Was für ein großartiger Popsong, der bläst alles weg!

4) 400 Bones (Frightened Rabbit)
Alleine wegen dieser Textzeile der großen schottischen Band, geschrieben vom leider im Jahr 2018 verstorbenen Sänger Scott Hutchinson: „This is my safe house in the hurricane”.

In einer dritten und letzten Gruppe finden sich junge Künstler*innen, die in den letzten beiden Jahren dazugekommen sind und bleiben werden. Vielleicht tun sie das nicht, dann waren sie im richtigen Moment aber da, zum Beispiel Phoebe Bridgers oder Sam Fender. Die Münze entschied für Sam Fender

5) Dead Boys vom ersten Album

Vielen Dank an meine Co-Auor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Martin Grün

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00.
Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.

ZU GEWINNEN

Wir verlosen 2 x einen Streaming-Pass (für alle vier Veranstaltungen) des Literaturhauses Frankfurt für das Festival "WIR SIND HIER. Festival für kulturelle Diversität" von 18. – 20. Februar 

Frage: Mit welcher südhessischen Stadt sind wir gemeinsam in trauriger Erinnerung an einen furchtbaren 19.Februar 2020 solidarisch?

Antwort im Betreff mit Angabe Eures vollständigen Namens bitte in der E-Mail an Petra

Kulturlabor sucht Techniker:in

(Daniela, Andrea, Martin)

Wie letzte Woche schon geschrieben geht es im März & April mit dem Kulturlabor weiter.

Wir haben 14 Veranstaltungstage und über 50 Acts.
Als kleiner Verein sind wir jetzt auf der Suche nach Unterstützung: kennt jemand eine*n Tontechniker:in, die/der uns hin und wieder vor Ot helfen könnte? Wir sind ein sehr nettes Team und freuen uns über Zuwachs..
Wir haben ein kleines 4 Kanal Mischpult und die Einsätze wären von 18:30-22:00 Uhr. Wenn jemand eine Idee hat möge er/sie sich bitte bei mir melden.

G E R O L L T E S über einen Abgang

(Uwe)

Maximilian „Max“ Eberl hat sein Amt als Sportvorstand bei Borussia Mönchengladbach nach vielen Jahren abgegeben. Bei seiner Berufung zum sportlichen Verantwortlichen des niederrheinischen Clubs Ende der 2000er Jahre bellte „Berti“ (kein Hund, sondern die Gladbacher Spielerlegende Hans-Hubert „Berti“ Vogts) laut. Der meinte, er – der eher als Holperfußballer bekannte Durchschnittskicker Eberl – wäre eine eher schwache Besetzung für dieses wichtige Amt bei einem Bundesligaverein, der wie kein zweiter für Spielfreude und Offensivgeist steht. Tatsächlich begeisterten die „Fohlen“ zwischen 1965 – ca. 1985 mit wunderbarem Angriffsfußball. Der wiederum wurde aber weniger vom fußballerischen Wadenbeißer Berti Vogts geboten, sondern von seinen Mitspielern wie Günter Netzer, Jupp Heynckes, Allan Simonsen, Ewald Lienen und, und, und. Eberl steckte die schlechte Vorab-Kritik weg und schüttelte eine Zeit später auch eine unseriöse Oppositionsbewegung ab, die unter Beteiligung von Stefan Effenberg versuchte, die Gladbacher Führung abzulösen. Wer die Wahl hat, wählt keinen Effenberg, also fehlten die Stimmen unter den Mitgliedern für eine Übernahme und (Gott sei Dank) die Waffen für einen gewaltsamen Putsch und es ging mit Eberl und Co. weiter.

Der stabilisierte den Verein, spielte mit dem Club einige Male in der Champions League, verlor aber immer wieder gute Spieler, in der Regel an Borussia Dortmund (Reus, Hazard, Dahoud). Dorthin wanderte im letzten Sommer auch der bisherige Trainer Marco Rose. Der frühzeitig angekündigte Wechsel brachte die Gladbacher in der Rückrunde der Vorsaison außer Tritt, am Ende qualifizierten sie sich nicht für einen internationalen Wettbewerb. Eberl schloss die Lücke damit, dass er den bisherigen Frankfurter Trainer Adi Hütter aus dem Vertrag herauskaufte. Auch unter dem Österreicher kamen die Borussen nicht wieder in die Spur, was Eintracht-Fans mit Schadenfreude zur Kenntnis nahmen und was den Sportvorstand Eberl aber zunehmend mürbemachte. Abgänge konnte er in der Vergangenheit durch geschickte Neuverpflichtungen kompensieren, aufreibend waren die Wechselspiele aber sicher trotzdem. Nun stieg der Druck in Anbetracht der sportlich überraschend herausfordernden Situation (der Abstieg droht), dazu verkündete erneut ein Leistungsträger (Nationalspieler Matthias Ginter), dass er am Ende der Saison seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern will. Das Hamsterrad, in dem Eberl über Jahre herumrannte, nahm immer mehr Tempo auf und Eberl sprang ab. Das verkündete er emotional in einer Pressekonferenz. Nun ist er weg, hoffentlich geht es ihm besser, wenn der Druck weg ist.

Samstag 12. Februar: Nordend gegen Querdenker:innen

(Daniela)

Wäre ich nicht endlich mal wieder im Waldstadion, würde ich Mareikes Tipp folgen und zum stillen Protest gehen. Die Anwohner:innen schreiben:

"Liebe Nachbar:innen,

seit Wochen treffen sich 3000-4000 „Querdenker“ samstags im Holzhausenpark, blockieren diesen für Anwohner:innen und Familien, marschieren durchs Nordend, schädigen dabei Geschäfte und Cafés und planen, das bis zum Sommer weiterzuführen. Bei diesen Demos wird auch Wissenschaftsleugnung, Demokratiefeindlichkeit und Verschwörungsglauben propagiert und wenn man genauer hinschaut, sieht man diverse Symbole von neurechten Bewegungen.

Das wollen wir im Nordend nicht! Unsere Nachbarschaft steht für Vielfalt, für Aufklärung, für Wissenschaft, für Miteinander und für eine solidarische Krisenbewältigung!

Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen und wehren uns gegen diese Vereinnahmung unseres Stadtteils. Wir wollen keine „Querdenker“ und Demo-Touristen im Nordend!

Es gibt in einer Demokratie das Recht auf eine freie Meinungsäußerung, dieses beinhaltet aber nicht, alles ohne Widerspruch aushalten zu müssen!

Mit einem stillen Protest auf dem Oeder Weg am Samstag 12. Februar, 14 Uhr vor dem Tor Richtung Holzhausenpark wollen wir den „Querdenkern“ zeigen, dass die Mehrheit nicht hinter ihren Ansichten steht.

Bitte tragt alle einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz und haltet jederzeit einen Abstand von 1,5m. Falls Ihr nicht kommen könnt oder wollt, hängt Plakate aus Euren Fenstern, an die Briefkästen, Eure Zäune oder Schaufenster.

Wir wollen nicht mehr als Kulisse für die bürgerliche Inszenierung von Neonazis und Verschwörungsgläubigen dienen!

Das Nordend bleibt bunt und solidarisch!

Wir sind Menschen aus dem Nordend – Familien, Jugendliche, Rentner:innen etc., die hier leben und denen das Nordend am Herzen liegt. Wir sind keine Partei oder Organisation, sondern Anwohner:innen dieses liebenswerten Stadtteils."

Samstag, 12. Februar und Sonntag, 13. Februar: FFM/ Dreams

(Andrea)

Meine puppenspielende Freundin Antje hat sich eine neue Geschichte ausgedacht, die ich allen mit kleinbekinderten Menschen und jenen, die der deutschen Sprache nicht so mächtig sind, unbedingt ans Herz legen möchte. Zudem: Man kann ja nicht früh beginnen mit der kindlichen Kulturbildung, erst recht in Pandemiezeiten - wir brauchen das alles so sehr, die Erlebnisse fern ab von Bildschirmen und Screens. Nun zur Story von Dreams: "Toni wacht mitten in der Nacht auf. Sie steigt aus ihrem Bett. Aber was ist das? Da ist ja Gras unter ihren Füßen. Sie schaut sich um. Ihr Bett steht mitten in einem Dschungel. Sie träumt. Sie folgt einem Schmetterling und beginnt damit eine abenteuerliche Reise durch verschiedene Traumwelten. Die Zuschauer:innen begleiten Toni durch diese musikalische Reise, die ganz ohne Sprache auskommt und somit für Groß und Klein auf der ganzen Welt geeignet ist."

Samstag, 12. Februar und Sonntag, 13. Februar, jeweils 15 Uhr; www.kellertheater-frankfurt.de/karten.php

Kellertheater, Mainstraße, Frankfurt, leider nicht barrierefrei

Noch bis Sonntag, 13. Februar: Sarah Kane-Festival-Werkschau

(Petra)

Ein kleines Festival mit großem Programm: fünf Stücke in der Reihenfolge ihres Entstehens und eine Stückentwicklung, ein Kurzfilm, eine Ausstellung inklusive Buch dazu, zwei Workshops, ein offener Schreibraum, drei Podiumsdiskussionen, ein Audiowalk, eine immersive Performance, eine Festivalparty mit Konzert, ein Podcast und – nicht zu vergessen – ein Festivalzentrum mit Suppe. Jetzt muss ich erst mal Luft holen. Worum es geht? Um Sarah Kane, eine der maßgeblichen Initiatoren und radikalsten Vertreterinnen des britischen IN YER FACE-Theaters der 90er des vergangenen Jahrhunderts: Sie erschien auf der Theaterszene wie eine Handgranate und brachte das Theater an die Grenzen des Darstellbaren und weit darüber hinaus. Anlässlich des 50. Geburtstages von Sarah Kane kooperieren 6 freie Theatergruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet und führen ihr komplettes Gesamtwerk an den Landungsbrücken Frankfurt auf. Als Werkschau, als Reihe, als Festival. Und noch viel mehr – siehe oben. Ich habe vor einiger Zeit die hier auch zu sehende Inszenierung „Zerbombt“ besucht: Keine seichte Samstagabend-Kost. Ich bin sehr berührt und leicht verstört, mit vielen bösen Bildern im Kopf, aus den Landungsbrücken rausgegangen. Doch auch das muss Theater meiner Überzeugung nach: Aufrütteln und erbarmungslos mit der miesen Realität konfrontieren, damit sich etwas ändert. Seid mutig und schaut vorbei.

20.21 KANE INNEN – DAS FESTIVAL, Ort: Landungsbrücken Frankfurt, Adresse: Gutleutstraße 294, das komplette Programm, Tickets, HINWEIS: alle Inszenierungen beschäftigen sich mit sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt, Rassismus, Suizid und psychischen Erkrankungen!

Sonntag, 13. Februar: Of/ Respect

(Andrea)

Achtung! wegen Großer Nachfrage zeigen wir RESPECT über Aretha Franklin auch am Sonntag, den 13.Feb. Einlass 14h Beginn 15h

Für meine Beerdigung wünsche ich mir u.a. "Say a little Prayer" (über was Frau sich manchmal Gedanken macht - letzte Party eben. Aber, hey, welcher Song wäre es bei Euch? Schreibt doch mal: ausgehen-in-offenbach@web.de Ach, außerdem will ich ins Mittelmeer), seit Jahren mein unangefochtener Number One und immer gute Laune verbreitender Song. Über Aretha weiß ich gar nicht so schrecklich viel, daher möchte ich heute gerne in den Filmklubb, da läuft "Respect": "Sie war die "Queen of Soul", eine politische Aktivistin, Vorbild für so viele große Künstlerinnen: Aretha Franklin. Doch Ruhm und der ganze Glanz des Showbusiness konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie in ihrem Leben schon früh traumatisierende Erlebnisse hat, die sie ihr ganzes Leben lang wie Dämonen begleiteten. Das Biopic über das bewegte Leben und die unvergleichliche Kunst der Sängerin und Komponistin Aretha Franklin begeistert durch die mitreißende Musik und Jennifer Hudsons schauspielerische und gesangliche Tour de Force. www.youtube.com/watch?v=DeziZdvafiMa Corona-bedingt gilt im Filmklubb die 2G-plus-Regel mit einem verpflichtenden negativen Test auch für Genesene und Geimpfte. Personen, die bereits eine (dritte) Auffrischungsimpfung erhalten haben, müssen bis auf Weiteres keinen negativen Testnachweis vorlegen.

Filmklubb
Isenburgring 36 HH
Offenbach
Nicht barrierefrei

bis 13. Februar: FfM / Winterwerft

(Andrea)

Once again, auf die Bewohner:innen der Orberstraße ist Verlass und ich liebe diesen wilden Kosmos aus Theater, Kunst, Musik und Tourbetrieb. Wer sie nicht kennt, die antagons und protagons: Das sind die, die jedes Jahr, und auch in den vergangenen Jahren unter pandemie-Bedingungen, die Sommerwerft an der Weseler Werft durchführen. Jetzt ist es kalt und deshalb, na klar, laden sie vom 03.-13.02. zur Winterwerft, also acht Tagen mit Theater, Tanz, Performance und mehr. Hier auf dem protagon Kulturgelände im Frankfurter Osten sowie online im Livestream. Freut euch auf antagon theaterAKTion (GER), DAH Teatar (SRB), Brama Teatr (POL), Insectotropics (ESP), Regula contra Regulam Teatro (ITA), Derevo (GER/RUS), Kud Ljud (SLO), Teatro Strappato (ESP) und die eine oder andere wilde Überraschung. Was geschieht, wenn wir vor den großen Krisen unserer Zeit einmal den Blick senken und wieder in der Gegenwart ankommen? Uns auf die Knie begeben, die Hände in die Erde stecken und nach den Wurzeln tasten, für die uns das Gespür vor vielen Jahrhunderten abhandengekommen ist? Nach den feinen Verbindungen und Netzwerken in die wir als Teil dieser Erde eingebunden, verwickelt und verknotet sind, ganz egal, wie viel Mühe wir uns geben, sie zu zerreißen? Unter dem Motto ENTANGLED wollen wir es mit der Winterwerft 2022 wagen, die Krone der Schöpfung einmal neben uns ins Gras zu legen und versuchen, uns als innigst und intimst verwobenen Teil dieses multidimensionalen, arten- wie generationenüberspannenden Netzwerkes des Lebens zu sehen. Schließt euch an, kommt in den Kreis – wir brauchen jede einzelne. Wie genau die Winterwerft schließlich aussehen, auf welchen Kanälen wir mit euch teilen und in Dialog treten können, ist abhängig von der pandemischen Lage. Wir beobachten die Entwicklung genau und teilen aktuelle Informationen zeitnah mit euch hier und auf www.winterwerft.de. Dieses Festival wird von Protagon e.V. organisiert.

Winterwerft
Orber Straße 57
Frankfurt und online 
https://winterwerft.de/

Montag, 14. Februar: FFM/ Diaspora

(Andrea)

"Denken ohne Geländer", das war das Motto der wertgeschätzten Hannah Arendt und gibt den Takt der Reihe im Jüdischen Museum vor. Gastgeber ist der ebenfalls geschätzte, nach wie vor wunderbar sperrige Michel Friedmann und klar, dass ich, weil die Tickets verlost werden, mich zumindest schon mal in den Topf geworfen habe. Wünscht mir Glück! Ansonsten bietet das Museum glücklicherweise einen Stream an, aber nach all den Monaten in der digitalen Welt wäre ich froh, in der eigens geschaffenen Sitzskulptur von Tobias Rehberger nicht sitzen, aber zumindest nah dran zu sein: "Am 14. Februar begegnet Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, der Gastgeber der Reihe, im Foyer des neuen Lichtbaus der Direktorin des Berliner Instituts empirische Integrations- und Migrationsforschung sowie Leiterin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung Prof. Dr. Naika Foroutan. Im Zentrum des Gesprächsabends steht ein Wort, das die jüdische Existenz seit knapp 2000 Jahren kennzeichnet und von besonderer Bedeutung für jüdische Kulturen weltweit ist: Diaspora. Eintritt frei; begrenzte Teilnehmerzahl; die Plätze werden eine Woche vor der Veranstaltung verlost. Schreiben Sie bitte eine Mail an: besuch.jmf@stadt-frankfurt.de.Das Gespräch wird auch live auf dem YouTube-Kanal und der Facebook-Seite des Museums übertragen."

Jüdisches Museum
Frankfurt
und online

Mittwoch, 16. Februar: Of/ Quo vadis Aida?

(Andrea)

Ich freue mich schon sehr auf den heutigen Mädels-Abend, wir gehen in den Filmklubb und schauen uns "Qua vadis Aida?" an, der Film steht schon länger auf meiner Liste: "Bosnien, Juli 1995. Der Film erzählt von nur wenigen dramatischen Tagen im Leben einer Frau, deren Schicksal für das einer ganzen Generation von Frauen steht, die den Krieg in Bosnien überlebt haben. Aida (Jasna Ðuriči) ist Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Als Dolmetscherin in den Verhandlungen hat Aida Zugang zu entscheidenden Informationen. Sie versucht dabei Lügen und Wahrheiten auseinanderzuhalten, um herauszufinden, wie sie ihre Familie und ihre Mitbürger*innen retten könnte." Corona-bedingt gilt im Filmklubb die 2G-plus-Regel mit einem verpflichtenden negativen Test auch für Genesene und Geimpfte. Personen, die bereits eine (dritte) Auffrischungsimpfung erhalten haben, müssen bis auf Weiteres keinen negativen Testnachweis vorlegen. Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr

Filmklubb
Isenburgring 36 HH
Offenbach
Nicht Barrierefrei
Reservierung unter nic@filmklubb.de (UNBEDINGT!!!) 
Es werden Speisen und Getränke angeboten

Donnerstag, 17. Februar: Transformation(en)

(Martin)

Bühne für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung
# 5 – Zwischenfazit

Schauspiel Frankfurt

Der Anschlag in Hanau jährt sich am 19. Februar 2022 zum zweiten Mal.

Die Podiumsveranstaltung »Hanau – (K)ein Anschlag auf uns alle« zum ersten Jahrestag wurde zum Ausgangspunkt für die Reihe »Transformation(en)« in dieser Spielzeit.

In persönlichen Gesprächsabenden verhandelten die Teilnehmenden Aspekte von Zugehörigkeit und Teilhabe in der Migrationsgesellschaft, jüdische Gegenwart(en) zwischen Realität und Projektion, politische Rollen und die Frage, wie eine kommunale Verwaltung eine diverse, demokratische Gesellschaft organisieren kann.

Dieser Abend will nun ein Zwischenfazit ziehen. Wie verliefen die bisherigen vier Runden? Welche Erkenntnisse zeigten sich dort mit Blick auf die unterschiedlichen Strukturen, die beleuchtet wurden?

In einer gemeinsamen Runde mit den Gastgeber:innen der Abende sollen daran anknüpfend Wege für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung überlegt werden. Wo liegen gemeinsame, aber auch unterschiedliche Interessen und Ansätze und wie kann man diesen gesellschaftlichen Prozess solidarisch gestalten?

Mit: Harpreet Cholia, Sabena Donath, Azfar Khan, Hibba Kauser; Hadija Haruna-Oelker(Moderation).

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/transformationen-5/640/

Donnerstag, 17. Februar um 19.30h
Schauspiel Frankfurt/Großes Haus

Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt    

Donnerstag, 17. – Samstag, 19. Februar: Generalpause

(Martin)

Matter of Facts Studio/Glogowski/Hoesch
Künstlerhaus Mousonturm

Eine Generalpause in der Musik meint ja, dass unerwartet alles aufhört und hat so auch den Zweck, bei den Zuhörer*innen die Spannung zu erhöhen und auf den Höhepunkt hin zu führen.

Jetzt zeigen Matter of Facts Studio/Glogowski/Hoesch im Mousonturm einen ganzen Abend mit dem Titel ‚Generalpause‘ – könnte also ein Abend der Höhepunkte werden!?

Was geschieht, wenn alles pausiert? Menschen und Dinge, gemeinsam? Wer oder was übernimmt dann die Hauptrolle? In ‘Generalpause’ besiedelt ein raumgreifendes Dickicht aus Metall die Bühne, zusammen mit einem Ensemble tradierter Instrumente und ihrer kühn abgewandelten Verwandten. Dazwischen bewegen sich Menschen, im steten Kontakt zwischen Körpern und Dingen entstehen Klänge, entwickeln sich Rhythmen, fängt alles an zu grooven. Klänge und Licht verbreiten und übertragen sich, als Teilchen und Wellen, funzelnd, glimmend, leuchtend, strahlend, verbinden sich mit dem Rauschen, Krachen, Schlagen, Kreischen, Surren und Zirpen der Dinge. ‘Generalpause’ ist eine bewegte Suche nach neuen Bildern des gemeinsamen Musizierens, der körperlichen Arbeit an und mit der Musik, der dynamischen Allianz von Menschen und Dingen beim Handeln und Pausieren. Eine Konzert-Performance, choreografiert für alle Sinne.“

Hier gibt’s einen Trailer: https://vimeo.com/669125845

Und hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/generalpause/

Künstlerhaus Mousonturm / Solidarisches Preissystem

Foto: © Homepage Künstlerhaus Mousonturm

VORSCHAU
Freitag, 18. Februar: Reich des Todes / Rainald Goetz

(Martin) 

Schauspiel Köln/Düsseldorfer Schauspielhaus
Stream des Monats bei nachtkritik.de

Der Kölner Stadtanzeiger schrieb nach der Premiere: ‚Eine Offenbarung‘ und die Süddeutsche Zeitung nannte den Abend ‚Eine geglückte Überforderung‘. Rainald Goetz ist harte Kost, das wissen alle, die sich noch an die legendären Inszenierungen hier im Bockenheimer Depot erinnern – lange, lange ist’s her…

Schauspiel Köln schreibt: „Das neue Stück von Rainald Goetz trägt im Titel ein Zitat aus dem Glaubensbekenntnis: »Reich des Todes«. In diesen imaginierten Hades ist der Autor hinabgestiegen, wo er sein Personal von einem Bruch in der Zivilisationsgeschichte berichten lässt. Rainald Goetz ist als Schriftsteller auch immer ein Chronist der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit, ein Autor, der die Zeit, die er beschreibt, umwandelt in seine »Ich-zeit«, wie es Maxim Biller einmal genannt hat – in die künstlerische Begreifbarmachung des eigentlich Geschehenen. In »Reich des Todes« ist dies die Geschichte des historischen Niedergangs nach dem 11. September 2001. Goetz und sein Personal aus Politik, Militär, Jurisprudenz, aus Strippenziehern, Folterknechten und Geschundenen erzählen von der Zeitenwende, die die Anschläge von 2001 einleiteten. Sie erzählen vom langen Schatten, den die brennenden WTC-Türme warfen und in dem sich Überwachungsstaat, Staatsfolter und maßloser Machtmissbrauch Bahn gebrochen haben.

Eine Erzählung von dem Bruch mit allem, was uns als Gesellschaft vermeintlich ausmacht – geworfen in die Goetz’sche Assoziations- und Verknüpfungsmaschine, die virtuos und glasklar das Böse im Menschen als Konstante beschreibt, über alle historischen und geographischen Grenzen hinweg.“

Hier ein Trailer: https://www.schauspiel.koeln/download/3663/reich_des_todes___trailer___d_haus___schauspiel_koeln.mp4

Nachtkritik zeigt diese Inszenierung als Stream des Monats am Freitag, 18. Februar um 18.00h; um 21.00h folgt ein Nachgespräch mit dem Regisseur auf nachtkritik.plus.

Hier geht’s zu nachtkritik/nachtkritik.plushttps://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=20570:stream-des-monats-februar&catid=1851&Itemid=101009

Stream des Monats bei nachtkritik.de

Foto: © Thomas Rabsch

Freitag, 18. Februar: Here we Are-Vernissage

(Petra)

Die Fotos lassen mich sofort innehalten: Formationen des Protests gehören gerade sehr zum alltäglichen Erleben. Doch hier bin ich erstaunt, verwirrt, neugierig: Im Kunstverein Familie Montez protestiert jetzt anscheindend die Kunst – und das vielfältig. Montez-Macher Mirek ist natürlich auch dabei. Genau genommen interpretiere ich gerade ziemlich verwegen: Wie und weshalb oder einfach mal aus Prinzip, um den bekannten Proteststarken etwas entgegenzusetzen, als kreative Formate zum Zeitgeist oder wegen der Freiheit der Kunst: ich weiß es nicht. Die Ankündigung des Termins ist jedenfalls kryptisch. Und ich weiß ebenso nicht, weshalb die Vernissage vom letztem Freitag auf heute verlegt worden ist. Teil der Inszenierung? Sind meine Worte bloß Fake News? Das hilft nur eins: Hingehen, anschauen und vielleicht ein paar neue Impulse oder einen Perspektivwechsel mitnehmen.  

Here we Are / Pictures for the people to look at with their eyes" - Ausstellung, mit: Paul Hirsch (Skulptur), Kerstin Krone Bayer (Zeichnungen), Ericson Krüger (Collage/ Skateboards), HaRu Neidhardt (Video-Installation), Pictures For People To Look At With Their Eyes, Ben Gencarelle (Malerei und Zeichnung), Einführung: Ulrike Gencarelle, Uhrzeit: 18 Uhr, Eintritt: frei, 2Gplus, Ausstellung bis 08. März

Freitag, 18. bis Sonntag, 20. Februar: WIR SIND HIER. Festival

(Petra)

Zeit für Erinnerung und dringende Fragen unserer Zeit: In der zweiten Ausgabe von WIR SIND HIER stehen die Entwicklung antirassistischer Arbeit in Politik, Literatur und Gesellschaft, der Zusammenhang von Frauenfeindlichkeit und Rassismus, das Schreiben von Literatur nach Ereignissen wie dem Mordanschlag von Hanau 2020 und das Vererben und Ererben von Migrations-geschichten im Fokus. In den Diskussionen und Lesungen mit Autor*innen und Journalist*innen zeigt sich die Vielfalt aktueller deutschsprachiger Literatur: Hier erhalten Menschen Raum, die selbst aufgrund ihrer Arbeit, aufgrund ihres Geschlechts, ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Herkunft oder Religion Opfer von Diskriminierung sind.  

Foto: Mirrianne Mahn©Katherina Dubno

WIR SIND HIER. Festival für kulturelle Diversität - Hybridveranstaltung, mit Shida Bazyar, Teresa Bücker, Asal Dardan, Lena Gorelik, Dilek Güngör, Dunja Hayali, Hasnain Kazim, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Emilia Roig u.a., Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Eintritt: Saalticket 7 (4) Euro, Streamingticket 5 Euro, Streaming-Pass (für alle vier Veranstaltungen) 10 Euro / Streaming-Abo 50 Euro (20 Veranstaltungen), Tickets gibt's hier, weitere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen: bitteschön! 

 

 

Samstag, 19. Februar (Premiere): Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Nach den Romanen von Édouard Louis
Freies Schauspiel Ensemble - Titania

Ende November des vergangenen Jahres war er in Frankfurt und hat im Schauspiel sein neues Buch ‚Die Freiheit einer Frau‘ vorgestellt: Édouard Louis! Zu erleben war natürlich der erfolgreiche Autor – und gleichsam ein 100% sympathischer Mensch!

Die FR schrieb anlässlich der Lesung: „Von Anfang hat Louis das eigene Leben thematisiert und sich damit nicht nur Freunde gemacht. „Fiktion ist nichts für mich“, erklärt er. Vor allem das Autobiografische könne politische Kraft entfalten. Wenn es um das wahre Leben geht, sei man mit der Realität konfrontiert und könne den Kopf nicht wegdrehen.“

Und dieser Anfang seines literarischen Lebens, ‚Das Ende von Eddy‘ und ‚Wer hat meinen Vater umgebracht‘ sind Gegenstand der neuen Premiere im Titania:

„‘[W]as ich schreibe, was ich erzähle, folgt nicht den Erfordernissen der Literatur, sondern denen der Notwendigkeit, der Dringlichkeit, denen des Feuers‘. Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

In einer Bühnenfassung für zwei Schauspieler und ein Schlagzeug inszeniert Bettina Kaminski beide Texte als eine explosive Untersuchung dessen, wie sich die Politik in die Körper von Menschen einschreibt – im Falle von Louis’ Vater, indem man sie durch Arbeit zugrunde richtet. Nicht zuletzt stellen Text und Inszenierung ein Ideal von Männlichkeit in Frage, dessen Kehrseite Gewalt, Hass auf Homosexualität, sowie die Unterdrückung der eigenen Emotionen bedeutet. Ein Stück, das sowohl Zärtlichkeit als auch Wut ihren Raum gibt.“

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy

Samstag, 19. Februar (Premiere) um 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Weitere Vorstellungen: 20. und 25. – 27. Februar, 11. – 13. März

Foto: © Moritz Buch

Samstag, 19. Februar: Of/ Waggon streicheln

(Andrea)

Legt Euch doch jetzt schon mal ein paar Schmuddelklamotten zum Streicheln bereit: "Im März geht es im Waggon wieder los, deshalb wollen wir im Februar den Waggon wieder aufhübschen. Dazu werden wir ein Waggonstreicheln am 19.02. oder am 26.02. machen. Wir gucken auf das Wetter: 10 Grad sollten es schon sein. Wer ist dabei? (Streichen, kaputte Plattformen ersetzen, zweite Marquise anschauen, kaputte Bretter in der Plattform ersetzen - wir haben zu tun :-)"

Waggon am Kulturgleis
Offenbach

Samstag, 19. Februar: #saytheirnames

(Andrea)

Zwei Jahre ist es heute her, dass ein Rassist in Hanau rumballerte und Menschen tötete. Ich war danach ziemlich sprachlos, Rassismus hier? In Rhein-Main? Gibt es den nicht nur im, sorry, Osten? Nein, hier und in der Mitte der Gesellschaft. Und weil wir hier auch eine Menge Babos und Shishabars haben oder irgendeinem Irren irgendetwas anderes nicht passt, gilt: Klare Kante gegen Rassismus. "In Gedenken an Fatih, Ferhat, Gökhan, Hamza, Kaloyan, Mercedes, Said Nesar, Sedat und Vili. Das sind die Namen der neun Menschen, die der Attentäter von Hanau aus rassistischen Motiven getötet hat. Es sind die Namen der jungen Menschen deren Tod Menschen weit über Hanau hinaus bewegt. Diese Namen sollen den Namen des Attentäters überschatten. Aus diesem Grund werden in den sozialen Medien die Namen und Fotos der Ermordeten geteilt Inzwischen hat die Amadeu-Antonio-Stiftung Informationen und Hintergründe zu den Ermordeten zusammengetragen: „Trotz all der wichtigen Diskussion um den rassistischen Anschlag in Hanau am 19.02.2020 darf das Gedenken an die Opfer nicht in den Hintergrund geraten. Ihre Namen sind die, die im Gedächtnis bleiben sollen.“ Aus diesem Grund werden unter dem Hashtag #SayTheirNames vor allem auf Twitter, Instagram und Facebook Posts mit den Namen der Opfer veröffentlicht. Auch Demokratie Leben Hanau möchte hierzu einen Beitrag leisten. Unter www.saytheirnames.de planen wir eine gemeinsame Aktion, die am 19.02. der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Wir bitten euch schon jetzt um Mithilfe, denn jeder kann mitmachen und das Gedenken an die Opfer hochhalten. Gerade in der aktuellen Zeit, in der persönliche Anteilnahme und persönlicher Kontakt stark eingeschränkt sind, können wir mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und den Familien und Freunden der Opfer unsere Aufmerksamkeit geben. In Gedenken, in Trauer und als Mahnung, dass so etwas nie wieder passieren darf. Ladet euch das Schild von unserer Homepage herunter und schickt uns euren Beitrag an .

Bis 27. März: OF/ Bernd Rosenheim

(Andrea)

Der gebürtige Offenbacher Bernd Rosenheim ist ein echter Tausendsassa und beeindruckt als Bildhauer und Maler, im öffentlichen Raum sind seine bewegten Großplastiken, Wandmalereien und gestalteten Glasfenster zu bestaunen. So kennt beispielsweise jeder Offenbacher etwa die imposante Skulptur »Flamme« vor dem Rathausgebäude. Auch international ist der Name Rosenheim ein Begriff. Sein Schaffensdrang beschränkt sich nicht nur auf die Kunst, auch Fernsehdokumentationen, Buchprojekte und eine hauseigene Stiftung zieren die Vita des Multi-Talents. 

Haus der Stadtgeschichte
Herrnstraße 61
Offenbach

Donnerstag, 17. März: „Aufgeben ist keine Option“

(Martin)

60 Jahre Amnesty International /
50 Jahre Amnesty Frankfurt

Schauspiel Frankfurt

Das ist zwar noch eine Weile hin, da aber die Tickets vermutlich schnell weg sein werden, hier als Kaufempfehlung der Hinweis!

 Ein ‚Bunter Abend‘ – das trifft es nicht ganz, aber doch ein bisschen, schaut man sich die illustre Gästeliste an!

Mit viel Musik, Theater und Comedy wird der runde Geburtstag gefeiert. Die Gäste erzählen von den Anfängen der Menschenrechtsarbeit, diskutieren über Schwierigkeiten der Gegenwart und zukünftige Fragen, die uns als Gesellschaft herausfordern.“

Mit Ahmad al Ahmad (Comedian), Markus N. Beeko (Generalsekretär Amnesty Deutschland), Dariush Beigui (Kapitän der luventa 10), Gerhard Bereswill (Polizeipräsident Frankfurt), Constanze Kurz (Chaos Computer Club), Mirrianne Mahn (Antirassismus-Aktivistin), Dieter Maier (Chile-Experte), Gerardo Villagra (ehem. politischer Häftling), Tarek Al-Wazir (stellv. Ministerpräsident) u.v.a. MODERATION Thelma Buabeng

Tickets ab 10.2. hierhttps://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/amnesty-international/689/

 Donnerstag, 17. März um 19.30h
Schauspiel Frankfurt im Großen Haus

Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt

Donnerstag, 07. April: Ein Literaturstar in Frankfurt

(Petra)

Ich weiß, dass jetzt einige Augen leuchten und manches Leser*innen-Herz höher schlagen dürfte: Ein internationaler Star, der besonders berührt, kommt mit einem neuen Roman. Karl Ove Knausgård. Er ist Norwegens berühmtester Gegenwartsautor. Oder: OMG! Sein sechsbändiges, rücksichtslos autobiografisches Projekt wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Nun erscheint im Luchterhand Verlag, übersetzt von Paul Berf, ein neuer Roman von Karl Ove Knausgård: „Der Morgenstern“. Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch etwas scheint aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Aus der Sicht von neun Menschen während einiger Hochsommertage erhalten wir Einblicke in eine aus dem Gleichgewicht geratene Welt. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel, den auch die Wissenschaft nicht wirklich erklären kann. Verheißt er Gutes oder steht Böses bevor? Das Gespräch in deutscher und englischer Sprache führt Andreas Platthaus. 

Foto: Karl Ove Knausgård©Sølve Sundsbø for D2 

Karl Ove Knausgård: Der Morgenstern, Lesung, Moderation (dt./engl.): Andreas Platthaus (F.A.Z.), Ort: Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt, Adresse: Neue Mainzer Straße 17, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: 18 (12) Euro, Tickets bekommt Ihr ab sofort hier


Powered by TYPO3 and direct_mail, supported by jweiland.net.

Du erhältst diesen regelmäßigen Newsletter, da Du Danielas Ausgehtipps abonniert hast.
Wenn Du diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchtest, kannst Du Dich hier abmelden.