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| 23.12.2022 |
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Letzte Ausgabe

So, Ihr Lieben,
wie immer bin ich freitags in totaler Hektik. Ich muss noch zum Zahnarzt, dann steht noch eine Chorprobe an, danach will ich noch schnell ins Lucille auf der Friedberger Landstraße, denn da ist heute Abend eine kleine, öffentliche Weihnachtsfeier und der Baum sollte dann auch noch stehen. Eigentlich will ich heute Abend ja auch noch zu JESUS D’ AMOUR GEB. 0 ins Theater Willy Praml. Aber schon beim Schreiben merke ich, dass das irgendwie nicht hinhauen wird und ich wir ja auch für die kommenden Tage einiges vorhaben.
So gehen wir morgen natürlich zum Mittagsschobben ins Gemalte Haus und anschließend zum Glockengeläut & gemeinsamen Singen auf den Römerberg und am 1. Weihnachtsfeiertag freuen wir uns auf das Konzert von GASTONE & FRIENDS im Fortuna Irgendwo. Und „Zwischendurch“ stehen natürlich auch diverse Familientreffen an für die noch so unglaublich viel gekocht werden muss... Und neben all dem Gewusel und Aktivitäten freue ich mich auf den Boxing Day, der, seitdem ich Uwe kenne, fester Bestandteil unserer Weihnachtsrituale ist und sollte irgendwo noch eine Lücke sein, will ich Uwes Serientipps schauen, die er für Euch zusammengestellt hat.
Im Namen des gesamten Teams bestehend aus Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün, Erik Düwel und Uwe Schwöbel wünsche ich Euch erholsame und stressfreie Feiertage und einen guten Start in ein hoffentlich friedlicheres Jahr.
Wir melden uns am 5.1. wieder, bis dahin: lebt wild!
Daniela
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.
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ZU GEWINNEN
Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)
2 x 2 Gästelistenplätze für das Weihnachtskonzert von GASTONE & FRIENDS am 25.12. im Fortuna Irgendwo. Gewinnfrage: Was empfiehlt Martin für den 19.1.?
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ZU GEWINNEN
3 x das neue Buch von Matthias Arning: „Radler‘s Traum“. Gewinnfrage: Wieviele Fahrradstellplätze sind seit August 2019 in Frankfurt entstanden? (Es lohnt ein Blick in: https://www.radfahren-ffm.de)
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ZU GEWINNEN
Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!
2 x 2 Gästelistenplätze für Wladimir Kaminer am 4. Januar in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Einmal durchgezählt, wieviel unterschiedliche Kalender-Empfehlungen haben sich in dieser Ausgabe versammelt?
2 x 2 Gästelistenplätze für Barock am 6. Januar in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wie heißt die Sendung von Roberto C. nochmal, die ich mir unbedingt auch mal wieder anschauen muss?
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GEROLLTES über das WM Finale

(Uwe)
Die WM ist vorbei, Argentinien schlug Frankreich in einem mitreißenden Spiel und ist nun Weltmeister. Die beteiligten argentinischen Spieler (und natürlich Trainer Scaloni) dürfen sich nun ihr ganzes Leben „Weltmeister“ nennen, ihr Land muss diesen Titel in dreieinhalb Jahren bei der nächsten WM in USA, Kanada und Mexico verteidigen. Das ist seit der WM 1962 nicht mehr gelungen, was in der Regel daran lag, dass die WM früher abwechselnd in Europa und Amerika stattfand und der Sieger vom gastgebenden Kontinent kam (Ausnahme Brasilien mit Pele 1958 in Schweden). Seit 2002 (2002: Japan & Süd Korea, 2010: Süd Afrika & 2022: Katar) dürfen auch andere Kontinente Weltmeisterschaften ausrichten, das hat den Titelverteidigungsfluch aber nicht durchbrochen. Mit Deutschland gewann in 2014 erstmals eine europäische Mannschaft in Amerika (Brasilien), scheiterte vier Jahre später aber sang- und klanglos auf dem heimischen Kontinent (= Russland) in der Vorrunde. Dort gewann Frankreich, das nun in Asien (Katar) das Finale gegen eine Mannschaft aus Südamerika verlor. Vielleicht fehlt Weltmeistermannschaften, in denen die mehr als die Hälfte der Spieler bereits Weltmeister sind einfach etwas der letzte Wille, vielleicht machen Trainer den Löw-Fehler und vertrauen zu lange auf dieselben Spieler oder hängen zu sehr an festgefahrenen Abläufen …. „Vielleicht fehlte den Franzosen aber einfach nur Pogba“ (Anmerkung: der großartige Spieler war wie Top-Stürmer Benzema verletzt) und Recht hat er damit.
Ich bin eh kein besonderer Freund von Titelverteidigungen, weil die Gefahr besteht, dass ein Wettbewerb schnell langweilig wird, wenn es einen Seriensieger gibt (siehe FC Bayern München in der Bundesliga). Daher drückte ich am letzten Sonntag eher den Argentiniern die Daumen, auch wenn ich mit deren eher ruppigen, emotionalen und teilweise provozierenden Spielweise – ähnlich ist es ja bei den Uruguayern – nichts anfangen kann. Ich liebe eher hochwertigen Fußball, einen wie ihn Bernd Schuster, Xavi oder Dennis Bergkamp spielten. Spielerisch haben die Argentinier entgegen jeder Erwartung aber mehr Glanzpunkte setzen können als die vom Papier her deutlich besser besetzten Franzosen. Sie waren das bessere Team als die französische Nationalmannschaft, die so unglaublich viel Talent in ihren Reihen hat. Was sind insbesondere Mbappe und Tchouameni für unfassbar gute Fußballer und wie herausragend ist der wunderbare Kolo Muani, der bei der Eintracht spielt (wahrscheinlich leider nicht mehr lange). In jedem Fall ist er viel besser als der alte Giroud, der bei diversen Topclubs spielte und spielt, aus meiner Sicht aber nie ein Topstürmer war, für den ihn Trainer Deschamps während der WM häufiger einwechselte. Im Finale, bei einem 0-2 Rückstand bereits vor der Pause. Kolo Muani half kräftig dabei mit, dass die Franzosen „zurück“ kamen, verpasste aber quasi mit dem Schlusspfiff der zweiten Verlängerung den entscheidenden Treffer. Den parierte Argentiniens etwas nerviger Torwart Martinez glänzend und rettete damit seine Mannschaft ins Elfmeterschießen.
Besonders getroffen hätte ein später, entscheidender Torerfolg Frankreichs Lionel Messi, der seine große Karriere unbedingt mit dem Weltmeistertitel krönen wollte. Mit 35 nutze er nun seine letzte Chance. Er wurde von Jüngeren aber nicht durchgeschleppt durch das Turnier und das Endspiel, sondern leistete einen erheblichen Beitrag zum Titelgewinn. Aber natürlich hat er das Turnier nicht allein gewonnen, Argentiniens Mannschaft war wirklich ein Team. Ihm bleibt durch den Titel als einer der größten Spieler aller Zeiten der Makel erspart, unvollendet geblieben zu sein. Ob er nun der Größte Spieler aller Zeiten ist, größer als Pele, Maradona oder Zidane? Muss man die unbedingt in eine Reihe bringen? Ich denke nicht. Was den Argentinier durch ihren Sieg erspart blieb, war der peinliche Trost von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Nach einer Niederlage braucht man nichts weniger als „aufbauende“ Worte von einem wirtschaftsliberalen ehemaligen Investmentbanker.
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Noch bis 2. Februar: Onkel Wanja

(Martin)
Anton Tschechow imSchauspiel Frankfurt
Es gibt Tickets für Onkel Wanja im Schauspiel!
Die HR2-Frühkritk sendete nach dem Premierenabend: »Tschechows Traurigkeit ist keine Tristesse, sie hält auch glückliche Momente parat und das war auch zu sehen. […] Eine sehr gute Inszenierung in der Regie von Jan Bosse und man hat dort nicht nur Tschechow verstanden, sondern auch diese typische Atmosphäre kongenial auf die Bühne gebracht. Es war auch eine sehr gute Ensembleleistung, […] Es war eine sehr ruhige Inszenierung, die ein gutes Tempo hatte – eine zwei Stunden Dauer, aber nie Längen und das Schlussbild war der Höhepunkt, das war absolut großartig. Also ein rundum überzeugender „Onkel Wanja“.«
Ich finde diesen Wanja eine großartige Inszenierung – der Abend hätte noch länger dauern können bzw. die Stimmung dieses Abends hätte ich gern noch etwas behalten.
Sonja bewirtschaftet das Gut ihrer verstorbenen Mutter gemeinsam mit deren Bruder Wanja, also ihrem Onkel, der das Anwesen verwaltet und bei dem sie aufgewachsen ist. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie das Leben ihres Vaters, der als berühmter Professor der Kunstwissenschaften in der Stadt lebt und den sein Schwager Wanja verehrt. Sonja wiederum bewundert den mit ihm befreundeten Arzt und Umweltschützer Astrow, der gegen die Ignoranz und Dummheit der Menschheit vor allem verzweifelt Wodka einsetzt. Als der Professor mit seiner neuen jungen Frau Elena zu Besuch aufs Land kommt, gerät das Leben, in dem sie sich eingerichtet haben, gründlich durcheinander. Gefrühstückt wird erst gegen Mittag, die Nacht wird zum Tag und der Alkohol fließt. Um das Chaos perfekt zu machen, verliebt sich Wanja in Elena, die sich wiederum aber vor allem für Astrow interessiert. Die Stimmung wird explosiver, und in einer dieser Nächte lässt der Professor die Bombe platzen: Er braucht mehr Geld für sein Leben in der Stadt und will das Gut verkaufen, deren rechtmäßige Erbin eigentlich Sonja ist. Die Lebenslügen liegen plötzlich blank, alle Stützen der fragilen Konstruktion brechen zusammen. Wofür hat man sich die letzten Jahre aufgeopfert? Gibt es einen Aufbruch in eine neue, sinnvolle Zukunft?
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-12/onkel-wanja/1179/
Montag, 26. Dezember um 18.00h Freitag, 6. und Samstag, 7. Januar um jeweils 19.30h Sonntag, 22. Januar um 18.00h und Donnerstag, 2. Februar um 19.30h
Schauspiel Frankfurt / Großes Haus
Foto: © Thomas Aurin
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Sitcoms für dunkle Tage

(Uwe)
Aktuell gibt es viel zu wenig zu lachen. Krieg, Energiekrise, Inflation, schlechtes Wetter und eine zunehmende emotionale Kälte. Mein Tipp, einfach eine witzige Serie schauen (es gibt genug und die Folge einer Sitcom dauert in der Regel nur rund 20 Minuten und ist schnell weggeguckt), hier meine All-Time-Favoriten.
Braunschlag Als einzige der ausgewählten Serien keine Sitcom, dennoch ist die in der österreichischen Provinz angesiedelte Serie über einen Bürgermeister und einen Gastwirt, die der Welt eine Marienerscheinung in ihrem Ort vorgaukeln und von den Folgen überrascht werden, die witzigste aller Zeiten. Macher David Schalko ist ein Meister, danach weiterschauen: Der Zweiteiler „Die Aufschneider“ und der Film „Höhenstraße“.
Seinfeld Zwar mag ich kein Stand Up, aber die Geschichten aus dem Leben des Stand Up-Comedian Jerry Seinfeld sind sehr witzig. Weil die Gag-Schreiber die wirklich wichtigen Themen behandeln, weil die drei Freunde Seinfelds überragend besetzt sind und weil Comedy-Genie Larry David die Serie (mit)entwickelt hat.
Extras Ricky Gervais erschuf eine Vielzahl großartiger Sachen (zuerst „The Office“, aktuell „After Life“), da entscheidet der persönliche Geschmack, welche davon die Beste ist. „Extras“ hat mich zu einem Fan seines Serien-Werks gemacht, seine Stand Up Nummer sind nicht so meins, weil ich einfach Stand Up nicht mag. Ein Extra ist in der Filmbranche ein Statist und einen solchen spielt Gervais, immer auf der Suche nach einer Sprechrolle. Sein Agent steht ihm dabei eher im Weg.
Friends Die zehnteilige Sitcom über sechs Freunde aus New York war und ist kult und tatsächlich die erste, an der ich wirklich nachhaltig Gefallen fand. Chandler Bing war mein Lieblingscharakter und meine Lieblingsfolge ist „Feuerball“ aus der 5. Staffel.
The IT Crowd Die Englänger haben wirklich einen ausgezeichneten Humor. Das beweisen sie auch in IT Crowd, wo ein dreiköpfiges IT-Team in einem dunklen Keller des Firmengebäudes haust. Einer davon wird gespielt von Richard Ayoade, der einige Jahre später bei dem wunderbaren Film „Submarine“ Regie führt.
It´s always sunny in Philadelphia Ich sah nur die Langfassung der 1. & 2. Staffel, die aber mehrmals, weil ich die Gags unvergleichlich tabulos sind (Abtreibung, Kirche, Drogen und Alkoholmissbrauch von Jugendlichen) und eine ordentliche Portion Schwarzer Humor dabei ist. Keine wirklich bekannte Serie um drei Freunde und die Schwester von einem, obwohl Danny de Vito eine Nebenrolle besetzt.
Life is too short Ein weiteres Werk von Ricky Gervais, die letzte gemeinsame Serie mit seinem Co-Autoren Stephen Mergant, erzählt tabulos die Geschichte des arroganten, kleinwüchsigen Schauspielers Warwick Davids. Der, bekannt aus seiner Rolle als Ewok in der Star Wars Reihe, spielt sich in seiner besten Rolle selbst. Naja, nicht wirklich, weil ein solcher Kotzbrocken ist er sicher nicht.
30 Rock Lisa Fey und Alec Baldwin spielen, ähnlich wie bei Seinfeld, in einer Sitcom mit Bezug zur Comedyszene, nur sind hier alle Protagonisten darin verstrickt. Wie alle Serien – nicht nur Sitcoms – ist auch diese um die ein oder andere Staffel zu lang, aber sehenswert ist sie natürlich trotzdem.
The Fawlty Towers Monty Pythons bester Schauspieler, John Cleese, als cholerischer Besitzer eines kleinen Hotels. Unbedingt am Stück anschauen und bei der Szene mehrmals zurückspulen, wenn ein Gast die Unverschämtheit besitzt an der Rezeption nach einem Fernseher zu fragen um eine Dokumentation über Affen zu schauen. Die Reaktion von Cleese darauf ist ein Top 3 Moment meiner persönlichen Film- und Fernsehgeschichte.
Modern Family Wie Friends mittlerweile kult, ebenfalls zu Recht wie ich finde, weil die Alltagsgeschichten einer Familie nicht nur witzig sondern auch mit viel Herz erzählt werden. Sitcom-Legende Ed O´Neill glänzt in der Rolle als Familienoberhaupt Jay Pritchett, meine absolute Lieblingsfigur ist aber der Lebenspartner seines Sohnes, Cameron Tucker.
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x-mas-special: Mehr Kalender für 2023!

(Petra)
Wie schon geschrieben, gehören besonders schöne Wandkalender für mich unter jeden Weihnachtsbaum. Wer mit den Frankfurter Details von Silke und Till nicht zu begeistern gewesen sein sollte, für den hat Martin in der Apfelweingalerie an der Kleinmarkthalle gleich zwei tolle Alternativen: zum einen gibt es wieder den „Art meets Äppler“-Kalender, über den wir uns schon in diesem Jahr freuen konnten (einer meiner Favoriten war der Picasso mit Geripptem): wunderbaren Kunstpersiflagen von großen Meistern im hochwertigen Druck. Für eher kulinarisch Geneigte könnt Ihr einen feinen Kalender mit starken schwarzweiß-Motiven der Frankfurter Kleinmarkthalle auswählen. Der Clou dabei ist: ein Wendekalender mit zwölf Mal zwei Seiten (nicht unbedingt für sehr Unstrukturierte, die dann mit dem Jahr durcheinanderkommen;). Alles andere ganz nach Gefallen: hinten finden sich bunt-leckere Produkte, die Ihr eben in der Kleionmarkthalle einkaufen könntet, als sehr ästhetische Stills. Oder man wechselt nach zwei Wochen. Oder kocht mindestens ein Mal in der Woche das Monatsprodukt. Oder… Die Äpfelweingalerie hat noch an diesem Samstag und in der nächsten Woche geöffnet. Inklusive heißem Äppler.
Art meets Äppler-Kalender 2023 (39,50 Euro), Frankfurter Kleinmarkthalle – Wendekalender 2023 (29,50 Euro), Ort: Apfelweingalerie Frankfurt, Adresse: Kleinmarkthalle (Eingang Liebfrauenberg), Öffnungszeiten: 24.12.: 10 - 13 Uhr, 27. - 30.12. jeweils 10 - 18 Uhr, 31.12. 10 - 13 Uhr, Onlinebestellung hier: Art meets Äppler-Kalender 2023, Frankfurter Kleinmarkthalle – Wendekalender 2023
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Vorfreude auf: Theater der Welt 2023 Kauft Gutscheine!

(Martin)
Es ist noch etwas hin und vor dem nächsten Sommer liegt der Winter und das Frühjahr – aber - gute Aussichten sind doch was! Und theatralisch gesehen haben wir Mega-Aussichten auf Sensationen in 2023: Das internationale Festival ‚Theater der Welt‘ spielt sich in Frankfurt und Umgebung ab – Vorfreude ist angesagt!
Für noch mehr Theater unterm Weihnachtsbaum gibt es ab sofort die Festivalgutscheine für »Theater der Welt«. Das bedeutende internationale Theaterfestival findet vom 29. Juni bis 16. Juli 2023 in Frankfurt und Offenbach statt.
Die Sommer-Sensation 2023 für alle!
Präsentiert werden im Schauspiel Frankfurt, dem Künstler*innenhaus Mousonturm, dem Museum Angewandte Kunst sowie an weiteren besonderen Spielorten in der Region herausragende internationale Gastspiele und Premieren aus den Bereichen Theater, Tanz und Performance.
Darüber hinaus laden zahlreiche Musikevents, flirrende Partys, partizipative Projekte, innovative VR-und AR Erlebnisse zum Eintauchen in 18 einzigartige Festivaltage ein.
Jetzt schenken und schenken lassen, was man nicht versäumen sollte. Ein Geschenk mit Vorfreude-Garantie und Summer-Feeling!
Mehr zu »Theater der Welt 2023-Frankfurt-Offenbach und den Festivalgutscheinen unter theaterderwelt.de
Foto: © theaterderwelt.de
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Freitag 23. Dezember: Weihnachtsfeier im Lucille
(Daniela)
Nach der Chorprobe schaue ich noch schnell im Lucille vorbei. Mein absolutes Lieblingslokal. Sie schreiben:
Ihr Lieben, wir, Lucille und Memphis Records, möchten mit Euch das Jahr 2022 im Rahmen von unserer Weihnachtsfeier am 23. Dezember 2022 gebührend verabschieden. Es gibt Musik von den Plattentellern (Double Diamond und Mortimer Coldheart) sowie Tapas & Drinks. Lasst uns zusammen anstoßen! Ab dem 24. Dezember verabschiedenet sich das Lucille in eine kleine Winterpause
Friedberger Landstraße 100, ab 18:00 Uhr
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Freitag, 23. Dezember: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 – 2022 im 18. Jahr

(Martin)
Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes
Alle Jahre wieder… - Schon 18 Jahre wird JESUS D’ AMOUR GEB. 0 gespielt und deshalb stellt sich die Frage, ob es tatsächlich noch Frankfurter*innen gibt, die diese zauberhafte Weihnachtsgeschichtenerzählung immer noch nicht gesehen haben!?
„Die Geschichte beginnt mit zwei schwangeren Frauen. Die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Mit unglaublichem fängt der Glauben an. Zwei Knaben werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes - der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln. König Herodes hört von einem neugeborenen König, fürchtet um seinen Thron. Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht. Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt. Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Grausam beginnt die neue Zeit. Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der lüsternen Prinzessin Salome – sein Kopf wird in einer Silberschale kredenzt.“
Das Theater Willy Praml hat aus dem biblischen Bestseller eine ganz eigene und besondere Weihnachtsgeschichte entstehen lassen. Die FAZ schrieb: „Eine unerhörte Geschichte neu erzählt für Menschen von heute. Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert.“
Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=g10bxn1OirA Und hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-geb-0/
Theater Willy Praml in der Naxoshalle 23. Dezember um jeweils 20.00h.
Foto: © Rebekka Waitz
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Freitag, 23. Dezember: TITANIC BOYGROUP

(Uwe)
Was war ich früher als Kind immer nervös am Abend vor Heiligabend. Das hat sich mittlerweile gelegt, ich könnte also an diesem Freitag, dem Abend vor einem in diesem Jahr leider „nur“ verlängerten Weihnachtswochenende. Zur Titanic Boygroup, den ehemaligen Chefredakteuren der gleichnamigen Satirezeitung, Martin Sonnenborn, Thomas Gsella und Oliver Maria Schmitt, könnte ich mittlerweile unaufgeregt gehen.
Im Schnitt bleiben Titanic-Chefredakteure rund fünf Jahre in dieser Funktion, neben den drei genannten gab es noch weitere, seit diesem Jahr ist es mit Julia Mateus erstmals eine Frau. Über sich und ihr Programm schreiben sie: „… zaubern ein Lächeln auf die Gesichter ihres verhärmten Publikums. Die drei sind längst Legende: Sie wurden vom Papst verklagt, dem Bundespräsidenten und der FIFA, sie eroberten Parlamente und überlebten Terroranschläge, wurden ausgebuht, bejubelt und gefeiert. In ihrem brandneuen Programm präsentieren sie die ältesten Pointen der westlichen Welt, Geschmacklosigkeiten auf höchstem Niveau, anspruchsvolle Zoten und verbotene Witze auf Kosten unbeteiligter Dritter (Hitler, Assad, Helene Fischer) …“
Zoom. F., Carl-Benz-Str. 21 VVK 16 € zzgl. Gebühren 19:00H
Bild: Zoom
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Freitag, 23. Dezember: FFM/ Peter & The Test tube Babies
(Andrea)
Wunderbar, heilig Abend kann kommen! Was habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass Peter & the test tube babies endlich wieder die heiligen Hallen der Batschkapp rocken. Das haben sie seit ich weiß nicht wieviel Jahren immer regelmäßig und durch Corona ist man selbst da aus dem Rythmus gekommen. Wir werden also hin gehen und diesem wie immer sagenhaften Ereignis beiwohnen, traditioneller kann es kaum sein. Bühne frei für one of the best original UK punk bands!!! Einlass 19 Uhr.
Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt
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Freitga, 23. Dezember: OF/ Waggonfinale

(Andrea)
Jetzt also echt und ganz wirklich verabschiedet sich auch der Waggon am Kulturgleis in die Weihnachtsferien. MIt dem first "classic Waggonfinale" nach C. on fire. Eben ohne Einschränkungen usw., darauf weisen Georg oder Torsten (einer von beiden wars, jede Wette) nochmal hin: "- das Veranstaltungsbild ist nämlich aus einem Gif vom 23.12. 2019, das war das letzte "normale" Waggonfinale bevor im März darauf Corona einmarschierte, noch ohne Lagerfeuer draußen. Am 23.12 2020 dann, veranstalteten wir eine Online-Sauferei mit Musikbegleitung per gereihter Playlists. Von den vielen Online-Konferenzen durch die man sich während C. durchhangeln musste, war das die einzig erträgliche. Kaum eine*r verstand was gesagt wurde, man redete oder tanzte trotzdem, trank zuviel und es war nice. 2021 war das Jahr der vielen Auflagen und wir machten für die wenigen, die sich wenigstens noch mal sehn wollten und sich rauswagten ein auflagenkonformes Lagerfeuer plus heißer GinBowle. Es war traurig im Verhältnis zu dem Rummel, der es vor C. gewesen war, aber es war gut sich noch mal zu sehen. Der folgende Spätwinter zog sich lang hin und brachte ein brüchiges "back to normal" hervor. Ich finde, daran sollte man denken, an die zurückliegende Zeit des auf sich selbst zurück geworfen sein müssens & könnens. Wie wertvoll Begegnungen waren & wurden. Was es bedeutet sich wieder gemeinsam zu Musik bewegen zu dürfen. Es fehlen immer noch zuviele, die mehr auf ihre Gesundheit achten müssen und zuviele, denen das Sofa inzwischen näher steht. Der Sommer war prima, aber bei Herbst und Winter fragt man sich ob Menschen noch Musik hören, machen, sehen, tanzen wollen oder doch lieber am PC/Smartfön bleiben. Wir hoffen auf ersteres und bei aller coronösen Bedenklichkeit sollten wir nie das Motto des radikalen Dancefloor-Philosophen Dr. Adolf Schwengler, vergessen: "It*s all about the politics of bodies, sharing space and music, the only knowledge we can possibly trust." Kommt rum, unsere weltbesten local DJs freun sich auf euch, das Lagerfeuer und die heiße Ginbowle!" 20 Uhr
Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Höhe Isenburger Schloss, Offenbach
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WEIHNACHTSGESCHENKE UWE
(Uwe)
Was ich selbst verschenke, kann ich hier natürlich nicht verraten. Gute Geschenketipps sind aus meiner Sicht aber:
Natürlich die Siebdrucke von Moni Port und die Tuschezeichnungen von Philip Waechter (erhältlich im Studio Soundso in der Koselstraße).
Die beiden Bücher Der Donnerstagsmordclub & der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb: wunderbare Figuren, witzige und warmherzige Krimis über Seniorinnen und Senioren, die ermitteln vom Briten Richard Osman. Bitte kaufen in den regionalen Büchereien.
Wunderbare Schuhe von EKN Footwear (mein Favorit: das Modell Argan Mid in weiss). Sehen gut aus und sind bio, naturschonend produziert und fairtrade. Laden am Ostbahnhof, besser online bestellen, weil Laden selten geöffnet hat.
Craftbeer vom Braustil auf dem Oeder Weg (ehemalige ARAL-Tankstelle neben der Pizzeria Super Bros).
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WEIHNACHTSGESCHENKE DANIELA
Das Studio soundso von Moni Port wäre auch mein erster Tipp gewesen. Den hat jetzt aber Uwe schon drin.
Ein anderer ist der online Shop von Amelie Persson. Sie hat nicht nur den tollen Frankfurter Wasserhäuschenkalender illustriert, sondern viele weitere wunderschöne Printprodukte, wie z.B. ihre kleinen, liebevoll illustrierten Rezeptbüchlein von denen es aktuell vier Heftchen gibt: Cocktail-, Teatime-, Vegane und fantastische Geheimrezepte. (kosten nur 5,-€ pro Stück). Oder ihre schönen Frankfurt Postkarten... schaut hier: https://www.ameliepersson.com
Bild: Amelie Persson
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Und da ihr ja alle wisst, dass ich eine leidenschaftlliche 365v Tage Radfahrerin bin, muss dieses Jahr natürlich auch ein Radfahrbuch auf meine Empfehlungsliste:
„Radlers Traum Frankfurt“ trifft Tüftler & Fahrrad-Freaks, für die ihr Velo „magische Materie“ ist, und erzählt von Frankfurts verschütteten Traditionen als Fahrradstadt – Geschichten, an die man sich halten kann.
Ein Buch für alle - Radfahrer:innen in der Stadt
- die Lust haben aufs Rad umzusteigen
- alle Politiker:innen und Verkehrspalner:innen
denn es ist noch ein Stück Weg bis zur Fahrradstadt Frankfurt: Radler's Traum.
Ein Buch von Edition Frankfurter Ansichten, 19,80 Euro, im Buchladen, ISBN 978-3-00-073347-5 oder unter: info@frankfurteransichten.net
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x-mas-special * Frankfurt im Detail: Wandkalender 2023 und mehr

(Petra)
Old school? Egal: Ich mag Wandkalender. Und finde sie als Weihnachtsgeschenk großartig – also sofern es kein liebloses Standardding ist. Deshalb freue ich mich sehr, dass es zum Frankfurt Memory von Silke und Till jetzt auch den passenden Wandkalender 2023 gibt. Ein Exemplar hat es schon bis nach Australien geschafft. Aber auch leere Wände in der Rhein-Main-Region freuen sich bestimmt über die mit liebevollem Stadtexpert*innen-Blick ausgewählten Motive, angesichts derer „Eingeweihte“ reflexartig ins Grübeln darüber kommen, wo das bloß sein könnte. Alle anderen freuen sich einfach: Neben spannenden Detailaufnahmen auf der Vorderseite jedes Monats findet Ihr auf der Rückseite einige unterhaltsame Bemerkungen dazu und einen markierten Ausschnitt aus dem Frankfurter Stadtplan. Ihr könnt also selbst auf Entdeckungstour gehen! Das findet auch die Hessische Kulturstiftung super, die den „Frankfurt im Detail“-Kalender ausgezeichnet hat.
Frankfurt im Detail: Kalender 2023, Preis: 15,99 Euro, zusammen mit anderen schönen Dingen – wie Postkarten, Büchern, dem Frankfurt Memory oder Tee – entweder analog im s´Fachl (Berliner Straße 32) oder online hier
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Samstag, 24. Dezember: Frankfurter Stadtgeläut und anschließend: Gemeinsam singen!

(Martin)
„Alle Jahre wieder“ stimmt nicht ganz, denn wegen der Pandemie fiel auch das Stadtgeläut aus. Aber in diesem Jahr, wie immer: Auf zum Frankfurter Stadtgeläut! Und dann wird der Römer nicht so leer sein, wie auf dem Foto…
Für mich ist es der Auftakt in die Weihnachtstage und die dann kommende ruhige Zeit ‚zwischen den Jahren’. Das Frankfurter Stadtgeläut ist weit über die Grenzen von ‚Bembeltown’ bekannt, hat eine lange Geschichte und begeistert an Heiligabend alljährlich viele, viele Menschen.
Wenn um 17.00h die Glocken zu läuten beginnen, der Römer – anders als auf dem Foto – wieder von den Weihnachtsmarktbuden befreit ist, einem die dicke Gloriosa des Doms durch den ganzen Körper dringt, man Glühwein in der Thermoskanne und Plätzchen dabei hat, wenn Wunderkerzen angesteckt werden und man gleichzeitig genervt von den vielen Menschen und gleichwohl begeistert ist, dass einfaches Glockengeläute sie alle in die Innenstadt treibt, dann ist die halbe Stunde ‚Großes Stadtgeläute’ – 50 Glocken von 10 Kirchen - (fast zu) schnell vorbei.
Und in diesem Jahr ist’s dann erneut auch nach dem Stadtgeläut noch nicht vorbei, denn die St. Paulsgemeinde in der Alten Nikolaikirche auf dem Römerberg hat es wieder organisiert: Begleitet von einem großen Blechbläserensemble der Frankfurter Bläserschule von der Galerie der Alten Nikolaikirche und durch die Heinrich-Schütz-Kantorei mit Gästen vom Römerberg,sind alle Stadtgeläutbesucher*innen am 24. Dezember um 17.30 Uhr zum Mitsingen eingeladen.
Zwei bekannte Weihnachtslieder werden mit jeweils drei Strophen gesungen, „O du fröhliche" und „Stille Nacht“. Wer die beiden Lieder nicht auswendig kann, sollte sich zuvor die Texte auf’s Handy laden! Hier gibt’s die dazugehörenden links:
http://www.lieder-archiv.de/o_du_froehliche-notenblatt_200082.html
und:
https://www.musicfox.com/kinderlieder/texte/stille-nacht.pdf
Frankfurter Stadtgeläute an Heiligabend um 17.00h: Römer, Altstadt, Eiserner Steg. Beginn um 17.00h. Gemeinsames Singen auf dem Römerberg um 17.30h. Besser ist’s, sich beizeiten dorthin auf den Weg zu machen!
Foto: © Martin Grün
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1. Weihnachtsfeiertag: GASTONE im FORTUNA IRGENDWO
(Daniela)
Nach zwei Jahren Pause setzen wir unsere Tradition fort und gehen am 1. Weihnachtsfeiertag wieder zu Gastone. Dieses Jahr zum ersten Mal im Fortuna Irgendwo! Kauft Euch Tickets, das wird sensationell!
GASTONE ist Pasta für die Ohren! Eine Schublade für den Sound von GASTONE aufzumachen, dürfte in etwa so schwierig werden, wie den Sumpf der Mafia in Italien trocken zu legen. Kopf der Band ist Guiseppe „GASTONE“ Porrello, ein Frankfurter mit sardisch-sizilianischen Wurzeln. Seine unverwechselbare Stimme erinnert an Zigarren und Whiskey. Rau wie 30er-Schleifpapier und nicht minder eingängig. Seine Songs, in denen er für eine bessere Welt plädiert, beschreibt er selbst als Spaghetti-SKA mit einer Soße aus Weltmusik. Ein ganz besonderer Genuss, der Jung und Alt direkt in die Beine geht und zum Tanzen animiert. Sonntag / 25.12. / ab 21 Uhr
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Montag, 26. Dezember: FFM/ Rodgau Monotoes

(Andrea)
Zu den Rodgau Monotones muss man eigentlich nicht viel sagen. Außer, dass die Band wirklich schon lange, lange Zeit aktiv und immer präsent ist UND immer noch wahnsinnig viel Spaß macht. Die Texte haben nichts von ihrer Süffisant und ihrem Biss eingebüßt, kein Staubkorn trübt die Songs und wer nach all den Weihnschtsliedern, Familie und Gäsenbraten Lust auf eine Sause hat, sollte heute in die Batschkapp gehen: "Fragt man die Musiker der Rodgau Monotones nach dem Status ihrer Band, hört man Sätze wie „Wir sind ein unzerstörbarer Anachronismus“. Da klingt ein wenig Selbstironie an, auch sympathisches Understatement, vor allem aber viel Selbstbewusstsein. Schließlich ist die Band aus dem hessischen Hinterland seit 1977 unterwegs. Und das im Kern mit der selben Besetzung. Denn Sänger Peter „Osti“ Osterwold, die Gitarristen Ali Neander und Raimund Salg sowie Bassist Joky Becker und Schlagzeuger Mob Böttcher sind Gündungsmitglieder der Monotones. Worum es ihnen ursprünglich ging, daraus machen die Herren keinen Hehl. „Unsere erste Probe war geil und laut, wir ham Bier getrunken, ZZ Top geklaut ...“ setzten sie ihren Anfängen später in zwei Songzeilen ein Denkmal. Blues, Boogie und markanten Rockriffs sind sie auch in eigenen Liedern bis zum heutigen Tag treu geblieben. Im typischen „Rodgau Style“ mit treibendem Schlagzeug, einem stoischen Bass, jeder Menge fetter Gitarren, ekstatischen Gesängen und scharfem Gebläse als Bonus. Dafür sind längst Sängerin Kerstin Pfau als zweite Stimme und Saxophonist Matthias Dörsam mitverantwortlich. " Einlass 19 Uhr
Batschkapp, Gwinnerstraße 5, Frankfurt
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Dienstag, 27. Dezember: The Horst Sessions - Musik zum Zuhören oder Mitmachen

(Petra)
Voll gefressen und voller Sehnsucht nach Gesichtern, die nicht zur eigenen Familie gehören, ist der dritte Weihnachtsfeiertag reserviert für einen gemütlichen post-christmas-pre-newyears-Jam. Also zieht heute Eure neue Strickmütze von Omi an und bewegt euch ins ONO2: Ursprünglich schon für Anfang 2020 geplant, ist die Horst Session nun pünktlich kurz nach Weihnachten 2022 endlich hier gelandet. Die Idee der Horst Sessions ist es, der Vielfältigkeit, der Kreativität und der Experimentierfreudigkeit der Rhein/Main - Musikszene eine Plattform zu bieten und diese live vor einem Publikum auszubreiten. Ein Ort für Musiker und Musikerinnen, für Musikliebhaber, für Musikinteressierte, für offene Ohren und trockene Münder. Ein Ort des Austauschs, des Kennenlernens (von Menschen und Musik) und der Inspiration. Wie immer farbenfroh und voller Überraschungen, ist stilistisch alles erlaubt von AlternativeGrinchJazz bis ZierlicheNeoSoulWeihnachtsmusik. Die Session zieht nun bereits seit 2015 Gäste und Musiker von Mainz bis Würzburg an, um sich auszutauschen und gemeinsam zu improvisieren. Frederich Helbing (Gitarre), Fabian Habicht (Drums) & Friends eröffnen, danach heißt es „Bühne frei“ für Musikerinnen und Musiker.
The Horst Sessions, Ort: ONO2, Adresse: Walter-Kolb-Str. 16, Uhrzeit: 20 Uhr (Tür), Eintritt: Session-Teilnehmende frei, alle anderen: 10 Euro
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Dienstag, 27. Dezember: Of/ Die Lesebühne ihres Vertrauens
(Andrea)
Tilman Birr, Elis C. Bihn und Severin Groebner sind „Die Lesebühne Ihres Vertrauens“. Zusammen sind sie heute im Filmklubb und "verdauen hier das auslaufende Jahr für euch und scheiden es wohlriechend und gut sortiert wieder aus. Es gibt die besten Nummern, Trialoge und Lieder des Jahres featuring „Welthits auf Hessisch“. War dieser Sommer der heißeste unseres Lebens oder eher der kühlste für den Rest unseres Lebens? Wann bekommt die Haarinsel auf Friedrich Merz‘ Stirn eine eigene Talksendung? Und wann fährt Putin endlich in einem offenen Wagen an einem Schulbuchlagerhaus vorbei? All diese Fragen haben eines gemein: die Lesebühne wird Sie an diesem Abend nicht beantworten. Aber sich drüber lustig machen, das geht! www.dielesebuehne.de, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr Karten € 20.00, Reservierung unter nic@filmklubb.de
Filmklubb, Isenburgring 36 HH; Offenbach, nicht barrierefrei
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Mittwoch, 28. Dezember: FFM/ Nothern Lite

(Andrea)
Noch ein tolles Konzert und wenn das so weiter geht, ist gar keine Zeit für berühmte Besinnlickeit zwischen den Jahren. Heute spielen Nothern Lite und das ist eine echte Option: „Elektronische Tanzmusik mit Gitarren“, beschreibt Sänger Andreas Kubat den musikalischen Style seiner Band Northern Lite aus Erfurt im wunderschönen Thüringen. Im Jahr 1997 von Kubat und Sebastian Bohn ins Leben gerufen, braucht das Duo eine Weile, um seine diffusen Soundtüfteleien mit Synthesizern, Samplern, Effektgeräten und sonstigen Electro-Spielereien, die man 2001 auf ihrem düsteren Erstling „Small Chamber Works“ hört, in einen stimmigen Rahmen zu packen. Vorbilder wie Depeche Mode, Covenant, And One oder später auch De/Vision stehen bei Northern Lite sowohl musikalisch als auch bei den mit gleißenden Lightshows versehenen Live-Auftritten Pate. Auch im Remix-Bereich machen sich Kubat und Bohn einen Namen: Unter anderem stehen Songs von Schwergewichten wie Rammstein, Schiller oder Queens Of The Stone Age in ihrer Produzenten-Vita. 25 Jahre Bandgeschichte und 14 Alben: Northern Lite haben jede Menge musikalische Erfahrung und dennoch ist jetzt alles ein wenig neu, denn Sänger Andreas Kubat singt zum ersten Mal auch auf Deutsch. Ihr Neopop-Sound bleibt – wie bei diesem Trio üblich – vielfältig." Einlass 19 Uhr
Batschkapp, Gwinnerstraße 5, Frankfurt
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Donnerstag, 29. Dezember: U-BAHN KONTROLLÖRE IN TIEFGEFRORENEN FRAUENKLEIDERN

(Uwe)
30 Jahre Hardcore A Capella
Am 29. Dezember abends bin ich leider bereits mehrfach verabredet, daher kann ich nicht zum „Hardcore a Capella“-Quintett ins Zoom gehen. Sechs Alben veröffentlichten Matthias Keller, Filippo Tiberia, Oliver Hartstack, Harry Bannoehr und Sebastian Rajkovic bis 2007, 2009 gaben sie ein Abschlusskonzert auf der Woogwiese und lösten sich auf. Glücklicherweise traten sie ab 2012 wieder gemeinsam auf. Über ihre Entstehungsgeschichte schreiben sie auf ihrer Homepage (über sich) „… schnell wird deutlich, dass sich keiner der Fünf zum konventionellen, braven a cappella in Frack und Zylinder berufen fühlt. Sie sind Praktiker, keine Akademiker und wollen in erster Linie Ihren Spaß haben. So zieht das noch namenlose Quintett nach den Proben durch die Frankfurter Kneipen und testet das erarbeitete Material unter Live-Bedingungen …“ (über den Namen) „…. zwei Stunden vor Showbeginn wird immer noch fieberhaft debattiert. Schließlich wählt man das nächstbeste Zitat aus der Textbeilage einer Langspielplatte: „U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern“. Ein Arbeitstitel, nur für diesen einen Auftritt ...“ Die Grundeinstellung, den Witz und den Namen haben sie bis heute behalten.
Zoom. F., Carl-Benz-Str. 21 VVK 29,20 € zzgl. Gebühren 20:00H
Bild: Zoom
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Mehr Engagement 2023? Gute Vorsätze NOW - Aufruf

(Petra)
Also, ich bin nicht so der 1. Januar-Guter-Vorsatz-Typ, aber nach diesem anstrengenden Jahr und gefühlter Nonstop-Krise ist es vielleicht eine gute Zeit, sich und die wichtigen Dinge des Lebens stärker in den Blick zu nehmen. Vielleicht ja auch mit einem neuen Theaterprojekt, in dem Ihr mitmachen könntet: Heike Scharpff beginnt mit Jan Deck im Januar eine Arbeit, in der es um soziale Ungerechtigkeit gehen soll. In den Vorbereitungen im künstlerischen Team haben sie sich mit ihren eigenen Privilegien auseinandergesetzt. Jetzt suchen sie Menschen, die mit ihnen über soziale Ungerechtigkeit bzw. über Klassismus reden wollen. Und sie suchen Menschen, die dabei sein wollen, auf der Bühne stehen - als Teil des Ganzen. Zusammen soll ein knalliges Proteststück an einem tollen Ort entstehen: in der Alten Seilerei in Oberrad (die Atmosphäre dieses Ortes ist wirklich ganz besonders eindrucksvoll!).
Theaterprojekt "soziale Ungerechtigkeit", Aufführungstermine: 23.03., 24.03. 25.03., Vortreffen: 19.01. und 26.01. um 18 Uhr, Probenstart: 31.01. um 18 Uhr, Ort: Alte Seilerei, Adresse: Offenbacher Landstraße 190, Ihr solltet bis Ende März ein- bis dreimal in der Woche Zeit haben (es kann sich flexibel an Eure Möglichkeiten angepasst werden). Dafür gibt es eine Aufwandentschädigung. Infos per E-Mail oder telefonisch unter 0178 4554579 (auch WhatsApp oder Signal)
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Donnerstag, 29. Dezember und Samstag, 14. Januar: Alles ist groß

(Martin)
‚Alles ist groß‘ ist eine der kleinen feinen Perlen im Spielplan des Schauspiel Frankfurt – ein Meisterstück der Regie (Kornelius Eich) und des Schauspiels (Nils Kreutinger).
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Zsuzsa Bánk trifft einen Mann für das letzte Geleit, dessen sensible Beobachtungsgabe besondere Perspektiven eröffnet. Wir lernen einen Grabmacher kennen, der in seinem vorherigen Job als Paketzusteller extrem unter Stress stand. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf. Zsusza Bánk wirft in ihrem Text die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?
Die FAZ schrieb nach der Premiere: »Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.
Und DLF Kultur – Fazit sendete anlässlich der Premiere: »Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-12/stimmen-einer-stadt-bank/1184/
Donnerstag, 29. Dezember und Samstag, 14. Januar um jeweils 20.00h Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt
Foto: © Robert Schittko
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Donnerstag, 29. Dezember: OF/ Spock Poetry

(Andrea)
Da hilft nur Antimaterie! Ich möchte heute unbedingt in den Filmklubb! Spock Poetry Filmsynchro mit dem unglaublichen Leinwand-Lyiker Ralph Turnheim ist sicher ein Riesenspaß: "Direkt neben der Leinwand wird er eine berühmte Episode der legendären Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" neu synchronisieren. Kirk & Co erklingen so poetisch, wie es kein Zuschauer je gehört hat. Die Originalfassung der Star-Trek-Folge "Amok Time" (1967) war dem ZDF damals zu heiß. In der deutschen Synchronisation leidet Logiker Spock an "Weltraumfieber". Doch dank der Wiener Leinwand-Lyrik nimmt er sich kein Blatt vor dem Mund: "Es bricht die Maske unserer Vernunft. / Es ist Pon Farr. Die Zeit der Brunft." Spoiler: Die Folge ist jugendfrei ... Schafft es Ralph Turnheim wirklich, alle Figuren alleine live zu synchronisieren - mit Reimen? Diese Frage ist mindestens so spannend wie das klassische Fernsehabenteuer des Raumschiffs Enterprise selbst.Projiziert mit echtem Filmmaterial aus den 1960ern! Trailer: youtu.be/_8L5xIuYevk Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr Karten € 25.00, Reservierung unter nic@filmklubb.de
Filmklubb Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
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Freitag, 30. Dezember: Die große Jahresabschlussparty - REVOLTE TANZBEIN

(Uwe)
Mit REVOLTE TANZBEIN, LIEDFETT, SHANTEL DJ SET, GASTONE, BANJOORY, FELLAWS KINGDOM
Neulich fuhr ich mit Daniela durch die südhessische Provinz, draußen war dieses traurige diesige Novemberwetter. Wir suchten einen gescheiten Radiosender und fanden keinen. Im CD-Player der alten A-Klasse steckte noch eine CD, die Einzige, die sich noch in unserem Auto befindet. Wir nahmen sie heraus uns erkannten, es ist das letzte Album von Revolte Tanzbein. Wir schoben die CD wieder ein und plötzlich war alles irgendwie heller, wärmer und fröhlicher.
Zum Jahresende kommt die Revolte Tanzbein ins Zoom, begleitet werden Sie von vielen großartigen regionalen Bands, darunter GASTONE & BAND, einem tollen Headliner, LIEDFETT und SHANTEL mit einem DJ Set. Laut Presseinfo „wird getanzt, gelacht, gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Und das alles zum wirklich niedrigstmöglichen Preis im Vorverkauf.
Zoom. F., Carl-Benz-Str. 21 Einzeltickets: 19 € zzgl. Gebühren / 4er Gruppenticket: 50€ zzgl. Gebühren 20:00H
Bild: Zoom
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SILVESTER_ MELLI REDET MIT - Ein Abend mit Gästen

(Daniela)
!! ACHTUNG GEÄNDERTE ZEITEN UND DANACH KEINE PARTY!!!!
Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr, Ende 21:30 Uhr
viele unserer Freund:innen gegen zu Melli und ihrer SILVESTER-SPEZIALSHOW MELLI REDET MIT - Ein Abend mit Gästen live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez.
Die 29. Ausgabe ist die ultimative Silvester-Spezialshow mit vielen wunderbaren Gästen aus vielen vorangegangenen Shows.
Ein Feuerwerk der Worte und Töne – Speed-Questions und Quickie-Gespräche, Songs und Kurzperformances. Von den Woog Riots aus Darmstadt zum Beispiel, Anke Sevenich, Thomas Buchenauer, Benjamin Pfeiffer wird uns einen sieben Minuten Jahresrückblick liefern, Andreas Hepp wird Frau von Spangenberg an den Drums begleiten, Snezana Golubovic, Robby S. und viele andere freuen sich auch schon auf meine Couch.
Das Sahnehäubchen zu all dem: krass viel Live-Musik. Pramila Chenchanna, die im Duo mit Thore Benz Klink ergibt, Wolf Schubert-K. und die Mellispezialsylvesterkapelle – mit Mr. Ukulele Iso Herquist himself, der (M)ein-Mann-Band an Gesang, Gitarre und Sonnenbrille, Thore Benz am Bass, Krishna Meindl am Schlagzeug und weiteren musikalischen Gästen.
Und weil ja Silvester ist, gibt es ein Fingerfood-Buffet von Derya Morgen und Cremant dazu.
Wenn das nicht die besten Voraussetzungen für 2023 sind, dann weiß ich auch nicht! Meine Gäste und ich – wir freuen uns total auf Euch.
Tickets über diesen Link: https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/63889a71480b955a91bf5da7/
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(Daniela)
Und nach Mellis Show kann man dann zu Fuß ins Fortuna Irgendwo laufen. Hier wird im Stile der Golden Twenties gefeiert. Die Veranstalter schreiben: "Von den Slums in Birmingham verschlägt es uns an Silvester in den Frankfurter Osten. „Peaky Blinders“ und Shiny Girls geben sich die Ehre im Fortuna Irgendwo und feiern endlich mal wieder das neue Jahr. Stylt Euch im Peaky Blinders Look und tanzt auf zwei Floors. Dazu gibt es einen Welcome Drink, Champagner Special, Indoor Feuerwerk und jede Menge TamTam. Join the party, but the guns stay at home …" Vorverkauf: 39 Euro inkl. Welcome Drink Champagner-Special: Taittinger Brut Réserve 0,75L für 79 Euro Dresscode: Peaky Blinder & Golden Twenties
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Sonntag, 1. Januar: Werther (auch 13., 22. & 26. Januar)

(Martin)
Jules Massenet - Lyrisches Drama in vier Akten
"Mit der schwärmerischen und unglücklichen Geschichte über Werther und Charlotte erreichte Goethe die Herzen seiner Leser - und Jules Massenet tat es ihm mit seiner Vertonung des Briefromans gleich."
Das schrieb die FR anlässlich der Premiere bzw. Wiederaufnahme von Werther, dem ‚Lyrischen Drama in 4 Akten‘ von Jules Massenet an der Oper Frankfurt. Die Inszenierung kommt nun für vier Vorstellungen ein letztes Mal auf die Frankfurter Opernbühne!
Ich kaufe immer Programmhefte (und müsste mal aussortieren, aber wo fängt man da an?) und habe entdeckt, dass ich diese Inszenierung im Dezember 2005 gesehen habe – tatsächlich erinnere ich mich noch, insbesondere an den Sternenhimmel als Sehnsuchtsort und als grandioses Bühnenbild!
„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind." (klassik.com).
Die Vertonung von Massenet beruht auf Goethes Die Leiden des jungen Werther: „Der Rechtspraktikant Werther leidet unter den gesellschaftlichen Zwängen und sehnt sich nach Entgrenzung. Keine menschliche Verbindung kann ihm Halt geben, bis er die bereits verlobte Charlotte kennenlernt.
Goethes Die Leiden des jungen Werther gilt als Hauptwerk jener Gefühlskultur, die als »Empfindsamkeit« in die Literaturgeschichte einging. Der Briefroman, an dessen Ende ein Selbstmord steht, geriet zum größten Medienskandal des 18. Jahrhunderts und sorgte dafür, dass sich eine ganze Generation in den Werther’schen Farben Gelb und Blau kleidete. Jules Massenet und seinen Librettisten gelang mit dem Drame lyrique in vier Akten, das an seinen dramatischen Höhepunkten den Verismo vorausahnen lässt, eine der eindrücklichsten Bearbeitungen des Stoffes.
Regisseur Willy Decker lotet die Diskrepanz zwischen der Sehnsucht der Liebenden und ihrer Realität, zwischen Hoffnung und Resignation im abstrakten Raum von Wolfram Gussmann aus. In Gelb- und Blautönen entfaltet sich auch visuell jene musikalisch sensibel geschilderte Traumsphäre, in welcher die realitätsferne Liebe von Werther und Charlotte einzig existieren kann.“
Hier gibt’s eine Einführung durch die Dramaturgie: https://youtu.be/J9I9XdHaTxc
Und hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/werther_4/?id_datum=3287#date
Im Newsletter vom 16.12. gibt es für die Wiederaufnahmepremiere am 1. Januar/Neujahr um 18.00h 3 x 2 Tickets zu gewinnen.
Sonntag, 1. Januar, 18.00h, Freitag, 13. Januar um 19.30h, Sonntag, 22. Januar um 15.00h und Donnerstag, 26. Januar um 19.30h:
Oper Frankfurt
Foto: © Oper Frankfurt / Barbara Aumüller
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Mittwoch, 4. Januar: FFM/ Wladimir Kaminer

(Andrea)
Die russische Seele und den russischen Machthaber wird Kaminer uns auch heute nicht erklären können, aber das ist ja auch nicht die Superkraft des Exil-Russen. Kaminer bezaubert mit seinen Erzählungen und hat als DJ schon die Berliner Szene aufgemischt. Eine zeitlang war er mit der Russendisko erfolgreich unterwegs, Gott sei Dank hat er sich besonnen und ist wieder mit Wortkunst unterwegs. Ich habe ihn schon live erlebt und werde es wieder tun, "wie sage ich es meiner Mutter" heißt sein neues Programm.
Wie alles begann: 1967 in Moskau geboren, zog es den Autoren 1990 nach Berlin. Für gerade mal 96 Rubel reiste Wladimir Kaminer in Ostberlin ein, nachdem sein halber Bekanntenkreis aus Moskau auf Reisen "verschwunden" war. Nach der Grenzöffnung erhielt er als jüdischer "Kontingentflüchtling" eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Wladimir Kaminer arbeitete als Tontechniker am Theater, studierte Dramaturgie und fing nebenher an zu schreiben, anfangs auf Russisch, später auf Deutsch. Der Durchbruch in Deutschland gelang ihm mit "Russendisko". Sein Siegeszug durch die Bestsellerlisten hält auch nach mehr als 20 Jahren und 30 Büchern weiter an.
Der Ist-Zustand: Wladimir Kaminer gehört zu den großen Autoren der heutigen Zeit. Das stellt er auch mit dem dritten Teil seiner Corona-Chronologie "Wie sage ich es meiner Mutter?" unter Beweis. Enkel erklären der Oma ihre neue Welt - trotz aller Harmonien zwischen Pflanzen, Menschen und Tieren kommt es zu Konflikten. Wladimir Kaminer versucht das Neue für seine Mutter zu übersetzen. Wie gewohnt zeichnet sich auch Kaminers neustes Werk vor allem durch die leidenschaftliche Sprache und die detailreichen Beobachtungen aus. Zugespitzt, humorvoll und zugleich erfrischend nimmt Kaminer nicht nur den Virus ins Visier. Mögen die Geschichten im ersten Moment kurzweilig wirken, so sind sie am Ende weit mehr. Aus den Lach- und Sachgeschichten von Wladimir Kaminer werden kleine Lebenshelfer, die uns aufzeigen, dass der Alltag selbst in Corona-Zeiten nicht nur grau und trist ist. Der feine Humor wird zur Hilfe um die alltägliche Tristesse zu durchbrechen. Und am Ende schafft es Wladimir Kaminer einmal mehr, dass wir sogar über uns selbst lachen. Live: Der überzeugte Großstadt-Mensch und Hauptstädter gehört zu der Sorte Autor, die auch auf der Bühne überzeugen. Die Mischung aus familiärer Atmosphäre und seinem perfiden, manchmal sogar lakonischem Humor sorgt für einzigartige Abende. Stets in Interaktion mit dem Publikum wird gelacht, bis sich die Bauchmuskeln biegen - und trotzdem ist Wladimir Kaminer keinesfalls ein Comedian." Einlass 18.30 Uhr
Batschkapp, Gwinnerstraße 5, Frankfurt
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Freitag, 6. Januar: FFM/ Barock

(Andrea)
Also, darauf, dass sich hinter dem Bandnamen Barock eine AC/DC Coverband verbirgt, muss man auch erstmal kommen. Mir hat das Bild im Programm geholfen, die Hells Bells eben, die Radio Bob täglich um 12 läutet. Wer also „Highway to Hell“ oder „T.N.T.“, „Thunderstruck“, „Hells Bells“, „For Those About to Rock“, „Back in Black“ und weitere Kracher aus der Aussie-Schmiede authentisch live erleben möchte, für den gibt es zu BAROCK keine Alternative, schreiben die Veranstalter. Und haben sicher recht, denn die Fangemeinde wächst konstant und auch Konzertkritiker loben das Quintett in höchsten Tönen, bescheinigen ihm Extraklasse, große Nähe zum Original sowie absolute Authentizität und Detailtreue. Diese fängt beim Bühnenaufbau an, geht über die verwendeten Instrumente, eine notengetreue Interpretation und reicht bis hin zu den (je nach den Möglichkeiten der Spielstätte) eingesetzten Spezialeffekten wie Licht, Blitz und Kanonendonner. klingt nach einem spaßigen Abend, Einlass ist um 19 Uhr.
Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt
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Sonntag, 8. Januar: Tango Argentino Schnupperkurs
(Martin)
Academia de Tango im Schauspiel Frankfurt
Das Warten hat ein Ende, der Tango kehrt zurück: Nach zwei Jahren Pause laden das Schauspiel Frankfurt und die Academia de Tango Frankfurt wieder zu einem Schnupperkurs mit Fabiana Jarma und anschließendem Milonga-Tango-Tanzabend mit argentinischem DJ in die Panorama Bar ein.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, feste Tanzpartner:innen auch nicht. Wetten, dass nach der Einführung jede:r ein bisschen Tango tanzen kann?
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2023-01/tango-argentino/1238/
Sonntag, 8. Januar um 18.30h Tango Argentino - Schnupperkurs mit Milonga Academia de Tango im Schauspiel Frankfurt
Foto: @ Homepage Schauspiel Frankfurt
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Montag, 16. Januar: OF/ Tod auf dem Nil

(Andrea)
Neben Miss Marple dürfte Hercule Poirot einer der berühmtesten Detektive aus der Feder Agatha Christies sein, unvergessen vor allem Sir Peter Ustinov in der Paraderolle. Noch spannender wird die Sache, wenn heute Gil Ofarim, ja genau der mit dem "Hotel-Skandal" heute nicht den Ermittlerm, aber immerhin mitspielt. Egal, die Story von "Tod auf dem Nil" ist super und ich freue mich auf den Abend in unserem wunderschönen Capitoltheater. Das auch mal Musiclaheimstätte war, beim Aufräumen habe ich eine "Tommy"-Tasse gefunden und das war wirklich grandios damals. Schön, dass Peter Rieger das Gebäude damals wiedererweckt hat und wir heute wieder unter dem Kuppeldach Kultur genießen. "Am Montag, 16. Januar, löst Detektiv Hercule Poirot unter der Regie von Jörg Herwegh ein heimtückisches Verbrechen in der flirrenden Sonne zwischen den Pyramiden von Gizeh und dem Tempel von Abu Simbel. Mit dem charismatischen Sänger und Schauspieler Gil Ofarim, bekannt aus TV-Formaten wie „Let‘s Dance“ und der „Heute Show“, in der Rolle des Simon Mostyn sammeln die Zuschauer und Zuschauerinnen Indizien und rätseln nach dem Mordmotiv – das Rätselvergnügen ist vorprogrammiert." 20 Uhr
Capiitol Theater, Goethestraße, Frankfurt
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Donnerstag, 19. – Samstag, 21. Januar Dance Me! She She Pop

(Martin)
Von einem energetischen Tanz-Battle schreibt nachtkritik.de – She She Pop ist wieder in town – und das hingehen lohnt sich erneut.
„Dance Me!” ist ein Tanzmarathon, in dem zwei Generationen gegeneinander antreten. Die Bühne ist eine Arena, in der She She Pop und Gäste in der Rolle der Alten auf eine Gruppe junger Performer*innen treffen.
Das gegenseitige Unverständnis, der Generation Gap, wird in einem streng reglementierten Tanz-Ritual auf die Bühne gebracht und gefeiert. Die Teams wechseln sich ab: Wer nicht auf die Tanzfläche muss, steht an den Mikrofonen und macht die Musik. Die Generationen geben einander nicht nur den Beat vor und treiben sich an, sie nutzen auch die Gelegenheit, sich in langen Litaneien zu beklagen und gegenseitig zu beschimpfen. Oder zu bewundern? Und einander zu danken? – Wir wissen es nicht. Die beiden Teams trainieren für diesen Abend getrennt voneinander und konfrontieren sich in der Show mit ihren aktuellsten Moves.
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/dance-me/ Donnerstag, 19. Und Freitag, 20. Januar um 20.00h, Samstag, 21. Januar um 19.00h Mousonturm / Saal – Solidarisches Preissystem
Foto © Ben Krieg
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Bis Januar 2023: Lesung: Geliebte Mimi

(Martin)
Leistikow – wer? So gings mir auch. Tatsächlich verbirgt sich hinter diesem zu Unrecht nicht so bekannten Namen ein Graphiker, ein Künstler, ein bedeutender ‚Frankfurter‘, der sogar auf dem Südfriedhof begraben ist.
Im Dommuseum ist aktuell eine Ausstellung zu erleben, die Leistikows Bedeutsamkeit für das ‚Neue Frankfurt‘ deutlich werden lässt. ‚Neues Frankfurt‘ – das ist vielleicht Erläuterungswürdig bei all dem ‚Neuen‘, was in der direkten Umgebung des Doms als ‚alt‘ firmiert wird: es geht um die 1920er Jahre und treffend ist die Ausstellung mit ‚Zurück in die Moderne‘ überschrieben.
Bei der Vorbereitung der Leistikow-Ausstellung gab es einige Überraschungen. Wer Leistikow nur aus dem Kontext von Ernst Mays Neuem Frankfurt (1925–1930, fünf Jahre, die in Frankfurt unglaublich viel bewegt haben!) als Entwerfer des von den Nazis gleich wieder abgeschafften modernen Stadtwappens in Erinnerung hat, kann ihn im Dommuseum als unglaublich vielseitigen Künstler kennenlernen.
Der unter anderem 1950–1953 die abstrakten, sehr grafischen Domfenster geschaffen hat. Und die Kuppel und die Fenster der Westend-Synagoge. Und der eben auch Liebhaber des Buchs Moby Dick und Zeichner wunderbarer Katzen-Porträts war.
In seinem Nachlass fand sich eine Mappe mit Typoskripten. Leistikows schmales literarisches Oeuvre enthält Texte zu Fragen der Gestaltung und der Lehre, kleine Skizzen die in der Tagespresse veröffentlicht wurden, sowie weitere zu Lebzeiten unpublizierte Prosatexte. Der Stil erinnert ein bisschen an Erich Kästner oder Kurt Tucholsky.
Schon vor einigen Jahren gab Rosemarie Wesp, Kuratorin der Leistikow-Ausstellung, die Katzengeschichte „Geliebte Mimi“ als Book on Demand heraus. Leistikow beschreibt darin das Leben seiner Katze Mimi als Mitglied der Familie und seine enge Beziehung zu dem Tier. In vielen Beobachtungen wird die Katze voller Liebe und Respekt als eigenständige Persönlichkeit vorgestellt. Dieser Text steht im Mittelpunkt der Lesung. Am Anfang wird ein Textfragment mit der Beschreibung eines Bombenalarms in Berlin stehen – unheimlich in seiner Aktualität.
Roland Borgards, Professor am Institut für deutsche Literatur der Uni Frankfurt und Mitbegründer des Forschungsnetzwerks Cultural and Literary Animal Studies, moderiert den Abend, Peter Schröder vom Schauspiel Frankfurt liest.
Die Ausstellung „Hans Leistikow (1892–1962). Zurück in die Moderne“ (mit Fotos von Laura J. Padgett) läuft noch bis zum 15.1.22. im Dommuseum. Führungen gibt es immer mittwochs um 17.30 Uhr und sonntags um 14.00 Uhr.
Foto: © Ulrike Brunzel - Hans Leistikow, Katze, Collage auf orange gestrichenem Papier, um 1950, Museumslandschaft Hessen Kassel, Graphische Sammlung.
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Straßenstars (Mediathek ARD & HR)

(Uwe)
Neulich sah ich in der ARD-Mediathek eine alte Folge Straßenstars und dachte mir, dass ich eine der drei Kandidaten kenne: „Das ist doch die Ex-Frau eines Mannschaftskameraden von mir.“ Letzte Zweifel beseitigte ihr Verweis auf die Liebe zum FC Bayern München, von dem sie und ihr zwischenzeitlich Verflossener Fan sind. Dieses eine Mal hatte ich daher einen Wissensvorsprung vor den drei Prominenten, die das Allgemeinwissen, Eigenarten und Einstellungen von drei „Straßenstars“ einschätzen müssen. Eigentlich eher dürfen, weil diese Aufgabe der Moderatorin Hadnet Tesfai, dem Comedian Bodo Bach der Autorin Susanne Fröhlich oder dem Journalisten Jörg Thadeusz ganz offensichtlich Spaß macht. In den neueren Staffeln werden unter das bewährte Rateteam immer wieder etwas jüngere Mitspieler, unter anderem der Musiker und Unterhalter Cossu, gemischt, die im Hinblick auf ihre Schlagfertigkeit mit dem „Stammpersonal“ gut mithalten können. In der nun veröffentlichten neuesten Staffel mit sechs Folgen, von denen eine dreißig kurzweiligen Minuten dauert, ist auch Eva Briegel dabei, die Sängerin von Juli.
Die Straßenstars sind seit Jahren ein fester Bestandteil des hr-Fernsehens und so soll es bleiben. „Kennst Du den Cappelluti vom hr …?“, fragte mich neulich ein befreundeter Schiedsrichterkollege, der lieben Slobodan Sokolovic, der an Danielas Nachname hängen blieb, als er ihn auf Facebook las. „… der macht doch diese Straßenstars, das gefällt mir, das schaue ich immer sonntags.“ „Finde ich auch gut …“, antwortete ich ihm, „… besser ist es aber, wenn Du das in der Mediathek schaust, weil da die Abrufe gezählt werden“ (und diese Abrufe sind heutzutage bei allen Fernsehsendungen relevant dafür wie lange eine Sendung weitergeführt wird. Wenn ihr also wollrt, dass die Sendung weiterhin im Programm bleibt, dann klickt in die Mediathek.
Die sechs brandneuen Folgen (und zahlreiche Klassiker) sind hier zu finden: Videos vom Hessischen Rundfunk (HR) | ARD Mediathek | ARD Mediathek
Bild © hr/Ben Knabe
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Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)
Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.
Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
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Bis Sonntag, 15. Januar 2023: Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand DAM

(Petra)
Umbauen, Anbauen, Weiterbauen – der Gebäudebestand bietet zahlreiche Möglichkeiten ihn fortzuschreiben. Auch das Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Schaumainkai in Frankfurt wird seit Oktober 2021 umgebaut und saniert. „Bauen mit Bestand“ ist auch eine Kategorie von Nachhaltigkeit – das zeigt die jetzt eröffnete Ausstellung im temporären DAM-Exil im Ostend. Anhand von sechs Themenbereichen werden sehr sehenswerte zeitgenössische internationale Beispiele kluger und kreativer Strategien im Umgang mit bestehender Architektur präsentiert. Expertinnen und Experten geben Einblicke in vielfältige Aspekte, die das Bauen mit dem Bestand sowohl im urbanen als auch im ländlichen Kontext beeinflussen. Eine ausgewählte Bestandsaufnahme Frankfurter Bauwerke eröffnet zudem Perspektiven und Fragestellungen unter Einbezug von Nutzer*innen und Bewohner*innen. Damit wird ein umfangreicher Pool an Nutzungen, Transformationen und Revitalisierungen präsentiert.
Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand, Ausstellung, Kurator*innen: Jonas Malzahn, Mathias Schnell und Katharina Boettger, Ort: DAM im Danzig am Platz, Adresse: Henschelstraße 18, bis 15.01.2023, Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 12 - 18 Uhr, Mi. 12 - 19 Uhr, Sa.+ So. 11 - 18 Uhr, Mo. Geschlossen, Eintritt: 5 (3) Euro, weitere Infos hier
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Noch bis Sonntag, 18. Juni 2023: Rosemarie Trockel im MMK

(Petra)
Ich bin weniger enthusiastisch als andere aus der Rosemarie Trockel-Ausstellung herausgegangen. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen: toll, dass sie jetzt zu ihrem 70. Geburtstag endlich auch mit einer Einzelausstellung im Museum Moderne Kunst in Frankfurt gewürdigt wird. Und die Architektur des MMK in der Domstraße schafft hierfür einen grandiosen Rahmen. Ihr kennt bestimmt ihre Engel-Skulptur auf dem Klaus-Mann-Platz (vor dem Kino Eldorado), die an die Homosexuellenverfolgung erinnert. Ihre Arbeiten seit den 1970er-Jahren sind politisch, mutig und provokant. Und oft auch komisch. Reduziert auf Wesentliches und zugleich subtil: das Offensichtige wird nicht unbedingt aggressiv in die Wahrnehmung gerammt, sondern erschließt sich im Subtext, beim aufmerksamen Hinschauen. Dafür dann umso lauter, wie etwa die Installationen mit Herdplatten. In allen Medien, von Zeichnung über Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bis zu Film, richtet sich der soziologische Blick von Rosemarie Trockel gleichermaßen auf gesellschaftliche Ordnungen und politische Strukturen wie auf die Natur. Ich mag vor allem auch ihre textilen Arbeiten – mit ihrer bieder-bösen Doppelbödigkeit. Aber wirken einige ihrer Arbeiten aus frühen Schaffensphasen nicht ein wenig aus der Zeit gefallen, treffen sie noch die heutige Lebenswirklichkeit? Sie treffen sie leider noch allzu oft. Doch vielleicht haben sich die Schlagworte und Symbole verändert. Zumindest handwerklich fällt mir auf, in welch weiter fortgeschritten technischen Kunstwelt wir heute selbstverständlich unterwegs sind. Beim letzten HfG-Rundgang etwa hat mich die VR-Arbeit einer Nachwuchs-Kreativen völlig eingesogen und verzaubert. Trockels Installation mit einem mechanischen Arm und einer automatischen Farbwurfvorrichtung mutet dagegen aus heutiger Sicht fast niedlich an: tritt die künstlerische Idee dahinter zurück? Vermittelt sie sich anders: Betrachte ich die Arbeit weniger getroffen als kunsthistorisch interessiert? Gehe leicht irritiert aus dem Museum. Vielleicht nehme ich mir noch einmal Zeit für Rosemarie Trockel, die auch eigens Werke für diese Ausstellung entwickelt hat. Es lohnt sich ein eigener Blick.
Rosemarie Trockel - Einzelausstellung, Ort: Museum Moderne Kunst Frankfurt, Adresse: Domstraße 10, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 19 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen, Tickets: 12 (6) Euro
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