18.11.2022
Tanzen & Boycott Qatar

Eigentlich wollte ich letzte Woche zum SHIM SHAM Tanzkurs gehen, den Steffi Kunkel anbietet, aber natürlich kam mal wieder was dazwischen und so war ich nicht tanzen. Dafür waren wir aber am vergangenen Freitag beim Gansessen im Atelier Lithorzky beim Danzig am Platz. Das war wirklich extrem lecker und die Atmosphäre war super. Yvette Kampfmann und Daniel Brettschneider haben im Anschluss an das Essen aufgelegt. Die Chance war also da, wir hätten tanzen können, ABER wir waren zu müde. Wir haben dann überlegt wo man mal tanzen gehen könnte und es fiel uns nicht wirklich etwas ein…

Morgen Abend wäre bestimmt eine gute Gelegenheit, denn da findet wieder die Soulfood Party statt. Aber vermutlich werde ich zu platt sein, da ich den ganzen Tag auf dem Parteitag der Grünen sein werde denn ich möchte unserer Oberbürgermeisterkandidatin Manuela Rottmann mein Votum geben und freue mich auf ihre Rede. (Die Veranstaltung ist übrigens öffentlich. Wenn jemand kommen will, kann er/sie mich anschreiben) Zurück zum Tanzen. Wo geht ihr denn so zum Tanzen hin? Ich war vor kurzem im Fortuna Irgendwo, als Jan Delay & Julian Smith aufgelegt haben, aber irgendwie war das nicht so meins... Was könnt ihr empfehlen?

Apropos Tipp: ich hatte ja auch gehofft über jemanden von Euch noch ein Ticket für das letzte Auswärtsspiel zu bekommen, aber es hat sich nichts getan. Während wir am Sonntagvormittag beim wunderbaren Lokal Listener im Massif Central waren (der nächste ist im Dezember, Uwe hat ihn unten in den Terminen schon angekündigt) habe ich mit etlichen Leuten über Facebook kommuniziert um dann festzustellen, dass es nur „Fakes“ waren…Nun gut, so habe ich das letzte BuLi Spiel vom Sofa aus gesehen und jetzt ist erstmal Fußballpause. Wobei das auch nicht stimmt, denn am Sonntag gehe ich ja mit Uwe zum Derby (mehr dazu im Gerollten).

Ich hatte ja letzte Woche geschrieben, dass ich vielleicht doch das ein oder andere WM Spiel sehen werde und mir selber aufgelegt, immer vor- oder nach einem Spiel einen begleitenden Film zu sehen oder einen begleitenden Bericht zu lesen und hatte auch passend dazu schon einige Empfehlungen gegeben. Ich habe jedoch meine Meinung geändert. Ich habe mich entschieden mich BOYCOTT QATAR anzuschließen. Ich empfehle allen, die das auch noch machen wollen, die Seite https://www.boycott-qatar.de Unter anderem gibt es auf der Seite einen tollen Ideenkasten für Veranstaltungen, die man selber umsetzen kann und eine sehr gute Linksammlung zu Filmen, die sich mit dem Thema beschäftigen

So, ich muss mich jetzt sputen. Ich treffe mich nämlich gleich mit einer mir bisher noch unbekannten 90 jährigen Dame, die mir von einer Freundin "vermittelt" wurde und die mir hoffentlich erklären kann, warum meine selbstgestrickten Socken alle so furchtbar aussehen und dann ist Chorprobe und heute Abend sehen wir „Schmutzige Hände“ im Schauspiel.

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an meine großartigen Co-Autor:innen: Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Petra Manahl und Martin Grün und Erik Düwel für den technischen Support.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00.
Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)

2 x 2 Karten für das klassische Konzert der Frankfurter Orchester Gesellschaft am kommenden Sonntagabend. Gewinnfrage: Welches Fußballspiel schauen Uwe und ich uns am Sonntag an? (siehe GEROLLTES)

3 x 2 Gästelistenplätze für die SOULFOOD Party am Samstag im English Theatre. Gewinnfrage: Welche Sendung in der ARD Mediathek empfiehlt Uwe?

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Gästelistenplätze für Negramaro in der Batschkapp am 29. November. Die Gewinnfrage lautet: Wo arbeiten Lavendel, Gigi und Monster Gregor?

1 x 1 The OhOhOhs Super-VIP-Paket für das Premierenkonzert am 3. Dezember in der Katharinenkirche mit 2 x Tickets, einer CD gewidmet und signiert, Poster des Konzertes & Foto mit den beiden Flos. Wow.  Die Gewinnfrage lautet: Petra geht ins Museum und empfiehlt?

Straßenstars (Mediathek ARD & HR)

(Uwe)

Neulich sah ich in der ARD-Mediathek eine alte Folge Straßenstars und dachte mir, dass ich eine der drei Kandidaten kenne: „Das ist doch die Ex-Frau eines Mannschaftskameraden von mir.“ Letzte Zweifel beseitigte ihr Verweis auf die Liebe zum FC Bayern München, von dem sie und ihr zwischenzeitlich Verflossener Fan sind. Dieses eine Mal hatte ich daher einen Wissensvorsprung vor den drei Prominenten, die das Allgemeinwissen, Eigenarten und Einstellungen von drei „Straßenstars“ einschätzen müssen. Eigentlich eher dürfen, weil diese Aufgabe der Moderatorin Hadnet Tesfai, dem Comedian Bodo Bach der Autorin Susanne Fröhlich oder dem Journalisten Jörg Thadeusz ganz offensichtlich Spaß macht. In den neueren Staffeln werden unter das bewährte Rateteam immer wieder etwas jüngere Mitspieler, unter anderem der Musiker und Unterhalter Cossu, gemischt, die im Hinblick auf ihre Schlagfertigkeit mit dem „Stammpersonal“ gut mithalten können. In der nun veröffentlichten neuesten Staffel mit sechs Folgen, von denen eine dreißig kurzweiligen Minuten dauert, ist auch Eva Briegel dabei, die Sängerin von Juli.

Die Straßenstars sind seit Jahren ein fester Bestandteil des hr-Fernsehens und so soll es bleiben. „Kennst Du den Cappelluti vom hr …?“, fragte mich neulich ein befreundeter Schiedsrichterkollege, der lieben Slobodan Sokolovic, der an Danielas Nachname hängen blieb, als er ihn auf Facebook las. „… der macht doch diese Straßenstars, das gefällt mir, das schaue ich immer sonntags.“ „Finde ich auch gut …“, antwortete ich ihm, „… besser ist es aber, wenn Du das in der Mediathek schaust, weil da die Abrufe gezählt werden“ (und diese Abrufe sind heutzutage bei allen Fernsehsendungen relevant dafür wie lange eine Sendung weitergeführt wird. Wenn ihr also wollrt, dass die Sendung weiterhin im Programm bleibt, dann klickt in die Mediathek.

Die sechs brandneuen Folgen (und zahlreiche Klassiker) sind hier zu finden: Videos vom Hessischen Rundfunk (HR) | ARD Mediathek | ARD Mediathek

Bild © hr/Ben Knabe

GEROLLTES über DAS Spiel der Spiele

(Uwe)

Ich schaue häufig Fußball mit meinem Freund Daniel Brettschneider. Den trägt bei allem, was er tut eine beneidenswerte Begeisterung. Ob Kinovorführungen, Gänseessen oder eben beim Fußballschauen, stets ist da eine authentische und sympathische Leidenschaft. Ich bin als Sohn eines ehemaligen Prüfungsbeamten etwas zurückhaltender, Kategorie: nordisch unterkühlt. Und so springe ich nicht mit ihm durchs Wohnzimmer, wenn Götze, Kamada oder Kolo Muani treffen. Was grundsätzlich auch Sinn macht und konsequent ist, weil ich (a) kein Eintrachtfan bin und (b) selbst bei den seltenen Toren „meines“ Lieblingsvereins, dem FC Schalke 04 noch nicht einmal die Arme hochreiße und nicht klatsche, wenn der Schalker Torwart einen unhaltbaren Ball hält (unter uns, tut Schalkes Torwart Alexander Schwulow sowieso nicht, auch daher ist Schalke auch Tabellenletzter). Der einzige Verein, der bei mir Emotionen zu Tage fördert, ist der ruhmreiche TSV 1899 Goddelau und selbst da zünde ich bei Siegen keine inneren und äußeren Bengalos, freue mich aber sehr.

In diesem Jahr gibt es keine Spiele mehr in Bundesliga, Premiere beziehungsweise Champions League etc., stattdessen geht es ohne Pause mit der Weltmeisterschaft in Katar weiter. Wenn die läuft, gibt es keine Überschneidungen zu Spielen der Profiligen, was es aber gibt, sind Überschneidungen zum Spielbetrieb in den unteren Klassen. Zum Beispiel mit der Kreisoberliga Darmstadt / Groß Gerau, in der bekanntlich – nach Aufstieg im Sommer 2022 - der TSV Goddelau spielt. Wenn am Sonntag um 17 Uhr das Eröffnungsspiel der WM, der Fußballklassiker Katar - Ecuador angepfiffen wird, werden die Goddelauer Kicker zeitgleich um den Mittelkreis des Kunstrasenplatzes an der Wolfskehler Sandkaute hüpfen und nach dem Abpfiff des um 15 Uhr begonnenen Spiels laut „Derbysieger, Derbysieger …“ singen. Ich werde mit Daniela und Freunden an der Stange stehen und wir werden mit einem freudigen Lächeln im Gesicht zuschauen. Einmal, vor einigen Jahren, hüpfte ich bei so einer Gelegenheit mit, das war aber eher peinlich.

Wer das GEROLLTE in Danielas Ausgehtipps aufmerksam verfolgt, erinnert sich vielleicht daran, dass die Paarung TSV 03 Wolfskehlen vs. TSV 1899 Goddelau nicht nur aus meiner Sicht das wahre Spiel der Spiele ist, der Ried-Classico, das Real Madrid vs. FC Barcelona Südhessens. Die beiden Nachbarorte liegen nur rund zwei Kilometer auseinander und man ist schnell dort, auch mit dem Fahrrad, zumindest im Wolfskehler Ortstkern, denn der Sportplatz, auf dem wir am Sonntag als Gastmannschaft antreten, liegt schon ungewöhnlich weit außerhalb, im Niemandsland zwischen Wolfskehlen und Dornheim. Der elementare Unterschied zu den beiden genannten spanischen Großvereinen und uns besteht, dass sowohl unsere Nachbarn aus Wolfskehlen als auch wir nur das ausgeben, was wir haben und nicht hoffnungslos überschuldet sind. Und weil wir wenig haben, bestücken wir unsere Kader mit Einheimischen und deren Freunde. Zwischen denen und den Gegnern vom Sonntag bestehen wiederum ebenfalls freundschaftliche Verbindungen und auch wir Funktionäre liegen überhaupt nicht über Kreuz mit denen der „Roten“, wie die Wolfskehler wegen ihrer Trikotfarbe gerne genannt werden. Trotzdem brennt bei den Derbys die Luft, aber nur sportlich, Ausschreitungen gibt es trotz voller Sportgelände nie. Am Ende entscheidet das Ergebnis darüber, welches Waterloo man erlebt, das aus Sicht von Napoleon (schmerzhafte Niederlage) oder aus Sicht von Abba (riesiger Hit).

Beim letzten Spiel im Sommer stand ich als Betreuer weit vor dem Anpfiff auf dem Sportplatz und empfing die Gastmannschaft inklusive deren Betreuer, nachdem sie Eiskoffer und Trikots in der Gästekabine abgestellt hatten. Die beiden sind mir seit Jahren bestens bekannt und so quatschten wir vor dem Spiel über Gott und die Welt, alte Zeiten, über aktuell fehlende oder angeschlagene Spieler (da wird tendenziell viel geblufft) und besondere Ereignisse seit dem letzten Spiel. Erst ärgerten sie sich auf diese wunderbar knochige südhessische Art über ein Vorkommnis im eigenen Verein aus dem Sommer, nach dem Spiel gingen sie, froh über den errungenen Sieg und die leckere, von Chefgriller Pino zubereitete, Bratwurst nach Hause. Einer der beiden wird am Sonntag leider nicht auf den Sportplatz kommen, weil er vor einigen Wochen plötzlich gestorben ist. Wie der Zufall es will, spielen wir am Totensonntag gegeneinander, ein Tag der ein Gedenktag für die Verstorbenen ist. Ich denke heute schon an ihn. Und an meinen alten Trainer, den überaus liebenswerten Richard Jurtschenko, der auf dem Weg zum Wolfskehler Sportplatz wohnte, als man mit dem Auto noch über die alte kleine Brücke fahren konnte, die nun gesperrt ist.

Freitag, Samstag, Sonntag: Of/ Diamant

(Andrea)

Diamant zeigt die zweite Ausstellung mit Arbeiten von JAN LOTTER, JOHANN RAMBOW, LARS SCHWABE, MARC GORONCY, BARBARA WONNER, MARTIN STOYA, FINN GÖLITZER Wallpaper Gallery: Aaron Siskind / Agnes Martin / Barnett Newman / Brice Marden / Christopher Wool / Cueva de El Castillo / Cueva de Las Chimeneas / David Ostrowski / Franz Kline / Grotte Chauvet / Helmut Federle / Joan Mitchell / Martin Barré / Michael Heizer / Wade Guyton DO!Außerdem gibt es Musik und Begegnungen. Wer noch zögert, es gibt ein schönes Interview mit Heiner Blum, Initiator und Wegbereiter
Fr 17-21 / Sa 16-21 / So 15-20 Uhr
www.instagram.com/diamant.offenbach/

Diamant, Frankfurter Straße 8, Offenbach

Bis Montag, 26. Dezember: Hänsel und Gretel

(Martin)

Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck

Diese Geschichte kennen wir doch irgendwie alle!

Der Deutschlandfunk berichtet anlässlich der Premiere 2014: „Keith Warner macht aus Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ ein fantasievolles Spektakel, fügt zugleich aber dunkle Bilder und Ideen ein. Bevor am Ende die erlösten Kinder fröhlich Geschenke auspacken, führt die Reise von einem tristen Sanatorium über ein märchenhaftes Intermezzo im Wald bis zur Knusperhexe.“

Auf Anregung seiner Schwester Adelheid Wette vertonte der glühende Wagner-Verehrer Engelbert Humperdinck in den frühen 1890er Jahren deren Verse zu einem Märchenspiel. Nach der erfolgreichen Vorstellung im Familienkreis beschloss man, diese zu ergänzen, um sie einige Jahre später (1893) als Oper herauszubringen.

Regisseur Keith Warner lässt in seiner Inszenierung das Geschwisterpaar seine Kindheit in einem Waisenhaus verbringen. Von der schimpfenden Pflegemutter vor die Tür gesetzt, allein und mit ihren Ängsten konfrontiert, befreien sich die Kinder schließlich. Als Erwachsene blicken sie auf den Wald ihrer Erinnerung zurück, um gereift ihren weiteren Lebensweg zu beschreiten. Warners fantasievolle und psychologisch fein gearbeitete Lesart von Humperdincks Oper rückt das Unbewusste in den Fokus: »Das Wunderbare an dieser Geschichte ist, dass Hänsel und Gretel diese Erfahrung nicht an die nächste Generation weitergeben. Sie haben in ihrem Kampf gegen das Böse gelernt, wo der gute Pfad ihres Lebensweges zu suchen ist.«

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/haensel-und-gretel_3/?id_datum=3264

Freitag, 18. November um 19.30h; Donnerstag, 1., Donnerstag, 8., Donnerstag, 15., Montag, 19. und Donnerstag, 22. Dezember um 19.30h; Montag, 26. Dezember (2. Weihnachtstag) um 18.00h: Hänsel und Gretel

Oper Frankfurt

Foto: © Barbara Aumüller

Freitag, 18. November: FFM/ Tom Lüneburger

(Andrea)

Heute in meinem Lieblingsclub an der Konsti: „What comes next, what comes at last?“ -The driven man- ist einer von Toms meistgespielten Songs im Netz, eine Art Blaupause für seine energetische und doch stets auch zerbrechliche Singer/Songwriter Musik. Seit über einer Dekade veröffentlicht Tom seine vornehmlich englischsprachigen Tracks, hat viel gehört und gesehen, zahlreiche Orte bereist und Bühnen bespielt, viele treue Hörer um sich versammelt und dabei immer die Authentizität seiner Musik in den Mittelpunkt gestellt. Gekünstelte Posen sucht man hier vergebens, das ganz echte Leben mit seinen großen und kleinen Dramen ist Tom Lüneburgers Treibstoff, um immer weiter zu gehen. Kein Schielen nach Trends, das Treffen von eigenen Entscheidungen, losgelöst von Erwartungen. Seine Songs sind das was sie sind. Ob sie Gefallen finden oder nicht liegt dann im Ohr des Hörers. Und das ist gut so. Ein Getriebener, der es braucht, seine sparsam inszenierten Lieder und eindringlichen Geschichten dahinter in der immer wieder einzigartigen Live-Situation mit dem Publikum zu teilen. Dieses wiederum schätzt seine Präsenz, sein Spiel und sein besonderes Organ, das unter all den vielen Talenten immer klar identifizierbar und erkennbar bleibt. „Die schönste und traurigste Stimme Berlins“ hat radioeins ihn einst betitelt, selten kam ihm eine Beschreibung so nahe. Einlass 18.30 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfur. Nicht barrierefrei

Freitag, 18. & Samstag, 19. November (und 25. & 26.11): Szenario Stange Produktionen

(Martin)

Das wichtigste Genre der zeitgenössischen Kunst ist der Förderantrag. Um ihre Arbeiten zu finanzieren, werben Kunstschaffende Gelder bei Förderinstitutionen ein.

Üblicherweise wird eine breite Mehrheit der Anträge abgelehnt. Daraus ergeben sich viele Unsicherheiten, Fleißaufgaben und zugleich eine folgenreiche Verschiebung: Künstler*innen sind vor allem versierte Antragstexter*innen.

In ›Szenario‹ wird der Förderantrag der Produktion selbst zum Libretto.

Vier Gestalten singen in verschneiter Landschaft den Antrag samt Kostenplänen, Zielsetzungen und vieler guter Argumente für die gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens. Und besingen so auch die unauflösbaren Widersprüche künstlerischer Arbeit zwischen Utopie, Entfremdung und Vergeblichkeit.

›Szenario‹ ist ein heiteres, selbstreferentielles Panorama künstlerischen Schaffens, das mit subversivem Flair auch einen Blick auf die Arbeit insgesamt wirft.

Hier geht’s zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=YgUGJMFpoaE
Und hier könnt Ihr reservieren: https://studionaxos.de/programm/

Freitag, 18., Samstag, 19. November, Freitag, 25. und Samstag, 26. November um jeweils 20.00h: Szenario - Stange Produktionen
Studio Naxos in der Naxos-Halle

Foto: © Christian Schuller

Freitag, 18. November: Black Mambas in OF und am Samstag in Frankfurt

(Andrea)

Hessenpremiere im Filmklubb! Heute in Offenbach, morgen in Frankfurt (15:45 Uhr im Mal sehn!) hier die Ankündigung von Nic: "Die jungen Frauen sind mit dem Job in einem Dilemma. Er ist der Weg aus Armut und Arbeitslosigkeit mit Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben, aber gleichzeitig auch ein Bruch mit vorherrschenden Traditionen. Zudem müssen sie einen Umweltpatriotismus in ihre Gemeinden bringen, die an der Wildtierwirtschaft seit Gründung des Parks weder teilhaben noch davon profitieren können. Der Dokumentarfilm von Regisseurin Lena Karbe zeigt die Alltagskämpfe der Frauen mit weißen Vorgesetzten, fordernden Angehörigen und „dem System Nationalpark“. Er erzählt von der Arbeit der Black Mambas, in der es um den Schutz der letzten Nashörner und den Erhalt der Artenvielfalt in einer der faszinierendsten Landschaften Afrikas geht. Gleichzeitig rückt er das Schicksal der dort lebenden Menschen in den Blick und stellt unausweichliche Fragen. Trailer: www.youtube.com/watch?v=4jt2oVP87eM „Ein vielschichtiger dokumentarischer Blick auf den Alltag einer schwarzen Frauen-Antiwilderer-Einheit im Kruger Nationalpark in Südafrika – ehrlich, klug und reflektiert.“ Deutsche Film und Medienbewertung „Der erste lange Dokumentarfilm der deutschen Regisseurin Lena Karbe beschränkt sich nicht nur darauf, die Notwendigkeit des Wildtierschutzes im Kruger Nationalpark zu betonen. (…) Karbe aber beleuchtet auch streiflichtartig ein tiefliegendes Problem dieses Arbeitsverhältnisses, in dem die Hautfarbe wie zur Kolonialzeit darüber zu bestimmen scheint, wer Befehle erteilt und wer sie entgegennimmt.“ Kinozeit.de Einlass: 19.00 Uhr, Reservierung unter nic@filmklubb.de Es werden Speisen und Getränke angeboten

Filmlubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barriefrrei

Freitag, 18. November - Sonntag, 20. November: Pop-up Markt Made in Frankfurt Fashion/Design

(Petra)

Wo früher die Banker eines traditionsreichen Frankfurter Bankhauses saßen, sind jetzt erst mal temporär die Kreativen eingezogen. Für alle Mode- und Designinteressierten gibt es an diesem Wochenende hier ein Event, das sie sich nicht entgehen lassen sollten: Im Bethmannhof neben dem Römer lockt ein Pop-up-Markt mit 40 Kreativ- und Designschaffenden aus Frankfurt. Auch meine liebe Freundin Elena ist mit ihrem Modelabel goyagoya dabei. Und Uli mit dem wunderbaren idüll-space. An drei Tagen präsentieren sich alle mit ihren Kreationen und zeigen die bunte, pralle, schöne Kreativrealität unserer Stadt – aber nicht nur das: Euch erwarten Catwalks, Livemusik und DJ-Sets. Dazu gibt es Essen und Getränke.

Pop-up Markt Made in Frankfurt Fashion/Design, Ort: Bethmannhof, Adresse: Bethmannstraße 7 - 9, Öffnungszeiten: Freitag 16 Uhr - 22 Uhr, Samstag 12 Uhr - 22 Uhr, Sonntag 12 - 18 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 18. November - Sonntag, 20. November: Offene Türen im Atelierfrankfurt

(Petra)

Was ich immer mal wieder gar nicht so auf dem Schirm habe: In den 140 Ateliers, die das Atelierfrankfurt im 11.000 qm großen, ehemaligen Lagerhaus an der Schwedlerstraße beherbergt, arbeiten über über 220 Künstler*innen und Kreative. An diesem Wochenende öffnen sie bei den Open Studios ihre Türen und geben einen Einblick in die zeitgenössische Produktion von Kunst und Kultur in Frankfurt. Wir erhalten auf sechs Stockwerken einen Einblick in die Arbeitswelt von Künstler*innen und Kreativen unterschiedlichster Disziplinen. Ergänzt wird das Wochenende der offenen Ateliers durch ein buntes Rahmenprogramm im Erdgeschoss mit Ausstellungen, Installationen und Videokunst. Tolles Programm mal wieder. Leicht irritiert bin ich über den Eintrittspreis: 3 Euro plus 1 Energie-Euro. Wow: nach den Energiespartipps, mit denen ich im Job motiviert werde (auch fürs Home Office), ist die Energiekrise jetzt auch bei mir richtig angekommen.

Wochenende der offenen Ateliers im Atelierfrankfurt, Ort: Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstraße 1 - 5, Uhrzeit. Freitag: 18 - 22 Uhr, im Anschluss AF x Studio Fatal mit Musik und Drinks, Samstag und Sonntag jeweils: 14 - 19 Uhr, Eintritt: 3 Euro + 1 Energie Euro, das ganze Programm ist hier

Freitag, 18. November: FFM/ Science Fiction Army und Tinnitus Projekt

(Andrea)

Heute ist Krach! Ich möchte heute unbedingt in den Dreikönigskeller, dort spielen Science Fiction Army, die im vergangenen Jahr die Scheiben des Kulturlabors zum Beben gebracht haben. Und Tinnitus Projekt, die kenne ich noch nicht. "Die drei Astronauten der Science Fiction Army durchbrechen Raum und Zeit, dringen in die Weiten des Punk, Rock, Garage und Blues vor und entführen Euch zu einem Weltraumabenteuer voll kurzweiliger Spannung. Vergleiche wie INFERNO, PUNK BAND AUF EXTASY oder R2D2 MEETS ACDC schießen dir in den Kopf! Um optisch ein bisschen was her zu machen, wird die Army ab und an bei ihren Auftritten von ihren Alter Egos verstärkt… Das Tinnitus Projekt macht Musik, die ins Ohr geht! Punk Rock - aber romantisch… der Spaß an der Sache ist hier Programm! Die 1996 gegründete Band aus dem Main-Kinzig-Kreis präsentiert ihre handgemachte Musik mit viel Humor, jeder Menge Spielfreude und unkonventionelle Texten, in Deutsch interpretiert." 20 Uhr

Dreikönigskeller, Färberstraße 71, Frankfurt. Nicht barrierefrei

Freitag 18. und Samstag 19. November: Bockenheimer Theaterensemble

(Daniela)

Das Bockenheimer Theaterensemble spielt ab heute und morgen, jeweils um 20:30 Uhr im Kellertheater das Stück "JUGENDLIEBE" eine Komödie von Ivan Calbérac.

Antoine Chopin führt ein perfektes Leben, das sich viele wünschen würden: Er hat eine wunderschöne Freundin namens Diane und ist beruflich sehr erfolgreich - Das zeigt sich auch auf seiner Gehaltsabrechnung. Dies findet eines Tages auch seine Haushaltshilfe Dragana heraus, die daraufhin in den Streik geht. Und als wenn das nicht schon genug wäre, erreicht ihn ein Brief seiner alten Jugendliebe Maryse, die um die Scheidung bittet. Die beiden hatten sich vor 25 Jahren das Ja-Wort in Las Vegas gegeben - „Eine Schnapsidee!“ wie Antoine die damalige Aktion nennt. Allerdings war ihm nicht bewusst, dass Maryse die Ehe in Frankreich hat anerkennen lassen. Nun befürchtet er, dass er die Hälfte seines Vermögens an seine damalige Jugendliebe verliert und plant daher eine raffinierte Inszenierung, um Maryse von seiner angeblichen prekären Situation zu überzeugen.

Darsteller:
Ingo Göllner, Britta Berz, Andrea Fellermann, Ulrich Herrmann, Carmen Maus
Regie: Ann-Marie Kutter
Technik: Björn Böhnke / Lars-Th. Heine
Regieassistenz: Karin Bauer, Martina Cimminiello

Freitag, 18. November 2022 20:30 Uhr
Samstag, 19. November 2022 20:30 Uhr

Kellertheater Frankfurt, Mainstraße 2, 60311 Frankfurt a.M.

Preis: Vollzahler 12€, Ermäßigt 6€

Karten unter www.kellertheater-frankfurt.de

Samstag 19. November: Vernissage take it and leave it

(Daniela)

Wäre ich heute nicht auf dem Parteitag wäre ich heute bei einer Ausstellungseröffnung in Offenbach, um endlich die Glasarbeiten von Ulrike Markus zu sehen!

take it and leave it

Zusammen mit Thảo Nguyên Eder (Film), Nazlı Moripek (Malerei/Film) und Sarah Stendel (Grafik/Typografie) zeigt Ulrike Markus neue Glasobjekte in einer eigens für die Galerieräume konzipierten Rauminstallation – don't miss!!

20.11.–26.11.2022

Ausstellungseröffnung: Samstag 19.11.2022, 16–19 Uhr

Magma Maria, Hafenplatz 1–3 , Offenbach
Weitere Öffnungszeiten sind:
20.11.–26.11.2022, Do-So jeweils von 16-19 Uhr

Samstag 19. November: SOULFOOD

(Daniela)

Wie Eingangs beschrieben, werde ich heute wohl zu Soulfood gehen. Die Veranstalter schreiben:

Soul-Funk-Disco-Oldschool-Modern
Liebe Soulfood Freunde,
Neben Resident DJ Sportwagen, wird euch unser schon mehrfach gefeierter Gast DJ Yaniv Levy, aka Discofunkspinner aus Tel Aviv, mit euren Lieblingsgrooves verwöhnen. Zudem haben wir eine Premiere bei Soulfood. Zum ersten Mal wird ein Visual Arts Künstler die James Bar mit Videoanimationen bespielen.
Wir freuen uns auf Jo Jacobs, eine weitere ausgelassene Tanznacht und auf euch.

Gallusanlage 7, barrierefrei
Einlass ab 22:00 Uhr. Ende um 03:30 Uhr.

Eintritt: 10,- €

Samstag, 19. November: FFM/ Philipp Boa and the Voodooclub

(Andrea)

Phillip Boa, Songwriter, Komponist, Sänger, Gitarrist und Kopf der Band Phillip Boa and the Voodooclub, gründete 1985 eine Band. Herrje, ist das lange her. Aber mit tollsten Erinnerungen verbunden!!! Nach Propaganda neulich im Nachtleben, es war unglaublich voll, jezt die nächste Zeitreise: Boa war Avantgarde und erlangte ab 1989 mit seiner vom britischen Post-Punk, Indie-/Alternative Rock und Avantgarde beeinflussten Musik internationale Anerkennung. Musikalisch ist der Voodooclub nach diversen Umbesetzungen wieder eine Macht. Ausflüge in Free Jazz oder afrikanischer Voodoo-Kultur erscheinen mühelos und werden geschmackssicher in Songs und Auftritte integriert, ohne die Herkunft der Band (Post-Punk, Indie-/Alternative) zu verraten. Supported wird er von der Britischen SSWin Vanessa Anne Redd. Einlass 18 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 5, Frankfurt

Samstag, 19. – Montag, 21. November: revision. Beobachtungen aus dem Saal 165 C

(Martin)

‚Rechte Gewalt vor Gericht‘ als Thema im Theater!

Die Revision ist, für die Prozessparteien, in unserem Rechtsstaat die Möglichkeit und das Recht, das, was das erstinstanzliche Gericht entschieden hat, auf Verfahrensfehler zu überprüfen. „revision. Beobachtungen aus dem Saal 165C” hält sich nicht an das juristische Protokoll, sondern unterzieht das Gericht und dessen Darstellung einer Überprüfung. Ausgehend von Beobachtungen aus dem Gerichtssaal und der Begleitung des Prozesses, der die Ermordung Walter Lübckes und den versuchten Mord an Ahmed I. verhandelte, sucht die Performance nach neuen Formen des Erzählens. Sie versucht sich an anderen Erzählungen über Anklage, Urteil, Verhandlung und an dem Dazwischen, den Alltäglichkeiten, den Monotonien, dem Warten. Wie ist das Beobachtete einzuordnen? Welche Lücken ergeben sich? Welche Rolle spielt das Gericht in unserer Wahrnehmung von Wirklichkeit und wie lässt sich Gerichtsbarkeit vor dem Hintergrund einer rechtsterroristischen Tat befragen?

Am Samstag, 19. November findet um 18.30h ein Podiumsgespräch ‚Rechte Gewalt vor Gericht – Handeln in Zivilgesellschaft und Justiz‘. Im Gespräch sind: Martín Steinhagen (freier Autor und Journalist), Johannes Murmann (Strafverteidiger), Manja Dimitra Kotsas (Soziologin), Moderation: Sām Sabor.

Am Sonntag, 20. November gibt es ein Gespräch im Anschluss an die Vorstellung, moderiert von Karin Zennig.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/revision/

Samstag, 19. November um 20.00h, Sonntag, 20. November um 18.00h und Montag, 21. November um 11.00h:

revision. Beobachtungen aus dem Saal 165 C
Romanowski/Schilling/Stamer/calendal (Big Image Collective) - Performance
Mousonturm/Saal
Solidarisches Preissystem

Foto: © Romanowski/Schilling/Stamer/calendal

Samstag, 19. & Sonntag, 20. November: Der Schachtelmann

(Martin)

Bühnenadaption des Romans von KŌBŌ ABE

Zum Beispiel du, mein Freund, hast sicher noch nie von einem Schachtelmann gehört. Aber gesehen - gesehen hast du doch bestimmt ...Hör auf, dir etwas vorzulügen. Sicher, ein Schachtelmann fällt kaum auf. Unter Fußgängerbrücken, neben und hinter öffentlichen Toiletten, an Leitplanken und so weiter wirkt er wie Abfall. Nur: Nicht auffallen und nicht sehen sind zweierlei. Ein Schachtelmann ist keine Rarität; es gibt tausend Gelegenheiten, einen zu sehen. Auch du hast schon einen gesehen, da bin ich sicher.«

pan productions (»Gesäubert«(2021), »Der kleine Prinz« (2019)) erzählen mit ihrer Bühnenversion von Kōbō Abes Roman »Der Schachtelmann«, die Geschichte eines Menschen, der der Gesellschaft den Rücken gekehrt und sich in eine Pappschachtel zurückgezogen hat. Die Handlung des Romans scheint sich im Inneren dieses Pappkartons abzuspielen, der von außen zwar zu einer schützende Haut, aber im inneren zu einer Art Labyrinth für den Schachtelmann geworden ist: »Je mehr man sich abmüht, je mehr neue Passagen man in diesem Labyrinth schafft, desto mehr wird die Schachtel zu einer weiteren Schicht der Außenhaut, die direkt aus dem Körper wächst, und die innere Anordnung immer komplexer und undurchdringlicher werden lässt.« Indem er auf die Innenwände des Kartons schreibt, erfindet der Schachtelmann eine neue Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die schließlich aufeinanderprallen.

»Der Schachtelmann« ist ein modernes Märchen über Identitätssuche und -verlust, über Lebenswirklichkeiten in der modernen Großstadt-Gesellschaft. Eine kafkaeske Erzählung über das Betrachten und betrachtet Werden und über die Macht, die eigene Geschichte zu erzählen. Eine Kriminalgeschichte über einen Mord, der passiert sein mag, oder auch nicht. Eine poetische Reise durch einen Bühnenraum voller Pappkartons. Eine Suche nach dem Erzähler, der Wahrheit und dem eigenen »Ich«. Eine verschachtelte Geschichte über einen Schachtelmann, der seine Aufzeichnungen über einen Schachtelmann schreibt, der gerade in seiner Schachtel sitzt. Der Schachtelmann, das ist...

Hier geht’s zur Reservierung: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php
Samstag, 19. November und Sonntag, 20. November um jeweils 20.00
Theater Landungsbrücken, Gutleutstraße 294

Foto: © Christian Schuller

Samstag, 19. November: OF/ Flohmarkt

(Andrea)

Die Nachbarschaftsgruppe „Nachbär“ im Mathildenviertel lädt erstmalig alle Menschen im Quartier zum gemeinsamen Flohmarkt ein. Unterstützung erhält die Initiative vom Quartiersmanagement Mathildenviertel. Stöbern, entdecken und kaufen heißt es dheute on 13 bis 18 Uhr auf dem Mathildenplatz. Mit dabei ist das JuKuMo, das mobile Kunst-Angebot der Jugendkunstschule Offenbach mit vielen Bastelangeboten für kleine und große Kinder. Es wird mitfinanziert vom städtischen Projekt „Besser Leben in Offenbach“. Auch für leckere Speisen und Getränke ist gesorgt und ab 20 Uhr gibt es den Ausklang am Waggon.

Mathildenplatz, Offenbach

Samstag, 19. November: Of/ Das Leben des Diogenes

(Andrea)

Da will ich hin! "Vor ungefähr 2000 Jahren wies der berühmte Philosoph Diogenes auf den Materialismus der antiken griechischen Gesellschaft hin. Dabei machte er sich ungewöhnliche Mittel zunutze: Das legendäre Fass des Diogenes, in dem der Zyniker wohnte, sollte den Menschen auf radikale Art das Leben der Armen vor Augen führen. Genauso kritisch und exzentrisch befasst sich auch der vielfach preisgekrönte Schauspieler, Theatermacher und Performancekünstler Peter Trabner mit aktuellen Themen – und steigt sozusagen mit Diogenes in die Tonne. In „Das Leben des Diogenes“ nimmt er als moderne Reinkarnation des Philosophen unsere Konsumgesellschaft kritisch unter die Lupe. Dabei wird deutlich, dass die Themen, die Diogenes vor 2000 Jahren beschäftigten, immer noch aktuell sind. „Das Leben des Diogenes“ und „Der Tod des Empedokles“ sind Zwillingsstücke, die an zwei aufeinanderfolgenden Abenden in der Wetter- und Klimawerkstatt zu sehen sind. Tickets für 10 € sowie ein Kombiticket für beide Veranstaltungen zum ermäßigten Preis von 15 € sind über FrankfurtTicket erhältlich. 19 Uhr

Wetterwerkstatt, Frankfurter Straße 39. Offenbach

Sonntag, 19. November: KICK LA LUNA

(Daniela)

Ob Soul oder Salsa, Funk oder Fußballhymne, Brazil oder Balladen – die fünf Musikerinnen von KICK LA LUNA spielen seit 30 Jahren erfolgreich in der Musikszene. Die Band aus Frankfurt am Main bietet mitreißende Konzerte mit Entertainment-Qualitäten. KICK LA LUNA ist in Deutschlands Worldmusic-Szene eine Institution. Kaum eine deutsche Band hat weltmusikalisch eine derartige Bandbreite. Mit ihrer 10. CD „Nicht ohne uns“ verfeinern sie ihren unverwechselbaren Stil: „…Charakteristischer mehrstimmiger Gesang, kraftvolle Soulstimmen, mitreißende Hooklines, komplexe afro-brasilianische Rhythmen, moderne Salsa-Arrangements, Funk-Riffs und engagierte Texte sind die Markenzeichen ihrer Songs…“ (Presseauszug). Mit ihren Songs engagiert sich die Band für Gleichberechtigung und Vielfalt. Ihre Vision einer kulturverbindenden Worldmusic ist ihre Antriebsfeder und bildet eine ganz natürliche Brücke zu ihrem eigenen musikalischen Background. Wunderbar.

Brotfabrik. F, Bachmannstr. 2
VVK: 19 EUR inkl. Gebühren, 20 Uhr
Foto: Brotfabrik

Samstag, 19. November: Our Song

(Martin)

Akira Takayama

Menschen aus 178 Nationen leben in Frankfurt laut offiziellen Zahlen zusammen. Doch noch weit höher ist die Zahl der Sprachen und Dialekte, die in der Stadt gesprochen und gesungen werden. Mit „Our Songs“ lädt der japanische Regisseur Akira Takayama Menschen aus der Region ein, in ihren Sprachen Lieder, Gedichte und Geschichten aus der Vergangenheit mit dem Publikum zu teilen.

Für einen Nachmittag verwandelt sich bei dieser Uraufführung der Frankfurter Fassung der Große Saal der Alten Oper in eine traditionelle japanische Kabuki-Bühne: Ein langer, erhöhter Steg führt die Beteiligten einzeln über den Zuschauerraum hinweg bis auf die Bühne, wo sie die Stimmen der Stadt hörbar machen und für all jene singen, sprechen und rezitieren, die nicht (mehr) mit dabei sein können.

Parallel wird die Veranstaltung als Public Viewing in die B-Ebene der Hauptwache übertragen

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.alteoper.de/de/programm/veranstaltung.php?id=522517361
Samstag, 19. November um 16.00h: Our Song - Akira Takayama
Mousonturm/Alte Oper – Dauer 4 Stunden, Ein- und Auslass jederzeit möglich.

Foto: © ohne Credit verwendbar

Samstag 19. November: Melli redet mit

(Daniela)

Ein schönes Format hat Melli mit ihrer Show: "Melli redet mit..." gefunden.

MELLI REDET MIT - Ein Abend mit Gästen
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez

„Support your local Artist“ ist das Motto der Show. Die Gastgeberin und auch ihre Gäste aus Theater, Musik, Kunst und Kultur der lokalen Szene bekommen hier den Glamour, den sie wirklich verdienen. Ein Abend mit Couch, Stehlampe, Musik, Alkohol und Perlen der Region.
Es geht um vieles und um nichts und um Mellis Lieblingsthese: Wer ewig haarscharf am Ruhm vorbeischrammt, hat länger was davon.

Ausgabe 28 am Samstag, 19. November 2022 // 20.00h

Mellis Gäste:
Barbara Bisicky-Ehrlich
, Schriftstellerin, Synchronsprecherin, Schauspielerin. Sie ist Tochter tschechischer Emigranten und wuchs in Frankfurt auf. Zum Studium der Theaterregie ging sie zurück nach Prag. Sie absolvierte danach ein Redaktionsvolontariat beim Südwestfunk, wurde Sprecherin und schrieb 2018 ihren ersten Roman, der sich humorig mit dem Spannungsfeld von gelebter jüdischer Tradition und moderner Lebensweise beschäftigt. Mit ihrem neuesten Buch "Der Rabbiner ohne Schuh" ist sie auf Lesereise unterwegs. Uns wird sie mit ihrer tollen Stimme bestimmt auch eine Passage draus vorlesen.  

JULAKIM, Sängerin, Architektin, Kulturnetzwerkerin. Diese Frau ist ein Phänomen. Als Architektin hat sie u.a. in der Wüste Mali ein nachhaltiges und preisgekröntes Schul- und Versammlungszelt gebaut, unterrichtete an der TU Damstadt das Fach Planen und Bauen und ist seit 2013 als Singer/Songwriterin unterwegs. Dafür hat sie direkt mal eine Tour durch Südamerika organisiert. Dort entstand dann auch ihre CD Itufi - to the tropics and back. Sie singt in deutsch, spanisch, englisch, portugiesisch und französisch (Sprachen hat sie nebenbei auch studiert) und das tut sie so ausdrucksstark und optimistisch, dass es eine Freude ist, ihr zuzuhören. Ihr werdet's erleben.

Michael Leopold aka Monsieur Bretzelberger, Zauberer, original aus der Bredouille. Er ist der charmanteste Magier, den ich kenne und ist im Genre der Comedymagic unterwegs. Er selbst bezeichnet sich als eine Mischung aus David Copperfield und Michael Schanze, was durchaus zutreffend ist. Mit französischem Akzent zeigt der mehrmalige Vizemeister der Zauberkunst dem gespannten Zuschauer den schmalen Grat zwischen genialer Zauberei und grandiosem Scheitern auf. Aber da wir ja Michael Leopold auf dem Sofa haben, werde ich natürlich zu erfahren versuchen, was hinter dem Zauberer für ein Mensch steckt. Mal sehen, ob ich das herausfinden kann.  

Und natürlich mit meiner (M)ein-Mann-Band Martin Grieben und Frau von Spangenberg (wenn Sie sich von ihrem Ex in Homberg Efze losreißen kann)

Tickets über diesen Link: https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/632edaf7b4e55a044a29b20f/ Oder www.melinahepp.com   Bis 31.10. gibt den Frübucherpreis von 12.50 € 

Foto: To Kuehne

Sonntag 27. - Sonntag 4.12.: Film: MUTTER, MUTTER. KIND

(Daniela)

Wir hatten ja bereits zur Premiere auf den Film Mutter Mutter Kind von Annette Ernst hingewiesen und ihn euch sehr ans Herz gelegt, da er uns sehr berührt hat. Aufgrund des großen Erfolgs im Frankfurter Kino läuft der Film nun an den Wochenenden in Orfeos Erben wieder an und im Filmforum Höchst gibt es ein Filmgespräch.

Termine im Orfeos:
Sonntag, 27.11. um 17:30 Uhr
Samstag, 3.12 um 18 Uhr
Sonntag, 4.12. um 17:30 Uhr

Der Film erzählt ein seltenes Langzeit-Familienporträt (2009 - 2021) über zwei Frauen und ihre drei Söhne und von einem überraschenden Familienuniversum, das im Laufe der Jahre entstanden ist.

Werkstattgespräch am Samstag, 26. November von 10 - 16 Uhr im Filmforum Höchst. Hier könnt ihr den Film anschauen und Regisseurin Annette Ernst und Produzenten Sebastian Popp alles Fragen was ihr schon immer über Dokumentarfilm im allgemeinen und diesen im Besonderen wissen wollt. Infos und Anmeldemöglichkeiten hier: https://www.filmhaus-frankfurt.de/de/seminare/langzeitdokumentation--werkstattgesprach-zu-mutter-mutter-kind--lets-do-this-dif-21

Auszug aus den Pressestimmen:

„Kinematographische Langzeitbeobachtungen sind ebenso aufwendig wie selten. So wichtig wie diese war lange keine mehr. (…) Dramaturgisch klug montiert, wie der Film überhaupt toll von Anja Lüdcke geschnitten ist, holt Ernst immer dann den nächsten Hammer raus, wenn das Publikum nicht mehr damit rechnet.“ Kino-Zeit.de

„ein beeindruckender Film. (…) Bunt, anders und sogar ziemlich komisch, ein gute Laune Film.“ Hessenschau

„Herzensprojekt mit Erkenntnisgewinn… so können die Zuschauer in „Mutter Mutter Kind“ gewissermaßen im Zeitraffer auch die riesigen gesellschaftlichen Veränderungen sehen, die sich ereignet haben... wie schwer es in persönlichen Beziehungen dennoch sein kann, verschweigt der Film nicht.“ FAZ

„Diese außergewöhnliche Konstellation lässt den Zuschauer wie durch ein Brennglas auf sein Verständnis von Familie schauen: liebevoll, ehrlich und schonungslos.“ Welt am Sonntag

„Es sind die Protagonist*innen und ihre außergewöhnliche Familienwerdung, die fesseln.“ EPD Film

„Ein großartiges Plädoyer über das, was Familie ausmacht“ EMMA

„Annette Ernst zeigt mit ihrem einfühlsamen Dokumentarfilm (…), dass es sich lohnt, hin und wieder über den eigenen Tellerrand zu blicken“. Freitag.de

Prädikat „Besonders wertvoll“ &  4,5 von 5 Sternen von Kinder-und Jugendjury der FBW, geeignet ab 13 Jahren

Sonntag 20. November: Frankfurter Orchester Gesellschaft

(Daniela)

Ina hat mich auf das Konzert der Frankfurter Orchester Gesellschaft hingewiesen. Das wird bestimmt ein sehr schöner Abend!

Es musizieren:
Thomas Gimnich, Oboe / Virginia Eberle, Klarinette / Paul Landsiedel, Horn / Machiko Kurosaki, Fagott. Stefan Schmitt, Dirigent

Sie spielen:

SCHUBERT, Ouvertüre zu "Fierrabras" D796, Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 "Tragische"

MOZART, Sinfonia Concertante Es-Dur KV 297b

Sonntag, 20. November 2022, 19 Uhr
Dr. Hoch's Konservatorium, Clara Schumann Saal, Frankfurt
www.frankfurter-orchester-gesellschaft.de

Karten an der Abendkasse zu 18,- Euro / Schüler und Studenten ermäßigt 8,- Euro
freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren

Sonntag, 20. November: Of/ Flight Attendant

(Andrea)

Der Hafen 2 hat einen Preis eingeheimst und das wird gefeiert! Der APPLAUS Preis (Abkürzung für, Konzentration bitte: Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten) der Initiative Musik zeichnet das Team um Andrea und Alex aus in der Kategorie "Beste Livemusikspielstätten". Dafür schon mal einen Tusch! Dariert ist der Preis auch noch. 30.000 Euro fließen in die Kasse des suesswasser e.V. und werden sicher sinnvoll eingesetzt. eingesetzt. Anlässlich des Preises spielen um 16 Uhr Flight Attendant https://youtu.be/5btSnKbe0TM - denn für solche Konzerte haben wir den Preis erhalten, schreiben sie. 

"Diese vielversprechende Band bringt Zukunftsmusik auf die Bühne. Space Pop galore. Sie mischen Rock mit Pop-Hooks und leichten Synth-Texturen und bringen Einflüsse zusammen, die von Kings of Leon bis Vivaldi und Lana Del Rey reichen. Mit ihren ekstatischen Live-Auftritten und hypnotischen Melodien haben sie sich im Raum Nashville bereits etabliert und eine treue Fanbase erarbeitet. (entnommen: Ilses Erika, Leipzig). Ab 16 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Dienstag 22. - Donnerstag 24. November: teAtrum 7 »Macbeth - When Shall We 3 Meet Again?«

(Daniela)

»Macbeth - When Shall We 3 Meet Again?«von William Shakespeare im Gallustheater

General Macbeth wird von drei Hexen geweissagt, dass er Than von Cawdor und dann König von Schottland werde. Als Boten die Nachricht bringen, König Duncan hätte Macbeth zum Than von Cawdor ernannt, beschließt Lady Macbeth, dass der zweite Teil der Prophezeiung auch baldigst wahr werden sollte, und treibt ihren Mann an, den König zu ermorden. Macbeth vollzieht den Mord, als Duncan bei ihnen zu Gast ist, und macht sich zum König. Als Mörder diffamiert er Duncans eigenen Sohn Malcolm. Obwohl Macbeth und seine Frau von ihrem Gewissen gequält werden, halten sie mit blutiger Gewalt an der Macht fest....

teAtrum 7 bringt nun mit »Macbeth - When Shall We 3 Meet Again?« seine 16. Produktion bei uns heraus.

Mit: Josephine Grindley, Nora Kühnlein, Luise Schlingmann, Matthias Hock, Norbert Hornauer
Regie: Sascha Weipert
Text: William Shakespeare und Ensemble
Fotos: Sascha Weipert

Dienstag,   22.11.22 - 19:30 Eur 16/12/8 Karten
Mittwoch,   23.11.22 - 19:30 Eur 16/12/8 Karten
Donnerstag, 24.11.22 - 19:30 Eur 16/12/8 Karten

Gallustheater, Kleyerstraße 15, 60326 Frankfurt

Mittwoch, 23. November: Of/ Quo vadis Wetterwerkstatt?

(Andrea)

Unbemerkt und unaufhörlich mausert sich die kleiner Wetter- und Klimawerkstatt zu einem Ort mit viel Programm außerhalb des Wetters. Ein Grund, weshalb sie hier auch verstärkt stattfindet. Weil ein Umzug ansteht, nutzen die Macher:innen die Gunst der Stunde und frafen nach: Was soll, was kann die Wetterwerkstatt sein. Was soll stattfinden, welche Themen sind hot, welche not? "Interaktive Ausstellungen, faszinierende Workshops und Veranstaltungen: Unsere Wetter- und Klimawerkstatt wird größer und wird Mitte 2023 im Herzen Offenbachs mit spannenden Programmen wiedereröffnet. Dafür möchten wir vorab eure Meinung hören: Wie gefällt euch das bisherige Konzept? Welche Themen findet ihr spannend? Was möchtet ihr zukünftig sehen und welche Veranstaltungen wollt ihr besuchen? Das soll heute ab 19 Uhr bei in einem Workshop besprochen werden. Meldet euch ganz einfach vorher unter info@wetterwerkstatt.de an.

Wetterwerkstatt, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Mittwoch, 23. November: Of/ Wort.Wein.Kunst

(Andrea)

Außerdem sind heute Konstanze Schneider & Ida Todisco mit ihrer kleinen Literatur- und Weinreihe im BOK und haben Holm-Uwe Burgemann und Konstantin Schönfelder - die beiden künstlerischen Leiter von PRÄPOSITION https://www.praeposition.com/ zu Gast. Das wird sicher ein spannender & netter Abend werden ...Dazu gibts Wein von Gregori, Le Midi & Kunst von Nikolaus Kockel & Jasper Bamberger - aufbruch. In ihrer Einzelausstellung in der Galerie des Bund Offenbacher Künstler präsentiert das Künstlerduo Kockel&Bamberger eine raumfüllende Installation. Inspiriert vom Aquavit Linie werden die Wände des Kunstvereins mit Mythos und Abenteuer angereichert. Dem Raum wird eine neue, kosmopolitische Aura verliehen." 19 Uhr

BOK Galerie, im Kulturkarrée, Kirchgasse 29, Offenbach am Main  

Donnerstag, 24. November: Solastalgia von Thomas Köck

(Martin)

Dieser Abend ist eine Sensation – eigentlich Theater – aber ein bisschen auch Sprechoper. Um was es geht ist gar nicht so einfach zu sagen; doch ist allein das Spiel der Schauspielerinnen so grandios, dass die Freude kaum zum Aushalten ist.

Hier einfach mal einige Kritiken:

»Zum Jauchzen schön: ein allein mit lateinischen Pflanzennamen bestrittenes Sprech- und Singduett von Lindner und Meded. Eine Weltneuheit, die mit lebenden Pilzlandschaften im Stil eines Hörsaals gefertigte Öko-Bühne. Ganz unbedingt und very very empfohlen, weil, weil, weil - ach, –lasst es euch sagen und zeigen.« Strandgut, Oktober 2022

»Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor, monologisieren, werfen sich die Worte und Sätze zu. Das geschieht in einem hohen Tempo, intensiv, scharf und total durchrhythmisiert, der stramm organisierten Welt entsprechend, von der der Text berichtet. Wehe der, die die da nicht mithält, aber den Schauspielerinnen gelingt es mit Bravour, und wenn sie nicht doch einmal stolpern würden, müssten sie Roboter sein.« Frankfurter Rundschau, 26. September 2022

»Der Dramatiker Köck inszeniert selbst, mit einer Sorgfalt, die bis zu dem von einem Pilzmyzel hergestellten Bühnenbild und den sprechenden Kostümen aus Plastikmüll und Neopren den Mythos eines deutschen Waldes, Turbokapitalismus und das buchstäbliche Burnout eines Vaters, scheinbar Disparates, ebenso desolat wie schlüssig zusammenbringt, als ununterbrochenes „weil“. Katharina Linder, Mateja Meded und Miriam Schiweck sprechen im Chor grandios präzise, spielen wundervoll in ständigen Stimmungswechseln von trockenem Witz bis Abgrund.« FAZ, 26. September 2022

Hingehen!!!

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/solastalgia/1054/

Donnerstag, 24. November um jeweils 20.00h: Solastalgia von Thomas Köck
Uraufführung im Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt

Foto: © Robert Schittko

Donnerstag, 24. November: Of/ Diamant

(Andrea)

Je nach Wetter radele ich später nochmal in die City Kunst gucken, Musik hören, Menschen treffen: Heute ist das Diamant geöffnet, ab 19 Uhr.

Diamant, Frankfurter Straße 8, Offenbach

VORSCHAU
Freitag 25. November: WORTMELDUNGEN - Lesenacht

(Daniela)

Bei der diesjährigen WORTMELDUNGEN-Lesenacht dreht sich alles um junge literarische Stimmen zu Flucht, Exil und Heimatlosigkeit.

„Schiffe vor Anker, Autos auf Parkplätzen, aber ich bin diejenige, die kein Zuhause hat“. Wie lassen sich Flucht, Exil und Heimatlosigkeit in Worte fassen?

Mit dieser Frage richtete sich Volha Hapeyeva, Trägerin des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2022, an die Nachwuchsautor:innen. Die Antworten sind intensive literarische und oftmals persönliche Reflexionen des Fortgehens, Ankommens oder auch Fremdbleibens. Sie thematisieren den Umgang mit Kriegsfolgen und -traumata in der Familie ebenso wie die direkte Begegnung mit Neuankömmlingen oder die bürokratische Verwaltung von Geflüchteten.

Volha Hapeyeva wird im Laufe des Abends gemeinsam mit der Jury die Förderpreise an die drei Gewinner:innen Juli Mahid Carly, Irina Nekrasov und Jonë Zhitia verleihen. Durch den Abend führt Lara Sielmann.
Musikalisch gerahmt werden die Lesungen durch Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst aus dem Studiojahr Schauspiel; am Klavier begleitet Günter Lehr.

Es lesen Juli Mahid Carly, Nicole Collignon, Muri Darida, Julienne De Muirier, Anna Fedorova, Tara Meister, Sophia Merwald, Irina Nekrasov, Sophia Strasser, Jonë Zhitia.

Es singen Miguel Klein Medina, Arsalan Naimi, Miriam Schiweck, Anastasia Struzhak.

Es moderiert Lara Sielmann.

Freitag, 25.11.2022
um 19:00, Einlass ab 18:00
jugend-kultur-kirche sankt peter, Bleichstraße 33, 60313 Frankfurt

Eintritt frei

Alle Informationen rund um die Preisträger:innen und die Lesenacht finden sich auf: www.wortmeldungen.org

Freitag, 25. November: Of/ Born in Evin

(Andrea)

Schon gewusst? Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und immerhin positioniert sich die Wetterwerkstatt klar für #womenlifefreedom und zeigt in der neuen kleinen und von einem gewissen Daniel B. kuratierten Reihe "Born in Evin": "Als vor vierzig Jahren der Shah samt der iranischen Monarchie gestürzt wurde, ließ der neue religiöse Führer Ayatollah Khomeini nach seiner Machtergreifung Zehntausende von politischen Gegnern verhaften und ermorden. Unter den Gefangenen des berüchtigten Evin-Gefängnisses in Teheran waren auch die Eltern der Filmemacherin. Beide überlebten und flohen nach Deutschland. Seitdem wurde innerhalb der Familie kein Wort über die Zeit im Gefängnis gewechselt. Maryam Zaree versucht mit ihrem Film, sich dem jahrzehntelangen Schweigen zu stellen und persönlichen Fragen auf die Spur zu gehen. Angesichts der aktuellen Frauenbewegung im Iran und der Verhaftung von mehreren Filmschaffenden – darunter auch der preisgekrönte Regisseur Jafar Panahi –, möchten wir mit der neuen Filmreihe „Iranisches Kino“ ein Zeichen für Kunstfreiheit und Demokratie setzen sowie Solidarität mit den Protestierenden im Iran zeigen.19 Uhr. Eintritt? Pay what you want! Wir empfehlen einen Beitrag von 7 Euro. 

Wetter- und Klimawerkstat, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Samstag, 26. November: Julie Kuhl > BORN WITH NOSTALGIC BONES

(Uwe)

In einer Woche erscheint beim Frankfurter Musiklabel Jazz Montez das zweite Album von Julie Kuhl. Die junge Frankfurter Singer-Songwriterin bewies bereits mit ihrer ersten, hier besprochenen Platte „Flowers and Candles”, dass sie ein herausragendes Talent ist, eine wunderbare Stimme und ein Händchen für schöne Kompositionen hat. Bestätigung findet man beispielsweise schnell, wenn man den Song „Where Seabirds Scream“ vom eben erwähnten Debüt auf Spotify hört oder das Video auf Youtube schaut. Manchmal ist die Welt gerecht und Talente werden gefördert. So konnte Julie Kuhl ein zweites Album schreiben unter sehr guten Bedingungen produzieren (aufgenommen wurde „Born With Nostalgic Bones” in Berlin und Frankfurt mit 18 Musikerinnen und Musikern aus ganz Deutschland inklusive Streicher- und Bläserarrangements). Inspiriert wurde sie beim Schreiben unter anderem von Phoebe Bridgers, die auch für mich die derzeit alles überragende Sängerin ist. Heute (18.11) erscheint die Vorabsingle „Lonely Freaks“ am nächsten Freitag das komplette Album (25.11) und am Samstag danach (26.11) stellt sie da Platte beim Releasekonzert im Kunstverein Familie Montez

Releasekonzert im Kunstverein Familie Montez
F, Honsellstr. 7
20 Uhr
Tickets: VVK 18 EUR zzgl. Gebühren

Samstag, 26. November: THE DEAD SOUTH

(Uwe)

Laut Wikipedia wurde der Bluegrass um die Zeit des Zweiten Weltkriegs in den Bergen von Kentucky und Tennessee erfunden. In der um einige Elemente angereicherten Countrymusik spielt das fünfsaitige Banjo eine wichtige Rolle. Selbstverständlich haben auch die Kanadier von „The Dead South“ einen Banjospieler dabei. Er heißt Colton „Crawdaddy" Crawford, und der Name erinnert etwas an alte Western mit John Wayne und James Stewart. Zurück zur Musik: „Es begann vor gut zehn Jahren an einer Universität in Saskatchewan und wurde zu einem stattlichen Siegeszug, der The Dead South auf der ganzen Welt bekannt machte: Dabei klang die Idee, das Genre Bluegrass wieder aufleben zu lassen, auch 2012 noch eher wagemutig. Aber Nathaniel Hilts, Scott Pringle, Colton „Crawdaddy" Crawford und Danny Kenyon schafften es von Anfang an, ihre Crowd mit Banjos, Mandolinen und Akustikgitarren in Bewegung zu halten …“ Yippie!

Zoom. F, Carl-Benz-Str. 21
20:00H / SUPPORT: SHRED KELLY
Tickets: 35€ zzgl. Gebühren

Bild: Zoom

Samstag, 26. November: Of/ Aman Aman

(Andrea)

Neues aus dem Zweitlofft, Bobbel und Matthias laden zur musikalischen Entdeckung: "Das Trio AMAN AMAN baut musikalische Brücken zwischen verschiedenen Zeiten und Kulturen. Aus verschiedenen musikalischen Einflüssen und Erfahrungen heraus entwickelt das Trio seinen eigenen Stil und in der ungewöhnlichen Besetzung einen besonderen Sound. Lieder aus dem spanischen, orientalischen und deutschen Kulturkreis treffen auf neue Kompositionen und Jazz des 21. Jahrhunderts. Bekanntes wird transformiert und zeigt neue Aspekte auf. In den eigenen Kompositionen werden nordindische Ragas oder arabische Rhythmen verarbeitet. Jazz und Flamenco, aber auch Lieder der Renaissance und dem Mittelalter finden Eingang in das Repertoire. Die Musikerinnen vom www.trio-amanaman.com Araceli Fernández González – Gesang Solo, Frame Drum Anka Hirsch - Violoncello – Gesang, Frame Drum Marliese Glück – Solo Percussion, Gesang bewegen sich abseits der gängigen Musikgenres. Lasst euch von ihren Ideen, Klängen und Rhythmen verzaubern. Der Fokus liegt an diesem Abend auf Spanien – musikalisch wie kulinarisch."Einen Vorgeschmack findet Ihr hier https://www.youtube.com/channel/UCf5Ei3VzrT5F-n-NttUg2DA Beginn 19 Uhr, 15 Euro pro Ticket Kartenreservierungen mit dem Betreff ‘AMAN AMAN’ bitte unter kontakt@zweitlofft.de

Zweitlof.ft Bernardstraße 13, Offenbach am Main

Sonntag, 27. November: FFM/ Little Simz

(Andrea)

Little Simz ist meine musikalische Entdeckung des Jahres (und da haben die Algorithmen tatsächlich mal einen guten Job gemacht. Sonst frage ich mich immer, ob Spotify sich schlicht verwählt hat, bei dem, was mir da teilweise angeboten wird). Aber die Engländerin macht das erstmal wett. Ihre Musik ist variantenreich, sie selbst bezeichnet ihre Musikals "Rap Experimental". Fest im Hip-Hop Subgenre Grime verwurzelt,ist Little Simz offen gegenüber Einflüssen verschiedenster Musikstile und -genres aus. Elemente aus Rock, Jazz und sogar Klassik verleihen ihren Produktionen eine Genre-untypische, musikalische Vielschichtigkeit. Highly recommended!! Deshalb bin ich auch schon sehr gespannt auf den Abend mit ihr im Zoom. "Simbiatu Ajikawo hat sich für ihre aktuelle Entpuppung als Little Simz Zeit gelassen. Noch vor ein paar Jahren sah man die Londoner Rapperin und Schauspielerin („Top Boy“) in verwaschenem Jeans-Overall auf der Bühne. Mit ihrem aktuellen Album „Sometimes I Might Be Introvert“ präsentiert sie sich 2021 allerdings im geschmackvollsten R&B-Afro-Chic mit Verbeugung vor ihren nigerianischen Wurzeln. Weniger Street, mehr Glam? Ihr so cooler wie messerscharfer Conscious-Flow wird auf Orchester-Wolken gebettet, bleibt verdammt real. Und so finden die private ‚Simbi‘ und die glamouröse Little Simz im ambitionierten soulful HipHop zusammen - on stage stilecht mit kompletter Band."

Zoom, Carl-Benz-Straße 21, Frankfurt

Montag, 28. November: Helene Hegemann im Literaturhaus - HYBRID

(Petra)

"Wenn man so will, schwingt der Schrei nach Liebe überall mit." Dieses Zitat trifft mich voll ins Herz. Dieses Buch muss auf meinen Lesestapel, ganz klar. Außerdem: Eine Autorin wie sie gibt es eben nicht x-fach. Helene Hegemann ("Axolotl Roadkill", 2010) hat einen Zugriff auf unsere Wirklichkeit, der in sich radikal, poetisch, wuchtig, manchmal toxisch, immer zwingend ist. In "Schlachtensee" sprengt Hegemann in 15 Stories sämtliche Kategorien, über die wir die Gegenwart zu begreifen versuchen. Ein Pfau wird mit einem Golfschläger getötet und entlarvt die Doppelmoral der amerikanischen Kulturelite. Eine junge Frau will zu ihren Eltern in die österreichische Provinz fahren und verpasst immer wieder ihre Station. Ein Bad in der Wolga markiert das Ende einer zerstörerischen Beziehung. Ein Junge verliebt sich in einen anderen, während sie von einer Rotte Wildschweinen umzingelt werden. Ein Gemälde von Monet stürzt einen Kunstexperten in eine tiefe Sinnkrise. "Wenn man so will, schwingt der Schrei nach Liebe überall mit", nannte Literaturkritiker Gerrit Bartels das. Das Gespräch über eine Welt, in der Gewalt am gefährlichsten ist, wenn sie unterdrückt werden soll, führt Sandra Kegel (F.A.Z.) mit der Autorin. Wie gerne würde ich da im Publikum sitzen, wenn ich keinen Jobtermin hätte. Aber Ihr könntet dabei sein: Wie wärs? 

Foto: Helene Hegemann©Joachim Gern

Helene Hegemann: Schlachtensee - Lesung und Gespräch, HYBRIDVERANSTALTUNG, Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.), Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adressse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket: 12 (8) EURO / Streamingticket 5 Euro, Tickets gibt es hier

(Daniela)

Zu gerne würde ich heute Abend zum Streitclub gehen, denn ich finde das Format, insbesondere die programmatische Einbindung einer Schulkasse, eine sehr gute Idee und verspreche mir davon keine nüchterne Diskussionsrunde von denen es leider viel zu viele gibt.

Es wird dieses Mal um die Frage gehen "Verjährt politische Schuld?" Das Thema wird mit zwei HistorikerInnen diskutiert, Dr. Franziska Davies und Prof. Andreas Rödder. Als Schulklasse beteiligt sich dieses Mal ein Leistungskurs Politik und Wirtschaft der Schillerschule. Die Frage der politischen Schuld wird einerseits in der geschichtlichen Dimension besprochen werden, aber auch unter der Frage, wie dies unseren Umgang mit aktuellen Krisen beeinflusst.

StreitClub #5: Verjährt politische Schuld?

Am 9.11. gedenken wir der Reichspogromnacht. Grund genug, die Frage nach politischer Schuld, Sühne und Verantwortung erneut zu stellen. Immer wieder wird gefragt, ob es nicht auch ein Ende politischer Schuld und Sühne geben müsse. Vom Schuldkult sprechen Rechtsextremisten und meinen damit, dass der übertriebene Fokus auf Verbrechen nur die vielen Leistungen und Verdienste der Vergangenheit verdeckt.

So weit gehen viele nicht und fragen doch, ob auch dann, wenn die Generation, die für begangene Verbrechen und Leid verantwortlich ist, nicht mehr lebt, ihre Nachkommen noch Schuld tragen.

Lassen sie sich verantwortlich machen und müssen sie Verantwortung übernehmen? Und wofür tragen sie dann noch Verantwortung? Für die Verbrechen, für die Erinnerung an die Verbrechen oder für ein „niemals wieder“?

Kosten: 12 €, ermäßigt 10 €, online
Veranstaltungsort: The English Theatre Frankfurt, barrierefrei
Frankfurt: Montag, 28. November, 19.30 Uhr, The English Theatre Frankfurt

Dienstag, 29. November: Darmstadt/ Der Fee, die Fee und das Monster

(Andrea)

Schade. Wäre Lili jetzt noch klein und/oder ich nicht im Büro, wäre ich heute bei den Stromern und könnte ENDLICH Der Fee, die Fee und das Monster live sehen. Das Stück kenne ich nämlich schon sehr sehr lange, weil Rainer Michel (korridor.info) seinerzeit die Musik dafür gemacht hat. Unbedingt zu empfehlen!! "Dicke Luft in der Feeneinsatzzentrale: Seit Wochen sitzen die Fee Lavendel und ihr neuer Kollege, der Fee Gigi, nun schon auf der Reservebank.
 Kein Wunder also, dass beide darauf aus sind, wenigstens die gelegentlich hereinkommenden Hilfsarbeiten abzustauben. Dabei sind gerade Lavendel alle Mittel recht. Als Monster Gregor aus der Angst-und-Schrecken-Abteilung vorbeischaut wird es allerdings spannend. "Schräg, schrill, schön, ein witziges Stück darüber, wie man sich am eigenen Schopf aus der Lethargie ziehen kann." (Jurykritik Kaleidoskop-Festival Hessen 2007) Mit Birgit Nonn, Thomas Best, Andreas Konrad Buch und Regie: Esther Steinbrecher Ca. 55 Min., ab 5 Jahren 8,- Euro für vorangemeldete Gruppen ab 10 Personen: 6,- Euro

Theater Moller Haus, Sandstraße 10. Darmstadt

Dienstag, 29. November: FFM/ Negramaro

(Andrea)

Von jenseits der Alpen kommen Negramaro und bringen den Süden in die Batschkapp. Das wird sicher nett, denn sie sind Italiens erfolgreichste Pop-Rock-Band der Gegenwart. Zu ihren Shows in der Heimat pilgern regelmäßig mehrere zehntausend Fans, sie spielten bereits für den Papst sowie für Italiens Regierungschefs und komponierten die offizielle Hymne der italienischen Fußballmannschaft für die WM 2014 in Brasilien. „Casa 69“ aus 2010 um größtmögliche Internationalität. Sie nehmen ihre Platten nun teils in den USA, Kanada, UK sowie etlichen weiteren Ländern auf und arbeiten mit internationalen Top-Produzenten wie David Botrill (Muse, Placebo) und Jaquire King (Kings of Leon, Bon Jovi, Editors). Zu ihren Shows in Italien pilgern 30.000 bis 50.000 Besucher, zu den (fast) jährlichen Highlights zählen ihre „First of May“-Konzerte sowie die Jahresend-Shows an Silvester, zu denen regelmäßig an die 100.000 Fans zusammenfinden. Heute sind sie mit einem besonderen Unplugged-Setup in Frankfurt. Einlass 18 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Mittwoch 30. November: Spotlight Jazz: Big Band Divas

(Daniela)

Ich freue mich auf den SPOTLIGHT JAZZ Abend! Big Band Divas

Es sind Sängerinnen wie Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Billie Holiday, die mit ihren einzigartigen Interpretationen und virtuosen Scat-Soli bis heute Generationen von Jazzvokalist*innen beeinflussen. An diesem Abend verneigt sich die hr-Bigband vor den großen Diven des Vokaljazz. Mit dabei am Mikrofon: Claire Martin. Die Britin kann längst selbst auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Für ihre Verdienste als Sängerin und BBC-Radiomoderatorin wurde ihr der Order of the British Empire verliehen. Ihre Vorbilder hat sie nicht nur gesanglich genau studiert – und weiß daher auch so einiges über sie zu erzählen. Die Leitung an diesem Abend wird ihre enge Kollegin Nikki Iles übernehmen. Ein richtiger "Lady Day" also!

Mehr Infos: https://www.hr-bigband.de/konzerte/konzerte-2022-23/big-band-divas-,bigband-divas-100.html

Ort: hr-Sendesaal, Bertramstraße 8, Frankfurt

Donnerstag, 01. – Samstag, 03. Dezember: hip piece / Verena Billinger & Sebastian Schulz

(Martin)

Tanz!

Rhythmen, die die Hüften in Bewegung versetzen und die Hintern wackeln und zittern lassen: Shake your booty! „hip piece“, das neue Stück des Choreograf*innen-Duos Verena Billinger und Sebastian Schulz ist der Körpermitte gewidmet, dem Zentrum der Begierde und der Lust, dem Motor des Tanzes. Und verortet sich damit mitten in den aktuellen kulturellen Auseinandersetzungen um Aneignungen und Besitzansprüche, Erotisierung und Exotisierung, Sexualitäten und Geschlechtlichkeit, Identitätspolitiken und Universalismus.

Auf der Bühne: eine Gruppe von Tänzer*innen verschiedener Herkunft und tänzerischer Ausbildung, die sich von Expert*innen für Afro Dance, Afro House, sogenanntem orientalischen Tanz oder Bauchtanz, Dancehall, verschiedenen Hip-Hop-Stilen (Popping, Locking u.a.), Salsa und Twerking in die Kunst des Hüftschwungs haben einweihen lassen. Sie präsentieren ihren Zugang zu den neu gelernten Bewegungen – mal nüchtern, analytisch und verletzlich, mal spielerisch und ausgelassen. Dabei erforschen sie den Tanz als Möglichkeit, sich von Zuschreibungen freizumachen und mehr und anderes zu werden, als sie auf den ersten Blick sind.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/hip-piece/
Donnerstag, 1. – Samstag, 3. Dezember um jeweils 20.00h
Mousonturm/Saal / Solidarisches Preissystem

Foto: © Florian Krauß

Freitag, 02. - Donnerstag 22.12.: Weihnachtsmarkt in Alt-Sachsenhausen

(Daniela)

Vom 02.12. bis 22.12. findet nun bereits zum 6. Mal der Alt-Sachsenhäuser Weihnachtsmarkt auf dem Paradiesplatz statt. 

Rund 10 Stände werden den malerischen Platz im Herzen Alt-Sachsenhausens knapp 3 Wochen lang täglich von 16:00 bis 23:00 Uhr beleben. 

Highlights des Weihnachtsmarktes sind sicher die riesige Bembel-Krippe, der elektronische Tannenbaum, die Lebndtierkrippe und das nostalgische Kinder Karussell. 

Die Initiatoren des Weihnachtsmarktes sind engagierte Mitglieder von AltSaxNeu, der Initiative für Alt-Sachsenhausen: Gastronom Jürgen Vieth und der Sachsenhäuser Bub Uli Schlepper, der bereits den Weihnachtsmarkt am Goetheturm aus der Taufe hob. 

Wir freuen uns auf einen ganz besonderen Weihnachtsmarkt mit dem Flair des Viertels. Paradiesisch eben.
Specials:
Di 16-19 Uhr Kindertag, Karussell und Kinderpunsch je 1,50 Euro
Do Stundententag, Glühwein 2 Euro (für Studenten)
18.12. 18 Uhr - Weihnachtslieder Rudelsingen für einen guten Zweck

Freitag, 02. (Premiere) bis Sonntag, 04. Dezember: All the time von Hella Lux

(Martin)

Video-Audio-Walk - Unterwegs in Bornheim … Was wäre, wenn wir Zeitreisen könnten? - ALL THE TIME öffnet das Fenster in die endlosen Dimensionen von Zeit und beleuchtet dabei den urbanen Raum.

Mit einem Smartphone ausgestattet bewegen sich Zuschauer*innen auf einer Route durch den Frankfurter Stadtteil Bornheim. Der kleine Bildschirm vor ihnen wird zum Ausblick in andere Zeitebenen, ein Sprungbrett in Vergangenheit und Zukunft. Was war an diesem Ort vor 50 Jahren oder vor 100 Jahren? Was wird in 3000 Jahren hier noch stehen?

ALL THE TIME stellt Fragen nach historischen, politischen und ökologischen Veränderungen und ermöglicht eine theatrale Auseinandersetzung mit allen Zustandsformen von Zeit: Vergangenheit, Jetzt und Bald, Zukunftsvisionen, verschwommen und klar, dystopisch wie hoffnungsvoll.

Erarbeitet wird der Video-Audio-Walk mit nationalen und internationalen Teilnehmer*innen in digitalen Seminaren sowie mit assoziierten Künstler*innen des HELLA LUX Netzwerks.

Hier gehts zum Reservieren: https://studionaxos.de/programm/
Freitag, 2. Dezember (Premiere) um 18.00h, Samstag, 3. Dezember und Sonntag, 4. Dezember um jeweils 16.00h und 18.00h
Studio Naxos in der Naxos-Halle
Foto: © Hella Lux

Freitag, 02. bis 04. Dezember: HERZBERG FESTIVAL UNTER'M DACH

(Uwe)

Das Herzberg-Festival ist überregional als DAS Open Air-Hippie-Festival bekannt, das jährlich im idyllischen osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg stattfindet. Ende Juli 2023 treffen sich die rund 12.000 Hippies das nächste Mal im Freien. Wer so lange nicht warten will, besucht Anfang Dezember im idyllischen Rüsselsheim das Herzberg Festival unter´m Dach. Es spielen insgesamt neun Acts, jeden Abend drei, unter anderem die Bröselmaschine oder Suzan Köcher´s Supraphon. Super Namen, sicher machen sie auch gute Musik.

Rüsselsheim, Das Rind
Tagesticket: VVK 25 Euro zzgl. Gebühren, 3-Tage-Festival-Ticket: 65 Euro inkl. Gebühren, AK Tagesticket: 30 Euro
Einlass jeweils 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Bild: Herzberg-Festival

Samstag, 3. Dezember: FFM/ The OhOhOhs

(Andrea)

Ich freue mich schon sehr auf den Abend in der Katharinenkirche. The OhohOhs liebe ich ja schon sehr lange und der heutige Abend wird sehr besonders: Das Frankfurter Duo hat sich im letzten Jahr intensiv mit der Musik vergangener Pandemien beschäftigt. Vom Bild „Totentanzes“ während der Pestepidemie im 14. Jahrhundert über die spanische Grippe bis zur Corona-Pandemie laden The OHOHOHS ihre Zuhörer:innen zu einer Reise ein, in der die Musik als verbindendes Element Schicksale von heute und damals vereint. Als Moment kollektiver Krisenbewältigung werden bedeutende musikalische Werke in OHOHOH‘scher Manier bearbeitet und gemeinsam mit namenhaften Musiker:innen auf die Bühne gebracht. Die Spannbreite reicht dabei von Händel über Verdi bis zu Queen. Im Zentrum des Konzertes steht die Welturaufführung ihrer neuesten Komposition „Corona-Sinfonie“. Durch das Programm führt Gregor Praml, der Hintergründe beleuchtet, Komponisten mit ihrem Erleben von Pandemien verknüpft und die Interpreten vorstellt. Mehr Informationen, Repertoirebeschreibung, Videos & Töne: https://www.theohohohs.de/de/pandemia/ Die ausführenden Musiker: THE OHOHOHS machen Beethoven tanzbar, mischen Pop mit Sopran, lassen den Konzertsaal zum Club und den Club zum Konzertsaal mutieren. Von den Untergrund-Kellern und Festivals wie der Fusion trieb es sie weiter in Theater und Clubs und sogar ins ARD-Morgenmagazin. Mit ihrem ganz eigenen Genre KONZERTANTE KLUBMUSIK erreichen sie ein breites Publikum - dies alles mit nur vier Händen und zwei Instrumenten: Piano und Schlagwerk. Die Sopranistin Maja Bader stammt aus Luzern, ist dort am Theater tätig und gibt Solo-Konzerte. Sie wirkte an Aufnahmen von „Sturm und Drang“, des im letzten Jahr erschienenen Debütalbums von THE OHOHOHS mit. Als Streichquintett haben OMNIAstrings schon letztes Jahr beim Record-Release-Konzert der OHOHOHS aufgespielt und waren dieses Jahr gemeinsam mit ihnen auf der Fusion. Für das heutige Konzert erweitert sich das Quintett unter Leitung von Michael Strecker zu einem 14-köpfigen OMNIA-Orchester. Das Manifest der OHOHOHS: https://www.theohohohs.de/de/manifest/ THE OHOHOHS im Porträt: https://youtu.be/CRPAAc9Vy.
Eintritt: VVK: 20 €, AK: 25 € (incl. 2 € für das Flüchtlingspaten-Projekt der evangelischen Jugendarbeit) VVK Reservix: https://is.gd/Ej6ziR

Besetzung The OHOHOHS: Klavier, Sampler, Schlagwerk, Orgel
Maja Bader (Sopran) OMNIA-Orchester
Gregor Praml (Erzähler), 20 Uhr

Katharinenkirche, Hauptwache, Frankfurt

Dienstag, 06. Dezember: Cari Cari

(Uwe)

„Internationale Medien bezeichnen das Duo abwechselnd als “The Lovechild Of The Kills and The XX” (IndieShuffle, US) "with a pinch of Morricone"(FM4, AUT) oder die nächsten “Cat Power" (BestBefore, AUS). Bei unzähligen Auftritten von Australien bis Portugal und auf renommierten Festivals, wie Eurosonic Noorderlsag (NL), The Great Escape (UK), Linecheck Milano (ITA) übertraf Cari Cari wieder und wieder die Erwartungen aller Teilnehmer und wurde auch in Österreich am Waves Vienna Festival von einer internationalen Expertenjury zur besten Newcomer-Band des Landes gekürt (XA-Award).“

Der letzte Satz er Presseinfo beantwortet die Frage, von wo das Indie-Rock-Duo, bestehend aus Schlagzeugerin und Sängerin Stephanie Widmer and Gitarrist/Sänger Alexander Köck herkommt. Newcomer sind Cari Cari mittlerweile nicht mehr, immerhin veröffentlichten sie 2014 bereits ihre erste EP. Meistgespieltes Lied auf Spotify ist „Summer Sun“, das besonders gut in den nasskalten Dezember passt. Oft gespielt wird auch „Belo Horizonte“. Auch das lenkt ab, denn in der brasilianischen Stadt sind es diese Woche zwischen 24 – 28 Grad. Dort wird es bis zum Nikolaustag, dem Auftrittstermin von Cari Cari im Zoom, auch etwas kälter, aber sicher nicht viel. Der Musik und dem englischsprachigen Gesang ohne österreichischen Einschlag hört man nicht an, dass die beiden aus dem Burgenland, im Grenzgebiet zu Ungarn liegen.

Zoom. F, Carl-Benz-Str. 21
20:00H
VVK: 25 EUR

Foto: Andreas Jakwerth

Mittwoch, 07. Dezember: BONNIE PRINCE BILLY

(Uwe)

Einen sehr exklusiven Abend können Musikfans zum vorgezogenen Jahresabschluss im Zoom erleben. Bonnie Prince Billy, geboren als William „Will“ Oldham, spielt dort die einzige Show in Deutschland. Oha, nicht in Berlin, nicht in Köln oder Hamburg, wie es internationale Musikacts ansonsten gerne tun, wenn sie nur ein Konzert in Deutschland spielen. Ich sah ihn, den US-amerikanischen Songwriter, vor einigen Jahren im alten Zoom, allein mit einer Gitarre. Alles sehr reduziert, ein Abend, der bestätigte, warum die Kritiker und Fans den Mann aus Louisville, Kentucky so mögen.

Zoom. F, Carl-Benz-Str. 2121:00HVVK 42 € zzgl. Gebühren

Foto (c) Jamie Kelter Davis

Mittwoch, 07. Dezember (sowie 09. – 10. Dezember): Die Vielhundertjährigen

(Martin)

Caroline Creutzburg / René Alejandro Huari Mateus
Performance

Ja, das Älterwerden… In Caroline Creutzburgs jüngster Arbeit, diesmal in enger Komplizinnenschaft mit René Alejandro Huari Mateus entstanden, wird das Publikum von den „Vielhundertjährigen” kontaktiert.

Sie, die mehrere hundert Jahre Alten, sind inzwischen Bewohner*innen einer postdigitalen Welt. Ausgehend von den eigenen Fantasien und Wünschen schaffen sich die Künstlerinnen und das Ensemble zwischen 65 und 87 Jahren ihre eigene Science-Fiction-Erzählung. Abseits der typisch totalitaristisch-apokalyptischen Bilder und Narrative des Genres zeigen uns die „Vielhundertjährigen” eine Zukunft, in der der Wissensfundus der Welt in DNA gespeichert ist, in der die Welt dreidimensional mit Fingern druckbar ist, in der der Mensch nur noch aus Augen besteht und in der Existenz schwebt.

Im Mittelpunkt des Stücks steht die Selbstbestimmtheit und das transformative Potenzial des Alterns. Caroline Creutzburg und René Alejandro Huari Mateus beschwören einen Gegenmythos des technologischen Fortschritts auf den Körper herauf: Das Altern wird zu einem Hacking von Zeit und Identität.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/die-vielhundertjaehrigen/
Mittwoch, 7. Dezember und Freitag, 9. – 10. Dezember um jeweils 20.00h;
Am 9. Dezember findet im Anschluss an die Vorstellung ein Gespräch statt.
Mousonturm/Saal; Solidarisches Preissystem

Foto: © Silke Briel

Sonntag, 11. Dezember: LOKAL LISTENER mit Martin Haas

(Uwe)

Der Umzug von Gregor Praml und seinem Format Lokal Listener vom Mousonturm in das Massif Central auf der Eschersheimer Landstraße war ein voller Erfolg. In wunderbarer Atmosphäre spricht Gregor Praml mit Gästen und musiziert mit ihnen. Nachdem beim ersten Lokal Listener gleich fünf Musiker auf der Gästecouch platznahmen, kommt zum nächsten nur einer, der Produzent und Komponist Martin Haas, Mitglied der erfolgreichen Band Glashaus. Bei Glashaus wirkt der Frankfurter gemeinsam mit Sängerin Cassandra Steen und Moses Pelham, mit dem er wiederum die Karrieren von Pelham selbst, Sabrina Setlur und Xavier Naidoo anschob. Martin Haas hat in seinen 63 Lebensjahren einiges erschaffen und hat sicher einiges zu erzählen. Daniela und ich sind sicher dabei.

Massiv Central. F, Eschersheimer Landstr. 28
11:00

Main Page - gregorpraml

Sonntag, 11. Dezember: SOME SPROUTS / TOMORROW

(Uwe)

Bandname und Foto verraten es schnell: Some Sprouts haben sich in der Oberpfalz, genauer beim Studium im schönen Regensburg an der Donau kennengelernt. Die Pfalz in Bayern und nicht exklusiv östlich vom Rhein? werden sich manche sicher fragen. Ganz interessant zu hören ist hierzu der Podcast Geschichten aus der Geschichte, Folie 362 „Bayerns letzte Kurfürstin“. Was hat das mit Some Sprouts zu tun? Überhaupt nichts, also zurück zur Band und deren Konzert: „Lässiger Slacker-Charme, zeitgemäße Retro-Ästhetik und ein Sound zwischen Dreampop, und Indierock“ schrieb Laut.de über das Quintett, das Englisch singt. Eigentlich finde ich es am besten, wenn Bands Songs in ihrer Muttersprache singen, selbst wenn es Finnisch oder Bernerdeutsch ist. Ist es nicht toll, wenn Text und Musik so zusammenkommen wie bei Rio Reiser, Wir sind Helden oder Element of Crime? Kürzlich habe ich bei Gregor Pramls Lokal Listener mit den Sun´s Sons auf konkrete Nachfrage aber erfahren, dass es oft einfacher ist und es manchmal einfach besser passt, in Englisch zu singen.

Zoom. F, Carl-Benz-Str. 21
20:00H
TICKETS: VVK 22 € zggl. Gebühren

Foto: Zoom

Donnerstag, 15. – Sonntag, 18. Dezember: Verrückt nach Trost

(Martin)

Thorsten Lensing - Theater - Mousoturm
Tickets kaufen und nicht verpassen!

In der FAZ liest man von hinreißendem Schauspielertheater.

Der Abend hätte einen heiter-melancholischen Grundton, schreibt Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung (8.8.2022). "Immer ist oder droht da irgendwo der Tod, und immer kommt Lensings Theater ihm mit Zärtlichkeit und Komik bei." Das sei anfangs noch ein bisschen albern, rühre einen aber zunehmend. Dössel betont auch die großartige Schauspielleistungen des Ensembles – besonders in den Tierrollen, "sie sind grandioses Schauspielerfutter. Sie bringen aber auch eine andere Perspektive und dadurch einen ganz eigenen Zauber ins Spiel". (zitiert nach nachtkritik.de)

Nach den erfolgreichen Romanbearbeitungen von Fjodor M. Dostojewskis „Die Brüder Karamasow” (Friedrich-Luft-Preis für die beste Berliner Aufführung im Jahr 2014) und David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß” (Berliner Theatertreffen 2019) hat Thorsten Lensing zum ersten Mal ein eigenes Stück für das Theater geschrieben, genauer gesagt für seine langjährigen Weggefährten, die Schauspieler*innen Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi und Devid Striesow.

Die Kinder Charlotte und Felix kommen aus dem Meer und spielen am Strand ihre toten Eltern. Ein Ritual, das die beiden seit Jahren pflegen. In Erinnerung an die wilde Ausgelassenheit ihrer Eltern cremen sie sich den Rücken ein und kitzeln einander, bis sie kaum noch Luft bekommen. Für kurze Augenblicke fällt alle Trauer von ihnen ab. Immer wieder jedoch brechen die unterschiedlichen Bedürfnisse der beiden zehn- und elfjährigen Geschwister in das Spiel ein. Während die ungebändigte Fantasie der Kinder den ersten Teil der Inszenierung bestimmt, steht im zweiten Teil das Erwachsenendasein im Vordergrund. Die Geschwister gehen getrennte Wege. Charlotte trifft als Oktopus auf einen todessehnsüchtigen Taucher, der glaubt, sich mit Tieren verständigen zu können. Felix hingegen versucht trotz seiner körperlichen Fühllosigkeit, die ihn seit dem Tod seiner Eltern verfolgt, nicht zu vereinsamen.

 

Die Zuschauer*innen begleiten die Figuren über mehrere Jahrzehnte hinweg, von der Kindheit bis ins hohe Alter, sodass sie am Ende gemeinsame Erinnerungen mit ihnen teilen. An diesem Theaterabend werden intensivste Leseerfahrungen und intimste Wunschvorstellungen zum Leben erweckt. Es begegnen uns hungrige Babys auf riesigen Parkplätzen, verletzte Stabhochspringerinnen, sprechende Oktopusse, todessehnsüchtige Taucher, Menschen, die ihren eigenen Körper nicht spüren, Kühe am Schlachttag, Pflegeroboter und Sterbende, die in einem Altenheim auf ihren Tod warten. Sie alle sind getrieben von der Angst, ihren Weg verloren zu haben, und der großen Sehnsucht nach dem Gefühl, richtig am Leben zu sein.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/verrueckt-nach-trost/
Donnerstag, 15. – Samstag, 17. Dezember um jeweils 19.00h, Sonntag, 18. Dezember um 18.00h
Mousoturm/Saal – Solidarisches Preissystem

Foto: © Armin Smailovic

Samstag, 17. Dezember: Who’d Have Thought That Snow Falls

(Martin)

Matthias Schönijahn - Performance/Installation - Frankfurt LAB

Wie Fenster hängen drei großformatige Projektionswände im leeren Raum. Darauf Bilder – Landschaften aus der Region Luhansk und ukrainische Frauen, die im April/Mai 2021 aufgenommen wurden, als russische Panzer bereits die Grenze bedrohten. Ihre Gesänge wechseln sich ab mit einem Chor, der live und dialogisch mit ihnen interagiert. Doch obwohl sie durch Zeit und Raum voneinander getrennt sind, entsteht der Eindruck einer starken Verbundenheit zwischen dem Hier und dem Dort. Diese Inszenierung fragt nach der Wirkung der Stimme. Wie werden in die Stimme eingeschriebene Traumata über Generationen hinweg weitergegeben? Die performative Installation ist nicht nur ein berührendes Klang- und Bilderlebnis, sondern lässt sich auch als eine Zeitkapsel für künftige Generationen verstehen.

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Gespräch statt.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/whod-have-thought-that-snow-falls/
Samstag, 17. Dezember um 19.30h
Frankfurt LAB / Schmidtstraße 12 (Gallus)

Foto: © Stefanie Kulisch

Samstag, 17. Dezember (sowie 18., 21. bis 23. Dezember): JESUS D’ AMOUR GEB. 0 – 2022 im 18. Jahr

(Martin)

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Alle Jahre wieder… - Schon 18 Jahre wird JESUS D’ AMOUR GEB. 0 gespielt und deshalb stellt sich die Frage, ob es tatsächlich noch Frankfurter*innen gibt, die diese zauberhafte Weihnachtsgeschichtenerzählung immer noch nicht gesehen haben!?

„Die Geschichte beginnt mit zwei schwangeren Frauen. Die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Mit unglaublichem fängt der Glauben an. Zwei Knaben werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes - der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln. König Herodes hört von einem neugeborenen König, fürchtet um seinen Thron. Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht. Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt. Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Grausam beginnt die neue Zeit. Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der lüsternen Prinzessin Salome – sein Kopf wird in einer Silberschale kredenzt.“

Das Theater Willy Praml hat aus dem biblischen Bestseller eine ganz eigene und besondere Weihnachtsgeschichte entstehen lassen. Die FAZ schrieb: „Eine unerhörte Geschichte neu erzählt für Menschen von heute. Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert.“

Hier der Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=g10bxn1OirA
Und hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-geb-0/

Theater Willy Praml in der Naxoshalle 17. Dezember um 20.00h18. Dezember um 18.00h  21. - 23. Dezember um jeweils 20.00h.

Foto: © Rebekka Waitz

Sonntag, 18. Dezember: Weihnachtskonzert mit Oliver Leicht (Acht.)

(Martin)

56. Naxos Hallenkonzert

Die Weihnachtskonzerte in der Naxos Halle sind immer was ganz Besonderes! Und der beondere Clou ist, wenn man vor dem Hallenkonzert JESUS D‘ AMOUR GEB. 0 (s.o.) anschaut.

Das Jazzensemble [Acht.] spielt seit 20 Jahren in unkonventioneller, facettenreicher Besetzung: tiefes Blechbläser-Quartett, Jazz-Rhythmusgruppe mit Gitarre und Klavier, verschiedene Klarinette und elektronische Klänge. Inspiriert an der Musik von Oliver Leicht kreieren 9 Musiker Klangräume zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Meditation und Ekstase.

Hier geht’s zur Reservierung: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSedYVRDImGlQXgAnOfgdj-15eJEmEdu-mRJZSTrmjSBCOk_HQ/viewform

Naxos Halle, F. Waldschmidtstrasse
20.30h

Foto: © Homepage Theater Willy Praml

Bis 18. Dezember: Vernissage Fotos von Max Kling in Bad Homburg mit Hans

(Petra)

Kontrastreich und fast schon analog erscheinen Max Klings Fotografien als Kontrapunkte zur perfekten Glattheit optimierter Kamera- und Smart-Phone-Technologie. Er ist unterwegs in den Straßen Frankfurts und zeigt uns Szenerien und Momente, wie sie jede*r täglich sehen könnte, aber tatsächlich selten sieht. Denn oft ist unser Blick verstellt, unser Geist schon im Morgen und unser Auge taub von den Nadelstichen der digitalen Bilderflut. Die Momente, die Max Kling in monochromen Bildern festhält, sezieren die Klischees urbanen Lebens und geben uns Zeit, unsere eigenen Gedanken und Geschichten daraus zu entwickeln. Der Verzicht auf Farbe reduziert das Übliche auf das Wesentliche. Der Mensch in der Alltäglichkeit seines Seins und Tuns - Schwarz und Weiß, Licht und Schatten, Kontraste und Strukturen. Kein Bild ist inszeniert. Die Fotografien entstehen situativ und spontan. Flüchtige Fundstücke des Lebens. Die Schönheit im Alltäglichen zu finden, darum gehe es ihm, sagt Max Kling. Neben seiner kontrastreichen Street Photography zeigt die Ausstellung drei bisher noch nie ausgestellte Projekte Klings: "We protect what we love", "Childhood Dreams" und "Protective Waste". Und zur Vernissage steht heute außerdem der Hans an den Plattentellern.

Ausstellung Max Kling: Alles ist wirklich – nichts ist wahr, Vernissage, Begrüßung: Nina Hoff-Kott (ehrenamtliche Stadträtin), Einführung: Max Kling, DJ-Set: Hans Romanov, Ort: Kulturzentrum Englische Kirche, Adresse: Ferdinandsplatz, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe, Uhrzeit: 19 Uhr (Ausstellung 12.11. - 18.12., Öffnungszeiten: eine Stunde vor Beginn von Veranstaltungen sowie samstags und sonntags 11 - 14 Uhr), Eintritt: frei

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
PETITION ZUR SITUATION IM IRAN AN DEN DEUTSCHEN BUNDESTAG

(Daniela)

Mojgan hat mir eine wichtige Petition geschickt, mit der Bitte sie hier zu veröffentlichen, das mache ich sehr gerne. Mit dieser Petition soll politisch Druck ausgeübt und zivilgesellschaftlich ein Zeichen gesetzt werden.

"Im Folgenden ist ein Link zu einer Petition wegen der aktuellen Geschehnisse im Iran aufgeführt. Diese geht von der Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help in Berlin aus. Die Initiatorin ist Düzen Tekkal. Es geht um 11 konkrete Forderungen, die an den Deutschen Bundestag gestellt werden, wie man die Revolution im Iran unterstützen kann. Die Forderungen sind der Seite zu entnehmen. Jede Unterschrift hilft!:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2022/_10/_07/Petition_139993.nc.html?utm_campaign=petition_iran

Falls man nicht bereits angemeldet ist, muss man sich lediglich registrieren, um die Petition zu unterschreiben. Das geht sehr schnell. Falls man nicht namentlich erwähnt werden möchte, kann man auch anonym unterschreiben.

(c) picture alliance / ZUMAPRESS.com | Social Networks

Bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)

Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.

Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt:  8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Bis Sonntag, 15. Januar 2023: Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand DAM

(Petra)

Umbauen, Anbauen, Weiterbauen – der Gebäudebestand bietet zahlreiche Möglichkeiten ihn fortzuschreiben. Auch das Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Schaumainkai in Frankfurt wird seit Oktober 2021 umgebaut und saniert. „Bauen mit Bestand“ ist auch eine Kategorie von Nachhaltigkeit – das zeigt die jetzt eröffnete Ausstellung im temporären DAM-Exil im Ostend. Anhand von sechs Themenbereichen werden sehr sehenswerte zeitgenössische internationale Beispiele kluger und kreativer Strategien im Umgang mit bestehender Architektur präsentiert. Expertinnen und Experten geben Einblicke in vielfältige Aspekte, die das Bauen mit dem Bestand sowohl im urbanen als auch im ländlichen Kontext beeinflussen. Eine ausgewählte Bestandsaufnahme Frankfurter Bauwerke eröffnet zudem Perspektiven und Fragestellungen unter Einbezug von Nutzer*innen und Bewohner*innen. Damit wird ein umfangreicher Pool an Nutzungen, Transformationen und Revitalisierungen präsentiert.

Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand, Ausstellung, Kurator*innen: Jonas Malzahn, Mathias Schnell und Katharina Boettger, Ort: DAM im Danzig am Platz, Adresse: Henschelstraße 18, bis 15.01.2023,
Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 12 - 18 Uhr,
Mi. 12 - 19 Uhr,

Sa.+ So. 11 - 18 Uhr,
Mo. Geschlossen,
Eintritt: 5 (3) Euro, weitere Infos hier


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