07.10.2022
Tiefgaragen-Selfies

Ich bin mal wieder viel zu spät dran. Daher nur ganz kurz:

Die letzten zwei Wochen war recht turbulent. Erst privat und dann beruflich.
Aber auf der beruflichen Seite wäre das, wie man so schön sagt "Jammern auf hohem Niveau", denn ich habe am Dienstagabend beim Champions League Spiel der SGE gegen Tottenham Hotspur in der Loge der Stadt gearbeitet. Warum? Ich mache ja die Koordinierungsstelle Fairtrade der Stadt und mein Chef, der Kämmerer, hat zu dem Thema eingeladen. Anton Klischewski von "Sport Handelt Fair" hat einen tollen Vortrag gehalten und uns aufgezeigt, wieviel Potential das Thema „Fairer Handel“ im Sportbereich hat. Und er hat uns erzählt, was er schon alles mit seinem eigenen Verein, dem 1. FC Internationale (Berlin), umgesetzt hat. Wenn ihr also in einem Verein engagiert seid und mehr zum Thema wissen wollt, meldet Euch gerne bei mir. Es gibt so tolle Möglichkeiten (faire Bälle, faire Sportkleidung etc…)

So toll der Abend auch war, weil wir inhaltlich viel transportieren konnten, umso mehr freue ich mich wieder auf meinen Stammplatz in der Nordwestkurve. Aber das wird noch eine Weile dauern, da ich bei den nächsten beiden Spielen nicht da bin. Apropos lange dauern … der Heimweg aus der Loge hat dreimal so lange gedauert wie sonst. Normalerweise fahre ich ja mit dem Rad ins Stadion und brauche für die Strecke nur 25 Minuten, obwohl wir am Zoo wohnen (habe aber auch ein E-Bike!). Diesmal habe ich über eine Stunde gebraucht. Denn wenn man Gast einer Loge ist, oder, so wie ich, dort arbeitet und daher ein paar Gegenstände dabei hat, kann man nur mit dem Auto anreisen. Es gibt keine Möglichkeit, Sachen für die Loge zu Fuß oder z.B. mit dem Rad anzuliefern. Das ist total absurd!

Ich musste also mit dem Auto fahren. Das wirklich lustige: wir drei fahren das Auto von Uwe. Es ist eine alte A-Klasse. Ich mag das Auto nicht, aber so lange es fährt, fahr' ich es auch. Ich stellte es also schon um 18:00 Uhr in der Tiefgarage, direkt neben die Parkplätze des Vorstands ab, die zu dem Zeitpunkt noch alle leer waren. Als ich nach Spielende, schwer bepackt wieder in die Tiefgarage war, musste ich etwas suchen, um es wiederzufinden. Die A-Klasse wirkte wie ein Matchboxauto neben den ganzen Premiumkarossen, die dort standen. Auf jeden Fall hatten so einige VIP Gäste was zu lachen, als sie mich in dem Auto sahen. Ein Mann sagte sogar zu seinem Kumpel: “Schau mal, die alte A-Klasse“… ich musste grinsen und der Höhepunkt kam noch: Es tauchte Daichi Kamada in der Tiefgarage auf und sofort kamen Leute zusammen und machten Fotos mit/von ihm. Da ich aber schon im Auto, in der Schlange zur Ausfahrt, saß, konnte ja schlecht aussteigen. Also bat ich ihn zu mir zu kommen. Das klappte wunderbar… Und die Security-Frau hatte recht, als sie sagte: "Passen Sie auf, da kommen noch mehr." Ruck zuck, hatte ich noch: Kolo Muani, Alex Meier, Ervin Skela und Uwe Bein, die zu mir und „unserer A-Klasse“ kamen…. Das war herrlich!

So, kurz wurde es am Ende doch nicht. Jetzt muss ich aber wirklich auf´s Rad.

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an meine Co-Autor:innen: Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Petra Manahl und Martin Grün.

 

Zur besseren Lesbarkeit empehle ich die Tipps im Browser hier zu lese

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
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GESUCHT: DRINGEND GEWERBERAUM

(Petra)

Boxen ist mein Yoga – und das sucht dringend ein neues Zuhause!
Lange bevor Boxen zum Trendsport avancierte, spukte mir die Idee im Kopf herum. Ende 2018 hab ich mich endlich ins Boxstudio gleich bei mir um die Ecke getraut und bin seitdem dabei. Der erste Lockdown 2020 dann ein Schock. Kein Training mehr. Und bis zu diesem Sommer immer wieder Pausen, Unsicherheit – einige sind irgendwann nicht mehr gekommen. Das war hart für unseren Trainer, auch existenziell. Jetzt – in der nächsten Krise – will sein Vermieter deutlich mehr Geld. Das geht nicht.

Deshalb sucht das Studio dringend neue Gewerberäume (200 - 250qm): bezahlbar (bis 10€/qm) und am liebsten zentral in der Innenstadt oder Bockenheim, gut an den ÖPNV angebunden und gerne langfristig, denn die boxtaugliche Ausstattung ist ja auch ein Investment. Das Studio ist eine Bereicherung für jedes Quartier, unser Trainer für JedeN, der/die ihm begegnet. Wenn Ihr einen Tipp habt, schreibt mir gerne eine E-Mail: ich leite die Info dann weiter.   

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Uwe macht die Verlosung)

2 x 2 Tickets für das Konzert von Kultimangoes am 07.10. in der Brotfabrik. Gewinnfrage: Aus welchem Land kommt der Sänger DAGOBERT?

2 x 2 Tickets für die Premiere des Films Ach Du Scheisse am 15.10 im Orfeos Erben. Frage: Wie heisst Frankreichs Nationaltorwart (siehe Gerolltes)? 

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Gästelistenplätze für Seven am 14. Oktober in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Dany will zum Campus Bockenheim und empfiehlt welche Veranstaltung?

2 x 2 Gästelistenplätze für Drei Meter Feldweg am 15. Oktober im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welchen beiden guten Gründe gibt es, sich "Der Gesang der Flusskrebse" anzuschauen?

2 x 2 Gästelistenplätze für FFM JAM am 16. Oktober im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welche Langzeitbeobachtung hat Nina Werth in Offenbach gedreht?

GEROLLTES über die Trapp vs. Neuer vs. Lloris

(Uwe)

Der Frankfurter Bundesligaclub mit dem verbindenden „Eintracht“ spielte im Laufe dieser Woche zuhause gegen die Tottenhamer „Hitzköpfe“ (Hotspurs). Die Londoner gehören zum oberen Drittel der Premiere League, der anerkannt stärksten Liga der Welt. Sie haben vor wenigen Jahren ein Stadion im Wert von 1 Mrd. Pfund gebaut und verfügen über eine Mannschaft, die zusammengenommen einen Marktwert von fast 700 Mio. Euro hat. Teuerster Spieler ist Mittelstürmer Harry Kane (Marktwert: 90 Mio. Euro), relativ günstig bekommen könnte man den französischen Nationaltorhüter, Hugo Lloris. Der kostet nur noch 7 Mio. Euro, ist aber auch schon 35 Jahre alt. Ähnlich wie bei Manuel Neuer sinkt mit dem Alter auch bei überragenden Torhütern mit dem Alter der Marktwert aber nicht die Klasse.

Und das ist wiederum das Problem von Torhütern, die jünger und nicht wesentlich schwächer sind. Die Klasse von Neuer ist unbestritten, die vom Stammtorhüter vom FC Barcelona, Andre ter Stegen und dem Frankfurter Keeper Kevin Trapp ebenfalls nicht. Selbstverständlich könnte Nationaltrainer Hansi Flick die beiden Kontrahenten Neuers ebenso gut ins Tor der deutschen Nationalmannschaft stellen, er hat aber keinen Grund dazu, weil Neuer sein Kapitän ist, der seit über zwölf Jahren außergewöhnlich gut und konstant hält. Damals, vor der WM 2010 in Südafrika rückte er eigentlich nur ins Tor, weil sein Wettbewerber um die Position, Stammtorhüter Rene Adler, sich schwer verletzte und ausfiel. Während Neuer (damals noch bei Schalke 04) nach der WM 2010 eine Weltkarriere startete, nahm die Karriere Adlers einen eher unglücklichen Verlauf. Neuer steht nun seit einigen Jahren einer Nationalmannschaftskarriere den jüngeren ter Stegen und Trapp, aber mit 30 beziehungsweise 32 Jahren nicht mehr jugendlichen Spielern im Weg. Wenn Neuer nach der diesjährigen WM mit 36 Jahren abtreten sollte, hätte keiner der beiden die Zeit (also insbesondere der, der sich als Nachfolger durchsetzt), eine Ära im Tor der Nationalmannschaft zu prägen, so wie es seit 1970 Sepp Maier, Toni Schumacher oder eben Manuel Neuer taten. Schade, denn beide hätten es verdient, beide sind herausragende Torhüter von internationaler Klasse und gute Typen. Beide könnte man bedenkenlos in jedes Tor einer Nationalmannschaft weltweit stellen.

Vielleicht nicht unbedingt ist belgische Tor, denn da steht der beste Torwart der Welt, Thibaut Courtois. Wäre Trapp einige Kilometer weiter westlich, also nicht im saarländischen Merzig, sondern beispielsweise in Waldwisse im östlichen französischen Departement Moselle geboren, könnte er auch für Frankreichs Nationalmannschaft spielen. Dort gibt es aber eine ähnlich unglückliche Situation wie in Deutschland. Platzhalter dort ist bereits genannter Hugo Lloris. Auf den traf Trapp gestern im Frankfurter Waldstadion. Ein Unterscheid zwischen ihnen war nicht zu erkennen, dennoch hätte sich Trapp über Jahre hinter Lloris einreihen müssen, der so alt ist wie Neuer, der wie der Deutschlands Nummer 1 Weltmeister und Mannschaftskapitän ist. Besser wäre es gewesen, er wäre im Süden der Niederlande geboren worden, im etwa 200 Kilometer von Merzig entfernten Maastricht. Die „Holländer“ haben schon immer eine herausragende Mannschaft, abgesehen von Edwin van der Saar hatten sie aber nie einen wirklich überragenden Torwart. Gerade steht dort Ajax-Torwart Remko Pasveer oder der Freiburger Mark Flekken, die davor waren nicht wesentlich besser.

Freitag, 7. & Samstag, 8. Oktober: Sinfonie des Fortschritts

(Martin)

von Nicoleta Esinencu
im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater

In »Sinfonie des Fortschritts« erwartet das Publikum ein Sprachkonzert, das die westeuropäische Selbstgewissheit, eine demokratische und fortschrittliche Gesellschaft zu sein, auf bissig-humorvolle Weise demontiert. Drei osteuropäische Performer:innen, ausgestattet mit Bohrmaschinen, Straßenbauarbeiter-Klamotten, einem Mischpult und Mikrofonen erzählen – konsequenterweise in moldawisch-rumänischer und russischer Sprache – die Geschichten von Saison- und Wanderarbeiter:innen. Sie stehen exemplarisch für die vielen unsichtbaren und an die Peripherie gedrängten Menschen, die, obwohl ihre Arbeit für die Komfortzone des Westens elementar ist, an eben dieser selbst nicht teilhaben können. In den mit sarkastischen Zwischentönen gespickten Erzählungen, in denen allgemein verbreitete Mantras der Konsumgesellschaft zitiert werden, wird die gewaltige Exklusivität und Widersprüchlichkeit des westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems schmerzlich vor Augen geführt.

Mit der Produktion »Sinfonie des Fortschritts« hat sich die moldawische Autorin und Regisseurin Nicoleta Esinencu vorgenommen im wahrsten Sinne des Wortes dicke Bretter zu bohren. Indem sie die Routinen der Ausbeutung und Kolonialisierung in den Fokus rückt, auf die das westliche Wirtschaftssystem fußt, die in seiner Selbstbeschreibung aber systematisch ausgeblendet werden, thematisiert Esinencu die globale Ungleichheit, die unser Wohlstand und unsere Lebensweise produzieren.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/sinfonie-des-fortschritts/1007/

Freitag, 7. & Samstag, 8. Oktober um jeweils 18.00h:

Schauspiel Frankfurt - Kammerspiel

Foto: © Ramin Mazur

Freitag, 07. Oktober: The Kutimangoes

(Uwe)

WIR VERLOSEN GÄSTELISTENPLÄTZE (SIEHE OBEN)

Kopenhagener spielen Afro Jazz. Die sechsköpfige Band um Michael Blicher (sax) und Gustav Rasmussen (trb, git) spielen ihn nicht nur, sie heben ihn auf das nächste Level. Laut Presseinfo vereint ihr drittes Album „Afrotropism“ afrikanische Musiktraditon und europäische Moderne.

Jedes ihrer Alben wurde von der internationalen Kritik begeistert aufgenommen und mehrfach prämiert. Ihre mitreißenden Shows führen sie regelmäßig auf Tourneen durch Europa, Asien oder den afrikanischen Kontnent sowie auf die Bühnen von Festivals wie der WOMEX und dem Reeperbahn Festival. Doch ganz egal, wo The Kutimangoes aufreten – das Ergebnis ist immer ein strahlendes Publikum, das nicht genug von der Band bekommen kann! Es bedarf nur weniger Takte ihres von satten Bläsern geprägten Sounds, bis es niemanden mehr auf den Sitzen hält!

Brotfabrik. Frankfurt, Bachmannstr. 2
20 Uhr
VK: 20 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 25 € / Stehplatz

Foto: Manfred Weber

Freitag 7. Oktober: Politische Diskussion und tanzbare Einlagen

(Daniela)

Im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater möchten wir im Rahmen der Reihe „Party & Politics“ den Blick auf den Campus Bockenheim werfen: Seit über zwanzig Jahren ist die Universität auf dem Rückzug - und seit über zehn Jahren ist die Rede vom Kulturcampus, der hier in einer sich scheinbar immer weiter entziehenden Zukunft einmal entstehen soll. Doch in den Ritzen des vor sich hin dämmernden Campus treibt rund um das Offene Haus der Kulturen ein (sub-)kulturelles und nachbarschaftliches Leben seine Blüten. Und wenn die Uni schon bald tatsächlich wegzieht, bleibt jede Menge Zeit und Raum für die Stadt von morgen.

Mit Gästen verschiedener Initiativen diskutieren wir über die Ideen für den Campus – und wie wir sie umsetzen.

Unsere DJs in der Nacht:

„Obacht! Die Tante kommt zu Besuch - jetzt noch schnell die Tischdecke bügeln und dann serviert sie euch beste Deep House, Minimal und Elektro Sounds aus den letzten drei Jahrzehnten. Früh beeinflusst durch den Techno der 90er Jahre in Frankfurt, kehrte sie nach einer langen Pause in die Szene zurück und steht hier nun vor allem für die mutige Ambivalenz zwischen Mutterschaft und Club-Leben. Sich selbst oder all das aufgeben für die von der Gesellschaft gezeichneten Rollenbilder? Nicht bei Tante Kante.“

Laurine Philippe wuchs in Antwerpen auf und ihre Reise mit der Musik begann bereits vor 20 Jahren mit der klassischen Musik. Ihren Fokus setze sie auf Vinyl und mit großen Leidenschaft spielt sie Italo House, Dark Disco und Techno. Laurine ist Teil des Mitte der Gesellschaft-Kollektives, des Tanzhaus West Resident Teams und hat kürzlich zusammen mit Julia Meier die FLINTA-Veranstaltungsreihe clubcherry ins Leben gerufen mit dem Ziel FLINTA Personen einen "Safer Space" und eine Plattform innerhalb der elektronischen Musikszene zu bieten.

Beginn 22:00 Uhr
Café KOZZ, Mertonstraße 26-28

Freitag, 7. Oktober: FFM/ Beranger

(Andrea)

Das Video zu "Kissed by the light" aus dem Mauerfeldpark in Berlin ist wunderbar, schönes Licht, glückliche Menschen und dazu Tasten, Schlagzeug, Gesang. Nicht ganz so sommerlich wird es heute im Nachtleben. "Die Extreme – von der wildesten Leidenschaft bis zum schmerzvollsten Erstickungstod – prägen die epischen Strukturen, aus denen der einzigartige Sound von Beranger geschmiedet ist. In wahnwitzigen Arrangements taucht das Duo, bestehend aus einem klassischen Pianisten und einem Drummer, seine Zuhörer in Eisbäder oder lässt sie in Feuer aufgehen. Für einige Fans europäischer Straßenmusik sind die beiden deshalb bereits eine Legende: Der Australier Todd James und der Franzose Beranger Gras trafen sich unter einer Brücke am Alexanderplatz, verliebten sich in den Rhythmus des jeweils anderen – und kämpfen seitdem gemeinsam um die Emotionen und die Energie ihrer stetig wachsenden Zuhörerschaft."

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Offenbach

GEDRUCKTES

(Petra)

Für mich als Leserin hat jedes Buch seine Zeit. Manchmal lese ich eins an – häufiger ein Buchgeschenk – und es zieht mich auf den ersten Seiten nicht an. Dann kommt es zurück auf den Stapel: nicht selten ist es ein paar Monate später eine umwerfende Lektüre. So auch Leylas Geschichte. Aus ihrem Blick („wie mit aufgerissenen Augen“ heißt es im Klappentext) erzählt der Roman „Die Sommer“ von Ronya Othmann von Identität, Heimat, Familie, politischer Gewalt, Vertreibung und Glück zwischen Nordsyrien und Deutschland. Der Kurde und Êzîde Silo, der in seiner Heimat als Staatenloser und Ausländer gilt, ist als junger Mann nach Almagna gegangen und hat seinen Weg gemacht. Mit seiner Tochter Leyla verbringt er seit deren Kindheit die Sommer im kurdischen, nein: syrischen Dorf, in dem seine Familie noch immer lebt.

Diese taucht dort in ein fremdes Leben ein, das mit den Jahren aber immer mehr zu ihrem und zugleich mit ihrer deutschen Distanz kritisch reflektiert wird. Denn natürlich steht das im diametralen Gegensatz zu ihrem Alltag in Deutschland. Das Leben hier ist anders, enger, karger und doch auf eine Art auch bunter. Leyla ist Deutsche – wie ihre Mutter – und doch sind die Sommererlebnisse und vor allem die geliebte Großmutter tief in ihrem Herzen. Sie ist immer wieder mit den typischen Themen der sogenannten zweiten Generation mit Migrationshintergrund konfrontiert, etwa sich erklären und mit den überhöhten Erwartungen des Vaters an sie auseinandersetzen zu müssen.

So wird Leyla erwachsen und durchlebt alle Suchen nach sich selbst, Zweifel und die erste große Liebe. Dann spitzt sich die Situation in Syrien weiter zu (und ich muss an die viel zu alltäglichen Bilder aus den Nachrichten von Krieg und Gewalt auch von dort denken, die wir vergessen, sobald der nächste Akt einer weltpolitischen Katastrophe beginnt): nun ist auch die Familie bedroht. Ich will hier das Ende nicht verraten, doch Leyla kommt zu einem mutigen Entschluss und lässt mich mit Angst und Sorge um sie zurück. Dieses Buch kann einen nicht gleichgültig lassen.

Samstag 8. Oktober: Wald Retten / Klima schützen

(Daniela)

Carmen hat mich gebeten diese Demo anzukündigen. Das mache ich sehr gerne. Hätte ich nicht Mitgliederversammlung wäre ich gerne gekommen.

"Trotz aller politischen Bekenntnisse zum Klima- und Naturschutz soll im Herbst ein Teil des sehr alten, sehr biodiversen Fechenheimer Waldes für die A66-Verlängerung gerodet werden! 14 Fledermausarten leben im Wald & der Große Eichenbock, eine streng geschützte vom Aussterben bedrohte Käferart. Der Grund dafür ist eine Verkehrsplanung aus dem letzten Jahrhundert.

Auch die Autobahnen rund um Frankfurt sollen weiter ausgebaut werden - auf bis zu zehn Spuren! Mehr Straßen werden mehr Verkehr in die Stadt lenken. Dieser Autobahnwahnsinn muss aufhören. Wir gehen deshalb gemeinsam mit vielen anderen Initiativen auf die Straße und fordern eine sofortige Mobilitätswende! Wir wollen den Wald vor der bald anstehenden Rodung retten & das Klima schützen! Keinen Meter neue Autobahn in Frankfurt & anderswo!

Bereitet Euch vor, malt Schilder, informiert andere, kommt vorbei!

Am Samstag, den 8.10.22 um 14h an der U-Bahn-Haltestelle Eissporthalle Ecke Kettlerallee. Die Route geht zur U-Bahn-Haltestelle Kruppstraße und dort in den Fechenheimer Wald. Danach: KüfA (Küche f. Alle!)

Samstag, 8. – Samstag, 22. Oktober: Burt Turrido. An Opera

(Martin)

Nature Theater of Oklahoma (New York)
>> Politik im Freien Theater <<

Aktuell wurde eine andere Produktion des Nature Theater of Oklahoma für den Nestroy – DEN österreichischen Theaterpreis nominiert – großartig, dass es jetzt endlich die lang erwartete ‚Oper‘ Burt Turrido. An Opera endlich in Frankfurt zu sehen gibt!

Ein schiffbrüchiger Mann wird kurz vor dem Ertrinken von einer schönen und geheimnisvollen Frau gerettet, die ihn auf das letzte verbliebene Stück Land der Erde bringt. Ihrer Vegetation beraubt und bevölkert von den Geistern ihrer einstigen Bewohner:innen wird die Insel (früher bekannt als Grönland) von einem despotischen Königspaar regiert. Weitere Zutaten der tragischen Oper sind ein verhängnisvoller Sturm, eine unbefleckte Empfängnis, ein Mord, eine Dreiecksliebesgeschichte, eine Schein-Exekution, eine Geburt, eine Alien-Invasion inklusive Entführung – und die Oper ist nicht zu Ende, bevor nicht schließlich jemand auf ein Narwal-Horn gespießt wird. Das verspricht das Nature Theater of Oklahoma!

Die New Yorker Theatermacher:innen Kelly Copper und Pavol Liška sprengen lustvoll das Opern-Genre und erzählen mit Gesang und Tanz eine postapokalyptische Liebesgeschichte im Post-Anthropozän. Das Nature Theater of Oklahoma ist eine preisgekrönte New Yorker Kunst- und Performance-Gruppe. „Burt Turrido. An Opera“ probte mitten im Corona-Lockdown unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Bockenheimer Depot und ist als Festival-Special nun endlich erstmals in Deutschland zu sehen.

Hier gibt’s einen Appetitmacher: https://vimeo.com/511614019

Und hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-10/burt-turrido/966/

Samstag, 8. Oktober, um 19.00h, Sonntag, 9. Oktober um 18.00h, Montag, 10., Mittwoch, 12., Freitag, 14. und Samstag, 15. Oktober um jeweils 19.00h; Sonntag, 16. Oktober um 18.00h, Mittwoch, 19., Freitag, 21. und Samstag, 22. Oktober um jeweils 19.00h: Burt Turrido. An Opera

Nature Theater of Oklahoma (New York)
>> Politik im Freien Theater << im Bockenheimer Depot.

Foto: © Jessica Schäfer

Samstag 8. Oktober: Film & Gespräch: Hannah - Gewöhnliches Leben

(Daniela)

Die Initiative 9. November e.V. zeigt am 8. Oktober den Film Hannah - Gewöhnliches Leben und sprechen anschließend mit der Künstlerin Hanah Frejkova.

Die Filmvorführung ist eingebettet in einen vorangestellten Kurzvortrag zum historischen Kontext sowie ein sich anschließendes, moderiertes Gespräch mit Hana Frejkova.

Im Film „Hannah, Gewöhnliches Leben“ schildert Hana Frejkova ihre Familienbiografie, und greift dabei zahlreiche Themen auf, wie die Erfahrungen von (Re-) Migrantinnen und Migranten, von Jüdinnen und Juden in der damaligen Tschechoslowakei während und nach dem 2. Weltkrieg. Sie setzt sich mit Fragen der Identität auseinander und zeigt die Geschichte einer Frau, die ihren Platz und Weg im Leben sucht.
Hana Frejkova wurde 1945 in London, als Tochter der aus Prag geflohenen Eltern, im Exil geboren. Ihre Mutter, Elisabeth Henke Warnholtz, war eine aus Hamburg stammende Schauspielerin. Ihr Vater, der Volkswirtschaftler Ludvik Frejka,
stammte aus einer jüdischen Familie aus Liberec (Reichenberg). Beide Eltern
waren überzeugte Kommunisten. Nach Kriegsende kehrte die Familie nach Prag
zurück. Im sogenannten “Slansky-Prozess“, einem der bekanntesten
stalinistischen Schau- beziehungsweise Säuberungsprozess, wurde Ludvik Frejka
mit 10 weiteren Angeklagten wegen vermeintlichen Hochverrats 1952 zum
Tode verurteilt und hingerichtet. Der Prozess war in weiten Teilen von Antisemitismus geprägt.
In der Anklageschrift wurde anstatt der tschechischen oder slovakischen Staatsbürgerschaft ausdrücklich auf die „jüdische Abstammung“ der Angeklagten hingewiesen. Mutter und Tochter mussten Prag verlassen.
Viele Jahre später begann Hana Frejkova die Geschichte ihrer Familie aufzuarbeiten. 2007 erschien ihr Buch “Divny koreny“ (“Seltsame Wurzeln“), 2020 der künstlerische Kurzfilm „Hannah“, den wir in der Veranstaltung zeigen.

Hochbunker an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main
am Samstag, 8.10.2022, 18 Uhr
Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten!
Kostenlose Reservierung unter: https://www.eventbrite.de/e/filmvortrag-hannah-tickets-409935998607?aff=Barina

Samstag, 8. Oktober: Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte.

(Martin)

Elfriede Jelinek

Für mich war es eine der großartigsten Produktionen im Schauspiel Frankfurt in der vergangenen Spielzeit. Die Texte von Elfriede Jelinek sind eine Herausforderung für Publikum und Schauspieler:innen – wenn sie aber künstlerisch derart genial umgesetzt werden wie bei ‚Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte.‘, dann entsteht Zuschauer:innenglück!  

In »Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!« rechnet Jelinek mit kruden Verschwörungsmärchen ab und lotet – in Zeiten von Pandemie und Populismus – die sich selbst bedrohende zivile Vernunft aus. Extra für das Schauspiel Frankfurt hat Elfriede Jelinek zudem einen neuen Text geschrieben: In »Was ich sagen wollte« geht es um den jähen Fall des als Wunderwuzzi gefeierten Ex-Bundeskanzlers Sebastian Kurz, absonderliche politische Pfade und darum, wie die eigene unselige Geschichte immer wiederkehrt: Der alte Gott wird der neue sein. 

„In Frankfurt ist es ganz klar die Inszenierung der Stunde. […] Sie meißelt nicht Corona, sondern Mythenbildungen heraus und fragt, was gesellschaftliche Strukturen damit zu tun haben. Das hört sich jetzt so papiern an, doch auf der Bühne, so wie Stefan Bachmann Elfriede Jelineks Text »Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte« inszeniert hat, der ja von der Pandemie handelt, aber eben nicht nur, ist es sinnlich, berührend, verzaubernd, in seiner Stilisierung fast zum Heulen schön wahrhaftig. […] André Meyer hat einen wundervoll poetischen Auftritt mit einer Sexpuppe. Und das alles geschieht im Rhythmus einer vom Metronom angeleiteten Klaviermusik, live (Sven Kaiser). Eine einzige Verzauberung, eine ganz wunderbare Ensemble-Leistung. […] Die Inszenierung ist es wert, mehrmals gesehen zu werden.“ (Strandgut, Juli 2022).

 „Heidi Ecks, Melanie Straub, Agnes Kammerer und Susanne-Marie Wrage gelingt es punktgenau, jene wankelmütige Überzeugung darzustellen, von der der Text wortreich plappert; felsenfeste Annahmen herauszuplappern, die im nächsten Moment schon wieder fortgewischt werden von der nächsten Erkenntnis. […] Stefan Bachmann und dem Ensemble gelingt es, packende Bilder voller Ambivalenz zu schaffen für diesen «Lärm», Bilder, die unauflöslich zwischen Komik und Tragik, zwischen Lächerlichkeit und blankem Schrecken changieren. […] Zeitgeist, schmerzhaft auf den Punkt gebracht: Das ist Jelinek einmal mehr gelungen.“ Theater heute, Juli 2022.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-10/laerm-blindes-sehen/965/

Samstag, 8. Oktober um 19.30h
Schauspiel Frankfurt – Großes Haus

Foto: (c): Thomas Aurin

Sonntag, 09. Oktober: La Cenerentola

(Martin)

Oper von Gioachino Rossini

Vom „Publikumsliebling“ schreibt die FNP und meint damit ‚La Cenerentola‘ von Gioachino Rossini in der Oper Frankfurt. Schon 2004 war die Premiere und seitdem schafft es La Cenerentola durchgängig, das/ihr Publikum zu begeistern und immer wieder hin in diese Inszenierung zu locken.

Die wohl berühmteste Vertonung des Aschenbrödel-Märchens greift auf verschiedene Vorlagen des Stoffes zurück: Schon der Untertitel des Librettos Der Triumph der Tugend verweist auf die bürgerliche Theatertradition. Sie erzählt die Geschichte von Angelina (genannt Cenerentola), der Stieftochter Don Magnificos, die von ihren Schwestern Clorinda und Tisbe wie eine Dienerin behandelt wird, bevor Prinz Don Ramiro sie schließlich von ihrer grausamen Familie befreit und sie zu seiner Prinzessin macht.

La Cenerentola verbindet Rossinis musikalisches Feuerwerk mit detaillierten Momentaufnahmen der Hauptfiguren und verleiht dem Märchen witzige, nachdenkliche und poetische Akzente. Wir lernen hier die bekannten Figuren mit all ihren Begierden und Sehnsüchten von neuen Seiten kennen. Dadurch wirkt das Märchen in dieser Adaptation warmherzig, menschlich und unwiderstehlich lustig.

„Es ist ja eine der liebgewonnenen „Altproduktionen“, deren Requisiten – aus dem Jahr 2004 – zu Recht nicht in den Magazinen des Opernhauses verstauben dürfen. Keith Warners „Aschenbrödel“-Inszenierung lehnt sich in kongenialer Weise an die überreiche Musik Rossinis an – auch wenn das arme Aschenbrödel noch vor dem letzten Takt der Ouvertüre bereits zum ersten Mal übers Knie des gestrengen (und reichlich bankrotten) Vaters gelegt wird: Man spürt, dass sich im Verlauf der kommenden drei Stunden alles zum Besseren wenden wird für das sympathische Mädchen. Warner (der Regisseur, MG) zeichnet die berühmte Geschichte mit spritzigen, teils ulkigen Farben. Es vergeht nicht viel Zeit, und das Publikum ist ähnlich gut aufgelegt wie die Darsteller auf der Bühne.“ (FNP).

La Cenerentola schafft es tatsächlich, Menschen für das Genre ‚Oper‘ zu begeistern. Ich weiß das genau, kenne ich doch mehrere, für die La Cenerentola in genau dieser Inszenierung der Beginn einer großen Leidenschaft war: nämlich die Oper zu lieben.

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/la-cenerentola/?id_datum=3251#date

9. Oktober um 15.30h

Foto: © Barbara Aumüller

Sonntag, 09. Oktober: Bleiwe losse. Hessische Katastrophen

(Martin)

Wolfgang Deichsel: Bleiwe losse. Hessische Katastrophen
Volksbühne im Großen Hirschgraben

In der Volksbühne im Großen Hirschgraben war ich noch nie. Bleiwe losse? Eher nicht, denn das hört sich verdammt lustig an: „Die Reparatur einer Steckdose stürzt das alte Ehepaar Kress in größte Verwirrung und bringt den Elektriker Bubi Menger an den Rand des Wahnsinns. Vom Anruf ihrer Tochter Monika aus Amerika ist Frau Körner so überfordert, daß sie nur noch in den Hörer heult. Der laute Ton eines Fernsehers aus der Nachbarwohnung löst bei Familie Koch eine schreckliche Ehekrise aus. Der Streit zweier Damen, die im Zoo die „Äffcher“ heimlich mit Kohl füttern, gerät zum Kampf bis aufs Messer.

Zum Saisonauftakt am 24. Oktober spielen vier Schauspieler*innen 17 Rollen „in einer Szenenfolge, in der Alltagssituationen absurd aus dem Ruder laufen. Deichsels Hessisch ist kein beliebiges Gebabbel, sondern von hoher literarischer Qualität. Seine Texte spiegeln den Ausdrucksreichtum und die Musikalität der südhessischen Mundart und sind von unerreichter Komik.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/bleiwe-losse

Sonntag, 09. Oktober um 17.00hVolksbühne im Großen Hirschgraben

Foto: © Homepage der Volksbühne

Samstag, 8. Oktober: OF/ Der Gesang der Flusskrebse

(Andrea)

Ach schade, wie gerne würde ich heute ins Hafenkino gehen! Dort ist mit "Der Gesang der Flusskrebse" ein, kann man Blockbuster? sagen, zu sehen. Dafür gibt es mindestens zwei gute Gründe: "1.) Der Roman ist einer zum Verschlingen, und der Film tut es ihm nach: es ist einfach verdammt gute Unterhaltung - und inmmitten eines Hafenkino-Jahres, das gespickt ist mit nicht selten schweren Filmen, muss es auch einmal ein leichter sein. 2.) Daisy Edgar-Jones Ach, und fast vergessen: das Drehbuch ist von Lucy Alibar, die uns mit Beasts of The Southern Wild einen Hafenkino-Lieblingsfilm aller Zeiten bescherte. Gründe genug! Viel Vergnügen! Der Gesang der Flusskrebse. Olivia Newman, USA 2022, 125 Min., ab 12 Jahren, OmU. Trailer (dt.) https://youtu.be/tQ5HUpemaPk Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.00 Uhr, Eintritt VVK 9,-- zzgl. 1,-- Systemgebühr, AK 10 Euro.

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Sonntag, 9. Oktober: Of/ Reverend Schulzz

(Andrea)

Männer mit Gitarren! Dirk Schulz aka Reverend Schulzz aus Hanau spielt sein traditionelles Waggon-Konzert mit seinen typischen feinen, leicht me­lan­cho­li­sche Folk­songs, die mit wundervollen Melodien garniert sind…Dem Singer/Songwriter Schulzz stellen Georg und Torsten als Kontrast den Writer/Songsinger Alexei Ulinici als Opener gegenüber. Dessen Lieder mit deutschen Texten handeln von alltäglichen Dingen wie Callboys, Katzen und skrupellosen Geschäftemachern. Seine Charaktere hat man irgendwo schon mal gesehen. Vielleicht im Spiegel? 19 Uhr

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Höhe Isenburger Schloss, Offenbach

Montag, 10. Oktober: Donavon Frankenreiter

(Uwe)

Die Brotfabrik ist sowieso ein toller Ort, insbesondere aber für Singer & Songwriter. Ich sah dort unter anderem William Fitzsimmons oder den deutschen Spaceman Spiff (heute unter seinem bürgerlichen Namen Hannes Wittmer unterwegs), nun kommt Donavon Frankenreiter. Gibt man seinen Nachnamen als Suchbegriff ein, erscheinen keine Erklärungen über berittene Kämpfer einer fränkischen Armee, sondern tatsächlich gleich der kalifornische Sänger und Surfer. Bekanntester Vertreter der singenden Surfer ist sicher Jack Johnson, aber auch für dessen Kumpel Frankenreiter gilt „Surfen hält mich am Leben, die Musik erdet mich“. Mit über einem Dutzend Alben, mehreren EPs und hunderten geschriebenen Songs ist Donavon Frankenreiter ein Spezialist, wenn es um funkige Jams, coole Rhythmen und Gute-Laune-Grooves geht. Auf seiner „The Record Player Tour” unterstützt seine langjährige rechte Hand Matt Grundy den Kalifornier. Die Termine werden sie ausschließlich als Duo bestreiten, unterstützt von einem Plattenspieler, von dem die Basic Tracks, also Drums und Bass, zu hören sein werden. Tolle Idee, nichts wie hin.

Support: Christina Holmes
Brotfabrik. Frankfurt, Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 25 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 32 € / Stehplatz

Foto: Brotfabrik

Montag 10. Oktober: StreitClub #4: Angst vor der Armut - versagt der Staat?

(Daniela)

Das Thema ist brisant und interessiert mich sehr.

StreitClub #4: Angst vor der Armut - versagt der Staat?

Die Inflation steigt, die Lebenshaltungskosten verteuern sich und manche sagen bereits  eine tiefe Rezession voraus. Die Aussichten für die Zukunft sind zumindest trübe.
Viele Menschen sehen mit ängstlichen Gefühlen dem Winter und den nächsten Jahren entgegen. Was kann der Staat hier tun? Wie kann er das Vertrauen der Menschen (wieder-)gewinnen? Bislang wird über die Effektivität der aktuellen staatlichen Maßnahmen jedenfalls heftig gestritten. Versagt der Staat?
Darüber diskutieren wir mit dem Wirtschaftsjournalisten Rainer Hank und dem Leiter des diw (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Prof. Marcel Fratzscher.

Der StreitClub, ein Veranstaltungsformat des Frankfurter Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) an der Goethe-Universität, hat sich daher der Aufgabe verschrieben, Streitkultur zu fördern und ihr eine Bühne zu geben. Er verhandelt aktuelle Kontroversen in einem produktiven Streitgespräch, das wieder Lust auf Streit machen soll. Zwei streitfreudige Gäste sitzen zwei ebenso streitfreudigen und -erfahrenen Gastgebern gegenüber: Nicole Deitelhoff und Michel Friedman.

Die Veranstaltung wird jeweils von Schüler:innen einer Klasse aus Frankfurt und Umgebung begleitet. Sie analysieren den Streit kritisch und können intervenieren. Außerdem gehören ihnen die letzten 15min auf der Bühne, wo sie ihre Fragen direkt an die Diskussionsteilnehmerinnen stellen können.

Es gibt ebenfalls einen Livestream der Veranstaltung auf YouTube.

Montag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, The English Theatre Frankfurt, Gallusanlage, barrierefrei; Kosten: 12 €, ermäßigt 10 €, Tickets: https://english-theatre.de/tickets/

Montag, 10. Oktober: FFM/ Kayef

(Andrea)

Mit Songs wie „Musik“, „Warum“ oder „Weisswein x Sprite“ hat KAYEF es in den letzten Jahren nicht nur geschafft, seinen eigenen Sound zu kreieren, sondern sich auch eine Fanbase aufgebaut, die heute über 1.600.000 monatliche Spotify-Hörer umfasst!!! Seine erfolgreichste Single „Ich würd‘ lügen“ ist 2020 in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Gold ausgezeichnet worden und bis auf Platz #13 der deutschen Singlecharts geklettert. Zuletzt stieg das aktuelle Album „Feelings“ des 27-jährigen Düsseldorfers im Januar 2022 sofort auf Platz #5 ein, bereits zum dritten Mal konnte sich KAYEF somit in den Top Ten der Albumcharts platzieren. Nach einer sehr erfolgreichen Tour, trotz Pandemie, im Herbst 2021, knüpft er jetzt mit neuen Terminen da an wo er letztes Jahr aufgehört hat. Die für KAYEF typische Kombination aus gefühlvollen, authentischen Texten und mitreißenden Instrumentals wird live von einer dreiköpfigen Band, bestehend aus Gitarre, Schlagzeug und Keys umgesetzt und so nochmal frisch interpretiert. So verspricht die FEELINGS TOUR 2022 echte Gänsehautmomente, lädt aber auch zum Tanzen ein und hält immer wieder Überraschungen bereit. Für Fans der ersten Stunde, genauso wie für alle die neu dazugekommen sind, ein absolutes Muss. Lili findet ihn okay, ich bin ja ohnehin meistens froh, wenn ich Texte nicht verstehe. Deshalb ist Metropol FM auch manchmal eine gerne gehörte Frequenz.

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Dienstag, 11. Oktober: Dagobert

(Uwe)

Wenn ein Act aus der Schweiz kommt, höre ich immer genauer hin, denn ich bin großer Fan von Stephan Eicher und Patent Ochsner, einem Sänger und einer Band aus Bern. An deren Klasse reicht der als Lukas Jäger geborene Dagobert nicht heran (ist aber auch schwer möglich), dennoch macht er unterhaltsame Deutsch-Pop-Musik. Einige Platten hat er seit Afrika aus 2015 veröffentlich, zuletzt 2022 Bonn Park. Mit letztgenanntem Album kommt er nun auf Tournee. „Er erzählt seine Geschichten über aussichtslose Beziehungen diesmal mit so viel Humor und Gefühl, dass sich jede und jeder darin wiederfinden wird. Mit „Ich Will Ne Frau Die Mich Will“ und „Du Fehlst Mir“ liefert er zudem Hits, die in jeder sinnvollen Welt monatelang an der Spitze der Charts verharren müssten. Die Entstehung des Werkes allerdings erstaunt. Knapp die Hälfte der Songs wurde nämlich schon während der letzten beiden Albumaufnahmen zusammen mit Produzent Konrad Betcher aufgenommen, dann aber wieder aussortiert. Tatsächlich ist „Bonn Park“ für Dagobert-Verhältnisse schon fast ein Gute-Laune-Album und das obwohl in jedem einzelnen Song inhaltlich stark gelitten wird. Die mitreißenden und schwelgerischen Arrangements lassen das zwar nie vergessen, aber sie machen den Schmerz überaus genießbar. So unterhaltsam war Dagobert noch nie.

Support: Gwen Dolyn
Brotfabrik. Frankfurt, Bachmannstr. 2
20 Uhr
VVK: 18 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 22 € / Stehplatz

Foto: Max Zerrahn

Dienstag, 11. Oktober: Becoming Black Dokumentarfilm im Naxos Kino

(Daniela)

Becoming Black, Dokumentarfilm von Ines Johnson-Spain D 2019 (91 Min.)

»In einem Land, in dem jede Abweichung von der Norm als existenzielle Bedrohung angesehen wurde, muss die Geburt eines schwarzen Kindes ein Politikum gewesen sein«. Ines Johnson-Spain

Autobiographischer Dokumentarfilm über ein schwarzes Mädchen in einer weißen DDR-Familie. Ein weißes Ehepaar in der DDR der 60er Jahre erzählt seiner schwarzen Tochter, dass ihre Hautfarbe Zufall sei. Erst als Jugendliche entdeckt sie zufällig die Wahrheit.

Viele Jahre zuvor kommt eine Gruppe Afrikaner zum Studium in die DDR. Sigrid aus Leipzig und Lucien aus Togo verlieben sich. Aber Sigrid ist verheiratet und hat einen Sohn. Als sie von Lucien schwanger wird, zerbricht die Familie zunächst. Später wagt die Familie aber einen Neustart. Die erstaunlichen Strategien, die das Ehepaar nach der Geburt des Schwarzen Kindes im Ringen um "Normalität" entwickelt, verfolgt der Film aus der Sicht des heute längst erwachsenen Kindes, der Regisseurin Ines Johnson-Spain. "Becoming Black" ist das intime Porträt einer schwierigen Kindheit in einer Kultur des Schweigens und der Verleugnung. Der Film verdeutlicht, was passiert, wenn das Nichtpassende in einem normierten Umfeld plötzlich sichtbar wird. Auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater bricht die Regisseurin auch zu einer Reise nach Afrika auf, wo sie ihre große togolesische Familie kennenlernt. So entwickelt sich der Film zu einer Reflexion über Zugehörigkeit, soziale Normen, Familienkonzepte und systemischen Rassismus.

Zum Filmgespräch erwarten wir Ines Johnson-Spain, Regisseurin von „Becoming Black“ sowie Jamila Adamou, Referatsleiterin Gender/Diversity/Migration/Integration bei der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung. Die Moderation hat Christina Budde, naxos.Kino.

Beginn: 19:30 Urh, Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19 / Hinterhof rechts. Barrierefreier Eingang, Weitere Informationen unter www.naxoskino.org.

Mittwoch, 12. & Donnerstag, 13. Oktober: Der Watzmann ruft

(Uwe)

Wolfgang Ambros, Manfred Tauchen & Joesi Prokopetz erschufen gemeinsam das Musical / Rustikal „Der Watzmann ruft“, das Album „Schaffnerlos“ und die Rockoper „Augustin“. „Der Watzmann ruft“ ist sicher das bekannteste Werk. Mit diesem wurde in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich getourt, zuletzt 2016. Da verabschiedete sich das Kultstück nach 40 Jahren in die Musikgeschichte. Aber wie das halt so ist mit Klassikern, der Aufenthalt im Ausgedinge nur fünf Jahre, und das Rustikal wird im Herbst 2022 definitiv zum letzten Mal in der Originalbesetzung (Wolfgang Ambros & Band, Klaus Eberhartinger, Joesi Prokopetz & Christoph Fälbl) live zu erleben sein. Sicher ist bekannt, dass die Erste-Allgemeine-Verunsicherung-Sänger Klaus Eberhartinger die Gailtalerin spielt, die ihre Macht über die Männer missbraucht und diese damit ins Verderben stürzt. Eberhartinger ist mittlerweile 72, spannend wird also insbesondere seine Darstellung werden.

Jahrhunderthalle Frankfurt
Tickets ab 52 EUR inkl. VVK
Beginn: 20 Uhr

Foto: Lukas Beck

Donnerstag, 13. Oktober: Alles ist groß

(Martin)

‚Alles ist groß‘ ist eine der kleinen feinen Perlen im Spielplan des Schauspiel Frankfurt – ein Meisterstück der Regie (Kornelius Eich) und des Schauspiels (Nils Kreutinger).

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Zsuzsa Bánk trifft einen Mann für das letzte Geleit, dessen sensible Beobachtungsgabe besondere Perspektiven eröffnet. Wir lernen einen Grabmacher kennen, der in seinem vorherigen Job als Paketzusteller extrem unter Stress stand. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf. Zsusza Bánk wirft in ihrem Text die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?

DLF Kultur – Fazit sendete anlässlich der Premiere: »Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«

Die FAZ schrieb anlässlich der Premiere: »Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.«

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-10/stimmen-einer-stadt-bank/1043/

Donnerstag, 13. Oktober um 20.00h.
Weitere Vorstellungen am 23.10. und 6.11
Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt 

Foto: © Robert Schittko

Donnerstag, 13. Oktober: HATTLER

(Uwe)

Den Konzertbesucher erwartet im Rüsselsheimer Club eine Melange aus Clubsounds, Psychedelic Pop und NuJazz. Namensgeber des Projekts ist der in Ulm geborene Bassist Hellmut Hattler (auf dem Bild ganz rechts). In Deutschland ist der Musiker bestens bekannt, u.a. war er langjähriges Mitglied der Jazzrockband KRAAN und auch in der internationalen Szene ist er eine feste Größe. Seit einigen Jahren nun fokussiert er seine ganze Erfahrung und Leidenschaft auf sein Lieblingsprojekt HATTLER. Live wird das Repertoire der international erfolgreichen HATTLER-Alben („No Eats Yes“, „Mallberry Moon“, „The Big Flow“, „Gotham City Beach Club Suite“, „The Kite“ „Warhol Holidays“, „Velocity“ und dem brandneuen Werk „Sundae“) von einer Band umgesetzt, die den Spagat im Wortsinn spielend schafft, modernste Elektronik, handgemachte instrumentale Virtuosität und eine großartige Stimme zu einer organischen Einheit zu verbinden.

Das Rind. Rüsselsheim, Mainstr. 11
VVK 22 Euro zzgl. Gebühren, AK 26 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Foto: Frank Diedrich Booking

VORSCHAU
Freitag, 14. Oktober: AYỌ

(Uwe)

Lauter Dreierreihen fallen in Leben und Wirken Ayo.s auf. Zuerst: Nigeria (Vater), Rumänien (Mutter), Frechen bei Köln (Geburtsstadt 1980). Sie lernte nacheinander Geige, Klavier und schließlich die Gitarre, mit der man sie meistens auf der Bühne sieht. Die gesellschaftspolitisch aufmerksame Singer/Songwriterin spricht Deutsch, Englisch und Französisch und ist Mutter dreier Kinder. Ihr musikalischer Rahmen wird ebenfalls oft als Triple umrissen: Soul, Reggae und Afro Beat. Fans wiederum fühlen sich an Tracey Chapman, Norah Jones und - wenn Ayo. auf Französisch singt - an Zaz erinnert. Und um es auf die Spitze zu treiben: Ayo. hat bislang zwei mal drei Alben veröffentlicht. Zuletzt eine Deluxe-Version von „Royal“ im Dezember 2021.

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
20 Uhr
VVK 30€ zzgl. Gebühren

Bild: Sophie Koella, Text: Zoom

Freitag, 14. Oktober: Of/ Moonage Daydream

(Andrea)

Kaum ein Künstler war wandlungsfähiger und mitreißender als Bowie, ich habe ihn mehrmals live gesehen (einmal sogar auf dem Bieberer Berg, herrje, das waren noch Zeiten, als dort Konzerte stattfanden!) und tauche gerne nochmal in seine Zeit ein: Moonage Daydream ist ein Dokumentarfilm, aber keine trockene Biographie, sondern eine expressive Kollage aus Bildern und Musik, Gedanken und Inspirationen, in der fast nur David Bowie selbst zu Wort kommt. Das Ergebnis ist eine Hagiographie, aber was für eine! Ziggy Stardust, Thin White Duke, Major Tom. Das sind nur einige der Personas, die David Robert Jones, besser bekannt als David Bowie, im Laufe seiner Karriere verkörperte. 2016 starb der Künstler mit nur 69 Jahren und hinterließ ein enormes Archiv, die Rede ist von bis zu fünf Millionen (!) Dokumenten aller Art. Der Dokumentarfilmer Brett Morgen hat sich nun durch diese schiere Datenmasse gekämpft und aus einem Teil des Materials den sensationell guten „Moonage Daydream“ geformt. Fünf Jahre hat Brett Morgen im Schneideraum verbracht, um am Ende einen Film vorzulegen, der sämtliche Fallstricke eines biographischen Dokumentarfilms umschifft, dem es trotz seiner Länge von 140 Minuten gelingt, nie durchzuhängen, der im Gegenteil zum Ende sogar noch einmal an Wucht zulegt. Das ist auch einer gewagten Entscheidung zu verdanken: Der lose rote Faden von „Moonage Daydream“ sind nicht die banalen biographischen Daten, sondern die emotionale Entwicklung Bowies, sein Wachsen als Künstler und vor allem als Mensch, seine Wandlung von einem tatsächlich schüchternen Mann, der sich auf der Bühne auslebte, zu einem in sich ruhenden Menschen, der mit Mitte 40 durch seine Ehe mit dem Model Iman endgültig zu sich selbst fand. Einlass: 19.00 Uhr Beginn: 20.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach

Freitag, 14. Oktober und Samstag, 15. Oktober: Frankfurter Sport und Kunst Kasino zum Mitmachen

(Petra)

Die Zukunft unserer Innenstädte ist seit dem miesen Corona-Tsunami, der insbesondere den Handel inmitten seines Strukturwandels, die Gastronomie und andere mehr getroffen hat, eines der zentralen Themen für unsere Stadt. Wie die Aufenthaltsqualität an der Hauptwache auch in Zukunft verbessert werden könnte, ist dabei Teil der laufenden Debatte. Hierzu gab es in den letzten Monaten bereits viele Aktionen sowie Ideen: das DAM Frankfurt bespielt aktuell noch bis Ende Oktober mit seinem „Wohnzimmer Hauptwache“ den Ort, dem ich eher in ästhetischer Hassliebe verbunden bin. Dieses Wochenende könnte mich etwas versöhnlicher stimmen, denn: Das Frankfurter Sport und Kunst Kasino setzt auf einen von KünstlerInnen gestalteten Sportsparcours. Für Euch ist das die Gelegenheit, Teil eines partizipativen Gesamtkunstwerks zu werden. Mitten in der Stadt, für große und kleine Passanten und in Multicolor! Lasst euch am Freitag und Samstag bei Cross Croquet, Cornhole, Immobilien Boule, BetonBeachBall, Ping Pong und weiteren Überraschungen in kunstsportive Laune versetzten. 

Frankfurter Sport und Kunst Kasino, Initiatorin: Annette Gloser, von und mit Ed Baga, Melina Hepp, Harald Köhneke, Print now - Riot later, Rush, saasfee*, Holger Schmidthuber, Philip Zaiser und vielen weiteren Gästen, Ort: Hauptwache Frankfurt, Uhrzeit: jeweils ab 13 Uhr (auch etwas abhängig vom Wetter), Eintritt: frei

 

Freitag, 14. Oktober: FFM/ Seven

(Andrea)

Sohn eines Tenors und einer Pianistin, der schon als 15-jähriger Sänger in der Band Natural Acapella auftrat und unter anderem als Support von Destiny’s Child im Zürcher Hallenstadion auftrat? Ganz klar, die Rede ist von Seven und wahrscheinlich der einzige Künstler, der beweist, dass Schweizer durchaus einen Sinn für Rbnb und Soul haben. "Einer der besten Live Acts Europas lädt zu einer energiegeladenen Show für Kopfnicker und Tanzmäuse und dass das zu einem ausgelassenen Gute-Laune-Abend führen wird, da sind wir uns sicher!"

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Freitag 14. - Sonntag 16. Oktober: 2. Frankfurt Burlesque Festival

(Daniela)

Da wäre ich zu gerne dabei... muss aber passen...

Willkommen zum 2. Frankfurt Burlesque Festival im legendären Club der myticket Jahrhunderthalle Frankfurt.

Nachdem das erste Frankfurt Burlesque Festival im letzten Jahr 2021 Berge von Glitzer, Federn und den Flair der wilden 20er Jahre nach Mainhatten gebracht hat war es unvermeidbar mit einer noch größeren Produktion zurückzukehren in die Metropole in der Ol’ Blue Eyes Ikone Himself – Mr. Frank Sinatra – seinen Drink mit den
Showgirls an der Bar des Clubs genossen hat.

Mit dem zweiten Frankfurt Burlesque Festival präsentieren wir neben einem internationalen und grandios diversen Lineup erstmalig die große Ikone der Burlesquewelt: Miss Dirty Martini. Gerade noch mit Dita von Teese auf Europatour gewesen zelebriert die New Yorkerin am 15.10.2022 (optional auch am 16.10.22) Body Positivity und die Definition von Burlesque. Ausserdem sind Workshops und natürlich Meet & Greet geplant.

Als zweiten Headliner präsentieren wir voller Vorfreude die europäische Boylesque (Male Burlesque) und LGBTIQ+ Legende Dave the Bear direkt aus London an beiden Abenden mit Performances und Gesang.

KÜNSTLER / PERFORMERS (unter Vorbehalt)
Glissy Ribbon (IT), Setty Mois (DE), Lola Itsy (IT), Majestic Luxor (DE), Cloud Bedevil (FIN), Vixen Trio (UK), Ginger Misdemeanour (AUS), Silly Thanh (CH), Chanelle de Mai (FR), Minouche von Marabou (CH), Nigel Francis (UK), Elena La Gatta (DE), Anita Gein (FR), Petula Goldfever (FR), Marta Karta (IT), Marie Tournelle (FR), Ginevra Joyce (IT), Michelle Marvellous (SK), Chocolate Showboy (USA), Fräulein Frauke (SWE), Ruby Schatzi (FR), Michelle Pearl (SK)

Moderation: Sheila Wolf (DE)
Special Guest: Dirty Martini (USA), Dave the Bear (UK)

Freitag 14.- Sonntag 16. Oktober: New Generations – Independent Indian Filmfestival

(Daniela)

Wahnsinn: schon zum 14. Mal organisiert und kuratiert Petra Klaus das New Generations – Independent Indian Filmfestival!

Vom 14. bis 16. Oktober 2022 präsentiert das Filmfestival eine Auswahl von engagierten neuen Independent Filmen mit Fokus Südasien, in diesem Jahr an einer neuen Spielstätte, der Harmonie, die zu den renommierten Arthouse Kinos Frankfurt gehört..

Europapremiere von „Nishiddho“ – Doku „The Beatles and India“
„Hostile“ Deutschlandpremiere
Der international preisgekrönte Film „Nishiddho“ ist ein bewegendes Sozialdrama erzählt aus der Perspektive von Arbeitsmigranten in Indien. Zur Europapremiere kommt Regisseurin Tara Ramanujan nach Frankfurt. In einem breiten Spektrum Das Short Film Wallah Programm präsentiert Deutschlandpremieren von weltweit entstandenen Kurzfilmen, darunter eine Koproduktion mit den FunDeMental-Studios Frankfurt. Welche erschreckenden Auswirkungen die Politik der „feindlichen Umgebung“ in Großbritannien hat, zeigt der eindrückliche, mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Hostile“, den Regisseurin Sonita Gale persönlich vorstellt. In der surrealen Öko-Mockumentary Aavasavyuham finden Phantasie und Realismus zu einer perfekten Balance. „The Beatles and India“ erforscht, wie Indien die größte Rockband aller Zeiten geprägt hat, Reigsseur Ajoy Bose ist anwesend. „Skater Girl“ ist eine bewegende Coming of Age-Geschichte, in der die junge Prerna ihre Skateboard-Leidenschaft gegen festgefahrene gesellschaftliche Strukturen verteidigen muss.
Wie stark sich neue unabhängige indische Kino zu einem unverwechselbaren Genre mit einer eigenen Identität entwickelt hat, ist Thema des Talks mit Dr. Ashvin Devasundaram im Rahmenprogramm des Festivals.

Freitag, 14. Oktober, 20:30 Uhr
Nishiddho – Forbidden

Europapremiere in Anwesenheit von Regisseurin Tara Ramanujan
Tapan, ein Arbeitsmigrant aus Bengalen, stürzt auf einer Baustelle in Ernakulam/Kerala in den Tod. Sein Neffe Rudra, der in seiner Heimatstadt Kalkutta ein anerkannter Idol-Künstler war, kümmert sich um die Beerdigung und trifft dabei auf Chaavi, eine taffe tamilische Hebamme, die nebenbei als Bestattungsunternehmerin arbeitet. Chaavi und Rudra laufen sich danach immer wieder über den Weg und knüpfen behutsam eine zerbrechliche Beziehung. Rudra will, dass die spröde Chaavi mit ihm nach Kalkutta geht, doch dann wird sie wegen versuchter Kindstötung angeklagt. Trotz ihrer Gegensätze möchten die beiden sich ein gemeinsames Leben aufbauen, aber etwas Dunkles aus ihrer Vergangenheit scheint sie daran zu hindern.
• Regie und Buch: Tara Ramanujan • Indien 2021 • 124 Min • Malayalam, Bengali, Tamil, Hindi mit engl. Untertiteln • Mit: Kani Kusruti, Tanmay Dhanania

Samstag, 15. Oktober, 14:30
New Independent Indian Cinema – ein Filmgenre mit starker Identität
Talk mit Dr. Ashvin Devasundaram
Das neue indische Independent-Kino hat sich zu einem unverwechselbaren Genre mit einer starken eigenen Identität entwickelt. Ausgehend von seinem neuen Buch – „Indian Indies: A Guide to New Independent Indian Cinema“ (2022) zeichnet Ashvin Devasundaram wichtige Meilensteine der Entwicklung dieses dynamischen unabhängigen Filmsektors nach. Der Focus liegt auf grenzüberschreitenden, unbeirrt hinterfragenden und radikal wachrüttelnden Filmen, die sich mit LGBTQ+-Themen, der Stärkung der Rolle der Frau, Kastendiskriminierung, populistischer Politik und religiöser Gewalt auseinandersetzen.
Ort : Deutsches Filmmuseum (tbc)

Samstag, 15. Oktober, 16:00Uhr
The Arbit Documentation of An Amphibian Hunt: Aavasavyuham

Die Regierung hat einem indischen Ölkonzern die Genehmigung erteilt, mitten in dem empfindliche Ökosystem von "Puthuyvype", einer kleinen Insel in Kochi, ein LPG-Lager zu bauen. Die drohende Gefahr durch den Ölkonzern und die negativen Auswirkungen auf die Fischer führen dazu, dass Joy mit den Fischen kommunizieren und sie in die Netze lockt. Er ist eins mit der Natur, anders als die Menschen um ihn herum. Die Einheimischen erinnern sich an ihn mit einer Mischung aus Mythos, Göttlichkeit und beunruhigenden ökologischen Störungen. So wie der Biologe von der Jagd nach einer seltenen Froschart spricht, beginnen die Menschen, nach Joy wie nach einer seltenen Art zu jagen. Fantasie und Realismus halten sich in dieser surrealen Mockumentary perfekt die Waage.

• Regie und Buch: Krishand RK • Indien 2022 • 112 Min • Malayalam mit engl. Untertiteln • Mit: Rahul Rajagopal, Sreenath Babu, Sreejith Babu, Zhinz Shan

Samstag, 15. Oktober, 18:00 Uhr
Short Film Wallah mit Preisverleihung

Das Shortfilm Wallah Programm 2022 präsentiert sechs Deutschlandpremieren, die sich durch Ihre dramatische Vielfalt und unerwartete Wendungen auszeichnen, darunter die deutsch-indische Produktion „My Mother’s Girlfriend“, an der die renommierten FunDeMental Studios in Frankfurt beteiligt sind. Stilistische reicht die Palette der Filme vom Kammerstück bis hin zu Science-Fiction und magischem Realismus.

Samstag, 15. Oktober, 20:00 Uhr
The Beatles And India
In Anwesenheit von Regisseur Ajoy Bose

Dieser faszinierende Dokumentarfilm erforscht, wie Indien die größte Rockband aller Zeiten geprägt hat. Mit seltenem Archivmaterial, Fotos und Augenzeugenberichten ist der Film eine charmante Chronik der Reise der Fab Four von ihrem turbulenten Prominentenleben im Westen in den abgelegenen Ashram im Himalaya auf der Suche nach Spiritualität und Ruhe, was sie zu einem beispiellosen Ausbruch an kreativem Songwriting inspirierte. So entstanden fast alle Songs für das Weiße Album in Rishikesh. Der Film zeigt auch, wie umgekehrt indische Künstler*innen die Beatles sehen.
• Regie und Buch: Ajoy Bose, Pete Compton • UK 2021 • 92 Min • Englisch mit engl. Untertiteln • Mit: The Beatles, Biddu, Kabir Bedi, Monica Dogra u.a.

Sonntag, 16. Oktober, 14:00 UhrSkater GirlPrerna lebt in einem abgelegenen Dorf in Rajasthan, ihr Leben ist von Traditionen und Pflichten gegenüber ihren Eltern geprägt. Doch als Jessica, eine Werbefachfrau aus London, auftaucht, um mehr über die Kindheit ihres verstorbenen Vaters zu erfahren, erleben Prerna und die anderen Kinder des Ortes ein aufregendes neues Abenteuer, denn ihr langjähriger Freund Erick kommt auf einem Skateboard angefahren. Die Kinder sind ganz vernarrt in diesen Sport, fahren durch das Dorf und bringen alles und jeden durcheinander. Jessica ist fest entschlossen, die Leidenschaft der Kinder zu unterstützen und ihnen einen eigenen Skatepark zu bauen. Prerna muss gegen alle Widerstände ankämpfen, um ihren Träumen zu folgen und an der nationalen Skateboardmeisterschaft teilzunehmen.

• Regie und Buch: Manjari Makijany • Indien, USA 2019 • 109 Min • Hindi mit engl. Untertiteln • Mit: Rachel Saanchita Gupta, Amy Maghera, Shafin Patel, Jonathan Readwin, Waheeda Rehman
http://www.skatergirlfilm.com/

Sonntag, 16. Oktober 16:00 UhrHostileDeutschlandpremiere in Anwesenheit von Regisseurin Sonita GaleHostile konzentriert sich auf die komplizierte Beziehung Großbritanniens zu seinen Migrantencommunities und zeigt, welche Folgen die Politik der "feindlichen Umgebung" hat. Mit diesem Begriff charakterisierte die britische Regierung 2012 die Atmosphäre, die sie für Migranten schaffen wollte, damit diese von sich aus das Land verlassen. „Hostile“ erzählt die erschütternden Geschichten von vier Menschen mit schwarzem und asiatischem Hintergrund und untersucht, wie sich das Leben von internationalen Studenten, Mitgliedern der Windrush-Generation und so genannten "hochqualifizierten Migranten" verändert hat. Ansichten von Wissenschaftlern, Politikern und NHS-Mitarbeitern ergänzen das Bild. Nitin Sawhney, selbst im Film zu sehen, ist Co-Produzent und hat die Musik geschrieben.

• Regie und Buch: Sonita Gale • Großbritannien 2022 • 97 Min • Englische Originalfassung • Mit: Nitin Sawhney, Maya Goodfellow u.a.

Karten für das Festival gibt es online über https://newgenerations.de ab sofort gekauft werden.

Samstag 15. Oktober: JUGENDPREMIERE: MUTTER MUTTER KIND

(Daniela)

Am Abend zuvor ist die Deutschlandpremiere von "MUTTER MUTTER KIND - Let’s do this differently" heute können Kids & Jgdl zur Jugendpremiere kommen. Für alle bis 24 Jahren ist der Eintritt frei!

"Liebe Kinder und Jugendliche, wir laden euch herzlich ein zur Jugendpremiere von 

MUTTER MUTTER KIND - Let’s do this differently
Ein Dokumentarfilm von Annette Ernst

Nach dem Film gibt es ein Filmgespräch mit den jungen Protagonist*innen aus dem Film und der Kamerafrau Nina Werth, die die Kinder über 12 Jahre begleitet hat. Moderiert wird das Gespräch von Lilli Weiser, einer jungen Moderatorin und Filmliebhaberin. 

Alle Kinder & Jugendlichen können kostenlos an der Premiere teilnehmen!
Schreibt einfach eine E-Mail an jugendpremiere@jip-film.de.
Oder ruft an im Kino ab 15 Uhr: 069 5970845 und reserviert eurer Ticket.
Anmeldeschluss ist der 13.10.22.

Die Jugendpremiere ist eine Kooperation der Heinrich Böll Stiftung Hessen und jip film und verleih. Weitere Unterstützer*innen: Frankfurter Jugendring, LUCAS - Internationales Festival für junge Filmfans, Schulkinowochen Hessen, Kuss41/Aidshilfe Frankfurt, Queerkollektiv Schillerschule

Wir freuen uns euch im Kino begrüßen zu dürfen!

Samstag, 15. Oktober 2022
Filmbeginn: 15:00 Uhr
Ort: Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstraße 6, 60318 Frankfurt

Samstag, 15. Oktober: FFM/ Drei Meter Feldweg

(Andrea)

"Jack Pott - Das ist nicht etwa der Name eines zwielichtigen Online-Casinos oder einer schmierigen Top-40-Coverband für Omas Siebzigsten. Nein, hierbei handelt es sich um vier Party-Granaten aus dem beschaulichen Kurort Bad Schwartau, die zusammen als Punkband nun schon mehr als 3 Jahren ihr Unwesen in der Punkrock-Szene treiben. Mit Schlagzeug, Gitarre, Bass, Synthesizern und deutschsprachigen Texten servieren Alex, Leo, Jakob und Justin ihrem Publikum regelmäßig tanzbaren Punkrock mit Einflüssen der Neuen Deutschen Welle. Textlich frühstücken sie dabei von Blödsinn bis hin zu ernsteren Themen alles ab, ohne dabei ein paar Seitenhiebe auszulassen. Ganz klar gegen Rassismus und Ausgrenzung und für Solidarität und Toleranz. Der Witz steht dabei an oberster Stelle." Das klingt wie ich meine, doch schon mal sehr sympathisch. Und wir reden hier jetzt "nur" über den Support, Hauptact des Abends sind nämlich "Drei Meter Feldweg" und die habe ich tatsächlich schon mal gesehen - und werde es wieder tun. Einlass 18 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

Samstag, 15. Oktober: 11 FREUNDE - Kirschneck & Köster lesen vor und zeigen Filme

(Uwe)

Der Gründer des Fußballmagazins 11 Freunde, Philipp Köster, stammt aus Bielefeld und ist leidenschaftlicher Anhänger der Arminia. Mit seinem Partner, dem Fotografen Reinaldo Coddou H., gab er erst das Arminia Bielefeld Fanzine „Um halb vier war die Welt noch in Ordnung“ heraus und gründete 2000 das "Magazin für Fußball-Kultur", 11 Freunde. Köster ist bis heute Chefredakteur des monatlich erscheinenden Magazins, das das einzige ist, das ich jemals abonniert habe. Mit dem Chef vom Dienst, Jens Kirschneck, liest Köster die besten Texte aus dem Magazin, erzählen aberwitzige Anekdoten aus der großen Fußballwelt und zeigen Filme von dreisten Schwalben und heillos versemmelten Interviews am Spielfeldrand.

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
19:00H
VVK 18€ zzgl. Gebühren

Foto: Homepage Zoom

Samstag 15. Oktober: Donald & Maria

Geschichten aus zwei Leben. Präsentation des Beitrags von Maria und Donald Vaughn

Maria Vaughn wuchs während des zweiten Weltkriegs auf, zum Teil in Frankfurt, Donald Vaughn in Detroit. 1949 ging sie als Au Pair nach Großbritannien, um sich von den Erwartungen der Mutter freizumachen. Er trat in die US Army ein, um studieren zu können – und wurde nach Frankfurt geschickt. Im Leben des Ehepaars spielt Musik eine wichtige Rolle: Donald Vaughn strebte eine Karriere als Sänger an. Marias zweites Zuhause war der Jazzkeller. 1959 lernten sie sich im Jazzhaus kennen. In ihren Autobiografien berichten die Eheleute von ihrer Kindheit, ihren Bildungs(um-)wegen und von ihrem Ehe- und Familienleben, in dem sie immer wieder von Rassismus konfrontiert waren. Mark Tumba (Schauspiel Frankfurt) liest Auszüge aus den Biografien. Maria und Donald Vaughn erzählen aus ihrem Leben.

Kosten: Museumseintritt (8 €/ermäßigt 4 €)
Ort: Bibliothek der Generationen, Ebene 3

Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung beim Besucherservice erforderlich:
Information und Anmeldung
Mo – Fr 10.00 – 16.00 Uhr
Tel. +49 69 212-35154
E-Mail: besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de

Samstag, 15. Oktober: DISILLUSION

(Uwe)

Disillusion ist eine Melodic Death Metal Band aus Leipzig. Laut Wikipedia ist Death Metal „ein Subgenre des Metal und gehört neben Black Metal und Thrash Metal zum Spektrum des Extreme Metal. Kennzeichnend sind aggressiv gespielte Riffs ….“ Das allein einmal zu erleben ist sicher eine Reise nach Rüsselsheim wert.

Metal Bands schreiben einfach die besten Presseinfos. Hier der Beweis: „Disillusion liefert schon seit Jahren das, wonach die deutsche Metal-Szene lechzt: Hier treffen brachiale Gitarrenwände auf melodischen Gesang, wirbelnde Drums auf sphärische Sounds. Wenn die Herren aus Leipzig zum Reigen laden, dann müsst ihr einfach mit von der Partie sein. Die Konzerte von Disillusion gleichen einem musikalischen Inferno. Lasst euch von dieser musikalischen Urgewalt mitreißen. Ihr werdet es garantiert nicht bereuen. Sichert euch also schnell eure Tickets.

Das Rind. Rüsselsheim, Mainstr. 11
VVK 20 Euro zzgl. Gebühren, AK 25 Euro
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Foto: Frank Diedrich Booking

Samstag, 15. Oktober: Ach Du Scheiße (Premiere)

(Uwe)

Vorführung vor der Deutschlandpremiere am 20. Oktober. Anwesenheit von Regisseur Lukas Rinker

Architekt FRANK (Thomas Niehaus) erwacht aus der Ohnmacht – blutig eingequetscht in einem Baustellen-Klo. Um seine Haut vor der drohenden Abriss-Sprengung zu retten, muss sich Frank in 90 Minuten aus dem blauen Dixi Plastik-Grab befreien und ein mörderisches Verbrechen aufklären. Regisseur Lukas Rinker gelingt mit dem Genre-Festival prämierten Film ein schwarzhumoriger Escape-Room Horror, wie man ihn aus Deutschland nicht erwartet hätte. Die wahnwitzige Story, eine fesselnde Hauptdarsteller Performance von Thomas Niehaus und der stylische Look des Films garantieren 90 extrem unterhaltsame Minuten, ausschließlich in der Enge eines Dixi-Klos erzählt, „kultig wie das Dixi selbst“.

Deutschland 2022, 90 Minuten
21:00 Uhr in Orfeos Erben
Wir verlosen 2x2 Karten

Samstag, 15. - Sonntag, 23. Oktober: B3 Biennale des bewegten Bildes

(Petra)

Happy Birthday: Es ist die zehnte B3 Biennale dieses Jahr – Wahnsinn! Ich erinnere mich an visuelle Neuwelten für mich, wie die 360 Grad-Filme (in die ich schockverliebt war), an legendäre Künstlerinnen und Künstler – wie Brian Eno, Laurie Anderson oder Oliver Stone, die dort geehrt wurden –  und eben viel Bewegung zwischen Frankfurt und Offenbach in diesen Tagen. Mittlerweile muss man sagen: in Rhein-Main. Die B3 Biennale hat nicht nur Laufen gelernt, das wäre eine krasse Untertreibung: prominente nationale und internationale Vertreter*innen der Kreativbranchen und aufstrebende Nachwuchstalente sowie die diesjährigen Hauptpreisträger*innen präsentieren sich und ihre Werke im Filmwettbewerb, in Ausstellungen und im Konferenzprogramm der B3. In diesem Jahr werden die aus Belgien stammenden Filmemacher Luc und Jean-Pierre Dardenne mit dem BEN Award für das Lebenswerk ausgezeichnet. Ein weiterer Hauptpreis, der BEN für herausragende Leistungen in der bildenden Kunst, geht 2022 an das Künstlerduo Christa Sommerer und Laurent Mignonneau für Werke, die schon als „Klassiker der digitalen Kunst“ gelten. Neben den virtuellen Welten widmet sich die B3 auch der Kryptokunst (NFT‘s), die unter anderem im neuen HOCI im Bethmannhof und auf der Buchmesse gezeigt werden. Und ein starker Fokus der B3 liegt auf dem Nachwuchs: In diesem Jahr konnte das B3 Talent Forum weiter ausgebaut werden, so dass Ihr Abschlussarbeiten aus Hessen plus 20 weitere nationale und internationale Abschlussarbeiten diverser Kunst- und Filmhochschulen sehen könnt. Daneben gibt es das B3 HessenLab für internationale und die HAB Abschlussförderung für junge regionale Talente, mit der besonders herausragende Abschlussarbeiten unterstützt werden Also: Ein pralles Programm, das Ihr nicht verpassen solltet.

B3 Biennale des bewegten Bildes, 15. - 23. Oktober, alle Infos und Locations zur Konferenz, den Filmen, Ausstellungen, Prämierungen, etc. findet Ihr hier 

Sonntag, 16. Oktober: KAT FRANKIE

(Uwe)

In Doku-Soaps über Auswanderer auf VOX zieht es Auswanderer aus Deutschland in die Ferne, manche sogar bis nach Australien. Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Einwanderung dort ist die richtige berufliche Qualifikation im richtigen Beruf. Den umgekehrten Weg (ohne Begleitung der Kamera eines Privatfernsehsenders) ging die australische Sängerin Kat Frankie bereits 2004. Seitdem macht die Singer-Songwriterin erfolgreich Musik, alleine und gemeinsam mit anderen (Olli Schulz, Get Well Soon etc.). In die Brotfabrik kommt sie nun mit ihrer neuen Platte Shiny Things, veröffentlicht bei Herbert Grönemeyers Label Grönland.

Brotfabrik. Frankfurt, Bachmannstr. 2
20:00H
VVK 23 € zzgl. Gebühren

Foto: Homepage Zoom

Sonntag, 16. Oktober: FFM/ KrautrockstonerFFMJam

(Andrea)

FFM Jam. Klingt mehr als unspektakulär und entpuppt sich als echte Wundertüte - wenn man sich die Mühe macht, die Bands zu googlen und auf Krautrock steht. Dazu noch alles Frankfurter Gewächse! "Nice sound....great ride!!!" schreibt Lady Fikah zu Lucid Void und tatsächlich dachte ich beim Hören, gleich stimmt Jim Morrisson an. Eine schöne Pornoorgel und dazu wabbernde Gitarren, auch die anderen Bands, das sind Black Cat's Eye, HUM und Atrio haben Publikum mehr als verdient. Dazu noch in meinem Lieblingsladen an der Kowa, also ich plane den Abend unbedingt ein.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

Sonntag, 16. Oktober bis Sonntag, 19. März 2023: Kult-Satirezeitschrift „pardon“ im caricatura Museum

(Petra)

Ein spannendes Stück deutscher und Frankfurter Kultur- und Mediengeschichte ist ab heute im caricatura Museum in Frankfurt zu besichtigen: Die satirische Monatszeitschrift „pardon“, die von 1962 bis 1982 erschienen ist, gilt als legendär. Die vom langjährigen stellvertretenden Chefredakteur Gerhard Kromschröder und dem Grafiker, Verleger („Das Magazin“ und Zeitschriftensammler Till Kaposty-Bliss kuratierte Ausstellung zeigt, wie die Macher*innen gegen so ziemlich alles in der damals stockkonservativen Gesellschaft gestichelt haben: von Nazis und der Kirche bis zur (Welt-)Politik und der Werbung haben es alle "abbekommen". Und besonders gerne die Bild-Zeitung. Unter „Protest und Politik heißt es in der Ankündigung: „1968 dauert länger als ein Jahr. Auf den Straßen revoltieren die Studenten, pardon lässt Rudi Dutschke schreiben, der Schah ist da und Heinrich Lübke gibt’s im Heft als Hampelmann zum Ausschneiden. Wilde Zeiten. Auch bei den Literaten tut sich was, einen hat die Redaktion schon mal in den Ehrentempel Walhalla geschafft.“ Hört sich verdammt sehenswert an.

Teuflische Jahre – pardon. Die deutsche satirische Monatszeitschrift 1962 – 1982, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Weckmarkt 17, Vernissage: 12 Uhr, Eintritt: frei, Anmeldung zur Vernissage bis 13.10. bitte hierher, Ausstellung bis 19.03.2023, Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt:  8 (4) Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Montag, 17. Oktober: Of/ Mutter Mutter Kind

(Andrea)

Nina Werth scheint gerne Langzeitbeobachtungen zu machen, das war mein erster Gedanke beim Lesen des Klappentextes. Schließlich hat sie zusammen mit Angela Freiberg vor einigen Jahren "Geboren in Offenbach" drei kosovarische Schwestern begleitet (von denen ich eine lange Zeit noch bei Lidl an der Kasse gesehen habe). 12 Jahre lang hat sie jetzt mit Annette Ernst Pedi und Anny begleitet, zwei Frauen, die ihren Traum von der Familie realisiert und allerlei Widrigkeiten, aber auch glücklichen Fügungen erlebt haben. MUTTER MUTTER KIND - in Anwesenheit der Regisseurin Der Dokumentarfilm MUTTER MUTTER KIND ist ein seltenes Familienporträt über zwei Frauen, die an die Kraft und den Zusammenhalt ihrer Familie glauben. Im Spiegel der Zeit sehen wir die große gesellschaftliche Beschäftigung mit gleichgeschlechtlicher Liebe, Ehe und Elternschaft. MUTTER MUTTER KIND 2009 erscheint eine Zeitungsannonce: Pedi und Anny suchen einen Samenspender. Mit dem großen Kinderwunsch der beiden Frauen beginnt diese Familiengeschichte. In einer Zeit, in der das Familienbild aus Mutter, Vater und Kind besteht und die Gesellschaft mit großer Ablehnung auf alles andere reagiert, geht ihr Traum mit Eike endlich in Erfüllung. Annette Ernst begleitet die Familie 12 Jahre lang und wir dürfen ihr beim Wachsen zusehen. Trailer: youtu.be/COpuQd1v6jc . Ich habe mir den Trailer angeschaut und möchte Eike und seine Frauen jetzt gerne kennenlernen. Einlass: 19.00 Uhr Beginn: 20.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach

 

 

Donnerstag 18. - Donnerstag 27. Oktober: GegenBuchMasse

(Daniela)

Es ist wirklich unglaublich wieviel die Leute rund um das Café ExZess jedes Jahr, und das seit 27 Jahren!!!!!! anlässlich der Buchmesse auf ihrer GEGENBUCHMASSE ehrenamtlich auf die Beine stellen. Und weil ich das so großartig finde bekommen sie hier auch ausreichend Platz!

Die Veranstaltungsreihe wird von verschiedenen Gruppen, Veranstaltungsorten und Initiativen getragen und hat das Ziel kritischen Gedanken, die in den auf der Messe präsentierten Buchmassen nicht im Vordergrund stehen, ein Forum zu geben. In diesem Jahr werden sie im Rahmen von Lesungen 17 Neuerscheinungen zu sehr unterschiedlichen Themen vorstellen. 

Dienstag  18.10.22, 19:30 UHR
Die Kommunen vor der Kommune 1870/71
Lyon - Le Creusot – Marseille - Paris

Veranstaltungsort: Cafe ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: P.A.C.K & Verlag Assoziation A

Mittwoch, 19.10.22, 19:30 UHR
Erfahrung Rojava
Berichte aus der Solidaritätsarbeit in Nord-Ostsyrien

Veranstaltungsort: Cafe ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main Veranstalter*Innen: P.A.C.K & Verlag Edition AV

Donnerstag, 20.10.22, 19:30 UHR
Reproduktive Freiheit
Eine feministische Ethik der Fortpflanzung

Veranstaltungsort: Cafe ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: P.A.C.K & Unrast Verlag

Donnerstag, 20.10.22, 19:30 UHR
Futopia
Ideen für eine bessere Fußballwelt

Veranstaltungsort: Fanhaus Louisa, Schwarzsteinkautweg 5 a, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: Frankfurter Fanprojekt, P.A.C.K & Verlag Die Werkstatt

Donnerstag, 20.10.22, 19.00 UHR
Frankfurt am Main -  eine Stadt für alle?
Rödelheim – ein Stadtteil für all? Konfliktfelder, Orte und soziale Kämpfe

Veranstaltungsort: In der Au 14 – 16, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: P.A.C.K & transcript Verlag

Donnerstag, 20.10.22, 20:00 UHR
Flucht und Literatur.
15 Jahre Joseba Sarrionandias „ Der gerfrorene Mann“

Veranstaltungsort: Studierendenhaus, Festsaal, Mertonstr. 26, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: Beyond Spain & Blumenbar

Freitag, 21.10.22, 19:30 UHR 
Privatstädte
Labore eines neuen Manchesterkapitalismus

Veranstaltungsort: Cafe ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main Veranstalter*Innen: P.A.C.K & Unrast Verlag

Freitag, 21.10.22, 19:30 UHR
Hafenkneipen
Ein praktischer Reiseführer

Veranstaltungsort: New Rose, Eschersheimer Landstrasse 328, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: P.A.C.K & Selbstverlag

Freitag, 21.10.22, 19:30 UHR
Lesung mit baskischen, katalanischen und galizischen AutorInnen
und ÜbersetzerInnen
Veranstaltungsort: Frankfurter Salon, Braubachstraße 32, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: Beyond Spain

Freitag, 21.10.22, 19:00 UHR
Verfolgung, Flucht und Solidarität
Geschichte einer zweimaligen Flucht aus der Türkei: 1989 wegen Repression und Militärdienst. 2018 Wegen drohender drei Jahre Haft wegen eines Facebook-Posts

Veranstaltungsort: Studierendenhaus, Raum 4, Mertonstraße. 26, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: DFG-VK Frankfurt, DFG-VK Bildungswerk Hessen, Conection e.V. & Laika Verlag

Samstag, 22.10.22, 11:00 UHRDas Schwarzbuch der Galizischen SpracheZeugnisse der Diskriminierung der galizischen Sprache aus Zwei Jahrhunderten Veranstaltungsort: Restaurant Lillium, Leipziger Straße 4, Frankfurt/Main Veranstalter*Innen: Beyond Spain

Samstag, 22.10.22, 12:30 UHR
Lesung zum Gedenken an Brigit Vanderbeke
Veranstaltungsort: Restaurant Lillium, Leipziger Straße 4, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: Beyond Spain

Samstag, 22.10.22, 19:00 UHR
Der Mensch ohne Gesicht
Kritik der Identitätspolitik
Veranstaltungsort: Cafe ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen:P.A.C.K & Alibri Verlag

Samstag, 22.10.22, 21:00
Glitzer im Kohlenstaub, vom Kampf um Klimagerechtigkeit und Autonomie und We shut shit down mit den Gruppen „Zucker im Tank“ und „Ende Gelände“
Veranstaltungsort: Cafe ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
VeranstalterInnen: «P.A.C.K & «Edition Nautilus & Verlag Assoziation A

Sonntag, 23.10.22, 10:00 UHR
Literarische Matinee
Veranstaltungsort: Restaurant Lillium, Leipziger Straße 4, Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: Beyond Spain

Sonntag, 23.10.22,  18 UHRHans-Jürgen Krahl.Beiträge zu seinem antiautoritären MarxismusVeranstaltungsort: Faites vorte jeu.Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, Frankfurt/Main Veranstalter*Innen: Kritik&Praxis, express & Mandelbaum-Verlag

Donnerstag,  27.10.22 , 19:30 UHR
Spielball der Scheichs.
Der arabische Fußball und die WM in Katar

Veranstaltungsort: Fanhaus Louisa, Schwarzsteinkautweg 5 a,Frankfurt/Main
Veranstalter*Innen: Frankfurter Fanprojekt,P.A.C.K & Verlag die Werkstatt

Ausführlichere Infos zu den Autor:innen und Büchern unter: www.GegenBuchMasse.de

Unsere Veranstaltungen finden in diesem Jahr im Café ExZess (Leipziger Str. 91, Frankfurt), im Klapperfeld,( Klapperfeldstraße 5, Frankfurt/Main). im Frankfurter Salon (Braubach Str. 32, Frankfurt), im Studierendenhaus (Merton Str. 26, Frankfurt), in den Räumen des Frankfurt Fan Projektes (Fanhaus Louisa, Schwarzsteinkautweg 5 a, Frankfurt), in der Au (in der Au 14-16, Frankfurt), im Lillium( Leipziger Str.4,   Frankfurt,) statt. Alle unsere Veranstaltungen waren und sind kostenlos, sie werden durch das Engagement der beteiligten Personen sowie durch Spenden finanziert.

DIENSTAG, 18. Oktober: Of/ Sophia Kennedy

(Andrea)

Klar denkt man bei dem Nachnamen erstmal an Jackie O, Marylin und natürlich Dallas. Kennedy! Dabei hat die junge Frau, die heute im Hafen 2 aufspielt gar nichts mit der Sippe zu tun und konnte sich musikalisch in Hamburg eigenständig entwickeln. Was ein Glück! Ich freue mich schon auf das Konzert: "Sophia Kennedys Musik klingt manchmal wie der Soundtrack zu einer Welt, die am Faden der Erinnerungen hängt. Sie vereint den Glamour und den morbiden Charme von Tin Pan Alley Show Tunes aus den 1960er oder 70er Jahren und ist doch ganz und gar der dekonstruierten Moderne der Clubmusik verpflichtet. Die Songs können die Atmosphäre im Bruchteil einer Sekunde verändern, wie die letztjährige Single "Orange Tic Tac" eindrucksvoll zeigt, die zwischen bedrohlichen, düsteren Trap-Beats und beruhigenden Crooner-Melodien wechselt. Ihr zweites Album Monsters, das am 7. Mai auf City Slang erscheint, ist voller Wendungen und Momente der Schönheit, die mit Paranoia durchsetzt sind. Der Titel selbst ist ein selbstironischer, comicartiger Kommentar zum Künstlerdasein, der versucht, seine eigenen Kreationen wie wild gewordene "Monster" zu zähmen, aber auch eine Anspielung auf eine allgemein bedrohliche Spannung in der Welt. Monsters ist Popmusik am Rande des Ruins, aber es ist keine Lobeshymne, sondern eine Tear Down Party!"19.30 UHR

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Donnerstag, 20. Oktober: Friedhofsgeflüster

(Andrea)

Weil meine Kollegin Meike schon sehr von der Tour geschwärmt hat und ich den Alten Friedhof schon als Kind verwunschen-schön fand, habe ich gleich meine Mädels zusammengetrommelt und wir gehen mit unseren Mädels mit: Kulturhistorikerin Dr. Anja Kretschmer führt um 17 Uhr und um 19 Uhr zu „Der Tod als Geschäft und Heilmittel“ über den Friedhof. Die Fachfrau kennt viele Anekdoten rund um den toten Körper und die Antworten auf Fragen wie: Was ist Leichenfett? Weshalb waren Totenhände so wichtig? Der Rundgang beleuchtet auch die Geschichte der Anatomie und zeigt auf, dass der Körper ein lukratives Geschäft war. Außerdem ergründet die Kulturhistorikerin mit ihren Gästen, warum sich in Kirchen des Öfteren abgeschlagene Totenhände fanden und weshalb Leichen auch im Bereich der Kunst vielfach verwendet wurden. Treffpunkt für die beiden Rundgänge der anderen Art ist der Eingang zum Alten Friedhof in Offenbach, Friedhofstraße 21. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter www.friedhofsgefluester.de oder unter der Rufnummer 0151 / 56 33 35 49. Die Teilnahme kostet 15 Euro.

Alter Friedhof, Friedhofstraße 21, Offenbach

Donnerstag, 20. Oktober: ERDMÖBEL

(Uwe)

Vor fünfzehn Jahren veröffentlichte die Kölner Band ein Album mit eignen Interpretationen von weltweiten Nummer 1 Hits, mit Songs von Nirvana, Robbie Williams oder den Bee Gees. Ihre neue Platte heißt „Guten Morgen, Ragazzi“ und darauf befinden sich nur eigene Stücke. Mit diesen taufrischen Songs und einigen Klassikern aus fast 30 Jahren Bandgeschichte kommen sie nun nach Rüsselsheim. Sie sind laut Pressetext: „Leicht und sperrig, politisch und poetisch, Pop und Kunst – für manche sind Erdmöbel die größte, für viele definitiv die eigenwilligste deutsche Band. Und Erdmöbel lieben die Bühne … Große Gefühle ohne doofes Pathos und Kitsch. Zuhören und mitmachen und hinterher glücklich – irgendwie aufgeräumt und euphorisch – wieder nach Hause gehen.“

Support: PLEIL
Das Rind. Rüsselsheim, Mainstr. 11
VVK 20 Euro zzgl. Gebühren, AK 25 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Bild: Frank Diedrich  Booking

Donnerstag, 20. Oktober: JARVIS COCKER – Lesung

(Uwe)

"GOOD POP, BAD POP. DIE DINGE MEINES LEBENS"

Mit seiner Band Pulp veröffentlichte Jarvis Cocker einige großartige Platten mit wunderbaren Britpop-Songs. Meine persönlichen Pulp-Favoriten sind Babies und Bad Cover Version, die bekanntesten Songs sind Common People und Disco 2000 (von denen es sicher einige Bad Cover Versions gibt). Auch Solo fügte Cocker einige gute Sachen hinzu, insbesondere den wunderbaren Popsong I Will Kill Again von seinem Album Jarvis aus 2006. Der fast 60jährige ist nun schon einige Jahre im Geschäft, Zeit für ein Buch. Sind wir ehrlich, viele biografische Bücher von Musikern sind nicht unbedingt lesenswert, ich las bisher nur zwei gute, „Things The Grandchildren Should Know“ von Eels Frontmann Mark Oliver Everett und „Tastenficker“ von Rammstein-Keyboarder Chistian „Flake“ Lorenz. Cocker ist ein Typ, bei dem es ebenfalls funktionieren könnte, weil er ein interessanter Mensch mit einem beeindruckenden Gesamtwerk ist. Die Presse schreibt: „…. Es ist der harte Beweis für Jarvis' einzigartiges Leben, Pulp, Popkultur des 20. Jahrhunderts, die guten Zeiten und die Fehler, die er lieber vergessen würde. Und diese angesammelten Trümmer seines Lebens enthüllen seinen kreativen Prozess - Schreiben und Musikalität, Performance und Ehrgeiz, Stil und Bühnenkunst.“

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
20:30H
VVK 12€ zzgl. Gebühren (bestuhlt, freie Platzwahl)

Foto: Zoom

Donnerstag, 20., Samstag, 22. und Sonntag, 23. Oktober: Werwolfkommandos

(Uwe)

Über ein Jahr haben Marie Schwesinger, Julia Just, Fabiola Eidloth und ihr Team Gerichtsprozesse gegen rechte Straftäter besucht, protokolliert und mit Expert*innen, Journalist*innen, Jurist*innen und Betroffenen gesprochen. Ausgehend von dieser Recherche stellt “Werwolfkommandos” eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Sprache im Gerichtssaal dar. Es wird der Fokus auf zwei in Frankfurt am Main verhandelte Gerichtprozesse gelegt: Der Prozess um den Mord an Walter Lübcke und den Angriff auf Ahmed I. sowie der Prozess gegen den Bundeswehrsoldaten Franco A.

Theater und Gericht – in keinem Raum spielt die Sprache eine so elementare Rolle. In keinem anderen Raum wird so sehr mittels Sprache um die Definition der Gegenwart gerungen, wird Sprache selbst zum bestimmenden Element von Wirklichkeit. Welche sprachlichen Verbindungslinien lassen sich zwischen diesen Prozessen und der Selbstinszenierung aller Prozessbeteiligten ziehen? In welchen Prozessen erhalten Betroffene eine Stimme? Es geht um die Frage, wann gesprochen und wann geschwiegen wird, es geht um die Beanspruchung von Begrifflichkeiten und um die Deutungshoheit über die Diskurse.

Hier geht’s zu den Tickets: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php

Vorstellungen im Oktober: Donnerstag, 20. Oktober um 20.00h, Samstag, 22. Oktober um 19.00h und Sonntag, 23. Oktober um 20.00h
Vorstellungen im November: Donnerstag, 3. und Freitag, 11. November um 20.00h

Theater Landungsbrücken, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main

Foto: © Christian Schuller

Freitag, 21. Oktober: Hotlist-Literatur und Buchmesse-Party im Literaturhaus

(Petra)

Hot Books, hot People, hot Dance! Endlich. Im Literaturhaus wird am Freitag der Buchmessewoche wieder die Unabhängigkeit gefeiert. Es kommen die Verlegerinnen, Autoren, Bewunderer und Leserinnen unabhängiger Verlage, um den jährlichen Preis der Hotlist zu vergeben. Die Hotlist versammelt die zehn bemerkenswertesten Bücher aus unabhängigen Verlagen – fast 200 Verlage reichen dafür ein Buch ein. Eine Zahl, die für Vielfalt und Qualität steht und für das Korrektiv, das die Unabhängigen für die gesamte Buchbranche sind. Ihr Idealismus und ihr Entdeckungsgeist sind Voraussetzung für einen Buchmarkt mit Zukunft. Vorgestellt werden die zehn Hotlist-Titel und bekannt gegeben wird der Preisträgerverlag des Jahres. Hier kommt die Hotlist 2022: Arco: Artem Tschech, Nullpunkt; Ariella: Yuriy Gurzhy, Richard Wagner und die Klezmerband. Reportage / Oral-History; AvivA: Aphra Behn, Werke in zwei Bänden; cass: Atsuhiro Yoshida, Gute Nacht, Tokio; Das Kulturelle Gedächtnis: Henriette Valet, Madame 60a; ebersbach & simon: Wallace Thurman, The Blacker The Berry; Elif: Wolfgang Schiffer, Dass die Erde einen Buckel werfe. Gedichte; Guggolz: Viktor Schklowski, Zoo. Briefe nicht über Liebe, oder die dritte Heloise. Briefroman; Rotpunktverlag: Alice Grünfelder, Wolken über Taiwan. Notizen aus einem bedrohten Land; Voland & Quist: Noemi Somalvico, Ist hier das Jenseits, fragt Schwein. Außerdem wird der Dörlemann ZuSatz, ein Preis für unabhängige Verlage, verliehen. Die PARTY dazu findet direkt im Anschluss statt. Im Anschluss an die Verleihung des Hotlist-Preises 2022 laden die unabhängigen Verlage gemeinsam mit dem Literaturhaus zur Party der Independents. Pils und Puls der Branche. Nach einem druckvollen Kessel Buntem von Verleger Gunnar Cynybulk (Kanon Verlag) und Literaturhausleiter Hauke Hückstädt folgen am DJ-Reglement die vielverehrten DJanes Antje Keil (Lektorin) & Katharina Schmidt (Illustratorin) alias keilschmidt. Leut, es ist Zeit. Die Pausen waren lang und groß. Schmeißt eure Jacken auf die Garderoben, und auf den Fluren lasst die Hüften los. Wer jetzt im Haus tanzt, wird auf lange bleiben.

Preisverleihung und Party der Independents & des Literaturhauses Frankfurt: Die unabhängigen Verlage und das Literaturhaus laden zum großen Tanz, durch die Preisverleihung Hotlist 2022 führt die hr2-Moderatorin Anna Engel, Party mit den DJs: Gunnar Cynybulk & Hauke Hückstädt sowie Antje Keil & Katharina Schmidt aka keilschmidt, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 21 Uhr (Party ab 22 Uhr), Eintritt: 7 Euro, Tickets hier

 

 

Freitag 21. und Samstag 22. Oktober: Buchnächte im hr Sendesaal

(Daniela)

Am 21. und 22. Oktober finden im Rahmen der Buchmesse im hr-Sendesaal, nach zwei Jahren Pause, endlich wieder die beliebten "Buchnächte“ statt:

Zur Buchmesse lädt der hr Autorinnen und Autoren ein, von ihren Neuerscheinungen zu erzählen. Außerdem wird bei Gesprächen und Lesungen das Hörbuch erlebbar.
Am Freitag, 21. Oktober, sind bei der ARD-Radiokulturnacht der Bücher unter anderem Juri Andruchowytsch, Dörte Hansen und die Gewinnerin oder der Gewinner des Deutschen Buchpreises dabei.

Am Samstag, 22. Oktober, kann sich das Publikum auf Wladimir Kaminer und Christian Brückner freuen. Die beliebten "Buchnächte" sind nach zwei Jahren zurück in gemütlicher Atmosphäre im hr-Sendesaal. Am Buchmesse-Freitag und -Samstag kann das Publikum mit Essen und Getränken an Tischen die Lesungen und Gespräche zu aktuellen Hörbüchern verfolgen und Autorinnen und Autoren zuhören, wenn sie von ihren Neuerscheinungen erzählen. Für die Unterhaltung zwischendurch sorgt an beiden Abenden die Swing-Band Gramophoniacs.

Mehr Infos: https://www.hr2.de/veranstaltungen/ard-radiokulturnacht-der-buecher---frankfurter-buchmesse-2022,radiokulturnacht_buchmesse2022_-102.html

Freitag, 28. Oktober: Gangs Of Youths

(Uwe)

 

Keine Angst, die australische Indie-Rockband muss für Konzerte in oder Tourneen durch Europa nicht immer aus ihrer Heimat anreisen, die Gruppe um Frontmann David Le'aupepe lebt mittlerweile in London. Gangs Of Youths wurde 2011 von Jugendfreunden gegründet, daher passt der Bandname ziemlich gut. Seitdem sind 11 Jahre vergangen, zwei Gründungsmitglieder wurden in dieser Zeit ersetzt und die kraftvolle Rockmusik mit der kraftvollen Stimme des Kraftpakets Le'aupepe. Ihre aus meiner Sicht beste Platte ist „Go Farther in Lightness“, 2017 Nummer 1 in Australien, aber noch ohne Chartplatzierung in den UK-Charts. Ständiges Touren, oft als Support für bekanntere Acts brachten die gewünschte Aufmerksamkeit und den Einstieg in die UK-Top Ten Abumcharts mit der letzten, in 2022 erschienen, Platte Angel in Realtime. Anspieltipp ist der großartige Song „The Deepest Sighs, the Frankest Shadows“. Laut der Internetseite setlist.fm haben Sie das Lied bei 41 von 46 Konzerten der aktuellen Tour gespielt, wieso sollten sie es ausgerechnet im Zoom weglassen?

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
20:00H TICKETS
VVK 20 € zzgl. Gebühren

Foto: Zoom

 

 

26.- 30. Oktober: 53. Deutsches Jazzfestival Frankfurt

(Daniela)

Wären wir zu der Zeit nicht im Urlaub, wären wir bestimmt bei dem ein oder anderen Konzert dabei

Auf dem Programm des 53. Deutschen Jazzfestivals Frankfurt stehen vom 26. bis zum 30. Oktober internationale Acts sowie lokale Künstlerinnen und Künstler, darunter Quest, Lakecia Benjamin, Rabih Abou-Khalil feat. Elina Duni, das Manfred Bründl Projekt und natürlich die hr-Bigband. Drei Konzertabende finden im hr-Sendesaal statt, außerdem gibt es ein Konzert im Mousonturm und neu in diesem Jahr ist die "Clubnacht" in den Jazzlocations der Stadt.

Mittwoch, 26. Oktober, ab 19:00 Uhr, hr-Sendesaal 
hr-Bigband feat. Julia Hülsmann, Leitung: Theresia Philipp Quest 

Donnerstag, 27. Oktober, ab 19:00 Uhr, hr-Sendesaal 
Ingrid Laubrock Quartet 
Lakecia Benjamin "Pursuance: The Coltranes"

Freitag, 28. Oktober 
20:00 Uhr Manfred Bründl Projekt, Jazz-Initiative in der Romanfabrik 
20:00 Uhr Ivan Habernal Septett, Alte Seilerei ("Fabrik außer Haus") 
20:00 Uhr Charles Unlimited, Milchsackfabrik (Studio 294)  
21:00 Uhr Programminfo folgt, Jazzkeller 
22:00 Uhr Moses Yoofee Trio und 23:30 Uhr Blue Lab Beats, Jazz Montez 

Samstag, 29. Oktober, ab 19:00 Uhr, hr-Sendesaal 
hr-Bigband feat. Marius Neset 
Isaiah Collier & The Chosen Few 
Rabih Abou-Khalil feat. Elina Duni 

Sonntag, 30. Oktober, Künstlerhaus Mousonturm 
Ashley Henry Quartet

Weitere Programmdetails auf hr2.de

Freitag, 4. November: Of/ Diamant Opening

(Andrea)

Yeah, darauf freue ich mich schon sehr! Nach UND kommt DIAMANT und ich glaube,das wird sehr schick. Heute ist Eröffnung mit Meral Albrecht 4.11.-12.11.2022 Im ehemaligen Stadthaus eines Juweliers in der Offenbacher Fussgängerzone entsteht im Herbst und Winter 2022/23 mit dem Diamant Offenbach temporär, für viereinhalb Monate ein neuer sozialer Ort, ein Museum für Urbane Kultur und eine Schule für kreatives Handeln. www.instagram.com/diamant.offenbach/ In zentraler Lage in der Offenbacher Innenstadt befindet sich das ehemalige Haus eines Juweliers, mit zwei Ladenetagen, einer Werkstatt, zwei Apartments, einem Keller und einem Innenhof. Ein Leuchtkasten in Form eines Diamants über dem Eingang wird zum Namensgeber, zur Bildmarke und zur Inspirationsquelle des Projekts. Innen wie Aussen ist Diamant Offenbach eine Zeitkapsel, die die Spuren vergangener Jahrzehnte in sich trägt. In seiner Seele unberührt, ergänzt durch wenige funktionale und gestalterische Eingriffe, wird er als Rohdiamant zu einem Ort der Begegnung, einer Schule des Alltags und einem Museum urbaner Kultur. Anfang November 2022 öffnet Diamant Offenbach für mehrere Monate seine Türen und wird durch die großzügige Überlassung des Immobilienentwicklers Kilian Bumiller zu einem neuen sozialen und kulturellen Treffpunkt in der Offenbacher Innenstadt. Die Kultur der Menschen wird in der Begegnung, im Dialog und im Öffentlichen Raum verhandelt. Kulturelle Produktion entsteht im Wechselspiel des inneren, persönlichen Raums Einzelner mit dem gemeinschaftlichen Raum Vieler. Hierbei kann der Öffentliche Raum sowohl als Inspirationsquelle, wie als Präsentationsfläche dienen. Er kann senden und empfangen. In unserer Zeit wird ein ausgewählter Teil der kulturellen Produktion meist in aus- und eingeklammerten Schutzzonen verhandelt. In der Regel arbeiten Künstler_innen zurückgezogen in ihren Ateliers, Kunstwerke werden in unterschiedlich formatierten, weissen öffentlichen Räumen präsentiert. In dieser konstruierten Isolation entstehen herausragende Kunstwerke und anspruchsvolle Diskurse. Dennoch sind Künstler, Be-trachter, Händler_innen und Handelnde immer auch Teil der realen und alltäglichen Welt. Vor und parallel zur Kunstgeschichte der isolierten Räume gibt es schon immer eine kulturelle Produktion, die den alltäglichen, öffentlichen Raum reflektiert und adressiert. Schon die Wände der Chauvet-Höhle, 36000 Jahre vor unserer Zeit, zeugen vom Bedürfnis der Menschen, ihr Umfeld zu reflektieren und in kommunizierbare Bilder zu fassen, die über die Zeiten hinweg wirken.

DIAMANT/ Museum Of Urban Culture Frankfurter Straße 8 / Offenbach

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Noch bis 31. Oktober: „LA CARA DEL FLAMENCO | FLAMENCO IM PORTRAIT“

(Daniela)

Ich liebe Flamenco und werde daher auf jeden Fall vor dem 31.10. in der Denkbar sein um mir die Ausstellung „La Cara del Flamenco | Flamenco im Portrait“ des Fotografen Günther Bauer anzuschauen.

"„La Cara del Flamenco“ ist ein Fotoprojekt, dessen Wurzeln in meinem achtjährigen
Aufenthalt in Madrid (1992–2000) liegen. Es sind Portraits von Künstler*innen, die einen Lebensweg vorweisen, der sich in ihrer Kunst ausdrückt und dieser Authentizität und Tiefe verleiht, sie glaubwürdig macht.
Viele der portraitierten Künstler*innen entstammen derselben Generation, einer
Generation, die in den schwierigen Zeiten der Franco-Diktatur groß geworden ist.
Damals hatte der Flamenco eine sehr widersprüchliche Rolle: einerseits sollte er dazu
beitragen, das Image Spaniens im Ausland zu verbessern, andererseits war der
Flamenco mit dem strengen Katholizismus unter Franco kaum vereinbar. Es dauerte
lange, bis der Flamenco sich von dem folkloristischen Mief der Franco-Zeit befreien
konnte und auch innerhalb Spaniens Anerkennung fand.
2010 wurde der Flamenco von der UNESCO zum Immateriellen Weltkulturerbe erklärt.
Der Flamenco, der tief in der andalusischen Kultur verwurzelt ist, hatte sich längst von
den regionalen Ursprüngen gelöst und sich zu einem internationalen Phänomen
entwickelt. Er folgt seiner Tradition der Verschmelzung mit anderen „musikalischen“
Einflüssen.
Was aber bleibt, ist der Mythos des Flamenco als eine hermetische Kunst im Kreis der
andalusischen Gitanos, die jahrhundertelange Erfahrung von Verfolgung und Leid in
düstere Verse und dunkle Melodien verwandelten.
Das Projekt zeigt den Aufbruch des Flamencos – den „Nuevo Flamenco“. Junge
Musiker*innen, Tänzer*innen, die in ihren Familien mit dem traditionellen Flamenco
aufgewachsen sind, faszinieren mit ihrem Flamenco Nuevo. Arrivierte, mutige
Flamencokünstler wie Enrique Morente suchten neuen Wege der Interpretation und
irritierten ihre Kritiker. Im Vordergrund des Projektes steht aber nicht der Tanz oder
der Gesang, es sind die Perso nlichkeiten, die Charaktere der Ku nstler, die mit ihrer
Ausstrahlung den Zuho rer faszinieren, sie oft komplett in ihren Bann ziehen ko nnen.
Die Faszination des Rhythmus, der expressive Ausdruck von Gefühlen und der stetige
Einfluss unterschiedlichster Kulturen spiegeln sich in den intimen großformatigen
Portraits der Flamenco-Künstler*innen wider. "
https://guentherbauer.de

Ausstellung: von Günther Bauer
Termin: 04. September – 31. Oktober 2022
Ausstellungsort: DENKBAR Frankfurt, Spohrstrasse 46a


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