30.09.2022
SCHAUSPIEL

Ich habe heute keine Lust ein Intro zu schreiben, daher habe ich mir einen Text von Uwe geschnappt, den er vor ein paar Tagen auf Facebook veröffentlich hat. Der "liebe Freund, von dem er schreibt ist übrigens unser Freund und Co-Autor Martin Grün, der hier in den Ausgehtipps immer die tollen Theatertipps veröffentlicht.

Uwe:
"Dort, wo sich in Goddelau Lessing- und Goethestrasse noch heute kreuzen, fand man früher in einem roten Eckhaus den Zeitschriften- und Schreibwarenladen von Frau Christ. Als Kinder holten wir bei ihr die wöchentlich erscheinenden Fernsehzeitungen. Irgendwann, Anfang der 1980er Jahre bot sie diverse Ladenhüter zum Preis von einer Mark an, um Platz in ihrem kleinen Laden zu schaffen. Vor uns griffen schon einige Goddelauer nach dem Motto „kann man immer mal gebrauchen“ zu, daher waren die meisten der unschlagbar guten Angebote bereits verkauft und der „Wühltisch“ schon ziemlich leer, als wir kamen. Wir griffen mehr oder weniger blind in den letzten Rest hinein und zogen ein „Dichterquartett“ heraus, verpackt in einer stabilen Pappschachtel mit einem Bild von Goethe darauf. Darin waren zwölf Autoren mit jeweils vier ihrer Werke integriert, für jedes Werk gab es eine eigene, liebevoll gestaltete Karte.

Für eine längere Zugreise in den Osterferien nach Sylt packten es meine Mutter, meine kleine Schwester und ich, damals 13 Jahre alt, ein und spielten es zum Zeitvertreib in einem dieser alten abgerockten DB-Abteile, in die sechs Personen passen. Außer uns saßen noch zwei ältere Damen darin, als wir uns zwischen Kassel und Hamburg gegenseitig immer wieder fragten, „hast Du die Karte zu Wallenstein von Friedrich Schiller?“, nein aber hast Du von Pedro Calderón de la Barca vielleicht „Dame Kobold“ - und „der eingebildete Kranke von Molliere und von ihm auch der Bürger als Edelmann?“. Meine Schwester und ich kannten natürlich kein einziges Werk und wir quälten uns die oft komplizieren Namen nur sehr schwerfällig heraus. Die scheinbar sehr kulturbegeisterten Damen, die mit uns im Abteil reisten, folgten uns interessiert und freuten sich über jedes Stück, dass neu erwähnt wurde („oh, schön“). Am Ende feierten sie meine Mutter dafür, dass sie uns so frühzeitig und spielerisch mit den ganzen Klassikern in Kontakt brachte. Und tatsächlich kannte ich dadurch immer zumindest ein paar Stücke, die ein Autor geschrieben hatte, der im Quartett mit 48 Karten dabei war. Von Henrik Ibsen merkte ich mir sogar drei: Nora- oder ein Puppenheim, Peer Gynt und die Wildente.

Gestern lief mir nach rund vierzig Jahren der Norweger mit dem komischen Bart, also Ibsen, wieder einmal über den Weg. Sein Stück „Ein Volksfeind“ hatte Premiere. Daniela und ich haben seit dieser Saison Premienkarten im Schauspiel Frankfurt und erlebten am Sonntag mit guten Freundinnen und Freunden bereits unsere zweite Premiere, nach Tschechows Onkel Wanja am Donnerstag.

Nachdem ich die wichtigsten Filme bereits alle mehrmals sah und erkannt habe, dass ich mit Serien nichts anfangen kann, steige ich nun ins Theater ein. Neben Daniela hat mir ein lieber Freund durch seine Erzählungen die Tür zu einer Welt geöffnet, die ich nun entdecken möchte. Einige Schritte bin ich mit ihm bereits gegangen, ausgewählte Sachen habe ich insbesondere in den letzten beiden Jahren gesehen, nun bin ich wirklich dabei. Was ich schnell festgestellt habe ist, dass nicht nur das gebotene Stück ein besonderes Schauspiel ist, sondern auch das ganze Drumherum: Das Ankommen, die Einführung in das Stück im Chagall-Saal mit Intendant und Sekt, der große Auflauf in der Panorama Bar danach, mit Diskussionen über die Inszenierung und den ersten Einwertungen. Ich bin dort bei Weitem nicht so fremd wie Monaco Franze bei seinem Opernbesuch in der besten Folge („Ein bissel was geht immer“) der gleichnamigen Dietl-Serie, das Theater ist aber natürlich kein Fußballplatz oder Konzertsaal, Orte an denen ich mich sicher bewegen kann. So orientiere ich mich vorsichtig neu, konzentriert und interessiert. Das Interesse wird belohnt, denn ich entdecke einige der liebenswerten aber gewollt überzeichneten Figuren und Konstellationen aus Dietls Werk wieder, wenn ich, mit einem Bier in der Hand, meinen Blick durchs Geschehen wandern lasse und mit beiden Ohren unserem Tischgespräch lausche. Herrlich."

Lebt wild, Daniela

Vielen Dank an meine Co-Autor:innen: Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel, Petra Manahl und Martin Grün.

Zur besseren Lesbarkeit empehle ich die Tipps im Browser hier zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

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GESUCHT: GEWERBERAUM

(Petra)

Boxen ist mein Yoga – und das sucht dringend ein neues Zuhause!
Lange bevor Boxen zum Trendsport avancierte, spukte mir die Idee im Kopf herum. Ende 2018 hab ich mich endlich ins Boxstudio gleich bei mir um die Ecke getraut und bin seitdem dabei. Der erste Lockdown 2020 dann ein Schock. Kein Training mehr. Und bis zu diesem Sommer immer wieder Pausen, Unsicherheit – einige sind irgendwann nicht mehr gekommen. Das war hart für unseren Trainer, auch existenziell. Jetzt – in der nächsten Krise – will sein Vermieter deutlich mehr Geld. Das geht nicht.

Deshalb sucht das Studio dringend neue Gewerberäume (200 - 250qm): bezahlbar (bis 10€/qm) und am liebsten zentral in der Innenstadt oder Bockenheim, gut an den ÖPNV angebunden und gerne langfristig, denn die boxtaugliche Ausstattung ist ja auch ein Investment. Das Studio ist eine Bereicherung für jedes Quartier, unser Trainer für JedeN, der/die ihm begegnet. Wenn Ihr einen Tipp habt, schreibt mir gerne eine E-Mail: ich leite die Info dann weiter.   

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea). Merci!

2 x 2 Gästelistenplätze für Ton, Steine, Scherben am 5. Oktober im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wer lädt kommende Woche zum Gottesdienst in die Johanniskirche?

2 x 2 Gästelistenplätze für Beranger am 7. Oktober im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet:Wie heißt das Boot aus der Seenotrettungsdoku?

2 x 2 Gästelistenplätze für Kayef am 10. Oktober in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet:Wer organisiert das Internationale Frauen Theaterfestival?

GEROLLTES über die Länderspielpause

(Uwe)

In der vergangenen Woche spielte die Bundesliga nicht, weil einmal wieder Länderspielpause war. Diese gilt weltweit, damit die Spieler zu ihren Nationalmannschaften reisen können. Im Falle von Brasilen war dies aber nicht Brasilien oder Südamerika. Da die meisten Stars der Brasilianer in Europa spielen, wollte man den Reisestress reduzieren und so spielte die Seleção am vergangenen Freitag in Le Havre (die Normandie liegt wie Rio de Janeiro wenigstens am Meer) gegen Ghana und am darauffolgenden Dienstag dann im Pariser Prinzenpark gegen Tunesien. Dann konnten Marquinhos und Neymar kostensparend sogar zuhause schlafen, weil sie beim dort beheimateten Paris St. Germain spielen. Eintrachtstar Daichi Kamada erzielte beim „Heimsieg“ der Japaner in Düsseldorf am vergangenen Freitag gegen die USA das erste Tor. Er spielte danach mit seinem Land wenige Tage später ebenfalls in Düsseldorf, dieses Mal aber auswärts, weil Ecuador bei diesem Spiel der Gastgeber war. Die Hauptstadt Nordrhein-Westfalens lag nun zumindest für 90 Minuten auf dem Äquator.  

Während viele Nationen in Europa blieben, spielten die Australier zuhause gegen Neuseeland und kurz darauf das Rückspiel in Neuseeland. Das war aber auch vertretbar, weil die meisten Spieler der beiden Mannschaften in den heimischen Ligen oder in Japan spielen und es von dort aus nicht allzu weit ist. Weit war es aber für den australischen Linksverteidiger Joel King, der spielt nämlich im dänischen Odense. Von dort aus musste er sich auf den Weg in seine Heimat, genauer nach Brisbane, machen. Das geht normalerweise von Kopenhagen über Doha, von Doha nach Denpasar auf Bali und von Bali nach Brisbane recht flott in 31 ½ Stunden, auch für klassische Touristen. Vielleicht war er ein paar Stunden schneller, viel rausgeholt wird er aber nicht haben.Nach genanntem erstem Spiel ging es für ihn und seine Kameraden nach ging es nach Neuseeland weiter. Dorthin fliegen Europäer (oder in Europa lebende) normalerweise nur, wenn sie als Schauspieler für eine Tolkien-Verfilmung (Herr der Ringe, Der Hobbit) gecastet werden oder einen mehrwöchigen Urlaub machen, eher seltener um 90 Minuten auf der linken Abwehrseite Fußball zu spielen, wo der Ball eher seltener hinkommt und man ihn vielleicht nur 35x pro Partie berührt. Mal angenommen, Joel King spielte den letzten Mist zusammen und der australische Verband wollte ihn über eine etwas aufwändigere aber deutlich kostengünstigere Route zurück nach Dänemark schicken, ginge das so: (1) von Auckland nach Papeete (in Französisch-Polynesien) – (2) weiter nach Los Angeles – (3) weiter nach Frankfurt – (4) weiter nach Hamburg – (5) mit dem Auto von Hamburg nach Odense. Das wäre im besten Fall in dreieinhalb Tagen zu schaffen. Am Sonntagabend war das zweite Spiel seiner Nationalmannschaft, vielleicht schafft er es sogar bin zum Anpfiff des Auswärtsspiels am heutigen Freitag von Odense BK bei Aalborg BK.

Die deutsche Nationalmannschaft verlor in der an Sinnlosigkeit kaum zu überbietenden Nationsleague zuhause gegen Ungarn und ist gegen die Nationalmannschaft Ungarns seit drei Spielen sieglos. Der letzte Sieg gelang am 04. Juni 2016, der wichtigste am 04. Juli 1954 im Berner Wankdorfstadion. In Wembley gegen England spielten die Deutschen Unentschieden, 3-3. Gegen die Engländer gewann die Nationalmannschaft zuletzt 2017 in Dortmund. Neben wichtigen Siegen 1972 (Hinspiel im EM-Viertelfinale, erster deutscher Sieg in in Wembley), 1990 in Turin im WM-Halbfinale und 1996 in Wembley (EM-Halbfinale) gab es, jeweils in Wembley, 1966 (WM Finale) und 2021 (Achtelfnale der EM 2020) bittere Niederlagen.

Freitag 30. September: Shantel auf dem Yachtklub

(Daniela)

Allen die Bock haben zu tanzen empfehle ich heute Abend auf den Yachtklub zu gehen, denn dort legt SHANTEL auf.

Ich war da vor 3 Jahren und es war mega. Die Menge hat so getobt, dass ich echt Angst hatte, dass das Boot untergeht.

Leider habe ich weder im Netz gefunden wann die Party anfängt, noch was der Eintritt kostet.

Ich vermute mal 22:00 Uhr Beginn und Entritt unter 10,- €

Foto: Horst Friedrich

Noch bis 3. Oktober: RETRO DGTL

(Daniela)

6 Days of Gaming. E-Sports. Tech. Talks. And Exchange im Massif Central

6 Tage Nostalgie, Computerliebe, Zukunft. Das kommt heraus, wenn sich USM, .EXE und das Massif Central zusammentun, um sich den „Digital Nerds“ zu widmen.

Wir laden euch herzlich ein zu RETRO DGTL. Einem neuen Format, das sich mit Altem beschäftigt. Ein Format, das mehr ein Ort, ja ein Erlebnis sein soll. Ein "come and get together". Ein Meeting der Tec- und Vintage-Lovers. Der Qualitätsbesessenen und der Detailverliebten. Ein Traum, der bisher nur als Idee existierte und dieser Stadt schon lange fehlt.

Frogger „eats“ Digital Cycling
> 28.09 - 03.10.2022: Digital Retro Park e.V. stellt eine Auswahl besonderer Geräte in die Mainhall. Selbstredend funktionsfähig und spielbereit.

> 01.10.2022: Grand Opening Eintracht Shopping Week
von 11:00 - 14:00 Uhr mit Timm Jäger (GF EintrachtTech GmbH), Oliver Schwebel (GF Wirtschaftsförderung Stadt Frankfurt) & Florian Joeckel (guilty76 tripleA / Massif Central)

> 01.10.2022: Wahoo eröffnet die europaweite Indoor-Cycling-Saison ab 18:00 Uhr

> 03.10.2022: am Feiertag gibt es höchste Qualität im Vintage-Analog/Digital-Market von 12:00 bis 18:00 Uhr.
Bei gutem Wetter im Hof. Sollte es regnen, findet dieser Markt im Massif Central Indoor auf allen Etagen statt.

> 30.09. - 08.10.2022 Eintracht Frankfurt präsentiert die ADLER SHOPPING WEEK
, Indoor-Textilmarket und Rabatte auf Selected Goods and Drinks.

All das und noch eine Menge mehr: das ist RETRO DGTL powered by USM, .Exe, Flipper & Arcade Museum Seligenstadt, Silentrooms, desres design studio, guilty76 tripleA & Massif Central

Der Eintritt ist frei.
Eschersheimer Landstr. 28 // 60322 Frankfurt am Main

Freitag 30. September: Hosted Audio Walks

(Daniela)

RadioX organisiert Audio Walks... schade, dass ich keine Zeit habe.

Als Scouts konnten wir Anja Czioska, Cornelia F Ch Heier, Sepp’l Niemeyer und Jean Trouillet gewinnen, die seit vielen Jahren aus der Frankfurter Kunst- und Kulturszene nicht wegzudenken sind.

Jede/r von ihnen ist Teil der radio x Geschichte und wird den Audio Walk um ganz subjektive Hintergrundinfos und Anekdoten erweitern.

  • Freitag, 30. September, 18 h Anja Czioska

Treffpunkt ist der Hof des Theaterhauses in der Schützenstrasse 12. Weitere Infos und Anmeldung:

Büro radio x | Tel. (069) 299 712-22 | buero@radiox.de

Anja Czioska: Filmkünstlerin, KV Montez Mitgründerin, Aktivistin for Underground Projekte Frankfurt

Freitag 30. September: Zwei Frauen, zwei Geschichten, ein Schicksal.

(Daniela)

Ich freue mich endlich Claudia auf der Bühne zu sehen!

Zwei Frauen, zwei Geschichten, ein Schicksal.

Im Stück von Vasilis Ziogas begegnen uns 2 Schwestern, die mit der Gewalt in einer von Männern dominierten Welt ganz unterschiedlich umgehen. Elli ist immer im Haus des Vaters geblieben. Sie beugt sich den Zwängen in ihrer kleinen Welt und den Männern. Anna ist davongelaufen, um ein freieres Leben zu führen.

Anna und Elli holen alles hervor, was das Leben ihnen mitgegeben und womit es sie geformt hat. Die eine von weither zurückgekehrt, die andere an Ort und Stelle verweilend lassen sie die Schrecken ihrer Vergangenheit zu neuem Leben erwachen und drohen davon verschlungen zu werden. Der Missbrauch des Vaters, die Abwesenheit der Mutter, das Wegschauen der Mitmenschen – Versinken die Schwestern in der Dunkelheit oder schaffen sie es sich aus den Fängen ihres Leids zu befreien?

„Bunte Frauen“ beschreibt das tiefgreifende Leid von Frauen, die von überall und in unterschiedlichen Formen mit Gewalt und Unterdrückung konfrontiert werden und den Blick für die eigenen Bedürfnisse, Ängste und Einstellungen schärfen, um sich in wechselnden Umständen zurechtzufinden.

Vasilis Ziogas einzigartiger Schreibstil schmückt die poetische Dimension der Sprache mit bitteren Humor und Zynismus. In seinen von Symbolik strotzenden Werken stehen der Tod, die Befreiung und die Versöhnung der Handelnden, mit sich selbst und mit ihrer Umgebung im Mittelpunkt, womit er mit den in „Bunte Frauen“ aufgegriffenen Konflikten die Problematiken unserer Zeit trifft.

Für das Projekt "Bunte Frauen" kommen verschiedene Menschen mit verschiedenen Lebenshintergründen zusammen. Griechenland, die Türkei und Deutschland treffen hier in den Familiengeschichten aufeinander. 2 Frauen und 1 Mann. Verschiedene Leben, die doch auch vieles teilen.  Auch Kosmas Chatziioannidis, als Regisseur und Mann musste immer wieder die Unterdrückung der Frauen in seinem Umfeld sehen und beschäftigt sich seit einiger Zeit auch in seiner Theaterarbeit in Griechenland mit dem Thema.

Regie: Kosmas Chatziioannidis; Übersetzung: Sophia Georgallidis
Mit Elli: Claudia Bernhard und Anna: Derya Sahin
https://www.internationales-theater.de/component/vikevents/event/bunte-frauen-von-v-ziogas

30.9./1.10./5.10. jeweils 20 Uhr im Internationalen Theater, Hanauer Landstr. 5 - 7 (Zoo-Passage), 60314 Frankfurt/Main

Freitag, 30. September bis Sonntag, 2. Oktober: Of/ Mini-BendMakeChange 2022: Solarcity OF?

(Andrea)

Mit Künstlern über die allernäheste Zukunft reden?! Geht, beim Mini-BendMakeChange 2022: Solarcity OF im Waggon und Commons Cafe: In der allernähesten Zukunft wird OF entweder eine zukunftsfähige Solar-City mit viel fairer lokaler Grundversorgung und grünem Schatten werden, oder wortwörtlich vertrocknen. Was kann man als Bewohner tun, um jeden Fitzel Sonnenfläche den Erdöl-Diktaturen in den Weg zu stellen und was kann man damit erreichen? Um einiges mehr als früher, am Festivalsonntag finden wir es heraus wie und was, im Commons Cafe! Solare Energie ohne Ende verstrahlen wir aber wie immer auch im Musikprogramm, wo sich wieder feines bis feinstes aus der heimischen Elektronik findet. Kommt vorbei! Vorläufiger Timetable: Freitag 30.09. Waggon: ca. 18h TBA ca. 19h Worsel Strauß ca.20h Schlammpeitziger Sa.01.10. Waggon: ca.18h TBA ca.19h DRNTTCKS ca.20h Pyrolator So. 02.10. Commons Cafe im DRP: Vorträge & Workshops zu Bürgernenergie & Balkonkraftwerken So. 02.10. Waggon: ca.15h TBA

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Höhe Isenburger Schloss/ Offenbach

Freitag 30. September: Bridges-Kammerorchester in der Alten Seilerei

(Daniela)

Nachdem das Kammerorchester am Vorabend sein Debütkonzert im Casals Forum der Kronberg Academy gegeben hat, spielt es am Freitag, den 30. September sozusagen „zuhause“, an seinem Probenort, der Alten Seilerei und ihr seid eingeladen. Mit Musik aus Ägypten, Aserbaidschan, Iran, Italien, Kolumbien, der Mongolei und Frankfurt.

Gemeinsam mit Dirigentin Bar Avni spielt das Orchester Eigenkompositionen sowie Arrangements von bekannten Stücken wie „La Follia“ von Antonio Vivaldi oder „Mandukhai Setsen Khatan“ von Nantsagiin Jantsannorov, die auf die einmalige Besetzung des Orchesters zugeschnitten sind und die verschiedenen Musiktraditionen der Orchestermitglieder zu etwas aufregend Neuem verbinden.

Ein Höhepunkt ist die Aufführung eines Cellokonzerts (Uraufführung, 29.9.), das der Frankfurter Jazzkomponist Peter Klohmann für das Bridges-Kammerorchester und den Cellisten László Fenyö komponiert hat.

Location: Alte Seilerei, Offenbacher Landstraße 190, 60599 Frankfurt

Tickets an der Abendkasse ab 19 Uhr. Konzert ab 20 Uhr. Eintritt nach Solidaritätsprinzip 5€ - 25€ 

Infos unter http://bridgesmusikverbindet.de/veranstaltungen/september-2022/bridges-kammerorchester/

Freitag, 30. September: Hessen-Premiere zum Kinofilm ME, WE

(Uwe)

In Anwesenheit von Verena Altenberger und Lukas Miko sowie des Regisseurs David Clay Diaz - Verlosung von 2x2 Karten siehe oben

Der Film feierte seine Weltpremiere bei der DIAGONALE - Festival des österreichischen Films 2021, wo Hauptdarsteller Lukas Miko den Preis als Bester Darsteller gewann. Beim diesjährigen Österreichischen Filmpreis wurde ME, WE als Bester Spielfilm nominiert. Vier ineinander verwobene Geschichten erzählen in dieser Tragikomödie von Flucht, Migration und unserem alltäglichen Umgang damit in Europa. Marie, eine junge Freiwillige, fährt ans Mittelmeer, um zu helfen. Der halbstarke Marcel gründet einen Geleitschutz für Frauen aus Angst vor angeblichen übergriffigen Migranten. Die Redakteurin Petra nimmt einen minderjährigen Flüchtling bei sich auf. Und der Asylheimleiter Gerald wird von einem seiner Schützlinge auf eine harte Probe gestellt. ME, WE erzählt von vier Menschen, deren Haltung zu Flucht und Asyl durch die Konfrontation mit der Realität massiv auf die Probe gestellt wird. „Me, We“, das ist das kürzeste Gedicht aller Zeiten und bringt die Realitäten der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft auf den Punkt: Wer bin ich, und wer kann ich sein – und sind die anderen wirklich so anders? Von diesen Erfahrungen, die wir mit unserer Begeisterung und Naivität, mit unserer Skepsis und Ohnmacht machen, erzählt der tragikomische Film über Europas Ist-Zustand. Fokussiert werden dabei die feinen Zwischentöne, die dieses vielfältige Zusammenleben für alle bedeutet.

Cinestar Frankfurt. Frankfurt, Mainzer Landstraße 681
20.00 Uhr

Bild: Verleih

Freitag, 30. September: OF/ Gleiskonzert

(Andrea)

Endlich mal wieder ein schön-improvisiertes Konzert an einem ungewöhnlichem Ort und da ich sogar Mitglied in der Initiative Hauptbahnhof bin, radele ich mal hin: Der Bahnhofs-Club am Gleis 0 öffnet (trotz keinem Strom seitens der Bahn!) seine Pforten für nächtliche Konzerte zweier klassisch krachiger Indie/Postpunk-Bands aus der Nachbarstadt! Akku sei Dank kann man hören und erleben, was für ein cooler kleiner Live-Club im Hbf sein könnte. Eingang zwischen Bahnhofsgarten und Gleis1, kommt dazu und füllt die Vision mit Leben! Es spielen The O.C.Ds und Von Spotz, los geht´s um 21 Uhr.

Hauptbahnhof, Bismarckstraße 146, Offenbach

Samstag, 01. Oktober: Placebo

(Uwe)

Die britische Alternativrockbandband Placebo besteht aus Sänger / Gitarrist Brian Molko und dem schwedischen Bassisten Stefan Olsdal. Erstmals sah ich sie im Rahmen der Tour zum sensationellen Album Black Market Music. Selten davor (und danach) erlebte ich ein Konzert dieser Klasse, auch nicht von Placebo selbst. Die Liedauswahl, die Kraft der Lieder, die großartige Stimme von Molko und der perfekte Sound begeisterten mich sehr. Das alles ist nun schon wieder 20 Jahre her. Derzeit sind sie mit ihrem neuen, guten Album Never Let Go auf Tour und kommen am morgigen Sonntag in die Frankfurter Festhalle. Vom damaligen Konzert sind nur noch zwei Lieder in der aktuellen Setlist, Slave To The Wage von Black Market Music und Bionic vom selbstbetitelten ersten Album.

Festhalle
Tickets ab € 52,65

Bild: Facebook Placebo

Samstag, 01. Oktober: Vernissage @kleinmarkthalle.ffm

(Petra)

Endlich! Ab Samstag gibt’s wieder Fotografie in der Apfelweingalerie Frankfurt: Unter dem Titel @kleinmarkthalle.ffm zeigt Martin Schittko hier eine Serie von Schwarzweißbildern mit dem besonderen Fokus auf der Kleinmarkthalle, an der sich die Galerie ja befindet. Die mittlerweile mehr als 500 Bilder waren bisher ausschließlich auf Instagram zu sehen –  und wenn Euch der Auftritt gefällt, dann folgt ihm doch einfach. Das Besondere: Fotograf dieser Bilder ist Apfelweingalerist Martin Schittko selbst. Seit 2017 verfolgt er aka @fotomartsch das Projekt, Märkte und Markthallen fotografisch zu dokumentieren. Seine Ausstellung zeigt eine Auswahl von circa 20 Motiven und dazu gibt es außerdem auch noch einen Wendekalender für 2023, in dem einige der gezeigten Motive abgebildet sind. Am Samstag - zur Eröffnung – könnt Ihr den Kalender für 25 Euro statt 29,50 Euro kaufen (für alle, die vorausschauend vielleicht auch schon an Weihnachtsgeschenke denken).

@kleinmarkthalle.ffm by @fotomartsch – Ausstellung, Vernissage, Ort: Apfelweingalerie Frankfurt, Adresse: Kleinmarkthalle, Eingang West, Uhrzeit: 10 Uhr, Eintritt: frei, Ausstellung bis 29. Oktober, Öffnungszeiten: dienstags bis freitags: 10 - 18 Uhr, samstags: 10 - 16 Uhr

Samstag 1. und Montag 3. Oktober: Monika Haeger – inside stasi

(Daniela)

Thomas M. hat das Stück gesehen und er fand es sensationell und das will was heißen, denn Thomas hat schon so unglaublich viele Theaterstücke gesehen.

Monika Haeger – inside stasi
Ein Doku-Theaterstück, angelegt als Monodrama, das in einem interaktiven Stasi-Museum spielt.

Monika Haeger war Stasi-Agentin – aus Überzeugung. Sie erzählt ihre Geschichte als Spionin in einer Ost-Berliner Frauengruppe. Dabei präsentiert sie sich als Stimme des Guten, deshalb durfte sie sich auch unmoralischer Mittel bedienen. Sie klingt harmlos, aber Betroffene des Stasi-Unrechts entlarven Unmenschliches. Dazu zeigt sich: Auch heute steckt in uns Haeger-Haltung, besonders wenn man glaubt, für etwas Gutes zu handeln.

Die Handlung, die Haegers Monolog zugrunde liegt, ist teils dokumentarisch, teils fiktiv.

Monika Haeger lebte von 1945 bis 2006 und stieg vom Heimkind zu einer wichtigen Mitarbeiterin der Stasi empor, die getarnt als enge Freundin der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley eine wichtige Ost-Berliner Frauengruppe ausspionierte.

Text, Dramaturgie, Regie: Nicole Heinrich; Schauspiel: Anja Kimmelmann; Sprachaufnahmen: Yvonne Rennert, Nina Hecklau-Denker
Foto: Paul Winter

Termine:
Samstag, 24.9.2022 | 20.00 Uhr, Samstag, 1.10.2022 | 20.00 Uhr; Montag, 3.10.2022 | 18.00 Uhr
Tickets unter: 0171-4727809 oder www.fab-web.de
Aufführungsort: Frankfurter Autoren Theater in der Brotfabrik

Samstag, 01. und 09. Oktober: Bleiwe losse. Hessische Katastrophen

(Martin)

Wolfgang Deichsel: Bleiwe losse. Hessische Katastrophen
Volksbühne im Großen Hirschgraben

In der Volksbühne im Großen Hirschgraben war ich noch nie. Bleiwe losse? Eher nicht, denn das hört sich verdammt lustig an: „Die Reparatur einer Steckdose stürzt das alte Ehepaar Kress in größte Verwirrung und bringt den Elektriker Bubi Menger an den Rand des Wahnsinns. Vom Anruf ihrer Tochter Monika aus Amerika ist Frau Körner so überfordert, daß sie nur noch in den Hörer heult. Der laute Ton eines Fernsehers aus der Nachbarwohnung löst bei Familie Koch eine schreckliche Ehekrise aus. Der Streit zweier Damen, die im Zoo die „Äffcher“ heimlich mit Kohl füttern, gerät zum Kampf bis aufs Messer.

Zum Saisonauftakt am 24. Oktober spielen vier Schauspieler*innen 17 Rollen „in einer Szenenfolge, in der Alltagssituationen absurd aus dem Ruder laufen. Deichsels Hessisch ist kein beliebiges Gebabbel, sondern von hoher literarischer Qualität. Seine Texte spiegeln den Ausdrucksreichtum und die Musikalität der südhessischen Mundart und sind von unerreichter Komik.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/bleiwe-losse

Samstag, 01. Oktober um 19.30hSonntag, 09. Oktober um 17.00hVolksbühne im Großen Hirschgraben

Foto: © Homepage der Volksbühne

Samstag, 1. und Montag, 3. Oktober: Der diskrete Charme der Bourgeoisie:

(Martin)

nach Luis Buñuel

Wenn selbst die New York Times eine originär Frankfurter Theaterproduktion aus unserem hiesigen Schauspiel Frankfurt empfiehlt, dann dürfen wir als Danielas Ausgehtipps natürlich nicht hinten anstehen. ‚Der diskrete Charme der Bourgeoisie‘, eine Inszenierung von Claudia Bauer aus der vergangenen Spielzeit kommt aktuell zur Wiederaufnahme!

“At Schauspiel Frankfurt, Bauer has turned her attention to Luis Buñuel's 1972 film, "The Discreet Charm of the Bourgeoise,“ adapted for the stagein a surprisingly faithful version by the writing team Peter Licht and SE Struck. In a memorable sequence from Buñuel's surreal Oscar-winning movie, a band of affluent Parisians, trying in vain to eat a meal together, inexplicably find themselves dining onstage at a theater. That scene takes on a heightened degree of absurdity when it is recreated in Bauer's antic production. The audience, of course, has been there all along. Getting the actors onstage to acknowledge the spectators' presence could come off as an all too obvious gag, but here it's a subversive joke that suggests a sort of mutual recognition between the out-of-touch elites portrayed onstage and the affluent theatergoers of Frankfurt, Germany's financial center. It is one of the inspired moments when Bauer finds clever ways to translate Buñuel's mischievous provocations to the stage. Her production eschews the film's ironic detachment and pretense of normalcy in favor of something far more energetic and flamboyant. With a gypsy swing soundtrack and live video projections by Jan Isaak Voges that roam Andreas Auerbach's set-an upscale residence inside a giant white container - the production feels halfway between a sitcom and a revue. Aided by a nimble eight-person cast that forms a tight unit, Bauer turns the digressive and episodic film into a gleefully absurd carnival where farce coexists with horror.” (New York Times, 24. März 2022).

Nachtkritik schreibt: „Nicht nur der Auftakt ist furios: Ein sonnengelb angestrahltes containerartiges Haus dreht sich zu französischem Swing und eine Schar Leute in unmöglich gemusterten Klamotten formiert sich zum zeitgemäßen Wir. Dieses Wir fährt auf Urban-Arrow-E-Bike-Lastenfahrrädern durch die Nacht und möchte Spaß. Immerzu Spaß. Dazwischen gesund Essen und richtig Atmen. Erschöpft ist dieses Wir habituell, geplagt von nichts als dem Fatigue-Syndrom. Die müde Bourgeoisie unserer Tage.“ (nachtkritik.de, 13. März 2022). 

Und der Deutschlandfunk: „Es sind ganz große Gesten, die immer wieder im Lächerlichen enden. […] Wobei hier eindeutig das Pendel zu Komödie ausschlägt, aber zu einer Komödie, bei der einem natürlich das Lachen im Hals stecken bleibt. Die Absurdität und Überzeichnung der Figuren, die ist fantastisch, […] Es wird ständig palavert, es wird auch richtig philosophisch palavert, aber trotzdem alles so vom Tisch weggewischt, sodass quasi im Deckmantel der Komik ziemlich viel Philosophie und durch die Träume sehr viel Theaterästhetik und auch Theaterdebatte daher kommt: das Durchbrechen der vierten Wand, das Einbeziehen der Souffleuse… da werden Themen unseres Lebens verhandelt, aber eben alles mit so einer gewissen Leichtigkeit, immer auf einer Metaebene, die mitgedacht wird, was die junge Generation heute ja quasi auch schon geübt hat, also mit einer wirklich großartigen Leichtigkeit, sodass man eigentlich diese ganze Komplexität noch ein zweites Mal erleben müsste.“ (DLF Kultur - Fazit, 12. März 2022).

Hingehen!

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/charme-der-bourgeoisie/959/

Samstag, 1. Oktober um 19.30h und
Montag, 3. Oktober um 18.00h

Schauspiel Frankfurt – Großes Haus

Foto: © Birgit Hupfeld

Samstag 1. Oktober: Greetingsfrom Paradise

(Daniela)

Mal schauen ob ich es auf den Yachtklub schaffe. Lust hätte ich schon, denn es ist Pedos letzter Abend für diese Saison!

Beginn 22:00, Eintritt 5,- €

Sonntag, 2. Oktober: Of/ Tierheimfest und Wetterpark

(Andrea)

Die Tombola verspricht keine Nieten und insgesamt hat man sich viel Mühe mit der Orga gegegen: Heute von 11 bis 16 Uhr lädt das Tierheim auf dem Buchhügel zum Fest und neben dem Gewinnspiel gibt es auch einen Flohmarkt mit Dingen für Mensch und Tier. Weil die Tierheime voll sind und der/die eine oder andere vielleicht über die Anschaffung eines Vierbeiners nachdenkt: Das wäre doch eine gute Gelegenheit. Und wenn man dann schon mal da ist, lohnt sich bei schönem Wetter eine Runde durch den Wetterpark. Insgesamt 14 Stationen gibt es, an denen Wetterphänomene anschaulich erklärt werden.

Tierheim Offenbach, Am Wetterpark 1, Offenbach

Sonntag, 2. Oktober: Of/ Solarcity

(Andrea)

Eines vorab und die Frage sei erlaubt: Warum hat es eigentlich so lange gebraucht, dass Sonnenenergie den Weg in die privaten Haushalte gefunden hat bzw. auf dem Weg ist, das zu tun? Das Thema ist gefühlt in aller Munde und wer intensiver einsteigen möchte, sollte heute zum Mini-BendMakeChange Festival 2022 gehen: "Axel Irriger hat es durch alle Genehmigungshürden und Offenbacher Ämter geschafft: Sein Balkonkraftwerk läuft und wird zukünftig seine Stromrechnung um ca. 60 bis 80€ im Jahr senken, die Prognosen sehen bei vermehrten Hitzesommern und Gaspreis-Saltos auf dem Strommarkt gut aus. Bei uns erzählt er, womit Mieter oder Eigentümer rechnen müssen, wenn man das auch will. -Was die Limits und Schwierigkeiten sind, wenn man sich ein -eigentlich günstiges- Set für ca. 800€ an den Balkon klemmt. Auch mit anderen Möglichkeiten für größere Flächen hat er sich beschäftigt. Natürlich beantwortet er im Anschluss auch gerne Fragen. Selina und Axel bringen uns auch eine Balkonkraftwerk-Version zur praktischen Anschauung und Erläuterung mit. Wir hoffen, dass viele Offenbacher die Gelegenheit nutzen, sich aus erster Hand zu informieren, wie man die Energiewende beschleunigen UND Geld sparen kann! Das vollständige BendMakechange-Programm mit allen Konzerten gibt es hier: https://www.commonscafe.de/post/solarcity-of Ich bin neulich über https://balkon.solar/ gestolpert, dort gibt es noch ein paar Hintergrundinfos vorab.

Commons Cafe, Frankfurter Straße 13-25, Offenbach

Montag, 03. und Sonntag, 09. Oktober: La Cenerentola

(Martin)

Oper von Gioachino Rossini

Vom „Publikumsliebling“ schreibt die FNP und meint damit ‚La Cenerentola‘ von Gioachino Rossini in der Oper Frankfurt. Schon 2004 war die Premiere und seitdem schafft es La Cenerentola durchgängig, das/ihr Publikum zu begeistern und immer wieder hin in diese Inszenierung zu locken.

Die wohl berühmteste Vertonung des Aschenbrödel-Märchens greift auf verschiedene Vorlagen des Stoffes zurück: Schon der Untertitel des Librettos Der Triumph der Tugend verweist auf die bürgerliche Theatertradition. Sie erzählt die Geschichte von Angelina (genannt Cenerentola), der Stieftochter Don Magnificos, die von ihren Schwestern Clorinda und Tisbe wie eine Dienerin behandelt wird, bevor Prinz Don Ramiro sie schließlich von ihrer grausamen Familie befreit und sie zu seiner Prinzessin macht.

La Cenerentola verbindet Rossinis musikalisches Feuerwerk mit detaillierten Momentaufnahmen der Hauptfiguren und verleiht dem Märchen witzige, nachdenkliche und poetische Akzente. Wir lernen hier die bekannten Figuren mit all ihren Begierden und Sehnsüchten von neuen Seiten kennen. Dadurch wirkt das Märchen in dieser Adaptation warmherzig, menschlich und unwiderstehlich lustig.

„Es ist ja eine der liebgewonnenen „Altproduktionen“, deren Requisiten – aus dem Jahr 2004 – zu Recht nicht in den Magazinen des Opernhauses verstauben dürfen. Keith Warners „Aschenbrödel“-Inszenierung lehnt sich in kongenialer Weise an die überreiche Musik Rossinis an – auch wenn das arme Aschenbrödel noch vor dem letzten Takt der Ouvertüre bereits zum ersten Mal übers Knie des gestrengen (und reichlich bankrotten) Vaters gelegt wird: Man spürt, dass sich im Verlauf der kommenden drei Stunden alles zum Besseren wenden wird für das sympathische Mädchen. Warner (der Regisseur, MG) zeichnet die berühmte Geschichte mit spritzigen, teils ulkigen Farben. Es vergeht nicht viel Zeit, und das Publikum ist ähnlich gut aufgelegt wie die Darsteller auf der Bühne.“ (FNP).

La Cenerentola schafft es tatsächlich, Menschen für das Genre ‚Oper‘ zu begeistern. Ich weiß das genau, kenne ich doch mehrere, für die La Cenerentola in genau dieser Inszenierung der Beginn einer großen Leidenschaft war: nämlich die Oper zu lieben.

Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/la-cenerentola/?id_datum=3251#date

Montag, 3. Oktober um 18.00h und Sonntag, 9. Oktober um 15.30h

Foto: © Barbara Aumüller

Montag, 3. Oktober: Of/ Kranlauf

(Andrea)

Zum sechsten Mal lädt die AIDS Hilfe Offenbach heute zum Kranlauf in den Hafen Offenbach. Lili und ich waren einmal dabei, heute hätte ich keine Chance, mit ihrem Tempo und Kondition mitzuhalten. Daher wähle ich vielleicht einfach die virtuelle Version. Das ist nämlich sehr super, dabei definieren die Teilnehmenden ihren Lauf nämlich selbst: Die Distanz, die Strecke und ob im Urlaub gelaufen, Rad gefahren oder geritten wird. Hauptsache es wird aktiv mitgemacht und zwar „Da wo Du bist!“. Das geht sogar bis zum 9. Oktober. Alle anderen sollten gegen 11 Uhr im Hafen sein, um 11.30 Uhr beginnt die erste Runde mit einer Distanz von 1,5 KM. Gelaufen wird natürlich für den guten Zweck und da es weder um Höchstleistung noch um Perfomance geht, überzeuge ich mich und meinen inneren Schweinehund. www.kranlauf.de

Kranlauf im Hafen Offenbach

Montag, 3. Oktober: FFM/ Klima X Theaterperformance

(Andrea)

Ich erinnere mich gerade und auch gut an den Moment, als Bernhard Bub einen Rundgang mit mit durch die Räume in der Orber Straße gemacht hat, wir waren im Fundus, der Werkstatt, der Näherei und im Tourbus. Dort hat es "Klick" gemacht und seitdem hat antagon einen festen Platz in meinem Herzen und weil das so ist, versuche ich immer auch die aktuellen Produktionen anzuschauen. Klima X habe ich auf der Sommerwerft verpasst und deshalb schaue ich mir die Theaterperformance an der Hauptwache an. "Wie wollen wir leben? Politik machen - oder politisch sein. Am 03.10. um 19:00 Uhr präsentiert protagon – international performing arts das Stück „Klima X“ von antagon theaterAKTion im Zentrum Frankfurts an der Hauptwache – frei zugänglich und offen für alle. Der Auftritt findet im Rahmen des Kultursommers „Geschichten über das Mögliche“ statt. Wie wollen wir leben? Wie wollen wir unseren gemeinsamen Raum gestalten, die Straßen, Plätze und Felder, auf denen wir unser Leben gründen, die uns tragen und ernähren? Und was bedeutet es, ein politisches Leben zu führen? In Zeiten von Krise, Krieg und Zusammenbruch stellen sich diese Fragen dringender denn je. „Klima X“ nimmt das Publikum mit auf eine szenische Reise durch universelle Bilder vom Fallen, Aufstehen und Wachsen und geht auf die Suche nach der Hoffnung, nach den Rissen im Asphalt und den Stimmen von den Rändern, die schon heute Puzzlestücke eines besseren Morgens erahnen lassen. In einem Zusammenspiel von physischen Theaterelementen, zeitgenössischem Tanz und in Bandbesetzung gespielter Livemusik bringt „Klima X“ Themen wie Klimakatastrophe und Kolonialismus vom Abstrakten ins Konkrete, sodass ein Raum der gemeinsamen Auseinandersetzung und wahrhaftigen Begegnung entsteht. Freier Eintritt.

antagon auf der Hauptwache, Frankfurt

Bis Sonntag 2. Oktober: 6. INTERNATIONALES FRAUEN*THEATERFESTIVAL

(Daniela)

Es ist großartig was Bárbara Luci Carvalho zum 6. INTERNATIONALEN FRAUEN*THEATERFESTIVAL (IFTF) auf die Beine gestellt hat: 
Workshops, Symposium, Theater, Live-Musik, Performances und mehr *****

Unter dem Titel FEMINIST FUTURES bietet das Kulturevent in der 6. Ausgabe einen Raum für feministische Perspektiven und Positionen zu Kultur, Geschlechtergerechtigkeit und Zukunft. Schirmherrin ist die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn. Das IFTF schließt sich mit einer gemeinsamen Veranstaltung in Form eines Symposiums mit dem Festival "Politik im Freien Theater" (PIFT) der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in einer Kooperation zusammen.

Entsprechend des feministischen und kollektiven Anspruchs soll auch die 6. Ausgabe des Internationalen Frauen*Theaterfestivals Programm für ein vielfältiges Publikum bieten und gleichzeitig ein Symposium und Expert*innen-Treffen für Frauen* im Theater sein. Unter dem Titel FEMINIST FUTURES wird in den Fokus genommen, welche künstlerische Strategie oder Methodologie Künstler*innen in den letzten Jahren entwickelt haben, wie Künstler*innen mit Technik arbeiten und wie Kunst eine nachhaltige und vielfältige Zukunft für Frauen* in unserer Gesellschaft schafft.

WORKSHOPS 2022
Die Workshops sind Frauen* und Mädchen* gewidmet, Künstler*innen sowie für Frauen*, die nicht vom Theater kommen, die im gegenseitigen Austausch innovative und kreative Prozesse erleben möchten und finanzieren sich durch eine Teilnahmegebühr. Anmeldung unter www.iftf-frankfurt.com. Der Eintritt zu allen weiteren Veranstaltungen ist frei und für alle Geschlechter.

HIGHLIGHTS DES DIESJÄHRIGEN PROGRAMMS

30. September, 20 Uhr, INDOOR BÜHNE PROTAGON, No doctor for the Dead mit GEDDY ANIKSDAL - Die Aufführung bringt Texte des norwegischen Dichters Georg Johannesen zur Geltung, die mit Musik und Choreografie in einem kühnen und ausdrucksstarken Stil erweitert werden.

30. September, 16 – 19 Uhr, OFFENES HAUS DER KULTUREN & 01. Oktober, 15 – 17 Uhr, BEDUINENZELT KULTURGELÄNDE PROTAGON, Symposium FEMINIST FUTURES – SelbstKONSTRUKTion von Körper & Identität - Dieses Jahr ist das IFTF gemeinsam mit dem Festival PIFT mit einem 2-tägigen Symposium vertreten. Lokale und internationale Teilnehmer*innen diskutieren die Beteiligung von Frauen* in internationalen Konflikten in einem feministischen Dialog zwischen Theater und Politik. Weitere Informationen finden Sie hier.

01. Oktober, 20 Uhr, INDOOR BÜHNE PROTAGON, WAS ICH NICHT GESAGT HABE mit AMARANTA OSORIO - Behandelt werden von der Künstlerin des Magdalena Netzwerks Gewalt und geschlechtsspezifische Fragen, mit denen Frauen in Bezug auf ihren Körper, Bildung, sexualisierte Gewalt, Unsicherheit und gesellschaftliche Zwänge von Geburt an konfrontiert sind.

01. Oktober, 21:15 Uhr, OUTDOOR BÜHNE PROTAGON, DIASPORA – Eine Zeitgenössische Tragödie mit antagon theaterAKTion und Ondadurto Teatro – Große Produktion in einer Kooperation zwischen Italien und Deutschland mit dem Thema Flucht und Migration aus feministischer Perspektive.

Weitere Informationen zum Internationalen Frauen*Theaterfestival auf der Webseite unter www.iftf-frankfurt.com, auf Facebook unter https://www.facebook.com/frauenfestival/ oder auf Instagram unter https://www.instagram.com/frauentheaterfestival.

Dienstag, 4. Oktober: Of/ Leben retten ist kein Verbrechen

(Andrea)

Zwischen Ukraine-Krieg, Corona, Inflation und Winterangst vergisst man ja fast, dass noch immer Flüchtlinge den Trip mit Seelenverkäufern übers Mittelmeer wagen und mit etwas Fortune irgendwo stranden (ob das dann ein Glück ist, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Immerhin, sie überleben). Nicht alle werden aufgefischt, aber es ist gut, dass noch viele Engagierte auf dem Wasser unterwegs sind, um die überfüllten Nussschalen einzusammeln. Das After Work-Filmvorstellung „Iuventa“ mit anschließender Diskussion der Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach und von Amnesty International Asylgruppe Frankfurt ist daher schon beinahe Pflicht: „Iuventa. Seenotrettung – Ein Akt der Menschlichkeit.Der Film dokumentiert die Arbeit der im Jahr 2015 in Berlin gegründeten Initiative „JUGEND RETTET“, die über eine Crowdfunding Kampagne einen Fischkutter kauft und zur Seenotrettung im Mittelmeer aufbricht. Tausende von Menschen werden gerettet bis das Schiff im August 2017 plötzlich von italienischen Behörden beschlagnahmt wird. Anschließend Diskussion mit Aktivist:innen In einer anschließenden Diskussionsrunde mit Vertreter:innen der Geflüchteten- und Menschenrechtsarbeit wollen die Evangelische Kirche und Amnesty International auf die Kriminalisierung von Seenotretter:innen und die Situation von Geflüchteten aufmerksam machen, die durch ihre Fluchterfahrungen häufig schwer traumatisiert sind. Mit dabei sind: - Miriam Schwarz, Traumatherapeutin für Geflüchtete der Evangelischen Kirche, gibt einen Einblick in die psychische Situation von Geflüchteten - Margit Becker-Köberer, Juristin und Mitglied der Amnesty International Asylgruppe Frankfurt, informiert zu „Gerettet – und nun? Über ehrenamtliche Hilfe und die Kriminalisierung von Seenotrettern“. - Marion Bayer (Vertretung Hagen Kopp), Mitgründerin und Aktivistin der Initiative Alarm Phone berichtet über die 2014 gegründete Hotline für Menschen in Seenot, die den Menschenrechtspreis der Stiftung PRO ASYL 2020/21 erhalten hat. Die Veranstaltung ist Teil der Frankfurter Interkulturellen Woche 2022 Einlass ist ab 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Anmeldungen an nic@filmklubb.de

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach

Mittwoch, 05. Oktober: Lucy Kruger & The Lost Boys im ONO2

(Petra)

Ich war ewige Zeiten nicht mehr im ONO2 in Sachsenhausen: heute steht ein Konzert auf dem Programm, das mal wieder eine gute Gelegenheit sein könnte vorbeizuschauen. Musik aus dem Zwischenreich an der Grenze von Traum und Wachzustand, so beschreibt Lucy Kruger selbst ihr Musizieren. Das „Dazwischen“ bleibt ihr Thema: pendelnd zwischen ihrem Geburtsort Kapstadt und ihrer Wahlheimat Berlin, textlich zwischen Isolation und Sehnsucht nach menschlichem Kontakt und musikalisch zwischen Low und Mazzy Star. Eingepackt ist das Ganze in atmosphärische Slowcore-Klänge – düsterer, ruhiger und nachdenklicher als bei Medicine Boy, ihrem inzwischen auf Eis gelegten Duo, das mit psychedelischem Noise-Pop begeisterte. Anfang Juni 2021 erschien ihr drittes Solo-Album „Transit Tapes (for women who move furniture around)“, das von ihrer anderthalbjährigen Eingewöhnungsphase in Berlin erzählt und sich an alle richtet, die sich auf etwas hin oder von etwas wegbewegen wollen. Im April 2022 erscheint dann „Teen Tapes (for performing your own stunts“ das sicher einen Höhepunkt ihres Schaffens aus dieser Zeit darstellt. Passend dazu sind auch die Live-Auftritte introvertiert, intim und intensiv. Begleitet wird Lucy Kruger von den „Lost Boys“ – die übrigens nur in Teilen aus Boys bestehen, schließlich ist neben Drummer Martin Perret und Andreas Miranda am Bass auch die niederländische Gitarristin Liú Mottes Teil des Ensembles. Freut Euch auf einen poetischen Abend auf der Nachtschatten-Seite des Lebens mit Lucy Kruger & The Lost Boys! 

Lucy Kruger & The Lost Boys, Ort: ONO2, Adresse: Walter-Kolb-Straße 16, Uhrzeit: 19 Uhr Einlass, 20 Uhr Beginn, Eintritt: 10 Euro +VVK, 13 Euro Abendkasse, Tickets hier

Bis Samstag, 8. Oktober: Politik im Freien Theater

(Martin)

In Sachen Theater ist in Frankfurt was los! Die Bundeszentrale für Politische Bildung veranstaltet gemeinsam mit dem Mousonturm, dem Schauspiel Frankfurt und der Freien Szene das Festival Politik im Freien Theater.

„Es geht um „Macht.“. Wer hat sie, wer nicht und warum ist das so? Machen Mächtige einfach mehr, oder macht erst die Macht manche Menschen mächtig. In welchen Macht- und Ohnmachtsverhältnissen leben wir und wie mischt man mit im politischen, gesellschaftlichen und globalen Geschehen? Neben den Inhalten machen auch die Eckpunkte Eindruck: 10 Tage, 50 Orte, 200 Veranstaltungen aller Art für alle Altersklassen.“

Es gibt super tolle, wahnsinnig interessante Produktionen zu sehen und ein unglaubliches Rahmenprogramm. Highlights sind unter anderem:

Joana Tischkau und ihr Zwillingsbruder Aljoscha durchleuchten die Verwandtschaft und ihre Repräsentation in Popkultur und Medien in YO BRO (24. – 30.09.).

Es war keinmal oder das Märchen von der Normalität vom Theater Hora und Henrike Iglesias: Ausgehend von bekannten Märchen dekonstruieren die Schauspieler:innen mit kognitiver Beeinträchtigung spielfreudig, witzig und zugänglich die mächtigen gesellschaftlichen Konzepte von Normalität, Schönheit und sozialem Geschlecht (29. + 30.09.).

Kaffee mit Zucker?: Die beiden Materialien Kaffee und Zucker, als Metapher für unterschiedliche Identitätsmerkmale, treten in ihren unterschiedlichsten Aggregatzuständen in ein poetisches Dominanz- und Wechselverhältnis und bleiben dabei stets anschlussfähig für ähnliche und andere Fragen nach Identität und Zugehörigkeit; Theater Laia RiCa (30.09. + 01.10). 

She She Pop widmet sich der Magie des Alters in Hexploitation – hedonistisch, scherz- und schmerzhaft (30.09. + 01.10.). 

Andpartnersincrime lädt uns auf digitalen Pfaden ins Frankfurter Zentrum der Macht, den Römer, ein bei Nach dem Ende der Versammlung II: Das Parlament (01. + 02.10.).

Para ruiniert das bzw. im Bankenviertel, um die Herrschaft der Finanztempel zu überwinden Speculative Ruins / Ruins of Speculation (01. – 03.10.).

Swoosh Lieu setzt in ihrer Tech-Performance Dea Ex Machina auf die Hexe als neue Machthaberin, um die männliche Vorherrschaft zu überwinden (01. – 03.10.).

Das Nature Theater of Oklahoma mit Burt Turrido. An Opera kommt nach Frankfurt und erzählt ihre postapokalyptische Liebesgeschichte (08. – 22.10.).

Da hier unmöglich alle lohnenden Veranstaltungen und weiteren Veranstaltungsformate (von A wie Audiowalk bis W wie Workshop) genannt werden können, schaut euch bitte unbedingt das Gesamtprogramm an: https://www.bpb.de/pift2022/

Donnerstag, 29. September – Samstag, 8. Oktober:
Politik im Freien Theater – Festival an verschiedenen Orten in Frankfurt

 Foto: Pablo Hassmann / Kaffee & Zucker

Sonntag, 02. Oktober: Jochen Distelmeyer

(Uwe)

Deutschsprachige Musik höre ich seit meinem Konfirmationsalter wahnsinnig gerne. Es gibt so großartige Bands, Sängerinnen und Sänger. Viele Lieder ("Elefant für Dich" von Wir sind Helden, "Vorbei" von Tempeau, "Herbstmeister der Herzen" von Fortuna Ehrenfeld, oder "Nacht" von Kettcar) gehen direkt in mein Herz und werden auch mehr nach zwanzig Jahren kein bischen schlechter. Da macht es mir überhaupt nichts aus, wenn ich teilweise mit nur zehn anderen Leuten vor der Bühne in einem kleinen Club stehe und beispielsweise ClickClickDecker dabei zusehe, wie sie "Im Wahljahr" singen (.... Ich denk' nicht nur an Morgen, ich glaub' das kommt schon früh genug ...).

Es gibt aber auch deutsche Acts, mit denen werde ich nicht warm, vor allem mit von der Kritik und Publikum gleich groß gefeierten Bands wie Tocotronic oder Blumfelfd. Für Fans von Blumfeld gibt es gute Nachrichten. Deren Sänger Jochen Distelmeyer gibt sich die Ehre in der Brotfabrik. Der Pressetext dazu folgt jetzt: "Balsam für verwundete Seelen: Auf seinem neuen Album durchmisst Jochen Distelmeyer die »GEFÜHLTEN WAHRHEITEN« unserer Zeit. Das ist ein Album darüber, wie es sich anfühlt, lebendig zu sein. Zwölf bestürzend schöne Lieder, in denen Distelmeyer vom Sich-Verlieren und Wiederankommen, vom babylonischen Stimmengewirr der sozialen Medien, von Sehnsucht und Begierde, gesellschaftlicher Spaltung und einer am Ende gelingenden und triumphierenden Liebe erzählt .... Der große Sänger eines »persönlichen Lebens« ... war niemals weg."

Brotfabrik. Frankfurt, Bachmannstraße 2
20 Uhr
VVK 27 EUR plus Gebühren

Foto: Sven-Sindt

Montag 3. Oktober MopMop auf dem Römerberg

(Daniela)

Ich gehe heute auf den Römerberg, denn da gibt es seit Jahren zum Tag der Deutschen Einheit ein Bürgerfest mit „Jazz zum Dritten“.

Dieses Jahr tritt die italienische Jazzband MOPMOP auf, auf die ich mich sehr freue!

Eröffnung

Montag, den 03.10.2022, ab 13:00 Uhr

Bühnenprogramm

13:15 – 14:30 Uhr Engel Trio feat. Marko Mebus

15:30 – 17:00 Uhr MopMop

 

 

Montag, 03. Oktober: JOEP BEVING

(Uwe)

Selten wurde man auf einer Homepage freundlicher begrüßt als auf der des niederländischen Komponisten Joep Beving („Thank you so much for your interest in my music. With 7.7 billion people living on this planet, I am fortunate that you have found me…“), der seit 2015 vier Platten mit atmosphärischer und emotionaler Piano-Musik veröffentlichte. Mit seinem Tasteninstrument kommt er nun ins Zoom und wird sicher für einen Abend sorgen, den man in Erinnerung behalten wird. Wer am Tag der Deutschen Einheit aber sehr einen schwungvollen Abend erleben will, sollte woanders hingehen.

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
20:00H
TICKETS VVK 25€ zzgl. Gebühren

Bild: Zoom

Mittwoch, 5. Oktober: FFM/ Ton, Steine, Scherben

(Andrea)

Wikipedia schreibt: "Ton Steine Scherben (auch Die Scherben) war eine deutsche Rockgruppe der 1970er und frühen 1980er Jahre, die durch sozialkritische, deutschsprachige Texte bekannt wurde. Ihr Sänger war Rio Reiser." Rio ist, wie wir wissen, bereits tot und doch leben seine Lieder weiter. Jan Plewka zum Beispiel wusste und weiß sie aufs Beste zu performen, wie es sich mit den anderen, den restlichen Scherben verhält, weiß ich nicht. Aber dazu ist eine gute Gelegenheit, sie touren immer mal wieder und sind heute im Nachtleben. Die Songs sind Legende und wo wäre es heimeliger, als in dem schönen Club an der Konstabler.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt -Nicht barrierefrei-

Touren zu dritt mit den alten Songs der Ton Steine Scherben: (von links) Bassist Kai Sichtermann, Sänger Gymmick und Schlagzeuger Funky K. Götzner. © nh

Mittwoch, 5. und Donnerstag, 6. Oktober METAhub Rimini Protokoll (Helgard Haug) Unboxing Past Live

(Martin)

Im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater

34 Jahre lagerten 105 Kartons ungeöffnet im Depot des Archäologischen Museum Frankfurt mit der Aufschrift „Synagoge“. In diesen Kartons befinden sich Steine, Kacheln, Scherben, Gebrauchs- und Alltagsgegenstände, sowie auch Teile des Toraschreins, der bei den Novemberpogromen 1938 brutal zerstörten Börneplatz-Synagoge in Frankfurt am Main.

Unboxing Past ist eine Einladung zum gemeinsamen Öffnen dieser 105 Kartons. Während des Festivals Politik im freien Theater findet ‚Unboxing Past‘ erstmals in einer analogen Version im Archäologischen Museum Frankfurt statt. Kleine Gruppen von jeweils 3 Personen sind dazu eingeladen, sich an einem Tisch zu versammeln und über den Inhalt eines Archivkartons und den eigenen Umgang mit Geschichte und Erinnerungen ins Gespräch zu kommen.

Während des Festivals gibt es via Zoom täglich Möglichkeiten für eine Teilnahme an der digitalen Version von Unboxing Past:

29.9.-8.10., täglich um 9 und 13 Uhr: Unboxing Past – Digitales Gesprächsformat 
Anmeldung erbeten unter unboxing.past@metahubfrankfurt.de

Informationen, Archiv und Digitaler Begegnungsraum -> http://unboxing-past.de

Weitere Informationen -> http://metahubfrankfurt.de/unboxing-past

Mittwoch, 5. und Donnerstag, 6. Oktober: METAhub - Rimini Protokoll (Helgard Haug) - Unboxing Past Live / Archäologisches Museum Frankfurt

Im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater

Foto: © metahubfrankfurt.de

Donnerstag 6. Oktober: VinylGottesdienst GESIT mit Pedo Knopp

(Daniela)

Yippieh, ich habe noch nichts vor... Ich freue mich auf den Abend in der Johanniskirche und den Pfarrer persönlich kennenzulernen. Pedo und Weller kenn ich ja schon :-) Sie schreiben:

ENDLICH ist es soweit: Die dritte Ausgabe unseres VinylGottesdienstes steht an - und diesmal ENDLICH mit meinem guten Freund und Kollegen Pedo Knopp zum Thema »GEIST«. 

Für den »leichten« gottesdienstlichen Rahmen sorgt Pfarrer Lars Heinemann, für die Getränke wie immer die Bar. Und natürlich wird es auch wieder eine Interaktion mit dem Publikum, pardon: der Gemeinde geben. Lasst Euch überraschen!

VinylGottesdienste: Eine Künstler:in bringt ihre/seine Tracks zu einem Thema mit und erzählt – Warum gehört dieser Song für mich zu diesem Thema? Was ist der Hintergrund des Songs selbst? Welche biographischen Erlebnisse und Erinnerungen verbinde ich mit ihm? Hat der Song damit für mich sogar eine religiöse Note, und wenn ja, inwiefern? Im Austausch mit dem Moderator entsteht so ein Raum, in dem auch die Besucher:innen dem Thema nachgehen können: sitzend, stehend, in sich selbst versunken, im Gespräch mit den Anderen, am Platz, an der Bar, rauchend vor der Tür. Der VinylGottesdienst möchte diesen Raum bewusst öffnen. Und das in der barocken Johanniskirche, die für diese Abende komplett umgestaltet wird.

Pedo Knopp aka Kosmik Kat: Der musikalische Tausendsassa hat als Teil des Analog Africa Soundsystems auf fast allen Kontinenten aufgelegt und zahlreiche Mixes aufgenommen, u.a. für Gilles Petersons Radioshow und die Vinyl Factory. In Ffm ist Pedo bekannt als vielseitiger DJ und Sammler rarer Platten, für zwei Compilations zum Nippon Connection Filmfestival sowie als Veranstalter und Kurator innovativer Clubformate wie Africadelay, Saravá, Halva oder Rubato. https://soundcloud.com/kosmikkat

»Team Johanniskirche«: Lars Heinemann, laut Frankfurter Rundschau der Pfarrer mit dem »anderen Beat«. Isabel Philipp und Erich Niederdorfer versorgen an der Bar mit »Gin (Tonic) mit Sinn«, Denise Mawila bringt ihre jahrelange Erfahrung im kreativen Feld in die Interaktion mit den Besucher:innen ein.

Donnerstag, 06. Oktober 2022, 19:30 Uhr, Johanniskirche, Turmstraße 10
60385 Frankfurt am Main-Bornheim, Eintritt frei

Vorschau: Am 10. November werden wir die Berliner und Frankfurter DJ Miriam Schulte zu Gast haben.

Donnerstag, 6. Oktober: OF/ Der Segen der Einwanderer

(Andrea)

Heute liest der Botanikexperte Jürgen Feder in der Wetter- und Klima-Werkstatt aus seinem neuen Buch „Der Segen der Einwanderer“. Dynamik in der Natur war schon immer Trumpf. Selbst Acker-Rittersporn und Klatschmohn bevölkern uns nicht ursprünglich, sind sogenannte Alteinwanderer. Und nun kommen diese angesagten Neophythen, diese pflanzlichen Neubürger, und entfachen eine heftige Diskussion – aggressiv wären sie, konkurrenzlos, unangepasst, giftig. Tatsache ist, dass der Mensch die natürlichen Lebensgrundlagen massiv verändert. Diese Pflanzen spielen nur ihre Stärken aus. Das Buch „Der Segen der Einwanderer“ von Extrembotaniker Jürgen Feder bricht eine Lanze für unsere pflanzlichen Einwanderer, ist ein Plädoyer für Artenvielfalt und Biodiversität. Über 100 Arten in Deutschland werden vorgestellt – von der Küste bis zum Alpenrand. Denn nur was man kennt, kann man nutzen und schützen. Jürgen Feder ist einer der bekanntesten Botanikexperten Deutschlands. Nach Ausbildung zum Landschaftsgärtner und Studium der Landschaftspflege arbeitete er als Landespfleger und Chef-Pflanzenkartierer. Heute führt der „Extrembotaniker“ gut besuchte Exkursionen zum Thema (Stadt-)Pflanzen. Jürgens Bücher sind so mitreißend wie seine Führungen. Schnell wird klar: Jedes Kraut ist unsere Beachtung wert, wenn wir es mit Liebe betrachten. EINTRITT FREI. UM SPENDEN WIRD GEBETEN

Wetter- und Klimawerkstatt, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Donnerstag, 06. Oktober: Ben Caplan

(Uwe)

Nach der vergangenen Deutschlandtourneen von Ben Caplan schrieben einige Zuhörende begeisterte Bewertungen bei Eventim:

Köln 2018: "Ich war mit meinen drei Kindern (25, 22, 11) auf dem Konzert und wir waren alle völlig begeistert. Da wir vieles von Ben Caplan bereits kannten und u.a. große Tom Waits-Fans sind, hat das Konzert bei uns genau den Nerv getroffen. Diese Stimme!!!! Wow! Und die Musiker - Wahnsinn! Super-Live-Band!"

Düsseldorf 2018: "Ben Caplan war wieder grandios. Seine Show hat sowohl musikalisch als auch vom Entertainment her absolut überzeugt."

Berlin 2013: DIE musikalische Neuentdeckung. Das es eine bärtige Angelegenheit werden würde war mir natürlich bewusst - Caplan besticht ja nicht nur durch seine Whiskey getränkte Stimme die auch in den emotionalsten Momenten noch schön bassig klingt, sondern auch durch enorm buschiges Kopf-und Gesichtshaar ...".

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
Beginn: 19 Uhr

Foto: Zoom

Donnerstag, 6. – Samstag, 8. Oktober: Sinfonie des Fortschritts

(Martin)

 

von Nicoleta Esinencu
im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater

In »Sinfonie des Fortschritts« erwartet das Publikum ein Sprachkonzert, das die westeuropäische Selbstgewissheit, eine demokratische und fortschrittliche Gesellschaft zu sein, auf bissig-humorvolle Weise demontiert. Drei osteuropäische Performer:innen, ausgestattet mit Bohrmaschinen, Straßenbauarbeiter-Klamotten, einem Mischpult und Mikrofonen erzählen – konsequenterweise in moldawisch-rumänischer und russischer Sprache – die Geschichten von Saison- und Wanderarbeiter:innen. Sie stehen exemplarisch für die vielen unsichtbaren und an die Peripherie gedrängten Menschen, die, obwohl ihre Arbeit für die Komfortzone des Westens elementar ist, an eben dieser selbst nicht teilhaben können. In den mit sarkastischen Zwischentönen gespickten Erzählungen, in denen allgemein verbreitete Mantras der Konsumgesellschaft zitiert werden, wird die gewaltige Exklusivität und Widersprüchlichkeit des westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems schmerzlich vor Augen geführt.

Mit der Produktion »Sinfonie des Fortschritts« hat sich die moldawische Autorin und Regisseurin Nicoleta Esinencu vorgenommen im wahrsten Sinne des Wortes dicke Bretter zu bohren. Indem sie die Routinen der Ausbeutung und Kolonialisierung in den Fokus rückt, auf die das westliche Wirtschaftssystem fußt, die in seiner Selbstbeschreibung aber systematisch ausgeblendet werden, thematisiert Esinencu die globale Ungleichheit, die unser Wohlstand und unsere Lebensweise produzieren.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/sinfonie-des-fortschritts/1007/

Donnerstag, 6. Oktober um 20.00h
Freitag, 7. & Samstag, 8. Oktober um jeweils 18.00h:

Schauspiel Frankfurt - Kammerspiel

Foto: © Ramin Mazur

 

 

Die Entdeckung des Theaters

(Uwe)

Dort, wo sich in Goddelau Lessing- und Goethestrasse noch heute kreuzen, fand man früher in einem roten Eckhaus den Zeitschriften- und Schreibwarenladen von Frau Christ. Als Kinder holten wir bei ihr die wöchentlich erscheinenden Fernsehzeitungen. Irgendwann, Anfang der 1980er Jahre bot sie diverse Ladenhüter zum Preis von einer Mark an, um Platz in ihrem kleinen Laden zu schaffen. Vor uns griffen schon einige Goddelauer nach dem Motto „kann man immer mal gebrauchen“ zu, daher waren die meisten der unschlagbar guten Angebote bereits verkauft und der „Wühltisch“ schon ziemlich leer, als wir kamen. Wir griffen mehr oder weniger blind in den letzten Rest hinein und zogen ein „Dichterquartett“ heraus, verpackt in einer stabilen Pappschachtel mit einem Bild von Goethe darauf. Darin waren zwölf Autoren mit jeweils drei ihrer Werke integriert, für jedes Werk gab es eine eigene, liebevoll gestaltete Karte.

Für eine längere Zugreise in den Osterferien nach Sylt packten es meine Mutter, meine kleine Schwester und ich, damals 13 Jahre alt, ein und spielten es zum Zeitvertreib in einem dieser alten abgerockten DB-Abteile, in die sechs Personen passen. Außer uns saßen noch zwei ältere Damen darin, als wir uns zwischen Kassel und Hamburg gegenseitig immer wieder fragten, „hast Du die Karte zu Wallenstein von Friedrich Schiller?“, nein aber hast Du von Pedro Calderón de la Barca vielleicht „Dame Kobold“ - und „der eingebildete Kranke von Molliere und von ihm auch der Bürger als Edelmann?“. Meine Schwester und ich kannten natürlich kein einziges Werk und wir quälten uns die oft komplizieren Namen nur sehr schwerfällig heraus. Die scheinbar sehr kulturbegeisterten Damen, die mit uns im Abteil reisten, folgten uns interessiert und freuten sich über jedes Stück, dass neu erwähnt wurde („oh, schön“). Am Ende feierten sie meine Mutter dafür, dass sie uns so frühzeitig und spielerisch mit den ganzen Klassikern in Kontakt brachte. Und tatsächlich kannte ich dadurch immer zumindest ein paar Stücke, die ein Autor geschrieben hatte, der im Quartett mit 48 Karten dabei war. Von Henrik Ibsen merkte ich mir sogar alle drei: Nora oder ein Puppenheim, Peer Gynt und die Wildente.

Gestern lief mir nach rund vierzig Jahren der Norweger mit dem komischen Bart, also Ibsen, wieder einmal über den Weg. Sein Stück „Ein Volksfeind“ hatte Premiere. Daniela und ich haben seit dieser Saison ein Premien-Abo im Schauspiel Frankfurt und erlebten am Sonntag mit guten Freundinnen und Freunden bereits unsere zweite Premiere, nach Tschechows Onkel Wanja am Donnerstag.

Nachdem ich die wichtigsten Filme bereits alle mehrmals sah und erkannt habe, dass ich mit Serien nichts anfangen kann, steige ich nun ins Theater ein. Neben Daniela hat mir ein lieber Freund durch seine Erzählungen die Tür zu einer Welt geöffnet, die ich nun entdecken möchte. Einige Schritte bin ich mit ihm bereits gegangen, ausgewählte Sachen habe ich insbesondere in den letzten beiden Jahren gesehen, nun bin ich wirklich dabei. Was ich schnell festgestellt habe, ist, dass nicht nur das gebotene Stück ein besonderes Schauspiel ist, sondern auch das ganze Drumherum: Das Ankommen, die Einführung in das Stück im Chagall-Saal mit Intendanten und Sekt, der große Auflauf in der Panorama Bar danach, mit Diskussionen über die Inszenierung und den ersten Einwertungen.

Ich bin dort bei Weitem nicht so fremd wie Monaco Franze bei seinem Opernbesuch in der besten Folge („Ein bissel was geht immer“) der gleichnamigen Dietl-Serie, das Theater ist aber natürlich kein Fußballplatz oder Konzertsaal, Orte, an denen ich mich sicher bewegen kann. So orientiere ich mich vorsichtig neu, konzentriert und interessiert. Das Interesse wird belohnt, denn ich entdecke einige der liebenswerten aber gewollt überzeichneten Figuren und Konstellationen aus Dietls Werk wieder, wenn ich, mit einem Bier in der Hand, meinen Blick durchs Geschehen wandern lasse und mit beiden Ohren unserem Tischgespräch lausche. Herrlich

VORSCHAU
Freitag, 07. Oktober: The Kutimangoes

(Uwe)

Kopenhagener spielen Afro Jazz. Die sechsköpfige Band um Michael Blicher (sax) und Gustav Rasmussen (trb, git) spielen ihn nicht nur, sie heben ihn auf das nächste Level. Laut Presseinfo vereint ihr drittes Album „Afrotropism“ afrikanische Musiktraditon und europäische Moderne.

Jedes ihrer Alben wurde von der internationalen Kritik begeistert aufgenommen und mehrfach prämiert. Ihre mitreißenden Shows führen sie regelmäßig auf Tourneen durch Europa, Asien oder den afrikanischen Kontnent sowie auf die Bühnen von Festivals wie der WOMEX und dem Reeperbahn Festival. Doch ganz egal, wo The Kutimangoes aufreten – das Ergebnis ist immer ein strahlendes Publikum, das nicht genug von der Band bekommen kann! Es bedarf nur weniger Takte ihres von satten Bläsern geprägten Sounds, bis es niemanden mehr auf den Sitzen hält!

Brotfabrik. Frankfurt, Bachmannstr. 2
20 Uhr
VK: 20 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 25 € / Stehplatz

Foto: Manfred Weber

 

 

Freitag 7. Oktober: Politische Diskussion und tanzbare Einlagen

(Daniela)

Im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater möchten wir im Rahmen der Reihe „Party & Politics“ den Blick auf den Campus Bockenheim werfen: Seit über zwanzig Jahren ist die Universität auf dem Rückzug - und seit über zehn Jahren ist die Rede vom Kulturcampus, der hier in einer sich scheinbar immer weiter entziehenden Zukunft einmal entstehen soll. Doch in den Ritzen des vor sich hin dämmernden Campus treibt rund um das Offene Haus der Kulturen ein (sub-)kulturelles und nachbarschaftliches Leben seine Blüten. Und wenn die Uni schon bald tatsächlich wegzieht, bleibt jede Menge Zeit und Raum für die Stadt von morgen.

Mit Gästen verschiedener Initiativen diskutieren wir über die Ideen für den Campus – und wie wir sie umsetzen.

Unsere DJs in der Nacht:

„Obacht! Die Tante kommt zu Besuch - jetzt noch schnell die Tischdecke bügeln und dann serviert sie euch beste Deep House, Minimal und Elektro Sounds aus den letzten drei Jahrzehnten. Früh beeinflusst durch den Techno der 90er Jahre in Frankfurt, kehrte sie nach einer langen Pause in die Szene zurück und steht hier nun vor allem für die mutige Ambivalenz zwischen Mutterschaft und Club-Leben. Sich selbst oder all das aufgeben für die von der Gesellschaft gezeichneten Rollenbilder? Nicht bei Tante Kante.“

Laurine Philippe wuchs in Antwerpen auf und ihre Reise mit der Musik begann bereits vor 20 Jahren mit der klassischen Musik. Ihren Fokus setze sie auf Vinyl und mit großen Leidenschaft spielt sie Italo House, Dark Disco und Techno. Laurine ist Teil des Mitte der Gesellschaft-Kollektives, des Tanzhaus West Resident Teams und hat kürzlich zusammen mit Julia Meier die FLINTA-Veranstaltungsreihe clubcherry ins Leben gerufen mit dem Ziel FLINTA Personen einen "Safer Space" und eine Plattform innerhalb der elektronischen Musikszene zu bieten.

Beginn 22:00 Uhr
Café KOZZ, Mertonstraße 26-28

Freitag, 7. Oktober: FFM/ Beranger

(Andrea)

Das Video zu "Kissed by the light" aus dem Mauerfeldpark in Berlin ist wunderbar, schönes Licht, glückliche Menschen und dazu Tasten, Schlagzeug, Gesang. Nicht ganz so sommerlich wird es heute im Nachtleben. "Die Extreme – von der wildesten Leidenschaft bis zum schmerzvollsten Erstickungstod – prägen die epischen Strukturen, aus denen der einzigartige Sound von Beranger geschmiedet ist. In wahnwitzigen Arrangements taucht das Duo, bestehend aus einem klassischen Pianisten und einem Drummer, seine Zuhörer in Eisbäder oder lässt sie in Feuer aufgehen. Für einige Fans europäischer Straßenmusik sind die beiden deshalb bereits eine Legende: Der Australier Todd James und der Franzose Beranger Gras trafen sich unter einer Brücke am Alexanderplatz, verliebten sich in den Rhythmus des jeweils anderen – und kämpfen seitdem gemeinsam um die Emotionen und die Energie ihrer stetig wachsenden Zuhörerschaft."

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Offenbach

Samstag 8. Oktober: Film & Gespräch: Hannah - Gewöhnliches Leben

(Daniela)

Die Initiative 9. November e.V. zeigt am 8. Oktober den Film Hannah - Gewöhnliches Leben und sprechen anschließend mit der Künstlerin Hanah Frejkova.

Die Filmvorführung ist eingebettet in einen vorangestellten Kurzvortrag zum historischen Kontext sowie ein sich anschließendes, moderiertes Gespräch mit Hana Frejkova.

Im Film „Hannah, Gewöhnliches Leben“ schildert Hana Frejkova ihre Familienbiografie, und greift dabei zahlreiche Themen auf, wie die Erfahrungen von (Re-) Migrantinnen und Migranten, von Jüdinnen und Juden in der damaligen Tschechoslowakei während und nach dem 2. Weltkrieg. Sie setzt sich mit Fragen der Identität auseinander und zeigt die Geschichte einer Frau, die ihren Platz und Weg im Leben sucht.
Hana Frejkova wurde 1945 in London, als Tochter der aus Prag geflohenen Eltern, im Exil geboren. Ihre Mutter, Elisabeth Henke Warnholtz, war eine aus Hamburg stammende Schauspielerin. Ihr Vater, der Volkswirtschaftler Ludvik Frejka,
stammte aus einer jüdischen Familie aus Liberec (Reichenberg). Beide Eltern
waren überzeugte Kommunisten. Nach Kriegsende kehrte die Familie nach Prag
zurück. Im sogenannten “Slansky-Prozess“, einem der bekanntesten
stalinistischen Schau- beziehungsweise Säuberungsprozess, wurde Ludvik Frejka
mit 10 weiteren Angeklagten wegen vermeintlichen Hochverrats 1952 zum
Tode verurteilt und hingerichtet. Der Prozess war in weiten Teilen von Antisemitismus geprägt.
In der Anklageschrift wurde anstatt der tschechischen oder slovakischen Staatsbürgerschaft ausdrücklich auf die „jüdische Abstammung“ der Angeklagten hingewiesen. Mutter und Tochter mussten Prag verlassen.
Viele Jahre später begann Hana Frejkova die Geschichte ihrer Familie aufzuarbeiten. 2007 erschien ihr Buch “Divny koreny“ (“Seltsame Wurzeln“), 2020 der künstlerische Kurzfilm „Hannah“, den wir in der Veranstaltung zeigen.

Hochbunker an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main
am Samstag, 8.10.2022, 18 Uhr
Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten!
Kostenlose Reservierung unter: https://www.eventbrite.de/e/filmvortrag-hannah-tickets-409935998607?aff=Barina

Samstag, 8. Oktober: Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte.

(Martin)

Elfriede Jelinek

Für mich war es eine der großartigsten Produktionen im Schauspiel Frankfurt in der vergangenen Spielzeit. Die Texte von Elfriede Jelinek sind eine Herausforderung für Publikum und Schauspieler:innen – wenn sie aber künstlerisch derart genial umgesetzt werden wie bei ‚Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte.‘, dann entsteht Zuschauer:innenglück!  

In »Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!« rechnet Jelinek mit kruden Verschwörungsmärchen ab und lotet – in Zeiten von Pandemie und Populismus – die sich selbst bedrohende zivile Vernunft aus. Extra für das Schauspiel Frankfurt hat Elfriede Jelinek zudem einen neuen Text geschrieben: In »Was ich sagen wollte« geht es um den jähen Fall des als Wunderwuzzi gefeierten Ex-Bundeskanzlers Sebastian Kurz, absonderliche politische Pfade und darum, wie die eigene unselige Geschichte immer wiederkehrt: Der alte Gott wird der neue sein. 

„In Frankfurt ist es ganz klar die Inszenierung der Stunde. […] Sie meißelt nicht Corona, sondern Mythenbildungen heraus und fragt, was gesellschaftliche Strukturen damit zu tun haben. Das hört sich jetzt so papiern an, doch auf der Bühne, so wie Stefan Bachmann Elfriede Jelineks Text »Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! Was ich sagen wollte« inszeniert hat, der ja von der Pandemie handelt, aber eben nicht nur, ist es sinnlich, berührend, verzaubernd, in seiner Stilisierung fast zum Heulen schön wahrhaftig. […] André Meyer hat einen wundervoll poetischen Auftritt mit einer Sexpuppe. Und das alles geschieht im Rhythmus einer vom Metronom angeleiteten Klaviermusik, live (Sven Kaiser). Eine einzige Verzauberung, eine ganz wunderbare Ensemble-Leistung. […] Die Inszenierung ist es wert, mehrmals gesehen zu werden.“ (Strandgut, Juli 2022).

 „Heidi Ecks, Melanie Straub, Agnes Kammerer und Susanne-Marie Wrage gelingt es punktgenau, jene wankelmütige Überzeugung darzustellen, von der der Text wortreich plappert; felsenfeste Annahmen herauszuplappern, die im nächsten Moment schon wieder fortgewischt werden von der nächsten Erkenntnis. […] Stefan Bachmann und dem Ensemble gelingt es, packende Bilder voller Ambivalenz zu schaffen für diesen «Lärm», Bilder, die unauflöslich zwischen Komik und Tragik, zwischen Lächerlichkeit und blankem Schrecken changieren. […] Zeitgeist, schmerzhaft auf den Punkt gebracht: Das ist Jelinek einmal mehr gelungen.“ Theater heute, Juli 2022.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2022-10/laerm-blindes-sehen/965/

Samstag, 8. Oktober um 19.30h
Schauspiel Frankfurt – Großes Haus

Foto: (c): Thomas Aurin

Montag 10. Oktober: StreitClub #4: Angst vor der Armut - versagt der Staat?

(Daniela)

Das Thema ist brisant und interessiert mich sehr.

StreitClub #4: Angst vor der Armut - versagt der Staat?

Die Inflation steigt, die Lebenshaltungskosten verteuern sich und manche sagen bereits  eine tiefe Rezession voraus. Die Aussichten für die Zukunft sind zumindest trübe.
Viele Menschen sehen mit ängstlichen Gefühlen dem Winter und den nächsten Jahren entgegen. Was kann der Staat hier tun? Wie kann er das Vertrauen der Menschen (wieder-)gewinnen? Bislang wird über die Effektivität der aktuellen staatlichen Maßnahmen jedenfalls heftig gestritten. Versagt der Staat?
Darüber diskutieren wir mit dem Wirtschaftsjournalisten Rainer Hank und dem Leiter des diw (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Prof. Marcel Fratzscher.

Der StreitClub, ein Veranstaltungsformat des Frankfurter Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) an der Goethe-Universität, hat sich daher der Aufgabe verschrieben, Streitkultur zu fördern und ihr eine Bühne zu geben. Er verhandelt aktuelle Kontroversen in einem produktiven Streitgespräch, das wieder Lust auf Streit machen soll. Zwei streitfreudige Gäste sitzen zwei ebenso streitfreudigen und -erfahrenen Gastgebern gegenüber: Nicole Deitelhoff und Michel Friedman.

Die Veranstaltung wird jeweils von Schüler:innen einer Klasse aus Frankfurt und Umgebung begleitet. Sie analysieren den Streit kritisch und können intervenieren. Außerdem gehören ihnen die letzten 15min auf der Bühne, wo sie ihre Fragen direkt an die Diskussionsteilnehmerinnen stellen können.

Es gibt ebenfalls einen Livestream der Veranstaltung auf YouTube.

Montag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, The English Theatre Frankfurt, Gallusanlage, barrierefrei; Kosten: 12 €, ermäßigt 10 €, Tickets: https://english-theatre.de/tickets/

Montag, 10. Oktober: FFM/ Kayef

(Andrea)

Mit Songs wie „Musik“, „Warum“ oder „Weisswein x Sprite“ hat KAYEF es in den letzten Jahren nicht nur geschafft, seinen eigenen Sound zu kreieren, sondern sich auch eine Fanbase aufgebaut, die heute über 1.600.000 monatliche Spotify-Hörer umfasst!!! Seine erfolgreichste Single „Ich würd‘ lügen“ ist 2020 in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Gold ausgezeichnet worden und bis auf Platz #13 der deutschen Singlecharts geklettert. Zuletzt stieg das aktuelle Album „Feelings“ des 27-jährigen Düsseldorfers im Januar 2022 sofort auf Platz #5 ein, bereits zum dritten Mal konnte sich KAYEF somit in den Top Ten der Albumcharts platzieren. Nach einer sehr erfolgreichen Tour, trotz Pandemie, im Herbst 2021, knüpft er jetzt mit neuen Terminen da an wo er letztes Jahr aufgehört hat. Die für KAYEF typische Kombination aus gefühlvollen, authentischen Texten und mitreißenden Instrumentals wird live von einer dreiköpfigen Band, bestehend aus Gitarre, Schlagzeug und Keys umgesetzt und so nochmal frisch interpretiert. So verspricht die FEELINGS TOUR 2022 echte Gänsehautmomente, lädt aber auch zum Tanzen ein und hält immer wieder Überraschungen bereit. Für Fans der ersten Stunde, genauso wie für alle die neu dazugekommen sind, ein absolutes Muss. Lili findet ihn okay, ich bin ja ohnehin meistens froh, wenn ich Texte nicht verstehe. Deshalb ist Metropol FM auch manchmal eine gerne gehörte Frequenz.

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Dienstag, 11. Oktober: Becoming Black Dokumentarfilm im Naxos Kino

(Daniela)

Becoming Black, Dokumentarfilm von Ines Johnson-Spain D 2019 (91 Min.)

»In einem Land, in dem jede Abweichung von der Norm als existenzielle Bedrohung angesehen wurde, muss die Geburt eines schwarzen Kindes ein Politikum gewesen sein«. Ines Johnson-Spain

Autobiographischer Dokumentarfilm über ein schwarzes Mädchen in einer weißen DDR-Familie. Ein weißes Ehepaar in der DDR der 60er Jahre erzählt seiner schwarzen Tochter, dass ihre Hautfarbe Zufall sei. Erst als Jugendliche entdeckt sie zufällig die Wahrheit.

Viele Jahre zuvor kommt eine Gruppe Afrikaner zum Studium in die DDR. Sigrid aus Leipzig und Lucien aus Togo verlieben sich. Aber Sigrid ist verheiratet und hat einen Sohn. Als sie von Lucien schwanger wird, zerbricht die Familie zunächst. Später wagt die Familie aber einen Neustart. Die erstaunlichen Strategien, die das Ehepaar nach der Geburt des Schwarzen Kindes im Ringen um "Normalität" entwickelt, verfolgt der Film aus der Sicht des heute längst erwachsenen Kindes, der Regisseurin Ines Johnson-Spain. "Becoming Black" ist das intime Porträt einer schwierigen Kindheit in einer Kultur des Schweigens und der Verleugnung. Der Film verdeutlicht, was passiert, wenn das Nichtpassende in einem normierten Umfeld plötzlich sichtbar wird. Auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater bricht die Regisseurin auch zu einer Reise nach Afrika auf, wo sie ihre große togolesische Familie kennenlernt. So entwickelt sich der Film zu einer Reflexion über Zugehörigkeit, soziale Normen, Familienkonzepte und systemischen Rassismus.

Zum Filmgespräch erwarten wir Ines Johnson-Spain, Regisseurin von „Becoming Black“ sowie Jamila Adamou, Referatsleiterin Gender/Diversity/Migration/Integration bei der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung. Die Moderation hat Christina Budde, naxos.Kino.

Beginn: 19:30 Urh, Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19 / Hinterhof rechts. Barrierefreier Eingang, Weitere Informationen unter www.naxoskino.org.

Mittwoch, 12. & Donnerstag, 13. Oktober: Der Watzmann ruft

(Uwe)

Wolfgang Ambros, Manfred Tauchen & Joesi Prokopetz erschufen gemeinsam das Musical / Rustikal „Der Watzmann ruft“, das Album „Schaffnerlos“ und die Rockoper „Augustin“. „Der Watzmann ruft“ ist sicher das bekannteste Werk. Mit diesem wurde in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich getourt, zuletzt 2016. Da verabschiedete sich das Kultstück nach 40 Jahren in die Musikgeschichte. Aber wie das halt so ist mit Klassikern, der Aufenthalt im Ausgedinge nur fünf Jahre, und das Rustikal wird im Herbst 2022 definitiv zum letzten Mal in der Originalbesetzung (Wolfgang Ambros & Band, Klaus Eberhartinger, Joesi Prokopetz & Christoph Fälbl) live zu erleben sein. Sicher ist bekannt, dass die Erste-Allgemeine-Verunsicherung-Sänger Klaus Eberhartinger die Gailtalerin spielt, die ihre Macht über die Männer missbraucht und diese damit ins Verderben stürzt. Eberhartinger ist mittlerweile 72, spannend wird also insbesondere seine Darstellung werden.

Jahrhunderthalle Frankfurt
Tickets ab 52 EUR inkl. VVK
Beginn: 20 Uhr

Foto: Lukas Beck

Donnerstag, 13. Oktober: HATTLER

(Uwe)

Den Konzertbesucher erwartet im Rüsselsheimer Club eine Melange aus Clubsounds, Psychedelic Pop und NuJazz. Namensgeber des Projekts ist der in Ulm geborene Bassist Hellmut Hattler (auf dem Bild ganz rechts). In Deutschland ist der Musiker bestens bekannt, u.a. war er langjähriges Mitglied der Jazzrockband KRAAN und auch in der internationalen Szene ist er eine feste Größe. Seit einigen Jahren nun fokussiert er seine ganze Erfahrung und Leidenschaft auf sein Lieblingsprojekt HATTLER. Live wird das Repertoire der international erfolgreichen HATTLER-Alben („No Eats Yes“, „Mallberry Moon“, „The Big Flow“, „Gotham City Beach Club Suite“, „The Kite“ „Warhol Holidays“, „Velocity“ und dem brandneuen Werk „Sundae“) von einer Band umgesetzt, die den Spagat im Wortsinn spielend schafft, modernste Elektronik, handgemachte instrumentale Virtuosität und eine großartige Stimme zu einer organischen Einheit zu verbinden.

Das Rind. Rüsselsheim, Mainstr. 11
VVK 22 Euro zzgl. Gebühren, AK 26 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Foto: Frank Diedrich Booking

Freitag, 14. Oktober: AYỌ

(Uwe)

Lauter Dreierreihen fallen in Leben und Wirken Ayo.s auf. Zuerst: Nigeria (Vater), Rumänien (Mutter), Frechen bei Köln (Geburtsstadt 1980). Sie lernte nacheinander Geige, Klavier und schließlich die Gitarre, mit der man sie meistens auf der Bühne sieht. Die gesellschaftspolitisch aufmerksame Singer/Songwriterin spricht Deutsch, Englisch und Französisch und ist Mutter dreier Kinder. Ihr musikalischer Rahmen wird ebenfalls oft als Triple umrissen: Soul, Reggae und Afro Beat. Fans wiederum fühlen sich an Tracey Chapman, Norah Jones und - wenn Ayo. auf Französisch singt - an Zaz erinnert. Und um es auf die Spitze zu treiben: Ayo. hat bislang zwei mal drei Alben veröffentlicht. Zuletzt eine Deluxe-Version von „Royal“ im Dezember 2021.

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
20 Uhr
VVK 30€ zzgl. Gebühren

Bild: Sophie Koella, Text: Zoom

Freitag 14. - Sonntag 16. Oktober: 2. Frankfurt Burlesque Festival

(Daniela)

Da wäre ich zu gerne dabei... muss aber passen...

Willkommen zum 2. Frankfurt Burlesque Festival im legendären Club der myticket Jahrhunderthalle Frankfurt.

Nachdem das erste Frankfurt Burlesque Festival im letzten Jahr 2021 Berge von Glitzer, Federn und den Flair der wilden 20er Jahre nach Mainhatten gebracht hat war es unvermeidbar mit einer noch größeren Produktion zurückzukehren in die Metropole in der Ol’ Blue Eyes Ikone Himself – Mr. Frank Sinatra – seinen Drink mit den
Showgirls an der Bar des Clubs genossen hat.

Mit dem zweiten Frankfurt Burlesque Festival präsentieren wir neben einem internationalen und grandios diversen Lineup erstmalig die große Ikone der Burlesquewelt: Miss Dirty Martini. Gerade noch mit Dita von Teese auf Europatour gewesen zelebriert die New Yorkerin am 15.10.2022 (optional auch am 16.10.22) Body Positivity und die Definition von Burlesque. Ausserdem sind Workshops und natürlich Meet & Greet geplant.

Als zweiten Headliner präsentieren wir voller Vorfreude die europäische Boylesque (Male Burlesque) und LGBTIQ+ Legende Dave the Bear direkt aus London an beiden Abenden mit Performances und Gesang.

KÜNSTLER / PERFORMERS (unter Vorbehalt)
Glissy Ribbon (IT), Setty Mois (DE), Lola Itsy (IT), Majestic Luxor (DE), Cloud Bedevil (FIN), Vixen Trio (UK), Ginger Misdemeanour (AUS), Silly Thanh (CH), Chanelle de Mai (FR), Minouche von Marabou (CH), Nigel Francis (UK), Elena La Gatta (DE), Anita Gein (FR), Petula Goldfever (FR), Marta Karta (IT), Marie Tournelle (FR), Ginevra Joyce (IT), Michelle Marvellous (SK), Chocolate Showboy (USA), Fräulein Frauke (SWE), Ruby Schatzi (FR), Michelle Pearl (SK)

Moderation: Sheila Wolf (DE)
Special Guest: Dirty Martini (USA), Dave the Bear (UK)

Samstag, 15. Oktober: 11 FREUNDE - Kirschneck & Köster lesen vor und zeigen Filme

(Uwe)

Der Gründer des Fußballmagazins 11 Freunde, Philipp Köster, stammt aus Bielefeld und ist leidenschaftlicher Anhänger der Arminia. Mit seinem Partner, dem Fotografen Reinaldo Coddou H., gab er erst das Arminia Bielefeld Fanzine „Um halb vier war die Welt noch in Ordnung“ heraus und gründete 2000 das "Magazin für Fußball-Kultur", 11 Freunde. Köster ist bis heute Chefredakteur des monatlich erscheinenden Magazins, das das einzige ist, das ich jemals abonniert habe. Mit dem Chef vom Dienst, Jens Kirschneck, liest Köster die besten Texte aus dem Magazin, erzählen aberwitzige Anekdoten aus der großen Fußballwelt und zeigen Filme von dreisten Schwalben und heillos versemmelten Interviews am Spielfeldrand.

Zoom. Frankfurt, Carl-Benz-Str. 21
19:00H
VVK 18€ zzgl. Gebühren

Foto: Homepage Zoom

Samstag, 15. Oktober: DISILLUSION

(Uwe)

Disillusion ist eine Melodic Death Metal Band aus Leipzig. Laut Wikipedia ist Death Metal „ein Subgenre des Metal und gehört neben Black Metal und Thrash Metal zum Spektrum des Extreme Metal. Kennzeichnend sind aggressiv gespielte Riffs ….“ Das allein einmal zu erleben ist sicher eine Reise nach Rüsselsheim wert.

Metal Bands schreiben einfach die besten Presseinfos. Hier der Beweis: „Disillusion liefert schon seit Jahren das, wonach die deutsche Metal-Szene lechzt: Hier treffen brachiale Gitarrenwände auf melodischen Gesang, wirbelnde Drums auf sphärische Sounds. Wenn die Herren aus Leipzig zum Reigen laden, dann müsst ihr einfach mit von der Partie sein. Die Konzerte von Disillusion gleichen einem musikalischen Inferno. Lasst euch von dieser musikalischen Urgewalt mitreißen. Ihr werdet es garantiert nicht bereuen. Sichert euch also schnell eure Tickets.

Das Rind. Rüsselsheim, Mainstr. 11
VVK 20 Euro zzgl. Gebühren, AK 25 Euro
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Foto: Frank Diedrich Booking

Samstag, 15. - Sonntag, 23. Oktober: B3 Biennale des bewegten Bildes

(Petra)

Happy Birthday: Es ist die zehnte B3 Biennale dieses Jahr – Wahnsinn! Ich erinnere mich an visuelle Neuwelten für mich, wie die 360 Grad-Filme (in die ich schockverliebt war), an legendäre Künstlerinnen und Künstler – wie Brian Eno, Laurie Anderson oder Oliver Stone, die dort geehrt wurden –  und eben viel Bewegung zwischen Frankfurt und Offenbach in diesen Tagen. Mittlerweile muss man sagen: in Rhein-Main. Die B3 Biennale hat nicht nur Laufen gelernt, das wäre eine krasse Untertreibung: prominente nationale und internationale Vertreter*innen der Kreativbranchen und aufstrebende Nachwuchstalente sowie die diesjährigen Hauptpreisträger*innen präsentieren sich und ihre Werke im Filmwettbewerb, in Ausstellungen und im Konferenzprogramm der B3. In diesem Jahr werden die aus Belgien stammenden Filmemacher Luc und Jean-Pierre Dardenne mit dem BEN Award für das Lebenswerk ausgezeichnet. Ein weiterer Hauptpreis, der BEN für herausragende Leistungen in der bildenden Kunst, geht 2022 an das Künstlerduo Christa Sommerer und Laurent Mignonneau für Werke, die schon als „Klassiker der digitalen Kunst“ gelten. Neben den virtuellen Welten widmet sich die B3 auch der Kryptokunst (NFT‘s), die unter anderem im neuen HOCI im Bethmannhof und auf der Buchmesse gezeigt werden. Und ein starker Fokus der B3 liegt auf dem Nachwuchs: In diesem Jahr konnte das B3 Talent Forum weiter ausgebaut werden, so dass Ihr Abschlussarbeiten aus Hessen plus 20 weitere nationale und internationale Abschlussarbeiten diverser Kunst- und Filmhochschulen sehen könnt. Daneben gibt es das B3 HessenLab für internationale und die HAB Abschlussförderung für junge regionale Talente, mit der besonders herausragende Abschlussarbeiten unterstützt werden Also: Ein pralles Programm, das Ihr nicht verpassen solltet.

B3 Biennale des bewegten Bildes, 15. - 23. Oktober, alle Infos und Locations zur Konferenz, den Filmen, Ausstellungen, Prämierungen, etc. findet Ihr hier 

Sonntag, 16. Oktober: KAT FRANKIE

(Uwe)

In Doku-Soaps über Auswanderer auf VOX zieht es Auswanderer aus Deutschland in die Ferne, manche sogar bis nach Australien. Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Einwanderung dort ist die richtige berufliche Qualifikation im richtigen Beruf. Den umgekehrten Weg (ohne Begleitung der Kamera eines Privatfernsehsenders) ging die australische Sängerin Kat Frankie bereits 2004. Seitdem macht die Singer-Songwriterin erfolgreich Musik, alleine und gemeinsam mit anderen (Olli Schulz, Get Well Soon etc.). In die Brotfabrik kommt sie nun mit ihrer neuen Platte Shiny Things, veröffentlicht bei Herbert Grönemeyers Label Grönland.

Brotfabrik. Frankfurt, Bachmannstr. 2
20:00H
VVK 23 € zzgl. Gebühren

Foto: Homepage Zoom

Donnerstag, 20. Oktober: Friedhofsgeflüster

(Andrea)

Weil meine Kollegin Meike schon sehr von der Tour geschwärmt hat und ich den Alten Friedhof schon als Kind verwunschen-schön fand, habe ich gleich meine Mädels zusammengetrommelt und wir gehen mit unseren Mädels mit: Kulturhistorikerin Dr. Anja Kretschmer führt um 17 Uhr und um 19 Uhr zu „Der Tod als Geschäft und Heilmittel“ über den Friedhof. Die Fachfrau kennt viele Anekdoten rund um den toten Körper und die Antworten auf Fragen wie: Was ist Leichenfett? Weshalb waren Totenhände so wichtig? Der Rundgang beleuchtet auch die Geschichte der Anatomie und zeigt auf, dass der Körper ein lukratives Geschäft war. Außerdem ergründet die Kulturhistorikerin mit ihren Gästen, warum sich in Kirchen des Öfteren abgeschlagene Totenhände fanden und weshalb Leichen auch im Bereich der Kunst vielfach verwendet wurden. Treffpunkt für die beiden Rundgänge der anderen Art ist der Eingang zum Alten Friedhof in Offenbach, Friedhofstraße 21. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter www.friedhofsgefluester.de oder unter der Rufnummer 0151 / 56 33 35 49. Die Teilnahme kostet 15 Euro.

Alter Friedhof, Friedhofstraße 21, Offenbach

26.- 30. Oktober: 53. Deutsches Jazzfestival Frankfurt

(Daniela)

Wären wir zu der Zeit nicht im Urlaub, wären wir bestimmt bei dem ein oder anderen Konzert dabei

Auf dem Programm des 53. Deutschen Jazzfestivals Frankfurt stehen vom 26. bis zum 30. Oktober internationale Acts sowie lokale Künstlerinnen und Künstler, darunter Quest, Lakecia Benjamin, Rabih Abou-Khalil feat. Elina Duni, das Manfred Bründl Projekt und natürlich die hr-Bigband. Drei Konzertabende finden im hr-Sendesaal statt, außerdem gibt es ein Konzert im Mousonturm und neu in diesem Jahr ist die "Clubnacht" in den Jazzlocations der Stadt.

Mittwoch, 26. Oktober, ab 19:00 Uhr, hr-Sendesaal 
hr-Bigband feat. Julia Hülsmann, Leitung: Theresia Philipp Quest 

Donnerstag, 27. Oktober, ab 19:00 Uhr, hr-Sendesaal 
Ingrid Laubrock Quartet 
Lakecia Benjamin "Pursuance: The Coltranes"

Freitag, 28. Oktober 
20:00 Uhr Manfred Bründl Projekt, Jazz-Initiative in der Romanfabrik 
20:00 Uhr Ivan Habernal Septett, Alte Seilerei ("Fabrik außer Haus") 
20:00 Uhr Charles Unlimited, Milchsackfabrik (Studio 294)  
21:00 Uhr Programminfo folgt, Jazzkeller 
22:00 Uhr Moses Yoofee Trio und 23:30 Uhr Blue Lab Beats, Jazz Montez 

Samstag, 29. Oktober, ab 19:00 Uhr, hr-Sendesaal 
hr-Bigband feat. Marius Neset 
Isaiah Collier & The Chosen Few 
Rabih Abou-Khalil feat. Elina Duni 

Sonntag, 30. Oktober, Künstlerhaus Mousonturm 
Ashley Henry Quartet

Weitere Programmdetails auf hr2.de

LÄUFT NOCH 'NE WEILE
Noch bis 31. Oktober: „LA CARA DEL FLAMENCO | FLAMENCO IM PORTRAIT“

(Daniela)

Ich liebe Flamenco und werde daher auf jeden Fall vor dem 31.10. in der Denkbar sein um mir die Ausstellung „La Cara del Flamenco | Flamenco im Portrait“ des Fotografen Günther Bauer anzuschauen.

"„La Cara del Flamenco“ ist ein Fotoprojekt, dessen Wurzeln in meinem achtjährigen
Aufenthalt in Madrid (1992–2000) liegen. Es sind Portraits von Künstler*innen, die einen Lebensweg vorweisen, der sich in ihrer Kunst ausdrückt und dieser Authentizität und Tiefe verleiht, sie glaubwürdig macht.
Viele der portraitierten Künstler*innen entstammen derselben Generation, einer
Generation, die in den schwierigen Zeiten der Franco-Diktatur groß geworden ist.
Damals hatte der Flamenco eine sehr widersprüchliche Rolle: einerseits sollte er dazu
beitragen, das Image Spaniens im Ausland zu verbessern, andererseits war der
Flamenco mit dem strengen Katholizismus unter Franco kaum vereinbar. Es dauerte
lange, bis der Flamenco sich von dem folkloristischen Mief der Franco-Zeit befreien
konnte und auch innerhalb Spaniens Anerkennung fand.
2010 wurde der Flamenco von der UNESCO zum Immateriellen Weltkulturerbe erklärt.
Der Flamenco, der tief in der andalusischen Kultur verwurzelt ist, hatte sich längst von
den regionalen Ursprüngen gelöst und sich zu einem internationalen Phänomen
entwickelt. Er folgt seiner Tradition der Verschmelzung mit anderen „musikalischen“
Einflüssen.
Was aber bleibt, ist der Mythos des Flamenco als eine hermetische Kunst im Kreis der
andalusischen Gitanos, die jahrhundertelange Erfahrung von Verfolgung und Leid in
düstere Verse und dunkle Melodien verwandelten.
Das Projekt zeigt den Aufbruch des Flamencos – den „Nuevo Flamenco“. Junge
Musiker*innen, Tänzer*innen, die in ihren Familien mit dem traditionellen Flamenco
aufgewachsen sind, faszinieren mit ihrem Flamenco Nuevo. Arrivierte, mutige
Flamencokünstler wie Enrique Morente suchten neuen Wege der Interpretation und
irritierten ihre Kritiker. Im Vordergrund des Projektes steht aber nicht der Tanz oder
der Gesang, es sind die Perso nlichkeiten, die Charaktere der Ku nstler, die mit ihrer
Ausstrahlung den Zuho rer faszinieren, sie oft komplett in ihren Bann ziehen ko nnen.
Die Faszination des Rhythmus, der expressive Ausdruck von Gefühlen und der stetige
Einfluss unterschiedlichster Kulturen spiegeln sich in den intimen großformatigen
Portraits der Flamenco-Künstler*innen wider. "
https://guentherbauer.de

Ausstellung: von Günther Bauer
Termin: 04. September – 31. Oktober 2022
Ausstellungsort: DENKBAR Frankfurt, Spohrstrasse 46a


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