28.01.2022
#WeRemember

Gestern war der internationalen Holocaust-Gedenktag.
In der Woche gab es viele Berichterstattungen und im Fernsehen liefen Dokumentationen. Das ZDF zeigte den Spielfilm "Die Wannseekonferenz". Ich wollte ihn eigentlich sehen, habe ihn aber nach 30 Minuten abbrechen müssen, da ich ständig das Gefühl hatte, ich müsste jetzt in diese Szene platzen und die Männer anschreien, die da in der wunderschönen Villa saßen und bei Tee und Lachsschnitten die Vernichtung der Juden planten. Ich versuche es nochmal, der Film ist ja in der Mediathek zu finden.

In der ARD Mediathek findet ihr wiederum einen Dokumentarfilm vom hr.
"Sonny - eine Geschichte über den Holocaust, Eintracht und Frankfurt".

Helmut Sonneberg kennt man in Frankfurt, vor allem als Eintracht Fan, nur als "SONNY". (Das Foto entstand vor zwei Jahren, als ich Sonny bei einer Eintracht Veranstaltung der Fliegenden Volksbühne traf.)

Ich habe Sonny vor zwei Jahren bei einer Führung an der EZB Gedenkstätte kennengelernt, die Matthias "Matze" Thoma, der Leiter des Eintracht Frankfurt Museums. Warum dort? Sonny wurde von genau dort am 18.2.1945 als 14 jähriger Bub nach Theresienstadt deportiert. Sonnys lebhafte Erzählungen haben mich und die anderen, die bei der Führung dabei sein konnten, tief berührt und bestärken mich weiterhin gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus anzukämpfen.

"In diesem Film erzählt der 90-Jährige über sein Leben während des Nazi-Regimes, die Deportation ins Lager Theresienstadt, das Leben in Frankfurt davor und danach und seine Liebe zur Eintracht. Dabei trifft "Sonny" Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer und Spieler-Legende Jan-Age Fjörtoft."

Vielen Dank, an Sonny, dass er den Mund aufgemacht hat und uns durch seine Erzählungen hilft nicht zu Vergessen.

So, jetzt muss ich schnell los, es trifft sich jetzt die Planungsgruppe zur Fortführung des Kulturlabos.


Lebt wild & bleibt gesund.

Daniela

Vielen Dank an meine Co-Auor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Martin Grün

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.

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G E R O L L T E S über Thomas Helmer

(Uwe)

„Nur noch knapp 10 Monate bis zur WM in #Katar. Ich freue mich schon sehr darauf und sage, dass ich mich an politischen Diskussionen zur Weltmeisterschaft nicht beteiligen werde … für mich geht es hier einfach um den schönsten Sport der Welt, …“

Ich weiß nicht, mit welchen Algorithmen Instagram arbeitet, aber mit diesem Beitrag von Thomas Helmer wurde mir dessen Profil zum Abonnement empfohlen. Würden die Wahrscheinlichkeitsberechnungen der Programmierer nur ansatzweise funktionieren, wüsste Instagram, dass ich mit dem ehemaligen Verteidiger von diversen deutschen Vereinen und der Deutschen Nationalmannschaft, losgelöst von dieser Aussage, nie etwas anfangen konnte. Er ist einer der blassesten Fußballer überhaupt, der mir nur durch jahrelange Durchschnittsleistungen und dem Erzielen eines Phantomtors in Erinnerung geblieben ist. Gegen den 1. FC Nürnberg schoss er einst am Tor vorbei, der Schiedsrichter erkannte aus unerfindlichen Gründen dennoch einen Treffer Helmers an. Helmer feierte das Tor nach kurzer Verwirrung, anstatt dem Schiedsrichter mitzuteilen, dass er den Ball aus dreißig Zentimetern am Tor vorbeigeschaufelt hatte. Heute würde der Videobeweis einen solchen Fehler schnell einkassieren, damals war bei der Korrektur einer Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters noch Charakter gefragt. Den hatte Helmer aber bereits 1994 nicht. Was will man also von jemandem mit einer derart gestörten Wahrnehmung erwarten, als ebenjenen Beitrag, den er gestern veröffentlichte und mit dem mein Beitrag oben beginnt?
 
Zwei seiner Instagram-Follower schrieben unter den Post freundliche Kommentare, in denen stand, dass es durchaus angebracht wäre, die Bedingungen für Arbeiter in Katar zu hinterfragen. Denen wurde von Helmer in seinen Antworten schnell die „Rote Karte“ angedroht. Er wolle keine politischen Diskussionen führen, das hätte er klar geschrieben und das wären nun einmal seine Spielregeln. Vielmehr freute sich Helmer, der mit Hilfe eines Werbepartners wohl einige Kilo verloren hat, über Hinweise wie „fit siehst Du aus“ oder spaßige Kommentare wie diesen: „Der einzige Skandal ist, dass die WM zeitgleich mit der Dart-WM stattfindet."
 
In einem Beitrag aus dem November 2021 schrieb Helmer: „Ich freue mich, Instagram als Plattform nutzen zu können, um Menschen zu inspirieren …“. Wie kann man sich bitte von Thomas Helmer inspirieren lassen? Da hat selbst ein Playmobilmännchen mehr Charisma und ein billiger Bergkäse aus einem Discounter mehr Klasse. Nach seiner Karriere war Helmer erst Experte bei SAT.1 und bei der SPORT1-Sendung „Doppelpass“. Letztgenannten Fußball-Talk durfte er von 2015 bis zum letzten Sommer sogar moderieren. Darüber hinaus quatschte er im „Fantalk" mit abgegriffenen Sprücheklopfern wie dem Ex-Kicker Mario Basler und Ex-Trainer Peter Neururer ebenfalls über Fußball. Das alles ist jetzt Gott sei Dank scheinbar vorbei, seinen Instagram-Account hat er aber noch (leider).

Freitag, 28. Januar: THE OTHER SIDE OF THE RIVER - No Women No Revolution kommt nach Hause

(Uwe & Andrea)

Andrea: Schade, schade, schade. Leider habe ich morgen (a.d.R. wenn er im Filmklubb läuft) keine Zeit, denn den Film würde ich sehr gerne sehen. Zumal ich mich unlängst mit Muri über die Situation der Frauen in der Türkei unterhalten habe. Wir kamen drauf, weil ich "Nur eine Frau" in der Mediathek geschaut hatte, der Film ist schon etwas älter, aber sehr empfehlenswert. Es geht um den Ehrenmord an der deutsch-kurdischen Berlinerin Hatun Sürücü vor einigen Jahren. Ich bin ja inzwischen ziemlicher Türkei-Fan, zumindest alles außer Politik und RTE und war nochmal geschockt. Zumal Muri mir bestätigte, dass die Situation wieder schlimmer geworden sei, Frauen auf dem Balkon ohnmächtig geworden seien, gestürzt was auch immer und keinen Anwalt mehr haben - der Staat schützt sie nicht.

Uwe: Die 19-jährige Hala entkommt einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat in Nordostsyrien überquert, um in einer kurdischen Militärakademie für Frauen ein neues Zuhause zu finden. Dort wird sie im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung unterrichtet.  Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert. Nachdem das kurdische Militär ihre Stadt vom IS übernommen hat, kehrt Hala als Polizistin zurück, die berechtigt ist, andere Frauen in Gefahr zu schützen. Hala ist bereit, ihren größten Traum zu verwirklichen: ihre jüngeren Schwestern aus der Hand ihres Vaters zu befreien.Die Drohung mit einer Zwangsheirat und die brutalen Geschichten von Frauenunterdrückung führen immer mehr Frauen auf die andere Seite des Flusses. Sie werden in einem strengen militärischen Stil ausgebildet und lernen, dass sie sich mit Waffen gegen die patriarchalische Gesellschaft schützen müssen. Aber gibt es Freiheit in einem militärischen System mitten im Krieg?

THE OTHER SIDE OF THE RIVER schildert den entschlossenen, revolutionären Weg von Hala und beleuchtet gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte.

Auswahl Filmpreise:
2021 Hessischer Filmpreis Dokumentarfilm, 2021 Gewinner FSFF 2021, Gewinner Beste Kamera Achtung Berlin, 2021 DOK.fest München, Deutschland, Gewinner VFF Dokumentarfilm Produktionspreis

Ein wichtiger Film, er ist u.a. hier zu sehen:
28.01. 18.00 h Premiere in FRANKFURT im Mal Seh'n Kino
30.01. OFFENBACH 19.00 h Filmklubb Offenbach
31.01. BAD SODEN 20.15 h Kino CasaBlanca Bad Soden

Überall wir Regisseurin ANTONIA KILIAN in allen Kinos zu einem Q&A für Euch da sein. Mit dabei bei der Premiere sind zudem Anna Schoeppe, Geschäftsführerin Hessen Film und Medien und Ercan Ayboğa, Rosa Luxemburg Stiftung Hessen

Bild: Verleih

Freitag, 28. Januar (Premiere) Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo.

(Martin)

Theater Willy Praml - Naxos-Halle
Regie: Michael Weber

Schon vor einem Jahr war die Premiere angekündigt von Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo. Jetzt endlich ist es soweit!

Es ist die Zeit, da die Schwarzen die Weißen erschlagen.
Die Zeit des Entweder-Oder.
Die Zeit der Vereindeutigung der Welt.
Schwarz ist dem Weiß ein Feind – Weiß hasst das Schwarz.

Die Erzählung fängt an mit einem Schuss, den der befreite Sklave Congo Hoango seinem guten Herrn in den Kopf jagt und endet mit der weißen Hirnmasse, die sich ein junger Schweizer aus dem Kopf schießt und die an die Wand der Behausung der schwarzen Babekan spritzt.

Alles ist unversöhnlich bei Kleist.
KÜSSE, SCHÜSSE, DAS REIMT SICH!

In der Zeit des Aufstandes erfindet Kleist eine Liebesgeschichte, eine unglückselige natürlich, in der ein schwarzes Mädchen darum betet, weiß zu werden, um dem jungen Schweizer zu gefallen. Und der Schweizer träumt davon, das geliebte schwarze Mädchen, möge sich in seine verstorbene weiße Geliebte verwandeln.

NICHTS geht. NEVERLAND!(wie die Traumfarm von Michael Jackson hieß).
Selbst die Liebe vermag NICHTS.
Die Hochzeit ist der Tod.

Und doch: im letzten Absatz der Erzählung bietet Kleist ein Trostpflaster – erfindet einen Herrn Strömli, der den toten Liebenden ein Grab-Denkmal in seinem Schweizer Garten errichtet.

Keine heile Welt am Ende, aber eine heilende.

HEAL THE WORLD!

Hier gehts zur Kartenreservierung: https://theaterwillypraml.de/kleist-st-domingo-2021/#

Freitag, 28. Januar (Premiere) um 20.00h:
Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo.

Theater Willy Praml in der Naxos-Halle

Weitere Vorstellungen: 29. und 30. Januar, 4. – 6. Februar, 11. – 13. Februar, 18. – 20. Februar, 25. und 26. Februar und 4. und 5. März.

Foto: © Seweryn Zelazny

Freitag, 28. – Sonntag, 30. Januar: Die Flexibilität der Fische – zwei Balladen

(Martin) 

Da sind zwei Extremsolist:innen am Werk!

„Diamanda La Berge Dramm und Sebastian Berweck verwandeln mit Fiddle und Keyboard das totgeglaubte Musikgenre der Alleinunterhaltung in ein schillerndes Korallenriff. In Ihre zwei vielstimmigen Balladen verzahnt Anselm Neft mit eigenen und fremden Texten von bell hooks, John Cage und anderen die Musik von Hannes Seidl zu Erfahrungen aus einer patriarchalen Welt mitsamt ihrer starren Zuordnung des biologischen Geschlechts. „Die Flexibilität der Fische” fordert und feiert mit einem lebendigen Geflecht aus Geschichten und Gesängen die Lust auf das Sowohl-als-auch als neuer Mythologie, die angetrieben von der Musik Stimmen, Sprachen, Körper und Perspektiven zu besiedeln beginnt.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/die-flexibilitaet-der-fische-zwei-balladen/

Freitag, 28. und Samstag, 29. Januar um 20.00h und am Sonntag, 30. Januar um 18.00h: Die Flexibilität der Fische – zwei Balladen - Hannes Seidl/Anselm Neft

Künstlerhaus Mousonturm / Solidarisches Preissystem

Foto: © Astrid Karger

Freitag, 28. Januar: FfM/ See you

(Andrea)

Gestern war der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ und das Schauspiel stellt eine inhaltlich spannende Verbindung her - für Jugendliche. Aber auch als Erwachsene würde ich mir "See You" gerne ansehen: "Bedrohung. Verzweiflung. Perspektivlosigkeit. Immer mehr Jugendliche lassen sich auf einen lebensgefährlichen Fluchtweg nach Europa ein. Finden sie überhaupt einen Ort, der ihnen das Recht gibt, zu bleiben, anzukommen? Ein Leben in der Schwebe. Verlust von Vertrautem, den wichtigsten Menschen, einem Zuhause. Ein Ende von Vielem. Ein Bruch in der Biografie. Ein Anfang. Der Zustand Exil endet nicht mit der Ankunft an einem Ort. Vor 84 Jahren gelang engagierten privaten Organisationen die Rettung von ca. 20.000 zumeist jüdischen Kindern aus Deutschland heraus in Länder, die ein neues Leben boten. Sechs der »Kindertransport-Kinder« aus Frankfurt kommen in einer Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek zu Wort. In ihre bewegenden Geschichten ist ein inklusives, diverses Jugendensemble eingetaucht, das nach diesen Schwebezuständen fragt, und dem Recht, zu gehen, zu kommen und zu bleiben."
TEAM Regie und Konzept: Martina Droste Bühne und Kostüm: Michaela Kratzer Musik: Max Mahlert Chor: Christina Lutz MIT Aliyah Arrington, Anahita Azari, Ayman Ben Magahed, Georgios Choubardas, Maja Koj, Vincent Anias Lang, Richard Neubrand, Japhette Basinga Nsonsani, Joy Owie, Matteo Schultheis, Anastasija Śejič, Mobin Soltani, Helen Teketel Für Jugendliche ab 14 Jahren Premiere 28. Januar 2022

www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/premieren/see-you

??? Das große Projekt

(Uwe)

Für 2022 habe ich mir das zugegeben etwas belanglose Projekt vorgenommen, alle Folgen der Detektiv-Hörspielserie „Die drei Fragezeichen“ von hinten, also der aktuellsten Folge bis zu Folge 1, Der Superpapagei, zurückzuhören. Von Folge 213 habe ich es nun bis mittlerweile bis zu Folge 170 geschafft. Erste Erkenntnisse: Schauspieler Axel Milberg ist, nachdem Thomas Fritsch verstarb, seit wenigen Jahren der vierte Erzähler, Alfred Hitchcock kommt als Figur selbst schon ewig nicht mehr vor, der Fahrer Morton ist tot und der Erzfeind Skinny Norris macht auf Kumpel, weil Justus Jonas ihm in der Drogenschmuggler-Folge das Gefängnis ersparte und vor allen Folgen gibt es nun eine kurze Management Summary, eine wesentliche Zusammenfassung der folgenden Vorkommnisse.

Alles in allem sind die Folgen überschaubar aufregend, sorgen trotz der teilweise etwas banalen Fällen aber für Kurzweile. 1979, also vor über vierzig Jahren wurde die erste Folge veröffentlicht, noch heute, in den aktuellen Folgen, fragen die Hauptdarsteller aber ihre Erziehungsberechtigten um Erlaubnis, wenn sie kurzfristig einmal auswärts übernachten wollen. Die Serienfiguren altern also einfach nicht, während ihre Sprecher mittlerweile über 50 Jahre alt sind. So prügelte sich Andreas Fröhlich als Stimme von Edward Norton im Film Fight Club bereits vor Jahren heftig, als Bob in die drei Fragezeichen bekommt er aber immer noch Erdbeershakes von alten Tanten hingestellt. In der Zentrale der ewig jung gebliebenen Detektive, gegen die selbst Berufsjugendlicher Kai Pflaume schlecht gealtert ist, quakt in der gerade begonnen fünften Dekade immer noch der in der Folge „Superpapagei“ eingeführte Beo „Blacky“, obwohl die Lebenserwartung der sprachbegabten Starenart eigentlich bei 15 Jahren liegt.Überträgt man den Alterungsprozess der Hörspielserie auf die Fernsehfilme von Michel aus Lönneberga von 1973, wäre der Michel mittlerweile 15 Jahre alt, würde aber von einem heute beinahe sechzig Jahre alten Jan Ohlsson dargestellt. Er würde immer noch in kurzen Hosen auf dem Rücken seines Pferdes Lukas über den Katult-Hof reiten.

Früher konnte ich nächtelang nicht schlafen, weil die drei Detektive (damals noch in meinem Alter) nachts auf einem Friedhof von französischen Kunstdieben verfolgt wurden, heute schlafe ich zu den Folgen ein.

Samstag, 29. Januar: Of/ corpus delicti

(Andrea)

Etliche interessante Namen tummeln sich im deutschen Literaturbetrieb, Juli Zeh gehört für mich zu einer der sprachgewandtesten der schreibenden Zunft. Eine echte Kunst, wie sie Wörter wählt und aneinanderreiht und dabei nachdenkliche Gedanken formuliert. Unser kleinstes Theater, der t-raum in der Wilhelmstraße 13 widmet sich heute dem corpus delicti von Juli Zeh und leider kann ich nicht hingehen: "deutschland in der zukunft - der gesunde menschenverstand hat offenbar gesiegt: genforschung, medizinische früherkennung, strenge hygienegesetze verhindern alles bis hin zum ausbruch von erkältungen. doch bei mia, einer jungen biologin, durchaus befürworterin eines systems, das die menschen rigide vor körperlichem leid bewahrt, keimen zweifel auf: ihr bruder moritz wird mit hilfe eines dna-tests des mordes an einer frau überführt und begeht im gefängnis selbstmord. die rätselhaften umstände werfen mia aus der bahn, sie hält sich nicht mehr an die regeln, reicht ihre ernährungsberichte nicht mehr ein, raucht eine zigarette, was als kapitalverbrechen gewertet wird. ja, schon der versuch, sich zum nachdenken zurückzuziehen, wird als verstoß gegen das system gewertet. so wird sie zum spielball eines schauprozesses, der das ganze land in atem hält. als gewichtiger gegner tritt der journalist heinrich kramer an, dessen buch „gesundheit als prinzip staatlicher legitimation“ ein schlüsselwerk der herrschenden lehre ist. eine hexenjagd beginnt. spannend, bissig, absurd! Juli zeh darf sicherlich als eine der herausragenden figuren der deutschsprachigen gegenwartsliteratur bezeichnet werden. ihre bissigen, visionären, oft schonungslosen texte treffen immer wieder in wunden unserer zeit, die man allzu oft gerne nicht sehen möchte. sarah c. baumann inszeniert den text mit viel feingefühl und verve und zeigt auf das allzu menschliche im spannungsfeld zwischen eigenem bedürfnis und gesellschaftlichem sein."

t-raum
Wilhelmstraße 13
Offenbach
kartenreservierung (möglichst im vorverkauf direkt bei t-raum) unter: 069-80108983 oder info@of-t-raum.de

ShopShop PopUpShop

(Daniela)

Vor kurzem war ich bei sehr guten Freunden und da hing ein schönes Bild. Auf meine Nachfrage woher das käme sagten sie, sie wären beim Spazierengehen an dem PopUpShop der Freitagsküche im Nordend vorbeigekommen und hätten sich dann dort, anlässlich ihres Hochzeittages, ein Bild von Andreas Dieffenbach gekauft. Das fand ich großartig! Der Anlass ist schön und das Bild auch. Seitdem wollte ich mir den PopUp anschauen, aber irgendwie hat es mich bisher nicht in den Oederweg verschlagen....

ShopShop PopUpShop im Oederweg / Ecke Jahnstrasse
mit den Künstler*innen: Andreas Diefenbach, Tina Kohlmann - Kohlada Couture, Franziska Kronmüller, Jonathan Radetz, Kim Ceramics, Anja Stoffel, airbag, Nicola Malkmus, Paola Wechs Pottery, Jérôme Knebusch, Anna Hofmann und vielen mehr.

Oederweg/ Ecke Jahnstrasse , im TACOTRONICS,
immer Do. & Fr. 16.30h - 19.30h Sa 12h - 19.30h Kommt vorbei, shoppt geile Sachen und unterstützt lokale Künstler*innen!

Noch bis 30. Januar: FFM/ Nennt mich Rembrandt

(Andrea)

Das Städel gehört zu meinen Lieblingsmuseen, das liegt nicht nur an Goethe, sondern der gesamten Sammlung. Herrlich mondän und in den Räumen könnte ich mich immer verlieren. Jetzt waren wir in der Rembrandt-Ausstellung und fern ab der Tatsache, dass es erwartungsgemäß voll war, gab es immer noch genug Raum für die Kunst, das Lesen der Begleittexte und das Eintauchen in das Amsterdam um 1600. Das Mittelalter ist bei mir irgendwie als dunkle Zeit abgespeichert, fern ab des Dreißigjährigen Kriegs gab es in meiner Wahrnehmung eben Krieg, Krankheiten, Hunger, wenig Licht, Kälte, arme Bauern, miese Landesfürsten und ab und zu edle Recken. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich dazwischen, auf jeden Fall überraschten mich die Farbwelten. Weniger wegen eines Herrn Rembrandt, der in puncto Eigenvermarktung wirklich ein Händchen hatte, sondern seiner Schüler und Zeitgenossen. Farben mit einer Intensität und feinste Pinselführungen, beeindruckend, auch wenn man sich überlegt, dass man damals kein elektrisches Licht und keinen Künstlerbedarfsladen hatte, in dem man zwischen sieben Blautönen wählen konnte. Ich schweife ab, geht einfach hin, nennt mich Rembrandt und geht auf Bilderreise!

Städel
Mainufer
Frankfurt

Lieder: Die große Ausnahme!!

(Daniel und Uwe)

Auch wenn man mit einer Band, einer Sängerin oder einem Sänger nichts anfangen kann oder man sie / ihm überhaupt nicht mag , gibt es von einem Act den einen Song, den man gerne hört oder gut hören kann. Der es im besten Fall sogar auf eine Playlist schaffen kann. Das können Songs bekannter, beliebter oder von der Kritik gefeierter Acts sein. Daniel und ich haben uns intensiv ausgetauscht, wir haben uns bestätigt und wir haben interveniert. Ich konnte Blink182 von seiner Liste herunterargumentieren, gleiches gelang ihm bei mir bei Madonna. Das ist nun unsere Auswahl. Ach so, Songs die „One Hits“ von One Hit Wondern wie Movie Star von Harpo waren ausdrücklich ausgeschlossen.

Daniel: Robbie Williams – Come Undone, Genesis – Invisible Touch, Justin Bieber – Love Yourself, Take That – Never Forget, New Kids on the Block – Tonight, Roxette – It Must Have Been Love, Peter Gabriel – Solsbury Hill, Gotye – Somebody That I Used to Know, Ricky Martin – Livin‘ la Vida Loca, Céline Dion – Think Twice

Muss dabei sein: Robbie Williams mit „Come Undone“. Nach seinem Ausstieg bei Take That (die hier übrigens vollkommen überraschend gar mit zwei unterschiedlichen Songs vertreten sind!) gab sich Robbie Williams eine ganze Zeit lang vollends den Drogen, dem Rausch, den Partys, den Frauen, dem vermeintlichen Ruhm und dem totalen Exzess hin. Und so auch dem Runterkommen, den Zweifeln und Ängsten, dem Selbsthass, all diesen obligatorischen Dämonen. Ebendiese Mischung aus Ekstase, Euphorie, Leere, Kontrollverlust und Verzweiflung fasst dieser Song wie kein zweiter. „If I stop lying I’d just disappoint you“ singt Robbie Williams, und man ist Zeuge einer beinahe erlösend wirkenden Demaskierung, die hymnisch von aller Kaputtheit erzählt und trotz allem vor Kraft und Energie zu strotzen scheint. Ach ja, „A love Song“ ist es am Ende natürlich auch. Einer, der die Liebe auf Umwegen an sich selbst adressiert. Und das ist und bleibt wunderschön zu hören.

Nicht dabei: Es war diesmal so schwer wie lange nicht. Was einzig an den sehr strengen Ausschlusskriterien lag. Ronan Keating hat beispielsweise in seiner Laufbahn dann doch immerhin zwei gute Lieder herausgebracht („When You Say Nothing at All“ sowie mit Abstrichen „Life Is a Rollercoaster“) – und damit war er schon raus, da dies für unser kleines Spiel eben einen guten Song zu viel bedeutete. So auch bei Blink 182 („All the Small Things“ und „I Miss You“).
Und dann gab es auch noch das Phänomen, dass ich Bands, die ich noch nie leiden konnte, doch noch einmal durchstöberte (ja: anhörte!), um möglicherweise diesen einen versteckten magischen Song zu entdecken. Aber nach eingehender Prüfung ließ sich bei folgenden, durchaus anerkannten Interpreten und Rockgruppen leider absolut gar nichts holen: Bryan Adams, Pearl Jam, Phil Collins, Linkin Park, Limp Bizkit, The Police (ja, sorry, ich ertrage die Stimme nun mal nicht), Papa Roach, Die Toten Hosen, Nickelback.

Uwe: Crash Boom Bang - Roxette, Sister - Angel Oslen, I Love You - Billie Eilish, Wir beide - Juli, Einmal Mond und zurück - Sportfreunde Stiller, The Winner Takes It All - Abba, Free Fallin´ - Tom Petty, Turn Back Time - Aqua, You Can´t Always Get What You Want - Rolling Stones, Torn - Natalie Imbruglia (oder ist das ein One-Hit-Wonder?). Ok, dann Back For Good von Take That.

Muss dabei sein: The Winner Takes It All ist tatsächlich der einzige Song von Abba den ich wirklich gut finde, mit Super Trouper oder Voulez-Vous oder Waterloo kann ich überhaupt nichts anfangen.

Nicht dabei: Ist tatsächlich ein Song von den Ärzten, denn von denen habe ich kein Lied gefunden, das mir gefällt.

Liebe an der Stadtgrenze

(Andrea)

Wir waren also im Städel und sind natürlich mit den Öffis angereist. Das war dieses Mal wirklich witzig, weil ich erstmal an der Straßenbahn-Station Stadtgrenze rumstand und auf Jörg wartete, aber mit ihm telefonierte. Indem fuhr die Straßenbahn ein und aus den Augenwinkeln erkannte ich den Bahnbabo, den ich tatsächlich nur aus der Presse kannte. "Beeil Dich, dann fahren wir mit dem Bahnbabo", habe ich ins Telefon gerufen und musste schon selber herzlich lachen. Witzig war aber, dass er, also der Babo, mich gehört hatte, dann rauskam und mich mit einem Gedicht begrüßte:

"Hier bin ich geboren und hier will ich sterben, Ich habe geliebt und es gab auch Scherben. Dieser Stadt gehört mein Herz, mit aller Liebe und allem Schmerz."

Da wurde der Offenbacherin ganz weich in den Knien....Er machte dann kurz Pause und als er zurückkam, musste natürlich ein Foto sein. Herr Wirth, ganz PR-Profi, meinte dann, wartet mal kurz (Jörg war inzwischen eingetroffen) und holte seine Sonnenbrille. Das Bild war im Kasten und der Fahrplan sollte auch eingehalten werden. Wir saßen dann in der Nähe der Fahrertür und der Babo redete ohne Punkt und Komma, winkte Passanten zu, die ihn erkannten und es war eine ganz und gar launige Fahrt. Wirklich ein toller Mensch mit einem großen Herz und ich weiß jetzt eine Menge über seine Fernsehauftritte und die Kinder, die er mit seinem Engagement für MainLichtBlick e.V. unterstützt. In Sachsenhausen mussten wir dann raus, aber ich hätte noch stundenlang zuhören können. Vielleicht klappt es ja mal mit einer Lesung im Kulturlabor, denn Peter Wirth hat ein Buch geschrieben "Beste Laune mit dem Bahnbabo". Echt ein guter Typ und dass er Frankfurter Oberbürgermeister werden will, ist da nur konsequent. Ein Herz in Offenbach hat er auf jeden Fall gewonnen. 

Peter Wirth alias Bahnbabo "Beste Laune mit dem Bahnbabo" für https://www.mainlichtblick.de/

Mittwoch, 02. Februar - Sonntag, 13. Februar: Sarah Kane-Festival-Werkschau

(Petra)

Ein kleines Festival mit großem Programm: fünf Stücke in der Reihenfolge ihres Entstehens und eine Stückentwicklung, ein Kurzfilm, eine Ausstellung inklusive Buch dazu, zwei Workshops, ein offener Schreibraum, drei Podiumsdiskussionen, ein Audiowalk, eine immersive Performance, eine Festivalparty mit Konzert, ein Podcast und – nicht zu vergessen – ein Festivalzentrum mit Suppe. Jetzt muss ich erst mal Luft holen. Worum es geht? Um Sarah Kane, eine der maßgeblichen Initiatoren und radikalsten Vertreterinnen des britischen IN YER FACE-Theaters der 90er des vergangenen Jahrhunderts: Sie erschien auf der Theaterszene wie eine Handgranate und brachte das Theater an die Grenzen des Darstellbaren und weit darüber hinaus. Anlässlich des 50. Geburtstages von Sarah Kane kooperieren 6 freie Theatergruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet und führen ihr komplettes Gesamtwerk an den Landungsbrücken Frankfurt auf. Als Werkschau, als Reihe, als Festival. Und noch viel mehr – siehe oben. Ich habe vor einiger Zeit die hier auch zu sehende Inszenierung „Zerbombt“ besucht: Keine seichte Samstagabend-Kost. Ich bin sehr berührt und leicht verstört, mit vielen bösen Bildern im Kopf, aus den Landungsbrücken rausgegangen. Doch auch das muss Theater meiner Überzeugung nach: Aufrütteln und erbarmungslos mit der miesen Realität konfrontieren, damit sich etwas ändert. Seid mutig und schaut vorbei.

20.21 KANE INNEN – DAS FESTIVAL, Ort: Landungsbrücken Frankfurt, Adresse: Gutleutstraße 294, das komplette Programm, Tickets, HINWEIS: alle Inszenierungen beschäftigen sich mit sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt, Rassismus, Suizid und psychischen Erkrankungen!

Donnerstag, 03. Februar: Philosophie trifft Kunst Online

(Martin)

Arm und Reich - Werke aus dem Städel Museum
Familie Hunger (1983) Martin Kippenberger

Das ist eine neue Reihe, die beginnt. Eine Stunde lang treffen sich Philosophie und Kunst im Städel und nehmen ausgewählte Kunstwerke aus der Ausstellung in Augenschein. Wir können online dabei sein.

In der ersten Begegnung geht es um das Kunstwerk Familie Hunger (1983) von Martin Kippenberger: „Auf etwas sitzen, meint, es zu besitzen. Sitzt der Besitz auf seinem Besitzer, ist er besessen von dem, auf dem er sitzt. Besitz und Besessenheit sind Geschwister, im Guten, wenn sie Leidenschaft entfachen im Einsatz für etwas oder jemanden, im Schlechten, wenn sie sich zum Selbstzweck werden.“

Wer dabei sein will, meldet sich an unter ch.keim@bistumlimburg.de oder unter 069-8008718414; dann bekommt man den Link, um sich zuschalten zu können.

Donnerstag, 3. Februar um 18.00h: Philosophie trifft Kunst Online
Arm und Reich - Werke aus dem Städel Museum
Familie Hunger (1983) Martin Kippenberger

Foto: © iStock, Städel, privat

Donnerstag, 03. Februar: Stadtentwicklungspodium

(Petra)

„Wachstumsschmerzen“ von Städten und Gemeinden im Rhein-Main-Gebiet: das war Thema einer spannenden Diskussion Mitte Januar, zu der das DAM Deutsche Architekturmuseum in der ersten Runde der Talkserie „4×4 Kommunen aus Rhein-Main diskutieren“ eingeladen hatte. Dahinter steckt ein interkommunaler Diskurs über Innovationen und Spannungsfelder rund ums Wohnen in der Rhein-Main: denn gerade im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main stellen sich gemeinsame Herausforderungen und Zukunftsfragen rund um Wohnungsbau und Stadtentwicklung. Auch im kommenden Talk werden handelnde Protagonistinnen und Protagonisten aus vier Kommunen (dieses Mal u.a. aus Frankfurt) zusammenkommen, um ihre Erfahrungen, Strategien und Best Practices zu teilen – und im Rahmen dessen der interessierten Öffentlichkeit ein Bild über den Wohnstandort Rhein-Main aus fachlich-verantwortlicher Perspektive an die Hand zu geben. „Bin ich für alle ein gutes Zuhause?“ lautet die zentrale Frage an diesem Donnerstag: Was macht unsere Stadt aus, wie funktionieren soziales Miteinander und Teilhabe, welche Zukunftsaufgaben stellen sich bei uns – und wie gehen wir sie an? Gemeinsam sollen lokale Herausforderungen, Impulse und Lösungsansätze aus anderen Metropolregionen sowie praktische Erfahrungen und weiterführende Visionen diskutiert und etwaige neue Formen des Zusammenwirkens erörtert werden.

4 x 4 Kommunen aus Rhein-Main diskutieren: Bin ich für alle ein gutes Zuhause?, Hybrid-Veranstaltung, Uhrzeit: 19 - ca. 21 Uhr, Teilnahme: kostenlos, aktuelle Informationen erhaltet Ihr hier, Livestream zu allen Terminen auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Architekturmuseums unter: https://www.youtube.com/c/DeutschesArchitekturmuseumDAM

Donnerstag 03. Februar: stories & strips präsentiert STARMAN

(Daniela)

Jakob Hoffmann schreibt: "Zum ersten Mal ist stories & strips Gast im Switchboard in der Alten Gasse. Der Gast ist allerdings wohlbekannt und ich freu mich sehr, dass Reinhard Kleist seinen fulminatnen neuen Comic STARMAN vorstellt. Es ist der Auftakt einer merhbändigen Biografie über David Bowie, der diese Woche 75 geworden wäre.

Starman zeigt Bowie in den 70er Jahren als Ziggy Stardust zwischen Warhol-Glamour und kleinbürgerlichem Familiendrama. Bowie war wirklich ein Grenzgänger, der für die Auflösung der Geschlechterzuschreibungen kaum hoch genug einzuschätzen ist.

Wegen Corona ist die Sache mit den Plätzen etwas angespannt. Insgesamt können 25 Gäste an der Veranstaltung teilnehmen. Man kann auch am 03. Februar schon um 19 Uhr kommen, und hoffen, einen Platz zu bekommen. 

Zur musikalischen Begleitung von Jonas Höchst wird Reinhard Kleist am Ende der Veranstaltung live ein Bild zeichnen, das anschließend versteigert wird. Der Erlös geht an die Meeresschutz Organisation "Sea Sheperd". Also bringt ein bisschen Bargeld mit, dann könnt Ihr ein Original von Kleist ersteigern.

Natürlich gibt es auch einen Büchertisch.

Switchboard – bar.cafe.kultur
Alte Gasse 36
60313 Frankfurt am Main
20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)   2 G Plus
Moderation: Jakob Hoffmann

Donnerstag, 03. Februar: FfM / Winterwerft

(Andrea)

Once again, auf die Bewohner:innen der Orberstraße ist Verlass und ich liebe diesen wilden Kosmos aus Theater, Kunst, Musik und Tourbetrieb. Wer sie nicht kennt, die antagons und protagons: Das sind die, die jedes Jahr, und auch in den vergangenen Jahren unter pandemie-Bedingungen, die Sommerwerft an der Weseler Werft durchführen. Jetzt ist es kalt und den Temperaturen entsprechend laden sie vom 03.-13.02. zu acht Tagen mit Theater, Tanz, Performance und mehr. Hier auf dem protagon Kulturgelände im Frankfurter Osten sowie online im Livestream. Freut euch auf antagon theaterAKTion (GER), DAH Teatar (SRB), Brama Teatr (POL), Insectotropics (ESP), Regula contra Regulam Teatro (ITA), Derevo (GER/RUS), Kud Ljud (SLO), Teatro Strappato (ESP) und die eine oder andere wilde Überraschung. Was geschieht, wenn wir vor den großen Krisen unserer Zeit einmal den Blick senken und wieder in der Gegenwart ankommen? Uns auf die Knie begeben, die Hände in die Erde stecken und nach den Wurzeln tasten, für die uns das Gespür vor vielen Jahrhunderten abhandengekommen ist? Nach den feinen Verbindungen und Netzwerken in die wir als Teil dieser Erde eingebunden, verwickelt und verknotet sind, ganz egal, wie viel Mühe wir uns geben, sie zu zerreißen? Unter dem Motto ENTANGLED wollen wir es mit der Winterwerft 2022 wagen, die Krone der Schöpfung einmal neben uns ins Gras zu legen und versuchen, uns als innigst und intimst verwobenen Teil dieses multidimensionalen, arten- wie generationenüberspannenden Netzwerkes des Lebens zu sehen. Schließt euch an, kommt in den Kreis – wir brauchen jede einzelne. Wie genau die Winterwerft schließlich aussehen, auf welchen Kanälen wir mit euch teilen und in Dialog treten können, ist abhängig von der pandemischen Lage. Wir beobachten die Entwicklung genau und teilen aktuelle Informationen zeitnah mit euch hier und auf www.winterwerft.de. Dieses Festival wird von Protagon e.V. organisiert.

Winterwerft, Orber Straße 57, Frankfurt und online 

28. – 30. Januar: Irene Binz – Die Frau im Kofferraum

(Martin)

Ein Theaterabend nach Ronald M. Schernikau
Frankfurter Autorentheater in der Brotfabrik

Erzählt wird die Geschichte der Krankenschwester Irene Binz, die heiter und lebensfroh zwischen allen Stühlen sitzt. Ein deutsches Leben…

Der Text zu diesem Theaterabend schrieb Ronald M. Schernikau: ‚Legende‘:

„Als 1989 die Menschen vom Osten in den Westen strömen, geht einer in die entgegengesetzte Richtung: Der junge Dichter Ronald M. Schernikau wird als letzter Bundesdeutscher in die DDR eingebürgert. Sein Traum von einem Schriftstellerleben in Ost – Berlin platzt mit dem Mauerfall. Ein Jahr später erkrankt er an Aids, beginnt sein literarisches Hauptwerk „Legende“ zu schreiben und vollendet es mit gerade einmal 31 Jahren kurz vor seinem Tod 1991.

Das Kapitel „Irene Binz – Die Frau im Kofferraum“ entsteht nach tagelangen Interviews mit Schernikaus Mutter Ellen. Für die „Legende“ überträgt er den Interviewtext in Blankverse. Es ist die Geschichte der Krankenschwester und Kommunistin Irene Binz, die – ähnlich wie die Mutter des Autors – unter abenteuerlichen Umständen in den Westen gelangt. Irene findet Sexualität fernab der bürgerlichen Konventionen, bleibt aber in ihrer neuen Heimat immer eine Fremde. Im westdeutschen Schwesternheim träumt sie von einem Leben in einer besseren Welt, wie es ihr das DDR-Fernsehen vorzugaukeln scheint….“

Es spielen Alice von Lindenau und Jonas Goltz

Hier ist ein Trailer: https://youtu.be/jX2q_tYuB-g 

Und hier geht’s zur Reservierung:  https://www.fat-web.de/?page_id=6184

28. – 30. Januar um jeweils 20.00h
Brotfabrik, Bachmannstraße 2 - 4

Nur noch bis Sonntag: Sandra Mann, NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS

(Daniela)

Sandra Mann ist eine großartige Künstlerin. Noch bis Sonntag könnt ihr ihre große Einzelaustellung im Kunstverein Familie Montez sehen und am Sonntag gibt es eine ganz besondere Führung:

Um 16:00 Uhr führt euch die Künstlerin selber durch ihre Ausstellung. Der Unkostenbeitrag von 30,- EUR kommt zu 100% dem "zac - zonta art contemporary" Kunstpreis zu Gute und unterstützt damit junge Künstlerinnen und Künstler!.

Sandra Mann,  NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS

Eine Werk-Ausstellung anlässlich der Verleihung der Goetheplakette der Stadt Frankfurt an die Künstlerin Sandra Mann mit Fotografien, Filmen, Installationen, Diskussionsrunden, Führungen und einer Charity-Auktionsmatinée der Keep The World Foundation zu Gunsten kulturellen Engagements und zur Förderung von Projekten des Kinderschutzbundes.

Die Frankfurter Künstlerin Sandra Mann bedient sich einer großen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen wie Fotografie, Installation, Skulptur, Video – befasst sie sich konzeptuell mit der Beziehung der Menschen zueinander, zur Natur, zur Umwelt, Tierwelt oder Genderthematik. Ihre Arbeit und Lehre ist durch die Erforschung der Grundlagen der Fotografie, Bildsprache und Bildwahrnehmung geprägt. Sie kuratiert Ausstellungen im In- und Ausland, ist Mitglied des internationalen Kuratorennetzwerks Qipo und arbeitet als Jurymitglied bei Fotografie- und Kunstwettbewerben. Neben diversen anderen Preisen und Stipendien erhielt sie ein Stipendium der Universitäts-stiftung Augsburg, ein Stipendium der Deutschen Künstlerhilfe, das Helsinki-Reisestipendium des Kulturamts und die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main. Sie engagiert sich mit Initiativen im sozialen, kulturellen, ökologischen Bereich, unterstützt die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten und sie ist seit 2017 Kunstbotschafterin der Keep The World Foundation. Ihre Werke sind in nationalen und internationalen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, im MUCA Mexiko Stadt, der Vehbi Koç Foundation Istanbul, oder in der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation.

www.sandra-mann-photos.de
https://www.youtube.com/watch?v=cYftv96H4sA&t=178s

Ausstellungsort: Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, 60314 Frankfurt am Main

Eröffnung: 26.11.2021, 19 Uhr
Ausstellungszeitraum: 26.11.2021 – 30.01.2022
Öffnungszeiten Ausstellung: Di - So 13 - 19 Uhr

Foto:Antipendium II (Selbstportrait), 1998, Fotografie ©Sandra Mann

Noch bis Donnerstag, 10. Februar: Fashion-Fotos

(Petra)

Die Fashion Week ist wieder in der Stadt – und hierzu gibt es dieses Mal ein begehbares Modemagazin. Kein anderes Medium transportiert Mode so sehr wie Fotografie. Fotografie interpretiert Mode in all ihren Facetten – macht Kleidung zum Erlebnis. Und Mode inspiriert Fotografin­nen und Fotografen zu außer­gewöhnlichen Bildern. Was liegt näher, als diese Symbiose im Rahmen der Fashion Week zu zeigen? Deshalb verwandelt der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. gemeinsam mit AAAREA, ein Zusammenschluss von elf Frankfurter Kreativagenturen, und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH einen zentralen Knotenpunkt Frankfurts in einen Standort zur Frankfurt Fashion Week: Die Fotoausstellung RUNWAY – B(eautiful) Ebene macht die B-Ebene der Hauptwache zum Laufsteg der besonderen Art. Die B-Ebene ist ja - gerade zu dieser Jahreszeit - auch ein Ort für diejenigen, die sich die abgebildete Fashion vermutlich niemals werden leisten können (und froh sind, wenn sie hier bei kalten Temperaturen einen Schlafplatz finden). Ambivalent, aber es gilt: Fashion Week für alle – mitten in der Stadt. Und das gefällt mir. Zu sehen sind auf 35 Bildsäulen großflächige Formate von 25 Fotografinnen und Fotografen aus Deutschland und Großbritannien: von internationalen Größen ebenso wie von Newcomern und Youngstern. Die Arbeiten verdeutlichen, warum Modefotografie mehr ist als Kleidung zu zeigen. Die Arbeiten spiegeln aktuelle Themen wie Diversity, Natur oder Urbanität. Sie zeigen starke Persönlichkeiten ebenso wie verspielt poetische Augenblicke. Sie laden ein, die Welt auf dem Weg zu U- oder S-Bahn aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich inspirieren zu lassen. 

RUNWAY – B(eautiful) Ebene, mit Fotografien von Manu Agah, Paula Averkamp, Sabine von Bassewitz, Asja Caspari, Uwe Duettmann, Vanessa Fairfax-Woods, Caroline Gerst, Esther Haase, Jens Ihnken, Axl Jansen, Gerhard Linnekogel, Alwin Maigler, Michelle Marshall, Mike Masoni, Claus Morgenstern, Julie Nagel, Bernd Opitz, Philipp Rathmer, Katja Ruge, Leif Schmodde, Michael Schnabel, Gerhilde Skoberne, Oana Szekely, Marc Trautmann, Robert Westrich, Ort: Hauptwache Frankfurt B-Ebene, Uhrzeit: 24/7

Noch bis zum 26. Februar: Silky Späti

(Daniela)

Wie Eingangs schon beschrieben...

Besucht Silke Thoss im großartigsten Späti der Welt!

Noch bis zum 26. Februar ist sie in der Fahrgasse!

Immer Mittwosch bis Sonntags von 15:00-20:00 Uhr und nach Vereinbarung.

Und schuat auf jeden Fall auch ins Hinterzimmer!

‚Der Rache nicht‘, Dokumentarischer Audio-Walk

(Martin)

Kollektiv Widerhall
Jetzt zum Selberlaufen

Ilse Romahn schreibt auf frankfurt-live.com: „‘Der Rache nicht‘ ist ein ortspezifischer, dokumentarischer Audio-Walk im Stadtraum Frankfurt. Den Ausgangspunkt bilden die Biografien einiger vom NS-Regime verfolgter Frankfurter Künstler, welche ab 1933 aus dem kulturellen Stadtleben gedrängt wurden.

Die Fotografinnen Nini und Carry Hess betrieben am Börsenplatz eines der berühmtesten Fotoateliers der Weimarer Republik. Hans Erl und Magda Spiegel gehörten zu den Starsängern der Frankfurter Oper, der Schauspieler Joachim Gottschalk glänzte am Schauspiel im Rollenfach des Jugendlichen Helds. Von ihnen verliert sich die Spur in der fortschreitenden NS-Diktatur und wir begeben uns heute auf die Suche: Wie vollzog sich der Machtwechsel 1933 an den Frankfurter Theatern? Wie wirkte sich dies auf das künstlerische Leben Frankfurts und auf die Schicksale der Künstler aus? Welche Namen sind heute vergessen, die doch die 20er Jahre entschieden mitprägten?

Der Audio-Walk des Kollektiv Widerhall (Bornstein/Casagrande/Haagen/Schwesinger) gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Geschichten der Künstler in der Stadt zu verorten, welche wir täglich durchlaufen. Er verknüpft historisches Material mit fiktiven Textpassagen und sucht nach Interaktionen mit der heutigen Stadt.“

Kollektiv Widerhall sind: Louisa Beck, Loriana Casagrande, Jan Deck, Marlene-Sophie Haagen, Dennis Hoss und Marie Schwesinger.

Hier geht’s zum Download der Wegbeschreibung und der Audio-Datei sowie weiteren Informationen: https://studionaxos.de/der-rache-nicht-audiowalk/

Dauer eines Durchlaufs ca. 90 min. Laufdistanz ca. 3 km. Der Walk ist barrierefrei. Startpunkt: Frankfurter Innenstadt. Endpunkt: Frankfurter Westend.

Foto: © Christian Schuller

VORSCHAU
Samstag, 12. Februar (Premiere): Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Nach den Romanen von Édouard Louis
Freies Schauspiel Ensemble - Titania

Ende November des vergangenen Jahres war er in Frankfurt und hat im Schauspiel sein neues Buch ‚Die Freiheit einer Frau‘ vorgestellt: Édouard Louis! Zu erleben war natürlich der erfolgreiche Autor – und gleichsam ein 100% sympathischer Mensch!

Die FR schrieb anlässlich der Lesung: „Von Anfang hat Louis das eigene Leben thematisiert und sich damit nicht nur Freunde gemacht. „Fiktion ist nichts für mich“, erklärt er. Vor allem das Autobiografische könne politische Kraft entfalten. Wenn es um das wahre Leben geht, sei man mit der Realität konfrontiert und könne den Kopf nicht wegdrehen.“

Und dieser Anfang seines literarischen Lebens, ‚Das Ende von Eddy‘ und ‚Wer hat meinen Vater umgebracht‘ sind Gegenstand der neuen Premiere im Titania:

„‘[W]as ich schreibe, was ich erzähle, folgt nicht den Erfordernissen der Literatur, sondern denen der Notwendigkeit, der Dringlichkeit, denen des Feuers‘. Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

In einer Bühnenfassung für zwei Schauspieler und ein Schlagzeug inszeniert Bettina Kaminski beide Texte als eine explosive Untersuchung dessen, wie sich die Politik in die Körper von Menschen einschreibt – im Falle von Louis’ Vater, indem man sie durch Arbeit zugrunde richtet. Nicht zuletzt stellen Text und Inszenierung ein Ideal von Männlichkeit in Frage, dessen Kehrseite Gewalt, Hass auf Homosexualität, sowie die Unterdrückung der eigenen Emotionen bedeutet. Ein Stück, das sowohl Zärtlichkeit als auch Wut ihren Raum gibt.“

Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy

Samstag, 12. Februar (Premiere) um 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania, Basaltstraße 23
Weitere Vorstellungen: 18. – 20. und 25. – 27. Februar, 11. – 13. März

Foto: © Moritz Buch

Montag, 14. Februar: FFM/ Diaspora

(Andrea)

"Denken ohne Geländer", das war das Motto der wertgeschätzten Hannah Arendt und gibt den Takt der Reihe im Jüdischen Museum vor. Gastgeber ist der ebenfalls geschätzte, nach wie vor wunderbar sperrige Michel Friedmann und klar, dass ich, weil die Tickets verlost werden, mich zumindest schon mal in den Topf geworfen habe. Wünscht mir Glück! Ansonsten bietet das Museum glücklicherweise einen Stream an, aber nach all den Monaten in der digitalen Welt wäre ich froh, in der eigens geschaffenen Sitzskulptur von Tobias Rehberger nicht sitzen, aber zumindest nah dran zu sein: "Am 14. Februar begegnet Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, der Gastgeber der Reihe, im Foyer des neuen Lichtbaus der Direktorin des Berliner Instituts empirische Integrations- und Migrationsforschung sowie Leiterin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung Prof. Dr. Naika Foroutan. Im Zentrum des Gesprächsabends steht ein Wort, das die jüdische Existenz seit knapp 2000 Jahren kennzeichnet und von besonderer Bedeutung für jüdische Kulturen weltweit ist: Diaspora. Eintritt frei; begrenzte Teilnehmerzahl; die Plätze werden eine Woche vor der Veranstaltung verlost. Schreiben Sie bitte eine Mail an: besuch.jmf@stadt-frankfurt.de.Das Gespräch wird auch live auf dem YouTube-Kanal und der Facebook-Seite des Museums übertragen."

Jüdisches Museum
Frankfurt
und online

Samstag, 12. Februar und Sonntag, 13. Februar: FFM/ Dreams

(Andrea)

Meine puppenspielende Freundin Antje hat sich eine neue Geschichte ausgedacht, die ich allen mit kleinbekinderten Menschen und jenen, die der deutschen Sprache nicht so mächtig sind, unbedingt ans Herz legen möchte. Zudem: Man kann ja nicht früh beginnen mit der kindlichen Kulturbildung, erst recht in Pandemiezeiten - wir brauchen das alles so sehr, die Erlebnisse fern ab von Bildschirmen und Screens. Nun zur Story von Dreams: "Toni wacht mitten in der Nacht auf. Sie steigt aus ihrem Bett. Aber was ist das? Da ist ja Gras unter ihren Füßen. Sie schaut sich um. Ihr Bett steht mitten in einem Dschungel. Sie träumt. Sie folgt einem Schmetterling und beginnt damit eine abenteuerliche Reise durch verschiedene Traumwelten. Die Zuschauer:innen begleiten Toni durch diese musikalische Reise, die ganz ohne Sprache auskommt und somit für Groß und Klein auf der ganzen Welt geeignet ist."

Samstag, 12. Februar und Sonntag, 13. Februar, jeweils 15 Uhr; www.kellertheater-frankfurt.de/karten.php

Kellertheater
Mainstraße
Frankfurt
Nicht barrierefrei


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