14.01.2022
KUNST STATT KONSUM

Aktuell ist „Fashion Week“ in Frankfurt. Flankierend dazu gab es  gestern Abend eine Veranstaltung in der Evangelischen Akademie. Sie zeigten erst den Spielfilm „Made in Bangladesh“ , anschließend gab es eine sehr gute Podiumsdiskussion zum Thema „fairproduzierte Kleidung“. Wusstet ihr, dass die Näherinnen in Bangladesh im Schnitt nur 68,- € im Monat verdienen? Das Existenzminimum in diesem Land liegt jedoch bei 360,- €… Das bedeutet, die Frauen müssten mehr als 100 Überstunden machen, um überhaupt das Existenzminimum zu erreichen und das nur, damit wir uns hier billige Kleidung kaufen können. Achtung: nicht nur Discounter produzieren in Bangladesh, auch teure Marken beuten die Frauen dort aus…

Der Film und die Diskussion danach hat mich sehr schockiert … Wie gut, dass ich auf dem Nachhauseweg noch im Kulturlabor vorbeischauen konnte,  wo Herr Weller noch am Auflegen war. Auch heute und morgen sind wir wieder am Start … kommt vorbei, ich würde mich freuen!

Und wenn ihr in der Stadt, also in der Innenstadt seid, müsst ihr unbedingt in die Fahrgasse gehen! Die Berliner Künstlerin Silke Thoss hat dort aus Pappmaché einen ganzen Späti eingerichtet. Alle Produkte kann man sogar kaufen und weil das alles auf den ersten Blick so krass echt aussieht, kommen vereinzelt Leute in den Laden und wollen Zigaretten kaufen :-)... Aber die gibt es natürlich nicht. Die Hessenschau hat dazu einen sehr schönen Beitrag gemacht: https://www.hessenschau.de/kultur/kunst-kiosk-in-frankfurt-wenn-die-snacks-nach-pappe-schmecken,kunst-kiosk-frankfurt-100.html
„Ihre Pop-Art-Kunst soll gesellschaftskritisch sein, sagt die Berlinerin. Neben den zum Teil ironischen Slogans spricht Toss mit ihren Produkten auch Themen wie Queerness, Feminismus oder Umweltthemen an. Vor allem soll ihr Kunst-Kiosk aber Spaß machen: Kunst muss nicht immer nur in einer weißen Galerie stattfinden, wo man sich eigentlich nicht hereintraut." und der Autor Oliver Maria Schmitt schreibt zu recht: „Breaking Neueröffnungsnews! Frankfurt hat jetzt endlich den coolsten Späti der Welt! Die Berliner Künstlerin Silke Thoss hat in der Fahrgasse 22 gerade Silky's Späti eröffnet. Mit Suicide-Frühstücksflocken, Queerio-Cereals, Beuys'schen Fetteckchen, Fuck-Off-Cleaner, Iggy-Pop-Sixpack, Psycho-Flips, Dicke-Eierlikör, RotzKotz-Cookies und soo flashiger Flackerwerbung, dass einem warm ums Herz werden möcht in dieser kalten Zeit. Nichts wie hin, Silky steht Mi-So von 15 bis 20 Uhr hinter dem schönsten aller Tresen. Alle handgemachten Künstlerinnenoriginale zu Knüllertiefstpreisen und zum Mitnehmen. Erstkäufer erhalten die punkgelbe Silkybag gratis mit dazu. Nur bis Ende Februar. Worauf wartet ihr noch?“

Ich kann mich Oliver nur anschließen: Besucht Silky's Späti und schaut auch ins Hinterzimmer!

Lebt wild & bleibt gesund.

Daniela

Vielen Dank an meine Co-Auor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Martin Grün

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
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ZU GEWINNEN

2 x freien Eintritt für die "Qualitätskontrolle 0122" am Mittwoch, 19. Januar um 19:30 Uhr im Literaturhaus Frankfurt: Entscheidet Euch zwischen 2 Saaltickets oder einem Streamingticket - zur Teilnahme auf der Couch!

Frage: Welches Tier schwimmt in Laura Dürrschmidts Debüttitel?

Antwort bitte im Betreff plus Angabe, ob Ihr ein Streamingticket oder Saaltickets möchtet, an Petra

G E R O L L T E S "Über Steine im Glashaus"

(Uwe)

Wer kennt sie nicht, die Italienier*Innen, die in eine Bar stürzen, einen Espresso herunterkippen und dabei ihre Erlebnisse des bisherigen Tages erzählen. Das alles geschieht im Bruchteil einer Sekunde, so schnell, wie wenn ein Spatz auf einer Hotelterrasse angeflogen kommt, um eine kleines Stück Brot unter dem Tisch aufzupicken. Wie in Zeitlupe wirkt dagegen der Kaffeegenuss der Österreicher*Innen: Melange, im besten Fall auf gepolsterten Stühlen in einem Wiener Kaffeehaus, mit Zeitung auf dem Tisch.

Deutsche sind nicht unbedingt die flottesten, den Österreicher*innen wird gerne ein noch weniger ausgeprägtes Tempo zugeschrieben. Und so ganz falsch ist das nicht. Vor ein paar Jahren lief ich durch Klagenfurt und überholte dabei einen Herrn auf einem Fahrrad, der so langsam fuhr, dass zu befürchten war, dass er gleich umfällt. Zwei ähnlich flinke Österreicher erlebte ich wenig später vor dem Gehege der Großen Pandabären im Wiener Zoo. Dort sind sie wegen ihrer Seltenheit eine große Attraktion, aber auch, weil dort bereits die seltene Fortpflanzung gelungen ist. Die dämmerungs- und nachtaktiven Pandabären ruhen sich durch den Tag in Felsspalten oder in Baumkronen aus. So auch an diesen Nachmittag als ich davorstand, die beiden Österreicher neben mir. Mit ihrem wunderbar langgezogenen Dialekt, in sehr reduziertem Tempo und in einer Gestik, die an ein Bronzedenkmal erinnerte, unterhielten sie sich über einen Bären, übersetzt klang das in etwa so: „der macht ja überhaupt nichts“ – „nein, der liegt einfach nur so rum“ – „das ist aber doof“ – „ich dachte auch, der würde sich mehr bewegen“ – „das ist ja ein fauler Sack“ – „ja, in der Ruhe liegt bei dem die Kraft“ – „lass uns weitergehen“.

Erfreulicherweise verzichteten die beiden Zoogänger darauf, aus Enttäuschung gegen die Scheibe zu schlagen, Dinge in das Gehege zu werfen, die Pandabären zu beleidigen oder Hass-Parolen über die Sozialen Medien zu verbreiten. Das passiert in Stadion und Foren von Fußballfans dagegen leider ziemlich häufig. Dann geht es gegen die Gegner, Schiedsrichter, immer mal wieder aber auch gegen die eigenen Leute. So neulich auch bei der Eintracht. Nach der vermeidbaren 2:3-Niederlage gegen Dortmund war der Sündenbock für viele Fans schnell gefunden. Stürmer Sam Lammers, im Laufe der 2. Halbzeit eingewechselt, geriet im Rahmen der Frustbewältigung einiger „Fans“ in einen Shitstorm. Oft kommen diese dümmlichen Kommentare ja von Leuten, die fußballerisch und/oder menschlich überhaupt nicht in der Lage waren, beim Vereinssport längerfristig mitzumachen. Markus Krösche sagte hierzu der BILD-Zeitung: "Sam ist unser Spieler. Und wir stehen hinter unseren Spielern! Sportliche Kritik ist in Ordnung, wenn es aber unter die Gürtellinie geht, ist das nicht in Ordnung. Bei aller Emotionalität: manches geht eindeutig zu weit." Genauso ist es.

Freitag 14. Januar: BLEIWE LOSSE

(Daniela)

Heute Abend gibt es (mal wieder) ein tolles Programm im Kulturlabor. Auf die Bühne, bzw. ins Schaufenster kommen die Schauspiler*innen Stefani Kunkel, Jochen Döring und Rainer Ewerrien mit ihrer szenischen Lesung BLEIWE LOSSE von Wolfgang Deichsel

»BLEIWE LOSSE« Das sind wilde Geschichten, voller Verzweiflung, aus dem urhessischen Alltag.

Humor, Absurdität, Scheinlogik und der ganz alltägliche Wahnsinn werden in sechs wunderbaren Szenen von drei Urgesteinen der feinen Frankfurter Comedyszene gelesen, denn eines ist Sicher: »BLEIWE LOSSE« ist nur im Dialekt möglich! Augen zu – und durchgelacht.

»Es muss mehr Unterhaltung in das westdeutsche Theater!«, forderte Deichsel 1971 programmatisch. Diesen Anspruch erfüllen wir jetzt endlich bei den Kulturzeiter*innen

Kulturlabor,  Berliner Straße 32, barrierefreier Zugang.
Einlass mit 2G+ und Maske.
Tonübertragung auch nach Draußen. Draußen auch Maske, da Innenstadtbereich!
Beginn 20:00 Uhr, Dauer 60 Minuten

Freitag, 14. Januar: FFM/KARA WALKER – FÜHRUNG MIT LATIFAH CENGEL

(Andrea)

Noch bis 16. Januar sind die Arbeiiten von KARA WALKER. A BLACK HOLE IS EVERYTHING A STAR LONGS TO BE in der Schirn zu sehen und heute um 19 Uhr gibt es eine Führung mit Latifah Chengel, die ich bisher nicht kenne, aber lese, dass sie nach etlichem hin- und hergeziehe quer durch Deutschland zu ihrer Rolle als schwarze Femme gefunden hat. Außerdem ist sie in den Sozialen Medien aktiv, heute irgendwie state of the art, sie spricht in der Führung über Schmerz und Empowerment. Sie publiziert u. a. auf Instagram unter @RosaMag. Spannend ist das allemal und ich will versuchen mich da noch irgendwie reinzubuchen. Kara Walker (*1969) zählt zu den profi­lier­tes­ten US-ameri­ka­ni­schen Künst­le­rin­nen der Gegen­wart. Für Furore sorg­ten ihre wand­fül­len­den Sche­ren­schnitte und raum­grei­fen­den Skulp­tu­ren, die provo­ka­tiv und eindrück­lich Rassis­mus, Sexis­mus, Unter­drü­ckung und Gewalt in den Fokus nehmen. Für die Ausstel­lung „A Black Hole Is Ever­y­thing a Star Longs to Be“ öffnet die Künst­le­rin erst­mals ihr umfas­sen­des zeich­ne­ri­sches Archiv und zeigt in der SCHIRN rund 650 Arbei­ten sowie eine Auswahl ihrer Filme. Dass Walker auf Papier arbei­tet, ist zentral. Virtuos bedient sie sich verschie­dens­ter Stile, Tech­ni­ken und Refe­ren­zen. Ihre inti­men Skiz­zen und Noti­zen sind Austra­gungs­ort graphi­scher Denk­pro­zesse und zugleich Mittel der Satire und Kari­ka­tur, der Imagi­na­tion und Subver­sion. Uner­bitt­lich rüttelt Walker an Geschichts­bil­dern, befragt in radi­ka­ler Offen­heit und dras­ti­scher Bild­spra­che Rassis­mus und sexu­elle Gewalt. Sie bezieht sich dabei immer wieder auf histo­ri­sche wie aktu­elle Ereig­nisse und Themen – vom trans­at­lan­ti­schen Mensch­han­del bis zur Präsi­dent­schaft von Barack Obama. Die Künst­le­rin macht bis heute anhal­tende Konflikte und Trau­mata sicht­bar und verhan­delt scho­nungs­los die Entste­hung der kollek­ti­ven US-ameri­ka­ni­schen sowie der eige­nen Iden­ti­tät.
GEBÜHR 10 € pro Person im Onlineshop erhältlich: https://bit.ly/3nuzm49 Teilnehmerzahl ist begrenzt, Restkontingent an der SCHIRN-Kasse am Veranstaltungstag.

Freitag 14. Januar: Kulturlabor: Die Retrolettas & DJ Aritea

(Daniela)

Im Anschluss treten von 21:15-22:00 Uhr Die Retrolettas auf.

Die Retrolettas sind 4 Damen im Nostalgiefieber. Vier charmante und temperamentvolle Musikerinnen, die das Schicksal vereinte, möchten euch akustisch  ent- und verführen: Gemeinsam reisen wir ins Berlin der wilden 20er, nach New Orleans, Harlem oder gar nach Havanna.

Zum Abschluss des Abends legt DJ Aritea Dub/Drum&Bass/Jungle/Elektro auf.
In den 90zigern gestartet, und nach vielen Jahren des Ausprobierens als DJ  in verschiedenen Styles wie Funk & Soul & Trip Hop sowie House, Tech House und Minimal  ihre wahre  Mission als DJ & Loverin des ungraden Beats gefunden.

Kulturlabor,  Berliner Straße 32, barrierefreier Zugang.
Einlass mit 2G+ und Maske.
Tonübertragung auch nach Draußen. Draußen auch Maske, da Innenstadtbereich!
Beginn 20:00 Uhr, Dauer 60 Minuten

Freitag 14. Januar: Der Hochzeitschneider von Athen

(Daniela)

Eschborn ist näher als man denkt...Wäre ich nicht im Kulturlabor, wäre ich heute im Eschborn K, da ich den Film unbedingt sehen möchte.
Sie zeigen Sonia Liza Kentermans Film: Der Hochzeitschneider von Athen.
Nikos – Herrenschneider alter Schule, qualitätsbewusst,
stets stilvoll und korrekt gekleidet – mangelt es an Kundschaft. Der Bankrott droht. Die widrigen Umstände zwingen ihn, sich neu zu erfinden. Beraten von seiner Mode affinen Nachbarin Olga beginnt er Brautkleider zu nähen …. Die romantische Komödie erzählt in poetischen Bildern, wie schwer Veränderungen sind und wie beflügelnd es sein kann, sie zu wagen.

Der Hochzeitsschneider von Athen; 14.01.2022
20:15 Uhr, im Saal des Eschborn K;
Jahnstraße 3, 65760 Eschborn

Freitag, 14. Januar: OF/ Lieber Thomas 2nd Try

(Andrea) "Ihr könnt jetzt am besten gleich im Filmklubb einziehen - so viele gute Filme haben wir vor uns ;))", startet der Filmklubb den aktuellen Newsletter und fürwahr, in den nächsten Tagen erwartet uns dort ein tolles Programm. Heute nochmal "Lieber Thomas", den ich letzte Woche schon sehen wollte und es heute nochmal versuchen möchte:

Thomas Brasch? Ich habe gegoogelt und ein spannender Typ: Als Sohn jüdischer Emigranten im englischen Exil geboren, siedelt die Familie 1947 in die sowjetische Besatzungszone, die Eltern machen im System Karriere, der Sohn rebelliert, wird exmatrikuliert, arbeitet als Kellner und Straßenbauarbeiter, schreibt Stücke, die im Westen aufgeführt werden, wird verurteilt und kann 1976 mit seiner damaligen Freundin Katharina Thalbach und deren Tochter Anna nach Berlin ausreisen. Da geht es munter weiter...was für ein Leben also! Jetzt der Klappentext: "Inspiriert von Braschs Werk erzählt LIEBER THOMAS von den umkämpften Welten im Leben eines radikal Unangepassten: von Braschs Hassliebe zu seinem Vater, von der tiefen Zuneigung zu seinen Geschwistern und seinem ruhelosen Begehren zu den Frauen seines Lebens. Dabei wechselt der in schwarz-weiß gedrehte Film atemlos zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Wahrheit und Fiktion. Denn vor allem erzählt LIEBER THOMAS von einer grenzenlosen Leidenschaft für das Schreiben, von Braschs betörenden Gedichten, seiner magischen Prosa und seinen originellen Filmen. So entsteht ein Porträt aus Surrealem und Tatsächlichem über einen Mann, der zu gewaltig für die Konventionen seines Jahrhunderts war – in aller Zartheit und kraftvollen Härte. www.youtube.com/watch?v=LUbkrqIB4mE Corona-bedingt gilt im Filmklubb die 2G-plus-Regel mit einem verpflichtenden negativen Test auch für Genesene und Geimpfte. Personen, die bereits eine (dritte) Auffrischungsimpfung erhalten haben, müssen bis auf Weiteres keinen negativen Testnachweis vorlegen. Reservierung unter nic@filmklubb.de Es werden Speisen und Getränke angeboten Filmklubb Isenburgring 36, HH Offenbach Nicht barrierefrei 

Noch bis zum 26. Februar: Silky Späti

(Daniela)

Wie Eingangs schon beschrieben...

Besucht Silke Thoss im großartigsten Späti der Welt!

Noch bis zum 26. Februar ist sie in der Fahrgasse!

Immer Mittwosch bis Sonntags von 15:00-20:00 Uhr und nach Vereinbarung.

Und schuat auf jeden Fall auch ins Hinterzimmer!

Playlist Made in Britain

(Daniel und Uwe)

In der Playlist finden sich je zwanzig Songs von Daniel und mir. In Summe sind es aber nur 39 Lieder, weil sich Just Like Heaven von The Cure in unser beider Auswahl befindet.

Daniel: New Order – Ceremony , Radiohead – Karma Police, Arctic Monkeys – I Bet You Look Good On The Dancefloor, Bloc Party – Like Eating Glass, Beatles – Strawberry Fields Forever, The Smiths – There Is a Light That Never Goes Out, Oasis – Don‘t Look Back in Anger, Joy Division – Disorder, The Stone Roses – I Wanna Be Adored, Take That – Never Forget, David Bowie – Young Americans, Kate Bush – Wuthering Heights, The Cure – Just like Heaven, Pulp – Common People, George Michael – Freedom! ’90, Amy Winehouse – Back to Black, Elton John – Rocket Man, Adele – When We Were Young, The Streets – Turn the Page, Massive Attac – Unfinished Sympathy - Uwe: Twentyfour Hours von Athlete, I Still Remember von Bloc Party, Love Is A Laserquest von Artic Monkeys, Thorn In My Side von Eurythmics, Empress von Snow Patrol, Have Fun von The Beautiful South, Just Like Heaven von The Cure, Bird Flu von Blood Relatives, Under Pressure von Queen & David Bowie, The Dying Light von Sam Fender, Into The Blue von Cerys Matthew, Push The Button von Sugarbabs, Hometown von Joe Jackson, A Thousand Trees von Stereophonics, 57 von Biffy Clyro, Bad Cover Version von Pulp, Fake Plastic Trees von Radiohead, Chasing Pavement von Adele, Nothing von Editors

Muss dabei sein:
Daniel: Disorder von Joy Division. Es gibt nur ganz wenige Momente in der Musikgeschichte, die sich mir bis heute so sehr einbrannten, wie jener Beat, der Gesang, dieser Ausdruck der sich wiederholenden Lyrics von Ian Curtis. Was Musik kann: I’ve got the spirit, but lose the feeling - Feeling, feeling - Feeling, feeling - Feeling, feeling – Feeling

Uwe: Arctic Monkeys, weil die mit ihrer (Wieder)Entdeckung mein BritPop Begeisterung zündete. Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Songs ist riesig, damit könnte man allein die Liste füllen. Die Wahl fiel auf Love Is A Laserquest

Darf nicht dabei sein:
Daniel: Hart, aber ich muss feststellen … irgendwie alles von Blur. Komisch, denn ich hatte die Band damals gemocht. Aber als ich eben in alte Songs reinhörte, stellte sich kein wohliges Gefühl ein. Weder Nostalgie noch sonst irgendetwas. In meiner Erinnerung war Parklife die Platte des Britpop der 1990er gewesen. Aus heutiger Sicht haben Pulp mit „Different Class“ das zeitlosere, gültige Album dieser Ära geschaffen. Das kann ich immer noch und immer wieder anhören! Wie übrigens auch das allererste Oasis-Album, wenn man sich mal alleine ein Bier aufmacht und an frühere Zeiten denkt. Pathetisch, simpel, ein wenig kitschig. Hach ja.

Uwe: Der ganze alte Scheiß, die Beatles (trotz Penny Lane), die Stones (trotz You Can´t Always Get …), Pink Floyd, Roxy Music, Cream, Van Morrison (als Nordire hätte ich ihn nehmen dürfen), The Clash oder Joy Division. Das ist alles nicht meins.

Die Playlist findet Ihr hier: https://open.spotify.com/playlist/2gPnk5VqbzwezUDhddLOmN?si=QElLE23-QFexo2l0w7EiHA

Samstag, 15. Januar: 45. Naxos Hallenkonzert - Brieflieder

(Martin)

Brieflieder - Johannes Öllringer (Gitarre und Gesang)

Das ist der Hammer, wenn man in der Vorankündigung zu diesem Konzert liest, wer da alles zu Worte kommt:

Ein einzigartiges Liedermacher-Programm mit Zitaten von Franz Kafka, Sophie Scholl, Otto von Bismarck und vielen mehr. Johannes Öllinger verpackt Briefzitate in eingängige und einfühlsame Lieder. So kann man hören, wie Franz Kafka sich in Milena Jesenská verliebt, Kurt Tucholsky aus dem schwedischen Exil über Nazideutschland ätzt, die junge Sophie Scholl ihren Mut zum Widerstand entdeckt, oder wie sich Hannah Arendt und Heinrich Blücher in schnippischem Ton ihre Unentbehrlichkeit mitteilen. Ein liebevoller Bismarck, ein grummeliger Wilhelm Busch, eine stoische Rosa Luxemburg, eine leidenschaftliche Paula Modersohn-Becker und viele andere kommen ebenfalls zu Wort. Der Münchner Gitarrist und Liedermacher Johannes Öllinger wurde unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2017 ausgezeichnet.“

Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/

Samstag, 15. Januar um 20.00h: 45. Naxos Hallenkonzert

Foto: © Homepage Theater Willy Praml

Samstag, 15. Januar: Eschborn/ Tag der offenen Tür

(Andrea)

Schade, ich bin total verplant, sonst würde ich zum Kunst gucken nach Eschborn fahren - die Sammlung in der Börse ist normalerweise nicht ohne Weiteres zugänglich und zudem ausgewählt und sehenswert: "Visit us at our next "Open Saturday" without prior registration between 11 am and 4 pm. Take your time to discover the two current exhibitions "Evelyn Hofer. Encounters with the Camera" and "Female Perspectives from Vivian Maier to Barbara Klemm". More about the hygiene concept here: deutscheboersephotographyfoundation.org

Deutsche Börse Photography Foundation
Mergenthaler Allee 61
Eschborn

Samstag, 15. Januar: 12. Offenbacher Suppenschüssel Crosslauf

(Andrea)

Ich habe es nicht so mit Sport und Laufen schon gar nicht, aber wer Lust hat, sich mit 250 anderen durch Schnee, Matsch, loses Geäst, kurze Steigungen, 180 Grad Wenden, Strohballen zu kämpfen - Bitteschön. "Nachdem es kurzzeitig so aussah, als müssten wir den 12. Offenbacher Suppenschüssel Crosslauf erneut absagen, können wir nunmehr gründes Licht geben. Darüber freuen wir uns sehr. Denn seien wir ehrlich. Virtuelle Läufe sind doof. Daher ist es uns ein Anliiegen Euch einen Crosslauf unter Wettkampfbedingungen anzubieten: https://bit.ly/3rh4x3V
D
er Park ist aber auch für einen Spaziergang schön und dann gibt es morgen was zum Gucken :-)

Suppenschüssel
Leonhard-Eißnert-Park
Offenbach

Samstag, 15. Januar: FFM/ Offenbacher im Kulturlabor

(Andrea)

Heute ist der vorerst letzte Abend im Kulturlabor und weil Offenbach gut vertreten und zudem noch die Science Fiction Army dort hoffentlich nicht alles in Schutt und Asche legt, aber zumindest musikalisch nochmal ordentlich durchfegt mit ihrem herrlich schrabbeligen Punkrock will ich natürlich hin. Der Abend beginnt um 18:30 mit Sophia Cull: Breathing Web Installations, um 19:30 spielt die stimmgewaltige Ute Jeutter mit Starecase Blues, dann SFA und zum Schluss legt noch Pedo Knopp auf, es wird bombastisch.

Kulturzeiterinlabor
Berliner Straße 32
Frankfurt

Noch bis 21. Januar: Ausstellung Fashion im Kiez. Mode. Zukunft. Frankfurt

(Daniela)

Gestern wurde die Ausstellung FASHION IM KIEZ: MODE. ZUKUNFT. FRANKFURT. in Frankfurt Bockenheim eröffnet. Ich finde es großartig, was die Macher*innen rund um Marlen Haas auf den Weg gebracht haben und schaue morgen vorbei....

Nach dem erfolgreichen Auftakt in Bornheim im letzten Sommer konnten wir in Bockenheim 5 tolle Geschäfte gewinnen, die ihre Schaufenster für unsere Ausstellung zum Thema Fair Fashion zur Verfügung stellen.

In verschiedenen Schaufenstern von Shops rund um die Leipziger Straße informieren euch Ausstellungsobjekte, die als Origami-Kleidungsstücke gefaltet sind, über die unterschiedlichen Stationen, die ein Kleidungsstück auf seiner Reise von der Produktion bis zur Entsorgung zurücklegt. Entlang der Herstellungskette bieten euch die einzelnen Themen Einblicke zu Produktionsbedingungen und Alternativen in der Mode.

1. Rohstoffe bei Daniela Damm Frankfurt und Joel Fourier

2. Spinnen, Weben, Veredeln Weltladen Frankfurt Bockenheim

3. Konfektionierung bei gramm.genau

4. Transport und stationärer Handel Le Coccole

5. Circular Fashion bei Oxfam Deutschland / Leipziger Straße

Wenn ihr neugierig seid, könnt ihr unter www.frankfurtnachhaltig.de mehr über die Inhalte der Ausstellung erfahren.

. . . .

Das Projekt wird durchgeführt von Lustaufbesserleben mit den Partner:innen

FrankfurtFashionMovement und Stitchbystitch ins Leben gerufen wurde die Ausstellung durch das das Wirtschaftsdezernat der Stadt Frankfurt am Main. Gefördert wird die Ausstellung durch die Stiftung Citoyen und die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH. Die Ausstellung ist Teil der City-Aktivierung der Frankfurt Fashion Week.

Sonntag 16. Januar: Hausflohmarkt

(Daniela)

Ich liebe private Flohmärkte und daher fahre ich heute in den Hintertaunus zu Verena..

„Am Sonntag den 16.01.2022 veranstalten wir von 11.00 bis 15.00 Uhr einen Hausflohmarkt in der Limesstrasse 17, 61381 Friedrichsdorf-Köppern. In meinem Elternhaus gibt es Originale und Originelles- Möbel und Skurrilitäten der 70er und 80er Jahre. Alles soll raus!

Bitte Maskenpflicht, Abstand und 2 G Regel beachten.

Wir freuen uns auf Euch!“ Verena

Länder, Menschen. Abenteuer: Songs of Gastarbeiter vol II

(Andrea)

"Wir (Anmerkung der Redakteurin, das sind Imran Ayata und Bülent Kullukcu) wühlen in Archiven, durchforsten Musiksammlungen unserer Eltern und Bekannten, nerven Freunde und Fremde, um Songs of Gastarbeiter zu finden. Wir tingeln durch Almanya und das Ausland, um die Geschichte der Einwanderung in Almanya mit Musik zu präsentieren, zum Beispiel mit unserer Musical Lecture. Und manchmal legen wir einfach nur gute Musik auf." Oder stellen sie auf einer CD zusammen, vollende ich den Satz. Genau genommen sind es jetzt sogar schon zwei CDs, denn die Compilation "Songs of Gastarbeiter" hat ein Geschwisterchen bekommen. Das freut Menschen wie mich, die nicht nur musikalisch gerne mal über den Tellerrand schauen, manchmal mit Fernweh seufzend in die Landschaft blicken und sich an MetropolFM und Jean Trouillets "Weltbeat" in Radio X erfreuen. Hier ein bisschen Klappentext, mehr auf https://www.songs-of-gastarbeiter.com/vol-ii "Auf unserem zweiten Album finden sich neben vielen Originalaufnahmen auch neu produzierte Tracks. Dafür schmiedeten wir eine Kollaboration mit Shantel. Der DJ und Musikproduzent liefert für Songs of Gastarbeiter Vol. 2 einen Re-Edit von Ozan Ata Cananis „Alle Menschen dieser Erde“, in dem das Italo-Disco-Keyboard an einen nicht endenden Sommer erinnert. Mit seiner Version des Songs präsentiert Shantel Gastarbeiterlieder im Hier und Jetzt und feiert deren Potenzial für die Zukunft. Außerdem nimmt Shantel für unsere Compilation mit Prosechòs den Song ΠΡΩΤΟΜΑΓΙΑ (1984), 1. Mai 1984, auf. Ein Song, den die legendäre Frankfurter Band Anfang der 1980er-Jahre im Auftrag des DGB für eine TV-Show geschrieben hatte. Ein melancholisches 1.-Mai-Lied, das nun erstmals im Studio aufgenommen wurde und ansonsten in Vergessenheit geraten wäre."(...). Wer mir etwas schenken möchte, das wäre eine Idee, Smiley 

Songs of Gastarbeiter VOL II
erhältlich bei Trikont


Montag, 17. Januar: Wem gehört die Paulskirche? Was von 1848 blieb.

(Martin)

Vortrag und Diskussion

Unserer Initiative ‚Kulturzeiter*in‘ wurde dort die Walter-Möller-Plakette überreicht – es ist einer der ehrwürdigsten Orte in Frankfurt. Meist steht sie aber leer, die Paulskirche. Wie kann die Paulskirche genutzt werden, um die Demokratie heute zu stärken? Das ist eine der Fragen, die an diesem Abend diskutiert werden soll.

„Für die einen symbolisieren das Jahr 1848 und das historische Paulskirchengebäude einen demokratischen Aufbruch mit mancherlei Verheißungen.

Für die anderen steht 1848 für eine gescheiterte Revolution und eine vertane Chance.

Fest steht: 1848 war ein Jahr mit vielen Facetten. Demokratie, Freiheit, Nation, Sozialismus – vieles lag in der Luft, nichts davon wurde unmittelbar erreicht, manches konnte erst später umgesetzt werden. Worin könnte das Erbe der Paulskirche bestehen?

Der Wissenschaftsjournalist Rainer Lehmann stellt die vielen Facetten in seinem Buch „Wem gehört die Paulskirche?“ vor. Er diskutiert mit Gästen. 

Hier geht’s zum Live-Stream: https://www.evangelische-akademie.de/kalender/wem-gehoert-die-paulskirche-2022-01-17/

Montag, 17. Januar um 19.00h
Vortrag und Diskussion im Live-Stream aus der Evangelischen Stadtakademie

Foto: Frankfurt Tourismus.de/Homepage

Mittwoch, 19. Januar: Lese-Debüts

(Petra)

Wie wäre es mit drei aufregenden Debüts gleich zu Jahresanfang? Und wer von Euch hat nicht den guten Vorsatz, mehr (gute Literatur) zu lesen in 2022? Also. Das Literaturhaus Frankfurt legt gleich wieder schön los mit seinem sympathischen Format „Qualitätskontrolle“, das ich wunderbar für neue Entdeckungen finde. Manch eine liegt gleich um die Ecke – aber dazu gleich mehr. Dass Debüts äußerst erfolgreich sein können, zeigte zuletzt Mithu Sanyals Bestseller „Identitti“. Um gleich drei herausragende Erstlingswerke geht es heute. Nastasja Penzar kennt das Literaturhaus schon aus den Schreibwerkstätten ihrer Jugend. Jetzt liegt ihr erster Roman vor und ihre titelgebende Figur „Yona“ begibt sich auf der Spur von Familiengeheimnissen nach Südamerika – Gewalt, Korruption und Rassismus prägen diese Welt. Seit die Erzählerin in Laura Dürrschmidts Erstling unter die Wasseroberfläche eines vereisten Sees geraten ist, weiß sie: „Es gibt keine Wale im Wilmersee“. Der See nahm ihr die Schwester, den eigenen Namen und schließlich der Familie die Sprache. Das hört sich nach nicht ganz einfacher „Kost“, aber auch einigem Humor an – und macht mich neugierig auf die junge Offenbacher Autorin (so viel Lokalkolorit muss erlaubt sein). Ferdinand Schmalz ist gefeierter Dramatiker und auch sein Romandebüt war direkt nach Erscheinen für diverse Preise nominiert. Wie Nazi-Weihnachtsschmuck mit einem Tiefkühlkostvertreter zusammenhängt, erfährt man in „Mein Lieblingstier heißt Winter“. Das Gespräch mit den dreien führt die Kulturvermittlerin Traudl Bünger.

Foto Laura Dürrschmidt: ©Elias Ott

Qualitätskontrolle 0122 mit Laura Dürrschmidt, Nastasja Penzar und Ferdinand Schmalz, Moderation: Traudl Bünger, Hybrid-Veranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 3, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 7 (4) Euro, Streamingticket 5 Euro, Tickets git es hier

Mittwoch, 19. Januar: OF/ Becoming Michelle Obama

(Andrea)

Zugegeben, Michelle Obama ist tatsächlich eine überzeugende und beeindruckende Frau: "Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug sie maßgeblich dazu bei, das gastfreundlichste und offenste Weiße Haus zu schaffen, das es je gab. Sie wurde zu einer energischen Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt, setzte sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben ein und stärkte außerdem ihrem Ehemann den Rücken, während dieser die USA durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns noch ein paar lässige Dance-Moves, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es obendrein auch, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien." WOW. Eigentlich kann man sich danach nur noch mittelmäßig und klein fühlen, ich denke gerade an die wunderbar Celeste Barber, die Hochglanz immer so herrlich hochnimmt. Aber tatsächlich ist Michelle Obama da eine Ausnahme und hat eine Ironisierung nicht verdient, ich zolle ihr Respekt und schaue mir vielleicht heute den Film Becoming Michelle Obama an: "After Work mit starken Frauen - Das Frauenbüro Offenbach und der Filmklubb im Isenburgring 36 zeigen bis März jeden Monat einen Film, der starke Frauen und weibliche Charaktere, die jede auf ihre Weise und in ihrer Lebenslage Stärke zeigen, in den Fokus rücken. Corona-bedingt gilt im Filmklubb die 2G-plus-Regel mit einem verpflichtenden negativen Test auch für Genesene und Geimpfte. Personen, die bereits eine (dritte) Auffrischungsimpfung erhalten haben, müssen bis auf Weiteres keinen negativen Testnachweis vorlegen. Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr

Filmklubb
Isenburgring 26 HH
Offenbach
Nicht barrierefrei
Reservierung unter nic@filmklubb.de Es werden Speisen und Getränke angeboten

Mittwoch 19. Januar: Podium im Haus am Dom zu nachhaltiger Bekleidung

(Daniela)

Die Fashion Week gastiert in Frankfurt: die neuesten Kollektionen für Frühjahr/Sommer auf dem Laufsteg! Doch inwieweit werden sozialökologische Kriterien, wie sie im neuen Lieferkettengesetz gefordert werden, umgesetzt? Wer bietet welche fairen und nachhaltig produzierten Bekleidungswaren an? Wer setzt warum auf faire Preise für nachhaltige Kleidung?

Podiumsteilnehmende:

  • Stadtkämmerer Dr. Bastian Bergerhoff, Stadt Frankfurt
  • Jochen Ruths, Präsident Handelsverband Hessen e.V.
  • Rapha Breyer, Referent Textilien bei Fairtrade Deutschland
  • Axel Schröder, Sustainability Manager (Human Rights), Tchibo

Anmeldung für Präsenzteilnahme an: anmeldung@stadtkirche-ffm.de

Der Abend wird über den YouTube-Kanal des Hauses am Dom gestreamt:
https://youtu.be/IJvx_Q5WCAM

Weitere Infos zur Fair Fashion Week, in die diese Veranstaltung eingebunden ist: www.frankfurtnachhaltig.de/kampagnen/fair-fashion-week

Mittwoch, 19. Januar 2022, 19:00 – 21:00 Uhr
Veranstalter: Katholische Stadtkirche Frankfurt und Katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom. (c) Freepik.com

Donnerstag, 20. Januar: FFM/ Rembrandt

(Andrea)

Nennt mich Rembrandt! Maler, Radierer und Zeichner, er führte eine Werkstatt und bildete Künstler aus. Rembrandts Gesamtwerk umfasst unter anderem Porträts, Landschaften sowie biblische und mythologische Themen, er zählt bedeutendsten und bekanntesten niederländischen Künstler des Barock und starb dennoch in Armut. Eine beinahe klassische Künstlerkarriere... wir begeben uns heute auf seine Spuren und ich freue mich schon sehr auf unseren heutigen Besuch im Städel, wir haben einen Slot gebucht. Noch bis Ende des Monats ist die Ausstellung dort zu sehen und sicher sehenswert, ich werde berichten.

Städel Museum
Museumsufer
Frankfurt

‚Der Rache nicht‘, Dokumentarischer Audio-Walk

(Martin)

Kollektiv Widerhall
Jetzt zum Selberlaufen

Ilse Romahn schreibt auf frankfurt-live.com: „‘Der Rache nicht‘ ist ein ortspezifischer, dokumentarischer Audio-Walk im Stadtraum Frankfurt. Den Ausgangspunkt bilden die Biografien einiger vom NS-Regime verfolgter Frankfurter Künstler, welche ab 1933 aus dem kulturellen Stadtleben gedrängt wurden.

Die Fotografinnen Nini und Carry Hess betrieben am Börsenplatz eines der berühmtesten Fotoateliers der Weimarer Republik. Hans Erl und Magda Spiegel gehörten zu den Starsängern der Frankfurter Oper, der Schauspieler Joachim Gottschalk glänzte am Schauspiel im Rollenfach des Jugendlichen Helds. Von ihnen verliert sich die Spur in der fortschreitenden NS-Diktatur und wir begeben uns heute auf die Suche: Wie vollzog sich der Machtwechsel 1933 an den Frankfurter Theatern? Wie wirkte sich dies auf das künstlerische Leben Frankfurts und auf die Schicksale der Künstler aus? Welche Namen sind heute vergessen, die doch die 20er Jahre entschieden mitprägten?

Der Audio-Walk des Kollektiv Widerhall (Bornstein/Casagrande/Haagen/Schwesinger) gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Geschichten der Künstler in der Stadt zu verorten, welche wir täglich durchlaufen. Er verknüpft historisches Material mit fiktiven Textpassagen und sucht nach Interaktionen mit der heutigen Stadt.“

Kollektiv Widerhall sind: Louisa Beck, Loriana Casagrande, Jan Deck, Marlene-Sophie Haagen, Dennis Hoss und Marie Schwesinger.

Hier geht’s zum Download der Wegbeschreibung und der Audio-Datei sowie weiteren Informationen: https://studionaxos.de/der-rache-nicht-audiowalk/

Dauer eines Durchlaufs ca. 90 min. Laufdistanz ca. 3 km. Der Walk ist barrierefrei. Startpunkt: Frankfurter Innenstadt. Endpunkt: Frankfurter Westend.

Foto: © Christian Schuller

Bis Dienstag, 01. Februar 2022: Preis für Zukunftsideen

(Petra)

Sonst erzähle ich hier nicht, was mich vor "dem Ausgehen" so beschäftigt. Heute mache ich eine Ausnahme, denn wir haben ein Projekt an den Start gebracht, das mir super am Herzen liegt - den GFB-Zukunftspreis. Denn wir meinen: Wohnen und Stadtentwicklung von morgen brauchen gerade im Ballungsraum neue Ideen und Lust am Gestalten. Der enorme Bedarf an bezahlbaren Wohnungen, unser künftiges Zusammenleben im privaten und öffentlichen Raum, die Weiterentwicklung unserer Städte und des raren Stadtraums für alle, fortschreitender Klima- und Ressourcenschutz als ein Muss gehören zu den wesentlichen Fragen, die uns alle angehen. Die Antworten können vielfältig sein: Innovative Bauvorhaben, visionäre Ideenwettbewerbe, kreative Interventionen im öffentlichen Raum, Projekte zur Kommunikation und Vermittlung und anderes mehr. Die Projekte in oder für die GFB-Partnerkommunen (zu denen nicht nur Frankfurt und Offenbach zählen) sollen einen Impuls für den Wohnungs- und Städtebau geben, etwas - in den Köpfen - in Bewegung setzen für das künftige Zusammenleben und möglichst konkret erlebbar sind für alle im öffentlichen Raum. In drei Wettbewerbsrunden jährlich mit den Preisgeldern zwischen 5.000 - 20.000 Euro können – temporäre – Projekte zu Gunsten von Partnerkommunen umgesetzt werden, die zum Kernziel des großen Frankfurter Bogens (Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in lebenswerten Quartieren) und/oder der GFB-Zukunftswerkstatt (innovative Projekte und Zukunftsthemen rund um Wohnen und Stadtentwicklung) in der Rhein-Main-Region beitragen. Hochschulprojekte sind ebenfalls herzlich eingeladen, sich zu bewerben, ebenso auch Vereine, Stiftungen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Wohnungsbaugesellschaften oder -genossenschaften u. a. Nähere Infos und die wirklich knappen Bewerbungsunterlagen findet Ihr hier.

Foto: ©AdobeStock/Arcansél

VORSCHAU
Freitag, 21. Januar, und Samstag, 22. Januar: OF/ Super Stöffsche

(Andrea)

Frank Geisler vom t-raum hat mich neulich im Kulturlabor verzückt und daher würde ich mir gerne das "Super Stöffsche - Komödiantisches Spiel frei nach „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe im Capitol Theater Offenbach anschauen. „Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust“. Doktor Faust hat die Schnauze voll: da hat er Jahrzehnte lang wie verrückt studiert, ist darüber grau am Schopf geworden und hat doch kein rechtes Lebensglück gefunden. Kein Wunder, dass er, deprimiert und müde, trübe Gedanken hegt. Doch da erscheint ihm Mephisto und macht verlockende Versprechungen. Allerdings stellt er eine Gegenforderung im Falle der Erfüllung: Fausts Seele. Da dieser nichts mehr zu verlieren haben glaubt, geht er auf die Wette ein. So beginnt das Spiel in altbekannter Weise. Was aber, wenn nun zentrale Figuren des Schauspiels nicht auf der Bühne erscheinen? Die zunächst ratlosen Darsteller machen aus der Not eine Tugend und beginnen zu improvisieren, was das Zeug hält. So rast die Inszenierung atemlos davon, bietet eine ganze Menge an komödiantischen Überraschungen und kehrt doch immer wieder auch zum Grundmotiv der Handlung zurück. Und dann meldet sich auch noch eine prominente Stimme aus der Loge...." Eintritt: 15 €, VVK unter info@of-t-raum.de oder www.of-t-raum.de

Capitol Theater
Goethestraße 1-5
Offenbach

Noch bis Donnerstag, 10. Februar: Fashion-Fotos

(Petra)

Die Fashion Week ist wieder in der Stadt – und hierzu gibt es dieses Mal ein begehbares Modemagazin. Kein anderes Medium transportiert Mode so sehr wie Fotografie. Fotografie interpretiert Mode in all ihren Facetten – macht Kleidung zum Erlebnis. Und Mode inspiriert Fotografin­nen und Fotografen zu außer­gewöhnlichen Bildern. Was liegt näher, als diese Symbiose im Rahmen der Fashion Week zu zeigen? Deshalb verwandelt der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. gemeinsam mit AAAREA, ein Zusammenschluss von elf Frankfurter Kreativagenturen, und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH einen zentralen Knotenpunkt Frankfurts in einen Standort zur Frankfurt Fashion Week: Die Fotoausstellung RUNWAY – B(eautiful) Ebene macht die B-Ebene der Hauptwache zum Laufsteg der besonderen Art. Die B-Ebene ist ja - gerade zu dieser Jahreszeit - auch ein Ort für diejenigen, die sich die abgebildete Fashion vermutlich niemals werden leisten können (und froh sind, wenn sie hier bei kalten Temperaturen einen Schlafplatz finden). Ambivalent, aber es gilt: Fashion Week für alle – mitten in der Stadt. Und das gefällt mir. Zu sehen sind auf 35 Bildsäulen großflächige Formate von 25 Fotografinnen und Fotografen aus Deutschland und Großbritannien: von internationalen Größen ebenso wie von Newcomern und Youngstern. Die Arbeiten verdeutlichen, warum Modefotografie mehr ist als Kleidung zu zeigen. Die Arbeiten spiegeln aktuelle Themen wie Diversity, Natur oder Urbanität. Sie zeigen starke Persönlichkeiten ebenso wie verspielt poetische Augenblicke. Sie laden ein, die Welt auf dem Weg zu U- oder S-Bahn aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich inspirieren zu lassen. 

RUNWAY – B(eautiful) Ebene, mit Fotografien von Manu Agah, Paula Averkamp, Sabine von Bassewitz, Asja Caspari, Uwe Duettmann, Vanessa Fairfax-Woods, Caroline Gerst, Esther Haase, Jens Ihnken, Axl Jansen, Gerhard Linnekogel, Alwin Maigler, Michelle Marshall, Mike Masoni, Claus Morgenstern, Julie Nagel, Bernd Opitz, Philipp Rathmer, Katja Ruge, Leif Schmodde, Michael Schnabel, Gerhilde Skoberne, Oana Szekely, Marc Trautmann, Robert Westrich, Ort: Hauptwache Frankfurt B-Ebene, Uhrzeit: 24/7

Freitag, 21. Januar (Premiere) – Sonntag, 23. Januar: RIP REFRAIN

(Martin)

Eine Fabel in G-Moll
Labande Dordur
Theater Landungsbrücken

Das Umherreisen ist ja gerade nur eingeschränkt möglich, aber dieser Abend entführt an einen entlegenen Ort. Ob man momentan aber wirklich hin wollte?

Zwei Stimmen nehmen uns mit auf eine Reise. Sie führen uns nach Botswana, wo im Sommer 2020 eine Gruppe von Elefanten unerklärlicherweise nach einem wilden Reigen in den kollektiven Tod stürzte.

In diesem mysteriösen Tanz begegnen wir modernen Hexen, dekadenten Königinnen, sinnlichen Robotern und hybriden Tieren.

Allegorien unserer, vergangener und zukünftiger Zeiten, die in einem glücklichen und ruhelosen Totentanz das Leben und die Phantasie zelebrieren, um die Angst vor unserem eigenen Ende zu bekämpfen.“

Weitere Infos und Tickets: http://www.landungsbruecken.org/de/

Freitag, 21. Januar (Premiere), weitere Vorstellungen am Samstag 22. Und Sonntag 23. Januar um jeweils 20.00h: RIP REFRAIN -Eine Fabel in G-Moll. Labande Dordur im Theater Landungsbrücken (2G+)

Foto: © Homepage Theater Landungsbrücken

Freitag, 21. Januar (Deutsche Erstaufführung): Gootopia

(Martin)

Doris Uhlich
Tanzplattform Rhein-Main

‚Goo‘ ist das englische Wort für ‚Schleim‘ – und jetzt mal ehrlich – was sind eure Assoziationen? Schauder und Ekel? Oder Neugier und Berührungslust? Vermutlich eins von beidem – oder irgendwo dazwischen?

„Die im Zugriff auf ihre Themen herzerfrischend direkt und auf Augenhöhe mit ihren Performer:innen agierende Choreografin Doris Uhlich nimmt sich in ihrer installativen Performance – „goo“ bedeutet im Englischen „Schleim“ – genau dieser Substanz an, flutet die Bühne damit und kreiert ein zähfließendes Feld zwischen Horror, Faszination und schierer Lust. Darin können die Zuschauer:innen ihre Position und Perspektive im Raum frei wählen und erleben eine unkonventionelle und erweiterte Praxis von Tanz, die skulpturale wie auch landschaftliche Qualitäten aufweist.“

Wer ‚mitschleimen‘ will, kann hier Tickets kaufen: https://www.mousonturm.de/events/gootopia/

Freitag, 21. Januar (Deutsche Erstaufführung) um 20.00h und am Samstag, 22. Januar um 16.00h und 20.00h.
Einführung jeweils um 19.30h.

Gootopia - Doris Uhlich Tanzplattform Rhein-Main im Künstlerhaus Mousonturm; Solidarisches Preissystem.

 Foto: © Alexi Pelekanos

Freitag, 21. Januar: SCHWESTER.VON

(Martin)

Ein Film von Jim Rakete nach einer Inszenierung von Stephan Kimmig
Deutsches Theater Berlin
Stream des Monats

Es ist eine Inszenierung von Stephan Kimmig am Deutschen Theater in Berlin und es ist ein Film von Jim Rakete!

Zur Premiere auf der Bühne schrieb die Süddeutsche Zeitung: „Was die Aufführung (...) so faszinierend macht, ist das ungemein kraftvolle, konzentrierte, bei aller Wucht schön differenzierte, klar gegliederte, nie gefühlsklebrige Spiel von Susanne Wolff. Sie wechselt zwischen herben, rauen Tönen, in denen Hohn und ab und zu für Augenblicke eine trotzige Lebensgier mitschwingen, zu zarten, zerbrechlichen, wehen Momenten. (...)

Und eben dieser Theaterabend mit Susanne Wolf war Ausgangspunkt für Jim Raketes Film: „Das Stück der niederländischen Dramatikerin Lot Vekemans macht Ismene – bisher eher eine Fußnote in der griechischen Mythologie – zur Hauptfigur. Ismene, Schwester von Antigone und Tochter von Ödipus, bricht nach dreitausend Jahren ihr Schweigen und stellt sich ihrer Familientragödie.

Im Winter 2021 suchte der Berliner Fotograf und Filmemacher Jim Rakete nach einer Form, in der die Kunst der Pandemie gegenübertreten kann. Er wollte einen Film unter Lockdown-Bedingungen drehen, der die Einschränkung, das Eingeschlossensein selbst zum Thema hat. Ihm kam die Inszenierung im Deutschen Theater in den Sinn.

Von Raketes Idee, den Stoff ins Filmische zu übersetzen, waren Susanne Wolff und Regisseur Stephan Kimmig sofort überzeugt. Gemeinsam entwickelten sie einen einmaligen Hybrid aus Theater und Film. Ein Mythos, ins Hier und Jetzt geholt. SCHWESTER.VON versetzt das Monologstück in ein ungewisses Geheimdienstmilieu.

Nach einem Sturz durch Raum und Zeit erzählt Ismene ihre Geschichte einer Überwachungskamera in einem Safe House. Aber was wollen die Bewacher von ihr? Sind die blutigen Geschichten über Ödipus, Antigone und die Schlacht der Brüder um den Thron, die Ismene erzählt, ihr Ticket in die Freiheit? Der Film feierte im März 2021 Premiere im YouTube-Kanal von radioeins und ist jetzt, am 21. Januar für 48 Stunden als DT-Stream auf dringeblieben.de zu sehen.“

Hier geht’s zum Stream: https://dringeblieben.de/videos/schwestervon

Der Stream startet um 20 Uhr und ist 48 Stunden als Video on Demand verfügbar (bis 23. Januar, 20 Uhr). Der Vorverkauf läuft. Tickets für diesen Stream sind bis 23. Januar, 19 Uhr erhältlich. 

Samstag 22. Januar: Melli redet mit

(Daniela)

Zwei Fliegen mit einer Klappe...
Ich mag Mellis Format "Melli redet mit.." sehr. Sie hat immer interessante Gäste und die Abende sind lustig und kurzweilig. Heute hat Melli unter anderem Sandra Mann zu Gast. Das trifft sich prima, denn ich habe ihre Ausstellung im Kunstverein Familie Montez noch nicht gesehen (verlängert bis zum 6. Februar)... Sollte ich also heute Zeit haben, gehe ich hin.

Melli schreibt: "Meine Gäste:
Wolf Schubert-K. (Urgestein und Geheimtipp der Rhein-Main- und kanadischen Musikszene) und Julie Embers aka Heidmann (die Hälfte des Singer/Songwriter-Duos Romie). Sie haben sich dem Folk-Pop verschrieben und widmen sich ihm mit allem was dazu gehört.
Die Schauspielerin Liese Lyon mit österreichischem Schmäh, die neben ihrem schauspielerischen Können auch noch ein Jodeldiplom vorzuweisen hat.
Die Fotografin und Künstlerin, ausgezeichnet mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt Sandra Mann. Ihre Fotografien sind noch bis Februar 22 im Kunstverein Familie Montez zu sehen.

Außerdem wieder am Start Frau Christiane von Spangenberg (aka Stefani Kunkel). Ihr hat es das letzte Mal so gut gefallen, dass sie ihr Gin-Lager jetzt ins Lola Montez verlegt. Und wie immer dabei: Meine großartige (M)ein-Mann-Band Martin Grieben!
Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, DTHGEV, Neustart Kultur.

Tickets: www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/61ab8d300c743d6140c44c2a

Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Kunstverein Familie Montez, unter der Honselbrücke. Barrierefreier Zugang

Mittwoch, 26. Januar: Das Haus der Gestapo

(Martin)

Geschichte der Lindenstraße 27 in Frankfurt
Vortrag und Gespräch

Live-Stream

Das Kuratorium Kulturelles Frankfurt ist ein Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft und stellt im Rahmen einer Reihe zur Gedenkkultur verschiedene Orte in Frankfurt in den Mittelpunkt von Vorträgen.

Diesmal geht es die Frankfurter Gestapo-Zentrale im Haus Lindenstraße 27, die FAZ nennt diesen Ort die Zentrale des Terrors: „Das große, 1897 errichtete Palais gehörte der Cronstetten-Stiftung. In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Stiftung durch hohe Steuerlasten unter Druck gesetzt, sodass sie sich zum Verkauf gezwungen sah. Erwerber war die Frankfurter Gestapo. Daraufhin wurden hier die Deportationen der Frankfurter Juden geplant, Regimegegner verhört, die jüdischen „Mischehepartner“ einbestellt und in die Todeslager geschickt. Die Verantwortlichen für den Terror in Frankfurt sind der Forschung weitgehend bekannt; ebenso lässt sich das Schicksal ihrer Opfer vielfach rekonstruieren. 

Der Abend beleuchtet die Gewaltmaßnahmen, die in der Lindenstraße stattfanden oder dort geplant wurden. Des Weiteren wird auch ein Blick auf die Geschichte des Hauses nach 1945 geworfen, in dem wegen der Zerstörung des Römers bis 1952 der Oberbürgermeister residierte, danach die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Als Frankfurt Hauptstadt werden sollte, war das Haus als Dienstsitz des Bundespräsidenten vorgesehen. 1950 erhielt die Cronstetten-Stiftung das Haus in einem Restitutionsprozess zurückerstattet. Nur zögerlich setzte seit den 1980er Jahren auch eine Rezeption der Gestapo-Zeit in diesem Haus ein. 

Die Historikerin und Referentin des Abends Dr. Andrea C. Hansert hat zum „Haus der Gestapo“ soeben ein Buch vorgelegt. Sie wird darüber mit dem Stadthistoriker Dieter Wesp sprechen.“

Die Podiumsdiskussion findet in der Evangelischen Stadtakaddemie statt und wird am Veranstaltungsabend als Livestream auf dem YouTube-Kanal des Kuratorium Kulturelles Frankfurt zu verfolgen.

Hier geht’s zum Stream: https://youtu.be/SActUYOS1pA

Mittwoch, 26. Januar um 19.00h: Das Haus der Gestapo - Geschichte der Lindenstraße 27 in Frankfurt

Vortrag und Gespräch - Live-Stream

Foto: © Frank Röth/FAZ

Verlängert bis zum 6. Februar: Sandra Mann, NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS

(Daniela)

Sandra Mann ist eine großartige Künstlerin. Ich freue mich sehr auf ihre große Einzelaustellung im Kunstverein Familie Montez und die begleitenden Veranstaltungen:
Sandra Mann,  NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS

Eine Werk-Ausstellung anlässlich der Verleihung der Goetheplakette der Stadt Frankfurt an die Künstlerin Sandra Mann mit Fotografien, Filmen, Installationen, Diskussionsrunden, Führungen und einer Charity-Auktionsmatinée der Keep The World Foundation zu Gunsten kulturellen Engagements und zur Förderung von Projekten des Kinderschutzbundes.

Die Frankfurter Künstlerin Sandra Mann bedient sich einer großen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen wie Fotografie, Installation, Skulptur, Video – befasst sie sich konzeptuell mit der Beziehung der Menschen zueinander, zur Natur, zur Umwelt, Tierwelt oder Genderthematik. Ihre Arbeit und Lehre ist durch die Erforschung der Grundlagen der Fotografie, Bildsprache und Bildwahrnehmung geprägt. Sie kuratiert Ausstellungen im In- und Ausland, ist Mitglied des internationalen Kuratorennetzwerks Qipo und arbeitet als Jurymitglied bei Fotografie- und Kunstwettbewerben. Neben diversen anderen Preisen und Stipendien erhielt sie ein Stipendium der Universitäts-stiftung Augsburg, ein Stipendium der Deutschen Künstlerhilfe, das Helsinki-Reisestipendium des Kulturamts und die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main. Sie engagiert sich mit Initiativen im sozialen, kulturellen, ökologischen Bereich, unterstützt die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten und sie ist seit 2017 Kunstbotschafterin der Keep The World Foundation. Ihre Werke sind in nationalen und internationalen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, im MUCA Mexiko Stadt, der Vehbi Koç Foundation Istanbul, oder in der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation.

www.sandra-mann-photos.de
https://www.youtube.com/watch?v=cYftv96H4sA&t=178s

Ausstellungsort: Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, 60314 Frankfurt am Main

Eröffnung: 26.11.2021, 19 Uhr
Ausstellungszeitraum: 26.11.2021 – 09.01.2022
Öffnungszeiten Ausstellung: Di - So 13 - 19 Uhr

Foto:Antipendium II (Selbstportrait), 1998, Fotografie ©Sandra Mann

Freitag, 28. Januar (Premiere) Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo.

(Martin)

Theater Willy Praml - Naxos-Halle

Schon vor einem Jahr war die Premiere angekündigt von Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo. Jetzt endlich ist es soweit!

Es ist die Zeit, da die Schwarzen die Weißen erschlagen.
Die Zeit des Entweder-Oder.
Die Zeit der Vereindeutigung der Welt.
Schwarz ist dem Weiß ein Feind – Weiß hasst das Schwarz.

Die Erzählung fängt an mit einem Schuss, den der befreite Sklave Congo Hoango seinem guten Herrn in den Kopf jagt und endet mit der weißen Hirnmasse, die sich ein junger Schweizer aus dem Kopf schießt und die an die Wand der Behausung der schwarzen Babekan spritzt.

Alles ist unversöhnlich bei Kleist.
KÜSSE, SCHÜSSE, DAS REIMT SICH!

In der Zeit des Aufstandes erfindet Kleist eine Liebesgeschichte, eine unglückselige natürlich, in der ein schwarzes Mädchen darum betet, weiß zu werden, um dem jungen Schweizer zu gefallen. Und der Schweizer träumt davon, das geliebte schwarze Mädchen, möge sich in seine verstorbene weiße Geliebte verwandeln.

NICHTS geht. NEVERLAND!(wie die Traumfarm von Michael Jackson hieß).
Selbst die Liebe vermag NICHTS.
Die Hochzeit ist der Tod.

Und doch: im letzten Absatz der Erzählung bietet Kleist ein Trostpflaster – erfindet einen Herrn Strömli, der den toten Liebenden ein Grab-Denkmal in seinem Schweizer Garten errichtet.

Keine heile Welt am Ende, aber eine heilende.

HEAL THE WORLD!

Hier gehts zur Kartenreservierung: https://theaterwillypraml.de/kleist-st-domingo-2021/#

Freitag, 28. Januar (Premiere) um 20.00h:
Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo.

Theater Willy Praml in der Naxos-Halle

Weitere Vorstellungen: 29. und 30. Januar, 4. – 6. Februar, 11. – 13. Februar, 18. – 20. Februar, 25. und 26. Februar und 4. und 5. März.

Foto: © Seweryn Zelazny


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