22.04.2022
Auszeit. Gut hat sie getan.

10 Tage nur Tee und Abends eine Tasse Brühe, dazu viel Wandern, Yoga, ab und an mal ein Einlauf und Zeit zum Lesen.
Zum Fastenwandern fahre ich seit über 20 Jahren. Leider schaffe ich es nicht jedes Jahr, was sehr bedauerlich ist, denn es ist der erholsamste Urlaub, den ich kenne. Weil ich immer wieder gefragt werde mit wem ich gehe, hier die Infos: Die letzten Jahre war ich immer mit der Organisation von Christoph Michl unterwegs. (https://www.fastenwandern.org, mein Lieblingsguide ist der Alex Hacker). Man sagt der Michl hätte das Fastenwandern „erfunden“. Ich war mit ihnen im Allgäu, in der Rhön, im Siebengebirge, im Taubertal, in der Sächsischen Schweiz und auch auf dem Lykischen Weg in der Türkei. Da wir (wir, sind Freundinnen und ich, Uwe habe ich bisher nicht zum Fasten überreden können) dieses Jahr an die Schulferien gebunden waren und unbedingt in die Sächsische Schweiz wollten, haben wir uns eine neue Organisation gesucht und sind in dem Fastenhaus von Daniela Schrader in Ottendorf bei Sebnitz im traumhaften Kirnitzschtal gelandet (https://deine.fasten.reise/). Neben wunderschönen Wanderungen (Elbsandsteingebirge, Schrammsteine) war ausreichend Zeit für Yoga, Sauna oder um faul in der Sonne zu liegen (nachdem wir bei Schneesturm angekommen waren).

Eigentlich sagt man ja, dass es gut tut, wenn man beim Fasten nicht nur auf feste Nahrung verzichtet, sondern auch externe Einflüsse weglässt. Ich habe es nicht wirklich geschafft und als ich ab Mittwoch in die Sozialen Medien sah, wie viele Freund:innen auf dem Weg nach Barcelona waren habe ich versucht noch einen Flug zu bekommen, aber die Preise waren utopisch. (Ja, ja, Co2 Fußabdruck, ich weiß Bescheid, aber ich bin seit 2018 nicht mehr geflogen…) Also habe ich am Donnertag mein Eintrachthalstuch und Doros selbstgestrickte Eintrachtsocken angezogen, mich mit einem alkoholfreien Weizenbier vor den Fernseher gesetzt und zusammen mit meinen Freundinnen das Spiel geschaut. Was war das geil! In der Euphorie habe ich noch Nachts ein Hostel in London gebucht und dieses auch schon wieder storniert, da an dem Tag meine Mutter 85 wird.

Ich würde mich daher freuen, wenn mir jemand von euch sagt, wo er/sie am Donnerstag das Spiel gegen West Ham schaut, denn alleine macht mir Fußballschauen keinen Spaß. (Ja natürlich schaut Uwe jedes Spiel, aber da er ja Schalke Fan ist, zeigt er mir zu wenig Emotionen...)

Aber vor Donnerstag kommt ja noch das Wochenende und das wird toll!

Heute und morgen sind unsere beiden letzten Tage im Kulturlabor. Da ich ja schon vor dem Kulturlabor in der Berliner Straße 32 gearbeitet habe, bin ich sehr traurig, dass wir die Räume aufgeben werden, ABER ich bin auch glücklich, dass sich aufgrund meines Aufrufes vor ein paar Wochen, andere Kulturschaffende gemeldet haben, die den Raum weiterhin mit Kultur bespielen werden. Wer das sein wird, verrate ich in ein paar Wochen.
Also auf jeden Fall bin ich heute und morgen im Kulturlabor und freue mich, wenn ihr vorbei kommt. Ich glaube, dass vor allem die morgige schräg-komische Therapiesitzung „Zwei fliegen über das Kuckucksnest mit Melina Hepp & Stéphane Bittoun super klasse wird.

Hätte ich heute keinen Dienst, wäre ich in Offenbach bei der Eröffnung von UND Offenbach, denn heute legen Kosmik Kat (Pedo Knopp) (schon ab 16:00 Uhr) und Shantel auf. Was das UND Offenbach ist? Die Veranstalter:innen rund um Hainer Blum schreiben: es ist…“ein lebendiger, kommunikativer Treffpunkt mitten in der Offenbacher Innenstadt. In den nächsten 8 Wochen gibt es dort Essen und Trinken, Musik, Performance, Film, Literatur, Vorträge, Workshops, Yoga, regionale und internationale Produkte, viel Gemeinschaft und Teilhabe. Es ist ein Ort, der sich für Menschen jeder Herkunft, jeder Gender-Orientierung und jeden Alters öffnet. Denn UND ist ein Wort, das alles und jeden miteinander verbinden kann. Heute geht’s los!

Was ein Glück haben sie auch am Sonntag Programm, da radel ich dann vorbei.

Jetzt muss ich aber los.
Was auch immer ihr macht: lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Martin Grün.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.

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3 x 2 Gästelistenplätze für SOULSHAKE Tanz in den Mai. Gewinnfrage: Welches Halbfinale von Schalke 04 war für Uwe eins der großen Fußballspiele? (siehe Gerolltes)

G E R O L L T E S über große Spiele

(Uwe)

Es gibt wenige Fußballspiele, bei denen man während der Spielzeit bereits spürt, dass etwas Besonderes passiert. Eins, von den ganz wenigen, die sich aus der Masse herausheben. An die man sich auch in Jahrzehnten noch erinnert, losgelöst davon, ob man sie im Stadion selbst dabei war oder vor dem Fernseher erlebte. Allein, mit Freunden oder in einer Kneipe. Ob man nun Fan einer der beteiligten Mannschaft ist oder nicht. Es gibt auf dem Papier wichtige Spiele wie WM-Finals, die in der Regel nicht halten was sie versprechen und sich zu Gurken-Kicks entwickeln, bei denen man erst zum Elfmeterschießen wieder aufwacht und es gibt Spiele, die vom Papier her etwas versprechen und die Erwartungen übertreffen. Oft sind das dann diese David vs. Goliath-Geschichten, fast immer Spiele in einer Pokalrunde, in denen sich entscheidet, wer weiter kommt und für wen der Wettbewerb an diesem Nachmittag oder Abend endet.

Ohne Frage war der Sieg von Eintracht Frankfurt beim FC Barcelona, dem traditionsreichen katalanischen Weltclub, bei dem bis zum vergangenen Sommer noch ein Lionel Messi unter Vertrag stand, ein solches Spiel. Auch heute stehen in der Spielerliste von "Barca" noch einige herausragende Kicker, unter anderem der Welt- und Europameister Busquets, die hochtalentierten Pedri und Gavi und der holländische Mittelfeldstratege de Jong. Den ließ Trainer Xavi, einer der besten Spieler der jüngeren Fußballgeschichte, seltsamerweise sowohl in Frankfurt als auch im Rückspiel in Barcelona auf der Bank. Das könnte einer der Gründe für das Ausscheiden gewesen sein (aber sicher nicht der Hauptgrund).

Die Hauptgründe waren die fantastische Einstellung der Mannschaft auf die beiden Spiele durch Frankfurts Trainer Glasner, dasÜber-sich-hinaus-wachsen“ fast aller Eintracht-Spieler und natürlich die außergewöhnliche Unterstützung der Frankfurter Fans. Sowohl zuhause als auch im Barcelona. Eine derartige Präsenz von Auswärtsfans in einem fremden Fußballstadion hat die Welt noch nicht gesehen und einen der größten Fußballvereine der Welt vor aller Welt gedemütigt. Das wäre allein schon eine besondere Geschichte, einmalig wird sie nur deshalb, weil die Eintracht „Barca“ im Nou Camp fußballerisch an die weiße Wand spielte. Weiß, weil alle Frankfurter Fans mit weißen Oberteil im Stadion standen / saßen.

Ich saß mit Freunden in Offenbach und freute mich über das frühe Elfmetertor von Kostic, den fulminanten Weitschuss von Borre und Kostics typisches Kostictor. Und wunderte mich danach über die weinerlichen Auftritte Barcelonas, zu denen durchaus auch der von Xavi gehörte. Die Zeit schrieb 2016 über ihn und am Ende ist insbesondere der letzte Satz auch eine schöne Begründung für sein Verhalten: "Letztlich bleibt Xavi einer der wenigen Spieler, bei dem auch Fehlpässe noch etwas Schönes haben. Die TV-Kommentatoren erwähnen sie mit einer Mischung aus Erstaunen und Bewunderung. Vielleicht, weil sie uns bewusst machen, dass hinter dem Genie letztlich auch nur ein Mensch steht."

Weitere große Spiele, die ich selbst als solche wahrnahm: Das Halbfinale im DFB Pokalfinale zwischen dem damaligen Zweitligisten Schalke 04 gegen FC Bayern München (6-6/1984), das WM Halbfinale 1982 Deutschland gegen Frankreich (mit Schumacher vs. Battiston, dem französischen Zaubermittelfeld um Platini, einer Aufholjagd und einem Elfmeterschießen), Eintrachts Abstiegsendspiel gegen Kaiserlautern (5-1/1999), WM Halbfinale 2014 Deutschland - Brasilien 7-1, Viertelfinale im Europa Cup der Pokalsieger zwischen Bayer Uerdingen und Dynamo Dresden (7-3/1986), Endspiel Champions League zwischen FC Liverpool und AC Mailand (6-5 n.E., nach 0-3 Habzeitführung für Milan).

Freitag 22. April: Kulturlabor

(Daniela)

Das heutige Programm im Kulturlabor:

ab 18 Uhr Musik & Getränke, Einzelausstellung mit Werken von Julia Ballweg dos Santos & Gemeinschaftsausstellung von Frankfurter- und Offenbacher Künstler:innen

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19:00 - 19:30 Uhr Hanan Kadur und Hans Bolz - Orientalischer Tanz und Comedy

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19:45 - 20:15 Uhr Denise Frey Saxofon Solo

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20:30 - 21:30 Uhr Lorraine aka Sabrina Klüber, Balladen & Pop

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21:30 - 23:00 Uhr DJ Michael Rütten - soulsearching
Michael Rütten erkundet in »soulsearching« die Seele der Musik und findet sie in Jazz, Funk, Soul, Disco, Dub, House.

Kulturlabor, Berlinerstraße 23, barrierefreier Eingang, Eintritt frei, 2G+ (im Innenraum mit Maske, wir übertragen nach Draußen)

Freitag 22.4.-17.6.: UND Offenbach

(Daniela)

Wie Eingangs erwähnt wäre ich heute Abend eigentlich viel lieber hier:

UND Offenbach - Ein offener Ort für eine offene Stadt

Um 16:00 Uhr gehts los. Erst legt Kosmik Kat auf, dann Shantel!

Das ganze Programm für das erste Wochenende gibt es auf der Webseite https://und.international/UND-Offenbach-1 .

UND ist nicht nur ein Wort, das Mögliches und Utopisches miteinander verbinden kann, sondern auch der Name einer Projektplattform, die Räume und Ereignisse produziert, mit dem Ziel, Menschen und Kulturen zu verbinden.  

Unter dem Namen UND entwickelt eine Arbeitsgruppe an der HfG Offenbach mit dem kulturellen Hintergrund von 11 Nationen unter Leitung von Heiner Blum und Jan Lotter kommunikative Szenarien, die in öffentlichen Laborsituationen neue Formen kultureller Gemeinschaft ermöglichen.

Mit der UND-Zentrale in einer ehemaligen Bank-Filiale, dem umliegenden Stadthof und dem angrenzenden Rathausfoyer wird das UND zu einem verbindenden Ort des Handels und des Handelns für die Bürger_innen der internationalsten Stadt der Republik.

Im UND verdichtet sich das kulturelle Potential der Stadt:  Es ist die Stadt im Kleinen in der Mitte der Stadt. Die Kulturen der Welt begegnen den Kulturen der Region. Das UND ist ein Ort für alle Menschen. Es öffnet sich für Menschen jeder Herkunft, jeder Gender-Orientierung, jeden Alters. 

Das UND Offenbach bietet einen Mix aus internationalen und regionalen, merkantilen wie kulturellen Angeboten: Essen und Trinken, regionale und internationale Produkte, Musik, Performance, Film, Literatur, Alltagskultur, Wissenstransfer, Gemeinschaft und Teilhabe ... 

Das UND ist ein Ort des Austauschs und der Selbstermächtigung.

Es ist ein Ort aus Tausendundeiner Nacht, Orient und Okzident, eine Straßenszene aus Blade Runner, Schlaraffenland und Utopia. 

Es ist ein Ort mit ökologischem Bewusstsein und gleichzeitig ein Ort der positiven Verschwendung von Zeit, Glück und Gastfreundschaft.

Das UND ist ein Ort für alle Menschen.
Frankfurter Straße 31, Am Stadthof
Eröffnung: Freitag 22.4., 16-22 Uhr
Samstag 23.4., 10-22 Uhr, Sonntag 24.4., 11-21 Uhr

Freitag, 22. – Sonntag, 24. April: Neue Horizonte: Eternity für alle!

(Martin)

Andcompany&Co./Arbeiter’innentheater
Performance/Musiktheater

Manche Theaterabende haben nicht nur eine lange Geschichte, sondern integrieren diese auch in neue Inszenierungen. In ‚Neue Horizonte: Eternity für alle!‘ Z.B stehen nun tatsächlich Werktätige, die vor 50 Jahren mit Heiner Müller an der Volksbühne gearbeitet haben, auf der Bühne des Mousonturms!   

 „‘Genossen – lasst es uns optimieren!‘ Gemäß dieser Parole machen sich andcompany&Co. und Mitglieder des ehemaligen Arbeitertheaters Schwedt unter Einsatz aller musiktheatralischen Mittel auf die Suche nach der Unsterblichkeit.

Schon vor fünfzig Jahren brach in der DDR die wissenschaftlich-technische Revolution aus, in Schwedt, der „Stadt der Zukunft“. Zum ersten Mal wurden Rechner im petrochemischen Kombinat miteinander vernetzt, die Automatisierung erprobt. Und die Arbeiter*innen des Werkes spielten Theater, Stücke über die ‚Einführung von elektronischer Datenverarbeitung in menschliche Beziehung‘ (Heiner Müller).

Nun kehren einige der Arbeiter*innen mit andcompany&Co. auf die Bühne zurück. Mit den ‚vernetzte Individuen‘ des 21. Jahrhunderts träumen sie nach Mauerfall und Facebook die wildesten Träume der alten Revolutionär*innen von einer neuen Menschheit, die ewig lebt.“ 

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/neue-horizonte-eternity-fuer-alle/
Und hier gibt’s einen Trailer zum Ansehen: https://youtu.be/ItIe4YGm4KA

Freitag, 22. – Sonntag, 24. April um jeweils 20.00h: Neue Horizonte: Eternity für alle! Andcompany&Co./Arbeiter’innentheater

Mousonturm, Großer Saal – solidarisches Preissystem

Foto: (c) Dorothea Tuch 

Samstag 23. April: Kulturlabor

(Daniela)

Heute ist unser letzter Abend im Kulturlabor. Wir freuen uns, wenn viele von Euch kommen!

ab 17 Uhr Musik & Getränke, Einzelausstellung mit Werken von Julia Ballweg dos Santos & Gemeinschaftsausstellung von Frankfurter- und Offenbacher Künstler:innen

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18:00-18:45 Uhr Mira Zounogo / Indie Folk
Mira Zounogo ist eine junge Singer-Songwriterin. Ihre Indie-Folk Songs beschäftigen sich mit Themen rund um das Leben und die Zukunft. Im Vergleich zur restlichen Welt sind ihre Lieder eher leise und schaffen eine ruhige, verträumte Atmosphäre.

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19:00 - 20:00 Uhr Zwei fliegen über das Kuckucksnest - Eine irre Hommage von und mit Melina Hepp und Stéphane Bittoun
Die Schauspielerin und Talkmasterin Melina Hepp und der Filmemacher und Synchronsprecher Stéphane Bittoun bringen in ihrer absurd-komischen Drehbuchlesung den Filmklassiker mit Jack Nicholson ins Schaufenster des Kulturlabors. Ein Abend in der Nervenheilanstalt also.
Doch nichts ist klar, nicht einmal die scheinbar naheliegende Rollenaufteilung…
Die beiden Cineasten lesen aus dem Drehbuch, diskutieren über Anekdoten der Entstehung des Films und streiten darum, wer R.P. McMurphy sein darf und wer die böse Schwester Ratched spielen muss: Eine schräg-komische Therapiesitzung mit dem Publikum und ein großer Spaß, bei dem es um nicht weniger geht, als um die Frage nach Gesellschaft, Ausgrenzung und Freiheit.

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20:30 - 21:30 Uhr Nashi Young Cho (NYC) Jazz Quartett, Swing & Jazz Perlen

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21:30 - Mitternacht: "Club Tropicana" / Style: 80ties and 90ties Classics and Indies.

Kulturlabor, Berlinerstraße 23, barrierefreier Eingang, Eintritt frei, 2G+ (im Innenraum mit Maske, wir übertragen nach Draußen)

Samstag, 23. und Donnerstag, 28. April: Fedora

(Martin)

Oper von Umberto Giordano
Oper Frankfurt

Alle, die Karten für Fedora am Ostermontag gewonnen hatten, waren glücklich! Zum Glück, denn mit Empfehlungen vor der Premiere ist das ja immer so eine Sache, aber ich war mir sicher und die Presse überschlug sich dann ja auch vor Begeisterung:

Umberto Giordanos „Fedora“ sprengt an der Oper Frankfurt Zeit und Raum auf überaus geschmackvolle Weise. (…) Der jubelnde Beifall in einem vollen Haus selbstverständlich: uneinholbar. Den Mitwirkenden müssen die Herzen geklopft haben, sogar beim Zuhören war es so.“ (FR), „Unentrinnbarer Wohlklang“ (FAZ), „Fedora bietet eine Achterbahn der Gefühle“ (HR2).

„Umberto Giordanos Verismo-Thriller zeigt eine Titelfigur, die sich in atemberaubendem Tempo zwischen verschiedenen Extremen bewegt: Die russische Fürstin Fedora ist Spionin, Rächerin, Geliebte, Märtyrerin und Betrogene zugleich. Nachdem ihr Verlobter bei einem Attentat getötet wird, stellt sie sich in den Dienst der Polizei und spürt dessen Mörder Loris Ipanow in Paris auf. Die beiden verlieben sich ineinander und wagen einen gemeinsamen Neubeginn in den Schweizer Bergen. Doch sie werden von ihrer Vergangenheit eingeholt …

In seinen Bühnenwerken porträtiert Giordano immer wieder Charaktere, die sich in sozialen und emotionalen Ausnahmesituationen befinden. Sein bis heute größter Erfolg ist die zur Zeit der Französischen Revolution situierte Oper Andrea Chénier von 1896. In der darauffolgenden Fedora gelingt ihm auf der Grundlage eines Dramas von Victorien Sardou eine noch differenziertere Figurenzeichnung. Den verschiedenen Szenerien der Handlung verleiht der Komponist dabei eine je eigene Tonsprache: Während in den Pariser Salons romantische Klaviermusik zu hören ist, verbinden sich im Schlussakt volkstümliche Chöre der Bergbewohner und das akkordeonbegleitete Lied eines Knaben zu einem surreal schönen Klangmosaik.

Die Mailänder Uraufführung der Oper verhalf dem Tenor Enrico Caruso im Jahr 1898 zu seinem internationalen Durchbruch. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand das Werk jedoch für längere Zeit von den Spielplänen oder wurde – völlig zu Unrecht – lediglich wegen der anspruchsvollen Partien für Primadonnen und Star-Tenöre geschätzt. Christof Loy lotet in seiner Inszenierung den Kern dieses vielschichtigen Musikdramas aus und betont die innere Zerrissenheit und Einsamkeit der Protagonistin: Ihr Traum vom Glück mit Loris bleibt nur ein Wunschbild.“

Auch für Einsteiger*innen ist Feodora geeignet, hat die Oper doch eine überschaubare Länge von 1 ¾ Stunden.

Hier gibt’s eine Einführung: https://youtu.be/MdS9h8oZ-6I
Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/fedora_2/?id_datum=2846#date

Fedora, Oper von Umberto Giordano am Samstag, 23. April um 18.00h, Donnerstag, 28. April, Freitag, 6. Mai und Samstag, 14. Mai um jeweils 19.30h.

Oper Frankfurt

Foto: © Barbara Aumüller

Samstag 23. April: Privater Flohmarkt

(Daniela)

Katja organisiert in unregelmäßigen Abständen kleine, private Kleiderflohmärkte. Heute gibt es Sommerkleidung & Schuhe.
Von Freundinnen weiß ich, dass die Auswahl immer toll ist.

Wieldandstraße 17, 12:00- 15:00 Uhr

 

 

Sonntag, 24. April: SIEHT MAN WAS? – EIN STÜCK ÜBER PERIODE!

(Martin)

Theaterperipherie
Ein Stück für Alle ab 10 Jahren. 

Die FAZ schrieb: "Die vier überaus erfrischenden, spielfreudigen und uneitlen Laiendarstellerinnen nutzen Ironie und Selbstironie großzügig aus. Lassen sich von grotesken Objekten die schöne neue Welt der nachhaltigen Monatshygiene anpreosen, machen sich zart lustig über das Entdecken der Vagina." In Sieht man was? geht es "nicht nur um die >Erdbeerwoche<, sondern um das Frausein und Frauwerden, um Normen und Blicke, die auf einen Körper in Transformation fallen. Da die vier so souverän auf der Bühne agieren, dürfte das Stück für manche - und manchen - ein ungewohnt erhellendes Erlebnis sein." 

Etwa die Hälfte der Erdbevölkerung hat ES. Im Durchschnitt bekommt jedes Mädchen* ES zwischen 11-14 Jahren. ES ist die Grundlage für menschliche Fortpflanzung. Trotzdem ist kaum etwas so tabuisiert, wie.... ja, die MENSTRUATION, die PERIODE, das BLUT aus der Vagina!

„Das Menstruationsblut gilt immer noch als eklig, dreckig, stinkend und unrein. Es ist mit großer Scham behaftet, darüber zu sprechen oder es gar zu zeigen. Wir wollen diesen negativen Vorstellungen etwas entgegensetzen.
Fünf Performer*innen begeben sich gemeinsam auf eine Reise im Stile von Alice im Wunderland. Sie wollen herausfinden, was es mit dieser Menstruation auf sich hat! Ist sie wirklich so schlimm, schmerzhaft und peinlich? Oder ist es nicht total befreiend, lauthals rauszuschreien: Ich habe meine Periode und ich bin f... ing stolz drauf!
Und was haben Ariana Grande, Billie Eilish und Shirin David damit zu tun? Findet es selbst heraus!“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.theaterperipherie.de/tickets-preise-anfahrt/
Sonntag, 24.04. um 16.00h: SIEHT MAN WAS? – EIN STÜCK ÜBER PERIODE!
Theaterperipherie

Foto: © theaterperipherie

Buchtipp: Johanna

(Uwe)

Astrid Lindgrens Geschichten über Michel aus Lönneberga, der Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts mit seiner Schwester, den Eltern, einer Magd und einem Knecht auf dem Katulthof sind wunderbar. Johanna, die Titelfigur aus Renate Welshs Roman erlebt keine so freundliche Welt wie die Magd Lina. Eigentlich wollte die 13-jährige uneheliche Johanan eine Ausbildung als Schneiderin beginnen, hierzu verlässt sie ihre Leihmutter und fährt in ein kleines niederösterreichisches Dorf. Dort angekommen muss sie allerdings als Dirn (Österreichisch Magd / Mädchen) auf einem Bauernhof arbeiten, unentgeltlich und unter katastrophalen Bedingungen. In dem kleinen Ort (und im Österreich der 1930er-Jahre) ist sie nicht die einzige, die dieses Schicksal ereilt. Mit festem Willen, Mut und Geschick begegnet sie den körperlichen und selischen Herausforderungen in einer Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus.
Renate Welsh erzählt einfühlsam und ergreifend über Johannas Leben und verknüpft es mit dem Schicksal einer ganzen Generation.

Das Buch schenkte mir meine ehemalige Abteilungseiterin, die vor einigen Jahren nach Wien auswanderte. Heute bin ich gut mit ihr befreundet. Sie meinte, dass mir das Buch sicher gefallen würde. Recht hat sie.

Bild: Czernin Verlag

Bis Sonntag, 28. August: Konzepte für Zaha Hadid im DAM

(Petra)

Der 1961 in Brasilien geborene Antonio de Campos dürfte nur Wenigen bekannt sein – seine berühmte Auftraggeberin und seine Arbeit der Jahre 2000-2016 dagegen schon. Als künstlerischer Berater arbeitete er für Zaha Hadid Architects. Bisher war die Wahrnehmung der Architekturbilder des Büros auf die charismatische Gründerin fokussiert, die in den 1980er Jahren durch ihre Architekturbilder bekannt wurde, 2004 den Pritzker-Preis und weltweite Aufmerksamkeit für ihre spektakulären Bauten erhalten hatte. In ihren Projektdarstellungen verband sie Detailebenen und unterschiedliche Ansichtspositionen, Axonometrien und Verzerrungen – das Ergebnis waren wundersam komplex aufgeladene und verwirrende Bilder. Diese bilden neben den Bauten und Designobjekten eine eigene Ebene im Werk der Architektin. Antonio de Campos, ausgebildet als Architekt und Filmemacher, war ab dem Jahr 2000 in die Bildproduktion des Büros von Zaha Hadid eingebunden. In den 1990er Jahren hatten die Darstellungsmöglichkeiten von Grafikprogrammen und digitaler Videoanimation rasante Fortschritte gemacht –  de Campos war als Creative Director einer Video-Produktionsgesellschaft Teil dieser Entwicklung. Der Computer beschleunigte und veränderte auch die Möglichkeiten der Darstellung von komplexen Bauten. Die Ebenen Architektur und Film ineinander aufgehen zu lassen, wurde zum neuen Kennzeichen der Architekturdarstellungen von Zaha Hadid nach der Jahrtausendwende. Das DAM Ostend zeigt 43 zum Teil mehrteilige Arbeiten von de Campos aus den Jahren zwischen 2003 und 2015: komplexe Collagen aus Prints, Folien und Sprühtechniken.

Antonio de Campos: Konzepte für Zaha Hadid, Vernissage, Ort: DAM im Ostend, Adresse: Henschelstraße 18, Uhrzeit: 19 Uhr (Ausstellung: Di., Do., Fr.: 12 - 18 Uhr, Mi.: 12 - 19 Uhr, Sa., So.: 11 - 18 Uhr, Eintritt: 5 (3) Euro, barrierefrei

Noch bis 15. Mai: Frankfurt liest ein Buch

(Daniela)

Meine Freundin Silke organisiert mit ihrem Verein das großartige Lesefest: FRANKFURT LIEST EIN BUCH.

Dieses Jahr widmet sich das Lesefest dem 1937 erschienen Exilroman „Nach Mitternacht“ von Irmgard Keun.
Irmgard Keuns Roman „Nach Mitternacht“ gehört zu den bedeutenden Werken der deutschsprachigen Exilliteratur. 1937 im Amsterdamer Querido-Verlag erschienen, spielt der Roman an zwei Tagen im nationalsozialistischen Frankfurt der Vorkriegszeit.

Es gibt über 80 Veranstaltungen an über 70 Veranstaltungsorten im Rhein-Main-Gebiet. Neben klassischen Lesungen, gibt es auch Stadtrundgänge, Filmvorführungen, Musikdarbietungen, Aktionen an Schulen und Vorträge, die den historischen Hintergrund des Romans ausleuchten, sowie ein reiches Radio-Begleitprogramm auf hr2.

Einige Termine sind schon ausgebucht. Hier das ganze Programm: https://www.frankfurt-liest-ein-buch.de/programm

Frankfurt, 1936: Menschenmassen strömen auf den Opernplatz und warten auf den Besuch Hitlers. Mittendrin und doch abseits verfolgt die 19-jährige Susanne das Geschehen. Voller Sehnsucht und Unruhe wartet sie seit ihrer Flucht aus Köln auf ein Lebenszeichen von ihrem Verlobten Franz. Gemeinsam wollten sie einen Zigarettenladen aufmachen. Doch plötzlich taucht Franz aus dem Nichts vor ihr auf. Er wurde an die Gestapo verraten, hat den Denunzianten – den Besitzer eines Zigarettenladens – umgebracht und muss nun fliehen. Kurz vor Mitternacht muss Susanne sich entscheiden: Soll sie ihre Heimat verlassen, um mit Franz zu gehen?
48 Stunden schildert Irmgard Keun durch die Augen ihrer Erzählerin den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Mit genauer Beobachtungsgabe und scharfem Humor beschreibt sie die Erlebnisse, Gespräche und Widersprüchlichkeiten verschiedenster Menschen in dieser Zeit.
Nach Mitternacht ist einer der wichtigsten Romane der deutschen Exilliteratur.

Sonntag, 24. April: EX TEMPORE

(Martin)

48. Hallenkonzert in der Naxos-Halle

‚Extempore‘ - ist ja so ein Begriff, der in der Kunst meint, dass etwas ohne Vorbereitung gestaltet wird. Ob das in diesem Konzert dann wirklich so ist, will ich wissen. Ein tolles Programm für einen Sonntagvormittag!

„Das Fundament und der Träger der Musik ist die verstreichende Zeit selbst. Wie aber ist das Gerüst beschaffen, wie setzt sich Material und Farbe zusammen, durch das sich Musik bildet? Hier findet neben der Komposition auch die Improvisation unterschiedliche Zugänge und Antworten. Nicht nur im Jazz, sondern in allen Epochen der Musikgeschichte wurde stets improvisiert und das Instrument Klavier ist hierbei ein epochenübergreifender gemeinsamer Nenner. Im Spiel und Gespräch der beiden hervorragenden Pianistinnen sucht dieses Naxos Hallenkonzert den Dialog zwischen Jazz- und klassischen/barocken Improvisations-Ansätzen.“

Mit Johanna Summer (Klavierimprovisation Jazz) und Ioana Ilie (Klavierimprovisation Barock und Klassik).

Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/

Sonntag, 24. April um 11.00 Uhr: EX TEMPORE
48. Hallenkonzert in der Naxos-Halle (Waldschmidtstraße)

Foto: © Gregor-Hohenberg u. Jeffrey T Skrob

Sonntag 24. April: Tolle Führungen der Initiative 9. November

(Daniela)

Die Winterpause ist vorbei und wir freuen uns zwei neue Ausstellungen zu präsentieren. Letzten November konnten wir erstmals das 2. OG des Hochbunkers öffnen und haben dort eine neue Ausstellung zu virtuellen Synagogen aufgebaut. Mithilfe von Computer Rekonstruktionen zeigen wir 25 Synagogen, die im Nationalsozialismus von Nazis zerstört wurden. Es ist auch möglich die Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft die früher an der Stelle des Hochbunkers in der Friedberger Anlage stand mithilfe einer VR-Brille von innen zu sehen.
Rafael Herlich ist auch wieder mit seiner Ausstellung Jüdisches Leben in Deutschland zurück. Seine Bilder waren im Winter im Kloster Eberbach zu sehen. Wir haben sie neu aufgehängt und es ist eine ganze Reihe an schwarz-weiß Portraits neu hinzugekommen.
Anlässlich der Wiedereröffnung am 24. April bieten wir zu jeder unserer fünf Ausstellungen eine eigene Führung an. Wir freuen uns besonders über zwei nicht alltägliche Führungen: unser Ehrenmitglied und Zeitzeuge Majer Szanckower wird durch unsere Ausstellung zu Displaced Persons im Lager Föhrenwald führen und die Kuratorin Judith Freise wird durch die Ausstellung Verfolgte Frankfurter jüdische Musikerinnen und Musiker führen.

Ab dem 24. April bis Ende November haben wir jeden Mittwoch von 17-19 Uhr und jeden Sonntag von 11-14 Uhr geöffnet.

Führungen (keine Anmeldung notwendig!)
* 11:00 „Displaced Persons – Vom DP-Lager Föhrenwald nach Frankfurt am Main“, Zeitzeuge Majer Szanckower
* 11:30 „Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel“, Führung angeboten vom Jüdischen Museum Frankfurt
* 12:00 „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“, Dr. Marc Grellert
* 12:30 „Musik als Form geistigen Widerstands– Jüdische Musikerinnen und Musiker 1933 – 1945. Das Beispiel Frankfurt am Main“., Judith Freise
* 13:00 „Jüdisches Leben in Deutschland Heute“, Rafael Herlich

Begleitendes Filmprogramm:
* Ab 12:30 Uhr werden wir im EG eine Auswahl an Filmausschnitten zu unseren Ausstellungen zeigen.

Initiative 9. November e.V., Friedberger Anlage 5-6, 60314 Frankfurt
www.initiative-neunter-november.de

Sonntag, 24. April: FFM/ DeWolff

(Andrea)

DeWolff will ich sehen. Nicht nur weil sie 2008 den ersten Preis eines landesweiten Talentwettbewerbs gewannen und schon im August jenes Jahres einen Plattenvertrag in der Tasche hatten, sondern weil sie mit "70er-Jahre Soul Funk, Psychedelic Sounds und Südstaaten Rock eindringliche Melodien schaffen und dabei mit Sonnenbrillen und offenem Verdeck Richtung Horizont fahren, wirken sie wie die Befreier des funkigen Grooves. " Zum Reinhören: https://bit.ly/3jfKsqW, Tickets: https://batschkapp.tickets.de/de/tour/1002310-dewolff

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Donnerstag 28. April: PANOPTICON: MATTHIAS VOGT feat. JOHANNA KLEIN

(Daniela)

Tja, wäre ich nicht vor der Glotze, wäre ich heute Abend bei Matthias im Lindly Lindberg...

"Einmal im Jahr übernimmt der Booker unserer Konzertreihe Matthias Vogt persönlich das Ruder und wechselt auf die Bühnenseite. Dieses Mal präsentiert er die Kölner Künstlerin Johanna Klein. Wer eine Jazz-Saxophonistin gleichen Namens entdeckt - ja genau, das ist sie! Johanna spielt nicht nur virtuos ihr Instrument im eigenen Jazz-Quartett, sie ist auch eine wunderbare Sängerin mit großem Talent zum freien Spiel ohne netz und doppeltem Boden. Das tun die beiden nämlich an diesem Abend: sie improvisieren völlig frei und entwickeln dabei einen eigenen Flow, mit getupften elektronischen Grooves und Klangteppichen, zu denen sich durch Johannas Gesang Songfragmente gesellen. Optisch wird das Ganze begleitet und unterstrichen durch Sebastian Rieker (Seehundmedia), der spontan Impulse des Duos aufgreift und die Musik mit seinen Visuals unterstreicht."

Johanna Klein: Gesang und Effekte
Matthias Vogt: Tasten und Elektronik
Sebastian Rieker: Videokunst

Tickets gibt es hier: https://www.tixforgigs.com/Event/41681/panopticon-matthias-vogt-feat-johanna-klein-lindley-lindenberg-frankfurt-am-mai

Foto: Tatiana Vdovenko

Lindley Lindenberg, Lindleystrasse 17

Donnerstag, 28. April: JENS RACHUT

(Uwe)

»Seit über 30 Jahren ist er mit seinen Bands ­integraler Teil der Hamburger Punkszene, hat als Sänger mit seiner eigenwilligen Art der Intonation und mit Texten, die meist schwer zu entschlüsseln sind, unzählige deutschsprachige Punkbands beeinflusst – und zwar die Guten, die sich nicht mit Befindlich­keitsgeseier in Richtung Pop-Hölle ver­abschiedet haben.« – Joachim Hiller, Ox-Magazin 2013

Brotfabrik, Frankfurt
Einlass: 19:00h l Beginn: 20:00h
VVK: 15 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 20 € / Sitzplatz

Foto: Veranstalter

Donnerstag, 28. und Freitag, 29. April: Spill Your Guts – Eine Bauchrednershow

(Martin)

Hendrik Quast

Ist jemand krank, denkt man Corona… Anders bei Hendrik Quast, der hat einen Theaterabend zu Colitis Ulcerosa auf die Bühne gestellt, der nun im Mousonturm zu sehen ist. Ein Theaterabend über eine Darmkrankheit? Ja und tatsächlich hat Hendrik Quast tatsächlich die Technik des Bauchredens dafür erlernt!

Eine lädierte Klappmaulpuppe scheißt so ungeniert, wie sie speist. Sie hat ihren Bauchredner fest im Griff. Als Verkörperung (s)einer chronisch-entzündlichen Darmkrankheit hat sie nur eins im Sinn: Bluten soll er! Das ungleiche Duo entfacht einen Beziehungsthriller über unverdaute Reste, befeuert das Stammeln über unerhörte Krankheitsgeschichten und stürzt sich in einen Shitstorm über die Arbeit am Theater. Für sein neuestes Projekt hat Performance- und Aktionskünstler Hendrik Quast die Kunst des Bauchredens erlernt, um sich einem unterschätzen Organ – dem Darm – anzunähern. Im Dialog mit seiner kranken Bauchrednerpuppe wird der Darm in seinen Eigenheiten und Metaphoriken, aber auch seinen Pathologien ergründet. Quasts Alltagserfahrungen mit chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten eröffnet für das kranke und gesunde Publikum neue Sprechweisen und Humor-Räume. Zuschreibungen von sichtbar und unsichtbar markierten chronisch-kranken Körpern werden hier neu verhandelt. Mit den Mitteln der Unterhaltungskunst stellt der Künstler die Frage, wer die Deutungshoheit über den kranken Körper eigentlich innehat: die Medizin, der Patient oder die Krankheit selbst.“

Hier gibt’s einen Trailer: https://vimeo.com/682244973

Und hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/spill-your-guts/

Donnerstag, 28. und Freitag, 29. April um jeweils 20.00h_

Spill Your Guts – Eine Bauchrednershow Hendrik Quast im Mousonturm, Großer Saal – solidarisches Preissystem

Foto: (c) Hendrik Quast

VORSCHAU
Freitag, 29. April: Get Well Soon

(Uwe)

Get Well Soon (gute Besserung) wurde in den letzten zwei Jahren so oft gewünscht, dass man es schon fast nicht mehr hören kann. Anders verhält es sich beim Musikprojekt Get Well Soon.

Hinter dem Namen steckt der deutsche Sänger, Songschreiber und Multiinstrumentalist Konstantin Gropper aus Biberach. Über den kreativen Kropper findet man unter anderem das: „Like a philosopher, he takes his music to a place where Foucault, Wenders and Arcade Fire’s Butler are at odds. Always, to create something unique, like a dramatic pop play, an avant-garde existentialism or a rousing soundtrack for his orchestra of contrasts. Perhaps the most versatile, moving songwriter these days. Definitely, Sinatra would say.“

ZOOM
Carl-Benz-Straße 21 / 60386 Frankfurt am Main
Einlass 19:00 l Beginn 20:00
VVK 30 EUR

Foto: Veranstalter

Freitag, 29. April: Of/ Into the Wild

(Andrea)

"Im Leben geht es manchmal so verrückt zu wie in Alice im Wunderland: Eine kleine Irritation im Alltag, ein weißes Kaninchen zum Beispiel – und zack, erschließt sich uns eine unbekannte, aufregende Welt. Into the Wild verkörpert in gewisser Weise jenes Wurmloch in die Offenbacher Kreativszene. Denn je mehr man sich in diese expandierende Welt begibt, desto größer, vielschichtig, ja innovativer wird sie. Hier werden Serious-Games entwickelt, komplexe KI-Anwendungen konzipiert sowie Grafikdesign erster Güte geschöpft. Auch die Agentur, die den Slogan des beflügelten Energiedrinks erdachte, führt ihren Sitz in Offenbach. All das kann nun am 29. April erlebt werden – man muss nur dem weißen Kaninchen folgen." Nach einem Pandemieschaltjahr ins Digitale kehrt „Into the Wild“ zu seiner 6. Ausgabe wieder zurück ins ursprüngliche Open-Studio-Format. In vier buchbaren Slots von 90 Minuten können jeweils drei verschiedene Agenturen zwischen 10 und 19 Uhr besucht werden. Die Host-Agenturen sind allesamt dem Bereich der angewandten Gestaltung (Kommunikationsdesign, Webdesign, Produktdesign, Architektur, Gaming- und Software etc.) zuzuordnen und beschreiben in ihrer Gesamtheit die Vielfalt der Branche: Von der großen, etablierten Werbe- und Internetagentur bis hin zum innovativen Hinterhof-Designer, vom talentierten HfG-Absolventen bis hin zur Design-Koryphäe sind alle dabei: Aroma:id / Burn the Bunny / Büro Schramm für Gestaltung / Cosa Lux / HDW Partner / Kastner Agentur / Klub Liebe Studio / Madhat/ Pixelpec / Sensory Minds / Urban Media Project / Vave / Zollamst Studios. Zur Anmeldung: https://bit.ly/3ulcqYP

Freitag, 29. April: TV Smith

(Uwe)

Es ist fraglich, ob unter den Pionieren der ersten britischen Punkrock-Welle noch jemand zu finden ist, der in der Gegenwart derartig aktiv ist wie TV Smith. Seine Band The Adverts galt 1976 bis 1979 als eine der wichtigsten Gruppen der Szene und hatte mit „Gary Gilmore’s Eyes“ einen veritablen Hit. Doch während viele der damaligen Protagonisten mit den Jahren unter die Räder kamen, oder heute nur noch ihre alten Songs verwalten, hat TV Smith immer weiter gemacht.

Seit den 90ern vornehmlich auf Solopfaden unterwegs, veröffentlicht er verlässlich und in regelmäßigen Abständen seine immer bemerkenswerten, immer relevanten Alben. Er kann weltweit auf eine eingeschworene Fangemeinde zählen, die keineswegs nur aus übrig gebliebenen Punk-Veteranen besteht. Vielmehr scheint es sich in jeder neuen Generation früher oder später herumzusprechen, dass da dieser unermüdliche, einmalige Engländer durch die Weltgeschichte reist, dieser Punk-Poet mit den exzellenten, genauso lyrischen wie kritischen Texten.

Nicht zuletzt die Unterstützung der Hosen bescherte TV Smith, der übrigens fließend deutsch spricht, hierzulande eine treue Anhängerschar. „Dass TV Smith die Zeit der Krise aus dem Stegreif in große Kunst übersetzt, zeigt einmal mehr seine unglaublichen Fähigkeiten als Texter. Für die Toten Hosen ist er seit vielen Jahren Freund und Vorbild. Ohne Leute wie ihn würde es uns als Band gar nicht geben. Wir sind stolz, sein neues Album auf unserer kleinen Plattenfirma zu veröffentlichen.

Das Rind
Rüsselsheim, Mainstraße 11
VVK 15 Euro zzgl. Gebühren, AK 18 Euro
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Foto: Veranstalter

Freitag, 29. April: Ev Machui und Aljoscha Crema entführen In die Goldenen 20er Jahre (3G)

(Martin)

Aljoscha Crema und Ev Machui entführen ihr Publikum für einen Abend in das Berlin der goldenen 20er Jahre. Ev Machui bezaubert Ihr Publikum durch ihre warme, tiefe, sehr besondere Stimme.

„Frau Chanson“ verkörpert geradezu die 20er Jahre. Nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit charmanten Moderationen und eigenen Gedanken zu den Stücken, begleitet sie ihr Publikum durch den Abend. Aljoscha Crema ist der Mann am Klavier und Arrangeur der Lieder, brilliert mit einfühlsamen Pianospiel und eigenen Gesangsparts im aufwändig ausgesuchten Programm. Lassen Sie sich überraschen – Es braucht nicht immer das ganz große Arrangement eines Palast-Orchesters, um die Musik der 20er aufleben zu lassen.

Wegen der limitierten Plätze ist eine Voranmeldung über Mail notwendig! Verbindliche Anmeldungen über info(at)denkbar-ffm.de

Freitag, 29. April um 20.00h
Denkbar, Spohrstraße 46a.  

Foto: (c) Homepage Denkbar

Freitag, 29. April: FFM/ Tool

(Andrea)

Da würde ich gerne hin! Tool habe ich vor zig Jahren bei Rock am Ring gesehen, wir sind seinerzeit tatsächlich nur wegen der Band in die Eifel gefahren und es war erwartungsgemäß fett. Jetzt spielen sie tatsächlich vier Konzerte in Germanistan und sogar eines in Frankfurt in der Festhalle. Aber, ganz ehrlich, bei den Ticketpreisen bin ich raus. Auch wenn das sicher eine grandiose Show wird. Aber falls mich jemand einladen möchtem bitte PN :-) . Ansonsten: https://bit.ly/3xbcdJq

Tool
Festhalle Frankfurt 

Samstag 30. April: Roberto Fonseca in der Alten Oper

(Daniela)

Mein Sohn heißt ja Ruben, benannt nach Rubén Gonzáles, daher freue ich mich sehr auf das Konzert von Roberto Fonseca!

Auf der musikalischen Landkarte ist das kleine Kuba vor allem eines: die Heimat des großen Buena Vista Social Club. Einen Pianisten wie Roberto Fonseca darauf zu reduzieren, wäre fatal. Aber es ist richtig: Er hat sich als Nachfolger des legendären Rubén Gonzáles mit über 400 Konzerten weltweit seine Sporen als Pianist des "Clubs" verdient. Jetzt kommt der Jazzpianist erstmals zur hr-Bigband.

Seitdem hat Fonseca für viele Stars der kubanischen Musik wie Omara Portuondo oder Ibrahim Ferrer als Arrangeur, Produzent und Musiker gearbeitet. Als Jazzpianist ist Fonseca unterdessen zu einer eigenen Marke der kubanischen Musikszene aufgestiegen. Er verkörpert Kuba auf einer nächsten musikalischen Stufe, indem er nach neuen Klängen und Verbindungen zu anderen Musikstilen sucht. Und wer könnte da besser fündig werden als Fonseca, der den "Son Cubano" von den ganz Großen gelernt hat und ihn nun weltoffen, technisch präzise und mit sicherem Gespür für Melodien und Rhythmus weiterführt?

  • Roberto Fonseca | Klavier
  • Yandy Martinez | Bass
  • Ruly Herrera | Schlagzeug
  • Rainer Tempel | Leitung

 

20:00 Uhr Alte Oper Frankfurt

Tickets und mehr unter: https://www.hr-bigband.de/konzerte/konzerte-2021-22-/roberto-fonseca--cuba-20-,roberto-fonseca100.html

Samstag 30. April: Tanz in den Mai

(Daniela)

Direkt nach der Alten Oper gehe ich dann ins ONO2. Endlichwieder Tanz in den Mai.

Diesmal geht*z zur Soulshake! Party
50s to 60s Soul & R'n'B Dance Freak Out!

Mit den großartigen DJs Bud Shaker & M. Coldheart

ONO2, Walter-Kolb-Straße 16,

Einlass 22 Uhr • AK 22-23 Uhr € 8,- / danach € 10,-

 

 

Bis Sonntag, 08. Mai: „:innen malen“ im Kunstverein Familie Montez

(Petra)

Die sieben gezeigten Künstlerinnen Isabel Friedrich, Ekaterina Leo, Justine Otto, Julia Roppel, Eva Schwab, Tatiana Urban und Toni Wombacher haben unterschiedliche Berührungspunkte mit dem „:innen“, loten die verschiedenen Sprachen der Malerei und ihre Grenzgänge auf unterschiedlichste Weisen aus. Ziel ist die Erzeugung eines Diskursrahmens weiblicher Positionen, die untereinander und mit der Öffentlichkeit in den Dialog treten wollen. Die unterschiedliche Auseinandersetzung mit der Malerei ist dabei Schnittstelle, Reibungspunkt und Grundlage für einen Diskurs und Austausch. Die Auswahl der Künstlerinnen fußt auf dem unterschiedlichen Assoziationsrahmen, den jede Künstlerin mit dem ":innen malen" hat. Ebenso schwingt die Gender-Thematik über das Zitieren des abgekoppelten genderspezifischen Sprachschnipsels ":innen", der für den Titel isoliert wurde, leicht ironisch mit. Im künstlerischen Kontext des Ausstellungskollektivs :innen malen werden unterschiedliche Positionen und Herangehensweisen an Malerei beleuchtet – einhergehend mit vielfältigen Fragen: Gibt es einen weiblichen Ansatz zur Malerei? Braucht es überhaupt die Bezifferung von weiblicher Kunst? Explizit männliche Kunst wird meist nicht als solche kategorisiert. Was ist die Position der malenden Frau in der Gegenwartskunst? Welche Schnittmengen, aber auch Unterschiede sind in den künstlerischen Positionen zu erkennen?

:innen malen, Ausstellung, mit: Isabel Friedrich, Ekaterina Leo, Justine Otto, Julia Roppel, Eva Schwab, Tatiana Urban und Toni Wombacher, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Vernissage 09.04. 18 Uhr, Finissage 08.05. mit Katalogpräsentation 16 Uhr, Ausstellung Di. - So.: 13 - 19 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei

Sonntag, 1. Mai: Babylon - Maifestspiele

(Martin)

Oper in sieben Bildern von Jörg Widmann, Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden

Ein einzigartiges sensorisches Hörerlebnis wird versprochen und es ist zudem die erste große Premiere – und die Uraufführung einer neuen Fassung - bei den diesjährigen Maifestspielen in Wiesbaden!  

Liest man, was in der Oper Babylon, die erst dreimal überhaupt inszeniert wurde - verhandelt wird, dann geht es um das Große und Ganze – was die Handlung betrifft, aber auch die Musik.

„Mit seiner Oper »Babylon« hat Jörg Widmann etwas höchst Seltenes gewagt: den ganz großen Wurf. Und der ist ihm gelungen. In »Babylon« klingt vieles auf unerwartete Weise neu. Der Komponist hat hier nicht einfach neue Musik geschrieben, sondern er hat so etwas wie eine Summe der bisherigen Musik geschaffen. Die babylonische Sprachverwirrung hat Widmann auf die Ebene der Musik übertragen, und so sind auf wundersame Weise Schönheit, Größe und Lebendigkeit der verschiedensten Epochen und Stile präsent. Doch all das klingt nicht beliebig zusammengestückelt oder geliehen, sondern frisch, überwältigend und jederzeit – neu.

Der Philosoph Peter Sloterdijk hat für »Babylon« ein Libretto geschrieben, das zum einen eine typisch opernhafte Liebesgeschichte darstellt, zum anderen einen religionsgeschichtlichen Bogen schlägt, der von der Entzweiung der Menschheit vom Göttlichen bis hin zu einer aufgeklärten Gesellschaft führt, in der es keine Illusion des Heils mehr gibt, aber immerhin zwei Werte: Liebe und Leben. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden ist weltweit erst das dritte Haus, das sich an eine szenische Umsetzung dieses monumentalen Werks wagt. Daniela Kerck führt in ihrem eigenen Bühnenbild Regie, die Musikalische Leitung hat Albert Horne inne.“ 

Babylon verspricht ein echtes Erlebnis an zeitgenössischer Oper zu werden!

Hier ein Teaser zur Wiesbadener Inszenierung: https://youtu.be/asZLd99Xn68

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/babylon/7877/

Sonntag, 1. Mai um 18.00h: Babylon
Oper in sieben Bildern von Jörg Widmann, Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden
Weitere Vorstellung am 14. Mai um 19.30h.

Foto: (c) Astrid Steiner

Dienstag, 03. Mai: James Blake

(Uwe)

James Blake ist ein Brite, der für seine anspruchsvolle elektronische Popmusik zurecht gefeiert wird. Bereits sein Debütalbum „James Blake“ aus 2011 wurde von den Kritikern gefeiert, bei den danach erschienen verhielt es sich ähnlich. So schrieb ein Kritiker über sein drittes Album „eine wunderschöne, virtuos komponierte und gesungene Platte mit Melodien, die sich vielleicht nicht beim ersten Hören erschließen, aber nach dem zweiten und dritten Mal dafür umso nachhaltiger im Gedächtnis verhaken". So ist es bei James Blakes Musik. Nun geht er mit seinem neuen Album "Friends That Break Your Heart" 2022 auf Tour.

James Blake & Support: Khushi
Frankfurt, Gibson
Einlass: 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Eintritt: 47 Euro

Foto: Veranstalter / James-Blacke-Source-Paradigm-Agency

Montag, 09. Mai: Sam Fender in der Jahrhunderthalle

(Uwe)

Von Frankfurt bis nach Werchter in der flämischen Region (Belgien) sind es 370 Kilometer. An einem Tag kann man laut Internet rund 25 Kilometer wandern. Wäre ich keine 15 Tage unterwegs, würde ich zu Fuß dahinlaufen, um das viertägige Open Air besuchen zu können. Zwischen dem 30. Juni und dem 3. Juli spielen dort unter anderem: Pearl Jam, The War On Drugs, Lianne La Havas, Sam Fender, Phoebe Bridgers, The Killers, Michael Kiwanuka, Jimmy Eat World und Modest Mouse. Die belgischen Festivalplaner hatten in der Vor-Coronazeit schon ein besonderes Händchen für ein hochklassiges Programm, dieses Jahr übertreffen sie sich selbst. Einige der Künstlerinnen und Künstler zählen zu meinen absoluten Favoriten. Weil ich zu alt fürs Campen und sanitäre Anlagen auf einem Festivalgelände bin (ehrlicherweise war ich nie in dem Alter), lasse ich Werchter sein und gehe stattdessen zu Sam Fender in die Jahrhunderthalle. Warum? Wegen dem Lied The Dying Light oder Dead Boys oder Seventeen Going Under. Oder einfach allem von ihm.

Jahrhunderthalle
Pfaffenwiese 301, 65929 Frankfurt
Beginn: 20 Uhr

Bild: Facebook Sam Fender

Noch bis zum 29. Mai: Sandra Mann: „Extreme Veränderung“

(Daniela)

Ich freue mich sehr auf die neue Ausstellung von Sandra Mann, die heute im Haus am Dom eröffnet wird.

Die mit der Goetheplakette ausgezeichnete Fotografin Sandra Mann hat fünf Frauen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Somalia und Burkina Faso dabei begleitet, wie sie in Deutschland Fuß fassen. In einer Ausstellung im Haus am Dom (3. April bis 29. Mai) zeigt sie intensive Fotografien, aus denen Schmerz und Lebenslust sprechen.

Das weiße Spitzenkleid hat für Wend-Yiida eine ganz besondere Bedeutung. „Es war das erste Kleidungsstück, das ich mir selbst hier kaufen konnte“, sagt die junge Frau, die 2014 aus Burkina Faso nach Deutschland gekommen war, um einen viel älteren Landsmann zu heiraten. Nach einem ersten Trennungsversuch flüchtete sie 2018 vor dem aggressiven Mann mit ihrem kleinen Sohn ins Frauenhaus. Das Kleid symbolisiert Unabhängigkeit für sie, Stärke, ein Gefühl von Es-geschafft-haben. Trotz allem.

Wend-Yiida ist eine von fünf Frauen, die ab dem 4. April in der Fotoausstellung „Extreme Veränderung“ auf drei Stockwerken im Haus am Dom zu sehen sind. Fotografiert wurden sie von der Frankfurter Künstlerin Sandra Mann, die 2021 mit der Goetheplakette der Stadt geehrt wurde. Die FAZ schrieb damals über sie: „Die Künstlerin und Fotografin, Jahrgang 1970, gilt mit ihren zwischen Dokumentation und Inszenierung wechselnden Arbeiten als eine der wichtigsten zeitgenössischen Fotografinnen.“

Was Sandra Mann neben ihrer beeindruckenden Arbeit auszeichnet – mit ihren Fotografien ist sie in etlichen nationalen und internationalen Sammlungen und Museen vertreten – ist ihre Fähigkeit, uneitel den Protagonistinnen und Protagonisten ihrer Bilder den Vortritt zu lassen. „Für mich hatten die Fotos bei diesem Projekt nicht den höchsten Stellenwert, sondern die Geschichten der Frauen“, sagt sie klar. „Für mich kam die Fotografie dabei an ihre Grenze, denn sie kann kaum die Komplexität dieser Lebensgeschichten darstellen.“ Und sie fügt an, ihr Projekt sei deshalb fast eher ein poetisches als ein fotografisches.

Mehr Infos zur Ausstellung hier.

Die Ausstellung läuft bis 29. Mai im Haus am Dom, die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr, bei Abendveranstaltungen auch länger. Der Eintritt ist frei. Am 29. Mai gibt es um 12 Uhr eine Finissage.

Bitte beachten: Das Haus am Dom macht ab dem 2. April 2022 von seinem Hausrecht Gebrauch. Im gesamten Haus besteht nach wie vor die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Diese Maßnahme dient dem Schutz unserer Gäste und dem unserer Mitarbeiter.

Der Bildband „Ich will mein Leben extram verändern“ ist im Buchhandel (mit der ISBN 978 3940 599 094) zum Preis von 18 Euro oder direkt bei Nizza Verlag erhältlich: per Mail unter frankfurt@nizzaverlag.de oder online unter Nizza-Bestellung.

Dienstag 10. Mai: Ecstatic Dance Workshop

(Daniela)

Da ich Jasmina, die den Workshop anbietet kenne und sehr mag, kommt hier eine Empfehklung für einen Workshop, bei dem ich am End dann sogar selber mit mache...

Zum ersten Mal Ecstatic Dance als Workshop im schönen Theatersaal des Kulturhauses Frankfurt.

Was ist Ecstatic Dance
Ecstatic Dance ist ein Tanzritual bei dem man auf eine musikalische Reise geht. Jeder kann sich frei und nach seinem Gefühl bewegen, oder eben aucht nicht. Alles ist erlaubt!
Wir starten unsere Reise in einem Circle, mit einer kurzen Mediation und Matras und tauchen dann ein.
Musikalisch bewegen wir uns in sogenannten Waves durch verschiedene Musikgenres und landen dann in einer Entspannung.

Der ca. 2 Stunden Tanz findet ohne Worte statt, und jede Kommunikation erfolgt ausschließlich durch die Sprache des Körpers.
Auch jede Art von Emotionen können hier ihren freien Lauf finden, Lachen, Weinen, Schreien oder Tiergeräusche alles was gerade so hoch kommt.

Es wird ohne Alkohol oder Drogen getanzt, das ganze barfuß und es gibt auch keine Handys, Videos oder Kameras!

Ausprobieren dringend empfohlen!

Termin: 10 Mai 2022  von 19:30h - 22h
Einlass: 19h
Beginn: 19:30h start im circle +warm up  führt uns Ananda Elke Kling mit Mediation und Matras 
Schluss: Chill out mit Abschlussmeditation: 21:45h - 22h
Kosten:  wir bieten den Workshop auf Spendenbasis an. Obulos very welcome
Was ist mitzubringen: lockere Kleidung, eine Yogamatte und eine eigene Wasserflasche, Yogamatte und eine Decke wären ideal.

28. Mai: 6. Frankfurter Riesling Tag

(Daniela)

Mein Freund Jesko organisiert bereits zum 6. Mal den Riesling Tag. Für alle Menschen, die wie ich, gerne Riesling trinken, ist diese Veranstaltung sehr zu empfehlen. Das Gesellschaftshaus ist wunderschön und es macht viel Spaß den Tag über von Stand zu Stand zu schlendern und hervorragende Weine zu trinken. Also ich bin dabei!

Der diesjährige Riesling Gipfel in Frankfurt verspricht für alle Weinfans und solche die es werden wollen wieder ein grossartiges Ereignis zu werden. 33 erstklassige Winzer präsentieren ihre besten Rieslinge. Geniesst die geschmackliche Vielfalt der Rieslingtraube im Probierglas. Weinfreaks, Genussmenschen, Sommeliers, Journalisten, Gastronomen, Absolute Beginners, etc. kommt Alle zur jährlichen Feier der Königin der Trauben in das schöne Gesellschaftshaus Palmengarten. Probieren, geniessen, bewerten und am Ende auch noch was gewinnen, dass ist die Devise. Denn Euer Geschmack ist gefragt, bei der Vergabe des 6. Frankfurter Riesling Preis. Ihr wählt den besten Riesling der Veranstaltung. Es winken spannende Preise für Euch. Und bei einem Glas Wein und leckerer Verpflegung lässt es sich auf der herrlichen Terrasse schön chillen…

Datum: Samstag, 28.05.2022
Uhrzeit: 14:00 – 20:00 Uhr
Ort: Gesellschaftshaus Palmengarten, Frankfurt am Main
VVK: https://thehinge.tickets.de/de/event/1003688-frankfurter_riesling_tag_2022

Bis 21. Mai: Ausstellung Lilly Lulay und Susa Templin in der Kunststiftung DZ Bank

(Natalie)

Unter dem Titel »Durchblick. Lilly Lulay und Susa Templin« präsentiert die Kunststiftung DZ Bank eine Gegenüberstellung fotografischer Werke der beiden Frankfurter Künstlerinnen. Sie entkontextualisieren und fragmentieren, schichten und überlagern ihr Bildmaterial und kommen zu spannenden, häufig dreidimensionalen Lösungen. Auf diese Weise befragen sie unsere Sehgewohnheiten und Wahrnehmung von Bildern, führen uns Dahinterliegendes vor Augen und gewähren uns immer wieder neu und anders den (vermeintlichen) Durchblick. Dabei bedienen sich die beiden Künstlerinnen ganz unterschiedlicher Themenfelder und Motive.

Die AusstellungsmacherInnen jonglieren mit Formaten, Medien und Betrachtungsweisen, dass es eine helle Freude ist. Kunst auf höchstem Niveau in einer Ausstellungshalle, die man viel öfter auf dem Schirm haben sollte.

Interessant auch die ausgefallenen Dialogführungen (Anmeldung über die Website):

»Kunst und Architektur«, Donnerstag, 03.03.2022, 18 Uhr, Christina Leber im Dialog mit Wilhelm E. Opatz, Architekturkritiker und Herausgeber zahlreicher Führer zur Architektur nach 1945

»Kunst und IT«, Donnerstag, 24.03.2022, 18 Uhr, Katrin Thomschke im Dialog mit Ludger Freitag, Key Account Manager bei Ratiodata SE

»Kunst und Religion«, Donnerstag, 14.04.2022, 18 Uhr, Katrin Thomschke im Dialog mit Pfarrer Markus Zink, Referent für Kunst und Kirche, Zentrum Verkündigung der EKHN, Frankfurt am Main

Kunststiftung DZ BANK: Platz der Republik, Frankfurt

Eingang: Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus I
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11 bis 19 Uhr
Eintritt frei, barrierefrei

https://kunststiftungdzbank.de

Foto: Wilhelm Opatz

Mittwoch, 25. Mai: Effingers (Kopie 1)

(Martin)

Nach dem Roman von Gabriele Tergit
Münchner Kammerspiele
Maifestspiele Wiesbaden

Da gibt’s mehrere Gründe, sich dieses Gastspiel der Münchner Kammerspiele bei den Maifestspielen Wiesbaden nicht entgehen zu lassen!

1.    Der Roman: ein berührender Familienepos, von dem Volker Weidermann im Literarischen Quartett sagte: „Ein Epochenroman, ein jüdischer Epochenroman zwischen Fontane und Thomas Mann! (…) Sogstoff! Lesen! Wirklich!“

2.    Der Regisseur: Jan Bosses Inszenierungen sind immer ein Erlebnis: erinnert Ihr euch an Richard III im Schauspiel Frankfurt, hier unzählige Male empfohlen – Jan Bosse! Und sein ‚Jedermann stirbt‘, wird gerade aktuell wieder aufgenommen und ist in Frankfurt zu sehen.

3.    Katharina Bach: Frankfurter Theatergänger*innen bestens bekannt; ihr legendärer Nick-Cave-Konzertabend ‚The Fe.Male Trail war in Frankfurt eine Sensation und sorgt gerade in München für Furore.

4.    Die vollständig auf die Schauspieler*innen setzende Inszenierung und Umsetzung dieses Abends: „Es sind schlichte Mittel, mit denen Jan Bosse an den Münchner Kammerspielen Gabriele Tergits Roman ‚Effingers‘ inszeniert. Dennoch wird ein großer Abend daraus.“ (Nachtkritik.de).

„»Effingers«, der Familienroman von Gabriele Tergit (1894 – 1982), porträtiert das Leben einer jüdischen Familie zwischen 1883 und 1942. Drei Generationen wachsen auf, suchen Rückhalt und Stabilität in ihrer Familie oder emanzipieren sich von ihren Zwängen. Sie verlieben sich, werden verheiratet oder heiraten gar nicht, fahren das erste Mal Auto, experimentieren mit dem technischen und wirtschaftlichen Fortschritt, erleben einen Weltkrieg, sind Teil des gesellschaftlichen Aufstiegs und stürzen ab.

Das Erinnern an eine im Faschismus untergegangene Welt gestaltet die Autorin als einen vielschichtigen, letztlich in die Zukunft gerichteten Akt, der immer wieder auch Raum für Sarkasmus und Humor lässt. Jan Bosses Inszenierung für ein großes Ensemble findet für dieses Erinnern besondere Bilder und Atmosphären.“

Am Besten gleich Tickets sichern: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/2022-05/effingers-imf-2022/8468/

Mittwoch, 25. Mai um 19.30h
Staatstheater Wiesbaden

Foto: © Armin Smailovic


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