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| 07.01.2022 |
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Auf ein wildes & faires 2022

Ich hoffe, ihr seid gut „reingekommen“. Wir waren über Silvester mit Freund*innen auf Sylt. Uwe ist ein begeisterter Sylt-Reisender, für mich hingegen war es das erste Mal. Ich fand es sehr schön, gebe aber auch zu, dass ich mir unter Strandurlaub was anderes als Nebel, Wind und Regen vorstelle...
Ich erinnere mich immer wieder gerne zurück an einen Sommerurlaub mit lieben Freund*innen vor ein paar Jahren. Wir hatten gemeinsam beschlossen Urlaub in SÜD-Frankreich zu machen. Dementsprechend entsetzt war ich, als die anderen bei Ankunft diverse GoreTex Kleidung und für die Kinder Gummistiefel auspackten, zumal ich nur Sommerkleider und kein einziges Paar feste Schuhe dabei hatte. Noch heute lachen die anderen über mein entsetztes Gesicht. Ich war zuvor noch nie an der Atlantikküste gewesen und kannte den Pullover im Sommerurlaub nur als dekoratives Kleidungsstück italienischer Männer, die es lässig gebunden über die Schulter trugen … Tags darauf war ich in einem dieser riesigen französischen Supermärkte und habe mich und meinen Sohn mit passender Kleidung eingedeckt.
Dieses Mal hörte ich besser hin und hatte auf Martins anraten hin sogar eine Regenhose dabei, die ich nur leider nicht mitführte, als wir rund eine Stunde lang im strömenden Regen standen, um in die beliebte Sansibar eingelassen zu werden… Dafür hatte ich sie aber am einzigen Tag dabei, als es mal über ein paar Stunden nicht regnete, die Sonne schien und wir eine traumhafte lange Wanderung um den Ellenbogen, der nördlichsten Spitze Deutschlands, machten. Die Begegnung mit Robben und Seehunden, die ich bisher noch nicht in freier Wildbahn sah, hat mich dann sogar dazu verleitet zu sagen, dass ich mir vorstellen kann, nochmal nach Sylt zu reisen, aber eher nicht im Winter…
Sollte man auf Sylt keine passende Kleidung dabeihaben, so ist das übrigens kein Problem: es gibt dort alles. In Westerland, wo wir wohnten, gibt es alle gängigen Modelabels bis hin zum grauenhaften KIK. Und es gibt zahlreiche Geschäfte für Menschen, die gerne viel Geld für Kleidung ausgeben: Auf dem Weg nach List (dort beginnt die Wanderung um den Ellenbogen) fuhren wir mit dem Bus durch Kampen. Das ist ungefähr so, wie wenn man in Mailand durch die Via Monte Napoleone oder Via della Spiga schlendert, nur dass die Modegeschäfte dort nicht in Gründerzeitvillen, sondern in reetgedeckten Häusern zu finden sind, vor denen zahlreiche SUV’s parken.
Apropos Mode: nächste Woche beginnt ja die Fashion Week. Wer mich kennt, weiß, dass ich es nicht so mit der Mode habe. Wie gut, dass Petra, eine meiner Co-Autorinnen, mehr mit dem Thema anfangen kann. Sie empfiehlt euch daher das begehbares Modemagazin. Ich hingegen freue mich auf die zahlreichen Begleitveranstaltungen, die im Rahmen der der FAIR Fashion Week stattfinden. Mich interessiert das Thema Fair-Fashion nicht nur privat, sondern ab Montag auch beruflich. Ich habe nämlich meine Stelle bei den Grünen gekündigt und beginne am Montag in der Koordinierungsstelle FAIRTRADE bei der Stadt Frankfurt.
Jetzt muss ich aber schnell los. Seit gestern organisieren wir vom Verein Kulturzeiterin wieder kleine Veranstaltungen in unserem Kulturlabor und ich freue mich sehr auf das heutige Programm. Kommt doch mal vorbei…
Lebt wild & bleibt gesund.
Daniela
Vielen Dank an meine Co-Auor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Martin Grün
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.
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G E R O L L T E S über "Uwe träumt vom Pokal"

(Uwe)
„Uwe träumt vom Pokal“ hieß ein Hörspiel über ein „Fußball-Abenteuer“, das 1979 erschien (Folge 1: Uwe träumt vom Pokal : Fußball Abenteuer: Amazon.de: Digital Music). Ich war damals zehn Jahre alt und meine Mannschaft gewann um diese Zeit herum mit der E Jugend tatsächlich den Kreispokal. Ich spielte nicht mit, durfte aber zumindest bei der Siegerfeier dabei sein. Die Stars der Mannschaft ließen mir im Goddelauer Sportheim ein paar Pommes und einen Löffel Jägersauce übrig, auch durfte ich am „Stiefel, einem mit einem Cola-/Limonadengemisch gefüllten großen 1-Liter-Glas in Stiefelform, nippen. Wir sangen Siegerlieder, ob es damals schon „We Are The Champions“ war, glaube ich nicht, auch wenn der Queen-Song damals schon zwei Jahre veröffentlicht war. Unsere Eltern hörten damals eher Roger Whittaker oder Blasmusik, gespielt vom Goddelauer Musikverein, dessen Anzüge mich immer an die Uniformen der Union Soldiers von Playmobil, den Figuren zum amerikanischen Bürgerkrieg, erinnerte (und die sie sicher heute och tragen). Auf Bierduschen verzichteten wir, weil wir (a) zu jung waren, (b) die Bayern diesen Mist noch nicht gesellschaftsfähig gemacht hatten und (c) wir nie so recht wussten, was für eine Brühe unser damaliger Sportheimwirt so ausschenkte und keine chemischen Reaktionen auslösen wollten.
Ich blieb lange beim Fußball dabei, stand bei Erfolgen wie dem Pokalsieg aber nie auf dem Platz, sondern schaute in der kompletten Jugendzeit von der Ersatzbank aus zu. Ich nahm es meinen Trainern nie krumm, weil ich einfach gerne dabei war. Meine Eltern machten keinen Druck und es bestand Anfang der 1980iger Jahre noch keine Möglichkeit über die Sozialen Medien für Stimmung zu sorgen. Was auch schwierig gewesen wäre, weil der ruhmreiche TSV 1899 Goddelau damals streng geführt wurde und der sehr engagierte und überaus mächtige Abteilungsleiter Fußball unser Nachbar in Goddelau war. Hätte ich mich damals öffentlich über meine Situation und den Verein geäußert, beispielsweise beim Einkaufen im in der Ortsmitte gelegenen Hölzer-Markt, wäre ich möglicherweise im riesigen Lager mit Utensilien für Blumengestecke verschwunden, die er damals vertrieb, und das unheimlich hinter seinem Haus in den Himmel ragte.
Heute einmal (wieder) über alte Zeiten, weil ich vom bezahlten Fußball seit Weihnachten urlaubsbedingt nichts mitbekommen habe.
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Freitag 7. Januar: Kulturlabor

(Daniela)
Ich freue mich mega auf diesen Abend!
Heute im Kulturlabor - freier Eintritt - :
ab 18 Uhr Musik & Getränke Ausstellung von Selamawit Mulugeta
19:00-19:45 Uhr Nashi Young Cho & Andrei Likhanov Jazz Duo
20:00-20:45 Uhr Ambient Excursions mit Kabuki
20:45-21:30 Uhr Matthias Vogt - live Frei improvisiertes elektronischen Solo-Live Set. Ambient/Electronica/Listening.
21:30-23:00 Uhr DJ Jan Hagenkötter (INFRACom!) Das Frankfurter Label INFRACom! begeht in 2022 seinen 30sigsten Geburtstag. Ein Anlass für Jan Hagenkötter, der das Label in 1992 mit deinem Partner Namé Vaughn gegründet hat, heute ausschließlich Titel aus dem vielfältigen Labelkatalog aufzulegen. Ein Wiederhören oder auch neu entdecken Frankfurter Musiker und Produzenten von Shantel über Megashira bis hin zu [re:jazz] und neuen Projekten, aber auch internationale Produktion die in den 3 Jahrzehnten veröffentlicht wurden.
23 Uhr Ende
Adresse: Kulturlabor, Berliner Straße 32, 60311 Frankfurt, Tonübertragung auch nach Draußen. Einlass: 2G, im Innenraum mit medizinischer Maske, ein Bürgertest wäre super klasse!
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Freitag, 7. Januar: Of/ Lieber Thomas

(Andrea)
Ein frohes neues Jahr auch aus Offenbach! Möge 2022 alles besser werden, auf dass wir Kultur und das Miteinander wieder unbeschwert genießen, das brauchen wir alle so sehr. Außerdem hoffe ich, dass zwischenzeitlich nicht zu vielen Machern die Puste ausgegangen ist, diese bleierne Zeit erfordert mehr als nur Durchhaltevermögen...Tapfer kämpft sich auch Nicole Werth mit dem Filmklubb durch die Pandemie und weil wir die Jahreswende im wilden Osten verbracht haben, schauen wir uns heute den Film über Thomas Brasch an. Ganz ehrlich, ich musste googlen, bin aber jetzt sehr sehr neugierig auf den Film. Denn im Leben des Schriftstellers sind viele spannende Aspekte verwoben, als Sohn jüdischer Emigranten im englischen Exil geboren, siedelt die Familie 1947 in die sowjetische Besatzungszone, die Eltern machen im System Karriere, der Sohn rebelliert, wird exmatrikuliert, arbeitet als Kellner und Straßenbauarbeiter, schreibt Stücke, die im Westen aufgeführt werden, wird verurteilt und kann 1976 mit seiner damaligen Freundin Katharina Thalbach und deren Tochter Anna nach Berlin ausreisen. Da geht es munter weiter...was für ein Leben also! Jett der Klappentext:
"Inspiriert von Braschs Werk erzählt LIEBER THOMAS von den umkämpften Welten im Leben eines radikal Unangepassten: von Braschs Hassliebe zu seinem Vater, von der tiefen Zuneigung zu seinen Geschwistern und seinem ruhelosen Begehren zu den Frauen seines Lebens. Dabei wechselt der in schwarz-weiß gedrehte Film atemlos zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Wahrheit und Fiktion. Denn vor allem erzählt LIEBER THOMAS von einer grenzenlosen Leidenschaft für das Schreiben, von Braschs betörenden Gedichten, seiner magischen Prosa und seinen originellen Filmen. So entsteht ein Porträt aus Surrealem und Tatsächlichem über einen Mann, der zu gewaltig für die Konventionen seines Jahrhunderts war – in aller Zartheit und kraftvollen Härte. www.youtube.com/watch?v=LUbkrqIB4mE
Corona-bedingt gilt im Filmklubb die 2G-plus-Regel mit einem verpflichtenden negativen Test auch für Genesene und Geimpfte. Personen, die bereits eine (dritte) Auffrischungsimpfung erhalten haben, müssen bis auf Weiteres keinen negativen Testnachweis vorlegen. Reservierung unter nic@filmklubb.de Es werden Speisen und Getränke angeboten
Filmklubb Isenburgring 36, HH Offenbach Nicht barrierefrei
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Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt - Hörspiel auf HR2

(Martin)
Die FAZ schrieb anlässlich der Premiere: »Sie tritt in der kerzengeraden Gestalt von Nils Kreutinger auf, der auf wundervoll zarte, ergreifend traurige und dann wieder sehr komische Weise vom Geschick eines Grabmachers erzählt. […] In ihrem Monologstück »Alles ist groß« hat die Frankfurter Autorin Zsusza Bánk aus einer kleinen Beobachtung am Rande einer Beerdigung eine beeindruckende Theaterszene gemacht. Genau in der Beschreibung, gefühlsklug bei der Wortwahl, leuchtet bei ihr zuletzt der Kosmos der Einsamen am allerschönsten.«
Und DLF Kultur – Fazit sendete anlässlich der Premiere: »Es ist ein sehr lebensbejahender Grabmacher, den Zsusza Bánk sich da ausgedacht hat. Er plädiert dafür, dass wir das Leben mehr schätzen. […] Das Tolle an dem Monolog ist, dass er so viele Temperaturunterschiede hat.[…] Es wurde sehr bewegend und sehr berührend, wenn es um tote Kinder ging. Es war aber auch sehr komisch, weil diese Figur […] eine sehr sonderbare ist. Der ist ein bisschen wie ein Showmaker, so ein Angeber […] er ist gar nicht immer sympathisch, aber das macht ihn umso interessanter als Bühnenfigur. […] Es war sehr unterhaltsam, aber auch sehr berührend.«
Alles ist groß ist eine der Perlen im Spielplan des Schauspiel Frankfurt.
Auch war diese Inszenierung ausgewählt und wurde im Sommerbau des Mousonturm gezeigt – ein Meisterstück in Schauspiel (Nils Kreutinger) und Regie (Kornelius Eich). Im Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt wird ‚Alles ist groß‘ von Zsuzsa Bank im Februar gespielt und außerdem wurde die Produktion von HR2 als Hörspiel gesendet und steht als Podcast zur Verfügung.
Beides lohnt sich – nicht als oder, sondern als und!
Hier die Termine im Schauspiel Frankfurt: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/stuecke-a-z/stimmen-einer-stadt-bank/
Und hier geht’s zum Hörspiel-Podcast: https://www.hr2.de/podcasts/hoerspiel/alles-ist-gross-von-zsuzsa-bank,podcast-episode-93550.html
Foto: © Robert Schittko
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Buch und Film: Marina Abramovic

(Andrea)
Weil sich in meiner Stadt alle anderen in den Winterschlaf oder in die selbstverordnete Corona-Pause begeben haben, bleibt auch zeit für Musestunden. Bei mir heißt das, endlich mal Fotos sortieren, Leben, Kopf und Schränke aufräumen, lesen und Filme schauen. An meinem Bett stapeln sich Bücher, die gelesen werden wollen, unlängst beendet habe ich "Walking through walls" von Marina Abramovic. Sie gehört seit ich vor einigen Jahren "The artist is presence" im Kino gesehen habe, für mich zu den spannendsten Künstlern der Neuzeit, auch sie wurde durch Sozialismus und kriegsgeprägte Eltern beeinflusst (vgl. "Lieber Thomas" über Thomas Barsch im Filmklubb") und geht in ihren Perfomance weit über ihre Grenzen hinaus. Alles geben, Schreien, bis kein Ton mehr kommt, Tanzen bis zum Umfallen, andere anschauen, bis die Augen tränen. Die Autobiographie liest sich teilweise etwas zäh, macht aber den unbedingten Willen zur Kunst klar. Die ersten Arbeiten sind pure Rebellion und wegweisend. Der Zeitgeist wehte auch durch das sozialistische Jugoslawien und trotzdem waren ihre Arbeiten mit ihrem selbstzerstörerischen Ansatz mindestens mal sehr mutig. Auch wenn es ihr, glaube ich, nicht um Revolution ging, zumindest keine politische. Abramovic entstammte dem Establishment, ihre Eltern gehörten als ehemalige Partisanenkämpfer zu den Mitgestaltern unter Tito. Trotzdem: Ihre Perfomances sind an Intensität kaum zu überbieten, und wer einsteigen möchte, dem empfehle ich den Film. "The artist is presence", Marina Abramovic, bei diversen Steamingdiensten erhältlich.
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Konzerte in 2022

(Uwe)
In Utrecht an der Weerdsluis-Schleuse wurde nun eine Online-Türklingel für Fische entwickelt. Über eine Unterwasserkamera kann man per Smartphone wartende Fische sehen und beim Schleusenwärter „klingeln“. Der macht die Schleuse dann auf und die Fische können in die Laichgebiete schwimmen. Coronabedingt waren die Konzert-Schleusen für Bands und Sänger*Innen weitestgehend geschlossen. Im Sommer gab es von einigen größeren Acts einige Open Air Konzerte, da kam aber wenig Begeisterung auf. Nun versenden Veranstalter viele Ankündigungen für Tourneen im Jahr 2022. Ob sich die Schleusen aber tatsächlich öffnen? Folgende sind für mich interessant (in chronologischer Reihenfolge):
22.02 The Slow Show in Frankfurt (Zoom) 19.03 Stephan Eicher in Strasbourg 22.03 The Eels in Köln 23.03 Patent Ochsner (unplugged) in Basel 09.05 Sam Fender in Frankfurt (Jahrhunderthalle) 26.05 Wrest in Frankfurt (Ponyhof) - ich habe eine Karte! 10.06 Bruce Springsteen & E Street Band in Frankfurt (Waldstadion) 13.06 The National in Hamburg 29. - 31.07 Heimspiel Knyphausen im Rheingau - wir haben Karten
Keine Konzerte angekündigt hat bisher Phoebe Bridgers. Die würde ich mir in jedem Fall ansehen, talentierter geht es eigentlich nicht. Dafür würde ich den Boss dann von der Liste nehmen, Stadionkonzerte sind einfach nicht meins. Placebo und Philipp Poisel mag ich sehr, die spielen aber in der Festhalle und da passen die irgendwie nicht hinein. Das Konzert der Band Texas anlässlich des 30. Geburtstages der Platte Southside in der Frankfurter Batschkapp würde ich aus persönlichen Gründen in jedem Fall ausfallen lassen. Vielleicht wird Wrest ja zum vierten Mal verschoben, vielleicht habe ich nicht das Geld und die Lust für Konzertreisen ....
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Noch bis Sonntag, 16. Januar: A Room of Our Own Swoosh Lieu

(Martin)
„'Eine Frau muss Geld und ein eigenes Zimmer haben, um schreiben zu können.‘ so Virginia Woolf 1929 in ihrem Essay „A Room of One’s Own“. Über 90 Jahre später ist diese Allegorie auf finanzielle und räumliche Unabhängigkeit aktueller denn je. Während wir in der Corona Krise einen feministischen Backlash erleben, verschließen sich für Frauen* immer wieder Türen, werden ihre Räume immer kleiner gemacht oder ganz weggenommen. In einer audiovisuellen Bearbeitung der Thesen von Woolf fragen Swoosh Lieu danach, wie die Räume aussehen müssen, in denen wir uns emanzipieren und selbstverwirklichen können und mit welchen Mitteln wir uns diese Räume erzählen und vorstellen müssen, um sie tatsächlich auch entstehen zu lassen. Die Kamera bewegt sich anhand dieser Fragen und in Zeiten des Lockdowns durch den leeren Theaterraum, erkundet Plätze und Perspektiven, Sichtbarkeiten und Lautstärken, Zugänge und Begrenzungen.“
Hier geht’s zum Link: https://www.mousonturm.de/events/a-room-of-our-own-2/
Donnerstag, 23. Dezember – Sonntag, 16. Januar Digitaler Mousonturm, kostenfrei und via Mediathek abrufbar
Foto: (c) Homepage Mousonturm
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Montag, 10. Januar – Donnerstag, 10. Februar: Fashion-Fotos

(Petra)
Die Fashion Week ist wieder in der Stadt – und hierzu gibt es dieses Mal ein begehbares Modemagazin. Kein anderes Medium transportiert Mode so sehr wie Fotografie. Fotografie interpretiert Mode in all ihren Facetten – macht Kleidung zum Erlebnis. Und Mode inspiriert Fotografinnen und Fotografen zu außergewöhnlichen Bildern. Was liegt näher, als diese Symbiose im Rahmen der Fashion Week zu zeigen? Deshalb verwandelt der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. gemeinsam mit AAAREA, ein Zusammenschluss von elf Frankfurter Kreativagenturen, und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH einen zentralen Knotenpunkt Frankfurts in einen Standort zur Frankfurt Fashion Week: Die Fotoausstellung RUNWAY – B(eautiful) Ebene macht die B-Ebene der Hauptwache zum Laufsteg der besonderen Art. Die B-Ebene ist ja - gerade zu dieser Jahreszeit - auch ein Ort für diejenigen, die sich die abgebildete Fashion vermutlich niemals werden leisten können (und froh sind, wenn sie hier bei kalten Temperaturen einen Schlafplatz finden). Ambivalent, aber es gilt: Fashion Week für alle – mitten in der Stadt. Und das gefällt mir. Zu sehen sind auf 35 Bildsäulen großflächige Formate von 25 Fotografinnen und Fotografen aus Deutschland und Großbritannien: von internationalen Größen ebenso wie von Newcomern und Youngstern. Die Arbeiten verdeutlichen, warum Modefotografie mehr ist als Kleidung zu zeigen. Die Arbeiten spiegeln aktuelle Themen wie Diversity, Natur oder Urbanität. Sie zeigen starke Persönlichkeiten ebenso wie verspielt poetische Augenblicke. Sie laden ein, die Welt auf dem Weg zu U- oder S-Bahn aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich inspirieren zu lassen.
RUNWAY – B(eautiful) Ebene, mit Fotografien von Manu Agah, Paula Averkamp, Sabine von Bassewitz, Asja Caspari, Uwe Duettmann, Vanessa Fairfax-Woods, Caroline Gerst, Esther Haase, Jens Ihnken, Axl Jansen, Gerhard Linnekogel, Alwin Maigler, Michelle Marshall, Mike Masoni, Claus Morgenstern, Julie Nagel, Bernd Opitz, Philipp Rathmer, Katja Ruge, Leif Schmodde, Michael Schnabel, Gerhilde Skoberne, Oana Szekely, Marc Trautmann, Robert Westrich, Ort: Hauptwache Frankfurt B-Ebene, Uhrzeit: 24/7
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Montag 10. Januar: First Cow im Pupille – Kino in der Uni

(Daniela)
Das Kino Pupille ist ein ganz besonderer Ort. Vor ein paar Wochen feierte das Kino seinen 70. Geburtstag... "Vor einer Rekordkulisse von über 2000 Studierenden wurde am 17. Dezember 1951 ein Film über einen Ausflug mit Bootstour an den Rhein gezeigt. Dieser war im Rahmen des damaligen Universitätsfestes von Frankfurter Studierenden selbst gedreht worden. Beflügelt von der überwältigenden Resonanz gründeten die Macher das FILMSTUDIO, in dem Studierende kurze 16mm-Semesterschauen (die später namensgebenden Pupillen) planten, drehten, schnitten, vertonten und nach Fertigstellung auch zeigten. Damit legten die Studierenden von damals den Grundstein für eine Kinogeschichte an der Goethe-Universität, die sie so mit Sicherheit nicht vorhersahen..." (Mehr zum Kino unter: https://www.pupille.org/pupille.ph)
Die Kinothek Asta Nielsen zeigt heute den mehrfach ausgezeichneten Film FIRST COW. Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=SRUWVT87mt8
USA 2019 | Regie, Schnitt: Kelly Reichardt | Buch: Jon Raymond, Kelly Reichardt | Kamera: Christopher Blauvelt | Darsteller*innen: John Magaro, Orion Lee, Toby Jones, Ewen Bremner, Scott Shepherd | Farbe | DCP | 122 Minuten | amer. OV mit dt. UT
„Cookie (John Magaro) ist der wohl sanftmütigste Mensch, der je durch einen Western stapfte. Als er beim Pilzesammeln einen Salamander auf dem Rücken entdeckt, dreht er ihn vorsichtig um. Und er hilft auch dem nackten Chinesen [King-Lu], der nachts vor ihm im Busch auftaucht. Cookie arbeitet für eine Truppe von Pelztierjägern als Koch, im wilden Oregon des frühen 19. Jahrhunderts. Das ist nicht so ganz seine Welt. Er schmückt lieber mit selbstgepflückten Blumen die Hütte eines Freundes. Faustschläge verteilt Cookie eher nicht. [...] Vor dem Hintergrund des unzivilisierten Landes mit seinen oft brutalen und nur auf den eigenen Vorteil bedachten Siedlern wirkt die Freundschaft von Cookie und King-Lu so unpassend wie die Kuh, die – als erste überhaupt – in die Gegend kommt. „Kühe gehören nicht hierher“, findet einer. „Weiße Männer auch nicht“, kontert ein anderer. [...] Neben der Freundschaftsgeschichte erzählt First Cow vom Frühkapitalismus, den Gesetzen des Marktes, Angebot und Nachfrage, wie man Mehrwert erzielt – alles das lässt sich beim Krapfenverkauf leicht nachvollziehen. [...] Die Regeln und Machtverhältnisse in dieser noch jungen Welt sind die alten geblieben. First Cow ist auch ein Statement, wie man es anders hätte machen können.“ (Martina Knoben, Süddeutsche Zeitung, 9.7.2021)
Reservierungen sind ab dem 8.1 möglich unter: https://reservation.ticketleo.com/event/21035/first-cow
Pupille – Kino in der Uni Studierendenhaus Campus Bockenheim, Mertonstraße 26-28 U4, U6, U7, Bus 32, 36, 50, 75, Tram Linie 16 / Bockenheimer Warte
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Bis Dienstag, 01. Februar 2022: Preis für Zukunftsideen

(Petra)
Sonst erzähle ich hier nicht, was mich vor "dem Ausgehen" so beschäftigt. Heute mache ich eine Ausnahme, denn wir haben ein Projekt an den Start gebracht, das mir super am Herzen liegt - den GFB-Zukunftspreis. Denn wir meinen: Wohnen und Stadtentwicklung von morgen brauchen gerade im Ballungsraum neue Ideen und Lust am Gestalten. Der enorme Bedarf an bezahlbaren Wohnungen, unser künftiges Zusammenleben im privaten und öffentlichen Raum, die Weiterentwicklung unserer Städte und des raren Stadtraums für alle, fortschreitender Klima- und Ressourcenschutz als ein Muss gehören zu den wesentlichen Fragen, die uns alle angehen. Die Antworten können vielfältig sein: Innovative Bauvorhaben, visionäre Ideenwettbewerbe, kreative Interventionen im öffentlichen Raum, Projekte zur Kommunikation und Vermittlung und anderes mehr. Die Projekte in oder für die GFB-Partnerkommunen (zu denen nicht nur Frankfurt und Offenbach zählen) sollen einen Impuls für den Wohnungs- und Städtebau geben, etwas - in den Köpfen - in Bewegung setzen für das künftige Zusammenleben und möglichst konkret erlebbar sind für alle im öffentlichen Raum. In drei Wettbewerbsrunden jährlich mit den Preisgeldern zwischen 5.000 - 20.000 Euro können – temporäre – Projekte zu Gunsten von Partnerkommunen umgesetzt werden, die zum Kernziel des großen Frankfurter Bogens (Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in lebenswerten Quartieren) und/oder der GFB-Zukunftswerkstatt (innovative Projekte und Zukunftsthemen rund um Wohnen und Stadtentwicklung) in der Rhein-Main-Region beitragen. Hochschulprojekte sind ebenfalls herzlich eingeladen, sich zu bewerben, ebenso auch Vereine, Stiftungen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Wohnungsbaugesellschaften oder -genossenschaften u. a. Nähere Infos und die wirklich knappen Bewerbungsunterlagen findet Ihr hier.
Foto: ©AdobeStock/Arcansél
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Donnerstag 13. Janauar: Made in Bangladesh

(Daniela)
Frankfurt am Main ist seit bald 11 Jahren Fair Trade Town. Als solche beteiligt sie sich seit einiger Zeit bereits an der Fair Finance Week und bringt zahlreiche Maßnahmen auf den Weg, wie zum Beispiel die Beschaffung fairer Arbeitskleidung für kommunale Mitarbeitende. Doch Frankfurt ist mehr als die Stadt des Geldes und der Bankentürme. Deshalb organisert eine Gruppe Engagierter rund um die „Fair Trade Town Initiative“ 2022 erstmals parallel zur Frankfurt Fashion Week eine „Fair Fashion Week“. Mehr Infos unter: https://frankfurtnachhaltig.de/kampagnen/fair-fashion-week
Heute zeigen sie den Film mit anschließender Diskussion: "Made in Bangladesch“
Wenn von Nachhaltigkeit und fairem Handel die Rede ist, denken die meisten an Kaffee, Tee oder Schokolade. Doch wie sieht es mit der Kleiderproduktion aus? Wir werfen den Blick auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der modernen, globalen Bekleidungsindustrie. Gezeigt wird der Spielfilm „Made in Bangladesch. Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie“. Er erzählt die Geschichte einer jungen Bengalin, die in einer Nähfabrik in Dhaka arbeitet, und macht die Arbeitsbedingungen in einer Branche sichtbar, in der überwiegend Frauen beschäftigt sind. „Made in Bangladesh“ ist auch ein Film über Frauenrechte. Ein Gespräch über Nachhaltigkeit und fairen Handel in der Modebranche flankiert die Filmsichtung.
Die Evangelische Filmjury hat „Made in Bangladesch“ zum Film des Monats gewählt: https://www.filmdesmonats.de/filme/made-bangladesh
Beginn 19:00 Uhr, Ende 22:00 Uhr. Ort: Evangelische Akademie Die Veranstaltung ist kostenfrei. Hier gibt es mehr Informationen und die Anmeldung.
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Donnerstag 13. + Freitag 14. Januar: Dhafer Youssef im hr Sendesaal
(Daniela)
Die Mischung aus Jazz und arabischer Musik bildet einen musikalisch fruchtbaren Nährboden. Dies durfte die hr-Bigband schon 2013 sehr erfolgreich in der Zusammenarbeit mit dem französisch-libanesischen Trompeter Ibrahim Maalouf feststellen.
Nun ist mit dem tunesischen Oud-Spieler Dhafer Youssef ein weiterer Virtuose zu Gast, der in seinen Projekten eine einzigartige Melange aus arabischen Klängen, akustischem Jazz und modernen Beats entstehen lässt. Youssef hat keine festen Ensembles, in denen er regelmäßig spielt. Für jede Aufnahme tut er sich gerne mit neuen Musikern zusammen. Das passt perfekt zum Konzept der hr-Bigband, die sich mit jedem Projekt einer neuen Sache widmet. Bleibt also gespannt abzuwarten, was sich Dhafer Youssef und der schwedische Arrangeur Magnus Lindgren für dieses Projekt einfallen lassen werden.
Weitere Informationen Karten: 24,- € Abonnenten*: 18,50 € Telefon (069) 155-2000 hr-ticketcenter.de
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Donnerstag, 13. Januar 2022: Wohnen-Podium

(Petra)
Gerade im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main stellen sich gemeinsame Herausforderungen und Zukunftsfragen rund um Wohnungsbau und Stadtentwicklung ganz besonders. Das kann gar nicht oft genug diskutiert (und natürlich auch angegangen) werden, finde ich. Das DAM Deutsche Architekturmuseum startet jetzt mit der Talkserie „4×4 Kommunen aus Rhein-Main diskutieren“ einen interkommunalen Diskurs über Innovationen und Spannungsfelder rund ums Wohnen in der Rhein-Main Region.
In den insgesamt vier Talks kommen handelnde Protagonistinnen und Protagonisten aus jeweils vier Kommunen zusammen, um ihre Erfahrungen, Strategien und Best Practices zu teilen – und im Rahmen dessen der interessierten Öffentlichkeit ein Bild über den Wohnstandort Rhein-Main aus fachlich-verantwortlicher Perspektive an die Hand zu geben. Gemeinsam sollen lokale Herausforderungen, Impulse und Lösungsansätze aus anderen Metropolregionen sowie praktische Erfahrungen und weiterführende Visionen diskutiert und etwaige neue Formen des Zusammenwirkens erörtert werden. In ersten Termin geht es heute um die kontroverse Frage: „Wieso freue ich mich (nicht) auf neues Wohnen?“ An den folgenden drei Abenden im Februar und März wird es um Identität und Vielfalt, Nachbarschaft und unseren Boden gehen. Ich freue mich auf spannende Diskussionen, die uns alle angehen.
4 x 4 Kommunen aus Rhein-Main diskutieren: Wieso freue ich mich (nicht) auf neues Wohnen?, Hybrid-Veranstaltung, Ort: Danzig am Platz, Adresse: Ostparkstr. 11, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: kostenlos (ob und wie eine Teilnahme vor Ort möglich ist, erfahrt Ihr hier, Livestream zu allen Terminen auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Architekturmuseums
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Freitag 14. Januar: BLEIWE LOSSE
(Daniela)
Heute Abend gibt es (mal wieder) ein tolles Programm im Kulturlabor. Auf die Bühne, bzw. ins Schaufenster kommen die Schauspiler*innen Stefani Kunkel, Jochen Döring und Rainer Ewerrien mit ihrer szenischen Lesung BLEIWE LOSSE von Wolfgang Deichsel
»BLEIWE LOSSE« Das sind wilde Geschichten, voller Verzweiflung, aus dem urhessischen Alltag.
Humor, Absurdität, Scheinlogik und der ganz alltägliche Wahnsinn werden in sechs wunderbaren Szenen von drei Urgesteinen der feinen Frankfurter Comedyszene gelesen, denn eines ist Sicher: »BLEIWE LOSSE« ist nur im Dialekt möglich! Augen zu – und durchgelacht.
»Es muss mehr Unterhaltung in das westdeutsche Theater!«, forderte Deichsel 1971 programmatisch. Diesen Anspruch erfüllen wir jetzt endlich bei den Kulturzeiter*innen
Kulturlabor, Berliner Straße 32, barrierefreier Zugang. Einlass mit 2G+ und Maske. Tonübertragung auch nach Draußen Beginn 20:00 Uhr, Dauer 60 Minuten
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Samstag, 15. Januar: 45. Naxos Hallenkonzert - Brieflieder

(Martin)
Brieflieder - Johannes Öllringer (Gitarre und Gesang)
Das ist der Hammer, wenn man in der Vorankündigung zu diesem Konzert liest, wer da alles zu Worte kommt:
„Ein einzigartiges Liedermacher-Programm mit Zitaten von Franz Kafka, Sophie Scholl, Otto von Bismarck und vielen mehr. Johannes Öllinger verpackt Briefzitate in eingängige und einfühlsame Lieder. So kann man hören, wie Franz Kafka sich in Milena Jesenská verliebt, Kurt Tucholsky aus dem schwedischen Exil über Nazideutschland ätzt, die junge Sophie Scholl ihren Mut zum Widerstand entdeckt, oder wie sich Hannah Arendt und Heinrich Blücher in schnippischem Ton ihre Unentbehrlichkeit mitteilen. Ein liebevoller Bismarck, ein grummeliger Wilhelm Busch, eine stoische Rosa Luxemburg, eine leidenschaftliche Paula Modersohn-Becker und viele andere kommen ebenfalls zu Wort. Der Münchner Gitarrist und Liedermacher Johannes Öllinger wurde unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2017 ausgezeichnet.“
Hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/
Samstag, 15. Januar um 20.00h: 45. Naxos Hallenkonzert
Foto: © Homepage Theater Willy Praml
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Verlängert bis zum 6. Februar: Sandra Mann, NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS

(Daniela)
Sandra Mann ist eine großartige Künstlerin. Ich freue mich sehr auf ihre große Einzelaustellung im Kunstverein Familie Montez und die begleitenden Veranstaltungen: Sandra Mann, NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS
Eine Werk-Ausstellung anlässlich der Verleihung der Goetheplakette der Stadt Frankfurt an die Künstlerin Sandra Mann mit Fotografien, Filmen, Installationen, Diskussionsrunden, Führungen und einer Charity-Auktionsmatinée der Keep The World Foundation zu Gunsten kulturellen Engagements und zur Förderung von Projekten des Kinderschutzbundes.
Die Frankfurter Künstlerin Sandra Mann bedient sich einer großen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen wie Fotografie, Installation, Skulptur, Video – befasst sie sich konzeptuell mit der Beziehung der Menschen zueinander, zur Natur, zur Umwelt, Tierwelt oder Genderthematik. Ihre Arbeit und Lehre ist durch die Erforschung der Grundlagen der Fotografie, Bildsprache und Bildwahrnehmung geprägt. Sie kuratiert Ausstellungen im In- und Ausland, ist Mitglied des internationalen Kuratorennetzwerks Qipo und arbeitet als Jurymitglied bei Fotografie- und Kunstwettbewerben. Neben diversen anderen Preisen und Stipendien erhielt sie ein Stipendium der Universitäts-stiftung Augsburg, ein Stipendium der Deutschen Künstlerhilfe, das Helsinki-Reisestipendium des Kulturamts und die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main. Sie engagiert sich mit Initiativen im sozialen, kulturellen, ökologischen Bereich, unterstützt die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten und sie ist seit 2017 Kunstbotschafterin der Keep The World Foundation. Ihre Werke sind in nationalen und internationalen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, im MUCA Mexiko Stadt, der Vehbi Koç Foundation Istanbul, oder in der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation.
www.sandra-mann-photos.de https://www.youtube.com/watch?v=cYftv96H4sA&t=178s
Ausstellungsort: Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, 60314 Frankfurt am Main
Eröffnung: 26.11.2021, 19 Uhr Ausstellungszeitraum: 26.11.2021 – 09.01.2022 Öffnungszeiten Ausstellung: Di - So 13 - 19 Uhr
Foto:Antipendium II (Selbstportrait), 1998, Fotografie ©Sandra Mann
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Sonntag 16. Januar: Hausflohmarkt
(Daniela)
Ich liebe private Flohmärkte und daher fahre ich heute in den Hintertaunus zu Verena..
„Am Sonntag den 16.01.2022 veranstalten wir von 11.00 bis 15.00 Uhr einen Hausflohmarkt in der Limesstrasse 17, 61381 Friedrichsdorf-Köppern. In meinem Elternhaus gibt es Originale und Originelles- Möbel und Skurrilitäten der 70er und 80er Jahre. Alles soll raus!
Bitte Maskenpflicht, Abstand und 2 G Regel beachten.
Wir freuen uns auf Euch!“ Verena
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Samstag 22. Januar: Melli redet mit

(Daniela)
Zwei Fliegen mit einer Klappe... Ich mag Mellis Format "Melli redet mit.." sehr. Sie hat immer interessante Gäste und die Abende sind lustig und kurzweilig. Heute hat Melli unter anderem Sandra Mann zu Gast. Das trifft sich prima, denn ich habe ihre Ausstellung im Kunstverein Familie Montez noch nicht gesehen (verlängert bis zum 6. Februar)... Sollte ich also heute Zeit haben, gehe ich hin.
Melli schreibt: "Meine Gäste: Wolf Schubert-K. (Urgestein und Geheimtipp der Rhein-Main- und kanadischen Musikszene) und Julie Embers aka Heidmann (die Hälfte des Singer/Songwriter-Duos Romie). Sie haben sich dem Folk-Pop verschrieben und widmen sich ihm mit allem was dazu gehört. Die Schauspielerin Liese Lyon mit österreichischem Schmäh, die neben ihrem schauspielerischen Können auch noch ein Jodeldiplom vorzuweisen hat. Die Fotografin und Künstlerin, ausgezeichnet mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt Sandra Mann. Ihre Fotografien sind noch bis Februar 22 im Kunstverein Familie Montez zu sehen. Außerdem wieder am Start Frau Christiane von Spangenberg (aka Stefani Kunkel). Ihr hat es das letzte Mal so gut gefallen, dass sie ihr Gin-Lager jetzt ins Lola Montez verlegt. Und wie immer dabei: Meine großartige (M)ein-Mann-Band Martin Grieben! Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, DTHGEV, Neustart Kultur.
Tickets: www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/61ab8d300c743d6140c44c2a
Beginn: 20:00 Uhr Ort: Kunstverein Familie Montez, unter der Honselbrücke. Barrierefreier Zugang
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Freitag, 28. Januar (Premiere) Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo.

(Martin)
Theater Willy Praml - Naxos-Halle
Schon vor einem Jahr war die Premiere angekündigt von Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo. Jetzt endlich ist es soweit!
Es ist die Zeit, da die Schwarzen die Weißen erschlagen. Die Zeit des Entweder-Oder. Die Zeit der Vereindeutigung der Welt. Schwarz ist dem Weiß ein Feind – Weiß hasst das Schwarz.
Die Erzählung fängt an mit einem Schuss, den der befreite Sklave Congo Hoango seinem guten Herrn in den Kopf jagt und endet mit der weißen Hirnmasse, die sich ein junger Schweizer aus dem Kopf schießt und die an die Wand der Behausung der schwarzen Babekan spritzt.
Alles ist unversöhnlich bei Kleist. KÜSSE, SCHÜSSE, DAS REIMT SICH!
In der Zeit des Aufstandes erfindet Kleist eine Liebesgeschichte, eine unglückselige natürlich, in der ein schwarzes Mädchen darum betet, weiß zu werden, um dem jungen Schweizer zu gefallen. Und der Schweizer träumt davon, das geliebte schwarze Mädchen, möge sich in seine verstorbene weiße Geliebte verwandeln.
NICHTS geht. NEVERLAND!(wie die Traumfarm von Michael Jackson hieß). Selbst die Liebe vermag NICHTS. Die Hochzeit ist der Tod.
Und doch: im letzten Absatz der Erzählung bietet Kleist ein Trostpflaster – erfindet einen Herrn Strömli, der den toten Liebenden ein Grab-Denkmal in seinem Schweizer Garten errichtet.
Keine heile Welt am Ende, aber eine heilende.
HEAL THE WORLD!
Hier gehts zur Kartenreservierung: https://theaterwillypraml.de/kleist-st-domingo-2021/#
Freitag, 28. Januar (Premiere) um 20.00h: Kleists: Schwarz/Weiß. Verlobung in St. Domingo.
Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Weitere Vorstellungen: 29. und 30. Januar, 4. – 6. Februar, 11. – 13. Februar, 18. – 20. Februar, 25. und 26. Februar und 4. und 5. März.
Foto: © Seweryn Zelazny
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Mittwoch, 19. Januar: Lese-Debüts

(Petra)
Wie wäre es mit drei aufregenden Debüts gleich zu Jahresanfang? Und wer von Euch hat nicht den guten Vorsatz, mehr (gute Literatur) zu lesen in 2022? Also. Das Literaturhaus Frankfurt legt gleich wieder schön los mit seinem sympathischen Format „Qualitätskontrolle“, das ich wunderbar für neue Entdeckungen finde. Manch eine liegt gleich um die Ecke – aber dazu gleich mehr. Dass Debüts äußerst erfolgreich sein können, zeigte zuletzt Mithu Sanyals Bestseller „Identitti“. Um gleich drei herausragende Erstlingswerke geht es heute. Nastasja Penzar kennt das Literaturhaus schon aus den Schreibwerkstätten ihrer Jugend. Jetzt liegt ihr erster Roman vor und ihre titelgebende Figur „Yona“ begibt sich auf der Spur von Familiengeheimnissen nach Südamerika – Gewalt, Korruption und Rassismus prägen diese Welt. Seit die Erzählerin in Laura Dürrschmidts Erstling unter die Wasseroberfläche eines vereisten Sees geraten ist, weiß sie: „Es gibt keine Wale im Wilmersee“. Der See nahm ihr die Schwester, den eigenen Namen und schließlich der Familie die Sprache. Das hört sich nach nicht ganz einfacher „Kost“, aber auch einigem Humor an – und macht mich neugierig auf die junge Offenbacher Autorin (so viel Lokalkolorit muss erlaubt sein). Ferdinand Schmalz ist gefeierter Dramatiker und auch sein Romandebüt war direkt nach Erscheinen für diverse Preise nominiert. Wie Nazi-Weihnachtsschmuck mit einem Tiefkühlkostvertreter zusammenhängt, erfährt man in „Mein Lieblingstier heißt Winter“. Das Gespräch mit den dreien führt die Kulturvermittlerin Traudl Bünger.
Foto Laura Dürrschmidt: ©Elias Ott
Qualitätskontrolle 0122 mit Laura Dürrschmidt, Nastasja Penzar und Ferdinand Schmalz, Moderation: Traudl Bünger, Hybrid-Veranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 3, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 7 (4) Euro, Streamingticket 5 Euro, Tickets git es hier
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