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| 23.12.2021 |
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Buon Natale

Liebe*r Ausgehtippleser*in,
ich wünsche dir und deiner Familie & Freund*innen ein schönes Weihnachtsfest, beziehungsweise ein paar entspannte Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.
Bevor wir uns in die Ferien verabschieden, noch einige Zeilen zu ein paar Menschen:
Danke an alle Künstler*innen, Kulturschaffenden und Veranstalter*innen in Frankfurt & Offenbach, ohne die es die Ausgehtipps nicht geben würde. Ich ziehe meinen Hut vor ihnen / dir (sofern du Leser*in bist)! Es ist unglaublich toll, dass sie es, vor allem in diesem krassen Jahr, geschafft haben, so viele kulturelle Veranstaltungen auf die Beine zu stellen! So viele haben sich verbogen und unglaublich viel Herzblut in die Organisation und Konzeptentwicklung gesteckt, damit Kultur, trotz einer Pandemie, erlebbar blieb. Noch einmal: vielen Dank! (Wenn du Kulturschaffende unterstützen möchtest, dann kommt in unser Kulturlabor, ab dem 6. Januar machen wir weiter, oder spende über unsere Webseite: www.kulturzeiterin.de)
Ein besonderer Dank gilt aber insbesondere meinen vier Co-Autorinnen:
Andrea Ehrig, die die Fahne für Offenbach hochhält und uns seit Jahren aufzeigt, wie kulturell vielseitig Offenbach aufgestellt ist.
Petra Manahl, die trotz ihres vollen Terminkalenders die Muße findet, uns in ihrer Rubrik GEDRUCKTES mit ganz persönlichen Literaturtipps zu versorgen und darüber hinaus Ausstellungen und spannende Diskussionsrunden ankündigt.
Uwe Schwöbel, der in seiner Kolumne GEROLLTES die Welt des Fußballs und anderer Sportarten nicht nur für Sportfans spitzfindig und amüsant beschreibt, schon einige Leser*innen nach Goddelau oder auf den Kühkopf gelotst hat, der uns mit vielen Konzerttipps bereichert und der gemeinsam mit seinem Freund und Kinomacher Daniel Brettschneider Lieblingsfilme und Lieblingsmusik empfiehlt.
Martin Grün, der eine unglaubliche Gabe hat uns das Theater und die Oper näher zu bringen. Auch mich hat er in den letzten Jahren immer wieder für Theaterstücke begeistert, die ich mir sonst vielleicht nicht angesehen hätte.
Und zu guter Letzt möchte ich mich bei dir bedanken. Es ist schön, dass du Interesse und hoffentlich auch Freude an unseren Ausgehtipps hast.
Da wir nur wenig Feedback bekommen, ist es für uns schwierig einzuschätzen, was gut und was vielleicht nicht so gut ankommt. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn du uns ein paar Zeilen Feedback schickst. Was gefällt dir an den Ausgehtipps, was könnten wir besser machen, wie oft liest du sie … Gerne per Email an ausgehtipps@cappelluti.net.
So, jetzt ist aber Schluss. Ich bin - wie immer - in Eile (das wird sich wohl nie ändern).
Lebe wild & bleib gesund.
Buon Natale
Daniela
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 15 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft zusammen essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wenn ich Dir als Dank eine Postkarte schicken darf, dann schreibe bitte Deine Postadresse in die Überweisung.
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G E R O L L T E S über einen Spielabbruch

(Uwe)
Am Wochenende wurde in der 3. Liga das Spiel MSV Duisburg – VfL Osnabrück abgebrochen, nachdem Osnabrücks Aaron Opoku, ein deutscher Spieler ghanaischer Abstammung, geboren in Hamburg, von einem „Fan“ des MSV Duisburg rassistisch beleidigt wurde. Er wurde lautstark mit Affenlauten bedacht und war danach, was nachvollziehbar ist, nicht mehr in der Lage weiterzuspielen.
Nachdem der souveräne Schiedsrichter Winter mit dem völlig aufgelösten Opoku sprach, übersprang daraufhin den Drei-Stufen-Plan, der im Fußball von DFB, UEFA und FIFA für solche Szenen vorgesehen ist und brach die Partie unmittelbar ab. Der Drei-Stufen-Plan wurde von der UEFA 2011 eingeführt und vom DFB im März 2021 verabschiedet (Stufe 1: Erste Unterbrechung und Stadiondurchsage, Stufe 2: Zweite Unterbrechung für 5-10 Minuten, Mannschaften gehen in die Kabine, erneute Stadiondurchsage, Stufe 3: Abbruch).
Der Stufenplan darf nur bei Rassismus und Diskriminierung angewendet werden, profane Beleidigungen und unsportliches Verhalten, also mittlerweile alltägliche Beschimpfungen, Stinkefinger und ähnliches sind zwar ebenfalls überflüssig und unverständlich, im Vergleich zu widerlichem homophobem und antisemitischem Geschreie und den Affenlauten wie in Duisburg tatsächlich Bagatellen. Es war ein schönes Zeichen, dass der diskriminierende Zuschauer / Fan schnell durch um ihn herumsitzende Zuschauer identifiziert und gemeldet wurde und das gesamte Stadion „Nazis raus“ anstimmte. Sicher wird der DFB ermitteln. Auch das ist gut so, denn so kann eine Abschreckung erreicht werden. Aber nur dann, wenn auch in ähnlich gelagerten Fällen konsequent bestraft wird. Warum? Gerald Asamoah, ein ehemaliger Schalker Spieler mit ghanaischen Wurzeln beschrieb jüngst im Stern: „2006 wurde ich als Schalker in Rostock mit Affenlauten bedacht, obwohl ich kurz zuvor als deutscher Nationalspieler das weltoffene „Sommermärchen“ bei der WM in Deutschland erlebt und repräsentiert hatte. Diese Laute zu hören, das ist das Schlimmste. Es sind verstörende Erinnerungen“.
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Donnerstag, 23. Dezember – Sonntag, 16. Januar: A Room of Our Own Swoosh Lieu

(Martin)
„'Eine Frau muss Geld und ein eigenes Zimmer haben, um schreiben zu können.‘ so Virginia Woolf 1929 in ihrem Essay „A Room of One’s Own“. Über 90 Jahre später ist diese Allegorie auf finanzielle und räumliche Unabhängigkeit aktueller denn je. Während wir in der Corona Krise einen feministischen Backlash erleben, verschließen sich für Frauen* immer wieder Türen, werden ihre Räume immer kleiner gemacht oder ganz weggenommen. In einer audiovisuellen Bearbeitung der Thesen von Woolf fragen Swoosh Lieu danach, wie die Räume aussehen müssen, in denen wir uns emanzipieren und selbstverwirklichen können und mit welchen Mitteln wir uns diese Räume erzählen und vorstellen müssen, um sie tatsächlich auch entstehen zu lassen. Die Kamera bewegt sich anhand dieser Fragen und in Zeiten des Lockdowns durch den leeren Theaterraum, erkundet Plätze und Perspektiven, Sichtbarkeiten und Lautstärken, Zugänge und Begrenzungen.“
Hier geht’s zum Link: https://www.mousonturm.de/events/a-room-of-our-own-2/
Donnerstag, 23. Dezember – Sonntag, 16. Januar Digitaler Mousonturm, kostenfrei und via Mediathek abrufbar
Foto: (c) Homepage Mousonturm
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24. Dezember: Heiligabend
(Daniela)
Wir haben ein festes Ritual, was wir an Heiligabend machen, normalerweise:
gehen wir gegen 11 Uhr ins GEMALTE HAUS und Essen dort Tartarbrötchen und trinken Apfelwein, da wir aber nicht zu viele Leute treffen wollen, fällt das aus...Anschließend
gehen wir in den Zoo und besuchen dort Uwes Patentier. Das fällt dieses Jahr auch aus, da wir vergessen haben die Patenschaft für den Frosch zu verlängern..
um 17:00 Uhr gehen wir dann zum Stadtgeläut. Das fällt dieses Jahr leider aus.
Alternativ überlegen wir, ob wir zum Weihnachtsspaziergang der Wartburggemeinde ins Nordend gehen. Der charismatische und kreative Pfarrer Diemer hat sich dieses neue Format ausgedacht. Der Spaziergang rund um die Kirche findet von 16:00-18:00 Uhr statt.
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Sonntag, 26. Dezember: Of/ Walk of Fame
(Andrea) Hand aufs Herz: Wieviel Paar Schuhe nennt Ihr Euer eigen? Eines, zwei, zehn? Bei mir sind es zwar weniger als bei Imelda Marcos, aber mit den Jahren hat sich doch einige angesammelt. Warum sind Schuhe so wichtig und was sagen sie über ihre Trägerin aus? Vielleicht streift die Führung heute um 15 Uhr auch solche Fragen. "In STEP BY STEP: Schuh.Design im Wandel entdecken Sie mit Kuratorin Leonie Wiegand M.A. Kreationen bedeutender Schuhdesigner*innen. Mit Aufkommen der Pariser Haute Couture im 19. Jahrhundert wurden auch die Namen der Schuhmacher populär." Eintritt & Führung 10 €; mit Anmeldung t DLM Deutsches Ledermuseum / Schuhmuseum Frankfurter Str. 86 63067 Offenbach am Main www.ledermuseum.de
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Sonntag, 26. Dezember: Online Rembrandts Welt im globalen Kontext

(Andrea) Nachdem sich die meisten schon in die vorzeitige Winterpause verabschiedet haben und/oder die letzten verbliebenen Veranstaltungen abgesagt wurden, sogar Peter & the Testtube Babies und das will was heißen, bleibt gerade nicht viel. Außer, und das ist sicher nicht das Schlechteste, Zeit für gutes Essen, Familie und Fernsehen. Weil ich es bisher noch nicht ins Städel geschafft habe und Rembrandt noch sehen will, schaue ich mir zur Einstimmung den Online-Vortrag um 19 Uhr an - die Tickets kosten 5 Euro: "Amsterdam, frühes 17. Jahrhundert: Kultur und Wirtschaft blühen in der internationalen Handelsmetropole. Bis heute wird die Phase als „Goldenes Zeitalter der Niederlande“ bezeichnet. Doch wer profitierte vom großen Aufschwung – und auf wessen Kosten? Lernen Sie in dieser interaktiven Online-Session die Zusammenhänge zwischen globalen Handelsbeziehungen und kolonialer Ausbeutung anhand von Rembrandts Gemälden und Grafiken kennen. Erfahren Sie mehr über internationale Handelswege, den Aufstieg der Niederlande zur Seemacht und die Vielfalt in Rembrandts Nachbarschaft. Eine Online-Session, die die beeindruckenden Kunstwerke auf spannende Weise mit Themen der Politik und Gesellschaft verbindet."https://shop.staedelmuseum.de/tickets/museum-fuer-zu-hause/393/online-session-goldene-zeiten
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Freitag, 31. Dezember: SilvesterSpezial im Titania ATMEN

(Martin)
ATMEN von Duncan Macmillan Freies Schauspiel Ensemble
SilvesterSpezial heißt in diesem Falle: Zwei Vorstellungen an einem Tag – um 18.00h & um 20.30h!
„Eine hübsche Bio-Liebesgeschichte...“ schreibt die Frankfurter Rundschau über die Inszenierung von ATMEN im FREIEN SCHAUSPIEL ENSEMBLE!
Hört sich gut, nicht nach großer Anstrengung und irgendwie ‚leicht’ an – vielleicht das Richtige fürs Wochenende!
Alles beginnt in einem schwedischen Möbelhaus. Ein junges Paar. An dem Ort, wo viele sich ihr Leben neu und preiswert einrichten. Was immer sie dort kaufen – irgendwie muss MANN sich ungeschickt verhalten, das Falsche gesagt haben, denn FRAU fällt mit ihrer simplen Frage – „Ein Baby?“ – scheinbar aus allen Wolken. MANN begreift natürlich sofort, dass er weder den richtigen Augenblick, noch den richtigen Ton getroffen hat und antwortet mit einem äußerst hilflosen Beruhigungsversuch – „Tief atmen“-. Aber die Krise ist da.
Der Erfinder dieser Krise ist Autor und Regisseur, ist 1980 geboren, ist Brite, heißt Duncan Macmillan und scheint mit seinen Inselgenossen die Vorliebe für den ebenso schnellen wie schwarzen Humor zu teilen. Dennoch wurde ATMEN zuerst 2011 im fernen Washington D.C. in den USA uraufgeführt, bevor es zwei Jahre später in London bei den Off West End Awards den Preis für das beste neue Stück erhielt. Auch in London ist man schließlich reich mit schwedischen Möbelhäusern gesegnet. Ob nun in Tottenham oder in Wembley oder … Und wahrscheinlich würde es Duncan Macmillan mit seinem britisch bösen Humor mehr als gefallen, wenn in allen Filialen dieser Welt diese Dialoge stattfinden würden, denn er gibt seinen zwei Protagonisten, mehr braucht er nicht, keine individuellen Namen, sondern bezeichnet sie einfach als Frau und Mann.
„Ein gelungener Theaterabend“ meint die Frankfurter Allgemeine Zeitung und schreibt weiter „Moritz Buch als sanfter Bauchmensch, der alles richtig machen will und doch bedenkenlos so viel falsch macht, weckt Sympathien. Jana Saxler, die als Wissenschaftlerin die Welt retten will, weckt Antipathien, mit der moralischen Verzicktheit ihrer Figur. Dabei ist ihre „Frau“, der facettenreichere Charakter und die Schauspielerin wird dieser Komplexität auch gerecht. Mit „coronabedingt“ 25 ZuschauerInnen, machten die Beiden ihre Sache so gut, dass man sie sich besser nicht hätte vorstellen können.“ Die Frankfurter Rundschau findet: „Ein hübsche Bio-Liebesgeschichte …. ER gutherzig und instinktgesteuert, SIE intellektuell und ein bißchen bitchig.“ „Schauspielerisch gekonnt.. flott und einprägsam inszeniert…kann dieser Abend mit großem Gewinn erlebt werden“ sagt das STRANDGUT.
Hier geht’s zu den Tickets: http://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/atmen Freitag, 31. Dezember um 18.00h und 20.30h Freies Schauspiel Ensemble - TITANIA in der Basaltstraße 23, 60487 FFM
Foto: © Homepage Freies Schauspiel Ensemble
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GEDRUCKTES

(Petra)
Es gibt Menschen, die sind weder Freunde noch Familie – und eigentlich kennst Du sie gar nicht: aber sie sind besonders für Dich. Helden? Idole? Das ist mir zu überhöht. Ich nenne sie „Menschen, die ich im Herzen trage“. Neben dem großartigen T.C. Boyle gehört Dave Grohl zu ihnen. Der Ex-Schlagzeuger der legendären Band Nirvana ist seit langem als Sänger und Gitarrist der Foo Fighters weltbekannt und erfolgreich. Ich habe zahllose Konzerte zwischen Berlin und Lissabon erlebt. Und bin immer wieder aufs Neue von seiner positiven Energie beeindruckt – und natürlich von der riesigen Spielfreude der Foo Fighters. Auch ein Beinbruch während des Konzerts hält Dave nicht davon ab, den Fans „zu liefern“: Dann wird eben im Sitzen weitergespielt. Ebenso wichtig sind ihm seine Töchter, für deren „Vater-Tochter-Ball“ er schnell mal aus Perth/Australien und direkt zurück jettet. Ein Familienmensch, der auch mit seiner Mutter, die ihn alleine großgezogen hat, eine superenge, freundschaftliche Verbundenheit hat. Auf der anderen Seite ist ein natürlich der wilde Rock’n’Roller, als der er optisch rüberkommt.
Es gab harte Phasen in seinem bisherigen Leben, zu denen auch der Selbstmord von Kurt Cobain 1994 gehört. Aber nach dem damals üblichen Getingel im Van zwischen kleinsten Gigs in finsteren Läden, prekärem Leben mit wenigen Dollars und vielen Drinks, auf dem Sofa bei großzügigen Leuten irgendwo auf der Welt, hat sich irgendwie immer alles gut gefügt für ihn. Wahnsinnig tolle Begegnungen, viele richtige Momente und ein gutes Gespür dafür, sich und seinen Träumen treu zu bleiben. Besonders sympathisch aber ist, dass Dave riesigen Respekt für Musikerkolleg*innen hat (manche bezeichnet er als Idole), und sich wie ein Kind freut, wann immer er eine*n von ihnen tatsächlich kennenlernt: von Little Richard bis Joan Jett ist dies über die Jahre zu einer illustren Reihe angewachsen. Viele davon sind seine Freunde geworden, zum Beispiel auch Paul McCartney. Die Bandkollegen sind auch Familie für ihn - klar. Und wenn Lemmy von Motörhead in Berlin-Wuhlheide kurz auf der Bühne zum Duett dazukommt, so passt alles zusammen.
Einer meiner Lieblingssätze in seiner jetzt erschienen Autobiographie „Der Storyteller“ (die ich entspannt in drei Tagen gelesen habe): „Was dagegen, wenn AC/DC zum Abendessen kommt?“ Das alles kommt aber überhaupt nicht als Namedropping rüber, sondern mit tiefster Dankbarkeit für jedes gemeinsame Musikprojekt (wie „Them Crooked Vultures“ mit John Paul Jones, Led Zeppelin, und Josh Homme, Queens oft the Stone Age) und jeden tollen Abend als Gastgeber für diese Freunde. Der Kreis schließt sich mit seiner musikalisch begabten Tochter. Danke, Dave, dass Du all dies mit uns teilst.
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Samstag, 1. Januar „Wir feiern“ Neujahrskonzert

(Martin)
Staatstheater Wiesbaden
Das Neujahrskonzert beginnt um 17.00h – selbst wenn riesige Silvester-Feiern stattfinden würden, könnte man bis dahin ausgeschlafen sein – da wir aber sowieso alle möglichst zu Hause bleiben sollen, gibt’s also gar keinen Grund, an Neujahr nicht in ein Konzert zu gehen!
„… und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne –wie könnte man den Beginn des neuen Jahres besser feiern als mit dem traditionellen Neujahrskonzert des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden? Unter der Leitung von GMD Patrick Lange bringt das Hessische Staatsorchester das Jahr 2022 mit den schönsten Walzer- und Operettenmelodien von Franz Lehár bis Johann Strauß schwungvoll zum Klingen. Als Solisten sind dabei die Sopranistin Betsy Horne und der Tenor Tilmann Unger zu erleben.
»Der Gedanke der Operette ist Rausch«, brachte Karl Kraus es einst auf den Punkt. »Die Nüchternheit geht leer aus.« Und damit: Prosit!“
Hier gibt’s Tickets und weitere Infos: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/wir-feiern-2021-2022/7896/#performances
Samstag, 1. Januar um 17.00h „Wir feiern“ – Neujahrskonzert im Großen Haus des Staatstheater Wiesbaden
Foto: (c) Sven-Helge Czichy
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Hölderlin Heterotopia: Wandern auf dem Hölderlin-Pfad

(Martin)
Einstieg überall möglich
Draußen ist es gerade knackig kalt – aber sich dennoch im Freien zu bewegen und gegen das Feiertage-Faulsein an’zugehen‘, lohnt sich!
„Der Audiowalk „Hölderlin Heterotopia“ macht es möglich, mit dem Dichter durch Frankfurt zu streifen. Dabei wandert oder radelt der Zuhörer nicht einfach zu Hölderlin-Orten, sondern legt Hölderlin in seine Welt hinein.“ – das schreibt die FAZ anlässlich eines Literarischen-Wander-Projektes, das der Mousonturm initiiert hat.
Für „Hölderlin Heterotopia“ entwickelt der japanische Regisseur Akira Takayama eine Smartphone-App, die den 22 Kilometer langen Hölderlin-Pfad zwischen Frankfurt und Bad Homburg in einen „anderen Ort“ verwandelt. Die App führt Menschen, die auf dem Pfad zu Fuß unterwegs sind, zu verschiedenen Stationen. Dort schalten sich Audiobeiträge frei, für die 14 Autorinnen und Autoren – darunter Alexander Kluge, Elfriede Jelinek, Jan Philipp Reemtsma, Navid Kermani oder Helene Hegemann – neue Texte, Erzählungen und Gedichte verfasst haben. Wie für den Dichter Friedrich Hölderlin die Wanderung an sich schon ein anderer, schöpferischer Akt und Ort war, so sucht „Hölderlin Heterotopia“ nach jenen „anderen“ Gesetzmäßigkeiten und Regeln für das eigene Leben, die außerhalb der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung stehen und dennoch zutiefst in sie eingebettet sind.
Der FAZ-Artikel endet: „Ob von Bad Homburg nach Frankfurt oder umgekehrt: „Es ist wirklich nicht romantisch auf dem Hölderlinpfad“ sagt Matthias Pees, Intendant des Mousonturms. 1798 war Frankfurt noch lange nicht fast bis an den Rand von Bad Homburg gewuchert. Hölderlin durchquerte Wald und Weide, heute führt der Weg an zwei Autobahnen vorbei. Hier und da lässt Takayamas Route eine Falafelbude oder das Flüchtlingsheim in Bonames mit Hölderlins Wanderer- und Fremdheitsgedanken zusammenfallen. Seine Texte werden von den in Frankfurt heimisch gewordenen Flüchtlingen gelesen, die vor drei Jahren in seiner „Radio University“ mitgemacht haben. Die weiten Gedankenreisen Hölderlins kreuzen sich in den Texten und Stimmen, im Ohr der Wandernden. Auf dem Fahrrad schafft man den Weg ungefähr so schnell, wie Hölderlin ihn geschafft haben soll, in drei, vier Stunden. Besser ist es, sich Zeit zu nehmen: „Hölderlin Heterotopia“ kann man beliebig unterbrechen und wieder aufnehmen.“ (https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/hoelderlin-woche-die-liebe-und-der-asphalt-16963284.html)
Die App kann im Google- und Apple-App-Store runtergeladen werdenAlle Infos, Links und Weiteres unter: https://hoelderlin-heterotopia.portb.net
Foto: Homepage Mousonturm
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"Ich singe, weil ich ein Lied habe"

(Uwe)
Wenn meine Musiklehrerin in der Goddelauer Grundschule, die nach dem bekanntesten Sohn des Ortes, Georg Büchner benannt wurde, damals einen Sinn für Ironie gehabt hätte, hätte sie mir mit den ersten Zeilen eines Bob Dylan Liedes „Hey, Mr. Tambourine Man, play a song for me“ das seltsam bezogene Schlaginstrument mit Schellen in die Hand gedrückt. Hat sie aber nicht. Sie wirkte dabei immer etwas gequält und mir war es, als sei sie bereits vor dem ersten Schlag zusammengezuckt, wie jemand, der wegen Dehnungsgeräuschen in einer Heizung keinen Schlaf findet und ständig auf das nächste Klopfen wartet. Wie jemand, der die naive Hoffnung bereits aufgegeben hat, das alles würde von alleine aufhören.
Ich habe seit Kindertagen keinen Rhythmus und ich kann nicht singen. Ich singe wie ein kleines Nagetier, sagen wir ein Meerschweinchen, fiept, wenn es sich bei Erkunden des Kinderzimmers hinter eine Kommode verirrt hat und panisch erkennt, dass es ohne fremde Hilfe von dort niemals mehr herauskommt. Obwohl ich das weiß, singe ich trotzdem, man kann also durchaus von einem Vorsatz sprechen, der laut Wikipedia wie folgt definiert wird „Vorsatz bezeichnet im Strafrecht den Willen zur Tatbestandsverwirklichung in Kenntnis aller objektiven Tatumstände einschließlich der Kausalitätsbeziehungen. Die Rechtsprechung spricht vom Wissen und Wollen ..“. Ich werde nicht wie in Billy Joels Piano Man dazu aufgefordert („Sing us a song you're the piano man - Sing us a song tonight - Well we're all in the mood for a melody - And you've got us feeling alright”) ich tue es einfach und folge Konstantin Wecker („ich singe weil ich ein Lied hab, nicht weil es Euch gefällt“) und entsprechend fallen die Reaktionen aus: Mir sehr nahestehende Personen, wie früher mein Bruder im gemeinsamen Zimmer und heute Daniela im gemeinsamen Leben, die so begeistert und so gut singt, baten und bitten mich eindringlich mit dem Gejaule aufzuhören und fremde Menschen in U Bahnen werfen mir entnervte Blicke zu, wenn ich mit den Kopfhörern im Zug stehe und denke, ich würde nur die Lippen bewegen.
Gerade sitze ich auf der Arbeit, mache eine kurze Mittagspause und singe begeistert mit bei „Thorn In My Side“, von Eurythmics, ich bin die zweite Stimme neben Annie Lennox (siehe Bild), jetzt kommt Budapest von George Ezra, ...
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Donnerstag 6. Januar: Kulturlabor

(Daniela)
Heute im Kulturlabor - freier Eintritt. ab 18 Uhr Musik & Getränke 18:30 Uhr Vernissage der Ausstellung von Selamawit Mulugeta Selamawit Mulugeta beschäftigt sich in ihren malerischen, zeichnerischen und fotografischen Arbeiten mit Weiblichkeit, sowie der Alltäglichkeit des Sein und Nicht-Seins in Beziehung zu Raum-, Ort-, und Zeitkontexten. In ihren Arbeiten untersucht sie diese Beziehung aus einer betrachtenden Perspektiv in dem es um den bewussten und unbewussten Zustand des Menschen geht, wobei Zwischenräume zwischen Tag und Nacht als ein Schleier zwischen Leben und Tod fungieren.
19:30 - 19:45 Uhr Sandra Li: Videopräsentation „Über die Hoffnung - Frische Fragen“ Wissen Sie in der Regel, was Sie hoffen? (Max Frisch, 1972) Angesichts der nun beinahe 2 Jahre währenden pandemischen Situation macht sich mitunter eine gewisse Hoffnungslosigkeit breit – doch auf was hoffen wir? Als Kollektiv, als einzelner? In der Videoinstallation „Über die Hoffnung - Frische Fragen“, steht die menschliche Hoffnung im Mittelpunkt. Ausgangspunkt für diese hoffnungsvolle Unternehmung sind 25 Fragen über die Hoffnung, die der Autor Max Frisch in den 1970ger Jahren formulierte. Angesichts einer Welt im kalten Krieg möchte Frisch wissen, wie es um die Hoffnung bestellt ist- was wir für uns oder andere hoffen und auch, wann uns die Hoffnung verlässt. 20:15-21:15 Uhr Weltmusiktrio Bilal Akdeniz (Gitarre/Laute+Gesang+Percussion), Ricarda Oberbeck (Geige & Gesang) und Jan Hopf (Percussion) schlagen einen musikalischen Bogen von kurdischer und türkischer Folklore zu Weltmusik bis hin zu Deutschen Volksliedern, die sie neu interpretieren. Adresse: Kulturlabor, Berliner Straße 32, 60311 Frankfurt, Tonübertragung auch nach Draußen. Einlass: 2G, im Innenraum mit medizinischer Maske, ein Bürgertest wäre super klasse!
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Freitag 7. Januar: Kulturlabor

(Daniela)
Ich freue mich mega auf diesen Abend!
Heute im Kulturlabor - freier Eintritt - :
ab 18 Uhr Musik & Getränke Ausstellung von Selamawit Mulugeta
19:00-19:45 Uhr Nashi Young Cho & Andrei Likhanov Jazz Duo
20:00-20:45 Uhr Ambient Excursions mit Kabuki
20:45-21:30 Uhr Matthias Vogt - live Frei improvisiertes elektronischen Solo-Live Set. Ambient/Electronica/Listening.
21:30-23:00 Uhr DJ Jan Hagenkötter (INFRACom!) Das Frankfurter Label INFRACom! begeht in 2022 seinen 30sigsten Geburtstag. Ein Anlass für Jan Hagenkötter, der das Label in 1992 mit deinem Partner Namé Vaughn gegründet hat, heute ausschließlich Titel aus dem vielfältigen Labelkatalog aufzulegen. Ein Wiederhören oder auch neu entdecken Frankfurter Musiker und Produzenten von Shantel über Megashira bis hin zu [re:jazz] und neuen Projekten, aber auch internationale Produktion die in den 3 Jahrzehnten veröffentlicht wurden.
23 Uhr Ende
Adresse: Kulturlabor, Berliner Straße 32, 60311 Frankfurt, Tonübertragung auch nach Draußen. Einlass: 2G, im Innenraum mit medizinischer Maske, ein Bürgertest wäre super klasse!
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Noch bis zum 9. Januar: Sandra Mann, NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS

(Daniela)
Sandra Mann ist eine großartige Künstlerin. Ich freue mich sehr auf ihre große Einzelaustellung im Kunstverein Familie Montez und die begleitenden Veranstaltungen: Sandra Mann, NETZ WERKE & KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS
Eine Werk-Ausstellung anlässlich der Verleihung der Goetheplakette der Stadt Frankfurt an die Künstlerin Sandra Mann mit Fotografien, Filmen, Installationen, Diskussionsrunden, Führungen und einer Charity-Auktionsmatinée der Keep The World Foundation zu Gunsten kulturellen Engagements und zur Förderung von Projekten des Kinderschutzbundes.
Die Frankfurter Künstlerin Sandra Mann bedient sich einer großen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen wie Fotografie, Installation, Skulptur, Video – befasst sie sich konzeptuell mit der Beziehung der Menschen zueinander, zur Natur, zur Umwelt, Tierwelt oder Genderthematik. Ihre Arbeit und Lehre ist durch die Erforschung der Grundlagen der Fotografie, Bildsprache und Bildwahrnehmung geprägt. Sie kuratiert Ausstellungen im In- und Ausland, ist Mitglied des internationalen Kuratorennetzwerks Qipo und arbeitet als Jurymitglied bei Fotografie- und Kunstwettbewerben. Neben diversen anderen Preisen und Stipendien erhielt sie ein Stipendium der Universitäts-stiftung Augsburg, ein Stipendium der Deutschen Künstlerhilfe, das Helsinki-Reisestipendium des Kulturamts und die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main. Sie engagiert sich mit Initiativen im sozialen, kulturellen, ökologischen Bereich, unterstützt die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten und sie ist seit 2017 Kunstbotschafterin der Keep The World Foundation. Ihre Werke sind in nationalen und internationalen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, im MUCA Mexiko Stadt, der Vehbi Koç Foundation Istanbul, oder in der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation.
www.sandra-mann-photos.de https://www.youtube.com/watch?v=cYftv96H4sA&t=178s
Ausstellungsort: Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, 60314 Frankfurt am Main
Eröffnung: 26.11.2021, 19 Uhr Ausstellungszeitraum: 26.11.2021 – 09.01.2022 Öffnungszeiten Ausstellung: Di - So 13 - 19 Uhr
Foto:Antipendium II (Selbstportrait), 1998, Fotografie ©Sandra Mann
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Bis Dienstag, 01. Februar 2022: Preis für Zukunftsideen

(Petra)
Sonst erzähle ich hier nicht, was mich vor "dem Ausgehen" so beschäftigt. Heute mache ich eine Ausnahme, denn wir haben ein Projekt an den Start gebracht, das mir super am Herzen liegt - den GFB-Zukunftspreis. Denn wir meinen: Wohnen und Stadtentwicklung von morgen brauchen gerade im Ballungsraum neue Ideen und Lust am Gestalten. Der enorme Bedarf an bezahlbaren Wohnungen, unser künftiges Zusammenleben im privaten und öffentlichen Raum, die Weiterentwicklung unserer Städte und des raren Stadtraums für alle, fortschreitender Klima- und Ressourcenschutz als ein Muss gehören zu den wesentlichen Fragen, die uns alle angehen. Die Antworten können vielfältig sein: Innovative Bauvorhaben, visionäre Ideenwettbewerbe, kreative Interventionen im öffentlichen Raum, Projekte zur Kommunikation und Vermittlung und anderes mehr. Die Projekte in oder für die GFB-Partnerkommunen (zu denen nicht nur Frankfurt und Offenbach zählen) sollen einen Impuls für den Wohnungs- und Städtebau geben, etwas - in den Köpfen - in Bewegung setzen für das künftige Zusammenleben und möglichst konkret erlebbar sind für alle im öffentlichen Raum. In drei Wettbewerbsrunden jährlich mit den Preisgeldern zwischen 5.000 - 20.000 Euro können – temporäre – Projekte zu Gunsten von Partnerkommunen umgesetzt werden, die zum Kernziel des großen Frankfurter Bogens (Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in lebenswerten Quartieren) und/oder der GFB-Zukunftswerkstatt (innovative Projekte und Zukunftsthemen rund um Wohnen und Stadtentwicklung) in der Rhein-Main-Region beitragen. Hochschulprojekte sind ebenfalls herzlich eingeladen, sich zu bewerben, ebenso auch Vereine, Stiftungen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Wohnungsbaugesellschaften oder -genossenschaften u. a. Nähere Infos und die wirklich knappen Bewerbungsunterlagen findet Ihr hier.
Foto: ©AdobeStock/Arcansél
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Donnerstag 13. + Freitag 14. Januar: Dhafer Youssef im hr Sendesaal
(Daniela)
Die Mischung aus Jazz und arabischer Musik bildet einen musikalisch fruchtbaren Nährboden. Dies durfte die hr-Bigband schon 2013 sehr erfolgreich in der Zusammenarbeit mit dem französisch-libanesischen Trompeter Ibrahim Maalouf feststellen.
Nun ist mit dem tunesischen Oud-Spieler Dhafer Youssef ein weiterer Virtuose zu Gast, der in seinen Projekten eine einzigartige Melange aus arabischen Klängen, akustischem Jazz und modernen Beats entstehen lässt. Youssef hat keine festen Ensembles, in denen er regelmäßig spielt. Für jede Aufnahme tut er sich gerne mit neuen Musikern zusammen. Das passt perfekt zum Konzept der hr-Bigband, die sich mit jedem Projekt einer neuen Sache widmet. Bleibt also gespannt abzuwarten, was sich Dhafer Youssef und der schwedische Arrangeur Magnus Lindgren für dieses Projekt einfallen lassen werden.
Weitere Informationen Karten: 24,- € Abonnenten*: 18,50 € Telefon (069) 155-2000 hr-ticketcenter.de
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