22.10.2021
Weitere Tipps gesucht

Nachdem ich ja letzte Woche hier mitgeteilt hatte, dass ich so gerne wieder mal tanzen würde, trudelten sofort die ersten Empfehlungen ein, die ich Euch gerne weitergeben möchte:

Jana schrieb: „Hallo Daniela, am 22.10. tritt eine der besten kubanischen Salsagruppen “Havana D’Primera” in Maintal auf. Das Konzert wurde von Frankfurt nach dort verlegt. Komme gerade aus Havanna zurück, dort hört man sie an jeder Ecke. Wirklich gute Musiker“. Ich war selbst vor 20 Jahren in Havanna und kann mich sehr gut daran erinnern, wieviel wir dort getanzt haben… wäre ich heute Abend nicht in Offenbach, wäre ich also nach Maintal gereist.

Mareike wiederum schrieb: "Liebe Daniela, morgen (also letzte Woche Samstag) wird in der Batschkapp wild getanzt und zwar durch die musikalischen Dekaden: es geht um 22 Uhr mit den 70ern los, ab 23 Uhr dann die 80er etc. Letzte Woche war ich das erste Mal wieder tanzen im hafen2 und es war gigantisch geil!" Das hört sich auch gut an und hätte ich meine eigenen Ausgehtipps gelesen, hätte ich gesehen, dass Andrea das auch empfohlen hat. Aber ich gebe zu, dass ich, nachdem ich Jahre lang in der alten Kapp getanzt habe, mir nicht vorstellen kann, wie ich in der „neuen“ Kapp tanzen soll… Konzerte ja, aber nur zum Tanzen… Vielleicht sollte ich es im hafen2 probieren.

Und dann schrieb mir noch Tom: "Hallo Daniela, Party? Tanzen? Wie wärs mit danceffm.de in der Fabrik in Sachsenhausen? Alle Partys in diesem Jahr sind bereits ausverkauft. Restkarten gibt es an der Abendkasse. Ich setzte Dich aber gern auf die Gästeliste.“ Ein Blick auf seine Seite: Tom organisiert Partys für Menschen ab 40. Das wäre auch eine Option…

Vielen Dank für alle Tipps, ich werde sie nacheinander testen. Und weil das mit Euren Empfehlungen so gut geklappt hat, geht es gleich weiter. Wir sind gestern Abend aus Italien zurückgekommen. Nachdem wir im Sommer in den Marken waren, waren wir jetzt ein paar Tage bei meiner Familie in der Lombardei und bei Uwes Freunden im Piemont. Auch dort habe ich jeden gefragt, aber noch keinen heißen Tipp bekommen, also auch hier die Bitte: ich suche ein Selbstversorger-Ferienhaus für den Sommer 2022 mit 18 Betten in Süditalien. Hat jemand eine Idee? Das Haus sollte am besten fußläufig zum nächsten Ort und Strand liegen. Der Ort sollte mindestens eine Bar mit großer Espressomaschine und eine Eisdiele haben.

Wer weiß, vielleicht habt ihr ja eine zündende Idee…

So, jetzt muss ich los. Heute Abend ist die Preisverleihung vom Hessischen Filmpreis und ich habe noch einiges zu erledigen. Ich freue mich sehr auf den Abend, da ich da immer nette Menschen treffe. (Die Kleiderfrage, die sich bei solchen Events immer stellt, habe am Dienstag, siehe Foto, auf dem Markt in Ancona geklärt.)
Ich hoffe nur, dass bis dahin meine wahnsinnigen Kopfschmerzen weg sind, die ich mir gestern eingefangen habe. Ich vermute die Ursache der Kopfschmerzen liegt nicht an der achtstündigen Autofahrt zu fünft von Mailand nach Frankfurt, sondern eher am hastigen Durstlöschen, bei einem sensationellen Spiel!

Was auch immer ihr macht: Habt Spaß und lebt wild!

Daniela

Vielem Dank an meine tollen Co-Autor*innen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Martin Grün.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps im Browser zu lesen.

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ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com Uwe informiert die Gewinner*innen

Tickets für die Königskinder in der Oper Frankfurt. Für die Vorstellung am 14.11 gibt es 3 x 2 Karten zu gewinnen. Als Rätselfrage schlägt die Oper Frankfurt selbst vor: Wie heißt eines der wohl bekanntesten Märchen, das ebenfalls von Engelbert Humperdinck als Oper vertont wurde?

Vielen Dank für die sehr rege Teilnahme an den letzten Gewinnspielen, so auch für die SOULFOOD Party im English Theatre und für ZEITGEIST TANZ im Bockenheimer Depot. Leider können nicht alle Einsender*Innen gewinnen. Die, die gelost wurden haben wir informiert. 

G E R O L L T E S über Newcastle - Verlängerung

(Uwe)

Letzte Woche schrieb ich an dieser Stelle über die Übernahme (nicht feindlich, gekauft für 380 Mio. Euro) des englischen Traditionsclub Newcastle United durch die neuen Eigentümer aus Saudi Arabien schrieb ich, dass niemandem ein Verein gehören sollte, keinem Oligarch, keinem Scheich, keinem US-Amerikanischen Investor und auch keinem österreichischen Brauseonkel oder badischen Softwaremilliardär. Gemeint war mit Letztgenanntem natürlich der heute 81jährige, in Heidelberg geborene Dietmar Hopp.

Zusammen mit vier IBM-Kollegen, darunter Hasso Plattner gründete er 1972 das Softwareunternehmen Systemanalyse und Programmentwicklung, kurz SAP. Bis 1998 war er dort Vorstandsvorsitzender, danach bis 2005 im Aufsichtsrat. Seit seinem Ausstieg bei SAP (seine Anteile hat er selbstverständlich behalten) verbringt er seine Zeit ereignisreich. Unter anderem als Investor. Aber auch als Mäzen diverser Vereine und Einrichtungen und als Stifter. So stellte seine Stiftung vor unter anderem 100 Millionen für den Bau eines Herzzentrums in Heidelberg bereit. Hopp ist also alles andere als ein böser Mensch und definitiv keiner, der seine Gegner foltert oder tötet oder Sklaven Stadien bauen lässt. Im Gegenteil, daher erhielt er bereits vielfach Auszeichnungen und Ehrungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Deutschlandweit flächendeckend bekannt wurde Hopp, weil er seinem Heimatverein, die TSG 1899 Hoffenheim, half, aus der A-Klasse in die Bundesliga aufzsteigen. Er kaufte die TSG nicht von heute auf morgen hoch bis in die Bundesliga, die TSG 1899 Hoffenheim stieg den beschwerlichen Weg von den Dorfplätzen bis ins Stadion von Bayern München in rund 18 Jahren hinauf. Hopp war seit dem Abstieg der TSG aus der Bezirksliga in die Kreisliga A im Jahr 1989 dabei. Auf dem dann beginnenden Weg nach oben hat der Verein aus der Nähe von Heidelberg den Weg mit einigen Traditionsvereinen gekreuzt, die in den letzten Jahren eine entgegesetzte Entwicklung nahmen. Dass diese Vereine wie 1860 München, 1 FC Kaiserslautern, Rot Weiss Essen oder in jünger Vergangenheit Hannover 96, Schalke 04 oder Werder Bremen deutlich mehr falsch als richtig gemacht haben, dafür kann Dietmar Hopp natürlich nichts. Hätte er das Geld diesen Vereinen mit ihrem unprofessionellem Management zur Verfügung gestellt, wäre es versickert, wie die Millionen von Investor Kühne beim HSV oder die von Investor Windhorst bei Hertha BSC. So machte einer der zwanzig reichsten Deutschen, der Selfmade-Milliardär Hopp, seine Sache einfach selbst. Das wiederum finden nicht alle gut, insbesondere die Fußballnostalgiker, die lieber den 1 FC Kaiserslautern als die TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga sehen würden

Zu diesen zähle ich eigentlich nicht, ich vermisse weder die alten offenen Betonschüsseln noch den 1 FC Kaiserslautern in der Bundesliga. Auch achte ich Dietmar Hopp für seinen unternehmerischen Erfolg und sein ehrenwertes Engagement für die Gesellschaft. Mir gefällt aber nicht, dass er seit 2015 mit 96 % die Stimmenmehrheit der Spielbetriebsgesellschaft des Vereins TSG 1899 Hoffenhem hält. Möglich war dies durch eine Ausnahmegenehmigung der Deutschen Fußball Liga (DFL), die die 50 + 1 Regel* aushebelte, von der ich ein großer Fan bin, weil ich weiterhin denke, dass in einem Verein (oder indirekt die Spielbetriebsgesellschaft) die Mehrheit (am Ende die Mitglieder) und keine Einzelperson das Sagen haben sollte.

Trotzdem darf man Hopp in den Stadien und über die Sozialen Medien natürlich nicht anfeinden. Fußballfans sollten sich immer zuerst kritisch mit dem eigenen Verein auseinander setzen, bevor sie über andere Vereine und deren Protagonisten herziehen.

*Die 50+1-Regel ist Bestandteil der Satzung des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. Sie bestimmt, dass eine Kapitalgesellschaft nur dann eine Lizenz für die Teilnahme an der Bundesliga oder 2. Bundesliga erwerben kann, wenn der jeweilige Mutterverein mehrheitlich an der Kapitalgesellschaft beteiligt ist, also mindestens 50% der Stimmanteile plus einen weiteren Stimmanteil in der Versammlung der an der Kapitalgesellschaft beteiligten Anteilseigner hält. Für den Bereich des DFB verwendet der DFB eine gleichlautende Regelung. Die 50 plus 1 Regel gibt es in Italien, Frankreich oder England nicht, daher kann dort quasi jeder einen Verein kaufen. 

Bis Sonntag 24. Oktober: Bridges-Kammerorchester Konzerte „Meetings II“

(Daniela)

Das Bridges-Kammerorchester besteht aus Expert*innen für europäische Klassik, klassische arabische wie persische Musik, Jazz, osteuropäische Folklore und zeitgenössische Musik. Anknüpfend an „Meetings“ aus dem Jahr 2020 lässt das Bridges-Kammerorchester in dem Konzertprogramm “Meetings II” Raum für das solistische Hervortreten einzelner Orchestermitglieder. Hierdurch entstehen neue Begegnungen von Instrumenten und Stilistiken über musikkulturelle Grenzen hinweg. So trifft die mongolische Harfe Ytaga auf die klassische Konzertharfe, das orientalische Kanun auf Jazzharmonik und orientalische Vierteltönigkeit auf kolumbianische Tanzrhythmen. Auf dem Programm stehen u.a. das titelgebende Kanun-Konzert „Meetings“ des Hamburger Jazzkomponisten Jonas Krischke, eine Uraufführung des Orchestermitglieds Andrés Rosales (Tiple) sowie eine Komposition des bedeutenden iranischen Musikers Majid Derakhshani, der aufgrund seines im Iran erteilten Berufsverbots in Hamburg lebt.   

Das Bridges-Kammerorchester wird erstmals von Bar Avni geleitet. Sie ist seit 2021 Chefdirigentin der Bayer Philharmoniker Leverkusen, Künstlerin der Start-Academy Bayer-Kultur und im Rahmen des IMPULS Festivals für neue Musik die Gewinnerin des Kurt Masur Stipendiums 2021/22. Bar Avni hat bei den angesehenen Dirigenten Ulrich Windfuhr, David de Villiers, Martin Sieghart und Yoav Talmi studiert.  

Die Konzerte werden mit der 3G Regel durchgeführt.

Spielorte

Sa. 23.10. Hofheim Stadthalle 19 Uhr Tickets: https://bit.ly/3CYvzkASo. 24.10. Eschborn Stadthalle 19 Uhr Tickets: https://bit.ly/39leowU

GEDRUCKTES

(Petra)

Meine perfekte Urlaubslektüre von einem Lieblingsautor: „Niklas Maak: Der Architekt am Strand. LE CORBUSIER und das Geheimnis der Seeschnecke“. Ich erfahre, dass „Mr. Bauhaus“ trotz aller Erfolge ein Suchender war – ob aus Image- und PR-Gründen, wie der Kunst- und Architekturkritiker Maak anschaulich aufzeigt, oder aus innerer Getriebenheit. Vermutlich war es etwas von beidem, und vielleicht auch eine unzufriedene Langeweile mit immer dem Gleichen, die mir vertraut ist. Bereits 1935 hat der Architekt darüber nachgedacht und geschrieben, und nach 1945 sollten für ihn neue architektonische Lösungen, eine neue Formensprache her. Motiviert war das sicherlich auch durch die damals vermehrte Kritik an der technisch-rationalen Gestaltung, an den berühmten „Wohnmaschinen“ (mit einem Missverständnis zum von Le Corbusier geprägten Begriff).

Traditionelle Grundrisse wollte er durch organische Formen, Lichteffekte und eine Inszenierung des Bauwerks an seinem Ort in der Auseinandersetzung mit seiner Umgebung ersetzen. Und damit auch den Menschen mit seinem Zuhause als zweiter Haut wieder näher zur Natur bringen. Dazu passt, dass er sich seit dieser Zeit bevorzugt am Strand ablichten ließ – siehe Titelfoto – und sich als Muschel-, Stein- und Strandgut-Sammler profilierte. Das war nicht originell: schon die Dadaisten, wie Kurt Schwitters, verwendeten in ihren Kunstwerken gesammelte Fundstücke, und Le Corbusier hat das Bild des intellektuellen Strandgängers offenbar von Paul Valérys „Eupalinos“ und dessen Dialog zwischen Sokrates und Phaidros über das Bauen entliehen. Er kannte das Werk und hatte sein Exemplar mit vielen Kommentaren versehen.    

Erstmalig und sehr radikal setzte er seine neuen Gestaltungsansätze in der Wallfahrtskirche von Ronchamp 1955 um. Dieser konkav-konvex-geschwungene, mehrwürdige Bau mit geblähtem Dach, der mich entfernt an einen murierten Riesen-Champignon erinnert (ein Krebspanzer soll hier Inspiration gewesen sein) und dessen düsteres Inneres die Bühne für theatralische Lichteffekte bildet, hat extrem polarisiert. Beim längeren Aufenthalt darin wäre ich mir depressiv wie das kleinste Lichtlein auf Erden vorgekommen – und fühle mich den lichten, offenen, typischen Bauhaus-Räumen weitaus näher.

Le Corbusier war nicht nur Architekt und Autor, sondern auch Maler – und nach seinem Selbstverständnis war Letzteres der Schlüssel zu seiner Existenz. Teil der Wahrheit ist aber auch, dass die Malerei in seiner Anfangszeit in Paris die Existenz sicherte. Entdecke immer weitere Facetten und Verbindungen mit anderen Künstler*innen und zeitgenössischen Architekten, die mich faszinieren. Ich höre das Meeresrauschen, schmecke das Salz des Mittelmeers und lese still weiter. Das Geheimnis um die Seeschnecke müsst Ihr schon selber lüften. 

Samstag, 23. Oktober: Migrantischer Feminismus geht weiter

(Daniela)

Vom 19. bis 22. Oktober 2021 findet zeitgleich mit der Frankfurter Buchmesse die Veranstaltungsreihe GegenBuchMasse statt.
"Mit unserer Veranstaltungsreihe bieten wir seit 26 Jahren linken und kritischen Autor*innen sowie kleinen Verlagen die Möglichkeit, Themen zu präsentieren, die im auf Kommerz und Mainstream ausgerichteten Messeprogramm trotz ihrer politischen und gesellschaftlichen Bedeutung untergehen.

Wegen der starken Präsenz von Rechten auf der Buchmesse ist von edition assemblage eine Lesung von der Buchmesse ins ExZess verlegt worden.

Migrantischer Feminismus – in der Frauen:bewegung in Deutschland (1985-2000) Verlagsstatement zur Verlegung der Lesung: https://www.edition-assemblage.de/blog/

Lesung mit den Autorinnen Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Pinar Tuzcu Migrantischer Feminismus geht weiter! Ein wichtiges Buch speziell für diejenigen, die mehr über feministische Geschichte in Deutschland wissen und die gegenwärtigen Kämpfe gegen rassistische intersektionale Gewalt aus dieser Perspektive verstehen wollen, um den Weg für eine gerechte Zukunft zu bestreiten!

Dieser Band unternimmt eine Neuschreibung feministischer Bewegungen in Deutschland aus der Perspektive der politischen Selbstorganisierung migrantisierter Frauen*. Anhand von Erzählungen von Zeitzeug:innen und Archivmaterial wird die These widerlegt, dass die 1990er Jahre eine „stille Zeit“ in der Frauen:bewegung Deutschlands war. Es wird aufgezeigt, dass die 1980er und 1990er Jahre eine „geräuschvolle“ Zeit war, da sie den Höhepunkt in der politischen Selbstorganisierung von Migrant:innen, Schwarzen Frauen*, Sinti:zze und Romn:ja, exilierten und jüdischen Frauen* in der Bundesrepublik darstellt. Mittels der Erinnerungsarbeit im Sinne eines Eingedenken lösen die Akteur:innen ihr „right-to re-narrate“ ein, indem sie eine neue Erinnerungspolitik und -kultur migrantischer Theoriebildung und politischer Praxis in Deutschland eröffnen. Auf diese Weise versucht das Buch folgende Fragen zu beantworten:

– Was bedeutet die Auslassung migrantischer feministischer Geschichte für die Politik der Geschichtsschreibung deutscher Frauenbewegung?

– Wie würde eine solche Intervention in der Vergangenheit die Gegenwart und die zukünftige Erzählung der Frauenbewegung in Deutschland neu definieren?

– Was würde diese „Neudefinition“ für Deutschland als Einwanderungsland und (post-)migrantische Gesellschaft bedeuten?

Die Autorinnen: Dr. phil. Pinar Tuzcu ist in der Türkei geboren und aufgewachsen und lebt seit 2007 in Deutschland. Sie hat promoviert und arbeitet im Fachgebiet Soziologie an der Universität Kassel. Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist Tochter andalusischer-spanischer Gastarbeiter:innen und Professorin der Allgemeinen Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Giessen.

Samstag, 18.30h im ExZess

Alle unsere Veranstaltungen dieses Jahr: http://gegenbuchmasse.de/2021.html

Bis 01. November: LOOP, Interaktive Installation

(Petra)

Kreative Interventionen im öffentlichen Raum finde ich ja ohnehin super – und freue mich besonders, dass die Frankfurter Buchmesse 2021 wieder mehr in der Stadt sicht- und erlebbar sein wird. Zum Bespiel ab heute auf dem Rathenauplatz, der mehr als genug Platz für die zwölf großen Zylinder bietet, in die man sich reinsetzen und seine persönlichen Bewegungsmomente erleben kann (auch zu zweit). Denn das Ganze ist interaktiv, d.h. durch die Bewegung werden Bilder animiert – und ein Soundtrack generiert. Diese beziehen sich jeweils auf eine von zwölf literarische Arbeiten aus Québec (in deutscher Übersetzung). Der Takt bemisst sich an Eurer individuellen Geschwindigkeit. Nice. Das Ganze erinnert ein wenig an die mechanischen Geräte des 19. Jahrhunderts, wie das Zoetrop, an Musikboxen oder Handwagen: Retrofuturistisch. Auf jeden Fall nett, dass das diesjährige Gastland der Messe, Kanada, beziehungsweise der Québecer Regierung, hier über die klassischen Formate einer Buchmesse hinaus mit diesem schönen Format direkt zu den Frankfurter*innen - und natürlich allen Gästen in der Stadt - kommt.

LOOP, Interaktive Installation von Olivier Girouard und Jonathan Villeneuve, NODE Forum for Digital Arts in Zusammenarbeit mit der Regierung von Québec, Adresse: Rathenauplatz, Uhrzeit: täglich 10 - 22 Uhr 

Freitag 22. - Sonntag 24. Oktober: Videoperformance

(Daniela)

Leider habe ich nie Zeit mir die Performances von Haike und Torsten anzuschauen, aber wenigstens hängt ihr toller Kalender über meinem Schreibtisch...

Keep Your Distance – Come Closer
Videoperformance für drei Bildquellen von 431art

Eine Pandemie mit ihren vielgestaltigen Auswirkungen verwandelt den Alltag in unbekanntes Terrain. Ein instabiler Zustand, in dem nach Balance und Normalität gesucht wird – weltweit und kollektiv erlebt. Eine Situation mit unbekannten Koordinaten, die sowohl einer generellen Neu-Orientierung -, als auch einer neuen Form zwischenmenschlicher Begegnung bedarf.
In einer Situation mit verschobenen inneren und äußeren Koordinaten erforscht die Performance „Keep your Distance – Come Closer“ mit ästhetischen Mitteln die Frage nach dieser Neu-Orientierung sowie die nach zwischenmenschlicher Begegnung.
Zwei Performer*innen erleben den Raum über VR-Brillen aus Sicht einer ihrem Körper 1,5 Meter vorgelagerten Kameraperspektive. Die Videoperformance macht sowohl beide Subjektiven, als auch beide Performer*innen in der Totalen sichtbar.
Auf einer zweiten Ebene befragt die Performance, ob und wie die sogenannte „Liveness“ in einem von Abstand und medialer Vermittlung geprägten Alltag wieder gefunden werden kann.

Starttermine:
Freitag, 22.10.2021, 19:00, 20:00, 21:00 Uhr
Samstag, 23.10.2021, 19:00, 20:00, 21:00 Uhr
Sonntag, 24.10.2021, 16:00, 17:00, 18:00 Uhr

Ort:
Aktionsraum be poet, Langenhainer Str. 26 / Ecke Idsteiner Str., 60326 Frankfurt/M
Anmeldung: mit vollständigen Kontaktdaten jeder Person und Wunschtermin über das Kontaktformular auf www.431art.org
Es gelten die 3G-Regeln. Antigen-Schnelltests sind vor Ort erhältlich. In diesem Fall kommen Sie bitte 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
Eintritt frei. Spenden erwünscht.

Freitag, 22. Oktober: SHAD SHADOWS

(Uwe)

Luca Bandini und Alessandra Gismondi sind SHAD SHADOWS (aka Schonwald).
Das Duo verbindet gekonnt und eindrucksvoll elektronische Sounds mit Filmmusik, Industrial Dance der 80er/90er Jahre und zeitgenössische Videokunst.

22.10.2021 Frankfurt, NACHTLEBEN
VVK 15 Euro zzgl. Gebühren, AK 20 Euro
Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
Vom 28.5. auf diesen Termin verschoben. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Foto: Homepage Frank Diedrich Booking

Freitag, 22. Oktober: Kreativ-Konferenz

(Petra)

Die Bedeutung des öffentlichen Raums wird derzeit weltweit neu verhandelt, und das nicht erst seit der Pandemie. Politische EntscheidungsträgerInnen und städtische Gesellschaften beschäftigen sich zunehmend mit der Frage, wie städtische Räume auf innovative und nachhaltige Weise (neu) gestaltet werden können. Stadtentwicklungsprojekte, die auf die Synergien zwischen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Zielsetzungen hinwirken, gewinnen neue Aufmerksamkeit und Bedeutung. Und in diesem Prozess stehen DesignerInnen, KünstlerInnen und Kreativagenturen im Mittelpunkt – sie eröffnen Orte der Begegnung und Reflexion. Die internationale Konferenz "Creating Cities" bringt Kreative und Entscheidungsträger*nnen aus Québec, ganz Deutschland und dem Rhein-Main-Gebiet ins Gespräch und setzt sich dabei mit verschiedenen Fragestellungen auseinander: Welche Strategien verfolgen StadtentwicklerInnen, um wirtschaftliche Entwicklung und Gemeinwohlorientierung in Einklang zu bringen? Unter welchen Bedingungen entstehen inspirierende Orte, die Innovation und neue Formen der Zusammenarbeit begünstigen? Welche Rolle spielt die Stadt für Kreative, als Lebens- und Arbeitsraum und als Inhalt der künstlerischen Auseinandersetzung? Inwieweit stellt die Gestaltung städtischer Räume mit und durch Kunst, Kultur- und Kreativwirtschaft einen Standortvorteil dar, der zur nachhaltigen Entwicklung von Städten beiträgt? Eine interessante Speakersliste verspricht spannende Diskussionen, u.a. mit Verantwortlichen der Québecer Regierung und Kreativen aus Montréal (mit dem LOOP-Künstler Olivier Girouard, s. 20. Oktober), der Künstler*innengruppe Baltic Raw Org aus Hamburg und lokalen Akteuren, wie Felix Hevelke von Radar, Stefan Weil vom Atelier Markgraph und Mousonturm-Chef Matthias Pees.

Creating Cities, Internationale Hybrid-Konferenz, NODE Forum für Digital Arts und die Regierung von Québec, Ort: Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt + Online, Adresse: Waldschmidtstr. 4, Uhrzeit: 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei, Registrierung erforderlich hier

HÖRSPIEL: Wolfwelt

(Martin)

Hörspiel über nationalistische Gewalt von Gerhild Steinbuch
Deutschlandfunk Kultur

„Wolfwelt“ handelt vom Verschwinden: dem Verschwindenlassen von Geschichte und Verantwortung und dem Verschwindenwollen jener, die sich ausnahmsweise ans Tätersein erinnern.

Wölfe ziehen durch eine Welt im Ausnahmezustand, und es ist nicht sicher, ob der Wolf einer ist, der in den Straßen mordet, einer, der im gleißenden Licht mit Prinzenfrisur roh-bürgerliche Reden schwingt, oder einer, der sich in seinen Körper einpanzert, weil er die Angstwelt nicht mehr erträgt.

Vielleicht sind die eigentlichen Wölfe ja auch jene, die sich einheimeln im Flausch und das Erinnern leid sind: Akteure des Gedächtnistheaters, die Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende von 1985 ein bisschen zu wörtlich nehmen und aus dem Glauben an die eigene Befreiung von Täterschaft und Schuld den unbedingten Glauben an die sogenannte Leitkultur ableiten. Ein Glauben, den es um jeden Preis zu verteidigen gilt.

„Wolfwelt“ handelt auch von Körpern: Körpern, die ausbrechen und aufbrechen, die aufgebrochen werden, die sich abkappen, einpanzern, von Körpern als Kriegsgefährt, die nach innen schießen und durch ein Land rollern, das so grässlich ist wie die sogenannte Ganzheitlichkeit des deutschen Waldes.

Gerhild Steinbuch entwirft in ihrem Hörspiel einen poetischen Albtraum – eine vielstimmige Erzählung aus persönlichen Familienerinnerungen, gesellschaftlichem Vergessen und moderner Gewaltforschung.

Mit viel Fantasie, Poesie und scharfem Realitätssinn begegnet Gerhild Steinbuch in einem akustischen Albtraum Formen und Sprache von neuer und ewig gestriger Gewalt in unserer Gesellschaft.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/hoerspiel-ueber-nationalistische-gewalt-wolfwelt.3684.de.html?dram:article_id=501224

 Foto: © Unsplash / Michael Larosa / Homepage Deutschlandfunk Kultur

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Banksy - unauthorisiert in Mainz

(Andrea)

Banksy - nicht authorisiert. Ich gebe zu, ich war skeptisch und, ja, zumal noch bis 17.10. in Montpellier eine offizielle Ausstellung zu sehen ist, deren Erlöse 1:1 in humanitäre Projekte fließen. Da waren die Mainzer zurückhaltender, gespendet wird aber auch hier. Fern ab dessen lohnt sich der Besuch und gibt einen guten Überblick über die Arbeiten und Stationen des Phantoms aus Bristol. Viele sind in Wirklichkeit schon übermalt oder zerstört, in Mainz sind viele Repliken zu sehen, aber das schmälert den Eindruck kein bisschen. Ich habe mehr als drei Stunden dort verbracht und bin immer noch ziemlich begeistert, der Ausflug nach Mainz lohnt sich. 

Ausstellungsort lulu (ehem. Karstadt)
Ludwigsstraße 12
Mainz
https://mystery-banksy.com/mainz/

Samstag 23. Oktober: OKTOBER FOLK CLUB

(Daniela)

Ich freue mich auf einen bestimmt super Abend im Lucille:
Es gibt Plattentellermusik mit VON DER HEYDT DYNAMITE & WELLER und die Band OKTOBER FOLK CLUB tritt live auf! (Wir bitten um großzügige Spenden für die Band - ein Hut geht rum.)

Ich zitiere Herrn Weller: "Im 15. Jahr ihres Bestehens spielt die vermutlich einzige Jug Band/Skiffle Group-cum-Barbershop-Gesang Deutschlands, der Welt womöglich, nicht einfach nur so gut wie überall, von der Rundfunkanstalt bis zum Bikerclub in Kiev, von Hochzeit, Beerdigung und Johnny-Cash-Gedächtnis-Tour bis zu Brücke, Boot und Bretterstadl – nein, sie spielt auch so gut wie alles: 

Ihre neue CD ist ein waschkesselbuntes Treiben von bislang unbekannten crazy Jug Band-Styles, die sich der Oktober Folk Club samt den Songs gleich mitausgedacht hat. Neben skiffligem Popfolk („Big Ol‘ Caravan“, „That’s All“) oder American Songbook-würdigem Songwriting („Useless As Ulysses“, „You’re Fiction“) präsentiert der Folk Club Blue Eyed Soul-Nummern („Who Knows What It’s All About“, „If I’d Met You Under Water“, “His Gasoline”), Powerpop („Bottom of the Day“), mystische Balladen („Ball In the Hall“, „Mississippi Moon Cannery“), ja sogar brazilesquen Sunshine-Pop (“California”, “Let’s Put a Bucket Over the Stars”) und jetzt schlägt’s 13: Eine Skiffle-Pop-Oper namens “Headin’ South“, gewissermaßen ihr „Bohemian Rhapsody“-

In nicht zu unterbietend minimalistischer Jug Band-Besetzung: Banjo, Geige/Mundharmonika und Waschzuber sind das Instrumentarium, mit dem die drei Herren des Oktober Folk Club ihren drei-stimmigen Satzgesang begleiten. Sophicated pop goes primitive! Oder umgekehrt…? 

OKTOBER FOLK CLUB:

* Axel Koch: banjo, vocals (Der Englische Garten, The Royal Flares, ex-C.L.A.R.K.)
* Martin Lickleder: fiddle, harmonica, vocals (The Sound of Money, Suzie Trio, ex-Die Moulinettes)
* Christian Salz: washtub bass, vocals (ex-McGraw)

Ab 19 Uhrim Lucille, Friedberger Landstr. 100, Ach ja: 2G, gell!

Samstag, 23. Oktober, und Sonntag, 24. Oktober: Bücherfest

(Andrea)

"Die Tage werden kürzer und wir können uns langsam wieder auf gemütliche und fesselnde Leseabende in den heimischen vier Wänden freuen. Anregungen für die Lektüre liefert das jährlich stattfinde Bücherfest, das in diesem Jahr am Samstag, den 23. Oktober und Sonntag, den 24. Oktober bei kostenfreiem Eintritt in die Innenstadt einlädt.

Hier werden in gemütlicher Atmosphäre Lesungen, wie auch eine spannende Diskussion zum Thema Konsum und Nachhaltigkeit stattfinden, weshalb das Bücherfest in diesem Jahr in die neue Klima- und Wetterwerkstatt in der Offenbacher Innenstadt gezogen ist. Bereits im letzten Jahr wurde sehr erfolgreich der Abend zu einem aktuellen Diskurs eingeführt und in diesem Jahr geht es um das Thema Nachhaltigkeit und darum, wie man neue Wege gehen kann und was uns überhaupt antreibt zu konsumieren. Aufschluss liefern da Annette Kehnel mit Ihrem Buch "Wir konnten auch anders". Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit, die einen historischen Blick liefert, der uns neu auf das Heute blicken verspricht uns Carl Tillessen mit seinem Buch "Konsum - Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen", das u.a. einen psychologischen und sehr raufschlussreichen Blick auf unsere Konsumgewohnheiten wirft. Der Sonntag findet wie gewohnt mit Lesungen von vier Autor:innen statt, die ihre Werke vorstellen und den Leseherbst einläuten. Und wenn wir schon von Gemütlichkeit reden, natürlich gibt es auch wieder Kaffee, Kuchen und andere Schmankerl. Es darf also geschmökert werden.

In den Räumlichkeiten der Klima- und Wetterwerkstatt lesen Autorinnen und Autoren dann wie gewohnt am Sonntag, den 24. Oktober unter dem Motto „Krimi“ und „Herbstauslese“ aus ihren Werken vor. Mit dabei sind Gerhard Henschel, Simone Buchholz, Johanna Adorján und Simon Urban.

Klima- und Wetterwerkstatt
Rathaus Plaza in der Frankfurter Straße 39
63065 Offenbach

Sonntag, 24. Oktober: FFM/ Fischer Z

(Andrea)

Bei der Band werden Erinnerungen wach...herrje, wie lange ist das her, dass ich mit Sandy beisammen saß und wir diese Band, auf Vinyl wohlgemerkt, in der Sammlung ihres Vaters für uns entdeckten. Der arbeitete nämlich in einem Schallplattenladen! "FISCHER-Z sorgten Ende der 70er Jahre mit Songs wie „The Worker“, „ Room Service“ und „So Long“ für Aufsehen und wurden oft mit den einzigartigen „The Police“ verglichen. Die ersten großen Erfolge stellten sich für FISCHER-Z mit den LPs „Word Salad“ (1979), dem großartigen „Going Deaf For A Living“ (1980) und „Red Skies Over Paradise“ (1981) ein. Die gleichnamige Single aus dem 81er Album schaffte sogar den Sprung auf Platz 6 der Deutschen Single Charts. Nach sechs Jahren waren FISCHER-Z, nun mit einer anderen Besetzung, zurück auf der Bildfläche und brachten die LP „Reveal“ (1987) auf den Markt. Sie beinhaltete bis dato die größte Erfolgssingle „A Perfect Day“ und legte ein völlig anderes Klanggewand an den Tag, als bisher bekannt. 1989 folgte das zweite Album „Fish’s Head“ dieser Bandperiode mit der bewegenden Single „Say No“, deren Video vom eigenen Label verboten wurde. Im gleichen Jahr trat man vor 167.000 Zuschauern beim „Peace Festival“ in Ostberlin auf. Das insgesamt sechste Album „Destination Paradise“ erschien im Jahr 1992. Diese Produktion zog eine ausgedehnte Tournee nach sich, die der Band half, sich eine neue Generation an Fans zu erspielen. Die zwei folgenden Platten „Kamikaze Shirt“ (1994) und „Stream“ (1995) waren „definitiv dunkler“ und setzen sich textlich z. B. mit dem geringen Wert des menschlichen Lebens und der Ausbeutung durch Kinderarbeit auseinander. Das 2002 erschienene Album „Ether“ wurde auf sehr interessante Weise erstellt. John Watts reiste durch Europa und New York, suchte sich unterschiedliche Musiker und nahm sie mit seinem Laptop zu Hause oder sogar auf der Straße auf. Die Aufnahme kombinierte er mit Songs, die er vorher geschrieben und aufgenommen hatte. Die besagten Reisen ließ er filmen und zu einem Roadmovie umschreiben. Das fertige Album als Verbindung der Musik und des Films wurde auf DVD veröffentlicht. 2016 haben FISCHER-Z ein neues Album vorgelegt – „This is my Universe“ ist im März erschienen, auch dazu kam die Band wieder nach Deutschland. Auch 2017 war ein äußerst markantes Jahr in der FISCHER-Z -Geschichte. "Building Bridges" erschien am 31. März und ist diskografisch betrachtet das insgesamt 20. Studio- Album. Die Veröffentlichung wurde von diversen Show Cases und einer großen Tour im Herbst begleitet. 2019 feiern FISCHER-Z mit der Veröffentlichung von „Swimming in Thunderstorms“ am 30. August 2019 ihr Jubiläum „40 Jahre erfolgreiche Albumgeschichte“. Das neue Album ist persönlich, politisch, leidenschaftlich – wie viele seiner Vorgänger. Die Dekonstruktion der lange etablierten parlamentarischen Demokratie durch Online-Kanäle und -Einflüsse, die Verschiebung des Verständnisses von Moral, Diplomatie und Anstand im öffentlichen Sektor beschäftigt wohl jeden aufgeklärten Politikinteressierten. So auch John Watts, der seine Sicht auf die Dinge in einer zeitgemäßen Form musikalisch verarbeitet. Auf Tournee ging er mit diesem Album im Herbst 2019." Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp
Gwinnerstraße, Frankfurt 
www.batschkapp.de

Montag, 25. Oktober: Janusz Garlicki: Von der Wahrscheinlichkeit zu überleben“

(Martin)

Buchpräsentation
Förderverein Gedenkstätte KZ Katzbach
Gallus Theater

Jahrzehnte nach Kriegsende verfasste Janusz Garlicki seine Erinnerungen, offen und unmittelbar, mit subtiler Beobachtungsgabe. Zunächst unscheinbar wirkende Situationen, zufällige Konstellationen und kleine Entscheidungen, so reflektiert er im Nachhinein, haben seinen Weg, sein Leid und letztlich sein Überleben bestimmt. Er zeigt all das aus der Perspektive des jungen Mannes, der sich trotz immer neuer Ungewissheiten und der unmenschlichen Realität des Konzentrationslagers nicht brechen lässt. 

Das Buch ist ein wichtiges Zeugnis für die Zeit des Nationalsozialismus in der Region Frankfurt und darüber hinaus, für das System Zwangsarbeit und für das Schicksal der Menschen aus den von Deutschland besetzten Ländern.

Der Förderverein Gedenkstätte KZ Katzbach präsentiert nun das auf deutsch erschienene Buch »Von der Wahrscheinlichkeit zu überleben« von Janusz Garlicki. Die Schauspielerin Bettina Kaminski liest daraus und der Jazzmusiker Emil Mangelsdorff wird den Abend musikalisch begleiten.

Freier Eintritt. Hier geht’s zur Reservierung: http://www.gallustheater.de/2021/10/jgarlic.php

Montag, 25. Oktober um 19.00h

Janusz Garlicki: Von der Wahrscheinlichkeit zu überleben“

Buchpräsentation - Förderverein Gedenkstätte KZ Katzbach

Gallus Theater

Foto: © Verlag

Bis 31. Oktober: ZEITGEIST TANZ

(Daniela)

Ich habe vor 22 Jahren im Bockenheimer Depot gearbeitet und dadurch die Chance gehabt fast alle Forsythe Stücke sehen zu können. Zu gerne würde ich auch jetzt wieder hin, insbesondere, nachdem ich mir den Trailer angesehen habe. Schaut selbst: https://www.youtube.com/watch?v=PEq4_xe9Gh8

ZEITGEIST TANZ
Choreografien von William Forsythe, Marco Goecke und Jacopo Godani 

Jacopo Godani und die Dresden Frankfurt Dance Company präsentieren mit ZEITGEIST TANZ ein Programm mit einzigartigen zeitgenössischen Choreografien.

In seinem neuen Werk BACH OFF! beschäftigt sich Jacopo Godani mit der Frage, wie man klassisches Kulturgut auf die Gegenwart projiziert, ohne dass es an seinem unvergleichbaren Wert verliert. „Diese Cello-Partituren verdienen eine junge, zeitgenössische Interpretation, sodass neue Generationen lernen, den unglaublichen kulturellen Wert unserer Vergangenheit zu verstehen und zu schätzen“, sagt Godani.

Quintett (1993) ist ein Meilenstein des zeitgenössischen Balletts von William Forsythe, in dem die Tänzer*innen zu Gavin Bryars´ Musik einen nahtlosen Fluss von Solos, Duetten und Trios in Gang setzen. Das Werk von Forsythe besticht durch seine freudige Komplexität – wie ein reißender Strom, der in seiner kraftvollen Vision ein Bewusstsein des eigenen Endes beinhaltet.

Für seine Kreation mit der Dresden Frankfurt Dance Company Good Old Moone arbeitet Marco Goecke zur Musik von Patti Smith. „Wenn ich an diese Arbeit denke, träume ich vom Gefühl eines Mittelpunkts, der alles erklärt. Jedes neue Werk ist auch die Suche nach einer Begegnung mit jemandem“, sagt Goecke.

21.-23. / 28.-30. Oktober 2021, 20 Uhr
24. / 31. Oktober 2021, 16 Uhr

Bockenheimer Depot, Frankfurt

Podcast Zeitgeist Tanz: www.dresdenfrankfurtdancecompany.com/de/aktuelles/artikel/online-feature-zeitgeist-tanz-2021

TICKETS
Zentrale Vorverkaufskasse der Städtischen Bühnen Frankfurt GmbH am Willy-Brandt-Platz,
Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr (keine Vorverkaufsgebühr) und an den üblichen Vorverkaufsstellen
069 212 494 94, www.eventim.de
Fr, Sa und Premiere 36 €, So-Do 30 €, ermäßigt 50%
Die Produktion wird bei voller Auslastung gespielt, es gilt Maskenplicht während der gesamten Veranstaltung.

(c) Dominik Mentzos

Dienstag, 26. und Mittwoch, 27. Oktober: De ce côté / Diesseits

(Martin)

Dieudonné Niangouna
Theater

«Dieudonné Niangouna gilt bedeutendster Theatermann des französischen Afrika», das schreibt der Berliner Tagesspiegel. Am Berliner Ensemble hat Dieudonné Niangouna schon inszeniert und war Autor eines Auftragswerkes zur deutschen Kolonialgeschichte. 

Im Mousonturm ist nun die Erstaufführung im deutschsprachigen Raum von De ce côté / Diesseits zu sehen, in dem der Autor selbst auf der Bühne steht.

«Der kongolesische Exilautor und Schauspieler Dieudonné Niangouna wütet wie kaum ein anderer über die Bühne und durch die französische Sprache. Sein neuestes Solo erzählt vom Theatermacher Zacharia, der im Kongo als Regimegegner brutal verfolgt und in Europa als Verräter der afro-afrikanischen Kulturkämpfe angefeindet wird. Notgedrungen betreibt Zacharia seine eigene Bar und erzählt von seiner Vision des Theaters, die ihn von Brazzaville nach Frankreich begleitet hat. Mit Melancholie, Ironie und Zärtlichkeit geht die Inszenierung der Frage nach, wie sich in der gewalttätigen Welt von heute „Theater machen lässt”. Videobilder aus dem baufälligen Théâtre National du Congo, aus dem zerbombten Aleppo und dem Pariser Club Bataclan überlagern sich mit Zacharias’ Erzählungen über sein Leben, die Arbeit und seine Vorbereitungen auf ein neues Stück mit dem Titel „Das Ende des Zorns / La Fin de la colère”.»

An beiden Tagen findet um 19.30h eine Einführung in das Stück statt. Die Aufführung ist in Französisch mit deutschen Übertiteln. 

Solidarisches Preissystem. Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/diesseits/

Beginn: 20.00 Uhr

Foto: (c) Sean Hart

Mittwoch, 27. Oktober: ROMANTIK LESEN: STADT, MUSIK UND HORROR

(Martin)

Lesung und Gespräch
Deutsches Romantik-Museum : Frankfurter Goethehaus

Eigentlich will man das ja nicht: Stadt, Musik und Horror…

Aber: wenn eine Veranstaltung im Deutschen Romantik-Museum/Frankfurter Goethehaus so überschrieben ist, dann braucht man sich nicht zu fürchten – zumal, wenn ein solch grandioser Sprecher wie Stefan Wilkening liest!

„Dass mit der romantischen Literatur moderne Zeiten anbrechen, zeigt sich u. a. an ihrem Interesse für die Stadt als Schauplatz des Erzählens, die Musik als Spielfeld multimedialer Inszenierungen und den Horror als schockhaften Blick in unsere modernen Psychen. Den städtischen Raum präsentiert diese Romantik als Wagnis: Intellektuelle erkunden laufend, sehend, schreibend und lesend den doppelbödigen Kosmos einer nie dagewesenen Urbanität. In der Musik steigert sich die Erkenntnis mitunter bis in den Wahnsinn: Sie führt in ein Reich, in dem reiner Geist und reines Gefühl zu  regieren scheinen. Und der Horror öffnet den Blick in den Abgrund: Schauergeschichten offenbaren und verdecken zugleich die dunkelsten Geheimnisse der Seele. Die Themen Stadt, Musik und Horror versammeln drei neue Bände der ‚Handlichen Bibliothek der Romantik‘, die seit 2019 im Berliner Secession Verlag erscheint.“

Ausgehend von Lesungen aus den literarischen Texten werden die Bände von ihren Herausgebern Dagmar von Wietersheim und Hans Richard Brittnacher im Gespräch vorgestellt. 

Mittwoch, 27. Oktober um 19.00h
Arkadensaal im Deutsches Romantik-Museum : Frankfurter Goethehaus
Eingang Großer Hirschgraben 23 - 25

Foto: © Homepage Deutsches Romantik-Museum/Frankfurter Goethehaus

Donnerstag 28. Oktober: Im Winde verlebt

(Daniela)

Ich habe das neue Stück von Steffi noch nicht gesehen, bin mir aber sicher, dass es sehr unterhaltsam ist.

Bekannt für ihre feine Beobachtungsgabe führt Stefani Kunkel auch in ihrem neuen Soloprogramm Im Winde verlebt mit großer Wandlungsfähigkeit die tragisch-komischen Momente des Lebens vor Augen.
Der Hessische Rundfunk beschreibt Kunkels Performance als „herrlich satirisch und hinreißend komisch". Und das mit Anfang 40! Oder eher Mitte 40. Manche behaupten, sie sei vermutlich Ende 40. Aber das ist auch nur aus der Ferne und bei gedämpften Licht geschätzt.
Doch es ist nicht nur das Älterwerden, mit dem die verschiedenen Frauenfiguren in Kunkels neuem Programm zu kämpfen haben. Sie hadern mit dem Leben und dem Alltagswahnsinn als solchen.

Ob als alternde Diva („Mein Ex ist nach der Trennung nach Homberg-Efze gezogen. Nach Homberg-Efze!!! Da muss einem die Trennung wichtiger sein als der Wohnort."), als überforderte Angestellte („Wenn ich mal wieder erschöpft im Flur rumliege, fällt mir ein, warum mir mein selbstgeschriebenes Buch so locker von der Hand ging. Es trägt den Titel: WORK - LIFE - BURNOUT in drei Tagen.“) oder als engagierte Ehrenamtliche ("Eine Frau in meinem Alter braucht Kerzenlicht von unten!") – so hat jede von Kunkels Figuren ihre eigene Strategie, den stürmischen Tücken des Lebens und des Alterns zu trotzen.
Ein Programm, das zu seinen Lachfalten steht!

Stalburg Theater
Donnerstag 28. Oktober, Dienstag 9. November und Donnerstag 2. Dezember

https://www.stalburg.de/veranstaltungen/stefani-kunkel-im-winde-verlebt

Donnerstag 28. Oktober bis 7. November: Ein szenografisches Kabinett mit Audiowalk

(Daniela)

Rahel macht ein neues Projekt und ich freue mich auf ihre Kreativität:
DURCH WELTEN GEGANGEN, BIST DU EIN ANDERER
Ein szenografisches Kabinett mit Audiowalk von Rahel Seitz, Musik Marcel Daemgen

Rauminstallationen und Modelle in Zigarrenkisten beginnen klingend von ihrer unterschiedlichen Gestalt und ihren Ursprüngen zu erzählen.
Die akustische Raumerzählung entführt Sie zu einem fiktiven Marktplatz, in ein japanisches Teehaus, auf ein spanisches Forschungsschiff und auf eine
 Waliser Alpe.

Wie sind diese Orte beschaffen? Was liegt dort verborgen?
Hinter den Geschichten stehen unterschiedliche Raumkonzepte und -Erfahrungen, die mich seit Jahren faszinieren und in meiner Bühnenarbeit begleiten.
Begeben Sie sich auf Entdeckungsreise.

  • Konzept, Text, Ausstattung: Rahel Seitz
  • Musik: Marcel Daemgen
  • Dramaturgische Beratung: Heike Scharpff, Sonja Doerbeck
  • Sprecher*in: Gergana Muskalla, Moritz Pliquet
  • Lektorat: Stéphane Bittoun
  • Beleuchtung: Martin Kurz, Frank Puchert

Die Veranstaltung wird mit einem Hygiene- und Sicherheitskonzept umgesetzt:
Es gilt die 3G-Regel. Die Erfassung ihrer Kontaktdaten erfolgt am Veranstaltungsort. Die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sind einzuhalten.
Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist innerhalb der Räume verpflichtend.
 
Das Projekt wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Reservierung:
Do.28.10. Preview (ohne Reservierungen), Fr.29.10. Premiere.
Weitere Termine: 30.10., 31.10., 4.11., 5.11., 6.11., 7.11.
Einlass alle 15 min. 6 Personen, Dauer 50 min., mögliche Startzeiten (mit Vorbereitung) zwischen 18:45 - 20:45 Uhr.
Wartezeiten möglich. Die Bar ist geöffnet. Reservierungen unter: rahel.seitz@gmx.de
Bitte geben Sie möglichst einen längeren Zeitraum für die gewünschte Startzeit an. Wir antworten Ihnen, so schnell, wie möglich.
Alte Seilerei Frankfurt, Offenbacher Landstraße 190

© Frank Puchert, 2021

Donnerstag, 28. und Freitag, 29. Oktober: Emanuel Gat Dance

(Martin)

Act II & III or The Unexpected Return Of Heaven And Earth
Tanzfestival Rhein-Main

Frankfurt LAB

Im Januar 2021 fanden sich der Choreograf Emanuel Gat und seine Kompanie in einem Tanzstudio in Metz wieder; eigentlich geplante Gastspiele waren coronabedingt abgesagt. Anstatt in dieser Situation zu verzagen, entwickelte Gat eine verrückte Idee. In nur zehn Tagen verwirklichte er ein neues Stück. „Act II & III“ ist eine choreografische und theatrale Erkundung, die sich parallel zur historischen Aufnahme des zweiten und dritten Akts von Puccinis „Tosca“ aus dem Jahr 1965 entfaltet, dirigiert von Georges Prêtre und von Maria Callas, Carlo Bergonzi und Tito Gobbi interpretiert. Statt das weltbekannte Libretto und seine Figuren zu illustrieren, entsteht eine eigenständige Choreografie, die die vielfältigen musikalischen Schichten der Oper aufdeckt und – getragen vom hervorragenden Tänzer:innen-Ensemble – intim und kraftvoll zugleich existenzielle Themen wie Liebe, Verrat, Eifersucht, Hoffnung, Tod, Krieg und Verfolgung evoziert.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/act-ii/

Donnerstag, 28. und Freitag, 29. Oktober um jeweils 19.30h
Tanzfestival Rhein-Main im Frankfurt LAB, Schmidtstraße 12 (Gallus)
Solidarisches Preissystem

Foto: © Emanuel Gat Dance

Top / Flop 5

(Daniel und Uwe)

Daniel hat in Sachen Details bei Filmen viel. viel mehr drauf als ich. Daher konnte er seine Hit- uns Shitliste mit guten Songs in guten beziehungsweise schlechten Filmen sogar unter ein Motto stellen: Tom Cruise. Ich dagegen bringe Songs und Filme weitaus schlechter zusammen, trotzdem finden sich nachfolgend zehn ganz wunderbare Songs:

Top 5 Songs in guten Filmen
1. "Think You Can Wait", The National in Win Win
2. "It´s Hard To Get Around The Wind", Alex Turner in Submarine
3. "Falling Slowly“, Glen Hansard in Once
4. „Stay“, Lisa Loeb – Reality Bites
5. "Everybody´s Got To Learn Sometime" von Beck in Vergiss mein nicht

Top 5 Songs in schlechten Filmen
1. „No Suprises“, Radiohead in Was tun wenn´s brennt
2. „Show Me Heaven“, Maria McKee in Tage des Donners
3. „I Still Remember“, Bloc Party in Keinohrhasen
4. „Lifeline“, Angels & Airwaves in Keinohrhasen
5. "Mr. Brightside", The Killers in Keinohrhasen

Auch wenn es diese Woche nicht Daniels Auswahl ist, sein wunderbares Poolbild blieb.

VORSCHAU
Freitag, 29. Oktober, bis Sonntag, 31. Oktober: Of/ HfG-Rundgang

(Andrea)

Die Partys waren immer legendär -warum sollte das nicht wieder so sein? Fern ab dessen lohnt sich der Besuch für alle, die Lust auf neue Ideen haben. Der Rundgang ist immer eine sehr bunte Schau, Bühnenbild, Film, Produktdesign, Malerei, also es gibt viel zu sehen: 
Freitag, 29. Oktober 2021 18 Uhr Eröffnung mit Preisverleihungen Hauptcampus, Aula 20-23 Uhr Rundgang Hauptcampus, PRÄSIDIUM, Zollamt Galerie Zentraler Veranstaltungsraum AULA 20-21:30 Uhr CrossMedia-Rollen und Performances Samstag, 30. Oktober 2021 14-22:30 Uhr Rundgang Hauptcampus, PRÄSIDIUM, Zollamt Galerie Zentraler Veranstaltungsraum AULA 14-16 Uhr Mensa von Morgen, Tischgespräch 16-20 Uhr Film- und Animationsprogramm 20-22:30 Uhr Filmnacht: Diplomfilme
Sonntag, 31. Oktober 2021 14-20 Uhr Rundgang Hauptcampus, PRÄSIDIUM, Zollamt Galerie Zentraler Veranstaltungsraum AULA 14-16:30 Uhr »kurz und knapp«, Kurzvorträge von Studierenden 16:30-18 Uhr Film- und Animationsrolle

Veranstaltungsorte HfG-Campus, Schlossstraße 31 PRÄSIDIUM, Geleitsstraße 124 (Ecke Parkstraße) Zollamt Galerie, Frankfurter Straße 91

Freitag, 29. – Sonntag, 31. Oktober: M(Other)

(Martin)

Raimonda Gudavičiūtė
Tanzfestival Rhein-Main

Mousonturm Studio 1

Mutter und Sohn – wer kennt sie nicht, die Rollen, die jedem Familienmitglied gegeben werden und die das Leben auch weit über die eigenen vier Wände bestimmen. Vor allem Künstlerinnen mit Kindern befinden sich in einem Spagat zwischen kreativer Entfaltung und Sorgearbeit. Durch die COVID-Pandemie wurde er noch verstärkt. Anstatt in dieser Situation zu verzagen hat die Tänzerin und Choreografin Raimonda Gudavičiūtė ihren achtjährigen Sohn Elias eingeladen, Teil ihrer künstlerischen Arbeit zu sein. Nach einem Kurzfilm im Frühjahr begeben sich Raimonda und Elias zusammen auf die Bühne.  Was als eine Familiengeschichte beginnt entwickelt sich zu einem einfühlsamen Dialog zweier Expert:innen, die nicht nur ihr Wissen aus Breakdance und zeitgenössischem Tanz teilen, sondern ganz neue Perspektiven auf Mutter und Sohn, auf die Geschlechterollen und das Verhältnis von Kunst und Leben entwickeln. „M(other)“ ist ein Stück nicht nur für Eltern und ihre Kinder, sondern auch für alle, die mit verschiedenen Rollen im Leben jonglieren.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/mother/

Freitag, 29. – Sonntag, 31. Oktober um jeweils 18.00h
Mousonturm Studio 1 – Solidarisches Preissystem

Foto: © De-Da Productions

Samstag 30. Oktober: Live-HörSpiel "Der Hexer kehrt zurück"

(Daniela)

Ich glaube es ist drei Jahre her, dass wir abends mit Freunden nach Oestrich- Winkel gefahren sind. Wir hatten alle noch nie ein Live Hörspiel gesehen und waren alle begeistert von der Darbietung des hr2-RadioLiveTheaters. Hinzu kommt, dass die Kulturscheune ein sehr schöner Ort ist und wir vorher noch im Rheingau lecker Essen waren... ein super Ausflug!

Live-HörSpiel "Der Hexer kehrt zurück" hr2-RadioLiveTheater

„Der Hexer von London“ von Wolfgang Vater und Klaus Krückemeyer frei nach Motiven von Edgar Wallace

 „Hallo, hier spricht Edgar Wallace!“
Ein Mann ist ertrunken und er war Millionär. War es Selbstmord? Oder war es ein Unfall? In der Nacht war es ziemlich neblig entlang der Themse... Inspektor Derrick Yale von Scotland Yard ist skeptisch und sein Chef Sir John glaubt gar an Mord! Und es sollen noch mehr Tote werden… Steckt ein System dahinter? Wer ist der Mörder? Handelt es sich gar um den Hexer? Aber der ist doch tot? Oder doch nicht? Eine Menge Fragen, zu deren Klärung sich Inspektor Yale mit zwielichtigen Gaunern, dubiosen Figuren und hinterlistigen Doppelgängern herumschlagen muss. Denn nicht jeder ist der, der er vorgibt zu sein. Und der Nebel wird immer dichter...

Die Antworten liefert der Live-Hörspiel-Krimi des RadioLiveTheaters mit Musik, Geräuschen, Kostümen und jeder Menge Leichen...

Edgar Wallace gilt neben Agatha Christie als erfolgreichster und berühmtester Klassiker des Kriminalromans. Titel wie „Der Hexer“, „Die toten Augen von London“ oder „Das Gasthaus an der Themse“ sind weltbekannt und wurden zum Teil mehrfach verfilmt. Bis heute gilt der Satz: „Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein!“

www.RadioLiveTheater.de

Brentano-Scheune, Hauptstr. 134a, 65375 Oestrich-Winkel

Tickets: https://www.kultur-fuer-kurze-und-lange.de; 3 G

Illustration von Julia L. Panzer

Mittwoch, 03. November: LOKAL LISTENER - Gregor Praml trifft John Lennon

(Uwe)

Der Lokal Listener "Gregor Praml trifft John Lennon" wird witterungsbedingt verlegt! Neuer Termin: Mi. 3.11., 19:30 Uhr im Saal des Mousonsturms in der Waldschmidtstraße. Karten behalten ihre Gültigkeit. Neue können hier erworben werden: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/369875

Für alle, die am 22.10 nicht konnten erhalten so eine neue Chance hinzugehen. Ihr solltet es tatsächlich tun, warum? Deshalb: Gregor Praml trifft John Lennon mit Max Clouth & Tony Clark, Heine-Chor, Giuseppe „Gastone” Porrello, Romie, Paul Sies, Tigisti

John Lennon war Musiker, Komponist und Friedensaktivist. Heute wäre der Brite 80 Jahre alt. Er wurde aber nur 40 Jahre alt, denn am 8. Dezember 1980 wurde er durch ein Attentat in New York ermordet. Der Tag, an dem Millionen Fans ihr Idol verloren haben, hat sich im Dezember 2020 auch zum 40. Mal gejährt. Jetzt ehrt „The LOKAL Listener” John Lennon bei einem Special-Talk-Konzertabend mit vielen Gästen aus der Musikszene, die alle ihre eigene Perspektive auf einen der größten Popmusiker der Geschichte präsentieren werden. Jazzgitarrist Max Clouth und Sänger und Sitarspieler Tony Clark spüren der Verbindung von Lennon mit der indischen Musik nach. Die Mitglieder des Heine-Chors um Chorleiter Wolfgang Barina verleihen seiner Musik eine besondere Mehrstimmigkeit. Giuseppe „Gastone“ Porrello schaut als Cantautore mit sizilianisch-sardischen Wurzeln auf einen Songwriter, mit dem er sich bisher eigentlich viel zu wenig beschäftigt hat. Das Singer-Songwriter:innen Duo Romie verzaubert zweistimmig jeden Song eines ihrer Idole. Der Schauspieler, Pianist und Sänger Paul Sies wird es wohl auf die Texte von Lennon abgesehen haben. Last but not least: die Singer-Songwriterin Tigisti, die mit ihren eritreischen Wurzeln nochmal einen ganz anderen Blick auf den Ex-Beatle werfen wird. Möge der SOMMERBAU an diesem Abend in den Himmel leuchten wie das New Yorker Empire State Building zu Ehren des 80. Geburtstags von John Lennon im vergangenen Jahr – ganz in blau. Give Peace a Chance!

Foto: Gregor Praml / privat

Samstag, 06. November (Premiere der Wiederaufnahme - weitere Vorstellungen!): Königskinder

(Martin)

Weitere Vorstellungen am 11., 14., 19. und 21. November
(
Märchen)Oper von Engelbert Humperdinck
Oper Frankfurt

Endlich wieder Oper! Endlich wieder ein regulärer Spielplan!

Beides führt dazu, dass nun auch Perlen aus vergangenen Spielzeiten wieder auf die Opernbühne zurückkehren. Die Oper Königskinder in der Inszenierung von David Bösch ausdem Jahre 2012 ist ein solcher Geheimtipp!

Als Premierenkritik war in der FR zu lesen: «Ohne Verbiegungen und Stilbrüche gelingt es Bösch (unterstützt auch von den dezenten, im Mittelakt passend karikaturistischen Kostümen Meentje Nielsens), die Personen zwischen Allegorie und Naturalismus in der Balance zu halten. Alles auch ohne falsche Neckischkeiten und überflüssige Details. 

Ein außergewöhnlicher musikalischer Genuss versprechen die Königskinder auch deshalb zu werden, da der General Musikdirektor Sebastian Weigle wie bei der Premiere erneut selbst am Dirigentenpult stehen wird: «Für GMD Sebastian Weigle, der sich in der Wagner- und Strauss-Sphäre bestens auskennt, waren diese „Königskinder“ merklich Herzenssache. Auffällig leicht, luftig, flüssig und pathosfrei legte er die ersten beiden Akte an, betonte das Kammermusikalische, Filigranhafte der Orchestration, das Volksliednahe der vokalen Diktion (Humperdinck integriert auch hier wieder Kindermelodien und eigene Kunstlieder). Auch die massiveren Klangbilder des Mittelaktes werden vom pauschalen Dröhnen freigehalten.» (FR). 

Die FR-Kritik schließt: «Eine Aufführung, die der unschrillenKraft eines Meisterwerks gerecht wurde

Zwar ist Königskinder eine «Märchenoper», gleichsam gilt sie als die traurigste Märchenoper schlechthin. Königskinder «reflektiert eine herzlose Gesellschaft, die außerhalb ihrer gewohnten Norm nichts zu tolerieren weiß: Das Märchenpaar, der Königssohn und die, von einer Hexe großgezogene Gänsemagd scheitern. Nur ein verlachter Spielmann, ein Mensch reinen Herzens, erkennt ihre ehrliche Liebe, ihren wahren Wert. Die habgierigen Bürger von Hellastadt schicken sie in den Tod. Die Königskinder gehen an einem vergifteten Zauberbrot zugrunde.» (Oper Frankfurt). 

Für die Vorstellung am Sonntag, 14. November gibt es oben Tickets zu gewinnen! 

Samstag, 6.11. (Premiere der Wiederaufnahme) um 19.00h
Weitere Aufführungen: Donnerstag, 11.11. um 19.00h, Sonntag, 14.11. um 18.00h, Freitag, 19.11. um 19.00h und Sonntag, 21. 11. Um 15.30h

Oper Frankfurt am Willy-Brandt-Platz. 

Foto: © Barbara Aumüller

Samstag 06. November: SOULFOOD PARTY IS BACK !

(Daniela)

Endlich, endlich tanzen, aber ich würde mich wundern, wenn ich heute Abend dabei bin, denn wir sind heute beim großen Aufräumtag in unserem Garten.

SOULFOOD PARTY IS BACK !
Wow, nach endlos langen 20 Monaten können wir nun zurückkehren.
Mr. Brown und Dj Sportwagen hatten viel Zeit um in den Musikarchiven zu graben und werden euch, wie gewohnt mit feinsten Funk, Soul und Discosounds in Bewegung bringen.
Mit der bekannten 2G Regel ist es nun möglich die Veranstaltung, fast so wie immer, durchzuführen. Die Tatsache, dass wir eventuell ein paar Leute damit ausschliessen, tut uns Leid. Aber nur so können wir einen Soulfood Abend ohne Abstandsregeln, ohne Masken, ohne komplette Bestuhlung und vor Allem mit Tanzen feiern.
Seid frei und dabei, wir sind aufgeregt und voller Vorfreude.
Einlass nur mit Impf- oder Genesenennachweis, Ausweisdokument und Datenerfassung (LUCA od. schriftlich).

Abendkasse 10,- €
English Theatre, Gallusanlage 7

Donnerstag 11. - 13. November: REFRAKTO A Spiritual Journey

(Daniela)

Heutefrüh erreichte mich die folgende Email von Jean Troulliet. Ich gebe sie Euch 1:1 wieder.

REFRAKTO
A Spiritual Journey
Den Sorte Skole (music) - Vertigo (light) - Martin Lücker (organ)

Liebe Freunde,
ich bitte um eure tätige Mithilfe, denn ich bin der Meinung, dass man Refrakto gesehen haben muss! Das klingt sehr apodiktisch, aber ich bin nicht alleine mit meiner Meinung: Die wenigen, die das Geheimkonzert am Tage des Lockdowns der kulturellen Einrichtungen sehen konnten, waren verzaubert. Refrakto wäre eine der spektakulärsten Inszenierungen der Luminale geworden. Ich komme soeben aus Kopenhagen zurück: Nach den Konzerten stand die Hälfte der Zuschauer noch lange vor den Türen der größten Kirche der Stadt und diskutierten über das Gehörte und Gesehene (alle Shows in den größten Kirchen Dänemarks sind ausverkauft). Jetzt haben wir die Chance, dieses Zauberwerk aus Licht und Ton zu erleben. Sagt euren Freunden Bescheid und vergesst nicht: Nächstes Jahr wird es keine Luminale geben - jetzt ist eine einmalige Möglichkeit, in einen Rausch von Klang und Licht einzutauchen und dabei auf eine innere Reise zu gehen! Jetzt – in Zeiten von vorsichtigen Lockerungen und Hygienekonzepten und mit reduzierter Kapazität an Sitzen – kommt es im November zu insgesamt fünf öffentlichen Aufführungen dieser audiovisuellen Performance.

REFRAKTO wurde aus Anlass der Luminale als Projekt für die Frankfurter Katharinenkirche geschaffen. In dem einzigen Geister-Konzert traten Den Sorte Skole zum ersten Mal mit Orgelklängen in einen Dialog mit maßgeschneiderter LED- und Laser-Mapping-Technik, die die Kirche illuminierte und die musikalischen Spuren von Religion, moderner Technologie mit dem architektonischen Raum der Kirche verbanden. Musik, Sound, Lichtinstallationen und Laser-Mapping formten sich zu einem immersiven audiovisuellen und synästhetischen Erlebnis.

Mit REFRAKTO begeben sich die Künstler auf eine Klangreise, die Klangfragmente verschiedenster spiritueller Traditionen und Praktiken einbezieht. Was passiert, wenn der Kontext religiöser Äußerungen aufgelöst wird? Was, wenn ein gregorianischer Chor mit einem Schamanen aus dem Kongo in einem optisch verzerrten Kirchenraum singt? Die Klangfragmente reflektieren verschiedenste spirituelle Traditionen und Praktiken. Die Musik besteht aus Samples religiöser und spiritueller Musik, die in den letzten sieben Jahrzehnten aufgenommen wurden: von Feldaufnahmen indigener Stammeszeremonien, Sufi-Gesängen, benediktinischen Chortraditionen, einem Kirchenchor aus Dakar, die Inkantationen einer maronitischen Nonne aus dem Libanon, eine Rezitation des Korans bis hin zu zeitgenössischer experimenteller elektronischer Musik. Die Reise beginnt mit der Anrufung von alten nordischen Runen, geerdet im kulturellen Raum, dem die Künstler entstammen. REFRAKTO verbindet Musik, Klang, Licht und Raum zu einem rauschhaften Gesamtkunstwerk.

Über die Künstler
Den Sorte Skole sind mit vielen Kunst- und Musikpreisen ausgezeichnete Künstler aus Kopenhagen. Sie weben tausende von Samples zu einem dichten hypnotischen Soundtrack, der zu psycho-akkustischen Hörreisen einlädt.
Das Lichtkünstler-Kollektiv "Vertigo" arbeiten für Musik- und Theaterproduktionen, in und um Museen (u.a. Louvre/Paris) und für die Industrie.
Prof. Dr. Martin Lücker ist nicht nur Musiker sondern auch ein großer Vermittler klassischer wie zeitgenössischer Orgelmusik und bietet seit vielen Jahren zwei Mal die Woche "Orgelvespern" für jedermann an.

Die Konzerte mit VVK-Link (€ 15 zzgl. Geb.)
Donnerstag, 11.11.21 - Beginn: 20:00 Uhr: https://frankfurtticket.de/tickets/refrakto-das-luminaleprojekt-2020-in-st-katharinen-frankfurt-hauptwache-12442.41884/
Freitag, 12.11.21 - Beginn: 19:00 Uhr: https://frankfurtticket.de/tickets/refrakto-das-luminaleprojekt-2020-in-st-katharinen-frankfurt-hauptwache-12442.42007/
Freitag, 12.11.21 - Beginn: 21:30 Uhr: https://frankfurtticket.de/tickets/refrakto-das-luminaleprojekt-2020-in-st-katharinen-frankfurt-hauptwache-12442.42009/
Samstag, 13.11.21 - Beginn: 19:00 Uhr: https://frankfurtticket.de/tickets/refrakto-das-luminaleprojekt-2020-in-st-katharinen-frankfurt-hauptwache-12442.42008/
Samstag, 13.11.21 - Beginn: 21:30 Uhr: https://frankfurtticket.de/tickets/refrakto-das-luminaleprojekt-2020-in-st-katharinen-frankfurt-hauptwache-12442.42010/

St. Katharinenkirche
An der Hauptwache 1
60313 Frankfurt am Main
11.-13.11. (Links zu den einzelnen Konzerten/VVK unten)
Kurze Präsentation des Projekts: https://vimeo.com/422732821/8c33d980be

Sonntag, 14. November: Tamar Halperin – Klavier Naxos Halle

(Martin)

43. Naxos Hallenkonzert
Hommage an Satie

Im Geiste Saties stellt das Programm der renommierten Pianistin Tamar Halperin das klassische Konzertformat in Frage und deckt zugleich Saties tiefgreifenden Einfluss auf folgende Komponist:innen-Generationen auf.

Nahtlos bewegt es sich zwischen musikalischen Genres, mischt dabei „hohe“ und „niedrige“ Kunst, melancholische und komischen Stimmungen, notierte Musik und improvisierte Passagen.

Jedes Stück überlappt mit dem vorhergehenden und nachfolgenden, die einzelnen originellen Miniaturen fließen zu einer großen, faszinierenden Struktur, einer meditativen Reise.

Werke von Erik Satie, Claude Debussy, John Cage und Chick Corea.

Sonntag, 14. November um 11.00 Uhr
Naxos Halle

Foto: © Gregor Hohenberg

Mittwoch, 24. November: Édouard Louis: Die Freiheit einer Frau

(Martin)

Lesung
Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt

Da lohnt es sich, sich rechtzeitig um Karten zu kümmern, denn schnell wird dieser Abend ausverkauft sein!

Er gilt als der Popstar der französischen Literatur. Als ich Édouard Louis bei seiner letzten Lesung im Literaturhaus Frankfurt erlebt habe, war er erst mal ein durch und durch sympathischer Kerl.

Seine Bücher handeln von seiner Kindheit, von seinem groß werden und den gesellschaftlichen Umständen.

In ‚Das Ende von Eddy‘ – das in Frankreich einen Skandal auslöste – einem durchaus autobiographischen Buch, tauchten reale Personen und Plätze auf: verbrecherisch, rassistisch, schwulenfeindlich. Dann: ‚Wer hat meinen Vater umgebracht‘: eine Annäherung an den Vater. Nun der neue Roman: ‚Die Freiheit einer Frau‘.    

 „Mit 16 wurde sie schwanger und verließ die Schule, mit 19 hatte sie bereits zwei Kinder und keine Zukunft. Solche prekären Verhältnisse kennt Édouard Louis aus eigener Anschauung. In seinen Romanen und Essays äußert er scharfe Kritik an der französischen Gesellschaft. Nun widmet sich der viel gekürte Autor in seinem neuen Buch »Die Freiheit einer Frau« dem Leben seiner Mutter, das in jungen Jahren von Armut, Alkohol und Gewalt bestimmt war. Bis sie sich aufraffte und ging – weg aus der Gegend, weg von dem zweiten Ehemann. Durchdringend und aufrüttelnd erzählt Édouard Louis vom Wunsch, als Kind eine andere Mutter zu haben, und von der Scham für sie und vom großen Glück, sie heute als befreite und glückliche Frau mehr zu lieben als je zuvor. Ins deutsch-französische Gespräch mit dem Autor tritt Hinrich Schmidt-Henkel, der das Buch ins Deutsche übertragen hat und Passagen daraus liest.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2021-11/edouard-louis/525/

Mittwoch, 24. November um 19.30h
Lesung im Schauspiel Frankfurt

Foto: © Jérôme Bonnet


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