24.09.2021
MORE JOY, LESS OY

Am Sonntag ist es nun so weit, wir wählen (hoffentlich) eine neue Bundesregierung. Ich will Aufbruch, statt Weiter so und deshalb wähle ich GRÜN.

Solltet ihr das auch so machen, dann kommt doch am Sonntag ab 17:00 Uhr zu unserer Wahlparty. Wie, wo, wann? Schreibt mir eine Mail, dann schicke ich Euch die Einladung.

Und danach mache ich nix mehr, bzw. mache ich erstmal Urlaub und ich will zu ganz vielen Kulturveranstaltungen gehen. So freue ich mich sehr auf die Jüdischen Kulturwochen, die nächste Woche beginnen und das Motto ist genau meins: MORE JOY, LESS OY.

Und ich gehe nochmal ins Bahnhofsviertel. Da hat Maiken Laackmann, eine Frankfurter Bewegtbildkünstlerin, eine super tolle Ausstellung auf die Straße gebracht. “Augmented Bahnhofsviertel” heißt sie. Wir waren letzte Woche da und Maiken hat uns alles gezeigt. Man kann aber auch alleine losziehen. Man braucht nur ein Smartphone und Akku. Die Arbeiten sind super klasse. (Hier alle Infos)

Und weil ich mit Tina bei Maiken war, konnten wir auch nicht bei Jan Delay sein. Ehrlicherweise wusste ich auch gar nicht, dass er im Danzig am Platz auflegt. Echt doof, aber dafür war es bei Maiken super und ich habe mir jetzt Tickets fürs Konzert gekauft, denn am 13.März tritt er im neuen Zoom auf. Es gibt noch Karten!

So, jetzt muss ich aber los: jetzt geht’s erstmal gleich zum Klimastreik. Uwe kommt auch mit und unsere Freunde Natalie & Wilhelm sind auch da. Ich hoffe Natalie & Wilhelm bringen wieder ihr Schild mit… Und ab 17:00 Uhr ist dann ein Klima-Barcamp mit Klimaexpert*innen im Neuen Frankfurter Garten am Danziger Platz. Da koche ich Suppe und dann gehts nach Offenbach. Und morgen nochmal: Grünes Forum am Liebfrauenberg und Kneipenwahlkampf, aber Zwischendurch bin ich natürlich im Waldstadion. Wahl hin oder her, soviel Zeit muss sein. #12gegen11

Was auch immer ihr macht: lebt wild!

Daniela

Foto: (c) Natalie & Wilhelm Opatz

P.S. Vielen Dank an meine tollen Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel und Martin Grün, die jede Woche so viele tolle Tipps für Euch zusammenstellen.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Tipps hier zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung.
(Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com Uwe informiert die Gewinner*innen

2 x 2 Premieren-Karten für Marc Becker: Der Fall Nitribitt - gelöst! am 1.10. in der Volksbühne. Gewinnfrage: Wie heißen die Schauspieler*innen, die in dem Stück "Carl Malß: Der alte Bürger-Capitain oder Die Entführung" mitspielen?

 

2 x 2 Tickets für die Dialogführung am 29. September im Historischen Musem. Gewinnfrage: Welches ist Danielas LiebslingswerK im Historischen Museum?

****Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea)*****

2 x 1 Teilnehmer-Platz für den Poetry-Workhop der Firedancer am Samstag, 25. September in den Parksidestudios. Die Gewinnfrage: Annette Gloser verlost Bilder welches Künstlers?

1 x 2 Gästelistenplätze für "Kapelle Petra" am . September im Batschkapp Sommergarten. Die Gewinnfrage: Wo war die afip zehn Jahre zuhause?

1 x 2 Gästelistenplätze für "Der Himmel über meinem Kopf" der AMP DanceCompany am 2. Oktober im Gallus-Theater.  Die Gewinnfrage: Welches tolle vormittags-Konzert empfiehlt Uwe für den 3. Oktober? 

G E R O L L T E S über Frankfurter Mannschaften und ärgerliche Verbandstage

(Uwe)

Eintracht
Die Eintracht hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel gewonnen
. Im DFB Pokal schied die SGE in der ersten Runde gegen Drittligist Waldhof Mannheim aus, in der Euro League spielte sie zuhause gegen Fenerbahce Istanbul 1-1. Auch vier der bisher fünf Bundesligaspiele endeten mit einem Unentschieden. Für jedes Unentschieden gibt es „nur“ einen Punkt, so erspielten sich die Frankfurter bisher vier von fünfzehn möglichen Punkten. Im Wesentlichen lag dies an der schwachen Chancenverwertung. Nur im Auftaktspiel gegen Borussia Dortmund erzielte die in weiten Teilen neuformierte Offensive mehr als ein Tor, gerade in diesem Spiel war das aber wertlos, weil die Borussia fünf Treffer schoss und gewann. Eine Auswärtsniederlage in Dortmund ist keine Schande und ein Unentschieden in Wolfsburg durchaus als Erfolg zu werten, die drei weiteren Remis gegen Bielefeld, Stuttgart und Augsburg waren aber unnötig. In Bielefeld und gegen Stuttgart fielen die Ausgleichstreffer durch die Gegner sehr spät, das ist dann besonders ärgerlich

Alle drei letztgenannten Gegner sind auf dem Papier schlechter besetzt als die Eintracht. Papier ist aber bekanntlich geduldig und Geduld muss man auch mit den Frankfurtern haben, immerhin stecken die in einem Umbruch: Ein neuer Trainer ist da, ein neuer Sportvorstand und zwei neue Stürmer auch. Unter und mit den Vorgängern lief es über weite Strecken der letzten Saison für die Eintracht besser als in diesem Spieljahr, die die nun woanders sind, hatten bei ihren neuen Clubs noch keinen wirklich guten Start.  Trainer Hütter startete mit seinen ambitionierten Gladbachern katastrophal in die neue Saison, Ex-Sportvorstand Bobics Berliner kamen allenfalls durchschnittlich aus den Startblöcken und Ex-Stürmer Silvas RB Leipzig kriegt keinen Wind in die Segel. Bei allen drei Vereinen sind Etat und Ansprüche wesentlich höher, in der Tabelle haben sie aber von gleich vielen Punkten bis zu zwei Punkten mehr.

Mal wieder etwas über den FSV Frankfurt
Acht Spiele haben die Bornheimer unter dem neuen Trainer Angelo Barletta in der Regionalliga SüdWest (Gegner sind Vereine aus Hessen, Baden Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bislang bestritten. Die Spielklasse besteht aus 19 Mannschaften, von denen vier im nächsten Sommer direkt absteigen und zwei in die Relegation gegen Mannschaften aus den darunterliegenden Ligen spielen müssen. Der FSV steht derzeit auf Platz 13, also direkt über dem Strich. Ein Abstieg in die fünftklassige Hessenliga wäre für den Verein ein großer Absturz in die hessische Fußballprovinz. Dazu wird es aber sicher nicht kommen.

Ärgerlicher Verbandstag
Beim 34. Verbandstag des Hessischen Fußballverbandes sollte dem Frauen- und Mädchenbereich die eigenständige Organisation ihres Spielbetriebs ermöglichst werden. Diese Autonomie ist in anderen Fußball-Verbänden längst in Strukturen verankert und in der Praxis umgesetzt.  Im Hessischen Fußball-Verband noch nicht, und das bleibt bis auf Weiteres erst einmal so, weil 105 (in Worten: einhundertfünf) Delegierte mit NEIN stimmten (199 stimmten mit JA). Die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit wurde überraschend verpasst. „Ich bedauere, dass es nicht gelungen ist, die Zuständigkeit des Frauen- und Mädchenfußball zu stärken und befürchte, dass für die öffentliche Wahrnehmung diese Abstimmung dem Verband einen Bärendienst erwiesen hat“, sagte HFV-Präsident Stefan Reuß, der sich im Vorfeld für die verbandspolitische Gleichstellung von Männer- und Frauenbereich stark gemacht hatte. Dumme und ignorante Entscheidungen fallen also nicht nur auf Ebene von Weltverbänden, auch 105 Karl-Heinz Hanswursts von der TSG Irgendwas oder dem FC Sonstwas im hessischen Nirgendwo können dumm abstimmen.

Kulturzeiterin & Kulturgesichter 069 Allstars Compilation

(Andrea)

Theater und Kinos sind wieder geöffnet, man kann wieder auf Konzerte gehen, im Club tanzen, die Kinder sind zurück im Präsenzunterricht - war da was? Dass wir noch weit von der alten Normalität entfernt sind, weiß, wer sich ein bisschen in der Kulturszene umtut. Viele Musikerinnen und Musiker, Schauspielerinnen und Schauspieler, Techniker, Rigger, Caterer und alle, die irgendwie mit Live und Veranstaltungen zu tun hatten und haben, sind in den letzten Monaten mindestens mal an ihre Reserven gegangen. Viele wussten zwischendurch nicht, wie sie die Miete oderdringend nötige Reparaturen bezahlen. Etliche bewarben sich um eine Unterstützung bei den im Frühjahr 2020 ins Leben gerufenen Kulturzeiterin.de, die an dieser Stelle noch immer konkret und unbürokratisch helfen. Denn noch immer fehlen vielen Auftritts- oder Verkaufsmöglichkeiten, Einnahmen. Während wir die Kulturschaffenden im Blick hatten, gaben die Kulturgesichter all jenen auf und hinter der Bühne eine Präsenz - Fotograf Hans Lechner, Steffi & Flo haben in den letzten Monaten nicht nur eine tolle Fotokampagne realisiert, sondern gemeinsam mit Andy MusikerInnen und Bands zusammengetrommelt und eine Charity-CD aufgenommen. Deren Erlöse, und hier schließt sich der Kreis, den Kulturzeiterin zugute kommen. Die CD gibt es zwar im Stream, aber die limitierte Charity-CD mit tollem Booklet und vielen Infos zum Projekt macht nicht nur mehr her, sondern bringt auch mehr ein. 

https://www.facebook.com/kulturgesichter069allstars

Freitag 24. September: Konzert, Lesung: Dotschy Reinhardt

(Daniela)

Heute wird die Veranstaltungsrteihe "Aschunen I Dikhen" romanes: Hört und schaut hin" mit Dotschy Reinhardtin der Brotfabrik eröffnet. Ich wäre gerne dabei, bin aber verhindert.

Dotschy Reinhardt ist Jazz-Musikerin, Menscherechtlerin und Autorin des Buches „Everybdody‘s Gypsy: Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt“. Seit 2016 ist sie Vorsitzende des Landrats der Roma und Sinti RomonKher Berlin-Brandenburg e.V

19:30 Uhr , Brotfabrik, (leider nicht barrierefrei)

Veranstaltungsreihe „Aschunen I Dikhen – hört und schaut hin“

(Daniela)

Das Frauenreferat der Stadt Frankfurt macht echt eine tolle Arbeit! In Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank und der Kinothek Asta Nielsen e.V. lädt das Frauenreferat ab heute und bis Frühjahr 2022 an verschiedenen Orten in Frankfurt zur feministischen Veranstaltungsreihe „Aschunen I Dikhen – hört und schaut hin“ ein.

Zudem zeigt die Bildungsstätte 2022 eine Ausstellung zu Perspektiven von Rom*nja und Sinti*zze in Hessen. Im Fokus der Veranstaltungsreihe stehen die Themen Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze, Defintionsmacht, Empowerment und künstlerische Praxen. Die Beteiligten zeigen ihre Perspektiven, auf Körper, Alltag und Politik in Form von Filmen, Musik, Worten und Performances.
Aktuelle Herausforderungen im Kontext sozialer Ungleichheit, rechter Gewalt sowie antifeministischer und antiziganistischer Mobilisierung werden ebenso diskutiert wie die Notwendigkeit feministischer Bündnisse. Die Veranstaltungen zeigen und bestärken die Perspektiven von Frauen* und ihre künstlerischen und politischen Interventionen und Aktionen. Die Veranstaltungsreihe knüpft an die Film- und Diskussionsreihe „Revision. Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung und Kämpfe gegen Antiziganismus“ der Kinothek Asta Nielsen an und ist Bestandteil der Kampagne „Klischeefreie Zone Frankfurt“.
„Ashunen I Dikhen“ wird kuratiert von Ursula Schmidt Pallmer und Linda Kagerbauer.

Mehr Infos hier im PDF 

Freitag 24. und Samstag, 25. September: Stories/Sketches (Geschichte/andere Zeiten)

(Martin)

Verena Billinger & Sebastian Schulz - Tanz - Sommerbau

Das ist doch mal eine wunderbare Ansage für einen Tanztheaterabend in diesen Zeiten: „Raus aus der Krise und rein in den Tanz!“

Mit ihrem Ensemble widmen sich Verena Billinger & Sebastian Schulz der drängenden Bewegungslust im, nach und gegen den Stillstand.

Gemeinsam setzen sie ihre Körper dem Unausweichlichen, Unheimlichen und Abgründigen der unterbrochenen Zeit aus und verwandeln diese in Bewegung und Choreografie.

In der Begegnung von Körpern suchen Billinger & Schulz die Konfrontation mit dem, was sich in der Krise an Möglichkeiten zur Veränderung, aber auch an Trauer, Spaltung und Hass, die den Einzelnen und die Gesellschaft zu zerreißen scheinen, ereignet.

Wie aus diesem Mittendrin – zwischen Konflikten, Hoffnungen und Ideologien – den Ausblick auf Bewegungen, Schönheit und Lust für die Zukunft wagen?

Also: „Raus aus der Krise und rein in den Tanz!“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/stories-sketches-geschichte-andere-zeiten/

Freitag, 24. und Samstag, 25. September um jeweils 20.00h:

Tanz im Sommerbau (Solidarisches Preissystem).

Foto: © Florian Krauß, Billinger und Schulz

Freitag, 24. September: SOMMERWIESE - BRANDT BRAUER FRICK + STIMMING + TRIORITÄT

(Uwe)

Als Brandt Brauer Frick im Jahr 2009 ihr erstes musikalisches Statement machten, indem sie mit akustischen Instrumenten an die Energie des Techno anknüpften, sah die Welt noch ziemlich anders aus: Vor zehn Jahren traten DJs noch nicht regelmäßig mit Orchestern auf, und auch an Pianisten als Festival-Headliner war damals kaum zu denken. Von der musikalischen Vergangenheit Berlins und den schummrigen Dancefloors der Metropole inspiriert, bezog sich das Trio mit seinen verschachtelten Beats gleichermaßen auf Minimal-Music-Ikonen wie Steve Reich und Philip Glass und auf jenen Minimal-Techno-Entwurf, wie man ihn von Ricardo Villalobos und dem Label Perlon kannte. Ihr Debütalbum You Make Me Real fungierte denn auch als Brückenschlag zwischen gehobenem Konzerthallen-Ambiente und der verschwitzt-selbstvergessenen Euphorie im Club: Ein Sound, der als erster Vorbote jener jüngsten, sehr erfolgreichen Welle von zeitgenössischer Klassik gelten muss, die mittlerweile zum popkulturellen Phänomen avanciert ist.

Die drei Freunde Daniel Brandt, Jan Brauer und Paul Frick hatten in der Tat nicht damit gerechnet, dass ihr einzigartig-intensiver Sound – letztlich Resultat und Ausdruck ihrer eng verwobenen Arbeits- und Lebensverhältnisse – dermaßen durch die Decke gehen und sich zu einem kulturellen Phänomen ausweiten sollte, in dem Künstlern wie Nils Frahm die Ehre zuteil wird, in der Londoner Royal Albert Hall aufzutreten, während Kollege Jon Hopkins für den renommierten Mercury Music Prize nominiert wird.

Mit Echo, ihrem neuen Album kehren sie gewissermaßen zu ihren Anfängen zurück. „Wir wollten zu dem zurückkehren, womit wir damals angefangen haben“, fügt Brandt hinzu, „nur haben wir in den letzten zehn Jahren einiges dazugelernt und unser Instrumentarium erweitert. Als wir damals loslegten, hatten wir nur ein Mikrofon und ein kaputtes Klavier und haben damit unser erstes Album aufgenommen.“

Sommerwiese Jahrhunderthalle
Pfaffenwiese 301 · 65929 Frankfurt am Main
Beginn: 17 Uhr, Tickets: ca. 32 EUR

Foto: Homepage Jahrhunderthalle

Freitag, 24. September: Open-Air-Finale 1

(Petra)

Großes Finale, bewegende Sieger*innen-Kür: nicht ausgeschlossen, dass hier heute Tränen fließen. Übertrieben, meint Ihr? Dann müsst Ihr selber nachschauen! Das Frankfurter Sport und Kunst Kasino, gegründet von Annette Gloser, öffnet heute Nachmittag zum letzten Mal für dieses Jahr seine Tore! Also die letzte Chance, auf dem künstlerischen Parcours des FSKK mit Sportarten - von denen bisher niemand zu träumen gewagt hat - zu spielen. Jetzt geht es ums Ganze und ums Gewinnen: Zwei großformatige JIM AVINGNON Kasino-Bilder gibt es heute zu erbeuten. Wer mindestens 7 Stationen einigermaßen gerockt hat, kann möglicherweise seine Kunstsammlung erweitern. Ab ca. 17.30 Uhr, entscheidet das Los unter den Teilnehmer*nnen. Neue Rekorde sind gern gesehen. Anschließend wird der FSKK Champion-Belt von Rushy Rush für ein Jahr an die beliebteste Kunststation verliehen.

Frankfurter Sport und Kunst Kasino, Verlosung von 2 großformatigen Jim Avignon-Bildern, Ort: Sommerwiese an der Jahrhunderthalle, Adresse: Pfaffenwiese 301, Eintritt: frei zwischen 15.00 Uhr - 16.00 Uhr! danach gelten die Eintrittspreise für Brandt Brauer Frick + Stimming + Triorität (wer vor 16.00 Uhr beim FSKK ist, kann auch zum Konzert bleiben ;))

Freitag, 24. September, und Samstag, 25. September: Of/ Bend Make Change

(Andrea)

Respekt. Da haben die Waggons wieder ein ordentliches Programm auf die Beine gestellt, zwei Tage geht es um Frickeln, Machen, Musik: "Ja, es ist Corona, und ein Beteiligungsfestival wie das Bend Make Change ist schwierig zu machen. Trotzdem versuchen wir eine C.-angepasste Mini-Variante im Schnellschuss-Verfahren, um mit dem Rest-Geld noch etwas nützliches für Künstler und heimisches DIY-Engagement anzufangen. Bis jetzt sind folgende Programmpunkte fest dabei: Am Freitag-Abend ab 18h elektronische Experimentalmusik am Waggon (Worsel Strauß, Patrick 9000, Materialeinschüchterung). Am Samstagnachmittag ab 14h im Commons Cafe Vortrag und Diskussion über gemeinnützige Bürger-Genossenschaften als Verstetigungsmöglichkeit für Engagement in OF. Besonders im Blickwinkel dabei die Bürger-Initiative zur Rettung des Hauptbahnhofs OF und das Bürgerprojekt zur Umgestaltung des Hugenottenplatzes. Einführung zu möglichen Wirtschaftsformen von Sabrina Engelmann (Initiative Hbf OF), Vortrag & Diskussion über Genossenschaftsmodelle mit Dr. Burkhard Flieger (Innova e.G.). Am Samstag-Abend ab 18h schwer verkabelte & tanzbare Elektronik mit AA-Battery, Dan Bay und Lava303 am Waggon!"

Kulturgleis 
Offenbach

Freitag, 24. September: Open-Air-Finale 2

(Petra)

Heute ist im Tanzhaus West der Kultursommergarten noch mal outdoors angesagt, ab morgen geht es mit den ersten Veranstaltungen ab 23 Uhr nach drinnen. Also back to normal? Nicht ganz. Denn das gute alte Clubfeeling kann nur unter den neuen 2G Teilnahmebedingungen realisiert werden. Zu den Regeln findet Ihr dann Näheres im Ticketshop Infos. Aber heute noch mal hoffentlich mit viel Sommergefühl: Let’s get physical – unter diesem Motto laden das Offenbacher Musiklabel Connaisseur Recordings und die Frankfurter Weinhändler Dealer de Vin in Kooperation mit dem Tanzhaus West ein. Das Konzept ist so einfach wie genial … die 2019 etablierte und beliebte Spotify Playlist When We Sip wird im Kultursommergarten zum Leben erweckt. Dabei schlägt das neue Format eine Brücke zwischen elektronischer Musik und Genuss auf Gaumenhöhe. So wird es neben Livemusik von Lieblingskünstlern auch eine auf den Sound abgestimmte Weinkarte geben und das Team von Goose Gourmet verzaubert die Gäste mit regionalen Kreationen aus der mobilen Küche. Der Place to be für musikbegeisterte Weinenthusiasten mit einem gesunden Hunger!

When we sip – Blindsmyth (live), Delenz (DJ-Set), Ort. Milchsackfabrik Kultursommergarten, Adresse: Gutleutstraße 294, Uhrzeit: 19 - 23 Uhr, Eintritt: 15 Euro, Tickets hier 

Freitag, 24. September & Samstag, 25. September: Köln bzw. online/School of Resistance

(Andrea)

Afghanistan ist schon wieder schrecklich weit weg. Vor ein paar Wochen bestimmten Bilder von Taliban und verzweifelten Menschen am Kabuler Flughafen die Bilder, aber so kurz vor der Wahl ist offenbar kein Platz mehr für das, was außerdem noch passiert. Seit Jahren passiert. Menschen verlassen ihre Heimat, werden zerrieben, gehen verloren. Dass nicht alles, was an den europäischen Außengrenzen passiert, ok ist, ahnt man schon lange, gut, dass nun der Finger juristisch in die Wunder gelegt wird: Sibylle Berg, René Pollesch, Saša Stanišić, Carola Rackete und viele andere unterstützen die Kölner Erklärung für eine Politik der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit. Initiiert von #LeaveNoOneBehind, Milo Rau und seinem Theaterprojekt „International Institute of Political Murder“ (IIPM) sowie den Menschenrechtsorganisationen Sea-Watch, Seebrücke, ECCHR, Equal Rights Beyond Borders, medico international, School of Political Hope. Soweit so gut. Worum geht es? "Ein breites Aktionsbündnis fordert Gerechtigkeit für Migrant*innen – und zieht EU und Frontex mit einer Klageflut zur Rechenschaft." Heute wird der Rahmen bereitet, wer mehr erfahren will, findet bei medico und der taz weitere Infos. "Die Kölner Erklärung erscheint anlässlich der 16. „School of Resistance“, einem Diskursformat des IIPM/Milo Rau am Schauspiel Köln am Wochenende vor der Bundestagswahl. Die Gespräche mit unter anderem Navid Kermani, Wolfgang Kaleck, Mithu Sanyal, Omer Shatz, Parwana Amiri und Tareq Alaows werden live über die Webseite des Schauspiel Köln gestreamt: https://www.schauspiel.koeln/spielplan/a-z/school-of-resistance/

Freitag, 24. September (und weitere Termine): Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

(Martin)

Das hat man ja gar nicht so häufig…

Der geübte Theatergänger hat freilich ausgewählte Stücke schon mehrfach und in unterschiedlichen Inszenierungen gesehen. Man meint zu wissen, was auf einen zukommt. Und natürlich - bei ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf?‘ rechnet man mit einem Sofa, einer Bar, Psychokacke und geworfenen Whiskygläsern - eben, wie bei ‚Warten auf Godot‘ mit einem dürren Baum.

Und dann: Welches Theaterglück, wenn es einer Inszenierung gelingt, eine vollkommen neue Dimension in einem Stück zu finden!

Hat man ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf?‘ schon einmal mit einem solchen Tiefgang sehen können? Ich sage: „Nein!“

Man rechnet mit der Schlammschlacht der Beziehungsvorwürfe und der Tragödie, die in den Partnerschaften deutlich werden. All das sieht man – aber im Theater Willy Praml gelingt dem Regisseur Michael Weber mehr und etwas ganz Großes: die Schauspieler*innen spielen und zeigen uns die Tragödie, die in ihnen selbst liegt.

Das ermöglicht neue Sichtweisen auf die Protagonist*innen, die Dramatik und das Stück insgesamt. Das Kammerspiel ‚Virginia‘ wird hier wirklich zu einem großen Theater mit Menschen an ihren inneren Abgründen, die sich aus der eigenen ‚transzendentalen Obdachlosigkeit‘ ergeben. Beziehungskonflikte und die entsprechenden Choreographien werden zum Ausdruck der inneren Leere.

Es gäbe noch viel zu sagen, zu den einzelnen Schauspieler*innen (herausragend!) den Kostümen (der Hammer!), dem Bühnenbild (sensationell!).

Dazu die Kritik in der FR: https://www.fr.de/kultur/theater/wer-hat-angst-vor-virginia-woolf-wie-man-einen-frosch-kocht-90976217.html

Großes Theater! Endlich wieder! Hingehen! Hier geht’s zu den Tickets: http://theaterwillypraml.de

Termine: 24., 25., 26., September und 2., 3., 8., 9., 15., 16. und 17. Oktober

Theater Willy Praml - Naxoshalle

Foto: © Seweryn Zelazny

Freitag, 24. und Samstag, 25. September: La Luna en el Amazonas/Der Mond im Amazonas

(Martin)

Mapa Teatro/Bogotá - Theater - Saal im Mousonturm

Der Mousonturm machts möglich - Wenn wir schon nur beschwerlich in die Welt reisen können, bringt er die Welt zu uns nach Frankfurt! Zumindest an diesem Wochenende ist Kolumbien als Theater hier zu erleben…

„Während die reichsten Männer der Welt gerade das All erobern, leben im kolumbianischen Amazonasgebiet indigene Gemeinschaften in selbstgewählter Isolation. Ein Akt des Widerstands, im Kampf ums Überleben einer tödlichen Politik, die vor über 300 Jahren ihren Anfang nahm: Männer aus Europa brachen auf, um sich den Planeten untertan zu machen. In seiner neuesten Inszenierung macht sich das international gefeierte Mapa Teatro aus Bogota auf die Suche nach den Unsichtbaren, erzählt von freiwilligen und unfreiwilligen Lockdowns und webt aus Geschichten, Gerüchten, Funden und Analysen eine bildreiche Doku-Fiktion. Wie in einem Hologramm lässt Mapa Teatro dabei den Mond im Amazonas erscheinen, zum Greifen nah und bei genauem Hinsehen schon wieder verschwunden.“

Freitag, 24. und Samstag, 25. September um jeweils 20.00h/um 19.30h findet eine Einführung statt: La Luna en el Amazonas/Der Mond im Amazonas

Mapa Teatro/Bogotá im Saal im Mousonturm (Solidarisches Preissystem).

Foto: © Javier Hernandez

Freitag, 24. September: OF/ Wer wir waren

(Andrea)

„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“ (Roger Willemsen) Was werden zukünftige Generationen über uns denken, wenn wir bereits Geschichte sind? In WER WIR WAREN blicken wir auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und fragen uns im Geiste von Willemsens Vermächtnis, ob sie an uns verzweifeln werden. Sechs Denker*innen und Wissenschaftler*innen reflektieren die Gegenwart und blicken in die Zukunft. Der Film begleitet die Protagonist*innen in die Tiefen des Ozeans, über das Dach der Welt, bis in die Weiten des Weltraums und beleuchtet dabei die unglaublichen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns, einen globalen Wirtschaftsgipfel, das Erbe der Kolonialisierung und die Gefühle eines Roboters. Dieser inspirierende Blick auf unsere Welt hält eine hoffnungsvolle Botschaft für uns alle bereit: Wir selbst haben es in der Hand, wer wir sind, wenn wir unsere Verbundenheit, unsere Gemeinsamkeit, unser ›Wir‹ erkennen." Klingt spannend? Finde ich auch. Weil es eine Veranstaltung der Grünen ist und am Sonntag gewählt wird, hat sich Prominenz angekündigt, die dann zur Diskussion einlädt: Sybille Schumann (Fraktionsvorsitzende GRÜNE Offenbach), Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (Bundestagsabgeordneter und Direktkandidat) und Tarek Al-Wazir (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen) diskutieren wir darüber, welche Gesellschaft wir sein wollen und widmen uns der Frage, welches Handeln in der Politik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene notwendig ist, um uns der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen zu stellen. Moderiert wird die Diskussion von Brigit Simon (Sprecherin Die GRÜNEN Offenbach). 19 Uhr 

Ess:Zimmer
Helene-Mayer-Straße 10
Offenbach

Freitag, Samstag, Sonntag: Of/ Hafen 2

(Andrea)

Weil mir wieder eine schöne Mail von Andrea ins Haus flatterte, übernehme ich diese heute in Gänze: "Was für ein zauberhaftes Wetter scheinbar am Wochenende bevorsteht. Das träfe sich gut, denn am Sonntag sollte mensch nach dem Wählen auf ein paar Open Air Konzerte, Tortenstücke, Weine und Espressi vorbeikommen! Wegen des frühen Sonnenuntergangs von drei bis halb sieben: John Blek (solo), Titus Probst (Duo), Tuys (Band). Zuvor: Am Freitag und Samstag können die Filme wohl Open Air laufen - das wäre großartig, denn es handelt sich um "Promising Young Woman" und "Fabian oder der Gang vor die Hunde". Es läuft der Vorverkauf für das Konzert von Kolektif Istanbul am 1. und für den 9. Oktober unsere seit so langer Zeit erste Tanzveranstaltung anlässlich einer Darbietung elektronischer Musik. Den Hafen 2 gibt es seit Freitag letzter Woche bis auf Weiteres nur für Geimpfte, Genesene sowie Kinder. Somit ist am Tor ein Nachweis erforderlich.Im Bild: Titus Probst

Hafen2
Nordring
Offenbach 

Samstag 25. September: Greetings From Paradise

(Daniela)

Hätte ich nicht schon ein volles Programm, wäre ich heute bei Pedo in der Bar Shuka. Er schreibt:

Am Samstag verabschieden wir den Sommer 2021 mit dem letzten Tanz unter freiem Himmel. Location: Auf dem Dach des 25 Hours Hotels in der Niddastraße. Die Wettervorhersage: 25°C und Sonne! Der Eintritt frei!

Neben mir an den Plattenspielern: Moses Joses, einer der nettesten, entspanntesten und positivsten in der Frankfurter Musikszene. Sein Involvement ist ein Gütesiegel für den Vibe einer Veranstaltung. Und die Musik.

Fehlt nur noch Ihr! Um eine familiäre und ausgelassene Party daraus zu machen, würde mich über viele Freunde und bekannte Gesichter freuen. Wir haben Platz für max 120 Personen. Kommt bitte direkt um 17 Uhr, nur so können wir garantieren, dass ihr reinkommt.

Es gilt die 3G Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Bitte entsprechende Belege bereithalten. 

Greetings From Paradise

Sat, 25. Sept von 17-22h

DJs: Moses Joses & Pedo Knopp

Location: auf dem Dach des 25hours Hotels in der Niddastr/BAR SHUKA

Samstag, 25. September: Of/ Poetry Fire Show

(Andrea)

Am Donnerstag, hat der dreitägige Kurs „PoetryFire“ begonnen, in dem mit dem renommierten Münsteraner Poetry Slammer Marian Heuser Wortakrobatik, ergreifende Lyrik, witzige Prosa oder kritischer Hip Hop erarbeitet werden können. Als Quelle für spannendes Textmaterial nutzt der Workshop das Gelände der Parkside Studios als poetischen Steinbruch. Am heutigen Samstag startet die PoetryFire-Show mit Poetry-Slammer Heuser, dem Multi-Instrumentalisten Tony Clark, dem Percussionisten Thomas Heidenreich sowie Performerinnen und Performern des Firedancer-Ensembles. Darüber hinaus haben Teilnehmende des Workshops die Chance, ihre Texte einem öffentlichen Publikum zu präsentieren. Weitere Infos unter https://poetryfire.de/poetryfire-show/

Percussion, Live-Musik und Performance mit und rund ums Feuer Marian Heuser (vielfach ausgezeichneter Poetry Slammer) führt durch einen Abend überraschender Workshop-Ergebnisse, Percussion, Live-Musik und Performance mit und rund ums Feuer. Karten unter: poetryfire show oder an der Abendkasse erhältlich Eintritt: € 15,00, ermäßigt € 12,00

Parkside Studios
Friedhofstraße 59
Offenbach

Samstag, 25. September: Of/ Racist Traces

(Andrea)

Schaue ich mir an! Der Fotograf Zino Peterek dokumentiert in seiner Serie „Racist Traces“ Betroffene, die ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus schildern. Heute sind seine Portraits von 16 bis 19 Uhr im Büsingpark zu sehen (warum das so kurz ist, verstehe ich auch nicht. Andererseits gibt es dann auch kein "mache ich morgen"..). Zino Peterek nähert sich den Betroffenen mit einem Maß an Sensibilität und respektvoller Distanz. Zwischen 17 und 18 Uhr geben Hibba Kauser und weitere Betroffene in kurzen Impulsvorträgen Einblicke in ihren Alltag, der oftmals von negative Erfahrungen geprägt ist. Sie berichten von ihren Erfahrungen mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern, bei der Suche nach einer Arbeitsstelle, der Wohnungssuche bis hin zu Benachteiligung durch Behörden oder Sicherheitsapparate. “Alltagsrassismus, der gesamtgesellschaftlich über alle Bereiche des Lebens verbreitet ist, beginnt da, wo Menschen beispielsweise aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder ihrer Religionszugehörigkeit anders behandelt, ausgegrenzt und diskriminiert werden“, sagt Peterek. „Racist Traces soll zur Auseinandersetzung mit dem Thema Alltagsrassismus anregen und einladen, sich als Betrachterin oder Betrachter zu positionieren und sich bewusst im Alltag gegen Äußerungen und Handlungen Anderer und für eine respektvolle und friedliche Gesellschaft einzusetzen.” Es geht um Fragen nach Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Identität, für die Kuratorin Setareh Alipour mit dem Büsingpark einen Ort gewählt hat, der zum Verweilen einlädt und gleichzeitig auch ein beliebter Ort und Treffpunkt für die Menschen ist – immerhin einer Stadt, in der 159 Nationen miteinander leben und die in Fragen der Integrationspolitik als vorbildlich gilt.

Büsingpark
Berliner Straße 
Offenbach

Samstag, 25. September: FFM/ Afip

(Andrea)

Also, ganz ehrlich weiß ich noch nicht genau, was ich davon halten soll, dass Lutz seine Zelte in Offenbach abgebrochen hat und nun Sachsenhausen bespaßt. Weil ich ihn aber immer noch mag und seinen Aktionismus und Ideenreichtum schätze: "Die Akademie für interdisziplinäre Prozesse aus Of kapert heute den Schifferpark am Brückenspielplatz in Frankfurt Sachsenhausen und entwickelt mit einem bunten Spektakel Visionen für die eigene Zukunft. Wie klingt die Zukunft der »afip!«? Wir werfen standesgemäß alle vielfältigen Kompetenzen in einen Topf und trommeln drauf. Auch andere Klangformen sind willkommen! Ob Kassettenrecorder, Stimme, Instrument oder Staubsauger. Gemeinsam lassen wir den neuen, wilden »afip!«-Sound im Future Park erklingen. Das Mitmach-Klang-Labor ist nur eine von vielen Aktionen, die beim »afip!« #FuturePark Happening passieren können. In Kooperation mit der Nachbarschaft, soll ein ganzer Markt der Möglichkeiten entstehen. Alle, die Lust haben, können aus vorhandenen Mitteln ein kleines Angebot starten. Sei es eine Geigenstunde, der Schnupperkurs im Heimwerken, ein guter Ratschlag auf der Bierbank, Babysitting für mehr berufliche Freiheit, … eben einfach das, was selbst leichtfällt, anbieten, Verbindungen knüpfen und das nachbarschaftliche Potential entdecken. Der »afip!« #FuturePark bildet den Auftakt der Reihe: Anleitung zum Überleben – für eine neue »afip!«, die mit künstlerischen Mitteln die Zukunft des Experimentalraumes »afip!« und damit auch die Rolle einer lebendigen Subkultur in unserer Gesellschaft befragt und neu gestaltet. Geht ein kulturelles Zentrum ohne festen Raum? Wie lässt sich das „Prinzip »afip!«“ in die Stadt tragen? Wir gehen auf die Suche: Mit vielfältigen Workshops, lebendigen Untersuchungen, Crea-tive Commons – Wissensbündelung und einer phantastischen Wunschliste. Alle Bürger*innen und Interessierte können die Zukunft ihrer »afip!« mitgestalten — und damit den Spirit der »afip!« — nämlich die unterschiedlichsten Menschen auf vielfältige Weise zusammenzubringen — weiterleben und in eine neue Daseinsform bringen. Aber was ist denn eigentlich die »afip!«? Lasst uns kulturelle Offenheit schaffen! Unter diesem Motto, bespielte die Akademie für interdisziplinäre Prozesse »afip!« zehn Jahre lang den ehemaligen Drogeriemarkt am Goetheplatz in Offenbach als Institution für Kunst, Musik, Kultur, soziales Umfeld, Forschung, Politik und Lehre. Hier trafen sich engagierte Menschen, gestalteten, erforschten und diskutierten die Strömungen unserer Zeit, entwarfen gemeinsam kreative Utopien und ließen sie in verschiedensten Formaten Realität werden. Experiment, Kunst, Kampagne, Happening, Installation, Film, Theater, Malerei, Konzert, Vortrag, Workshop — ein Zusammenspiel vielfältigster Kompetenzen, Interessen und Medien. Hier war alles möglich und auch das Scheitern war nicht aus-geschlossen…!"

15 bis 21 Uhr Schifferpark Offenbach-Sachsenhausen 

Samstag, 25. September (und weitere Termine): Der Titel – Die Reise nach Davos

(Martin)

Monooper über das Begehren von Macht
Stanislav Rosenberg (Text und Musik)
Kammeroper Frankfurt

Die einaktige Mono-Oper "Der Titel - Die Reise nach Davos" wurde von dem Komponisten und Pianisten Stanislav Rosenberg für die Kammeroper Frankfurt eigens komponiert.  

Thema ist die Freiheit einer Frau - und die Freiheit aller. In der klassischen Oper gibt es viele starke Frauenpartien, Frauen, die nicht nur nach Liebe, sondern auch nach Freiheit dürsten und davon singen. Seltsamerweise sind sie regelmäßig dem Tode geweiht: Bizets Carmen ist frei und stirbt. Verdis Aida will frei sein und stirbt. Puccinis Tosca mordet für die Freiheit und stirbt. Arthur Honeggers Jeanne d'Arc kämpft sogar mit einer ganzen Armee für die Freiheit und stirbt (wird aber immerhin nach ihrem Tod heiliggesprochen). Die großen Komponisten und das Publikum früherer Zeiten liebten die wunderbaren Arien freiheitsliebender Frauen - solange sie zum Aktschluss starben.

Die zeitgenössische Heldin der Mono-Oper von Stanislav Rosenberg strebt im Gegensatz dazu erst gar nicht nach Freiheit. Oder vielleicht doch? Auf jeden Fall singt sie nicht darüber. Sie ist auf dem Weg nach Davos zum Zauberberg des Wirtschaftsgipfels. Wonach sie strebt, ist etwas scheinbar gänzlich Banales: nach einem Doktortitel - als Eintrittskare in den Zirkel der Macht. Denn sie weiß: nur Macht bedeutet wirkliche Freiheit. SIE hat nicht vor, am Opernende zu sterben.

Ebenso wie in Poulencs Telefonoper „Die Menschliche Stimme“ (auch dies eine Mono-Oper) tauchen am Telefon während ihres Reiseweges störende Elemente auf: Sehnsucht, Hass, Verstrickungen und Offenbarungen. All‘ das lässt sie vom geplanten Weg abkommen und leitet sie auf einen anderen, unvorhergesehen Weg. Der aber führt, anders als in der Opernkonvention, nicht zum Tod der Heldin, sondern zum Mord; von dem man jedoch nicht weiß, ob er in der Wirklichkeit stattfindet, oder nur in ihr.

Stilistisch bewegt sich diese Mono-Oper zwischen Groteske und Tragik, musikalisch in einem ironischen Mix aus Moderne, Minimal Music und Neo-Klassik. Die Protagonistin - gespielt und gesungen von Dzuna Kalnina - wird von einem Miniatur-Orchester, bestehend  aus zwei Musikern mit vier Instrumenten, begleitet.

Vorstellungen: Sa. 25., Mo. 27., Mi. 29. September 2021 jeweils um  19.30 Uhr

Spielort: Unitarische Freie Religionsgemeinde, Fischerfeldstr. 16, Frankfurt    

Foto ©: Kammeroper Frankfurt

Den ganzen September: VON HIER Filme und Diskussionen

(Daniela)

Chapeau! Das Deutsche Filminstitut & das Filmmuseum, namentlich: Tobias Hering (freier Kurator) und Björn Schmitt (DFF) haben in Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen ein tolles Film, bzw. Festivalprogramm zusammengestellt, welches die Migrationserfahrungen seit den 1960er Jahren thematisiert: VON HIER. Es hat bereits gestern begonnen. Da ich nicht alle Programmpunkte aufnehmen kann, empfehle ich Euch auf die Webseitseite zu gehen, bzw. in das Programmheft zu schauen. Es gibt Filme & Diskussionen. Die Veranstalter*innen schreiben:

Filmarchive schreiben Geschichte. Aber wessen Geschichte und für wen? Die Filmreihe Von hier nimmt das 60-jährige Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland zum Anlass, mit 12 Filmprogrammen die Wechselbeziehungen zwischen Filmproduktion, Archivierung und migratorischen Bewegungen zu untersuchen.

Filme wie Kenan Ormanlars GASTARBEITER AUS DER TÜRKEI, King Ampaws THEY CALL IT LOVE, Bogdan Žižićs in Frankfurt gedrehte Werke NICHT HINAUSLEHNEN und GASTARBAJTER oder EMPFÄNGER UNBEKANNT von Sohrab Shahid Saless stellen Klischeebilder von Fremde und Zugehörigkeit ebenso infrage wie etablierte Kategorisierungen deutscher Filmgeschichte. Zu den Wiederentdeckungen der Reihe gehören der Kurzfilm BLACK IS BLACK von King Ampaw sowie einige Arbeiten, die Želimir Žilnik 1974 und 1975 in der BRD gedreht hat und die hier nun seit Langem wieder zu sehen sind. Aktuelle Filme wie Aysun Bademsoys SPUREN – DIE OPFER DES NSU oder die Kollektivarbeit DUNKELFELD schlagen eine Brücke in die Gegenwart, eröffnen einen Blick auf rassistische Genealogien in Deutschland und fordern dazu auf, diese zu überwinden.

Ein Doppelprogramm und zwei Diskussionsveranstaltungen laden dazu ein, mit verschiedenen Akteur:innen über Archivierung und Zugänglichmachung, Erinnerung und Musealisierung zu diskutieren. Mareike Bernien und Merle Kröger stellen in der Reihe ihr Archiv-Projekt „Die fünfte Wand“ zur NDR-Redakteurin und Moderatorin Navina Sundaram vor.

Die von Tobias Hering (freier Kurator) und Björn Schmitt (DFF) kuratierte Reihe gibt Einblick in die Vielfältigkeit der Perspektiven und eröffnet so einen Diskussionsraum, in dem Ambivalenzen ausgehalten werden können. Die einzelnen Filme des Programms deuten dabei auf eine Grundkonstellation heutiger Gesellschaften hin, die es wertzuschätzen und zu verteidigen gilt.

Noch bis 26. September: Austellung DEINUFER im DAM

(Daniela)

Noch bis zum 26.9. habt ihr die Gelegenheit euch die Arbeiten zu DEINUFER im Deutschen Architekturmuseum anzuschauen:

Im Sommer 2020 schlugen die Wellen hoch um den Frankfurter Mainkai:
Der Stadtraum entlang der Altstadt sollte – nach einem Jahr der Autofreiheit – wieder für den Stadtverkehr freigegeben werden. Dies stieß auf ein geteiltes Echo!

Durch die Intervention Deinufer vom 27.06.-01.09.2020 schufen wir ein Forum. Wir wollten den Ort wahrnehmen und wertschätzen. Es entstanden Visionen für seine zukünftige Nutzung und Gestaltung.

Mit einem Bastelbogen eröffneten wir eine Perspektive auf das Mainufer.
Wir forderten dazu auf, diese Perspektive mit eigenen Ideen neu zu definieren. Das Panorama des Bastelbogens wurde am Mainkai als Asphalt-Tattoo mehrfach auf die Straße gesprüht und erzeugte Aufmerksamkeit für den Ort. An zwei Aktionstagen ergänzten Pappaufsteller die Installationen auf dem Asphalt. Sie konnten von Passanten mit Kreide gestaltet werden.

Seit September 2020 fahren wieder Autos auf dem nördlichen Mainufer. Die Frage bleibt jedoch bestehen: Wie wollen wir den Stadtraum nutzen und gestalten? Die ausgestellten Ideen wurden von Visionär*innen aller Altersgruppen im Sommer 2020 im Deutschen Architekturmuseum eingereicht.

Öffnungszeiten und weitere Infos: https://dam-online.de/veranstaltung/deinufer/

Foto: Moritz Bernoully

Sonntag 26. September – 10. Oktober: Schaufenster-Ausstellung „Trottoir — wunderbar!“

(Daniela)

Yippieh! Die Schaufenster Ausstellung der WestAteliers startet in die vierte Runde! Unter dem Titel „Trottoir — wunderbar!findet die vierte SchaufensterAusstellung der Ateliergemeinschaft WestAteliers statt. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, durch die Straßen der Hellerhofsiedlung des Frankfurter Gallus- Viertels zu wandeln und Einiges zu entdecken. Seit 2020 veranstalten die Künstler:innen der WestAteliers SchaufensterAusstellungen als Reaktion auf die Corona-Maßnahmen. Durch ihre charmanten Räumlichkeiten in ehemaligen Ladenlokalen verfügen die Atelierräume über große Schaufenster, die sich perfekt dafür eignen, Kunst auch während des Lockdowns einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zur Förderung des Austauschs und der Kooperation sind auch in diesem Jahr wieder Gastkünstler:innen an der Aus-stellung beteiligt — insgesamt 10 Positionen aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Installation und Poesie sind in der Ausstellung zu sehen. Neben der Präsentation von Kunst in Schaufenstern wird auch die Umgebung in die Ausstellung mit einbezogen. So wird die Litfaßsäule an der Ecke Idsteiner-/ Schneidhainer Straße als zusätzliche Ausstellungsfläche bespielt und der Außenraum zwischen den Ateliers temporär für Straßenmusik und Tanz genutzt. Nachts sind die Schaufenster beleuchtet, sodass die Kunst rund um die Uhr zu sehen ist. An den Wochenenden findet ein abwechslungsreiches Begleitprogramm statt — das Angebot reicht von einer Lesung über Führungen und Straßenmusik bis hin zu Live-Porträt-Zeichnen. Außerdem pflegen die WestAteliers Kooperationen zu verschiedenen Horten und Schulen und bieten spezielle Führungen für Schulklassen an. An den Veranstaltungstagen sind die Ateliers, unter Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen, zwischen 11 und 17 Uhr für Besucher:innen geöffnet.

 

Öffnungszeiten Täglich 24 Stunden geöffnet. Nachts sind die Schaufenster beleuchtet. Die Ateliers sind an Sonntagen zwischen 11 und 17 Uhr sowie am Samstag, 02. Oktober geöffnet.

Namen aller Beteiligten: Besnik Balliu, Michael Bloeck, Maike Häusling, Franz Konter, Ericson Krüger, Ruth Luxenhofer, Si-mon Ndrejaj, Frank Reinecke, Sabine Rollnik, Sarah Schoderer

Sonntag, 26. September: Eröffnung, 12 Uhr Straßenmusik durch das Camburi Trio, Langenhainer Straße / Ecke Idsteiner Straße. Bei Regen findet die Veranstaltung in den Atelierräumen statt.

Samstag, 02. Oktober: 15 Uhr Führung durch die Ausstellung. Treffpunkt ist die Litfaßsäule an der Ecke Idsteiner Straße

Sonntag 03. Oktober: 15-17 Uhr Lesung und Lecture-Performance — live Gedichte von Michael Bloeck / bepoet. Ort: Langenhainer Straße 26, Kaffee und Kuchen Verkauf durch den Kunst Raum Mato e.V.

Sonntag, 10. Oktober: 15 Uhr Trottoir-Konzert — Ein musikalischer Spaziergang durch die Hellerhofsiedlung mit der Akkordeonistin Darja Goldmann. Ort: Start ist vor dem Atelier Ruth Luxenhofer, Lorsbacher Straße 26.

Sonntag, 26. September: Mühlheim/ Beachclub

(Andrea)

Das Wetter soll gut werden und der Beachclub bei den Arties hat heute zum letzten Mal geöffnet - vielleicht radeln wir einfach mal rüber. Zumal heute Ute Jeutter dort spielt, sie ist quasi unsere Offenbacher Joy Flemming, eine echte Stimme und ein Powerpaket. Sie singt nicht nur, sondern malt übrigens auch tolle Aquarelle. Aber heute geht es um die Musik: Ab 16 Uhr spielt die Blues Formation „Staircaseblues" ursprünglichen Blues auf meist akustischen Instrumenten. Ute Jeutter (Vocals und Gitarre) und Hayko Spittel (Hart und Ukulele) empfangen ihre Gäste Udo Kistner am Bass und Robert Palm an der Labsteel- und Slideguitar. Außerdem gibt es hausgemachten Kuchen und Kaffee sowie Speisen und Getränke von der Karte.

Uferlos-Beachclub
Am Rabenloh
Mühlheim am Main 

Sonntag, 26. September: FFFM/ VERURTEILT! DER GERICHTSPODCAST – LIVE

(Andrea)

"Wie funktioniert unser Rechtssystem? Warum ist es notwendig, dass im Gerichtssaal dem gefühlten Recht eindeutige Paragrafen gegenüberstehen?" Spannende Fragen, die Gerichtsreporterin des Hessischen Rundfunks, Heike Borufka, und der Frankfurter Podcaster Basti Red heute verhandeln. Die Macher des Gerichtspodcasts "Verurteilt" erzählen alles, was wir schon immer über das deutsche Rechtssystem wissen wollten und einiges, was uns bislang noch nicht interessiert hat! Sie kommen live auf die Bühne und bringen jedes Mal neue Kriminalfälle mit, echte Urteile, das echte Leben und viel Spannendes über die deutsche Justiz." Einlass 18 Uhr, Beginn 19.30 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße , Frankfurt

Montag, 27. September: SOMMERWIESE - KIKERIKI Theater

(Uwe)

Ich bin in der Nähe von Darmstadt aufgewachsen, meine südhessischen Wurzelen sind aus meinem Dialekt einfach heraus zu hören. Wenn ich zu sehr in die Sprache meiner Heimat abtauche, tut Daniela oft so, als würde sie mich nicht verstehen. Daher hätte sie bei einem Besuch des Kikeriki-Theaters sicher einige Probleme. 

Das KIKERIKI THEATER wurde von Roland Hotz 1979 als Amateur-Puppentheater in Darmstadt gegründet. 1980 war die erste öffentliche Vorstellung für Kinder und 1984 hatte das erste abendfüllende Erwachsenenprogramm in Darmstadt Premiere.  1992 machte ein Teil der Gruppe das Puppenspiel zum Beruf und nach dreizehn Jahren Wanderschaft wurde 1993 ein eigenes kleines Theater in Darmstadt eröffnet. Eine fast explosionsartig steigende Nachfrage führte bereits 1996 zur Eröffnung eines größeren Theaterhauses – der COMEDY HALL.
 
Das Spiel des KIKERIKI THEATERS entsteht aus der Lust, dem Volk auf’s Maul zu schauen und beim Wiederkäuen kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Mit Vorliebe werden die kleinen Probleme des Lebens, die Tücken des Alltags und all die menschlichen Schwächen mal schwer-, mal leichtverdaulich dargeboten.  Zum eigenwilligen Stil des KIKERIKI THEATERS gehört aber auch ein liebevoll ironischer Umgang mit der spezifischen Mund- und Lebensart der Südhessen. Das KIKERIKI THEATER ist ein Theater für das Volk, jedoch nicht volkstümlich mit abgestandenem Heimatmief, sondern mit ehrlichem, frischem Stallgeruch und somit ein Volkstheater im wahrsten Sinne.

Heute spielen die "Heiner" (wie der Darmstädter im Volksmund heißt) WATZMÄNNER.

Sommerwiese Jahrhunderthalle, Pfaffenwiese 301 · Frankfurt
Beginn: 19:30 / Eintritt: 29 EUR

Foto: Homepage Jahrhunderthalle 

Mittwoch 29. September: Koloniale Botanik. Dialogführung

(Daniela)

Ich mag das Historische Museum sehr! Meine Top 3: sind die Schneekugel im Erdgeschoss, das Puppenhaus und mein allerliebstes Lieblingswerk ist das über 70m2 große Stadtmodell im Dachgeschoss. Aber auch die tlerisches Stadtmode

Dialogführungen, die die Kuratorin Nina Gorgus organisiert sind toll! Gemeinsam mit der Kuratorin der aktuellen Ausstellung und ein bis zwei Gästen werden die Besucher*innen durch die Ausstellung geführt. Das macht viel Spaß und man gewinnt einen ganz anderen Eindruck!

Der diskursive Gang durch die Ausstellungen "Gärtnern Jetzt!" und "Frankfurter Gartenlust" verfolgt den Weg des „Grünen Goldes“ nach Europa und diskutiert anhand einiger Ausstellungsexponaten die Verstrickungen mit dem Kolonialismus.

Pflanzen hatten zu Zeiten des Kolonialismus einem sehr hohen Wert. Anders als heute, wo viele Materialen aus Erdöl gewonnen werden, waren damals Pflanzen die Lieferanten für Rohstoffe. Botanische Gärten waren zu dieser Zeit auf Augenhöhe von weltweit agierenden Konzernen. Expandierende Nationen führten während der Kolonialzeit „Forschungsexpeditionen“ und „Entdeckungsreisen“ durch. Soldaten und Seefahrer, aber auch Forscher, Pflanzensammler oder privat Reisende mit genügend Eigenkapital brachten Pflanzen aus den außereuropäischen Gebieten mit. Die Motive solcher Reisen sind sehr unterschiedlich: Sie reichen über kommerzielle und machtpolitische Interessen bis hin zu Forschungsdrang und Wissensdurst. Ein Teil der Pflanzen oder des Saatgutes gelangte in die Botanischen Gärten Europas, um dort Pflanzen aus den fernen Ländern selbst zu kultivieren und zum Teil dann weiterzuverkaufen.

Dialog-Führung mit der "Gartenlust"- Kuratorin Nina Gorgus und den Stadtlaborant*innen Isabel Massingue und Elisa Schwis.

10 €/5 € Eintritt + 3 € Führung

Information und Anmeldung
Mo – Fr 10.00 – 16.00 Uhr
Tel. +49 69 212-35154
E-Mail: besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de

Donnerstag, 30. September: ÖL!

(Martin)

Endlich große Bühne! Endlich großes Kino! Endlich Schauspiel, Kunst und dabei große Freude!

Eine grandiose Eröffnungspremiere zur neuen Spielzeit hat der Regisseur Jan Christoph Gockel und ein ausgezeichnetes Ensemble dem Schauspiel Frankfurt beschert. Hollywood in Frankfurt! 

Hier werden künstlerische Genres miteinander in Verbindung gebracht: Ausgangspunkt ist der Roman Öl! von Upton Sinclair, der mit dem Titel ‚There will be blood‘ verfilmt wurde. 

Auf der Frankfurter Bühne bzw. mit Außendrehs rund um das Schauspielhaus herum, schafft es der Regisseur mit seinem Team etwas ganz eigenes entstehen zu lassen: 

Schauspiel, Film, Drama, Komödie, Geschichte, Generationenkonflikte, narzisstische Problematik, gesellschaftlich-ökologische Verknüpfungen... 

Großartig gespielt, fesselnd, hineinziehend – im Grunde eine ‚Coming-of-Age‘ – Geschichte, die es schafft, den Bogen ins ‚Große und Ganze‘ zu schlagen. 

Die FR schreibt: „Am Schauspiel Frankfurt hingegen hört der Spaß absolut nicht auf. Hier hat zur großangelegten Spielzeiteröffnung und vor dem ersten vollbesetzten Zuschauerraum im Schauspielhaus seit 18 Monaten Jan-Christoph Gockel eine eigene Fassung erstellt. Kein Abend für Faulpelze. Wer den Roman gelesen hat, muss keine Angst haben, sich zu langweilen, wer den Roman nicht gelesen hat, wird sich möglicherweise die Frage stellen, was das alles soll. Möglicherweise aber auch nicht, denn als absolutes Theater entfaltet das vielleicht auch so seine Wirkung. Zumal Torsten Flassig Bunny ist, der naive Tropf, der Träumer, und Wolfram Koch Dad ist, der Ölbaron, der Selfmademan, der mit allen Wassern gewaschene Kapitalist, der aber nicht unsympathisch gezeichnete Mensch. Sein Sohn kann ihm kaum widerstehen. In Frankfurt ist das ein tolles Pärchen, aufgeweckt und genüsslich umspielt von Andreas Vögler, dem kapitalismuskonformen Prediger – eindeutig Amit Epsteins Kostüm: vorne weiß wie das Lamm Gottes, hinten schwarz wie der Tod – , und Caroline Dietrich als apartem Hollywoodstar Vee Tracy.“ 

Und die Frühkritik auf HR2 ( https://www.hr2.de/podcasts/schauspiel-frankfurt-findet-oel,audio-57766.html) ist sich sicher, dass in Frankfurt ein neues Kultstück geboren wurde. Dem ist nichts hinzuzufügen! 

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/oel/416/

Donnerstag, 30. September um 19.30h: ÖL!

Nach dem Roman von Upton Sinclair, Schauspiel Frankfurt – Großes Haus

Foto: (c) Thomas Aurin 

Donnerstag, 30. September: OF/ Eames

(Andrea)

Wäre ich heute nicht bei der AMP Company, wäre ich im Filmklubb. Dort zeigt Nic heute eine Film über Eames. Das Ehepaar Charles und Ray Eames gehörte zu den einflussreichsten und bedeutendsten Industriedesignern Amerikas. Bewundert für ihre Kreationen und faszinierend als Individuen, sind sie zu Ikonen der amerikanischen Kultur aufgestiegen. Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=txJXhW737to Einlass: 19.00 Uhr Beginn: 20.00 Uhr Ort:

Filmklubb
Isenburgring
Offenbach

Reservierung unter nic@filmklubb.de Es werden Speisen und Getränke angeboten Coronabedingt gelten bis auf Weiteres die 3G-Regeln!

Donnerstag, 30. September: Der Himmel über meinem Kopf

(Martin)

 „‚Der Himmel über meinem Kopf‘ erzählt davon, wie es ist, etwas zu verlieren, von dem man bisher gar nicht ahnte, wie sehr es das tägliche Leben und Handeln bestimmt. Die neue Arbeit der AMP Dance Company widmet sich dem nachhaltigen Erleben des Verlusts von Sicherheit und seinen Folgen für unser freies Handeln.

Anhand unterschiedlicher Erzählungen der Tänzer*innen werden die Erfahrungen vom Verlust der Sicherheit als traumatische Erlebnisse des Subjekts geschildert und dabei das zuweilen ambivalente Verhältnis von Freiheit und Sicherheit ausgelotet. 
Freiheit und Sicherheit. Sie kommen nicht ohneeinander aus. Allerdings stehen sie zueinander in einem komplexen und spannungsvollen Verhältnis. Ihre Beziehung zueinander hat großen Einfluss darauf, wie wir uns als Individuen in der Welt verhalten, welchen Raum wir einnehmen, welche Handlungen wir vollziehen, was wir sagen, wen wir treffen, was wir erreichen können. Wie sensibel das Verhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit ist, stellen wir fest, wenn das Grundbedürfnis nach Sicherheit plötzlich erschüttert wird. Welche Auswirkungen hat das Gefühl der verlorenen Sicherheit auf das Individuum? Was passiert auf der Seite der Freiheit, wenn Sicherheit sich abrupt aufzulösen scheint?  Oder anders gefragt: Wie sehr sind wir sogar bereit Freiheit aufzugeben, um Sicherheit zurückzugewinnen? Wie sehr verengt sich unser Radius, wenn wir uns sicher glauben? ‚Der Himmel über meinem Kopf‘, ist das Bild für die Größe, die das verunsicherte Subjekt wieder erreichen kann, wenn es seinen Blick hebt, nachdem es den Boden unter den Füßen verloren hat.

Ein Stück, das Mut macht!“

Hier geht’s zur Vorbestellung der Tickets: http://www.gallustheater.de/2021/09/himukop.php

Donnerstag, 30.September um 20.00h (Premiere): Der Himmel über meinem Kopf

AMP Dance Company im Gallus Theater, Kleyerstraße 15.

Weitere Vorstellungen: Freitag, 1. Oktober und Samstag, 2. Oktober um jeweils 20.00h.

Foto: © AMP Dance Company

Donnerstag, 30. September: FFM/ Kapelle Petra

(Andrea)

"Fast wie Vivaldi: Kapelle Petra und „Die Vier Jahreszeiten“ Das Trio um Sänger Opa, Bassist Der Tägliche Siepe und Schlagzeuger Ficken Schmidt (das live um die Bühnenskulptur Gazelle zum Quartett erweitert wird), ist umtriebig und kreativ wie nur wenige andere hiesige Acts. Und so kommen auch “Die Vier Jahreszeiten” zustande. Ein Konzept, das sich musikalisch, inhaltlich und auch hinsichtlich der Veröffentlichungs- Zyklen im weitesten Sinne mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter befasst. Jeweils zum Beginn der Saison wird - startend mit “Der Frühling” am 19. März - eine EP mit jeweils vier Songs erscheinen. Dabei gelingt Kapelle Petra das Kunststück, die Songs nicht zu monothematisch auszugestalten, beim Durchhören staunt man nicht schlecht, wie variantenreich und intelligent die Band mit dieser Grundidee spielt. Gibt auf “Der Frühling” ein Song wie “Reißt die Fenster auf” noch ziemlich explizit Hinweis auf die saisonale Tonalität, ist bei Stücken wie “Wirtschaftsflüchtling” oder “Meine Zeit” ein bisschen mehr Transferleistung nötig, der Bezug erschließt sich eher zwischen den Zeilen: „Im 4-Jahreszeitenkontext wollten wir textlich auf keinen Fall bloß das Wetter- und die quartalstypischen Baumzyklen eines Jahres beschreiben“, betont der für die Texte verantwortlich zeichnende Opa. „Vor allem ging es um persönliche Momentaufnahmen, die tatsächlich jahreszeitlich bedingt sind. Wir haben die Songs dann auch bewusst in der jeweiligen Jahreszeit geschrieben und aufgenommen.“ Auch Sommer, Herbst und Winter warten mit entsprechendem textlichen und musikalischen Facettenreichtum auf. " Ich bin gespannt und freue mich schon auf die Youtube-Klick-Miliionäre, ihr Geburtstagssong ist nämlich klasse.

Batschkapp, Gwinnerstraße, FRankfurt

Samstag, 2. Oktober: OF/ Friedhofsführung

(Andrea)

Das letzte Mal war schnell ausgebucht, ich hoffe, das klappt noch mit einem Platz: Kulturhistorikerin Anja Kretschmer führt heute ab 19 Uhr wieder als Figur der Schwarzen Witwe über den Alten Friedhof. Während der Führung erzählt sie unterhaltsam vom historischen Hintergrund von Totenwachen und dem Brauch der Leichen-Fotografie und wieso die Angst vor dem Scheintod früher nicht so völlig abwegig war. Wegen der Corona-Pandemie ist diesmal eine Teilnehmerbeschränkung und damit eine vorherige Anmeldung unter www.anja-kretschmer.de oder Telefon 0151/56333549 unbedingt erforderlich. Die Teilnahme kostet 14 Euro. Aktuell gilt für alle, die bei dem Erlebnisrundgang mitlaufen möchten, die 3G-Regel: Zugelassen sind nur genesene, geimpfte oder getestete Menschen. Es wird empfohlen, sich vor der Veranstaltung über die dann eventuell angepassten Regeln zu informieren. Der Alte Friedhof ist superschön und abends sicher auch ein bisschen spooky. Wohlige Schauer sind da sicher keine Überraschung.

Alter Friedhof
Hebestraße
Offenbach

Foto: Dietmar Lilienthal

Freitag 1. Oktober: Der Fall Nitribitt - gelöst! Coole Songs und steile Thesen

(Daniela)

Ach wie schade, wir sind an dem Wochenende im GRÜNEN, sonst wäre ich sehr gerne zur Premiere. Es gibt aber noch weitere Termine.

 

Marc Becker: Der Fall Nitribitt - gelöst! Coole Songs und steile Thesen (Uraufführung)

 

Ihre Ermordung gehört zu den Top Ten der ungelösten Kriminalfälle, ihre letzte Adresse am Eschenheimer Turm wurde 2013 zum Kulturdenkmal, ihr Schädel bis 2008 im Frankfurter Kriminalmuseum ausgestellt und nach dem Verbleib ihres schwarzen Mercedes 190 SL suchen die Hobbydetektive des Landes noch immer – Rosemarie Nitribitt wurde zur schillernden Figur in der Nachkriegszeit und ist heute ein Mythos und Vorlage zahlloser Fantasieproduktionen. Die Frankfurter Geschichte der Ermordung einer 24-jährigen Prostituierten fasziniert noch genauso wie zur Wirtschaftswunderzeit. Ein sehr uneiniges Quartett streitet zwischen Sensationslust, kriminalistischer Analyse, feministischer Interpretation und touristischer Vermarktung lustvoll über die endgültige Lösung des Falles. Die Kompositionen von Michael Lohmann spielen raffiniert und mitreissend mit dem Sound der 50er Jahre und machen aus dem zerstrittenen Quartett ein formidables Gesangsensemble.

Es spielen Franziska Knetsch, Natanaël Lienhard, Detlev Nyga, Michael Quast Regie Matthias Faltz Kompositionen und Musikalische Leitung Michael Lohmann Bühne Christian Robert Müller, Paula Schulenburg Kostüme Ina Rettkowski Choreografie Ekaterina Khmara

Premiere am 1.10. um 19.30 Uhr

weitere Temine und Infos auf www.volksbuehne.net

Sonntag, 03. Oktober: SOMMERWIESE - Unter meinem Bett LIVE

(Uwe)

UNTER MEINEM BETT – IN DEINER STADT 2020

Endlich wieder coole Lieder von Deutschlands beliebtesten Singer/Songwritern: Die neue „Unter meinem Bett“ erscheint am 18.11! Nach inzwischen schon vier sehr erfolgreichen Alben erscheint nun das fünfte, welches Kinder und Eltern wieder gleichermaßen begeistern wird. Die Lieder sind mal frech und laut, mal leise und tiefsinnig – und dabei immer einfallsreich und überraschend anders!

„Unter meinem Bett“ auch wieder auf Tour, die großartige UMB-Liveband und viele tolle Gastsänger präsentieren ihre Songs live. Ein Konzerterlebnis für alle Altersklassen! In Frankfurt dabei sind: Francesco Wilking, der wunderbare Moritz Krämer (mit Francesco Wilking auch "Die höchste Eisenbahn"), Gorilla Club, Suzie Kerstgens ("Klee"), Sven van Thom und Bernd Begemann

JAHRHUNDERTHALLE SOMMERWIESE, Pfaffenwiese 301, Frankfurt
EINLASS: 11:00 / BEGINN: 12:00
VVK: 20€ zzgl. Gebühren / Kinder 4 - 13 Jahre: 15€ zzgl. Gebühren

Foto: Melancholie Maritim Photografie

Sonntag, 03. Oktober: SOMMERWIESE - Milow

(Uwe)

Am Tag der Deutschen Einheit spielt mit dem Belgier MILOW einer der bekanntesten Acts auf der Sommerwiese, die kalendarisch bei bestem Wetter zur Herbstwiese wird.

Was 2007 mit Hits wie ›You Don’t Know‹ oder seiner Akustik Coverversion von 50 Cents ›Ayo Technology‹ begann, ist längst zur internationalen Erfolgsgeschichte geworden! Mit seinem sechsten Album ›Lean Into Me‹ schlägt Milow nun ein weiteres Kapitel auf, das keinerlei Ermüdungserscheinungen erkennen lässt: Kaum jemand schafft es derart gekonnt, hochpersönliche Themen in universelle Hymnen zu verwandeln wie der belgische Singer-Songwriter. So eingängig und populär seine Songs auch sein mögen – eines sind sie nie: seicht. Denn bei allem internationalen Erfolg, den der sympathische Gitarrist und Sänger mit seinen bisher sechs veröffentlichten Studioalben, zahllosen Auszeichnungen, ausverkauften Tourneen und rund 200 Millionen globalen Streams auch hat, war und ist ihm der unmittelbare Kontakt zu seinem Publikum heilig. Jedes seiner neuen Lieder unterzieht Milow dem intensiven Live-Dialog mit seinen Fans, bevor er sich entscheidet, den Song zu veröffentlichen – so ist stets sichergestellt, dass die Kommunikation mit seinem Publikum auch in aufgenommener Version nicht abreißt. In diesem Jahr hat er bei ›Sing Meinen Song‹ das deutsche TV Publikum verzaubert, um anschließend ›Lean Into Me‹ auf einer kurzen Tournee live vorzustellen. Die Begeisterung war allerorten derart hoch, dass wir uns freuen, diverse Sommertermine mit dem belgischen Pop-Phänomen bekanntgeben zu können!

Sommerwiese Jahrhunderthalle
Pfaffenwiese 301 · 65929 Frankfurt am Main
Beginn: 19 Uhr, Tickets: ca. 48 EUR

Foto: Homepage Jahrhunderthalle

Sonntag 3. -Sonntag 17. Oktober: Jüdische Kulturwochen

(Daniela)

Ich freue mich auf die Jüdischen Kulturwochen der Jüdischen Gemeinde, die vom 3. bis zum 17. Oktober vielseitige Einblicke in die jüdische Kultur geben. Ich mag die Vielfalt des Programms sehr und versuche viele Angebote wahrzunehmen. 

Die alle zwei Jahre stattfindenden Jüdischen Kulturwochen sind ein gelebtes Zeichen für die enge Verbundenheit der Gemeinde mit der Mainmetropole. Das Festivalprogramm ist Einladung an die Stadtgesellschaft, jüdische Gegenwart in ihrer Lebendigkeit und Vielfältigkeit kennenzulernen. „Wir sind überzeugt, dass Kultur leben muss, selbst angesichts der Unabwägbarkeiten der Pandemie. Das Motto ‚More Joy, less Oy‘ steht für ein unbeschwertes und augenzwinkerndes Programm, das aber nicht universelle Fragen und Themen ausspart“, so Marc Grünbaum, Mitglied des Vorstands und Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.

Eröffnung mit Chuzpe und Narishkeit – Sitcom-Stars aus Kanada... mehr dazu im nächsten Beitrag!

Big Apple & Burlesque

Nicht weniger humorvoll, was den Blick auf jüdisches Leben in einer Metropole angeht, kann die New Yorker Autorin und Journalistin Fran Lebowitz über den Alltag im Big Apple erzählen (5.10.). Spätestens seit der Netflix-Serie „Pretend it’s a City“, in der sie kommentierend mit Martin Scorsese durch die Straßen New Yorks schlendert, ist sie weltweit berühmt. Mit Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin, spricht Lebowitz – zugeschaltet aus New York – über ihr Aufwachsen in den 1950er-Jahren, ihre Arbeit für Andy Warhols „Interview“ Magazin und jüdischen Feminismus. Mit anschließendem Q&A.

Erstmalig Teil des Programms ist „Jews Jews Jews!“, ein jüdisch-queeres Kabarett-Showprogramm der jüdisch-amerikanischen Burlesque-Tänzerin Lolita Va Voom und der Performerin Nana Schewitz, die beide in Berlin leben und in ihrer Show Elemente aus Drag, Burlesque, Zauberei und Stand-up-Comedy miteinander verbinden (9.10. nach Schabbatausgang).

Kunst, Kinder & Tanz

Reich ist das Angebot der Jüdischen Kulturwochen an Führungen zu jüdischen Spuren in Frankfurt und in der Kunstwelt. So gibt es geführte Touren durch die Rembrandt-Schau im Städel Museum, aus dem Museum Giersch wird digital das Werk der vergessenen Frankfurter jüdischen Fotografinnen Nini und Carry Hess in den Fokus gerückt. Im Historischen Museum und im Jüdischen Museum wird es ebenfalls Führungen geben. Eigens für die Jüdischen Kulturwochen hat das Performance Kollektiv profikollektion einen Audiowalk über die mutigen Macher des Neuen Theaters Frankfurt, einem der erfolgreichsten und beliebtesten Theater Frankfurts, das durch die Nationalsozialisten schließlich in die städtischen Bühnen „integriert“ wurde, konzipiert und realisiert. Im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum werden Papierschnitte von Frauen aus der Tora der israelischen Künstlerin Zipora Rafaelov zu sehen sein, durch die Rabbiner Soussan eine Führung anbietet (4.10.).

Nur zusammen und mit vereinten Kräften sind wir stark. Das Kindertheaterstück „NaseWeissRot“ des freien Frankfurter Theaters La Senty Menti (10.10.) vermittelt diese Botschaft auf spielerische, witzige und clowneske Weise auch den ganz Kleinen.

Auf jungen Tanz und gleich mehrere Uraufführungen darf sich das Publikum bei einer exklusiven Vorschau von Noa Wertheims Choreografie „Janus“ mit TANZ_KASSEL (Staatstheater Kassel) in der erstmaligen Kooperation mit dem Instituto Cervantes freuen (14.10.). Die israelische Choreografin Roni Chadash fordert mit „Body #whatever“ die visuelle Wahrnehmung der Zuschauer*innen heraus – zeitgenössischer Tanz aus Israel at it‘s best!

Auf die Suche nach der eigenen Identität und Körperlichkeit begibt sich auch das US-Filmdrama „Minyan“ am 12.10. im Kino des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums (DFF).

Schutz der jüdischen Gemeinschaft und anderer Minderheiten

„Lassen Sie uns mit Umsicht und Neugierde im physischen Raum Begegnungen schaffen und ins Gespräch kommen“, sagen die Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde, Marc Grünbaum, auch im Hinblick auf die Gespräche und Filme, welche die jüdische Gegenwart und Geschichte vor dem Hintergrund diverser Anfeindungen thematisieren. Hier spannt sich der Bogen unter anderem von einer von Claus Leggewie moderierten Lesung mit dem renommierten Historiker Dan Diner zur Anatomie des Zweiten Weltkriegs aus Perspektive des jüdischen Palästina (10.10.), in die Rachel Salamander einführt. Weiter über den Film „Die Rote Kapelle“ im DFF-Kino (10.10.), bis hin zum zentralen Podiumsgespräch „Rechtsradikalismus in hessischen Sicherheitsbehörden“ – hier wird der Publizist, Philosoph und Jurist Michel Friedman im Gespräch sein, u.a. mit der Hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und dem Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang (6.10.).

Alle Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen der Jüdischen Kulturwochen 2021 finden Sie im vollständigen Programm auf www.juedische-kulturwochen.de und auf www.jg-ffm.de.

Sonntag 3. Oktober: YidLife Crisis: YidLive!

(Daniela)

Ich freue mich auf die Eröffnung und besonders auf „YidLife Crisis“. Hier ein Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=eDNwj0ZceTM&t=6s

In der Webserie „YidLife Crisis“ blicken die Macher Eli Batalion und Jamie Elman alias Chaimie und Leizer mit einer guten Portion Humor auf jüdisches Leben. Die weltweit erste englisch-jiddische Sitcom ist eine Hommage an die Jiddischkeit und ein Liebesbrief an modernes jüdisches Leben, gepaart mit einer Prise Ironie. 

Anlässlich der Jüdischen Kulturwochen sind YidLife Crisis erstmals in Deutschland zu Gast und nehmen das jüdische Leben in Frankfurt mit viel Chuzpe unter die Lupe und aufs Korn. Ein Abend voll augenzwinkerndem Witz, Narishkeit, jiddischer Musik und Lebensgefühl. Man muss weder jüdisch sein noch Jiddischkenntnisse haben – Sinn für Humor erwünscht.  

Die Veranstaltung findet hauptsächlich in englischer und teils in jiddischer Sprache statt.

Begrüßung: Marc Grünbaum, Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main

Beginn: 19:30 Uhr | Einlass: 19:00 Uhr

Eintritt: € 18 regulär | € 12 ermäßigt*
(zzgl. VVK-Gebühren) und an derAbendkasse

© YidLife Crises

Anzeige

THINGS THAT MAKES YOU HAPPY - LOKAL EINKAUFEN

Olivenöle, Saucen, Konfitüren, Honig, Mandelcreme, Kaffee, etc. - im TTMYH - Shop findet Ihr ausgewählte leckere Produkte die einfach glücklich machen.

Alle Delikatessen stammen von kleinen Produzent*innen, die mit viel Liebe und Sorgfalt arbeiten. Die Produkte kommen vorwiegend aus Frankfurt, oder aus der Region und manchmal sogar aus der ganzen Welt - solange wir garantieren können, dass sie wirklich glücklich machen!

https://www.thingsthatmakeyouhappy.de

Montag 4. Oktober: StreitClub - „Grenzen der Meinungsfreiheit“

(Daniela)

Lasst uns reden! Lasst uns debattieren! Lasst uns STREITEN!

Kaum etwas ist so häufig Teil unseres Alltags und dabei gleichzeitig so negativ besetzt wie der Streit. Häufig assoziieren wir ihn mit Eskalation, zermürbenden Endlos-Auseinandersetzungen und mit Wut, Enttäuschung oder Aggression. Streit bedeutet Konflikt. Streitkultur hingegen bedeutet Konfliktaustragung und -einhegung. Streitkultur meint also nichts anderes als die Kunst des produktiven Streitens. Als solche ist sie unverzichtbar für stabile zwischenmenschliche Beziehungen, denn im Streit loten wir unsere wechselseitigen Grenzen aus, wir lernen an- und voneinander. Das gilt genauso für unser gesellschaftliches Zusammenleben: Erst im Ringen miteinander entdecken wir uns als Gesellschaft und entwickeln und testen politische Alternativen, die unser Zusammenleben strukturieren. Höchste Zeit also, dass wir uns darin wieder üben!

Der StreitClub, ein Veranstaltungsformat des Frankfurter Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) an der Goethe-Universität, hat sich daher der Aufgabe verschrieben, Streitkultur zu fördern und ihr eine Bühne zu geben. Er verhandelt aktuelle Kontroversen in einem produktiven Streitgespräch, das wieder Lust auf Streit machen soll. Zwei streitfreudige Gäste sitzen zwei ebenso streitfreudigen und -erfahrenen Gastgebern gegenüber:

  • Nicole Deitelhoff (Politikwissenschaftlerin, Sprecherin des FGZ, Co-Sprecherin des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität und Direktorin des Leibniz-Instituts HSFK) und
  • Michel Friedman (Jurist, Publizist, Philosoph und geschäftsführender Direktor des Center for Applied European Studies (CAES), Frankfurt am Main).

Die Veranstaltung wird jeweils von Schüler:innen einer Klasse aus Frankfurt und Umgebung begleitet. Sie fungieren als Streitanalysten, erfassen die verschiedenen Argumente und Für- und Wider-Positionen in Echtzeit, visualisieren den Streit und können auch intervenieren.

Zur Auftaktveranstaltung am 04. Oktober 2021 nimmt sich der StreitClub mithilfe von Medienanwalt Christian Schertz und Kabarettist Florian Schroeder einer der großen aktuellen Streitfragen an: Wie weit geht die Meinungsfreiheit?

Es ist eine oft gehörte Frage ohne Antwort: „Was darf man denn noch sagen?“ Die Grenzen des Sagbaren irrlichtern zu verschiedenen Anlässen immer wieder durch die Öffentlichkeit: von Jan Böhmermanns Gedicht über den türkischen Präsidenten bis hin zu shitstormenden Querdenkern im Internet oder sich dem Gendern verweigernden sogenannten „alten, weißen Männern“. Die Frage stellt sich also immer wieder neu und fordert eine stetige Auseinandersetzung mit den Inhalten, aber auch der eigenen und fremden Perspektiven.

Tickets kosten für Schüler:innen 10€, für alle anderen 12€ und sind über das English Theatre erhältlich.

Mehr Infos: https://fgz-risc.uni-frankfurt.de/streitclub-grenzen-der-meinungsfreiheit/#more-1909

Freitag, 08. bis 09. Oktober: 1. FRANKFURT BURLESQUE FESTIVAL

(Uwe)

"Mit dem ersten internationalen Frankfurt Burlesque Festival kehren die Showgirls zurück in das ehrwürdige Haus, der Whisky wird gern serviert und ein gewaltiger Sturm von Glitzer und Glamour zieht in den Club der Jahrhunderthalle ein."

Songs wie „Fly Me to the Moon“, „My Way“ und „I’ve got you under my skin“ bilden den Takt zu dem sich Mainhattan verführen lassen wird, während die bezaubernden Performer aus der ganzen Welt das Publikum begeistern.

Uhrzeiten: 19.00 Uhr Einlass | 20.00 Uhr Beginn
Adresse: Jahrhunderthalle Club, Frankfurt
Ticketpreis: ab €53
Tickets: https://www.jahrhunderthalle.de/programm/kalender/burlesque-festival/
Infos: frankfurt-burlesque-festival.de

Foto: Andrey Kezzyn

Sonntag, 22. Oktober: LOKAL LISTENER - Gregor Praml trifft John Lennon

(Uwe)

Gregor Praml trifft John Lennon mit Max Clouth & Tony Clark, Heine-Chor, Giuseppe „Gastone” Porrello, Romie, Paul Sies, Tigisti

John Lennon war Musiker, Komponist und Friedensaktivist. Heute wäre der Brite 80 Jahre alt. Er wurde aber nur 40 Jahre alt, denn am 8. Dezember 1980 wurde er durch ein Attentat in New York ermordet. Der Tag, an dem Millionen Fans ihr Idol verloren haben, hat sich im Dezember 2020 auch zum 40. Mal gejährt. Jetzt ehrt „The LOKAL Listener” John Lennon bei einem Special-Talk-Konzertabend mit vielen Gästen aus der Musikszene, die alle ihre eigene Perspektive auf einen der größten Popmusiker der Geschichte präsentieren werden. Jazzgitarrist Max Clouth und Sänger und Sitarspieler Tony Clark spüren der Verbindung von Lennon mit der indischen Musik nach. Die Mitglieder des Heine-Chors um Chorleiter Wolfgang Barina verleihen seiner Musik eine besondere Mehrstimmigkeit. Giuseppe „Gastone“ Porrello schaut als Cantautore mit sizilianisch-sardischen Wurzeln auf einen Songwriter, mit dem er sich bisher eigentlich viel zu wenig beschäftigt hat. Das Singer-Songwriter:innen Duo Romie verzaubert zweistimmig jeden Song eines ihrer Idole. Der Schauspieler, Pianist und Sänger Paul Sies wird es wohl auf die Texte von Lennon abgesehen haben. Last but not least: die Singer-Songwriterin Tigisti, die mit ihren eritreischen Wurzeln nochmal einen ganz anderen Blick auf den Ex-Beatle werfen wird. Möge der SOMMERBAU an diesem Abend in den Himmel leuchten wie das New Yorker Empire State Building zu Ehren des 80. Geburtstags von John Lennon im vergangenen Jahr – ganz in blau. Give Peace a Chance!

Solidarisches Preissystem (frei wählbar): ab 8 € pro Einzelplatz/Parkett, ab 16 € pro Loge/Doppelplatz inkl. Snack

Beginn: 19 Uhr, Einlassende: 15 Min vor Vorstellungsbeginn

Bei der Buchung können entweder eine Loge mit zwei Plätzen oder Doppelplätze sowie Einzelplätze im Parkett gebucht werden.

Foto: Gregor Praml / privat


Powered by TYPO3 and direct_mail, supported by jweiland.net.

Du erhältst diesen regelmäßigen Newsletter, da Du Danielas Ausgehtipps abonniert hast.
Wenn Du diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchtest, kannst Du Dich hier abmelden.