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| 06.03.2020 |
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EINTRACHT & FRAUEN & KULTUR

Kurz zu Mittwoch: Klar habe ich mich über den Sieg und den Einzug ins Halbfinale gefreut und natürlich habe ich mich wahnsinnig über Kostic geärgert und natürlich muss man für so ein Foul eine Rote Karte bekommen und ja, es ist doof, dass er im Halbfinale und, wenn wir weiterkommen, im Finale fehlt. Aber wie sagt man so schön: aus Dummheiten lernt man. (R.C. wird an Halloween auch nie mehr Eier gegen eine denkmalgeschützte Wand werfen). Und weil wir keinen gleichwertigen Ersatz für Kostic haben, müssen halt die anderen mehr machen. Z.B. der liebe Dany Da Costa.
Dass Dany Da Costa mit mir zusammen auf dem Foto ist, hat jedoch nix mit der Eintracht zu tun, sondern mit der „Luminale“, die nächste Woche startet. Ich freue mich total auf diese Bienale und werde mir ganz viele Lichtinstallationen anschauen. Damit man die Kunst besser sehen kann, sagen Dany und ich und noch ein paar andere Frankfurter*innen LICHT AUS. Das sagen wir in Form eines Gedichtes ... glaubt ihr nicht? Klickt einfach auf das Bild, dann seht ihr unsere Videos dazu. Kurz noch zu Gestern: Da habe ich ja an der IGS den Abend zum Thema „Inklusion & Vielfalt“ moderiert. Der Inklusionsaktivist Raul Krauthausen war zu Gast. Es war ein spannender Abend. Dass Raul ein toller Gesprächspartner sein wird, war mir vorher schon klar, da ich schon viel von ihm gehört und gelesen hatte. Wenn ihr ihn nicht kennt, dann schaut Euch mal seine Organisation www.sozialhelden.de an. Sehr begeistert haben mich aber vor allem die Schüler*innen, die mit auf der Bühne waren und mich teilweise als Co-Moderatorinnen unterstützt haben. Unglaublich, wie selbstbewusst diese Kids sind! So, jetzt muss ich aber los. Heute ist zwar keine Chorprobe, aber gleich kommt meine Freundin Kiki und wir müssen noch etwas für Sonntag vorbereiten, dann ist nämlich der 8. März. Das ist was? Genau: der Internationale Frauentag & das Gründungsdatum von Eintracht Frankfurt. Perfekt für uns! Warum? Das berichte ich Euch in der nächsten Woche. Lebt wild. Daniela
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.
Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))
Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto: IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net
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ZU GEWINNEN
Antworten für die folgenden Tickets bitte an schwoebke@aol.com Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt.
1 x 2 Gästelistenplätze für Indecent Behavior am 20. März im Cave. Frage: Aus welcher Stadt kommt die Band? Einsendeschluss 8.3. 20:00 Uhr
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Antworten bitte an: ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com
Die Gewinner*innen werden von Martin benachrichtigt.
2 x 2 Tickets für die Premiere von 'Lou Reed in Offenbach', ein Permormance-Konzert am Freitag, 13. 03 im Küntlerhaus Mousonturm. Gewinnfrage: In welcher Band spielen die Mitwirkenden Cactus/Göring?
3 x 2 Tickets für die Oper 'Romeo und Julia auf dem Dorfe' am Sonntag, 15.03 in der Oper Frankfurt zu gewinnen. Gewinnfrage: Welches Kammerkonzert für Kinder empfiehlt Martin in diesen Tipps? Foto: Barbara Aumüller/Oper Frankfurt
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Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de Die Gewinner*innen werden von Andrea informiert.
2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert des Isenburg Quartetts am 11. März im Filmklubb. Die Gewinnfrage lautet: Welcher berühmte Künstler hinterließ in Offenbach seine Spur und wird nun im Mousonturm wieder lebendig?
2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Stoppok am 14. März in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Welches Konzert empfiehlt Uwe für den Internationalen Weltfrauentag?
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Mitmachen!
„Du für Deine Stadt!“ – Neue Stadtteil-Botschafter für Frankfurt gesucht
Seit über zwölf Jahren setzen sich in Frankfurt junge Menschen als Stadtteil-Botschafter in ihrer Nachbarschaft ein – weil sie etwas verändern wollen: Menschen zusammenbringen, Kulturaustausch fördern, den Stadtteil verschönern und vieles mehr. Ab sofort können sich wieder 15- bis 27-Jährige für das einjährige Stipendienprogramm bewerben! Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft stellt ihr Know-how, ein großes Netzwerk und Frankfurt-Experten zur Verfügung und begleitet die Stadtteil-Botschafter dabei, die eigene, gemeinnützige Idee im Stadtteil in die Tat umzusetzen. Bewerbungsschluss für den Stipendienbeginn im Sommer ist der 15. April 2020.
Alle Informationen unter: www.stadtteil-botschafter.de
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G E R O L L T E S - über die letzte Woche

(Uwe)
Es gibt Zeiten, da laufen im Fußball die Wertbewerbe so vor sich hin und es drängt sich kein Thema auf, über das unbedingt berichtet werden muss. In den letzten Wochen ging es hingegen ziemlich rund: Klinsmann machte sich noch lächerlicher als er es bereits war. Der „Steher“ im Waldstadion blieb aus Protest leer. Kein Polizeichor bei SGE gegen Union Berlin. RB Leipzig schmiss in Corona-Panik gesunde Japaner aus dem Stadion, weil diese asiatisch aussahen. Bremen jammerte wegen der Absage eines Fußballspiels, ein Viertligist zog ins Halbfinale des DFB-Pokal ein, Nübel flog aus dem Schalker Tor, Dietmar Hopp wurde von diversen Fangruppen beleidigt und Karl-Heinz Rummenigge will brutalstmöglich aufklären.
Am vergangenen Samstag stellte sich Rummenigge erst demonstrativ klatschend in den strömenden Regen und dann mit hochrotem Kopf vor die Mikrophone. Dort kündigte er an, dass der Wind den Ultras künftig heftig ins Gesicht blasen wird. Dass man sich die Ausfälle einiger Fans nicht mehr gefallen lassen dürfte. Und dass einige Zuschauer aus dem Bayern-Block das Ansehen des FC Bayern maximal beschädigt hätten. Das tat aus seiner Sicht insbesondere die „Schickeria“, eine Ultra-Gruppe des FC Bayern, bereits häufiger. Spontan dachte ich mir, dass gerade diese Schickeria durchaus schon einige sehr gute Sachen hinbekommen hat. Dass sich der Münchener Rekordmeister heute so geschichtsbewusst zeigt, hängt beispielsweise mit dem Engagement eben dieser Ultras zusammen, denn diese bewahren das Gedenken an Kurt Landauer, einen Präsidenten jüdischen Glaubens beim FC Bayern, der vor den Nazis in die Schweiz fliehen musste. Sie kritisieren darüber hinaus die Kooperation des Vereins mit Katar, einem Land, dem massive Verstöße gegen Menschenrechte und die Finanzierung von Terroristen vorgeworfen werden und engagieren sich öffentlich gegen Homophobie und Rassismus. So kritisierten sie mit Bannern die peinlichen Aussagen vom Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies über Afrikaner im letzten Sommer und taten damit etwas, was Rummenigge oder Hoeneß nicht hinbekamen. Der Clemens ist halt Ulis persönlicher Freund und damit einer des gesamten Hauses, da verbietet sich natürlich Kritik. Ein Freund (und mit seiner SAP Platinsponsor) der Bayern ist auch Dietmar Hopp und genau den beleidigten die Bayern-Ultras beim Spiel in Hoffenheim. Ultras anderer Vereine taten dies in anderen Stadien ebenfalls und nahmen ihn dabei teilweise bildlich ins Fadenkreuz. Selbstverständlich ist Dietmar Hopp niemand, der anderen Geld gestohlen hat und er unterstützt über seine Stiftung weitaus nützlichere Projekte als Sportvereine (Herzzentrum, Krebsforschung etc.), für viele sind er und seine TSG Hoffenheim (neben RB Leipzig) aber ein Sinnbild für den Wandel im Fußball in den letzten Jahren. Hinein in eine Welt mit Verwässerung der 50 plus 1 Regel, Montagsspielen und einer Überregulierung, in der der kritische Fan/Ultra durchaus den Ablauf stört, wenn er die Rolle der Klatschmaschine und Stimmungskanone verlässt.
Die Beleidigungen von Hopp sorgte in einigen Stadien zu Spielunterbrechungen, einen riesigen Auflauf von Spielern und Funktionären der Vereine vor den Kurven, die die Ultras gestenreich aufforderten, die Plakate herunterzunehmen. Und in den Tagen danach führten sie auch in eine Diskussion hinein, in der hinterfragt wird, warum es zum Beispiel beim Pokalspiel Schalke - Hertha keine Unterbrechung und keine gestikulierenden Vereinsvertreter vor den Tribünen gab, als Hertha-Spieler Torunarigha mit Affenlauten bedacht wurde. Und warum der DFB jüngst in der Angelegenheit „BVB-Fans vs. Hopp“ eine Kollektivstrafe (Sperre für alle BVB Fans für zwei Auswärtsspiele in Hoffenheim) aussprach, obwohl er vor einiger Zeit ankündigte, auf diese Art der Bestrafung zu verzichten. Mal sehen, was bei den weiteren Gesprächen herauskommt, die hoffentlich intensiviert werden. Dabei sollten die Ultragruppen eingestehen, dass Fadenkreuz und „Hurensohn“ inakzeptabel sind. Mit dieser Form der Bedrohung und Beleidigung kann ich überhaupt nichts anfangen. Da wünschte ich mir – wie es auch Andreas Rettig (zuletzt kaufmännischer Geschäftsleiter beim FC St. Pauli) diese Woche bei 11 Freunde beschrieb - eher einen kreativeren Protest mit Augenzwinkern.
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Zum Abschluss noch etwas über den FSV
Der FSV siegte auswärts bei Bayern Alzenau. Super und nun gilt es zuhause am Bornheimer Hang (ein Facebooknutzer über das Stadion: „Sehr sportlich und gemütlich“) gegen den FC Gießen nachzulegen.
Fortuna Irgendwo - Eröffnungswochenende
Donnerstag, 26.3. ELYSIUM
The First Minute Of A New Day (Lars Bartkuhn & Kabuki) featuring Cleveland Watkiss
Freitag, 27.3. L’UNATIC ÁSYLUM
Rainer Trüby & C-Rock
Samstag, 28.3. FREISCHWIMMER
Daniele Iezzi, Pedo Knopp, Casey Keth (Vocals)
www.fortuna-irgendwo.de Hanauer Landstr. 192 (Union-Gelände)
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Freitag, 6. März:
Finissage
(Petra)
Sandip Shah lädt heute mal wieder in seine bewohnte Kunstinstallation ein: Heute ist noch mal seine Installation „ÜberwachBar“ im Rahmen der Ausstellung „Blutwurst im Himmelreich“ zu begucken. Treffender Titel in einer bitteren Zeit. Er schreibt: „Wer sich vermummen will, damit er nicht erkannt wird kann dieses tun das Gesetz ist bei mir außer Kraft gesetzt.“ Hmm. Aber sicher dennoch ein vergnüglicher Abend, denn der bekannte Herr Felber und Claude Deh werden musikalisch schon für gute Laune sorgen. Und nette Menschen, die man dort trifft (gerne unvermummt), ebenso.
ÜberwachBar, Installation von Sandip Shah – Finissage, Heinz Felber’s House Inferno
Claude Deh Glamorous Beatz Ort: b.k.i. bewohnte Kunstinstallation Adresse: Seehofstrasse 8a, Uhrzeit: 20 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei: leider nein
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Freitag, 6. März und Sonntag, 15. März: Romeo und Julia auf dem Dorfe

(Martin)
Romeo und Julia auf dem Dorfe, Oper von Frederick Delius
Im Sommer werden es sechs Jahre, dass ich diese ‚Kurzoper’ – denn sie dauert nur 1 ¾ Stunden – gesehen habe und tatsächlich haben sich einzelne Bilder der Inszenierung tiefenscharf ins Operngedächtnis eingebrannt!
Kulturfreak.de schreibt: „Die Frankfurter Erstaufführung des Werks erfolgte am 22. Juni 2014 in der Regie von Eva-Maria Höckmayr und bekräftigte den Ruf des Hauses am Willy-Brandt-Platz als Ort musikalischer Ausgrabungen. So berichtete etwa die Kritikerin des Darmstädter Echos: ‚Mit der Wiederentdeckung von Frederick Delius hat die Frankfurter Oper wieder einmal ins Schwarze getroffen. Nach der Premiere wollte der Jubel kaum enden.’ Und der Berichterstatter des Deutschlandfunks (Kultur heute) attestierte: ‚Der Frankfurter Produktion gelingt Theater-Magie pur.’
Gottfried Keller hat die Novelle ‚Romeo und Julia auf dem Dorfe’ geschrieben und die Grundkonstellation ist wie bei Shakespeare: Ein junges Paar, das sich liebt, aber nicht zusammen kommen darf, weil das familiäre Umfeld ein Problem damit hat. Zwei Liebende, die nicht zusammen kommen dürfen,eine Liebe, die nicht sein darf, hier nicht in Verona, denn die Handlung ist in eine dörfliche Gegend verlegt und Romeo heißt Sali und Julia ist Vreli.
In der FNP war anlässlich der Premiere zu lesen: „...die Würzburger Regisseurin Eva-Maria Höckmayr fand bei ihrem Frankfurt-Debüt starke Bilder für den unerbittlichen Psycho-Trip in die inneren Bezirke der seit Shakespeare unsterblichen Liebenden.“ ... „Ein hermetisch wirkender Bühnenbau (Ausstattung: Christian Schmidt), aufgeteilt in eine geisterhaft weiße Küche, in der ein Pantomimenpaar den Suizid der Liebenden vorwegnimmt. Während auf einem Treppenaufgang die bäuerliche Gesellschaft paradiert, Gottfried Keller eingedenk schweizerisch kostümiert (Saskia Rettig), die Menschenwelt in irdisch warmen Gelbtönen ausgeleuchtet wird und in einem weiteren Tortenstück der viel bewegten Drehbühne weißgewandete Kinder einen gespenstischen Blinde-Kuh-Reigen vollziehen.“ ... „Spektakulär die Liebesnacht im Gasthof „Zum Paradiesgarten“, das Paar im paradiesischer Blöße, was hier ganz natürlich wirkt - umrundet von dem teuflisch grinsenden Geiger.“
Der Dirigent der ursprünglichen Premiere leitet auch die Wiederaufnahme, deshalb wird noch immer stimmen, was die FR schrieb: „Paul Daniels musikalische Leitung geht in keine dramatische Falle, sondern beharrt nachdrücklich und klangfarbensatt auf spätromantischer Lyrik, und das Frankfurter Opern-Orchester mit seiner Britten- und Strauß- und Debussy-Erfahrung übernimmt souverän die Hauptrolle.“
Ich werde mir ‚Romeo und Julia auf dem Dorfe' in der Wiederaufnahme noch einmal anschauen, denn mir ging’s wie dem Rezensenten der FR: „Romeo und Julia bleiben in dieser Inszenierung nicht auf dem Dorf. Ihr Dorf ist auch unsere Welt.“
Für die Vorstellung am Sonntag, 15.03 gibt es oben Tickets zu gewinnen.
Oper Frankfurt Willy-Brandt-Platz Die Oper Frankfurt ist behindertenfreundlich ausgestattet. Freitag, 6.3. um 19.30 Uhr Sonntag, 15.3. um 18.00 Uhr (weitere Vorstellungen am 22. und 28. März) Foto: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt
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Freitag 6. März: Kirchner Hochtief

(Uwe)
Bei einem Konzert im Zoom erwähnte die Band Fortuna Ehrenfeld neulich „Kirchner Hochtief“ und lobte sie in höchsten Tönen. Seitdem wollte ich die live sehen und nun kommen sie freundlicherweise ins Studio vom Lotte Lindenberg. Die schreiben über das Projekt mit dem großartigen Namen: „Was tut man als Künstler im Jahr 2019, um seine Musik unter die Leute zu bringen?! Man gründet ein Imperium, kuratiert eine Kunstaustellung, bespielt die Club-, Festival- und Theaterbühnen, und veranstaltet ein Spektakel vom YouTube-Kanal über seine Insta-Storys bis in das klassische Feuilleton hinein. David Julian Kirchner wird mit seiner Company KIRCHNER HOCHTIEF (Das Frontline-Produkt der Kirchner Total AG) all das und noch viel mehr für uns tun! Auf dem Debut-Album „Evakuiert das Ich-Gebäude“ seufzt und schreit und bängt und schhhhhht und knurrt und summt KIRCHNER HOCHTIEF in deutscher Sprache - von Widersprüchen gezeichnet, als würden Patrick Bateman und Gordon Gecko zu Occupy aufrufen oder als wäre Bukowski im Suff bei den Beach Boys eingestiegen: singen und versingen ihre Songs - zerrissen zwischen Pop und Noise. Launische Konstrukte. Die rumpeln und taumeln naiv durch den Klangraum und verwandeln sich dann unvermittelt in komplexe harmonische Labyrinthe – fordern einen neuen deutschen Pop: einen, der der angepassten Radiomusik den Krieg erklärt. Gitarren wie Kathedralen, Tasten prügeln sich zu Melodien und die Schlagwerke und Rhythmusmaschinen grölen „WOW, REVOLUTION!“.“ Hingehen! Lotte Lindenberg Frankfurt, Frankensteiner Str. 20 Beginn: 21:30 Tickets: 11 Euro zzgl. Gebühren Foto: Pressefoto Lotte Lindenberg
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Freitag, 6. März: Of/ Das Leben ist ein Hauch

(Andrea)
Wir haben uns neulich ein Gebäude von Zaha Hadid angeschaut und waren von der Leichtigkeit ihrer Architektur einmal mehr begeistert (sie hat auch das Phaeton in Wolfsburg entworfen) und weil ihre fließenden Formen ohne jemanden wie Oskar Niemeyer nicht denkbar wären, möchte ich heute in den Filmklubb: "Unter den Architekten des an Lichtgestalten nicht gerade armen 20. Jahrhunderts ist der Brasilianer Oscar Niemeyer ohne jeden Zweifel einer der größten und einflussreichsten. Der brasilianische Regisseur Fabiano Maciel hat dem Pionier der architektonischen Moderne, der bisher rund 600 Gebäude realisieren konnte und der auch noch im biblischen Alter aktiv ist, ein Porträt gewidmet – es ist angesichts der Verdienste Niemeyers längst überfällig. Auch wenn der Porträtierte sich selbst ganz anders sieht und der eigenen Bedeutung keinen großen Stellenwert beimisst: „Ich bin wie einer dieser alten Pessimisten. Ich glaube, dass das Leben nur einen kurzen Augenblick währt. Der einzelne Mensch ist nicht wichtig, er wird geboren und stirbt. Er muss seinen Blick zum Himmel erheben und fühlen, wie klein er ist. Er muss bescheiden sein und wissen, dass nichts wirklich wichtig ist. Das Leben ist ein Hauch, nur ein kurzer Augenblick.“ (Filmkritik von Joachim Kurz in Kinozeit) Der Film "Das Leben ist ein Hauch" im Filmklubb, ob die Einführung von Terry Magaritis im Film ist oder live passiert, weiß ich gerade nicht. Filmklubb Isenburgring 34 Offenbach Nicht barrierefrei
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Freitag 6. März: METAL VS. AMBIENT

(Daniela)
Der österreichische Komponist Bernhard Gander thematisiert in seinem neuen Werk Oozing Earth die Urkraft der Elemente und den Kampf der Menschheit gegen die Natur. Zwei internationale Stars der Extreme Metal Szene – Flo Mounier (u. a. Drummer der Band CRYPTOPSY und VLTIMAS) und Attila Csihar (MAYHEM-Sänger und Stimme der Kult-Band SUNN O)))) – werden gemeinsam mit den Musiker*innen des ENSEMBLE MODERN Bernhard Ganders akustische Apokalypse am Freitag, den 6. März 2020 in der Frankfurter Batschkapp erstmals live entfalten. Im zweiten Teil des Konzertes ist eine Uraufführung des norwegischen Komponisten Helge Sten zu hören. Der norwegische Komponist, Musiker und Musikproduzent Helge Sten ist Spezialist für den Brückenschlag zwischen experimenteller elektronischer Musik und dem individuellen Klang akustischer Instrumente. Seit Anfang der 90er Jahre entwickelt er seinen speziellen, wiedererkennbaren Sound: Einen atmosphärisch dichten und körnigen Minimalismus, der die Zeit verlangsamt und die Einzel-Partikel der Klänge selbst erforscht. Für das Ensemble Modern schreibt er ein Werk, bei dem er selbst als »Band-Mitglied« den Elektronik-Part übernimmt. Tickets 19,-€/erm. 10,50€ Vorverkauf unter weitere Informationen unter www.cresc-biennale.de am 6.3.2020 um 20:00 in der Batschkapp Frankfurt Mit Attila Csihar (Voice), Flo Mounier (Drums), Helge Sten (Live-Elektronik), Ensemble Modern, Brad Lubman (Dirigent)
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Samstag, 7. März: Of/ Peter Lenz Lithium feat. Chris Speed USA

(Andrea)
Jazz ist leider so gar nicht mein Ding, aber das sollte bitte niemanden davon abhalten, heute nicht in die afip zu gehen! Dort spielt heute Peter Lenz Lithium feat. Chris Speed USA. Begleitet wird er von Keisuke Matsuno – guit und Stefan Lievestro am Bass. Peter Lenz Music ist der #chefdrummer aus Österreich…"E ist dunkel und zugleich hoffnungsvoll, rastlos in einer tiefen Ruhe verankert. E ist grenzenlose Leere von Optimismus umgeben, ist ein farbenfrohes Grau. Erklärungen sind Gerüste die wir uns bauen um das Leben zu verstehen. E ist nichtder Versuch einer Erklärung, eher ist es der Versuch jeglicher Erklärung zu entkommen. Das zweite Album des Quartetts Lithium rund um den Schlagzeuger und Komponisten Peter Lenz nennt sich E. Nahtlos verschmelzen Jazzästhetik mit Einflüssen aus der zeitgenössischen Klassik, Anleihen aus dem Independent-Rock Bereich und improvisierter Musik. Eine Art Kammerjazz mit Power. Nach der Gründung dieses Quartetts 2014 und einigen Tourneen, erschien 2016 das erste, selbstbetitelte Album. Kurz danach musste Lithium gesundheitsbedingt eine 2-jährige Pause einlegen, in der Peter Lenz, nach langem Aufenthalt in Holland und New York nach Österreich zurückkehrte und die Musik zum neuen Album komponierte. 2019 meldete sich die Band schließlich mit Tour und Recording Session zurück. Gereift, und mit neuem Gitarristen wurde die neue Musik live aufgeführt und in Italien aufgenommen." 20.30 Uhr
»afip!« — akademie für interdisziplinäre prozesse ludwigstraße 112a 63067 offenbach am main
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Samstag 7. März: SOULFOOD
(Daniela)
Ich hätte große Lust wieder mal tanzen zu gehen, dahr hoffe ich, dass ich es heute zu Soulfood schaffe!
No. 1 Funk'n'Soul Party in Frankfurt Soul - Funk - Modern - Northern - Boogie - Discofunk - Oldschool Rap
facebook.com/Soulfoodfrankfurt Djs: Sportwagen - greenkitchenclub.de/artists/dj-sportwagen/ & Mr. Brown - djmrbrown.de Live: Felix Thomas / Gesang
Samstag 7. März 2020 Einlass 22 h
Eintritt 10 Euro
James the Bar at the English Theatre Gallusanlage 7, barrierefrei
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Samstag, 7. + Sonntag, 8. März: Engel

(Martin)
In die Wartburg, der zweiten Spielstätte des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden, lohnt es sich zu einem Gastspiel zu reisen: ‚Engel’ mit Marta Alstadsæter und Kim-Jomi Fischer. „Was ist Bewusstsein? Wenn ein Gedanke in den Sinn kommt, woher kommt er? Wir haben viele Möglichkeiten, die Welt um uns herum wahrzunehmen. Trotzdem fällt es oft schwer, mit Dingen umzugehen, die wir nicht in Worte fassen können. Die Zirkuskünstlerin Marta Alstadsæter und der Tänzer Kim-Jomi Fischer untersuchen in »Engel« diesen kontinuierlichen inneren Kampf zwischen Wahrnehmung und Perzeption in einem physischen Duett. Dabei stellen sie Fragen, ohne Antworten zu geben, laden ein, Frieden mit den schwer zu erklärenden Dingen zu schließen und die vielen Seiten des Menschseins anzunehmen.“
Hier ein Video: https://youtu.be/TLjPUV_BpzA
Performance Marta Alstadsæter & Kim-Jomi Fischer Musik Rutger Zuydervelt (Machinefabriek), Kim-Jomi Fischer, Marta Alstadsæter (Stimme), Paal Nilssen-Love (Schlagzeug), Marlon Wolterink (Bearbeitung) Karten erhältlich unter: Telefon 0611.132 325 | www.staatstheater-wiesbaden.de Engel in der Wartburg des Staatstheaters Wiesbaden am Samstag, 7.3. und Sonntag, 8.3. um jeweils 19.30h. Wartburg, Schwalbacher Str. 51, 65183 Wiesbaden
Foto: (c) Staatstheater Wiesbaden
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Samstag 7. und Sonntag 8. März:
Konzert

(Petra)
Christoph ist nicht nur der Mann meiner Lieblingsnachbarin, sondern auch ein großartiger Musiker. Deshalb heute ein für mich ungewöhnlicher Tipp unter dem Motto: Aus vollem Herzen üppig brasilianisch. CriCri Brasil heißt die Formation um den Frankfurter Musiker Christoph Aupperle (der auch die meisten Stücke komponiert und arrangiert hat) mit Viviane de Farias, Mauro Martins, Dalma Lima, Geovany da Silveira und Julian Keßler. Und Grammy-Gewinner Ivan Santos hat die Texte beigesteuert. Die Musiker bringen dabei reiche Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten mit. Besonders erwähnenswert ist „Balakumbala“ von Viviane de Farias und Mauro Martins. Sie haben hier mit Bass und Stimme experimentiert und eine sehr virtuose und poetische afro-brasilianische Zwiesprache hervorgebracht, die weit über die Landesgrenzen hinaus zu vernehmen war. Nur ein Beispiel für die verschiedenen musikalischen Wahlverwandtschaften der Musikerinnen und Musiker, die eine ganz persönliche Melange música popular brasileira (MPB) versprechen. Plus eine Prise Jazz. Wer das verpasst, hat am 13. März noch eine weitere Chance in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt. Für alle gibt es ab Ende 2020 auch eine CD.
Cri Cri Brasil & Viviane De Farias Jazzkeller, Kleine Bockenheimer Str.18a, leider nicht barrierefrei Uhrzeit: Samstag 21 Uhr/Sonntag 20 Uhr Eintritt: Samstag 20 Euro/Sonntag 15 Euro
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Sonntag, 8. und Sonntag, 15. März: Septical Birds
(Petra)
Nicht meine Uhrzeit, aber spannend – und es gibt ja zumindest einen abendlichen Termin für alle, die vielleicht auch sceptical, aber keine early Birds sind: Sceptical Birds ist eine Konzertperformance, die in der Dämmerung stattfindet - noch bevor die Stadt erwacht. Klang, Gesang und hereinbrechendes Licht bieten eine Kulisse für die Launen der Vögel. Die Performance sucht nach einem eigenwilligen Verständnis von Tiersprachen und den existentiellen Fragen, die sich in ihnen verbergen. Sceptical Birds singen nicht aus Freude, sondern weil sie etwas zu sagen haben.
Ort: saasfee*pavillon Adresse: Bleichstrasse 64-66 HH Uhrzeit: jeweils 6 Uhr (und am 15.03. zusätzlich um 18 Uhr) Eintritt: 8 (6) Euro, VVK: heidi@saasfee.de barrierefrei: leider nein Foto: Presseinfo
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Sonntag, 8 März: Barbara Greshake und Band

(Uwe)
Vor rund 25 Jahren sah ich in der Hanauer Schweinehalle einmal Element of Crime. Die steht heute nicht mehr, Livemusik gibt es aber dennoch weiterhin in Hanau, beispielsweise im ELLIS. Am Sonntag kommt Barbara Greshake mit ihrer Band dorthin: „Barbara Greshake malt gestochen scharfe Bilder, schreibt schnörkellose, kluge Texte. Das ist Deutschpop in seiner reinsten Form: Stimme und Gitarre, in nordischer Kombination. Die gebürtige Rheinländerin lebt seit 2014 in Hamburg, man hört das. Das verträumte Geradeausdenken lernt sich dort am besten. Von Kettcar oder Niels Frevert.“ Unter uns, wahrlich keine schlechten Lehrmeister. Am vergangenen Freitag veröffentlichte sie die Single „Mit ´nem Bleistift zieht man keinen Schlussstrich“, zu hören bei allen bekannten Streamingdiensten und weitere Songs findet man bei SoundCloud. Wenn dieser Termin nicht passt, weitere Events im ELLIS stehen auf deren Internetseite.
ELLIS Hanau, Johanneskirchplatz 1 Wohnzimmerkonzert, 18 – 21 Uhr Foto: Philip Seliger
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Sonntag, 8. März: Of/ Sonntags um vier
(Andrea)
Heute lädt der Hafen 2 wieder zum gemütlichen Sonntagskaffee mit gleich drei Konzerten: eine Band, zwei SolistInnen. Los geht es um Logan McKillop aus Onanole, Manitoba (Herrjeh, wo ist das???) ,16 - 16.40 Uhr. Madeleine Roger aus Winnipeg hat mit Cottonwood eine Debüt-LP veröffentlicht, die es ohne große Umwege auf den ersten Platz der kanadischen Folk-Charts geschafft hat. Sie spielt von 16.45 - 17.30 Uhr. Uma Chine aus Belgien von 17.30 - 18.30 Uhr mit Roots und Elektronischem. Das Hafen 2-Debüt der Band im Rahmen der Record Release Tour war formidabel, daher empfehlen wir diese Band zutiefst. Eintritt auf Spendenbasis.
Hafen 2 Nordring 131 Offenbach Barrierefrei
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Dienstag 10. März: Vernissage: Frankfurt Feminism

(Daniela)
Ich freue mich auf die Ausstellungeröffnung. Tolles Projekt des Frauenreferats.
„This is what a feminist looks like – in frankfurt“ ist ein Projekt, das inzwischen weit über 100 moderne Feminist*innen aus Frankfurt portraitiert, die sich für Gleichberechtigung, Frauen*rechte, Feminismus und gegen Sexismus und Diskriminierung engagieren. Die von der Fotografin Katharina Dubno porträtierten Personen kommen aus der Wirtschaft, aus Politik und Wissenschaft, aus sozialen Bewegungen und Initiativen, Medien oder Mädchen*/Frauen*projekten. Die Botschaft der Bilder: Feminist*innen sind vielfältig und das Eintreten für Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und Selbstbestimmung findet an vielen Orten statt. Annahmen und Stereotypen über Feminist*innen werden gezielt infrage gestellt. Jenseits von Klischees präsentieren sich Frankfurter*innen an Plätzen, die sie in ihren feministischen Kämpfen inspirieren. Sie zeigen, wofür sie streiten.
Die Ausstellung ist zu sehen vom 11. März bis 9. April 2020 im Heussenstamm. Raum für Kunst und Stadt, Braubachstraße 34 Mehr Infos und weitere Termine zum Projekt findet ihr hier. Eröffnung: 19:00 Uhr
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Mittwoch, 11. März: Of/ Isenburg Quartett

(Andrea)
Heute gehts in den Filmklubb: Dort lädt das Isenburg Quartett zu einer musikalische Zeitreise durch drei Jahrhunderte mit vielfältigen Programm: Nach den Speisen (Start ab 19 Uhr) beginnt ab 20 Uhr die musikalische Zeitreise mit einem Stück aus dem Jahr 1806: Ludwig van Beethovens Streichquartett op. 59 Nr. 1 wurde für den russischen Graf Rasumowsky geschrieben und war seinerzeit eine Revolution in der Geschichte der Kammermusik. Durch die Mischung symphonischer Musik. spieltechnischer Komplexität des Quartettsatzes und der reichhaltigen Textur des Kontrapunkts ermöglicht dieses Werk der noch jungen Gattung des Streichquartetts den Übergang von mehr oder weniger ambitionierten Haus- und Unterhaltungsmusik zu wahrhaftiger Konzertmusik. Demgegenüber das Werk “FOUR” von John Cage: Während Beethovens Musik als ein ständiges Wechselspiel zwischen Architektur und Ausdruck verstanden werden kann, beruht Cages Musik auf dem reinen Klang, befreit von strukturellen Zwängen. Hierarchien zwischen Komponist, Musiker und Publikum werden aufgehoben, im Zentrum steht das Klangereignis selbst, das nur durch direkte sinnliche Wahrnehmung erfahren werden kann. Als drittes Stück im Programm steht Diego Ramos’ jüngstes Werk "Yoik on Wax”, das sich mit Wachszylinder-Aufnahmen des schwedischen Musikethnologen Karl Tirén aus den 1910er Jahren auseinandersetzt. Die Gesänge des nordeuropäischen Sámi-Volkes, der Joik, stehen im Mittelpunkt des Werkes. Die vier Instrumente des Quartetts werden zu einer Art Klang- und Geräuschmaschine, die nicht nur die Originalmelodien der Samen wiedergibt, sondern auch die Nebengeräusche und Unregelmäßigkeiten der Phonograph-Aufnahmen klanglich reproduziert.
19 bzw. 20 Uhr im Filmklubb Isenburgring 36 Offenbach
Tickets gibt es im VVK zum Preis von 16 Euro (Studis etc. zahlen 9 Euro) im OfInfoCenter im Salzgässchen 1.
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Donnerstag 12. - Sonntag 15. März: Luminale

(Daniela)
Yippieh! Die Luminale ist zurück: Unter dem Motto „Digital Romantic“ sind in diesem Jahr große Namen der Lichtkunst dabei, zum Beispiel Philipp Geist am Le Panther und Bethmannweiher, Robert Seidel am Neuen Deutschen Romantik-Museum oder der japanische Light Art Award-Finalist Yasuhiro Chida, der den Felsenkeller der ehemaligen Röderberg Brauerei bespielen wird. Für die virtuell erlebbare Kunst von Marija Avramovic und Sam Twidale muss man sich zuvor sogar eine eigene VR-App herunterladen.
Viel Spaß macht mir aber auch immer ein Blick auf die kleinen Off-Spaces und in die Community-Projekte – für manches muss man sich anmelden, manches kann man einfach so besuchen. Das Programm ist gigantisch groß. Wer gern plant, sollte sich in jedem Fall vorab einlesen: https://www.luminale.de/startseite. Hier ist das Programm als PDF. Das Auto jedenfalls kann man während dieser Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung wieder problemlos stehen lassen: Mit dem Light Walk können viele Highlights in einem großen Rundgang zu Fuß erkundet werden. Installationen im Stadtgebiet und im Grüngürtel schaue ich mir wie immer per Rad an. Und auch die etwas weiter abgelegenen Stationen, auch die in Offenbach :-), sind dank VGF prima mit der Straßenbahn zu erreichen.
Ich empfehle, die Faltkarten dabei zu haben: Vorderseite, Rückseite
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Nochmal Luminale: Refrakto - A Spiritual Journey_

(Daniela)
Wie schon geschrieben, das Luminaleprogramm ist gigantisch. Eine Veranstaltung habe ich gesondert rausgepickt, denn auf die hat mich Jean Trouillet aufmerksam gemacht und seine Tipps kann man immer befolgen! Jean schreibt:
"Eines der spektakulärsten Projekte, Teil des kuratierten Programms der Luminale findet in der Katharinenkirche statt. Das Programm wird vom dänischen Komponisten- und Samplingduo Den Sorte Skole, dem Organisten Dr. Martin Lücker und dem international tätigen Lichtkunstkollektiv Vertigo gestaltet. Der Verfasser dieser Zeilen hatte schon mehrfach die Chance, Auftritte von Den Sorte Skole und Vertigo zu besuchen und kann garantieren, dass das klangliche wie visuelle Ergebnis absolut spektakulär sein wird. Die lange Liste von Auszeichnungen der Künstler spricht für sich. Den Sorte Skole erhielten u.a. den höchsten Kunstpreis des Landes und waren mehrfach "Komponisten des Jahres". Für Katharinenkirche und Luminale begeben sich die Künstler auf eine Klangreise, die Klangfragmente verschiedenster spiritueller Traditionen und Praktiken einbezieht. Dafür sampeln sie religiöse und spirituelle Musik, die in den letzten sieben Jahrzehnten aufgenommen wurden. Martin Lücker an der Orgel tritt mit Den Sorte Skole in einen Dialog. Vertigo setzt diese Klänge in LED- und Laser-Mapping-Technik um, die die Kirche illuminiert und die musikalischen Spuren von Religion mit moderner Technologie und dem architektonischen Raum verbindet.
Jeder der vier Abend wird mit einem Konzert eröffnet, damit man Musik und Licht ganz in Ruhe genießen kann. Der Eintrittspreis ist mit 6 € moderat. Danach wird die Lichtinstallation von einem 15-minütigen Loop begleitet."
REFRAKTO - eine Verbindung von Musik, Sound, Lichtinstallationen und Laser-Mapping zu einem audiovisuellen Erlebnis
- eine Suche nach Spuren der Göttlichkeit in der Geschichte, eine Suche nach dem Gefühl für einen heiligen Raum
- wenn gregorianischer Choral auf Gesänge eines Schamanen aus dem Kongo trifft, wenn Orgelmusik und Sufigesang sich begegnen
- wenn aus Musik Licht wird und den Kirchraum entrückt
- eine audiovisuelle Performance und Installation, die gemeinsam von dem dänischen Komponistenduo Den Sorte Skole, dem Künstlerkollektiv Vertigo und dem Organisten Prof. Martin Lücker exklusiv im Rahmen der Luminale 2020 für die Frankfurter St. Katharinenkirche geschaffen wird."
REFRAKTO: 12. – 15. 3. 2020 19.30 – 20.30: Live Peformance (Eintritt 6 € incl. MwSt + VVK) 20.30 - 23.00: Installation St. Katharinenkirche, An der Hauptwache 1, 60313 Frankfurt am Main
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Donnerstag 12. März: H!NTERHAUSKONZERT
(Daniela)
Wäre ich heute Abend nicht im Stadion, waäre ich mit Uwe bei Wolf Maahn, wären wir nicht bei Wolf Maahn, wäre wir sinst auf jeden Fall beim H!NTERHAUSKONZERT.
Dieses findet schon zum 22. Mal statt. H!INTERHAUSKONZERTE sind kleine feine Konzerte in den Räumen der Filmproduktion Sehstern.
Heute Abend haben Vita & Rainer Duo Wuchte und Faust zu Gast. http://www.wutheundfaust.de/
Einlass 19:00, Beginn: 20:30 Uhr Wolfsgangstr.82, barrierefrei: ich glaube nicht. Ruft lieber vorher nochmal an. 60322 Frankfurt am Main
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Donnerstag 12. März: Wolf Maahn

(Uwe)
Neulich beschrieb ich woanders zehn Lieder mit herausragender Bedeutung für mich. Eins davon (Nummer 2 von 10) war „Ich wart´ auf Dich“ von Wolf Maahn: „Nachdem ich in der ersten Hälfte der 1980iger Jahre zunehmend die Schlagerelemente in der deutschen Musik zurückdrängte und bei Extrabreit, Marius Müller-Westernhagen oder BAP gelandet war, wehte mir das Schicksal im Sommer 1987 Klänge von Wolf Maahn ins Ohr. Ich war relativ zeitig bei einer 18. Geburtstagsparty eines guten Freundes eingelaufen und da der Zugang zum Plattenspieler zu der frühen Zeit noch nicht von den 80iger Discofreunden versperrt war, nutzte mein Freund Mario die Gunst der Stunde und spielte „Ich wart auf Dich“ von Wolf Maahn. Was für eine Nummer („… ich bin müde und ich wünsch´ mir jetzt ein Kleid voller Leben …“), aus meiner Sicht noch heute eins der stärksten deutschsprachigen Lieder überhaupt. Ich stand zwischen den anderen und wusste, dass ich mehr von solchen guten Sachen hören wollte. Mario reagierte auf das einsetzende Murren des Partyvolks, das lieber stimmungsvollere Partylieder hören wollte und legte nach diesem Song „Alles Lüge“ von Rio Reiser auf, den ich bis dahin auch noch nicht kannte; danach wurde er vom Plattenteller verjagt. Am übernächsten Tag ging ich nach der Schule in Darmstadt in einen Plattenladen und kaufte mir das Album „Kleine Helden“. Ich entdeckte Wolf Maahn zu einem Zeitpunkt für mich, zu dem er seine Begleitband „Deserteure“ auflöste und ein Album in englischer Sprache veröffentlichte was mich etwas verstörte. Trotzdem besuchte ich zu dieser Zeit mit Mario und dessen Bruder mein erstes Wolf Maahn Konzert. Er spielte mit Westernhagen und Grönemeyer bei einem Open Air Festival im Saarland. Wir standen vor rund 30 Jahren auf einem vom Dauerregen überschwemmten Aschesportplatz in St. Wendel und Maahn spielte selbstverständlich „Ich wart auf Dich“. Seitdem habe ich ihn bestimmt 25x gesehen und besuche immer noch jedes Konzert von ihm in der Nähe (so auch das in der Brotfabrik). Er veröffentlicht weiterhin Platten, auf denen sich immer wieder sehr schöne Nummern wie „Stunde um Stunde“ oder „Vereinigte Staaten“ finden, ein „Ich wart auf Dich“ schreibt man aber nur einmal im Leben (vielen Künstlern gelingt es überhaupt nicht). Brotfabrik Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei Beginn: 20 Uhr Tickets: VVK: 28 € + Service- und VVK-Entgelt Foto: Angelika Maahn
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VORSCHAU
Freitag, 13. März: Mainfeld speaks, Fotoinstallation

(Petra)
Vernissage.
Das Mainfeld in Niederrad ist auf den ersten Blick eine ganz normale Hochhaus-Siedlung – bei genauerer Betrachtung wird jedoch klar, dass es viel mehr als das ist. Unweit der schicken, auf Hochglanz polierten Frankfurter Innenstadt leben im Mainfeld viele Menschen auf sehr engem Raum zusammen. Kinder und Jugendliche wachsen hier in einem besonderen Mikrokosmos auf, dabei sind sie, wie ihre Altersgenossen, die in Einfamilienhäusern leben, immer auf der Suche nach Identifikation. Professionell von Niko Neuwirth in Szene gesetzt, mal anonym, mal nicht, gibt das Projekt „Mainfeld_speaks“ den Jugendlichen eine Möglichkeit, zu Wort zu kommen: mit ihrer ganz individuellen Message, ihren Wünschen und Träumen. Gerichtet an Frankfurt, das auch ihre Stadt ist – „Mainfeld_speaks“
Heute werden die angefertigten Bilder im Rahmen der Luminale am Haus Nr. 3 im Mainfeld in Übergröße präsentiert.
Ort: Mainfeld-Hochhaus Adresse: Im Mainfeld 3 und 13 Uhrzeit: 19 - 23 Uhr Eintritt: frei barrierefrei: ja
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Freitag 13. - Sonntag, 15. März: Lou Reed in Offenbach

(Martin)
Lou Reed in Offenbach, Performance – Konzert Augst/Cactus/Göring
Das ist eine spektakuläre Geschichte – im wahrsten Sinne des Wortes ‚Geschichte’ - denn es hat stattgefunden: das Konzert von Lou Reed in der Offenbacher Stadthalle am 6. April 1979. Das Ganze endete allerdings in einem Desaster, weshalb die Schlagzeile einer Offenbach Post lautete: „Stadthalle in Trümmer gelegt! Konzertsaal wurde zum Hexenkessel – Krawall forderte über 30.000 Mark Schaden.“
Ralph Baller, ein Augenzeuge aus Offenbach, der als Konzertbesucher dabei war, erinnert sich: „Die Stimmung war von Anfang an negativ aufgeladen, da Lou Reed erst mit circa 45-minütiger Verspätung auf die Bühne kam. Dann ging das Konzert los mit einer krachenden Version von „Sweet Jane“, was die Fans zunächst versöhnte. Doch schon nach dem zweiten oder dritten Lied kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Reed und lautstarken Fans, in deren Folge die Aggressionen auf Reed (...) weiter stiegen. Die vielfach alkoholisierten Fans ließen ihrem Unmut freien Lauf. Daraufhin unterbrach Reed das Konzert und forderte, dass diese Personen den Saal verlassen müssten. (...) Dadurch eskalierten die Aggressionen weiter und Reed verließ (...) die Bühne. Nun tobte der Saal vor Wut. Ein Sprecher teilte (...) mit, dass Lou Reed in einer sehr angespannten psychischen Verfassung sei, man wolle ihn aber überreden, das Konzert fortzusetzen. Nach zehn Minuten kehrte er auf die Bühne zurück und führte das Konzert mit Songs aus dem Berlin-Album zunächst fort. Als jedoch ein Bierbecher oder ein Feuerzeug auf die Bühne geworfen wurde, stoppte er (...) die Performance. Im Tumult (...) sprang eine junge Frau auf die Bühne und rannte direkt auf Reed zu, der sie mit einem Reflex zu Boden ringen konnte. Die Situation wurde immer gefährlicher und Reed und seine Band verließen erneut die Bühne. Die Fans harrten noch circa 30 Minuten (...) aus, bis die Durchsage kam, das Konzert werde nicht fortgesetzt. Daraufhin kam es zu Sachbeschädigungen. Einige hundert Stühle wurden in Richtung Bühne geschmissen. Beim Verlassen der Halle konnte ich noch den Polizeiwagen sehen, mit dem Reed abtransportiert wurde. Am nächsten Morgen erfuhr ich aus der Offenbach-Post, dass Reed eine Nacht im Offenbacher Gefängnis verbracht hatte.“
Eine irre Story und super spannend, dass vor dem Hintergrund dieses Konzertes in Offenbach diese ‚Geschichte’ ihren Platz auf der Bühne im Großen Saal des Mousonturm findet: „Ein 17-Jähriger wird von seiner Flamme auf sein erstes Rock-Konzert in die Stadthalle Offenbach geschleppt. Nichtsahnend. Who the heck is Lou Reed? Die Frage bleibt. Denn was folgt, ist ein Konzert, das nie stattfindet, ein Star, der mit seinem „Auftritt“ die deutsche Provinz um DAS Konzert ihres Lebens bringt. Entlang der Skandal-Performance Reeds spinnt Musik-Universalist Oliver Augst mit den Pop-Eklektizisten Françoise Cactus und Brezel Göring von Stereo Total eine musikalische Feature-Fiction-Performance über Lou Reed. 12 Songs, Neu-Kompositionen, Interpretationen und ein Cover, die den Star aus Sicht seiner Wegbegleiter und anderer Zeitzeugen beschreiben. So entsteht, als Teil von Augsts „Archiv Deutschland“, ein vielschichtiges Porträt – des Rockstars Reed mitsamt der New Yorker Kunst- und Musikszene und der parallelen Lebenswelten in der bundesdeutschen Provinz der Siebziger.“
Die Offenbacher mögen zunächst verzeihen, dass sie in obiger Beschreibung als Provinz(ler) gelabelt werden (war ja auch schon vor 41 (!) Jahren...) J
Und gleichsam sollten nun weder die Offenbacher noch die Frankfurter ‚Lou Reed’ auf der Bühne des Frankfurter Mousonturms verpassen – denn wie man sieht – manches kulturelle Ereignis schreibt seine eigene ‚Geschichte’.
Hier noch zwei Artikel zu den Ereignissen aus dem Jahre 1979:
https://www.op-online.de/offenbach/offenbach-reed-polizei-abgefuehrt-hoerspiel-widmet-sich-abend-13445997.html
https://www.op-online.de/offenbach/lou-reed-konzert-1979-stadthalle-offenbach-erinnerungen-13496901.html
Oben gibt’s Tickets für die Premiere von ‚Lou Reed in Offenbach’ im Frankfurter Mousonturm zu gewinnen.
Mousonturm Frankfurt, Waldschmidtstr. 4 Freitag, 13.03., Samstag, 14.03 um jeweils 20.00 Uhr Sonntag, 15.03. um 18.00 Uhr Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet. Foto: Oliver Augst, Künstlerhaus Mousonurm
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Samstag, 14. März: FFM/ Stoppok

(Andrea)
Stoppok gilt als einer der brillantesten Live Acts, die unsere Republik zu bieten hat. Hier hüpft das Herz, tanzt das Hirn und der Körper muss gucken wie er damit klar kommt, was in den meisten Fällen sichtbar und vor allem hörbar gelingt. Jubel! Deutschlands sturster Indie-Songwriter singt auch auf seinem neuen Studioalbum „JUBEL“ die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Er singt gegen Oberflächlichkeit, Macht und Geldgier, verqueren Zeitgeist und fehlende Herzensbildung an und das mit wachsender Begeisterung und origineller und gleichzeitig entspannter denn je. STOPPOK definiert nicht nur den Status des Protestsängers neu, sondern entstaubt auch den Begriff des Geschichtenerzählers. Er beschreibt die Gegenwart mehr als treffend und bezieht eine ganz eigene Position zwischen dem aktuellen Frust und der Hoffnung in eine positive Zukunft. Man könnte sagen, je orientierungsloser und wertfreier die Zeiten werden, umso klarer wird STOPPOK. Live wird es ihm und seiner Band eine besondere Freude sein, neben Songs des neuen Albums, auch ein Querschnitt aus den vorherigen 17 Alben zu präsentieren. Das Gute: alles passt und groovt. Die Geschichten dazwischen gehören genauso dazu wie ausgiebige Soli, die die Energie der 70er aufleben lassen. Da spielt Sebel seine Hammond mit den Füssen oder setzt sich so geschickt drauf, dass es auch noch gut klingt! Reggie Worthy, der Meister am Bass, der als junger Mann sein Handwerk bei Ike & Tina Turner gelernt hat, überrascht ebenfalls immer wieder mit spontanen Einlagen, die das Publikum zum jubeln bringen, wie Wally Ingram, einst mit Leuten wie Sheryl Crow oder Tracy Chapmann unterwegs, der die kuriosesten Percussion, angefangen von Stahlhelmen bis Warmhaltebehältern, auf ganz spezielle Art und Weise, aber immer funky, bearbeitet." Batschkapp Gwinnerstraße Frankfurt Barrierefrei
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Samstag, 14. und Sonntag, 15. März: Die Prinzessin auf der Erbse

(Martin)
"Die Prinzessin auf der Erbse", ein Kammerkonzert für Kinder.
Der Titel des Märchens hat es als eine Umschreibung für eine besonders empfindliche Person in die Umgangssprache geschafft. Und ich kann mich noch immer an die Illustration im Märchenbuch erinnern: aufgetürmte Matratzen und obendrauf liegend, das kleine Prinzesschen...
„Mit Flötenmelodien und Klarinettenklängen erweckt Komponist Andreas N. Tarkman die zwei Hauptfiguren aus dem Märchen »Die Prinzessin auf der Erbse« zu musikalischem Leben: Die feinfühlige Prinzessin auf der Erbse, die diese winzige Hülsenfrucht durch noch so viele Matratzen spüren kann, und der Prinz, der auf der Suche nach der Prinzessin vielen skurrilen Gestalten begegnet. Schauspielerin Chris Pichler erzählt die Geschichte nach Hans Christian Andersens Märchen mit Streichern des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden und Polina Grishaeva am Klavier.“
Erzählerin Chris Pichler Klavier Polina Grishaeva Bläser- & Streichersolisten des Staatsorchesters Wiesbaden Für ‚Kinder’ ab 5 Jahren.
Foyer des Staatstheaters Wiesbaden Wiesbaden, Christian-Zais-Str. 3 Beginn: jeweils 15 Uhr Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet Foto: Prinzessin auf der Erbse von Ibrahim (8); labbe.de
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Sonntag, 15. März: OF/ Pedelec-Luminale-Tur ***VVK-Start***

(Andrea)
Per Pedelec zur Luminale 2020 Ach wie schön wird das, mit Ida elektronisch-romantisch durch den Offenbacher Licht-Zauberwald zu cruisen! Ich bin kein großer Fan von Pedelcs, würde aber in dem Fall eine Ausnahme machen: "Die Pedelec-Luminale-Tour führt zuerst zum Hafen, dann quer durch Offenbach und hinein in das strahlende, schimmernde, phosphoreszierende urbane Leben. In Hinterhöfen, Kirchen, Galerien oder vor Gebäudefassaden, die zur Großleinwand werden, erleben wir im wahrsten Sinne des Wortes einige Highlights unter den 21 Luminale-Projekten, die Offenbach vom 12. bis zum 15. März zum Leuchten bringen. Auf der Luminale-Pedelec-Tour sind wir mit den E-Rädern vor allem im Stadtzentrum unterwegs, machen aber zunächst einen kleinen Abstecher am Main entlang ins neue Hafenviertel, wo riesige Lichtkugeln Wasser, Häuser und Wege illuminieren. Danach geht’s Richtung Innenstadt, wo eine Videoinstallation inmitten eines Dschungels einen papiernen Löwen in 3D zum Leben erweckt. Wir schauen kurz bei den futuristischen Reisevorbereitungen für den Aufbruch zum „Planeten Romantica“ zu und wandern an der nächsten angeradelten Luminale-Station durch einen warm-kalten, klangerfüllten Wald aus Lichtsäulen und phosphoreszierenden Gymnastikbällen. Am nächsten Ziel, dem Hauptbahnhof, verbindet das Licht einer interaktiven, medialen Live-Inszenierung Menschen und Architektur: Eine Gebäudefassade wird zur riesigen Malerleinwand. Urbane Kunst für alle & mitten in der Stadt. Den Abschluss bildet in eine kleine, romantisch-digitale Luminale Lounge, wo – umgeben von großformatigen Digitalcollagen – eine speziell komponierte Klangarbeit den perfekten Sound zum verdienten Absacker bietet … 15. März 2020 18.45 – ca. 21.30 Uhr Treffpunkt: Station am Marktplatz „Absacker“ inklusive
Vorverkauf: Of InfoCenter oder über Ida.todisco@web.de
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Sonntag, 15. März: LOKAL LISTENER: Gregor Praml trifft Katharina Bach

(Uwe)
Kürzlich schrieb uns eine Leserin, dass ihr die persönlich gehaltenen Tipps noch besser gefallen als die, deren Texte überwiegend aus Pressemitteilungen der Veranstalter übernommen werden. Das ist nachvollziehbar, solche Beiträge sind aber nicht immer möglich, weil wir die Texte jede Woche neben Arbeit, Familie, Vereinen, Hausarbeit und Freundschaften ehrenamtlich schreiben und man manche Bands oder Künstler einfach nicht so gut kennt, wie die, die man seit Jahrzehnten hört. Da ich diese Woche krank bin, kann ich ausnahmsweise etwas ausholen: Mit einigen Menschen, die wie hier immer wieder erwähnen, bin ich befreundet, wenn ich das so schreiben darf. Beispielsweise mit Ida Todisco, die ich quasi schon immer kenne, weil ihr jüngerer Bruder mit mir eingeschult wurde und bis heute einer meiner engsten Freunde ist und Gregor Praml, dem ich vor der letzten WM bei einer Sammelbilder-Tauschbörse vor dem Tatzelwurm erstmals über den Weg lief. Über beide schreiben wir hier aber nicht wegen Vettern-/Basenwirtschafterei, sondern weil sie das kulturelle Angebot in Offenbach (bspw. „Cinema & Cena“) und Frankfurt (bspw. „Lokal Listener“) unglaublich bereichern. Gregor ist ein angenehmer Mensch, ein fantastischer Gesprächspartner und ein sehr guter Musiker. Und damit ist im Wesentlichen auch schon erklärt, warum es sich immer lohnt, zum Lokal Listener in das Lokal des Mousonturms zu gehen. Es gibt zudem noch eine leckere Mahlzeit und interessante Gäste. Am 15.03 kommt Katharina Bach (und erst jetzt folgt der Auszug aus der Pressemitteilung:) „Katharina Bach verblüfft als Sängerin, sie ist aber auch eine Schauspielerin, die eine Sängerin spielt, und darüber hinaus eine schillernde Figur, die sich nicht auf einen bestimmten Charakter festlegen lässt“. So beschreibt die FAZ den letzten großen Musikabend, den Katharina Bach am Schauspiel Frankfurt selbst konzipiert und mit eigener Band umgesetzt hat. „The Fe.Male Trail“ – ein Konzertabend über Nick Cave im besten Sinne. Hier aus der Sicht einer Frau, einer Künstlerin, erzählt und dargestellt.“
Lokal im Mousonturm Frankfurt, Waldschmidtstr. 4 Beginn: 11 Uhr Tickets: VVK € 16, inklusive kleiner Leckerei aus Jörgs Küche Barrierefrei Foto: Pressefoto Mousonturm
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Freitag 20. März: Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

(Martin)
Ein Wohnzimmer-Whisky-Theaterstück Das wird mindestens spannend, vermutlich maximal amüsant und setzt Bestrebungen zum Fremdschämen frei: ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf’ im Theater Willy Praml! ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf’ ist einer der modernen Klassiker schlechthin. Und es ist eines der Stücke, bei denen man sich beim Zuschauen freut, Teil des Publikums zu sein und in keiner Weise dazuzugehören, zu der psychologischen Schlammschlacht, die auf der Bühne in drei Akten ihren Lauf nimmt. Edward Albees ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf’ ist ein Schauspieler_innenfest und natürlich, die Verfilmung mit Liz Taylor und Richard Burton, die auch im wahren Leben ein sich ‚nichts schenkendes’ Paar waren, ist legendär... „Wenn Adam und Eva der Anfang der Menschheit sind, dann sind Martha und George, das amerikanische Ehepaar aus Albees Drama, das Ende. Sie haben nicht einmal mehr die Erinnerung an ein Paradies, sie leben ganz ohne die Hoffnung auf Rückkehr und Erlösung. (...) Angewiesen nur auf sich allein leben Martha und George nach den selbsterfundenen Gesetzen ihrer Alltagsshow, die – wie im Theater – allerdings das Format allergrößter Unterhaltung bietet. Im artistisch-virtuosen Fall ohne Netz, Halt suchend an Whiskygläsern, billigen Pointen, toten Söhnen, gefrorenen Tränen bieten uns Martha und George eine Seelenrevue, die zum Kaputtlachen wäre, wenn sie nicht an das Ende aller Zeiten erinnern würden.“ Bei Willy Praml auf Naxos führt der großartige Michael Weber Regie. Der Abend ist untertitelt mit ‚Ein Wohnzimmer-Whisky-Theaterstück’ – ja stimmt – Alkohol ist ein zentraler Protagonist, der neben den beiden Pärchen Martha und George und Honey und Nick eine Hauptrolle spielt. Außerdem steht auf Naxos Muawia Harb, ein ehemaliger Nationalspieler der syrischen Nationalmannschaft, auf dem Besetzungszettel. Welche Rolle er spielen wird? Nicht nur um das zu erfahren, wird es sich lohnen, sich die Neuinszenierung im Theater Willy Praml in der Naxoshalle anzuschauen.
Edward Albee. Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Im Theater Willy Pramls in der Naxoshalle. Premiere am 20.März um 20.00h; weitere Vorstellungen am 21./22./27./28./29.03. um jeweils 20.00h. Außerdem am: 08./ 10./ 15./ 16./ 17. 22./ 23./ 24.05; 19./ 27./ 28.06. um jeweils 20 Uhr. Am 20.06. um 23 Uhr gibt es eine Nacht-Vorstellung um 23.00h. Das Theater Willy Praml ist behindertenfreundlich ausgestattet. Foto: (c) Theater Willy Praml
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Freitag, 20. März: Indecent Behavior

(Uwe)
Ich war nie eine besondere Leuchte in Englisch, daher bemühe ich manchmal Übersetzungs-programme, damit ich Bandnamen verstehe. Der dieser Gruppe, die übrigens aus dem Saarland stammt, heißt übersetzt sinngemäß „unanständiges Verhalten“. Habt Ihr natürlich alle gewusst, oder ? Nun zur Musik: „In der Tradition von schnellem Skate-Punk verschmelzen Indecent Behavior Einflüsse des Hardcore und Metal, um einen einzigartigen Sound zu kreieren. Melodische und eingängige Refrains, eingebettet in eine Mischung aus schnellen Riffs und Breakdowns, erschaffen eine Verbindung treibender und mitreißender Musik. Von kleinen Locations bis hin zu großen Bühnen zieht die Band das Publikum an und liefert aufregende Live-Shows mit einer energiegeladenen Performance.“ Ich habe mir drei Videos im Netz angeschaut. Alle die, die hingehen, sollten sich ein Handtuch mitnehmen, denn es wird schweißtreibend werden.
THE CAVE Frankfurt, Brönnerstraße 11 Tickets: VVK 10 Euro zzgl. Gebühren Beginn: 20.30 Uhr Nicht barrierefrei Foto: X-Why-Z
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Samstag, 21. März: Peter Grimes

(Martin)
Ich würde ja sagen, dass Benjamin Britten ein eigenes Genre erfunden hat: nämlich den Opern-Krimi. Besonders spannend, musikalisch herausragend und eine meiner Lieblingsopern ist ‚Peter Grimes’ – wann immer irgendwo eine Inszenierung zu sehen ist, dann loht es meist, diese nicht zu verpassen. Und dies gilt allzumal und im speziellen für die Wiederaufnahme von Peter Grimes am Staatstheater Wiesbaden! Geniale Musik und packende Handlung: Peter Grimes spielt am Meer und Britten schafft es durch Komposition und musikalische Arrangements, einen direkt dorthin zu katapultieren. Peter Grimes, die Titelfigur, ist ein Außenseiter – und wie meist, hat das einen Grund, wenn ein Mensch seinen Platz im Heute nicht findet. Peter Grimes, er ist ein Getriebener, ein Verwundeter, ein Seemann, der ausgehend von seinem ‚eigenen Drama’, andere mit ins Verderben reißt. Die Frankfurter Rundschau schreibt: „Wiesbadens auch dirigierender Chordirektor Albert Horne entfesselt mit dem Orchester und dem exzellent aufgestellten (auch stark spielenden, was für die Regie spricht) Chor Meer, Sturm, Angst und Mob. Die Solisten sind hervorragend besetzt, allem voran der Coup, dass der kanadische Wagner-Tenor Lance Ryan, eine Art Siegfried vom Dienst, ein fulminantes Debüt als Grimes gibt. (…).“ Und die FAZ jubelt: „In seiner Wiesbadener Neuinszenierung des 1945 in London uraufgeführten Werks führt Philipp Krenn die inneren Konflikte der Hauptfigur mutig und unerbittlich ins Offene. Der Ausstatter Rolf Glittenberg hat ihm dafür eine Einheitsbühne errichtet, auf der das Maritime einzig und allein in einem hoch über dem Bühnenboden schwebenden Schiffscontainer gegenwärtig ist, der auf der Vorderseite offen ist. (...) Wie leicht könnte das alles in eine peinliche laienpsychologische Darstellung kippen. Doch davor schützt die hohe Regiekunst Krenns, der jede expressive Geste, jeden Schmerzensblick und jeden Gewaltmoment beklemmend genau platziert. Davor schützt auch der großartige Sängerdarsteller Ryan, dem in grauer Unterwäsche beim Turnen durch den geschlossenen Bewegungsraum des am Ende fast ins Vertikale gekippten Containers Äußerstes abverlangt wird. Er vermittelt alles hochauthentisch, ringend, leidend.“ Musik großartig, Sänger_innen kaum zu toppen und die Inszenierung und das Bühnenbild sind ein echter Wurf – ab nach Wiesbaden! Peter Grimes im Staatstheater Wiesbaden.
Am Samstag, 21.03. um 19.30h. Weitere Vorstellungen am 04.04. und 17.06. um jeweils 19.30h. Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet. Foto: (c) Staatstheater Wiesbaden
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Ab 13. Februar: FANTASTISCHE FRAUEN, SURREALE WELTEN

(Daniela)
Vom 13. Februar bis zum 24. Mai zeigt die SCHIRN: FANTASTISCHE FRAUEN. SURREALE WELTEN VON MERET OPPENHEIM BIS FRIDA KAHLO
Ich bin sehr gespannt auf die Ausstellung. Schaut mal im Schirn Magazin nach. Da gibt es sehr viele Hintergrundinfos, Filme, Audioguides etc...
"Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder wunderbares Traumwesen – die Frau war das zentrale Thema surrealistischer Männerfantasien. Künstlerinnen gelang es oftmals nur als Partnerin oder Modell, in den Kreis rund um den Gründer der Gruppe der Surrealisten André Breton einzudringen. Allerdings zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass die Beteiligung von Künstlerinnen an der Bewegung wesentlich größer war als allgemein bekannt und dargestellt.
Die SCHIRN präsentiert nun erstmals in einer großen Themenausstellung den weiblichen Beitrag zum Surrealismus. Was die Künstlerinnen von ihren männlichen Kollegen vor allem unterscheidet, ist die Umkehr der Perspektive: Oft durch Befragung des eigenen Spiegelbilds oder das Einnehmen unterschiedlicher Rollen sind sie auf der Suche nach einem neuen weiblichen Identitätsmodell. Auch mit dem politischen Zeitgeschehen, der Literatur sowie außereuropäischen Mythen und Religionen setzten sich die Surrealistinnen in ihren Werken auseinander. Mit rund 260 beeindruckenden Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Filmen von 34 internationalen Künstlerinnen bildet die Ausstellung ein vielfältiges stilistisches und inhaltliches Spektrum ab. Neben berühmten Frauen wie Louise Bourgeois, Frida Kahlo oder Meret Oppenheim sind zahlreiche unbekannte, aufregende Persönlichkeiten wie Alice Rahon oder Kay Sage aus mehr als drei Jahrzehnten surrealistischer Kunst zu entdecken.
Eine Ausstellung der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT in Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk.
Alle Informationen zu Tickets, Führungen etc. hier.
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Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden

(Martin)
Alle Jahre wieder – wird es Mai und in Wiesbaden sind dann für die Frankfurter_innen ganz nah, kulturelle Highlights als Gastspiele bei den Maifestspielen zu erleben. In diesem Jahr gibt’s viel Schauspiel zu erleben! Der Vorverkauf hat begonnen und zwei besonderer Leckerbissen – zum einen das Gastspiel des Schauspielhaus Bochum mit ‚Iwanow’ und auch das Maxim-Gorki-Theater mit ‚Anna Karenina oder Arme Leute’ waren rasch ausverkauft. Es lohnt sich dennoch, immer mal wieder auf der Homepage nachzuschauen, ob vielleicht nicht doch noch ein paar Tickets in den Verkauf kommen. Hier ein zwei Hinweise für Aufführungen, die sich vermutlich lohnen, zu denen man ansonsten weit anreisen müsste und für die es tatsächlich noch Karten gibt! Für das Konzertprogramm folgen demnächst weitere Empfehlungen. Donnerstag, 07. Mai: Die Katze und der General - Thalia Theater Hamburg Sind es es schon zwei Jahre her, dass auch in Wiesbaden der Roman ‚Das achte Leben – Für Brilka’ – ebenso von der Autorin Nino Haratischwili, ebenfalls von der Regisseurin Jette Steckel und auch als Gastspiel des Thalia Hamburg gezeigt wurden? Theaterbilder waren das, die sich eingebrannt haben. Jetzt der neue Roman ‚Die Katze und der General’ vom gleichen Team auf die Bühne gebracht – ein ‚Must-See’! Die taz schreibt: "Das Beeindruckende an Steckels Regie ist, dass sie nicht nur bei der Gesinnungswandelei, auch in den Liebes-, Freundschafts-, Hoffnungsszenen keine Angst vor Pathos hat." (...) "Weswegen die Produktion immer am Rande der Sentimentalität, durch die Zuspitzung der Situationen auch auf der Kippe zum Lehrstück balanciert, das aber eben schauspielerisch derart brillant, dass der Abend nie kitschig, stets anrührend emotional ist – voller menschlicher wie politischer Wahrheiten." Dienstag, 19. Mai: Kind von Peeping Tom - Belgien Peeping Tom ist ein häufig ausgezeichnetes Theaterkollektiv aus Belgien. ‚Kind’ ist der Abschluss einer Trilogie – die ersten beiden Teile waren ‚Vater’ und ‚Mutter’. Das Setting einer Familienausstellung drängt sich auf, nimmt man diese Perspektiven ernst und tatsächlich wird in den Kritiken auch ähnliches geschrieben. „Wie sieht ein Kind die Welt; wie seine innere und wie seine äußere? Wie wird es dabei von seinen Ängsten und Sehnsüchten beeinflusst? Wie verändert sich seine Perspektive, wenn es älter wird? Wie prägen all der Druck und die Zweifel der Jugendjahre seine Bewegungssprache? Und wie beeinflussen die körperlichen Veränderungen die alltäglichen Gesten?“ Diesen Fragen wird nachgegangen in einem viel gelobten ‚Tanz-Theater-Abend’, einem albtraumhaften Tanzwunderland’ Die Neue Presse Hannover schrieb: „Die extremen Bewegungsformen sind ein Markenzeichen von Peeping Tom. Die Gesetze der Schwerkraft werden zuweilen in Frage gestellt, vor dem geistigen Auge sieht man das eine oder andere Rückgrat brechen, oder es gibt einen virtuos abgehackten Tanz, der wirkt wie eine Stroboskop-Sequenz ohne Blitze. Ebenfalls typisch ist die massive Einbindung von Schauspiel, Musik und Live-Gesang, wobei die akustische Ebene zwischen Blues, Wagner und Trash-Rock schwankt. (...) Auch das Publikum wird nun sehr laut, verbreitet bricht sich Begeisterung Bahn. Verständlich, denn einige dieser Bilder – dazu gehören auch die Klangbilder – brennen sich nachhaltig ins Gedächtnis ein.“ Peeping Tom ist tatsächlich eher selten in Deutschland zu sehen. Deshalb sollte man das Gastspiel in Wiesbaden nicht verpassen!
Donnerstag, 7. Mai um 19.30h: Die Katze und der General vom Thalia Theater Hamburg Dienstag, 19. Mai um 19.30h: Kind von Peeping Tom/Belgien Beides zu sehen im Rahmen der Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden. Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet. Foto (c) Thalia Theater Hamburg
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