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| 01.11.2019 |
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Von glücklichen und kritischen Köpfen

Letzte Woche habe ich hier im Intro über ein paar Kulturschaffende berichtet, die mir sehr am Herzen liegen.
Das passt ja auch, denn in Danielas Ausgehtipps findet man i.d.R. nur Hinweise auf Kulturveranstaltungen, Petras Leseempfehlungen und Uwes grandiose Sicht auf die Fußballwelt. Heute gibt es sogar einen Zusammenhang zwischen dem FSV und der Serie Skyliners... was ein Glück hat er das Gerollte schon vor dem gestrigen Pokalspiel geschrieben, sonst wäre die Eintracht wieder schlecht weggekommen. (Das Foto mit den glücklichen Köpfen entstand beim legendären 5:1 gegen die Bayern)
Also abgesehen von Literaturtipps und dem Gerollten, gibt es hier nur Kultur- und keine Kaufempfehlungen. Als wir starteten haben wir auch mal ein Weihnachtsspezial über tolle Frankfurter Geschäfte gemacht, aber dazu haben wir keine Muße mehr.
Ich erlaube mir dennoch eine Sache besonders herauszugreifen und kurz zu erklären:
Morgen ist die Ausstellungseröffnung der Galerie Gesamtmetall am Liebfrauenberg. Ja, das ist ein Geschäft und ja, das ist Werbung!
Warum? Weil Arne, der Inhaber, einfach ein besonderer Mensch ist. Er ist nicht nur ein toller Schmuckdesigner, sondern er ist ein sehr kritischer Kopf und er scheut sich nicht seine Gesellschaftskritik in seinen Laden zu bringen.
Ich finde das vor allem besonders, weil in seinen Laden ja vor allem Menschen kommen, die sich keinen Alltagsgegenstand kaufen wollen, sondern ein sogenanntes Luxusprodukt. Zu ihm kommen Menschen, die sich in dem Moment nur mit etwas Schönem beschäftigen wollen, weil sie sich oder den/die Liebste/n beschenken wollen. So haben wir bei Arne z.B. unsere Eheringe gekauft... und genau hier konfrontiert Arne sie mit seiner kritischen Sicht auf das Leben.
Im Sommer fand man z.B. in seinem Schaufenster Statements gegen die AfD und seine morgige Ausstellung heißt: WEIHNACHTEN OHNE GRENZEN und passender Weise spendet Arne 5% seines Umsatzes an Ärzte ohne Grenzen... Danke Arne!!
Ich kann leider nicht kommen, da wir das ganze Wochenende Chorprobe haben...
Was auch immer ihr tut: habt Spaß, lebt wild!
Daniela
Vielen Dank an meine wunderbaren Co-Autor*innen Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün und Uwe Schwöbel!
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))
Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto: IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net
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ZU GEWINNEN

WIR WÜNSCHEN UNS SEHR, DASS AUCH MAL NEUE LESER*INNEN GEWINNEN, DAHER MACHT MIT :-)
Antworten für die folgenden Tickets bitte an schwoebke@aol.com Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt
3 x 2 Karten für das Konzert von Donny McCaslin & der hr-Bigband am Freitag, 22. November im hr-Sendesaal Frage: In welcher Serie hat ein Darsteller einen FSV Schal an (siehe GEROLLTES)? Einsendeschluss Montag 11.11. 18:00 Uhr
2 x 1 Karten für "Melli redet mit" heute Abend im Theater Alte Brücke. Frage: Was empfiehlt Petra für dieses Wochenende im mousonturm? Einsendeschluss heute 14:00 Uhr
1 x 2 Sitz- + 1 x 2 Stehplätze für das Spiel FSV – Hoffenheim II am 08.11. Frage: Bei welchem Thema unterstützt der FSV die Uniklink? Einsendeschluss heute 14:00 Uhr
2 x 2 Gästelistenplätze für Michael Baker am 15.11 im LOTTE Lindenberg. Frage: Welcher Sänger nannte sich früher „Spaceman Spiff“ (siehe Vorschau auf 23.11)? Einsendeschluss Montag 11.11. 18:00 Uhr
2 x 2 Gästelistenplätze für Herrenmagazin am 16.11 im Zoom. Frage: Was empfiehlt Martin für den 16.11.? Einsendeschluss Montag 11.11. 18:00 Uhr
1 x 2 Gästelistenplätze für Godfathers am 20.11 im CAVE. Frage: Wie heißt der größte Hit der Gruppe? Einsendeschluss Montag 11.11. 18:00 Uhr
1 x 2 Karten für das "Spotlight"-Konzert am 20.11. in der Alten Oper. Frage: In welchem Jahr wurde das hr-Sinfonieorchester gegründet? Einsendeschluss Montag 11.11. 18:00 Uhr
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Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Die Gewinner*innen werden von Andrea benachrichtigt)
2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Anna Ternheim am Montag, 11. November, in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wer oder was hat am 10.November im Kellertheater Premiere?
2 x 2 Gästelistenplätzen für Andorra in der TheaterEssenz am 11. November im Capitol Theater Offenbach. Die Gewinnfrage lautet: Welcher schrille Sänger steht im Mittelpunkt des nächsten Kino Kulinarisch Abends in der Alten Schlosserei?
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G E R O L L T E S - über WhatsApp Gruppen

(Uwe)
Ich bin Mitglied in einigen WhatsApp-Chat-Gruppen, die sich überwiegend mit Fußball beschäftigen. Eine für Familie und Freunde, in der ich der einzige Schalker unter lauter Eintrachtfans bin. Die Gruppe heißt wegen meiner Leidenschaft für die Königsblauen und die der anderen für die Eintracht „in den Farben getrennt“; überwiegend geht es da aber natürlich um die Eintracht. Dann gibt es eine Gruppe, in der das Organisationsteam und die Trainer der beiden Seniorenmannschaften meines Heimatvereins eingebunden sind. In den Chats geht es eigentlich nur um die Organisation des Spielbetriebs („wann ist Treffpunkt“, „wer holt die Trikots“, „die nächste Sitzung ist am ...“). Von den etwas mehr als zehn Leuten, die in dieser WhatsApp Gruppe sind, würde keiner auf die Idee kommen, schlechte Cartoons, anzügliche Bilder oder fanatischen Fußballkram einzustellen.
Die Spannbreite der Themen ist in weitaus größeren Gruppen natürlich deutlich breiter und das Miteinander schwerer zu organisieren. Ich bin bei zwei Fußballvereinen in Gruppen mit über 50 Mitgliedern beigetreten und dort ist das Leben durchaus rauer. Es gibt im Netz zahlreiche Seiten mit Chat-Regeln, von denen in größeren Gruppen mit vielen männlichen Fußballern im etwas fortgeschrittenen Alter zwei besonders gerne missachtet werden: Regel 1: Nicht spammen, Regel 2: Keine Beleidigungen und Lästereien. Eine Psychologin beschrieb es darüber hinaus einmal besonders treffend: „Bevor wir etwas schreiben, fragen wir uns: (a) Ist es relevant für die Gruppe? (b) Ist es notwendig? und (c) Ist jetzt eine gute Zeit zum Schreiben?“ Keine besonders gute Zeit zum Schreiben ist beispielweise, wenn man alkoholisiert und wegen einer historisch hohen Führung gegen die Bayern euphorisiert, Beiträge einstellt, die die Bayernfans in der Gruppe direkt treffen und den neutralen Beobachter nur mit dem Kopf schütteln lassen. Wenn sich das im weiteren Verlauf zuspitzt, wenn auf zu erwartende Widerworte der Bayernfans mit ausgefeilten Analysen wie „Mimimi“ geantwortet wird, verliert eine Gruppe schnell einmal rund 10% der Mitglieder durch Austritt. Dann gehen aber nicht nur die Bayernfans, sondern auch andere (letzter Kommentar vor dem Austritt dann sehr häufig: „niveaulos“). Seltsamerweise läuft das Leben außerhalb der Chatgruppe weiter. Dann wird montags im Training wieder gekickt als wäre nie etwas passiert und mit der Zeit treten die Ausgetretenen der WhatsApp Gruppe wieder bei (wenn nicht, wollten sie eh raus). Eine Fußballmannschaft ist irgendwie halt schon ein bisschen wie eine Familie, mal knallt es und dann geht es weiter. Das „Knallen“ kann man sich ersparen, insbesondere durch einen Verzicht auf Beiträge im (freude)trunkenen Zustand.
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Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Nachdem ich mit „Happy Valley“, „Extras“ und „Braunschlag“ in den letzten Jahren drei perfekte Serien gesehen habe, reizen mich neue TV Serien nicht mehr besonders. Auch aus der derzeit etwas gefeierten Serie „Skyliners“ bin ich nach gefühlt fünf Minuten ausgestiegen. Daniela schaut die aber und als ich gestern neben ihr saß und immer mal wieder kurz auf den Bildschirm blickte, sah ich einen Darsteller mit einem Fanschal des FSV durchs Bild laufen. Das freute mich. Den FSV Schal trug er mit nachvollziehbarem Stolz und legte ihn selbst dann nicht ab, als er gefoltert wurde. Hätte er besser, denn so konnte ihn sein Mörder im weiteren Verlauf der Folge leichter erwürgen. Für den echten FSV Fan läuft es aktuell besser als für die fiktive Serienfigur. Der FSV hat aus den letzten drei Spielen fünf Punkte gesammelt und wird am Freitagabend (08.11, 19 Uhr), beim Heimspiel gegen die Bundesligareserve von Hoffenheim, sicher einen „Dreier“ holen (wir verlosen Karten!). Die Bornheimer könnten so näher an den OFC heranrücken. Trotz prominenter Spieler im Kader kriegen die Kickers gerade wenig „auf die Kette“. Viel wichtiger als Ergebnisse ist aber sowieso die Gesundheit. In der letzten Woche sprach der Direktor der Urologie des Universitätsklinikums mit den Spielern und Mitarbeitern des FSV Frankfurt über die Wichtigkeit der Krebsvorsorge bei jungen Männern. Wichtig, weil Hodenkrebs bei Männern unter 40 der häufigste Tumor ist. Das Thema begleitet die Klinik durch den ganzen Monat November (am 28.11 um 18 Uhr ist eine Bürgervorlesung in der Uniklinik, Haus 22, Raum 22-1) und der FSV sorgt für Öffentlichkeit.
Freitag 8. November: Melli redet mit

(Daniela)
Ich war ja selber schon mal Talkgast bei MELLI REDET MIT und muss sagen: Melli macht das toll. Ihre Talks sind sehr sympathisch, teilweise chaotisch aber vor allem immer sehr charmant. Heute gehe ich auf jeden Fall wieder hin, diesmal aber als Zuhörer*in, denn ich kenne ihre drei Gäste schon lange und schätze sie alle sehr! Da Melli bereits eine große Fangemeinde hat, empfiehlt es sich schnell Karten zu reservieren.
Gregor Praml, Musiker. Bassist, Komponist, Arrangeur. Für Theater- und Performances anderer und für seine eigenen. Mit Mi Loco Tango, Tri.of.us und seine Soloauftritte mit Loopstation und Soundeffekten. Zudem ist er freier Musikredakteur beim Hessischen Rundfunk und Gastgeber seiner Musik/Gesprächsrunde "The Lokal Listener", die monatlich im Mousonturm stattfindet. Jos Diegel macht Kunst. Und zwar in viele Richtungen: Videokunst, Film, Installation, Malerei, Performance und Theater. Er selbst sagt, dass es sich um fröhliche, interdisziplinäre Experimentalwissenschaft handelt, die in der Auseinandersetzung mit Situationen entstehen kann. Außerdem moderiert er Wrestling-Events, die er selbst als eine Art Kunstform begreift und mit anderen Kunstprojekten verbindet. Philipp Höhler hat sich dem Chanson verschrieben, dem französischen aber auch eigenkompositorischen. Denen lässt er in der Haut von Tony Riga und in der Maaschanz oder in der Alten Liebe in Sachsenhausen zusammen mit seiner Bühnenpartnerin Chantal Chabraque freien Lauf, die sehr französisch ist, in echt aber Pia Lindner heißt und noch was ganz anderes macht.
Theater Alte Brücke Kleine Brückenstr. 5, Dribbdebach Beginn: 19:30 Uhr
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Freitag 8. November: Luisa Babarro

(Uwe)
Man hat Luisa Babarro schon live mit ihrem Cello bei Philipp Poisel-Konzerten gesehen. „Während meinem Studium wurde ich eingeladen, um für Philipp Poisel vorzuspielen. Mit meinem Quartett waren wir dann auf der Tour dabei und haben diese ganz neue Welt entdeckt“, hat die in Stuttgart aufgewachsene, klassisch ausgebildete Musikerin im Interview mit dem Blog erzählt. „Es hat aber noch zwei Jahre gedauert, bis ich selbst etwas schreiben wollte. Vor allem musste ich auch meine Stimme und meinen eigenen Klang finden.“ Genau das präsentiert Babarro jetzt auf dem Album „Ich bin eine andere“. Das zeigt die Entwicklung einer Künstlerin, die bereits auf ein beeindruckendes Schaffen zurückblicken kann. Der CD-Titel lässt sich vielleicht am ehesten fassen als Expedition und Überschreitung der Ziele, die man sich selbst überhaupt zutrauen kann. Babarro scheint kryptischer geworden zu sein, zeigt mehr und gleichzeitig weniger von sich selbst. Dieses Rätselhafte eröffnet viel Spielraum für die Hörer. Brotfabrik Frankfurt, Bachmannstr. 2-4 Beginn: 20 Uhr VVK: 15 € + Service- und VVK-Entgelt Bild: Marcel Brell
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8. November - 25. Januar: "Germany's next Opferklaus!"

(Daniela)
»Also Ihr Opferkläuse - kauft Euch Tickets«.
"15 Minuten Weltruhm (gut, Frankfurter Ruhm) für jedermann. Die viel strapazierte Prophezeiung Andy Warhols, findet 2019 zu ihrer schönsten Form: legendär lieb gewonnene Figuren der Frankfurter Klasse, vom unstrittig it´sten It-Girl der Stadt Zeynep Tilki, über Hessens kurzhosigsten Frauenflüsterer Lutz Volker bis hin zu völlig neuen Frankfurter Schnauzen bekommen sie alle ihre Chance auf der Bühne der Käs. Frei von allen Masken wird an diesem Abend auch der Virtuose hinter den Figuren, Jochen Döring, um seine 15 Minuten kämpfen. Das alles im Casting Modus! Weiterkommen, Recall oder rausfliegen, das werden wohl die Schlagwörter des Abends.
Entlarvend gut beobachtet, voller Zuneigung interpretiert, unfassbar präzise und mit kopfverdrehendem Tempo, bringt die Frankfurter Klasse seit dem Jahre 2006 menschliche Impressionen unserer Stadt auf die Bühnen Deutschlands und hat sich mit der Mischung aus respektvoller Annäherung und beißender Komik ihr Markenzeichen geschaffen.
Und jetzt? Jochen Döring. Solo. Zum allerersten mal. Ein Schauspieler, sechs Rollen. Und Ihr. Eine Premiere. Vibrante Spielfreude, eine geradezu flirrende Energie und eine verdammt spitze Zunge. Da geht man doch ma bitte nicht nach Hause.
Die KÄS Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt Termine: 8.11. (Premiere ist schon ausverkauft) +19.11., 10.12., 25.1.2020
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Freitag, 8. - Sonntag, 10. November: Kunst
(Petra)
Der Ost-Stern glüht nicht mehr in der Hanauer Landstraße – das Schicksal der Zwischennutzung. Doch seine Idee lebt weiter, und wer diesen Ort der Subkultur – wie ich – vermisst, ist heute "fast um die Ecke" zu einer Vernissage eingeladen: Zu sehen gibt es Polaroid-Arbeiten von Pramila Chenchanna und Zeichnungen von Setareh Alipour, sozusagen ein kleiner Ost-Stern im Exil. Schön.
Fractures, Arbeiten von Pamila Chenchanna und Setareh Alipour, Vernissage Qitoya Showroom Walther von Cronberg Platz 15 (barrierefrei: k. A.) ab 19 Uhr (Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr), Eintritt: frei
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Freitag, 8.-Sonntag, 10. November: Variation(s) for A Few / Tanz

(Petra)
Martin hat ja bereits letzte Woche auf die wunderbare Tanzplattform Rhein-Main auf hingewiesen. Aber ich habe mich jetzt mal durchs pralle Programm gewühlt und da ist mir eine besonders spannende Inszenierung in Auge und Herz gesprungen, die ich mit Euch teilen möchte. Die Ausgangsfrage: Wie organisieren wir uns im sozialen Raum? Der Frankfurter Künstler Cyril Baldy entwirft mit seinem Quartett „Variation(s) for A Few“ ein Mikromodell des Zusammenlebens. Als ausgebildeter klassischer Tänzer, der viele Jahre in namhaften Kompanien wie The Forsythe Company tanzte, nimmt er dabei konsequenterweise die choreografischen Grundkategorien Körper, Zeit und Raum in den Blick. Er entwickelt für vier außergewöhnliche Tänzer*innen eigenständige Soli, die parallel getanzt werden und auf den gleichen Handlungsanweisungen basieren. Ähnlich wie beim musikalischen Kontrapunkt sind sie voneinander unabhängig und zugleich permanent aufeinander bezogen.
Variation(s) for A Few von und mit Cyril Baldy am Freitag, 8.11., Samstag, 9.11. und Sonntag, 10.11. um jeweils 19.30h im Künstlerhaus Mousonturm. Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Ashley Wright/Mousonturm
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Freitag, 8. November: Warten auf Godot – Samuel Beckett

(Martin)
Es ist die Dernière! Also letzte Gelegenheit zu warten! Auf wen? Na klar: Godot! ‚Warten auf Godot’ – das ist der moderne Klassiker schlechthin. Kaum ein anderer Titel eines Theaterstückes hat wie dieser Einzug in die Umgangssprache gefunden: „Warten auf Godot“! – und jeder weiß, was Sache ist… Ganz kunstvoll, anrührend und intensiv gespielt kann man ‚Warten auf Godot‘ gemeinsam mit Isaak Dentler und Samuel Simon (als Wladimir und Estragon) auf der großen Bühne im Schauspiel Frankfurt erleben. Großartig, das Spiel dieser beiden herausragenden Schauspieler, eindringlich aufeinander bezogen, die Abhängigkeit voneinander berührend, miteinander Leerstellen der Zeit durchstehend: ein grandioses Miteinander...
„Isaak Dentler und Samuel Simon […] sind das Herz der Inszenierung. Schon beim Einzug des Publikums erkunden sie wie spielende Kinder die Bühne. Die stets richtige Betonung der oft repetitiven Dialoge und das perfekte Timing zwischen den beiden bei dem Quatsch, mit dem die Figuren ständig versuchen, einander herauszufordern, schaffen etwas, woran viele Inszenierungen des Stücks scheitern, indem sie den Witz des Textes nicht gegen die Unheimlichkeit dieser leeren Welt ausspielen, sondern die beiden miteinander in Einklang bringen.“ Das schreibt die Süddeutsche Zeitung. Die Frankfurter Neue Presse sagt: „[…] einem Happening der ganz besonderen Art. […] , […] ein Gesamtkunstwerk. […] Beide – Isaak Dentler und der jüngere, schmächtige Samuel Simon – agieren sehr körperlich. […] Doch immer wieder halten sie inne, leuchten die Ausweglosigkeit ihrer tragischen Figuren aus und bringen die wunderbare Partitur der Beckettschen Sprache zum Klingen. Ihre Traurigkeit rührt an.“ Das Journal Frankfurt druckt: „Es ist eine Inszenierung voller Tragik, Komik und Genialität, die Robert Borgmann hier auf die Bühne gebracht hat. Eine Inszenierung, die mitten ins Herz trifft und einen auch Tage später nicht loslässt.“
Warten auf Godot von Samuel Beckett. Zum letzten Mal am Freitag, 08.11.19 um 19.30h im Großen Haus des Schauspiel Frankfurt, Willy-Brandt-Platz. Das Schauspiel Frankfurt ist behindertengerecht ausgestattet.
Foto: Birgit Hupfeld/Schauspiel Frankfurt
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Freitag, 8. - Sonntag, 10.11. Videoinstallation

(Martin)
Lisbeth Gruwez ist Fokus Künstlerin des diesjährigen Tanzfestivals Rhein-Main und von daher gibt es mehrere Produktionen (‚The Sea Within’, ‚Penelope’ und ‚Lisbeth Gruwez Dances Bob Dylan’) von ihr im Rahmen des Festivals zu sehen. Infos unter: www.tanzfestivalrheinmain.de „Inspiriert von den weiblichen Figuren in Homers Epos Odyssee, die im Schatten des Trojanischen Krieges leben, entwickelte Lisbeth Gruwez 2017 das Solo Penelope. Vollkommen konzentriert auf ihren Körper und auf einfache zirkuläre Bewegungen entwirft Gruwez ein eindringliches Bild für den ambivalenten Zustand, in dem sich Odysseus’ Frau Penelope beim Warten auf seine Heimkehr befindet. Alles scheint stillzustehen, auch wenn die Zeit voranschreitet. In einer gleichnamigen Videoinstallation findet diese hypnotische Arbeit von Lisbeth Gruwez eine neue Form.“
Videoinstallation im Frankfurt LAB, Halle 2 in der Schmidtstraße 12 am Freitag, 8.11., Samstag, 9.11. und Sonntag, 10.11. jeweils 18.30h – 19.30h und 20.30h – 21.30h. Der Eintritt ist frei und der Einlass durchgehend. Das Frankfurt LAB ist behindertenfreundlch ausgestattet.
Foto: Danny Willems/Mousonturm
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Freitag, 8. November: OF/ Vernissage
(Andrea)
Noch mehr Kunst: Wenn ich schon unterwegs bin, schaue ich auch gleich in den Zollamt-Studios in der Frankfurter Straße rein, da stellen Ausstellung von Nani Lee, Hyunyoung Lee Yuri Park, Jeongkyoung Woo, Jackie Jakyung Youn, Jiun Kim, Jihyun Choi (also ziemlich viele Asiaten in unserer internationalen Stadt :-)) aus.
Pre-Opening : 08.11.2019 / 19Uhr (+special * ), Vernissage: 08.11.2019 / 20Uhr. Weitere Öffnungszeiten Samstag 11-19Uhr, Sonntag 11-17Uhr Zollamt Galerie Frankfurterstraße 91 Offenbach am Main
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bis 22. November: Of/ Routen
(Andrea)
Weil ich es letzte Woche doch nicht mehr in den Hafen geschafft habe, starte ich jetzt einen neuen Versuch, mir die Ausstellung in der Kressmann-Halle anzusehen: "Die Arbeiten in Routen zeigen ruhige, beinah monoton zu empfindende Szenen – das Schleifen der Kupplung, die Suche nach dem richtigen Einsatz in der Musik, das Spüren, wann es losgeht, während man noch nicht in den Fluss der Bewegung gefunden hat. Die einzelnen Situationen deuten Fortbewegung an, doch bleiben Richtung und Ziel unklar, in leicht entrückter, aber sehr alltäglicher Orientierungslosigkeit." Die Beschreibung gefällt mir, schöne Worte für eine vielleicht spannende Ausstellung in hipper Location. An der Kressmann-Halle am Hafen werden die Brüche, die Offenbach auch einmal ausgemacht haben, noch sichtbar.
Mit Arbeiten von Julia Feyrer, Oliver Husain, Maximilian Kirmse, Daniela Kneip Velescu Mi–Sa je 15.00–19.00 Uhr Kressmannhalle Hafenallee 13 63067 Offenbach a. M.
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Samstag 9. November: Weihnachten ohne Grenzen
(Daniela)
Ich schätze Arne sehr und nicht nur für seine Kreativität und seinen Blick für tollen Schmuck, sondern vor allem für seinen kritischen Kopf.
Welcher Schmuckladen in Frankfurt nennt seine Schmuckausstellung schon WEIHNACHTEN OHNE GRENZEN und spendet 5% seines Umsatzes an Ärzte ohne Grenzen... Danke Arne!!
Arnes Ausstellungseröffnungen in seiner Galerie Gesamtmetall sind etwas sehr Besonderes. Wenn ihr heute nicht mehr reinpast (sein Laden ist klein), dann geht die Tage vorbei. Im Dezember haben sie erweiterte Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr.
Ausstellungseröffnung: Samstag, den 9. November von 12 bis 19 Uh Galerie Gesamtmetall Liebfrauenberg 52
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Samstag, 9. November: OF/ Spirituosen-Flohmarkt

(Andrea)
Ich kenne ja so einiges, aber einen Spirituosen-Flohmarkt? Klingt interessant, zumal bald Weihnachten vor der Tür steht und sich die eine oder der andere immer über einen guten Tropfen freut. Außerdem ist es bei Peter Reichhard und den Genussverstärkern immer recht gemütlich: "Im Schnitt bieten wir rund 60 Flaschen an. Und auch wenn die meisten Tastings zu Gin stattfinden, so sind weiterhin die meisten unserer Flohmarkt-Flaschen mit Whisky gefüllt. Darunter sind vor allem limitierte Einzelfassabfüllungen, bei denen ihr die letzte Möglichkeit habt, diese noch zu bekommen. Schwerpunkt sind insbesondere schottische Whiskys von Abfüllern wie Gordon MacPhail, The Whisky Chamber, The Whisky Trail, Wemyss, Signatory Vintage, The Maltman, A.D. Rattray. Wobei natürlich nicht bei jedem Flohmarkt von allen Abfüllern etwas erstanden werden kann. Der Spirituosen-Flohmarkt findet zu den regulären Ladenöffnungszeiten von 13 bis 17 Uhr statt."
Die Genussverstärker Bernardstraße 63a am Goetheplatz Offenbach
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Samstag 9. November: LEVIN GOES LIGHTLY

(Uwe)
Aus dem Namen der von der bezaubernden Audrey Hepburn im Filmklassiker „Frühstück bei Tiffany“ dargestellten Holly Golightly wurden einige Künstlernamen und die Namen diverser Musikprojekte abgeleitet. Wohl auch für dieses, dem von Levin Stadler, der kürzlich mit dem Gewohnten brach. Dabei hätte doch alles beim Alten bleiben können. Levin Goes Lightly hat schließlich in letzter Zeit viele Adelungen erhalten: Die Cover-Version, die Levin von Iggy Pops „Nightclubbing“ eingespielt hatte, drang bis zum Meister selbst durch und dieser spielte sie prompt in seiner BBC-Radioshow. Neulich meldete sich dann Trentemøller, um den Song „1989“ auf einer von ihm herausgegebenen Compilation verwenden zu dürfen. Levin Goes Lightly wird also längst jenseits der üblichen Barrieren deutscher Pop-Musik wahrgenommen. Es hätte auch beim jetzt erscheinenden, vierten Album „Nackt“ stilistisch genauso weitergehen können. Doch Levin lag noch nie so viel daran, das Erprobte nur deshalb weiterzuführen, weil es sich wohlig anfühlt. Angeregt von der rustikalen Seltsamkeit eines abgelegenen französischen Landhauses entwickelte sich die Lust daran, in Sachen Songwriting das bislang Ungekannte anzugehen. Die offensichtlichste Veränderung, die daraus entsprang: Levin textet nun gänzlich auf Deutsch. Nur verwendet er diese Sprache nicht in dem ihr innewohnenden Rhythmus, sondern spielt mit ihr, produziert Irritationen und Doppeldeutigkeiten: „Wir fahren gegen die Berge / zusammen“ („Alles In Blau“). Die Musik auf „Nackt“ ist weiterhin an der melodiösen, psychedelischen Pop-Schönheit orientiert, die man von ihm kennt. THE CAVE Frankfurt, Brönnerstraße 11 Beginn: 20.30 Uhr VVK 11 Euro zzgl. Gebühren
Foto (c) Tapete Records
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Samstag 9. November: Jazzsalon

(Uwe)
Der Jazzsalon beschreibt sich selbst so: „Frau Lied trifft auf die Herren Jazz und gemeinsam angeln sie aus dem Liedermeer die allerschönsten Perlen.“ Frontfrau Ev Machui bezaubert durch ihre facettenreiche und sinnliche Stimme und entführt das Publikum in ein Universum von Träumen, Liebe und zart skizzierten Alltagsmomenten. Andreas Müller ist der Mann am Klavier und erschafft durch sein dynamisches und elegantes Tastenspiel die kongeniale Klangtopographie zum Gesang. Michael Will am Kontrabass verleiht einem jeden Song Tiefe und eine geheimnisvolle Klangfülle. Das Repertoire des Trios umfasst jazzige Arrangements von überwiegend deutschen Liedern und Jazz-Standards, die modern elegant aufleben. Eigene Kompositionen runden das bunte Interieur des Jazzsalons ab. Enter the Jazz Salon and get groovy! Jetzt spielen sie mitten in Alt-Sachsenhausen in einem kleinen Paradies, das sich „Der kleine Mann mit dem Blitz“ nennt! Der kleine Mann mit dem Blitz Frankfurt, Kleine Rittergasse 11 Beginn: 20 Uhr, Einlass ist eine halbe Stunde früher Eintritt: 15 Euro!
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Samstag 9. November: Electric Six
Ein Freund von mir ist totaler Fan von Electric Six. Die US Amerikaner liefern seit Jahren eine explosive Mischung aus Garage, Disco, Punk Rock, New Wave und Metal und haben Perlen wie Danger! High Voltage und Gay Bar veröffentlicht. Nachdem die Band 2015, 2016 und 2018 drei sehr erfolgreiche Club-Touren durch Deutschland gespielt haben, kommen sie nun exklusiv im Oktober und November 2019 wieder auf Tournee. Im Gepäck haben sie ihr neues Album „Bride Of The Devil“ und alle ihre Hits. Wer – wie ich - die Band live erleben durfte, kann nur bestätigen, dass sie ein einzigartiges und schweißtreibendes Erlebnis bietet. Jetzt heißt es erneut, Danger! Danger! High Voltage. Das Bett Frankfurt, Schmidtstr. 12 Beginn: 21 Uhr Eintritt: VVK 26,40 Euro zzgl. Gebühren Barrierefrei Bild: Presseinfo
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Sonntag 10. November: Gedenkstunde

(Daniela)
Wenn ich es irgendwie schaffe, gehe ich heute Abend in die Synagoge.
Die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main und der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen laden anlässlich der 81. Wiederkehr der Synagogenzerstörungen 1938 in Deutschland zur Gedenkstunde ein.
Gebet
Rabbiner Avichai Apel & Rabbiner Julian-Chaim Soussan, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main
Ansprachen
Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main
Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main
Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen
Anita Lasker-Wallfisch, Schoa-Überlebende
El male Rachamim
, Yoni Rose, Kantor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main Gemeinsames Kaddisch Ani Ma’amin, Yoni Rose, Kantor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main
Beginn: 18:30 Uhr Westend-Synagoge Freiherr-vom-Stein-Straße 30
60323 Frankfurt am Main Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Foto: (c) Brand der Synagoge am Börneplatz, 9. November 1938, Yad Vashem Archives, 4620/2506
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Sonntag, 10. November: Bad Homburg/ Illusion Natur
(Andrea) Weil es mit der van Gogh-Ausstellung wegen Menschenmassen wahrscheinlich nichts wird, werfe ich einen Ausflug ins Sinclair-Haus in Bad Homburg in den familiären Ring. Dort wird heute die Ausstellung "Illusion Natur" eröffnet, die sich mit der Frage nach Abbild und Wirklichkeit beschäftigt. Finde ich spannend. Außerdem kann man danach noch einen leckeren Kuchen im Cafe Eiding essen, darauf stehe ich ziemlich. "Muss der Geist ‚des modernen Kunstwerks‘ sich durch die Hand oder die Maschine verwirklichen? Für den modernen Künstler wird in der Zukunft die Konsequenz zu Letzterer leiten, auch wenn man vorläufig geneigt sein wird, dies als Ketzerei zu betrachten." Jacobus Johannes Pieter Oud, 1918. 12 nationale und internationale Künstler nähern sich mit ihren digitalen Kompositionen der Natur an. Was ist Wirklichkeit – was ist Abbild? Das Museumsatelier lädt an diesem Tag ein, selbst künstlerisch tätig zu werden.
Museum Sinclair Haus Löwengasse 15 Bad Homburg
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Sonntag, 10. November: FFM/ Premiere

(Andrea)
HINGEHEN! Antje Kania ist Menschen mit Kindern sicher ein Begriff, mit ihrem Figurentheatern spielt sie in Kindergärten, Schulen und kleinen Bühnen. In den letzten Monaten hat sie mit Bildhauerin Katharina Haupt neue Figuren für ihr Erwachsenenstück gebaut und weil wir letzten Sonntag bei der Generalprobe in ihrem Atelier bei uns ums Eck dabei sein und noch mitreden durften, bin ich a) natürlich total neugierig auf die Premiere und möchte Euch b) den Besuch von Antjes Improtheater unbedingt ans Herz legen. Blitzgescheit und mit viel Witz und nicht zuletzt können, entwickelt sie in sekundenschnelle einen Plot und gibt der Geschichte auf Zuruf eine neue Wendung. Dabei spielt sie behend mit ihren Puppen und passt diese mit wenigen Handgriffen situativ neu ein. Man merkt, ich bin ziemlich begeistert und freue mich schon auf die neue Show im Kellertheater. Karten gibt es unter http://www.kellertheater-frankfurt.de/karten.php#startOfPage Und alle weiteren Infos unter http://www.figurentheater-kania.de/kanias-figurenkabinett/ Ab Januar 2020 gibt es weitere Termine abwechselnd im Kellertheater Frankfurt (mit Marek Herz) und in der Kreativfabrik Wiesbaden (mit Andreas Johann).
Kellertheater Mainstraße Frankfurt Leider nicht barrierefrei
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Sonntag 10. November: JKW - Eine Familiengeschichte in Worten und Musik

(Daniela)
Jüdische Kulturwochen 2019 Die Laskers aus Breslau – Eine Familiengeschichte in Worten und Musik
Anita Lasker 1938, Privatbesitz Anlässlich des Gedenkens an die Pogrome des 9. November 1938 gewährt Anita Lasker-Wallfisch, Schoa-Überlebende und begnadete Cellistin, zusammen mit ihren Kindern Raphael und Maya, Enkel Abraham und Nichte Michal persönliche, intime Einblicke in ihre Familiengeschichte. Briefe aus dem Familienarchiv, Fotografien und Musikstücke erzählen vom liebevollen Elternhaus in Breslau, der Zäsur durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten und dem Schicksal der Familienmitglieder. Marianne, der ältesten der drei Schwestern, gelingt die Flucht nach England und später ins britische Mandatsgebiet Palästina. Vater Alfons und Mutter Edith werden 1942 im polnischen Durchgangsghetto Iszbica ermordet, Anita und ihre Schwester Renate 1943 nach Auschwitz deportiert. Als Cellistin im Frauenorchester, welches täglich morgens und abends an den Toren von Birkenau spielte, gelingt es Anita, ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu retten. Am 15. April 1945 erleben sie im Konzentrationslager Bergen-Belsen die Befreiung durch die Engländer. 1946 beginnen die beiden Schwestern dort ein neues Leben. Anita wurde Mitbegründerin des Londoner English Chamber Orchestra, Renate arbeitete für die BBC und später als Filmemacherin.
Die Bühnenfassung des Originaltexts wurde von Maya Jacobs Lasker-Wallfisch zusammengestellt.
Die Lesungen von Anita Lasker-Wallfisch aus dem Briefwechsel sowie ihrer Familienmitglieder Maya und Raphael, Abraham, und Michal, Tochter von Marianne, aus zeitgenössischen Texten und Erzählungen der Familie Lasker aus Breslau verbindet so die Generationen wie ein unsichtbares Band.
In englischer Sprache, mit Simultanübersetzung.
Ignatz Bubis-Gemeindezentrum Savignystraße 66 , Westend Beginn 15:00 Uhr € 15 regulär | € 10 ermäßigt (zzgl. VVK-Gebühren) und an der Abendkasse € 17 regulär | € 12 ermäßigt
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Montag 11. November: Nick Waterhouse

(Uwe) „Nick Waterhouse ist ein Sänger, Songwriter und Plattenproduzent aus den Vereinigten Staaten. Er ist ein Gitarrist und Sänger, der für einen Sound bekannt ist, der in Rhythmus & Blues, Jazz und Soul verwurzelt ist“, so nüchtern steht es bei Wikipedia. Schöner beschreibt ihn die Musikseite laut.de in einer Kritik zum neuen Album: „Diese Platte klingt crazy. Sie steckt an, weil sie kreuz und quer durch die Rhythmen zappt. Dieses Switchen macht Spaß. Wie behände der Songwriter von einem schmissigen R & B-Soul-Titel zu einem Rock-Titel ("Undedicated") übergeht, dessen Intro wie "Smoke On The Water" wabert, diese Flexibilität fasziniert. Das rhythmische Können reißt mit. Obwohl das Tempo auf- und abwärts geht, wirkt die Platte beim ersten, auch beim zweiten Hören gleichmäßig ….“. Am Tag des Auftakts der Karnevalssaison kommt der sehr interessante Künstler ins Gibson, dem ehemaligen Kino auf der Zeil. Die Presse schreibt: "Nick Waterhouse wird dich einfach wegblasen. Er klingt wie das Beste, das früher R&B hervorgebracht hat", jubelte LA Weekly, "So unglaublich gut. Es ist nicht alt, es klingt alt - aber es ist neu. Es hat etwas Anderes, etwas Besonderes." Meine Frau will mit ihren R’n’B Freundinnen unbedingt dahin.
reinhören und reinsehen: https://www.youtube.com/watch?time_continue=4&v=1T1a1xHaDuE; https://wizpro.com/nick-waterhouse/2019/europe-tour-november-2019/
Gibson Frankfurt, Zeil 85 - 93 Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 35 Euro zzgl. leider nicht barrierefrei Foto: Pressefoto
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Montag 11. November: Kriminacht: Lesung & Diskussion

(Daniela)
Oh nein, das ist ja jetzt doof. Ich will ja zu Nick Waterhouse... aber zu gerne würde ich auch zur Krimilesung beim Verlag der Autoren... Mal schauen, wo ich lande...
Die vorletzte Veranstaltung der Jubiläumsreihe des Verlags der Autoren, der in diesem Jahr 50 wird, hat es in sich. Absurd-komischer Regionalkrimi, historischer Krimi, Thriller oder Krimireihe: Mit fünf renommierten Krimiautoren des Verlags, die sich in ihren Büchern und Filmen in ganz unterschiedlicher Weise mit politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigen, sprechen wir darüber, welche Themen sie interessieren, wie sie bei der Auswahl vorgehen und wie sie Fiktionales mit realen Ereignissen verweben. Außerdem lesen die Autoren Ausschnitte aus aktuellen Werken.
Mit: Matthias Altenburg (alias Jan Seghers), Oliver Bottini, André Georgi, Hans-Henner Hess, Martin Maurer
Alte Textilfabrik Taunusstraße 19 (leider nicht barrierefrei) Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr Eintritt frei. Anmeldung unter jubel(at)verlagderautoren.de
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Montag 11. November: JKW - Katja Riemann – Das Märchen vom letzten Gedanken

(Daniela)
JÜDISCHE KULTURWOCHEN 2019
Katja Riemann ist eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen. In ihrem Programm »Das Märchen vom letzten Gedanken« rückt sie neben Kurt Weill einen bedeutenden jüdischen Schriftsteller in den Mittelpunkt: Edgar Hilsenrath, der im Dezember 2018 verstarb. 1938 floh Hilsenrath nach Rumänien, wurde in ein Ghetto verschleppt und gelangte schließlich ins britische Mandatsgebiet Palästina und nach New York. Seine Werke »Nacht« und »Der Nazi und der Friseur« beschreiben die erschütternde Realität des Ghettos. In »Das Märchen vom letzten Gedanken« rechnet er mit dem
Völkermord an den Armeniern von 1915 ab und verwebt zeithistorische Hintergründe mit dem Kunstgriff des Märchenhaften, um das Unbegreifliche zu schildern.
Katja Riemann begegnet dem Schriftsteller Hilsenrath an diesem Abend in Literatur, Film und Musik.
Zur Homepage des Schriftstellers gelangen Sie unter: www.hilsenrath.de
Ignatz Bubis-Gemeindezentrum Savignystraße 66 , Westend Einlass: 18:30 Uhr 10 regulär | € 7 ermäßigt (zzgl. VVK-Gebühren) und an der Abendkasse € 12 regulär | € 9 ermäßigt
Foto: © 2018 Freundeskreis Edgar Hilsenrath e. V.
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Montag, 11. November: Anna Ternheim

(Andrea)
Wie gerne würde ich heute in die Batschkapp gehen! Aber mein Papa hat Geburtstag, der läuft außer Konkurrenz. Sorry Anna! "Die Schwedin Anna Ternheim ist eine ganz besondere Musikerin: Mit ihren hochpersönlichen Songs erlaubt sie einen tiefen Einblick in ihre introspektiven Gedanken und formuliert eine dunkle Schönheit, die unmittelbar berührt. Seit ihrem 2004 veröffentlichten Debütalbum „Somebody Outside“ wird die Sängerin und Gitarristin in ihrer Heimat Schweden sowie in Westeuropa und den USA mit stetig wachsender Begeisterung für ihre Musik gewordene Innenbetrachtung geschätzt. Die 40-Jährige, die zu ihren großen Einflüssen Künstler wie Bob Dylan, Leonard Cohen und Tom Waits zählt, blickt in Schweden auf einen konstant großen Erfolg: Ihr letztes, 2017 erschienenes Mini-Album „All the Way to Rio“ stieg in Schweden wie alle Vorgänger unmittelbar hoch in die Albumcharts. "
Batschkapp Gwinnerstraße 5, barrierefrei, 60388 Frankfurt Beginn: 20:00 Uhr batschkapp.de Bild: Chris Shonting
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Dienstag, 12. November: Of/ Vortrag

(Andrea)
Artensterben. Wie deprimierend. Deshalb unbedingt einen Abend wert, vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung? "Seit kurzem überschlagen sich die Sensationsmeldungen in den Medien: Millionen Arten vom Aussterben bedroht!, heißt es da. Obwohl Wissenschaft und Naturschutzverbände seit vielen Jahren vor den Folgen einer industrialisierten, monokulturell ausgerichteten Landwirtschaft, des Klimawandels, eines rücksichtslosen Raubbaus an der Natur, der Versiegelung von immer mehr Flächen und anderen Entwicklungen warnen, landet das mögliche Aussterben vieler Lebensformen – den Menschen eingeschlossen – erst jetzt wirklich im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Warum hat die Wahrnehmung dieser Entwicklungen in einer breiten Öffentlichkeit so lange gedauert? Was genau sind die Ursachen für das drohende Artensterben? Welche Folgen sind wahrscheinlich, möglich oder bereits real? Was lässt sich dagegen auf welcher Ebene unternehmen?
VORTRAG UND DISKUSSION MIT: STEFAN NAWRATH Biologe, Friedrichsdorfer Institut zur Nachhaltigkeit (IzN). 19 Uhr In der afip, die seit ein paar Tagen eine neue Scheibe hat und wieder sooo gut aussieht. Akademie für interdisziplinäre Prozesse ludwigstraße 112 a 63067 Offenbach am Main
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Mittwoch 13. November: I can see music

(Daniela)
Es ist echt zum Heulen, immer dann, wenn I CAN SEE MUSIC stattfindet haben wir Vorstandssitzung... Und dabei liebe ich Aretha Franklin... "Liebe Musikfreunde! Eins vorab: Nicht nur Restaurants klagen in letzter Zeit über unverbindliche Reservierungen, nein, auch wir und das ORFEOS ERBEN haben darunter zu leiden (und damit auch all die, die gerne unsere Musik-Dokus sehen möchten), dass vorab reservierte Karten nicht eingelöst werden bzw. im Falle des Nicht-erscheinens am Abend der Vorstellung nicht freigegeben werden. Das ist sehr ärgerlich und deshalb appelliere ich an all die, die sich Karten für AMAZING GRACE zurücklegen haben lassen und absehen können, dass sie nicht kommen können, das ORFEOS ERBEN zu informieren und die Karten wieder freigeben. Danke! Denn ja, im Moment sind wir bereits ausverkauft – doch wie so oft wird es auch am Mittwochabend wieder ein paar Karten an der Abendkasse geben, die eben nicht abgeholt wurden … Viel Glück also! Aber jetzt zum Film …
»Amazing Grace«, 1972 aufgenommen, ist Aretha Franklins größter Erfolg und das am meisten verkaufte Gospelalbum der Musikgeschichte. Für die Aufnahme entschied sich Aretha Franklin gegen die sterile Atmosphäre eines Studios; die großartige Musik für das Album wurde live in der Missionary Baptist Church in Los Angeles vor einem ergriffenen und begeisterten Publikum aufgezeichnet. Unter der Regie von Sidney Pollack wurde das Ereignis zudem von einem Filmteam festgehalten. Doch erst jetzt, 47 Jahre später, erstrahlt »Amazing Grace« auf der Leinwand, technische und rechtliche Schwierigkeiten standen dem bislang im Weg.
»Amazing Grace« ist weit mehr als ein Konzertfilm. Er ist die Manifestation eines der größten Talente des 20. Jahrhunderts, ein Erlebnis purer Soul-Energie, ein mitreißender musikalischer Gottesdienst und ein faszinierendes Zeitdokument. Noch nie hat man die begnadete Sängerin Aretha Franklin so hautnah, so konzentriert und so intensiv erlebt. Ein einmaliges, Kinoerlebnis, fast so als säße man 1972 in der Kirche in Watts.
Mi, 13.11.19, 20:30 Uhr ORFEOS ERBEN Hamburger Allee 45, leider nicht barrierefrei 60486 Frankfurt am Main Wir empfehlen DRINGEND Kartenreservierung: reservierung@orfeos.de 069 97 08 47 90
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Mittwoch 13. November: JKW - Wladimir Kaminer liest...

(Daniela)
JÜDISCHE KULTURWOCHEN 2019 Der Rebbe fiel in Ohnmacht–Jüdisches Leben n.d. Wende
Mist, wir haben Vorstandssitzung... sehr gerne häte ich den Kaminer gehört..
Über den Neuanfang und das deutsch-deutsche Hurra: Auch für Jüdinnen und Juden in Ost und West war der Mauerfall ein Wendepunkt. Mit der Migration von rund einer Viertelmillion jüdischen EinwanderInnen aus den ehemaligen GUS-Staaten erlebten die jüdischen Gemeinden in Deutschland einen tiefen Einschnitt und einen neuen Aufschwung. Gleichzeitig warf der lautstarke Einheitspatriotismus die Frage auf, ob auch Jüdinnen und Juden zum neuen Volks-Wir gezählt würden – oder nicht. Wuchs zusammen, was zusammengehört? Und was kam dabei heraus? Ein Abend, der die deutsche Einheit gegen den Strich bürstet: humoristisch, leicht nachdenklich – Frankfurt/Main meets Russendisko/Berlin.
Ein Wende-Abend mit Autor Wladimir Kaminer und Dr. Rachel Heuberger Moderation: Ruth Fühner
Bildungsstätte Anne Frank Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main Eintritt frei Anmeldung aufgrund des hohen Interesses erforderlich! telefonisch: 069 - 560 002 53 | per Mail: events@bs-anne-frank.de Foto: (c) Jan Kopetzky
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Mittwoch, 13. November: OF/ Ich in Offenbach
(Andrea)
Rebekka und ihr Team haben sich im Rahmen des Projekts »Ich in Offenbach« mit Jugendlichen aus den Offenbacher Stadtteilen Nordend, Senefelder Quartier, Mathildenviertel und Lauterborn getroffen und mit ihnen in Workshops das Thema Heimat bearbeitet. Als größte Hürde erwies es sich wohl erstmal, die Jugendlichen überhaupt zu erreichen, weil die klassischen Kanäle da nicht mehr funktionieren. Also waren sie in den Straßen unterwegs und haben die Kids da getroffen, wo sie sind. Einmal am Haken, haben alle mitgemacht und die Ergebnisse -von Lederworkshops, über Lichtkunst hin zu Filmen und Rappen – sind so vielseitig, wie die Jugendlichen selbst. Die Präsentation ist heute um 19 Uhr im
Haus der Stadtgeschichte Herrnstraße 61 Offenbach
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Dienstag 12. November: Kulturbrücke Kino: Die defekte Katze

(Daniela)
Ah super. Ich habe den Film noch nicht gesehen. Und freue mich sehr darauf HadiKhanjanpour, den ich als schon im Theaterstück HASS gesehen habe, auf der Leinwand zu sehen. Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=QBTzf0T20VM Filmkritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/die-defekte-katze
Der Film läuft im Haus am Dom, dort kuratiert der Direktor, Dr. Joachim Valentin, u.A. die Kinoreihe: Kulturbrücke Kino - Islamisch und christlich geprägte Kulturen im Gespräch. Die defekte Katze Eine Frau Anfang 30 zieht aus dem Iran zu ihrem Ehemann, den sie noch nicht lange kennt, nach Deutschland; ihre Ehe wurde von einer Heiratsvermittlerin arrangiert. Interkulturelle Unterschiede und andere Schwierigkeiten lassen das Paar bald in dysfunktionale Muster abrutschen. Das humorvolle Drama über Vorurteile, Integration und unterschiedliche Rollenbilder erforscht mit viel Sinn für Zwischentöne. Die Figuren sind dabei äußerst vielschichtig und lebensnah gezeichnet.
Deutschland 2018, Regie: Susan Gordanshekan, 97 min, FSK: ab 14
Beginn: 18:30 Uhr Haus am Dom, Domplatz 3, barrierefreie Räume Tickets hier: oder an der Abendkasse: 5,- € Foto (c) Gloryfilm
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Donnerstag 14. November: EZIO

(Uwe)
Kann man zwei Personen mit akustischen Gitarren eigentlich eine Rockband nennen? Dass man das kann, beweisen EZIO. In Zeiten, in denen Songs von Loops, Samples und elektronischen Drumkits beherrscht werden, konzentrieren sich EZIO auf das Wesentliche und sind dabei unglaublich kraftvoll und innovativ. Auch nach 15 Alben haben EZIO niemals aufgehört, sich musikalisch weiterzuentwickeln. "Das gefällt", sagen tausende Fans in Deutschland & England und honorierten den Jungbrunnen EZIO mit ausverkauften Konzertsälen auf zahlreichen erfolgreichen Tourneen. Gründe für diesen rasanten Erfolg waren neben EZIOs erfolgreichen Alben die unglaublichen Liveauftritte. Diese verdeutlichen ganz einfach, dass eine Rockband kein Schlagzeug braucht, um die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Und so hat auch das Livekonzept von EZIO nichts mit introvertierten Singer/Songwriter-Shows zu tun, sondern eher mit zwei Rock´n´Roll Gitarristen, die auf ihren akustischen Gitarren so richtig Gas geben. Diese kraftvolle und aufregende Show wird ergänzt von traumhaften Balladen, Geschichten vom Verlangen oder unerfüllter Liebe und wird durch Ezio Lunedeis Stimme und Boogas virtuose Gitarrenkünste zu einem ganz besonderen, begeisternden Erlebnis. NACHTLEBEN Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45 VVK 16 Euro zzgl. Gebühren Beginn: 20:30 Uhr Nicht barrierefrei Foto: Facebookseite Ezio
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27.10. - 17.11.: Jüdische Kulturwochen

(Daniela)
Bereits seit über 30 Jahren! finden in Frankfurt die Jüdischen Kulturwochen statt, die alle zwei Jahre die Vielfalt jüdischer Kunst und modernen jüdischen Lebens in Frankfurt erfahrbar machen. Die Verbundenheit der Gemeinde mit der Mainmetropole und ihre Historie bildet das Programm seither ebenso ab, wie die jüdischen Lebenswelten der Gegenwart in ihrer religiösen und kulturellen Vielfalt. Dabei sprechen die Jüdischen Kulturwochen auch 2019 alle Sinne an: in ihrer Pop-Up Bäckerei lädt Laurel Kratochvila im Schirn Café zu einer kulinarischen Reise in polnisch-amerikanisch-jüdische Backwelten ein; der kanadische Rapper Socalled und das Kaiser Quartett machen jiddische Kultur mit ihrem mitreißenden und überraschenden Musikprogramm »Di Frosh« erlebbar und Maayan Iungman erzählt mit ihrem Figurentheaterstück »Niyar« berührend sinnliche Papiergeschichten. Gemeinsam mit Katja Riemann begegnen wir im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum Edgar Hilsenrath und Kurt Weill, und auch in diesem Jahr ist wieder junge Kunst vertreten: der Offenbacher Künstler Jonas Englert verarbeitet historisches Filmmaterial und erzählt in »Circles« Zeitgeschichte als Historie zwischenmenschlicher Begegnungen. An die Pogrome des 9. November 1938 gedenken wir im Rahmen der Kulturwochen an einem musikalisch-literarischen Abend mit der Schoa-Überlebenden und gefeierten Cellistin Anita Lasker-Wallfisch sowie mit einer Intervention im öffentlichen Raum, die die Künstlerin Tatiana Lecomte realisiert.
Alle Termine des vielseitigen Programms findet ihr im Programmheft oder auf der Webseite.
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VORSCHAU
Ab 15. November: IM ARABISCHEN RÖSSL ehemals IM WEIßEN RÖSSL

(Martin)
Ich weiß noch genau, obschon es an die zwanzig Jahre her ist, da spielten die Pramls das Weiße Rössl in Bad Vilbel; Jo Nelson steuerte die Musik bei und es war ganz wunderbar, lustvoll, komisch und rührend zugleich, Melodien teilweise zum mitsingen, Glückseligkeit garantiert. Nun ist Zeit ins Land gegangen und das Theater Willy Praml stellt theatralisch die Frage, was seitdem passiert ist IM WEIßEN RÖSSL (am Wolfgangsee)? Der Titel des Abends gibt schon eine Antwort! Und wenn man liest, was angekündigt wird, dann gibt’s kein Zögern, da muss man hin! „Das „Weiße Rössl“ am Wolfgangsee ist fest in arabischer Hand und konvertiert zum „Arabischen Rössl“. Es wird noch immer gejodelt und geschuhplattelt – aber welche Gäste stecken da in den Lederhosen? Leopold ist zwar noch immer der patente österreichische Oberkellner, aber die angebetete Wirtin stammt aus Dubai (oder tut wenigstens, ihren Gästen entgegenkommend, so). Die Speisekarte klingt zwar österreichisch, aber der Schweinebraten ist aus! Die Stammgäste sind auch keine Piefkes mehr, sondern lodenfanatische Orientalen und das süße Klärchen heißt jetzt Jamila und ist im Burkini aber ebenso süß wie ehemals im Bikini. Und statt des österreichischen Kaisers kündigt sich die deutsche Kanzlerin zum Schützenfest an.“ Die Presse schreibt: „Die Deutschen wollen die besseren Araber sein und die arabischen Gäste wollen die besseren Deutschen sein [...] Dadurch, dass jeweils die andere Kultur diese Klischees so überspitzt, wird ein Spiegel vorgehalten und es wird extrem gut abgefedert. Es ist also quasi immer die Erwartungserwartung, die da mitgedacht und dann konterkariert wird . . . und das ist dann so lustig.“ (Deutschlandradio Kultur FAZIT) „IM ARABISCHEN RÖSSL ist eine durchgeknallte Parodie auf Islamisierungsängste, mindestens so sehr ist es eine liebevolle Parodie auf den Zauber der Showbiz-Operette. [...] Das Lässige und das Ausgetüffelte, die Distanz und das Sich-Hineinstürzen, sie halten sich klug die Waage. Und vor allem feiert das Theater Willy Praml die Option, sich gemeinsam über alles mögliche lustig zu machen. Auf der Bühne sitzt Martin Lejeune in einer west-östlichen Combo – in der die orientalische Zither Kanun am eindrucksvollsten den nicht abwegigen Transfer symbolisiert – , für die er arabisierende Musiken aus den bekanntesten Rössl-Songs vorbereitet hat. [...]“. (Frankfurter Rundschau).
Nicht verpassen und sich jetzt schon Karten sichern!
IM ARABSICHEN RÖSSL ehemals IM WEIßEN RÖSSL – Operette von Ralph Benatzky u.a. im Theater Willy Praml in der Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19 (barrierefreier Zugang). Vorstellungen am 15., 16., 17., 22., 23., 24., 29., 30. November und 1. Dezember.
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Freitag 15. November: Michael Baker

(Uwe)
Mein erstes Konzert im „LOTTE“ war ein Soloauftritt von Michael Baker. Gehört hatte ich aber schon von dem lauschigen Studio und der abwechslungsreichen wie hochwertigen Auswahl an Künstlern. Ich fand Location und Künstler großartig und kam seitdem mindestens dreimal wieder. Auch Michael Baker kommt nun nach Sachsenhausen zurück und bringt seine Kapelle mit. „In den drei Jahren, in denen bei LOTTE nun Konzerte stattfinden, gibt es einige wenige Künstler die inzwischen wirklich Teil der LINDENBERG Familie geworden sind. MICHAEL BAKER ist so ein Künstler. Und das nicht nur, weil er nach zwei ausverkauften Shows 2016 und 2018 wahrscheinlich auch dieses Konzert ausverkaufen wird, oder weil er wirklich ein großartiger Künstler mit seiner charmanten Stimme und seinem beeindruckenden musikalischen Verständnis ist, sondern weil er vor allem ein außerordentlich liebenswürdiger Mensch ist. Sein zweites Album Salt, dass wieder von Dan Brown (Massive Attack, Phantom Limb) produziert wurde, veröffentlicht er Single für Single Online vorab, bevor das ganze Album im Februar über klassische Medien erhältlich ist. Für die Europatour packt er extra ein Paar Vorab-Platten ein und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird MICHAEL BAKER wieder ein überwältigendes Konzert spielen und LOTTE LINDENBERG ein weiteres Mal verzaubern.“ LOTTE LINDENBERG Frankfurt, Frankensteiner Str. 20 Einlass: 21:30 Uhr VVK: 10 € zzgl. Gebühren Bild: Lotte Lindenberg
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Samstag 16. November: Herrenmagazin - 11 Jahre Atzelgift

(Uwe)
Die Rock- bzw. Indie-Band aus Hamburg entschied sich Ende 2016, nach der Tour zur letzten Platte „Sippenhaft“ für eine unbestimmte Zeit eine Pause einzulegen. Nun kommen sie zu einer Jubiläumstour zum vor 11 Jahren erschienenen Debütalbum „Atzelgift“ zurück. 11 Jahre sind bekanntermaßen kein runder Geburtstag, eine Tour im letzten Jahr wäre also eher zu erwarten gewesen. Eigentlich war diese Tournee auch für 2018 geplant, dann machte (halbwegs) ungeplanter Nachwuchs, allen diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Nachdem das Kind gesund und munter zur Welt kam, rauften sich die vier Herren wieder zusammen und verlegten das ursprüngliche Vorhaben in das Jahr 2019. Herrenmagazin, die Band mit der etwas seltsamen Auswahl an Fotos für ihre Albumcover, macht schöne Indiemusik mit deutschen Texten. Beim Debüt „Atzelgift“ alleine blieb es nicht, mittlerweile erschienen mit „Das Ergebnis wäre Stille“ und „Sippenhaft“ zwei weitere Platten, die ich sogar noch einen Tick besser finde als den nun gefeierten Erstling. Wer die Band noch nicht kennen sollte, kann sich über die Lieder „Landminen“, „Käferlicht“, „Ehrenwort“ oder Sippenhaft“ gut reinhören und dann voller berechtigter Erwartung ins Zoom gehen. Geburtstagstouren für wichtige Platten von Bands / Sängern gab es früher nicht, jetzt ist es en Vogue. Bloc Party machte unlängst eine zum zehnjährigen Jubiläum von „Silent Alarm“, U2 zum dreißigsten von „Joshua Tree“ usw.. Besonders schön finde ich es, wenn die Band die Lieder in der Reihenfolge wie auf der Platte hintereinander spielt, irgendwie hatten die sich nämlich sicher etwas mit der Aneinanderreihung der Lieder gedacht. Zoom Frankfurt, Brönnerstraße 5-9 20 Uhr VVK 16€ zzgl. Gebühren leider nicht barrierefrei Bild: Lucja Romanowska
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Montag 17. November: The Twilight Sad

(Uwe)
Je weiter man in den Norden Großbritanniens reist, desto härter wird der Dialekt. Der Schotte spricht ein recht raues Englisch. Während die Sänger*innen der meisten mir bekannten schottischen Bands wie Travis, Texas, Biffy Clyro oder Chvrches den Dialekt aus ihrem Gesang komplett herausfiltern und man nur in Interviews oder bei Konzerten an der Aussprache deutlich die Herkunft erahnt, versteckt James Graham, Sänger von Twilight Sad, seinen wunderbar dicken schottischen Dialekt auch in den Songs nicht. 2003 startete die Shoegaze- beziehungsweise Post-Rock-Band aus der Nähe von Glasgow ihre Band, 2007 erschien das erste von mittlerweile fünf Alben. Für ihr Debüt Fourteen Autumns & Fifteen Winters erhielten sie sehr gute Kritiken. Das Wohlwollen der Kritiker begleitete sie auch bei den nachfolgenden Veröffentlichungen. Die Fangemeinde wuchs ständig an und bekannte Musiker wie The Cure-Frontmann Robert Smith reihten sich ein. Smith lies die Band 2016 im Vorprogramm der Welttournee von The Cure spielen, auch die Editors setzten Twilight Sad als Support an. Bei einem Auftritt der Editors in Offenbach sah ich die Schotten erstmals live und es war ein fantastisches Erlebnis. Nun kommen sie als Headliner ins Zoom mit ihrer atmosphärischen und rockigen Musik und dem aktuellen Album „It Won’t Be Like This All the Time“. Ein Freund von mir findet es großartig, für einen anderen Freund von mir ist Twilight Sad sowieso die beste Band der Welt. Ich mag sie auch, die Freunde und die Musik. Zoom Frankfurt, Brönnerstraße 5-9 20 Uhr VVK 22€ zzgl. Gebühren leider nicht barrierefrei Bild: Pressefoto
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Sonntag, 17.November: FFM/ Fayzen
(Andrea)
Die Songs heißen "Dennis aus Marseille", "Rosarot" oder auch"Wundervoll": Fayzen ist Geschichtenerzähler, ein genau-Hingucker und es in schöne Lieder-Gießer aus Hamburg. Mir gefällt, was er zu sagen hat, ich bin gerade wirklich dabei, mich richtig reinzuhören und weil er in meinem Lieblingsclub and er Hauptwache spielt, möchte ich gerne hin. http://www.fayzen.de/gerne-allein/
Nachtleben Kurt-Schumacher-Straße Frankfurt
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Mittwoch 20. November: SPOTLIGHT "Der Feuervogel"

(Daniela)
Ich war beim allerersten SPOTLIGHT Konzert dabei und es war sensationell! Der Dirigent Andrés Orozco-Estrada vom hr-Sinfonieorchester Frankfurtist einfach der Hammer! Wenn ihr schoneinmal auf einem klassichen Konzert ward und es euch NICHT gefallen hat, dann tut mir, aber vor allem euch selbst, den Gefallen und geht zu SPOTLIGHT! Orozco-Estrada hat ein unglaubliches Temperament. Er stoppt zwischendrin die Musiker*innen um dem Publikum nochmal genauer Sequenzen zu erklären, er holt auch mal einige Leute aus dem Publikum auf die Bühne und setzt sie zwischen die Musiker*innen, damit man die einzelnen Instrumente noch besser hört... Spotlight macht einfach wahnsinnig viel Spaß und ist sehr kurzweilig. Da kann man mit der ganzen Familie hingehen!
"Sie interessieren sich für klassische Musik? Sie wollen ein Werk intensiver erleben und mehr darüber erfahren? Oder Sie haben bisher noch nicht den Weg in ein großes Konzert gefunden? Dann ist dieses Angebot zur Afterwork-Zeit für Sie das Richtige! In dem unkonventionellen Gesprächskonzert »Spotlight« eröffnen Andrés Orozco-Estrada und das hr-Sinfonieorchester Frankfurt die Möglichkeit, eines der großen Meisterwerke der klassischen Musik näher kennenzulernen. Im Zentrum steht diesmal erneut ein Werk Igor Strawinskys: »Der Feuervogel«. Die Premiere dieses Balletts geriet 1910 in Paris zu einer Sensation und lieferte dem jungen russischen Komponisten einst das Sprungbrett zu einer Karriere ohnegleichen.
Der Chefdirigent lädt die Zuschauer*innen dabei in dieser Saison sogar ein, kleine Instrumente mitzubringen, mit denen sie mitmusizieren können. »Zusammen mit meinen Kommentaren und den Interaktionen mit dem Publikum und den Musikern wird es ein ganz besonderer, ich möchte sagen, ein magischer Abend«, verspricht Orozco-Estrada. Trailer Opernplatz 1, 60313 Frankfurt am Main Tickets
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Mittwoch 20. November: The Godfathers

(Uwe)
Sie waren immer laut, hart, dreckig und transferierten ohne Nostalgie den Geist des Rock´n´Roll der sechziger Jahre in die Gegenwart: THE GODFATHERS. Ihr größter Hit „Birth, School, Work, Death" zeigt, stellvertretend für viele andere, ihre Mixtur aus Rock´n´Roll und britischem Punk- und Pubrock mit scharfzüngigen, zeitgemäßen Texten. Sie scheuten sich nicht, seiner Zeit Margret Thatcher mit Hitlerbärtchen auf ihrem Plattencover zu zeigen und machten aus ihrer politisch links orientierten Gesinnung nie einen Hehl. Bis heute wissen die Godfathers, woher sie kommen und haben ihre Herkunft nie verleugnet. Ihre vom Geist der Sixties beseelten Songs, auf der Basis einer leidenschaftlichen Verbindung aus Gitarre/Bass/Schlagzeug, machen sie zu Englands besten Beat-Botschaftern und gelten sogar als eine der aufregendsten Live-Bands diesseits und jenseits des Atlantiks. Selbstverständlich ohne dabei eine Miene zu verziehen und immer in ihren adretten Anzügen. The Cave Frankfurt, Brönnerstr. 11, leider nicht barrierefrei Beginn: 20.30 Uhr VVK 16 Euro zzgl. Gebühren Bild: https://www.onstage-promotion.de
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Donnerstag 21. und Freitag 22. November: hr-Bigband mit Saxofonist Donny McCaslin

(Daniela)
Nachdem ich ja das Deutsche Jazzfestival verpasst habe hoffe ich doch sehr, dass ich es heute in den hr-Sendesaal schaffe!
Ein richtungsweisender schwarzer Stern hr-Bigband mit Saxofonist Donny McCaslin im hr-Sendesaal „Blackstar“ war das letzte Album von David Bowie, es erschien zwei Tage vor dessen Tod am 8. Januar 2016. Dass dieses deutlich jazzorientierte Album zu einem Welterfolg wurde, lag entscheidend am Mitwirken von Donny McCaslin und Jason Lindner. Nun sind die beiden Klangkünstler am Donnerstag, 21., und Freitag, 22. November, mit der hr-Bigband im hr-Sendesaal zu erleben. Wenn sich die beiden dieses Mal in Frankfurt treffen, dann geht es um Donny McCaslins eigene Musik, die seit dessen Begegnung mit Bowie nicht mehr ist wie zuvor. Vielmehr gehen in ihr Jazz und Indie-Pop fruchtbare Verbindungen ein. Zweieinhalb Jahre nach „Blackstar“, veröffentlichte McCaslin sein Album „Blow“, das Bowies Einfluss und McCaslins neue künstlerische Richtung hören lässt. „Bevor ich mit ihm zusammenarbeitete, schien mir so etwas nicht möglich", sagt McCaslin über „Blow“, das gewagteste Werk seiner zwei Jahrzehnte währenden, Grammy-nominierten Musikerlaufbahn. Trotz McCaslins gefeierter Karriere – er wuchs mit den Jazzensembles seines Vaters im kalifornischen Santa Cruz auf, besuchte das angesehenes Berklee College of Music in Boston und begann seine Albumkarriere Ende der 90er Jahre – die Zusammenarbeit mit David Bowie veränderte seine Herangehensweise an sein Handwerk. „Er sagt im Studio: ‚Geh nach dem, was du hörst, mach dir keine Gedanken darüber, wie es genannt oder kategorisiert werden soll", erinnert sich McCaslin an die verstorbene Ikone. Dies nimmt sich McCaslin seitdem zu Herzen. Und sein versierter Pianist und Keyboarder Jason Lindner überträgt nun seine ausladende Musik für die beiden Konzerte in Frankfurt ins Bigband-Format. Lindner selbst zählt seit seiner Auszeichnung als „Rising Star“ durch das US-amerikanische Magazin „Downbeat“ im Jahr 2015 zu den interessantesten Bigband-Leitern in New York City. Donnerstag, 21., und Freitag, 22. November 2019, jeweils 20 Uhr hr-Sendesaal, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt
Karten: 22 Euro unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de Weitere Informationen: www.hr-bigband.de
Foto: (c) Jimmy Fontaine
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Freitag, 22. November. Of/ Rocketman

(Andrea)
Bis zum 22. November ist zwar noch etwas hin, weil Kino Kulinarisch aber meist schon mit Bekanntgabe des Vorverkaufstermins ausverkauft ist UND wieder ein mitreißender Ausnahmestreifen gezeigt wird, zu dem auch noch leckeres Chicken Tikka Masala gereicht wird, heißt es sputen :-): „It’s a little bit funny“ … denn wir präsentieren bei Kino Kulinarisch nach „Bohemian Rhapsody“ mittlerweile die zweite Biografie-Verfilmung eines musikalischen Ausnahme-Künstlers innerhalb eines Jahres. Und zugegeben, hier und da ähneln sich die beiden Filme schon, sie kommen sogar vom selben Regisseur. Doch dringt „Rocketman“ noch ein kleines bisschen tiefer in die Abgründe, Motive, Leidenschaften, Eskapaden – in die Seele seines Protagonisten Elton John – ein. Mit bezaubernden Musical-Sequenzen, einem wiederum atemraubenden Hauptdarsteller (Taron Egerton nutzt die Schauspiel-Chance seines Lebens eindrucksvoll!) und ganz viel funkelndem Glanz, Glitzer und Fantasie beschreibt Regisseur Dexter Fletcher den Werdegang eines einst schüchternen Jungen über erste Erfolge, Abstürze, Selbstzweifel und Verleugnung bis hin zu einem der schillerndsten, bedeutendsten Popstars unserer Zeit. Und dann wäre da ja auch noch diese schier unglaubliche Bandbreite an Songs von purer Schönheit, die so wild, verspielt und gleichermaßen sanft den Film bestimmen, uns einnehmen." Alte Schlosserei Rocketman mit Chicken Tikka Masala, Naan-Brot & Reis Der Kartenvorverkauf für "Kino Kulinarisch" findet ausschließlich im OF-InfoCenter (Salzgäßchen 1) statt.
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Samstag 23. November: Hannes Wittmer

Wer kennt nicht die wunderbaren „Calvin und Hobbes“ Comics? Spaceman Spiff ist darin Calvins Alter Ego. Unter dem Pseudonym Spaceman Spiff hat der Würzburger Sänger und Songwriter Hannes Wittmer für Furore gesorgt und sich mit Liedern wie „Han Solo“, „Vorwärts ist keine Richtung“ oder „Photonenkanonen“ auch in mein Herz gespielt. Die letzte unter Spaceman Spiff veröffentlichte Album „Endlich Nichts“ zählt für mich zu den besten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre. Nach einigen Touren zur Platte machte Wittmer eine Pause. In dieser entschied er sich, seine Karriere unter seinem Klarnamen fortzusetzten. Auch die Art und Weise, wie er sich mit seiner Musik positioniert, hat sich geändert. So hat er sein letztes Album nach dem Motto „jeder zahlt was er will“ verkauft und nicht etwa im Handel oder auf den gängigen Streaming- und Downloadplattformen angeboten. Dass Wittmer die Massen meidet war sogar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Thema. „Ich versuche Musiker zu sein, ohne Musik kommerziell verwertbar zu machen“, sagte er gegenüber dem Blatt. Egal, wie er seine Werke verbreitet, seine Musik beschränkt sich weiterhin auf das Wesentliche: Akustikgitarre und Gesang. Das Ergebnis wirkt daher vor allem ungeschminkt. Die Texte sind durchgehend melancholisch und nachdenklich, neigen durchaus auch mal zum Pathos, driften aber niemals ins Peinliche ab. Mit dem Hype um die Veröffentlichungsmethoden der Musik kann ich nicht viel anfangen, die Musik ist aber super. Brotfabrik Frankfurt, Bachmannstraße 2-4, leider nicht barrierefrei Beginn: 20 Uhr VVK: Zahle was Du willst (daher können wir auch keine Karten verlosen) Bild: Christoph Naumann
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26.11.- 1.12.: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage

Das Festivalprogramm von Remake. Frankfurter Frauen Film Tage steht. Vom 26. November bis 1. Dezember 2019 findet die zweite Ausgabe des Festivals statt. Schwerpunktthema ist Geschichtsanschauung. HerStory im Kino: im Zentrum stehen Film und Kino als Formen und Orte der Geschichtsschreibung selber – einer Geschichtsschreibung aus der Perspektive von Frauen. In diesem Kontext blickt Remake auch auf die Geschichte des queer cinema. Festivalhöhepunkt ist ein CineConcert am 28. November 2019 im Schauspiel Frankfurt; die Welturaufführung einer Neukomposition zu Hindle Wakes (GB 1927, R Maurice Elvey), einem der spektakulärsten britischen Filme der 1920er Jahre. Zwei weitere Themenprogramme widmen sich der Geschichte des internationalen Zusammenschlusses von Filmarbeiterinnen KIWI – Kino Women International und der Film- und Kinoarbeit von Ella Bergmann-Michel. Remake On Location erweitert das Festival um Vorführungen vor und nach den Festivaltagen: Kick-off ist das Screening von Dykes, Camera, Action! (USA 2018, R Caroline Berler) am 23. Oktober im Mal Seh‘n Kino in Anwesenheit von Su Friedrich.
Alle Informationen zu den Filmen, Gästen, Spielzeiten und -orten sind ab sofort unter www.remake-festival.de zu finden oder hier im Programmheft
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Freitag 29. November: Ensemble Modern spielt Frank Zappa

(Daniela)
Dass ausgerechnet das Ensemble Modern sich „die letzte Band Frank Zappas“ nennen darf, mag diejenigen verwundern, die den 1993 verstorbenen Musiker vor allem als wilden Rock-Rebellen in Erinnerung haben. Dabei hatte Zappa kurz vor seinem Tod ganz bewusst die Zusammenarbeit mit den Profis der Neuen Musik gesucht, um seine eigenen, für sein Gespür bislang nur unzureichend verwirklichten Klangvorstellungen neu erfahrbar zu machen. „The Yellow Shark“ hieß das 1992 in der Alten Oper uraufgeführte Ergebnis dieser Zusammenarbeit, ein Werk, das Zappa als großartigen Klangvisionär vorstellte. Wie verbunden sich umgekehrt das Ensemble Modern mit der Musik Zappas fühlte, lässt sich unter anderem daran ablesen, dass das Ensemble im Jahr 2000 sein 20-jähriges Bestehen mit dessen schräger Collage „Greggery Peccary & Other Persuasions“ feierte. In einem Sonderkonzert erinnert das Ensemble Modern jetzt an den großen Rock-Avantgardisten.
Alte Oper Frankfurt Tickets Foto: Zappa, Ensemble Modern, 1992 © Hans-Joerg Michel
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