27.09.2019
Feiern wie damals – naja...

Letzte Woche hat es dann doch wirklich geklappt: ich war endlich einmal wieder aus, also so richtig aus :-)

Wir sind zu Shantel auf den Yachtclub und wir haben getanzt: sehr viel und sehr lange...
Und immer wieder haben wir gesagt: „es ist wie damals, im Lissania 1987“.
Wobei das so nicht ganz stimmte, denn erstens hätten wir keine Handyfotos gemacht (der einzige der damals Fotos gemacht hat war der liebe Ernst Stratmann), zweitens wäre ich nicht mit einem E-Bike nach Hause geradelt und drittens hätten meine Knochen am nächsten Tag nicht ganz so dolle geschmerzt, wenngleich der Schädel auch damals oft brummte.

Am liebsten wäre ich am Sonntag also zu Hause geblieben, aber die Eintracht hatte ja Heimspiel (Mehr zum Spiel, bzw. einer besodneren Szene im Gerollten).
Also auf’s Rad (ich muss schon zugeben, dass in so einem Moment ein E-Bike echt toll ist) und ins Stadion. Nach dem Sieg, na gut, es war ein 2:2, aber es fühlte sich wie ein solcher an, wollte ich dann schnell nach Hause radeln. Mein Sohn war übers Wochenende zum Rugbyspielen in Prag und ich wollte da sein, wenn er ankommt...
Doof nur, dass ich einen Platten hatte und den bemerkte ich leider erst im Wald. Also was tun? Zurück zur Straßenbahnhaltestelle laufen hätte nichts gebracht, denn ich habe ein 30 Kilo schweres E-Hollandrad, das mit riesigen Weidenkörben bestückt ist. Sieht toll aus, ist aber total unhandlich... Ein Taxi konnte ich mir daher auch nicht nehmen und Hinti hatte ja schon einen anderen Fan eingesammelt (https://www.11freunde.de/artikel/hinteregger-nimmt-fan-mit-zum-bahnhof).

Also blieb nur eins: schieben! Ich war 2 Stunden unterwegs... 8,2 km habe ich das Rad geschoben...

Ich hoffe das Wochenende wird entspannter. Es geht nach Düsseldorf – mit der Bahn. Ohne Rad. Ich besuche meine Freundin Birgit.

Apropos Freundin: am kommenden Mittwoch zeigt Ida bei CINEMA & CENA die Verfilmung von „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante. Ich freue mich auf den Abend in Offenbach und danach, sollte ich wieder Lust zum Ausgehen haben geht’s zur FRANKFURTER HÖRSCHULE mit Walter & Weller.

Lebt wild, habt Spaß.

Daniela

Vielen Dank an meine wunderbaren Co-Autor*innen Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün und Uwe Schwöbel!

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

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Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 13 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

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ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt)

WIR WÜNSCHEN UNS SEHR, DASS AUCH MAL NEUE LESER*INNEN GEWINNEN, DAHER MACHT MIT :-)

1 x 2 Gästelistenplätze für "L’amica geniale" bei CINEMA & CENA am 2.10. Frage: Wo hat Daniela das Buch gelesen? Einsendeschluss 29.09.

2 x 2 Gästelistenplätze für die FRANKFURTER HÖRSCHULE am 2.10. im 25 Hours. Frage: Was empfiehlt Martin für Samstag? Einsendeschluss 29.09.

1 x 2 Gästelistenplätze für MISSINCAT am 01.10 im Cave. Frage: Aus welchem Land stammt die Sängerin? Einsendeschluss: 29.09

1 x 2 Gästelistenplätze für THE MONOCHROME SET am 03.10 im Cave. Frage: Wie heißt das 14. Album der Band? Einsendeschluss: 29.09

1 x 2 Gästelistenplätze für HANDS OFF GRETEL am 09.10 im Bett. Frage: Wie ist der Name der Frontfrau? Einsendeschluss: 03.10

1 x 2 Gästelistenplätz für XUL ZOLAR am 11.10 im Lotte Lindenberg. Frage: Welcher genialen holländischen Fußballer verzückte Fußballfans weltweit (siehe GEROLLTES)?. Einsendeschluss: 03.10

1 for 2 für Film & Diskussion "Gestorben wird morgen" am 14.10. im Orfeos. Gewinnfrage: Wie heißt die Regisseurin?

SUCHE / BIETE

Farideh hat freie Arbeitsplätze in ihrem wunderschönem Loft im Ostend
Was ihr wichtig ist: sie ist kein Glaskasten, in dem jeder vor sich hin arbeitet, sondern sie versteht sich als ein „shared work space“, indem man "Freude daran hat sich zu sehen und auch mal gemeinsam zu Mittag isst". Alles Infos und weitere Bilder im PDF.

G E R O L L T E S - über Schauspielerei

(Uwe)

Wenn man mit dem Schiff zwischen Buenos Aires und Montevideo über einen Fluss ins Landesinnere von Uruguay schippert, kommt man irgendwann an Frey Bento vorbei. In der Stadt, in der derzeit etwas mehr als 20.000 Menschen leben, gibt es das Teatro Miguel Young. Das nach dem Schenker benannte Neobarock-Theater bedeutet den Einheimischen viel. So schrieb einer auf Tripadvidor: „Edificio emblemático de la ciudad. Reflejo del poderío cultural y económico del siglo pasado“. Das Wahrzeichen der Stadt, eine Reflexion der kulturellen und wirtschaftlichen Macht des letzten Jahrhunderts, muss Lucas Torreira Di Pascua in Kinder- und Jugendtagen in seiner Heimatstadt nachhaltig beeindruckt haben. Wie ein Schauspieler des Theaters wälzte er sich beim Spiel der Euro League zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Arsenal gut eineinhalb Minuten auf der Erde, drehte sich mehrmals wie ein Breakdancer um die eigene Achse und haute mit der Hand auf die Erde, als wäre er ein genervter Platzwart einer Gemeindesportanlage, der einen Maulwurf durch eine dicke Erdschicht hindurch erschlagen will. Als Zuschauer musste man sich nach einer gewissen Zeit, in der die Ärzte und Physios der „Gunners“ („Schützen“ oder „Kanoniere“ - im Vereinswappen von Arsenal ist eine Kanone) den Spieler im Strafraum der Eintracht behandelten, fragen, ob man möglicherweise ein Gaffer ist. Einer von denen, die bei Unfällen auf der Autobahn das Tempo drosseln, um möglichst viel von dem Elend mitzubekommen. Wäre die Szenerie nicht schon dramatisch genug gewesen, rannte nach gut einer Minute (gefühlt war es eine halbe Stunde) ein Sanitäterteam des Stadions mit einer rollenden Bahre auf das Feld, die aussah wie die Wägen, mit denen im Mittelalter die Pesttoten eingesammelt wurden. Spätestens als sich die neben Arsenals Nummer 11 postierten, kam er langsam wieder zu Kräften. Der gefühlte Schien- und Wadenbeinbruch war scheinbar irgendwann ausgeheilt, denn Torreira stand auf, lief an die Auslinie, trat zweimal kurz auf und ließ sich durch den Schiedsrichter wieder aufs Feld winken. Er spielte im Anschluss mit, als wäre nie etwas passiert. Und genau das war passiert: NICHTS. Der Nationalspieler aus Uruguay ging nur auf den Boden und blieb dort liegen um Zeit, eine persönliche Strafe für dem Gegner (Gelbe oder Rote Karte) und/oder eine Spielstrafe (Strafstoß) zu schinden. Es gibt neben dem ständigen Reklamieren a la Hasebe aktuell nichts, was mich mehr nervt als diese elende Schauspielerei. Natürlich wird das Schinden nicht nur von Lucas Torreira Di Pascua praktiziert, auch eine Vielzahl anderer „cleverer“ Spieler wenden es an. Das werden die so lange tun, bis es empfindlich bestraft wird. Läuft jemand, der eine Minute vorher noch ausgesehen hatte, als würde er um einen Gnadenschuss bitten, putzmunter über den Platz, würde ich ihn nachträglich verwarnen.  Vielleicht wäre eine noch bessere Bestrafung, wenn der Spieler auf der beschriebenen Sanitätskarre eine Runde um das Spielfeld gefahren werden würde. Mir sind Spieler lieber, die durch ihr feines Spiel und nicht durch Schauspielerei für Spektakel sorgen. Spieler wie der geniale Holländer Dennis Bergkamp, der in über zehn Jahren beim FC Arsenal die Gunners-Familie (und alle anderen Fußballfans auf der Welt) verzückte.

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Der FSV siegte am Wochenende in Bahlingen. Ein wichtiger Sieg und drei Punkte gegen den Abstieg. Am Sonntag (Anstoss: 14 Uhr) kommen die Offenbacher Kickers zum Derby auf den Bornheimer Hang und dann veredeln die Bornheimer möglicherweise den Auswärtssieg. Davor spielte der FSV unter der Woche ein Benefizspiel beim FC Rendel zu Gunsten der Tochter eines langjährigen Spielers, Trainers, Co-Trainers und Helfers des FC Rendel, der in seiner Jugendzeit für den FSV Frankfurt kickte. Sophie ist leider am Rett-Syndrom erkrankt, das mit schweren körperlichen Behinderungen einhergeht. Eine Delfintherarpie könnte ihr helfen, ist jedoch sehr teuer. Wer für die Delfintherapie für Sophie spenden will, kann dies gerne hier tun.

Noch bis Sonntag: Internationales Frauen* Theater-Festival

(Daniela)

Barbara hat wieder ein tolles Festivalprogramm zusammengestellt. Schade, dass ich nicht da bin.

Das Internationale Frauen* Theater-Festival (IFTF) ist eine Plattform für offenen Dialog über unterschiedlich geprägte Konstrukte weiblicher Identitäten und ihre künstlerischen Ausdrucksformen.

In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto „Collective Empowerment“. Im Prozess nähern wir uns künstlerisch der Frage an, wie die Dynamik von Machtverhältnissen verändert werden kann. Das Hauptziel: feministische Initiativen in der Darstellenden Kunst zu stärken.

Das IFTF vereint zeitgenössische und multimediale Theaterproduktionen, Performances, ein Forum, das „Gender Identity Labyrinth“ als interaktive Installation und einen „Zwischen uns Platz“ in der mongolischen Jurte. Verschiedene Workshops laden zum Mitmachen ein.

Der Eintritt zum Festival ist frei. Workshops haben eine Anmeldegebühr.
Mehr zum Programm gibt es auf www.iftf-frankfurt.com oder www.protagon.net

Petras Tipp für Freitag: Kultur Geschlechter Gerecht?
Als Künstlerin oder Künstler lebt es sich nicht unbedingt einfach in einer Stadt wie Frankfurt, in der das Leben teuer und getrieben von viel „Business“ ist. Deshalb ist es wichtig, einmal genauer hinzuschauen und kritische Fragen zu stellen, wie: Wie ist die Situation von Künstlerinnen aller Sparten in unserer Stadt? Wie fair werden sie bezahlt? Wie viele Frauen leiten Institutionen der freien Künste? Wie feministisch ist die freie Szene? Wie sähe Geschlechtergerechtigkeit aus?
Anlässlich des Internationalen Frauen*Theater-Festivals stellt dies die Koalition der freien Szene Frankfurts zur Debatte und lädt alle ein, die im Bereich der freien Künste in Frankfurt tätig sind. Im Anschluss gibt es Theaterprogramm beim Festival und eine Party.
Uhrzeit: 18:30 - 20 Uhr, Eintritt: frei

Festival: Kulturgelände von protagon e.V.
Orber Straße 57 , barrierefrei
60386 Frankfurt am Main
Workshops: Mousonturm und Groove Dance Studio
Waldschmidtstraße 4 und Wächtersbacherstraße 76
60316 Frankfurt am Main und 60386 Frankfurt am Main

Freitag 27. - bis Sonntag, 29. September: NORDLICHTER FILMFEST

(Daniela)

Ich war nur einmal, und auch nur übers Wochenende, auf Island. Zu gerne würde ich mal mit dem Rad durch Norwegen reisen...
Für alle Skandinavienfans und vor allem für alle Fans des Skandinavischen Kinos, empfehle ich daher das NORDLICHTER FILMFEST Neues skandinavisches Kino im Orfeos.

"Dänemark, Island, Schweden, Norwegen und Finnland im Film. Skandinavische Filme sind im deutschen Kino eher eine Seltenheit, ganz im Gegensatz zu den vielen Büchern oder auch Fernsehfilmen. Die Nordlichter-Reihe möchte das ändern und dem Publikum Filme präsentieren, die einen breiten Bogen über von Landschaften und Sprache geprägte Geschichten spannen, die sowohl auf dem Land als auch in den Metropolen spielen. Alle Filme im Original mit dt. Untertiteln.

Freitag, 27.9. um 20.30 Uhr: Armomurhaaja - Euthanizer von Teemu Nikki, FL 2017, (https://vimeo.com/330263617)

Samstag, 28.9. um 20.30 Uhr: Norske Byggeklosser - Opportunity Knocks
von Arild Fröhlich
, N 2018, (https://vimeo.com/340260575)

Sonntag, 29.9. um 16.00 Uhr: Lykkelænder - The Raven And The Seagull
von Lasse Lau
, DK (https://vimeo.com/333272667)
 
Samstag, 28.9. um 16.00 Uhr: Fyrir Framan Annað Fólk - In Front of Others
von Óskar Jónasson
, IL 2016, (https://vimeo.com/340739899)

Orfeos Erben
Hamburger Allee 45, leider nicht barrierefrei
60486 Frankfurt
Mehr Infos: https://www.orfeos.net/kinoprogramm/alle-filme/nordlichter/

Freitag, 27. und Samstag, 28.9.: Of/ kollektionsverkauf

(Andrea)

Ich bin zwar notorisch pleite, der Schrank ist voll und wir fahren in die Ferien, aber einen kurzen Blick möchte ich schon gerne wagen: "Top ausgestattet in den Herbst & Winter. Wie immer gibt es die Kollektionen von morgen schon heute. Die Showrooms öffnen die Türen und bieten euch die Kollektionen der kommenden Saisons zu attraktiven Preisen im großen Heyne Fabrik Kollektionsverkauf. Da ist für jeden Geldbeutel und Style bestimmt das Richtige dabei." Btw: Nur Bares ist Wahres.
FR / 27. September / 10-19 Uhr
SA / 28. September / 10-14 Uhr
Heyne Fabrik in 63067 Offenbach am Main
Zugang Nord: Nordring 82
Zugang Ost: Ludwigstraße 180C
Zugang Süd: Andréstraße 51

Freitag 27. September: POMPEYA

(Uwe)

Wenn man an Bands wie Toto, Duran Duran oder A-ha denkt, kommt einem wahrscheinlich nicht als erstes die Stadt Moskau in den Sinn. Glücklicherweise klärt Daniil Brod, Frontmann von POMPEYA gerne gegen Klischees auf und erzählt im Interview, dass es in seiner Heimatstadt im Sommer durchaus angenehm warm werden kann (Anmerkung: das kann ich absolut bestätigen. Ich war mehrmals im Sommer in Moskau. Eine beeindruckende Stadt). So warm, dass er zusammen mit den anderen beiden Bandmitgliedern Denis Agafonov am Bass und Dmitri Vinnikov am Schlagzeug für das Debütalbum von POMPEYA 2011 nur auf den sehr treffenden Albumtitel Tropical kommen konnte. Inzwischen sind mit Real (2015) und Dreamers (2018) zwei nicht minder sonnige Alben sowie ein Best-Of Album hinzugekommen. POMPEYA halten mit ihrer Liebe zu den 80ern nicht hinterm Zaun, mit wunderschönen klirrenden Gitarren mit viel Federhall, Pompösen analogen Synthesizerflächen und den klassisch peitschenden Drum Sounds gehen sie einen Schritt weiter als viele Indie Bands aus dem Westen und verbinden The Cure mit De La Soul & die Bee Gees mit Depeche Mode. Das weiß LOTTE LINDENBERG zu schätzen und hat deswegen die sympathischen jungen Herren in ihr Studio im Keller geladen, für das erste langersehnte Konzert nach der Sommerpause.
 
LOTTE LINDENBERG
Frankfurt, Frankensteiner Straße 20
Einlass: 20:30 Uhr
VVK: 11 EUR
Bild:pompeya_msk_photogro

Freitag, 27.September: Of/ Heimat erlesen

(Andrea)

Ein Muss für jeden, der noch ein Herz für seine Heimat hat. Erhebt Euch vom Sofa, Oh Ihr Lokalpatrioten und geht zum Vorleseabend in den Buchladen am Markt."Vier AutorInnen mit Migrationshintergrund, wohnhaft im Offenbacher Großraum, gestalten einen Abend mit Poesie und Lyrik, und anschließender Podiumsdiskussion: Elizaveta Kuryanovich (Russland), Francisco Cienfuegos (Spanien), S. Katharina Eismann (Rumänien) und Tamara Labas (Kroatien). In ihren Werken geht es um Heimat, Heimatverlust, Heimatfindung und vor allem Identitätsvorstellungen für ein gemeinsames Europa. Offenbach, in seiner kulturellen Vielfalt, ist der ideale Veranstaltungsort. Die AutorInnen zeigen mit ihren Texten persönliche Heimaten aus verschiedenen Perspektiven auf, regen zu Diskussionen an und bringen die Offenbacher Identität in all ihrem Facettenreichtum zum Strahlen. Für die kulinarische Abrundung des Abends sorgt das legendäre Café Größenwahn FRANKFURT, aus dem der Größenwahn Verlag entstanden ist. Durch den Abend und die Podiumsdiskussion führen Sewastos Sampsounis, Verleger des Größenwahn Verlages, und seine PraktikantInnen." Ich glaube, der Eintritt ist sogar frei. 20 bis 22 Uhr

Buchladen am Markt
Wilhelmsplatz 12
63065 Offenbach am Main

Samstag 28. September: Purple Schulz

(Uwe)

Heute hörte ich auf dem Weg zur Arbeit erstmals einige Stücke vom neuen von Thees Uhlmann und erfreute mich besonders an der Textzeile „Du hast über die Scorpions gelacht, aber die sind in Stranger Things“. Als Daniela und ich im letzten Jahr heirateten, erwähnte mein Trauzeuge in seiner Rede, dass wir früher gemeinsam zu Konzerten von Purple Schulz gegangen sind. An der gedeckten Tafel kicherten einige Gäste, auch danach wurde ich darauf angesprochen: „Du hörtest Purple Schulz?“. Ich finde die Tatsache, dass ich Anfang der 1990iger Jahre mit guten Freunden alle  Konzerte im Rhein Main Gebiet besuchte bis heute überhaupt nicht peinlich, auch wenn es Purple Schulz zwischenzeitlich nicht in eine hippe Serie geschafft hat. Ich höre Lieder wie "Es tut weh" oder "Immer nur Leben" mittlerweile eher sporadisch, niemals würde ich aber auch in 2019 auf die Idee kommen, diese in die Kategorie Jugendsünde zu packen. Purple, eigentlich Rüdiger, Schulz kommt am Samstag ins Neue Theater nach Höchst. Mein erwähnter Freund ist ausnahmsweise aus Brunei auf Heimatbesuch. Wir gehen dennoch leider nicht zusammen hin, weil er sich um seine kranke Mutter kümmern muss ich und ich bei einem lieben Menschen zum 50. Geburtstag eingeladen bin (bei der Feier soll ein Pizzaofen eingeweiht werden). So ändern sich die Zeiten ... Alterskameraden, ältere und natürlich auch jüngere Menschen sollten aber natürlich ins Neue Theater gehen. Lieder wie „Kleine Seen“, „Stand der Dinge“ oder „Vermisst“ sind auch fast 30 Jahre nach Veröffentlichung nicht verstaubt, zumal Purple Schulz sie anlässlich seines 35jährigen Bühnenjubiläum kürzlich neu arrangierte.
 
NEUES THEATER HÖCHST

Emmerich-Josef-Straße 46a, Frankfurt Höchst
Beginn: 20 Uhr
VVK: ab 31 Euro zzgl. Gebühren
Barrierefrei
Foto: Ben Schulz (Pressefoto)

Samstag 28. September: The Fe.Male Trale

(Martin)

Ein Nick Cave-Abend mit Text und Musik von Katharina Bach und Band Bitchboy

Das Schauspiel wird gerockt und Katharina Bach und die Bitchboys zeigen im Schauspiel Frankfurt ein Rockkonzert, das genau ein solches ist und gleichsam auch ein super lohnende Theaterperormance!
„Ein Rockkonzert. Mit allem Drum und Dran, samt einer ausgepichten Lichtinszenierung und zum Schluss hin auch einem pompös monumentalen Gebrauch der zur Theatermaschinerie gehörenden Hub-Podien. [...] Katharina Bach ist in dieser Rolle eine Bühnenerscheinung, die einen nicht loslässt, und sie vermag es, Glam auszustrahlen. Das wirkt von der ersten bis zur letzten Minute ungebrochen wie ein »authentisches« Konzert. [...] die Frau ist eine fantastische Sängerin und sie macht alles fulminant. [...] Das ist ein großer Abend, keine Frage.“ – Das schreibt die Offenbach Post.
Und die FAZ berichtet: „Ein ziemlich großartiger Abend. [...] Katharina Bach verblüfft als Sängerin, sie ist aber auch eine Schauspielerin, die eine Sängerin spielt, und darüber hinaus eine schillernde Figur, die sich nicht auf einen bestimmten Charakter festlegen lässt [...]. Die Cave-Lieder scheinen wie für Bach geschrieben.“
Anderthalb Stunden wird das Große Haus des Schauspiel Frankfurt zur Konzerthalle. Und am Schluss sprang in der Premiere das Publikum auf und es gab Standing Ovations, riesigen Applaus und Fußgetrampel für Katharina Bach, die Bitchboys und eine Show, eine Inszenierung, die so noch nie zu sehen war. Grandios und keinesfalls verpassen!

The Fe.Male Trail. Ein Nick Cave-Abend mit Text und Musik von Katharina Bach und der Band Bitchboy.

Samstag, 28. September um 20.30h im Schauspiel Frankfurt
Weitere Vorstellungen am 5.10. und 26.10. um jeweils 20.30h.
Das Schauspiel Frankfurt ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Samstag 28. September: Jazzsalon

(Uwe)

Frau Chanson trifft auf die Herren Jazz.
Die reizende Ev Machui schrieb eine wunderbare Einladung zu dem Konzert, die wir 1:1 übernehmen: „So spielen wir nach wie vor auch noch Jazzstandards, aber vor allen Dingen haben wir uns wundervollen Lieder-Perlen von Hilde Knef, Greta Keller bis Manfred Krug angenommen – ja, und wir spielen besonders gerne unsere eigenen jazzigen Chansons über die Liebe, das Leben, den Alltag! Wer uns noch nicht kennt, kann uns gerne auf FB oder auf unserer Webseite besuchen  www.jazzsalon-trio.de. Wir spielen ein aktuelles Programm  am 28.9 in der Denkbar, Eintritt liegt bei 10 Euro. Man kann dort online Plätze gerne reservieren. Und zwei ganz, ganz neue Lieder erleben….eins über das Brentanoschwimmbad und eins über den Mond …freu mich! Wir sind dann bereits zum dritten Mal dort und freuen uns auf den super Wein und die leckeren Tapas!“
 
Denkbar

Frankfurt, Spohrstr.  46
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 10 EUR
Barrierefrei

Samstag, 28.September: OF/ Bahnhofsslam

(Andrea)

Ich bin tatsächlich Fördermitglied in der Initiative Hauptbahnhof. Auch wenn ich viel lieber die Seifenfabrik Kappus gerettet hätte. Das am Rande. Immerhin retten wir jetzt den Hauptbahnhof, auch wenn der wesentlich unwirtlicher ist. Seis drum, Kappus ist ohnehin schon lange wegplaniert und weil sich tolle Menschen um den HbF kümmern, glaube ich, dass das mal sehr toll wird. Heute lädt die Bande zum Bahnhofsslam: "Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettsreit, bei denen Slammer*innen ihre selbstverfassten Texte jeglicher Farbe, Geschmacksrichtung und Gangart ohne Kostüm und Schnick-Schnack in 6-Minuten vortragen können. Aber nicht nur das, da Publikum entscheidet mittels Applaus, welche*r der Teilnehmer*innen an diesem Abend den Titel der/des Champion*ess mit nachhause nehmen darf! Und es lohtn sich, da die Textauswahl so bunt sit, dass jeder Geschmack getroffen wird! Ermöglicht wird dieses Wortfeuerwerk von der Bahnhofsinitiative Offenbach und dem Waggon am Kulturgleis Offenbach. Durch den Abend führt als charmant, markanter Moderator Martin Weyrauch - Spoken Word Events Slammer*innen: Juston Buße Stella Jantosca Egon Alter Isabel Bre Einlasse 19:00 Beginn 20:00

EIntritt: Frei, Spenden sind gerne erwünscht
Hauptbahnhof, Kaiserstraße

Sonntag 29. September: LITTLE HURRICANE

(Uwe)

Ein Hurrikan ist im Grunde keine allzu gute Sache. „Dorian“ sorgte vor einigen Tagen für Verwüstung und Tote auf den Bahamas und für Kopfschütteln über Donald Trump und seine mit einem schwarzen Filzstift nachträglich geänderte Landkarte. Trotzdem nennt sich ein bekanntes Festival „Hurricane“ und Bands nehmen „Hurricane“ in den Bandnamen auf. So auch „Little Hurricane“, eine US-amerikanische Dirty-Blues-Band aus San Diego. Die Band wurde 2010 gegründet und besteht aus Frontmann Anthony "Tone" Catalano und Schlagzeugerin Celeste "C.C." Spina. Das männlich / weibliche Duo mit minimalistischem Blues-Ansatz zu einem rockigen Indie-Sound hat kürzlich mit „Love Luck“ ihr bisher fünftes Studioalbum bisher vier Studioalben veröffentlicht. Zwischen ihrer letzten Veröffentlichung (in 2017) und dem Schreiben und Aufnehmen ihrer neuen Platte unternahm das Duo, dass sich über eine bekannte Anzeigenseite kennenlernte, eine 12-Länder-Tour mit 60 Shows, die die Schwangerschaft der Schlagzeugerin CC bis in ihren neunten Monat reichte. Sänger und Gitarrist Tone hat in den vergangenen Jahren Künstler wie Gwen Stefani oder Rage Against the Machine aufgenommen, „Little Hurricane“ ist aber sein Herzensprojekt. Die beiden werden sicher für frischen Wind im Zoom sorgen (wahnsinnig kreatives Ende, nicht wahr?).
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstraße 5-9
Beginn: 20 Uhr
VVK: 23,70 EUR zzgl. Gebühren
Leider nicht barrierefrei
Foto: Pressefoto

Dienstag, 1. Oktober: FFM/hr2 minus Kultur?

(Andrea)

Ich habe neulich an dieser Stelle bereits auf die Online-Petition für den Erhalt der Kultur in HR2 hingewiesen (https://www.openpetition.de/petition/ online/fuer-den-erhalt-von-hr2-kultur), jetzt nimmt die Sache Fahrt auf: Am 1. Oktober gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema in der Deutschen Nationalbibliothek in der Adickesallee. Auch wenn man jetzt vielleicht kein Stammhörer der zweiten Hörfunkwelle des HR ist, lohnt es sich, dem Thema Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich geht es im Vielfalt und Raum, manchmal vielleicht auch sperrige Themen behandeln zu können. Nachstehend Auszüge aus dem Flyer zur Veranstaltung: "Es ist offensichtlich: In den letzten Jahrzehnten wurde die Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kontinuierlich abgebaut. Beispiel Hessischer Rundfunk: Viele anspruchsvolle Sendungen, die das Ansehen des hr einmal begründeten, wurden aus dem Programm genommen. Von den sechs auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichteten Wellen soll nun deren wichtigstes Kulturangebot in und für Hessen – hr2-kultur – in eine „Klassik-Musikwelle“ umgebaut werden, während man kulturelle Wortbeiträge digital auslagern will. Das ist nicht hinzunehmen. Die zahlreichen Hörer- Reaktionen auf die geplante Veränderung von hr2-kultur in der FAZ, der FR und der online- Petition, die innerhalb kurzer Zeit von über 8000 Menschen unterzeichnet wurde, zeigen deutlich, daß es nach wie vor ein großes Publikum gibt, das anspruchsvolle Wort- Sendungen sowie kulturelle Nachrichten aus Hessen im Radio hören möchte und deshalb entschieden für den Erhalt von hr2-kultur kämpft. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört denen, die ihn finanzieren. Wir rufen deshalb zum Protest auf und zu einer Diskussion, an der teilnehmen werden:

  • Matthias Altenburg (Schriftsteller)
  • Barbara Determann (Autorenbuchhandlung Marx & Co)
  • Michael Herl (Autor & Leiter des Stalburg Theaters)
  • Michael Ridder (epd-Redakteur, Evangelischer Pressedienst)
  • Jan Wilm (Schriftsteller)
  • Moderation: Marion Tiedtke (Stellvertretende Intendantin Schauspiel Frankfurt


Beginn 19 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
Frankfurt

Dienstag 1. Oktober: MISSINCAT

(Uwe)
 
Nach anderthalb Jahren gibt es endlich Neuigkeiten von MISSINCAT: Mit „Oggi No“ beschwört die Berliner Musikerin einen wunderschönen und atmosphärischen ersten Eindruck von ihrem neuen Album herauf. Kaum jemand wird sich hier nicht augenblicklich zurückversetzt fühlen an laue, lange Sommerabende, an Urlaub am Meer und das melancholische Gefühl, dass diese Momente auch in diesem Jahr wieder viel zu schnell vorbei waren. Die in Mailand geborene Musikerin Caterina Barbieri aka MISSINCAT hatte lange Zeit keinen Popsong auf Italienisch veröffentlicht, nun kehrt sie in ihrer Muttersprache zurück an ihre Wurzeln und auf die Bühne. Auf der 10-Tour, auf der MISSINCAT solo an den verschiedensten Instrumenten zu erleben ist, darf außerdem ein Jubiläum gefeiert werden: zehn Jahre musikalischer Erfolg in Deutschland! In dieser Zeit hat sie vier englischsprachige Tonträger herausgebracht (zwei davon habe ich selbst). Ihr warmer Sound und ihre eingängigen, dennoch künstlerisch anspruchsvollen Songs haben ihr über die Jahre eine breite Fanbase verschafft, was nicht nur zu erfolgreichen Touren in Deutschland, sondern auch zu Shows in den USA, Australien, UK und natürlich auch Italien führte.
 
THE CAVE
Frankfurt, Brönnerstraße 11
Beginn: 20:30 Uhr
VVK 15 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Albumcover

Dienstag, 1. Oktober: Sabrina von Nick Drnaso - Gespräch/Lesung

(Martin)

Der Spiegel titelt: „Der Comic ‚Sabrina’ von Nick Drnaso erzählt meisterhaft vom Verlust eines geliebten Menschen.“ Und es muss wohl so sein, dass diese Graphic Novel einen Nerv getroffen hat, denn anders lässt sich die starke Nachfrage nach dem Buch nicht erklären.  
„Zwischenzeitlich musste selbst Amazon passen: Nick Drnasos „Sabrina“ war im englischsprachigen Raum schlichtweg nicht mehr zu bekommen. Kein Wunder, nachdem dieses „masterpiece“ (Zadie Smith) es als erste Graphic Novel überhaupt auf die Longlist des prestigeträchtigen Man Booker Prize geschafft hatte. Die Geschichte, die Nick Drnaso in ruhigen, einfach gehaltenen Bildern vor Augen stellt, ist verstörend. Seine Titelfigur verschwindet. Kurz darauf macht ein Video die Runde: Sabrina wurde augenscheinlich brutal gefoltert und ermordet. Doch in dem gesellschaftlichen Klima, das in den USA mit 9/11 Einzug gehalten hat, schießen Verschwörungstheorien wie giftige Pilze aus dem Boden. Die Echtheit des Verbrechens wird bezweifelt, ein Cocktail aus Paranoia und Fake News – mit gravierenden Folgen für die Familie und Freunde des Opfers.“
Sabrina vereint wohl verschiedene literarische Genres und ist ganz nebenbei oder vor allem ein spannender Krimi: „Das ganze Buch mit seiner strikten Geometrie wirkt wie eine Tür vor einem Raum, in dem ein Monster wütet. Wie lange wird die Tür noch halten, das fragt man sich gebannt und voller Unbehagen. Es gibt wenige Comics, die ein so lange nachwirkendes Bild einer deformierten Gesellschaft heraufbeschwören. Der Booker Prize für „Sabrina“ wäre eine gute Idee gewesen.“ – das berichtet Deutschlandfunk Kultur.

Sabrina von Nick Drnaso. Gespräch und Lesung
Dienstag, 01.10.19 um 20.00h
Künstlerhaus Mousonturm. Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Mittwoch, 2. Oktober: Kult-Ausstellung

(Petra)

Ach, manchmal ist es doch ein Fluch, nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein zu können. Heute wäre ich auf jeden Fall gerne hier, denn die „Titanic“ gehörte mal zur häuslichen „Grundausstattung“ – gell, Herr K.!? Und ich habe die Titel geliebt (darunter Klage-gewürdigte). Und natürlich die Briefe an die Leser. Passend zum – ich sag’s mal vorsichtig – „Erinnerungsjahr Deutsche Wiedervereinigung“ kommt die „endgültige“ Titanic-Titelausstellung ins caricatura museum. Und wie könnte es anders sein, mit „pompösem“ Programm. Angeber! Aber feiert trotzdem schön staatstragend. Ach: Der Mann mit der Amtskette ist auch dabei.

40 Jahre Titanic – die endgültige Titelausstellung
Vorprogramm um 15:30 Uhr: Empfang im Kaisersaal mit OB Feldmann und Titanic-Chefredakteur Moritz Hürtgen (Anmeldung erforderlich)
Parade um 16:30 Uhr
ab 18 Uhr Programm Außenbühne caricatura museum am Mainufer, mit Martin Sonneborn, Oliver Maria Schmitt, Kurator Tim Wolff – und natürlich Museumschef Achim Frenz
Eintritt: frei, Infos unter:  http://caricatura-museum.de/museum-titelseite.html

FRANKFURTER HÖRSCHULE - Nummer 3!

(Daniela)

Mist, wir wollen ja heute Abend zu Cinema & Cena, dabei wären wir auch zu gerne bei der FRANKFURTER HÖRSCHULE von Klaus Walter & Matthias Westerweller. Wir kommen dann eben später zur Party.

"Die Sommerpause ist vorbei und die FRANKFURTER HÖRSCHULE ist zurück!
Zur dritten Ausgabe steigen wir wieder hinab in den Keller aka »Bollywoodkino« des 25hours Hotel The Trip. Thema diesmal: » It Takes Two - Paare im Pop«. Beyoncé und Jay Z. mieten schon mal den Louvre, um ein neues Video zu drehen. Und Beyoncé und Jay Z. singen und rappen ganz selbstverständlich über: Beyoncé und Jay Z. – über den Stand ihrer Ehe oder über den Stand ihrer Konten. Aber Beyoncé und Jay Z. sind nicht das erste Paar, das sich selbst zum Thema macht. Im Frühjahr 1969 erscheint eine neue Single der Beatles. Sie trägt einen sprechendem Titel: „The Ballad Of John and Yoko“. Lennon erzählt, was John und Yoko so getrieben haben in den turbulenten ersten Wochen des Jahres 1969. Das Paar zeigt sich nackt auf dem Two-Virgins-Plattencover, es feiert öffentliche Flitterwochen in Paris und verbringt eine Woche im Hotelbett in Amsterdam, ein sogenanntes Bed-In für den Frieden. Der Song pulverisiert die Grenze zwischen Fiktion und Realität. „The Ballad Of John and Yoko“ ist einer der ersten selbstreferentiellen Pop-Hits.

Was uns zu unseren Gästen bringt: Das Darmstädter Duo/Paar Woog Riots, Silvana Battisti und Marc Herbert, wird ein paar Songs zum Thema spielen, darunter ihr einschlägiger Paar-Standard „John and Yoko in Bed“.

Allerdings geht es heute abend nicht nur um heterosexuelle Liebespaare. Sondern um Pärchenlügen, analysiert vom Songwriterpaar Almut Klotz & Christiane Rösinger aka Lassie Singers.

Um Che Guevara & Debussy, um diverse Paarkonstellationen, in die Cher verwickelt war (von Bowie über Sonny bis Bon Jovi), um Paare in Songfabriken, um die Feature-Pest im Pop der Gegenwart, um die seltsame Paar-Arbeitsteilung bei Elektropop-Duos (Suicide, Soft Cell, Yazoo, Erasure, OMD, Pet Shop Boys), um diverse Paarkonstellationen, in die Marvin Gaye verwickelt war… um diverse Paarkonstellationen, in die Nico verwickelt war…..

Außerdem suchen wir die scheußlichsten Duette der Popgeschichte: Jagger & Bowie: Dancing in the street? Sven Väth & Miss Kittin: Je t’aime … moi non plus? Wonder & McCartney: Ebony & Ivory? Oder doch Bushido & Karel Gott: Für immer jung? Bringt Eure scheußlichsten Duette mit und gewinnt free Drinks!

Neben Geschichten in Bild und Ton gibt es eine extended Version des Pop-Quiz in der Frankfurter Hörschule, mit interessanten Preisen.

Und neu: Nach der Hörschule schalten wir um auf Wildstyle. Ab 22.30 Uhr legen Weller & Walter auf zum Tanz in den Feiertag.


25HOURS HOTEL THE TRIP
Niddastr. 58
60329 Frankfurt am Main
Eintritt: 10€, ab 22 Uhr: 5€

Mittwoch 2. Oktober: 
Experten-Gespräch

(Petra)

Ich weiß: Das ist ein Thema, das nicht so viele von Euch locken wird, aber mir ist es wichtig. Also: Bodenfrage und Bodenproblematik – vor Jahrzehnten schon einmal ein großes politisches Thema (Stichwort: Bodenreform) und jetzt in vielen Städten angesichts explodierender Miet- und Bodenpreise wieder heiß diskutiert. Das gilt nicht allein für die meisten Großstädte und ihr Umland, sondern auch für eine steigende Zahl wirtschaftsstarker und attraktiver Mittel- und Universitätsstädte. Denn: die räumliche Entwicklung wird damit zum Spiegelbild der sozialen und ökonomischen Spaltung der Stadtgesellschaft. Experte Dr. phil. Werner Heinz spricht in seinem Kurzvortrag über Ursachen, Hintergründe und Handlungsoptionen.
 
DIE STADT + DIE BODENPROBLEMATIK
Wie Hintergrund und Lösungsstrategien zusammen hängen
Vortrag von Dr. phil. Werner Heinz, Berater, Planungswissenschaftler, ehemalig Deutsches Institut für Urbanistik
anschließend Diskussion und Führung durch die aktuelle Ausstellung
Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
Uhrzeit: 19 - 21 Uhr
Eintritt: 7,50 (5) Euro
barrierefrei: ja

Foto: Frank Bayh_Steff Rosenberger-Ochs aus der Serie: Die Entwicklung neuer Stadtquartiere

Mittwoch 2. Oktober: Philoktet

(Martin)

Philoktet - Chorstück für eine Solistin frei nach Sophokles

Es ist zwar eine Kriegsgeschichte, aber natürlich geht es um mehr...
Am Rande des Trojanischen Kriegs ist der verwundete Philoktet aus der Gemeinschaft der Griechen ausgeschlossen worden. Das Heer hatte den Gestank seiner Wunde und seine Schmerzensschreie nicht länger ertragen und hat ihn auf einer unbewohnten Insel zurückgelassen. Jetzt ist Philoktet wegen seiner Waffen für den Krieg unentbehrlich und soll zurückgeholt werden. Die Gemeinschaft setzt also darauf, dass sie die Verletzung zurücknehmen kann, die sie Philoktet einst angetan hat, und sich dieser dem kollektiven Willen beugt, obwohl er erneut zum Objekt eines instrumentellen Kalküls gemacht wird.
In einer performativen Adaption werden die Geschehnisse von einer Erzählerin berichtet, die ihre Stimme allen Figuren der Geschichte leiht. Der Anspruch, für andere sprechen zu können – immer auch vereinnahmende Anmaßung – wendet sich in eine Vereinnahmung der Erzählerin durch die Figuren, die sie erzählend entwirft. So unternimmt die Adaption des antiken Klassikers den Versuch, wie eine einzelne mehr sein kann als eine, anders sein kann als sie selbst und wie ein Subjekt zum überpersönlichen Chor wird.

Philoktet
Premiere am Mittwoch, 2. Oktober um 20.00h
Weitere Vorstellungen am 8./9./10. November um jeweils 20.00h
studioNAXOS, Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19
Die Naxoshalle ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Mittwoch, 2.Oktober: Of/ Cinema & Cena

(Andrea + Daniela)

"Die meisten meiner Freundinnen haben die Ferrante schon gelesen und ich habe mir letztes Jahr zumindest von Eva Matthes im Schauspiel vorlesen lassen. Warum ich nicht einfach selber zum Buch gegriffen habe? Gute Frage. Aber weil es einen Film gibt, den ich jetzt dummerweise nicht sehen kann, muss ich nochmal über die Antwort nachdenken... " schreibt Andrea. Daniela schreibt: "Ich habe bisher nur den 1. Teil gelesen, dafür aber während wir in Neapel waren und ich war sehr begeistert. Umso mehr freue ich mich, dass ich heute Abend Zeit habe nach Offenbach zu radeln um den Abend bei Ida, Nic und José zu verbringen."

"Elena Ferrantes Roman-Tetralogieüber zwei Freundinnen aus einem Armenviertel Neapels wurde in 40 Ländern mehr als 10 Millionen Mal verkauft. Der erste Band, „Meine geniale Freundin“, wurde als Serie verfilmt: kongenial und mit superstarken Laiendarstellerinnen, wunderbar auch auf der großen Leinwand.
Als ihre Freundin Lila Cerullo spurlos verschwindet, beginnt die 66-jährige Elena Greco, die Geschichte ihrer wechselvollen Freundschaftaufzuschreiben. Sie beginnt im Neapel der 1950er-Jahre, im „Rione“, einem schmutzigen Neubauviertel, geprägt von Armut, Patriarchat und Gewalt. Mit der schlauen, rebellischen Lila bekommt die Vorzeigeschülerin Elena in der Schule ernsthaft Konkurrenz. Die beiden ungleichen Mädchen kommen sich beim Spielen in den Höfen, in denen man eng zusammen-wohnt, trotzdem näher und es beginnt eine ganz besondere Freundschaft. So stark diese auch sein mag, immer ist sie zugleich von Rivalität geprägt – um Schulnoten und Bildungschancen, um die Erwartungen an ein besseres Leben und den eigenen Platz darin, um Kreativität und Bedeutung, gesellschaftliche Stellung und politisches Engagement. Lila ist zwar begabter, muss aber früh von der Schule abgehen, um in der elterlichen Schusterwerkstatt mitzuarbeiten. Lenù gelingt es gegen alle Widerstände, auf die weiterführende Schule zu gehen und zu studieren – ein für Frauen aus solchen Verhältnissen damals (wie heute) ungewöhnlicher Weg. Wer hier eigentlich die „geniale Freundin“ ist, bleibt stets unklar. Deutlich wird aber durch alle Abenteuer, Höhen und Tiefen, wie eng die beiden zusammengehören.

Der filmischen Adaption ist es gelungen, die Stärken der Romanvorlage, die bei ihrem Erscheinen ein Rätselraten um die geheimnisvolle Autorin auslöste, ins andere Medium zu übertragen: die Dramaturgie ihres ausschweifenden Erzählens, ihren rasanten Rhythmus, die ambivalenten Heldinnen und zahlreichen scharf gezeichneten Nebenfiguren, die Navigation durch 50 Jahre italienische Zeitgeschichte – auf all das dürfen sich Leser*innen wie Nichtleser*innen der Bücher am 2.10. im Filmklubb gleichermaßen freuen.„Die Serienadaption von Elena Ferrantes Roman ,Meine geniale Freundin‘ erzählt in acht Episoden von Lilas und Lenùs Kindheit und früher Jugend im Rione: Gekonnt, mit liebevollen Details und Melancholie, überzeugen das Drehbuch und die Glanzleistung der beiden Hauptdarstellerinnen.“ La Stampa       „Hier wird europäische Geschichte zum ersten Mal im großen Stil als weibliche Nahgeschichte erzählt.“ 
DIE ZEIT „Man muss den Bestseller von Elena Ferrante nicht zwingend kennen, um dessen Verfilmung zu lieben. Die achtteilige Serie von Saverio Costanzo verzaubert mit höchster Erzählkunst, zwei faszinierenden Frauenfiguren und ihrer ultimativen Ode an die Freundschaft.“ SZEinlass & Essen: 19 Uhr, Filmstart: 20 UhrKinokarte: 9 €; für Schüler*innen/Student*innen/Azubis/Filmklubb-Mitglieder  7 € FilmklubbIsenburg Ring 36, im Hinterhof, leider nicht barrierefreiOffenbach

Donnerstag 3. Oktober: THE MONOCHROME SET

(Daniela)
 

Die Presse schrieb: „The Monochrome Set haben sich noch nie an Regeln gehalten und das sollten sie auch nicht. Ihr Sound klingt niemals verstaubt, die Melodien haften lang im Gehör. Warum sie keinen kommerziellen Erfolg feiern, wie ihre Zöglinge Franz Ferdinand oder Belle & Sebastian bleibt wohl immer ein Rätsel. Kein Geheimnis ist, dass die Jungs sich niemals an die große Musikindustrie verkaufen. Sie sind keine Marionetten, sondern wahre Gentlemen.“ (laut.de). The Monchrome Set kommen mit neuem Album nach Frankfurt. Ende der 70er Jahre waren sie Teil der ersten Post-Punk-Bewegung uns auch auf ihren 14ten Album "Maisieworld" zeigen sie auch wieder, warum Morrissey oder Edwyn Collins sie als wichtigen Einfluss bezeichnen. Eine britisch eingefärbte Mischung aus Violent Femmes´scher Rumpeligkeit und Smith´schem Melodienverspieltheit und Leidenschaft beim Gesang. Zeitloser handgemachter, organischer Gitarren-New Wave mit auch Vintage-Orgel- und Gitarren-Sounds, Bläsern oder Gospelbackground. Ein guter Grund einmal wieder ins CAVE zu gehen.
 
THE CAVE
Frankfurt, Brönnerstraße 11
Beginn 20:30 Uhr
VVK 14 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Simon Hegenberg

VORSCHAU
Freitag, 4.+ Samstag, 5. Oktober: Was ihr wollt: Der Film

(Martin)

„Eine Live-Mockumentary über politische Teilhabe und den Zustand der Demokratie.
Wie soll es weitergehen mit der Demokratie? Man weiß es nicht recht, aber man vermutet: Auf jeden Fall braucht es mehr Mitbestimmung. Das Gegenmodell zur kommoden Diktatur wäre ein emanzipatorischer Begriff der Teilhabe an Politik und Gesellschaft. Darauf ließe sich einigen. Blöd nur, dass jeder Entwurf zur politischen Partizipation so viel Kleingedrucktes enthält: Wer bestimmt, wer mitbestimmen darf? Welche Methode kommt zum Einsatz? Wer stellt die Fragen? Wer entscheidet über die Entscheidungsoptionen? Gemeinsam mit dem Ensemble des Schauspielhauses Wien nehmen wir uns vergangene, aktuelle und künftige partizipative Strategien, Hoffnungen und Sackgassen vor. Dafür stellen wir den Theaterraum auf den Kopf und bringen einen Live-Dokumentarfilm auf die Bühne, für den hinter der Leinwand emsig „authentisches“ Material produziert wird. Unsere Recherche zum Status Quo der Mitbestimmung – Experteninterviews, Besuche bei interaktiven Beteiligungsformaten, ein Parforceritt durch die Geschichte der Demokratie, eine Theatergruppe auf der Suche nach der perfekten partizipativen Performance – wird zum Gegenstand dokumentarischer Konstruktion im Film … im Theater.“
Trailer: https://vimeo.com/359266699

Was Ihr wollt: Der Film – Theater/Performance.
Am Freitag, 04. Oktober und Samstag, 05. Oktober um jeweils 20.00h im Mousonturm.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.  
Foto: (c) Matthias Henschl/Mousonturm.

Samstag, 5. Oktober: OF/ Day of Festival

(Andrea)

Wenn die kommune 2010 zum Abschluss der diesjährigen Open Air Saison lädt, stehen wir hoffentlich auf der Fähre nach Lesbos. Wir machen wieder einen Roadtrip und bringen ein Auto zu dem Bildungsprojekt in der Nähe des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos. Dort sind inzwischen über 12.000 Menschen in einem eigentlich für round about 2.500 konzipierten Lager untergebracht, wobei von Unterbringung jetzt erst recht nicht mehr zu reden sein wird. Ich bin gespannt, habe aber auch Angst vor dem Anblick. Zumal der Winter kommt. Wer mehr wissen will: https://standbymelesvos.gr/ Jetzt zu den schönen Dingen des Lebens, nämlich zu einem gemütlichen Nachmittag in der Kommune2010: "Wir schmeißen den Grill an und servieren leckere Drinks zum fairen Preis. Sechs Bands sorgen für den musikalischen Rahmen und beste Unterhaltung. Los geht’s um 15 Uhr, der Eintritt ist frei. LineUp: The hanes steam co. Golden Amber Lucy Without Diamonds LAST JETON The Jukes Borgenine

KOMMUNE2010

Sprendlinger Landstraße 181,
63069 Offenbach am Main

Sonntagt 6. Oktober: „Sherlock und der Hund von Dartmoor“

(Daniela)

Wir haben das RadioLiveTheater schon mal gesehen, bzw. gehört und es war ein sehr unterhaltsamer Abend. Und wäre ich heute Abend nicht beim Spiel gegen Werder, wäre ich heute auch nach Hanau gefahren, denn sie treten dort im wunderschönen historischen Barock-Theater „Comoedienhaus Wilhelmsbad“, ein wirkliches Kleinod im Staatspark, auf.

"Obwohl die Krimis von Sir Arthur Conan Doyle weltweit schon Millionenauflagen erreichten, ist er aktueller denn je. Egal ob in den TV-Serien "Sherlock" oder "Elementary" oder in den Kinofilmen mit Robert Downey jr. Und jetzt auch im Live-HörSpiel des RadioLiveTheaters.

"Es ist eine hässliche Angelegenheit, Watson, hässlich und gefährlich, und je mehr ich darüber erfahre, desto weniger gefällt sie mir." Eine hässliche Angelegenheit ist der Tod von Sir Charles Baskerville. Ist nun auch das Leben seines Erben Sir Henry bedroht? Lastet wirklich ein Fluch auf den Baskervilles? Was hat es mit dem nächtlichen Heulen eines unheimlichen Hundes in Dartmoor auf sich? Sherlock und sein Assistent Dr. Watson haben es mit einer besonderen Herausforderung zu tun. "Noch nie hatten wir einen Gegner, der unserer Klinge würdiger wäre." Der wohl berühmteste Fall des wohl berühmtesten Detektivs. Aber wer kennt ihn wirklich? Die Antwort liefert der Live-HörSpiel-Krimi des RadioLiveTheaters in einem Event für alle Krimifans und Kassettenkinder.

Seit 2013 haucht das RadioLiveTheater in Zusammenarbeit mit hr2-kultur, dem ARD-Hörspiel-Sender in Hessen, rund 20-mal pro Jahr deutschlandweit Hörspiel-Klassikern neues Leben ein. Beim Gastspiel erlebt das Publikum ein eigenes, neu adaptiertes Hörspiel live auf der Bühne und kann dem Team beim „Hörspiel machen“ quasi im mobilen Hörspiel-Studio über die Schulter und hinter die Kulissen schauen. Es sind alle Sinne gefragt, denn die Sprecher*innen lassen das Hörspiel mit Musik, Geräuschen, Kostümen und Effekten lebendig werden. Die perfekte Verbindung aus Kino im Kopf und der Magie des Theaters. Immer mit viel Freude, Liebe und Begeisterung kreiert. Und vor allem immer live. www.RadioLiveTheater.d

Comoedienhaus Wilhelmsbad
Parkpromenade 1, 63454 Hanau
Beginn 18:00 Uhr Tickets

Mittwoch 9. Oktober: Hans Off Gretel

(Uwe)
 
Gegründet wurde die Band 2015 in South Yorkshire von Frontfrau Lauren Tate, die sich im unterdrückenden Schulsystem gefangen fühlte und auszubrechen versuchte. Als 16 jährige selbstbekennende Außenseiterin verschwendete sie keine Zeit, um sich ein geeignetes Ventil zu schaffen. Jede Faser dieser geballten entfremdenden Erfahrungen aus Ihrer Schulzeit wandelt sie in einen Akt der Befreiung und Kreativität. Ihre Musik ist inspiriert von den unberechenbaren Sounds von Bands wie Nirvana. Genau so entstand Hands Off Gretel, die jeden Aspekt ihres Sounds und Images auf eigene Faust bestimmen. Ihre loyale Fanbase wuchs stetig an. Täglich interagieren sie mit Fans auf social media, kreieren Kunst, Videos und Merchandise. Sie entwickelten damit nicht nur eine Band, sondern auch eine Marke mit klarer Identität. Durch eine sehr erfolgreiche „Pledge Music Kampagne“ (= Crowdfunding) und Zuschüssen, beispielsweise aus dem „Emerging Artist Fund“, war es Hands Off Gretel möglich Ihren Sound zum Leben zu erwecken. Die Riot Grrrl Grunge Band eignet sich besonders für Freunde von Hole, aber nicht nur für die.
 
Das Bett
Frankfurt, Schmidtstr.  12
Beginn: 20:00
VVK 16,40 Euro zzgl. Gebühren
Barrierefrei
Foto: Presseinfo Hands Off Gretel

Freitag 11. Oktober: NIELS FREVERT

(Uwe)
 
Der Hamburger Frevert macht ganz wunderbare Musik, ob mit seiner ehemaligen Band Nationalgalerie oder alleine. Sein neues Album Putzlicht habe ich sehnsüchtig erwartet und wurde nicht enttäuscht.
Frevert ist der ewige Geheimtipp und Kritikerliebling – von Musikerkollegen verehrt, von einigen zehntausend Fans geliebt und von der breiten Masse ignoriert. Nach seinem letzten, 2014 erschienenen Album „Paradies der gefälschten Dinge“ muss irgendwas mit dem Mann passiert sein. Ich weiß nicht was, auf jeden Fall hat Frevert anderthalb Jahre lang keine Gitarre angerührt. Fünf Jahre nach „Paradies der gefälschten Dinge“, einem Album, das mir persönlich etwas zu sehr nach Songwriter klang, erschien kürzlich „Putzlicht“ und (fast) alles ist anders: Frevert hat das Korsett des Liedermachers abgestreift und seine neuen Songs – zusammen mit dem Produzenten Philipp Steinke (Boy, Kettcar) – in einen großen, druckvollen, unaufgeregten und modernen Bandsound gegossen. Es gibt kaum noch Streicher, die Gitarren stehen unter Strom, alles ist offen und warm – Musik wie eine Umarmung, ein Sound, der einen auffängt, trägt und sanft nach vorne schiebt. Anspieltipp: „ich suchte nach Worten …“.
Schön und live auch ganz toll. Ich konnte ihn bereits beim Heimspiel Knyphausen im Juli sehen. Gott sei Dank, denn wenn er ins Nachtleben kommt, bin ich in Urlaub.
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str.
VVK 24 Euro zzgl. Gebühren
Beginn: 20 Uhr
Nicht barrierefrei
Foto: Hompage Batschkapp

Freitag 11. Oktober: XUL ZOLAR

(Uwe)
 
Das Kölner Quartett XUL ZOLAR kombiniert sanfte Popmelodien im Stile von TALKING HEADS mit knisternden Field Recordings à la SHLOHMO zu seinem ganz eigenen Entwurf von Indie-Pop. Nach unzähligen  Liveauftritten ist im letzten Jahr endlich das große Debütalbum „Fear Talk“ erschienen. Darauf entwickeln XUL ZOLAR gefühlige Popsongs, die dennoch eine gute Portion Aufmerksamkeit einfordern. Warme Basslines erzeugen in Kombination mit plätschernden Synthies im Stile der 80er eine elektronische Klangästhetik zum Wohlfühlen. Was XUL ZOLAR aber so besonders macht, ist die Unterbrechung dieser Harmonie durch unerwartetes Klirren und Wimmeln der unzähligen Percussion- und Drumsounds - mal zurückhaltend, mal ganz offensiv. In Kombination mit der bittersüßen Melancholie der Texte und dem butterweichen Gesang von Frontmann Roland Röttel, schaffen die vier Kölner ungeahnt spannende und gleichsam hypnotische Tracks. Wie brillant das Ganze live klingt, davon könnt ihr euch bald selbst überzeugen, wenn LOTTE LINDENBERG die vier Kölner wieder in ihrem Studio willkommen heißt.
 
LOTTE LINDENBERG

Frankfurt, Frankensteiner Str. 20
VVK 11 Euro zzgl. Gebühren
Beginn: 20:30 Uhr

Sonntag, 13. Oktober: FFM/ Weltraum im Schauspiel

(Andrea)

Zwei Dinge über die ich mich heute ärgere: Erstens: Das Ferienende. Adieu Du süßer Müßiggang und leider auch Tschüss Sommer, Spätsommer, bis zum nächsten Jahr. Zweitens: Dass ich keine Zeit habe heute ins Schauspiel zu gehen und die Arbeiten von Parastou Forouhar anzuschauen bzw. zu erleben. Blöd. "Die neue Reihe »Weltraum« versteht sich als Open Space, als ein Raum, in dem es um die Frage geht, wie wir in Zukunft leben wollen. Künstler_innen aus der Region füllen die Box mit ihren Werken und Aktionen zu den Diskursen unserer Zeit. Die Künstler_innen, die hier leben und arbeiten, schöpfen aus vielfältigen kulturellen Erfahrungen. Wo werden diese Positionen sichtbar? Welche Geschichten wollen wir erzählen? Eröffnet wird die Reihe von der aus dem Iran stammenden Künstlerin Parastou Forouhar. Seit 1991 lebt Forouhar in Deutschland. Ihre Werke spielen mit der Schönheit der Ornamentik und sind doch nie nur dekorativ. Gewalt, Folter, Systemkritik offenbaren sich wie eine verborgene, erst zu entdeckende Schicht in betörend schönen Wandbildern, Fotografien und visuellen Installationen.

Schauspiel Frankfurt
16 bis 18 Uhr
Neue Mainzer Straße 17
60311 Frankfurt am Main

Montag 14. Oktober: Gestorben wird morgen

(Daniela)

In Kooperation mit Orfeos Erben zeigt das Bürgerinstitut den Film „GESTORBEN WIRD MORGEN“ und lädt im Anschluss zu einer Diskussion ein. Wäre ich nicht auf dem 81xten meines Vaters, wäre ich da gerne hin, denn das Thema interessiert mich sehr und schon der Trailer ist  klasse: https://www.youtube.com/watch?v=OMgOSo569ho

Die Regisseurin Susan Gluth zeigt und diskutiert mit Ihnen sowie Prof. Dr. Frank Oswald (Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung
der Goethe-Universität), Rudolf Dederer (Autor und Stadtteilhistoriker) und Heidrun Freudenberger (Bürgerinstitut e.V., Projekt Lesefreuden) über Ihren Dokumentarfilm: „Very Senior – Attitude is everything (Gestorben wird Morgen)”, Deutschland/USA 2019

Es gibt einen Ort in Arizona, der ist so friedlich, dass man dorthin kommt um zu sterben. Sun City, eine Stadt – geschaffen für die Generation 55+. Mitten in der Wüste, unter Palmen, bei immer blauem Himmel und roten Sonnenuntergängen, mit unzähligen Apotheken und besonders breiten Straßen, damit den rüstigen Autofahrern nichts passiert.
Auf dieses sonnige Paradies fallen die recht unterschiedlich gefärbten Schatten des Alterns. Jeder hier versucht seinen Weg mit dem Leben zu finden, während der Tod schon an der Ecke steht und winkt.
Olive (87) hat sich ihren kindlichen Humor bewahrt, obwohl ihr Körper dem Alltag immer mehr Grenzen aufzeigt. Gerade deswegen trällert sie fröhlich ihre Lieder, tanzt mit dem Staubsauger im Wohnzimmer und sucht noch immer ihre Rollschuhe, die sie an die guten Zeiten erinnern. Was Olive auf gar keinen Fall akzeptiert, ist die Tochter, die glaubt, sie hätte Alzheimer. Wie kommt sie bloß darauf?
Altwerden ist eine Kondition, wo ‘kleine Zipperlein einfach dazu gehören’ wie Jim (83) bestätigt. Auf der anderen Seite hast Du einen Punkt im Leben erreicht, wo man einfach mal Fünfe gerade sein lassen und sagen kann: ‘Nimm ‘ne Pille die Dir hilft und komm drüber weg’. So zumindest sieht das Betty Jane (90). Alles ist besser, als sich dauernd zu beschweren, oder?
Roger (75) und Kitty (74) sind immer noch sehr viel mit ihrer Harley unterwegs. Allerdings will Roger das Motorrad abgeben, wenn er 80 wird. Er ist überzeugt, dass die meisten Leute in Sun City guten Sex haben. Sogar besseren als vor 40 Jahren und Dee (88) stimmt dem uneingeschränkt zu. Sie ist fast blind, hört sehr schwer und kann kaum mehr gehen, aber wenn sie ihre Fingernägel maniküren lässt, um ihren Liebhaber am Abend zu empfangen, ist das alles vergessen.
Es ist wohl eine Frage der Haltung, wie man alt wird. Die Ansicht, der Lebensabend müsse doch eine ernste Angelegenheit sein, teilen die Meisten in Sun City nicht. Im Film dient der Ort als Bühne, auf der die Bewohner in einem Reigen den Tanz des Alters vollführen. In ihren Erzählungen geben sie preis, was das Leben ihnen geschenkt und was es ihnen genommen hat. Sie berichten freimütig über die Schmerzen im Alter und über die Freuden. Und dass sie glauben, dass Zufriedenheit und Glücklichsein Entscheidungen sind. ‘Wir kommen nach Sun City um zu sterben, aber wir wollen Spaß dabei haben!’, Jim (83).

Orfeos Kino
Hamburger Allee 45, leider nicht barrierefrei
60486 Frankfurt
Ansprechpartnerin: Nicole Blumenthal
E-Mail: treffpunkt@buergerinstitut.de
Anmeldung/Vorauszahlung bis: 7.10.2019
Beitrag für Mitglieder: 8 € Beitrag für Gäste: 12 €

Montag 14. - Donnerstag, 17.10.: Uncanny Valley Rimini Protokoll

(Martin)

Gerade gibt’s die letzte Gelegenheit, sich im Bockenheimer Depot Chinchilla Arschloch, waswas von Rimini Protokoll ‚final’ anschauen zu können – da steht das nächste Gastspiel von Rimini Protokoll im Mousonturm bereits vor der Tür.

Ihr tut gut daran, euch schon jetzt Tickets zu besorgen. Denn eins ist sicher, diese sieben Vorstellungen an fünf Tagen werden schnell, schnell ausverkauft sein...

‚Wir kennen Roboter vor allem als Arbeitsmaschinen, als effiziente und präzise Vollstrecker. In der deutschen Industrie sehen sie Menschen kaum ähnlich, um emotionale Verstrickungen auszuschließen. In Asien hingegen werden schon langer humanoide Roboter entwickelt, etwa für die Alterspflege oder als Sexpartner. Die äußerliche Ähnlichkeit zu Menschen soll hier die Akzeptanz der Maschine erleichtern, weckt aber auch Misstrauen: Was ist Mensch, was Maschine? Diese unheimliche Ähnlichkeit nennen japanische Roboterforscher „Uncanny Valley“. Für Stefan Kaegis „Unheimliches Tal“ wurde vom Schriftsteller und Stückeschreiber Thomas Melle ein animatronisches Double erstellt. Dieser Humanoide sitzt anstelle des Autors auf der Bühne und wirft Fragen auf: Stehen Kopie und Original in einem Konkurrenzverhältnis oder helfen sie sich gegenseitig? Kommt das Original sich selbst durch sein Double näher? Wer spricht und was ist sein Programm?’

Auf nachtkritik.de war anlässlich der Premiere in den Münchner Kammerspielen zu lesen: „Man erfährt viel an diesem kurzen Abend: (...)  Doch es sind nicht seine akribisch recherchierten und klug collagierten Details, die dieses Theatererlebnis so besonders machen. Sondern dass sie alle zutiefst theatralen Fragen umkreisen wie: Was ist der Mensch? Wer spricht zu wem und zu welchem Zweck? Angesichts einer sich sensibel und poetisch gebenden animatronischen Figur schlägt das Nachdenken über diese Fragen lustige Kapriolen und kommt länger nicht zur Ruhe.

Und die Süddeutsche Zeitung schrieb; „Und das ist wohl die wichtigste Frage des Abends: Sind die Fehler das, was Mensch und Maschine unterscheiden? Wenn ja, wer macht eigentlich die blöderen Fehler? Der Mensch, wenn er nicht funktioniert? Oder die Maschine, wenn sie nicht zurücklächelt? "Uncanny Valley" ist eine fast liebevolle Betrachtung von beidem: von den Wundern der Technik und vom Menschen. Und davon, dass die Existenz des einen die des anderen nicht negiert.“
Hier die gesamte Kritik

Am besten schon jetzt Tickets sichern! Weitere Infos hier:

Uncanny Valley von Rimini Protokoll im Mousonturm.
Montag, 14.10. – Donnerstag, 17.10. – unterschiedliche Anfangszeiten.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Gabriela Neeb/Mousonturm

Mittwoch, 16. Oktober: FFM/ Tito & Tarantula

(Andrea)

Es war etwas ruhiger geworden um Tito und seine Tarantulas. Dabei gehört "After Dark" durchaus zu den Scheiben, die man öfter hören kann. Immerhin war das auch der Soundtrack zu Tarantinos Film "From Dusk till Dawn", den könnte man sich auch mal wieder anschauen. Aber das nur nebenbei. Denn Tito & die Tarantula sind auch eine unglaublich gute Liveband. Zumindest waren sie das vor einigen Jahren, da habe ich sie ein paar Mal gesehen und dass sie der Geist des Rock`N`Roll nicht verlassen hat, beweisen sie auf ihrer neuen Veröffentlichung: „8 ARMS TO HOLD YOU“ fängt die Farben und Gerüche der Wüste ein, ist leidenschaftlich und romantisch. Zusammen mit Titos‘ elektrisierenden Vocals ein weiteres Meisterstück in seiner langen und erfolgreichen Karriere als Musiker, Komponist und Schauspieler. Keine Frage, ich starte die erste Arbeitswoche nach den Herbstferien mit einem Konzertbesuch in der Gwinnerstraße. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr.

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
Frankfurt
Barrierefrei

12.10.-9.11.: Sámi National Theatre Beaivváš

(Daniela)

Norwegen ist dieses Jahr Gastland der Buchmesse und das Museum für Angewndte Kunst hat etwas Besonderes ins Programm geholt:

Im Rahmen der Ausstellung House of Norway, mit der das Museum Angewandte Kunst die Vielfalt norwegischer Kunst und Kultur feiern wird, ist auch das Sámi National Theatre Beaivváš (SNTB) zu Gast. Zwischen Oktober und November werden sie in einer eigens dafür konzipierten Bühnenlandschaft innerhalb der Ausstellung insgesamt 24 Aufführungen ihres Stückes Johan Turi in samischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln darbieten. Das Theaterstück hatte in Oslo 2017 seine Weltpremiere und wird nun erstmals außerhalb von Norwegen zu sehen sein.
Die Inszenierung erzählt von dem ersten samischen Schriftsteller Johan Turi, der zu Beginn des Stückes davon träumt ein Buch zu veröffentlichen. Er möchte damit besonders den norwegischen Behörden die Lebensumstände der Sámi näher bringen und so die Regierungen dazu bringen, ihre festgefahrene Haltung zu dem indigenen Volk, das sich über Landesgrenzen hinweg über ganz Skandinavien und Russland verteilt, zu ändern.
In einem Zug, der Skandinavien durchquert, trifft er auf den Geschäftsmann Hjalmar Lundbohm aus Kiruna. Im selben Zug befindet sich auch die dänische Künstlerin und Anthropologin Emile Demant. Wird diese Begegnung zu einem einschneidenden Erlebnis führen, das Turi dabei helfen wird seinen Traum zu verwirklichen? Das Stück handelt von der Entstehung eines Buches, aber vor allem von Träumen, Verlockungen, Zweifeln, Verführung und Gewissensbissen.
Der Hauptprotagonist des Stücks, Johan Turi (1854-1936), war ein samischer Rentier-Halter und versierter Wolfsjäger aus Guovdageaidnu im Norden Norwegens und gilt als erster Sámi-Schriftsteller. Turi zog in den 1870er Jahren mit seiner Rentierherde und Familie nach Kiruna im Norden Schwedens. Dort veröffentlichte er 1910 sein erstes Buch in samischer Sprache: Muitalus sámiid birra. Mit Texten und Illustrationen erzählt das Buch von samischen Rentierhaltern und ihren Traditionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei beschreibt er die Sámi und ihre Überlebenstechniken, ihre Medizin, ihr Naturverständnis, ihre mündlich überlieferten Erzählungen, Gebete und Lieder. Turi legt Zeugnis ab von einer traditionsreichen Lebensform und von ihrer Bedrohung durch die moderne Zivilisation. Das Buch wurde später in die schwedische, englische, deutsche, ungarische, japanische, italienische und finnische Sprache übersetzt.
https://www.museumangewandtekunst.de/de/veranstaltungen/das-sami-national-theatre-beaivvas-sntb-spielt-johan-turi/


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