30.03.2018
Inhalt: Genug demonstriert, jetzt wird gefastet! / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / F R A N K F U R T EBEN: Heimatministerium versus Arabischer Kaffee aus Frankfurt / G E D R U C K T E S / SUCHE BIETE / Freitag 30. April: Dokumentarfilm / Samstag 31. März: Party / Samstag, 31.März: FFM/ Bier trinken und.... / G E R O L L T E S - Trainerkarussell / Sonntag 1. April: GIBT'S WAS NEUES?! - DIE SCHÖNER ABEND SHOW / Sonnntag 1. April: Party / Montag 2. April: Flohmarkt / Montag 2. April: Baba Zula im nachtleben / Dienstag 3.- Sonntag 8. April: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL / Dienstag 3. April: HOME / Dienstag 3.- Sonntag 8. April: LICHTER Light Rider // Autoscooterkino III / Dienstag 3. + Mittwoch 4. April: Internationale Kurzfilmrolle / Donnerstag 5. April: Kino in Höchst / Donnerstag, 5.April: OF/ Kollektionsverkauf / V O R S C H A U / 18. April: Arcade Fire in der Festhalle / 3. und 4. Mai: “Who is happy in Russia?” / 8. Mai: Das achte Leben (Für Brilka) / Impressum

Genug demonstriert, jetzt wird gefastet!

So ihr Lieben, jetzt ist Schluss mit Arbeiten und Demonstrieren.

Vergangenen Samstag hatten wir eine tolle Demo für Frauenrechte. Es waren 400 Menschen auf der Straße: Männer & Frauen, Teenis & Kids. Das war echt ein tolles Gefühl.
 Und am Dienstag war ich wieder demonstrieren. Ich hatte Euch ja letzte Woche schon davon berichtet. Sandra Beimfohr (auf dem Bild neben mir), die Betreiberin der Mensa an Rubens Schule, der IGS Nordend, hat die europaweite Ausschreibung verloren und Gewinner der Ausschreibung ist SODEXO. Ein Großcaterer. 
Wer von Euch schon mal Ausschreibungen gesehen hat weißm wieviel Arbeit das ist. Sodexo hat da ne ganze Abteilung, die solche Ausschreibungen macht. Sandra hatte in der Ausschreibung zwei Formfehler gemacht: sie hat in dem Speiseplan 1 Vollkornessen zu wenig angegeben und keine Emailadresse in das Feld „Wie erreicht man sie bei Beschwerden“ eingetragen. Warum auch? Als ich Ruben das heute morgen erzählt habe sagte er „Für was brauchen wir denn eine Mailadresse? Wenn wir Änderungswünsche haben werfen wir einen Zettel in den Briefkasten in der Mensa“. (Er und sein Freund haben sich per Videobotschaft dazu gemeldet)

Die Bestürzung und die Wut ist sehr sehr groß, denn Sandra und ihr sechsköpfiges Team kochen nicht nur verdammt gut, sondern sie arbeiten auch eng mit der Schulgemeinschaft zusammen. Als es vor kurzem eine Aktionswoche zu Syrien gab, haben sie eine Woche syrisch gekocht und wenn wir Eltern im Mai den jährlich stattfindenden Schulball organisieren machen wir den auch in der Mensa. All das wird es mit Sodexo nicht mehr geben. Wenn ihr das auch total bescheuert findet, dass ein lokaler, kleiner Betrieb, gehen muss,dann unterschreibt bitte diese Petition. #mensaretten
Wir brauchen unbedingt noch mehr Druck auf die Politiker*innen, denn die politische Seite ist die einzige, die noch helfen könnte. Die Bildungsdezernentin hält sich jedoch arg zurück. Sie bedauert den Vorfall zwar sehr, meint aber die Schüler würden sich schon an den neuen Betreiber gewöhnen...

Ich werde mich aber jetzt mal für eine Woche aus all dem raushalten. Morgen geht es endlich wieder zum alljährlichen Fastenwandern. Diesmal wieder ins Allgäu. Ich freue mich total.

Ich wünsche Euch eine tolle Woche.

Daniela

Vielen Dank an meine heutigen Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig und Uwe Schwöbel.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf meiner Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Du findest die Ausgehtipps toll und möchtest, dass es sie auch im 12. Jahr noch gibt?

Dann werde Freund*in
, ob als Privatperson, als Unternehmer*in oder als Anzeigenschalter*in... hier gibt es alle Infos.

(Wenn Du mit all den Formularen nicht weiter kommst, dann schicke einfach ne Mail an: freunde@cappelluti.net)

F R A N K F U R T EBEN: Heimatministerium versus Arabischer Kaffee aus Frankfurt

(Daniela)

Letzte Woche hatte ich endlich mal Zeit mich mit meinem Freund Jesko und Maroua zu treffen. Jesko kenne ich schon eine Ewigkeit und ich mag ihn sehr. Es gibt kaum jemanden, der so umtriebig ist wie er: O25, Frankfurter Küche, Rocking Riesling, Markt in Alt Sachsenhausen und und und...
Vor ein paar Jahren lernte er Maroua kennen und sie beschlossen ein Arabisches Café zu eröffnen. "Ziemlich bester Kaffee von ziemlich besten Freunden." ist ihr Motto.

Leider sind die Mieten, auch im gewerblichen Bereich extrem teuer und so lange sie keine passende Loction finden, vertreiben sie extrem leckeren Arabischen Kaffee

Man kann den Kaffee in verschiedenen Geschäften in Frankfurt erwerben (u.A. Lucille, Café opitz, Weinhalle ...https://www.maroua-coffee.com/places ) und natürlich auch online. https://www.maroua-coffee.com/shop

Vielleicht habt ihr ja Lust auf einen anderen Kaffee umzusteigen. Warum ich das hier bewerbe? Ich finde die Idee der beiden toll. Und in Zeiten, in denen Männer in Deutschland HEIMATMINISTERIEN erfinden ist es wichtig, dass eine junge Nordafrikanerin, die ein Kopftuch trägt und aus Offenbach kommt :-) mit einem Bockenheimer Mann arabischen Kaffee vertreibt, der in einer kleinen Rösterei im Ostend hergestellt wird.

G E D R U C K T E S

(Petra)

Brüchig-pastellige Welt: Kindertraum oder Alptraum in „The Florida Project“, einem großartigen Film von Sean Baker? Der Regisseur kommt in vielen aktuellen Interviews als extrem guter, engagierter Typ rüber und legt mit dem teilweise mit Laienschauspielern klasse besetzten Spielfilm zugleich eine Sozialstudie vor.
Vor den Toren Disneyworlds in Orlando im Motel „Magic Castle“ (!) leben Gestrandete, Loser, das Prekariat – ihre letzte Station vor der Obdachlosigkeit. Kein American Dream. Es sind solche, denen kein Vermieter mehr eine Wohnung gibt, und die deshalb viele Dollars im Monat auf den Empfangstresen legen müssen für ein schäbiges Zimmer im Motel. Woher sie die haben? Wollt Ihr lieber nicht wissen.
Und der Manager des Ladens, Bobby (gespielt vom grandiosen Willem Dafoe) besser auch nicht. Er hat einen ziemlich stressigen Job, und das liegt natürlich an den Bewohnern, die sich selten an Regeln halten. Ganz besonders an den kleinen, Moonee, Scooty - und Janey aus dem Nachbarmotel, denen immer wieder etwas Neues einfällt, das Bobby dann ausbügeln muss (denn er hat in Wahrheit ein viel zu großes Herz für seinen Job): Autos bespucken, Strom abstellen, obszönes Zeug in Richtung Pool brüllen, Geld schnorren für Eis gehören zu ihen Lieblingsbeschäftigungen. Wild und frei ziehen sie den ganzen Tag durch die Gegend. Dass sie kein Geld für Disneyworld haben, ist klar – und ich frage mich, welche Welt absurder ist: die des Motels oder von Disneyworld. Mitunter erinnert das Ganze an eine moderne Huckleberry Finn-Story und man kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ein Grinsen, das angesichts der beißenden Ironie wieder einfriert.
Jenseits jeglicher Sozialromantik schlägt sich Moonees Mom so durch mit illegalem Parfumverkauf, ̕̕ner schnellen Nummer oder so. Wild und frei auch sie. Wenn es mal nicht klappt: Scheiß drauf. Irgendwie geht es immer weiter. Was ist wichtig im Leben: Fester Job, gesunde Ernährung, fairer Umgang mit anderen? Eher nicht. Das lebt sie ihrer Tochter vor. Aber sie haben Spaß in ihrem regellosen Vakuum, trügerisch. Denn es wird bitter, dieses vermeintliche Idyll zerbricht – und dieses Mal scheint es kein Hakenschlag retten zu können. Tränen, die mir das Herz brechen, und Rennen ins Ungewisse. Pass auf Dich auf, Moonee.

SUCHE BIETE

(Andrea)
JUNGE FILMFANS FÜR DIE LUCAS-JURYS GESUCHT!

Lili hat große Augen gemacht und denkt schon über die Filmkritik nach, mit der sie sich als Jurymitglied qualifizieren möchte. Sie war letztes Jahr als Kinderreporter bei LUCAS und hat den Publikumspreis übergeben, also bereits einmal großes Kino und viel Lust, wieder dabei zu sein: "Vom 20. bis 27. September 2018 präsentiert LUCAS aktuelles, internationales Filmschaffen für junges Publikum und sucht Kinder und Jugendliche, die zusammen mit Branchenprofis entscheiden, welche Filme aus dem Programm die begehrten LUCAS-Preise bekommen. Du liebst Kino, möchtest das Klassenzimmer für eine Woche mit dem Kinosaal tauschen und Dich intensiv über Filme austauschen, dann bewerbe Dich mit einer kurzen Filmkritik zu einem Film Deiner Wahl. Wer kann sich bewerben? Kinder und Jugendliche, die in der Festivalwoche zwischen 10 und 18 Jahren alt sind, können sich für die Jury 8+ oder für die Jury 13+ bewerben. Bewerber/innen für die Altersgruppe 13+ sollten auch Englisch sprechen." Mehr Infos gibt es hier: http://lucas-filmfestival.de/juryaufruf/

(Daniela)
Schlafmöglichkeiten für das LICHTER Filmfest gesucht:
Wer zwischen dem 04.-08. APRIL 2018 ein freies Zimmer / Feldbett / Sofa / Luftmatratze / Klappstuhl oder eine andere halbwegs angemessene Schlafmöglichkeit hat und schon immer mal einen Filmemacher oder so etwas in der Art bei sich beherbergen / bekochen / anstarren / ausfragen wollte, der möge sich bitte so schnell wie möglich mit uns in Verbindung setzen!
Als Gegenleistung winken Dankbarkeit, Ruhm, Ehre, Freikarten, Freifahrten (im Autoscooterkino!), Sticker, Obst, Getränkemärkchen und anderer regenbogenfarbener Schnickschnack. Bewerbungen / Anfragen / Rückfragen / Beschwerden bitte an gaestebetreuung(at)lichter-filmfest.de

Freitag 30. April: Dokumentarfilm

Wir laden euch am Freitag, den 30.03., um 19 Uhr in die Landungsbrücken ein, um mit uns den Film "Der Kuaför aus der Keupstraße" zu schauen und im Anschluss mit Mitat Özdemir, ehemaliger Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Keupstraße und Mitglied der Initiative "Keupstraße ist überall" zu sprechen.

Im Mittelpunkt der Dokumentation "Der Kuaför aus der Keupstraße" steht der vom NSU 2004 verübte Nagelbombenanschlag in der als Zentrum türkischen Geschäftslebens geltenden Kölner Keupstraße. Der Film möchte unter anderem die Hintergründe und Auswirkungen des damaligen Vorfalls beleuchten und aufzeigen, wie die türkischstämmige Bevölkerung der Stadt auch Jahre danach noch immer unter den Folgen zu leiden hat. Verdeutlicht wird dies unter Rückgriff auf die Polizei-Verhörprotokolle, dass für die Ermittler lange Zeit die Opfer selbst und ihre Angehörigen im Zentrum der Verdächtigungen standen, bevor überhaupt ein rassistische Motive für die Tat in Erwägung gezogen wurde.

Uhrzeit: 19:00 - 22:00
Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main

Samstag 31. März: Party

(Petra)

Muss mal endlich wieder raus und Tanzen gehen, wenn ich schon mal ausschlafen kann  – und heute wäre dazu eine super Gelegenheit. Wenn jemand mitkommt. Zunächst fürs AMP angekündigt, dann verlegt und nun wieder zurückgeholt (bin etwas verwirrt und hoffe, dass es jetzt dabei bleibt) erwartet uns heute Elektro und Hiphop vom Feinsten. Drei DJ’s mit spannendem Profil an den Plattentellern – Underground, Berghain,…quest?on marc, Born in Flamez und Avbvrn DonDiva718 aka Nikki on Fleek, die das AMP hoffentlich ordentlich zum Glühen bringen.
Nancy presents quest?on marc, Born in Flamez und Avbvrn
AMP (Gallusanlage 2)
Uhrzeit: ab 22 Uhr, Eintritt: k. A.

Samstag, 31.März: FFM/ Bier trinken und....

(Andrea)

Das ist doch ganz nach meinem Gusto. Schade nur, dass wir nicht da sind: "Nach einer längeren Pause findet die allseits beliebte Veranstaltung "Bier trinken & [...] gute Tipps zurufen" wieder statt. Wir starten mit Runde 1: Jogger. Gemeinsame Bierverköstigung (Verpflegung bitte selbst mitbringen) im oberen Teil des Günthersburgparks (der Teil des Parks, in dem jährlich auch das STOFFEL stattfindet). Irgendwo da auf einer der Wiesen in Wegnähe.
Von 16 bis 19 Uhr. Wetter wird vorausgesetzt. 

G E R O L L T E S - Trainerkarussell

(Uwe)
 
Letzten Sonntag stand ich in aller Frühe an der Theke einer Tankstelle. Ich war auf dem Weg nach Rüsselsheim um dort als Schiedsrichter ein Jugendspiel zu pfeifen. Plötzlich quatsche mich ein mir unbekannter Herr mittleren Alters (also in etwa so alt wie ich) von der Seite an. Erst dachte ich, er will seinem Ärger darüber Luft machen, dass ich ihn bei der Einfahrt in die Tankstelle kurz vorher schnitt oder beim Zahlen zu lange brauchte. Ich schaute ihn fragend an und er wiederholte: „der Tuchel hat den Bayern abgesagt“. Das stand auch sinngemäß auf der Titelseite der Bild am Sonntag, die neben ihm auf dem Tresen lag. Ich blickte ihn noch fragender an, mittlerweile hatte ich ihn zwar verstanden, konnte aber noch nicht nachvollziehen, warum er das gerade mir erzählte. Die Situation erinnerte mich etwas an eine Szene aus der wunderbaren Comedy-Serie Fawlty Towers. Darin redet ein Gast an der Rezeption auf den von John Cleese gespielten Hotelier ein. Cleese schaut erst nach links, dann nach rechts, dann hinter sich und fragt den Gast schließlich „sprechen Sie mit mir?“

„Der … Tuuchel … haaat den Bayern abgesaaaagt“. Wiederholte der Mann neben mir langsamer und sprach zu mir wie zu einem Kind, das noch nicht verstanden hat, warum es mittlerweile zu alt für einen Schnuller ist. „Hätte ich auch gemacht“ sprudelte es plötzlich aus mir heraus, „die Bayern heulen dem Jupp sowieso das gesamte nächste Jahr hinterher und der Tuchel passt vom Typ her überhaupt nicht zu Kalle und Uli“. Jetzt kam ich in Fahrt: „Die Bayern suchen nur einen Trainer der Deutsch spricht, damit sie ihm reinquatschen können“. „Niemals würde ich dahin gehen“. Nun schaute mich wiederum der Mann fragend an und legte zaghaft nach „jetzt holen die uns den Kovac weg“. Aha, ein Eintrachtfan. Ich wohne 20 Jahre in Frankfurt, so viele Eintrachtfans wie im letzten Jahr bin ich bisher aber noch nicht begegnet. Ich antwortete ohne Luft zu holen: „Das ist doch Quatsch, was wollen denn die Bayern mit Kovac“ ... „Er ist ein guter Trainer und erlebt mit der Eintracht eine klasse Saison“ … “Es ist aber etwas anderes, ob ich eine Durchschnittsmannschaft über ihr Niveau hebe oder Stars wie Neuer, Hummels, Müller oder Lewandowski trainiere und das Karriereende von Robben und Ribery moderieren muss“ ... „Für die Bayern ist er (noch) zu kein“. Mein Gegenüber schluckte und erwiderte „der Niko ist super“. Diese Aussage bestätigte ich mit einem zustimmenden Lächeln, „Klar, ist er“. Wir schüttelten uns die Hand und wünschten uns einen schönen Sonntag.

Der Eintrachttipp (von einem Schalkefan)
Werder Bremen – Eintracht Frankfurt 2-1

Zum Abschluss noch etwas sinnloses Wissen zum Trainerkarussell
Friedhelm Funkel sprang einige Male darauf und wurde irgendwann wieder abgeworfen. Aktuell ist er mit Fortuna Düsseldorf Tabellenführer in der Zweiten Liga. Mit der Fortuna kann der ehemalige Trainer der Eintracht Funkel, der auch ein sehr guter Fußballer war, zum sechsten Mal aufsteigen.

Sonntag 1. April: GIBT'S WAS NEUES?! - DIE SCHÖNER ABEND SHOW

(Daniela)

Auf jeden Fall wäre ich heute Abend im Theater Landungsbrücken.
Melli & Linus machen nämlich eine neue Show.

Late Night Show am frühen Abend.

Bolitz//Hepp//Linus Koenig

Ostersonntag. Gibt's was Neues?! Ja, die Auferstehung der guten alten Late Night Show am frühen Abend. Rauchen, Saufen, Hornbrillen. Neue Show, neue Gastgeber, neue Gags, alte Couch. Immer noch ein Schöner Abend.
Was Sie schon immer alles über Alles wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten. 1000 Tolle Sachen die gibt es überall zu sehen. Manchmal muss man fragen um sie zu...oh guck mal, eine Blume.
Die Experten des Alltags Melli, Sebastian und Linus beantworten Fragen, die niemand gestellt hat. Oder Fragen, die das Publikum stellt. Oder Fragen, die das Leben so aufwirft. Musik, Theater, Kunst. Und Politik. Und die Hits der 80er, 90er und das Beste von Heute. Mann beisst Hund? Frau beisst Hund? Mensch beisst Hund! Live und Direkt.
White Russian, Whiskey, Kaffee und auf eine Zigarette mit sehr viel Meinung zu sehr wenig Ahnung. Oder sehr viel Ahnung und keine Haltung. Oder nichts von alldem.

01.04.2018, 20:00 Uhr // Staffel I - Episode I


Sonnntag 1. April: Party

(Petra)

Glaub, ich bleibe einfach im Bahnhofsviertel: Das Eros49 mit dem Hans ist immer eine gute Adresse, doch heute ist da mal Pause. So bietet sich das Pik Dame ein paar Häuser weiter an. Hier sind die Stadt-am-Meer-Leute am Start: Unsere gemeinsame Leidenschaft für ausschweifende Vergnügungen findet diesmal erneut im Frankfurter Bahnhofsviertel einen sicheren Hafen. In unserem Lieblingsetablissement, in diesem großstädtischsten aller Stadtteile unserer geliebten Stadt, im plüschigen Ambiente der Pik Dame flirten wir wieder bis in den frühen Morgen mit deepen Housebeats, reiten auf dem goldenen Holzpferdchen in eine Welt voller Hingabe und Liebe…Freut euch darauf, einmal mehr mit uns die Zügel der Moral zu lockern, Konventionen an der Garderobe abzugeben und vor allem nichts in dieser Nacht am nächsten Tage zu bereuen!

Stadt am Meer – Rotlichtmilieu, Pik Dame (Elbestr. 31), mit den DJs Stefano Filippelli (Die kleinste Disko der Welt), AM Unit (Stadt am Meer), Chris Wood (Freebase), Uhrzeit: ab 23 Uhr, Eintritt: 7,70 Euro (Tickets: https://thehinge.tickets.de/de/customer/cart?add=true)

Montag 2. April: Flohmarkt

(Petra)

Genug gefeiert, jetzt mal gechillt in den Ostermontag. Denn endlich ist die Winterpause vorbei und der Farbenfabrik Flohmarkt erwacht aus seinem Winterschlaf. Zum 29-ten Mal wird drinnen und draußen zum Stöbern und Entdecken eingeladen. Und es scheint voll zu werden, zumindest die Standplätze sind ausgebucht. Was es gibt? Natürlich allerhand aus zweiter Hand, alte Schätze, Design, Kunst. Musikalisch untermalt vom wunderbaren Hans Romanov und der Kinderfloor unterhält auch die Kleinen. Also los.
Farbenfabrik Flohmarkt #29, Milchsackgelände (Gutleutstr. 294), Uhrzeit: 14 – 20 Uhr, Eintritt: frei

Montag 2. April: Baba Zula im nachtleben

(Andrea)

Eine meiner Lieblingsbands im Lieblingsclub an der Konstablerwache:
Seit 20 Jahren gehören Baba Zula zu den wichtigsten Rockbands der Türkei.
In Deutschland kennt man sie durch Fatih Akins "Crossing the Bridge", ich habe sie schon im nachtleben und im Bett (mit Dany) gesehen, ins nachtleben passen sie definitiv besser, finde ich. Da ist es schnell warm und kuschelig und das passt bestens zu den heimeligen, psychodelischen Klängen der Band. Leider, soll ich leider sagen?, bin ich am 2. April im Urlaub, wenn alles gut läuft auch in Istanbul. Da würde ich sie zu gerne mal erleben, aber die sind ja dann hier. http://bit.ly/2piLG9e

Dienstag 3.- Sonntag 8. April: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL

(Daniela)
Ich kann mich noch ganz genau erinnern, an das erste Lichter Filmfest, damals noch in der Freitagsküche.. und jetzt.. Jetzt gibt es das LICHTER FLMFEST INTERNATIONAL bereits zum 11. Mal.

Das Programm ist wieder extrem vielseitig. Es gibt kurze und lange Filme - klar. Internationale-, Regionale- und Deutsche Produktionen. Es gibt Diskussionen, Partys und es gibt ein AUTOSCOOTERKINO in der Naxoshalle!
UND ICH BIN NICHT DA :-( Aber wenn ich wieder zurück bin, fahre ich jeden Tag. Das hört sich so wahnsinig an.

"Für sechs Tage verwandeln wir das Zoo-Gesellschaftshaus in die Zoo-Lichtspiele und zeigen dort und in weiteren Kinos in Frankfurt und Offenbach nicht nur hochkarätige internationale und regionale Filme und die Glanzpunkte der deutschen Filmlandschaft, sondern veranstalten auch den Kongress Zukunft Deutscher Film zu den Perspektiven der Film- und Kinokultur. Wenn wir von Zukunft und Film reden, dann darf die virtuelle Realität natürlich nicht fehlen: Zum zweiten Mal lassen wir den Wettbewerb "VR Storytelling" auf euch los.

Obendrein verlagern wir das Affenhaus des Zoos mal eben in die denkmalgeschützte Naxoshalle: Getreu unserem Festivalthema "Chaos" errichten wir dort das erste Autoscooterkino der Welt. Wie diese wahnwitzige Fusion aussehen mag? Schaut es euch einfach selbst an!
Flankiert wird das einwöchige Fest für den Film vom LICHTER Art Award und Gesprächsrunden mit Philosophen, Wissenschaftlern und Künstlern.
Detaillierte Informationen zu Filmen, Gästen und allen weiteren Festivalattraktionen findet Ihr auf unserer Homepage: www.lichter-filmfest.de"

Dienstag 3. April: HOME

(Daniela)
Der Eröffnugsfilm hört sich richtig klasse an:

Was wäre eine Eröffnung ohne Voreröffnung? Eine Stunde vor dem offiziellen Startschuss empfangen wir Sie und Euch zu einem geselligen Get-together. Nachdem Alle genug Zeit hatten, alte und neue Bekannte zu treffen, wird um 20 Uhr das Filmfest feierlich eröffnet. Durch den Abend führt Max Mayer, Schauspieler im Ensemble des Schauspiel Frankfurts. Als Eröffnungsfilm zeigen wir in diesem Jahr den Ausnahmefilm Home der flämischen Regisseurin Fien Troch, für den sie bei den Filmfestspielen von Venedig einen Silbernen Löwen für die beste Regie im Wettbewerb Orizzonti erhielt.

"Entnervte Lehrer, überforderte Eltern und vor allem – hormongesteuerte Jugendliche: Der eben aus der Jugendhaft entlassene Kevin hat seine Fäuste noch immer nicht im Griff. Lina schmollt gerne und nimmt es mit Ehrlichkeit und Treue nicht wirklich genau. Und John hält den täglichen Wahnsinn mit seiner gestörten Mutter nicht mehr aus. Was nach klassischem Teenie-Drama klingt wird in Home zu intensivem Autorinnen-Kino über Generationenkonflikte, Gewalt und Missbrauch. Eindringlich blicken Hand- und Handykamera der flämischen Regisseurin Fien Troch auf das Gefühlschaos einer Gruppe Pubertierender bei der Selbstfindung. Jeder fühlt sich auf seine Weise unverstanden. Das verbindet.  Als Hilferufe der Jugendlichen ungehört bleiben, nehmen sie ihr Schicksal selbst in die Hand. Plötzlich stehen sie vor der Frage: die Wahrheit sagen oder für immer schweigen? 

Fien Troch arbeitet in Home mit jugendlichen Darstellern ohne Kameraerfahrung. Viele von ihnen hat sie auf der Straße gecastet. Die unverstellte, teils improvisierte Spielweise der Teenager trägt ebenso zum authentischen, dokumentarischen Charakter des Films bei wie das gewählte Bildformat. Mit dem längst aus dem Kinosaal verbannten 4:3-Normalbild, wackeliger Kameraführung und hochformatigen Handyeinspielern greift Troch die Sehgewohnheiten ihrer an die Bildschirme mobiler Endgeräte gewöhnten Protagonisten auf. 

Home feierte Premiere bei den 73. Internationalen Filmfestspielen von Venedig und wurde in der Sektion „Orizzonti" mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Die belgische Kritiker-Vereinigung UCC verlieh Home 2017 den André Cavens Award für den besten Film. Home erhielt zudem die Auszeichnung für den besten flämischen Film bei den achten Magritte Awards.

"Troch perceptively identifies the fine line between benevolent unity and unintended bad influence in peer social networks — both human and online — as the narrative pushes these kids into deeper waters of risk and wrongdoing." – Variety

Teaser: https://www.youtube.com/watch?v=fqioGj1G4js

Festivaleröffnung und Eröffnungsfilm: 19:00 Uhr, Zoo Gesellschaftshaus

Dienstag 3.- Sonntag 8. April: LICHTER Light Rider // Autoscooterkino III

(Daniela)

 

Ich bin so dermaßen gespannt. Ich liebe ja Autoscooter... Ab Samstag bin ich dauernd da..

"Es handelt sich weder um einen Tippfehler noch um einen Aprilscherz. Vielmehr haben die LICHTER erneut die spannendste Aktion des Jahres geplant. Wir verwandeln die Naxoshalle in einen Ort der besonderen Vergnügungsformen: Filme, Virtual Reality und unser neuester Geistesblitz, der Light Rider - das erste Autoscooterkino der Welt!

"Aber wer oder was ist denn dieses Autoscooterkino und was macht es?" hören wir Sie und Euch fragen. Die Antwort? Ganz einfach. Es ist ein Augmented Reality Autoscooterkino! Alles klar? Nein? Dann kommen hier noch ein paar weitere Details: Die 200 qm große Fahrbahn wird bei LICHTER 2018 kurzerhand zur Leinwand. Hochleistungsbeamer ballern echtzeit-simulierte 3D-Objekte direkt vor, neben und hinter die fahrbaren Untersätze. Und damit beginnt auch schon der augmentierte Wahnsinnsritt: Alle Objekte können geschubst, geschoben und gerammt werden – wem das zu rabiat ist, der funktioniert die Fahrt kurzerhand in einen Hindernisparcours um, den es galant zu umschiffen gilt. Drive through cinema, sozusagen. Im wahrsten Sinne des Wortes. 

3D-Kameras erfassen jede Bewegung der Scooter und übertragen diese auf die Simulation. Digitales und analoges Chaos treffen in einer nie dagewesenen Kakophonie aus Farben, Formen und Fahrzeugen zusammen, während unsere Rekommandeure und abgespacte Beats zusätzlich anheizen. 

Und es kommt noch doller: Die Rollen der Rekommandierenden wurden verlost und wie nicht anders zu erwarten, waren sie sehr begehrt. Die entsprechenden Slots werden von scooterverrückten Rampensäuen bespielt, die aus eurer Mitte stammen. Täglich gibt es zwischen den Filmvorführungen und Vorträgen ein ein- bis dreistündiges ausgelassenes Tohuwabohu.

Dass dies möglich ist, verdanken wir Ihnen und Euch! Aufgrund der erfolgreichen Teilnahme an der Kulturmut Initiative der Aventis Foundation konnten wir dieses außergewöhnliche Projekt überhaupt erst finanzieren – an dieser Stelle nochmals ein ganz großes Dankeschön an alle, die uns finanziell und moralisch unterstützt haben.

Der Kindheitstraum vom Autoscooter in der Nachbarschaft wird beim LICHTER Filmfest 2018 Realität. In diesem Sinne: let the scoot begin!

 

Ort: Naxoshalle
Scootzeiten: 

  • Dienstag, 03. April // 22:15 – 23:30 Uhr
  • Mittwoch, 04. April // 17:30 – 19 Uhr & 20:45 – 22 Uhr
  • Donnerstag, 05. April // 16 - 18 Uhr und 19 - 20 Uhr
  • Freitag, 6. April // 16:30 – 18 Uhr und 20 - 22 Uhr
  • Samstag, 07. April // 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr
  • Sonntag, 08. April // 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Die Fahrtzeit richtet sich nach den Filmvorführungen/Programmpunkten in der Naxoshalle. Die letzte Fahrt findet jeweils 10 Minuten vor Beginn der nächsten Filmvorführung bzw. vor Beginn des nächsten Programmpunkts statt.

Fahrchips sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich. Eine Fahrt kostet 3 Euro.

Dienstag 3. + Mittwoch 4. April: Internationale Kurzfilmrolle

(Daniela)

Ich liebe Kurzfilme und schaue mir daher bei Lichter immer die internationelen Kurzfilme an.
Diese laufen am Dienstag und Mittwoch.
Internationale Kurzfilme I
Sektion: Internationales Programm „Chaos“
Regie: Asma Ebrahim Zadegan, Sylvain Dieuaide, Niki Lindroth von Bahr u.a. Kurzfilme, IRN/F/SE/D/I/GR 2016/2017
Cineastisch kurzweiliges Filmvergnügen aus der ganzen Welt mit einer gehörigen Portion Chaos garniert.
Dienstag, 03. April 2018, 21:00, Zoo-Gesellschaftshaus

Sektion: Internationales Programm „Chaos“
Regie: Lukas Marxt, Giacomo Abbruzzese, Angelo Milano, Kazik Radwanski
Kurzfilme, D/A/F/I/CDN 2017
Landschaften, Städte, Häuser – in drei ungewöhnlichen Kurzfilmen
Mittwoch, 04. April 2018, 18:00, Mal Seh'n Kino

Donnerstag 5. April: Kino in Höchst

(Daniela)

Was in Syrien passiert ist nicht nachzuvollziehen und ein Horror. Umso wichtiger, dass es Filme zu dem Thema gibt UND Kinos, die sich entscheiden diese Filme zu zeigen:

ab dem 5.4. „Reseba – The Dark Wind“
Im Juli und August 2014 starteten die islamistischen Terroristen des IS ihre Angriffe auf die JesidIinnen in der Sindschar – Region im kurdischen Nordirak. Tausende Menschen mussten fliehen oder wurden ermordet, junge Jesidinnen wurden vergewaltigt und als Sklavinnen verkauft, eine UN-Kommission sprach von einem Völkermord an den JesidInnen. 2015 konnte das Gebiet um Sindschar von kurdischen KämpferInnen und jesidischen Bürgerwehren befreit werden, doch bis heute fehlt immer noch die Spur von ca. 3000 Frauen.
Das Thema ist gerade wieder sehr aktuell, da die vom türkischen Militär eroberte syrische Region Afrin – seit 2012 unter kurdischer Verwaltung - eine der wenigen verbliebenen friedlichen Gegenden in Syrien war und Hunderttausenden von Verfolgten Zuflucht bot. Nun sind ca. 250 000 Menschen auf der Flucht, darunter die meisten KurdIinnen, aber auch ca. 15000 JesidIinnen und Angehörige weiterer Minderheiten.
 
In seinem Film Reseba – The Dark Wind erzählt der kurdisch – irakische Regisseur Hussein Hassan die Geschichte der jungen Jesidin Pero, die vom IS verschleppt und vergewaltigt und erst nach Monaten befreit wird, sich aber nicht von ihrem Trauma befreien kann. Es ist der erste Film über das Massaker an den JesidInnen, er erhielt weltweit Festivalpreise und wurde vom Irak als Kandidat für die Oscar’s nominiert. www.filmforum-höchst.com/reseba---the-dak-wind.html
Im irakisch-kurdischen Grenzgebiet spielt auch der Film Das Milan Protokoll von Peter Ott. Er erzählt von einer jungen deutschen, im irakisch-kurdischen Grenzgebiet arbeitenden Ärztin, die von einer sunnitischen Gruppe in die vom IS beherrschte Region verschleppt wird. Im Lauf der Geschichte werden die widerstreitenden Interessen der verschiedenen Akteure einschließlich des BND thematisiert… „Zu zeigen, wie unentrinnbar komplex diese Kämpfe sind – darin liegt die Stärke dieses exzellenten Agentenfilms“ (Die ZEIT). www.filmforum-höchst.com/das-milan-protokoll.html

Peter Ott wird am 5. April zur Diskussion seines Films im Filmforum zu Gast sein.

Filmforum Höchst Emmerich-Josef-Str. 46a, es ist gar nicht weit: Mit S1 und S2, 10 min ab HBF, dann 4 min zu Fuß, Parken Höchster Markt direkt ums Eck vom Kino, kostenfrei! Eintritt 7 € (Frankfurt Pass 3,50 €)

Donnerstag, 5.April: OF/ Kollektionsverkauf

(Andrea)

Der Kollektionsverkauf in der Heyne-Fabrik ist mir einer der liebsten. Auch wenn ich mir jedes Mal vornehme, nur gucken zu wollen....:"Raus aus dem Wintergrau und rein in die Farben des Frühjahrs/Sommers 2018. Wie immer gibt es die Kollektionen von morgen schon heute. Die Showrooms öffnen die Türen und bieten euch die Kollektionen der kommenden Saisons zu attraktiven Preisen im großen Heyne Fabrik Kollektionsverkauf. Da ist für jeden Geldbeutel und Style bestimmt das Richtige dabei. >> ÖFFNUNGSZEITEN DO / 5. April / 10-20 Uhr FR / 6. April / 10-20 Uhr SA / 7. April / 10-16 Uhr >> ORT Heyne Fabrik in 63067 Offenbach am Main Zugang Nord: Nordring 82...

V O R S C H A U
18. April: Arcade Fire in der Festhalle

(Andrea)

Mitte April kommt Glanz in die Hütte: Mit Arcade Fire spielt eine amtliche Liveband im Frankfurter Wohnzimmer. Im Gepäck haben sie am 18. April neue, sehr tanzbare Songs "ihres Albums „Everything Now“ und ihrer zugleich anarchistischen wie intelligenten Live-Inszenierung sorgten Arcade Fire allerorts für positive Kritiken und überglückliche Fans. Kein Wunder, wo sie sich doch nicht nur auf ihr mitreißendes Bühnencharisma verlassen können, sondern auch auf ein Songrepertoire, das alle froh macht. Für die Stadionsinger gibt es „Wake Up“, für die frühen Fans „Neighborhood #3 (Power Out)“, für die Melancholiker „The Suburbs / Month Of May“, für die Expressionstänzer „Reflektor“ und für die Abba-Freunde „Everything Now“." http://www.everythingnow.com/ Bild: https://www.facebook.com/arcadefire/photos/fpp.152513780224/10155320336215225/?type=3&theater

3. und 4. Mai: “Who is happy in Russia?”

(Martin)
Maifestspiele in Wiesbaden, die erste...
“Who is happy in Russia?” Gogol Center Moskau, Gastspiel am 3. und 4. Mai

Das Staatstheater Wiesbaden zeigt auch in diesem Jahr ein höchst spannendes und lohnendes Programm zu den Maifestspielen. Im letzten Jahr gab’s ‚Murmel Murmel’, vielleicht erinnert ihr euch an meine Empfehlung. In diesem Jahr geht’s weniger ‚dadaistisch’ zu, dafür politisch, gesellschaftskritisch und gleichwohl erneut hochkarätig.

Ein Highlight ist ‚Who is happy in Russia?’ vom Gogol Center in Moskau. Regie führte der russische Regisseur Kirill Serebrennikov. Das ist jener russische Regisseur, der im vergangenen Jahr verhaftet und unter Hausarrest gestellt wurde. Nicht von ungefähr gilt das Gogol Center als eines der besten Theater Moskaus, das vor allem beim liberalen, regimekritischen Publikum beliebt ist.

Der Abend ‚Who is happy in Russia’ (in Europäischer Erstaufführung) basiert auf einem russisches Gedicht, das wohl nahezu jedes Schulkind kennt und lernt – vergleichbar mit unserem ‚Herrn Ribbeck von Ribbeck...’ Serebrennikov baut davon ausgehend ein „bildreiches entlarvendes Märchen zur Parabel über das heutige Russland – zwischen Tanz, Sprechtheater und Performance – grellbunt, sinnlich, mit grandiosen Schauspielern und voller Melancholie.“
Mehr zu Kirill Serebrennikov hier
Läuft im Staatstheater Wiesbaden am Donnerstag, 3.5. und Freitag 4.5 um jeweils 19.30h.

Foto: (c) Staatstheater Wiesbaden

8. Mai: Das achte Leben (Für Brilka)

(Martin)
Maifestspiele in Wiesbaden, die zweite...
„Das achte Leben (Für Brilka)“
Thalia Theater Hamburg, Gastspiel am 8. Mai

Für mich ist’s eine kleine Traumerfüllung. Ich wollte tatsächlich nach Hamburg fahren, um Jette Steckels Inszenierung des Romans von Nino Haratischwili ‚Das achte Leben (Für Brilka)‘ sehen zu können. Jetzt muss ich deswegen nicht, weil Hamburg nach Wiesbaden kommt!

NDR Kultur berichtete anlässlich der Premiere von ‚Das achte Leben (Für Brilka)‘ am Thalia Theater: „Was das Ensemble an diesen Abend leistet ist schlicht großartig.“ Wen wundert’s, denn der Roman hat weit mehr als 1000 Seiten (meine Freundin Marion sagt übrigens, es sei einer der besten Romane ‚ever’!) und es gelingt der Inszenierung wohl tatsächlich, diesen Epos mit Gewinn und im höchsten Maße bühnentauglich aufzuführen.

Auf Nachtkritik ist zu lesen: „Sie hält inne und steht einfach nur da. Traurig. Die Schultern hängend. Die Haare zu langen Zöpfen geflochten, die Augen voller Lebenswissen, die Stimme voll ruhiger Verzweiflung: ‚Ich habe nichts halten können, alles ist mir entglitten, wie durch ein Sieb mit zu großen Löchern, verschwunden.‘ Die fast 100-jährige Stasia spricht diese Worte, als sie von Miqa erfährt. Als sie erfährt, dass er im Koma liegt. Nachdem er verhaftet worden war. Verhaftet, weil er einen Film gedreht hatte. Einen über seine Großmutter Sopio, eine Dichterin, die einst in Dissidentenkreisen verkehrte.
Die Dichterin ist schon lange tot. Stasia liebte sie heimlich und leidenschaftlich. Jetzt liegt also deren Enkel im Sterben, und Stasia steht ganz still. Aus dem Dunkel nähert sich da Sopio, nimmt Stasia zärtlich in den Arm, führt sie zum Tanz, behutsam, verzeihend. Wehmütige Weisen, Streichermelodien bauen die musikalische Wolke dazu, eine Szene, unfassbar traurig. Eine Szene, die von ungelebtem Leben erzählt, aber auch von Trost und Glaube. Eine Szene mit Barbara Nüsse als mädchenhaft gealterter Stasia und André Szymanski als androgyner Sopio.“

Haratischwili erzählt in ihrem Roman eine Familiengeschichte über sechs Generationen hinweg. Die grandiosen Schauspieler*innen wechseln die Rollen und Zeiten mit ungeheurer Leichtigkeit, Intensität und Kunst. Und wir als Zuschauer werden zu Zeitzeugen und Teilhabern von Darstellungen, die wohl ihresgleichen suchen. Ebenso wird Geschichte erzählt und erfahrbar; was weiß man hier schon von Georgien, seiner Unabhängigkeit, der Herrschaft durch den russischen Zaren?

In der Süddeutschen Zeitung schrieb Till Briegleb: „Für alle AfD-Sympathisanten, Putin-Freunde und Erdoğan-Fans sollte diese historische Lehrstunde zwangsverpflichtend sein", denn „wer nach Zwang ruft, sollte den Preis der freiwilligen Unfreiheit kennen, die er in Freiheit preist."

Es kommen wohl Theaterglück und höchste Schauspielkunst an diesem Abend zusammen - und deshalb sollte man dieses einmalige Gastspiel in Wiesbaden keinesfalls versäumen! Noch gibt’s Karten!!
Am 8.5. um 18.30h (!) im Staatstheater Wiesbaden.

(c) Thalia Theater Hamburg/Maifestspiele Wiesbaden


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