16.03.2018
Inhalt: SHITSTORM & SCIOPERO / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / G E D R U C K T E S / 18.-23. März: LUMINALE / Freitag, 16.03. – 18.03. Performatives / Freitag 16. März: Melli redet mit / Freitag 16. März: Suite n°3 ’Europe / Freitag 16. März: Kulturtreff Wartburg / Freitag 16. März: Kafka / Amerika / G E R O L L T E S - Mittelmeergeste / Samstag 17. März: Trovaci / Samstag 17. März: GASTONE / Samstag, 17.März: OF/Koffermarkt / Samstag, 17.März: OF/ Ladenkino / Sonntag 18. März: Report from the Interior / Sonntag, 18.März: OF/CCL Meisterfeier / Sonntag, 18.März: OF/ Luminale / Montag, 19.März: Lichtkunst / Dienstag 20. März: THE DEAD BROTHERS / Dienstag, 20. März: Hölderlin - Gedichte / Dienstag 20.März: FFM/ Kinder- und Jugendarmut / Mittwoch 21. März: Dialogführung im Historischen Museum / Mittwoch 21. März: KEEP SHELLY IN ATHENS / Mittwoch, 21.März: FFM/ Grace Jones / Donnerstag 22. März: Isolation Berlin / Donnerstag, 22.März:OF/ Isenburg Quartett / V O R S C H A U / 24. März: Nouruz/ Newroz Festival جشن نوروز / 25. März: Frühlingsfest im Hafen 2 / 2. April: Baba Zula im nachtleben / 18. April: Arcade Fire in der Festhalle / 3. und 4. Mai: “Who is happy in Russia?” / 8. Mai: Das achte Leben (Für Brilka) / Impressum

SHITSTORM & SCIOPERO

Ihr Lieben, ich hatte diese Woche meinen zweiten SHITSTORM.
Der erste liegt jetzt 6 Jahre zurück. Damals hatte ein Frankfurter Magazin geschrieben, ich wäre für die Verlegung des Freitagsmarktes auf dem Friedberger Platz auf den Mittwoch und hatte mich in einem Atemzug mit Volker Stein genannt (der damals Ordnungsdezernent war und uns jetzt der Stadt die Würde wieder geben wollte).
Ich hatte den Artikel nicht gelesen, da ich mit meiner Freundin Tina auf dem Weg nach Hamburg war. Als wir dann abends in dem großartigen Burlesque Club „Queen Calavera“ standen bekam ich eine Nachricht von meinem Freund Muri, der in Istanbul lebt und immer gut das Netz durchwühlt. Er schrieb mir eine Nachricht: „Cappelluti, schau mal auf Facebook, da geht was ab“. Ich konnte den Shitstorm dann innerhalb von ein paar Stunden beenden.
Der jetzige ist jedoch ein anderer und hat mich diese Woche ausgeknockt. Das Fiese an der Sache ist, das passiert in einer geschlossenen Facebookgruppe. Eine Freundin, die in der Gruppe ist, hat mich darauf aufmerksam gemacht. Ich habe versucht mich und mein Verhalten dort zu erklären, aber es gibt anscheinend Menschen, die nichts besseres zu tun haben, als sich stundenlang im Netz negativ auszulassen.
Als mein Sohn die Woche nach Hause kam und mich heulend vorm PC sitzen sah und ich ihm die Sache erzähle sagte er nur: „Juckt!“. „Juckt“ heißt übersetzt „Was machst Du Dir so viele Gedanken.“ Wenn ihr jetzt wissen wollt was da wie los war/ist müsste ich alles wieder auspacken. Dazu habe ich aber heute keine Lust. Vielleicht demnächst. Aber heute möchte ich mich mit netten Gedanken beschäftigen.
So z.B. mit dem Begriff SCIOPERO. Wer von Euch heute schon Nachrichten gehört hat kennt das Deutsche Wort für SCIOPERO. Es heißt STREIK. Der DGB ruft zum Streik auf. Unter anderen sind Krankenhäuser betroffen. In Italien wird ja dauernd gestreikt. Und in genau so einem Streik hat meine Mutter heute vor 49 Jahren versucht mich auf die Welt zu bringen. Das Krankenhaus wurde bestreikt. Also mussten sie ins nächste. Das war dann total überfüllt und man hat meiner Mutter nicht geglaubt, dass sie kurz vor der Niederkunft war. Man legte sie auf eine Pritsche und lies sie allein.
Also haben wir das dann zu zweit hinbekommen.Kein Arzt, keine Hebamme. OK, ich bekam nicht genug Luft und musste in so einen „Brutkasten“, aber wer von Euch mich persönlich kennt weiß, dass mir das nicht wirklich geschadet hat, sondern anscheinend gestärkt im Kampf gegen viele Idioten, die da draußen rumrennen.
 
Und wer mich noch nicht kennt, kann das am Mittwoch gerne machen... im Historischen Museum...
So, jetzt wünsche ich Euch einen schönen Tag, ohne Shitstorm & Sciopero.
A presto.

Daniela

Vielen Dank an meine heutigen Co-Autor*innen: Andrea Ehrig, Martin Grün, Petra Manahl und Uwe Schwöbel.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf meiner Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Du findest die Ausgehtipps toll und möchtest, dass es sie auch im 12. Jahr noch gibt?

Dann werde Freund*in
, ob als Privatperson, als Unternehmer*in oder als Anzeigenschalter*in... hier gibt es alle Infos.

(Wenn Du mit all den Formularen nicht weiter kommst, dann schicke einfach ne Mail an: freunde@cappelluti.net)

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an: ausgehtipps@cappelluti.net

1 x 2 Gästelistenplätze für "Melli redet mit" heute Abend im Theater Alte Brücke. Gewinnfrage: Wie heißt der tolle Frankfurter Fotograf, der das Foto von Melli und Julian Koenig gemacht hat?

3 x 2 Gästelistenplätze für das Jubiläumskonzert von TROVACI am Sonntag in der Brotfabrik. Gewinnfrage: Was empfiehlt Petra für Freitag?

3 x 2 Karten für die Dialogführung mit mir :-) im Historischen Museum am Mittwoch. Gewinnfrage: Was heißt SCIOPERO auf Deutsch?

3 x 2 Gästelistenplätze für DEAD BROTHERS am Dienstag im Zoom. Gewinnfrage: Wie lautet Uwes Tipp für das morgige Spiel gegen Mainz?

2 x 2 Gästelistenplätze für KEEP SHELLY IN ATHENS am Mittwoch im BETT. Gewinnfrage: Was empfiehlt Andrea für den 2. April?

3 x 2 Gästelistenplätze für ISOLATION BERLIN am Donnerstag im Zoom. Gewinnfrage: Über welchen Fußballkommentator zieht Uwe heute im Gerollten zu Recht her?

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Antworten bitte bis 15:00 Uhr an ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com

1 x 2 Karten für die Hölderlin Veranstaltung am Dienstag im Goethehaus. Gewinnfrage: Was empfiehlt Martin für den 4. Mai?

2x 2 Karten für Report from the Interior am Sonntag im Mousonturm. Gewinnfrage: Was empfiehlt Martn für den 8. Mai?

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Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de

2 x 2 Gästelistenplätze für die "Meisterfeier" in der Capitol Classic Lounge am Sonntag im Capitol. Die Gewinnfrage lautet: Wie hießen die Torschützen des berühmten Berner Wunders?

G E D R U C K T E S

(Petra)

„Das siebte Kreuz“
, Anna Seghers: Wie lange ist es her, dass ich diesen Roman gelesen habe? In der Schule ganz bestimmt, im Studium auch. Und doch packt er mich wieder, gleich von der ersten Zeile an: „Vielleicht sind in unserem Land noch nie so merkwürdige Bäume gefällt worden als die sieben Platanen auf der Schmalseite der Baracke III. Ihre Kronen waren schon früher gekappt worden aus einem Anlass, den man später erfahren wird. In Schulterhöhe waren gegen die Stämme Querbretter genagelt, sodass die Platanen von weitem Kreuzen glichen.“
Die Sätze haben eine traurige Melodie, kein Wort zu viel. Zeitlose Weltliteratur, die sich wie von selbst liest. Die in Mainz geborene Jüdin und Kommunistin Anna Seghers war eine mehr als  große Schriftstellerin.
Ich fliehe mit Georg, einem von sieben Häftlingen, aus dem KZ. Über den Rheingau nach Frankfurt und wieder weiter: Wer wird ihm helfen – oder ihn gar verraten? Kann die Flucht im Hitlerdeutschland gelingen? Der Großteil der Mitgeflohenen scheitert schon nach kurzem. Aufgeben?
Was ich noch nicht erwähnt habe: Vor mir liegt ein quadratischer Band mit Zeichnungen von William Sharp, die als eine Art Action-Comic und Kurzversion des Roman 1942 in US-Zeitungen veröffentlicht, aber anschließend rasch vergessen wurden. Vor nicht allzu langer Zeit sind sie zum ersten Mal zusammen mit dem Text in Buchform und auf Deutsch erschienen. Mehr eine Helden-Inszenierung mit starken Bildern. Doch ich bin nicht sicher, ob sie mein Kopfkino nicht eher schmälern. Zwei unterschiedliche Formate in einem Band, auf jeden Fall sehr schön anzuschauen. Recht und Unrecht, Courage – immerwährende Themen. Ich komme Euch jetzt nicht wieder mit Tagespolitik: Ihr wisst schon.

18.-23. März: LUMINALE

(Daniela)

Ich mag die Luminale sehr und ich hoffe, dass wir uns viel anschauen können. Bleibt es trocken, kann man mit dem Rad von Ort zu Ort fahren. Oder man steigt in den Luminale Express, oder man geht eben zu Fuß. Hierfür eignen sich dann besonders die beiden LIGHT WALKS. Das sind zwei Touren, die man durch Frankfurt gehen kann. Ich denke das werden wir machen.

Besonders gespannt bin ich auf die Arbeit von Karmachina. Karmachina ist ein Künstlerkollektiv aus Mailand um den Videoartist Rino Stefano Tagliafierro.
"Exakt auf die Architektur angepasste visuelle Elemente und dramaturgisch eingebundene 3D Effekte versetzen die Fassade in Bewegung. Meisterwerke großer Schöpfer der Malerei werden lebendig und unterstreichen die prunkvolle Atmosphäre der Jahre als Opernhaus und Zentrum des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Stadt. Für diese Passagen nutzen Karmachina Werke aus der Sammlung des Städel Museums. "

Aber auch PULSE hört sich toll an: "Im Rahmen eines mehrstufigen Wettbewerbsverfahrens haben Malte Spalink, Falk Moritz Lüpke, Björn Büchler, Guo Yecheng und Zheng Ting, Architektur-Studierende der TU Darmstadt am Fachgebiet Plastisches Gestalten eine Lichtinstallation entworfen und in der S-Bahnstation Taunusanlage in Frankfurt installiert. Die Lichtinstallation PULSE besteht aus einem Raster aus Lichtpunkten, das durch Sensoren interaktiv mit den Passanten der Taunusanlage kommuniziert. So wird der beständige Strom der Pendler erfahrbar gemacht. Die Bewegungen der Passanten und Besucher werden zum Lichtspiel."

Das Programm der Luminale ist rieisg. Hier könnt ihr Euch informieren: http://luminale-frankfurt.de/m/luminale-programm/

Foto: (c) Bernd Kammerer

Freitag, 16.03. – 18.03. Performatives

(Petra)

Endlich: die Performance von profikollektion ist noch einmal zu sehen (im November hatte ich sie verpasst). Seit das Frankfurter Studierendenhaus vor 129 Semestern den Studierenden zur Selbstorganisation überlassen wurde, hat es sich zum Experimentierfeld für verschiedene Formen von Demokratie entwickelt. Schon zur Einweihung beschwor der damalige Rektor Max Horkheimer den „Geist der Demokratie“, den man durch diesen bundesweit einmaligen Akt unter den Studierenden initiieren wollte. Tatsächlich wurde hier nicht selten Revolte riskiert. Seine Geschichte legte Spuren zum Beginn der Frauenbewegung und den Anfängen der Grünen bis hin zu Alternativer Ökonomie, neuen Theaterformen und Zeitungsprojekten. profikollektion sucht nach den möglichen Zukünften in der Vergangenheit – mit einer Reise durch Jahrzehnte, Geschichten und Räume.
 
Horkheimers Geist - Übungen in Demokratie, performative Audioinstallation von profikollektion, Studierendenhaus Bockenheim, Mertonstr. 26 – 28, Uhrzeit: 16.+17.03.: 18 - 21 Uhr, 18.03. 16 - 18 Uhr, alle 30 Minuten startet eine kleine Gruppe, Treffpunkt: Grünes Zelt vor Uhrzeit: dem Eingang (Dauer: 90 Minuten), Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Studierende 5 Euro, Anmeldung: www.profikollektion.de

Freitag 16. März: Melli redet mit

(Daniela)

Wenn ich nicht schon fürs Mampfi verabredet wäre, wäre ich heute Abend sehr sehr gerne bei Melli, denn heute heißt es wieder im Theater Alte Brücke "Melli redet mit" und das ist wirklich ein sehr schönes Format. Melli, eine wahnsinnig tolle, temperamentvolle und mutige Schauspielerin aus Frankfurt lädt sich wiederum andere tolle Talkgäste aus der Kultur ein. Hier ihre Gäste für heute Abend:

"Das Gästepaket ist geschnürt und diesmal ist es ein wahrer Themenabend. Meine drei wunderbaren Gesprächspartner*innen (wie man auf jeden Fall schreiben sollte) kommen allesamt von den analogen Brettern, die... (bla, bla, bla). Aber alle drei machen auch alles ganz verschiedenen. Also tauch ich ganz tief ein in die Materie mit:
Matthias Keller
 Groß und blond ist er. Ob er blauäugig ist, das checke ich dann mal am 16. März. Das Mikrofon ist sein Instrument. Als Sprecher, als Sänger, als Stimmenimitator und vieles mehr. Außerdem kann er auch Gitarre, Klavier, Mundharmonika und hat als Baby mal Geige gelernt.
Er war Moderator bei Nickelodeon, arbeitet erfolgreich als Sprecher für Werbung, PC- und Hörspiele und war vor allem Teil der fast weltberühmten Hardcore-A-Capella-Combo“U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern.“ 
Außerdem kann er mit Voicebox-artigen Geräten Straßenszenen nachspielen und andere unglaubliche Dinge machen, die wir alle unbedingt sehen wollen.
Jule Richter
 Märchenerzählerin und Schauspielerin
. Einen Mädchen des Ostens, das in Potsdam ihre Schauspielausbildung gemacht hat und die es dann nach ihrem ersten Engagement am Badischen Landestheater nach Frankfurt verschlagen hat. Im Stalburg Theater hat sie u.a. sowohl Eigenproduktion über Erika Mann als auch One-Woman-Shows mit Songs von Funny van Dannen über die „Herzscheiße“ des Lebens gespielt.
2012 hat sie ihr engagiertes Projekt „ErzählZeit“ ins Leben gerufen, in dem sie an Schulen, Kindergärten und Horten als Märchenerzählerin klassischer und unbekannter Märchen, Kindern die Möglichkeit gibt, in Geschichten einzutauchen, sie nachzuerzählen und dadurch Sprache und Fantasie anzuregen.
Warum sie 2015 Frankfurt wieder gen Osten verlassen hat, wird sie dann hoffentlich auch verraten.
Julian W. Koenig 
Im wahrsten Sinne Vollblut- und Vollzeitschaupieler. Wenn er nicht spielt, dann probt er und wenn er nicht probt, dann macht er Lesungen oder Sprecherjobs und wenn er das nicht tut, dann geht er mit seinem Hund Gassi. Mehr Zeit bleibt da nicht. 
Von Othello über Woyzeck, König Lear, Cyrano de Bergerac bis zu Mephisto gibt es kaum einen klassischen Hauptpart, den er noch nicht übernommen hat. Vor allem in dem schrägsten Volkstheater Frankfurts, der „Dramatischen Bühne“ aber auch in fast allen anderen freien Theatern der Region ist er zu Hause. Aktuell kann man ihn neben Woyzeck, in der Komödie „Pärchenabend“ in der Frankfurter Stalburg, sowie in den Landungsbrücken in „Mephisto“ bewundern, wo er endlich auch ein bisschen sich selbst und die Leiden des Schauspielers artikulieren darf. Nach 30 Jahren auf der Bühne muss das auch mal sein. Ich freu mich wie Sau."

Theater Alte Brücke, Kleine Brückenstr. 5, 60594 Frankfurt am Main
theater-alte-bruecke.reservix.de

Foto (c) Niko Neuwirth

Freitag 16. März: Suite n°3 ’Europe

(Martin)

Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste & Pierre-Yves Macé
Erstaufführung im deutschsprachigen Raum
In den 24 offiziellen Sprachen der EU mit deutschen Übertiteln

Das scheint eine wahrhaftige Europa-Collage zu werden. Und in Suite n°3 ’Europe kommt wohl zusammen, was auch künstlerisch zusammen gehört:
Europa – sprachlich, musikalisch, theatralisch, alltäglich, ...

„Ob im alltäglichen Geplapper oder in ausgefeilten Dokumenten, überall spürt der weltweit gefeierte Regisseur Joris Lacoste Sprachrhythmen und -melodien auf und montiert sie zu eindringlich-heiteren Musiktheaterstücken. Mit „Suite n°3 ’Europe‘“ entwirft er nun zusammen mit dem Komponisten Pierre-Yves Macé ein so bizarres wie umfassendes Sprachporträt Europas. Versponnene Einkaufslisten einer spanischen Youtuberin, französische Terrorwarnungen für Versammlungsstätten, ein demütigendes Bewerbungsgespräch aus Schweden, die nationalistische Rede eines ungarischen Parlamentsabgeordneten: Originaldokumente in den 24 offiziellen Sprachen der EU werden in „Suite n°3 ’Europe‘“ von einem hoch virtuosen Sprech- und Gesangsduo nebst brillanter Klavierbegleitung imitiert. Ein obsessiver Exorzismus, der den Worten ihre beleidigende, traurige, peinlich berührende oder schockierende Wirkungskraft entzieht, indem er sie bis ins kleinste Detail wiedergibt.“

Foto: (c) Frédéric Iovino/Mousonturm.

Freitag 16. März: Kulturtreff Wartburg

(Daniela)

Ich bin ja ein großer Fan von Pfarrer Diemer in der Wartburggemeinde. Seine Predigen sind klasse und ich finde es toll, was er kulturell in seiner Gemeinde veranstaltet.

Heute Abend ist wieder Kulturtreff in der Wartburggemeinde.

Um 19:00 Uhr zeigt er, bei freiem Eintritt, den Film Klassenverhältnisse von Daniéle Huillet und Jean-Marie Staub.

Witzigerweise geht es hier, wie beim gleich folgenden Tipp von Martin, auch um den Roman "America" von Franz Kafka. Es scheint also eine kafkaefke Themenwoche in Frankfurt zu sein.Vielleicht haben sich Willy Praml und Pfarrer Diemer abgesprochen.

"Das Schicksal seines Protagonisten, Karl Rossmann, ist ein Sinnbild für die moderne Welt. Wie Odysseus überschreitet er die Grenzen des Bekannten und erkundete die neue Welt. Im Gegensatz zu Odysseus gibt es aber für ihn keinen Weg zurück ins Vertraute, keinen festen Platz mehr in der alten Welt, die er verlassen hat. Weshalb Franz Kafka sein unvollendet gebliebenes Romanfragment ursprünglich auch „Der Verschollene“ nannte."

Freitag 16. März: Kafka / Amerika

(Martin)

Kafka/Amerika. Kafkas AmerikaFragment Der Verschollene – „Es ist das größte Theater der Welt ... manche ... sagen, es sei fast grenzenlos“
Theater Willy Praml
Die Presse ist begeistert – und ich wäre es vermutlich auch! Doch, leider habe ich es letztes Wochenende nicht zur Premiere in’s Theater Willy Praml geschafft. Auf Naxos wird ‚Amerika’ gespielt, der unvollendete Kafka Roman, der nach seinem Tode vom seinem Freund und Herausgeber Max Brod veröffentlicht wurde. Im Grunde handelt es sich um einen Stationen-Roman: Der Protagonist Karl Roßmann landet aus Prag kommen per Schiff in New York an und dann...
Die FAZ schreibt: „Ganz Naxos ist eine Bühne. Immer schon oder doch wenigstens seit sich das Frankfurter Theater Willy Praml seine Spielstätte auf dem ehemaligen Industriegelände eingerichtet hat. Nun aber sind wir hier scheinbar tatsächlich mitten in New York. Laufen, noch im Foyer, auf einem Dampfer mit Karl Roßmann in den Hafen ein, wohnen in der riesigen Halle gleichsam bei Onkel Jakob im Kontorhaus und schauen staunend mit Kafkas Helden auf das bunte Treiben unter dem Balkon. Folgen ihm und Herrn Pollunder für eine abenteuerliche Nacht aufs Land, für die, hoch über den Dächern Frankfurts, die Skyline nun das in der Ferne leuchtende Manhattan vorstellt.“
In der Frankfurter Rundschau steht: „Auch einen herrlichen Blick über das nächtliche Frankfurt, halblinks liegt die Skyline, bekommt geboten, wer sich in diesen Tagen auf eine gut vierstündige „Amerika“-Reise mit dem Theater Willy Praml begibt. Denn das „Landhaus bei New York“, so die Kapitelüberschrift in Franz Kafkas Roman, liegt bei Praml auf einer Dachterrasse, das Publikum schaut von einem benachbarten Dach aus zu.“
Ein grandioser Theaterabend wohl auf Naxos, die vier Stunden scheinen wie im Flug zu vergehen, Wetterfeste Kleidung wird empfohlen und das Mitbringen von Opernglas oder Feldstecher soll nicht schaden.
Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, dass man sich diesen Theaterabend nicht entgehen lassen darf, der höre sich hier die Frühkritik von hr2 an
Und dann kein Zögern mehr, ab nach Naxos bzw. Amerika!
Wird gespielt am Fr. 16.3., Sa. 17.3., Sa. 24.3., So. 15.03., Do. 12.04., Fr. 13.04., Mi. 09.5., Do. 10.5. um jeweils 19.30h.
 
Foto: (c) Theater Willy Praml

G E R O L L T E S - Mittelmeergeste

(Uwe)

Borussia Dortmund hat die Eintracht am vergangenen Sonntag mit 3-2 geschlagen. Die Eintracht erzielte weit in der Nachspielzeit den Ausgleich. Dumm nur, dass der heimische BVB quasi mit dem Abpfiff des Spiels, noch den Siegtreffer schaffte. Aber darum geht es heute in diesem Beitrag nicht. Sondern um den, der das sowieso schon spannende und emotionale Geschehen aufgesetzt gefühlsbetont kommentierte: Wolff-Christian Fuß. Und der erfand am letzten Sonntag die „Mittelmeergeste“. Die gab es vorher nämlich nicht, laut Google von Larry Page / Sergey Brin und Duden von Konrad Duden.
 
Fuß steht exemplarisch für die Kommentatoren, die sich mittlerweile wichtiger nehmen als das Spiel selbst und die laufend „witzige“ Wortkreationen erschaffen, mit denen sie ihre Lockerheit krampfhaft zum Ausdruck bringen wollen. Da kommt dann nicht selten so ein Mist wie „Hasta la vista, Bayern finalista“ heraus. Solche bescheuerten Zeilen würden selbst einem dauerbesoffenen Schlagertexter nicht einfallen, und die erschufen immerhin Sachen wie „Hu, ha, Dsching, Dsching, Dschingis Khan - He Reiter, ho Reiter, he Reiter, immer weiter“.
 
Väter der Kommentatoren/-Unterhalter, die durch Sportübertragungen bekannt wurden und zunehmend den Weg ins Showgeschäft suchen und teilweise sogar finden, sind Leute wie der ehemalige ARD-Star Gerd Rubenbauer. „Rubi“ kommentierte Fußballspiele und Leichtathletikveranstaltungen und moderierte darüber hinaus diverse Faschings- und Silversterübertragungen, Sondersendungen zur Wiesn sowie eine Show mit dem Titel „Der weißblaue Gaudimax“. Da kann Wolf Christian Fuß durchaus mithalten, immerhin kommentiert er seit Januar 2018 in der RTL-Sendung „Big Bounce – Die Trampolin Show“. Wahnsinn, da ist der Samstagabend nicht mehr weit. Den wiederum hat sein Kollege Frank Buschmann als Kommentator bei „Schlag den Raab“ bereits erobert. Zudem glänzte er in der Show „Ninja Warrior Germany – Die stärkste Show Deutschlands“. Eben dieser Buschmann, Autor des Buches „Am Ende kackt die Ente“, hat es nun sogar fertig gebracht, dass ihm Sky einen Sendeplatz für eine eigne – sicher furchtbar überflüssige - Unterhaltungssendung mit dem Namen „Eine Liga für sich – Buschis Sechserkette“ gab.
 
Einer, der aus dem Sport kam und sich in der Unterhaltung nach anfänglichem Erfolg immer mehr verzettelte, ist Johannes B Kerner. Seinen beachtlichen Start in der Sat 1 Fußballsendung ran brachte ihm einige Bravo Otto (Wow!!!) und eine eigne tägliche Sat1 Talkshow „Kerner“ ein. Dann wechselte er zum ZDF moderierte das Sportstudio, die Talkshow „Johannes B Kerner“, kochte mit Sterneköchen, wechselte zurück zu Sat 1, machte da wieder „Kerner“, wechselte zurück zum ZDF und kocht aktuell wieder mit Sterneköchen, macht aber keine Talkshow, in dem der Name Kerner steckt. Er ist aber trotzdem zufrieden. So ist es bei ihm wie dem Hans in der Geschichte von Hans im Glück, der sich irgendwie tot getauscht hat und dem das überhaupt nichts ausmacht: „So glücklich wie ich, rief er aus‚ gibt es keinen Menschen unter der Sonne‘. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter angekommen war.“

Der Eintrachttipp (von einem Schalkefan)
Eintracht Frankfurt- FSV Mainz 05 3-1

Zum Abschluss noch etwas sinnloses Wissen zu Sportmoderatoren im Showbiz
Wim Thoelke moderierte vor der legendären Quizshow "Der große Preis" das legendäre Sportstudio und wurde so berechtigterweise selbst zu einer Legende. Er ist DIE Ausnahme. Ok, Rudi Cerne verbindet Sport und Unterhaltung auch gut, wobei Aktenzeichen XY nicht wirklich Showbiz ist.

Samstag 17. März: Trovaci

(Daniela)

Heute gehts ins Stadion und danach geht nix mehr…
An Eurer Stelle würde ich in die Brotfabrik gehen. Da wird es heute wild, denn
TROVACI kommen!

Die Balkan Ska-Reggae-Punk Combo aus Düsseldorf feiert ihr Jubiläum in der Brotfabrik!

Seit 2003 werfen Trovači ihren einzigartigen Balkan-Blick auf den deutschen Alltag und Gastarbeiterklischees, aber auch auf weltpolitische und Herzschmerz-Themen. Mit über 300 Live Gigs und bisher vier veröffentlichten Alben gilt Trovači als die erfolgreichste Combo der Jugo-Diaspora.
Trovači haben sich in den letzten Jahren in die Herzen und Ohren von Menschen aller Couleur und Herkunft gespielt. Auf Trovači-Konzerten wird getanzt bis die Socken qualmen. Die Band um den Ex-Balkanizer Danko Rabrenović kombiniert mehr als 20 Jahre Exil in Deutschland mit treibendem Balkan-Ska, Reggae und Punk. Dieser Stilmix ist das Transportmedium der Band für ihre selbstironischen Texte auf Serbisch, Deutsch und Englisch.

http://www.trovaci.de

Samstag 17. März: GASTONE

(Daniela)

Aber eigentlich müsste ich ja heute Abend im BETT sein, denn da spielen GASTONE und ich kann die Jungs ja immer hören. Wenn ihr sie noch nicht kennt: geht hin!

"GASTONE ist eine hauptsächlich im Rhein-Main-Gebiet und inzwischen auch deutschlandweit bekannte Band aus Frankfurt am Main. Hauptkopf und Gründer der Band ist Giuseppe Porrello, halber Sarde, halber Sizilianer, aber geboren und aufgewachsen in Frankfurt. Er gibt mit seiner rauen Stimme, die an klassische italienische Sänger erinnert, und mit seinen gut bedachten poetischen, teils zum Schmunzeln, teils zum Nachdenken anregenden Texten GASTONE den unverkennbaren Charme einer Band, die offen und bewusst durch die Welt geht und es trotz Kritik an Politik und Systemen schafft, die Freude am Leben auf's Publikum zu übertragen.
Die Band besteht seit über 12 Jahren und bietet einen anregenden Mix aus Ska/Polka/Balkan und deutsch/englisch/<wbr></wbr>italienischen Pop/Rock. Je nach Gig-Größe treten sie zu dritt oder auch zu acht auf - der Tanzgenuss ist immer garantiert!
Neben Schlagzeug und Gitarre gehören Trompete, Posaune, Saxophon und andere Blasinstrumente zu GASTONE's Vielseitigkeit. Bass oder Kontrabass umrunden ihren Sound, die Klänge der E-Gitarre bilden immer wieder einen hörenswerten Höhepunkt. Balalaika und Akkordeon überraschen das Publikum und reißen es auch nach dem 10. Besuch eines GASTONE-Konzertes mit.
"Eine Schublade für den Sound von GASTONE aufzumachen dürfte in etwa so schwierig werden wie den Sumpf der Mafia in Italien trocken zu legen.” (Frankfurter Rundschau)"

https://<wbr></wbr>www.gastone-music.com/

Einlass: 20:00 | Beginn: 21:00 |
AK: 15.00 EUR | VVK: 14.20 EUR inkl. Gebühren

Samstag, 17.März: OF/Koffermarkt

(Andrea)

In Erwartung Urlaub...Heute heißt es in Etagerie und Offenbar: "Ich packe meinen Koffer... und nehme mit: Mode, Schmuck, Betonstücke, Genähtes,Papeterie, Fotos, Linoldruck, Illustriertes u.v.m." Am 17.März laden Etagerie und offenbar e.V. zum gemeinsamen Koffermarkt ein. An den beiden in direkter Nachbarschaft liegenden Veranstaltungsorten in der Taunusstraße 1 und der Domstraße 57 präsentieren dann zahlreiche Aussteller von 11 bis 17 Uhr Kunst und Kreatives. Verkauft wird aus dem Koffer. Und weil Stöbern hungrig und durstig macht, gibt es für die Besucher auch ein Angebot an Speisen und Getränken – von deftig bis süß.

Samstag, 17.März: OF/ Ladenkino

(Andrea)

Zum Glück haben wir echte Kinoenthusiasten in der Stadt, deshalb kann Offenbach auch jenseits des Multiplex Kino. Und zwar an ganz feinen, ausgewählten Orten wie dem Laden artefakt im Starkenburgring 1. Dort ist heute wieder Ladenkino, N°22: "Adams Äpfel" ... also mal wieder ein Klassiker im Ladenkino! Für uns ist „Adams Äpfel“ jedenfalls durchaus so etwas wie ein moderner Genre-Klassiker, den man einfach immer wieder sehen kann – eine der originellsten, schwärzesten Komödien der letzten zwei Dekaden. Makaber bis zur und manchmal über die Schmerzgrenze (Oh Gott, diese „Fahrradszene“), eindrucksvoll klug bis zur letzten Sekunde, dabei hinreißend schräg, mutig, erlösend – getragen von durchweg herausragenden Darsteller-Leistungen. Und schließlich mit der Frage aller Fragen: „How deep is your love?“ Und ja, aus aktuellem Anlass backt Anja heute einen Apfelkuchen. Mit tiefer Liebe für diesen wunderbaren Film!. Also, der Laden ist klein und mit viel Glück gibts noch Restkarten an der Abendkasse. Deshalb empfehle ich auch immer gerne den Vorverkauf: Weil die Kino Kulinarisch-Vorstellung am 23.März eigentlich schon seit Bekanntgabe ausverkauft ist, sei an dieser Stelle darauf hingwiesen, dass der Kartenvorverkauf für Kino Kulinarisch am 27.04. „Lang lebe Ned Devine!“ und am 18.05. „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ im Salzgäßchen 1 gestartet hat. 

Sonntag 18. März: Report from the Interior

(Martin)

Eliza Rescue Team 
Report from the Interior

Dioramen, das sind arrangierte Szenen in Schaukästen vor einem halbrunden Hintergrund. Die Betrachter*innen schauen durch eine Glasscheibe auf unterschiedliche Szenen. Man kennt das aus naturkundlichen Museen. In der Schirn gab es vor noch nicht allzu langer Zeit eine Ausstellung dazu: ‚Diorama. Erfindung einer Illusion’.
Der Mousonturm zeigt jetzt an drei Abenden eine spannende Performance zum Thema Diorama: „In Glycerin getauchte Natur, ausgehöhlt und koloriert, modellierte Wölfe in starren Posen vor einer von Hügeln gesäumten Szenerie. Alles versiegelt in einem Kasten, als Fenster in eine andere Welt. So bieten Dioramen für gewöhnlich museale Einblicke in vermeintlich wilde, naturgetreue Lebensräume. In ihrer leeren, toxischen Starre erinnern sie jedoch zugleich an lebensfeindliche, apokalyptische Szenarien. Entlang dieser Grenze verschafft sich das Kollektiv Eliza Rescue Team Zugang zur Welt der Dioramen. Die menschlichen Simulationsexperten überwinden den Sicherheitsabstand, bis ihnen die Kontrolle über ihr inszeniertes Spiel mit der Natur entgleitet, sich umkehrt und der Mensch selbst aufs Spiel gesetzt wird. In essayistischer Weise vereint „Report from the Interior“ Science-Fiction und Diorama in einer bildstarken und atmosphärisch dichten Theaterperformance.“

 Hier der Link zum Mousonturm

Und hier mehr Infos zu den Künstlern: Eliza Rescue Team

Wer Lust hat auf D(io)rama, Sience-Fiction und bildstarken Momenten, ab in den Mousonturm! Für die Vorstellung am Sonntag, 18.03. gibt’s oben Tickets zu gewinnen.
Sonntag, 18.03. um 18.00h. Montag 19.03. und Dienstag, 20.03. um jeweils 20.00h.

Foto: (c) Mousonturm

Sonntag, 18.März: OF/CCL Meisterfeier

(Andrea)

„Aus, Aus, Aus – das Spiel ist aus!“ Der Radiokommentar von Herbert Zimmermann ist legendär, frenetischer Jubel begleitete den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 der bundesdeutschen Fußballnationalmannschaft gegen die hoch favorisierte Nationalmannschaft Ungarns. Als „Wunder von Bern“ ist dieses Spiel in die Geschichte eingegangen und hat nun den Berliner Pianisten und Komponisten Richard Siedhoff zur „Rhapsodia sportiva“ inspiriert, die am 18. März um 17 Uhr in der Capitol Classic Lounge uraufgeführt wird. Zur „Meisterfeier“ unterlegt das Orchester gemeinsam mit seinem Dirigenten Steven Lloyd Gonzalez nicht nur die letzten originalen Filmaufnahmen mit opulenten Orchesterklängen, sondern widmet sich auch anderen traditions- vor allem aber adrenalinreichen Sportarten wie Fechten, Jonglage oder Quidditch. http://bit.ly/2FPCcf5

Sonntag, 18.März: OF/ Luminale

(Andrea)

Fiat lux, heute beginnt die LUMINALE, dann werden aus einfachen Bürogebäuden wieder strahlende Paläste, sucht sich heller Schein an unerwarteten Orten seinen Weg, erscheinen Blumen und Pflanzen auf Beton, ist Licht nicht einfach nur Beleuchtung, sondern ein Werkstoff für beeindruckende Installationen und Illusionen. Rund 140 Spielstätten gibt es in der fünftägigen Schau zu sehen, Offenbach ist mit insgesamt 26 Projekten vertreten. Heute, klares Muss: Der Hauptbahnhof, der von den Bremern Xenorama inszeniert wird. Außerdem Taschenlampenführung und jede Menge netter Menschen.
Muss auch Pedelec-Tour mit Monsieur Brettschneider, Social Media Walk, Konzert im Hafen (die auf dem Foto sind  Loch Lomond) und die tolle Doku GEBOREN IN OFFENBACH in Frankfurt Plus Podiusmdiskusskion mit Angela Freiberg. Das komplette Programm und Plan gibt´s unter folgendem Link: www.offenbach.de/luminale 

Montag, 19.März: Lichtkunst

(Petra)

Luminale-Woche – neues Konzept, neues Lichtglück? Alles zu sehen, ist wohl unmöglich (zumal wenn man keine Woche –Urlaub hat), aber ein paar Lieblingskunststücke suche ich mir heraus. Am Hafen Offenbach hat es immer eine besondere, poetische Stimmung, daher steht der fest auf meinem Programm. Aber heute geht es erst einmal zur Frankfurter KunstSäule (für sich schon ein tolles Projekt).
Hier installiert Diana Ninov ihre Arbeit, interaktiv und illuminierend können wir hier wechselnde Lichtereignisse erleben.

Urban Lights, Lichtinstallation von Diana Ninov, Vernissage, Frankfurter KunstSäule Brückenstr./Gutzkowstr., Uhrzeit: 19 Uhr (läuft dann weiter bis 20.05.)

Dienstag 20. März: THE DEAD BROTHERS

(Uwe)

Eine sehr interessante Band findet am 20.03 den Weg ins Zoom. Eine US Kritik beschrieb ihre Musik einmal „melancholisch, intensiv, dunkel, unheimlich, schön, wild, poetisch […] ihr Klang gleicht einer Kraft der Natur, wie ein langsam im eisigen Salzwasser des turbulenten Meeres versinkendes Schiffswrack“. Leichte Kost serviert die Gruppe um Alain Croubalian in keinem Fall. Die nicht selten schräge Musik erinnert mich persönlich stellenweise an Songs von Tom Waits, aber nicht an seine wunderschönen Lieder wie Downtown Train oder Time, sondern eher an seine kreativen und sperrigen Lieder. Die Dead Brothers, die mit dem Album Angstunterwegs sind, haben keine Angst davor möglichst viele unterschiedliche Instrumente zu kombinieren: Tuba, Banjo, Violine, Harmonium, Marching Drum und so weiter. Der Veranstalter schreibt: „Das Publikum, welches sich in ganz Europa gleichermaßen aus Dark Blues-Freaks, Rock’n’ Rollern, Punks, Folk- und Welt-Musik Fans und aber auch noch ganz anderen, schrägen Klientel wie Musikern oder Zirkusartisten zusammensetzt, wartet schon seit dem letzten Album Black Moose, um sich jetzt mit Angst auf eine dramatische Reise durch die musikalische Welt der Dead Brothers zu begeben.“. Viel Spaß dabei.

Dienstag, 20.03 Zoom, 21 Uhr

(c) Mattias Coral

Dienstag, 20. März: Hölderlin - Gedichte

(Martin)

Wer Gedichte mag, sie selbst gern liest oder sich lieber vorlesen lässt, der kommt an Friedrich Hölderlin nicht vorbei. Er gilt vielen als der ‚schwierige’ Dichter und die Auseinandersetzung, ob Friedrich Hölderlin eher genial oder verrückt war, ist ein lange. Es wird wohl so sein, dass er beides in sich hatte. 36 Jahre hat Hölderlin in einem Turm am Neckar in Tübingen zugebracht. Seine Gedankenwelt hat er in Gedichten und Briefen hinterlassen. Diese faszinieren, haben hohe Ausdruckkraft und entziehen sich eindeutigen Interpretationen.  
 
Sowohl der Person Friedrich Hölderlin als auch seinen Gedichten widmet das Goethehaus Frankfurt nun einen eigenen Abend.
Dabei geht es einerseits darum, welche Motive der Romantik sich mit Hölderlins Werk verbinden. Und: Heidi Ecks, eine meiner Lieblingsschauspielerinne des Schauspiel Frankfurt, liest ausgewählte Gedichte von Hölderlin. Diese von ihr zu hören, wird mit Sicherheit ein romantischer Genuss im Hier und Jetzt sein! Versprochen!
Wer sich zu Hölderlin informieren will, bitte hier

Und alle, die fest entschlossen sind, im Goethehaus mehr von Hölderlin erfahren zu wollen, können oben Tickets gewinnen. Dienstag, 20.03. um 19.00h im Goethehaus Frankfurt.

Foto: (c) Goethehaus Frankfurt

Dienstag 20.März: FFM/ Kinder- und Jugendarmut

(Andrea)

Der Frankfurter Jugendring lädt heute zu einer spannenden und leider wohl auch ernüchternd-depremierenden Diskussion ein, zu der ich es zeitlich leider nicht schaffen werde: "Die Zahlen bezüglich Kinder- und Jugendarmut sind erschreckend. Fast jedes vierte Kind in Frankfurt lebt von SGB II-Bezug, immer mehr Familien werden an den Rand gedrängt. Aktuelle Veröffentlichungen wie das Monitoring zur Sozialen Segregation oder der Hessische Landessozialbericht belegen dies. Neben einer Bewertung von Vertreter*innen aus Wissenschaft und Politik werden Personen aus der Praxis, die tagtäglich mit der Thematik und mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ihre Fachexpertise einbringen.
AUF DEM PODIUM * Prof. Dr. Walter Hanesch, Hochschule Darmstadt, European Social Policy Network * Prof. Dr. Daniela Birkenfeld, Dezernentin für Jugend, Soziales, Senioren, Recht * Gaby Hagmans, Direktorin Caritas Frankfurt / Sozialpolitische Offensive Frankfurt * Rebekka Rammé, Vorsitzende Frankfurter Jugendring * Dr. Ulas Gergin, Saz Rock e.V. MODERATION Katharina Lange WEITERE BEITRÄGE * Stefan Schäfer, Geschäftsführer Kinderschutzbund Bezirksverband Frankfurt am Main e.V. * Hanane Karkour, Kinder im Zentrum Gallus e.V ### Veranstaltung im Rahmen unserer Kampagne gegen Kinder- und Jugendarmut in Frankfurt ### Check it: https://armtm.de/ Um 19.30 Uhr im Gallus-Theater in der Kleyerstr. 15, Eintritt frei

Mittwoch 21. März: Dialogführung im Historischen Museum

(Daniela)

Ich muss sagen, ich bin schon sehr gerührt, dass mich das Historische Museum eingeladen hat. Ich war die Woche zum Kennenlernen da und da ich noch nicht im neuen Historischen Museum war, hat mich der kurze Besuch total "geflasht". Unglaublich was es da alles zu sehen gibt. Kennt ihr schon die "Schneekugel" oder das gigantische Frankfurt-Modell unterm Dach? Wenn nicht, dann kommt doch heute mit. "Oben" gibt es auch Tickets zu gewinnen und nach dem Museumsbesuch ziehen wir gemeinsam um die Häuser und schauen uns die Luminale an.

"Einmal im Monat laden wir uns spannende Gäste ins Haus, die etwas über Frankfurt zu sagen haben. Gemeinsam mit den Gesprächspartnern schlendert ein/e Kurator/in durch die Ausstellungen des Museums und zu ausgewählten Exponaten.
Wer Danielas Ausgehtipps liest, weiß über die Szene in Frankfurt (und Offenbach!) einfach gut Bescheid. Jeden Freitag versorgt Daniela Cappelluti gemeinsam mit befreundeten Autor*innen in einem Newsletter eine große Lesegemeinde mit Hinweisen zu ganz besonderen Lesungen, Konzerten, Filmen, Vernissagen…. und macht so richtig Lust auf Frankfurt. Als studierte Sozialarbeiterin kennt sie Frankfurt aus allen möglichen Perspektiven. Sie ist freiberuflich im Kultur- und Eventmanagement tätig und arbeitet für viele Projekte; so entstand der Frankfurter Garten am Danziger Platz auf ihre Initiative hin. Vor einiger Zeit war sie als Assistentin von Daniel Cohn-Bendit tätig; seit 2016 ist sie Geschäftsführerin der Frankfurter Grünen. In Mailand geboren, in Steinbach im Taunus aufgewachsen, ist Daniela Cappelluti eine typische Frankfurterin, mit der wir gemeinsam das Museum neu entdecken wollen.

Nina Gorgus, Kuratorin am HMF, betreute die Dauerausstellung Frankfurt Einst?. Sie ist für die Sammlungen Alltagskultur und Haushalt II und Spielzeug, Kindheit- und Jugendkultur zuständig. Seit Jahren liest sie die Ausgehtipps und ist begeistert über die kulturelle Vielfalt in der Stadt.

Daniela Cappelluti im Gespräch mit Nina Gorgus
8€/4€ Museumseintritt +8€ Führung, Info zum Start: Museumskasse
Für die Führung ist eine Anmeldung beim Besucherservice des HMF erforderlich:
Susanne Angetter/Irma Hoog, Montag bis Freitag: 10.00 - 15.30 Uhr, Tel. +49 (0)69-212-35154
E-Mail: besucherservice.historisches-museum@stadt-frankfurt.de

Mittwoch 21. März: KEEP SHELLY IN ATHENS

(Daniela)

Sehr schön list sich aber auch die Konzertankündigung von KEEP SHELLY IN ATHENS, die heute Abend im BETT spielen. Die Band ist eine "griechische Dreampop Sensation und kommt im Rahmen ihrer European Spring Tour für einen exklusiven Auftritt ins Bett.

"Die ätherischen Klänge des Ambient-beeinflussten Dream-Pop der griechischen Band Keep Shelly in Athen fangen die flüchtigen Gefühle des Stadtlebens und des unvermeidlichen Vergehens der Zeit ein. Mit satten melodischen Beats und verträumten Vocals präsentiert uns Keep Shelly in Athens eingängig den unbeschwerten Sound der Downbeats. Die Band ist mit seinen eigensinnigen Arrangements mittlerweile in der ganzen Welt auf Tour, u.a. mit Auftritten beim Coachella Festival (Kalifornien), Parklife Festival (Manchester), Brightons The Great Escape Festival und Austin's Fun Fun Fun.
 
“They’ll make you happy to feel sad.” - The Guardian
"A shimmering, sexy-smooth, Balearic pop dream, perfect for soundtracking all the lingering yearning and regret of your next late-night comedown." - Gorilla Vs Bear

Frankfurt, am Mittwoch, 21.03.2018 um 20.30 Uhr in DAS BETT
um ihre aktuelle LP PHILOKALIA, die auf dem eigenen Label Athenian Aura Recordings veröffentlich wurde, vorzustellen.

Mittwoch, 21.März: FFM/ Grace Jones

(Andrea)

Wie gerne wäre ich zum Konzert von Charlotte Gainsbourg nach Hamburg gefahren! Aber Grace Jones auf großer Leinwand und das noch im Orfeos Erben verspricht einen illustren Abend. Ich habe die Grande Dame vor ein paar Jahren in der Jahrhunderthalle gesehen und das war schon ein echtes Erlebnis. "Grace Jones ist einer der letzten Paradiesvögel, die die Bühnen der Welt bevölkern. Auch mit fast 70 Jahren ist sie keinesfalls von gestern, sondern nach wie vor ein vor Energie sprühender Star. Regisseurin Sophie Fiennes hat die extravagante Diva über mehrere Jahre immer wieder mit der Kamera begleitet. Sie hat ihre spektakuläre Bühnenshow gefilmt, aber auch Privates wie Familienbesuche in Jamaika, wo Jones ihre Wurzeln hat. Doch sie arbeitet keine Biographie auf, sondern ohne Zeitzeugen und Archivmaterial entsteht das ganz gegenwärtige Bild einer faszinierenden Künstlerin." 20.30 Uhr in der Hamburger Allee 45.

Donnerstag 22. März: Isolation Berlin

(Uwe)

„Ich persönlich bin in Berlin aufgewachsen und an der Stadt zerbrochen", erklärte der Sänger der Band Isolation Berlin, Tobias Bamborschke, einmal in einem Interview mit einem Magazin. "Aber dieses Zerbrechen war wichtig für meine persönliche und künstlerische Entwicklung. Die Isolation und Anonymität einer Großstadt wie Berlin kann sehr zermürbend sein, gleichzeitig aber auch berauschend und unglaublich inspirierend." Auf ihrem gefeierten Debüt Und Aus Den Wolken Tropft Die Zeit aus 2016 klingen „Isolation Berlin herrlich aus der Zeit gefallen. Eine Absage auf den Zeitgeist, schroff und spröde.“ Davor hatten sie bereits mit Annabelle, einem Schunkel-Indierock-Song, einen beachtlichen Singleerfolg. 2018 legten sie ihr zweites Album Vergifte Dich nach. Darauf befindet sich mit Marie ein ergreifendes Lied („Marie, Marie, oh Marie - trockne Deine Tränen …“). Was für tolle Musik, wenn kitschig, dann gewollt. In den einschlägigen Medien suchen die Redakteure nach einer Bezeichnung für den Stil der Band, intro nannte ihn Spelunken-Pop. Treffend beschrieb Spiegel-Online deren Musik: Zwischen dumpf und Diskurs gibt's nicht viel im deutschen Rock. Der jungen Hauptstadt-Band Isolation Berlin gelingt nun das Unwahrscheinliche: große, sehnsuchtsvolle, traurige und wütende Gefühlsmusik, die sich jedem Trend entzieht.“ Ich freue mich auf sie.
Zoom, 21 Uhr

Marie: https://www.youtube.com/watch?v=nQjxM62QfC4

Donnerstag, 22.März:OF/ Isenburg Quartett

(Andrea)

"Klassik war noch nicht, wird Zeit! "Schreibt Andreas und bittet, die Popcorntüten zuhause zu lassen. Wäre auch wirklich nicht schön, all das Gekrümel und Gekruschpel beim Streichkonzert: Jagdish Mistry, Diego Ramos Rodriguez, Megumi Kasakawa und Michael M. Kasper sind seit geraumer Zeit als Isenburg Quartett mit Konzerten an ungewöhnlichen Orten in der Stadt unterwegs. Nach Schlosskapelle, dem Foyer des Kommunalen Jobcenters, Hassia Fabrik und Sparkasse Offenbach jetzt im exklusivsten Raum der Stadt, den Parkside Studios auf dem früheren Gelände der Allessa Chemiefabrik (Friedhofstrasse 59, 63065 Offenbach). Das Ensemble erarbeitete eigens hierzu das Programm „Kernstücke“ mit Joseph Haydns Quartett op.1 Nr.1, Beethovens Quartette op.18, ...Karten gibt es für 16 Euro (9 Euro ermäßigt) im OF Infocenter, Salzgässchen 1, Tel. 069 840004-170. Einlass: 18h, Beginn: 19h

V O R S C H A U
24. März: Nouruz/ Newroz Festival جشن نوروز

(Andrea)

Konzerte, Tanzen, Essen... das afghanische, persische, kurdische... Am Samstag, 24.März wird im Hafen 2 wieder INTERNATIONALEs Neujahrsfest gefeiert. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wertvolle Begegnungen" in Kooperation mit ZAN - Verein zur Förderung der Rechte afghanischer Frauen e.V.. 
Hafen 2 von 15 bis 19.30 Uhr

25. März: Frühlingsfest im Hafen 2

(Andrea)

Und gleich gehts weiter, auf Neujahr folgt Frühling. Zumindest im Hafen 2, am Sonntag, 25. März: Ein veritables Frühlingsfestival am ersten Tag der Sommerzeit! Mit tollen Live-Acts und so wie ich die Sache sehe, bei freiem Eintritt.
Misty Boyce (US),Kashka (CA), Brian Lopez (US),Selina Martin (CA), Tom Holliston (CA) (of NoMeansNo).

Für Kinder geeignet, weil ab 15 Uhr. www.hafen2.net 

2. April: Baba Zula im nachtleben

(Andrea)

Eine meiner Lieblingsbands im Lieblingsclub an der Konstablerwache:
Seit 20 Jahren gehören Baba Zula zu den wichtigsten Rockbands der Türkei.
In Deutschland kennt man sie durch Fatih Akins "Crossing the Bridge", ich habe sie schon im nachtleben und im Bett (mit Dany) gesehen, ins nachtleben passen sie definitiv besser, finde ich. Da ist es schnell warm und kuschelig und das passt bestens zu den heimeligen, psychodelischen Klängen der Band. Leider, soll ich leider sagen?, bin ich am 2. April im Urlaub, wenn alles gut läuft auch in Istanbul. Da würde ich sie zu gerne mal erleben, aber die sind ja dann hier. http://bit.ly/2piLG9e

18. April: Arcade Fire in der Festhalle

(Andrea)

Mitte April kommt Glanz in die Hütte: Mit Arcade Fire spielt eine amtliche Liveband im Frankfurter Wohnzimmer. Im Gepäck haben sie am 18. April neue, sehr tanzbare Songs "ihres Albums „Everything Now“ und ihrer zugleich anarchistischen wie intelligenten Live-Inszenierung sorgten Arcade Fire allerorts für positive Kritiken und überglückliche Fans. Kein Wunder, wo sie sich doch nicht nur auf ihr mitreißendes Bühnencharisma verlassen können, sondern auch auf ein Songrepertoire, das alle froh macht. Für die Stadionsinger gibt es „Wake Up“, für die frühen Fans „Neighborhood #3 (Power Out)“, für die Melancholiker „The Suburbs / Month Of May“, für die Expressionstänzer „Reflektor“ und für die Abba-Freunde „Everything Now“." http://www.everythingnow.com/ Bild: https://www.facebook.com/arcadefire/photos/fpp.152513780224/10155320336215225/?type=3&theater

3. und 4. Mai: “Who is happy in Russia?”

(Martin)
Maifestspiele in Wiesbaden, die erste...
“Who is happy in Russia?” Gogol Center Moskau, Gastspiel am 3. und 4. Mai

Das Staatstheater Wiesbaden zeigt auch in diesem Jahr ein höchst spannendes und lohnendes Programm zu den Maifestspielen. Im letzten Jahr gab’s ‚Murmel Murmel’, vielleicht erinnert ihr euch an meine Empfehlung. In diesem Jahr geht’s weniger ‚dadaistisch’ zu, dafür politisch, gesellschaftskritisch und gleichwohl erneut hochkarätig.

Ein Highlight ist ‚Who is happy in Russia?’ vom Gogol Center in Moskau. Regie führte der russische Regisseur Kirill Serebrennikov. Das ist jener russische Regisseur, der im vergangenen Jahr verhaftet und unter Hausarrest gestellt wurde. Nicht von ungefähr gilt das Gogol Center als eines der besten Theater Moskaus, das vor allem beim liberalen, regimekritischen Publikum beliebt ist.

Der Abend ‚Who is happy in Russia’ (in Europäischer Erstaufführung) basiert auf einem russisches Gedicht, das wohl nahezu jedes Schulkind kennt und lernt – vergleichbar mit unserem ‚Herrn Ribbeck von Ribbeck...’ Serebrennikov baut davon ausgehend ein „bildreiches entlarvendes Märchen zur Parabel über das heutige Russland – zwischen Tanz, Sprechtheater und Performance – grellbunt, sinnlich, mit grandiosen Schauspielern und voller Melancholie.“
Mehr zu Kirill Serebrennikov hier
Läuft im Staatstheater Wiesbaden am Donnerstag, 3.5. und Freitag 4.5 um jeweils 19.30h.

Foto: (c) Staatstheater Wiesbaden

8. Mai: Das achte Leben (Für Brilka)

(Martin)
Maifestspiele in Wiesbaden, die zweite...
„Das achte Leben (Für Brilka)“
Thalia Theater Hamburg, Gastspiel am 8. Mai

Für mich ist’s eine kleine Traumerfüllung. Ich wollte tatsächlich nach Hamburg fahren, um Jette Steckels Inszenierung des Romans von Nino Haratischwili ‚Das achte Leben (Für Brilka)‘ sehen zu können. Jetzt muss ich deswegen nicht, weil Hamburg nach Wiesbaden kommt!

NDR Kultur berichtete anlässlich der Premiere von ‚Das achte Leben (Für Brilka)‘ am Thalia Theater: „Was das Ensemble an diesen Abend leistet ist schlicht großartig.“ Wen wundert’s, denn der Roman hat weit mehr als 1000 Seiten (meine Freundin Marion sagt übrigens, es sei einer der besten Romane ‚ever’!) und es gelingt der Inszenierung wohl tatsächlich, diesen Epos mit Gewinn und im höchsten Maße bühnentauglich aufzuführen.

Auf Nachtkritik ist zu lesen: „Sie hält inne und steht einfach nur da. Traurig. Die Schultern hängend. Die Haare zu langen Zöpfen geflochten, die Augen voller Lebenswissen, die Stimme voll ruhiger Verzweiflung: ‚Ich habe nichts halten können, alles ist mir entglitten, wie durch ein Sieb mit zu großen Löchern, verschwunden.‘ Die fast 100-jährige Stasia spricht diese Worte, als sie von Miqa erfährt. Als sie erfährt, dass er im Koma liegt. Nachdem er verhaftet worden war. Verhaftet, weil er einen Film gedreht hatte. Einen über seine Großmutter Sopio, eine Dichterin, die einst in Dissidentenkreisen verkehrte.
Die Dichterin ist schon lange tot. Stasia liebte sie heimlich und leidenschaftlich. Jetzt liegt also deren Enkel im Sterben, und Stasia steht ganz still. Aus dem Dunkel nähert sich da Sopio, nimmt Stasia zärtlich in den Arm, führt sie zum Tanz, behutsam, verzeihend. Wehmütige Weisen, Streichermelodien bauen die musikalische Wolke dazu, eine Szene, unfassbar traurig. Eine Szene, die von ungelebtem Leben erzählt, aber auch von Trost und Glaube. Eine Szene mit Barbara Nüsse als mädchenhaft gealterter Stasia und André Szymanski als androgyner Sopio.“

Haratischwili erzählt in ihrem Roman eine Familiengeschichte über sechs Generationen hinweg. Die grandiosen Schauspieler*innen wechseln die Rollen und Zeiten mit ungeheurer Leichtigkeit, Intensität und Kunst. Und wir als Zuschauer werden zu Zeitzeugen und Teilhabern von Darstellungen, die wohl ihresgleichen suchen. Ebenso wird Geschichte erzählt und erfahrbar; was weiß man hier schon von Georgien, seiner Unabhängigkeit, der Herrschaft durch den russischen Zaren?

In der Süddeutschen Zeitung schrieb Till Briegleb: „Für alle AfD-Sympathisanten, Putin-Freunde und Erdoğan-Fans sollte diese historische Lehrstunde zwangsverpflichtend sein", denn „wer nach Zwang ruft, sollte den Preis der freiwilligen Unfreiheit kennen, die er in Freiheit preist."

Es kommen wohl Theaterglück und höchste Schauspielkunst an diesem Abend zusammen - und deshalb sollte man dieses einmalige Gastspiel in Wiesbaden keinesfalls versäumen! Noch gibt’s Karten!!
Am 8.5. um 18.30h (!) im Staatstheater Wiesbaden.

(c) Thalia Theater Hamburg/Maifestspiele Wiesbaden


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