20.10.2017
Inhalt: Kurzurlaube / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / Freitag 20. Oktober: Party in der PIK Dame / Freitag, 20.Oktober: Of/Soundtrackday / Freitag, 20.Oktober: Of/ Tanztheater / G E R O L L T E S / Samstag 21. Oktober: Eintracht-Dortmund / Samstag 21. Oktober: LOOPINSLAND / Samstag, 21.Oktober: Of/Mehrgän / Sonntag 22. Oktober: Sunday Jam / Sonntag, 22.Oktober: Of/ Initiative Hauptbahnhof / G E H Ö R T E S / 23.-26. Oktober: Europäisches Filmfestival der Generationen / Dienstag 24. Oktober: Bernhoft / Dienstag, 24.Oktober: OF von unten / Mittwoch 25. Oktober: Lali Puna / Donnerstag 26. Oktober: Europäisches Filmfestival der Generationen / Donnerstag, 26.10.: Vernissage / V O R S C H A U / Ab 28. Oktober: Von Bitch bis Burka / Into the wild - Designrundgang / Impressum

Kurzurlaube

Happy. Ja, das war/bin ich, denn ich habe 3 Tage mit meinem Sohn verbracht. Wir sind von Koblenz nach Köln geradelt. Super tolle Strecke! Abgesehen von der schönen Radtour waren wir in diversen Burgerläden und in dem von mir verhassten Vapiano und zweimal im Kino. Wir haben ES von Stephen King geschaut, bzw. er hat geschaut, ich habe die meiste Zeit die Hände vors Gesicht gehalten... Horrorfilme sind ja so gar nicht meins. In Köln haben wir dann KINGSMEN gesehen...total schräg, aber dem Sohn hat es gefallen.
Da ich mit den Filmen nicht wirklich was anfangen konnte, freue ich mich umso mehr in der kommenden Woche gleich zwei tolle Filme sehen zu können: Am Montag „Rabbi Wolff“ und am Donnerstag „Leanders letzte Reise“. Beide Filme laufen beim Europäischen Filmfestival der Generationen, das am Montag startet.

Und am Dienstag fahre ich noch schnell nach Berlin, denn da spielen THE NATIONAL und das muss toll sein und dann ist Schluss mit den Kurzurlauben für dieses Jahr. Dann wird sich aufs Sofa gelegt und Socken gestrickt und weil ich nicht gleichzeitig stricken und Filme schauenkann (das geht mit dem Wechsel der Brillen nicht), fange ich an Hörbücher zu hören. Starten werde ich mit Qualityland von Marc Uwe Kling. Was das ist? Lest selbst, weiter unten. Christian Arndt hat es toll beschrieben.
 
So, jetzt muss ich los. Schönes Wochenende.
Daniela

P.S. Das Foto stammt aus dem 8-Bett Zimmer im Hostel in Bonn. Das ist eine Gebrauchsanweisung für die Gäste, die nicht wissen, wie man Betten bezieht...

Vielen Dank an meine heutigen Co-Autor*innen Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel und Christian Arndt.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf meiner Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Du findest die Ausgehtipps toll und möchtest, dass es sie auch im 11. Jahr noch gibt?

Dann werde Freund*in
, ob als Privatperson, als Unternehmer*in oder als Anzeigenschalter*in... hier gibt es alle Infos.

(Wenn Du mit all den Formularen nicht weiter kommst, dann schicke einfach ne Mail an: freunde@cappelluti.net)

ZU GEWINNEN

Antworten bitte mit Vor- und Zunamen und dem Vermerk was ihr gewinnen wollt an: ausgehtipps@cappelluti.net

2 x 2 Gästelistenplätze für die Party mit DJ Day heute Abend in der Pik Dame. Gewinnfrage: Wo landete die Münze im Europapokalspiel (1965) 1 FC Köln gegen FC Liverpool (siehe GEROLLTES)

3 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Lali Puna am Mittwoch im Zoom. Gewinnfrage: welches Konzert empfiehlt Andrea für Dienstag?

3 x 2 Kinotickets (freie Filmwahl) für das Europäische Filmfestival der Generationen vom 23.-26.10. Gewinnfrage: Wie heißt der Abschlussfilm, der am 26. gezeigt wird?

Freitag 20. Oktober: Party in der PIK Dame

(Daniela)

Ich habe heute noch nichts vor. Unglaublich!
Also könnte ich in die Pik Dame gehen, denn da legt heute DJ Day auf und der muss unglaublich gut sein und das sagen nicht nur P-Do und Herr Weller, sondern das sagt auch Aloe Blacc: “DJ Day is the best deejay/musician I know. There aren't many other deejays who can also claim skill as a turntablist, multi instrumental musician, beat maker, and singer. I am honored to know and humbled to work with such a talented and genuine artist.”

Und wenn man das hier so liest, dann muss ich da heute Abend da auf jeden Fall hin: "DJ DAY ist ein Ausnahme-DJ und Musiker aus Palm Springs in Kalifornien, der sich seine Sporen in der Underground Szene von Los Angeles verdient hat. Im Rahmen diverser Solo-Touren und an der Seite von Aloe Blacc, Exile und People Under the Stairs hat er die Welt mehrfach umrundet, dabei die Bühne mit Stars wie Amy Winehouse, Badly Drawn Boy, Eminem oder Grandmaster Flash geteilt und durch seine abwechslungsreichen DJ Sets in Kombination mit Skills en masse weltweit Fans gewonnen, darunter Koryphäen wie Gilles Peterson und DJ Jazzy Jeff. Als Produzent hat er drei Alben und ein Dutzend Singles veröffentlicht, unter anderem den Underground Hit "Four Hills" der in der Worldwide Show auf BBC Radio 1 zum "Track of the Year" nominiert wurde und von von einer bekannten Schuhmarke für eine Werbekampagne genutzt wurde. In Frankfurt ist er zum zweiten Mal zu Gast, nachdem er 2011 in der Pik Dame den Laden nach allen Regeln der Kunst aus den Angeln hob.

Davor und danach spielen Weller und Pedo Knopp ultrafreshe Sounds und groovy Underground Classics aus allen vier Ecken dieser Welt!
Now get ready for the heavy heavy monster sound!

Eintritt: vor 24 Uhr: 8€ | danach 10, Pik Dame, Elbestraße

Freitag, 20.Oktober: Of/Soundtrackday

(Andrea)

Wir sind heute in Faro und schauen uns die Stadt an. Sonst hätte ich den Freitag gut und gerne in der HfG verbracht, das Thema finde ich spannend: »MUSIK UND FILM SIND BEIDE IN DER ZEIT STATTFINDENDE KUNSTFORMEN, DAHER VERSTEHEN SIE SICH SO GUT.«Der SOUNDTRACKDAY 2017 bietet eine fächerübergreifende Plattform, um einen intensiven Tag lang die Anforderungen zeitgenössischer Soundarbeit / Filmmusik zu erfahren und erörtern. 10:00 Begrüßung (Rotraut Pape / Heiner Blum / Patrick Raddatz) 10:15 SOUNDS & MUSIK ZUR PRÄZISIERUNG VISUELLER WELTEN (Rotraut Pape / Alex Oppermann) 11:00 TON-BILD BEZIEHUNGEN – MUSIKDRAMATURGIE IM FILM (Peter W. Schmitt / Sascha Wild) 12:00 DIE MUSIK ZU „BEUYS“ – KONZEPT, STRATEGIEN, MUSIKALISCHE ENTSCHEIDUNGEN (Ulrich Reuter) 13:15 Pause 14:00 AUDITIVER RAUM AM BEISPIEL DER MUSIK FÜR DEN SPIELFILM FINSTERWORLD (Michaela Melián) 15:15 KOMPOSITION IM STREAMING-ZEITALTER (Tina Pepper) 16:30 Pause 16:50 SCORE WAS DU WILLST – ABSEITS DES MAINSTREAMS (Michael Kamm) 18:00 Ende HfG Offenbach / Wintersemester 2017/18 Semesterschwerpunkt FILMMUSIK/SOUNDTRACK Eine Kooperation der Lehrgebiete ELEKTRONISCHE MEDIEN (Alex Oppermann), EXPERIMENTELLE RAUMKONZEPTE (Prof. Heiner Blum) , FILM / VIDEO (Prof. Rotraut Pape ), INSTITUT FÜR KLANGFORSCHUNG (Prof. Heiner Blum, Dipl.-Des. Patrick Raddatz )und dem Film- und Theatermusik-Komponisten Peter W. Schmitt und der B3 ELEKTRONISCHE MEDIEN 2017 Grafikdesign: Klaus Hesse

Freitag, 20.Oktober: Of/ Tanztheater

(Andrea) 

Schade. Wenn ich da wäre, würde ich mir heute das Tanztheater von und mit Katerina Vlasova und Amadeus Pawlica in der Bleichstraße anschauen. LIEBE ist ein Stück über eines der größten Gefühle unseres Lebens. Eine Hommage an die Schmetterlinge im Bauch, die Probleme einer Beziehung und die unzähligen Liebeserklärungen dieser Welt. http://bit.ly/2gjB

G E R O L L T E S

(Uwe)

Regel 1: Das Spielfeld ist rechteckig und wird mit Linien abgegrenzt. Die Seitenlinien (min. 90 m/max. 120 m) sind zwingend länger als die Torlinien (min. 45 m/max. 90 m). Wegen der großzügig formulierten Vorgaben können sich bei den unterschiedlichen Vereinen einer unteren Klasse Spielflächen zwischen 4.050 und 10.800 Quadratmetern ergeben. In der Bundesliga und im Europapokal sind die genannten Bandbreiten wesentlich enger definiert.

Spiele können auf einer natürlichen oder künstlichen Unterlage ausgetragen werden. Mehr steht in den Regeln nicht, nur dass die Spielfläche grün sein sollte. Beschaffenheit und Qualität sind mehr oder weniger egal, solange die Gesundheit der Spieler nicht ernsthaft gefährdet wird. So kann einem als Kreisligaspieler zwischen Englischem Rasen und Maulwurfzuchtgebiet, zwischen Hightech Kunstrasen und überdimensionalen Läufer aus der Teppichdomäne oder zwischen gepflegten Aschenplatz und Schotterparkplatz alles begegnen. Bei kleinen Vereinen ist die Qualität des Spielfeldes nicht selten davon abhängig, wie sehr der Platzwart seinen Sportplatz liebt.

In der Bundesliga sind die Ansprüche natürlich deutlich höher, trotzdem sieht man auch dort immer wieder Rasenfelder, auf denen mehr Sand liegt als in einem Strandabschnitt auf Sylt oder die morastiger sind als ein Moor am Harzer Brocken. Entsprechend hochwertig ist der Fußball, der auf solchen Plätzen gespielt wird. Es sind dann für gewöhnlich "Kampfspiele" zu sehen, in denen die eigentlich unterlegene Mannschaft die schlechten Platzverhältnisse zum Vorteil nutzen kann. Und das ist gut so. Letzte Pokalsaison sollten die Sportfreunde aus Lotte (3. Liga) im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund (1. Liga) spielen. Das Spiel in Lotte fiel witterungsbedingt aus. Dortmund jammerte wegen angeblicher  Terminengpässe so lange rum, bis das Nachholspiel ins nahe an Lotte gelegene Osnabrück gelegt wurde (die Austragung erschien dort bei der Prognose "anhaltend schlechtes Wetter" wahrscheinlicher). Der Heimvorteil, den Lotte in diesem Wettbewerb weit gebracht hat, entfiel und Dortmund hatte leichtes Spiel.

Sollten solche Vorkommnisse dadurch vermieden werden, dass in höheren Ligen und im DFB Pokal Kunstrasenplätze vorgeschrieben werden, damit das Spiel oder die Qualität des Spiels nicht vom Wetter und der Motivation des Platzwartes abhängig ist? Nein, sollte es nicht. Äußere Umstände wie den Einfluss von Regen komplett abzuschaffen, würde dem Sport wieder ein Stück seiner Reinheit nehmen.

Der Eintrachttipp (von einem Schalke-Fan)
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1-3

Zum Abschluss noch sinnloses Wissen über morastige Sportplätze
Zweimal kein Sieger – dies sah 1965 nach damaligem Reglement ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz vor. Es spielten im Europapokal der 1 FC Köln und der FC Liverpool gegeneinander. Auch das Entscheidungsspiel endete Unentschieden. Statt durch ein Elfmeterschießens (gab es damals noch nicht) sollte das Spiel durch eine Münze entschieden werden. Doch selbst das gelang nicht auf Anhieb, diese landete senkrecht im Morast.

Samstag 21. Oktober: Eintracht-Dortmund

(Daniela)

Uwe tippt ja auf ein 1:3, aber wie Astrid gestern Abend so schön gesagt hat "Der liegt ja mit seinen Tipps immer falsch".

Ich tippe auf ein 2:0. Warum? Weil Dortmund hier bei uns nicht gewinnen darf. Das geht gar nicht und nach dem Pokalfinale schon erst recht nicht.
Ich trage ja normalerweise kein Trikot, aber heute ziehe ich mein Pokalshirt an und hoffe, dass die Kurve alles gibt.

Samstag 21. Oktober: LOOPINSLAND

(Daniela)

Ich bin heute Abend anderweitig unterwegs, sonst wäre ich zu gerne zu LOOPINSLAND gegangen, denn das neue Programm von Matthias Keller hört sich super an.

"Mit Gitarre und Piano bewaffnet – so kennen wir Matthias Keller. Für seine legendären Lesungen und Singungen würdigte ihn die renommierte FAZ als „wahren Entertainer“. Und als solcher kommt er nun mit zwei Mikrofonen im Halfter auf die Bühne. High Noon zur besten Sendezeit. Dazu auf dem Boden um sich herum: eine Batterie von Knöpfchen, Schaltern, Pedalen und Kabeln. Von dieser Loop-Station hat das neue Programm seinen Namen: LOOPINSLAND.

Keller mutiert zur „Ein Mann Big Band“. Eine Stimme für alle Fälle – nichts scheint unmöglich. Spur um Spur werden Rhythmen, Harmonien, Melodien und Effekte zu einem kompletten Song, einer komplexen Szenerie aufgebaut. Das Publikum erlebt diesen kreativen Prozess hautnah mit, ist fasziniert und gefesselt, auch von der verwirrenden Choreografie, die Kellers Füße dabei aufs Parkett legen. Tretminen, so nennt der Künstler seine elektronischen Helferlein. Was auf diesen als wahnwitziges Experiment begann, ist längst zum konsequenten Konzept geworden.
Keller, der seit über 20 Jahren erfolgreich als professioneller Sprecher, Sänger und Musiker arbeitet, zieht mit LOOPINSLAND alle Register seines Könnens. Spielend gelingt ihm der fliegende Wechsel von bitterböser Lästerei zum herzergreifenden Gospel (Down in the river to pray). Er überzeugt als Balkan-Blaskapelle ebenso wie als Pop-Band, zaubert den Klang der Hippie-Ära (A horse with no name) und den coolen Sound der Achtziger aus seiner Kehle (Blue monday). Textlich bleibt es bei klugem Nonsens und Wortakrobatik, ob er nun Telefonate mit sich selbst führt, natürliches Braindoping betreibt oder eine Sammlung absurder Warnhinweise präsentiert. Lässig und souverän beatboxt sich der charmante Tausendsassa durch hessische Wortgebilde und doziert in bester Terra X-Dramatik über den Ohrwurm. Handpuppeneinsatz inklusive. So gelingt es Keller perfekt, sein akustisches Prinzip auch optisch umzusetzen: das Spiel mit sich selbst!
Nach knapp zwei packenden und unterhaltsamen Stunden, endet LOOPINSLAND mit Glockengeläut, Feuerwerk und tosendem Applaus für einen Künstler, der alles kann. Nur nicht langweilen."

19:30, Apfelweinkneipe Zum Rad (Seckbach), Karten: 19,-€

Samstag, 21.Oktober: Of/Mehrgän

(Andrea)

Ich hoffe, dass ich es mal irgendwann selbst in den Orient schaffe und wenn ich nicht mit meiner Madame in Portugal unterwegs wäre, wäre ich heute sehr sicher im Hafen2 ..."Das Mehrgān-Fest (persisch مهرگان,) gehört neben Nouruz und dem Yaldā-Fest zu den ältesten traditionellen Festen in Iran, Afghanistan Tadschikistan, Usbekistan, Aserbaidschan usw. Es wird im Oktober gefeiert, da das persische Neujahr (Nouruz) mit dem Frühlingsanfang zusammenfällt.Die Feier im Hafen 2 ist auch ein Wiedersehensfest mit vielen ehemaligen BewohnerInnen der Offenbacher Erstaufnahme-Unterkunft, die vor zwei Jahren den Hafen 2 auf turbulente, spannende, interessante und schöne Weise umkrempelten. Es gibt Essen, Musik, Tanz und einige Ansprachen in deutscher und persischer Sprache. Gefeiert wird von 15 bis 20 Uhr und der Eintritt ist frei.

Sonntag 22. Oktober: Sunday Jam

(Daniela)

Ich liebe das Lucille, auch wenn ich viel zu selten da bin. Heute wäre mal wieder eine wunderbare Gelegenheit, denn heute findet die erste SUNDAY JAM statt und Thore Benz spielt am Bass, wäre ich also nicht am Fußballplatz in Groß Gerau, wäre ich heute dort.

Nach dem Eröffnungsset mit Gabriel Gabu-Git/Voc .und Thore Benz-Akustik Bass/Voc. ist das Podium frei für spannende musikalische Begegnungen.
Außerdem findet im KAFFEEHAUS/Plattenladen ein extravaganter Flohmarkt für Vinyl & Mode statt!

Ab 16:00 Uhr im Kaffeehaus Lucille, Friedberger Landstraße 100

Sonntag, 22.Oktober: Of/ Initiative Hauptbahnhof

(Andrea)

Anfang des Monats fand das erste offizielle Treffen der Initiative im Kunstverein KOMM statt, bei dem Gebäude und Ideen vorgestellt wurden. Heute um 16 Uhr gibt es ein Treffen im Hafengarten und wer noch zögert, schaut erst auf die Seite https://hbfof.wordpress.com/ und geht dann hin. Ich hätte dann gerne ein Protokoll, mindestens aber ein update. Danke!

G E H Ö R T E S

Freiheit ist zur Zeit nicht lieferbar – oder:
In "Qualityland" macht Marc Uwe Kling (beinahe) Schluss mit Lustig

von Christian Arndt

Peter Arbeitsloser hat ein Problem. Er ist gelangweilt, unterfordert und kann sich schlecht entscheiden. Dann verlässt ihn auch noch seine Freundin Sandra Admin. Dadurch sinkt sein vom "System" berechnetes Persönlichkeitslevel auf unter 10, wodurch er automatisch zum "Nutzlosen" degradiert wird. Klingt komisch? Ist aber so. In der dystopisch-bizarren Welt von "Qualityland," dem neuesten Werk von Marc Uwe Kling soll der Androide John Of Us zum Präsidenten gewählt werden (nicht die schlechteste Wahl), und die Kinder bekommen als Nachnamen den Beruf eines Elternteils verpasst. Das ist gut für Martin Vorstand und Nico Parteichef, aber weniger gut für die Tochter einer Sexarbeiterin oder eben für Peter Arbeitsloser, den Antihelden der Geschichte, der eine Schrottpresse betreibt. Es ist kein besonders hoch angesehener Beruf, defekte Androiden zu kleinen Würfeln zu pressen und zu recyceln. Zumal Peter ... aber das wird hier noch nicht verraten.

Als der vom Schicksal ohnehin arg gebeutelte Herr Arbeitsloser auch noch vom weltgrößten und (einzigen) Versand "The Shop" unaufgefordert einen pinkfarbenen Delfinvibrator zugeschickt bekommt, ist für ihn das Maß voll. Weil Kling (nomen est omen) mit seiner Stimme das ganze Stimmungsspektrum von leichter Genervtheit über unterschwelligen Zorn bis hin zu totaler Resignation so hervorragend abbilden kann, wirken seine zunehmend verzweifelten Anrufe bei der inkompetenten Hotline so schreiend komisch, dass dieses Hörbuch für Autofahrer zur ernsten Bedrohung werden kann. Auch die zahlreichen – übrigens in der "hellen" und der "dunklen" Version des Hörbuchs jeweils unterschiedlichen – Werbeeinblendungen sind zum Teil haarsträubend komisch.

Doch im Gegensatz zu den Känguru-Chroniken, mit denen Marc Uwe Kling  zum Shooting Star der deutschsprachigen Sprechkunst wurde, bleibt einem bei "Qualityland" das Lachen regelmäßig im Halse stecken. Hier trifft Orwells "1984" auf Dave Eggers' "The Circle," und diese Qualitätsgeschichte ist unter anderem deshalb so gut, weil sie nur konsequent das weiterspinnt, was wir dank Alexa, Siri und "Ok Google," dank Tesla und dem "Smart Home" heute schon haben. Wer sich aus Bequemlichkeit und/oder technikaffiner Neo-Hipness darauf einlässt, wird permanent abgehört und vom "Netz" in einen Kokon aus eigenen Nutzerdaten eingesponnen. In Klings naher Zukunft verschwinden einfach nur die letzten weißen Flecken auf der digitalen Landkarte, die letzten Rückzugsmöglichkeiten. Seit den "Konsumschutzgesetzen" ist übrigens jede Reparatur und jedes Update verboten, die Wirtschaft verlangt bei jedem Defekt unerbittlich nach Austausch und Ersatz des ganzen Gerätes. In dieser Welt ist es nur logisch, dass wir irgendwann auch gar nichts mehr bestellen, sondern per Lieferdrohne automatisch alles geschickt bekommen, was die Algorithmen des Systems für uns ausgewählt haben. Peter lebt in einer Welt, wo mit "Touchkiss" bezahlt wird, weil Hacker längst die Fingerabdruckdaten der gesamten Weltbevölkerung geklaut haben. Die vordergründig niedliche Idee, per Kuss zu bezahlen, entpuppt sich so als verzweifelter Akt einer von Identitätsdiebstahl bedrohten totalitären eCommerce-Welt.

Aber zurück zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte: Weil das System Peter schlichtweg nicht glaubt, dass der rosa Delfinvibrator ein "unerwünschtes Produkt" darstellt, verweigert es die Rücknahme. Schlimmer noch, die oberste Service-Fachkraft ändert während des Gesprächs mit ihm schnell die AGBs, die Peter dann nur mit einem "OK" über sein Qualitypad akzeptieren kann. Eine andere Option gibt es nicht, denn in Qualityland wurde längst das binäre System aus Nullen und Einsen durch das "singuläre" System ersetzt, bei dem die Null auch noch weggefallen ist. "Der Algorithmus, wo jeder mit muss" lässt grundsätzlich nur eine Möglichkeit der Interaktion zu, nämlich "OK."  Doch wie Peter langsam dämmert, ist in Qualityland beileibe nicht alles OK, und so tut er erstmals im Leben etwas Heroisches, in dem er seinem eigenen und womöglich einem viel weitreichenderen Menschheits-Problem auf den Grund geht. Doch das, liebe Kundinnen und Kunden, solltet Ihr Euch unbedingt selbst anhören. OK?

Marc-Uwe Kling "Qualityland", 7 CDs - erschienen bei Hörbuch Hamburg
www.hoerbuch-hamburg.de

23.-26. Oktober: Europäisches Filmfestival der Generationen

(Daniela)

Bereits zum 8. Mal findet das Europäische Filmfestival der Generationen statt. Auch diesmal wieder in Frankfurt: vom 23.-26. Oktober 2017!

"Mit hochwertigen, unterhaltsamen und informativen Filmen sollen Fragen des Alterns und des demographischen Wandels aufgeworfen und mit dem Publikum erörtert werden: Wie wollen wir in einer älter und bunter werdenden Gesellschaft miteinander friedvoll und solidarisch leben? Wie kann der Dialog zwischen den Generationen und Kulturen gefördert und wie kann Sorge und Mitverantwortung in der Kommune gestärkt werden?

Hierzu will das Festivalprogramm Anregungen und Denkanstöße geben und einen Beitrag zu einem aktiven, selbst gestalteten und differenzierten Altersbild leisten. Die aktuellen Dokumentationen und Spielfilme zeigen ältere Menschen, die vor neuen Aufgaben und Herausforderungen stehen und dabei Ängste überwinden („Trockenschwimmen“), sich kämpferisch gegen Behörden zur Wehr setzen (Ich, Daniel Blake“, „Für immer dein“), sich mit der eigenen bewegten Lebensgeschichte auseinandersetzen („Haymatloz“) oder sich gegen die Widerstände aus der Familie auf eine neue Liebe einlassen („Hinter den Wolken“)"

Heute wird das Festival um 18:00 Uhr eröffnet und im Anschluss zeigen sie den Film RABBI WOLFF, auf den ich mich sehr freue (Eintritt frei)

"William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt. 

Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet Willy Wolff.
Mit seiner unkonventionellen Art und seinem herzhaften Lachen begeisterte der Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern die Zuschauer bereits in Britta Wauers Publikumshit Im Himmel, unter der Erde (2011), einem Dokumentarfilm über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Wauers neuer Film zeigt nun den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland.
Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf."

Das ganze Programm findet ihr hier.

Dienstag 24. Oktober: Bernhoft

(Andrea)

Wenn der Flieger sehr schnell ist, könnte ich es noch schaffen....

Norweger. Soulsänger. Grammynominiert. Drei Begriffe, die man normalerweise so nicht zusammen assoziiert.  Yeah, Bernhoft sieht nicht nur gut aus, sondern der Norweger hat Soul. Nach erfolgreicher Tour im vergangenen Jahr und beeindruckendem Auftritt beim ELBJAZZ Festival 2017 in Hamburg kommen Bernhoft und seine Band The Fashion Bruises nun für drei weitere Konzerte zurück nach Deutschland! Zwei Jahre nach seinem dritten Album „Islander“ veröffentlicht Bernhoft nun ein EPK mit dem Titel „Stop / Shut Up / Shout it Out“ (Embassy of Music), mit dessen Titelsong er glatt als verlorener Enkel von Stevie Wonder durchgehen kann. Die Los Angeles Times schwärmte nach seiner Grammy Nominierung „Er ist so offensichtlich ein Star, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er auch in den Staaten landesweit seinen Durchbruch erlebt“. Am 24. Oktober in der Batschkapp. 

Dienstag, 24.Oktober: OF von unten

(Andrea)

 

DIE LINKE lädt heute zu einem spannenden Vortrag und wenn ich da wäre, würde ich mich mal in deren Räume wagen: "Weil in den siebziger Jahren viele italienische Gastarbeiter in den Wohnblocks am Wald zwischen Neuem Friedhof und Bieber wohnten, kannte ich das als Kind nur als "Mariosiedlung". Irgendwann habe ich dann gecheckt, dass die eigentlich Lohwald-Siedlung heißt. In den Achtzigern waren die Italiener schon lange weggezogen, da galt die Gegend an der Kastanienallee als gefährliches Pflaster und "wurde Ende der 1990er-Jahre von der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung zum Abriss freigegeben. Ihre Bewohner*innen wurden auf das gesamte Stadtgebiet umgesiedelt. Der Lohwald hat sichtbar gemacht, wie Menschen in dieser Gesellschaft systematisch ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Ein Umstand, der sich in den vergangenen zwanzig Jahren in keiner Weise zum Besseren verändert hat. Der Vortrag widmed sich dieser Episode jüngerer Offenbacher Stadtgeschichte und stellt dabei Bezüge zur heutigen Sozial- und Armutspolitik her. Einmal wollen wir uns die Geschehnisse nicht von Expert*innen der Stadtverwaltung, Marketingabteilungen oder Planungsbüros erklären lassen, sondern selber - als Einwohner*innen - über die Stadtgeschichte, die politischen Geschehnisse, sowie über alltägliche Erfahrungen in dieser Stadt reden. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle Bewohner*innen dieser Stadt, die an einem solidarischen Austausch über aktuelles und vergangenes Stadtgeschehen interessiert sind." 19 Uhr in der Taunusstraße 2

Mittwoch 25. Oktober: Lali Puna

(Daniela)

Gestern THE NATIONAL in Berlin. Das muss jetzt erstmal reichen. Solltet ihr aber Lust auf ein feines Konzert haben, so geht doch heute Abend ins Zoom. Da spielt Lali Puna.

"1999 veröffentlichte die Band ihr Debüt und setzte damit neue Maßstäbe für elektronische Popmusik. Lali Puna haben eine Evolution von minimalistischen, experimentellen Anfängen zu Vorreitern moderner Popmusik durchlaufen. Ein seltenes Hörerlebnis und das Ergebnis liebevoller Handarbeit und höchster Songwriterqualitäten." Das hört sich sehr gut an!

https://youtu.be/FfenlNjnePQ

http://www.lalipuna.de

Donnerstag 26. Oktober: Europäisches Filmfestival der Generationen

(Daniela)

Ich freue mich sehr, dass ich den Abschlussfilm LEANDERS LETZTE REISE, des Europäischen Filmfestival der Generationen, moderieren darf, zu dessen Vorführung die großartige Schauspielerin Suzanne von Borsody nach Frankfurt kommt.

"Adele (Petra Schmidt-Schaller) jobbt als Kellnerin und liegt im steten Clinch mit Mutter Uli (Suzanne von Borsody). Als ihr Großvater Eduard Leander (Jürgen Prochnow) im Frühling 2014 plötzlich ohne viele Worte Richtung Ukraine aufbricht, soll Adele ihn in letzter Sekunde aufhalten. Doch der störrische Alte lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Er hat sich in den Kopf gesetzt, seine verlorene Liebe wiederzufinden, die er als junger Wehrmachtsoffizier im Osten zurücklassen musste. So landet Adele wider Willen mit im Zug und muss die Reise gemeinsam mit Eduard in die von Kriegswirren geplagte Ukraine antreten. Eine abenteuerliche Reise quer durch alle Fronten beginnt...

In seinem ebenso gefühlvollen wie aufwühlenden Drama schlägt Nick Baker Monteys (DER MANN, DER ÜBER AUTOS SPRANG) Brücken zwischen Jung und Alt, krisengeschüttelter Ukraine und deutscher Vergangenheit, privater Geschichte und politischer Historie. LEANDERS LETZTE REISE ist ein berührendes Roadmovie, das dem Kino bislang vollkommen unbekanntes Terrain erschließt. In den Hauptrollen liefern sich Jürgen Prochnow (THE DA VINCI CODE – SAKRILEG, DAS BOOT) und Petra Schmidt-Schaller (STEREO, SOMMER IN ORANGE) einen pointierten Schlagabtausch. Suzanne von Borsody (HANNAS REISE, HANNI & NANNI 1-3) überzeugt als dauergenervte Mutter, Tambet Tuisk (ICH UND KAMINSKI, TSCHILLER – OFF DUTY) als charmanter Lebenskünstler." (www.tobis.de)

Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=K7QqFRp57wg

Donnerstag, 26.10.: Vernissage

(Petra)

Mein lieber Bekannter Per, dessen Fotos ich sehr liebe, ist wieder mit dem Bund Freier Fotografen aktiv (letztes Jahr hatte er die super Outdoor-Ausstellung auf Großflächen auf der Hanauer Landstrasse organisiert - Ihr erinnert Euch vielleicht): Die BFF Regionen Bayern, Baden Württemberg und Hessen haben sich dieses Mal zusammen getan, um die Ausstellung „Trigger“ auf die Beine zu stellen. 37 Fotografen aus allen drei Regionen haben Fotografien zu diesem
Thema eingereicht und nach Stuttgart wird die Ausstellung heute in der Frankfurter MyZeil eröffnet. Nix wie hin - besser als Shoppen.
 
Trigger, BFF Südwind, MyZeil (4. Stock), Vernissage, Uhrzeit: 19 Uhr, für Getränke ist gesorgt, Ausstellung bis 05.11.2017

V O R S C H A U
Ab 28. Oktober: Von Bitch bis Burka

Das neue Theaterprojekt von Art-Q e.V. mit geflüchteten Frauen, Ehrenamtlerinnen und Frauen aus Business und Führungspositionen.

Geflüchtete Frauen treffen auf Ehrenamtlerinnen und Frauen aus Business und Führungspositionen der Deutschen Bank. Seit Februar beschäftigen sich die rund 20 Teilnehmerinnen in wöchentlichen Proben mit dem Thema „Frau-Sein“. In den letzten Monaten hat die Gruppe intensiv an eigenen Texten geschrieben und Szenen entwickelt. Von Bitch bis Burka – welche Klischees leben wir, was bedeutet es in anderen Kulturen, eine Frau zu sein? Wie viel Gewalt ertragen Frauen noch, bis alle es gesehen haben? Und die entscheidende Frage: „Bin ich schön?“

Diese und viele andere Fragen werden dem Publikum in „WoMan - von Bitch bis Burka“ auf künstlerische Weise nähergebracht.

Nach dem großen Erfolg der Oper „Hänsel, Gretel, Du und Ich – eine Oper auf der Flucht“ (2015/2016) ist das Theaterprojekt mit Frauen bereits die dritte Produktion in Folge, die Art-Q mit Geflüchteten inszeniert.
Regie: Maja Wolff und Timo Becker

Aufführungen:
Premiere: Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr
Sonntag, 29. Oktober, 20 Uhr, Donnerstag, 02. November, 20 Uhr, Freitag, 03. November, 20 Uhr, Samstag, 04. November, 20 Uhr
Ort: antagon Halle, Orber Str. 57, Frankfurt
Karten gibt es hier: art-q.net/kartenreservierung/

Into the wild - Designrundgang

(Andrea)

Schwarzraum 2.0, burn the bunny. Nie gehört? Cosa Lux? Ok. Zeit für einen Designrundgang durch Offenbach. Die Stadt ist nämlich immer noch Kreativcity, aber inzwischen mit Understatement und ohne Bohei. Am 3. November öffnen einige der hiesigen Agenturen Interessierten zwischen 10 – 20 Uhr ihre Türen und gewähren Einblick in ihre Arbeit und Unternehmenskultur. Anmeldung unbedingt erforderlich. www.intothewild.design


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