Nr. 21 / 02.06.2017
Inhalt: Berlin war der Hammer. / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / DIES UND DAS / Freitag 2. Juni: Freitags-Treff / Freitag 2. Juni: Brazil auf dem Yachtklub / Freitag 2. Juni: Jazz im Montez / Freitag 02. Juni: Terry Riley in den mousonturm! / Freitag 2. Juni: OF / 35mm Workshop / Freitag 02. Juni: OF / Kurzfilmabend von Jos Diegel / Samstag 03. Juni: MEDEA / Pfingstsonntag 04. Juni: OF/Konzert / Pfingtsmontag 05. Juni: Drei Tage auf dem Land / Dienstag 06. Juni: TOKAT / Dienstag 06. Juni: ELEMOTHO in der Brotfabrik / Mittwoch 07. Juni: 2 Stücke von Rabih Mroué im mousonturm / Mittwoch 07. Juni: SPOTLIGHT in der Alten Oper / Donnerstag, 8. Juni: OF / Konzert / Donnerstag 08. Juni: LUCILLE / Freitag 09. Juni: Richtung Wahrheit - Eine ganztägige Tagung / Hörbuch-Rezension von Christian Arndt / FESTIVAL SPEZIAL_01 / FESTIVAL SPEZIAL_02 / FESTIVAL SPEZIAL_03 / FESTIVAL SPEZIAL_04 / FESTIVAL SPEZIAL_05 / Impressum

Berlin war der Hammer.

Wir haben zwar nicht den Pokal geholt, aber irgendwie haben wir trotzdem gewonnen.

Denn die Mannschaft hat super gespielt, die Finnische Spinne hat nen doofen Fehler gemacht und der Pfosten stand halt nun Mal am falschen Platz.

ABER, wir waren mit Abstand die geileren Fans! Das war Gänsehaut pur! Ein fettes Lob an die ULTRAS!
Ich bin total glücklich dabei gewesen zu sein!

Jetzt ist Fußballpause und es ist wieder Zeit zum Wandern und für Kultur!

Ich habe mir eben Martins wunderbaren Theatertipps durchgelesen und ich muss wohl irgendwie schauen, dass ich am Samstag noch MEDEA sehe.

Und nächste Woche will ich in die Alte Oper zu SPOTLIGHT und ich will nach Offenbach zu Herrn Schmidt in die schönen Parkside-Studios. Apropos Offenbach: Andrea ist die Woche nicht da. Daher kommt Offenbach heute etwas kurz und Petra hat zu viel um die Ohren, daher auch kein GEDRUCKTES. Aber dafür gibt es wieder eine Hörbuchrezension von Christian.

Die Festivaltipps der letzten Woche haben wir drinstehen gelassen... sie sind ja noch aktuell. (

Nächste Woche kommen noch mehr dazu.

Jetzt muss ich mich sputen!

A dopo!

Daniela

Vielen Dank an meine heutigen Co-Autoren Martin Grün und Christian Arndt.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf meiner Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Du findest die Ausgehtipps toll und möchtest, dass es sie auch im 11. Jahr noch gibt?

Dann werde Freund*in
, ob als Privatperson, als Unternehmer*in oder als Anzeigenschalter*in... hier gibt es alle Infos.

(Wenn Du mit all den Formularen nicht weiter kommst, dann schicke einfach ne Mail an: freunde@cappelluti.net)

ZU GEWINNEN

Für die folgenden Tickets bitte nette Antworten mit Angabe von Vor- und Zuname, an: ausgehtipps@cappelluti.net

2 Karten für Erwachsene für den 35 mm Filmworkshop mit Jos Diegel am 2.6. Gewinnfrage: Welches Festival findet in Mansbach statt?

2 x 2 Karten für das Konzert von Elemotho am Dienstag in der Brotfabrik. Gewinnfrage: Welche Band spielt am Donnerstag in den Parksidestudios?

2 x 2 Gästelistenplätze für die Brazil Party am Freitag auf dem Yachtklub. Gewinnfrage: Wo gehe ich am Mittwochabend hin?

1 x 2 Karten für die Derniere von Medea am Samstag im Schauspiel. Gewinnfrage: „Wie heißt der Regisseur?“

1 x 2 Karten für die Derniere von Drei Tage auf dem Land am Montag im Schauspiel. Gewinnfrage: „Wie heißt der Regisseur?“

2 x 2 Karten für „Photo-Romance (Version No. 2)“ am Dienstag im Mousonturm. Gewinnfrage: Welche Inszenierung empfiehlt Martin für Montag?

2 x 2 Karten für „Rima Kamel“ am Dienstag im Mousonturm. Gewinnfrage: Welche Filmvorführung empfehle ich für Freitag?

3 x 2 Karten für SPOTLIGHT am Mittwoch in der Alten Oper. Gewinnfrage: Wer legt am Donnerstag im Lucille auf?

DIES UND DAS

PRAKTIKUMSPLATZ zu vergeben!(1.000,- € im Monat)

Nachdem ich ja Jahre lang bei den Grünen "nur so" mitgemischt habe, bin ich ja seit einem Jahr hauptberuflich dort. Eine meiner Aufgaben ist es auch Wahlkämpfe zu organisieren und das ist echt ziemlich viel Arbeit aber auch verdammt spannend. Ich freue mich daher total, dass wir ab Juli ein dotiertes Praktikum ausgeschrieben haben und noch mehr freue ich mich über tolle Bewerbungen von motivierten Student*innen, die Bock haben 3 Monate mit mir, bzw. den Grünen, zusammenzuarbeiten. Wäre toll, wenn ihr das mal "streuen" könntet. Ich kenne zur Zeit mehr Menschen die 50 werden, als Student*innen.
https://www.gruene-frankfurt.de/partei/kreisverband/stellenanzeige/

Künstler*innen suchen eine Unterkunft in Offenbach:
Vom 2. bis zum 9. Juli werden die drei Kollektive YRD.Works, les trucs und contact Gonzo in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm auf dem Gelände der Kreßmann-Halle am Offenbacher Hafen die 1. Offenbacher Seefestspiele veranstalten. Für die vier Performer*innen von contact Gonzo aus Osaka suchen wir in Offenbach vom 15.6. bis zum 10.7. (in der Nähe zum Offenbacher Hafen) eine Unterkunft. Die Aufteilung auf zwei Wohnungen ist auch möglich. Hinweise, Tipps und Mietangebote bitte an dramaturgieassistenz@mousonturm.de oder 069 405 895 61-55

Freitag 2. Juni: Freitags-Treff

(Daniela)

Hätte ich nicht schon was anderes vor, würde ich heute Abend zum Freitags-Treff gehen, denn das scheint ja der absolute "place to be" zu sein.

Es ist echt klasse, wie das Konzept von Uli und Jesko so schnell aufgegangen ist un sie den Paradiesplatz beleben.

Es gibt sehr sehr leckeren Riesling, Apfelwein und super Essensstände.

16:00-22:00 Uhr

Freitag 2. Juni: Brazil auf dem Yachtklub

(Daniela)

Und dann wäre ich heute Abend auf jeden Fall auf den YACHTKLUB gegangen. Mein  absoluter Lieblingsort. Heute Abend legen Pedo Knopp und Guy Demossian auf und das wird bestimmt eine großartige brasilianische Nacht bei dem tollen Wetter!

SARAVÁ ★ música e alegria ★ ★ Brazilian music all night long ★

"Dass Pedo Knopp und Guy Dermosessian zueinander fanden ist kein Zufall. Beide gelten als hungrige Sammler seltener Schallplatten aus dem afrikanischen und dem südamerikanischen Kontinent und stehen in Frankfurt und Bochum seit nun 15 Jahren für eine alternative Clubkultur der musikalischen Vielfalt.
Brasilianischer Musik kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Im Hip Hop vielfach gesampelt, in elektronischer Musik oft Ausgangspunkt für einen Remix und im Club immer ein Grund zum Zelebrieren.
Dieser Musik, die an traditionellem, ästhetischem, spirituellem und politischem Reichtum kaum zu überbieten ist, widmen Trust Your Audience und Kalakuta Soul Records nun die Zeremonie „Saravá“ – was in der spirituellen Tradition des Candomblé unter anderem „Willkommen“ bedeutet und als „Segen für alle Lebenden und Toten“ verstanden wird.

SARAVÁ! ♥

GUY DERMOSESSIAN (Kalakuta Soul Records, Bochum)
Seit sieben Jahren reist Guy Dermosessian mit seinem Label Kalakuta Soul Records durch die Clublandschaft Europas und spielt sorgfältig ausgesuchte Schallplatten aus allen vier Ecken der Welt. In seinen langen Sets trifft türkischer Funk auf nigerianischen Boogie, Música Popular Brasileira auf kenyanische Soukous und kubanische Guaracha auf kapverdische Coladeras. Kalakuta Soul entstand 2010 im Geiste der Kalakuta Republic, in dessen Hauptsitz – Shrine – endlose Musiksessions stattfanden und alle BewohnerInnen der Republik vereinten. So bringt Kalakuta Soul Records regelmäßig BewohnerInnen des Ruhrgebiets zusammen, um Musik bei Jam Sessions, Soul Picnics oder endlosen Clubabenden gemeinsam zu zelebrieren.

Yachtklub: Deutschherrnufer/Alte Brücke

Beginn: 22:00 Uhr

Freitag 2. Juni: Jazz im Montez

(Daniela)

Ich wäre aber auch gerne zu JAZZ IM MONTEZ gegangen, denn da spielt heute
MATTHIAS VOGT mit seinem Trio und ich hab die Jungs schon lange nicht mehr gehört!
Matthias Vogt - keys | Andreas Büschelberger - bass | Volker Schmidt - drums
https://www.facebook.com/<wbr></wbr>matthiasvogttrio/

RUBO W ÖLPL:
Peter Wölpl - guitar, electronics | Oli Rubow - dub drums
https://www.youtube.com/<wbr></wbr>playlist?list=PLsBouMJ3WvOd<wbr></wbr>PaAYh5zlqgbqPSwi9Vbrb

Aftershowparty by Kool DJ Kurt

Konzertbeginn: 21:30 Uhr , Einlass ab 20:30 Uhr

Kunstverein Familie Montez, Honselbrücke

Freitag 02. Juni: Terry Riley in den mousonturm!

"Terry Riley ist eine lebende Legende. Mit „In C“, das Riley 1964 für eine beliebige Zahl unspezifizierter Aufführender komponiert hat, schuf er das erste Werk der Minimal Music. Seine äußerst ungewöhnliche Mischung aus Jazz, Minimal, Weltmusik und Ragtime erweitert der Altmeister nun um einen zusätzlichen, spannenden Aspekt: Sein Sohn Gyan, ebenfalls Komponist, aber auch grandioser Gitarrenvirtuose, ergänzt die Auftritte des mittlerweile 81-Jährigen. Für eines von nur 2 Deutschlandkonzerten kommen Terry und Gyan Riley am 2. Juni exklusiv in den Mousonturm. Das Konzert-Highlight der Saison!"

Hier ein Interview mt Riley: https://www.youtube.com/watch?v=XMKJ9J1Lzf4
 
http://www.mousonturm.de/web/de/veranstaltung/terry-riley
 

Freitag 2. Juni: OF / 35mm Workshop

(Andrea)

Schade. ich bin nicht da. Sonst würde ich gerne bei Jos Diegel, den ich bisher immer in anderen Zusammenhängen, nämlich explizit Kunst, wahrgenommen habe, Filme machen lernen. „Der kinematografische Akt besteht darin, das der Tänzer selbst in den Tanz eintritt, sowie der Träumer in den Traum.“ - Gilles Deleuze. Jos Diegel bietet heute von 15 bis 18 Uhr einen 35mm- Workshop im Filmklubb an, (Unkosten- und Teilnahmebeitrag: 35,- € Erwachse / Kinder 15,-€ inklusive aller Arbeitsmaterialien (für Unterstützer/innen der Crowdfundingkampagne mit dem Dankeschön 35mm Filmworkshop entfällt der Beitrag)

www.filmklubb.de/index.php/platzreservierung

Freitag 02. Juni: OF / Kurzfilmabend von Jos Diegel

(Daniela)

Ich mag Jos Diegel sehr! Sandra Mann hat uns mal vor 2 Jahren miteinander bekannt gemacht und wir haben seitdem das ein oder andere Projekt zusammen gemacht. Zu gerne wäre ich daher heute Abend bei seinem Kurzfilmabend in Offenbach dabei!

"In besonderer Atmosphäre bei feinem Essen stellt der in Offenbach und Berlin lebende und tätige Filmkünstler einige seiner Kurzfilme vor.

Jos Diegels künstlerischer Tätigkeitsbereich verläuft Genreübergreifend oder vielmehr ohne Beachtung der Genres als solches. So nährt sich sein Schaffen aus einer Mischung und Verschränkung der Disziplinen, Film, Video, Malerei, Installation, Literatur, Performance und Theater dies betrifft ästhetische sowie produktionsbedingte, narrative sowie strukturelle Parallelen. Habtische, taktiele Ansätze der Malerei finden sich zum Beispiel wieder in Experimentalfilmen gedreht auf u.a. 16mm oder handbearbeitet auf 35mm, Bearbeitung von Performances und Selbstinszenierungen in Kurzdokumentarfilmen, sowie experimentell narrative und theoretische Auseinandersetzungen in real-fiktionale Filmen.

Jos Diegel, geboren 1982, spielt, experimentiert, unterhält und beschäftigt sich mit gesellschafts-politischen und normativ-narrativen Strukturen und begreift seine fröhliche, interdisziplinäre Wissenschaft im verhandeln und konstruieren post-dramatischer und alternativer Situationen."

www.josdiegel.de

Filmklubb Offenbach, Isenburgring36, 63069 Offenbach am Main

Beginn 19:00 Uhr

Samstag 03. Juni: MEDEA

(Martin)

Zwei Dernièren im Schauspiel Frankfurt – „Medea“ und „Drei Tage auf dem Land“!

Kein ‚Auf Wiedersehen’ – Vorbei für immer!
„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ sagt Hesse – und jedem Abschied gleichsam auch!

Ich mag diese besonderen allerletzten Vorstellungen mindestens genau so gern wie die eher doch aufgeregten Premieren. Meist lassen sich die Schauspieler*innen in diesen ‚Letzten’ (mehr oder weniger) spontan einen unerwarteten Gag einfallen. Das merkt dann zwar nicht jede*r, doch sind diese Theaterspäße sehr allerliebst!

Zwei äußerst sehenswerte Frankfurter Inszenierungen gibt’s nun zum definitiv allerletzten Mal zu sehen:

‚Medea’ – war eigentlich schon abgeschrieben – und ich hatte daher in einem früheren Newsletter auf die DVD hingewiesen. Nun erlebt Medea unerwartet im allgemeinen Reese-Abschiedsschmerz für zwei Vorstellungen tatsächlich eine Wiederauferstehung!

Wer dieses Medea-Theaterereignis verpasst, hat selbst die Schuld! Beides, Psychodrama und Krimi sind garantiert! Constanze Becker (auch sie verabschiedet sich aus Frankfurt) spielt und ‚ist’ Medea. Das ist kurios, man könnte die Darstellung einerseits als distanziert und kühl beschreiben und dennoch kommt einem diese ‚Furie Medea’, die aus tiefer Verletzung und Rache an ihrem Mann die eigenen Kinder tötet, doch so ganz nah. Constanze Becker wurde für ihre Darstellung mit dem Eysold-Ring und dem Deutschen Theaterpreis ‚Der Faust’ ausgezeichnet. Zum Theatertreffen in Berlin wurde die Inszenierung ebenso eingeladen. Mehr geht nicht!

Es gibt sie, solche Theatermomente und Bilder, die man erlebt, sieht und sogleich weiß, dass man sie nie vergessen wird. Genau diese geschieht in dieser Medea, die Michael Thalheimer vor knapp fünf Jahren in Frankfurt inszeniert hat. Medea als Frau wird ausgestellt auf einem schmalen Podest, das die riesige Bühne erfüllt, sie ist gleichsam isoliert, überhöht, schreiend hilflos, verletzt allein und dennoch kraftvoll.

In einem grandiosen und so einfachen Bühnenbild wird die über 2000 Jahre alte Geschichte gespielt und wer Theater mag, für den war und ist diese Inszenierung ein Muss. Nach der Premiere und eigentlich jeder Vorstellung gab’s Ovationen, Jubel und Publikumsglück.

Wundern würde es mich nicht, wenn diese Medea aus Frankfurt sogar ihren Weg zur weiteren Wiederauferstehung nach Berlin finden würde; dennoch - eines ist definitiv, in Frankfurt war’s das endgültig, es wird sie nur noch zweimal geben: am Freitag, 2.6. und am Samstag, 3.6., jeweils um 19.30h.

Hier weitere Infos und ein Video.
Und für die dann wirklich allerletzte Vorstellung am Samstag, 3.6. gibt’s oben Karten zu gewinnen.

(Foto: Birgit Hupfeld)

Pfingstsonntag 04. Juni: OF/Konzert

(Andrea)

Lutz, der alte Jazzer, hat sehr geschwärmt und mir wiederum gefällt, was ich über HOLZIG lese. Die Musiker aus Köln, leipzig und Berlin spielen "Cinematic Songs" und das klingt dann so: "Um uns herum befinden sich besondere Orte, liegen Stimmungen in der Luft, ereignen sich Episoden, wird geträumt und phantasiert. Als Antwort darauf spielen fünf Herren Soundtracks mit Vorliebe fürs feinstrukturiert, holzig Warme. Beeinflusst von Kompositionen zeitgenössischer Musik, improvisierter Musik und alternativer Popmusik entsteht eine besondere Mischung aus Poesie, Klangverliebtheit, Komposition und Improvisationsdrang. Starke Melodien treffen auf einen mehrstimmigen Klangkörper, der kollektiv Soundscapes erschaffen kann und dazu neigt, filmisch bewegte Bilder anzuregen. "

Am 4.Juni in der afip am Goetheplatz. http://bit.ly/2rFxWHY

Pfingtsmontag 05. Juni: Drei Tage auf dem Land

(Martin)

Ebenso - Aus und vorbei für ‚Drei Tage auf dem Land’! Nur noch einmal zu sehen am Pfingstmontag, 5.6. um 19.30h:

Der Regisseur, Andreas Kriegenburg, ist einer der Poeten seiner Zunft. Ich finde Stück, Idee und Inszenierung großartig und empfehle das Anschauen unbedingt! Auch wenn es für manche*n Theaterfreund*in etwas Zeit brauchte, um voll und ganz dabei zu sein, ist’s für mich ein berührender, gleichwohl unterhaltsamer, garantiert brillant gespielter und sicher tiefgehender Theaterabend, der insbesondere nach der Pause mächtig Fahrt aufnimmt. Es geht um Familie, Russland, drei Tage, Sommer, Hitze, alte Beziehungen, die sich neu justieren, wer mit wem, Langeweile, Sinnsuche, Risiko, Liebes(un)glück, Lebens(un)zufriedenheit. Vor der Pause wird man zur/m Beobachter*in einer bestehenden aber sich in Veränderung begriffenen Beziehungschoreographie. Spannend ist, ein Schauspiel im Schauspiel zu erleben: ist die gespielte Lebenslust eine aufgesetzte? Was auf der Oberfläche geschmeidig im Miteinander wirkt, scheint nicht wirklich zu stimmen, oder doch? Tun die nur oder sind die so? Es gibt viel Musik, Tanz und Bewegung, auch Humor. Vielleicht geht man mit einem irritierten Grundgefühl in die Pause und fragt sich – und jetzt? Im zweiten Teil geht’s zur Sache. Was will man im Leben, wie will man (es) leben? Welche Kompromisse sind wir bereit einzugehen für eine glücklich machende (Liebes)Beziehung?

Es ist eine sanfte Nachdenklichkeit, die beim Zuschauen entsteht und gleichzeitig ein Sog, in dem einem die einzelnen Personen nahetreten und Fragen stellen, die man sich selbst auch stellt. Wunderbar ist die Musikalität des Theaterabends. Am Besten geht man nicht allein und nimmt sich außerdem vor, danach noch ein Gläschen Wein zu trinken. Diese Inszenierung hat Nachgeschmack!

‚Drei Tage auf dem Land’ kommt noch einmal – am 5.6. – und dann nimmermehr!

Karten für die Dernière gibt’s oben zu gewinnen! Und hier weitere Infos und ein sehenswertes Video.
(Foto: Birgit Hupfeld)

Dienstag 06. Juni: TOKAT

(Daniela)

Ich wollte mir TOKAT - Das Leben schlägt zurück eigentlich beim LICHTER Filmfestival anschauen, aber da kam mal wieder was anderes dazwischen. Heute Abend will ich ihn aber sehen. Das Thema interessiert mich, da ich ja von 1991-1994 in Frankfurt Sozialarbeit studiert habe und vor allem mit den Bockenheimer BOMBER BOYS zu tun hatte...

"Deutschland, 1992. Ausländische Jugendbanden in Großstädten fallen verstärkt durch Schlagzeilen auf: Drogen-Verticker, Jacken-Abzieher, Möchtegern-Gangster. Die Gesellschaft reagiert darauf mit Unverständnis, Faszination, Verachtung oder Mitleid. Seitdem sind 20 Jahre vergangen – unsere türkischen Protagonisten sind erwachsen geworden.

Wie ist ihre deutsch-türkische Integrationsgeschichte weitergegangen? Wie gehen sie damit um, dass sie ihre Vergangenheit sie täglich einholt?

Der Dokumentarfilm „TOKAT – Das Leben schlägt zurück“ (Tokat - Film portraitiert fünf ehemalige Mitglieder Frankfurter Jugendbanden wie den „Turkish Power Boys“, damals und heute, und öffnet den Blick auf Biographien jenseits von Migrationsklischees und kulturpolitischen Floskeln.

Kerem, Dönmez und Hakan hatten in ihrer Jugend eines gemeinsam: Als Immigranten aus dem ostanatolischen Dorf Bayat wuchsen sie zusammen im Frankfurter Stadtteil Bornheim auf und waren dort Mitglied der berüchtigten Jugendbanden. Anfang der 90er Jahre machten sie die Stadt durch zahlreiche Gewaltdelikte unsicher – von Beschaffungskriminalität bis hin zu schwerer Körperverletzung und Todschlag. Ihr Ruf verbreitete sich rasant, nicht zuletzt durch die Berichterstattung in lokalen und überregionalen Medien. Heute, nach 20 Jahren, weisen ihre verschiedenen Lebenswege kaum noch Parallelen auf.

Die unterschiedlichen Lebensräume in Frankfurt und Anatolien, als Jugendliche und Erwachsene, irgendwo zwischen Bedauern und Nostalgie, werden dadurch zu einer dynamischen und persönlichen Geschichte.

Zum Filmgespräch dürfen wir uns auf eine Regisseurin des Films sowie auf den Sozialarbeiter und Zeitzeugen Nermin Velagic und auf Thomas Zosel vom Polizeipräsidium Frankfurt am Main, welcher sich des Themas Jugendkriminalität damals und heute angenommen hat, freuen.

Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19 HH

Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag 06. Juni: ELEMOTHO in der Brotfabrik

(Daniela)

Und weil ich im Naxos Kino bin kann ich nicht zu ELEMOTHO, der heute Abend in der Brotfabrik spielt. Wirklich schade. Der Künstler ist in Namibia gerade für seine Lebensleistung ausgezeichnet worden. Das wird bestimmt sehr schön!

"Elemotho G.R. Mosimane tat gut daran, seinen Namen als Künstler einfach auf das griffigere Elemotho zu verkürzen. Als einer der bekanntesten und populärsten Musiker Namibias hat er mit „Beautiful World“ jüngst sein viertes Album veröffentlicht. Der Titel ist für den Sänger und Gitarristen ein Bekenntnis. Denn für ihn ist und bleibt die Erde ein schöner Ort, daran will er mit seiner Musik erinnern – trotz und gerade wegen all der schrecklichen Dinge, die in vielen Ländern momentan passieren. „Ich bin viel gereist und habe wunderbare Orte gesehen und tolle Menschen getroffen“, erzählt er, warum „Beautiful World“ für ihn auch Zeugnis der menschlichen Seele ist. „Ich sehe mich als Künstler und Aktivisten, werfe gerne mit Wahrheiten um mich“. Am liebsten möchte er dabei die Realität in eine Utopie umwandeln und jegliche Unterdrückung überwinden.
Elemotho ist ein Mann der Wüste. „Die Kalahari steht für mich für Klarheit und Reinheit. Man kann bis hinter den Horizont sehen. Das bedeutet Träume und Visionen“, erklärt der Mann, der Philosophie und Psychologie studiert hat, seine Wurzeln. Musikalisch hat ihn aber auch – ganz profan – das Radio beeinflusst. Er scheut sich davor, seine Musik in eine Kategorie einzuordnen. „Afro-Fusion“ könnte man sie nennen. „Der neue Sound der Kalahari, Melodien und Meditationen mit Nachrichten aus der Neuzeit“, meint Elemotho."

http://www.elemotho.com

20:00Uhr / VVK: 13 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 16 € / freie Sitzplatzwahl / Tickets

Mittwoch 07. Juni: 2 Stücke von Rabih Mroué im mousonturm

(Daniela)

Ich glaube ich muss heute Abend in den Mousonturm. Da laufen heute (und auch am Dienstag) jeweils zwei tolle Stücke des libanesischen Künstlers Rabih Mroué.

"Rabih erzählt in seinen Arbeiten über das Leben und die Politik im Nahen Osten und lässt meisterhaft die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit verschwimmen.
 
In den Rollen von Autorin und Zensor diskutieren Rabih Mroué und Lina Majdalanie in „Photo-Romance (Version No. 2)“ (am 6.&7.6. je 19 Uhr) Nach der Premiere 2009 wurde Photo-Romance sofort zu einem der erfolgreichsten internationalen Theaterstücke und ist nun, nach weltweit gezeigten Gastspielen, in einer neuen Version am Mousonturm zu sehen: die Fotoroman-Adaptation eines historischen Filmdokuments, das die Begeisterung der italienischen Massen bei Hitlers Mussolini-Besuch zeigt.
 
Als „Rima Kamel“ wurde die libanesische Sängerin Rima Khcheich schon als Kind in Zeiten des permanenten Krieges berühmt: In dieser Performance (am 6.&7.6. je 20:30 Uhr), inszeniert von Rabih Mroué, blickt sie nun kritisch zurück, befragt Konzepte wie das Erinnern und Vergessen, Sicherheit und Unsicherheit, das Biografische und Nationale und stellt sich ergreifend und eigenbestimmt ihrer Vergangenheit.

www.mousonturm.de

Mittwoch 07. Juni: SPOTLIGHT in der Alten Oper

(Daniela)

Quatsch, ich kann ja garnicht in den Mousonturm, da ich ja Isabel gesagt habe, dass ich heute in die Alte Oper komme. Da startet ein neues Konzertformat und ich freue mich sehr. Das ist genau nach meinem geschmack:

"Spotlight“ – ein Konzert als Afterwork-Event: Andrés Orozco-Estrada, Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, hat ein neues, kurzes Konzertformat erfunden. Darin beleuchtet er ein Werk und erklärt den Zuschauern dessen Besonderheiten. Für diejenigen, die bislang noch nicht den Weg in ein großes Sinfoniekonzert gefunden haben – aber auch für erfahrene Konzertgänger –, richtet Orozco-Estrada am Mittwoch, 7. Juni, um 19 Uhr in der Alten Oper Frankfurt den Scheinwerfer auf Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“.

In dem rund einstündigen Gesprächskonzert eröffnen Andrés Orozco-Estrada und das hr-Sinfonieorchester die Möglichkeit, eines der großen Meisterwerke der Musik anhand von Anspielstellen, historischen Hintergründen und Anekdoten näher kennenzulernen. Im Zentrum steht jene legendäre Ballettmusik, die bei ihrer Uraufführung in Paris 1913 einen der größten Theaterskandale der Geschichte heraufbeschworen hat. Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“ hat von seiner radikalen, atemberaubenden Wirkung bis heute nichts verloren. Bei Strawinskys Werk können Fragen auftauchen wie: Gibt es ein großes Solo? Was sagt uns der spezielle Rhythmus des Stücks? Warum wurde es bei seiner Uraufführung zu einem Skandal? All dies möchte der Dirigent dem Publikum vermitteln. „Dazu muss ich sehr viel wissen, die Zuhörer aber nicht“, sagt Orozco-Estrada, denn für ihn steht fest: „Man muss nicht intellektuell sein, um Musik zu genießen. Aber wenn man mehr weiß, entdeckt man mehr und wird vielleicht noch mehr berührt von der Musik.“

Beginn: 19 Uhr
Ort: Alte Oper Frankfurt, Großer Saal
Karten: 24 Euro (Schüler/Studierende/Auszubildende bis zu 50 Prozent Ermäßigung) unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de 

Weitere Informationen:
www.hr-sinfonieorchester.de; www.youtube.com/hrsinfonieorchester; www.facebook.com/hrsinfonieorchester

Donnerstag, 8. Juni: OF / Konzert

(Daniela)

Die Parkside-Studios von Andreas Schmidt sind ja schon ein ganz besonderer Ort.
Ich werde heute nach Offenbach radeln, denn infinite bisous sind nicht nur ganz wunderbar beschrieben, sondern der Track klingt auch verdammt schön.

(Herr S. aus G., das wäre doch was für Sie!)

>> The slow electronics of infinite bisous leave no bodies unmoved. England native Rory McCarthy has played alongside names like Connan Mockasin and Mac DeMarco to Charlotte Gainsbourg. He currently resides in Paris, releasing much of his lo-fi, funk-infused, semi-psychedelic music through the Internet collective tasty morsels.
The perfect blend of delicious cocktails while taking pleasure in infinite bisous, live at work, awaits... <<

Einlass ab 19:30h, Beginn recht pünktlich um 20:30h

lost in translation part 2 http://www.youtube.com/watch?v=rCRB9PsGV8o

Parkside-Studios
Friedhofstr. 59, 63065 Offenbach/M.
http://www.schmidtbild.de, http://www.parksidestudios.de

Donnerstag 08. Juni: LUCILLE

(Daniela)

Auf dem Nachhauseweg radel ich dann noch im Lucille vorbei, denn da ist heute wieder Kitchen Soul.

"Kitchen-Soul, geht in die 3. Runde, an den Plattentellern steht Mortimer Coldheart, mit jeder Menge Soul, Funk, Jazz und noch ein paar anderen Gewürzen die aufs Vinyl geritzt werden können, dazu wird wie immer mit viel Soul gekocht."

 

Lucille, Friedberger Landstraße 100

Freitag 09. Juni: Richtung Wahrheit - Eine ganztägige Tagung

Martin)

Im vorletzten Newsletter gab’s die ‚Wahrheit’ nur unscharf und schwarz-weiß, deshalb hier und heute erneut: live und in Farbe!

Brecht hat gesagt: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ Deshalb lasst uns weder Dummköpfe, noch Verbrecher sein und uns stattdessen auf zur Tagung ‚Richtung Wahrheit’ in das Literaturhaus Frankfurt machen. Hinterher ist man garantiert schlauer, denn das Programm begeistert mit tollen Referenten und richtig interessanten Themen: ‚Fakenews’ zum Beispiel – die Medienpädagogin Alia Pagin klärt auf, wie wir Medieninhalte kritisch hinterfragt können; oder Julia Shaw, sie zeigt, dass unser Gehirn uns tatsächlich beschummelt und unsere eigene Wahrheit gar nicht die eigentliche ist. Gibt es die überhaupt, die eine Wahrheit? Ist sie absolut oder veränderbar? Wandeln vielleicht die neuen Medien unsere Empfindungen und unsere Wahrhaftigkeit – u.a. das fragen sich (und uns) Sarah Diefenbach und Daniel Ullrich unter der Überschrift ‚Digitale Depression’.

Dass diese Tagung von Lehrern für Lehrer erarbeitet wurde, sollte andere Interessierte nicht davon abhalten, sich einfach ein Ticket zu besorgen! Denn mal ehrlich: ‚Sind wir nicht alle ein bisschen Lehrer!?’

Neben allen inhaltlichen Gründen, dort hin zu gehen, besticht auch die Magenfrage: das Catering kommt von ShoudOutLoud, der Resteküche! Ihr erinnert euch an das ebenfalls angekündigte Kochevent vor 14 Tagen auf Naxos!? Ein Erlebnis!

Das Tagungsprogramm ist wie ein Stundeplan aufgebaut und die ‚Kurse’ stellt man sich selbst zusammen. Eine Übersicht findet ihr hier

Die Tickets gibt’s hier  

Hörbuch-Rezension von Christian Arndt

(Christian)

"Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff

Die Kurzform dieser Rezension leihe ich mal kurz von Christoph Grissemann aus: "Das ist unglaublich lustig und traurig zugleich." Stimmt beides. Mit dem 12-stündigen Hörbuch "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" – in mehreren Etappen live gelesen vom Autor – setzt Joachim Meyerhoff in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe. Humor ist eine davon. Aufgezeichnete Live-Lesungen können für die Hörer der Tonkonserve zur akustischen Herausforderung, nicht selten zur zähen Geduldsprobe werden. Mal ist der Ton suboptimal und von wechselnder Qualität, mal irritieren die hörbaren Reaktionen des Publikums. Auch gelegentliche Versprecher können nachträglich nicht mehr korrigiert werden. Das alles ist bei Meyerhoff zum Glück vollkommen egal. Denn seine sonore, bühnentrainierte Stimme mit dem leichten norddeutschen Einschlag trägt diese schonungslose, zuweilen ins Absurde abgleitende autobiografische Tour de Force durch alle Höhen und Tiefen. Meyerhoff  kommt immer wieder auf persönliche Tragödien und Katastrophen zu sprechen. Neben der Trennung seiner Eltern spielt vor allem ein traumatisches Ereignis – der Unfalltod eines seiner Brüder – eine zentrale Rolle. Als kurioser Glücksfall und Kontrapunkt zu den tragischen Momenten erweist sich aber der Umstand, dass der – wie durch ein Wunder an der Schauspielschule in München angenommene – Joachim mangels bezahlbarer Wohn-Alternative in das große Haus und damit in das bourgeois-beschwipste Paralleluniversum seiner Großeltern eintaucht, inklusive seniler Dienstboten und (oops, Spoiler!) einer Begegnung mit Horst Tappert in der Sauna.

Die liebevoll bis ins Detail eingeübten Alltagsroutinen der divenhaften Schauspielerin und des emeritierten Philosophieprofessors geben dem zutiefst verunsicherten Joachim den Halt, den er sonst nirgends findet: "Je älter sie wurden, desto penibler wurden sie in der Abfolge ihrer Handlungen." Allerdings sind diese Nymphenburger Rituale – mal zum Trost, dann wieder sehr zum Leidwesen des Erzählers – fast immer mit dem Konsum gesundheitsgefährdender Mengen alkoholischer Getränke verbunden. Zum Frühstück wird Champagner gereicht, mittags Weißwein, abends um punkt 18 Uhr gibt es Whisky, danach Rotwein, und zum Abschluss des Abends holt Großvater Hermann um Mitternacht die Flasche Cointreau hervor. "Kultiviert und weltfremd" erscheinen die Senioren in Meyerhoffs Erzählung, das affektierte "Mooon!" (wie im französichen Ausruf "mon dieu!") der Großmutter wird zum Running Gag, ebenso wie der dem Enkel zugedachte Spitzname "mein Lieberling." Mehrmals stürzt der Großvater beim Wein holen die Treppe herunter und bleibt jedes Mal wie durch ein Wunder unverletzt. Die Großmutter verliert ihre Stimme (wird jedoch durch eine Operation kuriert). In den Augen des Erzählers wirkt jedoch der skurril-senile Mikrokosmus der Großeltern absolut normal und vernünftig, zumindest im direkten Vergleich zu den irrwitzigen Zumutungen der Schauspielschule. Der Erzähler beschreibt sich als völlig talentfreier, geradezu tragisch deplatzierter Loser, und die Beschreibung – vom Vorsprechen bis zur Abschlussprüfung – beziehen einen großen Teil ihrer bizarren Komik aus der lakonischen Sprache, mit der Meyerhoff die Lehrer, Mitschüler und sich selbst beschreibt. Er kann nicht singen, nicht weinen, und sein missratenes Bühnenlachen bewog eine ungarische Regisseurin gar dazu, ihn mit dem Rücken zum Publikum zu platzieren. Zwar wird ihm am Ende die "Bühnenreife" attestiert, doch das einzige Theater, das ihm ein Engagement anbietet, ist das seiner friesischen Heimatstadt. "Niemals," brüllt er in den Hörer, und diese letzte Erniedrigung führt zum Zusammenbruch und einer Existenzkrise: "Ich stand nicht nur auf der Bühne neben mir, ich stand immer neben mir." Klingt nicht lustig? Ist es aber, denn durch die Brille seiner entwaffnenden Selbstironie betrachtet, ermöglicht uns Meyerhoff auch einen etwas entspannteren Blick auf unsere eigenen Defizite und die unerträglichen Zumutungen des Erwachsenwerdens und -seins, auf Vergänglichkeit und Tod. "Alle Toten fliegen hoch" heißt die Roman-Trilogie und das Bühnenprogramm, mit er sich vor allem beim Wiener Burgtheater-Publikum unsterblich gemacht hat, und "Diese Lücke" der krönende Abschluss davon. Erheben wir mit also das Glas und trinken mit JM auf eine "scheene Leich'" (Christian Arndt)

Joachim Meyerhoff "Ach diese Lücke" (Random House Audio, 2016, 10 CDs)

FESTIVAL SPEZIAL_01

(Daniela)

Im Schloss Geyso hab ich schon übernachtet, aber bisher habe ich es nicht auf das  KLING FESTIVAL nach Mansbach geschafft. Aber dieses Jahr hab ich Zeit und ich fahre hin, denn Reiner und seine Freunde geben sich immer soviel Mühe und alle die ich kenne, die da waren sagen es ist wunderschön bei

k l i n g - mansbach music and arts festival 4.+5.8.2017

"Okay, ja wir machen es wieder!
Regen hin und Regen her, es hat trotz der ganzen Nässe und des wirklich wenig sommerlichen Julis allen Spass gemacht, die da waren. Musikern, Künstlern, Helfern und Publikum. Der Sommer hat sich dieses Jahr nun erst im August bequemt wieder in Mansbach vorbei zu schauen. Deshalb haben wir ihn gebeten auch bei kling 2 Anfang August 2017 mit dabei zu sein.

kling bleibt bei seinem Motto:

Just the best!  Singer-Songwriter, Alternative, Eclectic, Jazz, Pop und Kunst jeder Art

Ein Wochenende mit anspruchsvoller, handgemachter Musik, internationalen Bands, Kunst und nun zum dritten Mal mit der ganz besonderen Location: Der Park des Schloss-Geyso wird zur Bühne und zum Forum für internationale Musiker, Liedermacher und Künstler. Die Konzerte finden auf der Open-Air-Bühne nahe der Schlossmauer und im Gewölbekeller im Inneren des Schlosses statt.
kling 2 findet wieder bei freiem Eintritt gegen Spenden statt, welche wieder zu gleichen Teilen an die Künstler gehen.Es darf wieder gezeltet werden, bitte fragt einfach an per Mail: info@kling-festival.de

Das Programm findet ihr unter: www.kling-festival.de

FESTIVAL SPEZIAL_02

(Martin)

‚Bacharach Das Festival’ ist das kulturelle Event überschrieben, das vom Freitag, 11.08. – Sonntag, 20.08.17 im Oberen Mittelrheintal stattfindet; man könnte auch schlichtweg von ‚Praml-Festspielen’ sprechen.

Schaut ihr euch das gesamte Programm auf der Homepage an: http://www.theater-willypraml.de/theater/programm/bacharach-das-festival/

‚Hermann und Dorothea’ und ‚Novalis HYMNEN AN DIE NACHT’ habe ich als theatralische Highlights schon in vergangener Zeit in den Ausgehtipps empfohlen. Was ich euch nun ganz besonders ans Herz lege ist ein Wiedersehen mit dem großartigen Heine-Projekt des Theaters Willy Praml: ‚Der Rabbi von Bacharach’!

Ehemals im Sommer 2013 u.a. auf der riesigen Frankfurter Straßenkreuzung an der Kurt-Schumacher-Straße, dem Dominikanerkloster, im Bus und an sensationellen Orten aufgeführt, wird das wirklich spektakuläre Theaterprojekt jetzt an den Originalschauplatz an den Rhein verlegt und dort aufgeführt. Mit Heinrich Heine an den Ufern des Rheins -Ein theatraler Parcours durch Raum und Zeit des UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal! „Mit einem klassischen Theaterabend hat das Stück wenig gemein. Eher mit einer modernen open-air Theaterinstallation. An unterschiedlichen Orten Bacharachs spielt das Ensemble Szenen, die Texte des Dichters aufnehmen, seiner Haltung zur Religion und seiner Auseinandersetzungen mit seinem Leben, seinem Denken und seinem Werk. Heinrich Heine schildert die Geschichte des Pogroms an der jüdischen Bevölkerung Bacharachs, ausgelöst mittels einer dem jüdischen Pessachfest unterschobenen Kinderleiche, und erzählt weiter von der Flucht des Rabbi und seiner schönen Frau Sarah rheinaufwärts nach Frankfurt.“

Ich werde meine Sommerferien dort vor Ort ‚theatralisch’ Ausklingen lassen, habe mir ein Zimmer in Bacharach (manch andrer auch schon!) reserviert, will an dem Wochenende ein bisschen wandern gehen, tolles Theater genießen, lecker Wein trinken und das beste Riesling-Eis (sagt zumindest Bettina, dass es das wäre!) schlecken.
Die Karten für den ‚Rabbi’ (12. und 13. August) und die anderen Vorstellungen könnten knapp werden, deshalb sichert euch Tickets und ihr könnt euch noch mehr freuen auf den Sommer, die Ferien und ‚jauchzen und frohlocken’: Theater, Rheinromantik, lecker Weinchen, Lust, Genuss und überhaupt...
Für alle, die nicht übernachten wollen, fährt freilich auch die Bahn unkompliziert in gut einer Stunde und teilweise ohne Umsteigenotwendigkeit zwischen dem Main und dem Rhein hin und her!

FESTIVAL SPEZIAL_03

(Andrea)

4. Mainweltmusikfestival 30. Juni bis 2. Juli
So abgedroschen der Satz „Orient meets Okzident“ auch klingen mag, für das Festival trifft er hundertprozentig zu. Sehr ambitioniert, was der Verein Su Arts zusammenstellt und nach einem OpenAir-Konzert im Innenhof des Büsingpalais und einem indoorkonzert in der Alten Schlosserei, machen die Veranstalter in diesem Jahr kurzerhand zwei Konzertabend, eben einmal in- und einmal outdoor und dazu noch einen dritten Tag mit einem Workshopprogramm. Bevor es in die Sommerferien geht, stimmen wir uns schon mal richtig ein, auf Spanien mit seinen Flamencotänzen und -liedern, Portugal mit seinem Fado, Syrien mit seiner arabischen Musik, deutsche Volkslieder der Gruppe „Grenzgänger“, die Türkei mit dem „Anatolian Quartett“ und Israel mit dem weltberühmten Klarinettisten Giora Feidman vertreten sein - allesamt hoch geschätzte Meister ihres Fachs. Schade, dass ich nicht überall hinfahren kann...http://mainweltmusikfestival.de/

FESTIVAL SPEZIAL_04

(Andrea)

FÜNFUNDZWANZIGSTES Steinbruchfestival in Mühlheim 14. bis 16. Juli
Ein Vierteljahrhundert? Ist das möglich? Wo wir uns doch gerade noch im Augenwald bei Mühlheimer Gewächsen wie MOXX getroffen haben. Klingt wie eine Ewigkeit und ist doch sehr präsent. Der Umzug des Festivals in den Steinbruch, erst auf den großen Grillplatz und dann auf das Vereinsgelände nebendran. Ambitioniert und programmatisch die Musikauswahl, immer eine Mischung bei der für jeden etwas dabei war und ist. Da bleiben sich die Arties auch bei der 25. Ausgabe treu. Bei der Jubiläumsausgabe unter anderem dabei sind alte Bekannte aus Hamburg, der Fall Böse, die schon jedes Mal die Hütte gerockt haben. Auch Samavayo aus Berlin waren schon mal da, aber wichtiger sind die regionalen Bands wie bspw. Tim Ahmed, Banjoory, …Das Programm ist wirklich fett und weil ich erst später im Juli urlaube, bin ich drei Tage in Mühlheim. www.steinbruchfestival.de  

FESTIVAL SPEZIAL_05

(Daniela)

Ich liebe das Heimspiel Knyphausen Festival. Ich war schon 3 Mal da und es war immer wunderschön. Tolle Bands!!, schönes Ambiente, sehr nette und entspannte Festivalgäste (kleiner Hibster Überschuss) und hervorragende Weine.

Leider sind dieses Jahr scon alle Tickets weg. Warum ich es trotzdem ankündige? Weil es sich lohnt einfach hinzufahren und zu versuchen vor Ort noch Tickets zu bekommen.

Ich werde das tun, denn ich suche noch 2 Tickets!


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